Coates, Darcy – Der Fluch von Carrow House

Coates, Darcy – Der Fluch von Carrow House

Autor: Coates, Darcy
Titel: Der Fluch von Carrow House
Verlag: Festa
Übersetzung: Manfred Sanders
Erscheinungsdatum: 13. August 2019
Seitenanzahl Printbuch: 297 Seiten
Genre: Mystery, Haunted House, Grusel, 
Zeitraum 23.07.20-28.07.20
Band einer Reihe: Nein 
ASIN: B07WFMWX9M
Bereits gelesene Bücher der Autoren   Ich hoffe auf mehr Übersetzungen. 

Klappentext

Remy arbeitet als Tourguide in Carrow House. Sie führt Menschen durch das berüchtigte Spukhaus und erzählt ihnen von den Geschehnissen, die sich einst in diesen Mauern zutrugen.
Als eine Reisegruppe für eine ganze Woche einen Aufenthalt bucht, um die unheimlichen Phänomene zu untersuchen, hofft Remy, selbst endlich einige zu erleben. Und tatsächlich: Nach einer Séance nimmt die paranormale Energie so weit zu, dass Fenster zerbrechen und gespenstische Erscheinungen durch die Flure schreiten.
Dann stirbt einer der Gäste und Remy zieht die Möglichkeit in Betracht, dass der Geist des einstigen Eigentümers noch in den Hallen weilt: John Carrow. Und der war ein irrer Serienmörder …

Meine Meinung

Spannend, und ein bisschen gruselig. Es gibt einige Überraschungen, die einem im Carrow House erwarten. Ein Medium mit ihrem seltsamen Assistenten, ein It-Girl, das die Besitzerin des Hauses ist, mit ihrem Kindermädchen, Der Auftraggeber, ein Tourenmitglied aus der letzten Führung, und Remy, die das Haus und ihre Bewohner so gut kennt wie kein anderer. Aber was hat es auf sich mit John Carrow? Ist es überhaupt John Carrow? Ein Haus voller gefangener Seelen. Die einen meinen es gut, die anderen weniger.

Ein spannendes Buch. Wirklich. Es macht richtig Spass es zu lesen. Gruseln konnte ich mich zwar nicht so extrem, wie ich gehofft hatte, aber das tut der Spannung absolut keinen Abbruch. Ein wahrer Pageturner. Allerdings muss ich schon ein bisschen warnen. Es ist nicht unbedingt für einen angenehmen Grusel geeignet. Es wird manchmal ein bisschen heftiger. Schliesslich ist es der Festa-Verlag. Da wird man selten mit seichtem Grusel versorgt. Die Kulisse des Hauses und auch sein Inneres wurde so gut beschrieben, dass man sich manchmal richtig eingesogen gefühlt hat. Wer also ein bisschen tiefergehenden Grusel haben möchte kann hier schon zugreifen. Also eher für Horrorfans, die wissen worauf sie sich einlassen.

Schreibstil: Sehr angenehm und flüssig. Die Spannung trieft gerade zu aus den Worten heraus. Man will einfach hinter das Geheimnis kommen.
Figuren: Die Charaktere sind ganz toll beschrieben. Sowohl die Lebenden, als auch die Geister werden hier gut dargestellt. Man kann sich gut einfühlen in die Personen.
Atmosphäre und Spannung: Ist hier sehr hoch angesiedelt. Man wird fast atemlos durch die Flure des dunklen Hauses gezogen und bei jedem Seufzen, oder Lacheln hält man den Atem an. Ich war wirklich begeistert. Es hätte für mich noch ein bisschen gruseliger sein können – aber das ist schon sehr schwer, wenn man schon viel Horror gelesen hat. Deswegen noch mal eine Warnung, für Anfänger kann es sehr gruselig sein. Für Horrorfans auf jeden Fall spannend.

Originalität: Haunted Houses gehören zur Gruselszene wie Blut zu Vampiren. Kein Grusel ohne wenigstens ein Haunted House. Es war aber meine erste gelesene Geschichte und ich fand es sehr gut umgesetzt.

Fazit

Sehr, sehr spannend. Für mich ein wahrer Pageturner. Ich konnte es oft nicht abwarten weiter zu lesen, weil ich einfach wissen wollte: Geister oder Menschen, wer ist für den Horror verantwortlich? Es ist wirklich eine sehr spannende Geschichte. Aber nichts für Gruselanfänger. Man wird hier schon oft in einen tiefen Abgrund blicken, der einen als Anfänger vielleicht ein bisschen zu sehr erschreckt. Es ist kein seichter Grusel. Für Fans von Haunted House Geschichten auf jeden Fall geeignet. Spannung ist garantiert.

Darcy Coates hat noch viel mehr in diese Richtung geschrieben und ich hoffe inständig, dass noch paar übersetzt werden, für die deutschsprachigen Fans.

