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Little, Bentley – Haunted

Little, Bentley – Haunted

Autor: Bentley Little
Titel: Haunted
Verlag: Voodoo Press
Übersetzung: Verena Hacker
Erscheinungsdatum: 8. Februar 2016
Seitenanzahl Printbuch: 400 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum: 17.06.21-28.06.21
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: 3902802553 (derzeit keine Neuauflage, da der Verlag geschlossen hat)
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Bentley Little – Böse  (Keine Rezi vorhanden)

Bentley Little – Furcht – als Hörbuch (keine Rezi vorhanden)

Klappentext

Das neue Haus der Familie Perry scheint perfekt, mit Ausnahme des seltsamen Verhaltens der Nachbarn und des eigenartigen Geruchs aus der dunklen Ecke des Kellers. Leider hatte niemand die Familie gewarnt … jetzt ist es zu spät. Das Dunkle steigt bereits den Keller empor

Meine Meinung

Dave2311 schreibt hier eine sehr gute Rezi zu.

Haunted Houses – so alt wie Gruselgeschichten überhaupt. Sie werden auch immer wieder kommen. Denn jeder hat doch Angst davor, dass Jemand oder Etwas in seinem Haus ist. Deswegen ein Dauerbrenner. Ist auch kein Problem, solange alles spannend bleibt. Leider hat Bentley Little es hier überhaupt nicht geschafft Spannung aufzubauen, geschweige diese dann auch zu halten. Die Amis legen wirklich sehr viel Wert auf Show, don´t tell – ein Leitsatz für Autoren. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass ich einen Film sehe. Da wäre es auch nicht schlecht geworden. Aber lesen war einfach zu langweilig. Der Alltag der Familie wird genau beleuchtet. Auch wie sie mit dieser Spukhaussituation umgehen.

Sie hatte in ihrem Leben noch nie so viel Stress empfunden wie in den letzten zwei Wochen, und es war ein Wunder, dass sie nicht durchgedreht war. Genau das wurde in Filmen nie gezeigt, die verdrehten und komplizierten Rituale, die eingeführt werden mussten, um mit dem alltäglichen Leben in einem Spukhaus fertigzuwerden.

Dieser Geist, oder dieses Wesen taucht oft auf und terrorisiert die Bewohner auf psychischer Ebene. Aber es verpufft 3-4 Sätze später wieder. Es passiert nichts Weltbewegendes, ausser ein Wäschekorb, der ständig auftaucht und andere Dinge die bewegt werden. Die Familie wird auf jeden Fall sehr sympathisch dargestellt. Leider wird aber mehr Wert auf ihren Alltag, als auf das Spukhaus und dessen Wesen gelegt. Es gab auch einige Situationen, die blieben ungeklärt oder zu oberflächlich. Da hätte man vielleicht mehr Augenmerk drauf legen sollen, statt jede Gefühlsregung der Familie zu beleuchten.

Der Schluss war dafür noch mal gut. Zwar eher rührend als gruselig, aber wenigstens noch ein kleiner Ausgleich für die langweilige Geisterhaus Geschichte.

Schreibstil: Der Stil ist gut und lässt sich leicht lesen.

Figuren: Die Charaktere sind sehr sympathisch beschrieben. Natürlich hat so ein ausschweifender Schreibstil den Vorteil, die Personen sehr gut kennen zu lernen.

Atmosphäre und Spannung: Atmosphäre war schon manchmal düster, da das Haus ja auch sehr gut beschrieben wurde und auch die Gefühlswelt der Charaktere in ihrer unmöglichen Situation. Leider fehlte es fast vollständig an Spannung.

Originalität: Haunted Houses – da ist nicht mehr viel Originalität vorhanden. Aber man kann es trotzdem spannend verpacken.

Fazit

Leider konnte dieser Little mich nicht überzeugen. Die wenigen Spannungsmomente verpufften wenige Sätze später gleich wieder und ließen einen etwas unbefriedigt zurück. Auch das Ende, dass eher rührend, als gruselig war, konnte das nicht mehr kitten. Leider war die Geschichte doch eher langatmig statt spannend.

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Going, K. L. – Evies Garten

Going, K. L. – Evies Garten

Autor: Going, K. L.
Titel: Evies Garten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Übersetzung: Johanna Ellsworth
Erscheinungsdatum: 18. Mai 2012
Seitenanzahl Printbuch: 208 Seiten
Genre: Drama, Fantasy, Kinderbuch (Empfehlung ab 10 Jahre)
Zeitraum: 12.06.21-17.06.21
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: 3833901357
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Seit die zehnjährige Evie ihre Mutter verloren hat, kommt ihr die ganze Welt kalt, grau und leblos vor. Der Umzug in eine neblige Kleinstadt mitten im Nirgendwo macht das alles nicht besser. In diesem seltsamen Ort liegt die neue Apfelplantage von Evies Vater, auf der nur alte, knorrige Bäume stehen, die nicht mehr blühen. Doch dann findet Evie einen Freund – Alex, der behauptet, ein Geist zu sein. Ist das wirklich möglich? Und gibt es einen Grund, warum die Stadt so kalt und grau ist? Evie und Alex entdecken das Geheimnis des Nebels und der leblosen Bäume … Ein Roman voller Hoffnung und Schönheit.

