Schatz – Mein Abenteuer Part 18 – Finale

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So. Es war geschafft. Der Teufel war Tot. Wir waren fast Tot und jetzt sollten wir noch den Schatz finden. Ich wollte nie wieder aufstehen und sehnte mich nach meiner Couch.
Ich stöhnte laut „ahhhhhhrg – aaaauuuuu. ohhhh uff“
Mad antwortete: „oioioioi ohhhh – ich habe noch nie so Schmerzen gefühlt.“
„Na wem sagst DU dass. Ich ja wohl noch weniger.“ und drehte mich zu Troy. Der Arme – lag da und sah aus wie das Wahr gewordene Elend. Ich kabbelte zu ihm und schmiegte mich an ihn um ihn ausgiebig zu streicheln. Aber er zuckte nur. Der Arme. Ich drückte ihm einen dicken Kuss auf die Nase. Drehte mich zu Mad und fragte: „Wie geht es jetzt weiter?“
Mad antwortete:“Laut meinen Informationen sollte irgendwo ein Tor aufgehen und dahinter liegt der Schatz.“
„Oh man – da muss ich ja aufstehen. Ich glaube ich verzichte auf den Schatz für noch einige Stunden hier liegen zu können. Ich will den Schatz nicht mehr. Ich will einfach nur liegen und sterben.“
„Ja – nein das wird wohl nicht gehen. Das steht nicht so im Vertrag.“
„Scheiss auf den Vertrag“, schnauzte ich, „wir sind fast getötet worden und es gibt keinen Knochen in meinem Körper, der nicht laut aufstöhnt wenn ich ihn bewegen will. Hör hin!“ Als ich meinem Arm bewegte dachte ich er müsste laut schreien und jeder würde es hören. Aber der Blick von Mad erzählte mir, dass er nichts hörte. Ok. Ich übertreibe absolut nicht. Er schrie. Wirklich. Glaubt mir doch. *Seufz*
„Okay – also wir suchen das Tor, aber ein paar Stunden können wir doch noch ausruhen?“
„Ich werde versuchen mich aufzuraffen um was essbares zu finden. Vielleicht sehe ich das Tor. Warte hier.“
Essen – ich hatte absolut kein Hunger – „Ich weiss, dass du keinen Hunger hast. Aber wir brauchen etwas Kraft und das bekommen wir nur mit Essen. Also bleib ruhig noch liegen, ich schaff das auch alleine.“ „Danke – Du bist ein Engel“ „Nein eigentlich ein Gnom“ schmunzelte er und liess mich mit Troy alleine.
Troy leckte sich seine Wunden und das war wirklich beruhigend, was bewirkte, dass ich selig einschlief. Geweckt wurde ich durch einen köstlichen Geruch. Es roch nach gebratenen. Ich öffnete die Augen und mir lief sofort das Wasser im Mund zusammen. Mein Magen knurrt so laut dass mich die beiden amüsiert anschauten und Mad mir einen Stock mit einem kleinen Tier, das ich nicht erkennen konnte aber das war erstmal egal. Es schmeckte und ich merkte wie meine Kraft wieder kam.
„Hast du was gesehen bei der Suche?“
„Nein leider habe ich tatsächlich nichts gefunden. Wir müssen also bald los gehen. Ich würde sagen bevor es dunkel wird. Ich habe etwas bedenken, dass es ruhig bleibt hier.“
„Gut, dann lass uns sofort gehen, ich will nichts heraufbeschwören. Ich denke die beiden letzten Kämpfe reichen wirklich“
Wir packten unsere Sachen und fingen an das Gelände zu überblicken. Dafür begaben wir uns auf die Vorsprünge und Pfeiler. Etwa eine halbe Stunde später entdeckte ich ein Schimmern.
„Mad? Mad! Schau mal – da drüben ich glaube da schimmert was.“ Und ich hüpfte hoch bis ich merkte. „Auuu, Au, Au – Ohhhh Arg“
Ich hatte tatsächlich vergessen, dass mir alles weh tat. Und die Erinnerung war mehr als Schmerzhaft. Mad kam an und schaute in die Richtung. „Ja, du hast Recht, da ist irgendwas. Lass uns schnell hingehen.“
Wir humpelten so schnell wie uns möglich war in die Richtung die wir entdeckt haben. Wir standen vor einem Tor, das in eine Höhle führte. Ich hatte schon etwas Angst dort hinein zu gehen. Denn die letzten Abenteuer hatten mich schon etwas vorsichtig werden lassen. Aber was soll´s. Ich wollte es jetzt abschliessen. Also trat ich ein und ich fand eine Kiste. Diese Kiste liess sich ohne Probleme öffnen und ich war mehr als erstaunt. In der Kiste war ein Umschlag.
Ein Umschlag? Na vielleicht war da ja ein Scheck drin. Man geht mit der Zeit. So ein Schatz ist schon etwas schwierig unter die Leute zu bringen. Stellt euch vor, ihr wollt euren Schatz irgendwie zu Geld machen und seid bei einem Schmuckhändler und sofort kommt die Polizei. Ja – das wird wohl kaum einer glauben, wie ich denn zu diesem Schmuck gekommen bin. Also ist ein Scheck wirklich angemessen.
„Na willst du nicht öffnen?“ Fragte mich Mad. Ich riss den Umschlag auf und holte ein beschriebenes Blatt heraus? Wo war der Scheck? Ich schaute noch mal rein und  – nichts. Also fing ich an zu lesen
„Liebe Rina. Du hast es geschafft und hälst Deinen Schatz in den Händen. Du hast zweifellos etwas anderes erwartet. Aber der Schatz den du gefunden hast, der ist in Dir. Du hast entdeckt was in Dir steckt. Diesen Schatz kann man niemals mit Gold aufwiegen. Wir sind ziemlich beeindruckt, dass Du alle Aufgaben erfolgreich bewältigt hast. Und wünschen Dir für Deine Zukunft mit Deinem neuen Ich alles gute.“
Hä? Diese ganze Strapaze nur um mich selbst zu finden? Wollt ihr mich verarschen? Ich wollte gerade loszetern. Aber ich hielt inne und lies die Worte noch mal sacken. Und ich fing an zu lachen.
„Mad – weisst Du – ihr habt mich ganz schön an der Nase herum geführt. Aber ich finde es tatsächlich klasse. Das war ein Erlebnis, dass ich mein Leben nie vergessen werde und auch nicht was ich in der Lage bin zu bewältigen. Nach dem ersten Schlag ins Gesicht habt ihr tatsächlich Recht. Das ist ein Geschenk an eine Erinnerung, die man nicht bezahlen kann.  Ich schnappte mir Mad und Troy knuddelte die beiden bis sie schielten und lachte so herzhaft, dass mir mein Herz in der Brust hüpfte. Dann suchten wir uns eine gemütliche Stelle und unter lautem Geächze und Gestöhne schliefen wir dann doch noch ein.
*
Ich holte meinen Kopf unter dem Handtuch hervor. Schnäuzte die Nase und  schüttelte den Kopf. Ich wunderte mich über meine Fantasy, die der Inhalationsdampf so angekurbelt hatte. Dann kroch ich ins Bett, kuschelte mich an meinen Mann und träumte von Troy, Mad und vielen Abenteuern
Und irgendwo in einer Welt die nicht einfach so zu betreten war, geben sich Troy und Mad ein high five, drehen sich um und legen die Arme über ihre Schultern wie gute Freunde. Und gehen davon.
ENDE
So ihr Lieben. Das Abenteuer ist geschafft. Alle haben überlebt und eine tolle Erinnerung an eine Realität oder an eine Fieberfantasy. Die Geschichte fing als ich erkältet war und hat mir ziemlich Spass gemacht. Ich bedanke mich bei Euch, die Ihr bis zum Schluss mit gelesen habt und hoffe es hat Euch auch etwas unterhalten können.

Schatz – Mein Abenteuer Part 17

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Ich konnte es nicht glauben. Vor uns erschien ein – Teufel? Ja ich denke so kann man ihn am besten beschreiben. Er erinnerte mich etwas an den Teufel aus dem Film Legende mit Tom Cruise. schatz-mein-abenteuer-teufel Also ziemlich beeindruckend. Ich würde den Kampf auf keinen Fall schaffen. Die Schlacht davor hat mich schon an die Grenzen gebracht. Aber ich hatte vergessen, das Mad´s Magie bewirkt, dass ich ein besseres ICH werde. Und schon spürte ich eine ungewohnte Kraft in mir wachsen. Ich war auf einmal überhaupt nicht mehr müde. Troy wuchs wieder auf eine unvorstellbare Grösse. Er stand da dem Teufel nicht mehr hinten dran.

Nach dem wir drei uns formiert hatten ging es schon los. Troy wagte als erstes den Angriff. Und er war nicht schlecht. Er war dem Gegner schon echt ebenbürtig. Aber es sollte nicht reichen. Die beiden kämpften bis aufs Blut. Und davon gab es wirklich einiges. Natürlich – je Grösser, desto mehr Blut. Ich war froh, dass Troy eben soviel austeilte wie er einsteckte.Der Kampf war atemberaubend, wenn er nicht so brutal wäre und mein Freund involviert wäre hätte man das Schauspiel echt bewundern können. Das Muskelspiel der beiden war einfach beeindruckend. Aber Troy musste aufgeben. Der Teufel war stärker.

Ich fing an mich umzusehen. Und ich entdeckte auf den ganzen Vorsprüngen noch Waffen. Da waren Armbrüste und Pfeil und Bögen. Und wenn ich was aus den vielen Spielen gelernt hatte, haben diese Waffen dann auch meist einen Sinn. Also begab ich mich heimlich auf den Weg zu den Vorsprüngen. Mad konnte ja meine Gedanken lesen und fing sofort an den Teufel abzulenken. Er sprintete hinter die Säulen die überall auf dem Gelände waren, und die Bewegung erregte die Aufmerksamkeit des Teufels. Er zögerte nicht und stürmte mit gezogenen Waffen und den spitzen Hörnern sofort hinter Mad her.