5 von 5

Kledtke, Simon André – Sarania 01 – Das Vermächtnis der Magier

Kledtke, Simon André – Sarania 01 – Das Vermächtnis der Magier

Autor: Kledtke, Simon André
Titel: Das Vermächtnis der Magier
Verlag: Brighton Verlag
Erscheinungsdatum: April 2020
Seitenanzahl Printbuch: 348 Seiten
Genre: Fantasy
Zeitraum 25.08.20-16.09.20
Band einer Reihe: Ja – Sarania
ASIN: B089G5D4HM
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Simon André für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Der 15-jährige Benalir führt mit seinem Vater ein ärmliches, überschaubares Leben in Belfang – dem größten der vier Länder, die den Kontinent Sarania bilden. Als der Junge ins nahe gelegene Dorf Agalam reist, ahnt er nicht, dass dieser Tag sein Leben verändern wird. Über Nacht taucht er in eine Welt voller Abenteuer, Magie und Gefahren ein:
Waldelfen, Löwenmenschen, dämonische Wolfsreiter und ein düsterer Hexenmeister, der mehr und mehr Macht gewinnt. Für den Jungen beginnt eine Reise, von der er nicht einmal zu träumen gewagt hätte …
Und dann ist da noch der Magier Sacerak. Seit einem halben Jahr gehört er dem „Rat der Magier“ an, dessen Mitglieder die zwölf mächtigsten Zauberer Saranias sind. Er soll nach Dûlur gelangen – eine geheimnisvolle Insel, auf der sich die Festung des Schattenfürsten befindet.
Einst ein Jugendfreund des tyrannischen Zorano, sucht er nun einen Weg, seinen früheren Weggefährten zu vernichten…
Zwei Helden …
Zwei Wege …
Zwei Schicksale …

Meine Meinung

Im Fantasybereich bewege ich mich meistens nicht so viel. Ich muss zugeben, dass mich meist die Dicke der Bücher abschreckt. Deswegen finde ich dieses hier sehr angenehm mit seinen übersichtlichen Volumen. Das bedeutet auch für mich, die echte Probleme hat, sich Namen zu merken, hier doch noch alles einigermassen schnell wieder zuordnen zu können, da ja nicht zuviel Seiten und Füllmaterial zwischen den einzelnen Geschehen sind. Es tauchen sehr viel Charaktere auf, die alle ein Ziel haben: den Tyrannen zu stoppen und zu stürzen. Spezies, die teilweise eher zurückgezogen leben, sammeln sich und werden Gefährten im Kampf um die Freiheit. Und dies ist hier gut beschrieben. Wir werden hier in dem ersten Band langsam eingeführt in das Leben von Sarania und dem Auserwählten, Benalir. Wir lernen die Welt kennen und erhalten auch gute Einblicke in die einzelnen Geschichten. Es hat wirklich Spass gemacht dieser Zusammenstellung der verschiedenen Gruppen mit ihren verschiedenen Aufgaben und Gefährten zu folgen. Es gab keine unnötigen Längen und die Spannung ist recht stabil.

Ich denke dass es auch gerade für Fantasyanfänger und auch jugendliche Leser gut geeignet ist. Die Welt ist gut beschrieben und man hat so keine Probleme der Handlung zu folgen. Es ist spannend und die Charaktere sind gut beschrieben.

Schreibstil: Der Schreibstil ist teilweise etwas gewöhnungsbedrüftig, aber dem Genre angepasst. Es ist eher mittelalterlich aufgebaut und man braucht etwas um sich damit anzufreunden, aber dann ist es kein Problem mehr.

Figuren: Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben. Man kann sich zu jedem ein gutes Bild machen. Sympathien und Antipathien können sich so gut entwickeln.

Atmosphäre und Spannung: Trotzdem es sich in dem ersten Band viel um den Aufbau der Welt, die Charaktere und die Sammlung der einzelnen Gruppen zum Kampf dreht, bleibt die Spannung nicht auf der Strecke. Es gibt schon erste Kämpfe und Aufeinandertreffen, die einen auf die Fortsetzung freuen lassen. Der Cliffhanger deutet auf einen interessanten Plot in der Fortsetzung hin, der eventuell wirklich unerwartet kommt.

Fazit

Ein Fantasyabenteuer, das ich besonders Anfängern dieses Genres empfehlen kann. Die Welt ist gut aufgebaut, aber übersichtlich. Die vielen Charaktere verlieren sich nicht in einer unüberschaubaren Welt und das Volumen des Buches ist sehr angenehm. Ich hatte viel Spass. Es war spannend aber auch der langsame Aufbau der Geschichte mit der Welt und den Charakteren lädt zum lesen und mitfiebern ein.

5 von 5

Husker, Clayton – Clayton Husker’s Katastrophen Kompass

Husker, Clayton – Clayton Husker’s Katastrophen Kompass (HIER kostenlos als PDF)

Autor: Husker, Clayton
Titel: Clayton Husker’s Katastrophen Kompass
Verlag: Verlag HJB
Erscheinungsdatum: 17.04.2017
Seitenanzahl Printbuch: 29 Seiten
Genre: Sachbuch, Ratgeber
Zeitraum 12.08.20-14.08.20
Band einer Reihe: Nein
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Zombie-Apokalypse, Chemtrail, HAARP, NWO, Klimawandel, GAU, Bürgerkrieg und
so weiter und so fort. Das Böse lauert immer und überall. Keine Frage des OB es
uns erwischt, sondern lediglich des WANN und WIE. Wir sind umgeben von
Krisenherden, es gibt keinen Tag, an dem nicht irgendwo auf der Welt Krieg,
Krankheit oder Hunger oder Tod herrschen.
Oft bekommen wir von den Krisen dieser Welt nur das mit, was uns in den
zahlreichen Medienformaten präsentiert wird, zumeist ist es weit weg und die Bilder
von ergreifenden Schicksalen besitzen in unserer Aufmerksamkeit in etwa die
Halbwertzeit einer Folge unserer Lieblingsserie.
Doch die Ruhe, in der wir unseren wohlverdienten Konsumschlummer genießen,
ist trügerisch. Die Gefahr, dass es uns selbst erwischt, ist größer, als manch einer
glauben mag. Selbst oder gerade ein derart vernetztes Gesellschaftssystem wie das
unsere trägt stets den Keim des Versagens in sich.
• Was, wenn unser Gewohnheitsdiscounter nicht mehr aufmacht?
• Was, wenn unser Datennetz sich ins Nirwana verabschiedet hat?
• Was, wenn unser Licht aus bleibt und dann die Heizung ausfällt?
Um exakt diese Fragen dreht sich mein Katastrophen-Kompass. Anhand
theoretischer Überlegungen und praktischer Beispiele will ich einen Leitfaden und
Ratgeber erstellen, der drei essentielle Schritte der Krisenbewältigung beschreibt:
PREPAREDNESS – CAPABILITY – INTENTNESS
Vorbereitung, Handlungsfähigkeit und Entschlossenheit sind wichtige Faktoren für
das Überleben in der Krise. Nur wer selbst mit festem Willen vorangeht, der kann
auch anderen helfen.
In diesem Ratgeber finden sich Tipps für das Erkennen und Einschätzen der Krise,
Entscheidungshilfen (vor, während, nach der Krise), Anmerkungen zu Vorratshaltung
und dem richtigen Umgang mit Nahrungsmitteln sowie allgemeine Überlegungen für
das Krisenmanagement.

