Davis, S. Johnathan – 900 Serie 02 – 900 Minuten

Davis, S. Johnathan – 900 Minuten

Autor: Davis, S. Johnathan
Titel: 900 Minuten
Verlag: Luzifer
Erscheinungsdatum: 2015
Seitenanzahl Printbuch:320 Seiten
Genre: Horror, Zombie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 26.08.17-07.09.17
Band einer Reihe:  Ja – Band 1 – 900 Meilen
Challenge: Serienkiller Challenge

Worum es geht: 7 Monate nach der Apokalypse sehen wir wie es Kyle und John ergeht. John ist mittlerweile Vater – er hat nun eine andere Motivation zu überleben. Sein Sohn braucht ihn und Medikamente. Wir werden hier sehen – was ist schlimmer Menschen oder Zombies?

Klappentext

John ist Vater. Das war er nicht immer. Vor der Apokalypse hatte er einen anderen Job.

Sieben Monate nach den Ereignissen von 900 MEILEN treffen wir wieder auf Kyle und John, die sich nach Avalon zurückgezogen haben.
Sie müssen die schützenden Mauern verlassen und sich in die Welt wagen, die von den Toten beherrscht wird. Sie müssen plündern. Eigentlich sollte es ein Routineeinsatz sein, jedoch merken sie schnell, dass Kräfte im Spiel sind, die diese Reise alles andere als leicht machen …
Die Rückkehr nach Avalon wird zu einem tödlichen Wettlauf gegen die Zeit – durch eine Welt voller Verrückter, die versessen darauf sind, ihnen das Letzte zu nehmen, was ihnen noch geblieben ist: das nackte Leben.
Letztlich muss John herausfinden, ob er nach den Regeln dieser neuen Welt spielen will. Einer Welt, in der die meisten Menschen bereit sind, für das eigene Überleben zu morden. Einer Welt, in der die Menschheit die eigentliche Plage ist.
Wie weit würde ein Vater gehen, um seinen Sohn zu retten?

Macht euch bereit und springt wieder mit Kyle und John in den Hummer – in diesem tempogeladenen Thriller, einer Mischung aus Zombie-Horror und mittelalterlicher Belagerungsschlacht!

Zum Inhalt: (Spoiler)Die Welt hat sich verändert. Mit den Zombies kann man mittlerweile umgehen. Die Bedrohung kommt nun eher von den Menschen. Kyle und John haben sich in Avalon eingerichtet und zählen zu guten Soldaten. Sie beschützen die Menschen im Inneren und Besorgen Vorräte. Ein Ausbruch im Inneren zerstört die medizinische Einrichtung. John braucht unbedingt Medikamente für seinen kleinen Sohn. Also begeben sie sich auf Mission. Trotz Bedrohung der Zombies ist die Bedrohung der Gegner tatsächlich schlimmer. Zombies kann man beurteilen – es gibt frische, die sich schnell bewegen und die älteren, die schon langsamer sind. Eine Bedrohung durch eine Horde erschwert einiges, Aber die Bedrohung aus dem Inneren ist schlimmer. Es gibt einen Saboteur. Wer ist es? Wer hilft ihrem alten Widersacher? Sind sie nicht alle Freunde und Verschworene?

Handlung: Wieder einmal bestätigt es sich – wenn der Mensch die Chance hat sich der neuen Situation anzupassen kann man eine Zombieapokalypse überleben. Viel schlimmer sind die Menschen. Statt sich zusammenzuschließen um zu überleben wird hier immer noch gegeneinander gekämpft. Es ist einfach immer noch ein Machtkampf. Die Handlung selbst ist wieder sehr actionreich und spannend. Wie erwähnt wird gegen Zombies und Menschen gekämpft. Wobei Zombies hier sogar taktisch als Waffe eingesetzt werden. Eine streunende Horde bedroht die Sicherheit – allerdings wird nicht allzu sehr darauf eingegangen.
Schreibstil: Hat mir gut gefallen, man konnte sich mit der Horde treiben lassen und mit dem Avalon Team fiebern. Die Atmosphäre ist nicht gruselig oder eklig – eher spannend, Klar werden hier auch einige blutige Szenen beschrieben, die ich aber nicht als zu übertrieben fand.
Spannung ist sehr gut aufgebaut. Man erfährt zwar ziemlich früh wer der Saboteur ist, aber das dämpft nichts, denn der Rückweg ist gefährlich und rasant. Die Zeit läuft. 900 Minuten! Man erfährt viel über Johns Gefühlsleben und Chaos und wie sehr ihn seinen Sohn zum Durchhalten anregt. Ansonsten würde sein Leben wohl anders aussehn.

Ich könnte mir vorstellen, dass noch ein abschliessender Band erscheint – oder vielleicht Short Storys – vor allem über Tyler (Sohn)und wie sich alles entwickelt.

Fazit; Band 2 ist auf jeden Fall spannend und aufreibend. Es gibt viel bei dem man mitfiebert und die Daumen drückt. Band 1 hat mir minimal besser gefallen. Aber hier kann ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Zombie und Actionfans aussprechen. Man sollte sich bei den Zombie Romanen nicht von der Tatsache der Zombies zurückschrecken lassen. Denn – bis jetzt – waren alle Romane, die ich in dieser Richtung gelesen habe – mehr oder weniger eher mit dem menschlichen Abschaum, als mit den Zombies behaftet. Es gibt natürlich Tot und Blut aber der Kampf der Menschen ist wirklich viel schlimmer. Denn in einer solchen Situation überlebt nur der Stärkere.

 

Zitate

Zur Hölle, ich war in einer besseren Form, als ich es je seit der Highschool gewesen war. Vor der Apokalypse hatte ich zehn Jahre damit verbracht, vor einem Computer zu sitzen. An einem durchschnittlichen Tag war das einzige an Bewegung, dass ich die Treppen der Tiefgarage hoch und runter ging und das auch nur, weil es ein kurzer Weg war. Um zum Fahrstuhl zu gelangen, musste man über die volle Länge der Garage latschen. Damals waren wir darauf getrimmt, faul zu sein.

Wie dicke Hornhaut an abgenutzten Händen ist uns der verrückte Bastard mit der Zeit ans Herz gewachsen. Er bildete eine solide Schutzschicht, der wir immer mehr vertrauten.

Es lag vollkommen zufrieden da und schaufelte sich Brocken fauligen Fleischs in den Mund, um sie hinunterschluckten. Dadurch kamen sie aus dem Hohlraum wieder hinaus, der einst der Bauch gewesen war. Dann griff die Kreatur herunter, packte sich dieselben Fleischstücke und schaufelte sie wieder in ihren leblosen Rachen.

In einem einzigen klaren Moment war eine Zahl das Letzte, was mir durch den Kopf ging. Die Zahl, die mich davon trennte, meinen Sohn zu retten: 900 Minuten.

Eine Dunkelheit, die das Licht verhüllte und es leichter machte, ein Mörder zu sein.

Wenn ein Mann mit dem Rücken zur Wand stand, hatte er zwei Möglichkeiten: Hinsetzen und sterben – oder aufstehen und sich im Kampf seines Lebens zur Wehr setzen.

Es gibt schlechte Momente und dann gibt es Momente, die so episch schlecht sind, dass man nie mehr ganz derselbe ist. Auf einer Skala von Eins bis Zehn, Eins sind Einhörner, die aus einem Topf Gold springen und Zehn ein T-Rex, der einem in den Arsch fickt … wurde dieser Moment eine Zwölf.

Wir hatten verdammtes Glück gehabt, diesen Ort zu finden. Vielleicht lediglich die Art von Glück, die man in einem schlechten Buch oder dummen Film hatte, damit die Handlung weiterging … aber dennoch Glück.

Wieder einmal schien mir die Glücksgöttin einen riesigen Karate-Kid-mäßigen Flamingo-Kick in den Sack zu verpassen.

Ich sah, wie das Blut über den Beton floss und dachte: Ein Fleck, das ist alles, was von uns übrig bleibt, wenn wir nicht mehr da sind.

Charaktere

Jarvis – Der Anführer – Er ist immer mittendrin dabei

Kyle – der beste Freund von John – sie sind zusammen seit dem 1. Band – ein guter Kämpfer, der absolut zuverlässig ist

John – Der Hauptprotagonist – Er ist oft melancholisch, da er seine Frau verloren hat. Sie starb bei der Geburt und verwandelte sich.

