Schatz – Mein Abenteuer Part 18 – Finale

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So. Es war geschafft. Der Teufel war Tot. Wir waren fast Tot und jetzt sollten wir noch den Schatz finden. Ich wollte nie wieder aufstehen und sehnte mich nach meiner Couch.
Ich stöhnte laut „ahhhhhhrg – aaaauuuuu. ohhhh uff“
Mad antwortete: „oioioioi ohhhh – ich habe noch nie so Schmerzen gefühlt.“
„Na wem sagst DU dass. Ich ja wohl noch weniger.“ und drehte mich zu Troy. Der Arme – lag da und sah aus wie das Wahr gewordene Elend. Ich kabbelte zu ihm und schmiegte mich an ihn um ihn ausgiebig zu streicheln. Aber er zuckte nur. Der Arme. Ich drückte ihm einen dicken Kuss auf die Nase. Drehte mich zu Mad und fragte: „Wie geht es jetzt weiter?“
Mad antwortete:“Laut meinen Informationen sollte irgendwo ein Tor aufgehen und dahinter liegt der Schatz.“
„Oh man – da muss ich ja aufstehen. Ich glaube ich verzichte auf den Schatz für noch einige Stunden hier liegen zu können. Ich will den Schatz nicht mehr. Ich will einfach nur liegen und sterben.“
„Ja – nein das wird wohl nicht gehen. Das steht nicht so im Vertrag.“
„Scheiss auf den Vertrag“, schnauzte ich, „wir sind fast getötet worden und es gibt keinen Knochen in meinem Körper, der nicht laut aufstöhnt wenn ich ihn bewegen will. Hör hin!“ Als ich meinem Arm bewegte dachte ich er müsste laut schreien und jeder würde es hören. Aber der Blick von Mad erzählte mir, dass er nichts hörte. Ok. Ich übertreibe absolut nicht. Er schrie. Wirklich. Glaubt mir doch. *Seufz*
„Okay – also wir suchen das Tor, aber ein paar Stunden können wir doch noch ausruhen?“
„Ich werde versuchen mich aufzuraffen um was essbares zu finden. Vielleicht sehe ich das Tor. Warte hier.“
Essen – ich hatte absolut kein Hunger – „Ich weiss, dass du keinen Hunger hast. Aber wir brauchen etwas Kraft und das bekommen wir nur mit Essen. Also bleib ruhig noch liegen, ich schaff das auch alleine.“ „Danke – Du bist ein Engel“ „Nein eigentlich ein Gnom“ schmunzelte er und liess mich mit Troy alleine.
Troy leckte sich seine Wunden und das war wirklich beruhigend, was bewirkte, dass ich selig einschlief. Geweckt wurde ich durch einen köstlichen Geruch. Es roch nach gebratenen. Ich öffnete die Augen und mir lief sofort das Wasser im Mund zusammen. Mein Magen knurrt so laut dass mich die beiden amüsiert anschauten und Mad mir einen Stock mit einem kleinen Tier, das ich nicht erkennen konnte aber das war erstmal egal. Es schmeckte und ich merkte wie meine Kraft wieder kam.
„Hast du was gesehen bei der Suche?“
„Nein leider habe ich tatsächlich nichts gefunden. Wir müssen also bald los gehen. Ich würde sagen bevor es dunkel wird. Ich habe etwas bedenken, dass es ruhig bleibt hier.“
„Gut, dann lass uns sofort gehen, ich will nichts heraufbeschwören. Ich denke die beiden letzten Kämpfe reichen wirklich“
Wir packten unsere Sachen und fingen an das Gelände zu überblicken. Dafür begaben wir uns auf die Vorsprünge und Pfeiler. Etwa eine halbe Stunde später entdeckte ich ein Schimmern.
„Mad? Mad! Schau mal – da drüben ich glaube da schimmert was.“ Und ich hüpfte hoch bis ich merkte. „Auuu, Au, Au – Ohhhh Arg“
Ich hatte tatsächlich vergessen, dass mir alles weh tat. Und die Erinnerung war mehr als Schmerzhaft. Mad kam an und schaute in die Richtung. „Ja, du hast Recht, da ist irgendwas. Lass uns schnell hingehen.“
Wir humpelten so schnell wie uns möglich war in die Richtung die wir entdeckt haben. Wir standen vor einem Tor, das in eine Höhle führte. Ich hatte schon etwas Angst dort hinein zu gehen. Denn die letzten Abenteuer hatten mich schon etwas vorsichtig werden lassen. Aber was soll´s. Ich wollte es jetzt abschliessen. Also trat ich ein und ich fand eine Kiste. Diese Kiste liess sich ohne Probleme öffnen und ich war mehr als erstaunt. In der Kiste war ein Umschlag.
Ein Umschlag? Na vielleicht war da ja ein Scheck drin. Man geht mit der Zeit. So ein Schatz ist schon etwas schwierig unter die Leute zu bringen. Stellt euch vor, ihr wollt euren Schatz irgendwie zu Geld machen und seid bei einem Schmuckhändler und sofort kommt die Polizei. Ja – das wird wohl kaum einer glauben, wie ich denn zu diesem Schmuck gekommen bin. Also ist ein Scheck wirklich angemessen.
„Na willst du nicht öffnen?“ Fragte mich Mad. Ich riss den Umschlag auf und holte ein beschriebenes Blatt heraus? Wo war der Scheck? Ich schaute noch mal rein und  – nichts. Also fing ich an zu lesen
„Liebe Rina. Du hast es geschafft und hälst Deinen Schatz in den Händen. Du hast zweifellos etwas anderes erwartet. Aber der Schatz den du gefunden hast, der ist in Dir. Du hast entdeckt was in Dir steckt. Diesen Schatz kann man niemals mit Gold aufwiegen. Wir sind ziemlich beeindruckt, dass Du alle Aufgaben erfolgreich bewältigt hast. Und wünschen Dir für Deine Zukunft mit Deinem neuen Ich alles gute.“
Hä? Diese ganze Strapaze nur um mich selbst zu finden? Wollt ihr mich verarschen? Ich wollte gerade loszetern. Aber ich hielt inne und lies die Worte noch mal sacken. Und ich fing an zu lachen.
„Mad – weisst Du – ihr habt mich ganz schön an der Nase herum geführt. Aber ich finde es tatsächlich klasse. Das war ein Erlebnis, dass ich mein Leben nie vergessen werde und auch nicht was ich in der Lage bin zu bewältigen. Nach dem ersten Schlag ins Gesicht habt ihr tatsächlich Recht. Das ist ein Geschenk an eine Erinnerung, die man nicht bezahlen kann.  Ich schnappte mir Mad und Troy knuddelte die beiden bis sie schielten und lachte so herzhaft, dass mir mein Herz in der Brust hüpfte. Dann suchten wir uns eine gemütliche Stelle und unter lautem Geächze und Gestöhne schliefen wir dann doch noch ein.
*
Ich holte meinen Kopf unter dem Handtuch hervor. Schnäuzte die Nase und  schüttelte den Kopf. Ich wunderte mich über meine Fantasy, die der Inhalationsdampf so angekurbelt hatte. Dann kroch ich ins Bett, kuschelte mich an meinen Mann und träumte von Troy, Mad und vielen Abenteuern
Und irgendwo in einer Welt die nicht einfach so zu betreten war, geben sich Troy und Mad ein high five, drehen sich um und legen die Arme über ihre Schultern wie gute Freunde. Und gehen davon.
ENDE
So ihr Lieben. Das Abenteuer ist geschafft. Alle haben überlebt und eine tolle Erinnerung an eine Realität oder an eine Fieberfantasy. Die Geschichte fing als ich erkältet war und hat mir ziemlich Spass gemacht. Ich bedanke mich bei Euch, die Ihr bis zum Schluss mit gelesen habt und hoffe es hat Euch auch etwas unterhalten können.
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Schatz – Mein Abenteuer Part 17

