Genar, Katarina – Der Rubinrote Mantel

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Autor: Genar, Katarina
Titel: Der Rubinrote Mantel
Verlag: Urachhaus
Erscheinungsdatum: 2. Oktober 2015
Seitenanzahl Printbuch: 127 Seiten
Genre: Drama, Mystery
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 29.12.16 – 30.12.16
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Nein

Worum es geht Livia bekommt zu ihrem 11. Geburtstag einen rubinroten Mantel aus einem Antiquariat. Sie findet heraus, dass dieser Mantel einem Mädchen in ihrem Alter gehörte, das verstarb und sie entwickelt eine Beziehung zu ihrem Grab.
Wo: Schweden

Klappentext:

Steckt eine Seele in jedem Ding?
Die magische Geschichte eines Mantels

Zu ihrem 11. Geburtstag bekommt Livia einen roten Mantel. Er stammt aus einem kleinen Antikladen und ist etwas altmodisch, aber er schmiegt sich ihr passgenau an und schwingt herrlich beim Gehen.
Mit geheimnisvoller Kraft lässt er sie neue Wege einschlagen, Zeit und Ort vergessen – und verbindet sie schließlich mit dem Schicksal jenes Mädchens, dem er Jahrzehnte vorher gehörte …
Neben dem Jetzt der elfjährigen Livia taucht in Tagebuchaufzeichnungen aus dem Jahr 1932 das Damals der elfjährigen Elin auf, der ursprünglichen Besitzerin des Mantels. Ob es wirklich magische Kräfte sind, die den Mantel zu Livia und sie zu seiner Geschichte führen, lässt Katarina Genar jedoch in der Schwebe.
Die Magie liegt vielmehr in ihrer Erzählkunst: Spannend, ungekünstelt und voller Wärme stellt sie auf wenig Raum Charaktere und Schicksalszusammenhänge dar, die berühren und faszinieren.

Die Handlung hat mich sofort gefangen genommen. Livia ist ein wirklich nettes Mädchen, das früher ihre beste Freundin, Karla, als Nachbarin hatte. Nach einer Scheidung zog die Freundin dann weg. Aber sie sehen sich noch regelmässig in der Schule oder Mittags. Dann bekommt Livia diesen schönen Mantel geschenkt und verliebt sich sofort in ihn. Aber er scheint nur für sie gedacht zu sein, denn ihre Freundin kann ihn nicht tragen, da er kratzt und unbequem ist. Dies erfahren sie auch von der Antiquitätenhändlerin. Da der Mantel schon einigemale aus diesem Grund zurück gebracht wurde. Livia nutzt als Schulweg immer die Abkürzung über den Friedhof. Sie hat keine Angst. Irgendwas zieht sie zu einem bestimmten Grab. Elin Hedberg 1921-1932. Sie ist entsetzt, Elin wurde nur 11 Jahre. So wie sie jetzt. Livia entwickelt eine Obsession diesem Grab gegenüber. Sie schmückt es und besucht es täglich. Dadurch wird sie unzuverlässig. Eines Tages trifft sie einen alten Mann an dem Grab, der etwas verwirrt erscheint. Er kommt aus dem in der nähe liegenden Seniorenheim. In den zwischen Kapiteln lernen wir Elin kennen. Sie hat ein Tagebuch bekommen und wir erfahren, dass sie ein sehr einsames Mädchen ist. Sie ist an einer sehr ansteckenden Krankheit und alle Menschen halten sich fern. Eines Tages bekommt sie ein Geschenk von einem Mann mit Schlapphut. Der rubinrote Mantel. Und dieser hält sie in den kalten Tagen schön warm. Sie möchte gerne wissen wer es ist. Sie bekommt einen neuen Nachbarn. Sie haben einen Jungen – Edvin. Er wird Elins bester Freund. Sie schreiben sich ständig Briefe. Und er will herausfinden, was es mit dem Mann zu tun hat. Als er es dann endlich herausfindet ist es zu spät. Wird das Geheimnis gelüftet? Der Schreibstil ist sehr fesselnd und man kann sich gut hineinversetzten. Die Atmosphäre ist spannend aufgebaut, da man unbedingt wissen will, wie die beiden Mädchen zusammenpassen. Man ist wirklich gefesselt, denn durch die Zwischenkapitel mit dem Tagebucheintrag von Elin wird sehr gut Spannung aufgebaut. Ich fand die Geschichte originell. Kann es sein, dass Gegenstände, die Seele der Besitzer übernehmen? Wieso nicht. Ist irgendwie ein schöner Gedanke, dass man etwas in seine Liebsten Habseligkeiten zurücklässt.

Fazit:

Das Buch hat mich sofort gefesselt. Der Schreibstil führte dazu bei und auch die Spannung ob da vielleicht etwas magisches und mystisches dabei ist. Die Auflösung des Rätsels um den rubinroten Mantel war traurig schön. Ein schöner Lese-Jahresabschluss

4,5 von 5

Charaktere

Livia: Der Hauptcharakter. Sie bekommt zu ihrem 11. Geburtstag diesen rubinroten Mantel. Sie ist ein wirklich nettes Mädchen. Aufmerksam und Hilfsbereit.

Klara – Livias beste Freundin. Als sie die Geschichte erfährt steht sie voll hinter Livia

Elin – Das Mädchen, dem der Mantel vorher gehört hat. Leider ist sie nicht sehr glücklich. Eine Tuberkolose verdammt sie zum Tod. Und da alle Angst vor der Ansteckung haben wird sie von allen gemieden.

Edvin – Elins bester Freund. Leider können sie nur per Brief Kontakt zu einander haben. Er hilft ihr herauszufinden von wem sie den Mantel bekommen hat und als er älter ist trifft er auf Livia

Der Mann mit dem Schlapphut –  Er schenkt Elin den Mantel – Er ist ihr Vater.