Während dessen zog ich mich nach oben und begutachtete die Waffen. Ein Traum. Armbrüste mit entzündbaren Pfeilen, ebenso das gleiche bei den Bögen. Auch diese Pfeile konnten entzündet werden. Aber wie? Also musste ich mich wieder umsehen. Und da sah ich auch schon die Feuerquellen. Auf einigen Vorsprüngen und auch unten am Boden waren kleine Feuer entzündet. Also hangelte ich mich, bewaffnet auf den ersten brennenden Vorsprung. Ich entzündete den Pfeil und versuchte den Teufel anzuvisieren.  Ich zielte und schoss. Und ich traf – nicht. Ja war ja klar. Ich selbst konnte ja nicht einfach über Nacht mit Pfeil und Bogen umgehen und Mad war abgelenkt um mich zu unterstützen

Also musste ich es selbst schaffen. Ich warf mich in die Brust und zielte. Ich hielt die Luft an, spannte den Pfeil und schoss. Und ich traf. Ich traf. Ich musste mich echt zurück halten, sonst hätte ich gleich mal einen kleinen Siegestanz hingelegt. Gerade als ich mich vergessen wollte hörte ich Troy. Er rappelte sich wieder auf und wollte sich gerade auf den Teufel stürzen. Mad schlug mit seinem Säbel auf des Teufels Beine und Füsse. Aber er war nicht so erfolgreich. Er kam nicht nah genug um ihn ernsthaft zu verletzen. Also blieb ihm nichts, also wieder zu flüchten. Troy machte sich gerade auf um erneut anzugreifen. Als ich erneut ein Pfeil schoss. Und der sass im Schulterblatt und dies schien dem Teufel gar nicht zu gefallen. Er zuckte zusammen und war kurz abgelenkt. Das nutzte Mad um sich auf seine Fersen zu stürzen um zuzuschlagen. Troy rannte auf ihn zu und verbiss sich in seinen Arm und ich zielte erneut. Wieder traf ich und ich traf diesmal in der Nierengegend. Die Flammen der Pfeile gingen nicht aus. Sie brannten in der Wunde weiter und das schwächte den Teufel.

Ich legte erneut an und schoss, das machte ich solange bis ich keine Pfeile mehr hatte. Troy und Mad attackierten ihn weiterhin regelmäßig. Der Teufel schaffte es aber immer wieder aufzustehen um die beiden abzuschütteln. Ich musste also noch eine Salve auf ihn verschießen. Dafür brauchte ich neue Pfeile. Also  begab ich mich auf den Boden um den nächsten Pfeiler zu erklimmen. Da kam ich in den Blick des Teufels und der lies ab von Troy und Mad – stürzte sich sofort auf mich und erwischte mich mit seiner Krallenbewehrten Hand. Und dieser Schlag saß. Ich überschlug mich fast. Ich glaube ich sah Sterne um meinen Kopf drehen. Waren da auch Vögel die zwitscherten. Ganz bestimmt sah ich Vögel.

Ich konnte nur noch kriechen und ich schaffte es unter einen Steinvorsprung zu kriechen in die der Teufel nicht eindringen konnte. Mad und Troy versuchten ihn von mir weg zu locken. In der Zwischenzeit konnte ich wieder klar sehen und spürte auch die Macht, die Mad rüber schickte. Ich konnte also weiter kämpfen und nutze die Ablenkung um an dem Teufel vorbei zu schleichen. Schnell rannte ich zu dem Pfeiler – zog mich hoch und schnappte mir die Pfeile. Nur doof – hier war kein Feuer. Also musste ich wieder runter und ganz schnell an eine der Feuerquellen ankommen. Am Boden zielte ich und schoss. Ich zielte auf die Achillessehne und – ihr werdet es nicht glauben, ich glaubte es selbst nicht – ich traf tatsächlich.

Der Teufel sackte zusammen und das war unsere Chance. Schnell schnappte ich mir ein Kurzschwert das am Boden lag und stürzte mich auf ihn. Troy kam von der anderen Seite und Mad war schon da und hieb auf den Teufel ein. Troy verbiss sich in seinen Nacken und ich attackierte die Nierengegend weiter. Wir waren wie Berserker. Wir merkten gar nichts. Schlugen, stachen, bissen. Irgendwann brach der Teufel zusammen und wir machten weiter. Ich konnte aus Angst nicht aufhören.Was wenn wir aufhörten und der Kerl würde sich regenerieren. Das konnte ich nicht riskieren. Also kletterte ich auf seine Brust und stach direkt in sein Herz. Und aus seinem Mund entwich ein letztes Seufzen. Ich brach zusammen, rutschte von ihm runter und wurde Ohnmächtig.

Als ich wieder erwachte, lag ich unter einem Felsvorsprung und Mad kniete neben mir. Er träufelte mir tröpfchenweise Wasser in den Mund und ich sog das Wasser auf wie die vertrocknete Erde. Ich öffnete die Augen um mich umzublicken. Wir sahen alle drei echt bescheiden aus. Hier bekam der Ausdruck „Durchgewolft“ einen neuen Ausdruck.

Hinter Mad sah ich den Berg – Der Teufel lag dort. Und er war Tot. Ich konnte es nicht glauben, wir hatten es geschafft. Ich war mehr Tot als lebendig jede Bewegung schossen  mir Schmerzwellen durch den Körper. Ich wurde wieder Ohnmächtig.

Als ich wieder erwachte lagen Troy und Mad an mich gekuschelt und schliefen. Mad schlief? Ich dachte er schläft nie. Aber dieser Kampf ging wohl auch an seine körperlichen Grenzen. Ich war noch nicht in der Lagen aufzustehen und schloss die Augen wieder. Morgen war auch noch ein Tag ;-)

to be continued….

Ein Kampf auf Leben und Tod. Ich hätte niemals gedacht dass wir diesen Kampf tatsächlich gewinnen. Aber so ist es. Wir haben es geschafft. Aber ob ich jemals wieder aufstehen kann. Ich konnte es mir im Moment nicht vorstellen.

FORTSETZUNG

Schatz – Mein Abenteuer Part 16

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Wir waren am Zielort angekommen. Aber der Schatz blieb noch verborgen. Als wir bei den ersten Sonnenstrahlen wach wurden sahen wir uns von oben die Gegend genauer an. Leider wurde der Ort nicht mit einem Kreuz gekennzeichnet. Schade eigentlich. Also mussten wir ausschau halten ob uns was auffiel. Und das einzige, das mir auffiel waren eigenartige Gegenstände. Und zwar: Äxte, Lanzen, Armbrüste, Schwerter. Sie lagen alle verteilt auf dem Gelände unter uns. Es war also klar, wir mussten runter und ich fühlte mich an eine Kampfarena erinnert. Hm. Ich hatte irgendwie das dumpfe Gefühl, dass wir nicht ohne Kämpfe an den Schatz gelangen würden.

Wir kletterten also runter und ich hielt nach Punkten, die auffällig waren ausschau. Aber es war nichts zu sehen. Ich hatte ein eigenartiges Gefühl. Und dies sollte sich bestätigen. In dem Moment als meine Füsse den Boden berührten geschah etwas. Es setzte Musik ein? Musik. Ich weiss nicht. Äh? Ich war in einem Endkampf? Ich befand mich in einer Spielarena und auf einmal kamen überall hässliche Gestalten aus dem Boden geschossen.

Tja – ich sollte in einem Videospiel sterben? Was war dass denn für ein eigenartiges Abenteuer. Aber wie sollte das laufen. Würde ich mich selbst spielen oder würde jemand den Controller für mich bedienen. Ich glaube das wäre mir lieber. Ein erfahrener Spieler, der in mit mir kämpfen würde. Da hätte ich wenigstens die Chance zu gewinnen. Denn so auf mich gestellt sah ich da schwarz. Ich starb schon wesentlich öfter in den Spielen als mein Mann, und jetzt noch in Live. Oh weh. Obwohl ich auch schon einige Endbosse gekillt habe. Aber ich will ja nicht prahlen. Hihi

„Mad?“

„Was ist?“

„Sehe ich das richtig. Das hier wird ein Endkampf? Kommt da nicht noch ein Endboss?“

„Öh – ja das sieht so aus und ja auch das scheint zu zu treffen. Es wird wohl noch ein Endboss kommen. So einfach in die Höhle einfallen und den Schatz bergen soll wohl nicht sein.“

„Kann es sein, dass du absolut keinen Plan hast was uns hier erwartet?“

„Äh – ja“

„Wie kann das denn sein?“

„Ich würde dir ja gerne den Bauch pinseln und behaupten, es wäre noch nie einer so weit gekommen, aber das wäre schamlos übertrieben und gelogen. Es gab natürlich schon einige Abenteurer, die wesentlich fitter waren als du, die soweit kamen. Aber diese Kampfarena ist neu. Und..“ Er druckste etwas herum. „Und ich habe wohl die Mail dazu nicht gelesen. Ah – Du weisst doch wie das so ist, da bekommt man von der Leitung einen Schwung Mails und ist eher genervt und da kann es schon mal passieren, dass man einfach mal zu schnell auf löschen drückt. “ Und ich könnte schwören er wurde rot.

„Tja – was soll ich denn jetzt dazu sagen? Würde ja nichts ändern, oder? Verdammte Scheisse. Hast du sie noch alle. Wenn man einen neuen Auftrag annimmt, liest man doch seine Mails. Und jetzt. Stehe ich hier und, und und…“ ich  konnte kaum aufhören, bis ich merkte, dass Mad schon längst abgeschaltet hatte.

„Zu meiner Verteidigung. Ich habe dein Bild angeschaut und mir damals gedacht. „Die schafft es doch eh nie bis zum Ende„. Deswegen waren die anderen Mails irgendwie nicht so wichtig für mich.“ Er hatte wenigstens die Anstalten peinlich berührt zu sein.

„Na toll. Ich weiss schon, dass ich nicht wie eine Kämpferin aussehe. Aber du bist ganz schön oberflächlich. Pah.“ So, dass sass.

In der Zeit in der wir hier zankten bewegten sich die Dämonen auf uns zu und uns blieb nichts anderes übrig als uns zu den Waffen durch zuschlagen. Troy hatte schon fleissig angefangen mit den Dämonen zu kämpfen und ich muss sagen, dass hier wieder mal nichts von dem knuffigen quietsch-blauen kleinen Dämon übrig war. Er war wirklich beängstigend und ich war froh, dass er auf meiner Seite kämpfte.

Als erstes erwischte ich eine Lanze. Das war nicht schlecht, damit konnte ich  mir die Dämonen auf jeden Fall vom Leib halten. Aber sie war nicht perfekt. Viel zu träge sich damit zu wehren. Aber sie führte mich ein und ich merkte, wie ich umschaltete. Aus dem Jammermodus in den Kampfmodus und ich fühlte mich stark und unbesiegbar. Ich denke ich führte mich selbst, denn es fühlte sich nicht so an, als würde jemand den Controller drücken, wenn man so was schon mal fühlen würde – wie würde es sich anfühlen. Hm. Keine Ahnung.

Ich rannte und sprang. Die Erhebungen auf der Kampffläche halfen mir Feuerbällen auszuweichen oder auch Krallenattacken. Ich hatte immer noch die lästige Lanze und schaute nach etwas praktischerem. Da lag eine Axt. Ob ich die führen konnte? Ich sprintete mit einigen Dämonen im Rücken, nach vorne. Ich reagierte nur noch. Mein Verstand hatte sich abgeschaltete. Hier war nur noch  mein Instinkt aktiv. Und ich wollte überleben.