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Ich konnte es nicht glauben. Vor uns erschien ein – Teufel? Ja ich denke so kann man ihn am besten beschreiben. Er erinnerte mich etwas an den Teufel aus dem Film Legende mit Tom Cruise. schatz-mein-abenteuer-teufel Also ziemlich beeindruckend. Ich würde den Kampf auf keinen Fall schaffen. Die Schlacht davor hat mich schon an die Grenzen gebracht. Aber ich hatte vergessen, das Mad´s Magie bewirkt, dass ich ein besseres ICH werde. Und schon spürte ich eine ungewohnte Kraft in mir wachsen. Ich war auf einmal überhaupt nicht mehr müde. Troy wuchs wieder auf eine unvorstellbare Grösse. Er stand da dem Teufel nicht mehr hinten dran.

Nach dem wir drei uns formiert hatten ging es schon los. Troy wagte als erstes den Angriff. Und er war nicht schlecht. Er war dem Gegner schon echt ebenbürtig. Aber es sollte nicht reichen. Die beiden kämpften bis aufs Blut. Und davon gab es wirklich einiges. Natürlich – je Grösser, desto mehr Blut. Ich war froh, dass Troy eben soviel austeilte wie er einsteckte.Der Kampf war atemberaubend, wenn er nicht so brutal wäre und mein Freund involviert wäre hätte man das Schauspiel echt bewundern können. Das Muskelspiel der beiden war einfach beeindruckend. Aber Troy musste aufgeben. Der Teufel war stärker.

Ich fing an mich umzusehen. Und ich entdeckte auf den ganzen Vorsprüngen noch Waffen. Da waren Armbrüste und Pfeil und Bögen. Und wenn ich was aus den vielen Spielen gelernt hatte, haben diese Waffen dann auch meist einen Sinn. Also begab ich mich heimlich auf den Weg zu den Vorsprüngen. Mad konnte ja meine Gedanken lesen und fing sofort an den Teufel abzulenken. Er sprintete hinter die Säulen die überall auf dem Gelände waren, und die Bewegung erregte die Aufmerksamkeit des Teufels. Er zögerte nicht und stürmte mit gezogenen Waffen und den spitzen Hörnern sofort hinter Mad her.

Während dessen zog ich mich nach oben und begutachtete die Waffen. Ein Traum. Armbrüste mit entzündbaren Pfeilen, ebenso das gleiche bei den Bögen. Auch diese Pfeile konnten entzündet werden. Aber wie? Also musste ich mich wieder umsehen. Und da sah ich auch schon die Feuerquellen. Auf einigen Vorsprüngen und auch unten am Boden waren kleine Feuer entzündet. Also hangelte ich mich, bewaffnet auf den ersten brennenden Vorsprung. Ich entzündete den Pfeil und versuchte den Teufel anzuvisieren.  Ich zielte und schoss. Und ich traf – nicht. Ja war ja klar. Ich selbst konnte ja nicht einfach über Nacht mit Pfeil und Bogen umgehen und Mad war abgelenkt um mich zu unterstützen

Also musste ich es selbst schaffen. Ich warf mich in die Brust und zielte. Ich hielt die Luft an, spannte den Pfeil und schoss. Und ich traf. Ich traf. Ich musste mich echt zurück halten, sonst hätte ich gleich mal einen kleinen Siegestanz hingelegt. Gerade als ich mich vergessen wollte hörte ich Troy. Er rappelte sich wieder auf und wollte sich gerade auf den Teufel stürzen. Mad schlug mit seinem Säbel auf des Teufels Beine und Füsse. Aber er war nicht so erfolgreich. Er kam nicht nah genug um ihn ernsthaft zu verletzen. Also blieb ihm nichts, also wieder zu flüchten. Troy machte sich gerade auf um erneut anzugreifen. Als ich erneut ein Pfeil schoss. Und der sass im Schulterblatt und dies schien dem Teufel gar nicht zu gefallen. Er zuckte zusammen und war kurz abgelenkt. Das nutzte Mad um sich auf seine Fersen zu stürzen um zuzuschlagen. Troy rannte auf ihn zu und verbiss sich in seinen Arm und ich zielte erneut. Wieder traf ich und ich traf diesmal in der Nierengegend. Die Flammen der Pfeile gingen nicht aus. Sie brannten in der Wunde weiter und das schwächte den Teufel.

Ich legte erneut an und schoss, das machte ich solange bis ich keine Pfeile mehr hatte. Troy und Mad attackierten ihn weiterhin regelmäßig. Der Teufel schaffte es aber immer wieder aufzustehen um die beiden abzuschütteln. Ich musste also noch eine Salve auf ihn verschießen. Dafür brauchte ich neue Pfeile. Also  begab ich mich auf den Boden um den nächsten Pfeiler zu erklimmen. Da kam ich in den Blick des Teufels und der lies ab von Troy und Mad – stürzte sich sofort auf mich und erwischte mich mit seiner Krallenbewehrten Hand. Und dieser Schlag saß. Ich überschlug mich fast. Ich glaube ich sah Sterne um meinen Kopf drehen. Waren da auch Vögel die zwitscherten. Ganz bestimmt sah ich Vögel.

