Menschig, Diana – So finster, so kalt

Autor: Menschig, Diana
Titel: So finster, so kalt
Verlag: Knaur eBook
Erscheinungsdatum: 27. März 2014
Seitenanzahl Printbuch: 384 Seiten
Genre: Fantasy, Mystery, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 06.07.18-11.07.18
Band einer Reihe: nein
ASIN: B00GBO9YGA

Klappentext

Als Merle Hansen nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 15. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Margareta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann ereignen sich während ihres Aufenthaltes immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, tauchen unversehrt auf und verschwinden wieder. Auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes‘ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Meine Zusammenfassung (SPOILER)

Merle ist eine erfolgreiche Anwältin in einer unglücklichen Beziehung, die sie beendet. Ihr derzeitiger Mandant, bringt sie in eine ethisch bedenkliche Situation, dadurch merkt sie, dass sie nicht mehr glücklich ist. Seit Wochen wird Merle von Alpträumen heimgesucht. Dann erreicht sie die Nachricht, dass ihre geliebte Grossmutter gestorben ist. Ihre Grossmutter lebt in einem Häuschen, ohne den modernen Hilfsmitteln, wie Strom oder Telefon. Das Häuschen liegt im Wald und hat einen verbotenen Garten. Merle liebt das Haus und die Erinnerungen an ihre Kindheit. Auch die Kinder vieler Generationen lieben dieses alte Knusperhäuschen, und den nicht ganz so geheimen Ort der versteckten Lebkuchenmänner. Merles Vater erfüllt sich gerade einen lang gehegten Traum einer Reise durch Kanada, weswegen Merle erstmal alles alleine durchstehen muss. Zur Beerdigung fährt sie hin und trifft auf ihren alten Spielkameraden, der immer der Oma geholfen hat. Er hat jetzt eine eigene Familie. Sie bekommt einen Umschlag mit Unterlagen überreicht, die sie sich zu Hause in Hamburg anschaut. Dort findet sie ein altes Dokument über die Geschichte vom Hans aus dem Wald. Anscheinend ist dies die Vorlage zum Märchen von Hänsel und Gretel – ihrer Vorfahren. Sie schaltet einen Experten aus Leipzig ein – Jakob. Die beiden verbindet nicht nur die Neugierde. Es entwickelt sich eine Liaison – die sich aber nicht als einfach herausstellt, da Jakobs Beweggründe und Interesse, Merle etwas  misstrauisch machen. Ihren Urlaub möchte sie im Haus verbringen. Dann verschwinden vier Kinder. Hat dieses Verschwinden etwas mit Merles Familiengeschichte zu tun? Ist das Haus verhext und spukt es dort? Was verbirgt sich hinter dem verbotenen Garten? Ist Merle die einzige, die das stoppen kann? Wer ist die böse Hexe in dieser Geschichte?

Meine Meinung

Das Cover ist definitiv ein Eyecatcher. Es wirkt so schön gruselig und geheimnisvoll. Leider spiegelt sich das in der Geschichte nicht so wider. Sie ist nicht gruselig. Allerdings sehr spannend. Es hat mich schon ziemlich fesseln können. Wobei es einige Elemente gibt, die mir nicht schlüssig sind, und auch nicht so wirklich aufgeklärt wurden. Merle leidet unter Alpträumen. Die Träume selbst kann man verstehen und nachvollziehen – aber sie hat noch ein Gefühl, das ungeklärt bleibt. Auch das Ableben einer Person aus ihrem direkten Umkreis brachte die Geschichte irgendwie nicht weiter. Es gab keine Erklärung und war somit für mich nutzlos. Irgendwie bleibe ich auch an einer genaueren Erläuterung zum verbotenen Garten hängen. Da fehlen mir paar Infos. Kennt ihr das Gefühl, irgendwas überlesen zu haben, das dann solche Lücken erklären würden? Irgendwo habe ich entweder mal abgeschaltet, oder es ist wirklich lückenhaft. Vielleicht habe ich auch das Zwischen-den-Zeilen nicht verstanden.

Auch hatte ich so bisschen das Gefühl, dass die Autorin für Jakob, der neue Freund von Merle, eigentlich was anderes im Sinn hatte. So ab der Hälfte etwa ändert er sein Verhalten. Das hat mich etwas irritiert, aber da ich das auch schon bei meinen Geschichten verwendet habe, fand ich es nicht sooo gravierend. Man ist leicht amüsiert darüber. Es gibt eine erotische Szene, die aber wirklich geschmackvoll und nicht zu aufdringlich ist.

Wichtig ist mir hier aber, dass trotz der etwas störenden Elemente, die Geschichte wirklich spannend war.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist recht einfach und locker gehalten. Man kann schön flüssig drüber lesen

Figuren:

Mit den Charakteren hatte ich leichte Probleme. Vor allem die aus der Gegenwart. Ich fand sie etwas zu oberflächlich gehalten und konnte keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen. Anders verhält es sich zu den Charakteren aus der Vergangenheit, deren Geschichte hier immer wieder erzählt wird. Die sind sehr intensiv und interessant gestaltet und machen das ganze echt spannend.

Spannung/Atmosphäre

Sehr gelungen finde ich die Atmosphäre. Sie ist düster und geheimnisvoll. Auch als die Kinder verschwinden, der Konflikt der mit einigen Dorfbewohnern dadurch entsteht, dass die Kinder eventuell am Knusperhäuschen verschwunden sind, fand ich gut ausgebaut. Es ist auch sehr spannend, was denn jetzt alles Realität oder Märchen sind. Sind Märchen eigentlich wirklich unreal. In dieser Geschichte konnten die Charaktere einige Dinge auf jeden Fall anwenden.

Originalität:

Märchenadaptionen gibt es ja viele mittlerweile. Aber ich hatte noch keines, bei dem die eventuelle Originalgeschichte zu dem Märchen behandelt wurde. Der Reale Touch macht das alles sehr lebendig und originell.

Fazit

Trotz der aufgeführten Elemente, die ich etwas unstimmig fand, war das Buch gut zu lesen und spannend. Ich hatte viel Spass dabei und es war einfach mal etwas anderes, als der allgemeine Märchenadaptionsbrei

Charaktere

Merle Hänssler – Sie ist eine Anwältin und nicht mehr glücklich in ihrem Job. Durch den Tod ihrer Grossmutter erinnert sie sich an schönere Tage im Knusperhäuschen. Allerdings steckt hinter dem Haus mehr als schöne Erinnerungen. Irgendwie sind die Hänsslers mit ihm und seiner Geschichte verbunden

Ronja – sie ist die Tochter von Björn und eines der Kinder das verschwindet.

Luke – auch eines der Kinder das verschwindet

Amelie – ein verschwundenes Kind

Oma Mago – sie ist eine alte Dame, die in einem Knusperhäuschen im Wald lebt. Heimlich nennen sie alle eine Hexe. Sie ist die Hüterin des Hauses und des verbotenen Gartens – aber was behütet sie?

Björn – der Spielkamerad aus Kindertagen. Auch als Erwachsener noch eine grosse Hilfe für die Grossmutter

Jakob – Er ist Experte in Sagen und Märchen und war schon immer auf der Suche nach den authentischen Orten der Märchen und erhofft sich das in dem Knusperhaus zu finden. Er soll Merle helfen einen alten Text zu analysieren. Dabei entwickelt sich eine Art Beziehung zueinander. Er wird erstaunt sein, wie realistisch die Märchenwelt doch sein kann.

 

Advertisements

Aerts, Mariëtte – Hexenheide

Autor: Aerts, Mariëtte
Titel: Hexenheide
Verlag: Bastei Entertainment
Übersetzung: Gerold Anrich 
Erscheinungsdatum: 27. November 2010
Seitenanzahl Printbuch: 321 Seiten
Genre: Fantasy, Jugend
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 02.07.18-06.07.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B004ROTAMY

Klappentext

Karim und Lenne wissen genau, dass sie nicht über die Heide gehen sollen, wenn sie von der Schule kommen, auch wenn der Weg viel kürzer ist. Denn auf der Hexenheide, irgendwo zwischen den Mooren, lauert ein dunkles Geheimnis. Aber Karim und Lenne haben Fragen. Was ist mit dem Mädchen Rinnie passiert, die im letzten Sommer plötzlich verschwunden ist? Was ist wahr an der Geschichte von der weißen Hexe? Welches Geheimnis umgibt die alte Wassermühle? Und überhaupt: wer ist die Frau mit den langen weißen Haaren und den merkwürdigen Augen, die ihnen begegnet? Eines Tages erscheint ein unheimliches Gesicht im Wasser, und nachts wandern Lichter über die Heide. Ein Spuk? Karim und Lenne erhalten mehr Antworten, als ihnen lieb ist.

Meine Zusammenfassung

Das Buch beginnt mit einem Gespräch Dreier Frauen, die sich über ihre Zukunft unterhalten. Dieses Gespräch findet sechs Monate vor der kommenden Geschichte statt.

