Grießbach, Heiko – Und täglich grüßt…-ein neuer Dienstag

 daumen steigend

Autor: Grießbach, Heiko
Titel: Und täglich grüßt…-ein neuer Dienstag (Neuauflage: Tödliche Mutprobe)
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum: 25. Juli 2015
Seitenanzahl Printbuch:154 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 06.08.18-09.08.18
Band einer Reihe: Nein
ISBN:978-1515132042 ASIN: Neuauflage B07FMNZM3F

Klappentext

Benni aus Berlin ist 16, als er beim S-Bahn-Surfen tödlich verunglückt. Das Fegefeuer erwartet ihn, doch er bekommt noch eine Chance. Benni muss es gelingen, zwischen Sonnenuntergang und Morgengrauen nicht nur ein Mädchen kennenzulernen, sie muss sich auch aus vollem Herzen in ihn verlieben. Schafft er es nicht, bekommt er in der nächsten Nacht eine weitere Chance, aber er darf nie ein Mädchen ein zweites Mal treffen … Und endlos viele Versuche bekommt er nicht … Ein leicht übersinnlich angehauchter Roman, nicht nur für Jugendliche.

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Benny ist ein Teenager. Er hat keine Freunde und sein Vater ist sehr streng. Er hat keinen PC und kein Handy – sein einziges neues Hobby ist Sprayen. Seine Situation wird nicht besser, als sie nach Mahrzahn ziehen. Dort hat er niemanden. Um so leichter lässt er sich von einer Gang anheuern, die ihn bei sich aufnehmen wollen. Aber er muss sich würdig erweisen in dem er auf einer Bahn surft. Wie das ausgeht, könnt ihr aus dem Klappentext entnehmen. Jetzt ist es geschehen, Benny ist tot. Eine Stimme gibt ihm die Anweisungen und Regeln. Er wird bestraft, weil er sein Leben so unnütz weg geworfen hat – sollte er es nicht schaffen ein Mädchen zu finden, wird er ins Fegefeuer kommen. Er hat Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang . Zeit hat er 7×7 Nächte. Er startet immer auf der Friedrichsfelder Brücke, an seinem Todestag – Dienstag der 13. April. Egal was er am Abend vorher erlebt hat. Sein Geldbeutel hat immer acht Euro sechzig. Sollte er verletzt werden, ist am nächsten Abend alles wieder beim alten. Er erlebt so einiges – will helfen, wird beschimpft, gebissen und verprügelt. Wird er erlöst werden? Und wie einfach wird es sein. Verliert er seinen Mut, oder wird er beflügelt durch seine Erfahrungen?

Meine Meinung:

Sein Leben so leichtsinnig aufs Spiel zu setzen ist wirklich eine Sünde. Allerdings ist das Fegefeuer, doch eine wirklich harte Strafe. Im Grossen und Ganzen fand ich das Buch recht gut. Es war ein kurzweiliges Vergnügen. Es ist jetzt kein Buch, das in die Top Ten aufgenommen werden würde – aber wenn man den Autor mal kennen lernen möchte, ist das hier ein guter Einstieg. Heiko Grießbach hat ja schon einige Romane veröffentlicht und den ein oder anderen habe ich hier noch liegen. Das Buch ist eine leichte Lektüre. Allerdings kann man sich auch hier einiges herausholen. Was ist wichtig? Was könnte man vermissen, wenn man es nicht mehr hat? Welche Werte zählen bei der Partnersuche? Und unverhofft kommt oft.

Schreibstil:

Wie bei fast jedem neuen Buch muss man sich erstmal an den Schreibstil gewöhnen. Das dauert hier nicht lange. Wenige Seiten und man ist drinnen. Der Stil ist locker und flüssig zu lesen.

Figuren:

Benny wird recht gut dargestellt. Man lernt ihn ganz gut kennen und leiden. Er ist ein Aussenseiter und dementsprechend auch eher etwas depressiv. Der strenge Vater macht ihm das Leben auch nicht gerade Teenager gerecht leicht. Freundinnen hatte er noch keine, da er viel zu schüchtern ist. Die Mädchen, werden teilweise auch sehr intensiv beschrieben. Aber auch die anderen Charaktere, die seinen Weg kreuzen sind trotz ihrer Nebenrolle gut dargestellt und intensiv.

Atmosphäre:

Natürlich ist die Atmosphäre oft etwas düster und dunkel, da es ja um Bennys Tod und sein Weiter leben geht. Aber wenn er ein Mädchen trifft und er merkt, dass er doch nicht ganz so unsichtbar ist, wie in seinem alten Leben merkt man auch wie die Stimmung sich aufhellt. Düster wird es wenn er an seine Eltern denkt und auch wieder eine erfolglose Nacht vergangen ist.

Spannung:

Seine Erlebnisse sind schon auch spannend, er ist ja während der Nacht in Berlin unterwegs. Und nicht immer in schönen Gegenden. Er trifft schon auf gefährliche Menschen und bringt sich in gefährliche Situationen:

Originalität

Ja warum nicht – Ich finde zwar dieses Fegefeuer etwas übertrieben – aber ansonsten finde ich die Idee nicht schlecht. Es ist ja nichts neues. Das wurde in Filmen seit „Und täglich grüsst das Murmeltier…“ ja schon des öfteren aufgegriffen. Trotzdem ist es eine nette Idee und mach Spass.

Fazit

Dieses Buch ist jetzt nicht unbedingt eines, das lange nachhallen wird. Es ist für mich jetzt eher was kurzes gewesen um den Autor mal kennen zu lernen. Es ist leichte Lektüre – vielleicht gerade für das Alter von Benny 14-16 um ihnen mal zu zeigen was wichtig ist. Aber auch als Erwachsener war es ganz angenehm zu lesen. Einfach mal was, wenn man sich kurz mal ablenken möchte.

Charaktere

Benni – ist 16 und nicht unbedingt ein IT-Boy. Nach dem Umzug nach Mahrzahn ist sein Leben noch trister geworden. Sein Vater ist sehr streng und erlaub noch nicht mal PC und Handy. Durch diese Aussenseiter Stellung wurde er auch leicht Opfer dieser Mutprobe, die ihn das Leben kostete

Salinee – das erste Mädchen, das Benni trifft. Sie arbeitet in einem Blumenladen. Sie ist Vietnamesin und in den 20ern. Würde gerne einen deutschen heiraten, da es ihr in DE sehr gut gefällt. Benni mag sie sehr – aber er weiss auch, dass er durch den Altersunterschied kaum eine Chance haben wird.

Silvia – Siv – sie ist eine Punkerin, die am Bahnhof stand und ihn die ganzen Abende vorher immer um Geld angehauen hat. Einmal geht er auf sie zu – vielleicht ist sie ja diejenige, die ihn retten kann.

Patricia – Patri – sie hat ein schweres familäres Schicksal hinter sich und ist dadurch auf der Strasse gelandet. In der S-Bahn lernen sich die beiden kennen und erzählen sich ihre Geschichten. Patri glaubt Benni und ist wirklich eine nette mit einer traurigen Story.

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Jacq, Christian – Der schwarze Pharao

Autor: Jacq, Christian
Titel: Der schwarze Pharao
Verlag: Rowohlt
Übersetzung: Dorothee Asendorf
Erscheinungsdatum: 2. Juni 2000
Seitenanzahl Printbuch: 400 Seiten
Genre: Historisch
Gelesen als: Taschenbuch
Zeitraum: 26.07.18-06.08.18

ISBN-13: 978-3499227608

Klappentext

Fünf Jahrhunderte nach der Herrschaft Ramses‘ II. steht Ägypten vor dem Zusammenbruch. Der friedliebende Herrscher Pianchi ist angetreten, das Land zu altem Glanz zurückzuführen. Kann es dem „schwarzen Pharao“ gegen alle Widerstände gelingen, die jahrtausendealte Zivilisation vor dem Untergang zu bewahren?

Meine Zusammenfassung

Pianchi ist seit zehn Jahren Pharao von Ober- und Unterägypten. Seit dem lebt er in Napata, in Nubien. Er ist ein beliebter und gefürchteter Herrscher. Er selbst ist friedliebend und achtet die Maat, die Gesetze der Götter. Er achtet sehr streng die Traditionen. Aber Ägypten ist kurz vor dem Zusammenbrechen. Dem Süden geht es gut, dem Norden nicht. Die Fürsten des Nordens greifen nach der Macht. Vor allen anderen Tefnacht. Er will Ägypten zu altem Glanz bringen, aber achtet nicht auf Traditionen oder den alten Glauben. Er ist einfach nur Machthungrig und will selbst Pharao werden. Mit seinen lybischen Soldaten erobert er wichtige Städte und meuchtelt die Bewohner. Steuern werden erhöht, das Volk ausgepresst. Alles für seine Ziele – Pianchi zu stürzen. Bei einem seiner Überfälle lernt er Aurora kennen, die von seinen skrupellosen Beratern geschändet wurde. Ihre Rachegelüste zerfallen mit der Aussicht die Frau und zukünftige Königin von Tefnacht zu werden. Wird sie es schaffen ihren Hass zu unterdrücken, ihren Einfluss auszubaue und den Angriffen stand zu halten?

Niemand glaubt, dass Pianchi sein sicheres Leben in Napata aufgibt und in den Krieg zieht. Aber er ist von Amun berührt. Er zieht los. Mit seinen Nubiern und seiner treuen, hellsichtigen Frau, erobern sie eine Stadt unblutig, nach der anderen. Seine kolossale Gestalt und die seiner nubischen Soldaten und die Tatsache, dass er von Amun berührt ist, das überzeugt die meisten Stadthalter. Aber auch alle? Er muss in Gebiete eindringen, die noch kein Nubier vorher betreten hat. In Tefnachts Heimat. Wird er dort siegreich sein? Kann er sein Land von Tefnacht zurück erobern und befreien?