Ich konnte nur noch kriechen und ich schaffte es unter einen Steinvorsprung zu kriechen in die der Teufel nicht eindringen konnte. Mad und Troy versuchten ihn von mir weg zu locken. In der Zwischenzeit konnte ich wieder klar sehen und spürte auch die Macht, die Mad rüber schickte. Ich konnte also weiter kämpfen und nutze die Ablenkung um an dem Teufel vorbei zu schleichen. Schnell rannte ich zu dem Pfeiler – zog mich hoch und schnappte mir die Pfeile. Nur doof – hier war kein Feuer. Also musste ich wieder runter und ganz schnell an eine der Feuerquellen ankommen. Am Boden zielte ich und schoss. Ich zielte auf die Achillessehne und – ihr werdet es nicht glauben, ich glaubte es selbst nicht – ich traf tatsächlich.

Der Teufel sackte zusammen und das war unsere Chance. Schnell schnappte ich mir ein Kurzschwert das am Boden lag und stürzte mich auf ihn. Troy kam von der anderen Seite und Mad war schon da und hieb auf den Teufel ein. Troy verbiss sich in seinen Nacken und ich attackierte die Nierengegend weiter. Wir waren wie Berserker. Wir merkten gar nichts. Schlugen, stachen, bissen. Irgendwann brach der Teufel zusammen und wir machten weiter. Ich konnte aus Angst nicht aufhören.Was wenn wir aufhörten und der Kerl würde sich regenerieren. Das konnte ich nicht riskieren. Also kletterte ich auf seine Brust und stach direkt in sein Herz. Und aus seinem Mund entwich ein letztes Seufzen. Ich brach zusammen, rutschte von ihm runter und wurde Ohnmächtig.

Als ich wieder erwachte, lag ich unter einem Felsvorsprung und Mad kniete neben mir. Er träufelte mir tröpfchenweise Wasser in den Mund und ich sog das Wasser auf wie die vertrocknete Erde. Ich öffnete die Augen um mich umzublicken. Wir sahen alle drei echt bescheiden aus. Hier bekam der Ausdruck „Durchgewolft“ einen neuen Ausdruck.

Hinter Mad sah ich den Berg – Der Teufel lag dort. Und er war Tot. Ich konnte es nicht glauben, wir hatten es geschafft. Ich war mehr Tot als lebendig jede Bewegung schossen  mir Schmerzwellen durch den Körper. Ich wurde wieder Ohnmächtig.

Als ich wieder erwachte lagen Troy und Mad an mich gekuschelt und schliefen. Mad schlief? Ich dachte er schläft nie. Aber dieser Kampf ging wohl auch an seine körperlichen Grenzen. Ich war noch nicht in der Lagen aufzustehen und schloss die Augen wieder. Morgen war auch noch ein Tag ;-)

to be continued….

Ein Kampf auf Leben und Tod. Ich hätte niemals gedacht dass wir diesen Kampf tatsächlich gewinnen. Aber so ist es. Wir haben es geschafft. Aber ob ich jemals wieder aufstehen kann. Ich konnte es mir im Moment nicht vorstellen.

FORTSETZUNG

Schatz – Mein Abenteuer Part 16

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Wir waren am Zielort angekommen. Aber der Schatz blieb noch verborgen. Als wir bei den ersten Sonnenstrahlen wach wurden sahen wir uns von oben die Gegend genauer an. Leider wurde der Ort nicht mit einem Kreuz gekennzeichnet. Schade eigentlich. Also mussten wir ausschau halten ob uns was auffiel. Und das einzige, das mir auffiel waren eigenartige Gegenstände. Und zwar: Äxte, Lanzen, Armbrüste, Schwerter. Sie lagen alle verteilt auf dem Gelände unter uns. Es war also klar, wir mussten runter und ich fühlte mich an eine Kampfarena erinnert. Hm. Ich hatte irgendwie das dumpfe Gefühl, dass wir nicht ohne Kämpfe an den Schatz gelangen würden.

Wir kletterten also runter und ich hielt nach Punkten, die auffällig waren ausschau. Aber es war nichts zu sehen. Ich hatte ein eigenartiges Gefühl. Und dies sollte sich bestätigen. In dem Moment als meine Füsse den Boden berührten geschah etwas. Es setzte Musik ein? Musik. Ich weiss nicht. Äh? Ich war in einem Endkampf? Ich befand mich in einer Spielarena und auf einmal kamen überall hässliche Gestalten aus dem Boden geschossen.

Tja – ich sollte in einem Videospiel sterben? Was war dass denn für ein eigenartiges Abenteuer. Aber wie sollte das laufen. Würde ich mich selbst spielen oder würde jemand den Controller für mich bedienen. Ich glaube das wäre mir lieber. Ein erfahrener Spieler, der in mit mir kämpfen würde. Da hätte ich wenigstens die Chance zu gewinnen. Denn so auf mich gestellt sah ich da schwarz. Ich starb schon wesentlich öfter in den Spielen als mein Mann, und jetzt noch in Live. Oh weh. Obwohl ich auch schon einige Endbosse gekillt habe. Aber ich will ja nicht prahlen. Hihi

„Mad?“

„Was ist?“

„Sehe ich das richtig. Das hier wird ein Endkampf? Kommt da nicht noch ein Endboss?“

„Öh – ja das sieht so aus und ja auch das scheint zu zu treffen. Es wird wohl noch ein Endboss kommen. So einfach in die Höhle einfallen und den Schatz bergen soll wohl nicht sein.“

„Kann es sein, dass du absolut keinen Plan hast was uns hier erwartet?“

„Äh – ja“

„Wie kann das denn sein?“

„Ich würde dir ja gerne den Bauch pinseln und behaupten, es wäre noch nie einer so weit gekommen, aber das wäre schamlos übertrieben und gelogen. Es gab natürlich schon einige Abenteurer, die wesentlich fitter waren als du, die soweit kamen. Aber diese Kampfarena ist neu. Und..“ Er druckste etwas herum. „Und ich habe wohl die Mail dazu nicht gelesen. Ah – Du weisst doch wie das so ist, da bekommt man von der Leitung einen Schwung Mails und ist eher genervt und da kann es schon mal passieren, dass man einfach mal zu schnell auf löschen drückt. “ Und ich könnte schwören er wurde rot.

„Tja – was soll ich denn jetzt dazu sagen? Würde ja nichts ändern, oder? Verdammte Scheisse. Hast du sie noch alle. Wenn man einen neuen Auftrag annimmt, liest man doch seine Mails. Und jetzt. Stehe ich hier und, und und…“ ich  konnte kaum aufhören, bis ich merkte, dass Mad schon längst abgeschaltet hatte.