Karim und Lenne sind beste Freunde. Sie wohnen in der selben Strasse, etwas weiter entfernt von der Schule. Seit dem Verschwinden von Rinnie, dürfen Kinder nicht mehr über die Heide laufen, dabei ist der Weg nach Hause so viel Kürzer. Lenne überredet Karim das Verbot zu umgehen und über die Heide zu laufen. Karim ist das nicht so geheuer, schliesslich ist es ja nicht umsonst verboten. Auf der Heide passiert dann schon das erste Unheimliche. Der Startpunkt. Bei einem Besuch einer alten Wassermühle, treffen Karim und Lenne auf eine alterslose Frau mit weißen langen Haaren und einer hässlichen Narbe über dem Auge. Sie steht nur da und beobachtet. Allerdings hört Lenne einen Ruf, während Karim eher einen kalten Blick der Frau erntet. Lenne ist gefesselt und wäre fast mit ihr gegangen wenn Karim sie nicht zurück gehalten hätte. Mit diesem aufeinander Treffen beginnen mehrere merkwürdige Dinge. Eine hübsche rothaarige warnt sie über die Heide zu gehen. Ein Gesicht im Wasser erschreckt Lenne und eine sonderbare Glasmurmel auf Lennes Fensterbank übt eine ungewöhnliche Ausstrahlung auf sie aus. Eine Zeitlang wird es kompliziert zwischen den beiden Freunden, aber Karim gibt seine Versuchungen nicht auf, Lenne zu schützen. Ein erneutes Treffen auf die Rothaarige bringt Licht in die ganze Sache und noch mehr Angst. Es ist jetzt sehr wichtig, das Karim seine Freundin beschützt. Oder ist es doch eher Karim der Schutz benötigt?

Meine Meinung:

Das Buch ist schon länger ein Bewohner meines SuBs. Ich hatte irgendwie Lust auf etwas seichteres und habe mich hier von dem Cover und dem Klappentext überreden lassen. Wo wir gleich mal zum Cover kommen: Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut – aber es passt überhaupt nicht zum Inhalt. Denn es vermittelt mir – dass es ein typisches Romantasy-Buch ist. Und es vermittelte mir, dass die Zielgruppe Mädchen sind. Darauf habe ich auch – wiederstrebend – gewartet. Ich war sehr überrascht, dass sich hinter diesem Cover was anderes verbirgt. Denn hier geht es um wahre Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen. Warum ich denke, dass man hiermit auch Jungs begeistern kann? Karim ist hier der Hauptakteur. Er ist mutig und ängstlich. Selbst wenn es um Hexen geht, kann man vielleicht einen Jungen auch begeistern. Man weiß nicht wie alt die beiden sind. Aber während des Lesens kommt man dann auf ein Alter um etwa 10-12 – noch vor der Pubertät, sonst wären die beiden nicht so unbelastet miteinander umgegangen. Etwa in der Hälfte erscheint dann mal das Alter – die beiden sind elf. Auch wunderte ich mich über die fehlende moderne Kommunikation. Aber das Buch ist 2010 heraus gekommen – vor etwa acht Jahren war das noch nicht so ausgeprägt. Auch sehr erfrischend ein etwas anderes Szenario zu finden. Mir hat das Buch tatsächlich sehr gut gefallen. Es ist spannend und auch eine leichte Brise Humor ist enthalten. Auch werden manche Dinge schön leicht verständlich erklärt. Ich habe mich also nicht zu alt gefühlt, für dieses Buch. Es ist sehr spannend und macht wirklich Spass. Es ist auch nicht zu jugendlich.

Schreibstil

Der Schreibstil ist anfangs etwas holprig – vielleicht liegt es auch an der Übersetzung. Das fand ich am Anfang etwas störend, aber etwa nach der Hälfte ändert sich das, oder man hat sich einfach dran gewöhnt.

Charaktere:

Lenne und Karim sind hier die Hauptprotagonisten. Wobei der Hauptakteur Karim ist. Er ist so gut geschrieben, dass man ihn einfach mögen muss. Lenne ist ein kleiner Wildfang und oft etwas ungestüm. Richtig warm bin ich nicht geworden mit ihr. Die Hexen sind recht gut dargestellt. Die nette, die Zurückhaltend-Misstrauische und die Böse. So empfindet man sie und so entwickeln sich auch die Sympathien, oder Abneigungen. Gerade Karim sammelt Sympathiepunkte, da er einerseits so mutig war und Lenne unbedingt zu schützen, aber dann doch so ängstlich, dass er sich nicht traute über die Heide zu gehen. Das macht ihn zu einem wirklich süssen kleinen lebensechten Helden.

Spannung

Tatsächlich war die Geschichte wirklich spannend. Es gab kaum Längen. Sollte sich mal eine abgezeichnet haben, dann war schon die nächste Spannende Szene da. Es hat mich wirklich fesseln können.

Originalität:

Da ich nicht wirklich viel Romane mit Hexen gelesen habe, fand ich diesen hier wirklich  originell. Die Geschichte fand ich ansprechend und die Auflösung sehr diplomatisch.

Fazit

Trotzdem es ein Jugendbuch ist, kann ich es auch Erwachsenen Lesern ans Herz legen. Es hat wirklich Spass gemacht und war richtig spannend. Eine Leseempfehlung für zwischendurch. Ich denke, dass es auch für Jungs geeignet ist, da der Hauptakteuer ein mutiger Junge ist.

Charaktere

Alba – eine der Hexen – sie hat weisse Haare und eine hässliche Narbe über ihr Auge. Sie wurde damals als vermeintliche Hexe von den Dorfbewohnern vertrieben und von Vita gerettet. Sie ist diejenige, die Lenne gerufen hat.

Vita – sie ist die mächtigste der drei Hexen und böse. Sie würde gerne als Königin über die Hexen regieren. Sie hat ein auffälliges Tattoo über ihren Kopf, der kahl ist. Vor ihr muss Karim sich hüten.

Erin – sie ist die dritte Hexe und hat wunderschöne rote Locken. Sie ist die offenste der drei und hilft den Kindern wo sie nur kann. Auch ist sie offen für neue Ideen.

Karim – er ist elf und fühlt sich als Beschützer von Lenne, die seine beste Freundin ist. Dafür nimmt er auch einige gefährliche Situationen in Kauf. Er ist eher zurückhaltend und verlässlich.

Lenne – sie wird von Alba gerufen. Sie ist stark und geeignet eine Hexe zu werden. Auch sie ist elf – fast zwölf. Sie ist eher ein Wildfang und etwas ungestüm.

Rinnie – sie ist eine Schulkameradin von Karim und Lenne. Sie verschwand eines Tages, als sie über die Heide ging. Keiner weiß was aus ihr geworden ist.

 

 

Moore, Christopher – Der kleine Dämonenberater

Autor: Moore, Christopher
Titel: Der kleine Dämonenberater (Practical Demonkeeping)
Verlag: Goldmann Verlag
Übersetzung: Kristof Hahn
Erscheinungsdatum: 17. April 2012
Seitenanzahl Printbuch: 318 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 24.06.18-30.06.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B007FOKGZI

Klappentext

Eine skurrile Komödie über den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.

Travis O’Hearn hat ein Problem: Seit er vor siebzig Jahren eher aus Zufall einen Dämon geweckt hat, weicht ihm dieser nicht mehr von seiner Seite. Und Catch ist beileibe kein angenehmer Zeitgenosse, denn er hat einen unstillbaren Appetit auf menschliches Fleisch. Um dem dämonischen Treiben endlich ein Ende zu setzen, macht sich Travis auf den Weg zum König der Dschinn –der Einzige, der Catch in die Hölle verbannen kann, aus deren Staub er einst gekrochen kam …

Meine Zusammenfassung:

Nun – eigentlich ist dem Klappentext gar nichts zuzusetzen. Mehr als er aussagt gibt es auch in diesem Roman nicht. Ja – tatsächlich. Auch nach einiger Überlegung – würde ich die Zusammenfassung nicht ergänzen, durch meinen eigenen Text. Der würde nicht viel mehr erbringen.

Meine Meinung

Ich hatte schon lange vor mal einen Moore zu lesen. Deswegen stand er auch schon genauso lange in meinem Regal, wie mein Vorhaben – Rot leuchtend. Dieses Jahr hatte ich es mir auf die Leseliste gesetzt und der Zufallsgenerator hat ihn ausgewählt. Leider ist von einer skurrilen Komödie hier nichts zu finden. Es ist nicht so, dass das Buch nicht gut war. Nur nicht so gut wie ich mir erhofft hatte. Denn lustig war so gut wie nichts in dieser Geschichte. Es gab paar witzige Elemente – aber die sind  mir für eine „skurrile Komödie“ definitiv zu wenig oder zu platt.

»Seltsam war der Mädchenname meiner Mutter«, sagte Brine.
»Da hat sie’s als Kind bestimmt nicht leicht gehabt«, sagte Travis.