Meine Meinung

Für ein historisches Buch ist es recht dünn. Manchmal merkt man es auch, da es vielleicht etwas zu oberflächlich gehalten wurde. Anderseits ist es angenehm und flüssig lesbar. Es hält sich nicht an Unwichtigkeiten auf. Das Hauptthema ist der Kriegszug. Trotzdem es um Krieg und Eroberungen geht, macht es ziemlichen Spass zu lesen. Denn Pianchi ist sehr gläubig und traditionsbewusst, dadurch schildert Jacq sehr verständlich die Rituale, auch die Städte und deren Erbauer werden mit deren Bedeutung sehr angenehm und nicht erdrückend beschrieben. Er schafft es den schmalen Grat zwischen spannender Information und langweiligen Details ab zupassen. Mir ist ein dünnes historisches Buch, mit den wichtigsten Elementen lieber als die vielen, die bei 700 Seiten anfangen. Allerdings denke ich, dass vielleicht leichte Vorkenntnisse nicht ganz von Nachteil sind. Nicht notwendig, aber erleichtert manches. Ich finde es äusserst informativ ohne zu erdrücken.

Schreibstil:

Wie so oft, braucht man einige Seiten um sich an den Schreibstil eines Autoren zu gewöhnen. Aber das geht schnell, da er nicht gerade sehr schwierig mit Fachausdrücken umgeht. Es ist wirklich alles leicht verständlich und bildlich vorstellbar.

Figuren:

Die Charaktere finde ich äusserst gelungen. Jacq hat genau das wichtigste der Personen herausgearbeitet. Es wird nicht zuviel platt getreten und trotzdem bekommt man einen ziemlich guten Einblick in die jeweiligen Charakterzüge der Menschen

Atmosphäre und Spannung.

Ich finde die Atmosphäre wirklich gelungen. Man wird zu geheimen Ritualen eingeladen und auch die Magie und Strategie des Pharaos wird beleuchtet. Man ist immer wieder gespannt, ob er die Eroberung der kommenden Stadt schafft. Er bekommt auf jeden Fall immer wieder interessante Hilfe. Es ist oft auch spannend.

Fazit

Für manche mag das Buch zu dünn und oberflächlich sein. Ich persönlich fand es sehr angenehm, dass es nicht zu dick war und einen mit unnötigen Daten und Fakten erschlagen hat. Ich habe schon Jacqs Ramses Reihe verschlungen, die ich echt empfehlen kann. Dieses Buch hier empfand ich als angenehme und leichte Lektüre um Einblicke in die Rituale und Gepflogenheiten der Ägypter zu bekommen. Für Ägypten-Fans, die mal eine kleine Auffrischung wollen, oder auch mal einen unkomplizierten Einstieg brauchen, absolut empfehlenswert.

Charaktere

Pianchi – der schwarze Pharao – er ist Nubier und hat sich lange in Napata eingeigelt – jetzt muss er reagieren, sein Land ist gefährdet

Abile – die Königliche Gemahlin. Sie ist Pianchi treu ergeben und hellsichtig. Durch ihre Hilfe schafft er es einige Hindernisse zu bewältigen.

Tefnacht – Führer des libyschen Bundes im Norden – Oberhaupt der Lybier –  er will Ägypten zu altem Glanz bringen – aber nicht nach der Maat leben.

Akanosch – einer der Fürsten, der Tefnacht untersteht. Er ist nicht ganz so einverstanden mit den Machenschaften und schickt Pianchi die ein oder andere Warnung und Strategie.

Yegeb und Nartreb – Handlanger Tefnachts, die über Leichen gehen. Ein Menschenleben bedeutet ihnen nichts – Aurora ist ihnen ein ziemlicher Dorn im Auge. Ihnen ist nur ihr Reichtum wichtig.

Puarma – gehört zu Pianchis Soldaten. Er ist der Führer der Bogenschützen und beteiligt am Erfolg so mancher Rückeroberung.

Lamerskeni – er ist der Führer der Fusssoldaten und muss mit seinem Gegner – Puarma- zusammen arbeiten. Die beiden mögen sich Anfangs nicht so und werden Freunde. Er hat einen Arm verloren, den er aus Akazienholz ersetzt hat – er dient ihn auch wunderbar als Waffe. Er ist ein Lebemann – Frauen und Alkohol .

Kühler-Kopf – obersten Schreiber und Berater Pianchis. Eine wichtige Figur in Pianchis Kabinett

Otoku – Als er bestochen wird Pianchi zu verraten zeigt er seine wahre Loyalität seinem König gegenüber. Dafür wird er zum Bürgermeister von Napata ernannt, als Pianchi in den Krieg zieht.

Aurora – sie wird beim Überfall Tefnachts von Nartreb geschändet. Sie will Tefnacht töten, da er ihren Vater ermordete. Mit der Zeit sieht sie aber, dass es besser wäre zu verzeihen und als Königin neben Tefnacht gekrönt zu werden. Ihr Hass wandelt sich in Machtgier.

 

Burroughs, Edgar Rice – Kult-Romane, Band 01 – Caprona

 daumen hoch

Autor: Burroughs, Edgar Rice
Titel: Caprona
Verlag: Blitz
Übersetzung: Christoph Weber
Erscheinungsdatum: 1. April 2016
Seitenanzahl Printbuch: 324 Seiten
Genre: Fantasy, Abenteuer
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 13.07.18-25.07.18
Band einer Reihe: Keine direkte Reihe der Geschichte – nur der Kult Reihe
ASIN: B01DNTZSSS

Klappentext

Die Besatzung eines U-Bootes entdeckt eine geheimnisvolle Insel, die auf keiner Karte verzeichnet ist. Hier leben Dinosaurier und erbarmungslose Vogelmenschen in einer Stadt aus Knochen.

Info zum Buch/Film/Autor

Im Anhang hat der Verlag noch mal ganz toll zusammengefasst, was man so über den Autor und seine Werke wissen will. Ich werde es für euch noch mal kürzen, da ich es wirklich informativ fand. Edgar Rice Burroughs (1875-1950) ist der Vater von Tarzan. Das war sein Durchbruch. Er hat regelmässig Forstsetzungen geschrieben. Aber natürlich wollte er auch anderes schaffen. Er hat einige Sci-Fi Romane geschrieben. Dazwischen – 1917 – hat er Caprona erschaffen. Dieses Werk wurde als Fortsetzungsgeschichte veröffentlicht und 1924 als Sammelband in einem Buch. Bei uns wurde die Geschichte nur durch die Verfilmungen bekannt, die in den 1970ern erfolgten. Verfilmt wurden allerdings nur Teil 1 und 2.

Meine Zusammenfassung

Das Buch ist in drei Teile gefasst. Jeder Teil wird von einer anderen Person beschrieben. Der erste Teil erzählt von einer Flaschenpost die Gefunden wurde, in der eine abenteuerliche Geschichte erzählt wird. Tyler Bowen Jr.ist der erste, der seine Story erzählt. Hier erfahren wir, wie die Crew überhaupt in Caprona gelandet ist. Mittels eines U-Bootes konnten sie einen unterirdischen Strom aufwärts schwimmen. Dort angekommen müssen sie sich mit gefährlichen Kreaturen ausseinander setzen. Es gibt gefährliche Wassertiere und Dinosaurier, aber auch affenähnliche kriegerische Stämme bis hin zu menschenähnlichen Stämmen. Bei der Crew ist eine Frau dabei. Lys. Tyler ist verliebt sich sehr schnell in sie und umgekehrt. Bei ihren Expeditionen treffen sie immer wieder auf menschenähnliche Stämme. Sie lernen deren Sprache und müssen sehr oft ihr Leben retten, da die Bewohner sehr aggressiv sind. Je weiter sie in den Norden vordringen um so fortgeschrittener ist die Entwicklung der Menschen und um so weniger gefährliche Tiere gibt es dort. Irgendetwas seltsames mit der Evolution geschieht hier. Man trifft auf dieser Insel jegliche Entwicklungsstufe.

Im zweiten Teil lernen wir Thomas Billings kennen. Er arbeitet für Tyler Bowen Jrs. Vater. Er kommt in den Besitz der Flaschenpost und organisiert eine Rettungsmission. Mit einem Flieger schafft er es die Wände von Caprona zu überqueren und mit einer Bruchlandung zu stranden. Seine Crew ist ausserhalb der Mauern und Thomas alleine unterwegs. Er macht die selben Erfahrungen wie Bowen mit den Tieren und Bewohnern der Insel. Aber er trifft auf ein Mädchen, das schon eine sehr hohe Entwicklungsstufe hat. Sie führt ihn durch die gefährlichen Gebiete und die beiden nähern sich an. Obwohl Thomas sie als zu Primitiv erachtet. Aber das Herz will was das Herz will.

Im dritten Teil erfahren wir, wie es einer der Expeditionsgruppen, aus dem ersten Teil erging. Und hier erfahren wir auch, was es mit den verschiedenen Evolutionsstufen auf sich hat. Also ein wichtiger Teil, der viel Aufklärung bringt. Eine neue Spezies Mensch erscheint. Sie können fliegen und sich Fortpflanzen – aber bekommen nur männliche Nachkommen – sie wollen aber das Geheimnis, der weiblichen Nachkommen entschlüsseln. Sie sind auch sehr brutal und rauben sehr oft die Frauen aus dem anderen Dorf.

Am Ende treffen alle drei Gruppen zusammen und Entscheidungen werden getroffen. Die einen bleiben, die anderen gehen.