„Zu meiner Verteidigung. Ich habe dein Bild angeschaut und mir damals gedacht. „Die schafft es doch eh nie bis zum Ende„. Deswegen waren die anderen Mails irgendwie nicht so wichtig für mich.“ Er hatte wenigstens die Anstalten peinlich berührt zu sein.

„Na toll. Ich weiss schon, dass ich nicht wie eine Kämpferin aussehe. Aber du bist ganz schön oberflächlich. Pah.“ So, dass sass.

In der Zeit in der wir hier zankten bewegten sich die Dämonen auf uns zu und uns blieb nichts anderes übrig als uns zu den Waffen durch zuschlagen. Troy hatte schon fleissig angefangen mit den Dämonen zu kämpfen und ich muss sagen, dass hier wieder mal nichts von dem knuffigen quietsch-blauen kleinen Dämon übrig war. Er war wirklich beängstigend und ich war froh, dass er auf meiner Seite kämpfte.

Als erstes erwischte ich eine Lanze. Das war nicht schlecht, damit konnte ich  mir die Dämonen auf jeden Fall vom Leib halten. Aber sie war nicht perfekt. Viel zu träge sich damit zu wehren. Aber sie führte mich ein und ich merkte, wie ich umschaltete. Aus dem Jammermodus in den Kampfmodus und ich fühlte mich stark und unbesiegbar. Ich denke ich führte mich selbst, denn es fühlte sich nicht so an, als würde jemand den Controller drücken, wenn man so was schon mal fühlen würde – wie würde es sich anfühlen. Hm. Keine Ahnung.

Ich rannte und sprang. Die Erhebungen auf der Kampffläche halfen mir Feuerbällen auszuweichen oder auch Krallenattacken. Ich hatte immer noch die lästige Lanze und schaute nach etwas praktischerem. Da lag eine Axt. Ob ich die führen konnte? Ich sprintete mit einigen Dämonen im Rücken, nach vorne. Ich reagierte nur noch. Mein Verstand hatte sich abgeschaltete. Hier war nur noch  mein Instinkt aktiv. Und ich wollte überleben.

Ich ergriff die Axt und schlug los. Und ich traf. (Hier kann es jetzt bisschen brutal werden!) Ich traf und ich sah Arme mit bekrallten Händen vor mir liegen. Sie zuckten und ich rannte. Ich lief an Wänden hoch und zog mich auf Vorsprünge. Immer dicht gefolgt von Dämonen und Dämonenhunde und was auch immer die Hölle ausgespuckt hatte. Auch Mad sah ich kämpfen. Ich sah gerade zu ihm wie er mit einem Säbel – oh ein Säbel, den will ich auch – einem Dämon den Kopf abschlug. Wir blickten uns an. Lächelten und kämpften weiter.

Ich machte mich auf die Suche nach einem Säbel. Das Ding sah ja so cool aus. Damit wollte ich auch köpfen. Ich verwandelte mich in etwas was ich nie in mir erwartet hätte. Ich war ein anderes Wesen. Gefühlt. Ich war immer noch ich, aber nur äusserlich. Innen kämpfte ein Tier in mir. Und ich fand einen Säbel. Ach. Was ein Gefühl in der Hand. Ich schob meine Hand in den Säbel-Griff und fing an zu zu schlagen. Das pfeifende Geräusch, den der Säbel machte pushte mich auf. Ich fühlte mich wie unter Drogen. Was Adrenalin so ausmachen konnte.

Und dann traf mich was. Ich spürte unbändige Hitze. Ein Feuerball hatte mich getroffen. Ich schrie auf und viel vom Sockel auf den ich mich gehievt hatte. Unten am Boden stürzten die Dämonen auf mich. Ich spürte wie sie an mir rissen. Meine Haut platzte auf, an den Stellen an den ihre Krallen mich erwischten. Ich konnte mich nicht bewegen. Es lagen gefühlte Tonnen auf mir. Aber irgendwann gewann mein Überlebensfunke. Ich fing an mich frei zu strampeln. Ich würde es nicht schaffen sie zu bekämpfen, ich  musste sehen, dass ich aus dem Knäul heraus kam. Also robbte ich unter dem Haufen Dämonen liegend in eine Richtung. Ich hoffte, dass irgendwo ein Ausgang wäre. Und irgendwann spürte ich einen Luftzug an der Hand. Sie war frei und dann zog jemand dran. Ich spürte Zähne und verabschiedete mich von meiner Hand. Als ich frei war, stand Troy über mir und schlug seinerseits mit seinem Krallen in den Haufen Dämonen und traf richtig gut. Die meisten wurden zerfetzt. Ich sah einen Berg Beine, Arme, Köpfe und stinkende Gedärme. Als ich aufstand drückte ich  mich kurz an Troy und umfasste sein Bein. Er war riesig.

Eine kurze Stippvisite über meinen Körper zeigte mir, dass ich ganz schön was abbekommen hatte. Aber Mad´s Magie half mir die Schmerzen zu ignorieren. Ich würde später dafür um so mehr büßen.

Es nahm einfach kein Ende. Sie kamen einfach immer wieder. Die Musik dudelte ich schlug und floh. Ich versuchte mich weiter nach oben zu verdrücken und als ich am höchsten Punkt ankam stieß ich auf eine Truhe. Eine Munitionskiste? Hm. Vielleicht. Ich öffnete sie und stieß einen kleinen Freudenschrei aus. Eine Truhe voller Granaten. Uh – ich liebe Granaten. Ich bin schlecht im Zielen und Treffen, deswegen ist die Schrot  meine Lieblingswaffe im Spiel. Aber auch wenn man nicht richtig traf, konnte so eine Granate gut wirken. Also fing ich an den Splint zu ziehen und nach unten zu werfen. Mad und Troy befanden sich am Rand der Arena und unter mir stapelten sich die Dämonen um zu mir hoch zu kommen. Also warf ich einfach mal nach unten. Und es rumste so toll.

Und gleich die nächste. Ich hielt Ausschau nach  meinem Kameraden und sah, dass sie sich auch nach oben geflüchtet hatten. Also konnte ich auch meinen Radius erweitern. Und das machte ich. Wie gesagt, ich bin im Werfen nicht so gut, aber es reichte um die Reihen Dämonen kräftig auszudünnen.

