Vandersee, Alice – Kein Bart, kein Bauch, kein Weihnachtsmann

Autor: Vandersee, Alice
Titel: Kein Bart, kein Bauch, kein Weihnachtsmann
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 23. Dezember 2017
Seitenanzahl Printbuch: 53 Seiten
Genre: Kurzgeschichte, Romantik, Weihnachten
Zeitraum 09.12.18-11.12.18
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: B078LP18BB
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Fay freut sich darauf, Weihnachten alleine im Cottage ihrer Mutter in Cornwall zu verbringen, die sich auf einer Kreuzfahrt vergnügt.
Nach einer gescheiterten Beziehung genießt sie die Einsamkeit, doch bereits am ersten Tag in Cornwall begreift sie, wieso ihre Mutter dort auf keinen Fall ein weiteres Weihnachtsfest verbringen wollte. Das Dorf, in das ihre Mutter erst vor zwei Jahren gezogen ist, hat seine ganze eigenen Weihnachtsbräuche.
Dass Fay am Morgen von Heiligabend aufwacht, um den Garten voller Schnee vorzufinden, obwohl es nicht geschneit hat, ist eine Sache. Aber der verwirrte Mann, der plötzlich in ihrem Garten auftaucht, und steif und fest behauptet, er sei der Weihnachtsmann, bringt das Fass zum Überlaufen. Und was macht ein Rentier in ihrem Garten? Unterstützung findet Fay in dem netten Tierarzt von gegenüber. Dabei hat sie von Männern doch eigentlich die Nase voll …

Meine Zusammenfassung

Fay hat von ihrer Mutter eine Einladung bekommen, Weihnachten ihr Haus in Cornwall zu hüten, da diese eine Kreuzfahrt unternimmt. Da Fay einige Schicksalsschläge hinter sich hat, kommt ihr das ganz gelegen. Weihnachten in der Abgelegenheit. Alles ist schön geschmückt und die Nachbarn schräg genug, dass es in diese Gegend passt. Allerdings hatte ihre Mutter ihr über den verrückten Weihnachtsbrauch des Städtchens zu erzählen – was ihr allerdings eröffnet, warum die Mutter Weihnachten nicht hier verbringen will. »Noch ein Weihnachten hier halte ich nicht aus«, hatte sie am Telefon geseufzt.Sie erfährt es am nächsten Morgen, als sie den Schnee in ihrem Garten sieht. Dieses Dorf liebt Weihnachten über alles.

Meine Meinung

Eine süsse, romantische Weihnachtsnovelle mit einigen Schmunzlern. Allerdings täuscht der Titel und das Cover bisschen – ich habe etwas richtig humorvolles erwartet und war leicht enttäuscht, dass es fast nur romantisch war. Es war ein schönes Büchlein und hat auch viel Spass gemacht – aber es ist doch eher für Romantiker als für Humoristen. Trotzdem hatte ich viel Spass und es ist perfekt geeignet für zwischendurch.

Schreibstil

Ganz locker und flüssig. Es gab keine Probleme einzusteigen.

Figuren:

Die Figuren sind wirklich gut gelungen. Vor allem die schrägen Nachbarn. Man fühlt sich mit genervt und wohl.
Atmosphäre und Originalität

Perfekt um die Weihnachtsstimmung anzuheizen. Ich fand es wirklich witzig, dieses Weihnachtsverrückte Dorf zu besuchen – also schon auch originell.

Fazit

Selbst wenn das Cover und der Titel mich etwas in die Irre geleitet haben, fand ich es ein wirklich süsses Buch, das absolut perfekt geeignet ist, um mit einem Becher Kakao und auf dem Sessel eingekuschelt, im Hintergrund der knisternde Kamin, einen in Weihnachtsstimmung zu versetzen.

Charaktere

Fay – nach einer geplatzten Verlobung, Kündigung der Wohnung kommt ihr das gerade Recht, dass ihre Mutter ihr das Angebot macht. Und dann noch mit einem so ansehnlichen Nachbarn…Da kann Weihnachten nur gut werden

Martin Duvall – Der Nachbar von Gegenüber. Er ist Tierarzt und ein Date mit ihm zu arrangieren nicht unbedingt einfach. Aber er wird es schon wert sein, oder?

Ella -Fays Mutter. Sie hat sich dieses mal eine Kreuzfahrt zu Weihnachten gegönnt

Die Mallorys – So etwas wie Dorfvorstand und Fays Nachbarn. Sie achten strickt darauf, dass die weihnachtlichen Regeln – wie ein Mistelzweig und Beleuchtung – eingehalten werden. Sehr Weihnachtsverrückt

 

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Noa, Kay – Die Zimtsternprinzessin

Autor: Noa, Kay
Titel: Die Zimtsternprinzessin
Verlag: Publz oHG
Erscheinungsdatum: 07.12.2016
Seitenanzahl Printbuch: 133 Seiten
Genre: Romantik, Liebesroman, Weihnachten
Zeitraum 28.12.18-02.01.19
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: B01N9F97LM
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Wer glaubt schon noch an Märchen? Juli jedenfalls nicht, denn während sie verzweifelt versucht, den Glühweinstand ihrer kranken Großmutter vor dem Bankrott zu bewahren, scheint sich wirklich alles gegen sie verschworen zu haben: Eine faule Cousine, ein hübscher, aber unfreundlicher Krankenpfleger und ein Verkehrsunfall lassen sie verzweifeln und kein Prinz, der sie retten könnte, weit und breit. Als eine schrullige alte Dame ihr drei Wünsche verspricht, gibt sie daher diese leichtfertig für andere hin. Ist damit die Chance auf ein Happy End vertan oder besteht noch Hoffnung auf ein Märchenwunder? In ihrer typisch humorvollen Weise erzählt Kay Noa passend zu Weihnachten eine fröhlich-leichte Aschenputtelvariante direkt vom Münchner Christkindlmarkt.

