Erbektas, Cengiz – Anaqam – Die Schamanin

»Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

Autor: Erbektas, Cengiz
Titel: Anaqam – Die Schamanin
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2020
Seitenanzahl Printbuch: 178 Seiten
Genre: Esoterik
Zeitraum 20.06.20-03.07.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 9798645588090
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Cengiz für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Ein inspirierender und tiefgründiger Roman

Begeben Sie sich auf eine lebendige Reise voller Magie und Mysterien. Erfahren Sie aus den Augen des Erzählers, wie er in die Pflichten einer mysteriösen Frau mit besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten tritt, und welche Weisheit und Einsichten sie für ihn bereithält, die mit Geld nicht erwerbbar sind. Lassen Sie es zu Ihrem persönlichen Wegbegleiter werden, aus dem Sie Mut schöpfen, um Ihren eigenen Lebenstraum zu verwirklichen.»Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

Meine Zusammenfassung

Geht es euch auch manchmal so, dass ihr keine Kraft, keine Lust, keinen Lebensfunken mehr habt? Vielleicht liegt es tatsächlich an eurem Inneren.  Nicht die Welt da draussen macht es euch schwierig, ihr blockiert euch selbst. Und um diese Blockade zu lösen und weiter zu kommen in eurem Leben, darum soll es in diesem Buch gehen.

Meine Meinung

Der Protagonist bleibt unbenannt. Auch das Geschlecht bleibt unbekannt – ich bin allerdings von einem männlichen Protagonisten ausgegangen – das hat sich in meinem Kopf so geformt. Ich gehe davon aus, dass diese Neutralität gewählt wurde, damit man sich selbst an die Position des Protagonisten setzen kann. Ich finde ein esoterisches Buch ist immer schwierig zu bewerten. Ich bin seit langem raus aus dem Bereich. Allerdings habe ich mich mit vielen der Themen, die in dem Buch erwähnt werden beschäftigt. Wir erfahren hier elementare Dinge, die das Leben tatsächlich ausmachen. Das sind nicht die materiellen Dinge – die machen einen eher unglücklich. Oder das ständige Nachdenken – die behindern einen beim vorankommen. Hier werden wir bei der Hand genommen und geleitet. Was ist wirklich wichtig? Respekt. Respekt dir gegenüber und deiner Umgebung. Sei es ein Ast, den du brichst, oder einen schlechten Geist den du vertreibst. Die innere Stärke, die wird dich leiten. Wer sich ein bisschen mit Esoterik auskennt, weiss dass es eine ruhige Art der Kommunikation ist. Das ist hier auch der Fall. Man kann hier keine grosse Spannung und Action erwarten. Obwohl es in dem ein oder anderen Fall vielleicht hätte eingebaut werden können. Der Autor hat hier viel Wissen in eine Romanform gebracht. Manchmal hätte ich mir da schon gewünscht es wäre etwas rasanter gewesen. Der Inhalt selbst überzeugt. Es sind schöne Worte und eine schöne Gegend, die einen ruhig werden lassen. Ich finde man sollte dem Buch auch gewisse Zeit lassen. Ich habe schon recht lange für die wenigen Seiten gebraucht, da ich nicht zuviel lesen konnte, wenn ich dabei bleiben wollte. Leider wurde es an manchen Stellen etwas langatmig, da es schnell zu einem Sachbuch umschlug, wenn Anaqam etwas erklärte. Was es nicht weniger interessant machte – nur halt etwas schwieriger.

Schreibstil: Ist einem Esoterikbuch angepasst und in der Ich-Form. Manchmal kam es vor, dass der Autor in den Stil eines Sachbuches abtauchte – da merkte man auch, dass ihm das Thema sehr interessiert und begeistert, da er es gut erklärt hat.

Figuren: Der Protagonist bleibt bisschen blass, vielleicht weil er unbenannt blieb? Leider hat er mich bisschen genervt, weil er – durch sein Schicksal – ein bisschen oft jammerte und zu wenig zu überzeugen war, dass das hier alles passt, selbst wenn er Beweise hatte. Anaqam als Schamanin fand ich toll. Sie führte und lenkte und meckerte. Bei ihr wäre ich gerne Schülerin geworden.

Originalität: Ich finde die Idee ein esoterisches Buch in Romanform zu bringen ganz gut. Man muss nur ein bisschen aufpassen, dass es auch ein Roman bleibt – was ich mir schwierig vorstelle.

Fazit

Für esoterisch Interessierte Leser auf jeden Fall eine sehr schöne Lektüre, die einen in eine interessante und wichtige Denk- und Sichtweise einführt. Auch für Menschen, die wirklich sehr belastet von ihrem Leben und Denken sind, finde ich es sehr gut. Es wird einem gezeigt, wie man sich wieder ein bisschen auf den richtigen Weg bringt. Und vor allem was auch wirklich wichtig ist im Leben. Für Suchende die gerne etwas alternatives im Leben hätten sehr geeignet. Da es esoterisch ist, darf man aber keine absolute Spannung oder reißerische Szenen erwarten. Ein ruhiges Buch, dass für ruhige Stunden geeignet ist.

Hebesberger, Roland – Abzweigungen

Autor: Hebesberger, Roland
Titel:  Abzweigungen
Verlag: Morawa Lesezirkel GmbH
Erscheinungsdatum: 6. Dezember 2019
Seitenanzahl Printbuch: 320 Seiten
Genre: Thriller, SciFi
Zeitraum 11.06.20-19.06.20
Band einer Reihe: Ja – erster Band
ASIN: 3990936662
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Roland für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Welchen Weg gehst du, wenn dein Leben auf der Kippe steht?
Wähle weise, es könnte deine letzte Entscheidung sein.

