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Stenmans, Daniel – Der Friedhofsänger 1 – Der Polizist

Stenmans, Daniel – Der Friedhofsänger 1 – Der Polizist

Autor: Stenmans, Daniel
Titel: Der Polizist
Verlag: mainebook Verlag
Erscheinungsdatum: 20. November 2014
Seitenanzahl Printbuch: 131 Seiten
Genre: Horror, Mystery
Zeitraum: 07.09.21-13.09.21
Band einer Reihe: Friedhofsänger
ASIN:B00PVX78I8
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Der Friedhofsänger ist eine Horror-Mystery-Reihe: Werner P. Bonner besitzt eine unheimliche Gabe: Wenn er seine Hand auf die Grabsteine des Friedhofs legt, sieht er, wie die Menschen zu Tode gekommen sind. Mehr noch: Er sieht die Wahrheit. Eine Wahrheit, so düster und unheimlich, dass man sie besser nicht erzählen sollte. Doch Bonner kann nicht anders. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Wahrheiten zu verkünden. Jede Nacht zieht der Friedhofsänger, so nennen ihn die Leute, weil er so schaurige Geschichten zu erzählen weiß, durch die Straßen von Kevelaer, eine Kleinstadt am unteren Niederrhein, immer auf der Suche nach neuen Zuhörern …

BAND 1 DER POLIZIST: Christian Mayer ist Polizist in dem beschaulichen Wallfahrtsort Kevelaer. Seine Kollegen nennen ihn einen stoischen Einzelgänger, einen harten Knochen. Doch Mayer ist mehr: Er ist hart, er ist brutal – ein regelrechter Sadist! Wie viele Menschen so hat auch Christian Mayer eine Leiche im Keller, von der niemand etwas weiß. Als Mayer sich an dem Sohn des Lokalpolitikers Bergmann vergreift, überschlagen sich die Ereignisse. Seine Vergangenheit holt ihn plötzlich ein und seine Dämonen krabbeln aus ihren Gräbern. Denn Mayers Leiche im Keller ist tatsächlich tot. Und hat noch eine Rechnung mit ihm offen …

Meine Meinung: Die Reihe wollte ich schon eine gewisse Zeit mal lesen. Dann hat Readfy sie in seinen Bestand aufgenommen. (Werbung). Readfy ist eine App, die kostenloses Lesen anbietet, das etwa alle 5 Seiten durch eine Werbeeinblendung unterbrochen wird.

Ich hatte ein bisschen was anderes erwartet. Irgendwie dachte ich, Werner P. Bonner ermittelt irgendwie in den Fällen. Aber es ist anders. Er erzählt uns die komplette Geschichte des Toten. Wie es also zu seinem Ableben kam. Die erste Geschichte fand ich jetzt schon ganz gut. Sie war spannend und ganz ein kleines bisschen gruselig. So perfekt zur Halloween Zeit. Ein gruseliger Snack für Zwischendurch. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Auf jeden Fall werde ich bei Gelegenheit die Geschichten weiter verfolgen.

Schreibstil: Sehr angenehm und flüssig.

Figuren: Gut gezeichnet. Ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzen. Vor allem der unsympathische Christian Mayer.

Atmosphäre und Spannung: Ein bisschen düster und gruselig ist es. Nichts starkes, aber es macht Spass dem zu folgen.

Originalität: Nicht, dass diese Gruselgeschichte jetzt absolut neu war. Aber sie wurde gut dargestellt und das ist es was zählt. Von Werner P. Bonner hat man nicht viel mitbekommen, da er eigentlich nur die Einleitung und den Epilog schrieb.

Fazit

Eine Reihe, die man gerne in der dunklen Jahreszeit lesen kann. Durch die geringe Seitenzahl bestens geeignet für Zwischendurch. Ein kleiner Schauer lässt sich hier erahnen. Die Geschichte war spannend und minimalst gruselig. Hier macht man nichts verkehrt.

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Hebesberger, Roland – Ava Canary 02 – Red Eagle

Hebesberger, Roland – Ava Canary 02 – Red Eagle Reziexemplar

Vielen Dank an Roland für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Autor: Hebesberger, Roland
Titel: Red Eagle
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 31.08.21
Seitenanzahl Printbuch: 207 Seiten
Genre: Sci-Fi, Thriller
Zeitraum: 15.08.21-18.08.21
Band einer Reihe: Ava Canary
ASIN:B09CH8KYP9
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Klappentext:

Wie hoch kannst du fliegen, wenn die Last der Welt auf deinen Schultern liegt?

Als Mitglied der Eagles steht Ava Canary vor einer neuen Herausforderung: der Geheimhaltung fortgeschrittener Technologien zum Schutze der Menschheit. Eine verschlüsselte Nachricht an die feindlichen Insurgents deutet auf eine drohende Gefahr hin. Ava tritt eine Mission an, mit dem Ziel, die Bedrohung zu stoppen. Auf ihrem Weg erwarten sie ferne Länder, neue Feinde und Verbündete, moderne Technologien und vielleicht sogar eine unerwartete Romanze. Dabei darf sie den Fokus nicht verlieren, denn sollte ihre Mission scheitern, würde das nicht nur sie, sondern die gesamte Erde in Gefahr bringen.

Dieser actionreiche Thriller ist die Fortsetzung von „Red Bird – Ava Canary“ aus der Feder des österreichischen Autors Roland Hebesberger. Weitere Werke des Schriftstellers sind „Abzweigungen – Cornell Rohde“, „Kreuzungen – Cornell Rohde“ und „The Backdoor Link – Cyberella“.

Meine Meinung:

Uff – das war aber spannend. Ich hab ein bisschen gebraucht um mich an den Vorgänger zu erinnern, aber Roland leitet einen immer wieder gut und bringt gute Rückblicke um den Anschluss zu finden.