Meine Meinung

Ich war ziemlich beeindruckt von dem Roman. Ich hatte nicht mit so einem spannenden Buch gerechnet. Die Abenteuer waren wirklich aufregend. Aber – man merkt deutlich aus welcher „Epoche“ diese Geschichte entstand. Die weisse Herrenrasse, die alles schafft. Es ist teilweise schon leichter Rassismus eingarbeitet – nicht so extrem, wie man es aus der Zeit kennt, aber merklich.

Sie war die beste Kameradin, die man sich wünschen konnte, und manchmal bedauerte ich, dass sie nicht meiner Klasse entstammte, manchmal war ich aber auch froh darüber. Denn wäre ihre Herkunft der meinen angemessen gewesen, hätte ich mich wohl unweigerlich in sie verliebt


Ich fand, dass sie ein ungemein nettes Mädchen war, dessen Freundschaft ein Gewinn für jedermann gewesen wäre, doch ich wünschte mir, dass ihre Berührung mir nicht so durch Mark und Bein gegangen wäre. Dies fand ich sehr unangenehm, denn es erinnerte mich an Liebe, und mir war doch klar, dass ich diese halb nackte Barbarin nie lieben könnte.

Es stört mich nicht, da es einfach so war damals, das liest man in modernern historischen Romanen ebenso, das sind Fakten. Witzig fand ich eher, dass hier alles immer passt. Jeder zufällig gesetzter Schuss traf unerwarteter Weise, das wird auch so geschrieben. Es sind einfach alles perfekte Jäger, Reiter, Kämpfer.

Kurz bevor wir unseren Marsch für den Tag beendeten, wurden wir von einem gigantischen Nashorn mit Fell angegriffen, das Plesser mit einem perfekten Schuss erlegte


Es musste reines Glück gewesen sein, dass es mit dem ersten Schuss gelungen war, eins der Ungeheuer niederzustrecken, denn sogar mein schwerer Revolver war kaum dazu in der Lage, selbst die kleineren Fleischfresser Caspaks zu bezwingen.

Das erinnert mich so an die schwarz-weiss-abenteuer Filme von damals, da war das auch so. Ich fand es echt amüsant. Es ist aber auf jeden Fall eine ziemlich spannende Lektüre.

Was mir nicht gefiel:

Der zweite Teil – den hätte man weg lassen können, da wurde es etwas langweilig, da die Geschichte von Thomas Billings eigentlich nur eine Kopie, der von Tyler Bowen, mit paar anderen Charakteren war. Sie erleben alle das selbe. Das hat sich dann auch etwas gezogen.

Schreibstil

Die Geschichten sind in einem Erzählstil geschrieben. Vor allem die ersten beiden Teile gleichen dem Stil von Tagebüchern. Der dritte Teil ist lebhafter von dem Hauptprotagonisten berichtet.

Figuren:

Da die Charaktere Tyler und Thomas der Oberschicht angehören, ist auch ihr Stil dementsprechend und dadurch auch etwas unnahbar. Man wird also nicht richtig warm mit ihnen. Anders im dritten Teil. Da wird die Geschichte von einem aus der Mannschaft erzählt. Sie ist lebendig und man kann richtig mitgehen. Die Ausdrucksweise ist nicht so gestochen – einfach weltlich. Dadurch kann man viel besser mit Bradley mitfiebern.

Spannung:
Es ist wirklich eine spannende Handlung. Selbst wenn einem schnell klar wird, dass die Leute eh nicht verlieren können, hihi. Aber sie kommen trotzdem in heikle Situationen, und man weis nicht wie gut sie ausgehen.

Fazit

Es hat mir wirklich Spass gemacht diesen Roman zu lesen, selbst wenn der zweite Part eher ein unnötiger Lückenfüller war, der es etwas langatmig machte. Dafür waren Part eins und drei sehr spannend und amüsant. Die Geschichte spielt zum ersten Weltkrieg 1916 und die Abenteuer waren da sehr positiv gezeichnet. Auf keinen Fall ist es ein trockener Klassiker. Es gibt wirklich viel Spannung und Abenteuer. Wer solche Romane mag sollte hier ruhig mal zugreifen.

Zitate

Ich war zum Anhänger von Lys’ Philosophie geworden, dass das menschliche Leben flüchtig und weitgehend wertlos sei. Mir war klar geworden, dass sie recht hatte und wir wirklich nur Witzfiguren waren, die von der Wiege ins Grab hoppelten. Wir interessierten uns eigentlich nur für uns selber und die wenigen Kreaturen, die uns nahestanden.


Der Mensch von Heute und der Affenmensch des frühesten, längst vergessenen Gestern, angetrieben von derselben unsterblichen Leidenschaft, die vom Anbeginn aller Zeiten an überlebt hat und bis zum Ende der Welt bestehen wird. Der Name dieser Leidenschaft war und ist Frau. Das unvergängliche Alpha und Omega des Lebens


Charaktere

Nobs – ein Airedail Terrier, der Tyler gehört und ihm einige male das Leben rettete

Lys (Miss La Rue) Eine Passagierin auf dem geenterten Schiff. Sie und Tyler verlieben sich ineinander und müssen einige Gefahren auf sich nehmen, bis sie ein Paar werden können.

Baron Von Schönvorts – Kommandant des deutschen U-Boots, welches das Schiff angriff und mit dem sie Caprona erreichten. Er war der ehemalige Verlobte von Lys und ist sehr verschlagen. Die erste Gelegenheit nutzt er um sie im Stich zu lassen und mit seiner Crew zu fliehen, samt U-Boot.

Thomas Billings – der Sekretär von Tyler Bowen Senior. Er organisiert ein Rettungsteam für Tyler und muss dann später selbst gerettet werden. Er verliebt sich in eine der Einheimischen.

Ajor – ist das Mädchen, das Thomas trifft. Sie ist direkt als Kro-lu geboren. Sie kommt also nicht vom Anfang her. Ich will hier nicht spoilern, da dies ein Schlüsselelement der Story ist. Sie ist auf jeden Fall etwas besonders und am höhsten Entwickelt neben den gefährlichen Wieroos.

Bradley – Er ist der Maat des Kutters, das die Leute des geenterten Schiffes aufnehmen. Er nimmt sich ein Teil der Crew und will Caprona erkunden. Dabei trifft er auf die Wieroos und erlebt ganz andere Abenteuer als Tyler und Thomas. Aber auch er trifft auf seine Liebe.

Co-Tan – ist eine Galu , die von Wieroos zur Fortpflanzung entführt wurde. Bradley rettet sie und sie verlieben sich.

Die verschiedenen Völker von unten nach oben in der Evolution

Wieroos – sind wohl die nächste Entwicklungsstufe, die bedingt noch menschlich ist. Sie können nur männlichen Nachwuchs hervorbringen und das nur mit weiblichen Galus – sie sind beflügelt und sehr brutal.

Galus – die am höchsten entwickelte Spezies vor den Wieroos – hier kann es zu Nachwuchs und Säuglingen kommen.

Kro-lu, der Bogenschützen

Band-lu,  Speerträger

Sto-lu,Beilträger

Bo-lu, Keulenträger

Alus, die weder über Waffen noch Sprache verfügten

Ho-lus – Affen

 

Menschig, Diana – So finster, so kalt

Autor: Menschig, Diana
Titel: So finster, so kalt
Verlag: Knaur eBook
Erscheinungsdatum: 27. März 2014
Seitenanzahl Printbuch: 384 Seiten
Genre: Fantasy, Mystery, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 06.07.18-11.07.18
Band einer Reihe: nein
ASIN: B00GBO9YGA

Klappentext

Als Merle Hansen nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 15. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Margareta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann ereignen sich während ihres Aufenthaltes immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, tauchen unversehrt auf und verschwinden wieder. Auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes‘ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Meine Zusammenfassung (SPOILER)

Merle ist eine erfolgreiche Anwältin in einer unglücklichen Beziehung, die sie beendet. Ihr derzeitiger Mandant, bringt sie in eine ethisch bedenkliche Situation, dadurch merkt sie, dass sie nicht mehr glücklich ist. Seit Wochen wird Merle von Alpträumen heimgesucht. Dann erreicht sie die Nachricht, dass ihre geliebte Grossmutter gestorben ist. Ihre Grossmutter lebt in einem Häuschen, ohne den modernen Hilfsmitteln, wie Strom oder Telefon. Das Häuschen liegt im Wald und hat einen verbotenen Garten. Merle liebt das Haus und die Erinnerungen an ihre Kindheit. Auch die Kinder vieler Generationen lieben dieses alte Knusperhäuschen, und den nicht ganz so geheimen Ort der versteckten Lebkuchenmänner. Merles Vater erfüllt sich gerade einen lang gehegten Traum einer Reise durch Kanada, weswegen Merle erstmal alles alleine durchstehen muss. Zur Beerdigung fährt sie hin und trifft auf ihren alten Spielkameraden, der immer der Oma geholfen hat. Er hat jetzt eine eigene Familie. Sie bekommt einen Umschlag mit Unterlagen überreicht, die sie sich zu Hause in Hamburg anschaut. Dort findet sie ein altes Dokument über die Geschichte vom Hans aus dem Wald. Anscheinend ist dies die Vorlage zum Märchen von Hänsel und Gretel – ihrer Vorfahren. Sie schaltet einen Experten aus Leipzig ein – Jakob. Die beiden verbindet nicht nur die Neugierde. Es entwickelt sich eine Liaison – die sich aber nicht als einfach herausstellt, da Jakobs Beweggründe und Interesse, Merle etwas  misstrauisch machen. Ihren Urlaub möchte sie im Haus verbringen. Dann verschwinden vier Kinder. Hat dieses Verschwinden etwas mit Merles Familiengeschichte zu tun? Ist das Haus verhext und spukt es dort? Was verbirgt sich hinter dem verbotenen Garten? Ist Merle die einzige, die das stoppen kann? Wer ist die böse Hexe in dieser Geschichte?