Rodgers – ein schräger Typ – aber guter Kämpfer – und “guter Freund”

Tyler – der kleine Sohn von John

Deanna – Eine grosse Stütze für John, da sie sich oft um Tyler kümmert

Richard – Nummer zwei nach Jarvis – ein sehr guter Anführer

Claire – John rettet ihre Tochter und es könnte sich eine Beziehung entwickeln

Olivia – das kleine Mädchen, das John gerettet hat. Sie war in der brennenden medizinischen Station

Mia – Ist Kyles Freundin – eher Selenverwandte

Gordon Green – der Bösewicht. Schon im ersten Band hat er Avalon eher fragwürdig geführt. Jetzt will er Rache und Avalon zurück. Dabei geht er buchstäblich über viele Leichen

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Fforde, Jasper – Dragonslayer 01 – Die letzte Drachentöterin

Fforde, Jasper – Dragonslayer 01 – Die letzte Drachentöterin

Autor: Fforde, Jasper
Titel: Die letzte Drachentöterin
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 12. Februar 2015
Seitenanzahl Printbuch: 253 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 11.08.17-27.08.17
Band einer Reihe: Ja – Drachentöter Reihe
Challenge: High Fantasy Challenge (5. Lies ein Buch, in dem eine Armee ihr Lager aufschlägt.)

Klappentext:Auftakt der Drachen-Trilogie von Kultautor Jasper Fjorde.
Jennifer Strange ist fünfzehn Jahre alt, Findelkind und aktuell die Leiterin von Kazam, einer Agentur, die Zauberer vermittelt. Die Zeiten, als die Zauberer noch vor Magie strotzten, sind längst vorbei. Wer einst ganze Berge versetzte, liefert heute auf seinem fliegenden Teppich Pizza aus. Die Geschäfte von Kazam laufen dementsprechend schlecht, und die Magier müssen um ihre Jobs fürchten.
Als wäre das nicht genug, macht auch noch die Vorhersage die Runde, dass der letzte Drache sterben wird – und zwar durch die Hand von niemand Geringerem als Jennifer. Schnell wird ihr klar, dass nicht nur ihr Leben, sondern die Geschicke aller Bürger in den Ununited Kingdoms auf den Kopf gestellt werden …

Wann – Gegenwart
Wo – Ununited Kingdom – England

Zum Inhalt: (Spoiler) Jennifer leitet eine Agentur für Zauberer. Allerdings ist die glamouröse Zeit der Zauberer vorbei. Sie werden nur noch für banale Dinge bestellt. Wie z. B. ein Haus mit neuer Elektrik zu versehen. Früher haben Drachen in ganz Ununited Kingdom ihr Unwesen getrieben. Sie haben Dörfer überfallen, Menschen und Vieh getötet. Dann hat der grosse Shandar – der mächtigste Zauberer – ein Abkommen mit den Drachen ausgehandelt. Jeder Drache bekam ein Stück Land und Vieh. Sie durften die Menschen nicht mehr überfallen – ansonsten müssten sie sterben. Dafür wurden Drachentöter ausgebildet. Diese waren auch die einzigen, die in das Land der Drachen konnten. Jetzt gab es eine Vision mancher mental begabter Zauberer, die den Tod des letzten Drachen vorher sagten. Und Jennifer wurde zum neuen Drachentöter ernannt. Nicht nur, dass sie die Verantwortung jetzt trägt, wird sie auch massiv von Merchandising genötigt. Sie könnte tatsächlich unfassbar reich werden. Jeder will sie buchen, bewerben, bestechen. Denn – wenn ein Drache stirbt – wird das Land, dass er bewohnte frei – und jeder, der schnell genug ist, kann es besetzen. Sich ein Stück abstecken. Aber Jennifer ist sich nicht sicher ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Denn sie lernt den Drachen kennen. Und sie bezweifelt die angeblichen Angriffe. Was also soll sie tun? Soll sie tatsächlich den letzten Drachen töten nur weil Indizien für Drachenangriffe bestehen? Kann sie sich aus ihrem Dilemma befreien?

Handlung: Eine Bewertung fällt mir hier wirklich nicht leicht. Es ist eine wirklich schräge Fantasystory in der Zauberer einen schlechten Stand haben und Zauberei nur gestattet wird wenn ein massiver Bürokratieapparat instand gehalten wird. Für jeden Zauber muss unbedingt eine Genehmigung eingeholt werden, ansonsten wird der Zauberer getötet. Da die Zauberer alle etwas zerstreut sind ist es Jennifers Aufgabe sich darum zu kümmern. Ebenso muss sie Aufträge an Land ziehen um überhaupt die Agentur am Leben halten zu können. Aber wo ist der grosse Zambini? Er ist der Eigentümer der Agentur. Er ist verschwunden. Ich habe bisher noch nie Pratchet gelesen oder ähnliche Autoren. Aber ich könnte mir vorstellen, dass dies hier ähnlich gestrickt ist. Also der Humor ist interessant und war für mich neu. Während des Lesens kam es mir oft sehr schräg vor. Aber nach einigen Tagen Abstand fand ich es dann doch ganz witzig.
Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Spannung gab es tatsächlich auch, da man ja nicht wusste, ob sie tatsächlich den Drachen töten würde, wie sie mit dem ganzen Druck umgeht. Dann musste sie neben dem Presserummel noch die Obrigkeiten beruhigen und noch die Zauberer beschäftigen. Sie traf sich mehrere Male mit dem Drachen und dann war ja noch die Frage ob es tatsächlich der Drache war, der das Abkommen gebrochen hatte und Angriffe gestartet hatte. Originalität fand ich absolut gegeben. Es waren so viel schräge Situationen und Bemerkungen dabei, das alleine ist schon originell genug. Das Ende kam mir etwas zu schnell. Da hätte man sich noch paar Seiten Zeit nehmen können. Da fühlte ich mich dann auf einmal vor vollendete Tatsachen gestellt und habe es gar nicht richtig mitbekommen.

Fazit: Das Buch hat mich oft etwas wirr zurückgelassen. Aber nach einigem Abstand muss ich dann doch sagen, dass es mir ganz gut gefallen hat. Es ist so ganz anders, als die Fantasyromane, die ich bisher gelesen habe. Es ist mit viel Humor gespickt. Ich habe zwar noch keine vergleichbaren Romane dieses Genre gelesen, könnte mir aber vorstellen, dass Liebhaber von Pratchett und Douglas hier auch ihren Spass haben könnten. So als Zwischendurchlektüre.

Zitate

Ich war bei der Schwesternschaft groß geworden, die mich vier Jahre zuvor an Kazam verkauft hatte. Ich hatte noch zwei Jahre unbezahlte Arbeit vor mir, bis ich auch nur daran denken konnte, das erste Formular zu beantragen, das mich nach weiteren vierzehn Stapeln Papierkram und Bürokratie irgendwann in die Freiheit entlassen würde.

Mutter Zenobia war die Oberin – eine zerfurchte alte Ex-Zauberin, runzlig wie eine Walnuss und ebenso unverwüstlich.

Die Macht der Magie schwand schon seit Jahrhunderten und damit auch der Einfluss der Zauberer. Früher waren Zauberer Berater des Königs gewesen; heute verkabelten wir Häuser neu und machten Abflüsse frei.

Ich sah zu den drei Zauberern hinüber, die sich fest darauf konzentrierten, nichts zu tun.

»Das ist das Quarktier«, sagte ich. »Es sieht vielleicht aus wie eine offene Messerschublade auf Beinen und als wollte es dich gleich in Stücke reißen, aber in Wahrheit ist er ein ganz Süßer und frisst höchstens mal eine Katze, wenn überhaupt.

Von den Zeiten, als die Magie noch mächtig war, nicht von der Regierung überwacht wurde und man nicht mal für den größten Zauber das Fluchformular B1–7G ausfüllen musste.

Du wohnst in Zimmer 1038, da gibt es zwar ein Echo, aber dafür ist es selbstreinigend.«

Dumme Männer und Frauen können die Zauberei für Böses einsetzen, aber dann sind die Menschen böse, nicht die Zauberei. Die Magie denkt nicht. Wir haben die Wahl, sie für Gutes oder Böses einzusetzen.

