Seitz, Johannes – Sternenspringer 1 – Die Universalschmiede

Seitz, Johannes – Sternenspringer 1 – Die Universalschmiede

Autor: Seitz, Johannes
Titel: Die Universalschmiede
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 21. Juni 2020
Seitenanzahl Printbuch: 269 Seiten
Genre: SciFi, Fantasy
Zeitraum: 06.10.20-21.10.20
Band einer Reihe: Ja
ASIN: B08BNGCZFX
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Johannes für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

In der Fabula-Galaxie, wo moderne Technik selbstverständlich und Magie zum Alltag gehört, begibt sich der einfallsreiche Geheimagent John Rasbury auf eine abenteuerliche Reise, um eine mysteriöse Technologie zu bergen. Begleitet von seinem alten Kampfgefährten, dem Werwolf Arnulf, durchquert er auf seiner Reise zum abgeschiedenen Perlmond das Atlantische Imperium und dringt in die rechtsfreien Weiten des Niemandslands ein. Auf ihrem abenteuerlichen Weg bewältigen die Freunde gefährliche Dimensionssprünge und treffen auf hinterlistige Füchse, Cyborg-Piraten und gottgleiche Wesen.

Meine Meinung

Das ist mal ein Genre, das ich sowieso die ganze Zeit lesen wollte – weswegen es mir auch nicht schwer fiel das Reziexemplar dankend anzunehmen. So ist man doch ein bisschen gezwungen mal über sein Genre hinwegzublicken und sich für neues zu öffnen. Dieses Buch ist perfekt dafür. Es ist nicht zu dick, so fühlt man sich nicht abgeschreckt. Und vorallem für mich noch wichtig – es ist nicht voll mit irgendwelchen Fachausdrücken, die ich in einen SciFi erwarten würde. Es ist also vollkommen verständlich für jeden, der sich in dem Genre nicht auskennt. Auch für jugendliche Leser sehr gut geeignet, da es auch viel Spannung und Action gibt. John erlebt mit seinem Team wirklich so einiges. Viel spannende Abenteuer, aber nicht zu actionlastig. Sehr angenehm. Ich finde es auch interessant, dass Johannes hier viele uns bekannte Fabelwesen eingeflochten hat. Das dann der Fantasyteil ist. Das macht es auch leichter sich vorzustellen wie die Charaktere denn aussehen. Und selbst der griesgrämige Werwolf ist einem echt sympathisch. Ein wirklich gelungenes Buch auch für nicht SciFi Fans, die sich doch mal aus ihrer Komfortzone herauswagen wollen.

Schreibstil: Ein angenehmer Schreibstil lässt einen wirklich locker alles verstehen.

Figuren: Sehr sympathische Figuren und auch paar witzige Kreaturen dabei. Ich mochte ja sehr gerne den kleinen Roboter…so witzig.

„Hallo, freut mich … Gsch!“, sagte Kenaz.
„Lassen sich vom Rauschen nicht stören. Ich hab sein Sprachmodul gefixt, da er immer zu viel quasselte. Jetzt unterbricht ihn ein Programm, falls er einen unnötigen Wortschwall absondern will.🤣🤣

Atmosphäre und Spannung: Eine spannungsgeladene Atmosphäre, da sie um Johns Leben fliegen. Sie haben wenig Zeit um ihn zu retten. Das macht es auch spannend. Denn es kommen einfach zuviel Dinge dazwischen und seine Uhr tickt.

Originalität: Originell wird es dadurch, dass Johannes hier Fabelwesen mit verwendet hat. Man findet Vampire, Werwölfe, Zyklopen, Feen. Also ein bunter Haufen.

Fazit: Ein SciFi-Fantasy Buch, das auch für nicht SciFi Fans gut verständlich ist. Es ist spannend und macht auch viel Spass zu folgen. Auf jeden Fall auch für Jugendliche gut geeignet. Es ist viel Abenteuer und Spannung enthalten. Man muss keine Bedenken haben, dass zuviel technisches Kauderwelsch einen hier erwartet. Es ist alles sehr gut und einfach beschrieben. Man kommt also sehr gut mit und kann sich voll und ganz den fähigen Händen der Kapitänin Alexandra Tidus überlassen, die einen durchs All und Schwarze Löcher führt. Es gibt einen Cliffhanger, der einen auf den 2. Teil freuen lässt.

Hill, Joe – Blind

Früher oder später holen die Toten dich ..

Hill, Joe – Blind

Autor: Hill, Joe
Titel: Blind
Verlag: Heyne
Übersetzung: Wolfgang Müller
Erscheinungsdatum: 1. September 2008
Seitenanzahl Printbuch: 432 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum: 29.10.20-10.11.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 978-3453565128
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Früher oder später holen die Toten dich …

Der Rockstar Judas Coyne erwirbt über das Internet einen Geist. Was als vermeintlicher Spaß beginnt, wird bald zu einem blutigen Horrortrip auf der Straße des Todes. Mit Joe Hill betritt ein junger Autor die Szene, der – schon jetzt vielfach preisgekrönt – den Vergleich mit den
Meistern des Genres nicht zu scheuen braucht.

Das phänomenale Romandebüt von Stephen Kings ältestem Sohn über einen rachsüchtigen Geist.