Meine Meinung

Ach je – ich würde ja gerne sagen, dass ich zu alt für dieses Buch war/bin. Ich hab leider nichts aus dieser Geschichte mitnehmen können. Vielleicht kann ich mich nicht in die Trauer von Kindern hineinversetzen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Es hat alles irgendwie nicht so gepasst. Es gab soviel Elemente, die für mich jetzt nicht so Sinn machen. Ein Samenkorn, das alles verändert. Also ich hab es nicht verstanden. Eigentlich lese ich sehr gerne auch mal ein Kinderbuch. Es ist nicht so verdramatisiert wie ein Teeniebuch. Die Kinder sind witzig, abenteuerlustig und ehrlich. Das mag ich sehr gerne. Dieses Buch soll bei Trauerbewältigung helfen? Ich weiss nicht. Die vielen guten Bewertungen für diese Geschichte sprechen was anderes. Deswegen sollte wohl jeder da mal seine eigene Meinung darüber bilden. Ich persönlich würde jetzt hier keinen Trost finden. Die Fantasyelemente bzw. die Geschichte zu den leblosen Bäumen passt auch nicht zu  meinem Verständnis von Trauer. Also wie gesagt, ich verstehe die Geschichte nicht so ganz. Die einzelnen Elemente bringen für mich keinen Zusammenhang.

Schreibstil: Der Stil war sehr gut. Es liess sich sehr flüssig lesen und auch für einen Erwachsenen gut verständlich, das es echt überhaupt nicht kindlich war.

Figuren: Evi hat mich ein bisschen genervt, aber da will ich nicht zu streng sein, sie hat ihre geliebte Mutter verloren und musste umziehen, fühlt sich vom Vater nicht verstanden…also hab ich da mal ein Auge zugedrückt. Ansonsten bin ich, ausser mit der älteren Freundin der Familie, Maggie, nicht so richtig warm geworden mit den Charakteren.

Atmosphäre und Spannung: Leider fand ich es auch nicht sehr atmosphärisch oder spannend.

Fazit

Mein Fall war die Geschichte nicht. Obwohl der Stil sehr gut war, konnte ich  mich überhaupt nicht richtig einfinden in die Geschichte. Es waren zuviel Elemente, die irgendwie nicht harmonierten. Da hätte man andere Brücken bauen können. Vielleicht bin ich einfach zu Alt um da tieferen Sinn zu erkennen.

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Perkins, Stephanie – Jemand ist in deinem Haus

Perkins, Stephanie – Jemand ist in deinem Haus

Autor: Perkins, Stephanie
Titel: Jemand ist in deinem Haus
Verlag: Arena
Übersetzung: Sonja Häußler
Erscheinungsdatum: 3. April 2018
Seitenanzahl Printbuch: 344 Seiten
Genre: Jugendthriller Empfohlenes Lesealter von mir 15/16
Zeitraum: 06.06.21-12.06.21
Band einer Reihe:
ASIN:B07BKPJXB2
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Klappentext

Nervenkitzel, eiskalt!
JEMAND beobachtet dich. JEMAND kennt all deine Geheimnisse. JEMAND ist in deinem Haus!
Eine grausame Mordserie hält den kleinen Ort Osborne in der Einöde Nebraskas in Atem. Haley Whitehall ist das erste Opfer. Doch nach und nach werden auch andere Schüler der Highschool von einem nahezu unsichtbaren Täter angegriffen …

Der grausame Mörder kennt die Gewohnheiten und Lebensverhältnisse seiner Opfer genau und versucht, sie mit einem perfiden Katz- und Maus-Spiel um den Verstand zu bringen. Makani rätselt mit ihren Freunden über das Motiv des Täters – und fürchtet, dass er auch sie ins Visier nehmen wird. Denn Makani hat selbst ein dunkles Geheimnis, von dem niemand etwas weiß, und das ihr nun zum Verhängnis werden könnte.

Meine Meinung: Ich denke so langsam bin ich dann doch zu alt für die Probleme der Teenager. Das Buch so ist eigentlich recht spannend. Also die Mordszenen und auch die Verfolgung. Allerdings fand ich die Szenen dazwischen dann doch zu langweilig. Es wird keine Ermittlungsarbeit getätigt, was auch ein bisschen an Spannung erzeugen würde. Es geht doch dann um die Probleme, die Teenager so ab 15, ungefähr haben. Eltern, Beziehung, Schule, Mobbing. Da bin ich doch draussen. Vielleicht noch wenn Kinder in dem Alter im Haus leben um vielleicht einen Einblick in ihr Gefühlsleben zu bekommen. Die Morde waren dafür um so spannender. Leseempfehlung ab 14 finde ich da vielleicht bisschen zu früh. Frühestens ab 15. Für Jugendliche eine spannende Lektüre, für Erwachsene vielleicht nicht mehr ganz so interessant.

Schreibstil: Der Schreibstil war angenehm. Trotzdem es ein Jugendthriller war, konnte man dem ganzen gut folgen.
Figuren: Die Hauptcharaktere fand ich ganz gut gelungen und man konnte sich ihnen auch öffnen. Die Freunde fand ich jetzt nicht so spannend, ich denke austauschbar.

