Rubin, Lance – Denton Little 01 – Bin mal kurz tot

Lance Rubin – Denton Little 01 – Bin mal kurz tot

Autor: Lance Rubin
Titel: Bin mal kurz tot
Verlag: ivi, ein Imprint der Piper Verlag GmbH,
Erscheinungsdatum: 11. Mai 2015
Seitenanzahl Printbuch: 346 Seiten
Genre: Humor, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 15.05.18-22.05.18
Band einer Reihe: Denton Little Reihe
Tot war ich gestern (Denton Little 2) 

Klappentext:

Den Tag des eigenen Todes zu kennen – das ist für Denton ganz normal. Denn inzwischen kann die Wissenschaft anhand bestimmter Tests den Todeszeitpunkt aus dem eigenen Blut herauslesen. Bereits im Kindesalter wurde Denton bescheinigt, dass er im Alter von 17 Jahren an einem bestimmten Datum sterben wird – und dieser Tag ist morgen. Traditionell tun die Menschen in den Tagen vor ihrem Ableben, der sog. Death Week, alles, was sie schon immer tun wollten. Nun, Denton erwacht im Bett eines Mädchens, das aber defitiniv nicht seine Freundin ist. Eigentlich wollte er nicht unbedingt jetzt in Streit mit Taryn geraten – schließlich ist für den Nachmittag vorab seine Beerdigungszeremonie angesetzt, bei der sich Familie und Freunde von ihm verabschieden. Einzig auf welche Weise Denton den Tod finden wird, weiß er noch nicht. Und als er anynome Drohbriefe erhält („Du wirst sterben“ – nun ja, so eine Drohung einen Tag vor seinem Tod erschreckt ihn relativ wenig) und ein mysteriöser Fleck auf seiner Haut erscheint, findet er nach und nach heraus, dass etwas an seinem vorhergesagten Tod ganz und gar nicht stimmt. Doch hat er genug Zeit, herauszufinden, was?

Zum Inhalt

Ich fand das Buch langweilig. Es wurde erst zum Ende hin interessant. Zwei Teenie Jungs – Beste Freunde, die beide im Abstand von einem Monat sterben werden. Das wissen sie schon seit frühester Jugend. Aber statt einen drauf zu machen ist Denton ein braver Junge und macht kein Ärger. Dann wacht er ohne Erinnerung im Bett der Schwester seines besten Freundes auf. Er muss betrunken gewesen sein. Es ist zwei Tage vor seinem Ableben. Wie wird es wohl geschehen? Durch Willy, mit dem er öfter zusammen trifft? Und was sind das für seltsame rote Placken mit roten Punkten die sich bewegen. Sie bedecken am Ende seinen ganzen Körper und scheint auch noch ansteckend zu sein. Denn sein bester Freund, dessen Schwester und Dentons Freundin haben es ebenfalls. Was hat das alles zu bedeuten und warum bekommt er ständig Werbung für Erektionsverlängerung? Dann ist da noch Phil – der Exfreund seiner Freundin – wird er Denton töten? Um ihn herum geschehen seltsame Dinge vor seinem Todesdatum. Und je näher er rückt um so weniger will er sterben. Ein Abschlussball und um 23:59 Uhr lebt Denton immer noch. Ist es gleich vorbei?

Das klingt alles witzig und interessant. Ist es eigentlich auch – aber leider ist es recht langatmig und langweilig geschrieben. Es fehlt so bisschen ein Funke.  Der ist bei mir einfach nicht übergesprungen. Es gibt genügend humorvolle Stellen, die aber irgendwie nicht mal ein Schmunzeln entlockten. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und da es sich um Teeniejungs handelt dreht sich viel um Sex und Drogen. 90% des Buches haben mich einfach nicht fesseln können und die letzten 10% konnten das nicht aufwiegen, so dass ich trotz derben Cliffhanger nicht sicher bin, ob ich irgendwann mal den zweiten Band lese. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Story im Originalen besser ist. Hier ist bestimmt viel bei der Übersetzung verloren gegangen.

Schreibstil

Der Schreibstil war gut und flüssig. Auch die Sprache nicht zu jugendlich. Es war zwar eher für Teenies gedacht, aber es gab keine Ausdrücke, die man nicht verstand.

Spannung

An der hat es leider gefehlt. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, ohne dass wirklich was aufregendes passiert.

Originalität

Das Thema finde ich ziemlich originell. Was ist wenn man weiss wann man stirbt? Will man das oder will man lieber undatiert sein und nicht wissen wann man stirbt? Am Anfang habe ich mir überlegt – ne – auf keinen Fall. Aber im Laufe der Geschichte hat mich das doch ziemlich fasziniert. Man würde sein Leben ganz anders gestalten wenn man genau weiss wie alt man wird. Man kann es auch für seine Tiere machen – aber das ist teuer. Und da kam mir es – wir haben alte Hunde. Ich glaube ich würde gerne wissen wie lange sie uns noch begleiten. Ich denke man lebt bewusster, wenn man sein Todesdatum weiss.

Fazit

Eine wirklich interessante Story mit einer interessanten Theorie. Leider konnte sie mich nicht wirklich fesseln und ich bin mir nicht sicher, trotz des riesen Cliffhangers, ob ich weiter lese. Man kann vielleicht davon ausgehen, dass es besser wird, da die Einzelheiten ja im ersten Band breit getreten wurden.

Charaktere

Denton – er ist 17 und in zwei Tagen ist sein Todestag. Man weiss zwar wann, aber nicht wie man stirbt und zu welcher Tageszeit. Er hat ein verzwicktes Liebesleben, da er mit der Schwester seinen Freundes geschlafen hat und total betrunken war – keine Erinnerung dran. Und seit etwa einem halben Jahr eine feste Freundin hat, die einen irren Ex hat. An seinem Todestag erscheint eine rote Verfärbung, die sich langsam über seinen gesamten Körper verteilt und ansteckend ist.

Paolo – Dentons bester Freund, seit Kindheit. Sein Todesdatum liegt etwa einen Monat nach dem von Denton. Ein super Freund, der immer da ist für Denton.

Veronica -Paolos Schwester. Sie geht schon aufs Collage und ist nicht ganz dass was sie vorgibt

Taryn – Dentons feste Freundin.

Cynthia – Paolos und Veronicas Mutter – sie ist auch nicht das was sie vorgibt zu sein. Aber nett

Raquel – Dentons Stiefmutter. Eine kleine Glucke, aber total sympathisch

Cheryl – Dentons leibliche Mutter, die bei der Geburt verstorben ist. Sie wusste, dass die Geburt ihr Todesdatum sein würde und hat sich trotzdem für die Schwangerschaft entschieden.

Lyle – Dentons Vater – ein sehr verschlossener Griesgram.

Felix – Der etwa 8 Jahre ältere Bruder von Denton. Auch hinter seiner Kulisse steckt mehr als man sieht.

Melanie – eine undatierte. Es gibt Menschen bei denen man das Datum nicht ermitteln kann. Sie gehört dazu und irgendwie ist sie am letzten Tag dabei. Aber sehr hilfreich.

Brian Blum – der Gynäkologe, der ihn entbunden hat und seine Mutter kannte. Sehr geheimnisvoll meldet er sich am Beisitzungstag

Phil – Taryns Ex und immer noch eifersüchtig. Er kommt mit einer Waffe zu Denton. Wird er sein Schicksal besiegeln?

Officer Corrigan (Ekel-Opa-Cop) – er ist der Grossvater von Phil und am letzten Todestag terrorisiert er Denton – aber hinter ihm steckt auch mehr.

Willis Ellis – der Kiffer. Denton und Willis treffen mit Willis Käfer öfter zusammen. Soll er Dentons Schicksal besiegeln?

 

 

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Wolf, Martin – Ophelia und der Wolf

Wolf, Martin – Ophelia und der Wolf

Autor: Wolf, Martin
Titel: Ophelia und der Wolf
Verlag: Martin Wolf Publishing
Erscheinungsdatum: 4. Februar 2017
Seitenanzahl Printbuch: 191 Seiten
Genre: Fantasy, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 09.05.18-14.05.18
Band einer Reihe: Nein

Klappentext

Ein modernes Märchen, das von einem Liebespaar erzählt, das von einer Hexe in einen Wolf und eine Katze verwandelt wird. Sie verlieren jegliche Erinnerung und müssen sich zunächst als Tiere bewähren, ehe sie sich ihren Weg zu ihrer menschlichen Gestalt und zu ihrer Liebe zurückkämpfen.