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Gilmore, Ashley – Princess in love 09 – Sandy Claus – Santas Tochter

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Autor: Gilmore, Ashley
Titel: Sandy Claus – Santas Tochter
Erscheinungsdatum: 01.11.2016
Seitenanzahl Printbuch: 142 Seiten
Genre: Märchen, Weihnachten,
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 28.12.16-29.12.16
Band einer Reihe: Ja – Princess in love
Challenge: Deutsche Autoren Challenge

Worum es geht : Santas Tochter möchte die Welt der Menschen kennen lernen
Wann: Gegenwart
Wo: USA – Boston – Nordpol
Klappentext: Sandy Claus, die Tochter vom Weihnachtsmann, hat ihr bisheriges Leben am Nordpol verbracht, wo sie zwar wertvolle Beiträge geleistet, sich jedoch auch immer gewünscht hat, einmal etwas anderes zu sehen als immer nur Schnee. Sich mit richtigen Menschen zu unterhalten, statt immer nur mit den Elfen. Und ihr Wunsch nach Abenteuern wächst von Tag zu Tag ein bisschen mehr – bis ein kleines Unglück geschieht und Santa Claus jemanden sucht, der nach Boston geht, um dort eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Natürlich ist Sandy die Erste, die sich freiwillig meldet. Aber ist die Welt außerhalb des Nordpols wirklich so wie in ihren Träumen?

Die Handlung ist herzallerliebst. Sandy will unbedingt die Menschen kennen lernen. Ein netter Nebeneffekt ist Channing, den sie beim Essen kennen lernt und dann in einem Kaufhaus wieder trifft. Aber, um erst einmal so weit zu kommen muss sie ihren Vater dazu überreden, den Posten in Boston ihr zu geben. Da die anderen Elfen entweder verletzt oder eingesetzt sind stimmt er zu. Endlich – Sandy kann die Menschenwelt kennen lernen. Sie bekommt noch einige Warnungen mit, dass sie die Menschen und ihre Eigenarten nicht so ernst nehmen soll, da sie oft Probleme mit sich herum tragen. Gleich bei ihrer Ankunft lernt sie ein Mädchen aus einer Pflegefamilie kennen, das ihren Glauben an Santa schon lange verloren hat. Sandy möchte, dass sie einen Wunschzettel ausfüllt, denn Santa kann nur Wünsche auf einem solchen erfüllen. Und die Elfen finden ihn überall. Ob im Müll oder zerissen. Dann lernt Sandy Channing kennen und in ihr macht sich ein Schneeflockengestöber breit. Sie ist verliebt. Und ob sie ihn ohne Probleme für sich gewinnen kann – lasst Euch überraschen. Ich kann auf jeden Fall sagen. Ich mag dieses Buch. Sandy ist so süss. So unbedacht, wie ein Kind. Es hat richtig Spass gemacht dieses Buch zu lesen. Eine richig süsse Idee. Der Schreibstil ist Ok. Man kann flüssig lesen. Die Atmosphäre ist sehr weihnachtlich. Man hat das Gefühl sich richtig zu freuen auf die schöne Zeit. Spannung ist so nicht gegeben. Eher Erwartung. Man kann sich ja schon in etwa denken, wie es ausgeht. Aber es entlockt einem trotzdem noch ein Lächeln und ein Aufatmen. Die Originalität der Geschichte ist sehr angenehm. Mir hat es gefallen, Sandy so offen war. Sie hat sich trotz dem Kälte der Menschen nicht abschrecken lassen sie zu mögen. Selbst wenn sie sich auf zu Hause freute.

Fazit: Ich hatte Band 1 schon gemocht, aber diesen mag ich noch lieber. Die freudige Erwartung auf Weihnachten spürt man hier gut. Ich denke es ist auf jeden Fall ein Buch für Märchenfans, Weihnachtsfans und Leuten die sich zu sehr von Weihnachten gestresst fühlen. Ich könnte mir vorstellen, dass LeserInnen dieses Buches im nächsten Jahr einige Wunschzettel schreiben werden.

4,5  von 5

Zitate

Denn der Weihnachtsmann gehörte an den Nordpol wie die Sterne an den Himmel, …

Was gibt es denn für ein besseres Thema als Weihnachten?

Ach, Sandy. Weißt du denn nicht, dass wir Elfen alle Wunschzettel finden, so kaputt, zerknüllt oder verschmutzt sie auch sein mögen?

Charaktere

Sandy Claus  21 oder 22 (Beides steht im Buch.) Sie liebt den Nordpol und alles was mit Weihnachten zu tun hat. Aber sie hat eine tiefe Sehnsucht. Die Welt der Menschen möchte sie kennen lernen. Aber ihre Eltern sind zu ängstlich. Aber sie bekommt ihre Chance

Santa Claus – 158 Jahre alt. Er liebt seinen Job und seine Tochter. Aber er hat Angst um sie. Und möchte nicht, dass sie den Nordpol verlässt. Schweren Herzens aus der Not heraus, lässt er sie die Menschen für die Artig-, Unartigliste besuchen.

Mrs. Claus – Sie liebt die Weihnachtsbäckerei und das Kochen. Und sie ist auch dagegen dass Sandy die Menschen besucht. Sie selbst kam damals aus Oslo

Jennifer – das erste Mädchen, das Sandy auf ihrem Ausflug trifft. Sie ist bei Pflegeeltern und wünscht sich, ihre Grossmutter würde sie suchen und finden. Sandy rät ihr einen Wunschzettel zu schreiben. Denn nur aufgeschriebenen Wünsche gehen in Erfüllung.

Candy – Sandy´s Lieblingself. Er ist für die Süssigkeiten zuständig und hat immer ein offenes Ohr für Sandy

Channing – Obwohl er an den Weihnachtsmann glaubt, glaubt er nicht unbedingt dass Sandy die ist die sie vorgibt. Aber er ist sehr begeistert von ihrer offenen und kindlichen Art. Allerdings wird sein Unglaube etwas zum Problem.

Annabelle – die Nichte von Channing – ein süsser Engel, den Sandy gleich in ihr Herz schliesst.

Darla – Channing´s Schwester – Eine Nebenrolle, aber sehr sympatisch

 

 

Raymond A. Scofield – Das Weihnachtswunder von Old Nichol

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Autor: Raymond A. Scofield (Gert Anhalt)
Titel: Das Weihnachtswunder von Old Nichol
Verlag: Rütten & Loening
Erscheinungsdatum: 19. September 2016
Seitenanzahl Printbuch: 240 Seiten
Genre: Drama, Weihnachten, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 22.12.16 -27.12.16
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Deutsche Autoren Challenge

Worum es geht: Arme Waisenkinder, Leprechauns, Glück, ein Weihnachtsfenster, Drogen, Happy End
Wo : London – Old Nichol
Klappentext: Was ist das Weihnachtsglück?
Die Geschwister Anna und Benjamin sind vor einer Hungersnot aus Irland nach London geflüchtet. Im düstersten Winkel der Stadt geraten die Kinder in die Fänge des zwielichtigen Apothekers Fox und bald auch – unschuldig – in die Mühlen einer gnadenlosen Justiz. Kurz vor Heiligabend scheint alles Glück sie verlassen zu haben. Nur einer kann sie retten – aber der ist sehr klein und die Widrigkeiten sind ungeheuer groß…
Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte aus dem London von Oliver Twist – vom Autor des Bestsellers „Der große Lord“.

