[Abgebrochen] Collison, Wilson – Die Nacht mit Nancy

Collison, Wilson - Die Nacht mit Nancy abgebrochenkeine beurteilung1

  • Autor: Collison, Wilson
    Titel: Die Nacht mit Nancy
    Verlag: Louisoder
    Übersetzung: Johanna von Koppenfels
    Erscheinungsdatum: Erste Auflage 2016 Deutschland
  • Veröffentlichung: 1933
    Seitenanzahl Printbuch: 249 Seiten
    Genre: Humor
    Zeitraum: 17.,4.20-18.04.20
    Band einer Reihe: Nein
    ASIN: B01JRX7D0U
    Bereits gelesene Bücher der Autoren
  • Abgebrochen POS: 160/568

Klappentext

Die Ostküsten-USA Anfang der 1930er Jahre. Eine Hausparty in einem großbürgerlichen Landhaus. Ein lauter Schrei lässt die Bewohner mitten in der Nacht aufschrecken. Die sittenstrenge Gastgeberin Mrs. Hanley eilt heran und traut ihren Augen kaum: In einem der Gästezimmer trifft sie nicht nur auf die junge, attraktive und nur mit einem Negligé bekleidete Witwe Nancy, sondern auch auf drei Männer in Pyjamas. Empört lässt sie alle Gäste und Bediensteten herbeirufen und fordert den jungen Anwalt Jimmie Landon auf, ein Kreuzverhör durchzuführen, um diese pikante Angelegenheit aufzuklären …

Meine Meinung

Ich kann ja keine objektive Meinung abgeben, da ich es nicht beendet habe. Warum habe ich mich entschlossen es abzubrechen? Man wird direkt in das Geschehen hinein geworfen. Was nicht unbedingt das Schlimme ist. Aber es tauchen dann sofort soviel Leute auf, zu denen man weder Bild noch Zusammenhang hat. Natürlich werden während der Dialoge die Personen vorgestellt. Aber ich hatte immense Schwierigkeiten sie zuzuordnen. Mir kam das ganze eher wie ein Skript für ein Theaterstück vor, ohne die Regieanweisungen. Es wurden zwar auch Personen und Umgebung beschrieben – aber ich konnte einfach keinen Faden zu fassen bekommen. Ich war richtig orientierungslos. Das hat mir dann keinen Spass mehr gemacht. Obwohl ich den Humor aus dieser Zeit eigentlich sehr gerne mag.

Schreibstil: Der Stil war durch die Dialoge etwas hektisch. Ich kam mir vor wie auf dem Tennisplatz – der Ball wurde hin und her geschlagen und ich versuchte ihm zu folgen. Ansonsten passt der Stil zu den 30ern.

Fazit

Für mich war es leider nicht das Richtige. Ich mag den Stil dieser Epoche gerne. Sie hat immer so was schön sarkastisches und frivoles. Das wird hier auch sein. Leider bin ich einfach nicht hinein gekommen.

Safier, David – Die Ballade von Max und Amelie

Autor: Safier, David
Titel: Die Ballade von Max und Amelie
Verlag: Rowohlt E-Book
Erscheinungsdatum: 27. November 2018)
Seitenanzahl Printbuch: 362 Seiten
Genre: Abenteuer
Zeitraum 18.01.20-25.01.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B07CMPW6MZ
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Mieses Karma (ohne Rezi)

Plötzlich Shakespeare (ohne Rezi)

Klappentext

Das große Abenteuer Liebe

Die einäugige Hündin Narbe kann sich nicht vorstellen, dass eine wie sie jemals geliebt werden könnte. Doch dann verirrt sich der sanfte Hund Max zu der Müllkippe, auf der Narbe lebt. Er erzählt ihr von seinem wunderschönen Zuhause bei den Menschen und in der Hoffnung auf ein besseres Leben begleitet Narbe den Fremden auf die gefährliche Heimreise.

Unterwegs wird Max von Alpträumen geplagt, in denen die beiden ein Liebespaar sind, aber von einem Menschen getötet werden. Aber sind es wirklich Alpträume oder vielmehr Erinnerungen? Narbe wehrt sich anfangs dagegen, dass es ihr Schicksal sein soll, Max zu lieben. Doch kaum beginnt sie zaghaft an das Gute zu glauben, taucht der Mensch aus den Träumen auf…

Meine Meinung

Das Buch hat mich echt kalt erwischt. Den Klappentext fand ich rührend. Ich dachte, ach ein süsser Liebesroman zwischen Tieren – ja warum nicht. Aber das hier ist was viel tieferes. Ich war wirklich beeindruckt. Ich muss aber auf jeden Fall eine Warnung herausgeben. Die Tiere haben keinen schönen Roadtrip. Sie werden von Kindern geschlagen, von Menschen verfolgt und noch so andere schwere Erlebnisse. Aber wie die beiden sich aufbauen und gerade Narbe, die nie was schönes erlebt hat, erfährt jetzt Güte und Freunde. Sie wehrt sich total dagegen, dass ihr etwas Gutes widerfahren kann. Ich fand es wirklich ein richtig toller Roman mit viel Achterbahn der Gefühle.

Schreibstil: Gut – wirklich fliessend und sehr gut zu lesen.

Figuren: Sehr gut geschrieben. Auch die Nebenfiguren werden sehr gut dargestellt. Man kann seine Emotionen jedem zuordnen.

Atmosphäre und Spannung: Es ist richtig viel Spannung vorhanden. Aber auch viel Leid und Elend. Dafür gibt es aber noch mehr Freude und Liebe. Sehr gute Balance.

Originalität: Das ist definitiv was anderes, als ich erwartet hatte. Ich finde den steinigen Weg der beiden Tiere aufzuzeigen originell. Hier wird nichts beschönigt – aber die Hoffnung immer aufrecht erhalten.