Atmosphäre und Spannung: Ein Hoch und Tief. Die Morde waren sehr spannend und vermittelten eine starke Atmosphäre, der Rest war für mich eher langweilig und unwichtig. Mir hat so bisschen auch der Thrill gefehlt, dass der Mörder in die Häuser eingedrungen ist um seine Opfer zu verunsichern. Das ging irgendwie unter.

Originalität: Nichts was man nicht schon in etlichen Filmen gesehen hat. Allerdings fand ich den Grund des Mörders ziemlich gut. Mal was anderes.

Fazit

Es ist ein Jugendthriller, das darf man hier nicht aus den Augen lassen. In meiner Teenagerzeit wäre ich begeistert gewesen über die Spannung und dann auch die Probleme, die ja auch meine waren, teilweise. Als Erwachsener hatte ich Spass an den Morden, die waren sehr spannend, allerdings die Probleme der Teenies haben mich dann doch eher gelangweilt. Deswegen würde ich für Erwachsene eine vorsichtige Empfehlung aussprechen, für Zwischendurch schon mal geeignet.

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Triana, Kristopher – Geh und finde den River Man

Triana, Kristopher – Geh und finde den River Man

Autor: Triana, Kristopher
Titel: Geh und finde den River Man
Verlag: Festa
Übersetzung: Stephanie Pannen
Erscheinungsdatum: 03.05.2021
Seitenanzahl Printbuch: 256 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum: 29.05.21-06.06.21
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: Keine, da limitierte Sammlerausgabe.
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Triggerwarnung: Vergewaltigung, Inzest, Gewalt, Brutalität

Klappentext

Fans. Groupies. Stalker. Diese Leute würden alles tun für ihre Idole, seien es Rockstars, Schauspieler … oder sogar Serienmörder.
Lori ist so eine Fanatikerin. Ihre Besessenheit gilt Edmund Cox, einem Sadisten, der mehr als 20 Frauen abgeschlachtet hat. Sie hat eine Beziehung zu Cox aufgebaut, um ihn im Gefängnis besuchen zu dürfen.
Als der Mörder sie auf eine Reise schickt, nimmt Lori die Aufgabe begeistert an. Sie soll in der Hütte von Cox einen Schlüssel holen, um ihn einer mysteriösen Gestalt zu geben, die nur als der River Man bekannt ist.
Ist der River Man real oder nur eine urbane Legende? Lori wird erfahren, dass er definitiv kein Mensch ist – zumindest nicht mehr.

»Er ist einfach der River Man. Er ist auf keiner Karte zu finden. Hat eine Hütte, aber keine Adresse. Der Fluss ist sein Zuhause. Folge der Strömung flussabwärts. Du wirst ihn finden, wie ich ihn gefunden habe. So, wie er meine Lori finden wird.«

Meine Meinung

Dieses Buch geht wirklich tiefer, als man von einem Horrobuch erwarten würde. Erstmal mag ich sowieso, wenn man mal andere Fabelwesen oder Monster kennen lernt und nicht die typischen Vampire, Werwölft, Zombies und Co. Hier haben wir einen Mythos, der Wünsche erfüllt, aber dafür das schlimmste von dir will. Dein dunkles Ich. In diesem Buch ist der eigentliche Horror der Weg zum River Man. Lori hat sich in sich zurückgezogen und hofft auf ein bisschen Ruhm durch den Kontakt zu Ed. Dieser hat sie auf eine dunkle Reise geschickt. Wir lernen Lori und Loris Gefühlswelt kennen. Und die ist wirklich dunkel. Missgunst, Hass, Neid beherrscht ihre Jugend und das vergraben in ein normales Leben birgt tiefe Unzufriedenheit. Deswegen. Tief berührt einen Loris Gefühlswelt. Aber ganz unblutig und ohne Brutaltiät geht es nicht. Gegen Ende spitzt sich das dann zu und wird bisschen abgedreht. Ich fand es war ein wahrer Pageturner und finde schade, dass man es nur in englischer Version kaufen kann, da es im deutschen nicht als Ebook erscheinen wird. Und die Printausgabe nur als limitierte Sonderausgabe erhältlich war. Ich hab es ausgeliehen bekommen.

Schreibstil: Der Stil war sehr gut und flüssig. Man konnte trotz einiger Zeitsprünge gut folgen.

Figuren: Hauptcharaktere sind Lori und ihre Schwester Abby, die trotz dem sie die Ältere ist kindlich im Geiste ist und ein Pflegefall. Beide Charaktere waren wirklich gut dargestellt. Man konnte sich sehr gut in beide einfinden. Die Nebencharaktere konnten einen aber auch überzeugen.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre fand ich sehr bedrückend und dadurch, dass wir uns ständig in Loris Gedankenwelt befanden auch sehr düster und verbittert. Aber auch der Weg zum River Man war gruselig. Ein dunkler Wald und kleine Hütten mit verschrobenen Einsiedlern. Spannung war hier sehr hoch.