Handlung: SPOILER

Ophelia liebte es ihre Grossmutter zu besuchen. Sie lebt in einer gemütlichen Hütte im Wald. Es war für sie immer das Größte die Ferien dort zu verbringen. Bis eines Abends etwas vorfiel, das sie so ängstigte, dass sie nie mehr zu ihrer Grossmutter wollte. Damals war sie Dreizehn. Jetzt als Erwachsene Frau möchte sie ihrer Grossmutter ihren Freund vorstellen, den sie in Nepal bei Ärzte ohne Grenzen kennen lernte. Sie ist Ärztin und er Fremdenlegionär. Als die beiden am Kaffeetisch sitzen geht Marcellus in die Hütte um der Großmutter nach zu spionieren. Denn er hat sie erkannt von einem alten Foto seines Grossvaters auf einem von Ophelia. Sie war damals im Vietnam bei den Mönchen um Ruhe zu finden. Da wurde das Kloster von den Fremdenlegionären angegriffen. Einer davon war Marcellus Grossvater. Er verschwand darauf hin ohne Spur. Das Kloster und die Mönche waren gerettet. Marcelluns hat den Verdacht, dass die Grossmutter damit irgendwas zu tun hat. Aber die Grossmutter ist vorsichtig und wirkt ein Zauber, der allerdings schief ging. Er verwandelt Marcellus in einen Wolf und Ophelia in eine Katze. Die beiden müssen jetzt irgendwie wieder zusammen kommen um den Zauber wieder brechen zu lassen. Sind sie aber zu lange in ihrer tierischen Form unterwegs vergessen sie alles und sie bleiben Tiere. Werden sie es schaffen rechtzeitig zur Rückverwandlung einzutreffen? Und welche Widrigkeiten müssen sie bewältigen, welche Gefahren?

Zum Inhalt:

Mich hat der Klappentext angesprochen, da ich so ein Fan von dem Film – der Tag des Falken – bin. Obwohl die beiden Geschichten überhaupt nichts miteinander zu tun haben – das wusste ich schon vorher. Aber es hat einfach gezogen. Kommen wir zur Geschichte. Die Idee finde ich ganz schön. Aber die Umsetzung hat mich manchmal bisschen irritiert. Mir fehlt so ein bisschen der Zusammenhang. Um das zu erklären muss ich leider noch bisschen Spoilern. Marcellus will die Grossmutter zur rede stellen. Er geht davon aus, dass sie eine Hexe ist und irgendwas mit dem Verschwinden seines Grossvaters zu tun hat. Der Grossvater, der Mönche, die eventuell Verräter sind, Angriff und tötete. Das ist auch sein ursprünglicher Beweggrund mit Ophelia zusammen zu sein, bevor er sich verliebt. Die Grossmutter wendet einen Zauber an der auch ihre Enkelin trifft. Warum – vielleicht weil sie sich so gegen ihre Grossmutter streubt. Der Zauber beschützt also die Grossmutter gegen alles. Die beiden Tier gehen ihren Weg und haben immer Erinnerungsfetzen, die ihrem menschlichen Ich gehören, die sie nicht zuordnen können. Im Wasser sehen sie nicht ihr tierisches Abbild sondern das menschliche. Ophelia denkt, dass sie eine junge Frau in Gefahr sieht. Sie wird von einem Wolf bedroht. Aber sie jagt sich selbst nach. Während ihres Trips sucht die Grossmutter nach einem Rückkehrzauber, da die beiden nicht länger als zwei Tage Tiere sein dürfen. Ich verstehe nicht so ganz warum die beiden verwandelt wurden und was diese Erfahrung ihnen in ihrem menschlichen Zustand bringen soll. Und sie werden auch nicht durch eine Erkenntnis wieder zu menschen, sondern durch einen erneuten Zauber. Es war eine nette Geschichte. Aber ich habe dann am Ende etwas ratlos da gesessen und wusste nichts mit anzufangen. Ich hab es einfach nicht verstanden.

Schreibstil

An den Schreibstil gewöhnt man sich ganz schnell – er wirkt nur am Anfang etwas hölzern wird dann aber schnell flüssig und gut zu lesen

Atmosphäre

Die Atmosphäre ist oft spannend und auch geheimnisvoll. Ganz angenehm.

Spannung:

Spannung ist nicht so sehr gegeben. Man folgt zwar Ophelia und Marcellus in ihr tierisches Abenteuer – aber richtig spannend ist es nicht.

Originalität

Die Idee gefällt mir sehr gut und ich finde es auch recht originell umgesetzt. Selbst wenn mir nicht alles gefiel.

Fazit

Eine Geschichte, bzw. eine Idee, die mir sehr gut gefallen hat. Aber die Umsetzung war manchmal, für mich, nicht ganz eindeutig. Es ist ein Märchen und die haben ja bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Ich fühlte mich am Ende etwas ratlos, da ich nicht wusste, wie ich es einzuordnen hatte. Was ist die Moral, oder Essenz, was hat die Verwandlung den beiden gebracht? Ich hab es nicht verstanden. Leider. Aber der Stil ist sehr angenehm. Mich würden noch andere Rezis interessieren – hab aber nur die von Amazon gefunden.

 

Bloom, Ashley – Body-Switch – Von Molly zum Model

Bloom, Ashley – Body-Switch – Von Molly zum Model

Autor: Bloom, Ashley (Manuela Inusa)
Titel: Body-Switch – Von Molly zum Model
Verlag: dotbooks Verlag;
Erscheinungsdatum: 29. August 2016
Seitenanzahl Printbuch: 207 Seiten
Genre: Humor, Liebe,
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 08.05.18-09.05.18
Band einer Reihe:  Nein

Klappentext

Wenn du im falschen Körper dein wahres Ich entdeckst: die Komödie „Body Switch – Von Molly zum Model“ von Ashley Bloom jetzt als eBook bei dotbooks.

Von der Kunst, sein Glück zu finden … Sind es wirklich nur 26 Kilogramm, die das Supermodel Taylor Jones und Molly, die wohlgerundete Empfangsdame, trennen? Die eine liebt es, in der Öffentlichkeit zu stehen – die andere verkriecht sich am liebsten mit Schokomuffins auf dem Sofa. Die eine könnte jeden Mann haben – die andere traut sich nicht einmal, ihren Lieblingsbäcker anzusprechen, obwohl sie jeden Tag mit klopfendem Herzen vor ihm steht. Aber eins verbindet Taylor und Molly: So richtig glücklich sind sie nicht. Und dann wachen sie eines Morgens auf … im Körper der anderen! Wie konnte es dazu kommen? Und noch viel wichtiger: Was geschieht jetzt?

Zwei Frauen, die lernen, worauf es im Leben wirklich ankommt: Versüßen Sie sich Ihre Schmökerstunden mit diesem Kurzroman von Ashley Bloom!

Zum Inhalt

Ein – Eintages-Roman. Molly ist etwas mollig.  Zwar fühlt sie sich nicht unwohl – vermisst aber etwas die Aufmerksamkeit. Sie ist unsichtbar und wenn sie jemanden anrempelt, werden die Leute unhöflich und reduzieren sie auf ihren Körperumfang. Sie arbeitet in einem Massage Salon und einmal die Woche kommt Taylor Jones. Taylor ist auch unzufrieden. Die Paparazzis nerven sie. Sie will einfach mal etwas Ruhe haben. Mal essen was sie will und entspannen, vor dem Fernsehen vielleicht. Beide Frauen wünschen sich zum genau selben Zeitpunkt für einen Tag mal die andere zu sein. Gewünscht – geschehen. Und wie wir ja aus Body-Switch Filmen kennen – der Rücktausch kommt erst, wenn beide eine Lektion gelernt haben. Jede wird ein Tag in den Schuhen der anderen laufen  müssen – was für Molly in zwölf Zentimeter High Heels  nicht gerade einfach und elegant wird.

Handlung:

Eine Handlung, die schon so oft verfilmt wurde – jetzt wollte ich es auch mal lesen. Und es war ein nettes Buch. Klar hätten manche Szenen etwas ausgebaut werden können – aber da es nicht so dick ist war das schon ok. Das wichtigste ist alles drin gewesen. Wie Taylor es geniesst Schokolade und Chips auf der Couch zu essen – aber es hasst diese Speckrollen von Molly zu ertragen. Dann Molly, die endlich im Rampenlicht steht – aber auch erfährt, dass das Leben eines Topmodells wirklich harte Arbeit ist. Viel Glamour und falsche Freunde.

