Black, Holly – Die Puppenkönigin – Das Geheimnis eines Sommers

Autor: Black, Holly
Titel: Die Puppenkönigin – Das Geheimnis eines Sommers
Verlag: cbj
Übersetzung: Anne Brauner
Erscheinungsdatum: 23. September 2013
Seitenanzahl Printbuch: 256 Seiten
Genre: Fantasy, Mystery, Jugendbuch
Zeitraum: 18.09.19-23.09.19
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: 3570156435
Bereits gelesene Bücher  

Klappentext

Ein Geistermädchen, drei Freunde und das Abenteuer ihres Lebens

Zach, Poppy und Alice sind schon ihr Leben lang allerbeste Freunde. Sie lieben es, sich für ihre Actionfiguren aus der Kindheit Geschichten einer magischen Welt, die voller Abenteuer und Heldentum ist, auszudenken. Doch dieses Spiel nimmt eines Nachts eine schaurige Wendung. Alice und Poppy tauchen bei Zach auf und erzählen ihm von einer Reihe furchteinflößender Ereignisse. Poppy schwört, dass sie seit einiger Zeit von einer Porzellanpuppe ihrer Mutter heimgesucht wird, die behauptet, die Seele eines vor langer Zeit ermordeten Mädchens in sich zu tragen. Erst wenn die Freunde sie zu dem Ort des Verbrechens zurückgebracht und dort begraben haben, werde sie Ruhe geben. Andernfalls wird sie die drei Freunde verfolgen – bis in alle Ewigkeit!

Meine Zusammenfassung

Die drei Freunde Zach, Poppy und Alice spielen unheimlich gerne Rollenspiele mit ihren Actionfiguren. Allerdings befinden sich auch alle drei in dem Alter, in dem meistens ein Umbruch stattfindet. Sie entwachsen dem Kindesalter. Als Zachs Vater etwas unbeschreibliches macht, bricht für Zach die Welt zusammen. Er kann nicht mehr mitspielen. Traut sich aber nicht seinen Freundinnen die Wahrheit zu sagen. Laut seinem Vater wird es Zeit erwachsen zu werden. Just in diesem Moment meldet sich die Porzellanpuppe, die in einer Vitrine bei Poppys Mutter sitzt. Sie ist ihnen immer schon unheimlich gewesen – aber sie nennen sie ihre Königin und haben immer die Missionen für ihre Spiele erhalten. Nun aber erscheint Poppy ein Mädchen in den Träumen und fordert sie auf, ihren Tod aufzuklären. Die Drei machen sich auf den Weg zu einem grossen Abenteuer. Werden sie den Geist befreien können und ihren Tod aufklären? Wurde das Mädchen ermordet? Um das Rätsel zu lösen haben sie einige Hürden zu überwinden. Aber ihre angeknackste Freundschaft bekommt so neuen Halt.

Meine Meinung

Mir hat das Buch so recht gut gefallen. Leider fand ich den Gruselfaktor mit dem Geistermädchen etwas zu wenig. Sie ist mir ein bisschen zu wenig aufgetaucht. Das macht aus dem Buch halt ein Jugendbuch. Hier ist im Vordergrund die Freundschaft zwischen den Dreien. Konflikte, die sie während ihrer Reise lösen müssen. Es sind gefährliche Situationen, die sie bewältigen müssen, dafür müssen sie zusammen halten. Der Riss, der in der Freundschaft entstanden ist wird gekittet, aber nicht mehr so wie es mal war. Es hat sich was verändert. Sie müssen lernen sich zu vertrauen. Manche Szenen hätten so eins- zwei Seiten mehr vertragen können.

Schreibstil: Der Stil war sehr gut. Man konnte gut einsteigen und flüssig weiterlesen. Der Stil war auch nicht zu kindlich.

Figuren: Die Charaktere waren recht gut dargestellt und auch der Konflikt, den jedes Kind so hatte, konnte man gut nachvollziehen – selbst als Erwachsene.

Atmosphäre und Spannung: Diese Elemente wurden ziemlich gut bedient. Mir fehlte zwar der Grusel, aber Spannung war genug vorhanden. Die Kinder sind ständig in brenzlige Situationen gekommen, bei denen man mit ihnen gefiebert, und mit Spannung auf ihre Lösung gewartet hat

Originalität: Ja – ich fand es schon recht originell. Abenteuerlich und spannend. Ein Gefährlicher Roadtrip, den Kinder unternehmen um einen Geist zu befreien, der sie auch bedroht. Fand ich schon ansprechend.

Fazit

Mir hat zwar hier der Gruselfaktor gefehlt, trotzdem ist es ein spannendes Buch gewesen, das wohl doch mehr für Jugendliche geeignet ist. Teilweise fand ich es etwas zu oberflächlich. Wenn man aber bedenkt, dass es für Jugendliche gedacht ist, wird das schon gut sein. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Es ist spannend und actionreich und nicht extrem gruselig. Ein bisschen Gänsehaut kann man vielleicht bekommen.

Zitate

Ich hasse es, dass alle sagen, so wäre es, wenn man erwachsen wird, dabei fühlt es sich an, als würde man sterben. Es fühlt sich an, als wärt ihr beide besessen und ich wäre als Nächste dran.«

 

Charaktere

Poppy: Sie ist der Wildfang in der Gruppe. Sie wächst eher in bescheidenen Verhältnissen auf. Ihre Geschwister sind schon bekannt in der Gegend. Ihre Mutter hütet die Porzellanpuppe, da sie vielleicht viel Wert sein könnte.