Cornell Rohde, ein gescheiterter Ex-Polizist aus München, baut sich in Salzburg ein neues Leben auf. Es nimmt eine drastische Wendung, als er Zeuge eines mysteriösen Banküberfalls wird. Er versucht, den Geheimnissen hinter dem Verbrechen auf die Spur zu kommen, und gerät in eine Verschwörung, die sein Weltbild ins Wanken bringt. Wem kann er vertrauen, wer sagt die Wahrheit und was steckt hinter dem grellen Licht, das ihn bis in seine Träume verfolgt? Bei einer Verfolgungsjagd quer durch Europa mit neuen Verbündeten kommt Cornell an seine Grenzen. Wird er am Ende die richtige Entscheidung treffen?

Meine Zusammenfassung

Als Cornell Polizist wird, tritt er in die Fussstapfen seines Vaters. Früh hat er seine Mutter verloren und will seinen Vater stolz machen. Allerdings läuft es nicht so gut für ihn. Durch Verleumdungen verliert er seinen Job und flieht für ein neues Leben nach Salzburg. Dort ist er am Wochenende Sicherheitsbeamter bei einer Bank. Eine der Bankangestellten, Mia, findet sein Gefallen. Sie kommen zusammen. Mia ist sehr aufgeschlossen Cornells Vergangenheit gegenüber und sie verlieben sich. Mia ist Cornells grosse Liebe. Dann kommt der Tag, der alles verändern wird. Ein Banküberfall, der sehr seltsam abläuft verändert Cornells Leben. Er wird nahezu besessen, hinter das Geheimnis zu kommen. Mia hat ein schweres Trauma erlitten und ihre Beziehung wird schwer auf die Probe gestellt. Bei seinen Recherchen scheint Cornell jemanden zu nah zu kommen und er wird gezwungen zu fliehen. Eine Verschwörung in seine Richtung macht es ihm fast unmöglich sich unerkannt zu bewegen. Auf der Flucht trifft er auf die neuen Verbündeten, die ihn in eine grosse Verschwörung einweihen. Was steckt nur hinter diesen mysteriösen Banküberfällen, die dem in Salzburg ähneln und über die ganze Welt verteilt stattfinden? Was war das für ein Licht? Und wie weit geht überhaupt diese Verschwörung? Wen kann er für das Desaster, das sein Leben geworden ist, büßen lassen?

Meine Meinung

Ein tolles Debüt legt Roland hier hin. Da ich mich auch intensiv schon mit diversen Verschwörungen beschäftigt habe, klingt hier beim lesen eine Seite in mir. Roland nimmt sich viel Zeit uns Cornell und sein Leben vorzustellen. Aber es wird nicht langweilig. Das auf keinen Fall. Man fühlt sich wohl und folgt Cornell von der schlechten in die gute Zeit mit Mia. Sein Leben scheint endlich positiv zu verlaufen. Bis zu diesem schicksalshaften Tag des Überfalls. Man kann sich als Autor sehr stark an einer Grenze bewegen, wenn man zu lange vom Protagonisten erzählt. Da kann das Interesse des Lesers schnell kippen. Aber ich muss wirklich sagen, das Roland das so geschickt hin bekommt, dass man sich ein bisschen wie Big Brother fühlt. Manchmal kam es mir vor, als würde ich in Cornells Tagebuch lesen . Ich fand es spannend seinen Weg mitzuverfolgen. Als es dann actionreich wurde, kann ich sagen, es war spannend, aber nicht übertrieben. Es ist glaubhaft. Cornell ist ein Ex-Polizist und gut ausgebildet. Seine Flucht und auch seine Kenntnisse um das Geheimnis zu lüften sind sehr realistisch dargestellt. Phantastisch wird dann die Auflösung. Da es der Auftakt zu einer Reihe ist, werden wir da bestimmt noch näher an die Lösung gebracht werden, da das Buch mit einem kleinen Cliffhanger endet. Ich empfand es schwankt eher in Richtung Science Fiction, statt ins mystische. Ich bin also sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Schreibstil: Der Schreibstil ist locker und flüssig. Die Erzählperspektive ist im Ich-Format und man kommt sich wirklich oft vor, als würde Cornell einem die Geschichte direkt erzählen, oder ich würde in seinem Tagebuch schnüffeln.

Figuren: Die Charaktere waren sehr gut dargestellt. Manchmal kam es mir vor ich würde mit ihnen an den PC´s stehen und grübeln. Cornell ist auch sehr sympathisch, da er nicht überheblich den Ex-Polizisten heraushängen lässt. Er ist eher sogar zurückhaltend.

Atmosphäre und Spannung: Durch die lange Einführung bei dem man Cornell kennen lernt, baut sich die Spannung eher langsam auf. Aber es ist ziemlich gut beschrieben ohne übertrieben zu wirken.

Originalität: Mir gefiel sehr, dass man mal einen kleinen Blick hinter den Schleier einer guten Verschwörung erhaschen durfte. Auch viele Erklärungen fand ich gut geschildert. Videomanipulation und anderes.

