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Schatz – Mein Abenteuer Part 10

 

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Hier kommt ihr zum Vortag

Hier kommt ihr zum Start meines Abenteuers

Nach diesem erholsamen Bad und dem guten Essen konnten wir gut schlafen. Wir wurden auch nicht mehr von Moskitos angegriffen oder von sonst irgendetwas. Es war wie eine Schonfrist, die über uns verhängt wurde. Und dies war bitter nötig.

Am nächsten Tag – es war schon total Routine – packten wir schweigend unsere Sachen und liefen los. Wir wollten am Fluss bleiben. Denn er führte fast direkt zum Ziel. Es wäre ein kleiner Umweg, aber der würde sich lohnen für frisches Wasser und Fisch.

Wir liefen schon einige Stunden und mir wurde langsam langweilig. Soviel Grün konnte dann doch irgendwann aufs Gemüt schlagen. Und dabei viel mir doch tatsächlich ein altes Kinderlied ein…hahahahhihihih…

„♫Grün, grün, grün sind alle meine Kleider,
grün, grün, grün ist alles, was ich hab‘.
Darum lieb‘ ich alles, was so grün ist,
weil mein Schatz ein Förster ist♫“

Und schon war die Stimmung gelockert.

„Oh nein – bitte hör auf zu singen – das klingt ja furchtbar. Wie wenn man einer Katze auf den Schwanz tritt…“

Wa?

„♫Grün, grün, grün sind alle meine Kleider,
grün, grün, grün ist alles, was ich hab‘.
Darum lieb‘ ich alles, was so grün ist,
weil mein Schatz ein Förster ist♫“

 Kam es inbrünstig aus meiner Kehle…ich sang es so lange und laut, dass Mad, versuchte sich Blätter in die Ohren zu stopfen. Aber dies schien nicht zu funktionieren. So schlimm kann es ja auch nicht sein. Troy verhielt sich nicht so, als würde es ihm in den Ohren weh tun. Also – Bäh….

„Ja, kann ich dir sagen warum. Troy hat sich vorhin ein paar Pilze, die er gefunden hat in die Ohren gestopft. Er war da schlauer als ich. Ich habe einfach zu spät reagiert.“

Also sowas. Ich ging zu Troy, der mich so lieb anschaute und mit seinem Stummelschwänzchen wedelte. Ich hob seine Ohren an und – tatsächlich – da steckte was drin. „Du kleiner Verräter.“ Und er freute sich…

Beleidigt tapste ich vorne weg. Pft – die können mich mal. Sobald mir ein neues Lied einfällt werde ich sie weiter aufmuntern…hihihihi…

Und schon fing ich an.

Drei Chinesen mit dem Kontrabaß
saßen auf der Straße und erzählten sich was.
Da kam ein Polizist: „Ja was ist denn das?“
Drei Chinesen mit dem Kontrabaß.

Dro Chonoson mot dom Kontroboß
Soßen of dor Stroße ond orzohlton soch wos.
Do kom oin Polozost: „Jo wos os donn dos?“
Dro Chonoson mot dom Kontroboß.♫“

So ging es bestimmt noch eine Stunde weiter. Mad wirkte schon ziemlich resigniert. Und ich genoss diese kleine Rache. Man kann halt doch nicht aus sich raus.

Noch einige Stunden später kamen wir an eine Art See – oder an einen See. Es war schon spät. Es würde nicht mehr so lange dauern bis es dämmerte. Wir sollten das Lager aufbauen. Ihr glaubt nicht wie froh ich war, dass es so schönes Wetter gab. Denn bei Regen hätte das ganze echt anders ausgesehen. Bis dahin war es zwar ein anstrengender aber friedlicher Tag gewesen. Mit Musik (hihihihi) und gute Laune.

Nach dem das Lager aufgebaut war, bekam ich wahnsinnigen Hunger. Uns herum standen einige Obstbäume. Aber nach dieser Spinnensache war ich da echt ein wenig vor geschädigt. Kurz gesagt. Ich traute mich nicht wirklich wieder an einer Papaya zu rütteln. Vielleicht eine Ananas. Da konnte ich genauer schauen was so drin kreucht und fleucht. Also ging ich zu einer Ananaspflanze. Als erstes rüttelte ich sie mal ganz stark. Trat dagegen und nahm einen Stock um die Blätter zu schlagen. Damit hoffte ich alles was sich da versteckte, zu vertreiben. So jetzt ging es ans Ernten. Wie hilfreich wäre da ein Video dazu. Tja – learning by doing. Ich zückte mein Messer. Ich dachte mir – sie wird bestimmt von unten irgendwie abgeschnitten. Mad sass in der Ecke und betrachtete das Ganze – das war wahrscheinlich seine Rache für meinen Gesang. Pah. Mir doch egal. Ich schaff das. Also Messer an die Ananas und dann wollte ich schneiden, als auf einmal ein Schmerz durch meine Hand fuhr. Verdammte Sch*☠⚒#!@?!&$!. Dann betrachtete ich mir doch mal die Blätter. Ja – Die Ananas war anscheinend die Brennnessel unter den Exotischen Früchten. Ich konnte kleine feine Haare erkennen und dachte mir, dass dies wohl diese Schmerzen verursachten. ☠⚒#!@?!&$!. Gut – Die Ananas hatte ich geerntet und ging dann erstmal zum Wasser um meine Hand zu kühlen.