Alice: Sie ist die Vorsichtige. Sie wohnt bei ihrer strengen Grossmutter und hat fast keine Freiheiten. Dieser Druck belastet sie sehr.

Zach: Er ist der Krieger. Seine Actionfiguren sind Piraten und Kämpfer. Er spielt Basketball in der Schule und ist dort auch sehr beliebt. Er hat Probleme mit seinem Vater, der für drei Jahre die Familie verlassen hat und dann wieder kam. Dieser denkt nämlich, das Zach zu alt für Spielen ist.

 

Welty, Eudora – Der Räuberbräutigam

  • Autor: Welty, Eudora
    Titel: Der Räuberbräutigam
  • Originaltitel: The Robber Bridegroom
  • Verlag: Klett-Cotta
    Übersetzung:Hans J. Schütz
    Erscheinungsdatum: 11. September 2015
    Seitenanzahl Printbuch: 155 Seiten
    Genre: Fantasy, Märchen
    Zeitraum: 16.09.19-18.09.19
    ASIN: 3608960287
    Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Der Räuberbräutigam erzählt die himmelschreiend komische Liebesgeschichte der schönen Rosamond und des Räubers Jamie Lockhart. Eudora Weltys Roman schlägt eine völlig neue und überbordend einfallsreiche Richtung in der Fantasy ein.

Drei Reisende steigen in einem Gasthaus am Mississippi ab und teilen sich ein Bett. Am nächsten Morgen hält einer von ihnen seine Schlafgenossen für Geister und springt mit einem großen Satz aus dem Fenster. »Den sehen wir nie wieder«, sagt der blonde Jamie Lockhart und überlegt, wie man die Goldstücke des verschwundenen Bettgenossen teilen könnte. Der Tabakpflanzer Clement lädt Jamie daraufhin für den nächsten Sonntagabend in sein Haus ein. Just an diesem Tag wird Clements Tochter, die schöne Rosamond, von einem Räuber mit rußgeschwärztem Gesicht verführt. Ihr Vater beauftragt seinen neuen Freund Jamie damit, die Untat zu rächen …

Meine Zusammenfassung

Clement ist auf dem Heimweg. Er hat seine Ware verkauft. In einem Gasthaus teilt er sich mit zwei weiteren das Bett. Während der eine versucht seine Bettgenossen zu töten um an ihr Geld zu kommen, verstecken sie sich um ihn dann zu erschrecken. Als Dank für die Rettung lädt Clement Jamie zu sich ein. Clement war mit einer schönen Frau verheiratet – Amelia, die ihm ein Zwillingspaar schenkte – Rosamond und Clement. Allerdings treffen sie auf Indianer, die seinen Sohn und seine Frau töten. Auch seine Mitreisende werden nicht verschont.  Salome und Thomas. Thomas kommt ebenfalls zu Tode. Aus Mitleid heiratet Clement Salome. Die ist furchtbar hässlich und dadurch auch neidisch auf die wunderhübsche Rosamond. Wie man es dann im Märchen kennt, versucht die böse Stiefmutter ihre ungeliebte Stieftochter los zu werden. Dabei kommt es zu einer verzwickten Verwechslung. Rosamond verliebt sich in den Räuber Jamie. Da er sich immer tarnte, erkennt sie ihn nicht, als ihr Vater ihn zu sich holt um ihre Ehre zu rächen. Rosamond, durch Liebe getrieben, geht zu dem Räuberhauptmann und wird seine Frau. Aber Glücklich werden sie erstmal nicht. Noch versucht die Stiefmutter dazwischen zu funken.

Meine Meinung

Das Märchen klingt witziger als es ist. Ich hatte es mir damals angeschafft, weil ich so von der Brautprinzessin begeistert war und was ähnliches suchte. Aber ich wurde leider enttäuscht. Es war zwar schon amüsant aber nicht witzig. Manchmal hat es sich auch bisschen gezogen. Ich hatte eher das Gefühl, dass es mit Gewalt in die Länge gezogen wurde. Bisschen weniger wäre hier effektvoller gewesen. Es ist eigentlich keine schlechte Grundidee und teilweise auch nicht schlecht umgesetzt – aber es konnte mich trotzdem nicht fesseln. Die Geschichte war dafür weder lustig noch spannend genug.

Schreibstil: Der Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da er sich an dem alten Stil der Märchen orientiert. Man braucht etwas um sich einzufinden.

Figuren: Die Charaktere waren eigentlich nicht schlecht dargestellt – aber warm bin ich mit keiner geworden.

Atmosphäre und Spannung: Leider fand ich es weder spannend noch sonst irgendwie besonders.

Fazit

Die Autorin hat hier ein Buch in Märchenformat erschaffen. Ich mag Märchen ja eigentlich ganz gerne, aber dieses hier konnte mich nicht überzeugen. Es war weder wirklich spannend noch witzig. Geschrieben wurde es 1942. Ich war etwas enttäuscht. Wäre es etwas weniger gewesen, hätte es vielleicht tatsächlich gut werden können. So kam es mir eher in die Länge gezogen vor.