Moore hat auch unheimlich viel Baustellen eröffnet. Viele Charaktere eingebracht und die Kapitel mit ihnen gestartet. Da schweben dann viele Namen herum und am Ende muss man dann doch noch überlegen:“Wer war das noch mal?“ Es fügt sich am Ende natürlich alles zusammen.

Der Titel ist eher Irreführend, da hier kein bisschen auf Dämonenberatung eingegangen wurde. Selbst der englische Titel passt nicht. Meist ist der ja passender.

Das Buch kann einem schon gefallen. Es hat gewisse spannende Momente – aber es fehlt definitiv der Humor – das ist dann enttäuschend, wenn man das Buch deswegen lesen möchte.

Ich würde das Buch eher als Fantasy-Abenteuer sehen. Ein Meister, der seinen lästigen Dämon los werden will und ein Dämon, der einen skrupellosen Meister will, der ihn nicht ständig bremst beim Essen.

Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig. Das ist auch mit der Grund, weswegen ich weiter gelesen habe, obwohl ich schon einige Male ans Abbrechen dachte.

Figuren:

Es kommen unheimlich viele Figuren darin vor. Bisschen zuviel für meinen Geschmack. Obwohl Moore auch immer bisschen was von seinen Charakteren berichtet, über ihr Leben oder ihre Einstellungen, bin ich mit keinem so richtig warm geworden. Sie blieben mir einfach fremd.

Atmosphäre

Die Atmosphäre fand ich eher unbedeutend. Kühl – vielleicht. Oberflächlich. Sie konnte mich nicht eintauchen lassen.

Spannung

Spannung war schon einige Male vorhanden. Das waren auch die Momente, in denen ich beim Lesen ganz gut voran gekommen bin.

Originalität

Originell sind Fantasy Geschichte ja wünschenswert oft. Wenn man nicht gerade zu einem Schema-F Buch greift. Das kann man hier nicht behaupten. Die Geschichte hat schon seine eigene Originalität, die man bestimmt nicht noch mal findet.

Fazit

Dämonenberatung: Dieser Titel passt wirklich gar nicht. Ein sarkastischer Berater, ist das hier überhaupt nicht. Das Buch hat leider meine Erwartungen von einem humorvollen, sarkastischen Roman überhaupt nicht getroffen. Es gab nämlich kaum erwähnenswerten Humor. Es war wirklich eher eine ernste Story. Spannend war sie, und sehr gut geschrieben. Wenn ich allerdings Humor suche und Spannung oder Drama bekomme – das kann nicht gut gehen.

Zitate

Das ist Catch. Er ist ein Dämon. Er muß alle zwei Tage jemanden auffressen, oder er wird stinkig. Ich kenne ihn jetzt schon seit siebzig Jahren. Ich kann mich für seine Charakterlosigkeit verbürgen.«
Charaktere


Alles und jedes ist nur ein Märchen. Was gibt es denn sonst überhaupt? Märchen sind die einzige Wahrheit.


»Man unterschätze niemals die Anzahl derer, die einen liebend gerne scheitern sähen.«


Charaktere

The Breeze – ein kleiner Drogenkurier, der ziemlich schnell Catchs Nahrung wurde. Trotzdem er schnell weg war, findet er hier eine grosse Rolle, da er für einen Detective sehr wichtig für die Karriere ist

Augustus Brine – Eine Schlüsselfigur – er ist wichtig, da er dafür sorgen kann Catch zu verbannen. Ausserdem hält er den Einzelhandelsladen und wäre gerne eine Puffmutter

Travis O´Hearn – Er ist der Meister wider Willen des Dämons. Eigentlich wollte er Priester werden, aber durch einen herrischen Pastor, der ihn misshandelte ist er irgendwann zufällig auf die Beschwörungsformel gestossen. Seit dem ist er nicht gealtert, wird nie krank und kann nicht sterben. Er sorgt, dafür, dass Catch unter Kontrolle bleibt und nur Menschen frisst, die Böses tun.

Catch – eingefallener Engel. Jetzt ein Dämon. Er bringt Chaos und hilft seinem Meister unerwünschte Menschen zu beseitigen. Durch Travis wird er allerdings in seinem Fressverhalten gebremst und sucht sich schon einen neuen Meister

Detective Rivera – als Undercoveragent ist er hinter The Breeze her. Da dieser aber verschwindet und Rivera ihn immer noch sucht, gelangt er in den Strudel um Catch.

Gian Hen Gian – Ein Dschinn und der Einzige, der in der Lage ist Catch zu fangen und bändigen. Er war lange in einer Flasche gefangen und geniesst die Freiheit. Laut seiner Aussage waren die Dschinns schon vor den Menschen da.

Mavis Sand – eine alternde Diva. Sie ist die Besitzerin des Head of the Slug – einer Bar. Ihre Rolle ist eher im Hintergrund angesiedelt – aber sie hat auch wichtige Auftritte.

Rachel – eine misshandelte Frau, die ihren Mann dann irgendwann los geworden ist. Sie ist eine Verfechterin gegen Misshandlungen von Frauen und führt einen kleinen Zirkel naturbegeisterter Frauen. Sie denkt Catch wäre ein Erdgeist.

Effrom Elliot – Er ist nur wichtig, da er als Geisel genommen wird um von seiner Frau etwas wichtiges zu fordern.

Amanda Elliot – Sie hat Travis an dem Tag kennen gelernt, an dem er Catch beschworen hat. Fast wären sie sich näher gekommen. Er hat ihr was wichtiges mitgegeben und war siebzig Jahre auf der Suche nach ihr.

Robert – er ist ein versoffener, gescheiterter Fotograf. Er lebt im Trailer von The Breeze. Seine Frau Jennifer hat ihn raus geworfen. Nun ist er ganz am Ende. Allerdings hat er eine grosse Rolle um Catch zu überlisten.

Jennifer – sie ist Amandas Enkelin und fängt ein Verhältnis mit Travis an, der sich sehr angezogen fühlt von ihren Augen, die er schon mal gesehen hatte. Sie wird von Catch und Rachel als Geisel gehalten.

 

 

Randall, Martin – Z Revolution 01 – Sie erwachen

 daumen steigend

Autor: Randall, Martin
Titel: Sie erwachen
Verlag: HJB Verlag
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2015
Seitenanzahl Printbuch: 131 Seiten
Genre: Horror, Zombies
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 20.06.18-24.06.18
Band einer Reihe: Ja
ASIN: B012BM7BVK

Klappentext

Leif besitzt einen starken Überlebenswillen. Doch seine Entschlossenheit wird brutal auf die Probe gestellt, denn der idyllische Schwarzwald verwandelt sich über Nacht in einen Albtraum. Die Toten erheben sich und machen Jagd auf ihn. Horden von grauenerregenden Kreaturen, die nur einen Antrieb zu kennen scheinen: die noch Lebenden zu verschlingen.
In den zombieverseuchten Dörfern und Städten schließen sich ihm Weggefährten an. Kann er ihnen vertrauen?
Leifs Ziel ist Frankfurt, eine Stadt, in der alles noch sehr viel schlimmer sein soll; eine Stadt, aus der die Menschen zu flüchten versuchen. Dort ist seine Frau. Und dort erhofft er sich Antworten auf die Fragen, die ihn bedrängen: Warum fahren Panzertruppen durch Dörfer und greifen nicht ein? Wer sind die Menschen, die man »Engel des Jüngsten Gerichts« nennt? Und vor allem: Wer oder was ist für den Schrecken verantwortlich, der die Welt befallen hat?

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Während ihres Urlaubs im Schwarzwald bricht die Apokalypse aus. Zombies oder hier genannt – Schlurfer -ziehen durch die Gegend. Leif und seine Tochter Tessa haben sich mit einigen anderen Gästen in einem Hotel verschanzt. Aber die Leute werden langsam unruhig und wollen ihr Glück ausserhalb versuchen. Sie wollen das Hotel verlassen. Leif ist nicht begeistert, fügt sich aber der Mehrheit. Es bleibt ihnen am Ende nichts anderes übrig,denn ein Überlebender führt eine Horde Zombies mit sich. Die Rettung des Mannes – Sebastian – ist der Untergang des sicheren Hotels. Die Horde überrennt das Hotel und sie müssen alle fliehen. Am Anfang fahren sie noch im Konvoi, verlieren sich dann aber schnell. Leif fährt mit Tessa uns Sebastian. Ihr Ziel Frankfurt. Dort befindet sich seine Frau, als Journalistin der FAZ. Auf dem Weg dorthin kommen sie an ein Hindernis, dass sie zwingt einen Umweg zu nehmen, der Leif nicht gerade unbeabsichtigt vorkommt. Dabei gelangen sie an einen Ort, in dem ein ehemaliges Kaufhaus zu einer Tauschbörse umgewandelt wurde. Leider sind die Wächter nicht gerade die hellsten und benutzen Megaphone um die Anweisungen zu erteilen. Wir wissen ja was bei Lärm geschieht.