Jeder ungenehmigte Akt der Zauberei außerhalb der Zaubereihäuser wird mit … öffentlicher Verbrennung betraft.«

»Übrigens«, sagte Tiger, »darf das Quarktier schon vor dem Frühstück auf Wellblech herumkauen?«
»Nur auf verzinktem«, sagte ich, ohne aufzusehen. »Er braucht das Zink, damit seine Schuppen schimmern.«

Der Herzog von Brecon, dessen Säbelrasseln nach einer Kürzung des Verteidigungshaushalts zu einem Taschenmesserklappern verkommen war, ließ seine Soldaten als Gegenfeuer alle gleichzeitig »Peng« rufen und bewahrte scharfe Granaten für besondere Gelegenheiten auf, zum Beispiel für Geburtstage.

Ein Buch unter einem verzauberten Kopfkissen, das den Inhalt nachts in den Kopf träufelte, konnte Wunder wirken. Dummerweise sah die Schulbehörde das nicht so.

»Wenn es klingelt, bedeutet das, irgendwo hat ein Drache angegriffen. Daher kommt der Name ›hot line‹, heiße Leitung, weil Drachen Dinge anzünden.«

Charaktere

Jennifer Stange – Sie ist ein Findling von 16 und muss noch zwei Jahre im Zaubererhaus von Zambini ihren Dienst tätigen um dann frei zu sein. Geschäftsführende Managerin. Sie ist als letzter Drachentöter auserkoren. Sie wirkt manchmal etwas abwesend, hat aber alles im Griff und entscheidet sehr wohlbedacht und nicht nur aus dem Profit.

Tiger (Horton) Prawns – der neue Findling (7.) im Zambini Haus. Er soll von Jennifer angelernt werden. Er unterstützt jetzt schon Jennifer ungemein

Lady Mawgon ehemals Zaubermeisterin jetzt nur noch im Zambini Haus beschäftigt

Moobin ebenfalls ein ehemaliger guter Zauberer – allerdings erfährt er in den letzten Tagen eine Zunahme seiner magischen Fähigkeiten – das hat etwas mit dem Drachen zu tun

Mutter Zenobia eine Ex-Hexe und die heutige Leiterin des Heimes für Findlinge

Brian Spalding – ehemaliger Drachentöter, der Jennifer einweist.

Maltcassion der letzte Drachen

Gordon van Gordon Jennifers Assistent – nicht gerade vertrauenswürdig

Quarktier – das Beste – Das ist durch und durch magisch – eine der Kreaturen, die der Mächtige Shandar im sechzehnten Jahrhundert erschaffen hat. Sie sind zu neun Zehnteln eine Mischung aus Velociraptor und Küchenmaschine, und zu einem Zehntel Labrador.

der Mächtige Shandar Oberzaubermeister – er hat das Abkommen mit den Drachen ausgehandelt und Drachentöter ausgebildet

King Snodds der König, der unbedingt das Drachenland haben möchte und Jennifer dazu bringen möchte es schon vorab für ihn abzustecken.

Herzog Brecon – der Gegner auf der anderen Seite des Drachenlandes. Er will sein Land nur bestmöglich gegen Snodds Armee verteidigen.

Yarbro, Chelsea Quinn – Hotel Transylvania

Yarbro, Chelsea Quinn – Hotel Transylvania

Autor: Yarbro, Chelsea Quinn
Titel: Hotel Transylvania
Verlag: Festa Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2003
Seitenanzahl Printbuch: 352 Seiten
Genre: Horror, Vampire
Gelesen als: Taschenbuch
Zeitraum 27.07.17-10.08.17
Band einer Reihe: Ja – Saint Germain Reihe – im englischen gibt es ziemlich viel Bände mit Kurzgeschichten – im deutschen leider nur noch den 2.Teil Palast der Vampire

Challenge: Find the Cover Challenge, BuchWeltreise Challenge

Wann: 1743
Wo: Paris – Frankreich

Klappentext

Im Paris des Jahres 1743 gerät der Vampir Saint-Germain in eine Verschwörung mörderischer Satanisten. Obwohl es für Seinesgleichen gesünder ist, einer Entdeckung tunlichst aus dem Weg zu gehen, entspinnt sich zwischen dem Vampir, seinen skurrilen Verbündeten und den Teufelsanbetern ein mörderischer Kampf, den kaum jemand überleben wird… – Unterhaltsame Mischung aus Historien- und Horrorroman, erster Band einer inzwischen lang laufenden Serie; recht akkurat in, aber nicht besessen von der Darstellung des Zeitgenössischen, das Schwergewicht auf das Katz-und-Maus-Spiel lebendig und gestalteter Figuren legend, zurückhaltend im Schrecken, aber ohne Furcht vor drastischen Szenen.

Zum Inhalt: (Spoiler)Da ich vorher ein etwas moderneres Buch in der Wortwahl las, hatte ich erst etwas Schwierigkeiten mit der Umstellung. Aber das kam dann. Die Geschichte spielt im 18. Jhd. und dementsprechend hat die Autorin auch die Ausdrucksweise übernommen. Dieses überhöfliche und schleimende gesäusel der Etikette aus hohen Kreisen. Es war amüsant zu lesen und man hat über die kriecherische Art oft schmunzeln können.

Mit hat das Buch richtig gut gefallen. Was man hier aber nicht erwarten darf und kann – Vampirismus. Der Vampirfaktor in dieser Geschichte bewegt sich vielleicht bei 2-3%. Das Hauptaugenmerk wird auf den satanischen Zirkel geworfen. Die Mitglieder dort opfern Jungfrauen um in der Macht zu steigen. Dabei werden die Jungfrauen bis zum Verlust des Verstandes geschändet und gefoltert. Madeleine ist ein besonderes Opfer – schon vor ihrer Geburt dem Zirkel versprochen, muss sie bis zum Mittsonnenwende geopfert werden.

Madeleine ist ein bezauberndes Geschöpf. Im Kloster von Nonnen erzogen zu einer perfekten jungen Frau. Sie wird von ihrem Vater zur Einführung in die Gesellschaft und Verehelichung nach Paris, zu ihrer Tante geschickt. Aber die jungen Männer, die um sie Buhlen sprechen sie nicht an.

Saint Germain ist ein faszinierender Mann. Es ranken einige Gerüchte um ihn, aber nie ein Skandal. Er ist hier etwa Mitte 40 und sehr bewandert. Er spricht mehrere Sprachen, musiziert und schreibt auch Musikstücke wie kleine Opern. Madeleine ist fasziniert und auch schnell entflammt. Ach Saint Germain ist nicht abgeneigt. Und es kommt wie es kommen muss. Sie verbinden sich.

Hier haben wir aber einen typischen Vampir. Er hat mit dem Ableben die Fähigkeit des Beischlafes verloren. Er weckt die Leidenschaft durch den Akt des Bluttrinkens. Allerdings kann er bei Tage sich bewegen und hat auch keine Angst vor heiligem Boden oder Insignien. In seinen Stiefeln befindet sich Muttererde, die ihn auch  fliessendes Wasser überqueren lassen kann. Ein Spiegelbild hat er nicht. Er fasziniert die Frauenwelt durch seine perfekten Manieren und Ratschläge. Sein bevorzugter Kleidungsstil entspricht nicht der albernen farbigen Mode seines Geschlechtes. Er bevorzugt Schwarz und Weiss.

Als Madeleine dann entführt und gefangen gehalten wird, will er sie retten. Keine seiner Handlungen bedarfen allerdings irgendwie vampirische Fähigkeiten. Das einzige, das ihm zu nutzen ist, ist sein immenses Wissen durch die Jahre die er schon lebt. 1000-4000 Jahre – so genau geht das nicht hervor. Aber wenigstens 1000 Jahre.

Er kennt sich in Alchemie aus und ist in der Lage Diamanten herzustellen. Dafür hat er Zauberer engagiert.

Schafft er es Madeleine vor den Satanisten zu retten? Und wie gefährlich wird es für ihn?