Enthält Spoiler

Die Handlung ist eine sehr beliebte zu Weihnachten und ich lese sie auch immer wieder gerne. Irgendwie ist die Kulisse der armen Waisenkinder, die es schwer haben, aber dann doch irgendwie ein Happy End erleben unerschöpflich. Und ich stehe drauf. Unsere Geschichte spielt zur Weihnachtszeit. Anna und Benjamin sind als blinde Passagiere, nach dem Tod ihrer Eltern, nach London geschifft. Sie konnten bei ihrer Tante unterkommen, die aber leider auch kurz darauf starb. Benjamin hat einen schlimmen Husten, der ihm sehr zusetzt. Anna hat in einem Spielzeugladen einen Job bekommen. Dieser wird eher schlecht als Recht bezahlt. Aber sie liebt diesen Job. Ausserdem gibt es jedes Weihnachten ein Weihnachtsfenster, das so viel Freude schenkt und viele Leute anlockt. Es ist für viele das Highlight der Weihnachtszeit. Aber leider ist ihnen das Glück nicht hold. Mrs. Crackpickles ist die Besitzerin des Spielzeugladens. Leider ereilt sie eine schlimme Nachricht und das Weihnachtsfenster läuft Gefahr nicht aufgebaut zu werden. Aber Anna und Benjamin haben andere Probleme. Benjamin hat sich bei dem Apotheker Mr. Fox, viel Geld geliehen um Schuhschwärzer zu werden. Aber das wird leider nichts und er muss die Schulden abarbeiten. Dafür muss er Kurier für besondere Medizin sein. In der Zwischenzeit hat Anna ein Geschäft mit dem Apotheker gemacht, damit er ihrem Bruder Medizin für seinen Husten gibt. Sie verkauft dafür die Aufzeichnungen ihrer Tante. Aber da ist ein ganz besonderes Rezept dabei. Stellt Euch vor. Es gäbe ein Pulver, das Glück verbreitet. Und solch ein Rezept kommt in falsche Hände. Das ist ein Teil dieser Geschichte. Anna kommt in eine Besserungsanstalt – wie sie dort wieder herauskommt und ihre beste Freundin kennen lernt könnt ihr hier lesen. Auch warum Benjamin fast ins Gefängnis kommt und stirbt – Alles hier drin. Und was Chip mit einem Leprechaun erlebt und wie sie das Glück retten. Auch das könnt ihr alles hier lesen. Es ist also sehr abwechslungsreich und spannend. Der Schreibstil ist ziemlich gut. Man hat etwas Probleme mit der Sprache des Leprechauns, aber nur anfangs. Die Atmosphäre der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit und der Hoffnung finde ich gut widergegeben. Spannung ist gut aufgebaut. Obwohl ich mir gerne vielleicht noch 2-3 Kapitel mehr gewünscht hätte um Annas Aufenthalt im Besserungsheim etwas auszubauen und auch bisschen das Problem mit Benjamin und Mr Fox. Schön ausführlich war der Anfang aber ich hatte am Ende so einen gehetzten Eindruck. Bischen Schade. Aber trotzdem fand ich die Gesichte toll. Die Originalität war hier gegeben, das durch den Leprechaun die Mythologie eingebaut wurde. Fand ich sehr amüsant. Was mir auch gut gefallen hat war, dass jedes neue Kapitel als Überschrift eine kleine Zusammenfassung hatte und dadurch die Spannung aufgebaut wurde.

  • Fünftes Kapitel: Benjamin wird zum Kurier für Apotheker Fox, und Anna soll für Mrs. Crackpickle etwas Wichtiges erledigen
  • Neuntes Kapitel: Anna lernt eine böse Dame kennen. Apotheker Fox erfüllt sich einen lange gehegten Traum, und Chip macht eine sensationelle Entdeckung.

Fazit:

Ich mochte dieses Buch sehr gerne und bin gespannt – ich werde mir auch den grossen Lord anschaffen und auch die Krimis mal ins Auge fassen. Ich mochte die Geschichte und den Stil. Hätte noch paar Seiten länger sein können, aber ich war mit dabei und habe den Kindern die Daumen gedrückt. Für Fans von Oliver Twist und ähnlichen Geschichten absolut empfehlenswert. Ein tolles Buch zu Weihnachten mit Happy End.

4,5 von 5

Charaktere

Anna O´Reilly – rothaarig, 10 Jahre, trägt immer Hosen, ist sehr mutig und kümmert sich um ihren kranken Bruder. Ihr Traum ist es nach Queensland – Australien auszuwandern. Kommt durch ein Missverständnis in eine Besserungsanstalt.

Benjamin O´Reilly – rothaarig, 12 Jahre, schwer an einem Husten erkrankt. Er versucht viel Geld zu verdienen um sie nach Australien zu bringen. Bringt sich dadurch in Probleme. Das bringt ihn fast ins Gefängnis

Tante Siobhan – ist die verstorbene Tante, die eine erfahrene Kräuterfrau war. Sie hat ein Glückspulver und einen Leprechaun für ihren Neffen und ihre Nichte da gelassen. Aber es läuft nicht ganz so glatt. Sie hat aber eine schöne Falle für Mr Fox eingebaut

Witwe Crackpickle – Die Besitzerin des Spielzeugladens. Sie ist keine sehr nette Frau und erfährt einen Schicksalsschlag, der sie daran hindern wird das berühmte Weihnachtsfenster diesesmal auszustellen. Anna arbeitet für fast nichts für sie.

Elias Fox – der Antagonist – Kräuterkundler und Apotheker, der mit illegalen und tödlichen Drogen handelt. Er findet das Glückspulver und das Rezept. Sein Traum wird dadurch wahr und seine Gier sein Untergang

Chip – Er wird ein treuer Freund der Geschwister. Er ist ein Schuhschwärzer und als letzter in der Gilde eingetreten. Ein Feuer hat ihn schwer am Gesicht und Arm verunstaltet. Aber er ist ein netter und ehrlicher Kerl.