Fazit
Ein sehr emotionales Buch. Man ist hin und her gerissen, zwischen Abscheu, Hass, Mitleid, Liebe, Trauer. Auch hier noch mal die Warnung: Die Tiere haben keinen einfachen Weg vor sich. Sie müssen einiges erleiden. Ich war hin und weg und würde noch mehr dieser Art des Autors lesen. Ich habe schon zwei seiner Bücher gelesen, aber das hier, war auf jeden Fall mein bestes von ihm.

Costello, Sean – Der Cartoonist

daumen gut-steigend

Autor: Costello, Sean
Titel: Der Cartoonist
Verlag: Festa Verlag
Übersetzung:  Usch Kiausch
Erscheinungsdatum: Juni 2004
Seitenanzahl Printbuch: 272 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum 27.02.20-05.03.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 3935822774
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Scott Bowman und zwei seiner Freunde werden in einen schrecklichen Unfall verwickelt. Ein Mädchen stirbt, doch da es keine Zeugen gibt, begraben sie die Tote und schwören, niemals wieder ein Wort über das Unglück zu verlieren. §Sechzehn Jahre später: Aus Scott ist inzwischen ein respektierter, erfolgreicher Psychologe geworden. Doch die Vergangenheit holt ihn ein – in der harmlosen Gestalt eines alten, verrückten Zeichners, der in die Psychiatrie eingewiesen wird. Der Kranke scheint alles über den Arzt und den Tod des Mädchens zu wissen, denn seine schonungslosen Zeichnungen offenbaren das Unglück. Aber der Schrecken beginnt erst: Scott findet weitere Bilder des Patienten, Visionen voller Blut und Tot – und sie treten wirklich ein! Kann der Cartoonist in die Zukunft sehen? Formt er vielleicht die Zukunft? Als der monströse Wahnsinn des Cartoonisten sogar nach seiner Familie greift, handelt Scott …

Meine Meinung

Spannend aber nicht gruselig. Eher ein bisschen klassische Grusellektüre. Man fühlt sich ein bisschen an die alten Gruselfilme erinnert. Es ist spannend der ganzen Geschichte zu folgen. Was steckt denn jetzt dahinter. Wer ist dieser gruselige alte Mann, der die Zukunft zeichnet, oder gar gestaltet. Ist er ein Racheengel? Die Freunde von damals haben keinen Kontakt mehr zueinander. Aber sie waren alle erfolgreich. Bis zu einem gewissen Grad. Denn einer nach dem anderen stirbt. Soll ihm das gleiche Schicksal ereilen. Soll es so sein – Hauptsache seine Familie ist sicher. Es war eine spannende und rasante Lektüre. Man fiebert mit Scott mit und versucht ebenso hinter das Geheimnis zu kommen. Das Geheimnis selbst, fand ich jetzt nicht so überzeugend. Da wäre mir etwas anderes lieber gewesen. Aber trotzallem war es spannend – aber überhaupt nicht gruselig. Auch nicht blutig. Also für Leser, die gerne mal wieder etwas Mystery ohne extremen Thrill haben wollen.

Schreibstil: Der Stil war recht flüssig und man konnte der Geschichte gut folgen.

Figuren:Bis auf Scott blieben die Figuren eher blass. Da hätte vielleicht auch noch bisschen mehr gekonnt. Aber da ja Scott der Hauptprotagonist ist, kann man das so akzeptieren.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre war düster und es war auch spannend. Man liesst wie Scott verzweifelt versucht den Zeichner zu beeinflussen, oder seinen verfluchten Stift weg zu legen. Sein eigenes Schicksal ist ihm nicht mal wichtig. Aber seine Familie, die soll nicht für seine Fehler zahlen. Das macht die ganze Sache schon spannend. Wird der Zeichner nur ihn bestrafen?

Originalität: Es ist auf jeden Fall mal was anderes. Heute hat man zwar schon einiges in dieser Richtung gesehen – hauptsächlich mit Fotografien – aber es ist immer noch nicht zu abgedroschen, da Zeichnungen doch noch ein Tick intensiver sind.

Fazit
Ein stabiler Gruselroman. Es ist genau das richtige für Leser, die wieder etwas Spannung haben wollen, ohne gleich Panik zu bekommen. Es ist spannend, aber eigentlich nicht gruselig. Und auch nicht sehr blutig. Ein bisschen. Ich empfehle das Buch für Halloween.

Adams, Taylor – No Exit – Diese Nacht überlebst du nicht

Autor: Adams, Taylor
Titel: No Exit – Diese Nacht überlebst du nicht
Verlag: Heyne Verlag
Übersetzung:  Angelika Naujokat
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2019
Seitenanzahl Printbuch: 416 Seiten
Genre: Thriller
Zeitraum 22.03.20-30.03.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 3453439791
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

In den Bergen von Colorado gerät die junge Darby Thorne in einen Schneesturm und sucht Zuflucht in einer Raststätte. Dort trifft sie auf eine Gruppe von Schutzsuchenden. Darby scheint in Sicherheit zu sein. Doch auf dem Parkplatz macht sie eine schreckliche Entdeckung: Im Fond eines Vans sieht sie ein gefesseltes Mädchen. Wie Eiswasser schießt die Erkenntnis durch Darby: Der brutale Täter muss unter den Anwesenden sein. Aber es gibt keine Verbindung nach außen, keine Fluchtmöglichkeit. Darby muss das Mädchen retten – und die Nacht überleben …

Meine Meinung

Der Klappentext ist recht aussagekräftig, dass ich da gar nicht viel mehr ergänzen will. Das Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Ein Thriller wie man ihn sich vorstellt. Rasant und kniffelig. Er ist natürlich recht amerikanisch. Das bedeutet – Hollywood lässt grüssen. Aber wenn man einen amerikanischen Thriller liest, muss man darauf vorbereitet sein und sich darauf entspannt einlassen. Action, Spannung, Blut und Tod – das ist es was man erwarten soll und dann auch geliefert bekommt. Und das bekommt man hier. Es ist ein Pageturner. Ich fühlte mich wirklich gut unterhalten und wenn im Dezember 2020 das neue Buch herauskommt werde ich zugreifen.