Als Nebengeschichte lernen wir Deniz und Marcel kennen. Sie befinden sich auch im Schwarzwald um ihr Survivaltraining zu absolvieren. Sie kommen beide aus Offenbach und hätten niemals damit gerechnet ihr Survivalwissen tatsächlich im realen Leben anwenden  zu müssen. Auch sie wollen wieder nach Hause – da sie aber zu Fuss unterwegs sind und nicht gerade vertrauenswürdig aussehen, nimmt sie keiner mit. Eine List verschafft ihnen eine Mitfahrgelegenheit in Form einer hübschen Frau – zu der sich Marcel hingezogen fühlt – Miriam. Sie nimmt die beiden mit. Auch sie treffen auf das Hindernis, das sie zwingt in dem selben Ort zu landen wie Leif und seine Begleiter. In dem Kaufhaus kommt es zu Diskussionen, während sich draussen immer mehr Zombies sammeln um dann einzudringen. Während des Kampfes wird Tessa gebissen. Aber sie können fliehen. Ausserhalb des Ortes treffen sich die beiden Gruppen und bei einem Handgelange kommt es zu einem Unglück. Leif´s Gruppe und Marcel´s Gruppe tun sich zusammen. Ein Schild führt sie zu einer Kirche. Wer weiss welche Abenteuer dort auf sie warten – das wird erst in der Fortsetzung gelüftet

Meine Meinung

Man wird sofort in das Geschehen hinein gezogen. Gleich am Anfang startet es blutig und man kommt kaum zum Luftholen. Es gibt einige Kampfszenen, die recht blutig sind, aber immer noch dezent. Man kann in einem Zombieroman schon erwarten, dass Blut spritzt und auch Gedärme gefressen werden. Aber ich finde es nicht zu übertrieben dargestellt. Interessant ist immer, wenn ein Mann solch einen Roman schreibt, dass immer genau dargestellt wird welche Waffen und auch gerne welche Autos verwendet werden. Für mich als Frau – uninteressant. Fahren, schiessen – geht. Bis auf einen Part mit den Kindern, kann man hier keine neue Erfindung erwarten – was aber dem Roman keinen Abbruch tut. Spannend ist er allemal.

Schreibstil

Der Schreibstil ist recht locker und aus dem Bauch heraus, wie man es bei Dialogen im richtigen Leben erwartet. Da Marcel und Deniz eher Jungs von der Strasse sind, sind auch hier die Dialoge nicht immer hochtrabend, was sehr realistisch ist.

Was mir nicht gefiel:

Es gab nicht viel – da mir das Buch gut gefiel. Aber gestört hat mich die ständige Erwähnung der Stadt Offenbach von Marcel. Ich als offenbacher Mädsche kenn die Stadt, für alle anderen ist es ein Ort bei Frankfurt. Die ständige Erwähnung konnte ich nicht nachvollziehen und hat mich genervt.

Figuren:

Da es ein recht dünnes Buch ist und eine Reihe, werden die Charaktere noch nicht zu tief beleuchtet. Es wird eher der Schwerpunkt auf die Situation und Umgebung in der sie sich befinden gelegt.

Spannung

Was ich an dünnen Büchern mag – es wird nicht mit vielen Füllwörtern künstliche Längen erzeugt. Man wird direkt ins Geschehen gezogen und durch die Spannung der Geschichte gerissen. Also dieser Teil ist auf jeden Fall spannend.

Originalität

All zu viel Orginalität bei einem Zombieroman darf man nicht erwarten. Hier liegt, bei mir, der Augenmerk auf die Spannung. Ist die Geschichte spannend erzählt, macht es nichts, das man solches schon öfter gelesen hat. Allerdings hat der Autor hier tatsächlich einen neuen Faktor herangezogen und ich bin gespannt wo dieser hinführt.

Fazit

Bis auf ganz kleine Schwächen kann ich diesen Piloten auf jeden Fall allen Genrefans empfehlen. Es gibt nicht viel neues, was aber der Spannung nicht abtrünnig ist. Die Charaktere versprechen Vielfältigkeit und der Weg nach Frankfurt Aktion. Da der erste Teil mit einem Cliffhanger endet, sollte man sich nicht zu lange Zeit lassen mit der Fortsetzung – was ich nicht vorhabe.

Charaktere

Leif – einer der Hauptcharaktere und Vater von Tessa. Ein Kämpfer

Tessa – Sie ist mutig. Während eines Zombieangriffs wird sie gebissen

Sebastian – Ein Überlebender, der im Hotel ankommt. Er ist Bibelfest aber nicht zimperlich und bis jetzt eine Hilfe

Marcel – ein Offenbacher, der auch schon mit Illegalen Dingen in Zusammenhang gebracht wurde. Ein Survivaltripp mit seinem besten Freund soll ihn etwas zügeln

Deniz – ein Prepper – er nimmt Marcel mit zum Surviveln um ihn etwas runter zu holen und von den kriminellen Energien.

Miriam – sie trifft auf Marcel und Deniz und nimmt sie in ihrem Wagen mit. Marcel hat sich etwas in sie verguckt.

Max Rhode (Sebastian Fitzek) – Die Blutschule

Autor: Max Rhode (Sebastian Fitzek)
Titel: Die Blutschule
Verlag: Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum: 8. Oktober 2015
Seitenanzahl Printbuch:
Genre: 273 Seiten
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 15.06.18-19.06.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B00WF7OT3K

Klappentext:

Eine unbewohnte Insel im Storkower See.
Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer.
Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird …

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Die Brüder Simon und Mark ziehen mit ihren Eltern von Berlin nach Brandenburg. Vitus Zambrowski ist der Vater und die Erzählung beginnt mit seinem Ableben. Durch ein geschäftliches Desaster sind sie gezwungen in die alte Heimat und das Haus von Vitus Familie zu ziehen. Natürlich gibt es für Teenager nichts schlimmeres, als aus der Grossstadt aufs Land zu ziehen. Nur scheint mit der Gegend etwas nicht zu stimmen. Simon und Mark treffen auf Stotter-Peter, der ein Sittlichkeitsverbrecher sein soll. Dieser erzählt ihnen von seinem unsterblichen Hund und der Hintergrundgeschichte. Ein geheimnisvoller Spiegel aus dem See soll den Charakter des hineinblickenden ins Gegenteil kehren und ihn unsterblich machen.

Unterwegs treffen die Jungs auf eine Clique und Simon wird besonders auf Sandy aufmerksam. Nur ist Sandy wirklich nicht gerade ein nettes Mädchen. Auch ihre Mutter scheint sie zu hassen. Bei einem Badeunfall rettet Vitus Sandy. Dabei beobachtet Simon etwas – etwas seltsames geschieht bei der Wiederbelebung. Danach verändern sich sowohl Sandy als auch Vitus. Aus einem liebenden Vater wird ein bösartiger Mensch, der die Mutter misshandelt und die Jungs verhöhnt. Eines Tages nimmt Vitus die Jungs mit raus auf eine Insel um sie dort Männer aus ihnen zu machen. Sie sollen Überleben und zwar mit allen Mitteln. Auch Töten ist eine Aufgabe. Dies verändert alles. Wo vielleicht noch Restliebe der Jungs zum Vater vorhanden war, erwacht Hass und Unverständnis. Was passiert hier? Wer ist gut und wer ist böse? Wer stirbt, wer lebt? Und wer überlebt? Spannend ist die Wendung am Ende.

Meine Meinung

Faszinierend. Anfangs tat ich mich etwas schwer, da es eine sehr lange Aufwärmphase gibt. Wir lernen die Protagonisten und Umstände kennen. Dadurch zieht sich das erste Drittel ganz leicht. Dann aber zieht das Tempo an und Rhode/Fitzek nimmt uns mit auf eine Insel des Terrors. Die beiden Jungs erleben eine Tortur. Und wir werden durch unfassbare menschliche Tiefen geführt. Spannend sind auch die Passagen, die er nur andeutet, da die Wiedergabe der Erinnerung von Simon zu grausam ist. Das heizt die eigene Fantasy enorm an. Und nicht gerade angenehm. Nach der langen Einführung, finde ich, dass der Spannungsbogen bis zum Ende, das überraschend ist, gehalten wird.

Schreibstil

Die Geschichte wird von Simon in Form eines Patiententagebuchs geschrieben. Wobei es in Romanform und nicht in Tagebuchform gestaltet ist. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut verfolgen.

Figuren:

Das Hauptaugenmerk wird hier auf Simon und Vitus gelegt. Wichtig ist zwar das innige Verhältnis der Brüder. Mark hat zwar als Punchingball eine tragische Rolle, aber der Hauptcharakter, Simon und sein Vater Vitus sind die, die einen fesseln. Alle anderen dienen nur um die Geschichte voran zu bringen und sind wichtig für den Aufbau.

Atmosphäre

Durch die Veränderung, die bei dem Vater erfolgt und sein Gefallen an Grausamkeiten ist die Atmosphäre sehr düster und aufgeladen. Man erwartet immer wieder etwas grausames.

Spannung

Die Spannung baut sich langsam auf. Dafür besteht sie aber auch bis zu Ende.