Konstabler Gordon – Ein geschmierter Polizist. Er wird von den Gilde-Bossen geschmiert und macht Jagd auf die Geschwister

Detective Inspector Cartwright – Er ist auf der Jagd nach einem skrupellosen Drogendealer. Dieser ist verantwortlich für einige Todesfälle bei Kindern durch das Mittel Muttertrost. Er stellt Benjamin und schafft es den Übeltäter zu stellen.

Wasmut,  mit vollem Namen Waòismuotth, Earl and Pearl of Loungflègéllan and Leaingscúll-Murphy-Gwòynnsdrough, letzter legaler Großneffe des letzten rechtmäßigen Großcallaghan von Cork und Lowbutton – Leprechaun. Ein witziger Kerl, der Tante Siobhan ein Versprechen gegeben hat sich um das Glück der Kinder zu kümmern. Und das nimmt er sehr ernst. Er bekommt Hilfe von Chip.

Gary Simmons – einäugiger Gildenführer der die Kinder schwer für sich arbeiten lässt.

Nicholas Sheehan – ein Ire der gezwungen ist am Hafen zu arbeiten – er übersetzt das Rezept für den Apotheker. Und kommt zu Tode durch einen Kutschunfall.

Madame Rose – Die Leiterin des Besserungsanstalt von St. Pancras. Sie herrscht mit harter Hand und wenn die Kinder nicht spuren kommen sie in die Tretmühle. Sie kümmert sich schlecht um die Kinder und sie müssen schwer arbeiten. Eine harte Frau, die Lachen nicht guthieß und an Milde nicht glaubte.

Molly – ein schielendes Mädchen, das Annas beste Freundin wird. Beide schaffen es aus der Besserungsanstalt zu entkommen

 

 

Hodgson Burnett, Frances – Sara, die kleine Prinzessin

hodgson-burnett-frances-sara-die-kleine-prinzessinWie eine kleine Prinzessin lebt Sara im Londoner Mädcheninternat, denn ihr Vater im fernen Indien ist reich. Mit einem Mal ist alles verloren: Ihr Vater stirbt, sein Vermögen ist dahin – und für Sara beginnt ein hartes Leben als Waise mit nichts als ihrer reinen Seele und ihrer ausgelassenen Fantasie. Doch jemand hat den Auftrag, nach ihr zu suchen … Frances Hodgson Burnett, Schöpferin des ‚Kleinen Lords‘, hat mit der ‚Kleinen Prinzessin‘ eine Geschichte über Freundschaft, Schicksal und die Kraft des Guten geschrieben, der seit vielen Generationen junge Leserinnen bezaubert.

Autor: Hodgson Burnett, Frances
Titel:Sara, die kleine Prinzessin
Verlag:Anaconda Verlag
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 01.05.1993
Seitenanzahl Printbuch: 256 Seiten
Genre: Drama
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 15.12.16-21.12.16
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Märchenhaft durch 2016 (29.Lies ein Buch mit einer guten Moral)

Worum es geht: Sara ist ein liebeswertes Mädchen, das in eine Notlage kommt.

Handlung – Achtung Spoiler:

Sara ist ein ganz liebes Mädchen. Sie hat ihre Mutter bei ihrer Geburt verloren und lebt mit ihrem Vater behütet in Indien. Aber sie kommt jetzt in das Alter, in dem die feinen Mädchen in ein Internat für die Ausbildung geschickt werden. Deswegen reist sie mit ihrem Vater nach London um dort in ein Internat für junge Damen einzuziehen. Da ihr Vater sehr reich ist und ein furchtbar schlechtes Gewissen hat, stattet er sie königlich aus. Deswegen bekommt sie – als Vorzeigeschülerin – ein eigenes Zimmer und ein Kindermädchen. Aber Sara ist überhaupt nicht eingebildet oder Zickig. Im Gegenteil. Sie sieht in allen irgendwie nur gutes und will auch gutes tun. Sie liebt es Geschichten zu erzählen und ist deswegen auch sehr beliebt. Dann kommt der schwarze Tag. Ihr Vater verkalkuliert sich, verliert das Vermögen, wird krank und stirbt in Indien. Er hat sein Geld seinem besten Freund anvertraut und alles ist schienbar weg. Sara ist verarmt. Sie darf zwar in dem Internat bleiben, weil Miss Minchin sich nicht die Blöse geben will, eines ihrer ehemaligen Schützlinge zu verstossen. Könnte schlechte Werbung geben. Aber, da sie Sara nie leiden konnte, darf sie die unangenehmsten Aufgaben erledigen. Bei Wind und Wetter Botengänge, kleine Kinder in Französisch unterrichten, in der Küche arbeiten. Aber sie ist trotzdem ein starkes Mädchen. Sie macht sich ihre Welt durch ihre Fantasy und ihren Geschichten erträglich. Selbst als sie so hungrig war gab sie Brötchen die sie bekommen hatte noch einem kleinen Mädchen, das noch hungriger war. Und durch ihre Taten bewirkt sie, dass andere ihre eigenen überdenken und hilfsbereiter sind. Aber das Glück findet sie wieder. Es gibt ein wunderschönes Happy End.
Der Schreibstil kam mir manchmal etwas holprig vor. Ich denke, wenn man es im Original lesen kann wird es vielleicht besser sein. Aber es hat dem Buch nicht geschadet. Trotzdem wurde die Atmosphäre gut wiedergegeben. Man hat manchmal wirklich mit frieren können. Und auch die kleine Sara bewundert, dass sie nie aufgibt. Nur einmal hätte sie fast aufgegeben zu hoffen. Aber da findet sie das Glück. Es war einfach herzerwärmend. Erst, als sie noch wohlhabend war und die Leute gut behandelte und auch als sie Arm war. Es war einfach toll. Ein Buch, das perfekt zur Weihnachtszeit passt.

Fazit:

Ich mochte dieses Buch sehr gerne. Ich konnte mitfiebern mit Sara und man konnte wieder mal die Abgründe der Menschen erleben. Kaum dass Sara arm war, haben sich alle abgewandt bis auf wenige Ausnahmen. Auf jeden Fall ein Buch zu Weihnachten für Liebhaber von Oliver Twist, Les Miserables traurige Geschichten mit Happy End.