Schreibstil: Sehr gut und flüssig.

Figuren: Die Charaktere waren wirklich sehr gut getroffen und es war überraschend, wer hier der Bösewicht ist. Es wird aber recht früh bekannt gegeben, was den Reiz sogar noch ein bisschen erhöht, da irgendwie der Kampf spannender wird.

Atmosphäre und Spannung: Dieses Buch enthält beides in Hochauflösender Form. Dadurch, dass die Geschichte auf ein begrenztes Gebiet beschränkt ist, steigt die Spannung noch. Also sehr gutes spannungsgeladenes Paket

Originalität: Darüber kann man streiten. Ich denke solche Geschichten gibt es sehr viele. Wichtig ist nur wie sie einem übermittelt wird. Und das kann ich hier als gelungen nennen

Fazit

Ein spannungsgeladener Thriller mit allen Elementen die man erwartet. Hollywood lässt grüssen. Ich fand es hier aber nicht störend, es hat mich gut unterhalten und das ist für mich das primäre Ziel. Man bekommt was man erwartet und das spannend und actionreich. Aber Achtung – auch brutal und blutig.

Hava, Hanna-Linn – Schneewittchens Geister

Autor: Hava, Hanna-Linn
Titel: Schneewittchens Geister
Verlag: Periplaneta
Erscheinungsdatum: 1. August 201
Seitenanzahl Printbuch: 332 Seiten
Genre: Fantasy
Zeitraum 05.03.20.20.03.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B06XKX2J16
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Schneewittchen heißt eigentlich Ernestine Nordmoor und mag Totenköpfe. Sie raucht, ist depressiv und eine Hypochonderin. Weil sie außerdem noch Geister sieht, ist sie in der Psychiatrie ein Dauergast.
Als sie eines Tages auf einen verdächtigen Prinzen trifft, ist nichts mehr wie zuvor.
Ernestine muss um ihr Leben fürchten, denn plötzlich ist nicht nur die böse Hexe, sondern auch gleich der Leibhaftige hinter ihr her…

Hanna-Linn Hava spinnt frech das Grimmsche Garn weiter zu einem furiosen Fantasy-Spektakel, in dem sich Dornröschen, Rotkäppchen und Schneewittchen die Klinke in die Hand geben und sich mit Geistern, Lindwürmern und allerlei wenig zimperlichen Gestalten herumschlagen müssen.

Meine Meinung

Herrlich schwarzer Humor. Das ist mal eine ganz andere Geschichte. Mit Grimm hat das ganze, meiner Meinung nach nicht zu tun. Es wird eigentlich kaum darauf hingewiesen – oder ich hab es nicht gesehen. Aber die Geschichte ist so schräg und witzig in ihrer düsteren Stimmung, man muss die Charaktere einfach mögen – selbst die Bösewichte mag man doch irgendwie. Sehr schade, dass da im Moment nichts neues von der Autorin kommt. Ich hätte noch gerne mehr von ihr gelesen – vielleicht auch von Ernestine. Es kommen auf jeden Fall soviel schräge Persönlichkeiten vor – ein einziges Schmunzeln. Aber nicht nur dass, es gibt auch noch genug Spannung.

Schreibstil: Nicht wie gewohnt. Er ist flüssig, aber durch das schwarzhumorige auch besonders. Mir gefiel er sehr gut

Figuren: Durch die Bank weg alle genial. So überzogen – eigentlich fast typisch englischer Humor.

Atmosphäre und Spannung: Schön düster aber auch sehr humorvoll. Und natürlich auch spannend, denn jemand will Schneewittchen töten.

Originalität: Ich war begeistert endlich mal was anderes zu lesen. Absolut originell.

Fazit

Empfehlenswert für alle, die den englischen schwarzen Humor mögen. Ein ganz wenig Grusel – aber eher Schmunzelfaktor. Hier nimmt sich keiner so wirklich ernst. Es macht einfach nur Spass hier zu lesen.

White, Gillian – Das Familiengrab

Autor: White, Gillian
Titel: Das Familiengrab
Verlag: dotbooks Verlag
Übersetzung: Isabella Bruckmaier
Erscheinungsdatum: 29. November 2016
Seitenanzahl Printbuch: 351 Seiten
Genre: Thriller, Drama
Zeitraum 10.02.20-17.02.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B01NAD0PXR
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Wer tief gesunken ist, kann noch weiter fallen… Die junge Shelley ist mit der Erziehung ihrer sechs Kinder völlig überfordert – und dann geschieht das Unfassbare: Ihr 11-jähriger Sohn Joey wird beschuldigt, ein Baby getötet zu haben. Die Medien wittern die Story des Jahres. Ein Aufschrei nach Vergeltung geht durch die englische Bevölkerung. Und eine öffentliche Hetzjagd auf die alleinerziehende Shelley und ihre Kinder beginnt, die gnadenlos ihre Opfer fordert…

Eiskalt, brutal – und very, very British!