Meine Meinung:

Judas Coyne ist ein alternder Rockstar, der seine Frauen, junge Frauen immer nach den Bundesstaaten aus denen sie kommen, nennt. Im Moment ist er mit Georgia zusammen, die eigentlich Marybeth heisst. Seine Musikrichtung ist Heavy Metall und er hat auch kuriose Gegenstände in seinem Besitz. Totenschädel und ähnliches. Deswegen ist es auch nicht sonderbar, dass ihm das Angebot per Email ins Postfach flattert einen Geist zu kaufen. Erst hält er es ja für einen besonderen Gag. Mit dem Erwerb des Anzugs des verstorbenen geht der Geist in seinen Besitz über. Aber der Geist will nicht sein bestes. Er will töten. Am besten alle, die Jude irgendwie helfen. Sein Assistent, seine Freundin und mehr. Bisschen zu kurz kommt mir das mit den Hunden, die sind nämlich besonders wichtig für Judes Überleben. Das hätte man noch bisschen ausarbeiten können. Ansonsten ist das ein wirklich spannendes Buch. Der Grund warum es der Geist auf Jude abgesehen hat ist unschön – nicht ganz ausgereift vielleicht. Aber das tut der Spannung absolut keinen Abbruch.

Wie sein Vater schafft es auch Joe Hill abzuschweifen. Aber im Gegensatz zu King ist es für die Geschichte meist förderlich. Er bleibt wirklich bei seinen Protagonisten und vertieft so das Verhältnis des Lesers zu den Charakteren. Er schweift ab, aber nicht so lange und langweilig wie sein Vater. Und er nimmt dadurch auch nicht die Spannung aus der Geschichte. Ich hatte kein einziges Mal das Bedürfnis das Buch jetzt bei Seite zu legen, weil es langweilig wurde. Im Gegenteil die gesamten Seiten schafft es Hill hier die Spannung hoch zu halten.

Sehr sympathisch fand ich dann auch die Danksagung. Er bedankt sich bei seinem Übersetzer und auch beim Heyne Verlag. Fand ich sehr nett.

Schreibstil: Der Stil ist richtig schön locker und flüssig – fast hört man die Musik darin 😉

Figuren: Durch das Abschweifen in die Leben der jeweiligen Charaktere bekommt man ein intensives Gefühl für die Personen.

Atmosphäre und Spannung: Joe Hill schafft es tatsächlich das Buch komplett über mit einer dichten Atmosphäre und dadurch auch einem hohen Spannungsbogen zu versehen.

Fazit: Ein grandioses Debut. Leider scheint es bei den anderen Büchern bisschen abzuflauen. Aber dieses hier fand ich sehr gelungen und spannend. Es ist auch brutal, es fliesst viel Blut. Und es wird auch viel mit Gedankenkontrolle gespielt. Hypnose und die Schattenseiten davon. Joe Hill hat hier auf jeden Fall ein sehr spannendes Buch über einen sehr bösen Menschen und dessen noch böseren Geist geschaffen. Bis zur letzten Seite spannend.

Strand, Jeff – Blister

Strand, Jeff – Blister

Autor: Strand, Jeff
Titel: Blister
Verlag: Festa Verlag
Übersetzung: Michael Krug
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2020
Seitenanzahl Printbuch: 214 Seiten
Genre: Thriller
Zeitraum: 21.10.20-29.10.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B08KJJM231
Bereits gelesene Bücher der Autoren

KlappentextJason Tray ist ein erfolgreicher Karikaturist, der von seinem Agenten für ein paar Tage in eine Hütte am See verbannt wurde, um Ruhe zu finden.
Als er eines Nachts mit ein paar Einheimischen in einer Kneipe rumhängt, bieten sie ihm an »Blister zu sehen«. Ohne zu ahnen, wovon sie reden, nimmt Jason ihr Angebot an.
Und so späht er kurz darauf durch das Fenster eines Schuppens auf das Albtraumhafteste, was er jemals gesehen hat: Blister ist eine fürchterlich entstellte junge Frau, die sich vor der Welt versteckt. Am nächsten Morgen bedauert Jason sein Verhalten. Er muss sich bei der Frau entschuldigen …
Doch diese kleine Stadt hat ihre Geheimnisse und Bewohner, die vor nichts zurückschrecken, um sie zu hüten.
Eine Geschichte voller menschlicher Monster.

Meine Meinung

Eine entstellte Frau und eine Kleinstadt – was gibt das? Genau – Missverständnisse und Hetze. Rachel/Blister wird als Kuriosität der kleinen Stadt gehandelt. Dabei wurde sie durch einen Angriff so entstellt. Ein Wunder, dass sie das überhaupt psychisch überstanden hat. Aber das hat sie sehr gut. Sie ist wirklich sympathisch und ihre flapsige und freche Art muss man einfach mögen. Da kommt Jason als Comiczeichner gerade recht. Er wurde von seinem Manager wegen eines üblen Scherzes, der leider daneben ging erstmal weg geschickt. Schnell langweilt er sich und geht ins einheimische Pub. Betrunken lässt er sich von der Dorfjugend die Kuriosität zeigen. Als er sich am nächsten Tag bei Rachel entschuldigen will scheint er eine Welle losgetreten zu haben. Warum muss ein Städter da jetzt in alten Dingen rumwühlen? Dabei ist Jason auch ganz harmlos. Er ist ebenfalls total sympathisch. Hätte man ihn in Ruhe gelassen, wäre überhaupt nichts passiert. Jason mag die Gesellschaft von Rachel, obwohl sie etwa 15 Jahre jünger ist als er. Er kann zwar nicht immer über ihr Gesicht hinweg sehen, aber es wird immer besser.

Jeff Strand ist der sympathischste Thriller Autor den ich bis jetzt gelesen habe. Seine Charaktere sind sympathisch und sarkastisch. Sogar den Bösewichten kann man nicht immer böse sein. Er versucht zwar sie immer wieder in die Dunkelheit zu schupsen – aber sie haben doch immer wieder ein kleines Leuchten, bei dem man dann denkt – ach so schlimm sind sie doch nicht….bis auf einen. Denn Jeff Strand kann auch böse. Denn einer muss ja der Böse sein.

Der Thriller ist recht unblutig und auch nicht zu brutal. Es lässt sich locker und flüssig lesen und man hat durch die manchmal sehr locker Art wirklich Spass an dem Buch. Trotz der bösen Geschichte.