Ich ergriff die Axt und schlug los. Und ich traf. (Hier kann es jetzt bisschen brutal werden!) Ich traf und ich sah Arme mit bekrallten Händen vor mir liegen. Sie zuckten und ich rannte. Ich lief an Wänden hoch und zog mich auf Vorsprünge. Immer dicht gefolgt von Dämonen und Dämonenhunde und was auch immer die Hölle ausgespuckt hatte. Auch Mad sah ich kämpfen. Ich sah gerade zu ihm wie er mit einem Säbel – oh ein Säbel, den will ich auch – einem Dämon den Kopf abschlug. Wir blickten uns an. Lächelten und kämpften weiter.

Ich machte mich auf die Suche nach einem Säbel. Das Ding sah ja so cool aus. Damit wollte ich auch köpfen. Ich verwandelte mich in etwas was ich nie in mir erwartet hätte. Ich war ein anderes Wesen. Gefühlt. Ich war immer noch ich, aber nur äusserlich. Innen kämpfte ein Tier in mir. Und ich fand einen Säbel. Ach. Was ein Gefühl in der Hand. Ich schob meine Hand in den Säbel-Griff und fing an zu zu schlagen. Das pfeifende Geräusch, den der Säbel machte pushte mich auf. Ich fühlte mich wie unter Drogen. Was Adrenalin so ausmachen konnte.

Und dann traf mich was. Ich spürte unbändige Hitze. Ein Feuerball hatte mich getroffen. Ich schrie auf und viel vom Sockel auf den ich mich gehievt hatte. Unten am Boden stürzten die Dämonen auf mich. Ich spürte wie sie an mir rissen. Meine Haut platzte auf, an den Stellen an den ihre Krallen mich erwischten. Ich konnte mich nicht bewegen. Es lagen gefühlte Tonnen auf mir. Aber irgendwann gewann mein Überlebensfunke. Ich fing an mich frei zu strampeln. Ich würde es nicht schaffen sie zu bekämpfen, ich  musste sehen, dass ich aus dem Knäul heraus kam. Also robbte ich unter dem Haufen Dämonen liegend in eine Richtung. Ich hoffte, dass irgendwo ein Ausgang wäre. Und irgendwann spürte ich einen Luftzug an der Hand. Sie war frei und dann zog jemand dran. Ich spürte Zähne und verabschiedete mich von meiner Hand. Als ich frei war, stand Troy über mir und schlug seinerseits mit seinem Krallen in den Haufen Dämonen und traf richtig gut. Die meisten wurden zerfetzt. Ich sah einen Berg Beine, Arme, Köpfe und stinkende Gedärme. Als ich aufstand drückte ich  mich kurz an Troy und umfasste sein Bein. Er war riesig.

Eine kurze Stippvisite über meinen Körper zeigte mir, dass ich ganz schön was abbekommen hatte. Aber Mad´s Magie half mir die Schmerzen zu ignorieren. Ich würde später dafür um so mehr büßen.

Es nahm einfach kein Ende. Sie kamen einfach immer wieder. Die Musik dudelte ich schlug und floh. Ich versuchte mich weiter nach oben zu verdrücken und als ich am höchsten Punkt ankam stieß ich auf eine Truhe. Eine Munitionskiste? Hm. Vielleicht. Ich öffnete sie und stieß einen kleinen Freudenschrei aus. Eine Truhe voller Granaten. Uh – ich liebe Granaten. Ich bin schlecht im Zielen und Treffen, deswegen ist die Schrot  meine Lieblingswaffe im Spiel. Aber auch wenn man nicht richtig traf, konnte so eine Granate gut wirken. Also fing ich an den Splint zu ziehen und nach unten zu werfen. Mad und Troy befanden sich am Rand der Arena und unter mir stapelten sich die Dämonen um zu mir hoch zu kommen. Also warf ich einfach mal nach unten. Und es rumste so toll.

Und gleich die nächste. Ich hielt Ausschau nach  meinem Kameraden und sah, dass sie sich auch nach oben geflüchtet hatten. Also konnte ich auch meinen Radius erweitern. Und das machte ich. Wie gesagt, ich bin im Werfen nicht so gut, aber es reichte um die Reihen Dämonen kräftig auszudünnen.

Als die Kiste leer war konnte ich, nach dem sich der Rauch verzogen hatte – sehen, dass immer noch Dämonen übrig waren, aber das waren nur noch eine Handvoll. Ich schnappte mir meinen Säbel und mit einem quietschenden Kriegsgeschrei warf ich mich auf die Dämonen und wieder wurde ich übelst aufgekratzt. Da würde ein Schönheitschirurg einen Batzen Geld verdienen um das wieder hin zu bekommen. Ich schlug und köpfte und schnitt und irgendwann kam nichts mehr nach.

Die Musik hatte aufgehört und wir standen in der Mitte. Blutbesudelt. Wir sahen aus, als wären wir von innen nach aussen gewendet worden. Wir vielen uns um den Hals. Also Mad und ich. Troy war wieder zu seiner Grösse geschrumpft und hüpfte freudig um uns herum. Wir hatten es geschafft. Wir hatten überlebt und gewonnen.

Nur. Wir vergaßen etwas wichtiges. Die meisten Zocker werden es merken. Wir hatten zwar einen großen Kampf gewonnen, aber um die Mission abzuschließen fehlte der Endboss. Und als sich die Erde auftat und ein Erdbeben uns erschütterte vielen mir alle meine Sünden ein. Denn was da vor uns auftauchte – das würde ich nie besiegen können.

To be continued…

Wow. Ein Kampf wie in einem Videospiel. Das war anstrengend und spannend. Aber wie sollen wir denn den Endboss schaffen. Ich weiss es noch nicht. Drückt mir die Daumen, dass ich auch das schaffen werde.

FORTSETZUNG

Schatz – Mein Abenteuer Part 15

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Vielleicht erinnert ihr euch, wir sind geradezu in der Kulisse für Congo gelandet. Ich war wirklich  misstrauisch. Denn bis jetzt ist ja kaum ein Tag vergangen, bei dem nicht etwas eigenartiges – abartiges geschehen ist. Ich zog die Karte aus der Seitentasche und wir beugten uns darüber. Wir hatten es geschafft. Wir waren tatsächlich am Ziel. Aber ich befürchtete, dass dieser Schatz nicht so leicht zu bergen sein würde. Aber erst einmal mussten wir nach oben. Und oben war wirklich ziemlich weit oben.

Diese alten Gemäuer waren echt ein Traum. Ich kam mir vor wie bei Tarzan. Nur mein Tarzan war irgendwo zu Hause. Wie war das eigentlich, ich war ja nicht vor Ort. Würde er sich Sorgen machen. Hätte er die Polizei schon eingeschaltet? Fehlte ich. In dem Moment als ich Mad danach fragen wollte, antwortete er schon.

„Du fehlst niemandem“. Na wie feinfühlig. So kennen wir ihn. „Die Zeit wurde in deiner Welt einfach eingefroren. Solltest du also wieder nach hause kommen, wird die Zeit einfach da weiter laufen. Und sollte tatsächlich der Ernstfall eintreten, habe ich dass ja schon am Anfang erläutert. Je nach dem wie vorzeigbar du bist, kommst du nach Hause zur Beerdigung oder ein Cleaner und du verschwindest“. Ja das klang auch beim zweiten mal nicht netter.

Ich hatte jetzt schon soviel überlebt, da wäre es doch gelacht, wenn ich jetzt sterben würde. Das lasse ich nicht zu. Ich würde das schaffen. Wir standen am Grund des Gemäuers und ich konnte es nicht verhindern, ich musste es wieder bestaunen. Es war wie so ein Maja Denkmal nur noch Pompöser. Das musste mal einem Dschungelkönig gehört haben. Wie sollte ich denn da jetzt hoch kommen? Aber da kann ich auch nur noch mal auf Mad´s Fähigkeiten eingehen. Er konnte meine körperlichen Unlänglichkeiten ausgleichen und mich Engelsgleich nach oben befördern.

„Das kannst du mal schön vergessen, “ hörte ich ihn sagen. „Ich kann dafür sorgen, dass du es schaffst, aber das musst du dann auch alleine, ich werde dich nicht irgendwie da hoch befördern. Das wäre ja noch schöner. Und auch nicht teil unseres Vertrages.“

„Welcher Vertrag? Hatte ich was unterschrieben?“

„Bei uns gilt ein mündlicher Vertrag bindend – wir sind in der magischen Welt.“

Okay – ich bin ja aufgeklärt worden. Also spukte ich in die Hände und versuchte mich an das Spiel Unchartet zu erinnern und zu hoffen, dass ich Live besser wäre als in diesem Spiel, denn da verzweifelte ich regelmässig beim Hüpfen, Hangeln, Springen. Ich stürzte regelmässig ab.

Also mit vollgespukten Händen griff ich an den ersten Vorsprung und zog mich hoch. Und es funktionierte. Gut ich hatte ja schon bei der Steilwand mit den Flugsauriern bewiesen, dass es geht. Also weiter. Ich sprang und hangelte und schwang  mich an Efeuranken nach oben. Und ich konnte es nicht lassen, als ich weit oben war einmal Tom Cruise bei Mission Impossible machen. Ich drehte mich und hielt mich mit einer Hand und fühlte mich wie eine Göttin. Unkaputtbar. Ich war vollgepumpt mit Adrenalin und hätte bis in den Himmel klettern können. Aber irgendwann war ich oben und natürlich waren Troy und Mad schon ewig da. Denn was sich für mich anfühlte wie schweben war wohl eher ein kriechen wie von einer Schnecke. Was auch ein Grund sein könnte, dass ich  nicht abstürzte. Denn Schnecken kleben doch so toll an allem fest.

Als wir da oben sassen konnte man nichts anderes als die Aussicht bewundern. Es war einfach traumhaft. Unbeschreiblich. Eine Welle grün und gelb floss unter uns vorbei und ich konnte nichts anderes als dieses mal tatsächlich sprachlos sitzen. Wir beschlossen unser Lager hier auf zu schlagen und uns auszuruhen. Wir beraten uns wie wir am nächsten Tag weiter machen sollten um dem Schatz zu finden. Die Karte half uns  nicht mehr weiter. Sie zeigte uns ja nur den Ort aber nicht die genaue Stelle.

Es blieb also nichts übrig als auf Tageslicht zu warten. Wir bewunderten den Sonnenuntergang und legten uns schlafen

to be continued. ….

Wir standen kurz vor dem Ziel. Der Schatz lag irgendwo vor unserer Nase. Wir mussten nur noch die einzelnen Zeichen erkennen.