Kleine Überlegung

Mein erster Rhode und zweiter Fitzek. Ich hatte einmal Splitter gelesen und der gefiel mir nicht so gut. Weswegen ich Fitzek erst mal mied. Aber da er hier auf den verschiedenen Blogs so hoch gelobt wird, entfacht das natürlich schon mal die Neugierde. Da bot sich Rhode gerade an. Schaut man sich bei Amazon die Rezis an, wird das Buch sehr unterschiedlich bewertet. Mein Vorteil ist es nun, dass ich recht unbelastet in diesen Roman eintauchte. Ich kann also nicht beurteilen, ob dieser hier zu den besseren, ebenbürtigen oder schlechteren Romanen gehört. Für mich war es definitiv ein sehr spannendes Abenteuer. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und die Spannung war greifbar.

Fazit

Ich bin hier positiv überrascht. Nach einem etwas langatmigen Start in die Geschichte nahm die Spannung rasant zu und hielt sich bis zum Schluss. Das Buch ist kein klassischer Thriller. Eher ein Thriller mit leichten Horrorelementen. Aber auch  nichts für schwache Gemüter – was bei Fitzek wohl eh nicht zu erwarten sein sollte.

Charaktere

Vitus – Der Vater. Anfangs noch ein liebender Vater verändert er sich plötzlich und wird zu einem Sadisten und Schläger

Simon – er ist der Erzähler der Geschichte. Er bemerkt die Veränderung schon früh und ist der Stärkere der beiden Brüder. Allerdings geht das ganze nicht ganz Spurlos an ihm vorüber, was in einem spannenden Finale endet

Mark – er ist der ältere Bruder. Sein Vater hat es mit den Bestrafungen hauptsächlich auf ihn abgesehen. Aber er ist mutig und versucht ihn mit Simon zusammen zu bekämpfen

Sandy – Simon verguckt sich am Anfang etwas in Sandy, bis sie ihn vorführt und blamiert. Danach ist sie für ihn eher ein Ärgernis – sie taucht oft unerwünscht auf. Bei einem Badeunfall lässt sie fast ihr Leben, danach ist sie verändert und ein richtig nettes Mädchen. Leider muss auch sie durch die harte Schule

Stotter-Peter – er erzählt den Jungs von einem mysteriösen Spiegel, der die Seelen der hineinblickenden verändert. Gut wird Böse und umgekehrt. Ebenso verleiht er Unsterblichkeit.

 

Fink, Joseph; Cranor, Jeffrey – Willkommen in Night Vale

Autor: Fink, Joseph; Cranor, Jeffrey
Titel: Willkommen in Night Vale
Verlag: Klett-Cotta
Übersetzung: Wieland Freund,  Andrea Wandel
Erscheinungsdatum: 19. März 2016
Seitenanzahl Printbuch: 383 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 30.05.18-15.06.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B0188W3OOU

Klappentext

Night Vale, ein Städtchen in der Wüste. Irgendwo in der Weite des amerikanischen Südwestens. Geister, Engel, Aliens oder ein Haus, das nachdenkt, gehören hier zum Alltag. Night Vale ist völlig anders als alle anderen Städte, die Sie kennen – und doch seltsam vertraut.

Jackie Fierro betreibt schon lange das örtliche Pfandhaus in Night Vale. Eines Tages verpfändet ein Fremder einen Zettel, auf dem in Bleistift die zwei Worte »King City« geschrieben stehen. Jackie hat sofort ein merkwürdiges Gefühl. Kaum ist er in Richtung Wüste verschwunden, erinnert sich niemand an ihn – aber Jackie kann das Papier nicht mehr aus der Hand legen. Zusammen mit der alleinerziehenden Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers geht Jackie daran, das Rätsel von »King City« zu lösen. Ihr Weg führt die beiden in die Bibliothek von Night Vale, die allerdings noch kaum jemand wieder lebend verlassen hat …

Meine Zusammenfassung Spoiler

Hauptpersonen sind Cecil (Radiomoderator), Jackie, Diane, Josh, Troy, Evan. Orte Night Vale und King City. Jackie und Diane haben beide ihr Leben in Night Vale und nicht viel miteinander zu tun. Jackie ist immer neunzehn – schon seit wahrscheinlich hunderten von Jahren und besitzt das Pfandhaus, dessen Türen bei Feierabend immer vergraben werden. Diane ist Josh alleinerziehende Mutter und arbeitet in einem Büro. Josh ist ein Formwandler und Teenager, der ohne Vater aufgewachsen ist. Er wechselt ständig seine Formen. Troy ist Josh Vater und hat Diane sitzen lassen. Er hat Night Vale verlassen und taucht jetzt auf einmal wieder auf. Aber nicht nur einmal. Was ist nur passiert? Ihn gibt es jetzt auf einmal mehrfach. Eines Tages taucht Evan auf – er heißt nicht wirklich Evan aber keiner kann sich an seinen Namen erinnern. Er trägt ein hellbraunes Jackett und einen Hirschlederkoffer und ist auf der Suche nach Hilfe, die er sich von Josh erhofft. Durch Evan kommen Jackie und Diane in engeren Kontakt, gemeinsam versuchen sie das Geheimnis von Troy, Evan und King City zu lösen

Cecil ist der Radiomoderator von Night Vale

…lokalen Radiostation, die sendet, was wir wissen dürfen

Er gibt Gesundheitstipps und Warnungen heraus.

Meine Meinung

Dieses Buch war wirklich anstrengend. Ich stand einige Male davor es abzubrechen. Aber, auf gewisse Weise hatte es eine gewisse Faszination. Das Spiel mit den Sätzen und die schrägen Ideen

Da ist dieses Haus. Es ist nicht anders als andere Häuser. Also, stellen Sie sich ein Haus vor.
Andererseits ist es ganz anders als andere Häuser. Stellen Sie sich dieses Haus also noch einmal vor.
Abgesehen davon, dass es zugleich anders und nicht anders als andere Häuser ist, ist es genau wie alle anderen Häuser.
Hinsichtlich seiner Form ist es nicht anders als andere Häuser. Es hat eine hausähnliche Form. 

Auf jeden Fall hat es mich an die Grenze meines Durchhaltevermögens gebracht. Diese schräge Schreibweise und Ausdrucksweise war manchmal wirklich schwierig zu verfolgen. Die Hauptgeschichte was mit King City passiert und was alle beteiligten damit zu tun haben ist irgendwie nicht so an mich heran gekommen. Ich konnte nicht wirklich was mit der Auflösung anfangen.

Gespickt ist die Geschichte mit ganz vielen realen Verschwörungen. Aber manchmal wirklich gut verpackt. Es hat bisschen gedauert, bis ich das Muster erkannt habe, aber wenn der Knoten mal geplatzt ist, dann liest man es ständig. Meist erscheinen sie wenn Cecil seine Radiosendung moderiert.

Vogelspinnen sind einfach gestrickte Wesen, dachte Diane Crayton, die Schatzmeisterin des LEV, heute, ohne diesen Satz laut zu äußern. Das melden mehrere zuverlässige und invasive Spionagesatelliten, die ihr Gehirn zum entsprechenden Zeitpunkt gescannt haben.


Sollten Sie dieser FalschPolizei begegnen, zögern Sie nicht. Zucken Sie sofort mit den Schultern, denken Sie sofort »Was soll ich denn machen?« und schauen Sie gleich darauf nach, ob es irgendwas Lustiges bei Twitter gibt.


Die meisten Flugzeuge sind Propellermaschinen, Privatmaschinen, geheime Militärdrohnen und Regierungsflugzeuge, deren Kondensstreifen die Chemtrails-Theorie bestätigen sollen


Aber aus Babys werden Kinder, und Kinder gehen in die Grundschule, wo sie indoktriniert werden,…..

Da ich mich mit sogenannten Verschwörungstheorien beschäftige, ist mir das direkt aufgefallen. Das waren auch die Passagen, die mich gefesselt haben. Wie diese Theorien in schräge Sätze verpackt wurden, ist faszinierend.

Dieses Buch ist auf keinen Fall eine Lektüre, die man so nebenbei lesen kann. Ich war dann am Ende doch froh, dass ich es endlich abschliessen konnte.

Schreibstil

Der Schreibstil ist eigentlich recht flüssig, was es so schwierig macht ist die Gestaltung der Sätze und der Aufbau der Stadt und alles was damit zusammen hängt.

Atmosphäre

Die Atmosphäre ist wirklich skurril. Man schwankt zwischen schmunzeln, Kopfschütteln und Unglauben.

Spannung:

Es gibt tatsächlich einige spannende Momente in denen man mit den Protagonisten mitfiebert. Vorallem die im Klappentext erwähnte Bibliothek. Wenige haben einen Besuch in der Bibliothek überlebt, da die Bibliothekare Monster sind, die gerne ihre Besucher fressen. Aber auch andere Passagen bringen einige Spannung.

Originalität

Darüber braucht man gar nicht lange nachdenken. Originell ist diese Buch auf jeden Fall.