 

Wulf, Franziska – Fatima 3 – Das Auge der Fatima

Autor: Wulf, Franziska
Titel: Das Auge der Fatima
Verlag: Knaur TB
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2004
Seitenanzahl Printbuch: 450 Seiten
Genre: Fantasy, Zeitreise
Zeitraum 03.08.19-18.08.19
Band einer Reihe: Ja – Fatima
ISBN/ASIN: 3426624702
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Die Steine der Fatima

Das Rätsel der Fatima:

Klappentext

Beatrice Helmer ist Chirurgin und hat eine kleine Tochter. Nichts scheint mehr an ihre beiden Zeitreisen zu erinnern, die sie zuerst in den Orient und dann ins China zur Zeit Marco Polos geführt haben – nichts außer den beiden geheimnisvollen Steinen, die unberührt in ihrem Schrank liegen. Doch eines Tages entdeckt sie, dass ihre Tochter einen der Steine gefunden hat und offenbar selbst in der Vergangenheit verschollen ist. Erneut begibt sich Beatrice auf die große Reise – und findet sich mitten in der Wüste und im Mittelalter wieder. Wo aber ist ihr Kind?

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Beatrice ist wieder vollkommen zu Hause angekommen. Ihre Tochter ist mittlerweile vier Jahre. Leider ist sie stark im Job eingebunden. Eines Tages bekommt sie einen Anruf – ihre Tochter liegt im Koma – ohne ersichtliche äussere Einwirkung. Beatrice ist verzweifelt. Dann sieht sie – ihre Tochter hat die Steine der Fatima gefunden. Einer fehlt – sie ist auf Reisen gegangen. Ihrer Oma sagte sie, sie will ihren Vater kennen lernen. Ohne zu zögern greift Beatrice zum Stein und folgt ihrer Tochter. Wird sie es schaffen in der selben Zeit anzukommen? Sie landet in der Wüste. Die Zeit passt – jetzt muss sie nur ihre Tochter finden. Eine abenteuerliche Reise steht ihr bevor. Sie trifft alte Freunde, neue Feinde und ihre grosse Liebe. Aber können sie diesmal zusammen bleiben? Sind sie mit den Steinen sicher? Beatrice lernt einen wichtigen Mann kennen – einen Zeitreisenden – einen Hüter. Insgesamt gibt es 7 Steine und sie waren schon lange nicht mehr zusammen. Werden sie sich verbinden und was passiert dann? Die Gefahr der Gegner ist nicht zu unterschätzen – sind Beatrice und ihre Tochter hier sicher? Müssen sie nach Hause? Und was ist mit der Liebe – alte oder neue?

Meine Meinung

Ich mochte die Geschichte. Es war spannend und man hat alte Bekannte kennen getroffen. Obwohl es schon bestimmt 15-20 Jahre her ist, dass ich die beiden Vorgänger gelesen habe, war es überhaupt kein Problem wieder einzusteigen. Man erfährt viel vom Orient. Es wird auf religöse Fanatiker eingegangen und ein kleiner Kamel/Pferde Roadtrip durch den alten Orient ist schon spannend. Beatrice erlebt einiges um dann endlich, durch Zufall bei der Liebe ihres Lebens, dem Vater ihrer Tochter zu landen. Parallel erleben wir, wie es Ali mit der ganzen Sache geht. Die Zeit ist nicht parallel verlaufen. Bei Beatrice waren es 4 Jahre – aber für Ali viel mehr.

Ich finde diese Zeitreise Triologie wirklich spannend. Ich mochte die Charaktere und auch die Geschichte. Die Auflösung ist auch gelungen.

Schreibstil: Ein sehr guter Schreibstil. Man ist wirklich aktiv dabei und fiebert mit. Man konnte schnell wieder in die Geschichte eintauchen.

Figuren: Die Charaktere sind gut dargestellt. Man konnte ihre Verzweiflung spüren, ihre Angst und die Anstrengung

Atmosphäre und Spannung: Beides ausreichend vorhanden. Die Atmosphäre im Orient als westliche Frau, alleine unterwegs. Die Suche nach dem Kind und die Hoffnung, das Ali noch lebt. Also wirklich Spannung genug. Sie hat viele Gegner – aber auch viele Menschen die ihr bei der Suche helfen.

Fazit

Ich kann diese Zeitreisetriologie wirklich empfehlen. Es ist ein angenehmer Schreibstil und eine schöne Geschichte. Es ist ein bisschen romantisch und sehr spannend, da Beatrice als moderne Frau mit medizinischen Kenntnissen sehr oft aneckt. Es ist nicht die Zeit für moderne Frauen. Wen ihr Zeitreise Romane mögt, etwas im alten Orient und China reisen möchtet, lohnt sich ein Blick auf diese Reihe

Zitate

Wenn sie selbst hätte entscheiden dürfen, wäre sie viel lieber den ganzen Weg bis nach Gazna geritten. Doch man ließ ihr keine Wahl. Sie war eine Frau. Und eine ehrbare Frau hatte nur in seltenen Ausnahmefällen etwas auf einem Pferderücken verloren. Im Übrigen sollte sie bescheiden, sittsam und vor den Augen fremder Männer verborgen in ihrer Sänfte bleiben.