Handlung: Was mich etwas unschlüssig zurück lies, waren einige Teile, die für den Verlauf dieser Geschichte unnötig waren. Die erwähnten Zauberer – das ganze um diese Zauberer hatte absolut keinen Sinn in dieser Geschichte. Sie haben sie nicht direkt betroffen. Da es sich aber um eine Reihe mit schon richtig vielen Bänden hat – könnte es natürlich sein, dass die Zauberer in späteren Bänden noch Bewandtnis haben. Hier jeden falls nicht. Auch dass Saint Germain ein Vampir ist – hatte wenig Einfluss auf die Story. Nur in den Fähigkeiten die er besass, was Sprache und Musik anging. Madeleine war nicht abgestossen über das Geheimnis – im Gegenteil. Sie ist eine sehr weltoffene und neugierige junge Frau. Ebenfalls hat die Autorin, für mich zuviel auf die Garderobe oder Ausstattung der Kutschen wert gelegt. Es war zu dieser Epoche in den hohen Kreisen der Pariser üblich wie ein Pfau ausgestattet zu sein. Das es Erwähnung findet ist ok. Aber die Details interessierten mich eher nicht.

Ansonsten fand ich die Handlung sehr faszinierend. Die Ausdrucksweise erinnert an Bücher der Brontes und Austen. Ich fühlte mich immer wie ein Beobachter, der die Szenen in den Salons und Hotels (so wurden die Stadtpalais damals genannt) Es war wie einen historischen Film zu sehen.

Was mir wirklich Probleme machte waren die Namen. Diese französischen Adelstitel – da steckte der wahre Horror dahinter.

Madelaine Roxanne Bertrande de Montalia.

Claudia de Montalia Comtesse d’Argenlac

Robert Marcel Yves Etienne Pascal Marquis de Montalia

Samson Guilbert Ègide Nicole Herriot Yves Marquis Chenu-Tourelle

Pierre Rene Maxime Ignace Ferrand Vivien Laurent Montlutin le Duc de la Mer-Herbeux

Schreibstil: Der Schreibstil ist dem Jahrhundert angepasst. Er lässt sich aber sehr gut lesen. Es wechselt immer zwischen Erzähler und Briefen hin und her. Was Anfangs etwas nervig war, dann aber die Spannung steigerte, da in den Briefen ja immer intensiver den Gefühlen ausdruck verliehen wird.

Atmosphäre: Es wurde geschickt mit Spannungselementen gearbeitet. Da gab es eine Verfolgung bei einem Reitausflug, an dem Madeleine teilnahm. Dann umgab Saint Germain immer etwas geheimnisvolles. Auch der Zirkel hat immer mit der Spannung gespielt. Saint Sebastien – der Vorstand des Zirkels war Abschaum im höchsten Maße. Aber er war für die Stimmung einfach nötig um die Spannung aufzubauen und zu erhalten.

Fazit:

Mich hat das Buch gefesselt und es hat Spass gemacht es zu lesen. Man taucht hier in die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts ein. Alles wird nach aussen hin schön gehalten, aber hinten rum weiss sowieso jeder über die Skandale bescheid. Das war immer das amüsante. Wer hier einen Vampirroman erwartet, der wird leider enttäuscht – Vampire und alles was man so von klassischen Vampiren erwartet, spielen eine absolut untergeordnete Rolle. Es handelt sich eher um einen historischen Roman. Hier werden die Abartigkeiten der elitären Gesellschaft aufgezeigt. Ein bisschen Romantik und Liebe ist vorhanden, aber auch nicht dominierend, sondern als Nebensache. +

Wer also auf historische Romane steht, mit geschickt gestalteten Spannungselementen, kann hier auf jeden Fall zugreifen. Nur bitte keine Vampirstory erwarten – da wird man enttäuscht.

Zitate

Madelaine sagte: »Wenn Ihr bereits Mut benötigt, um mich anzusprechen, dann möge der Himmel Frankreich auf dem Schlachtfeld beistehen.«

Ob wir im Wohlstand schwelgen oder in Fluten ertrinken, der Fluss ist immer der gleiche. So verhält es sich auch mit dieser Macht. Und wenn sie uns erhebt und uns die Augen öffnet für Güte und Wunder, so dass wir geadelt sind und zu Freundlichkeit und Erhabenheit angeregt werden, so nennen wir sie Gott. Aber wenn wir sie für Schmerzen und Leiden und Erniedrigungen verwenden, nennen wir sie Satan. Die Macht ist beides. Die Art, wie wir sie anwenden, entscheidet allein, ob sie das eine oder das andere ist.«

Text zweier Briefe des Comte de Saint-Germain an seinen Leibdiener Roger und seinen Majordomus Hercule, gleichzeitig mit der rechten und der linken Hand geschrieben und auf den 25. Oktober 1743 datiert:

Saint Sebastien! Das Grauen ließ ihr die Knie weich werden, und sie merkte, wie sie gegen die Schulter ihres Jagdhengstes taumelte. Sie erkannte, dass sie fliehen musste. Sie durfte von diesen gottverlassenen Männern nicht gefasst werden.

Ich weiß, dass es die Pflicht der Gattin ist, das Urteil des Ehemannes anzuerkennen und sich demütig seinen Anordnungen unterzuordnen.

Als ich zu einem Vampir wurde, büßte ich gewisse Fähigkeiten der Lebenden ein. Die meiste Zeit erachte ich das nicht als Widrigkeit. Doch um deinetwillen könnte ich mir wünschen, ein Mann zu sein und dich mit aller leiblichen Lust zu lieben.«

»Ihr solltet euch nur sehen in euren feinen Roben, aus denen eure Männlichkeiten, wenn man sie so nennen will, wie kleine Vögel in die Welt starren.«

Ich werde nie wieder die Kürze der Stunden fürchten müssen, ich werde Zeit haben zum Lernen, zum Studieren, zum Erkennen, zum Sehen all dessen, was es zu sehen gibt.

Charaktere

Le Comte de Saint-Germain (Prinz Ragoczy aus Transsilvanien) – Was mich noch mehr faszinierte ist, dass es ihn tatsächlich gab und auch die Geheimnisse um ihn. Seine Beidhändigkeit, die Musikgabe und das Sprechen mehrerer Sprachen. Auch soll er behauptet haben 3-4000 Jahre alt zu sein. Das hat die Autorin alles sehr geschickt in ihren Roman einfliessen lassen.

Beverly Sattin – ein Zauberer aus der Gilde, die bei Saint-Germain unterschlupf bekommen um die Diamanten herzustellen

Baron Beauvrai – einer der Jünger von Saint Sebastien

Saint Sebastien – Der Vorstand des satanischen Zirkels. Er ist ein wahrer menschlicher Abschaum, der viel Spass hat anderer Leben zu zerstören. Seine Macht ist die Angst, die er unter seinen Ergebenen erzeugt. Durch die Opferung von Jungfrauen will er Macht und ewiges Leben erlangen

Madelaine Montalia – Die junge Frau wurde behütet auf dem Land erzogen, ist aber schon vor ihrer Geburt dem Zirkel versprochen worden. Ihr Leid und Tod wird die ultimative Macht freisetzen. Sie ist sehr sympathisch, etwas vorlaut und bevorzugt die Nähe von Saint Germain

Roger – die rechte Hand Saint-Germains. Er ist sein Vertreter und engster Verbündeter. Er wurde einst von Saint-Germain gerettet und aufgenommen.

Hercule – ehemaliger Kutscher von Saint Sebastien. Er wurde von ihm brutal verstümmelt in dem er ihm die Kniescheiben zertrümmerte. Saint-Germain nimmt ihn bei sich auf und er wird ein enger Vertrauter

de Vandonne, Châteaurose, Jueneport, de la Sept-Nuit, Achille Cressie – Alles Jünger des Zirkels, die abartige sexuelle Anwandlungen haben.

Le Grâce – ein abtrünniger Zauberer, der das Geheimnis der Diamantherstellung verraten will.