Originalität: Ich fand schon die Idee mit dem River Man einfach originell. Ein neues Monster, das man kennen lernt. Und nicht nur der River Man, sondern auch die in einem selbst.

Fazit

Ein tiefgehender Horror begleitet einem beim Lesen. Bei manchen Pausen musste ich manchmal so an meine Gedanken denken und die sind auch nicht immer in Regenbogenfarben gehüllt. So manchmal kann man sich fast in Lori erkennen. Nicht das extreme, aber ich fand manches beängstigend bekannt. Ich fand, der wahre Horror dieses Buches war der Weg zum River Man. Ein psychologisch eng und bedrückender Roman.

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Fitzharris, Lindsey – Der Horror der frühen Medizin

Fitzharris, Lindsey – Der Horror der frühen Medizin

Autor: Fitzharris, Lindsey
Titel: Der Horror der frühen Medizin
Verlag: Suhrkamp Verlag
Übersetzung: Volker Oldenburg
Erscheinungsdatum: 9. Juli 2018
Seitenanzahl Printbuch: 276 Seiten
Genre: Horror, Thriller, Sachbuch
Zeitraum: 11.05.21-29.05.21
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B076VSNMZJ
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Grausig sind die Anfänge der Medizin: Leichenraub, blutige Operationen wie Kirmesspektakel, Arsen, Quecksilber, Kokain als verschriebene Heilmittel. Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Unwissen der Ärzte sagenhaft, wie sie praktizieren, ein einziger Albtraum. Bis ein junger Student aus London mit seinen Entdeckungen alles verändert … Lindsey Fitzharris erzählt vom Leben dieses Mannes und vom Horror, den ein einfacher Arztbesuch damals bedeutete – schaurig, unterhaltsam, erhellend.

Als Joseph Lister 1844 sein Studium in London beginnt, ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung desaströs: Die Krankenhäuser sind überfüllt und verseucht. Um aufgenommen zu werden, müssen Patienten genug Geld für die eigene Beerdigung mitbringen. In den Operationssälen arbeiten Chirurgen in Straßenklamotten vor schaulustigem Publikum. Warum fast alle Patienten sterben, wie sich Krankheiten ausbreiten, darüber herrscht nicht im Geringsten Einigkeit, nur hanebüchene Theorien. Joseph Lister wird Chirurg, er will ganz praktisch helfen. Und von Neugier und hellem Verstand geleitet, entwickelt er eine Methode, die das Sterben vielleicht beenden kann …

Meine Meinung

Dieses Buch ist faszinierend. Man kann es nicht einfach so ratz-fatz durchlesen. Es geht schon ein bisschen an die Nieren, da es der Realität entspricht. Die Bedeutung Operation gelungen – Patient tot hat hier seinen Ursprung. Natürlich weiss man aus diversen Filmen/Serien/Romanen, dass die Verhältnisse der Medizin echt übel war – aber hier bekommt man gezeigt wie schlimm es wirklich war. Die Todesrate war schon fast bei 100% Krankenhäuser waren Totenhäuser. Man hatte eher die Chance zu Hause zu überleben als in einem Krankenhaus. Aber diese Behandlung war nur für Reiche. Wir können uns bei Lister bedanken, dass er aufmerksam war und sich Gedanken darüber gemacht hat, wie man denn die Postoperative Genesung überlebt. Krass ist auch die Medizinkollegen, die so lange sich gegen den Fortschritt und die Beweise gewehrt haben. Aber im Endeffekt hat der Erfolg gesiegt und wir müssen nicht mehr in diese Elenden Behandlungen zurück.

Schreibstil: Man muss sich erst ein bisschen dran gewöhnen. In dem Buch werden viele Briefe zwischen den einzelnen Parteien veröffentlich. Teilweise Auszüge oder auch Veröffentlichungen. Dazwischen wird immer wieder der normal erzählt. Es ist manchmal ein bisschen trocken – aber nicht so schlimm wie bei einem reinen Sachbuch. Hier kommt der Stil in Romanform doch gut zur Geltung.

Figuren: Da es eher in einem sachlichen Ton gehalten wird und auch nicht soviel Privates der Personen erzählt wird, bleiben die Personen doch eher unpersönlich und man kann sich nicht so mit ihnen identifizieren. Auch kommt hier die englische Steifheit der Charaktere sehr deutlich zu Tage. Diese ständige höfliche aber arrogante Art der Elite ist echt faszinierend und nervig.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist wirklich sehr düster und auch ein bisschen eklig, da man auch die OP-Methoden erzählt bekommt. Es ist wirklich sehr bedrückend, dass die Menschen früher für viele Chirurgen einfach nichts Wert waren.

Originalität: Ich finde es sehr gut, dass hier ein Sachbuch ein bisschen als Roman aufgebaut ist. Denn als reines Sachbuch, das voll mit Fachausdrücken wäre, würde es kaum den Markt bedienen. So kann sich jeder, der Interesse an der frühen Medizin hat, hier gut zurecht finden. Die wenigen Fachausdrücke sind sehr gut erklärt und man fühlt sich nicht aussen vor.