 

FORTSETZUNG

Schatz – Mein Abenteuer Part 13

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Ich konnte es kaum fassen. Ich hatte sie gefunden. Ich konnte nicht mehr weit von ihnen entfernt sein. Nur noch über diesen kleinen Hügel, dahinter müsste die nervige Rina und der liebe Troy sein. Ich merkte in mir einen kleinen Vulkan der Freude, der anfing zu brodeln. Bald war ich in Sicherheit. Warte – Bald waren sie wieder in Sicherheit. Aber es fühlte sich eher an, als wäre ich in Gefahr.

Ich sputete mich. Ich wollte keine Minute mehr verlieren. Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich geflogen. Aber dazu reicht meine Magie nicht. Ich musste schnöde laufen. Ich sollte mir überlegen meine Magiefähigkeiten mal updaten zu lassen. Ich muss da zugeben, dass ich etwas faul war und die ganzen Prüfungen nicht ablegen wollte. Aber im Hinblick unseres Abenteuers sollte ich mir das wirklich überlegen. Ein bisschen mehr Magie könnte echt hilfreich sein.

Als ich am Gipfel des Hügels ankam, sah ich die beiden. Sie schliefen. Natürlich. Ich könnte Tot sein und sie schliefen. HA!. Nun – Ich wollte jetzt nicht die Diva heraus hängen lassen. Wir hatten alle einiges erlebt und Menschen brauchten eine Erholungsphase. Troy – na ja – er nutzte eh jede Möglichkeit sich hin zu legen.

Abwärts war dieser Hügel ganz schön steil und tiefer als er von der anderen Seite aussah. Ich war nicht in der Laune da herunter zu purzeln. Ich schaute mich um und fand was ich suchte. Ein Stück Holz – breit genug um mich drauf zu stellen. Ich nutzte meine Magie um es etwas zu formen. Es glich nun einem Mini-Surfbrett. Und ich schwang mich drauf. Ich hatte noch nie auf einem Surfbrett gestanden, aber ich war ja begabt. Das war kein Problem für mich. Ich legte los mit dem Sandsurfen.

Das war soooo cool und viel zu schnell vorbei. Ich bewegte mich um die Büsche rum rechts-links das Brett gehorchte mir, als wäre es ein Teil von mir. Ich konnte mich nicht zurück halten und jauchzte. Dabei weckte ich die beiden unten, die sofort erschrocken aufsprangen. Rina hatte einen Knüppel neben sich und Troy vergrösserte sich sofort. Sie konnten mich nicht erkennen und nur weil ich so wendig war konnte ich Rinas Knüppel ausweichen. Troy hatte wohl meinen Geruch erkannt und schrumpfte sogleich. Aber Rina hatte wieder mal nichts erfasst und wirbelte herum um mir mit dem Knüppel zu folgen.

Ich sprang schnell ab – obwohl ich am liebsten wieder auf den Hügel gegangen wäre um noch mal abzufahren. Da konnte man süchtig werden. Ein solches Hochgefühl von Freiheit und Wonne. Ich war abgelenkt durch meine Gefühle und wurde schmerzhaft geweckt durch einen schlag mit dem Knüppel. Ich fiel und sah Sterne. Und in dem Moment schien Rina mich zu erkennen. Mit der Folge, dass sie sich schnell neben mich kniete und sofort fest in die Arme schloss. Es war also nicht nur so, dass mir der Kopf weh tat – nein ich stand auch kurz davor zerquetscht zu werden.

Ich wandt mich in ihren Armen und endlich lies sie mich los.

„MAD, MAD, MAD, “ rief sie und schnappte wieder nach mir und ich landete schon wieder in ihren Armen. Dieses mal zerquetschte sie mich nicht – sie schlabberte mich ab. So fühlte es sich an. Hatte mich Troy oder Rina erwischt. Sie gab mir ein Kuss nach dem anderen auf die Wangen. Bald war ich total genervt und drückte mich von ihrer Brust weg.

„Pfui, hör doch auf – ich habe genug gekämpft, das muss ich doch nicht gegen dich machen, oder?“

„Oh Mad,“ sagte sie. „Ich hatte so angst um dich. Ich dachte du wärst ertrunken, oder gefressen worden. Wo warst du so lange, ich wusste nicht wie lange ich warten sollte. Morgen wären wir weiter gegangen. Ach ist das Toll, dass du uns gefunden hast. Ich bin ja so glücklich. Was ist dir alles geschehen. Erzähl doch. Hast du hunger und durst. Es ist noch Fisch und Ananas da. Warte ich bring es dir und dann kannst du uns alles erzählen.“

Und da war es wieder – das Geschnatter – ich würde es nie zugeben, aber es hat mir echt gefehlt. Ich war froh. Rina und Troy waren unverletzt und sie hatte nichts von ihrer Art verloren. Ich freute mich und erzählte während dem Essen was mir alles passiert war.

Wir lachten und spaßten und waren erleichtert, das alles gut ausgegangen war. Und vor allem, dass wir wieder zusammen war. Troy kuschelte sich an mich und ich fühlte mich geborgen. Wie schnell man sich doch an jemanden gewöhnen kann. Ich fühlte mich unter Freunden.

To be continued…

Ach ich bin so froh. Mad hat uns gefunden. Ich hätte nicht gewusst was ich ohne ihn weiter machen sollte. Er fehlte mir und ich wollte nicht alleine gehen. Aber was hätte ich machen sollen. Ich hätte ja nicht ewig dort bleiben können. Aber jetzt ist er da und wir können endlich weiter ziehen.

Schatz – Mein Abenteuer Part 12

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Ihr erinnert Euch. Mad und ich wurden unglücklicher Weise getrennt. Troy war noch bei mir und ich war wahnsinnig Froh darüber. So ganz alleine würde ich hier durchdrehen. Armer Mad. Aber ich denke, dass er besser alleine zurecht kommen würde wie ich. Ich stellte fest, das Troy wohl doch schwimmen konnte. Ihm war es nicht geheuer aber er konnte es. Denn – der Liebe – besorgte mir paar kleine Fische. So, da stand ich dann mit den Fischen. Ich könnte sie ja einfach wieder auf einen Stock piksen, das war nicht schlecht gewesen. Den ausnehmen. Uh. Ne. Also gedacht getan. Troy aß seine roh…klar. Ist ja auch gesünder für ihn, oder? So ist es wenigstens bei meinen Lieblingen zu Hause. Ach….meine Lieblinge. Ich vermisste meine Katzen, meine Hunde und meinen Mann. Jetzt wo ich so alleine war und mal Zeit hatte merkte ich es. Ich fühlte mich einsam und kuschelte mich an Troy. Zum Glück war er bei mir. Er verschwand ja auch mal gerne – nicht.

Das nächste Problem, dass es zu lösen galt war wieder mit Mad zusammen zu treffen. Ich war mir nicht sicher, wie lange ich denn warten sollte. Ich wusste ja nicht ob er noch lebt. Was wenn nicht. Käme ich ohne ihn hier überhaupt wieder weg? Ohhhh. Ohhhh…ach je. MAD.

*

Ich fühlte mich immer noch wie durch einen magischen Kakao gezogen. Die waren echt lecker und soviel besser als die nichtmagischen menschlichen Abklatsche von einem Kakao. Da merkte ich, ich habe hunger. Ja. Klar. Also kletterte ich schnell auf einen Bananen Baum um mir eine kleine Staude zu pflücken. Wieder unten angekommen setzte ich mich und genoss einige Bananen. Ein Kaffee, den hätte ich mir gewünscht. Die restlichen Bananen verstaute ich erstmal und dann versuchte ich  mich irgendwie zu orientieren. Dumm – ich hatte vor unserem Fisch-Abenteuer nicht auf die Himmelsrichtung geachtet. Aber ich erinnerte mich an den Blick auf die Karte. Wir hatten den Fluss von der Ost Seite erreicht. Der See müsste sich eventuell Süd-östlich befinden. Aber Süd-östlich von wo? Verdammt. Meine Orientierung war immer noch weg. Ich konnte mich auch nicht an den Sternen die kommende Nacht orientieren. Mir fehlte einfach der Ausgangspunkt. Also blieb mir nichts anderes übrig davon auszugehen, einmal quer durch den See gezogen worden zu sein. Also gegenüber – Westen? Ich sollte also einfach wieder Richtung Osten gehen und meine magischen Radarantennen auf Rinas wirre Gedanken ausrichten.

So würde ich es machen. Erstmal suchte ich mir ein sicheres Nachtlager und wollte dann morgen Richtung Sonnenaufgang wandern. Da mussten sie sich irgendwo aufhalten. Ich musste mich beeilen, ich wusste ja nicht wie lange sie warten würden.

Am nächsten Morgen genehmigte ich mir die verbleibenden Bananen und ging los. Ich wusste nicht wie lange ich gehen musste und was mich erwarten würde, denn auch für mich als Gnom ist es hier nicht ungefährlich. Eigentlich sind wir ja eher Erd- und Bergbewohner. Aber ich gehe gerne an die Oberfläche. Es ist mir einfach zu langweilig ständig nur zu graben und Schätze zu horten. Aber wir tendieren auch gerne mal unsere Form zu verändern – wir wandeln uns in Amphibien. Ja – Erde und Pflanzen helfen und so´n Zeug. Das kann schon nervig sein, denn wenn ich mich nicht konzentriere bin ich – schwupps – ein Salamander. Ja. Und damit kann ich gar nichts anfangen. Also sammele ich meine Gedanken und Kräfte um meine derzeitige Form bei zu behalten.

Während ich also Richtung Osten lief, versuchte ich mich auf mich und auf Rina zu konzentrieren. Wir waren durch dieses Abenteuer speziell verbunden worden. So wie ein GPS Tracker – Aber  die Entfernung durfte nicht zu weit sein. Ich hoffte inständig in die richtige Richtung zu laufen. Aber das müsste ich ja bald spüren. Rina´s Gedanken müssten mich bald einholen. Und ich freute mich wirklich darauf sie wieder zu hören.

Während meiner Konzentration auf  mich und Rina merkte ich natürlich nicht, dass sich die Vegetation änderte. Das sumpf artige Ufer wurde fester und ich musste immer öfter Büschen und Bäumen ausweichen. Sie drängten mich immer weiter vom Ufer und in den Dschungel. Aber ich konnte es nicht ändern. Es gab mal wieder keinen direkten Weg. Ah. Verdammt. Ich würde mich dadurch weiter entfernen. Aber ich lief weiter. Knabberte immer mal wieder an den Blüten der Büsche – die wirklich lecker waren – und lief weiter. Dabei veränderte sich langsam der Boden. Er war immer stärker bewachsen. Ich stolperte immer öfter über verschlungene Ranken und erhöhte Wurzel. Das wurde wirklich anstrengend. Leider hatte ich keine Machete um den Weg frei zu machen. Die war bei Rina. Tja. Gut, dass ich nicht so gross bin. Ich konnte noch gut durch schlüpfen.