Meine Meinung

Das Cover ist definitiv ein Eyecatcher. Es wirkt so schön gruselig und geheimnisvoll. Leider spiegelt sich das in der Geschichte nicht so wider. Sie ist nicht gruselig. Allerdings sehr spannend. Es hat mich schon ziemlich fesseln können. Wobei es einige Elemente gibt, die mir nicht schlüssig sind, und auch nicht so wirklich aufgeklärt wurden. Merle leidet unter Alpträumen. Die Träume selbst kann man verstehen und nachvollziehen – aber sie hat noch ein Gefühl, das ungeklärt bleibt. Auch das Ableben einer Person aus ihrem direkten Umkreis brachte die Geschichte irgendwie nicht weiter. Es gab keine Erklärung und war somit für mich nutzlos. Irgendwie bleibe ich auch an einer genaueren Erläuterung zum verbotenen Garten hängen. Da fehlen mir paar Infos. Kennt ihr das Gefühl, irgendwas überlesen zu haben, das dann solche Lücken erklären würden? Irgendwo habe ich entweder mal abgeschaltet, oder es ist wirklich lückenhaft. Vielleicht habe ich auch das Zwischen-den-Zeilen nicht verstanden.

Auch hatte ich so bisschen das Gefühl, dass die Autorin für Jakob, der neue Freund von Merle, eigentlich was anderes im Sinn hatte. So ab der Hälfte etwa ändert er sein Verhalten. Das hat mich etwas irritiert, aber da ich das auch schon bei meinen Geschichten verwendet habe, fand ich es nicht sooo gravierend. Man ist leicht amüsiert darüber. Es gibt eine erotische Szene, die aber wirklich geschmackvoll und nicht zu aufdringlich ist.

Wichtig ist mir hier aber, dass trotz der etwas störenden Elemente, die Geschichte wirklich spannend war.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist recht einfach und locker gehalten. Man kann schön flüssig drüber lesen

Figuren:

Mit den Charakteren hatte ich leichte Probleme. Vor allem die aus der Gegenwart. Ich fand sie etwas zu oberflächlich gehalten und konnte keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen. Anders verhält es sich zu den Charakteren aus der Vergangenheit, deren Geschichte hier immer wieder erzählt wird. Die sind sehr intensiv und interessant gestaltet und machen das ganze echt spannend.

Spannung/Atmosphäre

Sehr gelungen finde ich die Atmosphäre. Sie ist düster und geheimnisvoll. Auch als die Kinder verschwinden, der Konflikt der mit einigen Dorfbewohnern dadurch entsteht, dass die Kinder eventuell am Knusperhäuschen verschwunden sind, fand ich gut ausgebaut. Es ist auch sehr spannend, was denn jetzt alles Realität oder Märchen sind. Sind Märchen eigentlich wirklich unreal. In dieser Geschichte konnten die Charaktere einige Dinge auf jeden Fall anwenden.

Originalität:

Märchenadaptionen gibt es ja viele mittlerweile. Aber ich hatte noch keines, bei dem die eventuelle Originalgeschichte zu dem Märchen behandelt wurde. Der Reale Touch macht das alles sehr lebendig und originell.

Fazit

Trotz der aufgeführten Elemente, die ich etwas unstimmig fand, war das Buch gut zu lesen und spannend. Ich hatte viel Spass dabei und es war einfach mal etwas anderes, als der allgemeine Märchenadaptionsbrei

Charaktere

Merle Hänssler – Sie ist eine Anwältin und nicht mehr glücklich in ihrem Job. Durch den Tod ihrer Grossmutter erinnert sie sich an schönere Tage im Knusperhäuschen. Allerdings steckt hinter dem Haus mehr als schöne Erinnerungen. Irgendwie sind die Hänsslers mit ihm und seiner Geschichte verbunden

Ronja – sie ist die Tochter von Björn und eines der Kinder das verschwindet.

Luke – auch eines der Kinder das verschwindet

Amelie – ein verschwundenes Kind

Oma Mago – sie ist eine alte Dame, die in einem Knusperhäuschen im Wald lebt. Heimlich nennen sie alle eine Hexe. Sie ist die Hüterin des Hauses und des verbotenen Gartens – aber was behütet sie?

Björn – der Spielkamerad aus Kindertagen. Auch als Erwachsener noch eine grosse Hilfe für die Grossmutter

Jakob – Er ist Experte in Sagen und Märchen und war schon immer auf der Suche nach den authentischen Orten der Märchen und erhofft sich das in dem Knusperhaus zu finden. Er soll Merle helfen einen alten Text zu analysieren. Dabei entwickelt sich eine Art Beziehung zueinander. Er wird erstaunt sein, wie realistisch die Märchenwelt doch sein kann.

 

Aerts, Mariëtte – Hexenheide

Autor: Aerts, Mariëtte
Titel: Hexenheide
Verlag: Bastei Entertainment
Übersetzung: Gerold Anrich 
Erscheinungsdatum: 27. November 2010
Seitenanzahl Printbuch: 321 Seiten
Genre: Fantasy, Jugend
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 02.07.18-06.07.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B004ROTAMY

Klappentext

Karim und Lenne wissen genau, dass sie nicht über die Heide gehen sollen, wenn sie von der Schule kommen, auch wenn der Weg viel kürzer ist. Denn auf der Hexenheide, irgendwo zwischen den Mooren, lauert ein dunkles Geheimnis. Aber Karim und Lenne haben Fragen. Was ist mit dem Mädchen Rinnie passiert, die im letzten Sommer plötzlich verschwunden ist? Was ist wahr an der Geschichte von der weißen Hexe? Welches Geheimnis umgibt die alte Wassermühle? Und überhaupt: wer ist die Frau mit den langen weißen Haaren und den merkwürdigen Augen, die ihnen begegnet? Eines Tages erscheint ein unheimliches Gesicht im Wasser, und nachts wandern Lichter über die Heide. Ein Spuk? Karim und Lenne erhalten mehr Antworten, als ihnen lieb ist.

Meine Zusammenfassung

Das Buch beginnt mit einem Gespräch Dreier Frauen, die sich über ihre Zukunft unterhalten. Dieses Gespräch findet sechs Monate vor der kommenden Geschichte statt.

Karim und Lenne sind beste Freunde. Sie wohnen in der selben Strasse, etwas weiter entfernt von der Schule. Seit dem Verschwinden von Rinnie, dürfen Kinder nicht mehr über die Heide laufen, dabei ist der Weg nach Hause so viel Kürzer. Lenne überredet Karim das Verbot zu umgehen und über die Heide zu laufen. Karim ist das nicht so geheuer, schliesslich ist es ja nicht umsonst verboten. Auf der Heide passiert dann schon das erste Unheimliche. Der Startpunkt. Bei einem Besuch einer alten Wassermühle, treffen Karim und Lenne auf eine alterslose Frau mit weißen langen Haaren und einer hässlichen Narbe über dem Auge. Sie steht nur da und beobachtet. Allerdings hört Lenne einen Ruf, während Karim eher einen kalten Blick der Frau erntet. Lenne ist gefesselt und wäre fast mit ihr gegangen wenn Karim sie nicht zurück gehalten hätte. Mit diesem aufeinander Treffen beginnen mehrere merkwürdige Dinge. Eine hübsche rothaarige warnt sie über die Heide zu gehen. Ein Gesicht im Wasser erschreckt Lenne und eine sonderbare Glasmurmel auf Lennes Fensterbank übt eine ungewöhnliche Ausstrahlung auf sie aus. Eine Zeitlang wird es kompliziert zwischen den beiden Freunden, aber Karim gibt seine Versuchungen nicht auf, Lenne zu schützen. Ein erneutes Treffen auf die Rothaarige bringt Licht in die ganze Sache und noch mehr Angst. Es ist jetzt sehr wichtig, das Karim seine Freundin beschützt. Oder ist es doch eher Karim der Schutz benötigt?

Meine Meinung:

Das Buch ist schon länger ein Bewohner meines SuBs. Ich hatte irgendwie Lust auf etwas seichteres und habe mich hier von dem Cover und dem Klappentext überreden lassen. Wo wir gleich mal zum Cover kommen: Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut – aber es passt überhaupt nicht zum Inhalt. Denn es vermittelt mir – dass es ein typisches Romantasy-Buch ist. Und es vermittelte mir, dass die Zielgruppe Mädchen sind. Darauf habe ich auch – wiederstrebend – gewartet. Ich war sehr überrascht, dass sich hinter diesem Cover was anderes verbirgt. Denn hier geht es um wahre Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen. Warum ich denke, dass man hiermit auch Jungs begeistern kann? Karim ist hier der Hauptakteur. Er ist mutig und ängstlich. Selbst wenn es um Hexen geht, kann man vielleicht einen Jungen auch begeistern. Man weiß nicht wie alt die beiden sind. Aber während des Lesens kommt man dann auf ein Alter um etwa 10-12 – noch vor der Pubertät, sonst wären die beiden nicht so unbelastet miteinander umgegangen. Etwa in der Hälfte erscheint dann mal das Alter – die beiden sind elf. Auch wunderte ich mich über die fehlende moderne Kommunikation. Aber das Buch ist 2010 heraus gekommen – vor etwa acht Jahren war das noch nicht so ausgeprägt. Auch sehr erfrischend ein etwas anderes Szenario zu finden. Mir hat das Buch tatsächlich sehr gut gefallen. Es ist spannend und auch eine leichte Brise Humor ist enthalten. Auch werden manche Dinge schön leicht verständlich erklärt. Ich habe mich also nicht zu alt gefühlt, für dieses Buch. Es ist sehr spannend und macht wirklich Spass. Es ist auch nicht zu jugendlich.