Nach dem Schälen und verzehren der Ananas merkte ich – der Hunger war nicht gestillt. Also musste was herzhaftes her. Ich wühle in meinem Rucksack und fand ein kleines Mäppchen. Ich öffnete und jauchzte. Da soll mal einer sagen die würden so einen Rucksack nicht vorausschauend packen. Im Augenwinkel sah ich Mad höhnisch grinsen. Pft. Eine Nylonschnur und ein Angelhakensortiment. Ich bekam mich ja nicht mehr ein. Ich brauchte also nur noch eine Rute. Ich suchte einen flexiblen Ast und entfernte die Rinde. Ich hatte es mal irgendwo gesehen. Ich glaube man ritzt vorne eine Kerbe ein um die Schnur einzuklemmen und zu befestigen. Ich war mich nicht sicher und wickelte sie einfach unendlich um die Spitze. Zerrte daran und befand es würde halten.

Dann setzte ich mich auf einen Stein und genoss den Blick über den See. Ich warf die Angel aus und beobachtete das feine glitzern des Sees. Es wirkte wie eine Flut von Lichterketten die unter der Wasseroberfläche angeknipst wurden. Sie warfen kleine Sterne an die Oberfläche und ich war einfach gebannt von der Schönheit. Während ich so vor mich hin träumte wurde ich schläfrig. Und natürlich schlief ich ein. Ich schnarchte laut. Das wurde mir so gesagt. Kann ich mir nicht vorstellen – wie war das. „Bei Frauen ist Schnarchen wie Schnurren“…hahaha. Tja. so war das ich schnurrte so vor mich hin als ein Ruck durch meinen Körper ging.

Noch total verschlafen und desorientiert wusste ich nicht so wie mir geschah. Als vor mir meine Angelschnurr zuckte. Sie zuckte ziemlich heftig.

„Ich habe was gefangen, Mad, MAD – ich habe was gefangen und es fühlt sich sehr gross an. Und stark. Ich weiss nicht ob ich ihn halten kann. Hilf mir“

Mad sprang auf, hängte sich an meinen Hüften fest. Wie gut, dass sie ausladend genug waren um sich dran zu klammern. Und das tat er. Er klammerte. Hatte der spitze Finger. Aber das schlimme war – ich rutschte. Ich rutschte Richtung Wasserrand. Ich stemmte die Fersen in den Boden und bewirkte garnichts. Vor meinen Füssen türmte sich ein kleiner Matschhügel. Der aber nichts brachte. Ich rutschte weiter. Und Mad hing wie ein nasser Sack an mir. Aber er hing. Und dann sprang was. Es war riesig. Ich fühlte mich sofort an „Der alte Mann und das Meer“ erinnert. Wie hies dieser Fisch – Malino ach nein Marlin – der Film ist so toll….Der arme Kerl. Am Ende ist der Fisch von den Haien angeknabbert. Und er kämpft so stark.

„ÄH – HALLO! Könntest Du mal diese Gefühlsduselei lassen? Wir haben unseren eigenen Fisch gegen den wir hier kämpfen.“

Ja – was heisst hier kämpfen. Ich lass einfach los. Ich bin doch nicht – und schwupps – zu spät schon wurde ich einfach mal quer durch den See gezogen. Wenn ich jetzt loslasse – saufen wir ab. Mad hing wie ein Rucksach auf meinem Rücken. Er versuchte sich hinzustellen.

„Hei Mann ich bin doch kein Surfbrett. Steig ab oder krab …“ Blubber blubber blubber “ einfach nach vorne und schneid diese Schnur durch. Und schon war ich alleine. Mad hatte sich zu weit vorgewagt und jetzt hing ich alleine an dem Fisch. Der irgendwie nicht sehr freundlich aussah. Na toll. Ich wollte doch nur einen Fisch für uns fangen – nicht umgekehrt. Ok. Was mache ich jetzt? Wie komme ich da raus ohne abzusaufen oder gefressen zu werden. Ich war ratlos. Sollte ich es doch riskieren. Ich kann ja schliesslich schwimmen.

Selbst ist die Frau und den Mutigen gehört die Welt. Wer nicht wagt der nicht gewinnt. Während alle diese Sprüche durch mein zerfurchtes Hirn sprudelten, sprudelte das Wasser durch sämtliche Körperöffnungen. So fühlte es sich jeden Falls an. Kurz entschlossen und sehr beherzt ließ ich los. – Und ging unter.