Bis – jetzt war es echt schwierig. Ich hatte das Gefühl, dass die Ranken sich vor mich zusammen schlossen und sich immer mehr miteinander verschlingen. Bildete ich mir das ein. Oder – oh nein. Ich war im Rankenwald gelandet. Ach du meine *pieps*. So ich musste überlegen. Denn diese Ranken konnten wirklich tödlich sein. Wenn sie mich erwischten würden sie mich in sich einflechten und aussaugen. Ich würde eine Art Symbiose mit ihnen eingehen, die ich aber am Ende nicht überleben würde. Da gäbe es kein gegenseitiges Nutzen.

Ich überlegte fieberhaft. Und schon war es zu spät. Eine Ranke hatte sich unbemerkt meinem Knöchel genähert. Und bevor ich richtig reagieren konnte hatte sie mein Bein umschlungen. Danach ging es rasch. Nach dem das eine Bein eingewickelt war, erwischte es schnell das zweite und meine Arme wurden ebenfalls eingewickelt. Ich war gefangen. Und alleine. Also was sollte ich machen. Es würde nicht so lange dauern, bis sie mit ihren Ranken in mich dringen würden um mich zu „ernten“. Ich war verloren. In Gedanken entschuldigte ich mich bei Rina und Troy. Ich hatte versagt. Ich hätte doch meine Höhle nicht verlassen sollen. So ist das wenn man nach anderem strebt. Es kann schlimm ausgehen. Wenn es nur mich betreffen würde, wäre es mir egal. Ich hatte er vermasselt und gut ist. Aber wie sollte Rina hier jemals wieder heraus kommen?

Nein! Ich durfte nicht aufgeben. Ich  müsste mich wehren und irgendwie befreien. Und dann liess ich meine Konzentration fallen. Es dauerte nicht lange und ich wandelte mich in einen Salamander. Damit wurde ich erstmal zu klein für die Ranken. Wenn sie ein Gesicht hätten, hätten sie ziemlich dumm aus geschaut. Ich musste schmunzeln. Jetzt musste ich mich sputen. Denn die Form des Salamanders hatte auch seine Tücke. Denn wenn ich mich zu lange in dieser Gestalt befand,  regte sich meine Affinität zur Erde und Natur und ich würde mich  nicht wieder zurück wandeln wollen. Es fühlt sich so verführerisch an. Aber ich wollte ja nicht so bleiben. Ich wollte wieder meine menschenähnliche Form annehmen. Ich war noch nicht bereit mein Abenteuer aufzugeben. Irgendwann – aber nicht jetzt.

Schnell schlüpfte ich durch die Ranken durch und rannte so schnell mir möglich. Ausser Atem erreichte ich den Rand das Rankenwaldes.  Die Ranken hatten es nicht verstanden. Sie konnten dem nicht folgen, was den mit ihrer Beute geschehen war. Als ich in sicherer Entfernung war, wandelte ich mich wieder und schaute zurück. Als ich meine Form wieder angenommen hatte und die Ranken bemerkten was geschehen war, hörte ich ein Rascheln der Ranken die aneinander rieben. Es hörte sich fast wie ein Fauchen an.

In Sicherheit war ich nicht. Denn dieser Rankenwald war tückisch. Eine kleine Ranke konnte mich schon wieder zurück zerren. Ich lief weiter. Und nach einiger Zeit spürte ich was. Ich blieb stehen und horchte in mich hinein. Ich konnte tatsächlich die Gedanken von Rina spüren. Noch nicht deutlich, aber sie war es. Ich hörte irgendwas von Stockfisch und ekligen Fischgedärm um dass sie lieber drum herum essen wollte als sie aus zunehmen. Ja. Das konnte nur sie sein. Ich hatte sie gefunden. Noch war ich nicht in der direkten Nähe. Aber morgen würde ich ihr so nah kommen, dass sie mich vielleicht auch spüren konnte. Aber Troy musste  mich auf jeden Fall wittern können. Ich konnte mein Glück kaum fassen, ich hatte sie tatsächlich gefunden.

To be continued..

Oh – hier bin ich echt knapp entkommen. Fast wäre ich Rankenfutter geworden. Aber ich habe es geschafft und bald kann ich mich wieder mit den nervigen – lieb gewonnenen – (pst) Angewohnheiten Rinas beschäftigen.

(Quelle)

Fortsetzung

Schatz – Mein Abenteuer Part 11

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Vielleicht erinnert ihr Euch noch. Mad und ich haben gegen einen Monsterfisch gekämpft. Bzw. Wir haben einen anderen Monsterfisch, der da eingesprungen ist. Aber dabei haben wir uns verloren. Ich habe absolut keine Ahnung wo er hin geschwommen ist oder ob er überhaupt schwimmen kann.Troy war zum Glück am Wasserrand. Er scheint nicht schwimmen zu können oder ist einfach nur wasserscheu. Das finde ich vielleicht noch heraus. Aber erstmal machte ich mir wahnsinnige Sorgen um Mad. Ich hoffte ihn wieder zu sehen. Er war mir schon ans Herz gewachsen. Der kleine Gnom. Kann er meine Gedanken noch hören. Das wäre toll, dann würde er mich finden.

*

So. Ich hatte Rina verloren. Ist ja eigentlich kein Problem. Ich bin ein Gnom mit beschränkt magischen Fähigkeiten.  Da wird sich doch was machen lassen. Erstmal musste ich  mich orientieren. Ich schien irgendwie festzuhängen. Ich strampelte und hatte das Gefühl es würde immer fester werden.Also versuchte ich an mein Bein zu kommen. Dann sah ich das Problem. Ich war in einer Angelschnur verheddert.* Und je mehr ich mich drehte und wendete um so enger wurde es. Ich wurde etwas hektisch. Ich hätte jetzt gut einen von Rinas nervigen blöden Sprüchen gebrauchen können. Ich hätte es nicht erwartet – aber sie fehlten  mir. Ich griff in meine Hosentasche und fand – was ein Segen – ein Messer.

Ich machte mich daran die Schnur von mir zu lösen. Das war gar nicht so einfach. Denn ich musste auch sehen, dass ich nicht ständig unterging. Also ein ziemlicher Balanceakt. Aber meine Magie half mir etwas. Ich konnte eine Art Luftkissen erschaffen, welches verhinderte, dass ich unterging.

Als ich mich endlich befreit hatte, schwamm ich Richtung Ufer. Aber da ich die Orientierung total verloren hatte und auch absolut keine magische Resonanz aussenden konnte – war ich verloren. Verloren im grossen unbekannten See mit Monsterfischen. Dabei viel mir ein, dass ich  mich vielleicht doch beeilen sollte aus dem Wasser heraus zu kommen. Ich hatte keine Lust als Nachtisch zu Enden. Ich konnte nicht glauben, dass wir solch ein Glück hatten, dass unser Angreifer zur Nahrungskette eines anderen – ja wohl grösseren – aber wenigstens anderen Fisch gehörte.

Endlich kam ich an Land. Das Ufer war flach und ich konnte mich an den Pflanzen herausziehen. Erschöpft legte ich  mich für ein paar Minuten ans Ufer. Was sollte ich denn jetzt machen? Ich hatte ja auch eine gewisse Verantwortung Rina gegenüber. Wie sollte sie denn ohne mich überleben? Geschweige denn den Schatz finden? Es stahl sich etwas Verzweiflung in meine Gedanken. Aber ich schüttelte sie schnell ab. Ich  musste eine Lösung finden.

Aber erst einmal musste ich weiter gehen. Irgendwie musste es zu schaffen sein wieder auf Rina und Troy zu treffen. Ich hoffte, dass dies nicht so schwierig werden würde. Also packte ich mich – ich hatte ja sonst nichts ausser mein lebensrettendes Messer – und lief los. Ich lief einfach mal in die Richtung die ich mir erdachte. Dort müssten die beiden sein und ich hoffte, sie würden auf mich warten.

To be continued

So – wir sind immer noch von einander getrennt. Ich weiss gar nicht, soll ich versuchen Mad zu finden oder einfach warten. Ich denke warten wird das richtige sein. Denn wenn er noch lebt, wird er doch bestimmt versuchen uns zu finden. Also werde ich mich mit Troy hier sicher einrichten und einige Tage warten, bis wir dann weiter wandern.

 

*(Bei dieser Gelegenheit – Liebe Angler – ich habe bei der Recherche einige ganz schlimme Bilder gesehen, was unachtsame entsorgte oder liegengelassene Angelschnuren mit Enten und anderen Wasserbewohnern anrichtet. Bitte. Entsorgt Eure Angelschnuren gewissenhaft. Denkt an die Qualen, die die Tiere erleiden müssen. Ich danke Euch).

  

Schatz – Mein Abenteuer Part 10

 

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Nach diesem erholsamen Bad und dem guten Essen konnten wir gut schlafen. Wir wurden auch nicht mehr von Moskitos angegriffen oder von sonst irgendetwas. Es war wie eine Schonfrist, die über uns verhängt wurde. Und dies war bitter nötig.

Am nächsten Tag – es war schon total Routine – packten wir schweigend unsere Sachen und liefen los. Wir wollten am Fluss bleiben. Denn er führte fast direkt zum Ziel. Es wäre ein kleiner Umweg, aber der würde sich lohnen für frisches Wasser und Fisch.

Wir liefen schon einige Stunden und mir wurde langsam langweilig. Soviel Grün konnte dann doch irgendwann aufs Gemüt schlagen. Und dabei viel mir doch tatsächlich ein altes Kinderlied ein…hahahahhihihih…

„♫Grün, grün, grün sind alle meine Kleider,
grün, grün, grün ist alles, was ich hab‘.
Darum lieb‘ ich alles, was so grün ist,
weil mein Schatz ein Förster ist♫“

Und schon war die Stimmung gelockert.

„Oh nein – bitte hör auf zu singen – das klingt ja furchtbar. Wie wenn man einer Katze auf den Schwanz tritt…“

Wa?

„♫Grün, grün, grün sind alle meine Kleider,
grün, grün, grün ist alles, was ich hab‘.
Darum lieb‘ ich alles, was so grün ist,
weil mein Schatz ein Förster ist♫“

 Kam es inbrünstig aus meiner Kehle…ich sang es so lange und laut, dass Mad, versuchte sich Blätter in die Ohren zu stopfen. Aber dies schien nicht zu funktionieren. So schlimm kann es ja auch nicht sein. Troy verhielt sich nicht so, als würde es ihm in den Ohren weh tun. Also – Bäh….

„Ja, kann ich dir sagen warum. Troy hat sich vorhin ein paar Pilze, die er gefunden hat in die Ohren gestopft. Er war da schlauer als ich. Ich habe einfach zu spät reagiert.“

Also sowas. Ich ging zu Troy, der mich so lieb anschaute und mit seinem Stummelschwänzchen wedelte. Ich hob seine Ohren an und – tatsächlich – da steckte was drin. „Du kleiner Verräter.“ Und er freute sich…

Beleidigt tapste ich vorne weg. Pft – die können mich mal. Sobald mir ein neues Lied einfällt werde ich sie weiter aufmuntern…hihihihi…

Und schon fing ich an.