Fazit

Ein Buch, das auf jedenfall jeder Mediziner lesen sollte um die Anfänge und die Bereicherungen richtig zu schätzen weiss. Aber auch für jeden anderen ausserhalb des Medizinischen Bereiches eine interessante Lektüre. Wir können uns bedanken, dass wir heute leben. Wir können Danke sagen für Ärzte wie Listner und Patienten, die für uns gestorben sind. Dieses Buch geht manchmal schon ein bisschen an die Nieren, da die Behandlungsmethoden mit unserem modernen Wissen nicht nachvollziehbar ist. Es ist aber wirklich nicht für Zartbesaitete. Es ist blutig, eklig aber sehr, sehr interessant.

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Restucci, Rich – Ein Zombie kommt selten allein

Restucci, Rich – Ein Zombie kommt selten allein

Autor: Restucci, Rich
Titel: Ein Zombie kommt selten allein
Verlag: Luzifer Verlag
Übersetzung: Jaqueline Schiesser
Erscheinungsdatum: 9. November 2020
Seitenanzahl Printbuch: 316 Seiten
Genre: Horror, Zombies
Zeitraum: 26.04.21 – 11.05.21
Band einer Reihe: Noch nichts bekannt, aber endet mit Cliffhanger
ASIN: B08L83XL35
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Ein Ex-Sträfling mit großer Klappe, eine schießwütige Teenagerin und ein blitzgescheiter Hüne stolpern in eine Zombieapokalypse …

Unverhofft aus einem Gefangenentransporter entlassen zu werden, ist an sich eine gute Sache. Dumm nur, wenn der Grund dafür Horden geistloser, blutrünstiger Zombies sind. Diese haben die ganze Welt in ein Irrenhaus verwandelt, in dem es nur noch ums Überleben geht.
Aber wer sagt, dass man das ganze Elend nicht auch mit Humor nehmen kann? Vor allem, wenn der Protagonist schneller mit Pointen um sich schießt als das beste Maschinengewehr …

Meine Meinung: Bei Zombieromanen braucht man sich nichts vormachen – da gibt es wenig neues, aber es kann trotzdem auch spannend sein. Man kennt die Geschichten. Eigentlich geht es meistens um die Überlebenden und wie sie sich verhalten. Hier ist es tatsächlich so, dass die Zombies im Vordergrund stehen. Das menschliche Verhalten wird eigentlich kaum beleuchtet. Das Buch ist in Form eines Tagebuches, oder Romanes geschrieben. Ich muss jetzt zugeben, dass ich nicht mal weiss, ob der Kerl einen Namen genannt hat. Oder soll es der Autor selbst sein. Also da bin ich jetzt überfragt. Eins ist sicher – ich habe mich durch das Buch gequält. Wie gesagt ist es nicht die Story – da erwarte ich nicht viel neues. Aber der Stil. Ich konnte einfach mit diesem gezwungenem Humor nichts anfangen. Es war einfach anstrengend. Ständig wurden dumme Spruche geklopft, die einfach plump waren. Ich mag in einem Horrorroman Humor sehr gerne, aber das war einfach nur unelegant. Vielleicht hat auch die Übersetzung dem ganzen ein bisschen das Lockere genommen. Das weiss ich natürlich nicht. Dann zur Krönung, und das ist ein Grund warum ich mir echt überlege noch Bücher vom Luziferverlag zu beziehen, ein Cliffhanger. Und Luzifer Verlag ist bekannt dafür, dass Fortsetzungen oft nicht übersetzt werden. So. Jetzt steh ich da. Ein Cliffhanger von einem Buch, das ich eigentlich nicht gut fand und dadurch eventuell die Fortsetzung lesen werde….eventuell. Da bin ich mir noch nicht sicher. Da die Rezis zu diesem Buch fast alle positiv sind, würde ich potentiellen Interessenten empfehlen die Leseprobe zu nehmen.

Schreibstil: Ansich war der Stil nicht schlecht. Es war flüssig zu lesen. Teilweise war der Autor vulgär, aber nicht mehr, als man es im Alltag ist und unter diesen Umständen auch versteht. Nervig war der erzwungene Humor. Die Sprüche waren einfach plump und haben den Lesefluss gestört.

Figuren: Eigentlich bin ich mit keinem so richtig warm geworden. Ich mag zwar zuviel Beschreibungen der Charaktere nicht, aber hier hätte es vielleicht doch noch reinpassen müssen um sich mehr mit den Personen zu identifizieren. Ich finde sie bleiben alle ein bisschen blass und oberflächlich.

Atmosphäre und Spannung: Viel Spannung kam eigentlich nicht auf. Vielleicht wegen des schon erwähnten Stils.

Originalität: Es gibt wenig, was bei einem Zombieroman noch originell ist. Manche Autoren schaffen es, ein paar interessante Funken rein zu bringen. Man sollte nichts neues erwarten.

Fazit

Ein Zombieroman bringt nicht mehr viel Neues zu Tage. Was aber nicht schlimm ist. Es geht um die Spannung die einen dazu bringt erneut zuzugreifen. Leider ist das hier ein bisschen auf der Strecke geblieben. Ich habe mich ziemlich durch das Buch gequält. Der Autor hat versucht die Geschichte mit Humor aufzulockern. Das ist leider echt schief gegangen. Der erzwungene und plumpe Humor war hier einfach nur nervig. Schlimm ist noch, dass das Buch mit einem, für Luzifer-Verlag oft üblichen, Cliffhanger endet und ich noch nicht heraus gefunden habe ob es fortgesetzt wird und dann auch übersetzt.