Meine Zusammenfassung

Viel gibt es zum Klappentext nicht zu ergänzen. Juli ist eine wirklich nette Frau. Sie ist sehr besorgt um ihre Grossmutter, da der Glühweinstand deren Existenzgrundlage ist. Da sie aber im Krankenhaus liegt übernimmt Juli diese Aufgabe. Denn sonst würde die Grossmutter den Stand und ihr Haus verlieren. Ihre Cousine Sissy ist hierbei keinerlei Hilfe. Sie ist oberflächlich und egoistisch. Ihr einziges Ziel ist es einen gut verdienenden Mann zu ergattern. Im Gegensatz zu Juli, die eher zurückhaltend ist. Das Glühweingeschäft geht gut. Sie verwendet ein altes Familienrezept und dazu gibt es Plätzchen, die sie selbst backt. Eines Tages kommt eine alte Freundin ihrer Grossmutter an den Stand und ist sehr beeindruckt von Julie. Als Dank schenkt sie ihr Drei Kugeln da sie einige Wünsche verdient hat. Ebenfalls lernt sie Tilo an ihrem Glühweinstand kennen. Er ist sehr unhöflich. Sie treffen sich im Krankenhaus wieder in dem er als Pfleger arbeitet. Unwissend verteilt Julie ihre geschenkten Wünsche an andere. Trotzdem wird sie belohnt. Denn es kommt unerwartet Rettung für ihre Oma und vielleicht auch die Liebe zu ihr. Ein kleines Weihnachtswunder erwartet euch.

Meine Meinung

Eine wirklich perfekte Geschichte für ein romantisches Weihnachten. Es hat ein bisschen den Aschenputtel Charakter verinnerlicht, da Julie schwer arbeitet und noch nicht mal ein gutes Wort dafür bekommt. Ebenso muss sie auf einen Ball gehen und wird dort ihren Traumprinzen treffen. Perfekt um sich in seinen Lesesessel zu kuscheln, und einen Glühwein mit leckeren Plätzchen zu geniessen.

Schreibstil

Es gab immer mal wieder Schachtelsätze, die mich ziemlich genervt haben. Aber im allgemeinen ist der Stil sehr angenehm und gut zu lesen.

Figuren:

Die Charaktere waren gut getroffen. Über die arrogante Sissy konnte man sich ewig aufregen. Ebenso über die Grossmutter, die Sissy immer den Vorrang gab und sie hoch lobte, während Julie eher abgewunken oder sogar herunter gespielt wurde. Auch Tilo war sehr gut getroffen. Also kann ich schon sagen, dass ich mich mit den Figuren ganz wohl gefühlt habe.

Atmosphäre und Spannung

Sehr angenehm. Durch die weihnachtliche Stimmung die Julie versucht hat aufrecht zu erhalten, hatte man selbst immer mal Lust auf Plätzchenbacken und Glühwein trinken. Auch die Verzweiflung und Hoffnung fand ich ganz gut getroffen.

Fazit

Genau das richtige Buch für die weihnachtliche Romantiker. Es ist ein perfekter Snack für zwischendurch. Eine gemütliche Geschichte mit einigen Schmunzlern und Stirnrunzlern. Ein Wohlfühl-Weihnachtsbuch

Zitate

In der echten Welt kann man nicht wünschen, sondern muss hart arbeiten.“


Wünsche wollen wie das Glück gepflegt werden.“

Charaktere

Sissy – sie ist Julies Cousine. Einfach nur nervig. Sie heimst allen Lob ein und ist dabei so oberflächlich wie man sich nur vorstellen kann. Ihr einziges Ziel ist gut auszusehen und einen reichen Mann zu ergattern. Allerdings wandelt sie sich zum Ende hin

Julie – sie studiert Pädagogik um später Lehrerin zu werden. Sie ist eher altmodisch statt hipp. Lieber ein Buch, als Musik streamen. Sie ist sehr hilfreich und trotz allem Stress und Aufwand versucht sie noch was positives heraus zu holen. Es fällt ihr zusehend schwerer, da einfach zuviel auf ihr lastet. Sie hat die ganze Arbeit und erntet eher Spott und Hohn, statt Lob.

Tilo – Erst ein unfreundlicher Gast am Glühweinstand und dann ein Helfer in der Not. Er hat gemeinnützige Arbeiten im Krankenhaus zu erfüllen. Julie und er treffen immer wieder aufeinander. Und jedes mal wird es etwas netter. Ist er vielleicht ihr Traumprinz

Dahlia Durgan – eine alte Freundin ihrer Grossmutter, die Julie drei Kugeln schenkt, die Wünsche enthalten. Auch ist sie für die Rettung der Existenz ihrer Grossmutter verantwortlich.