Fazit

Ich freue mich, hier ein Buch empfehlen zu können, das wirklich spannend ist. Trotz dem es nicht durchgehend Actiongeladen ist, ist es sehr fesselnd. Es hat Spass gemacht, das Buch aufzuschlagen und mit Cornell weiter zu fiebern. Für alle Thrillerfans, die auch gerne mal etwas anderes erleben wollen. Es ist nicht übertrieben brutal. Kommen aber auch paar blutige Szenen vor.

Koontz, Dean R. – Die Augen der Dunkelheit

Autor: Koontz, Dean R (Unter Leigh Nichols)
Titel: Die Augen der Dunkelheit  (Neuauflage Die Augen der Finsternis)
Verlag: Heyne
Übersetzung: Alexandra von Reinhardt
Erscheinungsdatum: 1988
Seitenanzahl Printbuch: 316
Genre: Horror, SciFi
Zeitraum 19.05.20-31.05.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN:
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Das Haus der Angst – Ohne Rezi

Brandzeichen – Ohne Rezi


Klappentext

Mit ihrer Show feiert die dunkelhaarige Schönheit Tina Evans wahre Triumphe in Las Vegas – des Nachts aber, wenn die Lichter ausgehen, wird sie von quälenden Alpträumen heimgesucht. Da steht Danny plötzlich wieder vor ihr, der angeblich bei einem Busunglück ums Leben gekommen ist. Aber Tinas 12jähriger Sohn lebt – als Gefangener in einem unterirdischen Versuchslabor, wo er für wissenschaftliche Experimente mit einem neuen Todesvirus mißbraucht wird…

Meine Zusammenfassung [SPOILER]

Hier wird es dieses mal nicht ohne Spoiler gehen. Da ich das Buch aber am Ende nicht empfehlen kann finde ich es nicht so schlimm.

Tina Evans hat vor einem Jahr ihren 12 jährigen Sohn Danny bei einem Ausflug der Pfadfinder während eines Busunglücks verloren. Ihre Ehe war schon vorher gescheitert. Sie war früher Ballettänzerin und hat sich dann aber auf die Produktion von Shows spezialisiert. Damit hat sie einen grossen Durchbruch erreicht. Durch die viele Arbeit hat sie sich von ihrer Trauer ablenken können. Allerdings wird sie die letzten Wochen immer von Alpträumen über Danny gequält. Sie lernt den netten Anwalt Elliot kennen. Zwischen ihnen prickelt es und nicht lange danach werden sie ein Paar. Elliot war nicht immer Anwalt. Er hat eine militärische Vergangenheit in der er sich auch schon einen Namen gemacht hat. Mittlerweile hat Tina nicht nur Alpträume. Auch im Alltag wird wie von sonderbaren Umständen verfolgt. Dannys Zimmer wird verwüstet. Es erscheinen Schriften mit „Nicht Tot“. Es gibt Temperaturschwankungen und anders, dass sie in Angst versetzt. Da sie die Leiche niemals gesehen hat, da er wegen des Unfalls zu sehr verunstaltet worden sein soll, möchte Tina für ihr Seelenheil eine Exhumierung. Mit diesem Gesuch öffnet sie die Dose der Pandora. Elliot und Tina werden verfolgt und ihr Leben ist bedroht. Während ihrer Flucht bemerkt sie auf einmal, dass die Heimsuchungen nicht bedrohlich sind. Sie merkt, dass sie von ihrem Sohn kommen und er sie um Hilfe ruft. Kurz entschlossen machen sich Tina und Elliot auf den Weg das Geheimnis um Dannys Tod zu lüften. Dabei entdecken sie in den Wäldern ein geheimes Labor uns schlussfolgern schnell, dass Danny dort gefangen gehalten wird. Die Ausmasse dessen was der kleine Junge mitmachen muss ist unfassbar, aber nicht unglaublich. Bei dem Labor handelt es sich um ein Forschungszentrum für Biowaffen. Bei dem Busunglück wurden durch ein Laborunfall alle beteiligten von einem absolut tödlichem Virus infiziert. Der einzige der überlebte war Danny. Was die Forscher dann dazu trieb, den Jungen fast zu Tode zu infizieren. Er wurde nie richtig krank. Allerdings entwickelte sich von Impfung zu Impfung ein Teil seines Gehirns, das dann wohl für die Telekinetischen Fähigkeiten verantwortlich waren. Danny schafft es seine Mutter und Elliot in das Labor zu schleussen, so dass sie ihn retten können.

Das Virus – die berühmt berüchtigte Voraussage aus den 80ern von Koontz zum Wuhan Virus. Ich bin tatsächlich froh, dass ich eine alte Ausgabe erwischt habe. Denn – ACHTUNG! Hier heisst nämlich der berühmte Virus Gorki-400 und wurde von den Russen entwickelt. Ich hab mal in die letzten Seiten der Neuausgabe geblättert und bin tatsächlich entsetzt, dass das Ende jetzt so umgeschrieben wurde, dass es auf die aktuelle Coronakrise deutet. Das man eine Neuauflage etwas der Zeit anpasst ist ja kein Thema – aber dass  man dann eine mystische Vorhersage des Autors darin entwickelt, finde ich doch einfach nur Markteting – das Buch hätte sich doch bei der Neuauflage niemals so gut verkauft….Finde ich tatsächlich sehr dreist.