Als die Kiste leer war konnte ich, nach dem sich der Rauch verzogen hatte – sehen, dass immer noch Dämonen übrig waren, aber das waren nur noch eine Handvoll. Ich schnappte mir meinen Säbel und mit einem quietschenden Kriegsgeschrei warf ich mich auf die Dämonen und wieder wurde ich übelst aufgekratzt. Da würde ein Schönheitschirurg einen Batzen Geld verdienen um das wieder hin zu bekommen. Ich schlug und köpfte und schnitt und irgendwann kam nichts mehr nach.

Die Musik hatte aufgehört und wir standen in der Mitte. Blutbesudelt. Wir sahen aus, als wären wir von innen nach aussen gewendet worden. Wir vielen uns um den Hals. Also Mad und ich. Troy war wieder zu seiner Grösse geschrumpft und hüpfte freudig um uns herum. Wir hatten es geschafft. Wir hatten überlebt und gewonnen.

Nur. Wir vergaßen etwas wichtiges. Die meisten Zocker werden es merken. Wir hatten zwar einen großen Kampf gewonnen, aber um die Mission abzuschließen fehlte der Endboss. Und als sich die Erde auftat und ein Erdbeben uns erschütterte vielen mir alle meine Sünden ein. Denn was da vor uns auftauchte – das würde ich nie besiegen können.

To be continued…

Wow. Ein Kampf wie in einem Videospiel. Das war anstrengend und spannend. Aber wie sollen wir denn den Endboss schaffen. Ich weiss es noch nicht. Drückt mir die Daumen, dass ich auch das schaffen werde.

FORTSETZUNG

Schatz – Mein Abenteuer Part 15

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Vielleicht erinnert ihr euch, wir sind geradezu in der Kulisse für Congo gelandet. Ich war wirklich  misstrauisch. Denn bis jetzt ist ja kaum ein Tag vergangen, bei dem nicht etwas eigenartiges – abartiges geschehen ist. Ich zog die Karte aus der Seitentasche und wir beugten uns darüber. Wir hatten es geschafft. Wir waren tatsächlich am Ziel. Aber ich befürchtete, dass dieser Schatz nicht so leicht zu bergen sein würde. Aber erst einmal mussten wir nach oben. Und oben war wirklich ziemlich weit oben.

Diese alten Gemäuer waren echt ein Traum. Ich kam mir vor wie bei Tarzan. Nur mein Tarzan war irgendwo zu Hause. Wie war das eigentlich, ich war ja nicht vor Ort. Würde er sich Sorgen machen. Hätte er die Polizei schon eingeschaltet? Fehlte ich. In dem Moment als ich Mad danach fragen wollte, antwortete er schon.

„Du fehlst niemandem“. Na wie feinfühlig. So kennen wir ihn. „Die Zeit wurde in deiner Welt einfach eingefroren. Solltest du also wieder nach hause kommen, wird die Zeit einfach da weiter laufen. Und sollte tatsächlich der Ernstfall eintreten, habe ich dass ja schon am Anfang erläutert. Je nach dem wie vorzeigbar du bist, kommst du nach Hause zur Beerdigung oder ein Cleaner und du verschwindest“. Ja das klang auch beim zweiten mal nicht netter.

Ich hatte jetzt schon soviel überlebt, da wäre es doch gelacht, wenn ich jetzt sterben würde. Das lasse ich nicht zu. Ich würde das schaffen. Wir standen am Grund des Gemäuers und ich konnte es nicht verhindern, ich musste es wieder bestaunen. Es war wie so ein Maja Denkmal nur noch Pompöser. Das musste mal einem Dschungelkönig gehört haben. Wie sollte ich denn da jetzt hoch kommen? Aber da kann ich auch nur noch mal auf Mad´s Fähigkeiten eingehen. Er konnte meine körperlichen Unlänglichkeiten ausgleichen und mich Engelsgleich nach oben befördern.

„Das kannst du mal schön vergessen, “ hörte ich ihn sagen. „Ich kann dafür sorgen, dass du es schaffst, aber das musst du dann auch alleine, ich werde dich nicht irgendwie da hoch befördern. Das wäre ja noch schöner. Und auch nicht teil unseres Vertrages.“

„Welcher Vertrag? Hatte ich was unterschrieben?“

„Bei uns gilt ein mündlicher Vertrag bindend – wir sind in der magischen Welt.“

Okay – ich bin ja aufgeklärt worden. Also spukte ich in die Hände und versuchte mich an das Spiel Unchartet zu erinnern und zu hoffen, dass ich Live besser wäre als in diesem Spiel, denn da verzweifelte ich regelmässig beim Hüpfen, Hangeln, Springen. Ich stürzte regelmässig ab.

Also mit vollgespukten Händen griff ich an den ersten Vorsprung und zog mich hoch. Und es funktionierte. Gut ich hatte ja schon bei der Steilwand mit den Flugsauriern bewiesen, dass es geht. Also weiter. Ich sprang und hangelte und schwang  mich an Efeuranken nach oben. Und ich konnte es nicht lassen, als ich weit oben war einmal Tom Cruise bei Mission Impossible machen. Ich drehte mich und hielt mich mit einer Hand und fühlte mich wie eine Göttin. Unkaputtbar. Ich war vollgepumpt mit Adrenalin und hätte bis in den Himmel klettern können. Aber irgendwann war ich oben und natürlich waren Troy und Mad schon ewig da. Denn was sich für mich anfühlte wie schweben war wohl eher ein kriechen wie von einer Schnecke. Was auch ein Grund sein könnte, dass ich  nicht abstürzte. Denn Schnecken kleben doch so toll an allem fest.

Als wir da oben sassen konnte man nichts anderes als die Aussicht bewundern. Es war einfach traumhaft. Unbeschreiblich. Eine Welle grün und gelb floss unter uns vorbei und ich konnte nichts anderes als dieses mal tatsächlich sprachlos sitzen. Wir beschlossen unser Lager hier auf zu schlagen und uns auszuruhen. Wir beraten uns wie wir am nächsten Tag weiter machen sollten um dem Schatz zu finden. Die Karte half uns  nicht mehr weiter. Sie zeigte uns ja nur den Ort aber nicht die genaue Stelle.

Es blieb also nichts übrig als auf Tageslicht zu warten. Wir bewunderten den Sonnenuntergang und legten uns schlafen

to be continued. ….

Wir standen kurz vor dem Ziel. Der Schatz lag irgendwo vor unserer Nase. Wir mussten nur noch die einzelnen Zeichen erkennen.