Schreibstil

Der Schreibstil ist anfangs etwas holprig – vielleicht liegt es auch an der Übersetzung. Das fand ich am Anfang etwas störend, aber etwa nach der Hälfte ändert sich das, oder man hat sich einfach dran gewöhnt.

Charaktere:

Lenne und Karim sind hier die Hauptprotagonisten. Wobei der Hauptakteur Karim ist. Er ist so gut geschrieben, dass man ihn einfach mögen muss. Lenne ist ein kleiner Wildfang und oft etwas ungestüm. Richtig warm bin ich nicht geworden mit ihr. Die Hexen sind recht gut dargestellt. Die nette, die Zurückhaltend-Misstrauische und die Böse. So empfindet man sie und so entwickeln sich auch die Sympathien, oder Abneigungen. Gerade Karim sammelt Sympathiepunkte, da er einerseits so mutig war und Lenne unbedingt zu schützen, aber dann doch so ängstlich, dass er sich nicht traute über die Heide zu gehen. Das macht ihn zu einem wirklich süssen kleinen lebensechten Helden.

Spannung

Tatsächlich war die Geschichte wirklich spannend. Es gab kaum Längen. Sollte sich mal eine abgezeichnet haben, dann war schon die nächste Spannende Szene da. Es hat mich wirklich fesseln können.

Originalität:

Da ich nicht wirklich viel Romane mit Hexen gelesen habe, fand ich diesen hier wirklich  originell. Die Geschichte fand ich ansprechend und die Auflösung sehr diplomatisch.

Fazit

Trotzdem es ein Jugendbuch ist, kann ich es auch Erwachsenen Lesern ans Herz legen. Es hat wirklich Spass gemacht und war richtig spannend. Eine Leseempfehlung für zwischendurch. Ich denke, dass es auch für Jungs geeignet ist, da der Hauptakteuer ein mutiger Junge ist.

Charaktere

Alba – eine der Hexen – sie hat weisse Haare und eine hässliche Narbe über ihr Auge. Sie wurde damals als vermeintliche Hexe von den Dorfbewohnern vertrieben und von Vita gerettet. Sie ist diejenige, die Lenne gerufen hat.

Vita – sie ist die mächtigste der drei Hexen und böse. Sie würde gerne als Königin über die Hexen regieren. Sie hat ein auffälliges Tattoo über ihren Kopf, der kahl ist. Vor ihr muss Karim sich hüten.

Erin – sie ist die dritte Hexe und hat wunderschöne rote Locken. Sie ist die offenste der drei und hilft den Kindern wo sie nur kann. Auch ist sie offen für neue Ideen.

Karim – er ist elf und fühlt sich als Beschützer von Lenne, die seine beste Freundin ist. Dafür nimmt er auch einige gefährliche Situationen in Kauf. Er ist eher zurückhaltend und verlässlich.

Lenne – sie wird von Alba gerufen. Sie ist stark und geeignet eine Hexe zu werden. Auch sie ist elf – fast zwölf. Sie ist eher ein Wildfang und etwas ungestüm.

Rinnie – sie ist eine Schulkameradin von Karim und Lenne. Sie verschwand eines Tages, als sie über die Heide ging. Keiner weiß was aus ihr geworden ist.

 

 

Moore, Christopher – Der kleine Dämonenberater

Autor: Moore, Christopher
Titel: Der kleine Dämonenberater (Practical Demonkeeping)
Verlag: Goldmann Verlag
Übersetzung: Kristof Hahn
Erscheinungsdatum: 17. April 2012
Seitenanzahl Printbuch: 318 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 24.06.18-30.06.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B007FOKGZI

Klappentext

Eine skurrile Komödie über den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.

Travis O’Hearn hat ein Problem: Seit er vor siebzig Jahren eher aus Zufall einen Dämon geweckt hat, weicht ihm dieser nicht mehr von seiner Seite. Und Catch ist beileibe kein angenehmer Zeitgenosse, denn er hat einen unstillbaren Appetit auf menschliches Fleisch. Um dem dämonischen Treiben endlich ein Ende zu setzen, macht sich Travis auf den Weg zum König der Dschinn –der Einzige, der Catch in die Hölle verbannen kann, aus deren Staub er einst gekrochen kam …

Meine Zusammenfassung:

Nun – eigentlich ist dem Klappentext gar nichts zuzusetzen. Mehr als er aussagt gibt es auch in diesem Roman nicht. Ja – tatsächlich. Auch nach einiger Überlegung – würde ich die Zusammenfassung nicht ergänzen, durch meinen eigenen Text. Der würde nicht viel mehr erbringen.

Meine Meinung

Ich hatte schon lange vor mal einen Moore zu lesen. Deswegen stand er auch schon genauso lange in meinem Regal, wie mein Vorhaben – Rot leuchtend. Dieses Jahr hatte ich es mir auf die Leseliste gesetzt und der Zufallsgenerator hat ihn ausgewählt. Leider ist von einer skurrilen Komödie hier nichts zu finden. Es ist nicht so, dass das Buch nicht gut war. Nur nicht so gut wie ich mir erhofft hatte. Denn lustig war so gut wie nichts in dieser Geschichte. Es gab paar witzige Elemente – aber die sind  mir für eine „skurrile Komödie“ definitiv zu wenig oder zu platt.

»Seltsam war der Mädchenname meiner Mutter«, sagte Brine.
»Da hat sie’s als Kind bestimmt nicht leicht gehabt«, sagte Travis.

Moore hat auch unheimlich viel Baustellen eröffnet. Viele Charaktere eingebracht und die Kapitel mit ihnen gestartet. Da schweben dann viele Namen herum und am Ende muss man dann doch noch überlegen:“Wer war das noch mal?“ Es fügt sich am Ende natürlich alles zusammen.

Der Titel ist eher Irreführend, da hier kein bisschen auf Dämonenberatung eingegangen wurde. Selbst der englische Titel passt nicht. Meist ist der ja passender.

Das Buch kann einem schon gefallen. Es hat gewisse spannende Momente – aber es fehlt definitiv der Humor – das ist dann enttäuschend, wenn man das Buch deswegen lesen möchte.

Ich würde das Buch eher als Fantasy-Abenteuer sehen. Ein Meister, der seinen lästigen Dämon los werden will und ein Dämon, der einen skrupellosen Meister will, der ihn nicht ständig bremst beim Essen.

Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig. Das ist auch mit der Grund, weswegen ich weiter gelesen habe, obwohl ich schon einige Male ans Abbrechen dachte.

Figuren:

Es kommen unheimlich viele Figuren darin vor. Bisschen zuviel für meinen Geschmack. Obwohl Moore auch immer bisschen was von seinen Charakteren berichtet, über ihr Leben oder ihre Einstellungen, bin ich mit keinem so richtig warm geworden. Sie blieben mir einfach fremd.

Atmosphäre

Die Atmosphäre fand ich eher unbedeutend. Kühl – vielleicht. Oberflächlich. Sie konnte mich nicht eintauchen lassen.

Spannung

Spannung war schon einige Male vorhanden. Das waren auch die Momente, in denen ich beim Lesen ganz gut voran gekommen bin.

Originalität

Originell sind Fantasy Geschichte ja wünschenswert oft. Wenn man nicht gerade zu einem Schema-F Buch greift. Das kann man hier nicht behaupten. Die Geschichte hat schon seine eigene Originalität, die man bestimmt nicht noch mal findet.

Fazit

Dämonenberatung: Dieser Titel passt wirklich gar nicht. Ein sarkastischer Berater, ist das hier überhaupt nicht. Das Buch hat leider meine Erwartungen von einem humorvollen, sarkastischen Roman überhaupt nicht getroffen. Es gab nämlich kaum erwähnenswerten Humor. Es war wirklich eher eine ernste Story. Spannend war sie, und sehr gut geschrieben. Wenn ich allerdings Humor suche und Spannung oder Drama bekomme – das kann nicht gut gehen.

Zitate

Das ist Catch. Er ist ein Dämon. Er muß alle zwei Tage jemanden auffressen, oder er wird stinkig. Ich kenne ihn jetzt schon seit siebzig Jahren. Ich kann mich für seine Charakterlosigkeit verbürgen.«
Charaktere


Alles und jedes ist nur ein Märchen. Was gibt es denn sonst überhaupt? Märchen sind die einzige Wahrheit.


»Man unterschätze niemals die Anzahl derer, die einen liebend gerne scheitern sähen.«


Charaktere

The Breeze – ein kleiner Drogenkurier, der ziemlich schnell Catchs Nahrung wurde. Trotzdem er schnell weg war, findet er hier eine grosse Rolle, da er für einen Detective sehr wichtig für die Karriere ist

Augustus Brine – Eine Schlüsselfigur – er ist wichtig, da er dafür sorgen kann Catch zu verbannen. Ausserdem hält er den Einzelhandelsladen und wäre gerne eine Puffmutter

Travis O´Hearn – Er ist der Meister wider Willen des Dämons. Eigentlich wollte er Priester werden, aber durch einen herrischen Pastor, der ihn misshandelte ist er irgendwann zufällig auf die Beschwörungsformel gestossen. Seit dem ist er nicht gealtert, wird nie krank und kann nicht sterben. Er sorgt, dafür, dass Catch unter Kontrolle bleibt und nur Menschen frisst, die Böses tun.