Sinclair Academy 01 – Belphegor – Der Fluch des Dämons

Sinclair Academy 01 – Belphegor – Der Fluch des Dämons

Autor: Carson Hammer 
Titel: Belphegor – Der Fluch des Dämons
Verlag: beBEYOND by Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum: 10. Juni 2016
Seitenanzahl Printbuch: 101 Seiten
Genre: Horror, Heftromane
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 25.07.17 – 26.07.17
Band einer Reihe: Ja – Sinclair Academy
Challenge: Nein

Allgemeine Info:

SINCLAIR ACADEMY – DIE NEUEN GEISTERJÄGER führt die Abenteuer von »Geisterjäger John Sinclair« in die nächste Generation fort. Wer an der SINCLAIR ACADEMY aufgenommen wird, hat bereits schmerzhafte Erfahrungen mit dem Übernatürlichen gemacht. Jack und seine Mitstreiter Staysy, Hassan und Sachiko müssen sich im Kampf gegen Geister und Dämonen als Team bewähren und die Menschheit vor dem Grauen beschützen, das im Dunkeln lauert. Denn: Das Böse ist überall.
»Erinnern Sie sich an die Spukgeschichten aus Ihrer Kindheit? Über Geister, Vampire und Dämonen? All diese Geschichten sind wahr. Es stimmt vielleicht nicht jedes Wort, aber viel mehr als die meisten Leute glauben.« – John Sinclair –

Klappentext

FOLGE 1: BELPHEGOR – DER FLUCH DES DÄMONS
Der Ex-Soldat Jack Archer lebt zurückgezogen in einem Kloster nahe London. Doch selbst hinter den dicken Mauern lassen ihn die schrecklichen Erlebnisse des Krieges nicht los, verfolgen ihn die Dämonen seiner Vergangenheit. Eines Tages sucht ihn ein Inspektor des Scotland Yard auf. Der Polizist ist überzeugt, dass Jack in Afghanistan nicht nur gegen menschliche Feinde gekämpft hat. Jack begreift nicht und will wissen, mit wem er es zu tun hat. »Mein Name ist John Sinclair. Und ich habe einen Job für Sie. Da draußen tobt ein Krieg – und wir brauchen Männer wie Sie, um ihn zu gewinnen.«

Zum Inhalt: Ein perfekter Snack für zwischendurch. Gruselig ist es nicht, aber dafür spannend und actionreich. Mir gefiel auch, dass man immer noch mal eine Erklärung zu den gegebenen Phänomenen bekam. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ich finde es schön, dass diese Heftromane immer wieder zum Leben erwachen und sogar auch die nächste Generation eingeführt wird. Vielleicht hat es auch bei der nächsten Lesergeneration eine Chance. Ich habe John Sinclair immer gerne gelesen und auch gehört. Natürlich darf man hier keine hochtrabende Lektüre erwarten. Die Heftromane zählen heute noch zu den Groschenromanen. Allerdings kann man hier schon sagen, dass sich dieser Band hinter Romanen zu verstecken brauch.

Die Handlung ist verständlich und locker erzählt. Generell merkt man, dass hier die Protagonisten junge Leute sind und auch ihre Art miteinander um zugehen sehr locker gehalten ist. Der Schreibstil war die ersten paar Seiten etwas steif, hat sich aber wirklich schnell gegeben.

Die Atmosphäre war leider nicht gruselig, das hätte ich mir gewünscht. Aber es war spannend und auch informativ. John Sinclair tritt hier im ersten Teil nur als Nebendarsteller auf. Der Kampf wird alleine von den Trainees erledigt.

Fazit: Definitiv für Fans der John Sinclair Hefte. Es hat Spass gemacht die neuen Abenteuer zu lesen. Eine nette Lektüre für Zwischendurch, wenn man einfach mal was anderes will. Ich bin auf jeden Fall auf die Folgebände gespannt.

Zitate

Wenn wir mit dir fertig sind, setz ich’s in Wikipedia: Belphegor – harmlose Spukgestalt, mit der man kleinen Kindern Angst einjagt!«

Charaktere

John Sinclair – Ist hier in den 60ern und tritt erstmal nur als Nebenfigur auf

Miss Julia – Scheint so etwas wie die Gute Seele des Hauses zu sein. Sinclairs Sekretärin?

Jack Archer – ein Ex-Soldat, der eine Begegnung mit einem Dämon hatte. Da er aber noch nichts weiss, hat er sich in ein Kloster zurück gezogen um mit seinen Erinnerungen zurecht zu kommen. Er ist in diesem Band der letzte Rekrut und die Hauptfigur. Er hat die Fähigkeiten Dämonen anzuziehen.

Staysy Cole – äusserst zickig. Die Frau hat mich nur genervt – es wird zwar zum Ende besser – aber hier ist sie echt unsympathisch. Kämpferin mit nützlichen Voodoo Wissen

Hassan Al-Baghdadi – Hat einen Dschinn herauf beschworen, der seine gesamte Familie tötete. Seine Fähigkeit ist, dass er für Dämonen nahezu unsichtbar ist.

Sachiko Mito – wechselt gerne oft die Haarfarbe und wirkt bisschen wie eine Japanische Anime Figur. Sie entwickelt bei Wut unmenschliche Kräfte und ist eine hervorragende Samurai Kämpferin.

Zito, V.M. – Return Man

Zito, V.M. – Return Man

Autor: Zito, V.M.
Titel: Return Man
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 11. Februar 2013
Seitenanzahl Printbuch:  544 Seiten
Genre: Horror, Zombies
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 11.07.17- 25.07.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Find the Cover Challenge

Klappentext:

Die Welt ist nicht mehr dieselbe: Horden von Untoten haben die USA überrollt, und das Land ist nun aufgeteilt in die sogenannten Sicheren Staaten im Osten, wo die Überlebenden ein einigermaßen normales Leben führen können, und die Evakuierten Staaten im Westen, wo Zombiehorden Jagd auf Menschenfleisch machen. Nur der ehemalige Neurologe Henry Marco ist in Arizona zurückgeblieben, um im Auftrag der Lebenden ihren untoten Verwandten die letzte Gnade zu erweisen. Aber dieses Leben hat seinen Preis: Marco ist zum Außenseiter geworden, zum Staatenlosen, denn niemand – ob lebendig oder tot – darf die Grenze zu den Sicheren Staaten überqueren. Bis ihm eines Tages die konservative Regierung der Sicheren Staaten die Einreise und ein Leben in Wohlstand in Aussicht stellt, wenn er zuvor einen allerletzten, geheimen Auftrag erfüllt – einen Auftrag, der ihn nach Kalifornien führt, dorthin, wo die Seuche ihren Anfang nahm. Doch die Reise durch das Reich der Toten kann Marco mehr als nur das Leben kosten …

Zum Inhalt: (Kann Spoiler enthalten) Die Idee finde ich eigentlich ganz nett. Stell dir vor, einer deiner Lieben wandelt da draussen im Exil umher und das raubt dir den Schlaf – wen holst du? Den Zombie Killer. So Wird Marco nur noch genannt. Dies hier ist eine etwas anderes Szenario, als das welches ich sonst so bei Zombie Romanen vorgefunden habe. Es gibt noch Zivilisation. Es gibt den verdorbenen Teil – in dem sich Marco bewegt und den sicheren Teil – in dem alles wie beim alten ist. Es gibt Strom, Internet, Essen, Wasser. Da hat sich eigentlich nicht so viel verändert. Was treibt Marco aber an nicht auch die Sicherheit zu suchen? Seine Frau. Im Streit haben sie sich getrennt und Marco sucht nach ihr um sie dem Tod zu übergeben. Er hat heraus gefunden, dass die Toten eine art rudimentäres Gedächtnis haben. Sie machen Dinge oder gehen an Orte, die ihnen als Lebende besonders wichtig war. Das ist seine Methode die Aufträge zu finden.

Jetzt meldet sich die neue Regierung. Er soll seinen alten Partner finden und erlösen, vorher aber noch eine Blutprobe entnehmen. Dafür kann er Amnesie erlangen und ins sichere Amerika einreisen. Natürlich macht er es nicht freiwillig. Denn sein alter Partner hat in einem Gefängnis behandelt. Ja – und da wimmelt es von Zombies. Aber nicht nur die neue Regierung will den Kollegen. Auch andere Länder und Söldner wollen ein Stück vom Kuchen. China strebt die Weltmacht an und schickt einen ihrer Agenten. Die beiden werden so was wie Waffenkumpel. Fast Freundschaft in den harten und gefährlichen Zeiten. Auf der Flucht vor Zombies und Söldnern schaffen die beiden es in das Labor. Aber nicht das was sie erwartet hatten, begrüsst sie.