Natürlich gibt es ein Happy End. Beide Frauen finden die Männer ihres Lebens und in sich die besten Freundinnen. Ein wirklich herziges Buch, das richtig Spass gemacht hat.

Schreibstil

Der Schreibstil war locker und gut zu lesen. Frisch und witzig. Genau die richtigen Szenen mit bisschen Sarkasmus aufgepeppt.

Atmosphäre

Die Atmosphäre war sogar recht entspannt – nach dem beide Frauen am nächsten Tag im anderen Körper aufwachten, steckten sie es sogar gut weg und machten das Beste aus dem Tag. Sie halfen sich Gegenseitig um alles zu meistern.

Schön ist, dass Molly sich treu bleibt – nur weil sie einen Tag in Taylors Körper steckte verfällt sie nicht auf einmal den Wahn auch abnehmen zu müssen – sie bleibt so und mag es.

Aussage

Selbst wenn es ein humorvolles Buch mit Liebesgeschichte ist, ist die Aussage nicht zu überlesen. Man sollte auf jeden Fall zufrieden sein mit sich und nicht über andere Urteilen, wenn man nicht wirklich genau weiss, wie dessen Leben ist. Wenn einem was nicht gefällt, sollte man es ändern und wenn man was haben möchte zugreifen.

Fazit

Viel gibt es gar nicht zu sagen zu dem Buch. Es ist ein perfektes Buch für einen freien Tag im Garten, oder auf dem Balkon – Entweder mit Karottensticks und Wasser, oder leckeren Muffins und heisser Schokolade mit Sahne. Wobei ich Zweiteres bevorzuge. Ein luftiges Wohlfühbuch.

Zitate

Die schönsten Menschen konnten für oberflächlich, arrogant oder dumm gehalten werden, die buntesten, andersartigsten für verrückt und die reichsten für geizig. Nichts war, wie es wirklich schien. Man machte sich immer ein gewisses Bild von den Menschen, die man im Grunde überhaupt nicht kannte. Und das war einfach nicht richtig. Vielmehr sollte man sich mit seiner Meinung zurückhalten, bis man eine Person wirklich kannte.


Ihr solltet erkennen, dass euer Leben das ist, aus dem ihr das Beste machen solltet, statt andere um ihres zu beneiden.

Charaktere

Molly – Sie liebt es zu essen. Das zeigt sich auch in ihrer Figur wieder – 78 Kg bei 1,65 (glaube ich). Eigentlich mag sie sich so – aber sie  mag es nicht abgestempelt zu werden und unsichtbar zu sein. Sie liebt die Serie Melbourne Lane – eine Serie mit über 800 Stunden. Und sie liebt Sweet Heaven – den Bäckerladen mit dem Süssen Bäcker.

Dan – er ist der süsse Bäcker und schon lange in Molly verliebt. Irgendwann merkt Molly das und …tja..

Taylor Jones – ein Supermodell. Sie ist sehr engagiert und diszipliniert. Jeder denkt sie sei oberflächlich und zickig – aber in Wirklichkeit ist sie nett und spendet auch oft anonym. Sie geniesst es mal unsichtbar zu sein – obwohl sie sich mit den Rundungen von Molly nicht abfinden kann. Irgendwann aber mal ändert sich ihre Denkweise.

Howard – Taylors Freund – er ist Fotograf und betrügt sie mit ihrer besten Freundin.

Aaron – der begehrte Masseur in Mollys Laden. Er sieht unheimlich gut aus und auc Taylor schmilzt dahin. Bis zu dem Moment, in dem sie in Mollys Körper erkennt, wie Oberflächlich er ist.

Josh – ein neuer Masseur – er erkennt die Zeichen des Körpertauschs und unterstützt die beiden – ein sehr netter Kerl.

Chris – ein Fahrradkurier, der dem Massagesalon regelmässig die Post bringt – Als Taylor in Mollys Körper steckt lernt sie ihn kennen und verliebt sich umgehend.

Stephen King – Shining

Stephen King – Shining

Autor: Stephen King
Titel: Shining
Verlag: LingenVerlag
Erscheinungsdatum:  1987
Seitenanzahl Printbuch: 625 Seiten
Genre: Horror, Mystery
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 26.04.18-08.05.18
Band einer Reihe: Ja – Doctor Sleep

Klappentext

Ein Hotel in den Bergen von Colorado. Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller mit Psycho-Problemen, bekommt den Job als Hausmeister, um den er sich beworben hat. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er in den letzten Tagen des Herbstes an. Das Hotel „Overlook“ ist ein verrufener Ort. Wer sich ihm ausliefert, verfällt ihm, wird zum ausführenden Organ aller bösen Träume und Wünsche, die sich in ihm manifestieren.

Mit Shining gelang Stephen King ein moderner Klassiker des Grauens, ein Buch, das die Ängste unserer Zeit erfasst und jeden Leser in seinen emotionalen Grundfesten erschüttert.

Zum Inhalt muss ich bestimmt nichts schreiben – ich denke jedem Genrefan/Kingfan ist das schon bekannt. Allerdings muss ich tatsächlich sagen – ich hatte nahezu alles vergessen. Das meiste was immer mal aufgeblendet ist, waren Szenen aus dem Film. Das Buch habe ich vor etwa 25-30 Jahren gelesen. Es war also ein Re-Read.

Die Erinnerung: Ich weiss, dass ich total begeistert war von dem Buch – damals. Es gab zu der Zeit noch nicht viel im Horrorgenre und man nahm was kam und das war King. Ich habe ihn gelesen wie andere Kette rauchen. Allerdings war ich da auch gerade erst 17/18. Ich weiss nicht so genau wie lange ich King gelesen habe – so 3-4 Jahre – dann kam Das Spiel und das Buch hat mir so gar nicht gefallen und mich aus der King-Welt herausgeschleudert. Die Luft war raus.

Das folgende gibt nur mein Leseempfinden und Spass wieder.

Schreibstil:

Jeder, der King liest, weiss um seinen Schreibstil. Allerdings hatte ich es wirklich irgendwie vergessen, wie es wirklich ist. Es wird ein Aufschrei durch die Reihen gehen – aber das Buch war die Hälfte Langweilig. Wirklich – Es hat mich am Anfang fast in eine Leseflaute geschubst.

Der Mann ist ein Wortkünster, ein Meister der Metaphern und man hat das Gefühl neben seinen Charakteren zu stehen und alles Life mitzubekommen. Das hat er drauf wie kaum ein anderer. Aber diese Längen…Das schleudert einen immer wieder aus der Spannung und das nervt.

Mittlerweile gibt es so viel Horrorautoren, die viel besser Spannung aufbauen können. Meister des Horrors finde ich nicht mehr passend – Meister der Worte und Bilder heraufbeschwören, absolut.

Ich habe lange nichts von ihm gelesen. Vor einigen Jahren habe ich Das Mädchen gelesen – das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Aber seit dem nur noch paar Teile Der Turm, der ja ein anderes Genre vertritt.

Atmosphäre

Absolut düster, gewalttätig und überzeugend böse. Ich sag ja – er kann mit Worten super Kulissen aufbauen. Aber er kann sie auch mit dem nächsten Satz wieder einstürzen lassen. Schon wenn er die Charaktere belebt – wie sie ihre Vergangenheit immer wieder aufleben lassen – die Gedanken, die er immer in Klammern setzt, wie in der Realität. So ist es doch, wenn man verschiedene Gedanken im Kopf hat. Genial. Auch den Kampf, den Jack immer gegen seinen Drang zum Trinken führt – den hat er wirklich genial eingefangen – Absolut umwerfend. Also mit Worten kann er umgehen.

Spannung:

Wenn er Spannung aufbaut, dann wird sie Atemlos. Man möchte dann gerne an den Fingernägel kauen und kann nicht schnell genug umblättern. Er kann super Spannung aufbauen. Nur leider hält er sie nicht. Er schweift immer wieder ab. Er baut längen ein, die echt ermüdend sind.

Planung:

Doctor Sleep reizt mich natürlich jetzt auch – ich will natürlich wissen wie es mit Danny weiter geht und wie der Schreibstil sich geändert hat.

Fazit

Re-Reading –  manchmal sollte man wirklich nicht mehr zugreifen. Wenn es so lange her ist, dass man ein Buch gelesen hat und dann einfach noch mal das Gefühl heraufbeschwören will – sollte man sich überlegen. Es kann passieren, dass man enttäuscht wird und eine schöne Erinnerung dadurch zerstört. Ich denke nicht, dass ich noch mal ein King-Re-Reading mache – es gibt noch genug Bücher von ihm, die ich nicht kenne.

