Veröffentlicht in Bücher, Rezensionen

Hill, Joe – Strange Weather

Sehr fesselnder Schreibstil. Als würde er mir die Geschichten direkt erzählen.

Hill, Joe – Strange Weather

Autor: Hill, Joe
Titel: Strange Weather
Verlag: Festa Verlag
Übersetzung: Susanne Picard
Erscheinungsdatum: 26.11.2020
Seitenanzahl Printbuch: 652 Seiten
Genre: Novellen, Kurzgeschichten, Horror, Thriller
Zeitraum: 22.01.21-04.02.21
Band einer Reihe: Nein
ISBN 978-3-86552-876-6
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Hill, Joe – Blind

Klappentext

Vier literarische Juwelen, die unseren ständigen Krieg zwischen Gut und Böse ins Extreme treiben.

SCHNAPPSCHUSS ist die verstörende Geschichte eines Jungen, der von einem brutalen Schläger bedroht wird. Dieser besitzt eine Sofortbildkamera, die Erinnerungen löscht, Schnappschuss für Schnappschuss …

War gut. Eine interessante Idee, eine Kamera, die Erinnerungen löscht. Aber hier war eigentlich der Teenager im Vordergrund. Seine Ängste und sein Wesen, als dicker Nerd.

In GELADEN stoppt der Sicherheitsbeamte eines Einkaufszentrums mutig eine Amokläuferin und wird zum Helden der modernen Waffenrechtsbewegung. Doch als eine Reporterin die wahren Hintergründe der Geschichte aufdeckt, dreht der Beamte durch …

Ein Thema, das mich eigentlich nicht so reizt. Rassismus in Amerika – aber nicht nur Weiss zu Schwarz – auch umgekehrt wird hier mal beleuchtet. Denn auch die Schwarzen sind den Weissen gegenüber rassistisch. Es wird das Thema Waffen hervorgehoben. Ebenso, wenn einem sein Lügengespinnst um die Ohren fliegt. Das Ende war echt unerwartet. 

HOCH OBEN: Ein junger Mann fliegt für seinen ersten Fallschirmsprung hoch in den Himmel … und landet auf einer festen Wolke, die von einem eigenen Verstand belebt zu sein scheint und Gedanken lesen kann.

Dies hier war die langweiligere der Geschichten. Trotzdem war sie durch den guten Schreibstil toll zu lesen. Ich konnte nur nichts mit anfangen. Da war irgendwie nicht viel rein zu interpretieren, ausser – finde dich selbst. 

REGEN: An einem scheinbar gewöhnlichen Tag in Colorado öffnen sich die Wolken und es regnet Kristallsplitter, die jede Person zerfetzen, die ohne Deckung ist. Dieses Phänomen droht sich wie eine Apokalypse auf der ganzen Welt auszubreiten.

Auch hier arbeitet Hill wieder mit Vorurteilen. Diesmal gegen Homosexualität. Aber auch tiefe Trauer und was aus ihr werden kann, wenn man die Möglichkeit hat sich zu rächen. Sehr gut und spannend. 

Meine Meinung

Ich habe direkt unter die Geschichten oben, meine Bewertungen geschrieben. Die Geschichten selbst waren teilweise etwas schräg. Aber bei Kurzgeschichten kommt das ja sehr gerne, dass Autoren sich da ziemlich in ihrer Fantasie auslassen. Was mich am meisten beeindruckte war, dass sogar die Geschichte, die mich nicht ganz so überzeugte, gut zu lesen war.

Schreibstil: Hills Schreibstil hab ich schon bei Blind bewundert. Er schweift auch schon ab, wie sein Vater, aber bei weitem nicht so ins Nirvana. Er bleibt noch fest mit der Geschichte verankert. Das macht einem die Personen plastischer ohne dass es einen langweilt. Manchmal hatte ich fast das Gefühl, er würde mir direkt die Geschichten erzählen. Ich konnte mir vieles direkt vorstellen. Von seinem Stil bin ich beeindruckt.

Figuren: Bei Novellen schlecht zu beschreiben. Die Geschichten waren nicht so lange wie bei einem Buch, aber schon länger als nur reine Kurzgeschichten. Das reichte aus um die Charaktere gut zu treffen.

Atmosphäre und Spannung: Ja – definitiv. Da man auch nicht wusste, wohin sich seine Geschichten bewegen. Das liess die Spannung auf jeden Fall aufrecht erhalten.

Originalität: Oh ja – da waren schon paar sehr originelle Ideen vorhanden.

Fazit: Empfehlenswert, wenn man den Autor mal kennen lernen will. Trotzdem das Buch eine beachtliche Seitenzahl hat, ist es mir nicht langweilig geworden. Klar will man dann irgendwann mal was anderes, aber ich bin gut dabei geblieben. Die Geschichten hatten alle die Länge eines dünneren Buches. Allerdings ohne die Lücken mit unnötigen zu füllen. Das liess sie schön knackig und spannend bleiben. Wenn man bereit ist etwas anderes zu lesen, dann ist man hier richtig. Es ist kaum blutig oder extrem gewalttätig.

Autor:

Lesen ist meine Passion. Ich lese langsam, aber immer. Meine Beziehung und meine Familie sind mir wichtig. Ich liebe meine Tiere über alles. Sie sind es, die mir zeigen, wie einfach doch das Leben sein könnte. Ich warte. Warte auf ein Zeichen.

2 Kommentare zu „Hill, Joe – Strange Weather

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