Gerda – sie ist die Besitzerin eines Feinkostladens und wird, dank Dahlia aufmerksam auf den kleinen Glühweinstand. Die Rettung.

Grießbach, Heiko – Und täglich grüßt…-ein neuer Dienstag

 daumen steigend

Autor: Grießbach, Heiko
Titel: Und täglich grüßt…-ein neuer Dienstag (Neuauflage: Tödliche Mutprobe)
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum: 25. Juli 2015
Seitenanzahl Printbuch:154 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 06.08.18-09.08.18
Band einer Reihe: Nein
ISBN:978-1515132042 ASIN: Neuauflage B07FMNZM3F

Klappentext

Benni aus Berlin ist 16, als er beim S-Bahn-Surfen tödlich verunglückt. Das Fegefeuer erwartet ihn, doch er bekommt noch eine Chance. Benni muss es gelingen, zwischen Sonnenuntergang und Morgengrauen nicht nur ein Mädchen kennenzulernen, sie muss sich auch aus vollem Herzen in ihn verlieben. Schafft er es nicht, bekommt er in der nächsten Nacht eine weitere Chance, aber er darf nie ein Mädchen ein zweites Mal treffen … Und endlos viele Versuche bekommt er nicht … Ein leicht übersinnlich angehauchter Roman, nicht nur für Jugendliche.

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Benny ist ein Teenager. Er hat keine Freunde und sein Vater ist sehr streng. Er hat keinen PC und kein Handy – sein einziges neues Hobby ist Sprayen. Seine Situation wird nicht besser, als sie nach Mahrzahn ziehen. Dort hat er niemanden. Um so leichter lässt er sich von einer Gang anheuern, die ihn bei sich aufnehmen wollen. Aber er muss sich würdig erweisen in dem er auf einer Bahn surft. Wie das ausgeht, könnt ihr aus dem Klappentext entnehmen. Jetzt ist es geschehen, Benny ist tot. Eine Stimme gibt ihm die Anweisungen und Regeln. Er wird bestraft, weil er sein Leben so unnütz weg geworfen hat – sollte er es nicht schaffen ein Mädchen zu finden, wird er ins Fegefeuer kommen. Er hat Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang . Zeit hat er 7×7 Nächte. Er startet immer auf der Friedrichsfelder Brücke, an seinem Todestag – Dienstag der 13. April. Egal was er am Abend vorher erlebt hat. Sein Geldbeutel hat immer acht Euro sechzig. Sollte er verletzt werden, ist am nächsten Abend alles wieder beim alten. Er erlebt so einiges – will helfen, wird beschimpft, gebissen und verprügelt. Wird er erlöst werden? Und wie einfach wird es sein. Verliert er seinen Mut, oder wird er beflügelt durch seine Erfahrungen?

Meine Meinung:

Sein Leben so leichtsinnig aufs Spiel zu setzen ist wirklich eine Sünde. Allerdings ist das Fegefeuer, doch eine wirklich harte Strafe. Im Grossen und Ganzen fand ich das Buch recht gut. Es war ein kurzweiliges Vergnügen. Es ist jetzt kein Buch, das in die Top Ten aufgenommen werden würde – aber wenn man den Autor mal kennen lernen möchte, ist das hier ein guter Einstieg. Heiko Grießbach hat ja schon einige Romane veröffentlicht und den ein oder anderen habe ich hier noch liegen. Das Buch ist eine leichte Lektüre. Allerdings kann man sich auch hier einiges herausholen. Was ist wichtig? Was könnte man vermissen, wenn man es nicht mehr hat? Welche Werte zählen bei der Partnersuche? Und unverhofft kommt oft.

Schreibstil:

Wie bei fast jedem neuen Buch muss man sich erstmal an den Schreibstil gewöhnen. Das dauert hier nicht lange. Wenige Seiten und man ist drinnen. Der Stil ist locker und flüssig zu lesen.

Figuren:

Benny wird recht gut dargestellt. Man lernt ihn ganz gut kennen und leiden. Er ist ein Aussenseiter und dementsprechend auch eher etwas depressiv. Der strenge Vater macht ihm das Leben auch nicht gerade Teenager gerecht leicht. Freundinnen hatte er noch keine, da er viel zu schüchtern ist. Die Mädchen, werden teilweise auch sehr intensiv beschrieben. Aber auch die anderen Charaktere, die seinen Weg kreuzen sind trotz ihrer Nebenrolle gut dargestellt und intensiv.

Atmosphäre:

Natürlich ist die Atmosphäre oft etwas düster und dunkel, da es ja um Bennys Tod und sein Weiter leben geht. Aber wenn er ein Mädchen trifft und er merkt, dass er doch nicht ganz so unsichtbar ist, wie in seinem alten Leben merkt man auch wie die Stimmung sich aufhellt. Düster wird es wenn er an seine Eltern denkt und auch wieder eine erfolglose Nacht vergangen ist.