Schreibstil: Ein lockerer und flüssiger Schreibstil, dem man gut und leicht folgen kann.

Figuren: Die Figuren sind gut beschrieben und man kann sich gut in sie hinein finden. Er schafft es sogar die Bösen manchmal nett wirken zu lassen.

Atmosphäre und Spannung: Es ist manchmal eine drückende Atmosphäre und dann auch wieder eine lockere lustige. Spannend ist es auf jeden Fall, selbst wenn es kein blutdürstiger Thriller ist.

Fazit

Jeff Strand hat hier einen Thriller geschrieben, der nicht unbedingt mit der grausamen Tat besticht, die wirklich unsagbar grausam war. Sondern eher auf das Zwischenmenschliche deutet. Wie die Menschen um Rachel reagieren. Wie kann sie sich erlauben mit dem entstellten Gesicht in die Öffentlichkeit zu gehen. All solche Sachen machen den Thriller spannend. Ein sympathischer Thriller, der aber auch seine grausamen Seiten zeigt.

Jungwirth, Oliver – Die Nachtschwärmer – Sonnenglaster

Autor: Jungwirth, Oliver
Titel: Die Nachtschwärmer – Sonnenglaster
Verlag: BoD
Erscheinungsdatum: Neuauflage 22. April 2020
Seitenanzahl Printbuch: 506 Seiten
Genre: Psychothriller
Zeitraum 27.09.20-05.10.20
Band einer Reihe: Ja
ISBN:3750494355
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Oliver für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext Neuauflage

„Wir können nicht alle Helden sein.“

Als René in einem fremden Bett auchwacht, ahnt er noch nichts von der Tragweite der Konsequenzen. Diese Nacht und alles was dazu geführt hat, wird ihn an den Rand des Wahnsinns bringen und sein Leben für immer auf den Kopf stellen.

Klappentext von der Originalausgabe finde ich aussagekräftiger

Als René in der Zeitung liest, dass seine ehemals große Liebe Uschi tot aufgefunden wurde, beginnt eine Odysee, die ihn an den Rand des Wahnsinns treibt.
Nicht nur, dass sie auf die Art und Weise ermordet wurde, die er ihr in einem lautstarken Streitgespräch angedroht hat – er wird noch dazu von Erinnerungsfetzen heimgesucht, in denen er sie tötet.
Aber René ist doch kein Mörder? Oder doch?
Vorhang auf für Susi, die René in einer Bar kennenlernt und mehr zu wissen scheint, als sie ihm erzählt.
Was weiß sie über Uschi und ihre Forschungen über die „Nachtschwärmer“? Was weiß sie über die Gefahr, die im Dunkel der Nacht lauert?
Um seinen Absturz in den Wahnsinn aufzuhalten, bleibt René nichts übrig, als genauer hinzusehen und einzutauchen in eine Welt, die nichts für „schwache Menschen“ übrig hat.
Nur mit Susi an seiner Seite beginnt der Abstieg in den Horror, ohne zu wissen, worauf er sich einlässt. Ohne zu wissen, ob er Susi vertrauen kann. Ohne zu wissen, ob er sich selbst vertrauen kann.
Was willst du tun, wenn dein eigener Kopf dein größter Feind ist?

Meine Meinung

Ich sollte eine kleine Triggerwarnung zu selbstverletzendem Verhalten vorausschieben.

Das hier ist kein einfaches Buch, das man so nebenbei liest. Lange Zeit bin ich eher mit der Geschichte mit getrieben, ohne zu wissen wo sie mich denn hin führt. Das macht die ganze Geschichte auch sehr spannend. Denn man kann einfach nichts fassen. Was ist denn wirklich passiert mit René? Seine grosse Liebe, die ihm das Herz gebrochen hat, wird grausam ermordet aufgefunden. War er der Mörder? Oder hat sie sich in Bereiche vorgewagt, die eher unergründet bleiben sollten? Hat da jemand ihre Nachforschungen zu den Nachtschwärmern stoppen wollen? René hat seit dem Vorfall öfter Black Outs mit seltsamen Erinnerungsfetzen. Während dieser Zeit lernt er Susi kennen. Susi ist irgendwie in diese Sache involviert. Hat aber auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Seit langem ist sie in psychischer Behandlung. Man erfährt auch, im Laufe der Geschichte, wieso Susi sich verletzt. Die Erklärung fand ich super heraus gearbeitet. Hier wird auf jeden Fall mal ein ganz anderes Bild gezeichnet. Und kein negatives. Susis Verhalten ist für uns schwer zu verstehen. Warum verletzt man sich selbst. Wir kennen alle die Erklärungen – das hat jeder schon mal irgendwo gehört. Hier bekommen wir aber auch mal eine andere Sicht geboten. Und das fand ich richtig gut erklärt. Also trotz der Triggerwarnung, fänd ich es nicht schlecht, wenn Betroffene das Buch lesen um vielleicht auch mal was anderes zu hören über ihre „Erkrankung“. Aber das ist eine Nebenbemerkung von mir. Trotzdem hat mich diese Beschreibung sehr für Susi eingenommen. Sie war mir schnell sympathisch. Denn obwohl sie alle für schwach halten ist sie wirklich stark. Es ist auf jeden Fall nicht leicht dieses Buch zu bewerten. Es ist tiefsinniger als es scheinen mag. Ich persönlich hab mich eher auf den Teil mit den Werwölfen konzentriert. Man hat hier keine Kuschelwölfe. Deswegen ist es teilweise auch echt blutig. Ein außergewöhnliches Buch, das ich persönlich jetzt mit nichts vergleichen kann. Fakt ist – wenn man es schafft dabei zu bleiben wird es, trotz schnell wechselnden Kapiteln und auch damit wechselnden Charakteren schon spannend. Nicht einfach aber es hält einen bei sich, weil man es einfach wissen will.