Meine Zusammenfassung

Shelley gehört zur unteren Gesellschaftsschicht. Das sieht sie auch nicht so schlimm. Sie hat ja eigentlich alles unter Kontrolle. Denkt sie. Bis ihr Sohn verdächtigt wird ein Baby verbrannt zu haben. Da bekommt sie den gesamten Hass der Gesellschaft zu spüren. Sie kann nicht mehr in ihr Haus. Menschen den sie Vertraut hat, verraten sie und ihre eigenen Zweifel ihrem Sohn gegenüber belasten sie ebenfalls. Ihre fünf Kinder kommen zu einer Pflegefamilie, damit sie regelmässig Joey besuchen kann. Ihr selbst bleibt später nichts anderes übrig auch dort einzuziehen. Dort trifft sie auf ein komplett anderes Umfeld. Kein Fernsehn, kein Telefon und die Kinder halten trotzdem Ruhe. Sie sind brav und essen was auf den Tisch kommt. Shelley ist mehr und mehr verunsichert. Irgendwas scheint hier nicht zu stimmen. Und dann findet sie ein schwerwiegendes Geheimnis.

Meine Meinung

Ein Thriller würde ich das Buch nicht nennen. Ein Psychodrama, das ist es eher. Man erlebt hier die gesamte aufgewühlte Gefühlswelt von Shelley kennen. Sie hinterfragt alles und nichts. Sie und ihr Sohn sind die einzigen guten, und dann wieder doch nicht. Ein Achterbahn der Gefühle. Ziemlich oft wollte ich Shelley einfach mal nur eine reinhauen. Sie war manchmal wirklich so nervig und weltfremd. Irgendwann muss der Autorin dann eingefallen sein, dass sie ja eigentlich einen Thriller und kein Familiendrama schreibt. Die letzten Kapitel hat sie dann so rumgerissen, dass es total unreal wirkte. Nicht dass dieser Part nicht spannend war, er war nur irgendwie nicht passend. Es ging die ganze Zeit nur um die Gefühlswelt der Charaktere und wie die Umwelt auf sie und den Mord reagiert und dann auf einmal noch ein Thrill.

Schreibstil:

Der Stil war gut und flüssig. Was allerdings nervig war und mich irritierte. Viele Dialoge wurden in Kursiv dargestellt. Aber nicht alle.

Figuren:

Die Charaktere waren recht gut geschildert. Der eine Sohn der Pflegemutter hatte einen nicht unwichtigen Part in der Geschichte, ist aber nicht so richtig zur Geltung gekommen. Dieser Part mit ihm und Shelley war eigentlich unwichtig.
Atmosphäre und Spannung: Es war ein wirklich dichter Roman. Die Stimmung kippte ständig und konnte einen auch ständig mitreisen. Ich erwähnte ja schon, dass man Shelley gerne mehr als einmal richtig durchgeschüttelt hätte – das zeigt schon, dass die Atmosphäre einen mit reissen konnte

Fazit

Einen richtigen Thriller bekommt man hier nicht. Es ist eher ein Psychodrama. Ich denke, dass irgendwann der Verleger gesagt hat, dass sie doch einen Thriller schreibt, weswegen sie dann am Ende ein eher unpassenden Thriller-Part einbaute. Trotzdem ist es ein gutes Buch, das mich fesseln konnte.

Charaktere

Shelley – sie entspricht dem absoluten Klischee einer „asozialen“ Frau. Sechs Kinder, raucht, viele wechselnde Sexualpartner, schläft lange. Aber sie ist Mutter und hat einen starken Mutterinstinkt.

Joey – er hat schon früh seine Geschwister versorgen müssen. Es waren wohl schon Anzeichen eines Soziopathen zu erkennen. Er ist sehr verunsichert. Als Teenager im Alter zwischen Kind, der seine Mutter braucht und dem jungen Mann, dem alles egal ist.

Eunice Bolton – sie ist die Pflegemutter bei dem die Familie unterkommt. Ihre Erziehungsmethoden entsprechen der alten Schule. Und Shelley sieht, dass ihre Kinder gut erzogen sind, wenn sie Grenzen gezeigt bekommen. Aber Eunice hat ein dunkles Geheimnis.

John Bolton – der Familienvater mit antiquierten Frauenbild.

Edward Bolton – der Adoptivsohn. Er ist die Konstante in diesem Szenario in dem sich Shelley befindet.

Langstrup, Steen – Finale

Autor: Langstrup, Steen
Titel: Finale
Verlag: Heyne Verlag
Übersetzung: Wolfgang Thon
Erscheinungsdatum: 14. Mai 2018
Seitenanzahl Printbuch: 241 Seiten
Genre: Thriller, Horror
Zeitraum 20.03.20-22.03.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B077C25PNR
Bereits gelesene Bücher des Autoren: Noch keins – aber ich werde wohl auch nichts mehr lesen, denn das weitere Buch von ihm scheint ähnlich gestaltet zu sein. Dafür sind die Bücher einfach zu teuer.

Klappentext

Dänemark. Dunkle Nacht, verlassene Straßen. Fast jeder sieht das Fußball-WM-Finale. Auch an einer neonerleuchteten Autobahntankstelle ist nicht viel los. Die zwei attraktiven Frauen Agnes und Belinda, die dort arbeiten, schlagen die Zeit tot. Plötzlich streicht Scheinwerferlichter durch die Dunkelheit. Zwei Männer betreten die Tankstelle. Sie sind freundlich und zuvorkommend. Aber auch irgendwie seltsam. Beängstigend seltsam. Und sie fangen mit den zwei Frauen ein Spiel an, wie es grausamer nicht sein könnte. Es beginnt eine Nacht des Entsetzens … gnadenlos … bis zum bitteren Finale!

Meine Zusammenfassung:

Ich frage mich manchmal, ob diejenigen, die die Klappentexte verfassen, die Bücher auch lesen?

Kann SPOILER enthalten

Agnes und Belinda arbeiten beide in der Spätschicht an der Tankstelle. Während ganz Dänemark sich das Finale anschaut. Agnes will die ruhige Zeit nutzen um ihre Masterarbeit für ihr Anthropologiestudium zu schreiben. Belinda ist eher einfach gestrickt und hat Probleme mit ihrem kriminellen Freund. Agnes und Belinda könnten nicht unterschiedlicher von der Art und ihrer Meinungen sein. Es kommen wenige Kunden. Ein Mann, der einen Wunderbaum will. Einer mit einem Wohnmobil und zwei Junge Männer, die schon sehr seltsam sind. Einer der beiden filmt Agnes während des Kaufs. Sie vermitteln eine ungute Situation, verschwinden dann aber wieder. Belinda ist der Meinung auf dem Rücksitz eine gefesselte Frau gesehen zu haben, die Agnes aber nicht bemerkte.