»Wer bist du, elendes Weib, dass du es wagst, mir oder meinen Männern Befehle zu erteilen? Noch ein Wort, und ich werde dich …«

Charaktere

Dr. Beatrice Helmer – sie ist Chirurgin. Ihre medizinischen Kenntnisse haben ihr bei den Zeitreisen viel Vorteile erbracht. Selbst wenn es als Frau immer gefährlich ist.

Dr. Thomas Breitenreiter – ein Kollege von Beatrice – eigentlich ist er ein seltsamer Kerl ungehobelt und unfreundlich. Aber als sie Hilfe braucht wegen ihrer Tochter steht er hinter ihr und hilft ihr – doch mehr als nur ein Kollege?

Michelle – sie ist Beatrice´s Tochter. 4 Jahre und hat irgendwie mitbekommen, dass die Steine magisch sind. Sie will ihren Vater suchen. Aber ihre Reise hat gefährliche Männer aufgerüttelt.

Dr Mainhofer – Beatrice´s Chef – nicht gerade nett – aber nur eine Randfigur

Ali al-Hussein ibn Abdallah ibn Sina – ein berühmter Arzt im Orient. Er behandelt die Emire und auch normale Leute. Oft auch ohne Bezahlung. Allerdings ist er mit seinen Ansichten und den vielen modernen Behandlungsmethoden die er von Beatrice gelernt hat, oft ungern gesehen. Er hat schon aus einigen Städten fliehen müssen. Er ist der Vater von Michelle und ihr komplett verfallen

Frau Alizadeh, die alte Araberin, die Beatrice den ersten Stein geschenkt hatte, war eine ihrer Patientinnen.

Mahmud – Alis neuer Diener. Aber er vermisst seinen ständig schlecht gelaunten Diener Selim

Saddin – Ein alter Feind, neuer Freund. Er ist ein Nomade und Attentäter. Er hat in der Vergangenheit mit Beatrice ein Verhältnis gehabt. Er hat ihre Tochter gefunden und zu Ali gebracht. Noch wissen sie nicht, wer sie eigentlich ist – sie bemerkten nur die Ähnlichkeit zu ihrer Mutter. Er kämpft bis zum letzten um die Kleine zu schützen – und er beschützt auch Beatrice auf ihrer Reise

Moshe Ben Levi – ein Jude – ein wichtiger Mann – er ist nämlich auch Zeitreisender. Von ihm erfährt Beatrice einiges über die Steine und den Mythos.

Watson, Winifred – Miss Pettigrews großer Tag

Autor: Watson, Winifred
Titel: Miss Pettigrews großer Tag
Verlag: Goldmann Verlag
Übersetzung:  Martina Tichy
Erscheinungsdatum: 18. April 2011
Seitenanzahl Printbuch: 256 Seiten
Genre: Humor
Zeitraum 27.08.19-30.08.19
Band einer Reihe: Nein
ISBN 3442475600
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Klappentext

Eine bezaubernde Liebeskomödie aus dem glamourösen London der 30er Jahre

London in den 1930er Jahren. Das Leben hat es nicht gut gemeint mit Miss Pettigrew, einer nicht mehr ganz jungen Gouvernante. Nun soll sie eine neue Stelle antreten, doch statt bei einer Familie mit ungezogener Kinderschar landet sie bei der Nachtclubsängerin Delysia LaFosse. In der mondänen Welt von Miss LaFosse gilt es, drei Männer gleichzeitig in Schach zu halten, und so muss Miss Pettigrew notgedrungen selbst in das aufregende Glamour-Dasein eintauchen, um Ordnung in das Liebesdurcheinander zu bringen. Und das wird ihr Leben innerhalb nur eines Tages für immer verändern

Meine Zusammenfassung

Miss Pettigrew ist das was man eine alte Jungfer nennt. Streng religös erzogen gerät sie in eine Situation, die sie fordert. Steht sie in einem Moment noch vor dem Armenhaus, schlüpft sie ohne grosse Probleme in die Welt der Schönen und Reichen. Eine Verwechslung verhilft ihr die chaotische Delysia kennen zu lernen. Da sie es schafft Delysia gleich aus einer brenzligen Situation heraus zu helfen, nimmt sie Miss Pettigrew gleich als Freundin an. Sie beichtet ihr einige delikate Geheimnisse und behandelt sie als etwas besonderes. Miss Pettigrew ist überwältigt von dem jugendlichen und offenen Auftreten. Lässt sie doch immer öfter die Stimmen ihrer Eltern einfach ungehört verklingen um sich dem Sumpf des Lasters hinzugeben. Aber gesittet natürlich. Trotz ihrer Schüchternheit und Zurückhaltung provoziert sie in einem Fort und ist selbst über sich erstaunt. Welche Person steckt hinter dem grauen Kleid. Miss Pettigrew stürmt ungewollt auf die Gesellschaft ein, wie ein Orkan und gewinnt ein Herz nach dem anderen.

