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Ein Gedanke: Selfpublisher vs Verlagsautoren

Im Zuge einer Aktion #10Tage10Blogger10SpBücher und eines Gewinnspiels bei Gila´s Bücherstube wollte ich einen Gedanken mal mit euch teilen, der mir schon die ganze Zeit im Kopf rum fleucht.

Ich habe in diesen kurzen Jahr schon 6 Reziexemplare gelesen und beim 7. bin ich gerade – meist Anfragen von Selfpublishern oder Autoren, die in kleinen Verlagen veröffentlichen.

Dabei ist mir aufgefallen: Den Autoren sind doch nicht die Ideen ausgegangen. Sie werden von den Verlagen aber anscheinend in ein spezielles Muster gedrängt und produzieren damit Bücher, bei denen der Klappentext wie ein Einheitsbrei ist. Die Hauptgenren sind ja:

Krimi/Thriller – irgendeiner hat immer ein traumatisches Erlebnis und ist mürrisch

Romanzen – Beziehungen zerbrechen, die Verlassene macht eine Reise oder zieht um und trifft dort auf einen attraktiven Mann, der alles verkompliziert und meist auch noch mürrisch ist.

Romantasy – lese ich so gut wie nie – aber wenn ich mal was interessant finde: Eine Begabung/Macht erwacht in einer Jungen Person. Sie ist gefährlich aber es tritt (meist ein junger hübscher dunkler) in ihr Leben und hilft ihr. Wird die Liebe die Probleme bewältigen können?

Young Adult (oder so) – Dreiecksbeziehungen. Nervige Charaktere, Zickenkrieg und so weiter

Weihnachtsbücher: Kurz vor Weihnachten gehen die Beziehungen zu Bruch, sie werden Arbeitslos und oder verlieren ihre Wohnung….(hier bin ich schon flexibler, da Weihnachten auch kitschig sein darf, aber neues würde ich hier auch begrüssen)

Sci-Fi lese ich nicht so oft, deswegen kann ich es nicht beurteilen

Horror ist noch recht flexibel

Fantasy bin ich zwar unterwegs – aber da ist die Auswahl ja riesig deswegen auch schwer zu beurteilen.

Ich glaube manchmal jeder Verlag hat eine Person, die einfach die Klappentexte anpasst –  Namen, Stadt, Fähigkeit oder Mord

Ich bin gelangweilt von den Klappentexten. Vielleicht ist das, das grosse Problem. Verändert die Klappentexte.

So – wenn ich also dann meine SP-Bücher betrachte – da hab ich kein einziges dieser Dinge darin gefunden. Und ich bin begeistert von den vielen Ideen die hier noch schlummern. Ja – manche haben ein kleines Problem mit flüssigen Schreibstilen oder auch mal vermehrte Rechtschreibfehler – aber das wird. Ich habe es bei denen beobachtet, deren erstes Buch ich miterleben durfte und nach dem 2. 3. 4. ist es richtig gut.

Ich lese natürlich noch immer Bücher aus grossen Verlagen – aber ich merke schon, dass ich bewusst nach SP – Autoren Ausschau halte um bisschen frischen Wind auf meinem verstaubten SuB zu bekommen.

Es wäre schön, wenn die Verlage, die Autoren einfach ein bisschen von der Leine lassen würden. Es würden soviel mehr spannende und vor allem verschiedene Geschichten entstehen. Der Markt muss nicht überschwemmt werden mit Einheitsbrei, den dann keiner mehr lesen will. Lieber weniger, dafür kreativer und freier. Das wäre es, was ich mir als Leser wünsche. Das ist es, was uns die Selfpublisher und Indies bieten. Mehr kreative Freiheit für den Autor und somit auch für den Leser.

Wie ist das so bei euch? Lest ihr lieber Verlagsbücher, oder schaut ihr mittlerweile auch intensiver nach Selfpublisher oder kleine Indie Verlage?