Drei Chinesen mit dem Kontrabaß
saßen auf der Straße und erzählten sich was.
Da kam ein Polizist: „Ja was ist denn das?“
Drei Chinesen mit dem Kontrabaß.

Dro Chonoson mot dom Kontroboß
Soßen of dor Stroße ond orzohlton soch wos.
Do kom oin Polozost: „Jo wos os donn dos?“
Dro Chonoson mot dom Kontroboß.♫“

So ging es bestimmt noch eine Stunde weiter. Mad wirkte schon ziemlich resigniert. Und ich genoss diese kleine Rache. Man kann halt doch nicht aus sich raus.

Noch einige Stunden später kamen wir an eine Art See – oder an einen See. Es war schon spät. Es würde nicht mehr so lange dauern bis es dämmerte. Wir sollten das Lager aufbauen. Ihr glaubt nicht wie froh ich war, dass es so schönes Wetter gab. Denn bei Regen hätte das ganze echt anders ausgesehen. Bis dahin war es zwar ein anstrengender aber friedlicher Tag gewesen. Mit Musik (hihihihi) und gute Laune.

Nach dem das Lager aufgebaut war, bekam ich wahnsinnigen Hunger. Uns herum standen einige Obstbäume. Aber nach dieser Spinnensache war ich da echt ein wenig vor geschädigt. Kurz gesagt. Ich traute mich nicht wirklich wieder an einer Papaya zu rütteln. Vielleicht eine Ananas. Da konnte ich genauer schauen was so drin kreucht und fleucht. Also ging ich zu einer Ananaspflanze. Als erstes rüttelte ich sie mal ganz stark. Trat dagegen und nahm einen Stock um die Blätter zu schlagen. Damit hoffte ich alles was sich da versteckte, zu vertreiben. So jetzt ging es ans Ernten. Wie hilfreich wäre da ein Video dazu. Tja – learning by doing. Ich zückte mein Messer. Ich dachte mir – sie wird bestimmt von unten irgendwie abgeschnitten. Mad sass in der Ecke und betrachtete das Ganze – das war wahrscheinlich seine Rache für meinen Gesang. Pah. Mir doch egal. Ich schaff das. Also Messer an die Ananas und dann wollte ich schneiden, als auf einmal ein Schmerz durch meine Hand fuhr. Verdammte Sch*☠⚒#!@?!&$!. Dann betrachtete ich mir doch mal die Blätter. Ja – Die Ananas war anscheinend die Brennnessel unter den Exotischen Früchten. Ich konnte kleine feine Haare erkennen und dachte mir, dass dies wohl diese Schmerzen verursachten. ☠⚒#!@?!&$!. Gut – Die Ananas hatte ich geerntet und ging dann erstmal zum Wasser um meine Hand zu kühlen.

Nach dem Schälen und verzehren der Ananas merkte ich – der Hunger war nicht gestillt. Also musste was herzhaftes her. Ich wühle in meinem Rucksack und fand ein kleines Mäppchen. Ich öffnete und jauchzte. Da soll mal einer sagen die würden so einen Rucksack nicht vorausschauend packen. Im Augenwinkel sah ich Mad höhnisch grinsen. Pft. Eine Nylonschnur und ein Angelhakensortiment. Ich bekam mich ja nicht mehr ein. Ich brauchte also nur noch eine Rute. Ich suchte einen flexiblen Ast und entfernte die Rinde. Ich hatte es mal irgendwo gesehen. Ich glaube man ritzt vorne eine Kerbe ein um die Schnur einzuklemmen und zu befestigen. Ich war mich nicht sicher und wickelte sie einfach unendlich um die Spitze. Zerrte daran und befand es würde halten.

Dann setzte ich mich auf einen Stein und genoss den Blick über den See. Ich warf die Angel aus und beobachtete das feine glitzern des Sees. Es wirkte wie eine Flut von Lichterketten die unter der Wasseroberfläche angeknipst wurden. Sie warfen kleine Sterne an die Oberfläche und ich war einfach gebannt von der Schönheit. Während ich so vor mich hin träumte wurde ich schläfrig. Und natürlich schlief ich ein. Ich schnarchte laut. Das wurde mir so gesagt. Kann ich mir nicht vorstellen – wie war das. „Bei Frauen ist Schnarchen wie Schnurren“…hahaha. Tja. so war das ich schnurrte so vor mich hin als ein Ruck durch meinen Körper ging.

Noch total verschlafen und desorientiert wusste ich nicht so wie mir geschah. Als vor mir meine Angelschnurr zuckte. Sie zuckte ziemlich heftig.

„Ich habe was gefangen, Mad, MAD – ich habe was gefangen und es fühlt sich sehr gross an. Und stark. Ich weiss nicht ob ich ihn halten kann. Hilf mir“

Mad sprang auf, hängte sich an meinen Hüften fest. Wie gut, dass sie ausladend genug waren um sich dran zu klammern. Und das tat er. Er klammerte. Hatte der spitze Finger. Aber das schlimme war – ich rutschte. Ich rutschte Richtung Wasserrand. Ich stemmte die Fersen in den Boden und bewirkte garnichts. Vor meinen Füssen türmte sich ein kleiner Matschhügel. Der aber nichts brachte. Ich rutschte weiter. Und Mad hing wie ein nasser Sack an mir. Aber er hing. Und dann sprang was. Es war riesig. Ich fühlte mich sofort an „Der alte Mann und das Meer“ erinnert. Wie hies dieser Fisch – Malino ach nein Marlin – der Film ist so toll….Der arme Kerl. Am Ende ist der Fisch von den Haien angeknabbert. Und er kämpft so stark.

„ÄH – HALLO! Könntest Du mal diese Gefühlsduselei lassen? Wir haben unseren eigenen Fisch gegen den wir hier kämpfen.“

Ja – was heisst hier kämpfen. Ich lass einfach los. Ich bin doch nicht – und schwupps – zu spät schon wurde ich einfach mal quer durch den See gezogen. Wenn ich jetzt loslasse – saufen wir ab. Mad hing wie ein Rucksach auf meinem Rücken. Er versuchte sich hinzustellen.

„Hei Mann ich bin doch kein Surfbrett. Steig ab oder krab …“ Blubber blubber blubber “ einfach nach vorne und schneid diese Schnur durch. Und schon war ich alleine. Mad hatte sich zu weit vorgewagt und jetzt hing ich alleine an dem Fisch. Der irgendwie nicht sehr freundlich aussah. Na toll. Ich wollte doch nur einen Fisch für uns fangen – nicht umgekehrt. Ok. Was mache ich jetzt? Wie komme ich da raus ohne abzusaufen oder gefressen zu werden. Ich war ratlos. Sollte ich es doch riskieren. Ich kann ja schliesslich schwimmen.

Selbst ist die Frau und den Mutigen gehört die Welt. Wer nicht wagt der nicht gewinnt. Während alle diese Sprüche durch mein zerfurchtes Hirn sprudelten, sprudelte das Wasser durch sämtliche Körperöffnungen. So fühlte es sich jeden Falls an. Kurz entschlossen und sehr beherzt ließ ich los. – Und ging unter.

Als ich so unter der Wasseroberfläche vor mich hin gluckerte kam mal wieder ein blöder Gedanke in mein Hirn. „Vielleicht kann ich erkennen wer die Lichterketten angeschaltet hat. (Ich hätte da ja eine Theorie. Es sind die Wesen die unter Wasser leben. Vielleicht diese hier die bei Corly gerade zum Leben erwachen? Die Beschreibungen passen auf jeden Fall zu meiner Lichterkettentheorie.)

Kurz bevor ich mich dem Erstickungstod und Ertrinken überlassen wollte siegte meine Lunge. Sie strebte nach Luft und dies lies mich hektisch nach oben rudern. Paddeln, strampeln. Auf jeden Fall durchstieß ich die Wasseroberfläche und atmete sehr unelegant schnaufend und prustend ein. So – jetzt – wie sollte es denn weiter gehen. Mad hatte ich verloren aber ich ging davon aus, dass er sich schon retten würde. Troy – der hüpft wahrscheinlich am Wasserrand auf und ab. Ob er schwimmen kann? Vielleicht könnte er mich rausziehen.

Mein eigentliches Problem war noch nicht mal wieder an Land zu kommen. Ich konnte ja schwimmen und war auch gar nicht so schlecht. Ungeübt aber sicher. Also könnte ich schon langsam an Land kommen. Aber! Ein verdammt grosses und wütendes Aber mit einer Angelrute im Maul „stand“ im Wasser. Ich hielt mich gerade noch zurück unter zu tauchen um zu sehen ob er nicht wirklich stand. Er blinzelte mich aus seinen kalten Fischaugen an und sprintete auf mich zu. Kann ein Fisch sprinten?

Ich versuchte aus dem Weg zu tauchen und er streifte mich – aber wie ein zielorientierter Tornado wendete er und schwamm wieder auf mich zu. Nun wie sagt man. Der Feind deines Feindes ist hoffentlich Dein Freund. Ich weiss nicht was das hier für ein See war, aber die Viecher hier waren monströs. Ich wollte gerade ein Abschiedsgebet gen Himmel senden, als von der Seite etwas grosses angeschwommen kam und meinen Monsterfisch schnappte. Er schnappte ihn und warf ihn wie eine Katze eine Maus zum spielen hin und her. Er schüttelte den Fisch bis er leblos in seinen Mundwinkeln lag. Und ich atmete auf.

Dann hoffte ich, dass er mich kleines Menschlein übersehen würde. Ich paddelte vorsichtig mit meinen Beinen, dass ich nicht unterging und versuchte sonst mich so unauffällig wie möglich zu verhalten. Der zweite Monsterfisch starrte mich an. Ich glaube er rülpste – irgendein eigenartiges gluckerndes Geräusch kam aus seinem Mund. Wenn er könnte würde er wohl in meine Richtung schnuppern, so sah es aus. Dann tauchte er ab. Ein so grosser Fisch aber er machte kaum Wellen. Er verschwand so unauffällig wie er gekommen war. In dem Moment merkte ich, dass ich die Luft angehalten hatte. Und wieder forderte meine Lunge einen tiefen Atemzug.