Meine Meinung

Ein reizendes Buch für Zwischendurch. Es ist so amüsant Miss Pettigrew zu folgen. Sie stürmt voran wie ein Elefant und haut alle um. Und im selben Moment ist sie erschrocken über sich selbst, dass so etwas in ihr steckt. Sie ist beschämt über die Freizügigkeit der jungen Leute und im selben Moment aber auch ergriffen. Sie fliegt. Eine ganz andere Welt öffnet die Türen für sie. Es ist wirklich witzig. Ich finde, dass hier der englische Titel die Empfindungen tatsächlich viel besser wider gibt. Miss Pettigrew Lives for a Day. Es ist jetzt kein Buch, dass zu einem Highlight wird. Es hat ab und zu auch mal paar Längen gehabt. Aber es ist trotzdem reizend. Gerade weil die 20er und 30er so revolutionär waren. Die Frauen sind aus sich heraus gekommen und leben. Sie lieben das Leben und zeigen es. Ich finde das war eine aufregende Zeit und Miss Pettigrews Tag bestätigt das.

Schreibstil: Der Stil ist in Ordnung. Man hat keinerlei Probleme dabei zu bleiben oder nicht folgen zu können. Die Kapitel sind in Uhrzeiten eingeteilt. Was mich bei Lesen allerdings immer irritierte – die Autorin hat das Denken in Anführungszeichen gesetzt. Das hat mich bisschen gestört, da man oft dann direkt in einen Dialog kam und immer etwas brauchte um das zu unterscheiden. Denn Miss Pettigrew denkt sehr oft.

Figuren: Die Charaktere sind schillernd, laut, aufdringlich. Wie man sich das einfach vorstellt. Das gehört zum Glamour, der 20er/30er. Sogar Miss Pettigrew lässt immer mal wieder ihre Kerze aufleuchten. Die Frauen sind einfach nur reizend. Falsch aber reizend. Und sie sind schlau. Sie wissen wie sie sich bestmöglich verkaufen.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist geladen. Musik. Die Nächte werden zu Tage und es wird getrunken, gelacht, getanzt. Eine gewisse Spannung ist auch vorhanden, da man sich ständig fragt – was ist wenn der Tag rum ist.

Originalität: Für mich war es schon originell. Eine graue Maus, die einmal durch Zufall die Chance hat aufzuwachen. Ist nichts ungewöhliches. Aber es war schön verpackt.

Fazit

Das Buch war ein reizender Stimmungsaufheller. Es hat zwar auch gewisse Längen gehabt – aber die meiste Zeit fühlte man sich einfach so aufgedreht wie die jungen Leute in der Clubszene. Es hat Spass gemacht zu sehen, wie Miss Pettigrew auftaut. Sie nimmt alles auf um für die, zu erwartenden, grauen Tagen ihres restlichen Lebens zehren zu können. Auf jeden Fall ein Buch für Fans der 20/30er. Lasst euch entführen in die Welt der Clubs und in das Leben.

Zitate

Miss Pettigrew mischte sich unter die Menge. Sie war eine Dame mittleren Alters, von kantiger Statur und durchschnittlicher Größe, mangels ordentlicher Ernährung dünn wie eine Bohnenstange und mit einer guten Portion Verzagtheit und Furchtsamkeit im Blick – sofern jemand sich die Mühe gemacht hätte, genau hinzusehen.

Zum ersten Mal seit zwanzig Jahren legte man Wert auf ihre Person und nicht allein auf ihre dürftigen erzieherischen Fähigkeiten. Zum ersten Mal in zwanzig Jahren war sie sie selbst, eine Frau und kein bezahlter Automat.

»Herrjemine!«, dachte sie verstört. »Bin das wirklich ich, die so redet? Was ist bloß in mich gefahren? Was geschieht mit mir?«
Aber eigentlich – eigentlich war es ihr egal. Derlei Fragen waren nur ein schuldbewusstes, beschwichtigendes Zugeständnis an die Werte, die sie bisher hochgehalten hatte. Die Abenteuerlust war ihr ins Blut gefahren – und der Sherry ihr vielleicht ein wenig in den Kopf gestiegen. Sie war zu allem bereit.

Allein zu wissen, dass es solch freundliche Menschen wie Miss LaFosse auf der Welt gab, erfüllte Miss Pettigrew mit überschäumender Freude.

Und wie sie sprachen! Niemals hatte sie dergleichen gehört. Diese unglaubliche Sprunghaftigkeit! Jeder Satz von ihnen stieg ihr zu Kopf wie ein Cocktail.

Das geborgte Kleid schenkte ihr ein Gefühl von Bedeutsamkeit. Unwillkürlich bewegte sie sich mit einem neuen Anstrich von Würde. Der reiche schwarze Samt zwang förmlich zu majestätischem Auftreten.

»Oh!«, dachte sie verzückt. »Könnte ich doch in dieser Nacht sterben, bevor ich aus dem Traum erwache.«

Charaktere

Miss Guinevere Pettigrew: Sie ist etwa Mitte 40 und kennt nur Entsagungen. Sie steht eigentlich kurz vor dem Hungertod und der Obdachlosigkeit. Die Arbeitsvermittlung ist ihre letzte Chance auf Leben. Und das Schicksal erbarmt sich ihrer. Sie mausert sich von einem hässlichen Entlein zu einem hübschen Schwan. Und überfällt die Gesellschaft mit ihrem starken Charme und Charakter:

Delysia LaFosse – Bei ihr meldet sich Miss Pettigrew auf ein Stellengesuch als Kindermädchen und Gouvernante. Sie hätte niemals gedacht, dass eigentlich Miss LaFosse die Hilfe benötigt. Miss LaFosse ist so schillernd und glänzend, sie blendet Miss Pettigrew mit ihrem Auftreten. Sie wird ihr grösster Fan. Nichts kann sie verkehrt machen. Allerdings hat sie etwas Probleme mit Männern. Als Miss Pettigrew erscheint, hilft sie ihr gerade einen One-Night-Stand los zu werden. Denn sie ist die Geliebte eines Brutalen Mannes, der sie nur besitzen will. Und ein weiterer Mann buhlt um sie. Also sie hat wirklich Hilfe nötig

Phil – Miss LaFosse Liebelei. Auch von ihm ist Miss Pettigrew angetan. Er ist so locker und lässig. Aber er stört. Er muss weg und darum kümmert sie sich.