Autor:

Lesen ist meine Passion. Ich lese langsam, aber immer. Meine Beziehung und meine Familie sind mir wichtig. Ich liebe meine Tiere über alles. Sie sind es, die mir zeigen, wie einfach doch das Leben sein könnte. Ich warte. Warte auf ein Zeichen.

26 Kommentare zu „Ein Gedanke: Selfpublisher vs Verlagsautoren

    1. Absolut. Ich finde es gut, dass du da eine Aktion machst.

      Ich habe mir schon seit paar Wochen Gedanken darüber gemacht, dass es richtig Spass macht die Bücher zu lesen, weil einfach bisschen frischer Wind her kommt.

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  1. Geht mir auch so – in kleineren Verlagen sind oft viel interessantere Autoren, die unbekannt sind, aber tolle, neue Ideen haben. :)
    Selfpublisher kenne ich wenige, die Auflagen sind oft extrem niedrig.
    Du als ‚Serienjunkie‘ bei Filmen kennst das doch – das Publikum will Gewohntes mit bekannten Figuren und kleinen Neuigkeiten *rolleyes*

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    1. Ja – das finde ich auch bei manchen Serien nervig – aber bei Büchern noch mehr, da man da viel Intensiver drin ist und sich viele schöne Stunden wünscht.

      Ich bin echt froh, dass ich schon einige Selfpublisher gelesen habe. Aber ich bin hauptsächlich wegen den Anfragen der Autoren richtig Aufmerksam geworden. Da ich auch so das Gefühl habe, die grossen Verlage langweilen mich.

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  2. Treffender hätte ich es auch nicht formulieren können. Einheitsbrei, Einheitsbrei und Einheitsbrei. – Ich habe es allerdings bisher auf das Lektorat geschoben. Der Autor mag vielleicht ursprünglich noch richtig kreativ gewesen sein, aber der Lektor hat es dann in den Verlagsstandart gestampft und fertig war die Laube….
    Selfpublisher bringen hier wirklich mal richtig frischen Wind in die Sache.

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    1. Ich denke auch, dass das Lektorat das alles in diesen Standard stopft. Und wenn du einen Vertrag hast – was willst du machen.

      Die letzten Reziexemplare habe ich echt genossen – einfach mal was anderes zu lesen. War wirklich schön.

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  3. Ich hab auch ein paar Bücher – überwiegend Anthos – von „No Name Autoren“ und da sind teilweise wirklich sehr gute Sachen drin. Bei den großen Verlagen steht der Riesengewiinn im Vordergrund.
    Die kleinen Verlage oder auch Mini Verlage haben es da relativ schwer. Doch finden sich dort auch Sachen, die locker mit den Großen mithalten können.
    Da kenne ich was von. War auch mal Besitzer eines Mini – Verlages :lol:

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    1. Man sieht es ja schon bei uns Hobbyschreibern, dass da echt viel gutes dabei ist.
      Es ist einfach schade, dass Ideen die einschlagen dann so ausgepresst werden, dass man irgendwann einfach nur noch genervt ist. Wenn ich die klassischen Schlüsselworte im Klappentext sehe, dann bin ich raus.
      Ich finde es auch sehr schade, dass die kleinen echt kaum Chance haben. Dabei sind die wirklich noch offen, auch den Autoren gegenüber.

      Es war bestimmt schwer da immer mit zu halten mit den anderen Verlagen.

      Ich lese ja viel Festa – ist auch ein kleiner Verlag, aber schon mit Bekanntheitsgrad.
      Voodoo Verlag hab ich auch gerne gelesen – aber der hat jetzt vor paar Jahren auch dicht gemacht. Sehr schade.