Fazit

Für mich persönlich eine Herausforderung durchzuhalten. Es hat seine Reize aber auch viele schräge Passagen, die es wirklich schwierig machten zu lesen. Ich denke es ist die perfekte Lektüre für Scheibenweltler, oder für Abenteurer, die einfach wissen wollen, was den Zauber dieser Stadt ausmacht. Seid euch bewusst, weder Night Vale noch dessen Bewohner sind gewöhnlich. Hier ist alles etwas anders.

Zitate

Stellen Sie sich einen fünfzehnjährigen Jungen vor.
Nein. Noch mal.
Nein. Nicht mal annähernd.


Dann, nach dem Kuppeln und dem Geheimnis, muss der Fahrer den Schaltknüppel, einen ins Armaturenbrett gequetschten zersplitterten Holzpflock, packen und schütteln, bis etwas – egal was – passiert, und dabei gleichzeitig eine Reihe von Geheimzahlen in eine am Lenkrad angebrachte Tastatur tippen.


Jackie bestellte einen Kaffee. Schließlich brachte man ihr den Kaffee. Da gab es eine Verbindung.


Goldfische machten viel Lärm und man musste sie jede Woche mit Mäusen füttern, dachte Diane.


Wie die meisten Leute in Night Vale war sie sich nicht sicher, was genau Ärzte eigentlich machten, aber man munkelte, dass ihr geheimes Treiben auch Vorteile hatte.
Charaktere


Die Vogelspinne starrte die Decke an. Es war ihr gar nicht klar, was eine Decke war.


Wut ist die produktivere Cousine der Angst.


Die Sonne scheint dort so wie hier. Manchmal scheint sie auch nicht, das nennt man dort Nacht

Charaktere

Diane Crayton – sie arbeitet in einem Büro. Sie ist alleinerziehende Mutter von Josh. Aber die beiden verstehen sich im Moment nicht so gut. Sie finden keinen Weg zueinander um miteinander zu reden. Sie liebt Josh in jeder Form.

Jackie Fierro – sie ist immer schon neunzehn und bleibt auch neunzehn. Sie betreibt das örtliche Pfandhaus – schon immer. Sie hat eigentlich keine Beziehung zu Diane – sie war nur mal Kundin. Aber durch Evan und King City eröffnet sich eine besondere Bindung und ein Geheimnis. Sie machen sich gemeinsam auf um es zu lösen.

Josh Crayton – er ist fünfzehn und ändert ständig seine Form. Wenn man es interpretieren würde, würde ich einfach sagen, dass hier die Pubertät gemeint ist. Denn während der Pubertät ist dein Kind immer eine unbekannte Art für einen. Er will seinen Vater kennen lernen und hofft das in King City zu schaffen

Cecil – der örtliche Radiomoderator, der immer wieder Tipps und Warnungen heraus gibt.

Troy – Vater von Josh – sein Auftreten ist sehr unverständlich. Seine Hilfsbereitschaft lässt ihn splittern.

Evan – er ist der Bürgermeister von King City und sucht Hilfe für seine Stadt in Night Vale.

 

 

 

Gaiman, Neil – Nordische Mythen und Sagen

Gaiman, Neil – Nordische Mythen und Sagen

Autor: Gaiman, Neil
Titel: Nordische Mythen und Sagen
Verlag: Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2017
Seitenanzahl Printbuch: 254 Seiten
Genre: Fantasy, Mythen, Legenden
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 23.05.18-29.05.18
Band einer Reihe: Nein

Klappentext:

Warum bebt die Erde? Wie entstanden Ebbe und Flut? Wie kam die Poesie in unsere Welt?

Neil Gaiman erzählt die nordischen Sagen und Mythen neu, mit Witz und Sinnlichkeit, voller Zuneigung und Neugierde. Wir machen Bekanntschaft mit dem mächtigen Odin, reisen mit Thor und seinem Hammer durch die neun nordischen Welten, sind bezaubert von den Göttern und entsetzt von mancher Skrupellosigkeit. Machen Sie sich die Sagen zu eigen, erzählen Sie sie weiter, an den langen kalten Winterabenden, in den lauen Sommernächten. Nach der Lektüre werden Sie selbst die Wolken mit anderen Augen betrachten.

Zum Inhalt

Ein Buch, das vor allem die Charakterzüge der Götter beschreibt. Loki, immer ärger machend. Thor eher einfach aber stark und Odin der Göttervater, der für noch mehr Weisheit sein Auge gab. Das sind hier die Hauptcharaktere. Loki ist ein Störefried. Mit seinem Schabernack und Intrigen macht er ständig Ärger und manchmal hat man bisschen Mitleid mit ihm, da es meist nach hinten los geht. Man erfährt, dass die Götter stark mit den Riesen verflochten sind, teils im Guten – teils im Bösen. Es ist auf jeden Fall spannend zu lesen und so manches mal entlockt es ein Aha – da man eine Erklärung für eine Tradition oder ein Naturschauspiel bekommt.

Meine Meinung

Anfangs dachte ich es würde, wie die üblichen Sagenbücher etwas trocken und langweilig werden und ich zweifelte bei den ersten Sätzen, ob ich darauf Lust hätte. Nach wenigen Seiten war dieser Zweifel vergessen. Es wird nämlich teilweise richtig spannend und auch witzig. Gerade auch Loki bringt hier Leben in die Geschichten. Es war wirklich interessant dieses Halbwissen, das man durch Film und Fernsehen hat bisschen auszubauen. Mir hat es wirklich Spass gemacht abzutauchen. Auch Ragnarök wurde schön verständlich erklärt, was nicht immer der Fall ist.

Stil

Eine kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch. Die Geschichten sind locker und leicht zu lesen. Keine komplizierten Verstrickungen, die einem nicht mehr folgen lassen.

 

Fazit

Ich kann dieses Buch auf jeden Fall allen empfehlen, die sich für Göttersagen interessieren. Es ist eine lockere Erzählung und macht wirklich Spass.

Zitate

Die Welt ist eine flache Scheibe, umflossen vom Ozean.

„Natürlich war es Loki. Es ist immer Loki.“

Rubin, Lance – Denton Little 01 – Bin mal kurz tot

Lance Rubin – Denton Little 01 – Bin mal kurz tot

Autor: Lance Rubin
Titel: Bin mal kurz tot
Verlag: ivi, ein Imprint der Piper Verlag GmbH,
Erscheinungsdatum: 11. Mai 2015
Seitenanzahl Printbuch: 346 Seiten
Genre: Humor, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 15.05.18-22.05.18
Band einer Reihe: Denton Little Reihe
Tot war ich gestern (Denton Little 2) 

Klappentext:

Den Tag des eigenen Todes zu kennen – das ist für Denton ganz normal. Denn inzwischen kann die Wissenschaft anhand bestimmter Tests den Todeszeitpunkt aus dem eigenen Blut herauslesen. Bereits im Kindesalter wurde Denton bescheinigt, dass er im Alter von 17 Jahren an einem bestimmten Datum sterben wird – und dieser Tag ist morgen. Traditionell tun die Menschen in den Tagen vor ihrem Ableben, der sog. Death Week, alles, was sie schon immer tun wollten. Nun, Denton erwacht im Bett eines Mädchens, das aber defitiniv nicht seine Freundin ist. Eigentlich wollte er nicht unbedingt jetzt in Streit mit Taryn geraten – schließlich ist für den Nachmittag vorab seine Beerdigungszeremonie angesetzt, bei der sich Familie und Freunde von ihm verabschieden. Einzig auf welche Weise Denton den Tod finden wird, weiß er noch nicht. Und als er anynome Drohbriefe erhält („Du wirst sterben“ – nun ja, so eine Drohung einen Tag vor seinem Tod erschreckt ihn relativ wenig) und ein mysteriöser Fleck auf seiner Haut erscheint, findet er nach und nach heraus, dass etwas an seinem vorhergesagten Tod ganz und gar nicht stimmt. Doch hat er genug Zeit, herauszufinden, was?

Zum Inhalt

Ich fand das Buch langweilig. Es wurde erst zum Ende hin interessant. Zwei Teenie Jungs – Beste Freunde, die beide im Abstand von einem Monat sterben werden. Das wissen sie schon seit frühester Jugend. Aber statt einen drauf zu machen ist Denton ein braver Junge und macht kein Ärger. Dann wacht er ohne Erinnerung im Bett der Schwester seines besten Freundes auf. Er muss betrunken gewesen sein. Es ist zwei Tage vor seinem Ableben. Wie wird es wohl geschehen? Durch Willy, mit dem er öfter zusammen trifft? Und was sind das für seltsame rote Placken mit roten Punkten die sich bewegen. Sie bedecken am Ende seinen ganzen Körper und scheint auch noch ansteckend zu sein. Denn sein bester Freund, dessen Schwester und Dentons Freundin haben es ebenfalls. Was hat das alles zu bedeuten und warum bekommt er ständig Werbung für Erektionsverlängerung? Dann ist da noch Phil – der Exfreund seiner Freundin – wird er Denton töten? Um ihn herum geschehen seltsame Dinge vor seinem Todesdatum. Und je näher er rückt um so weniger will er sterben. Ein Abschlussball und um 23:59 Uhr lebt Denton immer noch. Ist es gleich vorbei?