Michael – ein Verehrer von Miss LaFosse. Er möchte sie sogar heiraten. Aber sie ist sich nicht sicher ob sie so ein Leben führen will. Ehefrau – das könnte Langweilig werden. Und ein netter Mann, hat sie das verdient?

Nick – Ihm gehört die Wohnung in der Miss LaFosse wohnt und auch sie gehört ihm. Er ist gewalttätig und angsteinflössend. Aber Miss LaFosse schafft es nicht sich loszulösen. Sie verfällt ihm immer wieder. Vielleicht schafft sie es mit Hilfe von Miss Pettigrew.

Edythe – Miss LaFosse beste Freundin und nicht weniger schillernd. Sehr dramatisch ist ihr Auftreten. Sie hat nämlich Liebeskummer. Sie ist die Besitzerin eines gut gehenden Schönheitssalon. Mit ihrer Hilfe wird ein Schwan aus Miss Pettigrew.

Tony: Er ist Edythes Herzschmerz. Er hat sie verlassen. Wie soll sie das überleben? Kann ihr Miss Pettigrew helfen?

Joe – ein Galanter Gentlemen in Miss Pettigrews Alter – allerdings mit einer deutlich jüngeren Frau an seiner Seite. Ein sehr netter Mann, der so einige Fäden ziehen kann. Wird er mehr in Miss Pettigrew sehen?

Fakten zu Buch und Autorin:

Watson, Winifred wurde 1906 geboren. Sie arbeitete als Sekretärin und als sie 1936 heiratete, widmete sie sich voll dem Schreiben. 1938 veröffentlichte sie Miss Pettigrew, das sofort zu einem Bestseller wurde. 2002 verstarb sie im Alter von 95 Jahren. Bis dahin hatte sie sechs Bücher veröffentlicht. Ihre Meinung: Es gibt nur sechs wichtige Dinge im Leben, über die es zu schreiben lohnt. Und danach ist alles gesagt.(Quelle)

Fuchs, Salome – Nimmerlands Fluch

Autor: Fuchs, Salome
Titel: Nimmerlands Fluch
Verlag: Drachenmond Verlag
Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2017
Seitenanzahl Printbuch: 244 Seiten
Genre: Märchen, Märchenadaption, Fantasy
Zeitraum 04.04.19-14.04.19
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B075WNZL9B

Klappentext

Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gehört hast, eine einzige Lüge ist? Peter Pans Macht knechtet nicht nur Nimmerland, auch in die Menschenwelt gelangt er immer wieder, um sich dort von Kinderseelen zu ernähren. Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Albtraum: Fay. Doch die kann nicht glauben, dass sie es sein soll, die Pan besiegen wird. Und hinter jeder Ecke scheint ein Geheimnis zu lauern, das darauf wartet, seine spitzen Krallen tief in das Fleisch der ahnungslosen Opfer zu schlagen.

Meine Meinung

Ich mochte dieses Buch. Aber ich muss auf jeden Fall sagen – es ist kein Kinderbuch. FSK wenigstens 14. Denn manchmal ist es ziemlich brutal und blutig. Das ist definitiv nicht Peter Pan wie wir ihn kennen. Wir bewegen und durch ein feindliches Nimmerland. Hexen, Bäume, hinterlistige Feen. Aber auch viel Helfer – Indianer, Meerfrauen, Schatten. Es ist auf jeden Fall ein sehr abenteuerliches Buch und sehr kurzweilig.

Schreibstil:

Der Schreibstil war sehr besonders. Ich habe mich oft gewundert. Es gab diese brutalen und blutigen Szenen. Und gleich danach verfiel die Autorin in einen sehr jugendgerechten Stil. Es kam einen dann vor wie ein Jugendbuch. Als wenn verschiedene Personen geschrieben hätten. Ich denke ein kleiner Hinweis aus dem Nachwort erklärt es vielleicht. Salome war früher Legastenikerin. Erst im erwachsenenalter hat sie lesen und schreiben gelernt. Wie wurde es ausgedrückt? Da sie nicht wie andere Kinder lesen und schreiben konnte hat sie nie die wirklich fantastische Welt der Geschichten kennen lernden dürfen. Das könnte vielleicht der Grund sein, warum der Stil oft so schwankte. Es ist nicht schlimm – manchmal stolperte ich drüber, aber nicht wirklich schwerwiegend.

Figuren:

Bei den Figuren hätte ich mir manchmal bisschen mehr Tiefe erhofft. Ich bin mit Fay und Nahuel nicht ganz so warm geworden, obwohl ich mit ihnen gefiebert habe und auch die sanft erblühende Verliebtheit süss fand. Natürlich ist viel auch den wenigen Seiten geschuldet. Die beiden Kinder erleben viel – da geht viel an den Erzählungen der Erlebnisse drauf. Ich mochte trotzdem alle netten Figuren sehr gerne.