Das gewollte Blut in der Tasche schafft es Marco wieder nach Hause um seinen Auftrag zu beenden. Da erwartet ihn per Video eine erneute Überraschung, die ihm seinen Seelenfrieden gibt. Was erlebt er noch, in den letzten Kapiteln. Es hat mich  nicht überrascht, diese Wendung. Ich habe es fast vermutet. Das Ende könnte ein kleiner Cliffhanger sein und der Autor vermerkt im Nachwort auch, dass er sich vorstellen könnte noch einige Abenteuer mit Marco zu bewältigen. Ich hätte nichts dagegen. Es war zwar nicht das spannenste Zombiebuch, aber schon ein ziemlich gutes, das ich auch empfehlen würde.

Handlung: Die Idee gefiel mir schon sehr gut – manches hat sich nicht so ganz logisch für mich geklungen – aber warum nicht. Auch das mit seiner Frau, fand ich sehr offensichtlich – hat mich aber nicht so gestört. Während des Lesens, hatte ich manchmal paar lange Phasen, die mich etwas gestört haben. Und ich bin froh, dass ich mir viel Zeit für die Rezi gelassen habe, denn so konnte ich das Buch noch mal Revue passieren lassen und mir sagen, dass ich es wirklich gut fand.
Schreibstil: War Anfangs etwas holprig, aber das könnte auch an der Übersetzung liegen. Es war gut zu lesen.
Atmosphäre: Gruselig war es nicht, aber auf jeden Fall sehr spannend. Man hat oft genug mit ihm mit gefiebert und die Daumen gedrückt. Originalität fand ich recht gut gelungen. Es war einfach mal ein anderes Szenario und man hatte nicht das übliche 08/15 Zombie gejage vor sich. Das war mal ganz angenehm.

Fazit: Es war nicht das beste Zombiebuch, das ich gelesen habe, aber es gehört auf jeden Fall auf die Liste aller Genreliebhaber. Es ist spannend und auch sarkastisch. Manchmal etwas überzogen, aber das ist man aus Amerika gewohnt. Das ist in den anderen  Romanen, die ich aus diesem Genre gelesen habe nicht anders.

Definitiv eine Leseempfehlung für Zombiefans.

Und wenn Euch das gefällt, dann bestimmt auch diese:

Gabriel, Kerem – Der Tod ist ein Versprechen – hat mir sehr gut gefallen. Ist spannend und nicht zu übertrieben. Realistisch genug, dass es so sein könnte – bis jetzt 2. Teile

Ben Tripp – Infektion – hat ziemliche Längen mit unwichtigem Zeug und ist sehr Actionreich – aber das Ende entschädigt einen für alles. Spannend und leicht überzogen – aber eine Empfehlung

Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 01 hat mir sehr gut gefallen – hier geht es nicht um Helden – nur ums Überleben. Das war sehr realistisch. So könnte es sein, wenn ich der Apokalypse entgegen treten müsste.

Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 2 fand ich leicht schwächer aber immer noch gut. Ich bin sehr auf den 3. Teil gespanne

Anderson, Kevin David & Sam Stall – Die Nacht der lebenden Trekkies – Eine humorvolle Zombiegeschichte. Hat mich sehr gut amüsiert

Davis, S. Jonathan – 900 Meilen  Ein Zombie Highlight. Sehr spannend, man fiebert mit und drückt fest die Daumen

Millard, Adam – The Dead 1 – Todeszellen  Ein Zombie Ausbruch im Gefängnis – wie soll man da entkommen. Mittlerweile 3 Teile aber nur 2 in DE – bisher

Roux, Madeleine – Sie kommen–Ein Blog vom Ende der Welt Top Favorit – Ich liebe das Buch – ist manchmal etwas heftig – aber sehr sympathisch. Eine Empfehlung

Grant, Mia – Newsflesh-Triologie Teil 1 – FEED – Hier wird eher die Zeit nach der Apokalypse angesteuert. Habe bisher nur Band 1 gelesen und hat mir sehr gut gefallen


Monchinski, Tony – Eden kann ich nur bedingt empfehlen. Die Basisgeschichte ist super. Allerdings springt der Autor ständig in der Zeit und bringt parallele Ereignisse – wäre kein Problem, wenn es irgendwie chronologisch und nicht so zerfleddert wäre – einigen hat es nichts ausgemacht – mich hat es gestört.

Alexander, Rocky – RAG MEN – nicht direkt ein Zombie Roman. Der Ausbruch beginnt gerade. Zwei Männer auf der Reise – einer auf der Flucht – einer auf Rachemission. Ist ok – Aber Zombies haben eine Nebenrolle.


Zitate

Bevor die Zivilisation kollabiert war, hatte er nicht den Hauch einer Ahnung vom Überleben in der Wildnis gehabt. Nun ging er ohne eine vergilbte, mit Eselsohren verzierte Ausgabe von Camping für Anfänger im Rucksack nirgendwo mehr hin.

Alle Toten machten das. Sie suchten sich irgendeinen Ort aus, an dem sie dann ihr Unwesen trieben. Das war allerdings keine bewusste Entscheidung; die Leichen besaßen nämlich kein Denkvermögen, sondern wurden von einem Impuls angetrieben, der auch für Marco unerklärlich war.

Er zerrte in einer Aufwallung von Panik daran, und mit einem Ruck und einem schmatzenden Geräusch löste sich der Ring und riss Roarks verwestes Fleisch gleich mit ab, als hätte er Fleisch von einer Schweinehaxe gelöst.

Die Auferstehung war Amerikas Nemesis, und der Rest der Welt schaute zu

»Was macht sie da?«, fragte er.
Marco spürte, wie es ihm eiskalt den Rücken hinunterlief. »Ich … Ich glaube, dass sie vielleicht betet.«
Wu musterte Marco kurz. »Das ist jetzt nicht Ihr Ernst.«
»Also, ich meine, eigentlich betet der Mann nicht – aber er verharrt in dieser Stellung. Er muss ein religiöser Mensch gewesen sein. Die Kirche war sehr wichtig für ihn. Emotionale Geografie.«

Charaktere 

Henry Marco – von allen nur Marco oder Zombiekiller genannt. Er ist der „Erlöser“. Für Geld erlöst er Angehörige von der „Auferstehung“. Er sucht seine Frau, die er bei dem Ausbruch verloren hat

Owen Osbourne Interimsdirektor für das Ministerium für Heimatschutz – er zwingt Marco zu dem Auftrag

Kheng Wu – nennt sich Ken – er ist ein chinesischer Agent, der seine eigenen Befehle bezüglich Marco hat. Sie werden fast sowas wie Freunde

Roger Ballard ist ein Genie – er hat einen Impfstoff entwickelt. Aber wirkt es auch?

Danielle – Marcos Frau – nach dem Tod der Tochter zerbricht die Ehe. Die Tochter starb nicht an dem Ausbruch

Degenhardt, Christina – Trojan

Degenhardt, Christina – Trojan

Autor: Degenhardt, Christina
Titel: Trojan: Eine dunkle Prophezeiung
Verlag: BoD
Erscheinungsdatum: 11. Februar 2016
Seitenanzahl Printbuch: 444 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 24.06.17-11.07.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: High Fantasy Challenge (14. Lies ein Buch, in dem mindestens 5 Figuren von Pfeilen und/oder Armbrustbolzen durchbohrt werden. Es gelten auch Komparsen ohne Sprechrolle.)

Klappentext

Als Lord Hurrvans Soldaten Trojans Heimatdorf überfallen, flüchtet der Junge Hals über Kopf in den Wald – im Gepäck einen wertvollen Schatz, der über das Schicksal der Welt bestimmen soll. Geleitet von einer uralten Prophezeiung, begibt sich Trojan auf die gefährliche Reise nach Heflon, der Hauptstadt des alten Wissens. Helfen können ihm nur List, Magie und seine eigene Stärke. Dabei bekommt Trojan Unterstützung von Ninjada, der Enkelin einer alten Hexe, und Meaton, einem Schüler aus Heflon. Schließlich muss sich Trojan Lord Hurrvan und dem Krieg, der über Gut und Böse entscheidet, stellen und sein Schicksal erfüllen.

Zum Inhalt

Nicht immer hat man einen so tollen Klappentext – der die wichtigsten Fakten zusammenfasst ohne zuviel zu verraten. Da brauche ich zu dem Inhalt nichts zufügen.