Meine Meinung

Unabhängig davon, dass ich mich immer noch über diesen PR-Gag aufrege, war das Buch wirklich langweilig. Es plätscherte vor sich hin und es passierte nicht viel. Ich würde vielleicht mal neuere Werke des Autors lesen um seinen Stil zu vergleichen. Denn in den 80ern war das vielleicht tatsächlich noch spannend. Der Autor legt hier sehr viel Wert darauf seine Charaktere zu präsentieren. Man erfährt sehr viel von Tina, Elliot, und auch den Gegnern. Dafür bleibt die Spannung und auch ein bisschen die Details zu den Forschungen und Machenschaften der Regierung auf der Strecke. Das sind Dinge, die in den 80ern vielleicht die Leser begeisterte. Heute wird doch mehr Wert auf Aktion und Spannung gelegt. Natürlich will man auch ein bisschen die Charaktere kennen lernen. Aber es muss nicht so ausführlich sein, da es die Handlung nicht unbedingt weiter bringt. Dass z. B. Elliot einen militärischen Hintergrund hat und auch die involvierten Personen kennt ist schon wichtig – aber es kann abgekürzt werden. Es ist einfach ein Buch, dass man nicht unbedingt lesen muss.

Schreibstil: Der Schreibstil ist sogar ziemlich gut. Am Anfang fand ich die Übersetzung etwas hölzern – da war der Vergleich zur Neuauflage etwas flüssiger. Aber das gab sich. Und trotzdem das Buch nichtssagend war, habe ich mich  nicht allzusehr gelangweilt. Der Autor schweift zwar ab – aber verwendet wenig Metaphern. Er bleibt sehr direkt und auch bei seiner Story – er philosophiert also nicht.

Figuren: Die Charaktere Tina und Elliot waren sehr sympathisch. Natrürlich bekommt man durch so eine Biografie der Charaktere einen tieferen Zugang zu ihnen. Das fand ich auch gar nicht schlecht – aber es hat halt den Fluss ein bisschen gestört.

Atmosphäre und Spannung: Leider ein bisschen zu wenig. Die Verfolgungsjagden waren eher schwach gestaltet und der Einbruch in das Labor auch eher unspektakulär.

Originalität: Das ist natürlich jetzt schwer zu beurteilen. In den 80ern bestimmt auf jeden Fall – heute zu Tage eher weniger, da es schon so viel davon gibt.

Fazit

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Trotzdem ich mich jetzt nicht gelangweilt habe, gab es kaum Spannung und Action. Die Handlung plätschert sanft vor sich hin und kann einen nicht fesseln. Dafür hat man aber einen langen Spaziergang mit den Charakteren, die sehr intensiv beschrieben wurden. Der Hype um Wuhan ist hier ein absoluter Fake – aber dazu findet ihr mehr in der Zusammenfassung oben.
Ich würde es nicht empfehlen, da es einfach ein bisschen zu langweilig ist.

[Abgebrochen] Tuomainen, Antti – Die letzten Meter bis zum Friedhof

Autor: Tuomainen, Antti
Titel: Die letzten Meter bis zum Friedhof
Verlag: Rowohlt E-Book
Übersetzung: Niina Katariina WagnerJan Costin Wagner 
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2018
Seitenanzahl Printbuch: 306 Seiten
Genre: Krimi, Humor, Satire
Zeitraum 06.05.20-16.05.20 (parallel gelesen)
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: B071NM3XGF
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Abbruch: Pos.166/519

Klappentext

Jaakko ist 37, als sein Arzt ihm eröffnet, dass er keine Grippe hat, sondern sterben wird, und zwar sehr bald: Jemand hat ihn über längere Zeit hinweg vergiftet. Das an sich ist schon geeignet, einem Mann so richtig den Tag zu verderben. Leider wird Jaakko bei der Rückkehr nach Hause außerdem noch Zeuge, wie ihn seine Frau mit Petri betrügt, dem jungen, knackigen Angestellten ihrer gemeinsamen Firma. Der Firma, die in jüngster Zeit gefährlich Konkurrenz bekommen hat. Jaakko beschließt herauszufinden, wer ihn um die Ecke bringen will. Und er wird sein Unternehmen für die Zeit nach seinem Tod fit machen. Der Handel mit den in Japan zu Höchstpreisen gehandelten Matsutake-Pilzen läuft nämlich ausgezeichnet, und in Finnlands Wäldern wachsen nun einmal die besten. Doch das neue Konkurrenzunternehmen kämpft wirklich mit harten Bandagen. Ist es da Jaakos Schuld, wenn es zu Toten kommt? Und hat er überhaupt Zeit für anderer Leute Sorgen? Denn so viel ist klar: Mit dem Tod vor Augen geht alles leichter, gilt es doch, jede Minute zu genießen.

Meine Meinung

Wie es  bei den skandinavischen Krimis so eigen ist – es ist etwas zäh. Was nicht bedeutet, dass es schlecht ist – man muss den Stil einfach halt mögen. Es waren paar witzige Szenen dabei, die mir Spass gemacht haben – aber leider ist es zu wenig um mich fesseln zu können. Es wurde mir dann einfach zu langatmig. Vielleicht lag es daran, dass ich das hier parallel zu einem anderen Buch gelesen habe und es dadurch nicht die volle Aufmerksamkeit bekam, die es verdient. Der Schaden ist angerichtet und ich werde es leider nicht weiterlesen. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein amüsantes Buch ist – aber es konnte mich leider nicht überzeugen dabei zu bleiben.

Schreibstil: eigentlich ganz gut. Die Skandinavier haben halt mal die Angewohnheit etwas zäh zu sein.

Figuren: Ich kann im Moment nur von Jaako ausgehen, da die anderen bis zum Abbruch eher Statisten oder Nebencharaktere waren. Jaako ist so eigentlich ganz sympathisch gewesen.