Atmosphäre und Spannung

Davon gab es wirklich ziemlich viel. Fay muss viele Abenteuer und Rätsel erleben. Oft sehr lebensgefährlich. Da kann man kaum aufatmen, da sie von einer Aufgabe zur nächsten stolpert. Das gefiel mir sehr gut.

Originalität

Ich finde die Idee einen bösen Peter Pan zu erschaffen wirklich mal was anderes. Auch die Idee, wie er denn überhaupt böse wurde hat mir gut gefallen.

Fazit

Trotz einiger Kritikpunkte fand ich die Geschichte sehr gelungen und spannend. Die Idee hat mir sehr gut gefallen und Märchenfans kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Charaktere

Wendy – sie ist hier eine der Bösen und tötet ihre Eltern um den Dämon Peter Pan zu befreien.

Fay – sie ist die Tochter von Hook und Gloria – um sie vor Pan zu schützen mussten ihre Eltern sie in die Menschenwelt schicken. Dort ist sie im Heim und bei Pflegeeltern gelandet. Denn eine Prophezeiung sagt, sie sei die Auserwählte, die Pan töten kann.

Olaf und Mona – sie sind die Pflegeeltern von Fay und sehr streng. Sie schicken die Kinder immer in den dunklen Keller, wenn sie etwas nicht angemessenes getan haben – auch bei schlechten Noten – Nur Nebencharakter

John – er ist Fays Pflegebruder. Sie leiden beide unter dem Joch der Pflegeeltern. Wobei John oft von Fay geschützt wird, in dem sie die Strafe auf sich nimmt – er ist aber nur ein schwacher Nebencharakter.

Hook – James Hook – er ist hier der nette, der seine grosse Liebe geheiratet hat und mit ihr Fay erwartet.

Gloria – ehemals Glöckchen – da sie sich in einen Menschen verliebt hat, wurde sie bestraft und ihr die Flügel abgeschnitten – so wurde sie zu einem Menschen und sterblich. Aber sie hat ihre grosse Liebe – Hook. Allerdings leidet sie sehr stark darunter, dass sie Fay weggeben mussten

Tallulah – sie ist eine weisse Indianerin, die sowohl Hook und Gloria und später auch Fay viel hilft

Nahuel – er ist ein Indianerjunge in Fays Alter. Ein bisschen haben sich die beiden ineinander verguckt. Er ist bei Fays Abenteuer dabei und auch er setzt sehr oft sein Leben aufs Spiel.

Krokodilhexe – Sie fordert für ihre Hilfe einen grossen Preis. Aber sie gibt Fay alle notwendigen Worte für die Lösung ihrer Aufgabe mit auf den Weg.

Aurora – Sie ist die Sternenfee und Schwester von Wendy. Sie begibt sich ins Schattenreich um den wichtigen Kompass für Fay zu holen – denn nur so wird sie den Weg nach Nimmerland finden.

Miranda – die Meerfrau, die Fay rettet, als Pan sie ins Wasser wirft. Sie gehört zu den Guten und hilft öfter.

Peter Pan – er ist ein Dämon, der Kinder tötet. Er ernährt sich von ihnen.

Schatten Peter – der gute abgespaltete Teil von Peter Pan.

Evangeline – die Oberfee – sie verrät Fay um ihr Volk zu schützen.

Ross, Christopher – Sunrise Africa 02 – Die Nacht der Jäger

Autor: Ross, Christopher
Titel: Die Nacht der Jäger
Verlag: Ueberreuter Verlag
Erscheinungsdatum: 17. März 2017
Seitenanzahl Printbuch: 240 Seiten
Genre: Abenteuer
Zeitraum 14.01.19 – 18.01.19
Band einer Reihe: Sunrise Africa
ISBN/ASIN: 978-3764170714
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Klappentext

Melissa ist überglücklich, als sie einen der heißbegehrten Jobs in der Lodge in Afrika angeboten bekommt und den Massai Sonyanga endlich wiedersehen kann. Zurück in Tansania stellt sie allerdings entsetzt fest, dass die Massai aus ihrem Dorf vertrieben wurden. Auf dem Gelände soll eine Löwenzucht für die Gatterjagd eingerichtet werden: Zahme und teilweise sedierte Löwen sollen Großwildjägern zum Abschuss angeboten werden. Als Wilderer auch noch eine Elefantenkuh erlegen und ihr Elefantenbaby auf die Tierstation kommt, kann Melissa nicht länger tatenlos zuschauen. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die Regierung mit den Wilderern unter einer Decke steckt. Hat Melissa trotzdem eine Chance, etwas gegen die Großwildjagd auszurichten?

Meine Meinung

Dieser Teil hat mir sogar noch ein bisschen besser gefallen als der erste. Ich hab natürlich schon von den tollen Grosswildjägern gehört, die viel Geld bezahlen um Tiere zu erschiessen. Auch in diesem Roman wird auf diesen Zahnarzt eingegangen, der vor Jahren mit seiner Jagdtrophäe geprahlt hatte. Aber Gatterjagden habe ich bis jetzt noch nicht gehört. Löwen werden dafür sediert und dann aus sicherem Abstand erschossen. Es werden sogar Löwen extra dafür gezüchtet. Offiziell sind es nur kranke und gefährliche Tiere, die dort gejagt werden.