Eine Luftdruckflasche beunruhigt Belinda – sie steht einfach da. Wer hat sie dort hingestellt? Und warum steht sie immer wieder da, auch nach dem sie sie weg geräumt hat? Und warum kommen die beiden jungen Männer denn schon wieder? Dann taucht in der Waschstrasse eine beunruhigende Schrift an der Wand auf. Was hat Belindas Freund denn damit zu tun.

Was ist das für ein Ort an dem Agnes später erwacht? Ihr tut alles weh und ihr Freund Benjamin ist schwer verletzt. Was ist das für ein Spiel?

Meine Meinung

Ich war etwas überrascht über die schlechten Bewertungen, die ich erst nach meiner Wahl, dieses Buch zu lesen, gesehen hatte. Da ist man erstmal skeptisch. Es wird über den platten Plot und die schwachen Charaktere gemeckert. Und dass es so dünn ist….

Ein Thriller ist vielleicht bisschen untertrieben. Es wird nämlich ziemlich brutal. Es entwickelt sich zu einer Snuff-Geschichte. Sie hätte bisschen mehr Tiefe vertragen können. Allerdings kann man auch sehen, dass sich der Roman stur auf die Geschichte beschränkt. Am Anfang wird es ein bisschen gezogen um Spannung aufzubauen um dann beim eigentlichen Geschehen richtig zuzuschlagen. Da wird nichts verlängert, oder künstlich verzögert. Harte Action mit viel Blut. Finde ich eigentlich nicht schlecht. Mich nervt es bei den Romanen eh, dass soviel Füllstoff verwendet wird, der die Story oft nicht weiter bringt. Ich fand es wirklich sehr spannend. Interessant war, dass die Foltermethoden gar nicht so krass beschrieben wurde – Kopfkino wurde trotzdem extrem aktiviert. Da wurde getackert und mit Nadeln gestochen. Das sind Schmerzen, die man selbst kennt und deswegen intensiver mitfühlt. Ich weiss nicht wie sich zertrümmerte Knie oder anderes anfühlt – aber das stechen – das weiss ich.

Und dann: Sie entkommen, oder auch nicht? Der Autor lässt mich dann auf einmal stehen. Ich blättere und dann kommen Leseproben zu anderen Büchern. Ich dachte das Buch wäre kaputt. Habe ich was falsches geladen. Fehlt ein Teil??? Ich stand mit runter gelassener Hose da und fühlte mich total verlassen. Was war das denn? Ein offenes Ende kennt man ja – ist keine neue Erfindung – aber das hier ist einfach abgeschnitten. Schwupps – Ende. Ich sass mit offenem Mund da und blätterte hilflos weiter….wo ist denn der Rest?? Wo ist das bittere Finale?

Nervig war auch, dass der Autor am Anfang ständig dieses, nicht genauer benannte, Finale erwähnte. Das war einfach zu oft.

Schreibstil: Der Schreibstil, oder wohl die Übersetzung ist sehr holprig. Am Anfang denkt man, es sei ein Aufsatz, der übersetzt wurde. So holprig und nicht flüssig, das war echt nicht schön. Es bessert sich – oder man gewöhnt sich dran – aber ich denke es bessert sich. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, das könnte bisschen die Spannung trüben – aber ich fand es meist nicht so schlimm – aber es fällt auf.

Figuren: Es wurde bemängelt, dass die Charaktere platt und leblos blieben. Fand ich jetzt nicht so extrem. Richtiger Tiefgang fehlt. Aber für diese Story hat es eigentlich ausgereicht.

Atmosphäre und Spannung: Ich fand es sehr spannend und die Atmosphäre wurde geschickt düster aufgebaut. Auch die Szene in der Folterkammer war für mich ausreichend spannend.

Originalität: Originell ist die Geschichte definitiv nicht. Solche gibt es als Filme ohne Ende.

Fazit

Ein wirklich sehr spannender Kurzroman, der meiner Meinung nach, alles auf den Punkt bringt ohne zu sehr abzuschweifen. Was ihm vielleicht bisschen die Tiefe nimmt – aber nicht schlecht macht. Was ihn schlecht macht, ist das abrupte Ende, das den Leser einfach so im Raum stehen lässt und man nicht weiss, was denn jetzt geschehen ist. Man weiss im ersten Moment nicht, was man denn jetzt machen soll. Das ist ein ziemlicher Punktabzug. Und im Endeffekt auch meine Empfehlung es nicht zu lesen. Was ich Schade finde, denn bis dahin fand ich es richtig gut.

Charaktere

Agnes: Sie hasst den Job an der Tankstelle. An diesem Abend will sie die Ruhe durch das Finale nutzen um ihre Magisterarbeit weiterzuschreiben. Sie ist Anthropologie Studentin. Am Anfang nimmt sie die Befürchtungen ihrer Kollegin nicht so ernst. Aber das ändert sich. Später, in Gefangenschaft, erkennt sie ihr Potential.

Belinda: Sie arbeitet schon länger an Tankstellen. Sie ist eher unbelassen und findet Agnes langweilig. Ihr grösstes Problem ist ihr Unverständnis ihrer Mutter ihrem Freund gegenüber und auch ihr Freund. Aber in der Not lässt sie Agnes nicht hängen.

Benjamin: Ist Agnes Freund und Arzt. Er gelangt mit Agnes in die Gefangenschaft und muss einiges ertragen.