Meine Meinung

Clayton Husker ist unter Prepern schon eine bekannte Grösse. Dazu hat er noch eine Zombieromanreihe geschrieben, die ich aber noch nicht gelesen habe – aber schon hier auf dem Reader.😉. Hier haben wir einen kleinen Ratgeber, der einem helfen soll sich auf jegliches Krisensituation einzustellen. Wie wir ja dieses Jahr am eigenen Leib erfahren konnten. Wir haben gesehen, wie Leute sinnlose Waren gehamstert haben. Wie wäre es sich richtig vorzubereiten. Dies hier ist ein kleines Einsteigerbuch. Ein Überblick um was man sich alles kümmern kann und vielleicht auch für den ein oder anderen eine Versicherung. Eine nächste Krise kann jederzeit wieder kommen.

Fazit

Ein kleiner kostenloser Leitfaden, der schnell gelesen ist. Er dient wirklich nur um einen oberflächlichen Überblick über eine Krisenvorbereitung zu erhalten. Auf diese Seiten hin kann man sich dann überlegen was man vertiefen will. Ich finde es wirklich ein gelungenes kleines Heftchen. Wir wissen seit diesem Jahr wie eine Krise ablaufen könnte. Dieses Jahr ging es nur um Toilettenpapier, Mehl und andere kleinere Dinge – aber…..

King, Danny – Das Haus der Monster 2 – Die Monster sind zurück

King, Danny – Das Haus der Monster 2 – Die Monster sind zurück

Autor: King, Danny
Titel:Die Monster sind zurück
Verlag: Luzifer Verlag
Übersetzung: Madeleine Seither
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2020
Seitenanzahl Printbuch: 380 Seiten
Genre: Horror, Grusel, Mystery
Zeitraum: 31.05.20-11.06.20
Band einer Reihe: Ja – Haus der Monster 2

Bereits gelesene Bücher des Autoren King, Danny – Das Haus der Monster 01

Klappentext

John Coal war der typische Sonderling im Ort – ein alter, schrulliger Eigenbrötler, aber ansonsten harmlos. Zumindest war es das, was die Nachbarn von ihm dachten. Bis eines Nachts ein Junge sein dreißig Jahre lang sorgfältig gehütetes Geheimnis enthüllte …

Nun ist er auf der Flucht. Die Polizei, die Armee und sogar die Zoos machen Jagd auf ihn. Aber John ist ein alter Hase, wenn es darum geht, den Menschen zu entkommen, und so begibt er sich zusammen mit seiner Vampir-Ziehtochter Rachel in die Wildnis der schottischen Highlands.

Hier, so hoffen sie, können sie einen neuen Anfang wagen. Aber John kann seiner Vergangenheit genauso wenig entkommen wie seinem Fluch. Das Böse wird immer das Böse finden, und die Bedrohung für John und Rachel hat gerade erst begonnen …

Auch in der zweiten Geschichtensammlung erwarten Sie wieder Horrorstorys über Werwölfe, Vampire, Ghule, Geister, die Toten und die Untoten – erlebt und erzählt von John Coal, dem seltsamen Mann aus dem HAUS DER MONSTER.

Meine Meinung

Wer den ersten Teil mochte wird auch hier sein Vergnügen haben. Danny King schafft es auch hier die Geschichten mit einem gewissen Humor zu versehen. John Coal schafft es immer irgendwie aus den brenzligen Situationen in die er gelangt. Hier finden wir eine Art Zombie, Geister und fanatische Priester. Auch erfahren wir etwas mehr über Johns Mündel. Den Vampir Rachel. Ich habe mich auch hier köstlich amüsiert. Das Ende der Geschichte kann man so stehen lassen, aber ich würde mich freuen wenn es noch mehr über John Coals Leben gäbe. Dieses Buch ist also im gleichen Stil aufgebaut wie Band 1 schon. Mit einer Art Situationskomik. Während wir vielleicht über einen Ameisenknochen stolpern, schafft es John Coal sich in für Monster gefährliche Situationen hinein zu manövrieren.

Schreibstil: Immer mit einem Augenzwinkern. Flüssig und leicht zu lesen.

Figuren: Es tauchen John und Rachel auf. Ansonsten sind alles neue Charaktere. Beide sind wieder hervorragend dargestellt und auch die anderen Charaktere, die es John schwer machen ein ruhiges Werwolf-Leben zu führen sind gut dargestellt.

Atmosphäre und Spannung: Spannend und auch mit einiger Action kommen die abenteuerlichen Geschichten von John daher.

Originalität: Ich mochte die Idee schon im ersten Teil und bin froh, dass sie mich auch im zweiten Teil amüsieren konnten.