Catch – eingefallener Engel. Jetzt ein Dämon. Er bringt Chaos und hilft seinem Meister unerwünschte Menschen zu beseitigen. Durch Travis wird er allerdings in seinem Fressverhalten gebremst und sucht sich schon einen neuen Meister

Detective Rivera – als Undercoveragent ist er hinter The Breeze her. Da dieser aber verschwindet und Rivera ihn immer noch sucht, gelangt er in den Strudel um Catch.

Gian Hen Gian – Ein Dschinn und der Einzige, der in der Lage ist Catch zu fangen und bändigen. Er war lange in einer Flasche gefangen und geniesst die Freiheit. Laut seiner Aussage waren die Dschinns schon vor den Menschen da.

Mavis Sand – eine alternde Diva. Sie ist die Besitzerin des Head of the Slug – einer Bar. Ihre Rolle ist eher im Hintergrund angesiedelt – aber sie hat auch wichtige Auftritte.

Rachel – eine misshandelte Frau, die ihren Mann dann irgendwann los geworden ist. Sie ist eine Verfechterin gegen Misshandlungen von Frauen und führt einen kleinen Zirkel naturbegeisterter Frauen. Sie denkt Catch wäre ein Erdgeist.

Effrom Elliot – Er ist nur wichtig, da er als Geisel genommen wird um von seiner Frau etwas wichtiges zu fordern.

Amanda Elliot – Sie hat Travis an dem Tag kennen gelernt, an dem er Catch beschworen hat. Fast wären sie sich näher gekommen. Er hat ihr was wichtiges mitgegeben und war siebzig Jahre auf der Suche nach ihr.

Robert – er ist ein versoffener, gescheiterter Fotograf. Er lebt im Trailer von The Breeze. Seine Frau Jennifer hat ihn raus geworfen. Nun ist er ganz am Ende. Allerdings hat er eine grosse Rolle um Catch zu überlisten.

Jennifer – sie ist Amandas Enkelin und fängt ein Verhältnis mit Travis an, der sich sehr angezogen fühlt von ihren Augen, die er schon mal gesehen hatte. Sie wird von Catch und Rachel als Geisel gehalten.

 

 

Randall, Martin – Z Revolution 01 – Sie erwachen

 daumen steigend

Autor: Randall, Martin
Titel: Sie erwachen
Verlag: HJB Verlag
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2015
Seitenanzahl Printbuch: 131 Seiten
Genre: Horror, Zombies
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 20.06.18-24.06.18
Band einer Reihe: Ja
ASIN: B012BM7BVK

Klappentext

Leif besitzt einen starken Überlebenswillen. Doch seine Entschlossenheit wird brutal auf die Probe gestellt, denn der idyllische Schwarzwald verwandelt sich über Nacht in einen Albtraum. Die Toten erheben sich und machen Jagd auf ihn. Horden von grauenerregenden Kreaturen, die nur einen Antrieb zu kennen scheinen: die noch Lebenden zu verschlingen.
In den zombieverseuchten Dörfern und Städten schließen sich ihm Weggefährten an. Kann er ihnen vertrauen?
Leifs Ziel ist Frankfurt, eine Stadt, in der alles noch sehr viel schlimmer sein soll; eine Stadt, aus der die Menschen zu flüchten versuchen. Dort ist seine Frau. Und dort erhofft er sich Antworten auf die Fragen, die ihn bedrängen: Warum fahren Panzertruppen durch Dörfer und greifen nicht ein? Wer sind die Menschen, die man »Engel des Jüngsten Gerichts« nennt? Und vor allem: Wer oder was ist für den Schrecken verantwortlich, der die Welt befallen hat?

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Während ihres Urlaubs im Schwarzwald bricht die Apokalypse aus. Zombies oder hier genannt – Schlurfer -ziehen durch die Gegend. Leif und seine Tochter Tessa haben sich mit einigen anderen Gästen in einem Hotel verschanzt. Aber die Leute werden langsam unruhig und wollen ihr Glück ausserhalb versuchen. Sie wollen das Hotel verlassen. Leif ist nicht begeistert, fügt sich aber der Mehrheit. Es bleibt ihnen am Ende nichts anderes übrig,denn ein Überlebender führt eine Horde Zombies mit sich. Die Rettung des Mannes – Sebastian – ist der Untergang des sicheren Hotels. Die Horde überrennt das Hotel und sie müssen alle fliehen. Am Anfang fahren sie noch im Konvoi, verlieren sich dann aber schnell. Leif fährt mit Tessa uns Sebastian. Ihr Ziel Frankfurt. Dort befindet sich seine Frau, als Journalistin der FAZ. Auf dem Weg dorthin kommen sie an ein Hindernis, dass sie zwingt einen Umweg zu nehmen, der Leif nicht gerade unbeabsichtigt vorkommt. Dabei gelangen sie an einen Ort, in dem ein ehemaliges Kaufhaus zu einer Tauschbörse umgewandelt wurde. Leider sind die Wächter nicht gerade die hellsten und benutzen Megaphone um die Anweisungen zu erteilen. Wir wissen ja was bei Lärm geschieht.

Als Nebengeschichte lernen wir Deniz und Marcel kennen. Sie befinden sich auch im Schwarzwald um ihr Survivaltraining zu absolvieren. Sie kommen beide aus Offenbach und hätten niemals damit gerechnet ihr Survivalwissen tatsächlich im realen Leben anwenden  zu müssen. Auch sie wollen wieder nach Hause – da sie aber zu Fuss unterwegs sind und nicht gerade vertrauenswürdig aussehen, nimmt sie keiner mit. Eine List verschafft ihnen eine Mitfahrgelegenheit in Form einer hübschen Frau – zu der sich Marcel hingezogen fühlt – Miriam. Sie nimmt die beiden mit. Auch sie treffen auf das Hindernis, das sie zwingt in dem selben Ort zu landen wie Leif und seine Begleiter. In dem Kaufhaus kommt es zu Diskussionen, während sich draussen immer mehr Zombies sammeln um dann einzudringen. Während des Kampfes wird Tessa gebissen. Aber sie können fliehen. Ausserhalb des Ortes treffen sich die beiden Gruppen und bei einem Handgelange kommt es zu einem Unglück. Leif´s Gruppe und Marcel´s Gruppe tun sich zusammen. Ein Schild führt sie zu einer Kirche. Wer weiss welche Abenteuer dort auf sie warten – das wird erst in der Fortsetzung gelüftet

Meine Meinung

Man wird sofort in das Geschehen hinein gezogen. Gleich am Anfang startet es blutig und man kommt kaum zum Luftholen. Es gibt einige Kampfszenen, die recht blutig sind, aber immer noch dezent. Man kann in einem Zombieroman schon erwarten, dass Blut spritzt und auch Gedärme gefressen werden. Aber ich finde es nicht zu übertrieben dargestellt. Interessant ist immer, wenn ein Mann solch einen Roman schreibt, dass immer genau dargestellt wird welche Waffen und auch gerne welche Autos verwendet werden. Für mich als Frau – uninteressant. Fahren, schiessen – geht. Bis auf einen Part mit den Kindern, kann man hier keine neue Erfindung erwarten – was aber dem Roman keinen Abbruch tut. Spannend ist er allemal.

Schreibstil

Der Schreibstil ist recht locker und aus dem Bauch heraus, wie man es bei Dialogen im richtigen Leben erwartet. Da Marcel und Deniz eher Jungs von der Strasse sind, sind auch hier die Dialoge nicht immer hochtrabend, was sehr realistisch ist.

Was mir nicht gefiel:

Es gab nicht viel – da mir das Buch gut gefiel. Aber gestört hat mich die ständige Erwähnung der Stadt Offenbach von Marcel. Ich als offenbacher Mädsche kenn die Stadt, für alle anderen ist es ein Ort bei Frankfurt. Die ständige Erwähnung konnte ich nicht nachvollziehen und hat mich genervt.

Figuren:

Da es ein recht dünnes Buch ist und eine Reihe, werden die Charaktere noch nicht zu tief beleuchtet. Es wird eher der Schwerpunkt auf die Situation und Umgebung in der sie sich befinden gelegt.

Spannung

Was ich an dünnen Büchern mag – es wird nicht mit vielen Füllwörtern künstliche Längen erzeugt. Man wird direkt ins Geschehen gezogen und durch die Spannung der Geschichte gerissen. Also dieser Teil ist auf jeden Fall spannend.

Originalität

All zu viel Orginalität bei einem Zombieroman darf man nicht erwarten. Hier liegt, bei mir, der Augenmerk auf die Spannung. Ist die Geschichte spannend erzählt, macht es nichts, das man solches schon öfter gelesen hat. Allerdings hat der Autor hier tatsächlich einen neuen Faktor herangezogen und ich bin gespannt wo dieser hinführt.

Fazit

Bis auf ganz kleine Schwächen kann ich diesen Piloten auf jeden Fall allen Genrefans empfehlen. Es gibt nicht viel neues, was aber der Spannung nicht abtrünnig ist. Die Charaktere versprechen Vielfältigkeit und der Weg nach Frankfurt Aktion. Da der erste Teil mit einem Cliffhanger endet, sollte man sich nicht zu lange Zeit lassen mit der Fortsetzung – was ich nicht vorhabe.

Charaktere

Leif – einer der Hauptcharaktere und Vater von Tessa. Ein Kämpfer

Tessa – Sie ist mutig. Während eines Zombieangriffs wird sie gebissen

Sebastian – Ein Überlebender, der im Hotel ankommt. Er ist Bibelfest aber nicht zimperlich und bis jetzt eine Hilfe

Marcel – ein Offenbacher, der auch schon mit Illegalen Dingen in Zusammenhang gebracht wurde. Ein Survivaltripp mit seinem besten Freund soll ihn etwas zügeln

Deniz – ein Prepper – er nimmt Marcel mit zum Surviveln um ihn etwas runter zu holen und von den kriminellen Energien.