Spannung:

Seine Erlebnisse sind schon auch spannend, er ist ja während der Nacht in Berlin unterwegs. Und nicht immer in schönen Gegenden. Er trifft schon auf gefährliche Menschen und bringt sich in gefährliche Situationen:

Originalität

Ja warum nicht – Ich finde zwar dieses Fegefeuer etwas übertrieben – aber ansonsten finde ich die Idee nicht schlecht. Es ist ja nichts neues. Das wurde in Filmen seit „Und täglich grüsst das Murmeltier…“ ja schon des öfteren aufgegriffen. Trotzdem ist es eine nette Idee und mach Spass.

Fazit

Dieses Buch ist jetzt nicht unbedingt eines, das lange nachhallen wird. Es ist für mich jetzt eher was kurzes gewesen um den Autor mal kennen zu lernen. Es ist leichte Lektüre – vielleicht gerade für das Alter von Benny 14-16 um ihnen mal zu zeigen was wichtig ist. Aber auch als Erwachsener war es ganz angenehm zu lesen. Einfach mal was, wenn man sich kurz mal ablenken möchte.

Charaktere

Benni – ist 16 und nicht unbedingt ein IT-Boy. Nach dem Umzug nach Mahrzahn ist sein Leben noch trister geworden. Sein Vater ist sehr streng und erlaub noch nicht mal PC und Handy. Durch diese Aussenseiter Stellung wurde er auch leicht Opfer dieser Mutprobe, die ihn das Leben kostete

Salinee – das erste Mädchen, das Benni trifft. Sie arbeitet in einem Blumenladen. Sie ist Vietnamesin und in den 20ern. Würde gerne einen deutschen heiraten, da es ihr in DE sehr gut gefällt. Benni mag sie sehr – aber er weiss auch, dass er durch den Altersunterschied kaum eine Chance haben wird.

Silvia – Siv – sie ist eine Punkerin, die am Bahnhof stand und ihn die ganzen Abende vorher immer um Geld angehauen hat. Einmal geht er auf sie zu – vielleicht ist sie ja diejenige, die ihn retten kann.

Patricia – Patri – sie hat ein schweres familäres Schicksal hinter sich und ist dadurch auf der Strasse gelandet. In der S-Bahn lernen sich die beiden kennen und erzählen sich ihre Geschichten. Patri glaubt Benni und ist wirklich eine nette mit einer traurigen Story.

Randall, Martin – Z Revolution 01 – Sie erwachen

 daumen steigend

Autor: Randall, Martin
Titel: Sie erwachen
Verlag: HJB Verlag
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2015
Seitenanzahl Printbuch: 131 Seiten
Genre: Horror, Zombies
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 20.06.18-24.06.18
Band einer Reihe: Ja
ASIN: B012BM7BVK

Klappentext

Leif besitzt einen starken Überlebenswillen. Doch seine Entschlossenheit wird brutal auf die Probe gestellt, denn der idyllische Schwarzwald verwandelt sich über Nacht in einen Albtraum. Die Toten erheben sich und machen Jagd auf ihn. Horden von grauenerregenden Kreaturen, die nur einen Antrieb zu kennen scheinen: die noch Lebenden zu verschlingen.
In den zombieverseuchten Dörfern und Städten schließen sich ihm Weggefährten an. Kann er ihnen vertrauen?
Leifs Ziel ist Frankfurt, eine Stadt, in der alles noch sehr viel schlimmer sein soll; eine Stadt, aus der die Menschen zu flüchten versuchen. Dort ist seine Frau. Und dort erhofft er sich Antworten auf die Fragen, die ihn bedrängen: Warum fahren Panzertruppen durch Dörfer und greifen nicht ein? Wer sind die Menschen, die man »Engel des Jüngsten Gerichts« nennt? Und vor allem: Wer oder was ist für den Schrecken verantwortlich, der die Welt befallen hat?

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Während ihres Urlaubs im Schwarzwald bricht die Apokalypse aus. Zombies oder hier genannt – Schlurfer -ziehen durch die Gegend. Leif und seine Tochter Tessa haben sich mit einigen anderen Gästen in einem Hotel verschanzt. Aber die Leute werden langsam unruhig und wollen ihr Glück ausserhalb versuchen. Sie wollen das Hotel verlassen. Leif ist nicht begeistert, fügt sich aber der Mehrheit. Es bleibt ihnen am Ende nichts anderes übrig,denn ein Überlebender führt eine Horde Zombies mit sich. Die Rettung des Mannes – Sebastian – ist der Untergang des sicheren Hotels. Die Horde überrennt das Hotel und sie müssen alle fliehen. Am Anfang fahren sie noch im Konvoi, verlieren sich dann aber schnell. Leif fährt mit Tessa uns Sebastian. Ihr Ziel Frankfurt. Dort befindet sich seine Frau, als Journalistin der FAZ. Auf dem Weg dorthin kommen sie an ein Hindernis, dass sie zwingt einen Umweg zu nehmen, der Leif nicht gerade unbeabsichtigt vorkommt. Dabei gelangen sie an einen Ort, in dem ein ehemaliges Kaufhaus zu einer Tauschbörse umgewandelt wurde. Leider sind die Wächter nicht gerade die hellsten und benutzen Megaphone um die Anweisungen zu erteilen. Wir wissen ja was bei Lärm geschieht.