Christoffer: Ist Belindas Freund. Er ist kriminell und auch nicht wirklich nett und sympathisch. Er will eigentlich nur Geld von Agnes. So ganz ohne ist er einfach nicht.

Frederik: Der junge Mann mit der Kamera. Er und sein Freund kommen an die Tankstelle und ihre seltsame Art verunsichern Belinda. Während Agnes in ihnen keine Bedrohung sieht.

Oscar: Der ruhigere und ältere Freund von Frederik – aber nicht weniger seltsam in seiner Art.

Arni: Er ist der Besitzer der Tankstelle. Er wird eigentlich nur erwähnt, bis auf einen kleinen Auftritt.

Der Mann mit dem Wunderbaum: Auch ein sehr seltsamer Kunde, der eher Beklemmung vermittelt.

Der Mann mit der Clownsmaske: Er ist der Folterer, dem Agnes bekannt vorkommt.

Inhalt aus dem Buch:

Die Waschanlage ist menschenleer. Man sieht das offene Tor, durch das man die Halle wieder verlässt, und drei riesige Bürsten, die herumwirbeln und die Wagen waschen, wenn alles in Betrieb ist. Zu erkennen ist auch die Außenwand gegenüber der Überwachungskamera. Die Außenwand ist aus Gasbeton. Für Agnes und Belinda ist es unmöglich, die Farbe der Wörter, die jemand an die Wand geschrieben hat, einzuschätzen. Trotzdem besteht für Agnes kein Zweifel. Es ist rote Farbe. Belindas Stimme ist dünn und brüchig, als sie die Wörter laut vorliest. »Heute Nacht werdet ihr sterben!«

Bargmann, Carina – Sayuri

Autor: Bargmann, Carina
Titel: Sayuri
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: Januar 2010
Seitenanzahl Printbuch: 520 Seiten
Genre: Fantasy
Zeitraum 26.01.20-10.02.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 3401064460
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext:

Eine alte Prophezeiung zwingt Sayuri und Marje, in die Wüste zu fliehen. Das Wasser des Flusses Shanu droht zu versiegen und der Stadt den Tod zu bringen. Als sie dem Neffen des verhassten Herrschers begegnen, nimmt ihr Leben eine unvorhergesehene Wendung. Denn Kiyoshi ist auf der Suche nach der Auserwählten, von deren magischer Gabe das ganze Schicksal der Kaiserstadt abhängt.

Meine Zusammenfassung

Die Kaiserstadt ist in Kasten eingeteilt. Die Armen wohnen am Stadtrand und bekommen am wenigsten Wasser. Jetzt wird das Wasser noch rationalisiert und soll teuer gekauft werden. Die Menschen drohen zu verdursten. Das kann man so nicht hinnehmen. Das sehen Marje und vor allem Milan nicht hinnehmen. Es wird Rebellion geben. Derweil wird im Kaiserpalast nach einer Lösung für das Problem gesucht. Der Kaiser ist derjenige, der die Stadt mit Wasser versorgt. Aber er wird immer schwächer und somit droht die Quelle zu versiegen. Ein oder eine 16 jährige scheint die Ursache zu sein. Diese Person entzieht dem Kaiser die Kraft. Deswegen werden alle 16 jährigen aus der Stadt verbannt. Sayuri und Marje sind beste Freundinnen. Aber Sayuri spricht nicht. Durch die Sanktionen werden die beiden zur Flucht getrieben. Aber Kiyoshi, der zur Kaiserfamilie gehört, versucht ihnen zu helfen. Denn irgendwas fesselt ihn an Marje. Eine abenteuerliche Flucht und ein Kampf ums Überleben erwartet die Freunde. Wer entzieht dem Kaiser die Kraft? Was ist das Geheimnis der Stadt und können die Freunde das Versiegen des lebensnotwendigen Wassers verhindern?

Meine Meinung:

Ein sehr spannendes und abenteuerliches Buch. Es gibt viel Kämpfe und auch einiges an Gefühlen. Es ist wirklich toll. Allerdings konnte es mich einfach nicht fesseln. Ich weiss bis heute nicht warum. Irgendwie hat der Funke gefehlt, der die Charaktere vor meinem inneren Auge lebendig machten. Trotzdem kann ich es interessierten Lesern empfehlen, da es viel gute Bewertungen bekommen hat und auch wirklich viel passiert. Es verspricht ein spannendes Abenteuer mit viel Action und einer kleinen Liebesgeschichte. Auf jeden Fall für die empfohlene Altersklasse geeignet und auch für ältere Fantasyfans

Schreibstil: Ich fand ihn etwas trocken und sehr steif. Es war wirklich alles sehr gut durchdacht und auch sehr ausführlich beschrieben. Es kam mir manchmal vor wie ein starres Muster dem gefolgt wird. Aber man konnte es schon flüssig lesen.

Figuren: Die Figuren waren auch sehr gut beschrieben und konnten überzeugen. Man konnte auch mitfiebern und hat die Daumen gedrückt.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre fand ich manchmal zu nüchtern und trocken – aber es war ausreichend Spannung da.

Originalität: Es war auf jeden Fall eine neue Story, die nicht dem derzeitigen 08/15 Schema entspricht. Das fand ich schon erfrischend.

Fazit

Auf jeden Fall ist das Buch bestens geeignet für das ausgeschriebene Alter von 12 Jahren und älter. Es war spannend und es ist wirklich viel passiert. Man kann mitfiebern und hoffen, dass es gut ausgeht. Mir hat ein bisschen der zündende Funken gefehlt, der mich richtig fesseln konnte – was aber nicht unbedingt an dem Buch liegen muss. Deswegen würde ich es auf jeden Fall allen interessierten Empfehlen. Lest rein und lasst euch mitziehen.