Fazit
Wer den ersten Teil mochte, wird auch hier seinen Spass haben. Die Geschichten sind im selben Stil und schaffen es einen auch weiterhin gut zu unterhalten. Immer etwas sarkastisch und mit einem Augenzwinkern. Es gibt Leute, denen geschieht ständig etwas anderes – so ist das auch bei Monstern. Auch unter ihnen gibt es welche, die ständig in absurde Situationen stolpern und sich da heraus arbeiten müssen. Und John Coal schafft das mit einem kleinen Funken Humor.

 

5 von 5

Horrorkurzgeschichten – Bonus Edition – Scare Street

Horrorkurzgeschichten – Bonus Edition – Scare Street

Kostenloses Exemplar, das ich für die Anmeldung zum Newsletter bekommen habe in deutsch.

Autor: Rowan Rook und A. I. Nasser
Titel: Fliegen Von Rowan Rook + Gibbins Von A. I. Nasser
Verlag: Scare Street
Übersetzung: Annie Schwarz und Dörthe Russek
Erscheinungsdatum:  2020
Seitenanzahl Printbuch: etwa 20 Seiten
Genre: Horror, Kurzgeschichten, Anthologien
Zeitraum 10.08.20
Band einer Reihe: Ja
ISBN/ASIN: Da ein Bonus hab ich leider keine
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Inhalt:

Fliegen: Man sollte nicht in eine heruntergekommene Wohnung ziehen, die ein Spinnenproblem hat. Der Protagonist ist gezwungen in eine heruntergekommene Wohung zu ziehen, da ihn seine Frau rausgeworfen hat. Ein erfolgloser Schriftsteller. Allerdings ist er nicht alleine in seiner Wohnung und auch später nicht mit seinem Problem der Exfrau gegenüber

Gibbins: Als Vertreter hat man es schon schwer – und wenn man dann noch Lexika verkauft, ist das auch kein Zuckerschlecken. Als der Vertreter die Tür von einem kleinen Jungen geöffnet bekommt, hofft er ihn so zu beeinflussen, dass seine Eltern die Lexikas kaufen. Aber es stehen keine Gibbins darin. Also lügt das Lexikon.

Meine Meinung

Da ich es als kostenlose Beigabe zum Newsletter bekam ist es ok. Die Geschichten sind jetzt nicht extrem gruselig aber für Zwischendurch gar nicht so schlecht. Kurzgeschichten haben immer einen eigenen Charakter und das spiegelt sich auch hier wieder. Ich fand es ok, mehr aber nicht.

Schreibstil: Der Stil gut und man konnte es ganz flüssig und schnell lesen.

Figuren: Trotz der Kürze waren sie recht gut geschildert.

Atmosphäre und Spannung: Auch immer ein schwieriges Thema bei Kurzgeschichten – aber ich fand es recht gelungen, bei der zweiten besser als bei der ersten.

Fazit

Als kostenlose Zugabe war es ok. Kaufen würde ich sie mir nicht, da es noch mehr in der Reihe gibt. Ich war für eine kurze Zeit gut unterhalten. Ein ganz guter Lückenfüller.

3 von 5

Krell, Stefan – Ratten in der Stadt

Im Vordergrund standen meine eigenen Probleme: die nächste Nacht, die nächste Mahlzeit, die nächsten zwei Jahre…

Krell, Stefan – Ratten in der Stadt

Autor: Krell, Stefan
Titel: Ratten in der Stadt
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 01.05..2020
Seitenanzahl Printbuch: 416 Seiten
Genre: Tierhorror, Horror
Zeitraum: 18.08.20-25.08.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: B086JFMBR3
Bereits gelesene Bücher der Autoren: Band 1-3 Urlaub in der Apokalypse

Klappentext

Zuhause ist es nicht sicher, denn dort wohnt ein Monster…

Seit zwei Jahren lebt Mamas neuer Freund bei uns. Er schlägt mich bei jeder Gelegenheit. Schon der Gedanke, ihm zu begegnen, löst Panik aus. In der Wohnung zu schlafen, grenzt an Russisch Roulette, also verbringe ich die Nächte in einem Schacht hinter dem Neubaugebiet – mit Schlafsack und Isomatte.
Heute Nacht jedoch stimmt etwas nicht. Mein Hund knurrt und bellt in einer Tour. Das macht er sonst nie. Ich schalte die Taschenlampe ein. Der kalte Strahl fräst sich tief in den finsteren Tunnel. Einen Moment lang hätte ich schwören können, ganz weit hinten seltsame Bewegungen gesehen zu haben. Einbildung! Ich schalte die Lampe wieder aus. Der Hund zittert am ganzen Körper und bellt erneut…

Willkommen bei „Ratten in der Stadt“ – nach diesem Horrortrip sehen Sie Mülltonnen und Kanaldeckel mit anderen Augen!