Ava hat so einiges hinter sich bringen müssen und ist jetzt ein Mitglied des Eagle-Teams. Hier muss sie ganz schön einstecken. Persönlich wie auch körperlich. Sie wird nicht geschont, weiss sich aber sehr gut zu wehren. Ich bin begeistert, wie locker Roland es schafft, Sci-Fi und Thriller zu verknüpfen. Es ist wirklich sehr aufreibend Ava und dem restliche Team zu folgen. Sie bekommen keine Atempause. Humanoide sind unter uns. (Eingeweihte haben schon davon gehört). Aber sie wollen uns helfen. Wie immer gibt es einen Gegenpart, der uns nicht so friedlich gesinnt ist. Die Insurgents. Sie schrecken vor nichts zurück um die Menschen …..ja, da müsst ihr dann selbst lesen. Was haben sie mit uns vor? Auf jeden Fall werden einige Geheimnisse gelüftet. Ich kann euch sagen, es ist verdammt spannend. Ich habe einmal sogar fast meinen Schichtstart verpasst, weil ich gerade tief versunken war. Es ist und bleibt sehr spannend und actionreich. Ihr braucht absolut keine Angst zu haben, dass es vielleicht zu fachlich wird, mit Aliens und deren Technologie. Roland erklärt alles sehr verständlich. Es ist einfach ein Vergnügen ihm in diese Welt zu folgen. Ein wahrer Pageturner.

Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr locker und alles ist sehr gut erklärt. Man kann schön flüssig folgen.

Figuren: Fantastisch, ich konnte mich sehr gut in die Figuren versetzen. Gerade Ava ist sehr gut dargestellt. Sie ist wütend, verzweifelt und auch ein bisschen verliebt, aber auch verletzt.

Atmosphäre und Spannung: Sehr actionreich und spannend. Man kann es kaum erwarten die Seiten umzublättern.

Originalität: Ich finde diese Kombination aus Sci-Fi und Actionthriller sehr gelungen.

Fazit:

Fakt, Roland kann wirklich sehr spannend und flüssig schreiben. Man merkt ihm an, dass er ziemlichen Spass an seinen Geschichten hat. Wieder einmal durfte ich dabei sein, wie Ava in ihrem neuen Leben zurecht kommt. Spannung, ein bisschen Romantik, viele tolle aufregende Kämpfe durfte ich erleben und konnte das Buch kaum beiseite legen. Für alle, die gerne mal in Verschwörungen eintauchen und mal was anderes lesen möchten, als die üblichen Thriller. Absolute Empfehlung von mir.

5/5

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Negra, Cassandra – Wirbelwind an Kapitän

Negra, Cassandra – Wirbelwind an Kapitän Reziexemplar

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Autor: Negra, Cassandra
Titel: Wirbelwind an Kapitän
Verlag: Jerry Media Verlag, Meilen, Schweiz
Erscheinungsdatum: 20.06.21
Seitenanzahl Printbuch: 306 Seiten
Genre: Liebe, Drama
Zeitraum: 19.08.21-27.8.21
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B097NBWYFC
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Während das Corona-Virus zum wiederholten Mal die Welt in Atem hält, steht die 44-jährige Schriftstellerin Soey in Berlin vor den Scherben ihrer Ehe. Nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten und ihr Kind, das sie sich so sehr wünschte, verloren hat, ertappt sie ihren Ehemann bei einem Seitensprung. Tief verletzt trennt sie sich von ihm. Zur gleichen Zeit steht Sebastian, ein angesehener Professor in Wien, vor den größten Herausforderungen seines Lebens: Bei der Behandlung eines Patienten infiziert er sich selbst mit dem Virus und muss in Quarantäne. Für Sebastian, dessen Alltag nach drei gescheiterten Ehen von seinem Beruf und seiner internationalen akademischen Karriere ausgefüllt ist, beginnt eine Zeit der Einsamkeit, aber auch der inneren Einkehr. Er erkennt, dass sein Leben so nicht weitergehen kann, weil die Stille seines Herzens ihn zunehmend erdrückt. Immer mehr sehnt er sich nach einer Frau, die sein Herz und seine Seele berührt. Einer plötzlichen Eingebung folgend, meldet er sich schließlich bei einem Online-Partnerportal namens „ForeverLove“ an. Nur wenige Stunden später erreicht ihn dort die Mail einer Frau – mit Zeilen die auf Anhieb sein Herz berühren und seine Seele zum Schwingen bringen. „Wirbelwind an Kapitän“ überschreibt die Unbekannte ihre Nachricht und fährt fort: „Wie das Leben so spielt, bin ich per Zufall – und es gibt meiner Überzeugung nach keine Zufälle im Leben – über dein Profil gestolpert …“ So lernt er Soey kennen. Je länger sie sich gegenseitig schreiben, desto deutlicher spüren sie, dass sie beide viel mehr verbindet, als nur die Suche zweier einsamer Herzen nach Gesellschaft. Es ist der Beginn einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die sich trotz Abstand, Quarantäne, Isolation, Angst und Unsicherheit entwickelt und dabei immer tiefer und inniger wird.

Meine Meinung:

Viel aktueller kann ein Buch in der heutigen Zeit nicht sein. Liebe in Zeiten Coronas. Wie soll man einen Partner kennen lernen, wenn man sich zwischen Lockdown, Abstand und Quarantäne befindet? Da gibt es doch nur die Wahl des Online Datings um das Loch in seinem Herzen zu füllen. Soey und Sebastian hatten Glück, oder war es Zufall, dass Soey über Sebastians Anzeige gestolpert ist? Eher Fügung, denn die beiden passen vom ersten Moment ziemlich gut zusammen und bringen sich gegenseitig zum Lachen. Sind intensiv interessiert und trotz aller Widrigkeiten finden sie einen Weg sich auch im Real-Life zu treffen.