Schreibstil: Der Stil ist flüssig und man kann ihm ganz gut folgen. Einzig schwierig wird es später, wenn die Kapitel mit den Charakteren sehr kurz sind und dadurch etwas Hektik vermittelt wird. Was meiner Meinung nach dem Buch ganz gut tut, da es sich da auf den Showdown hinbewegt. Aber es fordert einen.
Figuren: Susi war mir wirklich schnell sympathisch. Mit René wurde ich nicht so warm. Ihn hätte ich nicht als Freund haben wollen. Irgendwie find ich ihn nicht sympathisch. Aber das liegt natürlich auch ein bisschen daran, dass er selbst so zerrissen ist und da auch ein bisschen intolerant
Atmosphäre und Spannung: Auf jeden Fall vorhanden. Eine drückende Atmosphäre. Da man auch verfolgt wie René immer mehr an seinen Verstand zweifelt. Dann die Situation mit den Werwölfen, das wird dann recht spannend.

Originalität: Das kann man dem Buch auf jeden Fall zugestehen. Es ist definitiv was anderes als das was man in diesem Genre an Kost bekommt. Dieses Spiel zwischen Wahrheit und einer eventuellen Psychose – man ist immer etwas ratlos.

Fazit
Definitiv kein einfaches Buch, das man so neben her lesen kann. Trotzdem Genre und den Werwölfen werden hier auch einige psychische Themen erörtert, die ich persönlich sehr interessant fand. Ob René jetzt mit seinen Dämonen oder wahren Werwölfen konfrontiert wurde und wie Susi es schafft ihre eigenen Dämonen zu bändigen – das könnt ihr hier erfahren. Es wird kein einfacher aber spannender Trip.

 

Edenberg, Sophie – Das perfekte Leben meiner Schwester

Edenberg, Sophie – Das perfekte Leben meiner Schwester (Rezensionsexemplar)

Vielen Dank an Sophie für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Autor: Edenberg, Sophie
Titel: Das perfekte Leben meiner Schwester
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 30.09.20
Seitenanzahl Printbuch: 336
Genre: Drama,
Zeitraum 21.09.20-25.09.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: B08B57M3RM
Bereits gelesene Bücher der Autoren: Edenberg, Sophie – Fly, Baby, fly

Klappentext

Als die neunzehnjährige Emma herausfindet, dass sie adoptiert wurde und in Wahrheit die uneheliche Tochter des vermögenden Wieners Ferdinand Lauderthal ist, regen sich Hoffnung und Zuversicht in ihr. Endlich sieht sie einen Ausweg aus ihrem unglücklichen Leben. Doch ihre Erwartungen werden enttäuscht. Während ihre gleichaltrige Halbschwester Céline das Leben ihrer Träume führt, will ihr Vater nichts von ihr wissen. Voller Eifersucht beschließt Emma, die beiden büßen zu lassen. Als vermeintliche Studienkollegin von Céline dringt sie in deren Leben ein und stellt dieses gehörig auf den Kopf.

Doch schon bald muss Emma feststellen, dass nichts ist, wie es zunächst den Anschein hatte und sie sich in ihrer Halbschwester getäuscht hat. Hin und hergerissen zwischen ihrer wachsenden Zuneigung zu Céline und ihren Rachefantasien wird sie in einen Strudel aus Familienintrigen verstrickt, die ihr Verständnis von Gerechtigkeit auf eine harte Probe stellen. Denn alles im Leben hat seinen Preis …

Meine Meinung: Ich finde es klasse. Mir hat schon das erste Buch von Sophie sehr gut gefallen. Das hier gefällt mir noch besser. Mir gefällt hier, dass es um die Gefühle von Emma geht. Das Gefühl um etwas betrogen worden zu sein, das aber auch nicht immer perfekt und leicht ist. Aber vorweg: Ich gebe eine Triggerwarnung wegen sexueller Übergriffe. So aber jetzt zu meiner Meinung. Es hat nicht lange gedauert und ich wurde in diese Geschichte eingesogen. Ich hatte das Buch auch sehr schnell durchgelesen. Was für mich schon wahre Rekordzeit war. Emma und Céline waren einfach fesselnd. Ihr Leben, ihre Probleme. Natürlich kann man nicht abstreiten, dass Emma das schwerere Leben hatte – aber auch Céline kann nicht gerade behaupten das perfekte Leben zu führen, das sie nach aussen abgibt. Es war ein sehr emotionales Buch. Das schlimmste Szenario einer Mutter, die ihr Kind weg gibt – es kommt zu keiner guten Familie. Während Emma, die ungewollte Tochter sich schwer durch das Leben kämpfen muss, hat Céline alles per goldenen Löffel bekommen. Man schwankt aber ständig zwischen den Sympathien hin und her. Wobei meistens Emma gewinnt, weil man ihre Schritte einfach nachvollziehen kann, nicht immer gutheißt, aber versteht. Aber da Emma auch gegen ihre Halbschwester intrigiert, sympathisiert man auch sehr stark mit Céline – denn sie kann schliesslich auch nichts für dieses Leben. Ach – es ist wirklich ein Wechselbad der Gefühle und es ist alles so stark beschrieben. Man kann einfach nicht anders – man will wissen wie es ausgeht. Es ist fast auch wie ein kleiner Krimi. Und dann kommt noch eine absolut unerwartete Wendung mit ins Spiel. Eigentlich findet man hier alles: Romantik im angenehmen Umfang, gut beschriebene Intrigen, Humor, Freundschaft, Angst, Hass. Fakt ist – hier wird man richtig mitgenommen. Es ist fast als würde man die Szenen direkt betrachten können, so real ist alles geschildert. Ich war also wirklich sehr begeistert.