Charaktere

Wiljar – der Berater von Miro. Er ist das Wappentier – eine Katze mit neun Schwänzen

Miro – Der Bruder des Königs, der das Land regiert, da sein Bruder krank niederliegt und ansonsten damit beschäftigt ist die Wasserquelle zu speisen.

Marje – lebt im äusseren Ring der Stadt. Dem Armenviertel. Sie gehört mit zu den Rebellen, die gegen die Wasserrationierung kämpft. Ihre beste Freundin ist die geheimnisvolle Sayuri. Ausserdem lernt sie Kiyoshi kennen und das verwirrt sie ziemlich. Sie ist nicht zimperlich und stürzt sich in jeden Kampf für ihre Freunde.

Shio – Ein Irrlicht, das Marje und auch Sayuri immer folgt und auch oft hilft.

Sayuri – sie ist ein sehr ruhiges Mädchen. Stumm von Geburt an. Nach dem Tod ihrer Mutter übernimmt sie den Kräuterladen und hat für alle ein Pülverchen. Sie hat besondere Fähigkeiten.

Milan – Einer der Rebellenführer und Marjes Bruder. Er wird nach einem Angriff zum Tode verurteilt. Er landet in einem der Minen und Arbeitslagern, die von den Söldnern geführt wird. Dort landen auch alle verstossenen 16 jährigen.

Kiyoshi – arbeitet im Moment bei der Stadtwache. Bei einer abendlichen Kontrolle stösst er auf Marje, die ihn seit dem nicht mehr aus dem Kopf geht. Sein Onkel ist Miro – des Kaisers Bruder. Sein Vater ist in einem Krieg ums Leben gekommen. Er soll der Nachfolger von Miro werden. Allerdings erwacht er aus der Starre und sieht wie das Leben um ihn herum ist. Er will Marje retten und folgt ihr ausserhalb der Stadtmauern.

Rajar – Kiyoshis bester Freund wird zum erbitterten Feind. Der Sohn des Heerführers

 

Winterberg, Linda – Die Kinder des Nordlichts – Ein Weihnachtsroman

Autor: Winterberg, Linda
Titel: Die Kinder des Nordlichts
Verlag: Aufbau Digital
Erscheinungsdatum: 1. November 2018
Seitenanzahl Printbuch: 167 Seiten
Genre: Weihnachten, Drama
Zeitraum 02.01.02-07.01.20
Band einer Reihe: Haus der verlorenen Kinder
ASIN: B07L11K63J
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Nimmt man einer Familie ihre Geschichte …

Endlich hat Marie herausgefunden, warum sie ohne ihre Großmutter Betty aufwachsen musste. Als Norwegerin, die während des Krieges schwanger von einem Deutschen war, wurde Betty von ihrer Familie getrennt. Nun will Marie auch ihrer Freundin Elin helfen, mehr über ihre deutschen Wurzeln zu erfahren. Doch ihre Suche gestaltet sich schwierig. Allein im Rezeptbuch von Elins Großmutter finden die jungen Frauen Trost – bis sich beim Backen von Zimtschnecken und Lussekattern auf einmal ein Neuanfang abzeichnet.

Mit köstlichen norwegischen Weihnachtsrezepten.

Meine Zusammenfassung

Maries Grossmutter ist verstorben – ebenso die von Elin. Die beiden jungen Frauen stehen jetzt vor der Entscheidung, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Die Suche von Elin gestaltet sich eher ernüchternd. Eine alte Freundin von Marie, die ihr den Kontakt zu ihrer Grossmutter vermittelt hat, schafft es die beiden mit einem Freund aus dem Altenheim zusammen zu bringen. Dieser hat ein altes Haus mit einem leerstehenden Laden. So ist die Geschäftsidee entstanden. Bis zum Weihnachtsgeschäft soll der Laden fertig sein und mit norwegischen Leckereien locken. Aber so einfach ist das nicht. Die Leitungen und die Heizung sind alt. Die Konzession wurde nicht richtig erstellt. Alles Dinge, die die Eröffnung erschweren. Auch das Herz von Marie wird schwer erprobt. Wird alles gut ausgehen?

Meine Meinung:

Das Buch war so gar nicht mein Ding. Es war eher langweilig und plätscherte dahin. Es wurde sehr oft wiederholt was Marie mit ihrer Grossmutter erlebt hat, was die Grossmutter mitgemacht hat. Alle paar Seiten wurde darauf hingedrückt. Dadurch kann man dieses Buch aber auch sehr gut unabhängig vom Vorgänger Buch Haus der verlorenen Kinder lesen. Es konnte aber keine weihnachtliche Stimmung bei mir hervorbringen. Es geht Hauptsächlich darum den Laden auf Stand zu kriegen. Putzen, Streichen, Einrichten. Das ist mir ein bisschen zu wenig Weihnachten gewesen. Vielleicht sollte man doch den Vorgänger lesen um einfach einen Draht zur Geschichte um Marie und ihre Verwandten zu bekommen. Vielleicht hätte ich das gemacht, wenn ich gewusst hätte, das die beiden zusammenhängen – so ist mir die Lust an dem Vorgänger leider genommen, da ich ja schon viel erfahren habe. Und dieses hier mir einfach zu langweilig war. Dadurch schliesse ich, dass das Hauptbuch eventuell auch nicht meinen Geschmack treffen könnte.

Schreibstil

Der Stil ist ok. Manchmal hatte ich bisschen Schwierigkeiten zu folgen wer wer ist. Was mich wirklich nervte, waren die ständigen Wiederholungen der Lebensumstände.

Figuren: Die Charaktere konnten mich leider nicht wirklich erreichen. Sie blieben für mich eher oberflächlich.

Atmosphäre und Spannung: Leider war hier für mich, keine Atmosphäre und Spannung spürbar. Die Geschichte plätscherte einfach nur so vor sich hin und ich fühlte mich ein wenig gelangweilt.