Die Geschichte spielt am Anfang dieser Pandemie und zeigt auch noch deutlich wieviel Unsicherheit hier mitschwingt. Es ist zwar manchmal bisschen nervig gewesen, da man ja kaum noch was anderes hört, auch darüber zu lesen, aber auch war es interessant noch mal einen Rückblick zu erhalten, wie leicht es am Anfang noch klang und dann nach und nach bedrohlicher wurde. Aber die Liebe findet einen Weg und es ist nicht so, dass die beiden es leicht hatten. Es kommen noch andere kleinere und grössere Stolpersteine, die sie bewältigen müssen.

Toll fand ich, dass es manchmal so ein bisschen philosophisch wurde, ohne belehrend zu wirken. Durch die Quarantäne und auch die Kontaktbeschränkungen sinnieren beide Charaktere über ihr Leben und bringen uns manchmal ganz tolle Einsichten, die einen auch selbst mal inne halten lassen.

Bisschen unrealistisch war nur die sehr schnelle Liebesbekundung. Ansonsten war es sehr gut zu lesen. Die Erotikelemente waren absolut im Rahmen und dominierten nicht die Geschichte. Das fand ich sehr angenehm.

Schreibstil: Ein sehr angenehmer Schreibstil, dem man gut und flüssig folgen konnte

Figuren: Ich mochte Soey und Sebastian von Anfang an. Erst ist man ja bisschen skeptisch, wieso Sebastian 3 gescheiterte Ehen hat und ist etwas voreingenommen, aber schnell merkt man, dass es ein sehr netter Charakter ist, der auch sehr auf seine Patienten eingeht. Soey ist auch sehr nett und liebevoll. Sie gibt nicht auf, selbst nach den Enttäuschungen.

Atmosphäre und Spannung: Es wird tatsächlich noch spannend zum Ende hin. Ein unerwarteter Plot wirbelt alles noch mal auf. Atmosphäre ist recht entspannt und angenehm.

Originalität: Da es nicht mein Genre ist, kann ich wenig über die Originalität sagen. Es ist zwar etwas gewagt Corona einzubauen, da viele jetzt von dem Thema genervt sind, aber es wird zum Glück nicht überstrapaziert.

Fazit:

Eine sehr schöne Liebesgeschichte, in widrigen Zeiten. Das Leben, unser aller Leben steht gerade Kopf und das wichtigste in unserem Leben, die Liebe, ist in Gefahr. Wie soll man heute noch jemanden kennenlernen und lieben lernen, wo das gerade jetzt so wichtig ist. Wir begleiten Soey und Sebastian auf dem Weg in ihr Glück. Auch werden einige sehr tolle Lebensweisheiten eröffnet. Ohne schnulzig zu sein, haben wir hier eine wirklich sehr schöne Geschichte, die gerade jetzt, wo es kühler wird, das Herz erwärmen wird.

 

4,5/5

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Edenberg, Sophie – Im Schatten deiner Schuld

Edenberg, Sophie – Im Schatten deiner Schuld – Rezensionsexemplar

Vielen Dank an Sophie für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Autor: Edenberg, Sophie
Titel: Im Schatten deiner Schuld
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 10.08.2021
Seitenanzahl Printbuch: 299 Seiten
Genre: Liebesroman, Drama, Spannung,
Zeitraum: 02.08.2021 – 09.08.2021
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B09B54THTG
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Als Lexi hört, dass ihre Jugendliebe Charlie nach Altenhofen zurückgekehrt ist, ist sie entsetzt. Zehn Jahre sind vergangen, seit er sie verlassen hat, zehn Jahre seit dem tragischen Feuertod ihrer Schwester Alice. Lexi ist fest entschlossen, die Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen, und in ihrer Zukunft gibt es für Charlie keinen Platz mehr.

Doch die Auseinandersetzungen mit ihrem Verlobten häufen sich, und als Lexi ein Foto von Alice, aufgenommen am Tag ihres Todes, eingeklemmt hinter ihrer Windschutzscheibe findet, gerät ihr Leben zusehends aus den Fugen. Immer mehr merkwürdige Dinge geschehen, und obwohl alles mit Charlies Rückkehr zusammenzuhängen scheint, ist er der Einzige, der ihr zur Seite steht.

Aber Charlie hat Geheimnisse. Kann sie ihm wirklich vertrauen? Wer hat es auf Lexi abgesehen? Und was hat es mit Lexis neuer Patientin auf sich, deren Lebensgeschichte ihr so unter die Haut geht?

Meine Meinung

Ach, ich hab mich gefreut, als die Anfrage von Sophie in meinem Emailfach auftauchte. Hab ich doch schon zwei tolle Bücher von ihr lesen dürfen. Und sie hat mich nicht enttäuscht. Auch dieses Buch ist wieder sehr gut geworden.

Lexi hat einen schweren Verlust erlitten. Zehn Jahre ist es her, dass sie ihre Schwester und die Liebe ihres Lebens verloren hat. Aber sie hat sich nicht unterkriegen lassen und sich ein schönes Leben aufgebaut. Sie hat eine psychologische Gemeinschaftspraxis und steht kurz davor zu heiraten. Dann tritt Charlie wieder in ihr Leben. Nicht nur ihre Gefühlswelt wird aufgewirbelt. Jemand hat es auf sie abgesehen. Ihr Leben gerät gewaltig aus den Fugen. Wird sie es schaffen die Abwärtsspirale aufzuhalten, oder mit ihr untergehen? Was wird aus ihrem Liebesleben? Welche Wahrheit wird sich ihr offenbaren? Wer hasst sie so dermassen um ihr Leben zu zerstören und warum?