Schreibstil: Der Stil ist sehr fesselnd. Es wird nicht mit irgendwelchen Floskeln Lücken gefüllt. Es ist flüssig und vereinnahmt einen sehr schnell.
Figuren: Die Charaktere sind sehr stark gezeichnet. Sogar die Nebencharaktere sind so gut dargestellt, das man nicht einfach über sie weg liest sondern sie mag oder nicht mag.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist sehr aufgeladen. Man fühlt diese starke Emotion, die Emma ständig begleitet. Egal ob positiv oder negativ.

Fazit
Ich bin wirklich begeistert. Ich wurde so schnell gefangen genommen von der Geschichte, dass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Aber doch auch froh war, dass ich es nicht geschafft hatte, da ich mich freute es wieder aufzuschlagen und weiter mit fiebern zu können. Es ist viel Emotion in dem Buch enthalten. Viel negative aber auch genug positive, die zu einem sehr befriedigenden Ende führt. Von mir kommt eine absolute Leseempfehlung.

5 von 5

Coates, Darcy – Der Fluch von Carrow House

Coates, Darcy – Der Fluch von Carrow House

Autor: Coates, Darcy
Titel: Der Fluch von Carrow House
Verlag: Festa
Übersetzung: Manfred Sanders
Erscheinungsdatum: 13. August 2019
Seitenanzahl Printbuch: 297 Seiten
Genre: Mystery, Haunted House, Grusel, 
Zeitraum 23.07.20-28.07.20
Band einer Reihe: Nein 
ASIN: B07WFMWX9M
Bereits gelesene Bücher der Autoren   Ich hoffe auf mehr Übersetzungen. 

Klappentext

Remy arbeitet als Tourguide in Carrow House. Sie führt Menschen durch das berüchtigte Spukhaus und erzählt ihnen von den Geschehnissen, die sich einst in diesen Mauern zutrugen.
Als eine Reisegruppe für eine ganze Woche einen Aufenthalt bucht, um die unheimlichen Phänomene zu untersuchen, hofft Remy, selbst endlich einige zu erleben. Und tatsächlich: Nach einer Séance nimmt die paranormale Energie so weit zu, dass Fenster zerbrechen und gespenstische Erscheinungen durch die Flure schreiten.
Dann stirbt einer der Gäste und Remy zieht die Möglichkeit in Betracht, dass der Geist des einstigen Eigentümers noch in den Hallen weilt: John Carrow. Und der war ein irrer Serienmörder …

Meine Meinung

Spannend, und ein bisschen gruselig. Es gibt einige Überraschungen, die einem im Carrow House erwarten. Ein Medium mit ihrem seltsamen Assistenten, ein It-Girl, das die Besitzerin des Hauses ist, mit ihrem Kindermädchen, Der Auftraggeber, ein Tourenmitglied aus der letzten Führung, und Remy, die das Haus und ihre Bewohner so gut kennt wie kein anderer. Aber was hat es auf sich mit John Carrow? Ist es überhaupt John Carrow? Ein Haus voller gefangener Seelen. Die einen meinen es gut, die anderen weniger.

Ein spannendes Buch. Wirklich. Es macht richtig Spass es zu lesen. Gruseln konnte ich mich zwar nicht so extrem, wie ich gehofft hatte, aber das tut der Spannung absolut keinen Abbruch. Ein wahrer Pageturner. Allerdings muss ich schon ein bisschen warnen. Es ist nicht unbedingt für einen angenehmen Grusel geeignet. Es wird manchmal ein bisschen heftiger. Schliesslich ist es der Festa-Verlag. Da wird man selten mit seichtem Grusel versorgt. Die Kulisse des Hauses und auch sein Inneres wurde so gut beschrieben, dass man sich manchmal richtig eingesogen gefühlt hat. Wer also ein bisschen tiefergehenden Grusel haben möchte kann hier schon zugreifen. Also eher für Horrorfans, die wissen worauf sie sich einlassen.

Schreibstil: Sehr angenehm und flüssig. Die Spannung trieft gerade zu aus den Worten heraus. Man will einfach hinter das Geheimnis kommen.
Figuren: Die Charaktere sind ganz toll beschrieben. Sowohl die Lebenden, als auch die Geister werden hier gut dargestellt. Man kann sich gut einfühlen in die Personen.
Atmosphäre und Spannung: Ist hier sehr hoch angesiedelt. Man wird fast atemlos durch die Flure des dunklen Hauses gezogen und bei jedem Seufzen, oder Lacheln hält man den Atem an. Ich war wirklich begeistert. Es hätte für mich noch ein bisschen gruseliger sein können – aber das ist schon sehr schwer, wenn man schon viel Horror gelesen hat. Deswegen noch mal eine Warnung, für Anfänger kann es sehr gruselig sein. Für Horrorfans auf jeden Fall spannend.

Originalität: Haunted Houses gehören zur Gruselszene wie Blut zu Vampiren. Kein Grusel ohne wenigstens ein Haunted House. Es war aber meine erste gelesene Geschichte und ich fand es sehr gut umgesetzt.

Fazit

Sehr, sehr spannend. Für mich ein wahrer Pageturner. Ich konnte es oft nicht abwarten weiter zu lesen, weil ich einfach wissen wollte: Geister oder Menschen, wer ist für den Horror verantwortlich? Es ist wirklich eine sehr spannende Geschichte. Aber nichts für Gruselanfänger. Man wird hier schon oft in einen tiefen Abgrund blicken, der einen als Anfänger vielleicht ein bisschen zu sehr erschreckt. Es ist kein seichter Grusel. Für Fans von Haunted House Geschichten auf jeden Fall geeignet. Spannung ist garantiert.

Darcy Coates hat noch viel mehr in diese Richtung geschrieben und ich hoffe inständig, dass noch paar übersetzt werden, für die deutschsprachigen Fans.

