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Vellguth, J. -Zauberhaftes Aschenputtel

vellguth-j-01-zauberhaftes-aschenputtelAnna hat einen Traum: Sie möchte den Prinzen heiraten. Seit ihrer frühesten Kindheit streben sie und ihre Mutter nur auf dieses eine Ziel hin. Als ihre Mutter stirbt und ihr Vater sich eine Frau mit zwei Töchtern wählt, gerät Annas Welt aus den Fugen. Sie leidet schwer unter der grausamen Boshaftigkeit ihrer neuen Familie. Nur die Entdeckung, dass die Feen im Wald doch keine Hirngespinste ihres Urgroßvaters waren, lässt sie ihren Lebensmut nicht ganz verlieren. Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch Hals über Kopf in den nicht standesgemäßen Jägersmann aus dem Wald. Wie kann sie ihr Schicksal nur wieder in die richtigen Bahnen lenken, ohne den letzten Wunsch ihrer Mutter zu verraten? Diese Geschichte erzählt von der Verwandlung eines kleinen Mädchens in eine junge Frau, von Aschenputtel zur Prinzessin und singt eine Weise von der Schwäche und der wahren Macht, die in jedem Einzelnen von uns schlummern.

 

 

Autor: Vellguth, J.
Titel: Zauberhaftes Aschenputtel
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:14.01.2016
Seitenanzahl Printbuch: 208 Seiten
Genre:Märchen, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 12.12.16-14.12.16
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Deutsche Autoren Challenge, Märchenhaft durch 2016 (12 Lies ein Buch, in dem ein armes Mädchen sich in einen reichen Jungen (oder andersherum) verliebt)

Worum es geht: Die Geschichte von Aschenputtel mit neuen Elementen

Die Handlung ist bekannt. Ich habe erst damit gerechnet, dass ich wegen der bekannten Geschichte vielleicht doch nur oberflächlich lesen werde. Aber nein. Das Buch war so fesselnd und die Geschichte so schön geschrieben. Das Grundgerüst ist die bekannte Story. Einige Elemente wurden zugefügt und abgeändert. Dieses Märchen ist genauso schön und fesselnd wie die Originalgeschichte. Hier wird allerdings das Element Natur hervorgehoben. Die Feen wirken die traumhaften Kleider. Die Schuhe sind anders, passen aber auch nur ihr. Und am Ende bekommt Anna die Möglichkeit zu wählen. Die Natur oder die Liebe zum Prinzen. Eine schwere Wahl. Ich weiss nicht ob ich nicht das Angebot der Nymphe angenommen hätte. Der Schreibstil ist gut, fesselnd und flüssig. Die Atmosphäre ziemlich gut wieder gegeben. Ich konnte mich in Annas Gefühle gut einfühlen. Dachboden, Keller, vor dem Kamin, wiedersprüchliche Gefühle dem Jäger aus dem Wald und das Versprechen ihrer Mutter gegenüber immer nett und zurückhaltend Damenhaft zu sein. Das war schon manchmal nervig. Sie wurde von ihrer Mutter so beeinflusst, dass sie fest überzeugt war, dass eigentlich nur der Prinz gut genug für sie ist. Und daran heftet sie sich. Manchmal hätte man sie echt gerne genommen und kräftig durchgeschüttelt. Auch die Demut, die sie der Stiefmutter entgegenbrachte…grrr…da wäre ich schon paarmal ausgeflippt. Aber so war das halt immer den Schein wahren…Also ihr merkt – man kann hier schon gut mitgehen. Spannung wurde in diesem Masse aufgebaut, dass man ständig mitgefiebert hat, dass Anna doch vielleicht mal die Hand auf den Tisch knallt und ihre Meinung sagt. Sie hat sich schon auch durchgesetzt, als es um ihr Pferd ging, aber sonst immer zurückhaltung geübt. Originalität war auf jeden Fall gegeben. Schon weil einiges geändert wurde. Der Vater, das treffen mit dem Prinz, die Nymphe, die Rache.

Fazit: Absolut empfehlenswert für Romantik und Märchenfans. Es hat wirklich sehr viel Spass gemacht das Buch zu lesen und ich habe mich immer freuen können weiter zu lesen.

5 von 5

Zitate:

Dankbar musste man sein, für alles, was der liebe Gott einem schenkte. Annas Herz war übervoll und grenzenlos dankbar für alles, was die Zukunft bereithielt.

Anna versuchte bereits sich darauf einzustellen, irgendwann als alte Jungfer zu sterben. Mit mehr als sechzehn Jahren war sie nicht mehr allzu weit davon entfernt.

Am meisten hatte Anna verletzt, dass ihr Vater nichts dazu gesagt hatte. Der wurde mit der Zeit nur immer blasser und sagte immer weniger zu den Dingen, die im Hause vor sich gingen. Überhaupt stellte sich die Frage, wer hier eigentlich wirklich der Herr im Hause war.

“Nun was jetzt? Willst du zu diesem albernen Fest oder nicht?”, fragte die Alte.
“Es ist nicht albern.”
“Was? Es ist also nicht dazu da, damit sich irgend so ein Kerl in Strumpfhosen, ein Weibchen zum Bespringen aussuchen kann?”
“Was? Nein. Der Prinz wählt sich eine Gemahlin aus.”
“Sag ich doch. Und was willst du dort?”
“Den Prinzen treffen”, sagte Anna leise.
Die Nymphe legte die Hände in die Hüften und nickte, als hätte man ihr etwas völlig Offensichtliches erklärt. “Und dich paaren und Kinder zeugen.”

War es sinnvoll einem Kind einzureden, dass es irgendwann den Prinzen heiraten sollte? Oder sogar heiraten musste, um ein glückliches Leben zu führen?

“Der Prinz will diejenige heiraten, der mein Schuh passt.”
“Mich?”
“Nein mich natürlich — ist ja mein Schuh.”
Anna blickte sie verständnislos an.
Die Nymphe rollte mit den Augen. “Selbstverständlich dich.”

Charaktere

Anna – Annabelle – Aschenputtel. Eine wirklich sympathische. Sie ist ehrlich, liebevoll, etwas weltfremd, naturbezogen.

Esmeralda – die Stiefmutter. Sehr engagiert. Geldgierig und nur auf ihren Vorteil bedacht. Sie macht auch vor Mord nicht zurück.

Sybille – Lange, hager, dünne schwarze Locken. Unsympathisch. Sie ist die fiese der beiden Töchter. Aber will sich nicht das selbe das ihre Mutter für sie wünscht.

Bernadette – klein und rundlich. Sie ist ständig am Essen und muss sich mit den Vorwürfen ihrer Mutter stellen. Eigentlich ist sie ganz nett. Lässt sich halt nur ständig aufwiegeln. Sie will eigentlich auch nur die Freiheit. Weg von der Mutter

Limnula – eine Baumnymphe – Tochter Gayas der heiligen Mutter. Sie nimmt hier die Stellung der guten Fee ein. Und ist so schön sarkastisch. Meine Favoritin hier in dem Buch

Ignatius – der König

Leo – Leopold – der Prinz, den Anna mit 13 schon im Wald kennen lernt und ihr bester Freund wird. Sie denkt er wäre ein Jäger. Er ist eher ein ruhiger Geselle. In sich gekehrt. Und ermuntert Anna ständig sich gegen ihre Situation zu wehren. Sie ist die einzige, die ihre Situation ändern kann.

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