Originalität: Das einzige, was für mich jetzt neu war, waren diese Lebensbornheime, die wohl in Norwegen überall verbreitet waren um die arische Rasse zu züchten.

Fazit:

Leider konnte mich diese Geschichte nicht berühren. Weder die Umstände, die Marie kennen lernte mit ihrer ungewissen Vergangenheit, noch den Neuanfang der beiden Frauen. Es kam keine weihnachtliche Stimmung auf, da sich viel um das Eröffnen des Ladens drehte. Ich fühlte mich manchmal gelangweilt.

Charaktere

Marie – sie hat ihre Grossmutter in einem Seniorenheim in Wiesbaden gefunden. Die letzten zwei Lebensjahre hat sie mit ihr in Norwegen verbracht. Nach dem Tod ihrer Grossmutter sieht sie  jetzt neuen Aufgaben vor ihr. Ein neuer Lebensweg muss eingeschlagen werden. Vielleicht auch eine neue Liebe.

Elin – sie ist aus Norwegen. Aber ihre Grossmutter hat immer Wert darauf gelegt, dass sie deutsch spricht. Sie hat in der Bäckerei ihrer Grossmutter gearbeitet. Nach deren Tod wird sie von dem Vermieter auf die Strasse gesetzt. Es reizt sie auch ihre deutschen Wurzeln zu erkunden. Dafür fährt sie mit Marie nach Deutschland. Mit dem Rezeptbuch ihrer Grossmutter eröffnet sie eine norwegische Bäckerei mit Marie

Erich – ein deutscher Wehrmachtssoldat, der Maries´ Grossmutter schwängert und im Krieg stirbt.

Betty/Lisbet – sie ist Maries Grossmutter. Hier ist sie nur eine Erinnerung. Marie vermisst sie sehr und denkt oft an das Schicksal ihrer Grossmutter und Mutter

Lieselotte – sie ist das uneheliche Kind, dass Marie von Erich bekommt. In dem Lebensbornheim wird ihr das Kind abgenommen.

Oda – sie ist Bettys beste Freundin. Beide Freundinnen trifft das gleiche Schicksal. Leider überlebt Oda es nicht.

Jane – sie ist Elins Grossmutter. Bis an ihr Lebensende hat sie den Mann geliebt, der sie in anderen Umständen verlassen hat. Nie hat sie erfahren, warum er sich von ihr abgewandt hatte.

Gertrud – Sie ist eine gute Freundin von Marie. Sie ist starkt involviert in die Aktion der Familienzusammenführung der Lebensbornheim Kinder. Sie hat Maries Grossmutter gefunden und auch Elins Grossvater. Ausserdem unterstützt sie die beiden jungen Frauen in ihrem Unternehmen ein Geschäft zu gründen

Karl-Theodor – ein Bewohner des Seniorenheims in dem Maries Grossmutter lebte. Er ist ein guter Freund und Gönner. Ihm gehört das Haus, das Marie und Elin bewohnen dürfen und den Laden neu eröffnen.

Tom – Karl-Theodor´s Enkel. Er und Marie könnten ein Paar werden – aber die Umstände sind nicht immer leicht.

 

Denning, Carl – Hexensabbat

Autor: Denning, Carl
Titel: Hexensabbat
Verlag: Edition FILM und BUCH
Erscheinungsdatum: 22. Mai 2019
Seitenanzahl Printbuch: 241 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum 19.10.19 – 06.11.19
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B07SB73T2L
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Bei den älteren Bewohnern der kleinen Küstenstadt Leonardtown löst der Name Moll Dyer noch immer Furcht und Schrecken aus. Und das, obwohl sie seit fast 400 Jahren tot ist. Der Legende nach soll Moll Dyer eine Hexe gewesen und Ursache für eine Anzahl sonderbarer Todesfälle gewesen sein.
Laura und ihre Freunde stehen kurz vor ihrem Highschoolabschluss. Als sie eines Tages von der unheimlichen Legende hören, bringt sie das auf eine spontane Idee: sie wollen mit Moll Dyer bei einer Seance Kontakt aufnehmen. Zunächst tut sich nichts. Doch dann leidet Lauras Freundin Jennifer plötzlich unter einer unerklärlichen Krankheit. Kurz darauf wird ein Mann tot in seinem Auto gefunden. Unzählige Raben suchen die Stadt heim. Doch es kommt noch schlimmer. Viel schlimmer …

Meine Meinung

Wirklich gruselig und spannend. Ich hab schon einiges in dem Bereich an Filmen gesehen. Umso interessanter ist es, es mal zu lesen. Ein perfektes Buch für den Horrormonat Oktober – oder auch so. Es gibt nicht viel neues, wobei die Raben schon ziemlich toll waren. Auf jedenfall kommen hier Gruselfans auf ihre Kosten.

Schreibstil: Gut, wirklich gut. Fliessend und kein Problem einzusteigen.

Figuren: Die Charaktere waren gut dargestellt. Selbst diejenigen mit einer Nebenrolle hatten ihren guten Auftritt.

Atmosphäre und Spannung: Hier war beides sehr gut dargestellt. Die Atmosphäre war oft so gruselig und düster, dass man ein klein bisschen Gänsehaut hätte bekommen können. Die Spannung war auch gut getroffen.
Originalität: Für mich war es als Buch sehr originell, da ich in dieser Richtung noch keines gelesen habe. Aber es hat mir Lust auf mehr gemacht.

Fazit

Ein wirklich gelungenes gruseliges Buch, das schon Gänsehautcharakter hat. Vieles kennt man zwar schon aus Horrorfilmen, aber es gab auch tolle Überraschungen, die mich bewundernd zurück liessen. Auf jeden Fall eine Empfehlung für Gruselfans. Es ist nicht zu extrem, aber man sollte vielleicht nicht immer im Dunkeln lesen.