Meine Meinung

Ich bin ein Fan von Stefan Krells Urlaub in der Apokalypse Büchern. Vorallem mag ich daran, dass sie realistisch sind. So wie ein normaler Mensch mit einer solchen Katastrophe umgehen würde. Ein bisschen spiegelt sich das auch hier wider. Man würde nicht von einem 16 jährigen erwarten, dass er die Rattenschwemme selbst bekämpfen würde. Das ist auch nicht das Problem, warum mich dieses Buch nicht überzeugen konnte. Es ging hier weniger um die Rattenschwemme, als um das Problem das Kenny mit seinem Stiefvater und dem daraus resultierenden Leben hat. Natürlich hat Stefan hier ein wichtiges Thema angeschnitten. Eine Plattenbausiedlung mit dem entsprechenden Klientel. Wobei Jochen (Stiefvater) nach Aussen hin noch versucht den Schein zu wahren in dem er einer geregelten Arbeit nachgeht und darauf achtet, während der Schulzeit nicht ins Gesicht zu schlagen. Auch dass die Mutter immer wieder zurück zu dem Schläger geht. Alles bekannte Dinge, die nicht missachtet werden dürfen. Ich finde diesen Part hat Stefan auch sehr gut herausgearbeitet. Die Probleme, die ein Jugendlicher auf der Strasse hat. Den Schein wahren vor den Freunden, kein Geld für unnütze Dinge wie ein Smartphone. Oder auch ein Bahnticket. Wo man doch eher überlegt für das Geld eines Tickets Essen zu holen. Aber auch die Ängste, sollte Kenny bei etwas erwischt werden, das Jochen aufregen würde. Die Hölle, die ihn erwarten würde. Und das ist das Problem, das ich mit diesem Buch hatte. Denn diese Situation wurde ständig wiederholt. Der Schläger Jochen, wie sehr Kenny Angst vor ihm hat und ihn hasst. Trotzdem die Welt um ihn im Chaos versinkt und er vielleicht jederzeit getötet werden könnte, hatte er immer noch mehr Angst davor, was Jochen machen würde, wenn er ihn in die Finger bekäme.  Dies nahm der Geschichte leider ziemlich die Spannung. Und ich hätte fast abgebrochen. Die Rattenproblematik wurde zwar gut aufgeklärt, aber die Konfrontation damit spielte zu sehr im Hintergrund. Erst zum Ende hin, als Kenny kein Ausweg mehr blieb, als sich direkt auseinander zu setzen wurde es ziemlich spannend.

Schreibstil: Stefan Krell hat einen tollen Schreibstil. Nicht verschnörkelt, oder verschachtelt. Es ist als würde man es direkt von ihm erzählt bekommen.

Figuren: Die Charaktere wurden sehr gut herausgearbeitet. Man fieberte mit Kenny und hatte auch viel Mitgefühl mit ihm.

Atmosphäre und Spannung: Die kam mir hier leider ein bisschen zu kurz. Es wurde etwas zu langatmig zwischen den spannenden Passagen.

Originalität: Irgendwie hätte die Geschichte schon Originalität haben können. Ratten sind ein bekanntes Problem und jeder hat schon ziemlich Respekt vor ihnen. Deswegen ist so ein Angriff schon was sehr gruseliges und persönliches.

Fazit
Leider konnte mich dieses Buch nicht so wirklich für sich gewinnen. Die Ratten hatten hier eher eine untergeordnete Rolle. Dominierend waren die persönlichen. wohlgemerkt, schweren Probleme des 16 jährigen Kenny, So ist immer wieder die Spannung auf der Stecke geblieben. Trotz tollem Schreibstil, konnte es mich nicht fesseln.

3 von 5

Court, Deborah – Das Geheimnis von Holbrook House

Court, Deborah – Das Geheimnis von Holbrook House

Autor: Court, Deborah
Titel: Das Geheimnis von Holbrook House
Verlag: Selfpublishing (Printausgabe bei Cora Verlag)
Erscheinungsdatum: 07.08.2012
Seitenanzahl Printbuch:111 Seiten
Genre: Mystery
Zeitraum 17.08.20-18.08.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B008US5LQC
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Die junge Studentin Sarah Doyle ist verzweifelt – durch eine finanzielle Notlage läuft sie Gefahr, von der Bostoner Universität zu fliegen. Als ihr überraschend ein lukrativer Job angeboten wird, ist sie sofort bereit, nach Oxford in England zu ziehen, um Antiquitäten zu katalogisieren. Es ist beinahe zu schön, um wahr zu sein: Sie darf in einer viktorianischen Villa leben, die seit über fünfzig Jahren niemand mehr betreten hat!

Doch bald beginnt Sarah übernatürliche Phänomene zu sehen, und sie fühlt sich zu dem attraktiven Anwalt Jason hingezogen, der sie vor den Gefahren des mysteriösen Anwesens warnt. Aber wer ist der viktorianisch gekleidete junge Mann, dessen geisterhafte Erscheinung Sarah in ihrem Zimmer heimsucht? Tief in der Nacht, sobald sie allein ist, regt sich etwas Altes und Böses in den Tiefen von Holbrook House, ein Wesen, das die Enthüllung eines jahrhundertealten Geheimnisses zu verhindern versucht …

Meine Meinung

Sarah ist in einer wirklich dummen Situation, hat sie sich doch in eine Schuldenfalle katapultiert und bekommt durch die vielen Jobs ihr Studium nicht auf die Reihe. Genau in diesem schweren Moment kommt ein rettender Anruf, der ihr anbietet das Studium zu übernehmen wenn sie dafür nach England kommt um in einem verlassenen Haus Artefakte zu katalogisieren. Es wäre zu schön, aber da muss doch ein Haken dran sein? Das bemerkt Sarah dann aber erst, als sie eingezogen ist. Ihre Vergangenheit ist eng verknüpft zu diesem Haus und seiner Geschichte. Das wird ihr zum Verhängnis und droht ihr Leben zu kosten. Wäre nicht noch der attraktive Jason, der sich sorgen um sie macht.

Ein solides Gruselabenteuer für Zwischendurch. Es kommt recht angenehme Spannung auf.  Ein bisschen mehr hätte ich mir Interaktionen mit den Geistern gewünscht, das kommt ein bisschen kurz. Aber da es ein recht kurzes Buch ist, wird es trotzdem nicht langweilig. Es ist wirklich ein perfektes Buch wenn man mal keine Lust auf ein dickes Buch hat und mal was lockeres für Zwischendrin will. Ein schönes Buch für den Horroctober und für einen angenehmen Grusel, ohne Angst und Blut…ein bisschen Blut ist da – aber nur wenig.

Schreibstil: Der Stil ist locker und flüssig zu lesen.