Der Handlung konnte man wirklich gut folgen. Interessant war, dass die Autorin nicht viel Zeit für Banalitäten gelassen hat. War sehr angenehm, da es sich nicht wie ein Platzfüller anfühlte. Es war immer sehr schlüssig und actionreich. Ich habe zwar sehr lange gebraucht – das lag aber wirklich nicht an dem Buch – sondern an meinen verräterischen Augen, die einfach nicht aufbleiben wollten. Manchmal musste man schon mit den Augen rollen, da das Team sehr oft das Messer am Hals hatte 😉 Aber dann darf man auch nicht vergessen – waren alles keine ausgebildeten Sodaten – sondern Situationsbedingt zufällig Auserwählt – oder doch durch die Prophezeiung? Mir gefiel, das hier wirklich durchweg was passierte und man immer aufpassen musste nicht entdeckt zu werden. Der
Schreibstil war angenehm und leicht zu lesen. Die Atmosphäre hat mir auch gut gefallen. Man hat oft den Atem anhalten wollen um nicht von den Soldaten entdeckt zu werden. Was auch für eine gute Spannung sorgte. Die Protagonisten waren alle sympathisch – klar ausser dem Bösewicht, natürlich.

Fazit

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Es ist vielleicht nicht unbedingt was für Hardcore High Fantasy Fans – aber für jemanden, der eher selten in diesem Genre unterwegs ist kann sich hier wohl fühlen. Es ist alles verständlich und man kann gut folgen. Keine komplizierten Gefechte oder sonstigen, dem ich bei anderen Fantasy Romanen manchmal nicht folgen konnte. Ein nettes Buch für zwischendurch bei dem ständig etwas passiert.

Zitate

„Zufall ist viel in der Welt, doch jeder Zufall wird zum Schicksal. Der Zufall hat dich markiert und machte dich zum Schicksal.“

„Ohne Liebe ist das Leben nicht lebenswert. Liebe ist der einzige Grund, warum ein Mensch in den Krieg zieht, sei es ein einfacher Bauer oder ein Herrscher, wie ihr es seid.“

Charaktere – In diesem Buch gibt es sehr viele Charaktere – die dem Team auf ihrem Weg alles an Unterstüzung zu kommen lässt.

Trojan – ist unser Held – Durch Zufall wird er zu einem Auserwählten, der die Prophezeiung erfüllen soll.

Lord Hurrvan – Ihm passt es nicht, das er das Land mit seinen Geschwistern teilen muss und führt deswegen Krieg – der kleine Schatz, den Trojan beschützt, den will er für seine Zwecke benutzen

Lilliana – ein kleines Baby mit magischen Fähigkeiten, die gerade erwachen. Sie ist süss, aber wehe sie wird sauer

Gertená – die Grossmutter von Ninjada – eine Schlüsselfigur, da sie Trojan einiges beibringt um zu überleben.

Ninjada – sie wird zur Weggefährtin von Trojan. Zusammen fechten sie einige Kämpfe aus und ein klein bisschen romantisch wird es dann auch.

Kasimier – ein Wolfswelpe, den Trojan und Ninjada retten. Er ist ein Begleiter – aber noch zu klein um etwas zu bewirken. Manchmal zeigt er seine Zähne – aber leider ist er noch keine grosse Unterstützung.

Meaton – der dritte im Bunde. Er kämpft tapfer an der Seite von Ninjada und Trojan – ohne ihn hätten sie mehr Schwierigkeiten – er wird später Hauptmann und trennt sich kurzzeitig von ihnen.

Cassadra – keine grosse Figur – sie ist die Herzensdame von Meaton.

 

Rufty, Kristopher – Ein Hund namens Jagger

Rufty, Kristopher – Ein Hund namens Jagger

Autor: Rufty, Kristopher
Titel: Ein Hund namens Jagger
Verlag: Festa
Erscheinungsdatum: 17. November 2016
Seitenanzahl Printbuch: 448 Seiten
Genre: Horror, Tierhorror
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 18.06.17 – 23.06.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Find the Cover 2017

Worum es geht: Jagger ist ein Mastiff-Mix, der etwa 90 Kg wiegt. Durch Verabreichung einer illegalen Droge und  Misshandlungen wird er aggressiv und verhaltensgestört. Er entwickelt einen unbändigen Hunger auf Blut und einen Hass auf seine ehemalige Besitzerin, weil sie ihn nicht geschützt hat.

Klappentext

Amy liebt ihren Hund über alles. Er ist ihr Beschützer und bester Freund. Jagger ist zwar riesig, aber lieb und verspielt.
Doch das wird sich ändern … denn der hoch verschuldete Loser Clayton will bei Hundekämpfen die fette Kohle machen. Und dazu braucht er dringend einen Hund – einen sehr großen Hund!
Clayton weiß, wie man aus einem harmlosen Hund eine Tötungsmaschine macht: Er pumpt den armen Jagger voll mit Drogen und Steroiden und verwandelt ihn in ein blutgieriges Monster, das keinen Schmerz empfindet.
Als die durchgedrehte Bestie flieht und durch die Stadt hetzt, zerreißt sie alles, was ihr in die Quere kommt. Jagger ist auf dem Weg nach Hause, zurück zu Amy, denn die hat ihn doch im Stich gelassen …

Die Geschichte von Jagger berührt. Es ist eines der Horrorbücher, die man liebt und nie wieder vergisst.

Reißerisch! Dieser Roman verdient diese Umschreibung wirklich.

Zum Inhalt: Achtung beinhaltet Spoiler 

Der Klappentext ist wirklich gut geschrieben. Er beinhaltet alle nötigen Fakten. Warum lese ich so ein Buch. Gute Frage – Warum habe ich Cujo gelesen und gesehen. Es sind Horrorbücher. Allerdings kann man dieses Buch bei weitem nicht mit Cujo vergleichen. Himmelweiter unterschied. Fakt ist, es gibt immer noch Hundekämpfe und Hahnenkämpfe und was der kranke Mensch noch so gegeneinander antreten lässt um seine seltsamen Gelüste zu befriedigen. Das war auch der schlimmste Part in dem Buch, die Abrichtung des Hundes. Ich habe noch nie beim Lesen angefangen die Protagonisten und Nebenfiguren zu hassen. Aber hier ist das so. Solch ein Abschaum, gibt es leider wirklich, was es noch schlimmer macht. Zum Glück hat sich der Autor nicht all zu sehr über die Abrichtung ausgelassen. Ich habe mich manchmal wirklich sehr geärgert über die Personen. Es gab eigentlich keinen, den ich mochte. Amy trauert – was ich auch erwarte. Aber in ihrer Trauer geht sie doch gleich mal mit dem ermittelnden Detektiv ins Bett. Ja, jeder tröstet sich anders. Natürlich bekommt man auch vor seinem eigenen Tier Angst, wenn man erfährt, dass er mehrere Menschen getötet hat. Und wenn er dann vor einem steht, versucht man vielleicht nicht unbedingt ihn zu beruhigen. Aber ihm noch die Schuld zu geben, das war mir echt zuviel. Da hätte ich das Buch der Kuh am liebsten auf den Kopf geschlagen. (rote Zitate am Ende)

SPOILER

Amy ist Besitzerin eines Trailerparks, den sie von ihrem Vater übernommen hat (der unter anderem auch eine Art Gründungsmitglied dieser Hundekämpfe war, aber das weiss und erfährt sie nie). Um sich sicher zu fühlen wollte sie einen grossen Hund. Jagger ist zwar eine mächtige Erscheinung, aber ein ganz lieber verschmuster Kerl. Man möchte ihn auch ständig knuddeln. Für Amy ist er alles. Sie ist einsam und der Hund hat sie noch nie enttäuscht. Nicht wie die Menschen um sie herum. Zum Beispiel ihre beste Freundin, die schon mit ihrem Ex-Freund geschlafen hat und ihrem derzeitigen Freund – Clayton – auch den Tipp gibt, wo er einen so grossen Hund bekommt. Da bricht einem das Herz. Der Hund vertraut ihr und sie lockt ihn in einen Van.