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Ashly, Moira – Das Geheimnis von Frazer Manor

Ashly, Moira – Das Geheimnis von Frazer Manor

Autor: Ashly, Moira
Titel: Das Geheimnis von Frazer Manor
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 15. Januar 2019
Seitenanzahl Printbuch: 250 Seiten
Genre: Mystery
Zeitraum: 10.03.21-15.03.21
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B07MVLC8BY
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

In Amerika schließen zwei obdachlose Männer Freundschaft. Sie teilen viel miteinander, jedoch gibt es ein Geheimnis, welches das Leben des Einen vollkommen verändern und das des Anderen beenden wird.

Viele Jahre später finden die Seelen der beiden Männer in Annie Forster eine Verbündete. Gemeinsam mit ihr decken sie ein altes Familienschicksal auf. Da Annie allerdings überhaupt nicht an Geister glaubt, braucht es zunächst eine Weile, bis sie endlich begreift, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als sie sich jemals vorstellen konnte.

Auf ihrer abenteuerlichen Reise begleitet sie ein Arbeitskollege, den sie eigentlich nie richtig wahrgenommen hat. Sie kommen dem Geheimnis um das Schicksal der beiden Männer immer näher. Ein Schicksal, das vor mehr als hundert Jahren seinen Anfang genommen hat.

Meine Meinung

Eigentlich ist hier Mysteryroman falsch angegeben. Es ist eher ein Familiendrama. Und Grund ist wie so gerne Neid und Habgier. Jedes Jahr zu Weihnachten kommt ein einsamer Gast in das Gasthaus. Checkt ein und ist am nächsten Morgen verschwunden. Man sagt sich seit mindestens hundert Jahren. Annie ist Journalistin. Ihre Zeitung hat auch eine sehr erfolgreiche Geisterkolumne. So ist sie natürlich von der Geschichte des geheimnisvollen Besuchers gleich gefesselt. Bei ihrer Reise kommen so einige Geheimnisse zu Tage. Ein bisschen romantisch wird es auch. Es ist eine sehr rührende Geschichte die insgesamt über mehrere Generationen geht. Am Anfang lernen wir die beiden Obdachlosen kennen von denen einer brutal ermordet wird. Jahrzehnte später tritt dann Annie auf den Plan. Ein Geist, der wirklich sehr inaktiv ist, bringt so manchen Hinweis. Meistens kommen die Protagonisten aber selbst auf die Lösung und der Geist ist so eigentlich überflüssig. Es kommt so auch keine Spannung oder gar Grusel auf. Manche Passagen haben sich sogar ein bisschen gezogen.

Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm und flüssig.

Figuren: Die Charaktere sind gut gelungen. Man kann sich gut in sie einfinden und mit ihnen gehen beim Lesen

Atmosphäre und Spannung: Mir war es etwas zu wenig Grusel, bzw eigentlich keiner, da der Geist eher eine Statistenrolle inne hatte. Trotz dem es sich eher um eine Familientragödie als um ein Gruselroman handelt, kamen trotzdem auch spannende Elemente vor.

Originalität: Eigentlich nichts aufregendes.

Fazit

Leider wurde ich hier etwas enttäuscht. Habe ich mich auf einen Grusel/Schauerroman gefreut, habe ich eine Familientragödie bekommen. Der Geist war hier eher ein Statist, der die Geschichte wenig voran gebracht hat. Ein paar Hinweise, die er gegeben hat, waren hilfreich – ansonsten war er eher unwichtig. Bisschen romantisch wird es. Spannung ist schon vorhanden, da hier ein Familiendrama entschlüsselt wird. Überzeugen konnte mich die Geschichte leider nicht.

 

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Ripley, Ron – Berkley Street 01 – Berkley Street

Ripley, Ron – Berkley Street 01 – Berkley Street

Autor: Ripley, Ron
Titel: Berkley Street
Verlag: Scare Street
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2020
Seitenanzahl Printbuch: 231 Seiten
Genre: Mystery, Horror
Zeitraum: 03.03.21-05.03.21
Band einer Reihe: Berkley Street
ASIN: B08BZW4B8F
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Ein verlassenes Haus. Das vergessene Böse. Trautes Heim…

Shane Ryan kehrt nach Nashua zurück – zu den Kindheitserinnerungen, die ihn überhaupt erst dazu bewegten, den Marines beizutreten. Nach einem langen Rechtsstreit mit seiner Tante und seinem Onkel besitzt Shane nun das Familienhaus, in dem seine Eltern vor über 20 Jahren verschwanden. Das Haus – ein monströses Schloss voller Geister und Geheimnisse – ist lebendiger als seine Bewohner.