Als Nebengeschichte lernen wir Deniz und Marcel kennen. Sie befinden sich auch im Schwarzwald um ihr Survivaltraining zu absolvieren. Sie kommen beide aus Offenbach und hätten niemals damit gerechnet ihr Survivalwissen tatsächlich im realen Leben anwenden  zu müssen. Auch sie wollen wieder nach Hause – da sie aber zu Fuss unterwegs sind und nicht gerade vertrauenswürdig aussehen, nimmt sie keiner mit. Eine List verschafft ihnen eine Mitfahrgelegenheit in Form einer hübschen Frau – zu der sich Marcel hingezogen fühlt – Miriam. Sie nimmt die beiden mit. Auch sie treffen auf das Hindernis, das sie zwingt in dem selben Ort zu landen wie Leif und seine Begleiter. In dem Kaufhaus kommt es zu Diskussionen, während sich draussen immer mehr Zombies sammeln um dann einzudringen. Während des Kampfes wird Tessa gebissen. Aber sie können fliehen. Ausserhalb des Ortes treffen sich die beiden Gruppen und bei einem Handgelange kommt es zu einem Unglück. Leif´s Gruppe und Marcel´s Gruppe tun sich zusammen. Ein Schild führt sie zu einer Kirche. Wer weiss welche Abenteuer dort auf sie warten – das wird erst in der Fortsetzung gelüftet

Meine Meinung

Man wird sofort in das Geschehen hinein gezogen. Gleich am Anfang startet es blutig und man kommt kaum zum Luftholen. Es gibt einige Kampfszenen, die recht blutig sind, aber immer noch dezent. Man kann in einem Zombieroman schon erwarten, dass Blut spritzt und auch Gedärme gefressen werden. Aber ich finde es nicht zu übertrieben dargestellt. Interessant ist immer, wenn ein Mann solch einen Roman schreibt, dass immer genau dargestellt wird welche Waffen und auch gerne welche Autos verwendet werden. Für mich als Frau – uninteressant. Fahren, schiessen – geht. Bis auf einen Part mit den Kindern, kann man hier keine neue Erfindung erwarten – was aber dem Roman keinen Abbruch tut. Spannend ist er allemal.

Schreibstil

Der Schreibstil ist recht locker und aus dem Bauch heraus, wie man es bei Dialogen im richtigen Leben erwartet. Da Marcel und Deniz eher Jungs von der Strasse sind, sind auch hier die Dialoge nicht immer hochtrabend, was sehr realistisch ist.

Was mir nicht gefiel:

Es gab nicht viel – da mir das Buch gut gefiel. Aber gestört hat mich die ständige Erwähnung der Stadt Offenbach von Marcel. Ich als offenbacher Mädsche kenn die Stadt, für alle anderen ist es ein Ort bei Frankfurt. Die ständige Erwähnung konnte ich nicht nachvollziehen und hat mich genervt.

Figuren:

Da es ein recht dünnes Buch ist und eine Reihe, werden die Charaktere noch nicht zu tief beleuchtet. Es wird eher der Schwerpunkt auf die Situation und Umgebung in der sie sich befinden gelegt.

Spannung

Was ich an dünnen Büchern mag – es wird nicht mit vielen Füllwörtern künstliche Längen erzeugt. Man wird direkt ins Geschehen gezogen und durch die Spannung der Geschichte gerissen. Also dieser Teil ist auf jeden Fall spannend.

Originalität

All zu viel Orginalität bei einem Zombieroman darf man nicht erwarten. Hier liegt, bei mir, der Augenmerk auf die Spannung. Ist die Geschichte spannend erzählt, macht es nichts, das man solches schon öfter gelesen hat. Allerdings hat der Autor hier tatsächlich einen neuen Faktor herangezogen und ich bin gespannt wo dieser hinführt.

Fazit

Bis auf ganz kleine Schwächen kann ich diesen Piloten auf jeden Fall allen Genrefans empfehlen. Es gibt nicht viel neues, was aber der Spannung nicht abtrünnig ist. Die Charaktere versprechen Vielfältigkeit und der Weg nach Frankfurt Aktion. Da der erste Teil mit einem Cliffhanger endet, sollte man sich nicht zu lange Zeit lassen mit der Fortsetzung – was ich nicht vorhabe.

Charaktere

Leif – einer der Hauptcharaktere und Vater von Tessa. Ein Kämpfer

Tessa – Sie ist mutig. Während eines Zombieangriffs wird sie gebissen

Sebastian – Ein Überlebender, der im Hotel ankommt. Er ist Bibelfest aber nicht zimperlich und bis jetzt eine Hilfe

Marcel – ein Offenbacher, der auch schon mit Illegalen Dingen in Zusammenhang gebracht wurde. Ein Survivaltripp mit seinem besten Freund soll ihn etwas zügeln

Deniz – ein Prepper – er nimmt Marcel mit zum Surviveln um ihn etwas runter zu holen und von den kriminellen Energien.

Miriam – sie trifft auf Marcel und Deniz und nimmt sie in ihrem Wagen mit. Marcel hat sich etwas in sie verguckt.