Ich bin begeistert wie Sophie uns durch das Chaos das bei Lexi ausbricht führt. Die Verzweiflung die über sie einbricht. Was geschieht nur und warum? Eine grandiose Manipulation. Und dann noch das Gefühlschaos, das durch Charlies Auftauchen hinzu kommt. Entscheide dich. Team Karl oder Team Charlie – gar nicht so einfach. Denn beide Männer scheinen was zu verbergen. Aber wer ist es, dem Lexi trauen, oder nicht trauen kann?

Ach die erste Liebe. So schön und so schmerzhaft. Wer kennt das nicht? Aber ist ein aufeinandertreffen immer gut? Macht man sich nicht was vor? Schaut vorbei. Schlagt dieses Buch auf und blickt in die Tiefen einer Seele, die gelitten und geliebt hat.

Schreibstil: Die Geschichte wird in der Gegenwarts-,  und Ich-Form geschrieben. Das hinterlässt das Gefühl direkt live dabei zu sein. Der Stil ist schön flüssig und locker zu lesen.

Figuren: Lexi wird sehr gut dargestellt. Ihre Gefühle, Zweifel und Ängste sind super gezeichnet. Auch die anderen Charaktere die sie begleiten sind toll eingesetzt und ergänzen die Geschichte sehr gut. Die Männer bleiben ein klein bisschen Farblos. Wobei Karl auch eigene Kapitel bekommt und ein bisschen was preis gibt.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist düster und bedrückend, da immer der Tod der Schwester und das gebrochene Herz von Lexi mit schwingt. Die tiefe Traurigkeit, die Lexi empfindet kann man gut raus lesen. Spannend ist es schon dadurch, dass irgendjemand Lexi terrorisiert. Ihr Leben auf den Kopf stellt und alles was ihr Sicherheit gibt zerstört.

Originalität: Keine unbekannte Story – aber das macht überhaupt nichts. Die Spannung ist gut, die Storyline ist gut, da kann ich super mit leben und eintauchen.

Fazit

Ich bin begeistert. Wir finden hier keinen klassischen Liebesroman im Gegenteil. Zwar ist die Liebe Hauptursache aber nicht nur der Mittelpunkt. Lexis Job erlaubt einen Blick in die Psychologie was wirklich sehr interessant ist. Wir erleben eine Achterbahn der Gefühle, auch tiefe Einblicke in eine Meisterhafte Manipulation. Ich kann es nur empfehlen. Spannende Lesestunden sind garantiert.

5/5

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Little, Bentley – Haunted

Little, Bentley – Haunted

Autor: Bentley Little
Titel: Haunted
Verlag: Voodoo Press
Übersetzung: Verena Hacker
Erscheinungsdatum: 8. Februar 2016
Seitenanzahl Printbuch: 400 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum: 17.06.21-28.06.21
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: 3902802553 (derzeit keine Neuauflage, da der Verlag geschlossen hat)
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Bentley Little – Böse  (Keine Rezi vorhanden)

Bentley Little – Furcht – als Hörbuch (keine Rezi vorhanden)

Klappentext

Das neue Haus der Familie Perry scheint perfekt, mit Ausnahme des seltsamen Verhaltens der Nachbarn und des eigenartigen Geruchs aus der dunklen Ecke des Kellers. Leider hatte niemand die Familie gewarnt … jetzt ist es zu spät. Das Dunkle steigt bereits den Keller empor

Meine Meinung

Dave2311 schreibt hier eine sehr gute Rezi zu.

Haunted Houses – so alt wie Gruselgeschichten überhaupt. Sie werden auch immer wieder kommen. Denn jeder hat doch Angst davor, dass Jemand oder Etwas in seinem Haus ist. Deswegen ein Dauerbrenner. Ist auch kein Problem, solange alles spannend bleibt. Leider hat Bentley Little es hier überhaupt nicht geschafft Spannung aufzubauen, geschweige diese dann auch zu halten. Die Amis legen wirklich sehr viel Wert auf Show, don´t tell – ein Leitsatz für Autoren. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass ich einen Film sehe. Da wäre es auch nicht schlecht geworden. Aber lesen war einfach zu langweilig. Der Alltag der Familie wird genau beleuchtet. Auch wie sie mit dieser Spukhaussituation umgehen.

Sie hatte in ihrem Leben noch nie so viel Stress empfunden wie in den letzten zwei Wochen, und es war ein Wunder, dass sie nicht durchgedreht war. Genau das wurde in Filmen nie gezeigt, die verdrehten und komplizierten Rituale, die eingeführt werden mussten, um mit dem alltäglichen Leben in einem Spukhaus fertigzuwerden.

Dieser Geist, oder dieses Wesen taucht oft auf und terrorisiert die Bewohner auf psychischer Ebene. Aber es verpufft 3-4 Sätze später wieder. Es passiert nichts Weltbewegendes, ausser ein Wäschekorb, der ständig auftaucht und andere Dinge die bewegt werden. Die Familie wird auf jeden Fall sehr sympathisch dargestellt. Leider wird aber mehr Wert auf ihren Alltag, als auf das Spukhaus und dessen Wesen gelegt. Es gab auch einige Situationen, die blieben ungeklärt oder zu oberflächlich. Da hätte man vielleicht mehr Augenmerk drauf legen sollen, statt jede Gefühlsregung der Familie zu beleuchten.

Der Schluss war dafür noch mal gut. Zwar eher rührend als gruselig, aber wenigstens noch ein kleiner Ausgleich für die langweilige Geisterhaus Geschichte.

Schreibstil: Der Stil ist gut und lässt sich leicht lesen.