4,5 von 5

Zitate:

Später dachte Sara immer wieder, dass das Gebäude ganz seiner Besitzerin Miss Minchin entsprach. Es wirkte ehrenwert und war ordentlich eingerichtet, doch im Inneren war alles hässlich; sogar die Lehnsessel schienen ein Skelett aus harten Knochen zu haben.

Eine Puppe sollte eine enge Vertraute sein. Und meine enge Vertraute wird Emily sein.

Das Komische an Sara Crewe ist, dass sie überhaupt nicht eingebildet ist«, sagte Jessie einmal zu Lavinia und zog durch so viel Ehrlichkeit den Zorn ihrer ›besten Freundin‹ auf sich. »Dabei hätte sie doch allen Grund dazu. Ich an ihrer Stelle wäre bestimmt eingebildet, jedenfalls ein bisschen, wenn ich lauter so herrliche Sachen hätte und alle so ein Theater um mich machen würden

Jetzt begriff Miss Minchin. Das war der härteste Schlag, der sie je getroffen hatte. Ihre Vorzeigeschülerin und ihr Vorzeigegönner, beide mit einem Mal aus ihrer privaten Lehranstalt hinweggefegt.

Soll das etwa heißen«, sagte sie erregt, »dass er ihr nichts hinterlässt? Dass Sara kein Vermögen erben wird? Dass sie bettelarm ist? Dass ich mich jetzt um ein verarmtes Waisenkind kümmern muss und nicht mehr um eine reiche Erbin?«

Wenn man eine Prinzessin ist, darf man die Leute nicht abfällig behandeln. Man muss sich beherrschen und darf nichts sagen.

 Ermengarde war sprachlos. Das hatte sie noch nie gehört. Sara weinte! Die unverwundbare Sara! Das waren ganz neue Gefühle, die Ermengarde nicht von ihr kannte

Charaktere

Sara Crewe: Ein ganz besonderes Mädchen. Selbst als sie alles verloren hat, rettet sie sich in ihre Geschichten und Träume eine Prinzessin sein.

Captain Crewe: Der Vater. Ein gut aussehender Witwer. Der leider verstirbt, als er sein Vermögen verliert und seine Tochter verarmt zurücklässt.

Miss Minchin: Die Heimleiterin. Sie ist geldgierig und nur auf ihren Vorteil bedacht. Sie ist eine wirklich unangenehme Person

Amelia Minchin; Die Schwester. Sie ist netter, aber lässt sich von ihrer Schwester unterdrückt

Emily: Eine Puppe, die Sara´s Freundin wird. Sie ist ihre Vertraute und hört ihr immer zu. Aber Sara erkennt leider irgendwann, das Emily nur eine Puppe ist

Mariette; Sara französisches Kindermädchen

Ermengard St. John: Sie ist leider sehr lernresistent. Sie kann sich fast nichts merken und ist auch leicht übergewichtig. Aber sie wird eine der besten Freundinnen von Sara, die sie auch nicht im Stich lässt, als sie Arm ist.

Lavinia: Die Internatszicke, die es nicht verkraftet, dass sie durch Sara nicht mehr den Mittelpunkt steht. Sie versucht Sara immer wieder das Leben schwer, moppt und verpetzt sie.

Jessie: Lavinias Freundin. Sie gehört zwar mit zur Mopperfraktion, aber sie kann es nicht immer gutheissen, was Lavinia alles macht.

Lottie: Sie ist eine extrem verwöhnte Göre. Sie bekommt ihren Willen durch Wut- und Heulausbrüche. Die einzige, die mit ihr richtig umgehen kann ist Sara. Sie ist sehr jung und leicht beeinflussbar. Aber sie sieht in Sara eine Ersatzmutter, da sie ihre auch verloren hat. Sie steht ebenfalls zu ihr.

Becky: Die Küchenmagd. Sie muss etwa im Alter von Sara sein. Sie vergöttert Sara. Die beiden wohnen unter dem Dachboden nebeneinander. Sie bieten sich gegenseitig Halt und Becky wird mit dem Glück das Sara erfährt auch etwas abbekommt. Sie ist ein wirklich liebes Mädchen, dass es in dem Internat nicht leicht hat.

Melchisedek: Eine Ratte, die bei Sara in der Wand lebt. Sie schafft es ihn etwas zu zähmen, in dem sie ihm immer etwas zu Essen mitbringt.

Ram Dass: Der Diener des Mannes aus Indien, der in das Nachbarhaus einzieht. Er kann über das Dach zu Saras Zimmer klettern und hilft ihr auch gerne – Er „zaubert“ etwas um es Sara angenehmer zu machen

Mr. Carrisford: Der Mann aus Indien der im Nachbarhaus eingezogen ist. Er ist schwer gegrämt und krank. Er hat ein grosses Unglück verursacht, das er unbedingt wieder gut machen will.

Mr Carmichel: Er ist der Vater der grossen Familie, die Sara gerne durch das Fenster beobachtet. Sie mag die Familie sehr gerne. Und er ist der Anwalt des Mannes aus Indien.

Anne: Sie ist das Mädchen, dem Sara ihre meisten Brötchen abgibt. Durch ihre gute Tat erschafft sie für Anne ein neues und glückliches Leben.

Vellguth, J. -Zauberhaftes Aschenputtel

vellguth-j-01-zauberhaftes-aschenputtelAnna hat einen Traum: Sie möchte den Prinzen heiraten. Seit ihrer frühesten Kindheit streben sie und ihre Mutter nur auf dieses eine Ziel hin. Als ihre Mutter stirbt und ihr Vater sich eine Frau mit zwei Töchtern wählt, gerät Annas Welt aus den Fugen. Sie leidet schwer unter der grausamen Boshaftigkeit ihrer neuen Familie. Nur die Entdeckung, dass die Feen im Wald doch keine Hirngespinste ihres Urgroßvaters waren, lässt sie ihren Lebensmut nicht ganz verlieren. Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch Hals über Kopf in den nicht standesgemäßen Jägersmann aus dem Wald. Wie kann sie ihr Schicksal nur wieder in die richtigen Bahnen lenken, ohne den letzten Wunsch ihrer Mutter zu verraten? Diese Geschichte erzählt von der Verwandlung eines kleinen Mädchens in eine junge Frau, von Aschenputtel zur Prinzessin und singt eine Weise von der Schwäche und der wahren Macht, die in jedem Einzelnen von uns schlummern.