Max Rhode (Sebastian Fitzek) – Die Blutschule

Rhode, Max - Die Blutschule 

Autor: Max Rhode (Sebastian Fitzek)
Titel: Die Blutschule
Verlag: Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum: 8. Oktober 2015
Seitenanzahl Printbuch:
Genre: 273 Seiten
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 15.06.18-19.06.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B00WF7OT3K

Klappentext:

Eine unbewohnte Insel im Storkower See.
Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer.
Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird …

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Die Brüder Simon und Mark ziehen mit ihren Eltern von Berlin nach Brandenburg. Vitus Zambrowski ist der Vater und die Erzählung beginnt mit seinem Ableben. Durch ein geschäftliches Desaster sind sie gezwungen in die alte Heimat und das Haus von Vitus Familie zu ziehen. Natürlich gibt es für Teenager nichts schlimmeres, als aus der Grossstadt aufs Land zu ziehen. Nur scheint mit der Gegend etwas nicht zu stimmen. Simon und Mark treffen auf Stotter-Peter, der ein Sittlichkeitsverbrecher sein soll. Dieser erzählt ihnen von seinem unsterblichen Hund und der Hintergrundgeschichte. Ein geheimnisvoller Spiegel aus dem See soll den Charakter des hineinblickenden ins Gegenteil kehren und ihn unsterblich machen.

Unterwegs treffen die Jungs auf eine Clique und Simon wird besonders auf Sandy aufmerksam. Nur ist Sandy wirklich nicht gerade ein nettes Mädchen. Auch ihre Mutter scheint sie zu hassen. Bei einem Badeunfall rettet Vitus Sandy. Dabei beobachtet Simon etwas – etwas seltsames geschieht bei der Wiederbelebung. Danach verändern sich sowohl Sandy als auch Vitus. Aus einem liebenden Vater wird ein bösartiger Mensch, der die Mutter misshandelt und die Jungs verhöhnt. Eines Tages nimmt Vitus die Jungs mit raus auf eine Insel um sie dort Männer aus ihnen zu machen. Sie sollen Überleben und zwar mit allen Mitteln. Auch Töten ist eine Aufgabe. Dies verändert alles. Wo vielleicht noch Restliebe der Jungs zum Vater vorhanden war, erwacht Hass und Unverständnis. Was passiert hier? Wer ist gut und wer ist böse? Wer stirbt, wer lebt? Und wer überlebt? Spannend ist die Wendung am Ende.

Meine Meinung

Faszinierend. Anfangs tat ich mich etwas schwer, da es eine sehr lange Aufwärmphase gibt. Wir lernen die Protagonisten und Umstände kennen. Dadurch zieht sich das erste Drittel ganz leicht. Dann aber zieht das Tempo an und Rhode/Fitzek nimmt uns mit auf eine Insel des Terrors. Die beiden Jungs erleben eine Tortur. Und wir werden durch unfassbare menschliche Tiefen geführt. Spannend sind auch die Passagen, die er nur andeutet, da die Wiedergabe der Erinnerung von Simon zu grausam ist. Das heizt die eigene Fantasy enorm an. Und nicht gerade angenehm. Nach der langen Einführung, finde ich, dass der Spannungsbogen bis zum Ende, das überraschend ist, gehalten wird.

Schreibstil

Die Geschichte wird von Simon in Form eines Patiententagebuchs geschrieben. Wobei es in Romanform und nicht in Tagebuchform gestaltet ist. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut verfolgen.

Figuren:

Das Hauptaugenmerk wird hier auf Simon und Vitus gelegt. Wichtig ist zwar das innige Verhältnis der Brüder. Mark hat zwar als Punchingball eine tragische Rolle, aber der Hauptcharakter, Simon und sein Vater Vitus sind die, die einen fesseln. Alle anderen dienen nur um die Geschichte voran zu bringen und sind wichtig für den Aufbau.

Atmosphäre

Durch die Veränderung, die bei dem Vater erfolgt und sein Gefallen an Grausamkeiten ist die Atmosphäre sehr düster und aufgeladen. Man erwartet immer wieder etwas grausames.

Spannung

Die Spannung baut sich langsam auf. Dafür besteht sie aber auch bis zu Ende.

Kleine Überlegung

Mein erster Rhode und zweiter Fitzek. Ich hatte einmal Splitter gelesen und der gefiel mir nicht so gut. Weswegen ich Fitzek erst mal mied. Aber da er hier auf den verschiedenen Blogs so hoch gelobt wird, entfacht das natürlich schon mal die Neugierde. Da bot sich Rhode gerade an. Schaut man sich bei Amazon die Rezis an, wird das Buch sehr unterschiedlich bewertet. Mein Vorteil ist es nun, dass ich recht unbelastet in diesen Roman eintauchte. Ich kann also nicht beurteilen, ob dieser hier zu den besseren, ebenbürtigen oder schlechteren Romanen gehört. Für mich war es definitiv ein sehr spannendes Abenteuer. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und die Spannung war greifbar.

Fazit

Ich bin hier positiv überrascht. Nach einem etwas langatmigen Start in die Geschichte nahm die Spannung rasant zu und hielt sich bis zum Schluss. Das Buch ist kein klassischer Thriller. Eher ein Thriller mit leichten Horrorelementen. Aber auch  nichts für schwache Gemüter – was bei Fitzek wohl eh nicht zu erwarten sein sollte.