Das klingt alles witzig und interessant. Ist es eigentlich auch – aber leider ist es recht langatmig und langweilig geschrieben. Es fehlt so bisschen ein Funke.  Der ist bei mir einfach nicht übergesprungen. Es gibt genügend humorvolle Stellen, die aber irgendwie nicht mal ein Schmunzeln entlockten. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und da es sich um Teeniejungs handelt dreht sich viel um Sex und Drogen. 90% des Buches haben mich einfach nicht fesseln können und die letzten 10% konnten das nicht aufwiegen, so dass ich trotz derben Cliffhanger nicht sicher bin, ob ich irgendwann mal den zweiten Band lese. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Story im Originalen besser ist. Hier ist bestimmt viel bei der Übersetzung verloren gegangen.

Schreibstil

Der Schreibstil war gut und flüssig. Auch die Sprache nicht zu jugendlich. Es war zwar eher für Teenies gedacht, aber es gab keine Ausdrücke, die man nicht verstand.

Spannung

An der hat es leider gefehlt. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, ohne dass wirklich was aufregendes passiert.

Originalität

Das Thema finde ich ziemlich originell. Was ist wenn man weiss wann man stirbt? Will man das oder will man lieber undatiert sein und nicht wissen wann man stirbt? Am Anfang habe ich mir überlegt – ne – auf keinen Fall. Aber im Laufe der Geschichte hat mich das doch ziemlich fasziniert. Man würde sein Leben ganz anders gestalten wenn man genau weiss wie alt man wird. Man kann es auch für seine Tiere machen – aber das ist teuer. Und da kam mir es – wir haben alte Hunde. Ich glaube ich würde gerne wissen wie lange sie uns noch begleiten. Ich denke man lebt bewusster, wenn man sein Todesdatum weiss.

Fazit

Eine wirklich interessante Story mit einer interessanten Theorie. Leider konnte sie mich nicht wirklich fesseln und ich bin mir nicht sicher, trotz des riesen Cliffhangers, ob ich weiter lese. Man kann vielleicht davon ausgehen, dass es besser wird, da die Einzelheiten ja im ersten Band breit getreten wurden.

Charaktere

Denton – er ist 17 und in zwei Tagen ist sein Todestag. Man weiss zwar wann, aber nicht wie man stirbt und zu welcher Tageszeit. Er hat ein verzwicktes Liebesleben, da er mit der Schwester seinen Freundes geschlafen hat und total betrunken war – keine Erinnerung dran. Und seit etwa einem halben Jahr eine feste Freundin hat, die einen irren Ex hat. An seinem Todestag erscheint eine rote Verfärbung, die sich langsam über seinen gesamten Körper verteilt und ansteckend ist.

Paolo – Dentons bester Freund, seit Kindheit. Sein Todesdatum liegt etwa einen Monat nach dem von Denton. Ein super Freund, der immer da ist für Denton.

Veronica -Paolos Schwester. Sie geht schon aufs Collage und ist nicht ganz dass was sie vorgibt

Taryn – Dentons feste Freundin.

Cynthia – Paolos und Veronicas Mutter – sie ist auch nicht das was sie vorgibt zu sein. Aber nett

Raquel – Dentons Stiefmutter. Eine kleine Glucke, aber total sympathisch

Cheryl – Dentons leibliche Mutter, die bei der Geburt verstorben ist. Sie wusste, dass die Geburt ihr Todesdatum sein würde und hat sich trotzdem für die Schwangerschaft entschieden.

Lyle – Dentons Vater – ein sehr verschlossener Griesgram.

Felix – Der etwa 8 Jahre ältere Bruder von Denton. Auch hinter seiner Kulisse steckt mehr als man sieht.

Melanie – eine undatierte. Es gibt Menschen bei denen man das Datum nicht ermitteln kann. Sie gehört dazu und irgendwie ist sie am letzten Tag dabei. Aber sehr hilfreich.

Brian Blum – der Gynäkologe, der ihn entbunden hat und seine Mutter kannte. Sehr geheimnisvoll meldet er sich am Beisitzungstag

Phil – Taryns Ex und immer noch eifersüchtig. Er kommt mit einer Waffe zu Denton. Wird er sein Schicksal besiegeln?

Officer Corrigan (Ekel-Opa-Cop) – er ist der Grossvater von Phil und am letzten Todestag terrorisiert er Denton – aber hinter ihm steckt auch mehr.

Willis Ellis – der Kiffer. Denton und Willis treffen mit Willis Käfer öfter zusammen. Soll er Dentons Schicksal besiegeln?

 

 

Wolf, Martin – Ophelia und der Wolf

Wolf, Martin – Ophelia und der Wolf

Autor: Wolf, Martin
Titel: Ophelia und der Wolf
Verlag: Martin Wolf Publishing
Erscheinungsdatum: 4. Februar 2017
Seitenanzahl Printbuch: 191 Seiten
Genre: Fantasy, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 09.05.18-14.05.18
Band einer Reihe: Nein

Klappentext

Ein modernes Märchen, das von einem Liebespaar erzählt, das von einer Hexe in einen Wolf und eine Katze verwandelt wird. Sie verlieren jegliche Erinnerung und müssen sich zunächst als Tiere bewähren, ehe sie sich ihren Weg zu ihrer menschlichen Gestalt und zu ihrer Liebe zurückkämpfen.

Handlung: SPOILER

Ophelia liebte es ihre Grossmutter zu besuchen. Sie lebt in einer gemütlichen Hütte im Wald. Es war für sie immer das Größte die Ferien dort zu verbringen. Bis eines Abends etwas vorfiel, das sie so ängstigte, dass sie nie mehr zu ihrer Grossmutter wollte. Damals war sie Dreizehn. Jetzt als Erwachsene Frau möchte sie ihrer Grossmutter ihren Freund vorstellen, den sie in Nepal bei Ärzte ohne Grenzen kennen lernte. Sie ist Ärztin und er Fremdenlegionär. Als die beiden am Kaffeetisch sitzen geht Marcellus in die Hütte um der Großmutter nach zu spionieren. Denn er hat sie erkannt von einem alten Foto seines Grossvaters auf einem von Ophelia. Sie war damals im Vietnam bei den Mönchen um Ruhe zu finden. Da wurde das Kloster von den Fremdenlegionären angegriffen. Einer davon war Marcellus Grossvater. Er verschwand darauf hin ohne Spur. Das Kloster und die Mönche waren gerettet. Marcelluns hat den Verdacht, dass die Grossmutter damit irgendwas zu tun hat. Aber die Grossmutter ist vorsichtig und wirkt ein Zauber, der allerdings schief ging. Er verwandelt Marcellus in einen Wolf und Ophelia in eine Katze. Die beiden müssen jetzt irgendwie wieder zusammen kommen um den Zauber wieder brechen zu lassen. Sind sie aber zu lange in ihrer tierischen Form unterwegs vergessen sie alles und sie bleiben Tiere. Werden sie es schaffen rechtzeitig zur Rückverwandlung einzutreffen? Und welche Widrigkeiten müssen sie bewältigen, welche Gefahren?

Zum Inhalt:

Mich hat der Klappentext angesprochen, da ich so ein Fan von dem Film – der Tag des Falken – bin. Obwohl die beiden Geschichten überhaupt nichts miteinander zu tun haben – das wusste ich schon vorher. Aber es hat einfach gezogen. Kommen wir zur Geschichte. Die Idee finde ich ganz schön. Aber die Umsetzung hat mich manchmal bisschen irritiert. Mir fehlt so ein bisschen der Zusammenhang. Um das zu erklären muss ich leider noch bisschen Spoilern. Marcellus will die Grossmutter zur rede stellen. Er geht davon aus, dass sie eine Hexe ist und irgendwas mit dem Verschwinden seines Grossvaters zu tun hat. Der Grossvater, der Mönche, die eventuell Verräter sind, Angriff und tötete. Das ist auch sein ursprünglicher Beweggrund mit Ophelia zusammen zu sein, bevor er sich verliebt. Die Grossmutter wendet einen Zauber an der auch ihre Enkelin trifft. Warum – vielleicht weil sie sich so gegen ihre Grossmutter streubt. Der Zauber beschützt also die Grossmutter gegen alles. Die beiden Tier gehen ihren Weg und haben immer Erinnerungsfetzen, die ihrem menschlichen Ich gehören, die sie nicht zuordnen können. Im Wasser sehen sie nicht ihr tierisches Abbild sondern das menschliche. Ophelia denkt, dass sie eine junge Frau in Gefahr sieht. Sie wird von einem Wolf bedroht. Aber sie jagt sich selbst nach. Während ihres Trips sucht die Grossmutter nach einem Rückkehrzauber, da die beiden nicht länger als zwei Tage Tiere sein dürfen. Ich verstehe nicht so ganz warum die beiden verwandelt wurden und was diese Erfahrung ihnen in ihrem menschlichen Zustand bringen soll. Und sie werden auch nicht durch eine Erkenntnis wieder zu menschen, sondern durch einen erneuten Zauber. Es war eine nette Geschichte. Aber ich habe dann am Ende etwas ratlos da gesessen und wusste nichts mit anzufangen. Ich hab es einfach nicht verstanden.