Figuren: Die Charaktere sind sehr sympathisch beschrieben. Natürlich hat so ein ausschweifender Schreibstil den Vorteil, die Personen sehr gut kennen zu lernen.

Atmosphäre und Spannung: Atmosphäre war schon manchmal düster, da das Haus ja auch sehr gut beschrieben wurde und auch die Gefühlswelt der Charaktere in ihrer unmöglichen Situation. Leider fehlte es fast vollständig an Spannung.

Originalität: Haunted Houses – da ist nicht mehr viel Originalität vorhanden. Aber man kann es trotzdem spannend verpacken.

Fazit

Leider konnte dieser Little mich nicht überzeugen. Die wenigen Spannungsmomente verpufften wenige Sätze später gleich wieder und ließen einen etwas unbefriedigt zurück. Auch das Ende, dass eher rührend, als gruselig war, konnte das nicht mehr kitten. Leider war die Geschichte doch eher langatmig statt spannend.

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Going, K. L. – Evies Garten

Going, K. L. – Evies Garten

Autor: Going, K. L.
Titel: Evies Garten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Übersetzung: Johanna Ellsworth
Erscheinungsdatum: 18. Mai 2012
Seitenanzahl Printbuch: 208 Seiten
Genre: Drama, Fantasy, Kinderbuch (Empfehlung ab 10 Jahre)
Zeitraum: 12.06.21-17.06.21
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: 3833901357
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Seit die zehnjährige Evie ihre Mutter verloren hat, kommt ihr die ganze Welt kalt, grau und leblos vor. Der Umzug in eine neblige Kleinstadt mitten im Nirgendwo macht das alles nicht besser. In diesem seltsamen Ort liegt die neue Apfelplantage von Evies Vater, auf der nur alte, knorrige Bäume stehen, die nicht mehr blühen. Doch dann findet Evie einen Freund – Alex, der behauptet, ein Geist zu sein. Ist das wirklich möglich? Und gibt es einen Grund, warum die Stadt so kalt und grau ist? Evie und Alex entdecken das Geheimnis des Nebels und der leblosen Bäume … Ein Roman voller Hoffnung und Schönheit.

Meine Meinung

Ach je – ich würde ja gerne sagen, dass ich zu alt für dieses Buch war/bin. Ich hab leider nichts aus dieser Geschichte mitnehmen können. Vielleicht kann ich mich nicht in die Trauer von Kindern hineinversetzen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Es hat alles irgendwie nicht so gepasst. Es gab soviel Elemente, die für mich jetzt nicht so Sinn machen. Ein Samenkorn, das alles verändert. Also ich hab es nicht verstanden. Eigentlich lese ich sehr gerne auch mal ein Kinderbuch. Es ist nicht so verdramatisiert wie ein Teeniebuch. Die Kinder sind witzig, abenteuerlustig und ehrlich. Das mag ich sehr gerne. Dieses Buch soll bei Trauerbewältigung helfen? Ich weiss nicht. Die vielen guten Bewertungen für diese Geschichte sprechen was anderes. Deswegen sollte wohl jeder da mal seine eigene Meinung darüber bilden. Ich persönlich würde jetzt hier keinen Trost finden. Die Fantasyelemente bzw. die Geschichte zu den leblosen Bäumen passt auch nicht zu  meinem Verständnis von Trauer. Also wie gesagt, ich verstehe die Geschichte nicht so ganz. Die einzelnen Elemente bringen für mich keinen Zusammenhang.

Schreibstil: Der Stil war sehr gut. Es liess sich sehr flüssig lesen und auch für einen Erwachsenen gut verständlich, das es echt überhaupt nicht kindlich war.

Figuren: Evi hat mich ein bisschen genervt, aber da will ich nicht zu streng sein, sie hat ihre geliebte Mutter verloren und musste umziehen, fühlt sich vom Vater nicht verstanden…also hab ich da mal ein Auge zugedrückt. Ansonsten bin ich, ausser mit der älteren Freundin der Familie, Maggie, nicht so richtig warm geworden mit den Charakteren.

Atmosphäre und Spannung: Leider fand ich es auch nicht sehr atmosphärisch oder spannend.

Fazit

Mein Fall war die Geschichte nicht. Obwohl der Stil sehr gut war, konnte ich  mich überhaupt nicht richtig einfinden in die Geschichte. Es waren zuviel Elemente, die irgendwie nicht harmonierten. Da hätte man andere Brücken bauen können. Vielleicht bin ich einfach zu Alt um da tieferen Sinn zu erkennen.

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Perkins, Stephanie – Jemand ist in deinem Haus

Perkins, Stephanie – Jemand ist in deinem Haus

Autor: Perkins, Stephanie
Titel: Jemand ist in deinem Haus
Verlag: Arena
Übersetzung: Sonja Häußler
Erscheinungsdatum: 3. April 2018
Seitenanzahl Printbuch: 344 Seiten
Genre: Jugendthriller Empfohlenes Lesealter von mir 15/16
Zeitraum: 06.06.21-12.06.21
Band einer Reihe:
ASIN:B07BKPJXB2
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Nervenkitzel, eiskalt!
JEMAND beobachtet dich. JEMAND kennt all deine Geheimnisse. JEMAND ist in deinem Haus!
Eine grausame Mordserie hält den kleinen Ort Osborne in der Einöde Nebraskas in Atem. Haley Whitehall ist das erste Opfer. Doch nach und nach werden auch andere Schüler der Highschool von einem nahezu unsichtbaren Täter angegriffen …

Der grausame Mörder kennt die Gewohnheiten und Lebensverhältnisse seiner Opfer genau und versucht, sie mit einem perfiden Katz- und Maus-Spiel um den Verstand zu bringen. Makani rätselt mit ihren Freunden über das Motiv des Täters – und fürchtet, dass er auch sie ins Visier nehmen wird. Denn Makani hat selbst ein dunkles Geheimnis, von dem niemand etwas weiß, und das ihr nun zum Verhängnis werden könnte.