Charaktere

Vitus – Der Vater. Anfangs noch ein liebender Vater verändert er sich plötzlich und wird zu einem Sadisten und Schläger

Simon – er ist der Erzähler der Geschichte. Er bemerkt die Veränderung schon früh und ist der Stärkere der beiden Brüder. Allerdings geht das ganze nicht ganz Spurlos an ihm vorüber, was in einem spannenden Finale endet

Mark – er ist der ältere Bruder. Sein Vater hat es mit den Bestrafungen hauptsächlich auf ihn abgesehen. Aber er ist mutig und versucht ihn mit Simon zusammen zu bekämpfen

Sandy – Simon verguckt sich am Anfang etwas in Sandy, bis sie ihn vorführt und blamiert. Danach ist sie für ihn eher ein Ärgernis – sie taucht oft unerwünscht auf. Bei einem Badeunfall lässt sie fast ihr Leben, danach ist sie verändert und ein richtig nettes Mädchen. Leider muss auch sie durch die harte Schule

Stotter-Peter – er erzählt den Jungs von einem mysteriösen Spiegel, der die Seelen der hineinblickenden verändert. Gut wird Böse und umgekehrt. Ebenso verleiht er Unsterblichkeit.

 

Dodillet, Michael Frey – Herrchentrubel

Dodillet, Michael Frey – Herrchentrubel

Autor: Dodillet, Michael Frey
Titel: Herrchentrubel
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2016
Seitenanzahl Printbuch: 241 Seiten
Genre: Humor, Tiere
Gelesen als: Ebook
Zeitraum April 2018
Band einer Reihe: Ja

Klappentext

Herrchen ärgern leicht gemacht

Zehn Jahre lang hat sich Herrchen von zwei verrückten Hunden auf der Nase herumtanzen lassen. Doch ab zehn werden Hunde bekanntlich ruhiger. – Ruhiger? Herrchen weiß nicht mehr, wer ihm diesen Unsinn erzählt hat. Tatsache ist, dass Luna auch im hohen Alter noch alles zusammenfaltet, was nicht bei drei auf dem Baum ist, und Wiki Selbsterbrochenes bewacht, als handle es sich um die Goldreserven von Fort Knox. Während Trainer Krause von Handauflegen bis zu mantraartigen Lalala-Gesängen alles empfiehlt, was die Fachwelt an Absurditäten zu bieten hat, wird Herrchen klar: Es gibt nichts Schöneres als vierbeinige Dickschädel, die sich nicht verbiegen lassen. Dann jedoch entpuppt sich eines Tages eine harmlos aussehende Beule bei Luna als bösartiger Tumor, und auf einmal wird Herrchen schmerzlich klar, dass auch das wildeste Hundeleben einmal zu Ende geht … Unterhaltsam, witzig und emotional berührend wie nie!

Zu gut – Es ist einfach erfrischend zu lesen, dass es nicht nur gut erzogene Hunde gibt. Wir haben auch zwei – die sind mässig gut erzogen. Sie hören – nicht immer aufs erste Wort – aber sie hören. Unsere Zwei sind nicht so schlimm wie die hier geschilderten. Aber das ist auch nicht das, was das Buch so lesenswert macht. Sondern die Schilderungen der anderen Hundebesitzer – Die Krauses – zum Beispiel. Oder die verpöhnten lauten Neins. Man kann ihm auf jeden Fall nicht vorwerfen nicht alles versucht zu haben. Tiertrainer und Co. Manches half – meistens nicht. Dann die Urlaubsschilderungen. Ach einfach nur witzig.

Es ist zwar eine Buchreihe aber es war nicht nötig, die Bücher davor zu kennen. Man ist sehr gut hineingekommen.

Und ich bin froh, bei Babsi lesen zu können, dass Luna nicht stirbt – denn sonst hätte ich das Buch auf keinen Fall gelesen und das wäre wirklich schade gewesen.

Was mir nicht gefiel:

Jeder Tierbesitzer kennt es – Foren. Man will nur mal kurz nachlesen, was denn das Tier hat – schon ist man ein Tierschänder. Das war zwar auch sehr witzig – hat aber etwas zuviel Platz in dem Buch eingenommen.

Schreibstil 

Schön sarkastisch – so macht es Spass über Verfehlungen zu lesen. Ist alles doch gar nicht so schlimm. Ich mochte den Stil.

Fazit

Mir hat das Buch sehr gut gefallen – ich habe öfter mal laut lachen  müssen und meinem Mann einige Passagen vorgelesen. Ein schönes Buch für Hundebesitzer und welche die es werden wollen.

 

Heine, E. W. – Magna Mater

Heine, E. W. – Magna Mater

Autor: Heine, E. W.
Titel: Magna Mater
Verlag: C. Bertelsmann
Erscheinungsdatum: 13. Februar 2012
Seitenanzahl Printbuch: 240 Seiten
Genre: Sci-Fi, Dystopie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum April 2018
Band einer Reihe: Nein

Klappentext

Ein faszinierender Roman über das Scheitern unserer Gesellschaft und die Zukunft der Menschheit: E.W. Heine entführt uns in eine Welt, in der alles abgeschafft wurde, was ein friedliches Zusammenleben jahrhundertelang behinderte: die Religionen, die Kriege und auch die Liebe. In der neuen Welt herrscht nur noch die reine Vernunft. Und über allem wacht ein mächtiger Orden, an dessen Spitze die Magna Mater, die große Mutter, steht.