Zu diesem Buch – Für King Fans ist es ein Muss – man sollte es gelesen haben. Die Gesichte ist vielseitig und spannend. Aber leider – typisch King halt – oft mit vielen langweiligen Szenen gestreckt.

Charaktere

Jack Torrance – Ein Lehrer, der auf Grund seines Alkoholismus oft die Beherrschung verliert. Er hat Danny einmal den Arm gebrochen und einen Schüler geschlagen. Dadurch hat er seinen Job verloren. Ein Unfall entsetzt ihn so sehr, dass er mit dem Trinken aufhört. Ein schwerer Kampf, dem er sich aussetzt. Jeden Tag den Drang zu unterdrücken. Das stellt King hervorragend heraus. Auch der Zerfall von Jack – dieses schleichende Wahnsinnig werden. Klasse

Wendy (Winnifred)- Seine Frau. King hat oft in seinen Büchern Probleme mit Familienangehörigen. Hier ist es die Mutter, die sehr herrisch ist und Wendy immer bemängelt. Sie taucht nur in Erinnerungen auf. Auch Jacks Vater ist immer wieder dabei. Wendy hat angst vor Jack – aber sie liebt ihn auch. Sie würde gerne gehen – aber ihre Option ist die Mutter, und das ist noch viel Schlimmer, als angst zu haben, dass Jack wieder trinkt.

Danny – hat das Shining – er ist sehr stark Hellsichtig und das Hotel will ihn unbedingt haben. Aber sie unterschätzen den fünf Jährigen. Er schafft es das Hotel zu überlisten.

Stuart Ullmann – Der Hotelmanager und wirklich unsymatisch

Delbert Grady – der Hausmeister des Winters davor. Er hat seine gesamte Familie ermordet und dann sich selbst.

Halloran – der Farbige Koch des Hotels. Er ist auch Hellsichtig – aber nicht so stark wie Danny. Er macht sich grosse Sorgen um den Jungen und bietet ihn an zu kommen wenn er ihn ruft – das macht er auch. Sobald der den Hilferuf des Jungens im Kopf empfängt macht er sich auf den Weg um sie zu retten. Oder wenigstens zu helfen.

Watson – Der Hausmeister, der während der Saison für das Overlook zuständig ist. Er weißt Jack ein und ganz wichtig – der Heizkessel.

Tony – Dannys imaginärer Freund – Sein Bruder im Geiste? Er ist der jenige, der Danny in seinen Träumen warnt und zu den Orten bringt um ihn die Zukunft zu zeigen.

Al – er ist Jacks Saufkumpane und neuer Boss, da er Anteile des Hotels besitzt.

Dodillet, Michael Frey – Herrchentrubel

Dodillet, Michael Frey – Herrchentrubel

Autor: Dodillet, Michael Frey
Titel: Herrchentrubel
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2016
Seitenanzahl Printbuch: 241 Seiten
Genre: Humor, Tiere
Gelesen als: Ebook
Zeitraum April 2018
Band einer Reihe: Ja

Klappentext

Herrchen ärgern leicht gemacht

Zehn Jahre lang hat sich Herrchen von zwei verrückten Hunden auf der Nase herumtanzen lassen. Doch ab zehn werden Hunde bekanntlich ruhiger. – Ruhiger? Herrchen weiß nicht mehr, wer ihm diesen Unsinn erzählt hat. Tatsache ist, dass Luna auch im hohen Alter noch alles zusammenfaltet, was nicht bei drei auf dem Baum ist, und Wiki Selbsterbrochenes bewacht, als handle es sich um die Goldreserven von Fort Knox. Während Trainer Krause von Handauflegen bis zu mantraartigen Lalala-Gesängen alles empfiehlt, was die Fachwelt an Absurditäten zu bieten hat, wird Herrchen klar: Es gibt nichts Schöneres als vierbeinige Dickschädel, die sich nicht verbiegen lassen. Dann jedoch entpuppt sich eines Tages eine harmlos aussehende Beule bei Luna als bösartiger Tumor, und auf einmal wird Herrchen schmerzlich klar, dass auch das wildeste Hundeleben einmal zu Ende geht … Unterhaltsam, witzig und emotional berührend wie nie!

Zu gut – Es ist einfach erfrischend zu lesen, dass es nicht nur gut erzogene Hunde gibt. Wir haben auch zwei – die sind mässig gut erzogen. Sie hören – nicht immer aufs erste Wort – aber sie hören. Unsere Zwei sind nicht so schlimm wie die hier geschilderten. Aber das ist auch nicht das, was das Buch so lesenswert macht. Sondern die Schilderungen der anderen Hundebesitzer – Die Krauses – zum Beispiel. Oder die verpöhnten lauten Neins. Man kann ihm auf jeden Fall nicht vorwerfen nicht alles versucht zu haben. Tiertrainer und Co. Manches half – meistens nicht. Dann die Urlaubsschilderungen. Ach einfach nur witzig.

Es ist zwar eine Buchreihe aber es war nicht nötig, die Bücher davor zu kennen. Man ist sehr gut hineingekommen.

Und ich bin froh, bei Babsi lesen zu können, dass Luna nicht stirbt – denn sonst hätte ich das Buch auf keinen Fall gelesen und das wäre wirklich schade gewesen.

Was mir nicht gefiel:

Jeder Tierbesitzer kennt es – Foren. Man will nur mal kurz nachlesen, was denn das Tier hat – schon ist man ein Tierschänder. Das war zwar auch sehr witzig – hat aber etwas zuviel Platz in dem Buch eingenommen.

Schreibstil 

Schön sarkastisch – so macht es Spass über Verfehlungen zu lesen. Ist alles doch gar nicht so schlimm. Ich mochte den Stil.

Fazit

Mir hat das Buch sehr gut gefallen – ich habe öfter mal laut lachen  müssen und meinem Mann einige Passagen vorgelesen. Ein schönes Buch für Hundebesitzer und welche die es werden wollen.

 

Heine, E. W. – Magna Mater

Heine, E. W. – Magna Mater

Autor: Heine, E. W.
Titel: Magna Mater
Verlag: C. Bertelsmann
Erscheinungsdatum: 13. Februar 2012
Seitenanzahl Printbuch: 240 Seiten
Genre: Sci-Fi, Dystopie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum April 2018
Band einer Reihe: Nein

Klappentext

Ein faszinierender Roman über das Scheitern unserer Gesellschaft und die Zukunft der Menschheit: E.W. Heine entführt uns in eine Welt, in der alles abgeschafft wurde, was ein friedliches Zusammenleben jahrhundertelang behinderte: die Religionen, die Kriege und auch die Liebe. In der neuen Welt herrscht nur noch die reine Vernunft. Und über allem wacht ein mächtiger Orden, an dessen Spitze die Magna Mater, die große Mutter, steht.

Doch eine Ordensfrau weiß, dass sich hinter der prächtigen Maske der Magna Mater eine Lüge verbirgt. Wie konnte es in dieser Idealwelt dazu kommen? Die Ordensfrau widersetzt sich mutig allen Regeln und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit …

Zum Inhalt – Spoiler

Mal sehen ob ich das noch alles ordnen kann (Hab irgendwie meine Notizen verlegt). Die Menschheit war kurz davor sich komplett auszulöschen. Eine Halbkugel (weiss nicht mehr – ich glaube Nordhalbkugel) ist atomar total verstrahlt und nicht mehr bewohnbar. Alles, was einen Krieg oder sonstige Unruhen auslösen kann wurde blockiert. Entscheidungen werden nur noch von der grossen Mutter getroffen – Magna Marter. Es gibt keine Religion, kein Krieg, kein Sex, keine Liebe. Nein – stimmt nicht – Sex gibt es einmal um Kinder zu zeugen, die dann in einer Art Retorte herangezogen werden, nach dem die Befruchteten Eier entnommen werden. Dem Menschen ist ein Lebensalter von vierzig Jahren gewährt. Dafür werden sie hormonell in einem präpubertären Stadium mittels Hormonunterdrückung gehalten. Erreichen sie das 40. Lebensjahr, wird der Hormonschub angeregt und die erblühten Frauen und Männer auf eine Insel gebracht – dort dürfen sie sich den Lüsten hingeben und sterben. Bei den Kindern gibt es immer wieder Mädchen, die für den Orden der Magna Marter erhört werden. Diese Mädchen kümmern sich um das Wohl und die Ordnung. Ihr Fluch ist aber, dass sie normal altern. Sie durchlaufen die gesamten Phasen, wie wir sie kennen. Die Geschichte wird von einer solchen Ordensfrau erzählt – Morituri. Die Welt in der wir leben wir von der neuen Spezies verachtet und als barbarisch primitiv erachtet. Arbeiten, Reichtum, Hass, Intrigen. Alles Dinge, die abgeschafft wurden. Bis ein grosser Tsunami, dieses Gefüge ins wanken bringt und man durch  Morituri die Wahrheit hinter dieser Fassade entdeckt. Auch in dieser tollen neuen Zeitrechnung besteht alles nur aus Lügen und Trugbildern.