 

 

Autor: Vellguth, J.
Titel: Zauberhaftes Aschenputtel
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:14.01.2016
Seitenanzahl Printbuch: 208 Seiten
Genre:Märchen, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 12.12.16-14.12.16
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Deutsche Autoren Challenge, Märchenhaft durch 2016 (12 Lies ein Buch, in dem ein armes Mädchen sich in einen reichen Jungen (oder andersherum) verliebt)

Worum es geht: Die Geschichte von Aschenputtel mit neuen Elementen

Die Handlung ist bekannt. Ich habe erst damit gerechnet, dass ich wegen der bekannten Geschichte vielleicht doch nur oberflächlich lesen werde. Aber nein. Das Buch war so fesselnd und die Geschichte so schön geschrieben. Das Grundgerüst ist die bekannte Story. Einige Elemente wurden zugefügt und abgeändert. Dieses Märchen ist genauso schön und fesselnd wie die Originalgeschichte. Hier wird allerdings das Element Natur hervorgehoben. Die Feen wirken die traumhaften Kleider. Die Schuhe sind anders, passen aber auch nur ihr. Und am Ende bekommt Anna die Möglichkeit zu wählen. Die Natur oder die Liebe zum Prinzen. Eine schwere Wahl. Ich weiss nicht ob ich nicht das Angebot der Nymphe angenommen hätte. Der Schreibstil ist gut, fesselnd und flüssig. Die Atmosphäre ziemlich gut wieder gegeben. Ich konnte mich in Annas Gefühle gut einfühlen. Dachboden, Keller, vor dem Kamin, wiedersprüchliche Gefühle dem Jäger aus dem Wald und das Versprechen ihrer Mutter gegenüber immer nett und zurückhaltend Damenhaft zu sein. Das war schon manchmal nervig. Sie wurde von ihrer Mutter so beeinflusst, dass sie fest überzeugt war, dass eigentlich nur der Prinz gut genug für sie ist. Und daran heftet sie sich. Manchmal hätte man sie echt gerne genommen und kräftig durchgeschüttelt. Auch die Demut, die sie der Stiefmutter entgegenbrachte…grrr…da wäre ich schon paarmal ausgeflippt. Aber so war das halt immer den Schein wahren…Also ihr merkt – man kann hier schon gut mitgehen. Spannung wurde in diesem Masse aufgebaut, dass man ständig mitgefiebert hat, dass Anna doch vielleicht mal die Hand auf den Tisch knallt und ihre Meinung sagt. Sie hat sich schon auch durchgesetzt, als es um ihr Pferd ging, aber sonst immer zurückhaltung geübt. Originalität war auf jeden Fall gegeben. Schon weil einiges geändert wurde. Der Vater, das treffen mit dem Prinz, die Nymphe, die Rache.

Fazit: Absolut empfehlenswert für Romantik und Märchenfans. Es hat wirklich sehr viel Spass gemacht das Buch zu lesen und ich habe mich immer freuen können weiter zu lesen.

5 von 5

Zitate:

Dankbar musste man sein, für alles, was der liebe Gott einem schenkte. Annas Herz war übervoll und grenzenlos dankbar für alles, was die Zukunft bereithielt.

Anna versuchte bereits sich darauf einzustellen, irgendwann als alte Jungfer zu sterben. Mit mehr als sechzehn Jahren war sie nicht mehr allzu weit davon entfernt.

Am meisten hatte Anna verletzt, dass ihr Vater nichts dazu gesagt hatte. Der wurde mit der Zeit nur immer blasser und sagte immer weniger zu den Dingen, die im Hause vor sich gingen. Überhaupt stellte sich die Frage, wer hier eigentlich wirklich der Herr im Hause war.

“Nun was jetzt? Willst du zu diesem albernen Fest oder nicht?”, fragte die Alte.
“Es ist nicht albern.”
“Was? Es ist also nicht dazu da, damit sich irgend so ein Kerl in Strumpfhosen, ein Weibchen zum Bespringen aussuchen kann?”
“Was? Nein. Der Prinz wählt sich eine Gemahlin aus.”
“Sag ich doch. Und was willst du dort?”
“Den Prinzen treffen”, sagte Anna leise.
Die Nymphe legte die Hände in die Hüften und nickte, als hätte man ihr etwas völlig Offensichtliches erklärt. “Und dich paaren und Kinder zeugen.”

War es sinnvoll einem Kind einzureden, dass es irgendwann den Prinzen heiraten sollte? Oder sogar heiraten musste, um ein glückliches Leben zu führen?

“Der Prinz will diejenige heiraten, der mein Schuh passt.”
“Mich?”
“Nein mich natürlich — ist ja mein Schuh.”
Anna blickte sie verständnislos an.
Die Nymphe rollte mit den Augen. “Selbstverständlich dich.”

Charaktere

Anna – Annabelle – Aschenputtel. Eine wirklich sympathische. Sie ist ehrlich, liebevoll, etwas weltfremd, naturbezogen.

Esmeralda – die Stiefmutter. Sehr engagiert. Geldgierig und nur auf ihren Vorteil bedacht. Sie macht auch vor Mord nicht zurück.

Sybille – Lange, hager, dünne schwarze Locken. Unsympathisch. Sie ist die fiese der beiden Töchter. Aber will sich nicht das selbe das ihre Mutter für sie wünscht.

Bernadette – klein und rundlich. Sie ist ständig am Essen und muss sich mit den Vorwürfen ihrer Mutter stellen. Eigentlich ist sie ganz nett. Lässt sich halt nur ständig aufwiegeln. Sie will eigentlich auch nur die Freiheit. Weg von der Mutter

Limnula – eine Baumnymphe – Tochter Gayas der heiligen Mutter. Sie nimmt hier die Stellung der guten Fee ein. Und ist so schön sarkastisch. Meine Favoritin hier in dem Buch

Ignatius – der König

Leo – Leopold – der Prinz, den Anna mit 13 schon im Wald kennen lernt und ihr bester Freund wird. Sie denkt er wäre ein Jäger. Er ist eher ein ruhiger Geselle. In sich gekehrt. Und ermuntert Anna ständig sich gegen ihre Situation zu wehren. Sie ist die einzige, die ihre Situation ändern kann.

Mer, Lilach – Winterkind

mer-lilach-winterkindNiedersachsen, um 1880, im tiefen Winter.