5 von 5

Husker, Clayton – Clayton Husker’s Katastrophen Kompass

Husker, Clayton – Clayton Husker’s Katastrophen Kompass (HIER kostenlos als PDF)

Autor: Husker, Clayton
Titel: Clayton Husker’s Katastrophen Kompass
Verlag: Verlag HJB
Erscheinungsdatum: 17.04.2017
Seitenanzahl Printbuch: 29 Seiten
Genre: Sachbuch, Ratgeber
Zeitraum 12.08.20-14.08.20
Band einer Reihe: Nein
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Zombie-Apokalypse, Chemtrail, HAARP, NWO, Klimawandel, GAU, Bürgerkrieg und
so weiter und so fort. Das Böse lauert immer und überall. Keine Frage des OB es
uns erwischt, sondern lediglich des WANN und WIE. Wir sind umgeben von
Krisenherden, es gibt keinen Tag, an dem nicht irgendwo auf der Welt Krieg,
Krankheit oder Hunger oder Tod herrschen.
Oft bekommen wir von den Krisen dieser Welt nur das mit, was uns in den
zahlreichen Medienformaten präsentiert wird, zumeist ist es weit weg und die Bilder
von ergreifenden Schicksalen besitzen in unserer Aufmerksamkeit in etwa die
Halbwertzeit einer Folge unserer Lieblingsserie.
Doch die Ruhe, in der wir unseren wohlverdienten Konsumschlummer genießen,
ist trügerisch. Die Gefahr, dass es uns selbst erwischt, ist größer, als manch einer
glauben mag. Selbst oder gerade ein derart vernetztes Gesellschaftssystem wie das
unsere trägt stets den Keim des Versagens in sich.
• Was, wenn unser Gewohnheitsdiscounter nicht mehr aufmacht?
• Was, wenn unser Datennetz sich ins Nirwana verabschiedet hat?
• Was, wenn unser Licht aus bleibt und dann die Heizung ausfällt?
Um exakt diese Fragen dreht sich mein Katastrophen-Kompass. Anhand
theoretischer Überlegungen und praktischer Beispiele will ich einen Leitfaden und
Ratgeber erstellen, der drei essentielle Schritte der Krisenbewältigung beschreibt:
PREPAREDNESS – CAPABILITY – INTENTNESS
Vorbereitung, Handlungsfähigkeit und Entschlossenheit sind wichtige Faktoren für
das Überleben in der Krise. Nur wer selbst mit festem Willen vorangeht, der kann
auch anderen helfen.
In diesem Ratgeber finden sich Tipps für das Erkennen und Einschätzen der Krise,
Entscheidungshilfen (vor, während, nach der Krise), Anmerkungen zu Vorratshaltung
und dem richtigen Umgang mit Nahrungsmitteln sowie allgemeine Überlegungen für
das Krisenmanagement.

Meine Meinung

Clayton Husker ist unter Prepern schon eine bekannte Grösse. Dazu hat er noch eine Zombieromanreihe geschrieben, die ich aber noch nicht gelesen habe – aber schon hier auf dem Reader.😉. Hier haben wir einen kleinen Ratgeber, der einem helfen soll sich auf jegliches Krisensituation einzustellen. Wie wir ja dieses Jahr am eigenen Leib erfahren konnten. Wir haben gesehen, wie Leute sinnlose Waren gehamstert haben. Wie wäre es sich richtig vorzubereiten. Dies hier ist ein kleines Einsteigerbuch. Ein Überblick um was man sich alles kümmern kann und vielleicht auch für den ein oder anderen eine Versicherung. Eine nächste Krise kann jederzeit wieder kommen.

Fazit

Ein kleiner kostenloser Leitfaden, der schnell gelesen ist. Er dient wirklich nur um einen oberflächlichen Überblick über eine Krisenvorbereitung zu erhalten. Auf diese Seiten hin kann man sich dann überlegen was man vertiefen will. Ich finde es wirklich ein gelungenes kleines Heftchen. Wir wissen seit diesem Jahr wie eine Krise ablaufen könnte. Dieses Jahr ging es nur um Toilettenpapier, Mehl und andere kleinere Dinge – aber…..

King, Danny – Das Haus der Monster 2 – Die Monster sind zurück

King, Danny – Das Haus der Monster 2 – Die Monster sind zurück

Autor: King, Danny
Titel:Die Monster sind zurück
Verlag: Luzifer Verlag
Übersetzung: Madeleine Seither
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2020
Seitenanzahl Printbuch: 380 Seiten
Genre: Horror, Grusel, Mystery
Zeitraum: 31.05.20-11.06.20
Band einer Reihe: Ja – Haus der Monster 2

Bereits gelesene Bücher des Autoren King, Danny – Das Haus der Monster 01

Klappentext

John Coal war der typische Sonderling im Ort – ein alter, schrulliger Eigenbrötler, aber ansonsten harmlos. Zumindest war es das, was die Nachbarn von ihm dachten. Bis eines Nachts ein Junge sein dreißig Jahre lang sorgfältig gehütetes Geheimnis enthüllte …

Nun ist er auf der Flucht. Die Polizei, die Armee und sogar die Zoos machen Jagd auf ihn. Aber John ist ein alter Hase, wenn es darum geht, den Menschen zu entkommen, und so begibt er sich zusammen mit seiner Vampir-Ziehtochter Rachel in die Wildnis der schottischen Highlands.

Hier, so hoffen sie, können sie einen neuen Anfang wagen. Aber John kann seiner Vergangenheit genauso wenig entkommen wie seinem Fluch. Das Böse wird immer das Böse finden, und die Bedrohung für John und Rachel hat gerade erst begonnen …

Auch in der zweiten Geschichtensammlung erwarten Sie wieder Horrorstorys über Werwölfe, Vampire, Ghule, Geister, die Toten und die Untoten – erlebt und erzählt von John Coal, dem seltsamen Mann aus dem HAUS DER MONSTER.