Schreibstil

An den Schreibstil gewöhnt man sich ganz schnell – er wirkt nur am Anfang etwas hölzern wird dann aber schnell flüssig und gut zu lesen

Atmosphäre

Die Atmosphäre ist oft spannend und auch geheimnisvoll. Ganz angenehm.

Spannung:

Spannung ist nicht so sehr gegeben. Man folgt zwar Ophelia und Marcellus in ihr tierisches Abenteuer – aber richtig spannend ist es nicht.

Originalität

Die Idee gefällt mir sehr gut und ich finde es auch recht originell umgesetzt. Selbst wenn mir nicht alles gefiel.

Fazit

Eine Geschichte, bzw. eine Idee, die mir sehr gut gefallen hat. Aber die Umsetzung war manchmal, für mich, nicht ganz eindeutig. Es ist ein Märchen und die haben ja bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Ich fühlte mich am Ende etwas ratlos, da ich nicht wusste, wie ich es einzuordnen hatte. Was ist die Moral, oder Essenz, was hat die Verwandlung den beiden gebracht? Ich hab es nicht verstanden. Leider. Aber der Stil ist sehr angenehm. Mich würden noch andere Rezis interessieren – hab aber nur die von Amazon gefunden.

 

Stephen King – Shining

Stephen King – Shining

Autor: Stephen King
Titel: Shining
Verlag: LingenVerlag
Erscheinungsdatum:  1987
Seitenanzahl Printbuch: 625 Seiten
Genre: Horror, Mystery
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 26.04.18-08.05.18
Band einer Reihe: Ja – Doctor Sleep

Klappentext

Ein Hotel in den Bergen von Colorado. Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller mit Psycho-Problemen, bekommt den Job als Hausmeister, um den er sich beworben hat. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er in den letzten Tagen des Herbstes an. Das Hotel „Overlook“ ist ein verrufener Ort. Wer sich ihm ausliefert, verfällt ihm, wird zum ausführenden Organ aller bösen Träume und Wünsche, die sich in ihm manifestieren.

Mit Shining gelang Stephen King ein moderner Klassiker des Grauens, ein Buch, das die Ängste unserer Zeit erfasst und jeden Leser in seinen emotionalen Grundfesten erschüttert.

Zum Inhalt muss ich bestimmt nichts schreiben – ich denke jedem Genrefan/Kingfan ist das schon bekannt. Allerdings muss ich tatsächlich sagen – ich hatte nahezu alles vergessen. Das meiste was immer mal aufgeblendet ist, waren Szenen aus dem Film. Das Buch habe ich vor etwa 25-30 Jahren gelesen. Es war also ein Re-Read.

Die Erinnerung: Ich weiss, dass ich total begeistert war von dem Buch – damals. Es gab zu der Zeit noch nicht viel im Horrorgenre und man nahm was kam und das war King. Ich habe ihn gelesen wie andere Kette rauchen. Allerdings war ich da auch gerade erst 17/18. Ich weiss nicht so genau wie lange ich King gelesen habe – so 3-4 Jahre – dann kam Das Spiel und das Buch hat mir so gar nicht gefallen und mich aus der King-Welt herausgeschleudert. Die Luft war raus.

Das folgende gibt nur mein Leseempfinden und Spass wieder.

Schreibstil:

Jeder, der King liest, weiss um seinen Schreibstil. Allerdings hatte ich es wirklich irgendwie vergessen, wie es wirklich ist. Es wird ein Aufschrei durch die Reihen gehen – aber das Buch war die Hälfte Langweilig. Wirklich – Es hat mich am Anfang fast in eine Leseflaute geschubst.

Der Mann ist ein Wortkünster, ein Meister der Metaphern und man hat das Gefühl neben seinen Charakteren zu stehen und alles Life mitzubekommen. Das hat er drauf wie kaum ein anderer. Aber diese Längen…Das schleudert einen immer wieder aus der Spannung und das nervt.

Mittlerweile gibt es so viel Horrorautoren, die viel besser Spannung aufbauen können. Meister des Horrors finde ich nicht mehr passend – Meister der Worte und Bilder heraufbeschwören, absolut.

Ich habe lange nichts von ihm gelesen. Vor einigen Jahren habe ich Das Mädchen gelesen – das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Aber seit dem nur noch paar Teile Der Turm, der ja ein anderes Genre vertritt.

Atmosphäre

Absolut düster, gewalttätig und überzeugend böse. Ich sag ja – er kann mit Worten super Kulissen aufbauen. Aber er kann sie auch mit dem nächsten Satz wieder einstürzen lassen. Schon wenn er die Charaktere belebt – wie sie ihre Vergangenheit immer wieder aufleben lassen – die Gedanken, die er immer in Klammern setzt, wie in der Realität. So ist es doch, wenn man verschiedene Gedanken im Kopf hat. Genial. Auch den Kampf, den Jack immer gegen seinen Drang zum Trinken führt – den hat er wirklich genial eingefangen – Absolut umwerfend. Also mit Worten kann er umgehen.

Spannung:

Wenn er Spannung aufbaut, dann wird sie Atemlos. Man möchte dann gerne an den Fingernägel kauen und kann nicht schnell genug umblättern. Er kann super Spannung aufbauen. Nur leider hält er sie nicht. Er schweift immer wieder ab. Er baut längen ein, die echt ermüdend sind.

Planung:

Doctor Sleep reizt mich natürlich jetzt auch – ich will natürlich wissen wie es mit Danny weiter geht und wie der Schreibstil sich geändert hat.

Fazit

Re-Reading –  manchmal sollte man wirklich nicht mehr zugreifen. Wenn es so lange her ist, dass man ein Buch gelesen hat und dann einfach noch mal das Gefühl heraufbeschwören will – sollte man sich überlegen. Es kann passieren, dass man enttäuscht wird und eine schöne Erinnerung dadurch zerstört. Ich denke nicht, dass ich noch mal ein King-Re-Reading mache – es gibt noch genug Bücher von ihm, die ich nicht kenne.

Zu diesem Buch – Für King Fans ist es ein Muss – man sollte es gelesen haben. Die Gesichte ist vielseitig und spannend. Aber leider – typisch King halt – oft mit vielen langweiligen Szenen gestreckt.

Charaktere

Jack Torrance – Ein Lehrer, der auf Grund seines Alkoholismus oft die Beherrschung verliert. Er hat Danny einmal den Arm gebrochen und einen Schüler geschlagen. Dadurch hat er seinen Job verloren. Ein Unfall entsetzt ihn so sehr, dass er mit dem Trinken aufhört. Ein schwerer Kampf, dem er sich aussetzt. Jeden Tag den Drang zu unterdrücken. Das stellt King hervorragend heraus. Auch der Zerfall von Jack – dieses schleichende Wahnsinnig werden. Klasse

Wendy (Winnifred)- Seine Frau. King hat oft in seinen Büchern Probleme mit Familienangehörigen. Hier ist es die Mutter, die sehr herrisch ist und Wendy immer bemängelt. Sie taucht nur in Erinnerungen auf. Auch Jacks Vater ist immer wieder dabei. Wendy hat angst vor Jack – aber sie liebt ihn auch. Sie würde gerne gehen – aber ihre Option ist die Mutter, und das ist noch viel Schlimmer, als angst zu haben, dass Jack wieder trinkt.

Danny – hat das Shining – er ist sehr stark Hellsichtig und das Hotel will ihn unbedingt haben. Aber sie unterschätzen den fünf Jährigen. Er schafft es das Hotel zu überlisten.

Stuart Ullmann – Der Hotelmanager und wirklich unsymatisch

Delbert Grady – der Hausmeister des Winters davor. Er hat seine gesamte Familie ermordet und dann sich selbst.

Halloran – der Farbige Koch des Hotels. Er ist auch Hellsichtig – aber nicht so stark wie Danny. Er macht sich grosse Sorgen um den Jungen und bietet ihn an zu kommen wenn er ihn ruft – das macht er auch. Sobald der den Hilferuf des Jungens im Kopf empfängt macht er sich auf den Weg um sie zu retten. Oder wenigstens zu helfen.

Watson – Der Hausmeister, der während der Saison für das Overlook zuständig ist. Er weißt Jack ein und ganz wichtig – der Heizkessel.

Tony – Dannys imaginärer Freund – Sein Bruder im Geiste? Er ist der jenige, der Danny in seinen Träumen warnt und zu den Orten bringt um ihn die Zukunft zu zeigen.

Al – er ist Jacks Saufkumpane und neuer Boss, da er Anteile des Hotels besitzt.