Das Buch ist etwas intensiver und lockerer, als der erste Band. Natürlich kennt man die meisten Leute auch schon und es ist ein einfacher Einstieg. Aber ich hatte auch so das Gefühl, dass der Autor sich mehr mit seinem Figuren identifizierte. Die Charaktere hatten mehr Tiefe. Wieder erfährt man viel von Afrika und all umgreifende Korruption.

Man sollte den ersten Band vorher schon gelesen haben. Einfach um schneller in diesen eintauchen zu können. Es gibt auch schöne und spannende Erlebnisse, die geschildert werden. Man bekommt fast Lust einen Flug zu buchen.

Schreibstil

Man konnte gut eintauchen und sich leiten lassen

Figuren:

Melissa wurde dieses mal wesentlich intensiver beschienen. Sie wurde lockerer und man konnte schneller warm mit ihr werden. Die meisten anderen Charaktere bleiben noch immer bisschen blass und hatten teilweise eher eine Nebenrolle. Das es ja um diese Gatterjagd ging, wurde der reiche Amerikaner natürlich auch sehr intensiv beschrieben. Der Autor schafft es wirklich eine Antipathie ihm gegenüber aufzubauen. Am liebsten würde man ihn in ein Löwengehege stossen, aber natürlich mit unsedierte Löwen.

Atmosphäre und Spannung

Die Atmosphäre ist schon sehr gespannt, da man einfach nicht nachvollziehen kann, wie Menschen Spass an einer Jagd ohne Nahrungssinn haben kann. Einfach ein Tier erschiessen, weil man Geld hat. Spannend ist es auch, da es einen Asiaten geben soll, der Schmuggel fördert. Man fragt sich, wer ist es und wer steckt noch dahinter. Geld regiert einfach die Welt. Dem Geld unterstellen einfach zu viele ihr Gewissen. Meiner Meinung nach die Botschaft in diesem Buch.

Fazit

Wie schon der erste Teil ein recht angenehmes Buch. Man sollte aber den ersten Teil lesen, bevor man zu diesem greift. Es fällt leichter einzutauchen. Dieser Teil hat mir etwas besser gefallen, da der Schreibstil und die Charaktere etwas lockerer waren. Durch das Thema der Jagd auf Wildtiere ein aufregendes Buch. Man darf zwar keine hochtrabende Literatur erwarten – aber für Zwischendurch schon geeignet.

 

Groth, Katharina; Schiesel, Juliane – Apokalyptische Weihnachten

Autor: Groth, Katharina; Schiesel, Juliane
Titel: Apokalyptische Weihnachten
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 23.12.2015
Seitenanzahl Printbuch: 66 Seiten (Rest ist Leseprobe)
Genre: Anthologie, Horror, Weihnachten
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 11.12.18-12.12.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B019ZTYFQ6
Bereits gelesene Bücher der Autoren:

Klappentext

Weihnachten kann schön sein, lustig, spannend, aufregend und für manch einen auch traurig. Doch war es jemals apokalyptisch?
In unserem endzeitlichen Menü erwarten euch 12 apokalyptische Weihnachtsgeschichten, die es mit nicht mehr als 650 Worten schaffen zu schocken, zum Schmunzeln zu bringen oder vielleicht auch glücklich zu machen. Jede überbringt auf ihre ganz eigene Art den weihnachtlichen Gedanken.

Aber eines haben sie alle gemeinsam: „Apokalypse“ und „Weihnachten“ trennt oft nur ein schmaler Grat

Meine Meinung

Ich bin wirklich kein Fan von Kurzgeschichten-Sammelbänden. Kurzgeschichten als Novelle mag ich ganz gerne. Auch hier muss ich sagen, dass ich bei wenigen Seiten mehr wahrscheinlich dann abgebrochen hätte. Das hat aber nichts mit dem Buch zu tun. Es war gut gestaltet und die Rezepte echt witzig präsentiert. Die waren das Highlight. Auch die Geschichten waren gut erzählt. Aber diese haben für mich immer einen Charakter von einer Leseprobe. Es waren aber wirklich gute Geschichten und spannende Passagen.

Schreibstil

Was ein Vorteil von solchen Anthologien sind – man lernt die verschiedenen Autoren und die Stile kennen. Hier kann ich sagen, beide Autorinnen haben einen schönen angenehmen Stil.

Atmosphäre und Spannung

Witzig bis Spannend war alles vertreten. Es gab auch paar Geschichten, die recht blutig waren. Auch wurde die Atmosphäre wirklich gut dargestellt, was bei Kurzgeschichten ja wirklich schwer ist.

Originalität

Auf jeden Fall bei den Rezepten. Die fand ich wirklich ganz toll angeboten.

Fazit

Für Fans von Anthologien/Kurzgeschichten auf jeden Fall empfehlenswert. Aber bitte auch Genrefan, sonst wird das nichts. Die Geschichten waren spannend und interessant. Ich mag Kurzgeschichten einfach nicht, da sie für mich oft immer nur einen Leseproben Charakter vermitteln und mir dann einfach doch der Rest fehlt.