Meine Meinung

Wer den ersten Teil mochte wird auch hier sein Vergnügen haben. Danny King schafft es auch hier die Geschichten mit einem gewissen Humor zu versehen. John Coal schafft es immer irgendwie aus den brenzligen Situationen in die er gelangt. Hier finden wir eine Art Zombie, Geister und fanatische Priester. Auch erfahren wir etwas mehr über Johns Mündel. Den Vampir Rachel. Ich habe mich auch hier köstlich amüsiert. Das Ende der Geschichte kann man so stehen lassen, aber ich würde mich freuen wenn es noch mehr über John Coals Leben gäbe. Dieses Buch ist also im gleichen Stil aufgebaut wie Band 1 schon. Mit einer Art Situationskomik. Während wir vielleicht über einen Ameisenknochen stolpern, schafft es John Coal sich in für Monster gefährliche Situationen hinein zu manövrieren.

Schreibstil: Immer mit einem Augenzwinkern. Flüssig und leicht zu lesen.

Figuren: Es tauchen John und Rachel auf. Ansonsten sind alles neue Charaktere. Beide sind wieder hervorragend dargestellt und auch die anderen Charaktere, die es John schwer machen ein ruhiges Werwolf-Leben zu führen sind gut dargestellt.

Atmosphäre und Spannung: Spannend und auch mit einiger Action kommen die abenteuerlichen Geschichten von John daher.

Originalität: Ich mochte die Idee schon im ersten Teil und bin froh, dass sie mich auch im zweiten Teil amüsieren konnten.

Fazit
Wer den ersten Teil mochte, wird auch hier seinen Spass haben. Die Geschichten sind im selben Stil und schaffen es einen auch weiterhin gut zu unterhalten. Immer etwas sarkastisch und mit einem Augenzwinkern. Es gibt Leute, denen geschieht ständig etwas anderes – so ist das auch bei Monstern. Auch unter ihnen gibt es welche, die ständig in absurde Situationen stolpern und sich da heraus arbeiten müssen. Und John Coal schafft das mit einem kleinen Funken Humor.

 

5 von 5

Krell, Stefan – Ratten in der Stadt

Im Vordergrund standen meine eigenen Probleme: die nächste Nacht, die nächste Mahlzeit, die nächsten zwei Jahre…

Krell, Stefan – Ratten in der Stadt

Autor: Krell, Stefan
Titel: Ratten in der Stadt
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 01.05..2020
Seitenanzahl Printbuch: 416 Seiten
Genre: Tierhorror, Horror
Zeitraum: 18.08.20-25.08.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: B086JFMBR3
Bereits gelesene Bücher der Autoren: Band 1-3 Urlaub in der Apokalypse

Klappentext

Zuhause ist es nicht sicher, denn dort wohnt ein Monster…

Seit zwei Jahren lebt Mamas neuer Freund bei uns. Er schlägt mich bei jeder Gelegenheit. Schon der Gedanke, ihm zu begegnen, löst Panik aus. In der Wohnung zu schlafen, grenzt an Russisch Roulette, also verbringe ich die Nächte in einem Schacht hinter dem Neubaugebiet – mit Schlafsack und Isomatte.
Heute Nacht jedoch stimmt etwas nicht. Mein Hund knurrt und bellt in einer Tour. Das macht er sonst nie. Ich schalte die Taschenlampe ein. Der kalte Strahl fräst sich tief in den finsteren Tunnel. Einen Moment lang hätte ich schwören können, ganz weit hinten seltsame Bewegungen gesehen zu haben. Einbildung! Ich schalte die Lampe wieder aus. Der Hund zittert am ganzen Körper und bellt erneut…

Willkommen bei „Ratten in der Stadt“ – nach diesem Horrortrip sehen Sie Mülltonnen und Kanaldeckel mit anderen Augen!

Meine Meinung

Ich bin ein Fan von Stefan Krells Urlaub in der Apokalypse Büchern. Vorallem mag ich daran, dass sie realistisch sind. So wie ein normaler Mensch mit einer solchen Katastrophe umgehen würde. Ein bisschen spiegelt sich das auch hier wider. Man würde nicht von einem 16 jährigen erwarten, dass er die Rattenschwemme selbst bekämpfen würde. Das ist auch nicht das Problem, warum mich dieses Buch nicht überzeugen konnte. Es ging hier weniger um die Rattenschwemme, als um das Problem das Kenny mit seinem Stiefvater und dem daraus resultierenden Leben hat. Natürlich hat Stefan hier ein wichtiges Thema angeschnitten. Eine Plattenbausiedlung mit dem entsprechenden Klientel. Wobei Jochen (Stiefvater) nach Aussen hin noch versucht den Schein zu wahren in dem er einer geregelten Arbeit nachgeht und darauf achtet, während der Schulzeit nicht ins Gesicht zu schlagen. Auch dass die Mutter immer wieder zurück zu dem Schläger geht. Alles bekannte Dinge, die nicht missachtet werden dürfen. Ich finde diesen Part hat Stefan auch sehr gut herausgearbeitet. Die Probleme, die ein Jugendlicher auf der Strasse hat. Den Schein wahren vor den Freunden, kein Geld für unnütze Dinge wie ein Smartphone. Oder auch ein Bahnticket. Wo man doch eher überlegt für das Geld eines Tickets Essen zu holen. Aber auch die Ängste, sollte Kenny bei etwas erwischt werden, das Jochen aufregen würde. Die Hölle, die ihn erwarten würde. Und das ist das Problem, das ich mit diesem Buch hatte. Denn diese Situation wurde ständig wiederholt. Der Schläger Jochen, wie sehr Kenny Angst vor ihm hat und ihn hasst. Trotzdem die Welt um ihn im Chaos versinkt und er vielleicht jederzeit getötet werden könnte, hatte er immer noch mehr Angst davor, was Jochen machen würde, wenn er ihn in die Finger bekäme.  Dies nahm der Geschichte leider ziemlich die Spannung. Und ich hätte fast abgebrochen. Die Rattenproblematik wurde zwar gut aufgeklärt, aber die Konfrontation damit spielte zu sehr im Hintergrund. Erst zum Ende hin, als Kenny kein Ausweg mehr blieb, als sich direkt auseinander zu setzen wurde es ziemlich spannend.