Handlung

Der Autor hat sich hier in ein neues Genre gewagt. Ich finde die Geschichte schon spannend – aber nicht fesselnd. Eigentlich finde ich es eher als ein phislosophisches Werk zu betrachten, als ein Sci-Fi oder eine Dystopie. Denn der Autor weist uns ständig darauf hin, warum es überhaupt soweit kam und was man ändern könnte und konnte und was einfach nicht geht. Wer ist der wahre Gott – und warum wird er – verbotener Weisse – als Gott verehrt. Was ist mit den Retorten Babys? Es gibt ziemlich viel Fragen, die am Ende auch sehr schlüssig geklärt werden. Egal zu welcher Zeit und in welchem Gefüge wir leben – wie Frei wir uns fühlen mögen, oder wie eingesperrt – alles untersteht einer grossen Lüge. Es ist ein interessantes Buch. Vorallem wenn man mal vor Augen geführt haben möchte, was alles so um einen herum passiert.

Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr, sehr gut. Er hat mich dazu gebracht, das Buch tatsächlich weiter zu lesen, obwohl es nicht ganz so mein Ding war. Ich werde mir auf jeden Fall noch weiter Bücher von dem Autoren holen.

Atmosphäre:

Oft bedrückt – denn trotz aller Freiheiten, die der Menschheit angeblich durch die Änderungen gebracht wurden, schwebt ständig der Tod über ihnen. Denn älter als 40 werden die Kinder nicht und die, die älter werden, verfallen mit allem Leid, den ein alternder Körper so mit sich bringt. Auch der Grund dieser Gemeinschaftsform ist ja dunkel und nach der Naturkatastrophe wird es richtig düster.

Spannung

Spannung ist tatsächlich vorhanden, da man ständig auf einen Knall wartet.

Originalität

Auch hier kann man auf jeden Fall bejahen. Eine Gesellschaftsform zu entwickeln, die vielleicht friedlich leben könnte – das wäre schon was. Aber es schwingt immer der drohende Zeigefinger über ihnen – Das war der Grund warum und wehe ihr brecht aus und verliebt euch, oder hinterfragt das System…

Fazit
Für mich ist es eher ein philosophisches Buch. Der Autor führt uns vor Augen, was passiert, wenn wir so weiter leben. Aber er zeigt uns auch, dass selbst in einer vermeintlich friedlichen Lebensform immer eine tickende Zeitbombe unterirdisch am schwelgen ist und der kleinste Auslöser alles zum Zusammenbrechen bringt. Das Buch hat mich gefesselt – indirekt – aber nicht begeistert. Es war eher der Stil der mich fesselte.

Jessica Bannister 01 – Nachts, wenn du die Geister rufst

Jessica Bannister 01 – Nachts, wenn du die Geister rufst

Autor: Janet Farell
Titel: Jessica Bannister 01 – Nachts, wenn du die Geister rufst
Verlag:  Bastei
Erscheinungsdatum: 7. Juni 2016
Seitenanzahl Printbuch: 91 Seiten
Genre: Heftroman, Horror, Mystery
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 27.03.18
Band einer Reihe: Ja

Infos – Bei dieser Reihe handelt es sich um eine Neuauflage 

Klappentext

Der warme Sommerwind strich mir durchs Haar. Er trug den unverkennbaren Geruch der Themse mit sich, der an diesem Morgen über ganz London lag. Über den Dächern der Metropole spannte sich ein wolkenloser, blauer Himmel, doch dem schenkte ich keine Aufmerksamkeit. Hastig eilte ich die Lupus Street entlang und suchte die Fassaden der Häuser ab.
Als ich das Haus mit der Nummer 25 erreichte, blieb ich abrupt stehen. Es war ein altes, unansehnliches Gebäude, erbaut aus braunem Backstein, den der Smog über Jahre hatte dunkel werden lassen. Zwischen den weißgetünchten neueren Bauten der Lupus Street wirkte dieses Haus wie ein Relikt aus längst vergangener Zeit …

Zum Inhalt

Jessica kommt frisch von der Uni – sie hat Journalismus studiert und hat schon zig Bewerbungen geschrieben. Eine Zusage bekam sie – vom London City Observer. Aber eher unfreiwillig. Jemand hat hier die Strippen gezogen. So kommt es natürlich, dass ihr erster Tag nicht unbedingt grossartig verläuft. Ihr Chef ist wenig erfreut, dass er eine Anfängerin einstellen musste, wo doch soviel erfahrene Anwärter warteten. Aber er gibt ihr eine Aufgabe damit sie sich bewähren kann – eine schier unmögliche Aufgabe. Sie soll ein Interview mit einer bekannten Autorin ergattern. Diese Autorin ist nie für ein Interview zuträglich gewesen. Bis zu dem Moment, als Jessica sich unter einen Vorwand meldet und einen Vorfall erwähnt, von dem keiner was wissen kann – das ist ihr Eintritt.

Handlung: Spoiler

Jessica ist medial Begabt – aber irgendwie ignoriert sie die Gabe, oder weiss noch nichts davon. Sie hat seltsame bedrückende Träume. Ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen und sie wuchs bei ihrer Tante auf, die sehr an Okultes glaubt – sie ahnt schon etwas. Genau diese Intuition öffnet Jessica die Tür zu dem Interview mit der bekannten Mystery Autorin. Deren Tochter ist vor vielen Jahren unter geheimnisvollen und unbekannten Umständen in einem Brunnen ertrunken – jetzt soll eine Seance eröffnen wer der Täter war. Jessica hat furchtbare Träume diesbezüglich. Sie schafft es aber den Täter zu entlarven. Wer war es? Die Mutter, der Verleger, der Bruder – soviel Verdächtige und nicht gerade ungefährliche Momente für Jessica und Rosemarin Gathrie (Die Autorin)

Schreibstil

Der Schreibstil ist ok. Aber leider nicht sehr fesselnd. Man kann es lesen – aber es ist einfach kein Funken übergesprungen. Es plätscherte so vor sich hin.

Atmosphäre

Die Atmosphäre war jetzt gar nicht so schlecht – Das Haus war gruselig geschildert. Der Traum war unheimlich – aber trotzdem wirkte alles irgendwie lieblos herunter geschrieben – ich konnte es mir nicht vorstellen.

Spannung

Spannung war leider so gar keine vorhanden – man könnte sagen – ist ja nur ein Groschenroman – aber ich habe schon viel spannende aus dieser Sparte gelesen.

Originalität:

Ein Haunted House – nicht unbedingt die originellste Geschichte – aber das ist bei diesem Genre ja auch nicht nötig – man muss nur bisschen an der Stimmung feilen.

Fazit

Ich habe mich schon bisschen auf dieses Heftchen gefreut – es klang wirklich interessant und angenehm gruselig. Leider konnte mich diese Ausgabe gar nicht fesseln. Es fehlte an Spannung und meine Vorstellungskraft wurde so gar nicht angekurbelt. Ich habe noch einige Ausgaben hier und werde auch noch paar Bände versuchen. In der Hoffnung, dass es doch vielleicht spannender wird.

Charaktere

Jessica – sie ist Anfänger Journalistin beim London City Observer. Sie ignoriert ihre übersinnlichen Fähigkeiten und glaubt auch nicht wirklich daran. Aber sie hat unheimliche Träume, die schlimme Dinge vorher sagen.

Arnold Reed – wird nur als Sponsor erwähnt – er hat Jessica unbekannter Weise – den Job besorgt.

Jim Brodie – Hat bis jetzt nur einen kleinen Auftritt. Er ist der Fotograf der Zeitung – und nimmt Jessica herzlich an.

Beverley Gormic – Sie ist Jessicas Grosstante und hat sie nach dem Tod ihrer Eltern aufgenommen. Sie ahnt schon, dass Jessica übersinnliche Fähigkeiten hat

Martin T. Stone – Jessicas neuer Chef. Er ist nicht sehr erfreut, dass er sie einstellen musste und gibt ihr einen Fall, den er als Probe für sie ersieht – schafft sie das, kann sie bleiben – ein angeblich unmöglicher Fall, den sie schafft.