Figuren: Trotz der Kürze des Buchs sind die Charaktere recht gut gelungen. Natürlich kann man nicht ganz so tief tauchen, bei 111 Seiten, wie bei 300 Seiten, aber man konnte Sympathien und Antipathien entwickeln.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist dunkel und gruselig und baut schön Spannung auf. Selbst wenn es bisschen mehr Geist hätte sein dürfen, war ich gespannt am Lesen

Fazit

Ein Buch für gemütliche, nebelige Abende in seinem Lieblingssessel. Angenehme gruselige Stimmung. Ein perfektes Buch für Zwischendurch, wenn man mal kein dickes Buch und ein bisschen Spannung möchte.  Ich hätte gerne ein bisschen mehr von dem Geist gehabt, trotzdem ist es recht spannend ohne brutal zu sein. Schön für Halloween ohne sich zu fürchten.

Mike Landin – Rote Tränen

Mike Landin – Rote Tränen 

Autor: Mike Landin
Titel:  Rote Tränen
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 22. Juni 2020
Seitenanzahl Printbuch: 342 Seiten
Genre: Krimi
Zeitraum 12.08.20-16.08.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 978-3751934961
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Mike für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Jacob ist vom Umzug seiner Familie auf einen verlassenen Hof in den Berchtesgadener Alpen wenig begeistert.
„Ich mache hier die zwölfte Klasse, dann haue ich wieder ab.“
Lediglich Hannah, die gleichaltrige Tochter der Nachbarn, kann seine Laune etwas aufbessern. Doch dann verschwindet in der Gegend ein jugendliches Mädchen, das Sechste innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Die Fälle sind nie aufgeklärt worden und Jacobs Eltern verhalten sich seltsam abweisend, wenn er darüber reden will. Jacob forscht nach und erkennt bald, dass es nicht nur eine Verbindung zwischen den ungelösten Kriminalfällen und seinen Eltern gibt, sondern auch Hannahs Familie in deren Vergangenheit eine Rolle spielt.

Meine Zusammenfassung

Jacob ist fast 18 und zieht mit seiner kleinen Schwester Lena und seinen Eltern in einen kleinen Ort, der ihm so gar nicht zusagt. Für ihn ist klar – er macht seinen Abschluss und dann geht er wieder zurück nach Cottbus. Ein unschöner Vorfall an dem vorhergehenden Wohnort, hat seine Eltern gezwungen diese Massnahme zu ergreifen. Sie ziehen zu dem Ort an dem seine Eltern aufgewachsen sind, und den sie nicht mit schönen Erinnerungen verlassen hatten. Das einzige, das Jacob etwas aufheitert ist die Nachbarin. Hannah mit ihrem Hund Ronja. Es dauert aber nicht lange und Jacob bemerkt, dass hier etwas nicht stimmt. Warum schweigen seine Eltern wenn es um das Verschwinden der Mädchen geht und was ist eigentlich mit diesem Alois Huber los, der die Familie von Anfang an provoziert? Welche dunklen Geheimnisse umgeben seine Familie?

Meine Meinung

Ich habe schon lange keinen Krimi mehr gelesen. Aber ich bin froh, das Mike mich angefragt hat, ob ich Lust hätte sein Buch zu lesen. Es ist hauptsächlich ein ruhiger Krimi. Man erfährt viel von der Gegend und auch von Jacob. Durch Rückblicke erfährt man, warum seine Familie gezwungen war, Cottbus zu verlassen. Jacob wird eher unfreiwillig zum Ermittler. Ihm wird recht schnell klar, dass die verschwundenen Mädchen irgendwie mit seiner Familie zu tun haben. Der Krimi ist wirklich solide aufgebaut. Er entwickelt sich ruhig und baut langsam die Spannung auf. Rückblicke sind geschickt gesetzt um mehr über den Verlauf der Ereignisse zu erfahren. Gegen Ende wird es dann aber rasant. Die Ereignisse überschlagen sich. Das war mir teilweise manchmal etwas hektisch – aber es trieb die Spannung richtig an. Ich wollte dann einfach nicht aufhören um zu erfahren wie alles zusammen hängt. Manchmal bleibt man etwas fraglos zurück und denkt: Und was ist damit – aber der Autor klärt alles zufriedenstellend auf. Es ist ein wirklich überraschender Plot geworden. Eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hätte. Manchmal dachte ich – das hätte vielleicht früher auch Erwähnung finden können, aber wenn man dann darüber nachdenkt, merkt man schnell, dass es die Spannung genommen hätte. Der Showdown wirkt ein klitzekleines bisschen gehetzt, da sich die Ereignisse dann rasant entwickelten. Anderseits hat einen auch genau das noch mal in das Geschehen hineinkatapultiert. Ein wirklich gelungener Krimi mit überraschenden Wendungen.

Schreibstil: Am Anfang fand ich ihn etwas zögerlich – aber er entwickelt sich recht schnell zu einem flüssigen Stil und lässt einen dann gut vorankommen.

Figuren: Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Jacob ist sehr sympathisch und auch Hannah ist ein sympathisches Mädchen, dass dem alter entsprechend ein bisschen Launenhaft, aber sehr nett ist. Die Eltern bleiben ein klein bisschen blass. Sie sind zwar wichtige Charaktere, aber trotzdem eher im Hintergrund. Sehr gut ist noch Alois Huber als unsympathischer Mensch, der nur auf Macht aus ist. Man kann ihn echt nicht leiden.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist ruhig und gut aufgebaut. Die Spannung wird gut erhöht und sprudelt dann am Ende ziemlich über.