 

FORTSETZUNG

Schatz – Mein Abenteuer Part 13

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Ich konnte es kaum fassen. Ich hatte sie gefunden. Ich konnte nicht mehr weit von ihnen entfernt sein. Nur noch über diesen kleinen Hügel, dahinter müsste die nervige Rina und der liebe Troy sein. Ich merkte in mir einen kleinen Vulkan der Freude, der anfing zu brodeln. Bald war ich in Sicherheit. Warte – Bald waren sie wieder in Sicherheit. Aber es fühlte sich eher an, als wäre ich in Gefahr.

Ich sputete mich. Ich wollte keine Minute mehr verlieren. Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich geflogen. Aber dazu reicht meine Magie nicht. Ich musste schnöde laufen. Ich sollte mir überlegen meine Magiefähigkeiten mal updaten zu lassen. Ich muss da zugeben, dass ich etwas faul war und die ganzen Prüfungen nicht ablegen wollte. Aber im Hinblick unseres Abenteuers sollte ich mir das wirklich überlegen. Ein bisschen mehr Magie könnte echt hilfreich sein.

Als ich am Gipfel des Hügels ankam, sah ich die beiden. Sie schliefen. Natürlich. Ich könnte Tot sein und sie schliefen. HA!. Nun – Ich wollte jetzt nicht die Diva heraus hängen lassen. Wir hatten alle einiges erlebt und Menschen brauchten eine Erholungsphase. Troy – na ja – er nutzte eh jede Möglichkeit sich hin zu legen.

Abwärts war dieser Hügel ganz schön steil und tiefer als er von der anderen Seite aussah. Ich war nicht in der Laune da herunter zu purzeln. Ich schaute mich um und fand was ich suchte. Ein Stück Holz – breit genug um mich drauf zu stellen. Ich nutzte meine Magie um es etwas zu formen. Es glich nun einem Mini-Surfbrett. Und ich schwang mich drauf. Ich hatte noch nie auf einem Surfbrett gestanden, aber ich war ja begabt. Das war kein Problem für mich. Ich legte los mit dem Sandsurfen.

Das war soooo cool und viel zu schnell vorbei. Ich bewegte mich um die Büsche rum rechts-links das Brett gehorchte mir, als wäre es ein Teil von mir. Ich konnte mich nicht zurück halten und jauchzte. Dabei weckte ich die beiden unten, die sofort erschrocken aufsprangen. Rina hatte einen Knüppel neben sich und Troy vergrösserte sich sofort. Sie konnten mich nicht erkennen und nur weil ich so wendig war konnte ich Rinas Knüppel ausweichen. Troy hatte wohl meinen Geruch erkannt und schrumpfte sogleich. Aber Rina hatte wieder mal nichts erfasst und wirbelte herum um mir mit dem Knüppel zu folgen.

Ich sprang schnell ab – obwohl ich am liebsten wieder auf den Hügel gegangen wäre um noch mal abzufahren. Da konnte man süchtig werden. Ein solches Hochgefühl von Freiheit und Wonne. Ich war abgelenkt durch meine Gefühle und wurde schmerzhaft geweckt durch einen schlag mit dem Knüppel. Ich fiel und sah Sterne. Und in dem Moment schien Rina mich zu erkennen. Mit der Folge, dass sie sich schnell neben mich kniete und sofort fest in die Arme schloss. Es war also nicht nur so, dass mir der Kopf weh tat – nein ich stand auch kurz davor zerquetscht zu werden.

Ich wandt mich in ihren Armen und endlich lies sie mich los.

„MAD, MAD, MAD, “ rief sie und schnappte wieder nach mir und ich landete schon wieder in ihren Armen. Dieses mal zerquetschte sie mich nicht – sie schlabberte mich ab. So fühlte es sich an. Hatte mich Troy oder Rina erwischt. Sie gab mir ein Kuss nach dem anderen auf die Wangen. Bald war ich total genervt und drückte mich von ihrer Brust weg.

„Pfui, hör doch auf – ich habe genug gekämpft, das muss ich doch nicht gegen dich machen, oder?“

„Oh Mad,“ sagte sie. „Ich hatte so angst um dich. Ich dachte du wärst ertrunken, oder gefressen worden. Wo warst du so lange, ich wusste nicht wie lange ich warten sollte. Morgen wären wir weiter gegangen. Ach ist das Toll, dass du uns gefunden hast. Ich bin ja so glücklich. Was ist dir alles geschehen. Erzähl doch. Hast du hunger und durst. Es ist noch Fisch und Ananas da. Warte ich bring es dir und dann kannst du uns alles erzählen.“

Und da war es wieder – das Geschnatter – ich würde es nie zugeben, aber es hat mir echt gefehlt. Ich war froh. Rina und Troy waren unverletzt und sie hatte nichts von ihrer Art verloren. Ich freute mich und erzählte während dem Essen was mir alles passiert war.

Wir lachten und spaßten und waren erleichtert, das alles gut ausgegangen war. Und vor allem, dass wir wieder zusammen war. Troy kuschelte sich an mich und ich fühlte mich geborgen. Wie schnell man sich doch an jemanden gewöhnen kann. Ich fühlte mich unter Freunden.

To be continued…

Ach ich bin so froh. Mad hat uns gefunden. Ich hätte nicht gewusst was ich ohne ihn weiter machen sollte. Er fehlte mir und ich wollte nicht alleine gehen. Aber was hätte ich machen sollen. Ich hätte ja nicht ewig dort bleiben können. Aber jetzt ist er da und wir können endlich weiter ziehen.

Schatz – Mein Abenteuer Part 12

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Ihr erinnert Euch. Mad und ich wurden unglücklicher Weise getrennt. Troy war noch bei mir und ich war wahnsinnig Froh darüber. So ganz alleine würde ich hier durchdrehen. Armer Mad. Aber ich denke, dass er besser alleine zurecht kommen würde wie ich. Ich stellte fest, das Troy wohl doch schwimmen konnte. Ihm war es nicht geheuer aber er konnte es. Denn – der Liebe – besorgte mir paar kleine Fische. So, da stand ich dann mit den Fischen. Ich könnte sie ja einfach wieder auf einen Stock piksen, das war nicht schlecht gewesen. Den ausnehmen. Uh. Ne. Also gedacht getan. Troy aß seine roh…klar. Ist ja auch gesünder für ihn, oder? So ist es wenigstens bei meinen Lieblingen zu Hause. Ach….meine Lieblinge. Ich vermisste meine Katzen, meine Hunde und meinen Mann. Jetzt wo ich so alleine war und mal Zeit hatte merkte ich es. Ich fühlte mich einsam und kuschelte mich an Troy. Zum Glück war er bei mir. Er verschwand ja auch mal gerne – nicht.