Rosemarin Gathrie – eine Bestseller-Autorin die Romantik-Thrill und Mystery Romane schreibt. Sie beruft eine Seance in ihrem Haus ein um hinter den Tod ihrer Tochter zu kommen

Josef Potter – ein zwielichtiger Kerl, der bei Rosemarin als Butler arbeitet – aber dahinter versteckt sich viel mehr

Richard Gathrie – der Sohn von Rosemarin. Er will das alte Unternehmen seines Vaters wieder aufbauen und die Wirtschaft des Ortes damit ankurbeln. Zur Zeit ist er für die Ausbildung dazu in Amerika. Jessica ist sehr angetan von ihm

Hilmer Taylor – Rosemarins Literaturagent. Schon viele Jahre arbeitet er mit Rosemarin zusammen. Aber ganz sauber ist er auch nicht.

Agatha – ein Medium – angeblich? Sie soll die Seance leiten.

Gabriel, Kerem – Der Tod ist ein Versprechen 2

Gabriel, Kerem – Der Tod ist ein Verbrechen 2

Autor: Gabriel, Kerem
Titel: Der Tod ist ein Versprechen 2
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum: 11.12.2015
Seitenanzahl Printbuch: 304 Seiten
Genre: Horror, Zombie, Dystopie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 20.03.18-26.03.18
Band einer Reihe: Ja

Gabriel Kerem – Der Tod ist ein Versprechen 1

Worum es geht: Adrien und Emma sind mittlerweile auf dem Weg nach Europa. Sie haben einige Verluste hinnehmen müssen, aber auch Freunde gefunden. Der Weg durch Europa wird schwer werden. Sie müssen gegen Zombies und Menschen kämpfen. Schwere Verluste hinnehmen – aber werden sie es schaffen?

Klappentext

Sie wirbelte herum und schrie, riss den Mund auf und entblößte ihre Zähne. Wieder stürmte sie auf mich zu, doch ich packte ihre Arme und hielt sie von mir fern. Als ich in ihr blutiges Gesicht sah, schossen mir Tränen ins Auge und trübten meinen Blick.

Als Adrien, Emma und ihre Freunde das Boot Richtung Europa besteigen, um nach ihren Familien zu suchen, ahnen sie nicht, was sie auf der anderen Seite des Atlantiks erwartet. Denn ohne schützendes Haus und immer auf der Straße wird jeder Schritt zu einem Kampf ums Überleben. Und schnell stellt sich heraus: Nicht nur die Infizierten trachten nach ihrem Leben. Der wahre Albtraum hat erst begonnen …

Zum Inhalt

Adrien, Emma und Cleo – der Hund – sind mit einem Boot von Amerika geflüchtet. Jetzt versuchen sie nach Deutschland zu kommen. Dafür müssen sie durch England und Frankreich reissen. Sie werden hier auf Widerstände treffen, mit denen keiner gerechnet hat – Verluste erleiden, die schwer zu ertragen sind. Hoffnung treibt sie an. Ich bin ihnen gerne gefolgt – es war wirklich spannend. Aufregend und das ein oder andere Mal habe ich bei einem Verlust ein lautes NEIN! von mir gegeben.

Handlung

Ich gehe mal davon aus, dass jeder, der Zombie Romane liest auch Walking Dead schaut – anders kann ich mir das nicht vorstellen. Deswegen werden einem auch einige Dinge bekannt vorkommen. Was mich aber nicht stört. Das ist ein Genre, bei dem man einfach nicht um die klassischen Klischees rum kommt. Wichtig ist nur wie sie verpackt sind. Und hier sind sie sehr spannend und aufreibend verpackt. Der zweite Teil steht nicht hinter dem ersten. Spannend, nervenaufreibend und immer hoffend, dass der Hund es schafft. Wehe der Hund stirbt! Aber überlebt der Hund auch? Wie sieht es mit Emma und Adrien aus – schaffen sie es, oder wird einer gebissen? Wen verlieren sie? Auf wen treffen sie und finden sie ihre Familie? Wirklich spannend.

Schreibstil

Der Schreibstil ist angenehm und rasant. Kerem peitscht einen mit seinen Worten durch das Geschehen, das man manchmal sogar fast Atemlos ist und überlegt doch  mal wieder Sport zu machen.

Atmosphäre

Spannend, aufregend, fesselnd. Schon alleine die Frage, wer schafft es und wer nicht. Wer fällt und wird gebissen und wer haut dem Zombie nieder. Was ist mit den Menschen die sie treffen – wie gefährlich können die noch werden?

Spannung

Absolut gegeben. Selten flacht die Spannung hier ab. Ich kam manchmal mit dem Blättern nicht hinter her. Wirklich spannend.

Originalität

Ein Zombieroman  kann nur bedingt originell sein. Das Thema schränkt einen schon ein. Aber man kann immer paar kleine Sachen einbauen. Hier ist es definitiv der Hund.

Cover

Ich gehe eher selten auf die Cover der Bücher ein – die meisten sind eh toll;-)

Die Cover dieser Reihe finde ich schon ziemlich ansprechend. Sie sind wirklich toll gestaltet und lassen schon mal genauer hinschauen

Fazit

Natürlich für alle, die Band 1 schon gut fanden. Da muss dieses Buch im Wagen landen. Aber auch für alle anderen, die gerne Zombieromane lesen. Eine absolute Empfehlung. Nichts neues – aber deswegen nicht weniger spannend.


Ich hatte schon mal eine kleine Aufstellung gebracht, was ich so an Zombieromanen gelesen hatte – das will ich übernehmen und ergänzen – blaue Passagen sind neu hinzugekommen.

Gabriel, Kerem – Der Tod ist ein Versprechen – hat mir sehr gut gefallen. Ist spannend und nicht zu übertrieben. Realistisch genug, dass es so sein könnte – bis jetzt 2. Teile

Ben Tripp – Infektion – hat ziemliche Längen mit unwichtigem Zeug und ist sehr Actionreich – aber das Ende entschädigt einen für alles. Spannend und leicht überzogen – aber eine Empfehlung

Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 01 hat mir sehr gut gefallen – hier geht es nicht um Helden – nur ums Überleben. Das war sehr realistisch. So könnte es sein, wenn ich der Apokalypse entgegen treten müsste.

Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 2 fand ich leicht schwächer aber immer noch gut. Ich bin sehr auf den 3. Teil gespannt

Anderson, Kevin David & Sam Stall – Die Nacht der lebenden Trekkies – Eine humorvolle Zombiegeschichte. Hat mich sehr gut amüsiert

Davis, S. Jonathan – 900 Meilen  Ein Zombie Highlight. Sehr spannend, man fiebert mit und drückt fest die Daumen

Davis, S. Johnathan – 900 Serie 02 – 900 Minuten Eine würdige Fortsetzung. Auch hier fiebert man mit – Ich denke es ist bisschen schwächer als der erste Band – aber trotzdem sehr spannend. 

Millard, Adam – The Dead 1 – Todeszellen  Ein Zombie Ausbruch im Gefängnis – wie soll man da entkommen. Mittlerweile 3 Teile aber nur 2 in DE – bisher ich warte auf die Veröffentlichung auf Band 3

Roux, Madeleine – Sie kommen–Ein Blog vom Ende der Welt Top Favorit – Ich liebe das Buch – ist manchmal etwas heftig – aber sehr sympathisch. Eine Empfehlung

Grant, Mia – Newsflesh-Triologie Teil 1 – FEED – Hier wird eher die Zeit nach der Apokalypse angesteuert. Habe bisher nur Band 1 gelesen und hat mir sehr gut gefallen

Monchinski, Tony – Eden kann ich nur bedingt empfehlen. Die Basisgeschichte ist super. Allerdings springt der Autor ständig in der Zeit und bringt parallele Ereignisse – wäre kein Problem, wenn es irgendwie chronologisch und nicht so zerfleddert wäre – einigen hat es nichts ausgemacht – mich hat es gestört.

Alexander, Rocky – RAG MEN – nicht direkt ein Zombie Roman. Der Ausbruch beginnt gerade. Zwei Männer auf der Reise – einer auf der Flucht – einer auf Rachemission. Ist ok – Aber Zombies haben eine Nebenrolle.