Endlich fing ich an in die Richtung zu schwimmen, in der ich mein Ufer erahnte. Ich hoffte inständig, dass nichts meinte, mich doch noch anknabbern zu wollen. So kleine Baby-Monsterfische, die an mir üben wollten. Aber ich erreichte das Ufer unbehelligt. Und sogar das richtige. Ich krabbelte an den Strand und Troy stürzte auf mich um mich von oben bis unten abzulecken. Aber Mad war noch nicht da. Ich hoffte er wäre nur an einem anderen Strand hochgekommen. Wie sollte ich denn ohne ihn den Rest überstehen. Ausserdem war er mir doch etwas ans Herz gewachsen.

to be continued

Oh weh, ich habe Mad verloren. Ich hoffe nicht, dass er irgendwo untergegangen ist und nicht schwimmen kann. Hoffentlich kann er seine Fähigkeiten dazu nutzen uns wieder zu finden. Wir werden auf jeden Fall auf ihn warten.

 

Fortsetzung

Schatz – Mein Abenteuer Part 9

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Nach dem wir uns ausgeruht hatten. Von erholen wollen wir hier nicht reden, denn mit tat einfach alles weh. Ich glaube sogar mein Ohrläppchen. Mussten wir ja weiter über diese Felswand. Troy verkleinerte sich wieder und verschwand in meinem Rucksack. Wie ich ihn beneidete. Mad und ich packten schweigend alles ein. Dann hingen wir wieder in die Wand. Wir waren einfach zu kaputt um irgendwelche Gespräche zu führen. Ausserdem wollte ich mich nicht ablenken lassen, für den Fall, dass diese Flugsaurier wieder auftauchen würden. Das könnte ich nicht noch mal schaffen.

Wir kamen endlich am Mauernrand an. Mad half mir nach oben und da standen wir dann. Es war atemberaubend. Unter uns der Dschungeln in Smaragdfarben. Die kleinen Lichtungen gaben bunte Farbkleckse frei, die exotische Blüten waren. Es sah aus wie auf einer Farbpalette eines Malers. Ich konnte den Fluss sehen und sein Blau hatte die Färbung von Lapislazuli. Ein tiefes einladendes funkelndes Blau. Ich konnte es kaum abwarten endlich dort zu sein. Denn unsere Feldflaschen waren fast leer und wir geizten schon ziemlich mit dem Wasser.

Wir begangen mit dem Abstieg. Auch hier hoffte ich, dass es keine unliebsamen Überraschungen geben würde. Aber es schien ruhig zu bleiben. Na ja nahe zu. Denn was mir jetzt zu schaffen machte waren mördermässige Moskitos. Also wirklich. Ich glaube ein Stich und ich hatte eine Blutkonserve gespendet. Verdammtes Dreckviehzeug.

„Mad?“

„Was ist denn schon wieder?“

„Ich werde von diesen miesen Moskitos gefressen.“

„Da kann nicht sein, die saugen nur Blut.“

Ok – Sarkasmus scheint nicht sein Ding zu sein. Also genauer.“Ja das merke ich. Was kann ich dagegen tun?“.

„Nun – im Matsch sulen?“

„Das ist hier in luftiger Höhe gerade etwas ungünstig. Er ist ausgetrocknet und ich würde mir hier eher an den Steinen die Haut abreißen – dann hätten sie es noch leichter an mein Blut zu kommen.“

„Ah – Hach. Nun – dann wirst du wohl aushalten müssen, bis wir unten sind. Das Blut an dir lockt sie an.“

Blut an mir? Welches Blut an mir – ich hatte Blut an mir – in mir ja aber an mir? Was meinte er denn damit?

„Willst Du  mich verscheissern?“ fragte er

Äh nö.!

„Du hast das Blut der Flugsaurier an dir?! Und das lockt sie an.“

Fast hätte ich mir mit der Hand an die Stirn geklopft. Aber da riskierte ich zu schnell herunter zu kommen. Das hätte dann eher einige Knochenbrüche zu folge – das wäre dann gleich zu setzen mit einem Todesurteil – oder einfach nur das Ende der Mission. Denke ich. Ja natürlich, ich war ja gerade erst in einem blutigen Kampf gewesen und hatte knietief in Flugsaurier Gedärm gestanden. Also machte Sinn.

„Gibt es kein Mittel, das ich schnell schlucken kann. Wie Knoblauch – das soll bei Hunden gegen Flöhe helfen“

„Bist du ein Hund? Hast du Knoblauch? Und sind das Flöhe? Wir sind gleich unten, dann müssen wir uns im Fluss waschen.“

Na toll. Solange musste ich also aushalten, dass diese Drecksviecher mein Blut abzapften. Ob ich dann nicht an Anämie sterben würde? Verdammte Stechteile. Ich hoffte nur, dass das nicht so jucken würde.

Als wir endlich unten waren fing ich an zu laufen. Ich lief so schnell mir Mad´s Fähigkeiten zugestanden, und stürzte in dieses tolle lapislazuli blaue Nass. Und ich wollte nie wieder heraus. Es war kalt und erfrischend. Ich tauchte unter und öffnete die Augen. Sie sollten gereinigt werden von den ganzen Erlebnissen. Ich musste sie ausspülen um ein bisschen Abstand zu gewinnen. Und dann öffnete ich den Mund um auch ihn auszuspülen. Ich hatte das Gefühl alles schmeckte nach blutgetränken Spinnenweben. Als ich wieder auftauchte kämpfte ich mich an Land. Ich zog mich bis zur Unterwäsche aus. Ich war schon so fern mich zu genieren. Wir haben soviel schon durchgestanden, da war es mir einfach egal ob er meine Speckrollen sah. Er war ja mein Betreuer und Gnom. Und Troy – ich sah nur seinen Stummelschwanz aus dem Wasser leuchten.

Ich nahm meine Kleidung und trug sie zum Wasser sie brauchten dringend eine Wäsche. Und mit kaltem Wasser liessen sich die Blutflecken ja am besten auswaschen. Nach dem sie einigermaßen sauber waren, war ich dran. Ich ging in ein flacheres Bett und lies mich hinein gleiten. Ich glaube ich habe mich nie besser gefühlt.

Nach unendlichen Stunden stieg ich dann doch aus dem Wasser. Wir schlugen unser Lager etwas ferner vom Fluss auf – nicht dass da was zum trinken kommen würde und sich noch an uns, als Snack bediente. Ich machte ein gemütliches Lagerfeuer und Troy kam tatsächlich mit paar Fischen im Maul. Die steckten wir auf Stöcke und legten sie in die Glut. Sehr lecker.

So ging ein ruhiger Tag zu Ende. Es war so friedlich, dass wir fast vergessen konnten was hinter uns lag und was uns vielleicht noch erwarten wird. Ich wollte heute nicht mehr daran denken. Wir sassen gemütlich am Feuer. Assen und lachten. Wir genossen es am Leben und zusammen zu sein.

to be continued…

Ach – so konnte man es dann doch aushalten. Sauber und gut gelaunt. Ich befürchte allerdings dass es nicht so bleiben wird. Ich will schauen, dass ich so schnell wie möglich mal Richtung Schatz komme. Denn es könnte dann doch noch gefährlicher werden.

FORTSETZUNG 

Schatz – Mein Abenteuer Part 8

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Wie erwartet waren die Träume gespickt mit vielen kleinen Spinnen, die um eine grosse Papaya tanzten. Ich war also dementsprechend gerädert als ich wach wurde. Die Sonne blinzelte schon am Horizont hervor. Ich betrachtete Troy, wie er seine eigene Jagd im Traum vollführte. Mad war mal wieder – irgendwo. Vielleicht meditierte er ja irgendwo auf einer Steinspitze. Wer weiss schon was so ein schlafloser Gnom macht. Aber ich würde ihn nicht fragen, denn er würde eh nur dumme Sprüche reißen. Das wollte ich mir noch aufheben. Denn ich befürchtete, dass der Tag noch nervenaufreibend genug werden würde.

Ich war ziemlich sprachlos, als Mad mit einer kleinen Bananenstaude ankam.

„Hier zum Frühstück – aber das wird keine Gewohnheit, dass ich da rauf steige. Das brauchst Du gar nicht zu glauben.“

Er mag mich doch – und ich grinste ihn dämlich an. Er rollte mit den Augen und drehte sich um. Aber ich denke ich habe da ein kleines Lächeln in den Mundwinkeln erkennen können. Also doch.

Oh – so Dschungelbananen schmecken einfach traumhaft. Diesen Geschmack ich kann ihn gar nicht beschreiben. So in etwa wie eine überreife Banane ohne den ekligen Gammel-Geschmack. Also wie Bananenaroma, das nicht eklig schmeckt wenn man es mal direkt probiert. Könnt ihr mir folgen? Also so in etwa. Mad hat sogar noch etwas Kaffeepulver gehabt. Besser kann ein Tag im Dschungel, nach einer Spinnenattacke gar nicht anfangen. Also es könnte doch ein toller Tag werden.

Als wir wieder alles verstaut hatten, warf ich wieder mal einen Blick auf die Karte. Und stellte fest. Wo sind wir? Hier fehlt eindeutig die Maps-App. Oder so ein roter Pfeil „Sie befinden sich hier“ – so wie an einem Bahnhof. Das wäre doch was. So musste ich spekulieren. Aber ich denke wenn wir in diese Richtung gehen, kommen wir zum Fluss. Mad hob eine Augenbraue und schaute mich zweifelnd an.

„Na das ist aber nicht sehr professionell“.

„Ja, genau wie jemanden ohne ein Handbuch in den Dschungel zu schicken.“, meinte ich.

Er atmete tief ein und sagte nichts mehr. Wir liefen los. Ich kam mir vor wie in einem Disney Film. Dschungelbuch wäre passend. Wie die Elefanten mit dem Schwanz des Vorläufers im Rüssel. Da wollte doch gerade ein albernes Lachen aus mir herausbrechen. Ich konnte es gerade noch – nicht verhindern. Ich musste einfach lachen.

„Was gibt´s denn da zu gackern?“ fragte Mad

„Kennst du die Szene…“ ich schilderte ihm mein Gedanke und musste schon wieder lachen. Soll doch mal einer sagen, so eine Tour durch einen Dschungel wäre nicht befreiend.

Mad versuchte mal wieder den Kopf zu schütteln, aber es ging nicht – sogar er musste herzhaft lachen und Troy hüpfte fröhlich um uns herum. Schmunzelnd und gut gelaunt liefen wir weiter.

Tja – es war ja absehbar, dass es nicht so bleiben würde. Wir standen vor einer Wand – einer Felswand. Ich zog die Karte hervor und betrachte sie. Und jetzt wo ich davor stand, konnte ich sie auch auf der Karte erkennen. Und sie war nicht nur verdammt hoch sie ging auch nach rechts und links ewig weiter. Also umlaufen würde nichts bringen. Wir müssten drüber. Oh neee…

Mad meinte:“ Mach dir keine Gedanken. Du weisst, dass ich körperliche Unzulänglichkeiten ausbügeln kann, also dürfte es kein Problem sein, da drüber zu kommen.“ Na ich war mir da nicht so sicher.