Schreibstil: Stefan Krell hat einen tollen Schreibstil. Nicht verschnörkelt, oder verschachtelt. Es ist als würde man es direkt von ihm erzählt bekommen.

Figuren: Die Charaktere wurden sehr gut herausgearbeitet. Man fieberte mit Kenny und hatte auch viel Mitgefühl mit ihm.

Atmosphäre und Spannung: Die kam mir hier leider ein bisschen zu kurz. Es wurde etwas zu langatmig zwischen den spannenden Passagen.

Originalität: Irgendwie hätte die Geschichte schon Originalität haben können. Ratten sind ein bekanntes Problem und jeder hat schon ziemlich Respekt vor ihnen. Deswegen ist so ein Angriff schon was sehr gruseliges und persönliches.

Fazit
Leider konnte mich dieses Buch nicht so wirklich für sich gewinnen. Die Ratten hatten hier eher eine untergeordnete Rolle. Dominierend waren die persönlichen. wohlgemerkt, schweren Probleme des 16 jährigen Kenny, So ist immer wieder die Spannung auf der Stecke geblieben. Trotz tollem Schreibstil, konnte es mich nicht fesseln.

3 von 5

Court, Deborah – Das Geheimnis von Holbrook House

Court, Deborah – Das Geheimnis von Holbrook House

Autor: Court, Deborah
Titel: Das Geheimnis von Holbrook House
Verlag: Selfpublishing (Printausgabe bei Cora Verlag)
Erscheinungsdatum: 07.08.2012
Seitenanzahl Printbuch:111 Seiten
Genre: Mystery
Zeitraum 17.08.20-18.08.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B008US5LQC
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Die junge Studentin Sarah Doyle ist verzweifelt – durch eine finanzielle Notlage läuft sie Gefahr, von der Bostoner Universität zu fliegen. Als ihr überraschend ein lukrativer Job angeboten wird, ist sie sofort bereit, nach Oxford in England zu ziehen, um Antiquitäten zu katalogisieren. Es ist beinahe zu schön, um wahr zu sein: Sie darf in einer viktorianischen Villa leben, die seit über fünfzig Jahren niemand mehr betreten hat!

Doch bald beginnt Sarah übernatürliche Phänomene zu sehen, und sie fühlt sich zu dem attraktiven Anwalt Jason hingezogen, der sie vor den Gefahren des mysteriösen Anwesens warnt. Aber wer ist der viktorianisch gekleidete junge Mann, dessen geisterhafte Erscheinung Sarah in ihrem Zimmer heimsucht? Tief in der Nacht, sobald sie allein ist, regt sich etwas Altes und Böses in den Tiefen von Holbrook House, ein Wesen, das die Enthüllung eines jahrhundertealten Geheimnisses zu verhindern versucht …

Meine Meinung

Sarah ist in einer wirklich dummen Situation, hat sie sich doch in eine Schuldenfalle katapultiert und bekommt durch die vielen Jobs ihr Studium nicht auf die Reihe. Genau in diesem schweren Moment kommt ein rettender Anruf, der ihr anbietet das Studium zu übernehmen wenn sie dafür nach England kommt um in einem verlassenen Haus Artefakte zu katalogisieren. Es wäre zu schön, aber da muss doch ein Haken dran sein? Das bemerkt Sarah dann aber erst, als sie eingezogen ist. Ihre Vergangenheit ist eng verknüpft zu diesem Haus und seiner Geschichte. Das wird ihr zum Verhängnis und droht ihr Leben zu kosten. Wäre nicht noch der attraktive Jason, der sich sorgen um sie macht.

Ein solides Gruselabenteuer für Zwischendurch. Es kommt recht angenehme Spannung auf.  Ein bisschen mehr hätte ich mir Interaktionen mit den Geistern gewünscht, das kommt ein bisschen kurz. Aber da es ein recht kurzes Buch ist, wird es trotzdem nicht langweilig. Es ist wirklich ein perfektes Buch wenn man mal keine Lust auf ein dickes Buch hat und mal was lockeres für Zwischendrin will. Ein schönes Buch für den Horroctober und für einen angenehmen Grusel, ohne Angst und Blut…ein bisschen Blut ist da – aber nur wenig.

Schreibstil: Der Stil ist locker und flüssig zu lesen.

Figuren: Trotz der Kürze des Buchs sind die Charaktere recht gut gelungen. Natürlich kann man nicht ganz so tief tauchen, bei 111 Seiten, wie bei 300 Seiten, aber man konnte Sympathien und Antipathien entwickeln.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist dunkel und gruselig und baut schön Spannung auf. Selbst wenn es bisschen mehr Geist hätte sein dürfen, war ich gespannt am Lesen

Fazit

Ein Buch für gemütliche, nebelige Abende in seinem Lieblingssessel. Angenehme gruselige Stimmung. Ein perfektes Buch für Zwischendurch, wenn man mal kein dickes Buch und ein bisschen Spannung möchte.  Ich hätte gerne ein bisschen mehr von dem Geist gehabt, trotzdem ist es recht spannend ohne brutal zu sein. Schön für Halloween ohne sich zu fürchten.