Als ich so unter der Wasseroberfläche vor mich hin gluckerte kam mal wieder ein blöder Gedanke in mein Hirn. „Vielleicht kann ich erkennen wer die Lichterketten angeschaltet hat. (Ich hätte da ja eine Theorie. Es sind die Wesen die unter Wasser leben. Vielleicht diese hier die bei Corly gerade zum Leben erwachen? Die Beschreibungen passen auf jeden Fall zu meiner Lichterkettentheorie.)

Kurz bevor ich mich dem Erstickungstod und Ertrinken überlassen wollte siegte meine Lunge. Sie strebte nach Luft und dies lies mich hektisch nach oben rudern. Paddeln, strampeln. Auf jeden Fall durchstieß ich die Wasseroberfläche und atmete sehr unelegant schnaufend und prustend ein. So – jetzt – wie sollte es denn weiter gehen. Mad hatte ich verloren aber ich ging davon aus, dass er sich schon retten würde. Troy – der hüpft wahrscheinlich am Wasserrand auf und ab. Ob er schwimmen kann? Vielleicht könnte er mich rausziehen.

Mein eigentliches Problem war noch nicht mal wieder an Land zu kommen. Ich konnte ja schwimmen und war auch gar nicht so schlecht. Ungeübt aber sicher. Also könnte ich schon langsam an Land kommen. Aber! Ein verdammt grosses und wütendes Aber mit einer Angelrute im Maul „stand“ im Wasser. Ich hielt mich gerade noch zurück unter zu tauchen um zu sehen ob er nicht wirklich stand. Er blinzelte mich aus seinen kalten Fischaugen an und sprintete auf mich zu. Kann ein Fisch sprinten?

Ich versuchte aus dem Weg zu tauchen und er streifte mich – aber wie ein zielorientierter Tornado wendete er und schwamm wieder auf mich zu. Nun wie sagt man. Der Feind deines Feindes ist hoffentlich Dein Freund. Ich weiss nicht was das hier für ein See war, aber die Viecher hier waren monströs. Ich wollte gerade ein Abschiedsgebet gen Himmel senden, als von der Seite etwas grosses angeschwommen kam und meinen Monsterfisch schnappte. Er schnappte ihn und warf ihn wie eine Katze eine Maus zum spielen hin und her. Er schüttelte den Fisch bis er leblos in seinen Mundwinkeln lag. Und ich atmete auf.

Dann hoffte ich, dass er mich kleines Menschlein übersehen würde. Ich paddelte vorsichtig mit meinen Beinen, dass ich nicht unterging und versuchte sonst mich so unauffällig wie möglich zu verhalten. Der zweite Monsterfisch starrte mich an. Ich glaube er rülpste – irgendein eigenartiges gluckerndes Geräusch kam aus seinem Mund. Wenn er könnte würde er wohl in meine Richtung schnuppern, so sah es aus. Dann tauchte er ab. Ein so grosser Fisch aber er machte kaum Wellen. Er verschwand so unauffällig wie er gekommen war. In dem Moment merkte ich, dass ich die Luft angehalten hatte. Und wieder forderte meine Lunge einen tiefen Atemzug.

Endlich fing ich an in die Richtung zu schwimmen, in der ich mein Ufer erahnte. Ich hoffte inständig, dass nichts meinte, mich doch noch anknabbern zu wollen. So kleine Baby-Monsterfische, die an mir üben wollten. Aber ich erreichte das Ufer unbehelligt. Und sogar das richtige. Ich krabbelte an den Strand und Troy stürzte auf mich um mich von oben bis unten abzulecken. Aber Mad war noch nicht da. Ich hoffte er wäre nur an einem anderen Strand hochgekommen. Wie sollte ich denn ohne ihn den Rest überstehen. Ausserdem war er mir doch etwas ans Herz gewachsen.

to be continued

Oh weh, ich habe Mad verloren. Ich hoffe nicht, dass er irgendwo untergegangen ist und nicht schwimmen kann. Hoffentlich kann er seine Fähigkeiten dazu nutzen uns wieder zu finden. Wir werden auf jeden Fall auf ihn warten.

 

Fortsetzung

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7 thoughts on “Schatz – Mein Abenteuer Part 10”

  1. Das Kinderlied kenne und liebe ich auch…
    aber beim lesen hier bekomme ich immer wieder bissl Gänsehaut und dermaßen spannend!
    Super und warten wir mal gemeinsam auf Mad! 😀

  2. Huhu,

    witziger Teil. Vor allem das singen.

    Oha, meine Wesen erwcken deine Lichterkette. Interessante Theorie. Ich mochte das mit den Lichtern übrigens.

    LG corly

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