Zitate

Aber wie Menschen nun mal so sind, gab es irgendwann Meutereien; einige waren der Meinung, sie müssten alles besser machen – und am Ende brachten sie sich gegenseitig um. Wieder lief ich fort, diesmal vor den Lebenden.«

Seniorenheim? Ich fragte mich, was ein Zombie ohne Zähne noch ausrichten könnte, musste dann aber an eine Armee aus laufenden Gebissen denken.

Dieses Virus geht mir gehörig auf die Eier … Bestimmt entspringen diese Kreaturen irgendwelchen kranken Machenschaften kranker Menschen aus noch krankeren Geheimlaboren.

Du weißt nie, welche Überraschungen das Leben morgen für dich bereithält – aber es ist an uns, deswegen nicht den Mut zu verlieren.«

Aber wie immer im Leben, wenn man meinte, man hätte das Schlimmste hinter sich, wartete es bereits hinter der nächsten Tür mit einem riesigen Vorschlaghammer.

Natürlich gab es ein Tor und natürlich entdeckten die Zombies es durch Zufall, trotz ihrer unendlichen Blödheit.

Charaktere

Cleo – die Hündin – sie ist mittlerweile ein Zombiedetektor und eine gute Kämpferin. Bei jedem Zusammentreffen zeigt man dem Autor den Finger und sagt sich – wehe du lässt den Hund sterben!

Emma – sie ist die Freundin von Adrien – die beiden sind auf dem Weg von Amerika nach Deutschland um die Familien zu suchen. Auf sie ist absolut verlass. Eine tolle Kämpferin

Adrien – er macht einiges durch. Ein schwerer Schlag bringt ihn fast ans Ende seines Durchhaltens. Aber er kämpft und kämpft und kämpft

Hayley – ein kleines Mädchen aus dem ersten Teil. Sie haben ihrer Mutter versprochen sich um sie zu kümmern – eine wirklich süsse, die auch schon gut helfen kann. Welches Schicksal wird sie ereilen?

 

Es kommen unheimlich viele Personen in diesem Buch vor. Viele aus dem ersten Teil – die es schaffen oder auch nicht – viele, die sie auf ihrem Weg durch Europa treffen. Es ist auf jeden Fall wichtig in solch Zeiten zuverlässige und vertrauenswürdige Verbündete zu haben um zu überleben.

Harris, Joanne – Chocolat 01

Harris, Joanne – Chocolat 01

Autor: Harris, Joanne
Titel: Chocolat
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 10. November 2010
Seitenanzahl Printbuch: 336 Seiten
Genre: Liebesroman
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 10.03.18-20.03.18
Band einer Reihe: Ja
Harris, Joanne – Chocolat 02 – Himmlische Wunder                                              Harris, Joanne – Chocolat 03 – Himmlische Träume

Worum es geht: Vianne Rocher kommt an Fasnact mit ihrer kleinen Tochter Anouk in das französische Städtchen Lansquenet-sous-Tannes um dort einen kleinen Schokoladenladen zu eröffnen. Das verursacht einiges an Unruhe und neuen Entwicklingen

Wo: Frankreich

Die Titelabbildung entstammt der Romanverfilmung Chocolat.


Klappentext

Ist Vianne Rocher eine Magierin? Sie verzaubert die Menschen mit ihren selbstgemachten Pralines und Schokoladenkreationen. In dem französischen Städtchen, in dem sie sich niederläßt, gewinnt sie rasch Zugang zu allen Herzen. Mit einer Ausnahme: Pater Reynaud erklärt ihr, besorgt um das Seelenheil seiner Gemeinde, den Krieg.

Zum Inhalt: Vianne kommt mit ihrer kleinen  Tochter Anouk in ein französisches Dorf – ein typisches Dorf, das überall sein könnte. Die Menschen sind misstrauisch gegenüber Neuen und der Dorfpfarrer versucht alles sie wieder los zu werden. Das sie in der Fastenzeit ein Schokoladengeschäft eröffnet, empfindet er oft als Angriff auf sich selbst. Hier ist einfach der äussere Schein soviel wichtiger, als Ehrlichkeit. Die Ehefrau die misshandelt wird von ihrem Mann, wie kann sie es nur wagen ihn zu verlassen. Das ist alles die Schuld von Vianne – sie bringt nur das schlechte hervor. So empfindet das der Pfarrer und seine Gesellen.

Handlung

Wie passend – diese Geschichte setzt zu Fasnacht an und geht bis zum Osterfest. Ich habe es also genau in diesem Zeitraum gelesen. Vianne ist eine Vagabundin mit Mission. Sie hat schon als Kind mit ihrer Mutter immer fluchtartig die Welt bereist. Sie hatte es nicht leicht und mochte auch nicht immer wandern. Aber der Wind zeigt ihr immer, wenn es Zeit ist weiter zu ziehen. Ihre Mutter hatte psychisch schwere Probleme und flüchtete immer vor einem schwarzen Mann – einem Priester, wie es den Anschein hat. Bis sie starb. Dann war es Vianne, die immer und immer wieder wandert. Ihre Tochter ist süss und hat einen imaginären Freund – der auch mal Fussabdrücke hinterlässt. Ein sehr offenes Mädchen mit ihren sechs Jahren. Vianne hofft, hier vielleicht sesshaft zu werden. Es gibt viel zu tun und Schokolade soll ihr helfen. Sie hat das Gespür für die Menschen. Für fast jeden kann sie die Lieblingspraline, oder Lieblingsgebäck erraten. Sie ist ein Anker für viele, die immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand hat. Eine Frau, die man gerne zur Freundin hat. Nur mit der Kirche hat sie nichts am Hut. Was den ortsansässigen Pfarrer verzweifeln lässt. Behaftet mit viel Schuld scheint ihr Erscheinen wie ein Versuchung Gottes. Diese Schokolade, diese Frau. Seine Missetaten. Alles das lässt ihn langsam durchdrehen.

Schreibstil

Der Schreibstil war am Anfang etwas ungewohnt – aber sehr schnell findet man hinein und fühlt sich wohl. Vianne und der Priester wechseln sich von Kapitel zu Kapitel ab mit ihren Eindrücken und Schilderungen. Leider wurde das nicht gekennzeichnet und manchmal dauerte es eins-zwei Sätze bis man merkte die Person änderte sich.

Atmosphäre

Die Atmosphäre war oft bedrückend, da viele Leute ein schweres Päckchen mit sich tragen. Auch Vianne ist nicht frei im Denken und Handeln. Ihre Mutter geistert immer wieder in ihren Gedanken und dieser ominöse schwarze Mann verfolgt sie ebenso wie ihre Mutter in ihren Gedanken. Aber es gab auch viele fröhliche Momente, bei denen man sich einfach auch mal über die Leute amüsiert hat.

Fazit

Ein Wohlfühlbuch. Eintauchen und beobachten. Sich wundern über die Menschen, die meinen sie wären die Krönung und hätten einfach mehr zu sagen in diesem Dorf. Schokolade macht einfach glücklich und kann so einige Probleme lösen. Für alle, die den Film mochten – ihr werdet das Buch ebenso mögen.

Zitate

»Es weht ein anderer Wind im Dorf, seit Sie hier sind. Ich spüre es genau. Jeder spürt es. Alles kommt in Bewegung.

Was immer es sein mag, der Ort hat seine Bedürftigkeit verloren; statt dessen ist Zufriedenheit eingekehrt, ein Gefühl der Sättigung, das mich nicht mehr braucht. Überall in den Häusern von Lansquenet lieben sich die Ehepaare, spielen die Kinder, bellen die Hunde, plärren die Fernseher … Ohne uns

Charaktere

Vianne – Sie ist eine Wanderin. Schon als Kind zog sie mit ihrer Mutter durch Lande. Hatte schöne und schwere Momente.

Anouk – Viannes Tochter – sie ist eine wirklich sehr offene und fixe mit sechs Jahren bekommt sie schon mehr mit, als man erwarten würde.

Pantoufle – Anouks imaginärer Freund. Er ist ein Hase. Aber ist er wirklich imaginär? Manchmal scheint es Vianne sie würde seine Fussabdrücke sehen.

Pater Reynaud – Er ist der Dorfpfarrer. Seine Vergangenheit liegt ihm schwer im Magen und seit Viannes Ankunft drückt ihn das immer mehr. Auch, dass er anscheinend immer mehr den Einfluss auf seine Schäfchen verliert setzt ihm immer mehr zu. Hinzu kommt die Verführung durch Schokolade in der Fastenzeit.