Fazit

Ein ruhiger Krimi, der nie Langweilig ist und zum Ende hin wirklich richtig spannend wird. Eine überraschende Wendung, das zu einem unerwarteten Ende führt. Die letzten 150-180 Seiten habe ich, in einem Rutsch durchgelesen. So sehr wollte ich wissen, wer denn hier jetzt was gemacht hat. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und habe auch das ein oder andere mal ein „Oh Nein“ einwerfen müssen, da ich damit nicht gerechnet hatte. Ein spannendes Lesevergnügen

 

Wertung 5 von 5

Erbektas, Cengiz – Anaqam – Die Schamanin

»Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

Autor: Erbektas, Cengiz
Titel: Anaqam – Die Schamanin
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2020
Seitenanzahl Printbuch: 178 Seiten
Genre: Esoterik
Zeitraum 20.06.20-03.07.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 9798645588090
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Cengiz für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Ein inspirierender und tiefgründiger Roman

Begeben Sie sich auf eine lebendige Reise voller Magie und Mysterien. Erfahren Sie aus den Augen des Erzählers, wie er in die Pflichten einer mysteriösen Frau mit besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten tritt, und welche Weisheit und Einsichten sie für ihn bereithält, die mit Geld nicht erwerbbar sind. Lassen Sie es zu Ihrem persönlichen Wegbegleiter werden, aus dem Sie Mut schöpfen, um Ihren eigenen Lebenstraum zu verwirklichen.»Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

Meine Zusammenfassung

Geht es euch auch manchmal so, dass ihr keine Kraft, keine Lust, keinen Lebensfunken mehr habt? Vielleicht liegt es tatsächlich an eurem Inneren.  Nicht die Welt da draussen macht es euch schwierig, ihr blockiert euch selbst. Und um diese Blockade zu lösen und weiter zu kommen in eurem Leben, darum soll es in diesem Buch gehen.

Meine Meinung

Der Protagonist bleibt unbenannt. Auch das Geschlecht bleibt unbekannt – ich bin allerdings von einem männlichen Protagonisten ausgegangen – das hat sich in meinem Kopf so geformt. Ich gehe davon aus, dass diese Neutralität gewählt wurde, damit man sich selbst an die Position des Protagonisten setzen kann. Ich finde ein esoterisches Buch ist immer schwierig zu bewerten. Ich bin seit langem raus aus dem Bereich. Allerdings habe ich mich mit vielen der Themen, die in dem Buch erwähnt werden beschäftigt. Wir erfahren hier elementare Dinge, die das Leben tatsächlich ausmachen. Das sind nicht die materiellen Dinge – die machen einen eher unglücklich. Oder das ständige Nachdenken – die behindern einen beim vorankommen. Hier werden wir bei der Hand genommen und geleitet. Was ist wirklich wichtig? Respekt. Respekt dir gegenüber und deiner Umgebung. Sei es ein Ast, den du brichst, oder einen schlechten Geist den du vertreibst. Die innere Stärke, die wird dich leiten. Wer sich ein bisschen mit Esoterik auskennt, weiss dass es eine ruhige Art der Kommunikation ist. Das ist hier auch der Fall. Man kann hier keine grosse Spannung und Action erwarten. Obwohl es in dem ein oder anderen Fall vielleicht hätte eingebaut werden können. Der Autor hat hier viel Wissen in eine Romanform gebracht. Manchmal hätte ich mir da schon gewünscht es wäre etwas rasanter gewesen. Der Inhalt selbst überzeugt. Es sind schöne Worte und eine schöne Gegend, die einen ruhig werden lassen. Ich finde man sollte dem Buch auch gewisse Zeit lassen. Ich habe schon recht lange für die wenigen Seiten gebraucht, da ich nicht zuviel lesen konnte, wenn ich dabei bleiben wollte. Leider wurde es an manchen Stellen etwas langatmig, da es schnell zu einem Sachbuch umschlug, wenn Anaqam etwas erklärte. Was es nicht weniger interessant machte – nur halt etwas schwieriger.

Schreibstil: Ist einem Esoterikbuch angepasst und in der Ich-Form. Manchmal kam es vor, dass der Autor in den Stil eines Sachbuches abtauchte – da merkte man auch, dass ihm das Thema sehr interessiert und begeistert, da er es gut erklärt hat.

Figuren: Der Protagonist bleibt bisschen blass, vielleicht weil er unbenannt blieb? Leider hat er mich bisschen genervt, weil er – durch sein Schicksal – ein bisschen oft jammerte und zu wenig zu überzeugen war, dass das hier alles passt, selbst wenn er Beweise hatte. Anaqam als Schamanin fand ich toll. Sie führte und lenkte und meckerte. Bei ihr wäre ich gerne Schülerin geworden.

Originalität: Ich finde die Idee ein esoterisches Buch in Romanform zu bringen ganz gut. Man muss nur ein bisschen aufpassen, dass es auch ein Roman bleibt – was ich mir schwierig vorstelle.

Fazit

Für esoterisch Interessierte Leser auf jeden Fall eine sehr schöne Lektüre, die einen in eine interessante und wichtige Denk- und Sichtweise einführt. Auch für Menschen, die wirklich sehr belastet von ihrem Leben und Denken sind, finde ich es sehr gut. Es wird einem gezeigt, wie man sich wieder ein bisschen auf den richtigen Weg bringt. Und vor allem was auch wirklich wichtig ist im Leben. Für Suchende die gerne etwas alternatives im Leben hätten sehr geeignet. Da es esoterisch ist, darf man aber keine absolute Spannung oder reißerische Szenen erwarten. Ein ruhiges Buch, dass für ruhige Stunden geeignet ist.

Hebesberger, Roland – Abzweigungen

Autor: Hebesberger, Roland
Titel:  Abzweigungen
Verlag: Morawa Lesezirkel GmbH
Erscheinungsdatum: 6. Dezember 2019
Seitenanzahl Printbuch: 320 Seiten
Genre: Thriller, SciFi
Zeitraum 11.06.20-19.06.20
Band einer Reihe: Ja – erster Band
ASIN: 3990936662
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Roland für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Welchen Weg gehst du, wenn dein Leben auf der Kippe steht?
Wähle weise, es könnte deine letzte Entscheidung sein.