Doch eine Ordensfrau weiß, dass sich hinter der prächtigen Maske der Magna Mater eine Lüge verbirgt. Wie konnte es in dieser Idealwelt dazu kommen? Die Ordensfrau widersetzt sich mutig allen Regeln und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit …

Zum Inhalt – Spoiler

Mal sehen ob ich das noch alles ordnen kann (Hab irgendwie meine Notizen verlegt). Die Menschheit war kurz davor sich komplett auszulöschen. Eine Halbkugel (weiss nicht mehr – ich glaube Nordhalbkugel) ist atomar total verstrahlt und nicht mehr bewohnbar. Alles, was einen Krieg oder sonstige Unruhen auslösen kann wurde blockiert. Entscheidungen werden nur noch von der grossen Mutter getroffen – Magna Marter. Es gibt keine Religion, kein Krieg, kein Sex, keine Liebe. Nein – stimmt nicht – Sex gibt es einmal um Kinder zu zeugen, die dann in einer Art Retorte herangezogen werden, nach dem die Befruchteten Eier entnommen werden. Dem Menschen ist ein Lebensalter von vierzig Jahren gewährt. Dafür werden sie hormonell in einem präpubertären Stadium mittels Hormonunterdrückung gehalten. Erreichen sie das 40. Lebensjahr, wird der Hormonschub angeregt und die erblühten Frauen und Männer auf eine Insel gebracht – dort dürfen sie sich den Lüsten hingeben und sterben. Bei den Kindern gibt es immer wieder Mädchen, die für den Orden der Magna Marter erhört werden. Diese Mädchen kümmern sich um das Wohl und die Ordnung. Ihr Fluch ist aber, dass sie normal altern. Sie durchlaufen die gesamten Phasen, wie wir sie kennen. Die Geschichte wird von einer solchen Ordensfrau erzählt – Morituri. Die Welt in der wir leben wir von der neuen Spezies verachtet und als barbarisch primitiv erachtet. Arbeiten, Reichtum, Hass, Intrigen. Alles Dinge, die abgeschafft wurden. Bis ein grosser Tsunami, dieses Gefüge ins wanken bringt und man durch  Morituri die Wahrheit hinter dieser Fassade entdeckt. Auch in dieser tollen neuen Zeitrechnung besteht alles nur aus Lügen und Trugbildern.

Handlung

Der Autor hat sich hier in ein neues Genre gewagt. Ich finde die Geschichte schon spannend – aber nicht fesselnd. Eigentlich finde ich es eher als ein phislosophisches Werk zu betrachten, als ein Sci-Fi oder eine Dystopie. Denn der Autor weist uns ständig darauf hin, warum es überhaupt soweit kam und was man ändern könnte und konnte und was einfach nicht geht. Wer ist der wahre Gott – und warum wird er – verbotener Weisse – als Gott verehrt. Was ist mit den Retorten Babys? Es gibt ziemlich viel Fragen, die am Ende auch sehr schlüssig geklärt werden. Egal zu welcher Zeit und in welchem Gefüge wir leben – wie Frei wir uns fühlen mögen, oder wie eingesperrt – alles untersteht einer grossen Lüge. Es ist ein interessantes Buch. Vorallem wenn man mal vor Augen geführt haben möchte, was alles so um einen herum passiert.

Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr, sehr gut. Er hat mich dazu gebracht, das Buch tatsächlich weiter zu lesen, obwohl es nicht ganz so mein Ding war. Ich werde mir auf jeden Fall noch weiter Bücher von dem Autoren holen.

Atmosphäre:

Oft bedrückt – denn trotz aller Freiheiten, die der Menschheit angeblich durch die Änderungen gebracht wurden, schwebt ständig der Tod über ihnen. Denn älter als 40 werden die Kinder nicht und die, die älter werden, verfallen mit allem Leid, den ein alternder Körper so mit sich bringt. Auch der Grund dieser Gemeinschaftsform ist ja dunkel und nach der Naturkatastrophe wird es richtig düster.

Spannung

Spannung ist tatsächlich vorhanden, da man ständig auf einen Knall wartet.

Originalität

Auch hier kann man auf jeden Fall bejahen. Eine Gesellschaftsform zu entwickeln, die vielleicht friedlich leben könnte – das wäre schon was. Aber es schwingt immer der drohende Zeigefinger über ihnen – Das war der Grund warum und wehe ihr brecht aus und verliebt euch, oder hinterfragt das System…

Fazit
Für mich ist es eher ein philosophisches Buch. Der Autor führt uns vor Augen, was passiert, wenn wir so weiter leben. Aber er zeigt uns auch, dass selbst in einer vermeintlich friedlichen Lebensform immer eine tickende Zeitbombe unterirdisch am schwelgen ist und der kleinste Auslöser alles zum Zusammenbrechen bringt. Das Buch hat mich gefesselt – indirekt – aber nicht begeistert. Es war eher der Stil der mich fesselte.