Roux – Ein Mann des wandernden Volkes, das mit den Hausboten im Dorf anlegt. Sie werden von vielen freudig aufgenommen aber auch durch die Hetze des Pfarrers verachtet. Er und Vianne haben eine schöne Nacht – ansonsten fühlt er sich sehr zu Josephine hingezogen, die ihren Mann verlassen hat, da er sie misshandelte.

Armande – eine der Dorfältesten, die sofort merkt, dass Vianne magische Fähigkeiten besitzt. Sie verhöht den Pfarrer und ihre Tochter, die sie am liebsten in ein Altenheim abschieben würde. Durch Viannes Hilfe kann sie Kontakt mit ihrem Enkel aufnehmen.

Duplessis – einer der ersten Stammkunden. Er kommt jeden Tag mit seinem Hund. Leider ist sein Hund sehr krank und muss erlöst werden. Das trifft ihn sehr. Ein sehr netter uns sympathischer Mann.

 

Mischke, Susanne – Nixenjagd

Mischke, Susanne – Nixenjagd

Autor: Mischke, Susanne
Titel:  Nixenjagd
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2007
Seitenanzahl Printbuch: 200 Seiten
Genre: Jugendthriller
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 28.02.18-10.03.18
Band einer Reihe: Nein


Klappentext

Bei einem mitternächtlichen Badeausflug zum See kippt die ausgelassene Stimmung, als plötzlich eine aus der Clique fehlt: Katrin war hinausgeschwommen und nicht zurückgekehrt. Ein Badeunfall? Franziska, Katrins beste Freundin, kann das nicht glauben. Doch auf der Suche nach einer Erklärung gerät sie selbst in Gefahr und muss bald feststellen, dass sie niemandem trauen kann – nicht einmal sich selbst.

Zum Inhalt: (Spoiler)

Franziska und Katrin sind eigentlich beste Freundinnen. Aber mit dem Erwachsen werden verändert sich das. Franziska hat ein behütetes Leben mit gutem Elternhaus, Katrin nicht. Ihr Familienleben ist nicht ganz so rosig. Als sie sich dann zu einer Frau entwickelt bemerkt sie, dass sie ihre Reize einsetzen kann um sich mit einigen Jungs einzulassen. Auch dem Schwarm ihrer besten Freundin. Gerade bei dem Treffen am Badesee in dem Katrin tödlich verünglückt, oder doch ermordet wird? Aber es bleibt nicht bei diesem Mord. Paul ist ein neuer Schüler. Geheimnisvoll, traurig und gut aussehend und der Schwarm einiger Mädchen. Auch Franziska gehört dazu. Es scheint aber dass sich das Interesse gegenseitig entwickelt. Jetzt ist der gute Paul so geheimnisumwittert. An seinem alten Wohnort kommt seine Freundin bei einem mysteriösem Fahrradunfall ums Leben. Natürlich wird er zum Hauptverdächtigen. Je ernster es mit Franziska und Paul wird um so gefährlicher wird es auch. Wer ist gegen diese Beziehung? Oder ist doch Paul der Psychopath?

Handlung:

Es handelt sich hier um einen Jugendthriller. Deswegen werden hier auch viel Probleme Pubertierender erörtert. Neid, Mobbing, beginnende Sexualität. Ich bin zwar dem schon lange entwachsen, aber ich erinnere mich noch. Die Unsicherheit, eine Freundin, die viel hübscher und feixender war. Schüchterne Verliebtheit.

Dann passiert ein Unglück. Die Freundin und Klassenkameradin, die hier etwas geächtet wird, da sie mit ihrer Sexualität offen umgeht. Sie nutzt sie als Waffe und zu ihrem Nutzen. Das wird natürlich nicht so gerne von Klassenkameraden und Freunden gesehen. Jetzt fühlt sich jeder Schuldig – aber das Hetzen nimmt trotzdem nicht ab. Die Beschuldigungen auf andere geschoben und vorallem auf den Neuen. So wie es wirklich ist. Bei Jugendlichen und bis zum Erwachsenenalter nicht besser.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig. Trotz Jugendbuch nicht zu jugendlich, so dass man es auch als Erwachsener gut lesen kann ohne sich zu alt zu fühlen. ;-)

Atmosphäre:

Da es sich um Pubertierende handelt ist die Stimmung oft gedrückt und misstrauisch. Aber wirklich gut dargestellt.

Spannung:

Ich war erstaunt, wie spannend diese Geschichte geworden ist. Sie Autorin hat es gut geschafft den Spannungsbogen, trotz Beziehungsproblemen der Kids aufrecht zu erhalten. Auch konnte sie einen wirklich gut auf eine falsche Spur leiten. Man kennt zwar den Täter, aber ich habe es erst kurz vor der Auflösung herausgefunden, da ich mich bisschen von dem Genre Jugendthriller habe täuschen lassen und die falsche Witterung aufgenommen habe. Sehr geschickt.

Originalität:

Bestimmt nichts aussergewöhnliches. Aber wichtig ist mir hier auch nur das Lesevergnügen und die Spannung. Das wurde gut umgesetzt.

Was mich gestört hat

Banales. Ich habe leider den Titel nicht mit dem Inhalt verknüpfen können. Das macht mich immer bisschen kirre, da ich mich dann immer Frage, ob ich was übersehen habe. Vielleicht habe ich das auch wirklich nicht erkannt. Aber den Titel habe ich nicht im Buch erkannt. Also wie gesagt – ein eigenes Problemchen.

Ansonsten kann ich nichts bemängeln.

Fazit

Ich war wirklich überrascht, dass das Buch so spannend war. Es ist nichts aussergewöhnliches, aber hat mich unterhalten und das ist mir wichtig. Ich kann das Buch für Jugendliche und Leser, die gerne etwas spannendes lesen wollen, aber kein Blut uns Splatter mögen. Ein unblutiger aber spannender Jugendthriller, auch geeignet für Erwachsene.

Zitate

Bücher waren wie Drogen, man konnte abtauchen aus der Wirklichkeit in eine andere Welt.


Er nahm ihr den Schürhaken ab und starrte erst ihn, dann Franziska kopfschüttelnd an. »Wolltest du damit auf jemanden losgehen? Noch dazu in Unterhosen?«, fragte er ungläubig. »Sollte ich mich erst schick machen?«, entgegnete Franziska.

Charaktere

Franziska – Ein sympatisches etwas schüchternes Mädchen, das sich von ihrer besten Freundin betrogen sieht, da sie sich mit ihrem Schwarm einlässt und ihre Reize unangenehm einsetzt.

Katrin – Franziskas beste Freundin. Sie ist unglücklich und unzufrieden und versucht durch ihre erwachte Weiblichkeit die Jungs zu locken um sich etwas falsche Liebe zu erobern. Sie stirbt bei einem Badeunfall

Paul – er ist ein neuer Schüler und durch seine zurückhaltende und düstere Art natürlich geheimnisvoll und begehrt von den Mädchen. Franziska ist verschossen in ihn und er mag sie auch sehr. Trotzdem lässt er sich auf eine Nacht mit Katrin ein.

Oliver – Franziskas bester Freund. Er scheint ganz bisschen in sie verschossen zu sein, da er sehr eifersüchtig auf Franziskas Schwärmerei ist. Aber er versucht sie schon zu unterstützen.

Silke –  sie ist eine Klassenkameradin von Katrin und Franziska aber auch eine Gegenspielerin von ihnen. Sie ist mit Katrins Ex-Freund zusammen und geniesst diese Position. Eine richtige Zicke.

Alexandra – Pauls kleine Schwester – sie bleibt eher im Hintergrund – findet aber oft Erwähnung.

Bruno – Der Hund von Franziskas Tante, sie hat ihn öfter zur Betreuung und geht mit ihm viel spazieren

Lydia – sie ist Franziska´s Tante und als Staatsanwältin mit dem Todesfall Katrin betreut.

Petra Gerres – Oberkommissarin und mit dem Todesfall betreut. Sympathische Frau, die sogar ein eigenes Glück findet.

Udo Lamprecht – Hauptkommissar. Die Rechte Hand von Petra Gerres.

Daniel Rosenkranz – Kommissar zur Anstellung – Der Laufjunge für Petra Gerres.

Juliane Römer – Pauls Mutter. Sie ist etwas aufbrausend. Ihr Mann ist an Krebs gestorben. Seitdem hat sie es mit den zwei Kindern nicht leicht. Ausserdem reagiert sie etwas empfindlich auf die Polizei durch den Vorfall im letzten Wohnort mit Pauls verunglückter Freundin.