Dem Hund werden irgendwelche zusammen gepanschte Drogen verabreicht, die ihn stärker und schmerzunempfindlich machen. Dann wird er von einem ekelhaften Kerl abgerichtet. Das Herz bricht erneut. Der Hund schafft es zu entkommen und nimmt natürlich mit, was ihm im Weg ist. Er ist verletzt und verstört und sein Gehirn ist umprogrammiert. Die schönen Erinnerungen an Amy erzeugen nur noch Hass, da sie ihn alleine gelassen hat. Sein Weg führt zu ihr. Und er nimmt mit wem er über den Weg läuft. Diese Droge hat zusätzlich einen unstillbaren Hunger auf Blut freigesetzt.

Natürlich weiss man als Leser, dass der Hund niemals eine Chance haben wird, das lebend zu überstehen. Selbst wenn man am Ende noch auf ein Mini-Happy End hofft – es kommt keins. Der Hund wird am Ende getötet, ohne noch mal einen schönen Moment zu haben.

Handlung: Mir kam die Handlung manchmal etwas unausgegoren vor. Man brauch sich nichts vorzumachen. Trailerparks und Hundekämpfe suggerieren einem schon welches Klientel dort bedient wird. Das hat der Autor auch gut gezeichnet. Was mich störte war, dass er unbedingt eine Sex – oder Liebesgeschichte reindrücken musste. Das passt einfach nicht.

Schreibstil: Die Dialoge sind nicht sehr gut geworden. Die Beschreibungen waren allerdings recht flüssig zu lesen. Es kann natürlich auch an der Übersetzung gelegen haben.

Atmosphäre: Die Atmosphäre war gut getroffen. Der Abschaum, der Dealer, die Tierquäler und die Stimmung der Menschen, die betroffen waren, hat er eigentlich ganz gut hinbekommen. Man hat einige Male wirklich die Nase gerümpft, weil es eklig war, oder wurde richtig wütend wegen der Handlung.

Spannung: Auch Spannung hat er gut aufbauen können. Es war zwar eine vorausschauende Handlung, aber man hat trotzdem mitgefiebert.

Originalität: Man muss hier noch mal erläutern – es ist ein Tierhorror, der leider keine reine Fiktion ist. Über Originalität lässt sich hier streiten. Tiere werden aus Vergnügen und Geldgier gequält. Finde ich nicht originell, aber ist leider Realität.

Fazit:

Das Buch hat mir leider nicht gefallen. Unabhängig von dem Inhalt, der Tierquälerei. Ich habe mich natürlich darüber aufgeregt. Aber der Autor hat es geschafft, dass ich am Ende wirklich keinen, oder kaum einen der beteiligten Personen mochte. Selbst die Besitzerin ging mir nur auf die Nerven. Was man allerdings nicht unerwähnt lassen sollte, der Autor hat es wunderbar geschafft, den menschlichen Abschaum darzustellen.

Zitate

Und Nathan war alles, was sie jetzt noch hatte.
Und ich bin alles, was er hat.
Diese Erkenntnis trieb ihr die Tränen in die Augen. Sie war der einzige Mensch in Nathans Leben und wünschte sich, er wäre kein Teil von ihrem. Ich will ihn bei mir haben. Aber wollte sie das wirklich?

Es waren jedoch Jaggers Augen, bei deren Anblick Claytons Hoden in seinen Körper zurückzuschrumpfen schienen, als wollten sie sich verstecken. Die einst so herzlichen braunen Kulleraugen hatten sich senfgelb verfärbt und es triefte eine klumpige Flüssigkeit heraus, die wie urinfarbener Matsch auf seiner Schnauze getrocknet war.

Jagger tauchte aus der Dunkelheit auf. Seine Pfoten traten mit dumpfen Schlägen auf das Holz, als er sich auf die Tür stellte. »Oh mein Gott«, flüsterte Teresa kopfschüttelnd. »Lieber Gott, nein …«
Der Hund wirkte noch größer, aufgedunsen, und auch seine Beine waren dicker. Das einst gesunde Fell, das im Sonnenlicht geglänzt hatte, war völlig verfilzt und mit Blut und Dreck verklebt. Sein Gesicht schien mit einer dunkelroten Paste beschmiert zu sein, und Federn klebten wie flauschige Haare daran.

»Ich will, dass du mich küsst.«
Eine kalte Hand grub sich in seinen Magen. »Amy …«
Sie lehnte sich zurück, drehte sich auf der Couch und legte ein Bein auf den Polstern ab. Das T-Shirt rutschte nach oben und er konnte die zarte Haut ihres Venushügels sehen. »Küss mich«, forderte sie ihn erneut auf und begann, auf ihn zuzukrabbeln.

Sie trug eine weite graue Jogginghose und ein rotes Tanktop, das eng an ihr klebte. Die Kurven ihrer Brüste und die Punkte der Nippel waren durch den dünnen Stoff leicht zu erkennen.

»Nun, die Tatsache, dass Sie ihn noch nicht gefangen haben, ist ein wenig beunruhigend, wenn ich ehrlich bin.«
»Bitte weisen Sie mich nicht noch zusätzlich darauf hin, wie schlecht ich meinen Job mache. Das tue ich schon selbst andauernd.«
»Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten.«
»Schon gut.«

Wie konnte Jagger das nur tun? Wie hatte er irgendetwas von dem tun können, was Mark ihr erzählt hatte? Ihr wurde bewusst, dass sie dies noch mehr verletzte als die Sache mit Teresa und Nick. Es verletzte sie noch mehr als all die Gelegenheiten, bei denen ihr Vater ihr das Gefühl gegeben hatte, wertlos zu sein, ungenügend und sonderbar.

Sie wusste, dass es selbstsüchtig war, sich so zu fühlen, wenn so viele andere Menschen verletzt oder getötet worden waren, aber sie konnte nichts dagegen tun. Jagger gehörte zu ihr, und er hatte ihr mehr wehgetan als irgendjemand sonst. Er hatte ihr das Herz gebrochen und ihre Seele zerstört.
»Wie konntest du mir das antun?«, schrie sie und drückte Nathan an sich. »Hm? Was hab ich dir denn jemals getan!?!«

Sie stellte sich vor, wie Mark mehrere Kugeln auf Jagger abfeuerte, und war überrascht, dass sie nicht die geringste Trauer empfand.
Er ist nicht mehr mein Hund
Es half, dass er nicht einmal mehr annähernd so aussah wie früher. Das machte es ihr leichter, die schönen Erinnerungen an ihn beiseite zuwischen.

Charaktere

Brock Shuller – taucht hier nur namentlich auf. Er ist derjenige, der bei den Hundekämpfen viel Geld verloren hat und Clayton nur noch eine Chance gibt, das auszubügeln

Clayton – Ein Loser. Er richtet mit anderen Hundekämpfe aus.

Ralph – nur namentlich erwähnt. Er schuldete Brock Geld und es wurde nur noch sein Kopf gefunden mit Hundeexkrementen gefüllt

Freddy – ein ekelhafter Psychopat. Er zwingt Clayton ihm einen zu Blasen um Zeit bei Brock zu schinden. Ausserdem richtet er die Hunde für die Kämpfe aus. Dabei empfindet er ein perverses Vergnügen.

Teresa – Amys beste Freundin, die sie aber für Clayton, der sie schon betrogen hat, hintergeht und den Hund mitentführt.

Amy – Die Hauptperson

Janice – Eine Bewohnerin des Trailerparks. Sie ist eine Alkoholikerin, die ihr Kind vernachlässigt. Eine Nebenperson. Sie ist die Mutter von Nathan, dem sie die Schuld für ihr heruntergekommenes Leben gibt

Nathan – etwa 4 Jahre. Liebt Jagger und Jagger ihn. Sie spielen immer zusammen. Ein tapferer kleiner Bursche, der trotz der Vernachlässigung der Mutter immer brav und liebevoll ist

Deputy Mark Varner – Er mag weder Hunde noch Katzen, aber ist scharf auf Amy. Selbst wenn er sich zurückhält und ihre Verletzlichkeit nicht ausnutzen will, kommt es dann doch zum Sex.

Jim Riley  – ein Bewohner des Trailerparks. Schon älter  – in den 70er. Er hält Hühner und ist auch scharf auf Amy. Er beobachtet sie  manchmal wenn sie sonnenbadet. Um mit ihr in Kontakt zu kommen, bringt er ihr oft Eier vorbei.

Ellie Riley – Die Ehefrau von Jim. Sie gehört neben Nathan zu den wenigen, die ich mochte. Sie hilft Amy und tröstet sie.