Cornell Rohde, ein gescheiterter Ex-Polizist aus München, baut sich in Salzburg ein neues Leben auf. Es nimmt eine drastische Wendung, als er Zeuge eines mysteriösen Banküberfalls wird. Er versucht, den Geheimnissen hinter dem Verbrechen auf die Spur zu kommen, und gerät in eine Verschwörung, die sein Weltbild ins Wanken bringt. Wem kann er vertrauen, wer sagt die Wahrheit und was steckt hinter dem grellen Licht, das ihn bis in seine Träume verfolgt? Bei einer Verfolgungsjagd quer durch Europa mit neuen Verbündeten kommt Cornell an seine Grenzen. Wird er am Ende die richtige Entscheidung treffen?

Meine Zusammenfassung

Als Cornell Polizist wird, tritt er in die Fussstapfen seines Vaters. Früh hat er seine Mutter verloren und will seinen Vater stolz machen. Allerdings läuft es nicht so gut für ihn. Durch Verleumdungen verliert er seinen Job und flieht für ein neues Leben nach Salzburg. Dort ist er am Wochenende Sicherheitsbeamter bei einer Bank. Eine der Bankangestellten, Mia, findet sein Gefallen. Sie kommen zusammen. Mia ist sehr aufgeschlossen Cornells Vergangenheit gegenüber und sie verlieben sich. Mia ist Cornells grosse Liebe. Dann kommt der Tag, der alles verändern wird. Ein Banküberfall, der sehr seltsam abläuft verändert Cornells Leben. Er wird nahezu besessen, hinter das Geheimnis zu kommen. Mia hat ein schweres Trauma erlitten und ihre Beziehung wird schwer auf die Probe gestellt. Bei seinen Recherchen scheint Cornell jemanden zu nah zu kommen und er wird gezwungen zu fliehen. Eine Verschwörung in seine Richtung macht es ihm fast unmöglich sich unerkannt zu bewegen. Auf der Flucht trifft er auf die neuen Verbündeten, die ihn in eine grosse Verschwörung einweihen. Was steckt nur hinter diesen mysteriösen Banküberfällen, die dem in Salzburg ähneln und über die ganze Welt verteilt stattfinden? Was war das für ein Licht? Und wie weit geht überhaupt diese Verschwörung? Wen kann er für das Desaster, das sein Leben geworden ist, büßen lassen?

Meine Meinung

Ein tolles Debüt legt Roland hier hin. Da ich mich auch intensiv schon mit diversen Verschwörungen beschäftigt habe, klingt hier beim lesen eine Seite in mir. Roland nimmt sich viel Zeit uns Cornell und sein Leben vorzustellen. Aber es wird nicht langweilig. Das auf keinen Fall. Man fühlt sich wohl und folgt Cornell von der schlechten in die gute Zeit mit Mia. Sein Leben scheint endlich positiv zu verlaufen. Bis zu diesem schicksalshaften Tag des Überfalls. Man kann sich als Autor sehr stark an einer Grenze bewegen, wenn man zu lange vom Protagonisten erzählt. Da kann das Interesse des Lesers schnell kippen. Aber ich muss wirklich sagen, das Roland das so geschickt hin bekommt, dass man sich ein bisschen wie Big Brother fühlt. Manchmal kam es mir vor, als würde ich in Cornells Tagebuch lesen . Ich fand es spannend seinen Weg mitzuverfolgen. Als es dann actionreich wurde, kann ich sagen, es war spannend, aber nicht übertrieben. Es ist glaubhaft. Cornell ist ein Ex-Polizist und gut ausgebildet. Seine Flucht und auch seine Kenntnisse um das Geheimnis zu lüften sind sehr realistisch dargestellt. Phantastisch wird dann die Auflösung. Da es der Auftakt zu einer Reihe ist, werden wir da bestimmt noch näher an die Lösung gebracht werden, da das Buch mit einem kleinen Cliffhanger endet. Ich empfand es schwankt eher in Richtung Science Fiction, statt ins mystische. Ich bin also sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Schreibstil: Der Schreibstil ist locker und flüssig. Die Erzählperspektive ist im Ich-Format und man kommt sich wirklich oft vor, als würde Cornell einem die Geschichte direkt erzählen, oder ich würde in seinem Tagebuch schnüffeln.

Figuren: Die Charaktere waren sehr gut dargestellt. Manchmal kam es mir vor ich würde mit ihnen an den PC´s stehen und grübeln. Cornell ist auch sehr sympathisch, da er nicht überheblich den Ex-Polizisten heraushängen lässt. Er ist eher sogar zurückhaltend.

Atmosphäre und Spannung: Durch die lange Einführung bei dem man Cornell kennen lernt, baut sich die Spannung eher langsam auf. Aber es ist ziemlich gut beschrieben ohne übertrieben zu wirken.

Originalität: Mir gefiel sehr, dass man mal einen kleinen Blick hinter den Schleier einer guten Verschwörung erhaschen durfte. Auch viele Erklärungen fand ich gut geschildert. Videomanipulation und anderes.

Fazit

Ich freue mich, hier ein Buch empfehlen zu können, das wirklich spannend ist. Trotz dem es nicht durchgehend Actiongeladen ist, ist es sehr fesselnd. Es hat Spass gemacht, das Buch aufzuschlagen und mit Cornell weiter zu fiebern. Für alle Thrillerfans, die auch gerne mal etwas anderes erleben wollen. Es ist nicht übertrieben brutal. Kommen aber auch paar blutige Szenen vor.

Wertung 5/5