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      1. Ich hab ja nur sogenannte Heft – Editionen gemacht (waren dünner als diese Groschenromanhefte), E-Books und zwei Hörbücher. Im angegliederten Online – Buchladen waren damals knapp 700 Bücher vertreten von diversen Kleinverlagen und Selbst – Publishern. Streitigkeiten mit dem hoster und die Trennung von der Frau haben damals dafür gesorgt, dass alles zu Ende ging. Das hätte ich sehr gerne weitergemacht.
        Hier kannst bisschen was sehen:
        https://wortman.wordpress.com/veroffentlichungen/

        Festa kenne ich auch. Voodoo nicht ganz so. Wie gesagt, ist ja auch schon fast 18 Jahre her.

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      2. Hab ich mir grade angeschaut und kommentiert. Klasse Idee.

        Das hat damals auch viel Spaß gemacht. Ich hatte keinerlei Lagerkosten, da das System anders funktionierte bei Bestellungen.

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      3. Ich finde die Idee auch klasse.

        Super – das ist ja auch noch mal so ein Faktor, bei kleinen Verlagen – die laufenden Kosten.

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      4. -Eine folgenschwere Entscheidung,
        -Nach einem einschneidenden Ereignis verlässt der blalbla – Ermittler die Polizei…..
        -Und dann macht jemand eine Entdeckung – mit fatalen Folgen
        -dunkles Geheimnis, das auch sie/ihn selbst in allergrößte Gefahr bringt
        -ihr ganzes bisheriges Leben infrage stellt …
        -Bei Recherchen kommt jemand dem Täter auf die Spur, bringt sich damit aber selbst in Gefahr,
        – gleichgültige Verhalten, beenden einer Beziehung, Streit mit dem Partner – derjenige flüchtet dann immer zu Freunden, mietet ein Cottage, oder erbt sogar eins
        – plötzlich steht viel mehr auf dem Spiel, als ihre Ehe

        So Dinge….

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      5. Richtig. Wenn du jetzt mal bei Büchern schauen solltest, wird dir das sehr häufig auffallen. Sie werden immer mal umformuliert, aber immer irgendwie gleich.

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    1. Ich lese auch gerne Verlagsbücher – aber gerade dieses Jahr, wenn ich dann davor sitze und überlege und es klingt einfach alles gleich – und dann kommt eine Anfrage eines unbekannten Autors – greife ich auf jeden Fall da zu – denn bis jetzt waren nur wenige dabei, die mir nicht gefielen. Und bei Verlagen kommt das ja auch oft genug vor.

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  4. also ich mag sehr gern selfpublisher, aber ich muss sagen, dass ich manchmal auch so ein Mainstream Opfer bin, dass ich genauso etwas suche und mich dann freue wenn der Klappentext genau so eine Story verspricht. (ok ob er das Versprechen hält sei nochmal dahingestellt) ^^

    Also ich meine damit, dass mich die Klappentexte der Verlage nicht stören und mir das auch nicht so aufgefallen ist wie Dir. Aber ich gebe Dir Recht, dass SP auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdienen und da wirkliche Perlen drunter sind.

    Da ich allerdings fast nur noch höre bin ich dementsprechend auch aufs Verlagsprogramm angewiesen, die wenigsten SP haben auch die MIttel ein Hörbuch anzubieten.

    LG und ein schönes WE

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    1. Das finde ich auch sehr schade, dass es eher selten SP Hörbücher/Hörspiele gibt. Manchmal findet man bei YouTube welche, die die Bücher eingelesen haben – aber sehr selten.

      Ich lese auch sehr gerne noch Verlagsbücher, aber ich habe es echt bei mir beobachtet – wenn ich die üblichen Floskeln lese, dann klicke ich weg und suche weiter. Während ich aber bei Hörbüchern lockerer bin – da ich es nicht selbst lese kann ich da entspannter sein, da es ja auch gut betont wird. Während es mich beim selbst lesen nervt. Seltsam, aber ist echt so.

      Ich denke aber auch, dass gerade aus den Gründen, dass die Leser langsam satt sind, die SPs mehr Aufmerksamkeit bekommen werden. Allerdings achte ich da auch vermehrt auf die Rezis, da ich dann auch keine Lust habe irgendwas total verhunztes zu lesen.

      LG, dir auch ein schönes WE

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