Originalität: Mord durch Vergiftung in einem Pilzimperium. Ja, ich denke dass hier schon eine Spur Originalität vorhanden ist.

Fazit
Mich konnte das Buch leider nicht genug fesseln um dabei zu bleiben. Aber ich denke, dass hier doch mehr Spass dahinter stecken könnte, als ich hatte. Mein Problem war, dass ich es parallel lesen wollte. Dafür ist es nicht geeignet. Es war leider ein bisschen zu zäh um mich zum bleiben einzuladen.

[Abgebrochen] Collison, Wilson – Die Nacht mit Nancy

Collison, Wilson - Die Nacht mit Nancy abgebrochenkeine beurteilung1

  • Autor: Collison, Wilson
    Titel: Die Nacht mit Nancy
    Verlag: Louisoder
    Übersetzung: Johanna von Koppenfels
    Erscheinungsdatum: Erste Auflage 2016 Deutschland
  • Veröffentlichung: 1933
    Seitenanzahl Printbuch: 249 Seiten
    Genre: Humor
    Zeitraum: 17.,4.20-18.04.20
    Band einer Reihe: Nein
    ASIN: B01JRX7D0U
    Bereits gelesene Bücher der Autoren
  • Abgebrochen POS: 160/568

Klappentext

Die Ostküsten-USA Anfang der 1930er Jahre. Eine Hausparty in einem großbürgerlichen Landhaus. Ein lauter Schrei lässt die Bewohner mitten in der Nacht aufschrecken. Die sittenstrenge Gastgeberin Mrs. Hanley eilt heran und traut ihren Augen kaum: In einem der Gästezimmer trifft sie nicht nur auf die junge, attraktive und nur mit einem Negligé bekleidete Witwe Nancy, sondern auch auf drei Männer in Pyjamas. Empört lässt sie alle Gäste und Bediensteten herbeirufen und fordert den jungen Anwalt Jimmie Landon auf, ein Kreuzverhör durchzuführen, um diese pikante Angelegenheit aufzuklären …

Meine Meinung

Ich kann ja keine objektive Meinung abgeben, da ich es nicht beendet habe. Warum habe ich mich entschlossen es abzubrechen? Man wird direkt in das Geschehen hinein geworfen. Was nicht unbedingt das Schlimme ist. Aber es tauchen dann sofort soviel Leute auf, zu denen man weder Bild noch Zusammenhang hat. Natürlich werden während der Dialoge die Personen vorgestellt. Aber ich hatte immense Schwierigkeiten sie zuzuordnen. Mir kam das ganze eher wie ein Skript für ein Theaterstück vor, ohne die Regieanweisungen. Es wurden zwar auch Personen und Umgebung beschrieben – aber ich konnte einfach keinen Faden zu fassen bekommen. Ich war richtig orientierungslos. Das hat mir dann keinen Spass mehr gemacht. Obwohl ich den Humor aus dieser Zeit eigentlich sehr gerne mag.

Schreibstil: Der Stil war durch die Dialoge etwas hektisch. Ich kam mir vor wie auf dem Tennisplatz – der Ball wurde hin und her geschlagen und ich versuchte ihm zu folgen. Ansonsten passt der Stil zu den 30ern.

Fazit

Für mich war es leider nicht das Richtige. Ich mag den Stil dieser Epoche gerne. Sie hat immer so was schön sarkastisches und frivoles. Das wird hier auch sein. Leider bin ich einfach nicht hinein gekommen.

Safier, David – Die Ballade von Max und Amelie

Autor: Safier, David
Titel: Die Ballade von Max und Amelie
Verlag: Rowohlt E-Book
Erscheinungsdatum: 27. November 2018)
Seitenanzahl Printbuch: 362 Seiten
Genre: Abenteuer
Zeitraum 18.01.20-25.01.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B07CMPW6MZ
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Mieses Karma (ohne Rezi)

Plötzlich Shakespeare (ohne Rezi)

Klappentext

Das große Abenteuer Liebe

Die einäugige Hündin Narbe kann sich nicht vorstellen, dass eine wie sie jemals geliebt werden könnte. Doch dann verirrt sich der sanfte Hund Max zu der Müllkippe, auf der Narbe lebt. Er erzählt ihr von seinem wunderschönen Zuhause bei den Menschen und in der Hoffnung auf ein besseres Leben begleitet Narbe den Fremden auf die gefährliche Heimreise.

Unterwegs wird Max von Alpträumen geplagt, in denen die beiden ein Liebespaar sind, aber von einem Menschen getötet werden. Aber sind es wirklich Alpträume oder vielmehr Erinnerungen? Narbe wehrt sich anfangs dagegen, dass es ihr Schicksal sein soll, Max zu lieben. Doch kaum beginnt sie zaghaft an das Gute zu glauben, taucht der Mensch aus den Träumen auf…

Meine Meinung

Das Buch hat mich echt kalt erwischt. Den Klappentext fand ich rührend. Ich dachte, ach ein süsser Liebesroman zwischen Tieren – ja warum nicht. Aber das hier ist was viel tieferes. Ich war wirklich beeindruckt. Ich muss aber auf jeden Fall eine Warnung herausgeben. Die Tiere haben keinen schönen Roadtrip. Sie werden von Kindern geschlagen, von Menschen verfolgt und noch so andere schwere Erlebnisse. Aber wie die beiden sich aufbauen und gerade Narbe, die nie was schönes erlebt hat, erfährt jetzt Güte und Freunde. Sie wehrt sich total dagegen, dass ihr etwas Gutes widerfahren kann. Ich fand es wirklich ein richtig toller Roman mit viel Achterbahn der Gefühle.