Eigentlich müsste Blanka von Rapp glücklich sein: Sie ist schön, ihre Haut ist weiß wie Schnee, ihre Haare sind schwarz wie Ebenholz. Und sie ist reich, ihrem Mann gehört die Glasfabrik, deren Turm das Dorf überragt. Trotzdem ist sie unglücklich. Wie ein Schatten liegt die Angst über allem, was sie tut, die Angst vor einer Toten.

Als die Geschäfte ihres Mannes schlechter laufen, wächst unter den Arbeitern in der Glashütte die Unzufriedenheit. Gerüchte über einen Aufstand häufen sich. Während Blankas Mann verreist, eskaliert die Situation. Blanka muss sich nicht nur der Gegenwart, sondern auch den Geheimnissen der Vergangenheit stellen. Denn der tiefe Schnee, der das Herrenhaus umschließt, lässt sie nicht entkommen.

„Winterkind“ erzählt das Märchen von Schneewittchen als düster-spannenden historischen Roman weiter.

Autor: Mer, Lilach
Titel: Winterkind
Verlag: Dryas Verlag
Erscheinungsdatum: 15. September 2012
Seitenanzahl Printbuch: 280 Seiten
Genre: Historisch
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 30.11. 16-11.12.16
Band einer Reihe: Ja – Grüne Fee Reihe – Baker Street Bibliothek – Bücher aber unabhängig von einander
Challenge: Deutsche Autoren Challenge

Worum es geht: Das Leben als Arbeiter oder Unternehmer
Wann: 1880
Wo: Niedersachsen

Der Klappentext suggeriert einem eine Handlung  Schneewittchens reales Leben nach der Hochzeit und dem Hochgefühl des Sieges der Stiefmutter gegenüber. Und hier sehe ich das Problem, das ich das ganze Buch über hatte. Aber dazu später. Die Geschichte fing mittendrin im Gesehen an. Und solche Anfänge erschweren mir persönlich es immer einzusteigen in ein Buch. Es war so schlimm, dass ich zwei Tage eine dicke Leseflaute hatte, da ich mich nicht wohl gefühlt habe in diesm Anfang. Als ich dann die Zeit nahm richtig einzusteigen ging es dann. Ich konnte dann richtig gut eintauchen. Das war auch geschuldet an dem guten Schreibstil. Es lässt sich richtig flüssig lesen und die Autorin baut eine richtig düstere und depremierende Atmosphäre auf und versteht es die Spannung wirklich hoch zu halten. Ich habe ständig irgendwas gruseliges erwartet. Was mich aber in eine falsche Richtung gebracht hat, war die Aussage des Klappentextes, dass hier Schneewittchens Geschichte weiter erzählt wird. Das empfand ich nicht so. Es gab eine Mutter – keine Stiefmutter – und einen Spiegel. Beides waren zentrale Punkte in der Geschichte. Aber das war auch schon alles. Wir erfahren hier vieles was Frauen, der Gesellschaft damals zu erdulden hatten. Sie wurden in eine Schiene gedrängt die damals üblich war. Frauen waren nur dazu da zu heiraten und ihren Männern alle Ehre zu machen. Dies ist eine Art der Misshandlung die wirklich sehr tief geht. Und Blanka beginnt das selbe mit ihrer Tochter. Und Ausschlaggebend war der Todesfall ihrer Mutter und das Erbe – Der Spiegel. Zusätzlicher Bruch ihrer Selbstbeherrschung war, dass ihr Mann sie mit den offenen Löhnen der Arbeiter sitzen lässt. Dann kommt noch ein Unglück in der Glasfabrik dazu. Ein schwerer Bruch bei ihrer Mutter, war ein Ehebruch und bei Blanka der Vertrauensbruch ihres Mannes. Die Rebellion und der Zusammenhalt der Arbeiter holt sie wieder zurück und sie kämpft.
Fazit

Geärgert habe ich mich nur durch das Fishing for Reader – Man wurde gelockt mit einer Fortsetzung eines beliebten Märchens das ich persönlich nicht so empfand. Aber hätte ich sonst dazu gegriffen. Vielleicht durch Zufall. Aber ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe. Diese düstere Stimmung und Blankas Veränderung von einer liebenden Mutter zu einer Tyrannin ihrer Tochter gegenüber und auch was sie selbst verdrängt hatte war ziemlich gut heraus gearbeitet und das Buch war sehr spannend. Es ist ein Buch für Fans historischer Bücher, die gerne auch was über das Joch der Frauen der gehobenen Gesellschaft lesen wollen. Ich sage nur wundgescheuerte Rippen durch die Korsette und ähnliches. Ich mochte es

4 von 5

Zitat
Steck sie gut fest, so fest, dass du glaubst, du könntest es nicht ertragen. Lass niemanden sehen, wie weich und verletzlich du bist. Die Männer wollen deine Haare nur ansehen, um sich vorzustellen, wie sie sich vor ihnen auf dem Kissen ausbreiten. Und wenn sie es tun, achten sie dich nicht mehr. Männer! Häng nie dein Glück an sie. Was wissen sie schon von Liebe. Was wollen sie schon von ihr wissen! Du wirst es lernen, ja, du wirst es lernen. Du wirst erkennen, wie sie sind.

Charaktere

Blanka von Rapp – Die Hausherrin, die Schneewittchen darstellen soll. Sie leidet an Agoraphobie und durch das Erbe – den Spiegel ihrer Mutter erleidet sie mehrere Flashbacks, die sie psychisch sehr instabil werden lassen. Durch erhöhten Missbrauch von Beruhigungstropfen hat sie einen Ausschlag an den Händen und trägt immer weisse Handschuhe

Johanna von Rapp – die kleine Tochter. Sie ist sehr aufgeweckt und nett. Aber sie wird von ihrer Mutter während ihres psychischen Dilemmas unter Drogen gesetzt.

Sophie – Das Kinderfräulein. Sie bemerkt, dass sich etwas an ihrer Herrin ändert und fürchtet um die kleine Johanna. Nebenbei verguckt sie sich in einen Arbeiter aus der Glasfabrik.

Willem – Ist der jenige, der Sophie etwas den Kopf verdreht. Aber sie bemerkt – zwar schmerzhaft – aber immerhin, dass er sie nur an der Nase herumführt und nicht ehrhaft ist.