Miriam – sie trifft auf Marcel und Deniz und nimmt sie in ihrem Wagen mit. Marcel hat sich etwas in sie verguckt.

Max Rhode (Sebastian Fitzek) – Die Blutschule

Rhode, Max - Die Blutschule 

Autor: Max Rhode (Sebastian Fitzek)
Titel: Die Blutschule
Verlag: Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum: 8. Oktober 2015
Seitenanzahl Printbuch:
Genre: 273 Seiten
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 15.06.18-19.06.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B00WF7OT3K

Klappentext:

Eine unbewohnte Insel im Storkower See.
Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer.
Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird …

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Die Brüder Simon und Mark ziehen mit ihren Eltern von Berlin nach Brandenburg. Vitus Zambrowski ist der Vater und die Erzählung beginnt mit seinem Ableben. Durch ein geschäftliches Desaster sind sie gezwungen in die alte Heimat und das Haus von Vitus Familie zu ziehen. Natürlich gibt es für Teenager nichts schlimmeres, als aus der Grossstadt aufs Land zu ziehen. Nur scheint mit der Gegend etwas nicht zu stimmen. Simon und Mark treffen auf Stotter-Peter, der ein Sittlichkeitsverbrecher sein soll. Dieser erzählt ihnen von seinem unsterblichen Hund und der Hintergrundgeschichte. Ein geheimnisvoller Spiegel aus dem See soll den Charakter des hineinblickenden ins Gegenteil kehren und ihn unsterblich machen.

Unterwegs treffen die Jungs auf eine Clique und Simon wird besonders auf Sandy aufmerksam. Nur ist Sandy wirklich nicht gerade ein nettes Mädchen. Auch ihre Mutter scheint sie zu hassen. Bei einem Badeunfall rettet Vitus Sandy. Dabei beobachtet Simon etwas – etwas seltsames geschieht bei der Wiederbelebung. Danach verändern sich sowohl Sandy als auch Vitus. Aus einem liebenden Vater wird ein bösartiger Mensch, der die Mutter misshandelt und die Jungs verhöhnt. Eines Tages nimmt Vitus die Jungs mit raus auf eine Insel um sie dort Männer aus ihnen zu machen. Sie sollen Überleben und zwar mit allen Mitteln. Auch Töten ist eine Aufgabe. Dies verändert alles. Wo vielleicht noch Restliebe der Jungs zum Vater vorhanden war, erwacht Hass und Unverständnis. Was passiert hier? Wer ist gut und wer ist böse? Wer stirbt, wer lebt? Und wer überlebt? Spannend ist die Wendung am Ende.

Meine Meinung

Faszinierend. Anfangs tat ich mich etwas schwer, da es eine sehr lange Aufwärmphase gibt. Wir lernen die Protagonisten und Umstände kennen. Dadurch zieht sich das erste Drittel ganz leicht. Dann aber zieht das Tempo an und Rhode/Fitzek nimmt uns mit auf eine Insel des Terrors. Die beiden Jungs erleben eine Tortur. Und wir werden durch unfassbare menschliche Tiefen geführt. Spannend sind auch die Passagen, die er nur andeutet, da die Wiedergabe der Erinnerung von Simon zu grausam ist. Das heizt die eigene Fantasy enorm an. Und nicht gerade angenehm. Nach der langen Einführung, finde ich, dass der Spannungsbogen bis zum Ende, das überraschend ist, gehalten wird.

Schreibstil

Die Geschichte wird von Simon in Form eines Patiententagebuchs geschrieben. Wobei es in Romanform und nicht in Tagebuchform gestaltet ist. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut verfolgen.

Figuren:

Das Hauptaugenmerk wird hier auf Simon und Vitus gelegt. Wichtig ist zwar das innige Verhältnis der Brüder. Mark hat zwar als Punchingball eine tragische Rolle, aber der Hauptcharakter, Simon und sein Vater Vitus sind die, die einen fesseln. Alle anderen dienen nur um die Geschichte voran zu bringen und sind wichtig für den Aufbau.

Atmosphäre

Durch die Veränderung, die bei dem Vater erfolgt und sein Gefallen an Grausamkeiten ist die Atmosphäre sehr düster und aufgeladen. Man erwartet immer wieder etwas grausames.

Spannung

Die Spannung baut sich langsam auf. Dafür besteht sie aber auch bis zu Ende.

Kleine Überlegung

Mein erster Rhode und zweiter Fitzek. Ich hatte einmal Splitter gelesen und der gefiel mir nicht so gut. Weswegen ich Fitzek erst mal mied. Aber da er hier auf den verschiedenen Blogs so hoch gelobt wird, entfacht das natürlich schon mal die Neugierde. Da bot sich Rhode gerade an. Schaut man sich bei Amazon die Rezis an, wird das Buch sehr unterschiedlich bewertet. Mein Vorteil ist es nun, dass ich recht unbelastet in diesen Roman eintauchte. Ich kann also nicht beurteilen, ob dieser hier zu den besseren, ebenbürtigen oder schlechteren Romanen gehört. Für mich war es definitiv ein sehr spannendes Abenteuer. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und die Spannung war greifbar.

Fazit

Ich bin hier positiv überrascht. Nach einem etwas langatmigen Start in die Geschichte nahm die Spannung rasant zu und hielt sich bis zum Schluss. Das Buch ist kein klassischer Thriller. Eher ein Thriller mit leichten Horrorelementen. Aber auch  nichts für schwache Gemüter – was bei Fitzek wohl eh nicht zu erwarten sein sollte.

Charaktere

Vitus – Der Vater. Anfangs noch ein liebender Vater verändert er sich plötzlich und wird zu einem Sadisten und Schläger

Simon – er ist der Erzähler der Geschichte. Er bemerkt die Veränderung schon früh und ist der Stärkere der beiden Brüder. Allerdings geht das ganze nicht ganz Spurlos an ihm vorüber, was in einem spannenden Finale endet

Mark – er ist der ältere Bruder. Sein Vater hat es mit den Bestrafungen hauptsächlich auf ihn abgesehen. Aber er ist mutig und versucht ihn mit Simon zusammen zu bekämpfen

Sandy – Simon verguckt sich am Anfang etwas in Sandy, bis sie ihn vorführt und blamiert. Danach ist sie für ihn eher ein Ärgernis – sie taucht oft unerwünscht auf. Bei einem Badeunfall lässt sie fast ihr Leben, danach ist sie verändert und ein richtig nettes Mädchen. Leider muss auch sie durch die harte Schule

Stotter-Peter – er erzählt den Jungs von einem mysteriösen Spiegel, der die Seelen der hineinblickenden verändert. Gut wird Böse und umgekehrt. Ebenso verleiht er Unsterblichkeit.

 

Fink, Joseph; Cranor, Jeffrey – Willkommen in Night Vale

Autor: Fink, Joseph; Cranor, Jeffrey
Titel: Willkommen in Night Vale
Verlag: Klett-Cotta
Übersetzung: Wieland Freund,  Andrea Wandel
Erscheinungsdatum: 19. März 2016
Seitenanzahl Printbuch: 383 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 30.05.18-15.06.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B0188W3OOU

Klappentext

Night Vale, ein Städtchen in der Wüste. Irgendwo in der Weite des amerikanischen Südwestens. Geister, Engel, Aliens oder ein Haus, das nachdenkt, gehören hier zum Alltag. Night Vale ist völlig anders als alle anderen Städte, die Sie kennen – und doch seltsam vertraut.

Jackie Fierro betreibt schon lange das örtliche Pfandhaus in Night Vale. Eines Tages verpfändet ein Fremder einen Zettel, auf dem in Bleistift die zwei Worte »King City« geschrieben stehen. Jackie hat sofort ein merkwürdiges Gefühl. Kaum ist er in Richtung Wüste verschwunden, erinnert sich niemand an ihn – aber Jackie kann das Papier nicht mehr aus der Hand legen. Zusammen mit der alleinerziehenden Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers geht Jackie daran, das Rätsel von »King City« zu lösen. Ihr Weg führt die beiden in die Bibliothek von Night Vale, die allerdings noch kaum jemand wieder lebend verlassen hat …

Meine Zusammenfassung Spoiler

Hauptpersonen sind Cecil (Radiomoderator), Jackie, Diane, Josh, Troy, Evan. Orte Night Vale und King City. Jackie und Diane haben beide ihr Leben in Night Vale und nicht viel miteinander zu tun. Jackie ist immer neunzehn – schon seit wahrscheinlich hunderten von Jahren und besitzt das Pfandhaus, dessen Türen bei Feierabend immer vergraben werden. Diane ist Josh alleinerziehende Mutter und arbeitet in einem Büro. Josh ist ein Formwandler und Teenager, der ohne Vater aufgewachsen ist. Er wechselt ständig seine Formen. Troy ist Josh Vater und hat Diane sitzen lassen. Er hat Night Vale verlassen und taucht jetzt auf einmal wieder auf. Aber nicht nur einmal. Was ist nur passiert? Ihn gibt es jetzt auf einmal mehrfach. Eines Tages taucht Evan auf – er heißt nicht wirklich Evan aber keiner kann sich an seinen Namen erinnern. Er trägt ein hellbraunes Jackett und einen Hirschlederkoffer und ist auf der Suche nach Hilfe, die er sich von Josh erhofft. Durch Evan kommen Jackie und Diane in engeren Kontakt, gemeinsam versuchen sie das Geheimnis von Troy, Evan und King City zu lösen

Cecil ist der Radiomoderator von Night Vale

…lokalen Radiostation, die sendet, was wir wissen dürfen

Er gibt Gesundheitstipps und Warnungen heraus.