Schreibstil: Gut – wirklich fliessend und sehr gut zu lesen.

Figuren: Sehr gut geschrieben. Auch die Nebenfiguren werden sehr gut dargestellt. Man kann seine Emotionen jedem zuordnen.

Atmosphäre und Spannung: Es ist richtig viel Spannung vorhanden. Aber auch viel Leid und Elend. Dafür gibt es aber noch mehr Freude und Liebe. Sehr gute Balance.

Originalität: Das ist definitiv was anderes, als ich erwartet hatte. Ich finde den steinigen Weg der beiden Tiere aufzuzeigen originell. Hier wird nichts beschönigt – aber die Hoffnung immer aufrecht erhalten.

Fazit
Ein sehr emotionales Buch. Man ist hin und her gerissen, zwischen Abscheu, Hass, Mitleid, Liebe, Trauer. Auch hier noch mal die Warnung: Die Tiere haben keinen einfachen Weg vor sich. Sie müssen einiges erleiden. Ich war hin und weg und würde noch mehr dieser Art des Autors lesen. Ich habe schon zwei seiner Bücher gelesen, aber das hier, war auf jeden Fall mein bestes von ihm.

Costello, Sean – Der Cartoonist

daumen gut-steigend

Autor: Costello, Sean
Titel: Der Cartoonist
Verlag: Festa Verlag
Übersetzung:  Usch Kiausch
Erscheinungsdatum: Juni 2004
Seitenanzahl Printbuch: 272 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum 27.02.20-05.03.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 3935822774
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Scott Bowman und zwei seiner Freunde werden in einen schrecklichen Unfall verwickelt. Ein Mädchen stirbt, doch da es keine Zeugen gibt, begraben sie die Tote und schwören, niemals wieder ein Wort über das Unglück zu verlieren. §Sechzehn Jahre später: Aus Scott ist inzwischen ein respektierter, erfolgreicher Psychologe geworden. Doch die Vergangenheit holt ihn ein – in der harmlosen Gestalt eines alten, verrückten Zeichners, der in die Psychiatrie eingewiesen wird. Der Kranke scheint alles über den Arzt und den Tod des Mädchens zu wissen, denn seine schonungslosen Zeichnungen offenbaren das Unglück. Aber der Schrecken beginnt erst: Scott findet weitere Bilder des Patienten, Visionen voller Blut und Tot – und sie treten wirklich ein! Kann der Cartoonist in die Zukunft sehen? Formt er vielleicht die Zukunft? Als der monströse Wahnsinn des Cartoonisten sogar nach seiner Familie greift, handelt Scott …

Meine Meinung

Spannend aber nicht gruselig. Eher ein bisschen klassische Grusellektüre. Man fühlt sich ein bisschen an die alten Gruselfilme erinnert. Es ist spannend der ganzen Geschichte zu folgen. Was steckt denn jetzt dahinter. Wer ist dieser gruselige alte Mann, der die Zukunft zeichnet, oder gar gestaltet. Ist er ein Racheengel? Die Freunde von damals haben keinen Kontakt mehr zueinander. Aber sie waren alle erfolgreich. Bis zu einem gewissen Grad. Denn einer nach dem anderen stirbt. Soll ihm das gleiche Schicksal ereilen. Soll es so sein – Hauptsache seine Familie ist sicher. Es war eine spannende und rasante Lektüre. Man fiebert mit Scott mit und versucht ebenso hinter das Geheimnis zu kommen. Das Geheimnis selbst, fand ich jetzt nicht so überzeugend. Da wäre mir etwas anderes lieber gewesen. Aber trotzallem war es spannend – aber überhaupt nicht gruselig. Auch nicht blutig. Also für Leser, die gerne mal wieder etwas Mystery ohne extremen Thrill haben wollen.

Schreibstil: Der Stil war recht flüssig und man konnte der Geschichte gut folgen.

Figuren:Bis auf Scott blieben die Figuren eher blass. Da hätte vielleicht auch noch bisschen mehr gekonnt. Aber da ja Scott der Hauptprotagonist ist, kann man das so akzeptieren.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre war düster und es war auch spannend. Man liesst wie Scott verzweifelt versucht den Zeichner zu beeinflussen, oder seinen verfluchten Stift weg zu legen. Sein eigenes Schicksal ist ihm nicht mal wichtig. Aber seine Familie, die soll nicht für seine Fehler zahlen. Das macht die ganze Sache schon spannend. Wird der Zeichner nur ihn bestrafen?

Originalität: Es ist auf jeden Fall mal was anderes. Heute hat man zwar schon einiges in dieser Richtung gesehen – hauptsächlich mit Fotografien – aber es ist immer noch nicht zu abgedroschen, da Zeichnungen doch noch ein Tick intensiver sind.

Fazit
Ein stabiler Gruselroman. Es ist genau das richtige für Leser, die wieder etwas Spannung haben wollen, ohne gleich Panik zu bekommen. Es ist spannend, aber eigentlich nicht gruselig. Und auch nicht sehr blutig. Ein bisschen. Ich empfehle das Buch für Halloween.