Das nächste Problem, dass es zu lösen galt war wieder mit Mad zusammen zu treffen. Ich war mir nicht sicher, wie lange ich denn warten sollte. Ich wusste ja nicht ob er noch lebt. Was wenn nicht. Käme ich ohne ihn hier überhaupt wieder weg? Ohhhh. Ohhhh…ach je. MAD.

*

Ich fühlte mich immer noch wie durch einen magischen Kakao gezogen. Die waren echt lecker und soviel besser als die nichtmagischen menschlichen Abklatsche von einem Kakao. Da merkte ich, ich habe hunger. Ja. Klar. Also kletterte ich schnell auf einen Bananen Baum um mir eine kleine Staude zu pflücken. Wieder unten angekommen setzte ich mich und genoss einige Bananen. Ein Kaffee, den hätte ich mir gewünscht. Die restlichen Bananen verstaute ich erstmal und dann versuchte ich  mich irgendwie zu orientieren. Dumm – ich hatte vor unserem Fisch-Abenteuer nicht auf die Himmelsrichtung geachtet. Aber ich erinnerte mich an den Blick auf die Karte. Wir hatten den Fluss von der Ost Seite erreicht. Der See müsste sich eventuell Süd-östlich befinden. Aber Süd-östlich von wo? Verdammt. Meine Orientierung war immer noch weg. Ich konnte mich auch nicht an den Sternen die kommende Nacht orientieren. Mir fehlte einfach der Ausgangspunkt. Also blieb mir nichts anderes übrig davon auszugehen, einmal quer durch den See gezogen worden zu sein. Also gegenüber – Westen? Ich sollte also einfach wieder Richtung Osten gehen und meine magischen Radarantennen auf Rinas wirre Gedanken ausrichten.

So würde ich es machen. Erstmal suchte ich mir ein sicheres Nachtlager und wollte dann morgen Richtung Sonnenaufgang wandern. Da mussten sie sich irgendwo aufhalten. Ich musste mich beeilen, ich wusste ja nicht wie lange sie warten würden.

Am nächsten Morgen genehmigte ich mir die verbleibenden Bananen und ging los. Ich wusste nicht wie lange ich gehen musste und was mich erwarten würde, denn auch für mich als Gnom ist es hier nicht ungefährlich. Eigentlich sind wir ja eher Erd- und Bergbewohner. Aber ich gehe gerne an die Oberfläche. Es ist mir einfach zu langweilig ständig nur zu graben und Schätze zu horten. Aber wir tendieren auch gerne mal unsere Form zu verändern – wir wandeln uns in Amphibien. Ja – Erde und Pflanzen helfen und so´n Zeug. Das kann schon nervig sein, denn wenn ich mich nicht konzentriere bin ich – schwupps – ein Salamander. Ja. Und damit kann ich gar nichts anfangen. Also sammele ich meine Gedanken und Kräfte um meine derzeitige Form bei zu behalten.

Während ich also Richtung Osten lief, versuchte ich mich auf mich und auf Rina zu konzentrieren. Wir waren durch dieses Abenteuer speziell verbunden worden. So wie ein GPS Tracker – Aber  die Entfernung durfte nicht zu weit sein. Ich hoffte inständig in die richtige Richtung zu laufen. Aber das müsste ich ja bald spüren. Rina´s Gedanken müssten mich bald einholen. Und ich freute mich wirklich darauf sie wieder zu hören.

Während meiner Konzentration auf  mich und Rina merkte ich natürlich nicht, dass sich die Vegetation änderte. Das sumpf artige Ufer wurde fester und ich musste immer öfter Büschen und Bäumen ausweichen. Sie drängten mich immer weiter vom Ufer und in den Dschungel. Aber ich konnte es nicht ändern. Es gab mal wieder keinen direkten Weg. Ah. Verdammt. Ich würde mich dadurch weiter entfernen. Aber ich lief weiter. Knabberte immer mal wieder an den Blüten der Büsche – die wirklich lecker waren – und lief weiter. Dabei veränderte sich langsam der Boden. Er war immer stärker bewachsen. Ich stolperte immer öfter über verschlungene Ranken und erhöhte Wurzel. Das wurde wirklich anstrengend. Leider hatte ich keine Machete um den Weg frei zu machen. Die war bei Rina. Tja. Gut, dass ich nicht so gross bin. Ich konnte noch gut durch schlüpfen.

Bis – jetzt war es echt schwierig. Ich hatte das Gefühl, dass die Ranken sich vor mich zusammen schlossen und sich immer mehr miteinander verschlingen. Bildete ich mir das ein. Oder – oh nein. Ich war im Rankenwald gelandet. Ach du meine *pieps*. So ich musste überlegen. Denn diese Ranken konnten wirklich tödlich sein. Wenn sie mich erwischten würden sie mich in sich einflechten und aussaugen. Ich würde eine Art Symbiose mit ihnen eingehen, die ich aber am Ende nicht überleben würde. Da gäbe es kein gegenseitiges Nutzen.

Ich überlegte fieberhaft. Und schon war es zu spät. Eine Ranke hatte sich unbemerkt meinem Knöchel genähert. Und bevor ich richtig reagieren konnte hatte sie mein Bein umschlungen. Danach ging es rasch. Nach dem das eine Bein eingewickelt war, erwischte es schnell das zweite und meine Arme wurden ebenfalls eingewickelt. Ich war gefangen. Und alleine. Also was sollte ich machen. Es würde nicht so lange dauern, bis sie mit ihren Ranken in mich dringen würden um mich zu „ernten“. Ich war verloren. In Gedanken entschuldigte ich mich bei Rina und Troy. Ich hatte versagt. Ich hätte doch meine Höhle nicht verlassen sollen. So ist das wenn man nach anderem strebt. Es kann schlimm ausgehen. Wenn es nur mich betreffen würde, wäre es mir egal. Ich hatte er vermasselt und gut ist. Aber wie sollte Rina hier jemals wieder heraus kommen?

Nein! Ich durfte nicht aufgeben. Ich  müsste mich wehren und irgendwie befreien. Und dann liess ich meine Konzentration fallen. Es dauerte nicht lange und ich wandelte mich in einen Salamander. Damit wurde ich erstmal zu klein für die Ranken. Wenn sie ein Gesicht hätten, hätten sie ziemlich dumm aus geschaut. Ich musste schmunzeln. Jetzt musste ich mich sputen. Denn die Form des Salamanders hatte auch seine Tücke. Denn wenn ich mich zu lange in dieser Gestalt befand,  regte sich meine Affinität zur Erde und Natur und ich würde mich  nicht wieder zurück wandeln wollen. Es fühlt sich so verführerisch an. Aber ich wollte ja nicht so bleiben. Ich wollte wieder meine menschenähnliche Form annehmen. Ich war noch nicht bereit mein Abenteuer aufzugeben. Irgendwann – aber nicht jetzt.