Als seine Tante und sein Onkel die Stadt besuchen und dann verschwinden, wendet sich Shanes Leben zum Schlechteren. Detective Marie Lafontaine sieht in Shane sofort den Hauptverdächtigen. Und in einem Rennen gegen die Zeit sucht Shane verzweifelt nach Hinweisen auf den Verbleib seiner Eltern.

Aber etwas lauert hinter den Wänden und unter der Oberfläche. Etwas Unheilvolles, das ihn verfolgt, seit er sein Gesicht im Teich hinter dem Haus gesehen hat. Und es ist nicht erfreut darüber, dass Shane zurückgekehrt ist.

Es ist ganz und gar nicht erfreut.

Meine Meinung:

Ich war so neugierig. Ron Ripley hat hier Bücher auf den Markt geworfen – eine Reihe nach der anderen, ich musste endlich mal eines davon lesen. Und ich war überrascht – es war sogar gut. Im Moment gibt es eine neue überarbeitete Ausgabe, bei der mir das Cover noch besser gefällt. Aber wichtig ist der Inhalt. Shane kommt nach Jahren in das Haus seiner Kindheit zurück. Seiner Kindheitstraumata. Nicht alle Geister in diesem Haus freuen sich, dass er wieder da ist. Aber er hat was zu erledigen. Gruselig fand ich es nicht, aber es war sehr spannend. Shane ist auf der Suche nach seinen Eltern, die in dem Haus verschwanden. Aber dieses Haus ist nicht das was es zu sein scheint. Ein böser Geist hat sich eingenistet und strukturiert das Haus nach seinen wünschen. Es hinterlässt so einen kleinen Schauer und man will dann auch noch den Rest der Reihe lesen.

Schreibstil: Flüssig und leicht.

Figuren: Shane ist eigentlich ein Charakter den ich nicht so mag. Mit irgendwas behaftet…aber anders geht es in dieser Geschichte nicht. Er kommt ja auch deswegen zurück in das Haus. Die weiteren Personen finde ich auch recht gut getroffen. Vorallem bin ich gespannt wie sehr sich die Polizistin hier noch einbringt.

Atmosphäre und Spannung: Spannend und auch ganz leicht gruselig. Bisschen mehr hätte ich nichts dagegen, aber es ist schon bisschen aufregend.

Originalität: Haunted House sind nicht mehr wirklich originell. Mir geht es dann eher ist es spannend und das ist es.

Fazit

Ein spannendes Heimkommen für Shane. Er ist so nett und nimmt uns in sein Haunted House mit. Da dürfen wir ihn auf der Suche nach seinen Eltern begleiten und erleben so manche Überraschung in diesem Haus. Für Gruselanfänger auf jeden Fall geeignet. Nicht blutig und mässig brutal. Genau das richtige für gemütliche Kaminabende im Herbst.

 

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Konrath, J. A – .Das Angstexperiment

Konrath, J. A – Das Angstexperiment

Autor: Konrath, J. A
Titel: Das Angstexperiment
Verlag: Edition M
Übersetzung: Kerstin Fricke
Erscheinungsdatum: 6. Juni 2017
Seitenanzahl Printbuch: 322 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum: 04.03.21-09.03.21
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B06XWB441M
Bereits gelesene Bücher des Autors:  Kilborn, Jack – Das Hotel

Klappentext

Eine Million Dollar: So viel bekommt jeder von ihnen, wenn er eine einzige Nacht in dem Butler-Haus überlebt, diesem Ort des Schreckens. Unvorstellbar sadistische Morde wurden hier begangen, seitdem soll etwas Böses in dem alten Gemäuer spuken. Für die acht Testpersonen kein Problem, glauben sie: Sie haben gelernt, sich zu verteidigen.

Das Experiment beginnt – und das Grauen erwacht. Etwas greift sie an, nimmt sie gefangen, weckt in ihnen Angst jenseits aller Vorstellungskraft. Aber sind es wirklich Geister, die ihren Tod wollen? Oder ist es etwas Reales? Sie haben nur zwei Möglichkeiten, um der Panik und dem Schmerz zu entkommen: möglichst schnell zu sterben. Oder zu kämpfen …

Meine Meinung

Splatter in Buchformat. Aber das kennt man eigentlich von Kilborn/Konrath. Wer seine Bücher aufschlägt muss wissen, das hier gesplattert wird. Und es wird immer spannend. Überzogen, definitiv, aber auch extrem spannend. Das besondere an diesem Buch ist, dass Kilborn/Konrath überlebende aus seinen anderen Büchern noch mal auftreten lässt. Alle haben schlimmstes überlebt und haben mit den Folgen zu  kämpfen. Hier können sie vielleicht Heilung finden, oder den Tod? Wer in das Butler Haus eintritt wird auf jeden Fall einiges erleben. Man braucht nicht die Bücher der Überlebenden zu lesen um hier mit zu kommen. Die Fälle werden erwähnt und auch bisschen drauf eingegangen – ist vollkommen ausreichend für hier.

Schreibstil: Flüssig, man kann gut folgen.

Figuren: Ich kannte jetzt nur ein Paar aus dem Buch Hotel, aber die anderen fand ich auch gut dargestellt. Man konnte sich eigentlich ganz gut in die Personen einfügen. Natürlich hat man zu denen, die man schon kennt ein intensiveres Gefühl, aber auch die anderen waren gut dargestellt.