Adams, Taylor – No Exit – Diese Nacht überlebst du nicht

Autor: Adams, Taylor
Titel: No Exit – Diese Nacht überlebst du nicht
Verlag: Heyne Verlag
Übersetzung:  Angelika Naujokat
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2019
Seitenanzahl Printbuch: 416 Seiten
Genre: Thriller
Zeitraum 22.03.20-30.03.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 3453439791
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

In den Bergen von Colorado gerät die junge Darby Thorne in einen Schneesturm und sucht Zuflucht in einer Raststätte. Dort trifft sie auf eine Gruppe von Schutzsuchenden. Darby scheint in Sicherheit zu sein. Doch auf dem Parkplatz macht sie eine schreckliche Entdeckung: Im Fond eines Vans sieht sie ein gefesseltes Mädchen. Wie Eiswasser schießt die Erkenntnis durch Darby: Der brutale Täter muss unter den Anwesenden sein. Aber es gibt keine Verbindung nach außen, keine Fluchtmöglichkeit. Darby muss das Mädchen retten – und die Nacht überleben …

Meine Meinung

Der Klappentext ist recht aussagekräftig, dass ich da gar nicht viel mehr ergänzen will. Das Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Ein Thriller wie man ihn sich vorstellt. Rasant und kniffelig. Er ist natürlich recht amerikanisch. Das bedeutet – Hollywood lässt grüssen. Aber wenn man einen amerikanischen Thriller liest, muss man darauf vorbereitet sein und sich darauf entspannt einlassen. Action, Spannung, Blut und Tod – das ist es was man erwarten soll und dann auch geliefert bekommt. Und das bekommt man hier. Es ist ein Pageturner. Ich fühlte mich wirklich gut unterhalten und wenn im Dezember 2020 das neue Buch herauskommt werde ich zugreifen.

Schreibstil: Sehr gut und flüssig.

Figuren: Die Charaktere waren wirklich sehr gut getroffen und es war überraschend, wer hier der Bösewicht ist. Es wird aber recht früh bekannt gegeben, was den Reiz sogar noch ein bisschen erhöht, da irgendwie der Kampf spannender wird.

Atmosphäre und Spannung: Dieses Buch enthält beides in Hochauflösender Form. Dadurch, dass die Geschichte auf ein begrenztes Gebiet beschränkt ist, steigt die Spannung noch. Also sehr gutes spannungsgeladenes Paket

Originalität: Darüber kann man streiten. Ich denke solche Geschichten gibt es sehr viele. Wichtig ist nur wie sie einem übermittelt wird. Und das kann ich hier als gelungen nennen

Fazit

Ein spannungsgeladener Thriller mit allen Elementen die man erwartet. Hollywood lässt grüssen. Ich fand es hier aber nicht störend, es hat mich gut unterhalten und das ist für mich das primäre Ziel. Man bekommt was man erwartet und das spannend und actionreich. Aber Achtung – auch brutal und blutig.

Hava, Hanna-Linn – Schneewittchens Geister

Autor: Hava, Hanna-Linn
Titel: Schneewittchens Geister
Verlag: Periplaneta
Erscheinungsdatum: 1. August 201
Seitenanzahl Printbuch: 332 Seiten
Genre: Fantasy
Zeitraum 05.03.20.20.03.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B06XKX2J16
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Schneewittchen heißt eigentlich Ernestine Nordmoor und mag Totenköpfe. Sie raucht, ist depressiv und eine Hypochonderin. Weil sie außerdem noch Geister sieht, ist sie in der Psychiatrie ein Dauergast.
Als sie eines Tages auf einen verdächtigen Prinzen trifft, ist nichts mehr wie zuvor.
Ernestine muss um ihr Leben fürchten, denn plötzlich ist nicht nur die böse Hexe, sondern auch gleich der Leibhaftige hinter ihr her…

Hanna-Linn Hava spinnt frech das Grimmsche Garn weiter zu einem furiosen Fantasy-Spektakel, in dem sich Dornröschen, Rotkäppchen und Schneewittchen die Klinke in die Hand geben und sich mit Geistern, Lindwürmern und allerlei wenig zimperlichen Gestalten herumschlagen müssen.

Meine Meinung

Herrlich schwarzer Humor. Das ist mal eine ganz andere Geschichte. Mit Grimm hat das ganze, meiner Meinung nach nicht zu tun. Es wird eigentlich kaum darauf hingewiesen – oder ich hab es nicht gesehen. Aber die Geschichte ist so schräg und witzig in ihrer düsteren Stimmung, man muss die Charaktere einfach mögen – selbst die Bösewichte mag man doch irgendwie. Sehr schade, dass da im Moment nichts neues von der Autorin kommt. Ich hätte noch gerne mehr von ihr gelesen – vielleicht auch von Ernestine. Es kommen auf jeden Fall soviel schräge Persönlichkeiten vor – ein einziges Schmunzeln. Aber nicht nur dass, es gibt auch noch genug Spannung.

Schreibstil: Nicht wie gewohnt. Er ist flüssig, aber durch das schwarzhumorige auch besonders. Mir gefiel er sehr gut

Figuren: Durch die Bank weg alle genial. So überzogen – eigentlich fast typisch englischer Humor.

Atmosphäre und Spannung: Schön düster aber auch sehr humorvoll. Und natürlich auch spannend, denn jemand will Schneewittchen töten.

Originalität: Ich war begeistert endlich mal was anderes zu lesen. Absolut originell.

Fazit

Empfehlenswert für alle, die den englischen schwarzen Humor mögen. Ein ganz wenig Grusel – aber eher Schmunzelfaktor. Hier nimmt sich keiner so wirklich ernst. Es macht einfach nur Spass hier zu lesen.