Meine Meinung: Ich denke so langsam bin ich dann doch zu alt für die Probleme der Teenager. Das Buch so ist eigentlich recht spannend. Also die Mordszenen und auch die Verfolgung. Allerdings fand ich die Szenen dazwischen dann doch zu langweilig. Es wird keine Ermittlungsarbeit getätigt, was auch ein bisschen an Spannung erzeugen würde. Es geht doch dann um die Probleme, die Teenager so ab 15, ungefähr haben. Eltern, Beziehung, Schule, Mobbing. Da bin ich doch draussen. Vielleicht noch wenn Kinder in dem Alter im Haus leben um vielleicht einen Einblick in ihr Gefühlsleben zu bekommen. Die Morde waren dafür um so spannender. Leseempfehlung ab 14 finde ich da vielleicht bisschen zu früh. Frühestens ab 15. Für Jugendliche eine spannende Lektüre, für Erwachsene vielleicht nicht mehr ganz so interessant.

Schreibstil: Der Schreibstil war angenehm. Trotzdem es ein Jugendthriller war, konnte man dem ganzen gut folgen.
Figuren: Die Hauptcharaktere fand ich ganz gut gelungen und man konnte sich ihnen auch öffnen. Die Freunde fand ich jetzt nicht so spannend, ich denke austauschbar.

Atmosphäre und Spannung: Ein Hoch und Tief. Die Morde waren sehr spannend und vermittelten eine starke Atmosphäre, der Rest war für mich eher langweilig und unwichtig. Mir hat so bisschen auch der Thrill gefehlt, dass der Mörder in die Häuser eingedrungen ist um seine Opfer zu verunsichern. Das ging irgendwie unter.

Originalität: Nichts was man nicht schon in etlichen Filmen gesehen hat. Allerdings fand ich den Grund des Mörders ziemlich gut. Mal was anderes.

Fazit

Es ist ein Jugendthriller, das darf man hier nicht aus den Augen lassen. In meiner Teenagerzeit wäre ich begeistert gewesen über die Spannung und dann auch die Probleme, die ja auch meine waren, teilweise. Als Erwachsener hatte ich Spass an den Morden, die waren sehr spannend, allerdings die Probleme der Teenies haben mich dann doch eher gelangweilt. Deswegen würde ich für Erwachsene eine vorsichtige Empfehlung aussprechen, für Zwischendurch schon mal geeignet.

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Triana, Kristopher – Geh und finde den River Man

Triana, Kristopher – Geh und finde den River Man

Autor: Triana, Kristopher
Titel: Geh und finde den River Man
Verlag: Festa
Übersetzung: Stephanie Pannen
Erscheinungsdatum: 03.05.2021
Seitenanzahl Printbuch: 256 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum: 29.05.21-06.06.21
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: Keine, da limitierte Sammlerausgabe.
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Triggerwarnung: Vergewaltigung, Inzest, Gewalt, Brutalität

Klappentext

Fans. Groupies. Stalker. Diese Leute würden alles tun für ihre Idole, seien es Rockstars, Schauspieler … oder sogar Serienmörder.
Lori ist so eine Fanatikerin. Ihre Besessenheit gilt Edmund Cox, einem Sadisten, der mehr als 20 Frauen abgeschlachtet hat. Sie hat eine Beziehung zu Cox aufgebaut, um ihn im Gefängnis besuchen zu dürfen.
Als der Mörder sie auf eine Reise schickt, nimmt Lori die Aufgabe begeistert an. Sie soll in der Hütte von Cox einen Schlüssel holen, um ihn einer mysteriösen Gestalt zu geben, die nur als der River Man bekannt ist.
Ist der River Man real oder nur eine urbane Legende? Lori wird erfahren, dass er definitiv kein Mensch ist – zumindest nicht mehr.

»Er ist einfach der River Man. Er ist auf keiner Karte zu finden. Hat eine Hütte, aber keine Adresse. Der Fluss ist sein Zuhause. Folge der Strömung flussabwärts. Du wirst ihn finden, wie ich ihn gefunden habe. So, wie er meine Lori finden wird.«

Meine Meinung

Dieses Buch geht wirklich tiefer, als man von einem Horrobuch erwarten würde. Erstmal mag ich sowieso, wenn man mal andere Fabelwesen oder Monster kennen lernt und nicht die typischen Vampire, Werwölft, Zombies und Co. Hier haben wir einen Mythos, der Wünsche erfüllt, aber dafür das schlimmste von dir will. Dein dunkles Ich. In diesem Buch ist der eigentliche Horror der Weg zum River Man. Lori hat sich in sich zurückgezogen und hofft auf ein bisschen Ruhm durch den Kontakt zu Ed. Dieser hat sie auf eine dunkle Reise geschickt. Wir lernen Lori und Loris Gefühlswelt kennen. Und die ist wirklich dunkel. Missgunst, Hass, Neid beherrscht ihre Jugend und das vergraben in ein normales Leben birgt tiefe Unzufriedenheit. Deswegen. Tief berührt einen Loris Gefühlswelt. Aber ganz unblutig und ohne Brutaltiät geht es nicht. Gegen Ende spitzt sich das dann zu und wird bisschen abgedreht. Ich fand es war ein wahrer Pageturner und finde schade, dass man es nur in englischer Version kaufen kann, da es im deutschen nicht als Ebook erscheinen wird. Und die Printausgabe nur als limitierte Sonderausgabe erhältlich war. Ich hab es ausgeliehen bekommen.