Atmosphäre und Spannung: Action, Spannung, Blut, Gewalt. Alles vorhanden, was ich in solch einem Buch erwarte.

Originalität: Originell fand ich die Idee alle Überlebenden noch einmal auftreten zu lassen. Die Geschichte ist nichts was man nicht in irgendeinem Film schon mal gesehen hat – aber spannend zu lesen.

Fazit

Wer ein Buch von Kilborn/Konrath aufschlägt muss wissen, dass einem hier nur Blut und brutale Szenen erwarten. Deswegen braucht man hier auch nicht auf Tiefe und Sinn zu hoffen. Hier will man einfach absolute Spannung und Action – ein paar Leichen und das Menü kann serviert werden. Spannend und Atemraubend waren die Stunden, die ich im Butler Haus erleben durfte. Tritt ein wenn du dich traust.

 

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Bowman, William E. – Die Besteigung des Rum Doodle

Bowman, William E. – Die Besteigung des Rum Doodle

Autor: Bowman, William E
Titel: Die Besteigung des Rum Doodle
Verlag: Rogner & Bernhard
Erscheinungsdatum: 30. März 2013
Seitenanzahl Printbuch: 196 Seiten
Genre: Humor, Satire
Zeitraum: 10.04.21-18.04.21
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B01N9NZE7Y
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

»Die Besteigung des Rum Doodle« ist eine grandiose Bergsteigersatire aus den 50er Jahren, die niemals auf Deutsch erschienen ist. Das Buch genießt Kultstatus in Alpinistenkreisen und führte sogar dazu, dass ein ganzer Berg in der Antarktis »Rum Doodle« getauft wurde.
Erzählt wird die abenteuerliche Geschichte einer Expedition, bei der so gut wie alles schief geht. Der Expeditionsleiter, ein ehrgeiziger und nicht zu beirrender Herr, ist mit der Zusammenstellung eines geeigneten Teams beauftragt. Er rekrutiert sieben sehr britische Gentlemen. Doch bald zeigt sich, dass keiner von ihnen seiner Aufgabe gewachsen ist. Der Navigator findet trotz Einsatz eines Kompasses nicht zum Ort der Vorbesprechung in London. Der Arzt ist ständig krank. Der Hauptkletterer leidet an Antriebslosigkeit. Die Qualitäten des Kochs spotten jeder Beschreibung. Der Übersetzer versteht die Sprache der Einheimischen nicht, und es werden 30 000 statt 3 000 Träger engagiert. Ein Missgeschick jagt das nächste und am Ende, na klar, haben sie den falschen Berg bestiegen.

Meine Meinung

Das ist mal was anderes. Ein Buch, das so richtig englischen Humor hervorbringt. Und auch die englische Höflichkeit ist so amüsant hier erzählt. Ich hab schon das ein oder andere mal lachen können. Allerdings fand ich den Humor gegen Ende dann doch auch ein bisschen nervig und froh dann doch fertig zu sein. Es ist ein wirklich amüsantes Buch. Ein Wunder, dass überhaupt irgendein Berg bestiegen wurde. Das Team hatte sich mehr getrennt auf der Besteigung befunden, als als Gruppe. Also es war schon wirklich amüsant. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es vielleicht als Hörbuch ein bisschen besser ist. Das werde ich irgendwann mal testen. Auf jeden Fall ist es mal was ganz anderes und bringt einen ein bisschen aus dem Trott.

Schreibstil: Mit dem Stil hatte ich Anfangs etwas Schwierigkeiten. Auch mittendrin fand ich ihn etwas schwierig – man konnte nicht ganz so flüssig lesen.

Figuren: Mit den Charakteren bin ich nicht so richtig warm geworden. Ich musste auch immer überlegen wieviele denn jetzt eigentlich bei der Besteigung dabei waren. Ich hatte auch immer bisschen Probleme die Namen den Charakteren zuzuordnen. Das fand ich echt manchmal schwierig. Hier fehlte irgendwie so ein bisschen ein Bezug zu den Personen.

Atmosphäre und Spannung: Also Spannung war keine vorhanden, das sollte man hier ja auch nicht erwarten. Die Atmosphäre war sehr skurril. Ich befand mich zwischen Lachen und genervt sein.

Originalität: Witzig fand ich eigentlich das Vorwort von Bryson. Er erklärt wie er zu dem Buch kam und auch ein bisschen Hintergrund zu der Entstehung und Vermarktung. Es ist schon originell, dieses Buch. Es ist einfach mal anders.

Fazit

Man sollte meinen das wäre ein Buch, das sich einfach mal so zwischen drin lesen lassen könnte. Fand ich jetzt nicht. Es war bisschen schwierig mit dem Stil und die Personen machten mir bisschen Probleme. Trotzdem wurde ich recht gut unterhalten. Es war so schräg, dieses Team zu begleiten. Der Humor war typisch englisch. Bis er mich am Ende etwas nervte und ich froh über das Ende war. Nicht unbedingt ein Buch zum zwischendurch lesen. Aber auf jeden Fall um mal auf andere Gedanken zu kommen.