White, Gillian – Das Familiengrab

Autor: White, Gillian
Titel: Das Familiengrab
Verlag: dotbooks Verlag
Übersetzung: Isabella Bruckmaier
Erscheinungsdatum: 29. November 2016
Seitenanzahl Printbuch: 351 Seiten
Genre: Thriller, Drama
Zeitraum 10.02.20-17.02.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B01NAD0PXR
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Wer tief gesunken ist, kann noch weiter fallen… Die junge Shelley ist mit der Erziehung ihrer sechs Kinder völlig überfordert – und dann geschieht das Unfassbare: Ihr 11-jähriger Sohn Joey wird beschuldigt, ein Baby getötet zu haben. Die Medien wittern die Story des Jahres. Ein Aufschrei nach Vergeltung geht durch die englische Bevölkerung. Und eine öffentliche Hetzjagd auf die alleinerziehende Shelley und ihre Kinder beginnt, die gnadenlos ihre Opfer fordert…

Eiskalt, brutal – und very, very British!

Meine Zusammenfassung

Shelley gehört zur unteren Gesellschaftsschicht. Das sieht sie auch nicht so schlimm. Sie hat ja eigentlich alles unter Kontrolle. Denkt sie. Bis ihr Sohn verdächtigt wird ein Baby verbrannt zu haben. Da bekommt sie den gesamten Hass der Gesellschaft zu spüren. Sie kann nicht mehr in ihr Haus. Menschen den sie Vertraut hat, verraten sie und ihre eigenen Zweifel ihrem Sohn gegenüber belasten sie ebenfalls. Ihre fünf Kinder kommen zu einer Pflegefamilie, damit sie regelmässig Joey besuchen kann. Ihr selbst bleibt später nichts anderes übrig auch dort einzuziehen. Dort trifft sie auf ein komplett anderes Umfeld. Kein Fernsehn, kein Telefon und die Kinder halten trotzdem Ruhe. Sie sind brav und essen was auf den Tisch kommt. Shelley ist mehr und mehr verunsichert. Irgendwas scheint hier nicht zu stimmen. Und dann findet sie ein schwerwiegendes Geheimnis.

Meine Meinung

Ein Thriller würde ich das Buch nicht nennen. Ein Psychodrama, das ist es eher. Man erlebt hier die gesamte aufgewühlte Gefühlswelt von Shelley kennen. Sie hinterfragt alles und nichts. Sie und ihr Sohn sind die einzigen guten, und dann wieder doch nicht. Ein Achterbahn der Gefühle. Ziemlich oft wollte ich Shelley einfach mal nur eine reinhauen. Sie war manchmal wirklich so nervig und weltfremd. Irgendwann muss der Autorin dann eingefallen sein, dass sie ja eigentlich einen Thriller und kein Familiendrama schreibt. Die letzten Kapitel hat sie dann so rumgerissen, dass es total unreal wirkte. Nicht dass dieser Part nicht spannend war, er war nur irgendwie nicht passend. Es ging die ganze Zeit nur um die Gefühlswelt der Charaktere und wie die Umwelt auf sie und den Mord reagiert und dann auf einmal noch ein Thrill.

Schreibstil:

Der Stil war gut und flüssig. Was allerdings nervig war und mich irritierte. Viele Dialoge wurden in Kursiv dargestellt. Aber nicht alle.

Figuren:

Die Charaktere waren recht gut geschildert. Der eine Sohn der Pflegemutter hatte einen nicht unwichtigen Part in der Geschichte, ist aber nicht so richtig zur Geltung gekommen. Dieser Part mit ihm und Shelley war eigentlich unwichtig.
Atmosphäre und Spannung: Es war ein wirklich dichter Roman. Die Stimmung kippte ständig und konnte einen auch ständig mitreisen. Ich erwähnte ja schon, dass man Shelley gerne mehr als einmal richtig durchgeschüttelt hätte – das zeigt schon, dass die Atmosphäre einen mit reissen konnte

Fazit

Einen richtigen Thriller bekommt man hier nicht. Es ist eher ein Psychodrama. Ich denke, dass irgendwann der Verleger gesagt hat, dass sie doch einen Thriller schreibt, weswegen sie dann am Ende ein eher unpassenden Thriller-Part einbaute. Trotzdem ist es ein gutes Buch, das mich fesseln konnte.

Charaktere

Shelley – sie entspricht dem absoluten Klischee einer „asozialen“ Frau. Sechs Kinder, raucht, viele wechselnde Sexualpartner, schläft lange. Aber sie ist Mutter und hat einen starken Mutterinstinkt.

Joey – er hat schon früh seine Geschwister versorgen müssen. Es waren wohl schon Anzeichen eines Soziopathen zu erkennen. Er ist sehr verunsichert. Als Teenager im Alter zwischen Kind, der seine Mutter braucht und dem jungen Mann, dem alles egal ist.

Eunice Bolton – sie ist die Pflegemutter bei dem die Familie unterkommt. Ihre Erziehungsmethoden entsprechen der alten Schule. Und Shelley sieht, dass ihre Kinder gut erzogen sind, wenn sie Grenzen gezeigt bekommen. Aber Eunice hat ein dunkles Geheimnis.

John Bolton – der Familienvater mit antiquierten Frauenbild.

Edward Bolton – der Adoptivsohn. Er ist die Konstante in diesem Szenario in dem sich Shelley befindet.