Johann von Rapp – Der Hausherr. Er nimmt allen Schmuck von Blanka mit um Geld für die Arbeiter zu beschaffen. Er taucht nie wieder auf. Dieser Vertrauensbruch trifft Blanka sehr und unterstützt die Labile Lage ihrer Psyche

 

Inden, Charlotte – Elfenschwestern

elfenschwestern

Autor: Inden, Charlotte
Titel: Elfenschwestern
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum: 1. September 2012
Seitenanzahl Printbuch: 384 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 21.11.16-29.11.16
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Märchenhaft durch 2016 (14.Lies ein Buch, in dem der/die Protagonist/in gemobbt wird),Deutsche Autoren Challenge

Worum es geht: Erbfolge Krieg in England zwischen den Lancaster (Rote Rose) und York (Weisse Rose) in der Elfenwelt
Wann: Gegenwart
Wo: England

Klappentext

Sie sind Schwestern und könnten unterschiedlicher kaum sein: die Halbelfen Tigerlilly und Wild Rose. Dennoch haben sie einander sehr gern. Ihre Schwesterliebe wird jedoch auf eine harte Probe gestellt, als ihr kleiner Bruder eines nachts entführt wird. Um ihn zu retten, soll Tigerlilly dem Elf Alistar ihre Liebe versprechen. Dabei hat sie ihr Herz längst an einen Menschenjungen verloren und sie weiß auch, dass Wild Rose Alistar begehrt …

Die Handlung (enthält leichte Spoiler) passt richtig gut zur Weihnachtszeit. Ich habe das Buch empfohlen bekommen und wusste also schon, dass es auf Grund der Kulisse sehr schön als Winter/Weihnachtsbuch geeignet ist. Und das stimmt. Dieses Buch passt natürlich in das gesamte Jahr, aber wenn man zur Winterzeit gerne passende Kulissen hat, ist man hier gut aufgehoben. Kurz zum Inhalt. Es geht um den Rosenkrieg in England. Allerdings sind die Elfen hier die herrschende Macht. Sie verachten Halbblüter, wie zum Beispiel Rose und Lily oder Menschen. Als der kleine Bruder von Rose und Lily entführt wird, versuchen sie ihn zu retten und enttarnen wichtige Geheimnisse ihrer Herkunft. Es kommt zu einer Konfrontation zwischen den Königsgeschlechtern. Allerdings wird hier auf strategischen Kampf gesetzt. Es kommt zu keinem Krieg oder Kampf, es wird alles auf Taktik, Wissen und Gelegenheiten ausgelegt. Bisschen Magie ist dabei. Es gibt eine Dreiecksgeschichte zwischen Lily, ihrem erwählten Jolyon und Alistair. Rose ist die Schwester im Hintergrund, obwohl sie durch ihr Äusseres und ihre Art immer im Vordergrund steht. Hier in dieser Geschichte ist sie immer da aber spielt nicht die Hauptschwester. Als die Schwestern als Debütantinnen eingeführt werden sollen lernen wir auch die anderen Elfenkinder kennen und da ist es nicht anders als bei allen anderen Teenies. Neid, Missgunst und Mobbing. Lily wird gezwungen sich an Alistair zu binden um ihren Bruder zu retten. Allerdings liebt sie Jolyon. Ist aber auch von Alistair gefesselt, da sie sich ähneln und verstehen. Für wen wird sie sich entscheiden. Für wen kann sie sich für einen positiven Ausgang entscheiden?
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Es lässt sich gut und schnell lesen.
Die Spannung hat seine Höhen und Tiefen. Manchmal baut es etwas ab, wenn nur geredet wird, da muss man dann einfach mal drüber lesen, es sind nie lange Passagen. Im Allgemeinen ist es recht spannend, da man zwar in etwa ahnt wie es ausgehen wird, aber den Weg zum Ziel ja nicht kennt.
Die Originalität ist dadurch gegeben, dass hier der englische Adel in die Hände der Elfen gelegt wird. Die damaligen Königsfamilien bestanden alles aus Elfen. Fand ich ganz nett. Ausserdem hatte ich sofort Lust die Romane der Rosenkriege zu lesen. Die werde ich eventuell doch mal nach vorne legen.

Fazit

Trotz einiger Abflachungen war das Buch eine nette Unterhaltung. Selbst die Dreiecksbeziehung, die sich entwickeln sollte war nicht nervig. Man hat es jedem gegönnt das Mädchen zu bekommen. Es ist kein Buch mit Tiefgang, wobei mich die Rosenkriege gelockt haben. Ich kann das Buch auf jeden Fall für Fantasyfans empfehlen. Es ist ein unblutiges und kampffreies Buch, dass trotzdem genügend Spannung aufbauen kann

3,8 von 5

Charaktere

Gray(son) Der kleine Halbbruder – Ein Spross aus York und Lancasterblut.Und als Zukunft gehändelt. Er wird entführt und als Druckmittel eingesetzt.

Tigerlily (Lily) ist die sanftere und zurückhaltende Schwester, allerdings sind ihre Fähigkeiten des Hörens und Riechens stärker ausgeprägt als die ihrer Schwester. Sie kommt in eine Dreiecksbeziehung, die sie nicht selbst hervorbeschwört hat

Wild Rose (Rose) ist die auffälligere und dominantere Schwester. Ist zwar ein starker Nebencharakter, aber trotz ihrem Mittelpunktstehenden Charakter steht sie hinter Lily

Jolyon – Er rettet Lily das Leben, als sie vor ein Auto gestossen wird. Und beide verlieben sich in einander. Er ist ein Chronist, der zwar die Geschichte der Elfen notiert, sich aber nicht einmischen,

Kate Fairchild – die Mutter

Grace und Gwyneth – Tanten der Schwestern

Evelyn York Duke of Ashford – Ein York, der Lily gerne mit seinem Sohn Alistair verbändeln will. Unsympathisch und gefährlich.

Alistair York Earl of Rosebery – Er ist ein Jäger und liebt es zu reiten. Dieses hat er mit Lily gemeinsam. Er ist ein Bad Boy und sehr von sich überzeugt. Lily geht ihm als erste unter die Haut und kratzt an seinem Ego. Er würde gerne eine Beziehung zu ihr eingehen.

Emma Swanscot – Ein Menschenmädchen, das zwar geduldet wird, da sie adliger Herrkunft ist, aber ansonsten eher geschnitten bis zurückgewiesen wird. Sie wird verachtet.

Gray Lancaster Baron von Greenwood – der Vater – Er hat Kate und die Schwestern damals verlassen und geheiratet – aus dieser Ehe entstammt Gray Jr.