Schreibstil: Der Stil war sehr gut und flüssig. Man konnte trotz einiger Zeitsprünge gut folgen.

Figuren: Hauptcharaktere sind Lori und ihre Schwester Abby, die trotz dem sie die Ältere ist kindlich im Geiste ist und ein Pflegefall. Beide Charaktere waren wirklich gut dargestellt. Man konnte sich sehr gut in beide einfinden. Die Nebencharaktere konnten einen aber auch überzeugen.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre fand ich sehr bedrückend und dadurch, dass wir uns ständig in Loris Gedankenwelt befanden auch sehr düster und verbittert. Aber auch der Weg zum River Man war gruselig. Ein dunkler Wald und kleine Hütten mit verschrobenen Einsiedlern. Spannung war hier sehr hoch.

Originalität: Ich fand schon die Idee mit dem River Man einfach originell. Ein neues Monster, das man kennen lernt. Und nicht nur der River Man, sondern auch die in einem selbst.

Fazit

Ein tiefgehender Horror begleitet einem beim Lesen. Bei manchen Pausen musste ich manchmal so an meine Gedanken denken und die sind auch nicht immer in Regenbogenfarben gehüllt. So manchmal kann man sich fast in Lori erkennen. Nicht das extreme, aber ich fand manches beängstigend bekannt. Ich fand, der wahre Horror dieses Buches war der Weg zum River Man. Ein psychologisch eng und bedrückender Roman.

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Fitzharris, Lindsey – Der Horror der frühen Medizin

Fitzharris, Lindsey – Der Horror der frühen Medizin

Autor: Fitzharris, Lindsey
Titel: Der Horror der frühen Medizin
Verlag: Suhrkamp Verlag
Übersetzung: Volker Oldenburg
Erscheinungsdatum: 9. Juli 2018
Seitenanzahl Printbuch: 276 Seiten
Genre: Horror, Thriller, Sachbuch
Zeitraum: 11.05.21-29.05.21
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B076VSNMZJ
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Grausig sind die Anfänge der Medizin: Leichenraub, blutige Operationen wie Kirmesspektakel, Arsen, Quecksilber, Kokain als verschriebene Heilmittel. Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Unwissen der Ärzte sagenhaft, wie sie praktizieren, ein einziger Albtraum. Bis ein junger Student aus London mit seinen Entdeckungen alles verändert … Lindsey Fitzharris erzählt vom Leben dieses Mannes und vom Horror, den ein einfacher Arztbesuch damals bedeutete – schaurig, unterhaltsam, erhellend.

Als Joseph Lister 1844 sein Studium in London beginnt, ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung desaströs: Die Krankenhäuser sind überfüllt und verseucht. Um aufgenommen zu werden, müssen Patienten genug Geld für die eigene Beerdigung mitbringen. In den Operationssälen arbeiten Chirurgen in Straßenklamotten vor schaulustigem Publikum. Warum fast alle Patienten sterben, wie sich Krankheiten ausbreiten, darüber herrscht nicht im Geringsten Einigkeit, nur hanebüchene Theorien. Joseph Lister wird Chirurg, er will ganz praktisch helfen. Und von Neugier und hellem Verstand geleitet, entwickelt er eine Methode, die das Sterben vielleicht beenden kann …

Meine Meinung

Dieses Buch ist faszinierend. Man kann es nicht einfach so ratz-fatz durchlesen. Es geht schon ein bisschen an die Nieren, da es der Realität entspricht. Die Bedeutung Operation gelungen – Patient tot hat hier seinen Ursprung. Natürlich weiss man aus diversen Filmen/Serien/Romanen, dass die Verhältnisse der Medizin echt übel war – aber hier bekommt man gezeigt wie schlimm es wirklich war. Die Todesrate war schon fast bei 100% Krankenhäuser waren Totenhäuser. Man hatte eher die Chance zu Hause zu überleben als in einem Krankenhaus. Aber diese Behandlung war nur für Reiche. Wir können uns bei Lister bedanken, dass er aufmerksam war und sich Gedanken darüber gemacht hat, wie man denn die Postoperative Genesung überlebt. Krass ist auch die Medizinkollegen, die so lange sich gegen den Fortschritt und die Beweise gewehrt haben. Aber im Endeffekt hat der Erfolg gesiegt und wir müssen nicht mehr in diese Elenden Behandlungen zurück.

Schreibstil: Man muss sich erst ein bisschen dran gewöhnen. In dem Buch werden viele Briefe zwischen den einzelnen Parteien veröffentlich. Teilweise Auszüge oder auch Veröffentlichungen. Dazwischen wird immer wieder der normal erzählt. Es ist manchmal ein bisschen trocken – aber nicht so schlimm wie bei einem reinen Sachbuch. Hier kommt der Stil in Romanform doch gut zur Geltung.

Figuren: Da es eher in einem sachlichen Ton gehalten wird und auch nicht soviel Privates der Personen erzählt wird, bleiben die Personen doch eher unpersönlich und man kann sich nicht so mit ihnen identifizieren. Auch kommt hier die englische Steifheit der Charaktere sehr deutlich zu Tage. Diese ständige höfliche aber arrogante Art der Elite ist echt faszinierend und nervig.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist wirklich sehr düster und auch ein bisschen eklig, da man auch die OP-Methoden erzählt bekommt. Es ist wirklich sehr bedrückend, dass die Menschen früher für viele Chirurgen einfach nichts Wert waren.

Originalität: Ich finde es sehr gut, dass hier ein Sachbuch ein bisschen als Roman aufgebaut ist. Denn als reines Sachbuch, das voll mit Fachausdrücken wäre, würde es kaum den Markt bedienen. So kann sich jeder, der Interesse an der frühen Medizin hat, hier gut zurecht finden. Die wenigen Fachausdrücke sind sehr gut erklärt und man fühlt sich nicht aussen vor.