Schnell schlüpfte ich durch die Ranken durch und rannte so schnell mir möglich. Ausser Atem erreichte ich den Rand das Rankenwaldes.  Die Ranken hatten es nicht verstanden. Sie konnten dem nicht folgen, was den mit ihrer Beute geschehen war. Als ich in sicherer Entfernung war, wandelte ich mich wieder und schaute zurück. Als ich meine Form wieder angenommen hatte und die Ranken bemerkten was geschehen war, hörte ich ein Rascheln der Ranken die aneinander rieben. Es hörte sich fast wie ein Fauchen an.

In Sicherheit war ich nicht. Denn dieser Rankenwald war tückisch. Eine kleine Ranke konnte mich schon wieder zurück zerren. Ich lief weiter. Und nach einiger Zeit spürte ich was. Ich blieb stehen und horchte in mich hinein. Ich konnte tatsächlich die Gedanken von Rina spüren. Noch nicht deutlich, aber sie war es. Ich hörte irgendwas von Stockfisch und ekligen Fischgedärm um dass sie lieber drum herum essen wollte als sie aus zunehmen. Ja. Das konnte nur sie sein. Ich hatte sie gefunden. Noch war ich nicht in der direkten Nähe. Aber morgen würde ich ihr so nah kommen, dass sie mich vielleicht auch spüren konnte. Aber Troy musste  mich auf jeden Fall wittern können. Ich konnte mein Glück kaum fassen, ich hatte sie tatsächlich gefunden.

To be continued..

Oh – hier bin ich echt knapp entkommen. Fast wäre ich Rankenfutter geworden. Aber ich habe es geschafft und bald kann ich mich wieder mit den nervigen – lieb gewonnenen – (pst) Angewohnheiten Rinas beschäftigen.

(Quelle)

Fortsetzung

Schatz – Mein Abenteuer Part 11

logo-mein-schatz1Hier kommt ihr zum Vortag

Hier kommt ihr zum Start meines Abenteuers

Vielleicht erinnert ihr Euch noch. Mad und ich haben gegen einen Monsterfisch gekämpft. Bzw. Wir haben einen anderen Monsterfisch, der da eingesprungen ist. Aber dabei haben wir uns verloren. Ich habe absolut keine Ahnung wo er hin geschwommen ist oder ob er überhaupt schwimmen kann.Troy war zum Glück am Wasserrand. Er scheint nicht schwimmen zu können oder ist einfach nur wasserscheu. Das finde ich vielleicht noch heraus. Aber erstmal machte ich mir wahnsinnige Sorgen um Mad. Ich hoffte ihn wieder zu sehen. Er war mir schon ans Herz gewachsen. Der kleine Gnom. Kann er meine Gedanken noch hören. Das wäre toll, dann würde er mich finden.

*

So. Ich hatte Rina verloren. Ist ja eigentlich kein Problem. Ich bin ein Gnom mit beschränkt magischen Fähigkeiten.  Da wird sich doch was machen lassen. Erstmal musste ich  mich orientieren. Ich schien irgendwie festzuhängen. Ich strampelte und hatte das Gefühl es würde immer fester werden.Also versuchte ich an mein Bein zu kommen. Dann sah ich das Problem. Ich war in einer Angelschnur verheddert.* Und je mehr ich mich drehte und wendete um so enger wurde es. Ich wurde etwas hektisch. Ich hätte jetzt gut einen von Rinas nervigen blöden Sprüchen gebrauchen können. Ich hätte es nicht erwartet – aber sie fehlten  mir. Ich griff in meine Hosentasche und fand – was ein Segen – ein Messer.

Ich machte mich daran die Schnur von mir zu lösen. Das war gar nicht so einfach. Denn ich musste auch sehen, dass ich nicht ständig unterging. Also ein ziemlicher Balanceakt. Aber meine Magie half mir etwas. Ich konnte eine Art Luftkissen erschaffen, welches verhinderte, dass ich unterging.

Als ich mich endlich befreit hatte, schwamm ich Richtung Ufer. Aber da ich die Orientierung total verloren hatte und auch absolut keine magische Resonanz aussenden konnte – war ich verloren. Verloren im grossen unbekannten See mit Monsterfischen. Dabei viel mir ein, dass ich  mich vielleicht doch beeilen sollte aus dem Wasser heraus zu kommen. Ich hatte keine Lust als Nachtisch zu Enden. Ich konnte nicht glauben, dass wir solch ein Glück hatten, dass unser Angreifer zur Nahrungskette eines anderen – ja wohl grösseren – aber wenigstens anderen Fisch gehörte.

Endlich kam ich an Land. Das Ufer war flach und ich konnte mich an den Pflanzen herausziehen. Erschöpft legte ich  mich für ein paar Minuten ans Ufer. Was sollte ich denn jetzt machen? Ich hatte ja auch eine gewisse Verantwortung Rina gegenüber. Wie sollte sie denn ohne mich überleben? Geschweige denn den Schatz finden? Es stahl sich etwas Verzweiflung in meine Gedanken. Aber ich schüttelte sie schnell ab. Ich  musste eine Lösung finden.

Aber erst einmal musste ich weiter gehen. Irgendwie musste es zu schaffen sein wieder auf Rina und Troy zu treffen. Ich hoffte, dass dies nicht so schwierig werden würde. Also packte ich mich – ich hatte ja sonst nichts ausser mein lebensrettendes Messer – und lief los. Ich lief einfach mal in die Richtung die ich mir erdachte. Dort müssten die beiden sein und ich hoffte, sie würden auf mich warten.

To be continued

So – wir sind immer noch von einander getrennt. Ich weiss gar nicht, soll ich versuchen Mad zu finden oder einfach warten. Ich denke warten wird das richtige sein. Denn wenn er noch lebt, wird er doch bestimmt versuchen uns zu finden. Also werde ich mich mit Troy hier sicher einrichten und einige Tage warten, bis wir dann weiter wandern.

 

*(Bei dieser Gelegenheit – Liebe Angler – ich habe bei der Recherche einige ganz schlimme Bilder gesehen, was unachtsame entsorgte oder liegengelassene Angelschnuren mit Enten und anderen Wasserbewohnern anrichtet. Bitte. Entsorgt Eure Angelschnuren gewissenhaft. Denkt an die Qualen, die die Tiere erleiden müssen. Ich danke Euch).