„Na gut,“ sagte ich „Dann werden wir es mal versuchen.“ Ich hatte doch Steigeisen geordert. Wie praktisch und vorausschauend von mir. Also ich zog diese unpraktischen Teile an. Holte meine Akt mit Hammerkopf heraus und suchte nach den Haken und Karabinern. Aber was würden wir mit Troy machen? Aber wieder hatte ich seine Fähigkeiten unterschätzt. (Ich hatte ja auch keine Bedienungsanleitung für ihn bekommen – nur so am Rande mal erwähnt) Er konnte sich nicht nur grösser machen, er konnte auch schrumpfen. Also hatte ich jetzt eine quietsch blaue Maus  vor mir. Super. Eine tolle Lösung, so konnte ich ihn in meine seitliche Rucksacktasche stecken. Da war die geringste Gefahr, dass er gequetscht wurde.

Mad ging vor. Ob er mich halten könnte wenn ich abrutsche? Ich hoffte es. Aber Mad hatte Recht, er konnte wirklich meine körperlichen Missstände aufheben. Ich flog fast die Wand hoch. Aber nicht nur ich flog. Ich dachte fast mein Schatten würde mich überholen. Denn ich sah ja nicht so viel. Meine Nase kratzte fast an der Wand. Denn ich war schon etwas ängstlich. Also sah ich immer irgendwelche Schatten und spürte hin und wieder einen Luftzug. Als ich dann doch mal einen Blick riskierte wäre ich fast abgestürzte. Oh weh war das hoch. Oh, oh, oh, uhhh…

Mad hielt an und wunderte sich, dass es einen Widerstand gab.

„Was ist los?“ rief er nach unten.“Warum kommst du nicht weiter?“

„Ähm – das ist verdammt hoch. Ich will nicht höher. Wenn ich abstürze kann ich das hier vielleicht noch überleben, aber je höher desto weniger besteht die Chancen den Absturz zu überleben. Und ich hänge doch irgendwie an meinem Leben und….“

„Halt die Klappe. Wir müssen weiter. Es geht nicht mehr zurück. Hast du nicht gemerkt, dass wir bemerkt wurden?“

Bemerkt – von wem sollten wir denn bemerkt werden. Und in genau diesem Moment sah ich ihn wieder  – den Schatten. Und merkte den Luftzug.

„Waas ist daaaas?“ brüllte ich unaufällig.

„Eine Art Flugsaurier“. meinte Mad.

„Wusstest du davon?“ – „Äh – nun ich habe gehört davon. Es wurde aber immer als eine Legende abgetan“.

„Tja – da haben wir dann doch mal wieder eine lebende Legende – wie ein Troll oder Vampire und Zombies, pft. Und wie kommen wir da durch?“

„Ich würde ja sagen, schneller klettern – aber das wird wohl nichts mehr,“ meinte Mad.

Na toll, das war ja echt typisch. Was sollten wir denn jetzt machen. Ich war mal wieder ratlos. Eine Nische wäre nicht schlecht um einen besseren Stand und Standpunkt zu haben. Aber das wäre ja einfach. Gut. Denk nach. In der Zeit in der ich versuchte eine Lösung zu finden griffen sie an. Und natürlich mich zu erst. Jetzt musste ich schnell handeln, wenn ich meine hübschen Augen behalten wollte. Denn im Gegensatz zu den Flugsauriern hatten diese hier spitze speerartige Schnäbel. Wie so ein Specht nur irgendwie gefährlich aussehender. Also zog ich meinen Axthammer, den ich für die Haken verwendete und schlug auf das erste Tier ein, das direkt auf mich zu kam. Ich verfehlte es, und verlor den Halt. Jetzt konnte Mad zeigen, was in ihm steckte. Und da steckte ordentlich was drin. Der Kerl hat Kraft. So klein wie er war, täuschte er mich. Er war bärenstark. Er hielt mich ohne Probleme. Er hätte Troy wahrscheinlich auch so ziehen können. Apropos, ich hoffte Troy würde in Deckung bleiben, er hatte nämlich gerade die richtig Snackgrösse für diese Viecher.

„Rina – hier über mir ist eine Art Vorsprung. Ich versuche dort hin zukommen. Dann haben wir eine bessere Chance zu kämpfen.“

„Alles klar, sag bescheid wenn ich nach kommen kann“. In der Zwischenzeit hatte ich es geschafft mich wieder zu halten. Ich stand jetzt mit dem Rücken zur Wand. Und das war nicht so leicht wie es bei Mission Impossible aussieht. Meine Beine zitterten schon. Und ich merkte wie die Kraft aus meiner Hand wich, die mich hielt. Mit der anderen fuchtelte ich vor mir her und hoffte eines dieser Viecher mit der Schneide zu erwischen. Und tatsächlich. Ich erwischte eins. Uh – es fing an zu straucheln und streifte an der Wand entlang um dann abzustürzen. Oh weh – ich sah nach unten und wäre fast hinter her gestürzt. Endlich hörte ich es.

„Ich bin oben, auf komm jetzt, ich versuche dich mit zu ziehen, aber du musst helfen.“ Ich drehte mich langsam um und hoffte, dass die Viecher noch etwas Abstand hielten, denn jetzt war ich nur durch den Rucksack geschützt, aber da sass ja auch noch Troy drin.

Schneller als erwartet hievte ich mich auf diese Plattform. Es zeigte sich, dass es wie eine ausgewaschene kleine Höhle war. Perfekt. Da konnte man richtig gut kämpfen, wenn man denn kämpfen konnte. Aber das war egal. Ich würde kämpfen. Noch ist nicht alles vorbei und ich würde nicht als Vogelfutter enden. Oder Saurierfutter – was auch immer.

Das nächste Flugtier schoss auf uns zu und ich zog meine Machete. Damit lies es sich wesentlich besser kämpfen. Ich holte aus und schlug zu, und traf. Ich traf. Yeah. So ging es dann weiter. Wir wurden angegriffen und ich schlug. Ich schlug bis ich kein Gefühl mehr in meinem Arm hatte. Die Tiere flogen als um uns herum, kamen aber im Moment nicht näher. Wir konnten uns kurz ausruhen.

Ich dachte schon, dass sie abziehen würden. Oder sagen wir, ich hoffte es. Aber das wäre ja mal wieder zu einfach. Nein. Diese Biester konnten klettern. Wir bemerkten es erst als es zu spät war. Sie kletterten von oben nach unten und von unten nach oben – ja sogar über die Seiten kamen sie. Ich war am verzweifeln. Wir waren umringt von ihnen. Dann legten sie los. Und wir legten los. Man konnte nur lederartige Flügel, Beine und Arme sehen. Und ab und zu blinkte meine Machete aus dem Knäul. Ich schlug, biss und schnitt. Treten war auch hilfreich, und kein Problem, da ich eh wie ein Käfer auf dem Rücken lag. Aber Mad ging es nicht besser. Trotz seiner Kraft hatte er es schwer sich durchzusetzen. Aber bevor ich ins Gras beisse nehme ich noch paar von diesen Biestern mit. Bevor die ein Stück von meiner ausladenden Hüfte bekämen würde erst ich paar der Schenkel abhaken um sie über dem Feuer zu braten.

Wir kämpften verbissen weiter. Und ihr werdet es nicht glauben. Es sah gar nicht schlecht aus. Denn durch ihre Flügel waren sie ganz schön gehandikapt. Sie mussten ja so eigenartig auf ihren Flügeln balancieren. Das machte sie ziemlich unstabil. Was eine verdammt gute Ausgangsposition für uns war. Denn treten war hier sehr hilfreich. Aber so langsam verliess mich meine Kraft. Ich stand kurz davor ohnmächtig zusammen zu brechen. Ich blutete aus verschiedenen schnitten und bissen. Mein Arm wollte sich nicht mehr heben lassen. Die Machete wog mittlerweile Tonnen. Und dann hörte ich etwas gar grausiges. Mir stockte der Atem. Was war das? Mama-Flieger? Oh – das wäre unser Ende.

Ich glaube ich wurde dann doch ohnmächtig. Denn ich lag auf dem Boden und sah nur was riesig quietsch blaues. Aber mein Blick war unscharf. Aber was ich erkennen konnte war so schön wie auch beängstigend. Troy hatte sich aus dem Rucksack befreit. Und er hatte seine Grösse der Situation angepasst. Aber nicht nur seine Körpergrösse. Auch die Grösse seiner Hauer war angewachsen. Sie sahen aus wie von einem Warzenschwein. Von einem mächtig grossen und bösen Warzenschwein. Er riss damit mehrere Bäuche auf uns die, die auf seinen Hauern hängen blieben, schleuderte er über den Rand. Er war eine Offenbarung. Er kämpfte und rettete uns das Leben. Die Viecher flogen nur so um uns herum. Aber nicht selbständig mit ihren Flügeln, nein nur mit Troy´s Hilfe. Er war wie ein Berserker.

Als ich wieder erwachte lag Troy neben mir und leckte meine Wunden sauber. Ich viel sofort wieder in Ohnmacht. Als ich wieder erwachte beugte sich gerade Mad über mich und schlug mir ins Gesicht.

„Au – hab ich  nicht schon genug abbekommen?“

„Na ich wollte doch nur sehen, ob du noch am Leben bist. Du weisst Cleaner und so.“

„Zu freundlich – könnte ich einen Schluck Wasser haben? Ich glaube die haben mir die Kehle aufgerissen – so fühlt es sich im inneren auf jeden Fall an. Wo ist Troy? Geht es ihm gut?“

„Besser als uns. Er liegt dahinten und schläft.“ Der süsse – er lag da, als könnte er kein Wässerchen trüben. Aber ich habe gesehen, was mit Monster gemeint ist. Aber ich hatte absolut keine Angst vor ihm. Ich war stolz auf ihn. Er hatte uns gerettet.

Eigentlich wollte ich unbedingt weiter, denn hier war es nicht sicher. Aber ich konnte einfach noch nicht aufstehen. Also schlugen wir unser Lager hier auf. Und ich tat das was ich mir vorgenommen hatte. Ich aß einen Flugsaurierschenkel. Und glaubt es oder nicht – es schmeckte hervorragend. Viel besser als wenn es aus der Truhe kommen würde. Der Sieg schmeckte hier heraus. Auch Troy und Mad bedienten sich von unserer Beute. Ich glaub ich weiss, was damit gemeint ist, dass die Kraft seines erlegten Gegners beim Essen in einen übergeht. So fühlte es sich für mich nämlich an.

to be continued…

Wow…schon wieder fast umgekommen. Aber je öfter ich um mein Leben kämpfen muss um so verbissener werde ich. Ich will das schaffen. Und dank Mad und Troy stehen die Chancen immer besser. Wir schweissen so langsam zu einem ziemlich guten Team zusammen.

 FORTSETZUNG