Meine Meinung

Dieses Buch war wirklich anstrengend. Ich stand einige Male davor es abzubrechen. Aber, auf gewisse Weise hatte es eine gewisse Faszination. Das Spiel mit den Sätzen und die schrägen Ideen

Da ist dieses Haus. Es ist nicht anders als andere Häuser. Also, stellen Sie sich ein Haus vor.
Andererseits ist es ganz anders als andere Häuser. Stellen Sie sich dieses Haus also noch einmal vor.
Abgesehen davon, dass es zugleich anders und nicht anders als andere Häuser ist, ist es genau wie alle anderen Häuser.
Hinsichtlich seiner Form ist es nicht anders als andere Häuser. Es hat eine hausähnliche Form. 

Auf jeden Fall hat es mich an die Grenze meines Durchhaltevermögens gebracht. Diese schräge Schreibweise und Ausdrucksweise war manchmal wirklich schwierig zu verfolgen. Die Hauptgeschichte was mit King City passiert und was alle beteiligten damit zu tun haben ist irgendwie nicht so an mich heran gekommen. Ich konnte nicht wirklich was mit der Auflösung anfangen.

Gespickt ist die Geschichte mit ganz vielen realen Verschwörungen. Aber manchmal wirklich gut verpackt. Es hat bisschen gedauert, bis ich das Muster erkannt habe, aber wenn der Knoten mal geplatzt ist, dann liest man es ständig. Meist erscheinen sie wenn Cecil seine Radiosendung moderiert.

Vogelspinnen sind einfach gestrickte Wesen, dachte Diane Crayton, die Schatzmeisterin des LEV, heute, ohne diesen Satz laut zu äußern. Das melden mehrere zuverlässige und invasive Spionagesatelliten, die ihr Gehirn zum entsprechenden Zeitpunkt gescannt haben.


Sollten Sie dieser FalschPolizei begegnen, zögern Sie nicht. Zucken Sie sofort mit den Schultern, denken Sie sofort »Was soll ich denn machen?« und schauen Sie gleich darauf nach, ob es irgendwas Lustiges bei Twitter gibt.


Die meisten Flugzeuge sind Propellermaschinen, Privatmaschinen, geheime Militärdrohnen und Regierungsflugzeuge, deren Kondensstreifen die Chemtrails-Theorie bestätigen sollen


Aber aus Babys werden Kinder, und Kinder gehen in die Grundschule, wo sie indoktriniert werden,…..

Da ich mich mit sogenannten Verschwörungstheorien beschäftige, ist mir das direkt aufgefallen. Das waren auch die Passagen, die mich gefesselt haben. Wie diese Theorien in schräge Sätze verpackt wurden, ist faszinierend.

Dieses Buch ist auf keinen Fall eine Lektüre, die man so nebenbei lesen kann. Ich war dann am Ende doch froh, dass ich es endlich abschliessen konnte.

Schreibstil

Der Schreibstil ist eigentlich recht flüssig, was es so schwierig macht ist die Gestaltung der Sätze und der Aufbau der Stadt und alles was damit zusammen hängt.

Atmosphäre

Die Atmosphäre ist wirklich skurril. Man schwankt zwischen schmunzeln, Kopfschütteln und Unglauben.

Spannung:

Es gibt tatsächlich einige spannende Momente in denen man mit den Protagonisten mitfiebert. Vorallem die im Klappentext erwähnte Bibliothek. Wenige haben einen Besuch in der Bibliothek überlebt, da die Bibliothekare Monster sind, die gerne ihre Besucher fressen. Aber auch andere Passagen bringen einige Spannung.

Originalität

Darüber braucht man gar nicht lange nachdenken. Originell ist diese Buch auf jeden Fall.

Fazit

Für mich persönlich eine Herausforderung durchzuhalten. Es hat seine Reize aber auch viele schräge Passagen, die es wirklich schwierig machten zu lesen. Ich denke es ist die perfekte Lektüre für Scheibenweltler, oder für Abenteurer, die einfach wissen wollen, was den Zauber dieser Stadt ausmacht. Seid euch bewusst, weder Night Vale noch dessen Bewohner sind gewöhnlich. Hier ist alles etwas anders.

Zitate

Stellen Sie sich einen fünfzehnjährigen Jungen vor.
Nein. Noch mal.
Nein. Nicht mal annähernd.


Dann, nach dem Kuppeln und dem Geheimnis, muss der Fahrer den Schaltknüppel, einen ins Armaturenbrett gequetschten zersplitterten Holzpflock, packen und schütteln, bis etwas – egal was – passiert, und dabei gleichzeitig eine Reihe von Geheimzahlen in eine am Lenkrad angebrachte Tastatur tippen.


Jackie bestellte einen Kaffee. Schließlich brachte man ihr den Kaffee. Da gab es eine Verbindung.


Goldfische machten viel Lärm und man musste sie jede Woche mit Mäusen füttern, dachte Diane.


Wie die meisten Leute in Night Vale war sie sich nicht sicher, was genau Ärzte eigentlich machten, aber man munkelte, dass ihr geheimes Treiben auch Vorteile hatte.
Charaktere


Die Vogelspinne starrte die Decke an. Es war ihr gar nicht klar, was eine Decke war.


Wut ist die produktivere Cousine der Angst.


Die Sonne scheint dort so wie hier. Manchmal scheint sie auch nicht, das nennt man dort Nacht

Charaktere

Diane Crayton – sie arbeitet in einem Büro. Sie ist alleinerziehende Mutter von Josh. Aber die beiden verstehen sich im Moment nicht so gut. Sie finden keinen Weg zueinander um miteinander zu reden. Sie liebt Josh in jeder Form.

Jackie Fierro – sie ist immer schon neunzehn und bleibt auch neunzehn. Sie betreibt das örtliche Pfandhaus – schon immer. Sie hat eigentlich keine Beziehung zu Diane – sie war nur mal Kundin. Aber durch Evan und King City eröffnet sich eine besondere Bindung und ein Geheimnis. Sie machen sich gemeinsam auf um es zu lösen.

Josh Crayton – er ist fünfzehn und ändert ständig seine Form. Wenn man es interpretieren würde, würde ich einfach sagen, dass hier die Pubertät gemeint ist. Denn während der Pubertät ist dein Kind immer eine unbekannte Art für einen. Er will seinen Vater kennen lernen und hofft das in King City zu schaffen

Cecil – der örtliche Radiomoderator, der immer wieder Tipps und Warnungen heraus gibt.

Troy – Vater von Josh – sein Auftreten ist sehr unverständlich. Seine Hilfsbereitschaft lässt ihn splittern.

Evan – er ist der Bürgermeister von King City und sucht Hilfe für seine Stadt in Night Vale.

 

 

 

Gaiman, Neil – Nordische Mythen und Sagen

Gaiman, Neil – Nordische Mythen und Sagen

Autor: Gaiman, Neil
Titel: Nordische Mythen und Sagen
Verlag: Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2017
Seitenanzahl Printbuch: 254 Seiten
Genre: Fantasy, Mythen, Legenden
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 23.05.18-29.05.18
Band einer Reihe: Nein

Klappentext:

Warum bebt die Erde? Wie entstanden Ebbe und Flut? Wie kam die Poesie in unsere Welt?

Neil Gaiman erzählt die nordischen Sagen und Mythen neu, mit Witz und Sinnlichkeit, voller Zuneigung und Neugierde. Wir machen Bekanntschaft mit dem mächtigen Odin, reisen mit Thor und seinem Hammer durch die neun nordischen Welten, sind bezaubert von den Göttern und entsetzt von mancher Skrupellosigkeit. Machen Sie sich die Sagen zu eigen, erzählen Sie sie weiter, an den langen kalten Winterabenden, in den lauen Sommernächten. Nach der Lektüre werden Sie selbst die Wolken mit anderen Augen betrachten.

Zum Inhalt

Ein Buch, das vor allem die Charakterzüge der Götter beschreibt. Loki, immer ärger machend. Thor eher einfach aber stark und Odin der Göttervater, der für noch mehr Weisheit sein Auge gab. Das sind hier die Hauptcharaktere. Loki ist ein Störefried. Mit seinem Schabernack und Intrigen macht er ständig Ärger und manchmal hat man bisschen Mitleid mit ihm, da es meist nach hinten los geht. Man erfährt, dass die Götter stark mit den Riesen verflochten sind, teils im Guten – teils im Bösen. Es ist auf jeden Fall spannend zu lesen und so manches mal entlockt es ein Aha – da man eine Erklärung für eine Tradition oder ein Naturschauspiel bekommt.

Meine Meinung

Anfangs dachte ich es würde, wie die üblichen Sagenbücher etwas trocken und langweilig werden und ich zweifelte bei den ersten Sätzen, ob ich darauf Lust hätte. Nach wenigen Seiten war dieser Zweifel vergessen. Es wird nämlich teilweise richtig spannend und auch witzig. Gerade auch Loki bringt hier Leben in die Geschichten. Es war wirklich interessant dieses Halbwissen, das man durch Film und Fernsehen hat bisschen auszubauen. Mir hat es wirklich Spass gemacht abzutauchen. Auch Ragnarök wurde schön verständlich erklärt, was nicht immer der Fall ist.

Stil

Eine kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch. Die Geschichten sind locker und leicht zu lesen. Keine komplizierten Verstrickungen, die einem nicht mehr folgen lassen.

 

Fazit

Ich kann dieses Buch auf jeden Fall allen empfehlen, die sich für Göttersagen interessieren. Es ist eine lockere Erzählung und macht wirklich Spass.

Zitate

Die Welt ist eine flache Scheibe, umflossen vom Ozean.

„Natürlich war es Loki. Es ist immer Loki.“