Fazit

Ein Buch, das auf jedenfall jeder Mediziner lesen sollte um die Anfänge und die Bereicherungen richtig zu schätzen weiss. Aber auch für jeden anderen ausserhalb des Medizinischen Bereiches eine interessante Lektüre. Wir können uns bedanken, dass wir heute leben. Wir können Danke sagen für Ärzte wie Listner und Patienten, die für uns gestorben sind. Dieses Buch geht manchmal schon ein bisschen an die Nieren, da die Behandlungsmethoden mit unserem modernen Wissen nicht nachvollziehbar ist. Es ist aber wirklich nicht für Zartbesaitete. Es ist blutig, eklig aber sehr, sehr interessant.

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Restucci, Rich – Ein Zombie kommt selten allein

Restucci, Rich – Ein Zombie kommt selten allein

Autor: Restucci, Rich
Titel: Ein Zombie kommt selten allein
Verlag: Luzifer Verlag
Übersetzung: Jaqueline Schiesser
Erscheinungsdatum: 9. November 2020
Seitenanzahl Printbuch: 316 Seiten
Genre: Horror, Zombies
Zeitraum: 26.04.21 – 11.05.21
Band einer Reihe: Noch nichts bekannt, aber endet mit Cliffhanger
ASIN: B08L83XL35
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Ein Ex-Sträfling mit großer Klappe, eine schießwütige Teenagerin und ein blitzgescheiter Hüne stolpern in eine Zombieapokalypse …

Unverhofft aus einem Gefangenentransporter entlassen zu werden, ist an sich eine gute Sache. Dumm nur, wenn der Grund dafür Horden geistloser, blutrünstiger Zombies sind. Diese haben die ganze Welt in ein Irrenhaus verwandelt, in dem es nur noch ums Überleben geht.
Aber wer sagt, dass man das ganze Elend nicht auch mit Humor nehmen kann? Vor allem, wenn der Protagonist schneller mit Pointen um sich schießt als das beste Maschinengewehr …

Meine Meinung: Bei Zombieromanen braucht man sich nichts vormachen – da gibt es wenig neues, aber es kann trotzdem auch spannend sein. Man kennt die Geschichten. Eigentlich geht es meistens um die Überlebenden und wie sie sich verhalten. Hier ist es tatsächlich so, dass die Zombies im Vordergrund stehen. Das menschliche Verhalten wird eigentlich kaum beleuchtet. Das Buch ist in Form eines Tagebuches, oder Romanes geschrieben. Ich muss jetzt zugeben, dass ich nicht mal weiss, ob der Kerl einen Namen genannt hat. Oder soll es der Autor selbst sein. Also da bin ich jetzt überfragt. Eins ist sicher – ich habe mich durch das Buch gequält. Wie gesagt ist es nicht die Story – da erwarte ich nicht viel neues. Aber der Stil. Ich konnte einfach mit diesem gezwungenem Humor nichts anfangen. Es war einfach anstrengend. Ständig wurden dumme Spruche geklopft, die einfach plump waren. Ich mag in einem Horrorroman Humor sehr gerne, aber das war einfach nur unelegant. Vielleicht hat auch die Übersetzung dem ganzen ein bisschen das Lockere genommen. Das weiss ich natürlich nicht. Dann zur Krönung, und das ist ein Grund warum ich mir echt überlege noch Bücher vom Luziferverlag zu beziehen, ein Cliffhanger. Und Luzifer Verlag ist bekannt dafür, dass Fortsetzungen oft nicht übersetzt werden. So. Jetzt steh ich da. Ein Cliffhanger von einem Buch, das ich eigentlich nicht gut fand und dadurch eventuell die Fortsetzung lesen werde….eventuell. Da bin ich mir noch nicht sicher. Da die Rezis zu diesem Buch fast alle positiv sind, würde ich potentiellen Interessenten empfehlen die Leseprobe zu nehmen.

Schreibstil: Ansich war der Stil nicht schlecht. Es war flüssig zu lesen. Teilweise war der Autor vulgär, aber nicht mehr, als man es im Alltag ist und unter diesen Umständen auch versteht. Nervig war der erzwungene Humor. Die Sprüche waren einfach plump und haben den Lesefluss gestört.

Figuren: Eigentlich bin ich mit keinem so richtig warm geworden. Ich mag zwar zuviel Beschreibungen der Charaktere nicht, aber hier hätte es vielleicht doch noch reinpassen müssen um sich mehr mit den Personen zu identifizieren. Ich finde sie bleiben alle ein bisschen blass und oberflächlich.

Atmosphäre und Spannung: Viel Spannung kam eigentlich nicht auf. Vielleicht wegen des schon erwähnten Stils.

Originalität: Es gibt wenig, was bei einem Zombieroman noch originell ist. Manche Autoren schaffen es, ein paar interessante Funken rein zu bringen. Man sollte nichts neues erwarten.

Fazit

Ein Zombieroman bringt nicht mehr viel Neues zu Tage. Was aber nicht schlimm ist. Es geht um die Spannung die einen dazu bringt erneut zuzugreifen. Leider ist das hier ein bisschen auf der Strecke geblieben. Ich habe mich ziemlich durch das Buch gequält. Der Autor hat versucht die Geschichte mit Humor aufzulockern. Das ist leider echt schief gegangen. Der erzwungene und plumpe Humor war hier einfach nur nervig. Schlimm ist noch, dass das Buch mit einem, für Luzifer-Verlag oft üblichen, Cliffhanger endet und ich noch nicht heraus gefunden habe ob es fortgesetzt wird und dann auch übersetzt.