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Berlekamp, André – Bethany 02 – Winterträume in Bethany

Berlekamp, André – Bethany 02 – Winterträume in Bethany

Autor: Berlekamp, André
Titel: Winterträume in Bethany
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsdatum: Oktober 2017
Seitenanzahl Printbuch: 310 Seiten
Genre: Weihnachten, Liebe
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 26.12.17-29.12.17
Band einer Reihe: Ja Bethany

Hier kommt ihr zu Rezi von Band 1 Winterzauber in Bethany

Klappentext

Manche Träume erschließen sich uns erst, wenn wir sie leben.

Die neue Position als Chef des Architekturbüros seiner Stiefmutter Mona verlangt Chris gerade in der Vorweihnachtszeit einiges ab. Er vernachlässigt sein Privatleben beinahe völlig, und vor allem seine Partnerin Holly bekommt dies bitter zu spüren. Die beiden geraten deswegen und wegen Mona ständig aneinander, die keinen Hehl daraus macht, dass sie Holly nicht besonders leiden kann. Während sich Chris noch mehr in seiner Arbeit vergräbt, sehnt Holly sich nach ihrer Familie, an die sie keinerlei Erinnerungen mehr hat. Nur an einen Traum aus ihrer Kindheit erinnert sie sich, der ihr unbeschreiblich real vorkommt.

Zum Buch – Achtung Spoiler

Es wird bei Amazon zwar darauf hingewiesen, dass die beiden Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können, aber das finde ich nicht. Selbst wenn die erwähnten Dinge immer wieder erwähnt und auch erklärt werden, finde ich, man sollte sich die Zeit nehmen und wirklich den ersten Band lesen. Einfach weil er auch schön ist.

Es kommt wie es kommen muss. Ein Jahr nach dem Holly sich für Chris entschieden hat und es wieder Weihnachten wird, ist sie todunglücklich. Sie liebt Chris über alles. Aber er hat immer weniger Zeit für sie und zusätzlich fühlt sie sich noch unverstanden und missachtet von ihm. Und so ist es auch. Chris versucht es wieder allen Recht zu machen und vorallem Mona. Holly ist immer verzweifelter. Kein Rückhalt von Chris und keine Erinnerung an ihre Familie. Das ganze muss eskalieren. Gwen – ein Weihnachtself, der Hollys Platz einnimmt und auch noch ihre beste Freundin ist, trifft zufällig auf die traurige Holly und fühlt sich berufen sie zu retten. Dabei findet sie eine Lösung, die Holly wieder zurückbringt, aber von Chris trennt. Jetzt hat Holly zwar eine Familie, aber sie ist von Chris getrennt. Wie sollen sie jemals wieder glückliche Weihnachten feiern? Wir erfahren, dass Holly nicht die erste Elfe ist, die das Weihnachtsland verlassen hat. Diese Person ist eine Schlüsselfigur. Sie könnte es schaffen, dass Chris und Holly wieder vereint werden. Aber wie soll das funktionieren, wenn sie keine Erinnerung hat. Die Suche beginnt. Aber es gibt Regeln und Gesetze. Werden sie in der Lage sein, diese zu Biegen und zu umgehen?

Meine Meinung

Die Geschichte selbst hat mir hier besser gefallen, als im ersten Band. Hier war viel Magie enthalten und viel persönliches. Der Autor hat auch einiges an Spannung hereingebracht. Manchmal sogar Momente geschaffen, wo einem fast die Tränen in die Augen kamen. Allerdings – und das gibt einen kleinen Abzug – war es manchmal total verwirrend. Ich musste manchmal Passagen noch mal lesen, weil ich es einfach nicht durchblickt habe, was denn jetzt genau geplant war. Es war irgendwie bisschen undurchsichtig. Trotzdem mochte ich die Geschichte sehr. Es war wieder schön geschrieben und man konnte sich wirklich in die Personen einfühlen. Man hatte Mitleid mit Holly, schüttelte den Kopf über Gwen, ärgerte sich über Chris und die Hexe Mona – hat vielleicht doch einen nicht ganz so harten Kern. Natürlich gibt es ein Happy End – das ist ein Weihnachtsroman – da muss ein Happy End rein. Ich hätte es mir bisschen anders gewünscht – manches ist mir etwas unklar geblieben. Aber es ist ein schönes Ende.

Fazit

Wer den ersten Teil gelesen hat, kommt um den zweiten eigentlich nicht rum. Warum auch? Wer nämlich den ersten Teil mochte, wird sich genauso wohl im Nachfolger fühlen. Selbst wenn es manchmal etwas wirr zuging, mochte ich die Geschichte und die Idee sehr. Für alle Weihnachtsfans und Weihnachstromantikfans zu empfehlen.

Zitate

»Ich glaube, ich bin ein Waschlappen.«
»In diesem einen Fall heißt Glauben Wissen, mein Lieber«, bemerkte Elroy und sah mich vorwurfsvoll an.

In ihrem Kopf kreisten immerzu Bilder von Kindern, die sie glücklich ansahen; aber auch Tränen mischten sich darunter. Tränen des Abschieds, und Holly wusste nicht, ob sie ihretwegen fielen.

…als wäre sie vom Himmel gefallen.
Das war bereits ein Jahr her und Holly trauerte ihrem Leben nach, das hinter einem undurchsichtigen Schleier verborgen lag. Nur ein einziges Mal wollte sie ihre Familie sehen, ihre Mutter oder ihren Vater umarmen. Hatte sie Geschwister?Und wenn ja, wie sahen sie aus, und wie waren ihre Namen?

Charaktere

Lazarus – Chris Schutzengel – er hat ziemlich viel Einfluss und unterstützt auf jeden Fall die Beziehung zu Holly

Gwenn – die beste Freundin von Holly, ein Weihnachtself, die ziemlich chaotisch aber liebenswert ist. Sie vermisst ihre Freundin dermassen, dass sie fast ein Desaster verursacht hat

Elroy Stewart – Chris Freund und Arbeitskollege. Er ist ein super netter, homosexueller Mann, der jetzt auch seine Liebe gefunden. Er ist wirklich cool

Mona – Chris Stiefmutter – sie ist ein Grinch. Aber wir erfahren in dieser Geschichte warum. Sie hat Chris ihr Architektenbüro übertragen, mischt sich aber immer wieder ein. Sie kann Holly augenscheinlich nicht leiden. Als Holly weihnachtlich dekoriert, flaumt sie sie ziemlich an.

Holly – ehemaliger Weihnachtself, der sich für die Liebe zu einem Menschen entschieden hat. Allerdings musste sie dafür ihre Erinnerung aufgeben. Das macht ihr schwer zu schaffen. Sie ist absolut zerissen.

Roselyn Heythwood – die konkurierende Architektin. Sie hat Chris das Leben schwer gemacht – aber jetzt hat sie ihre alte Liebe zurück, geheiratet und ist schwanger. Sie ist endlich glücklich und harmlos

Matthew – Chris bester Freund – er hat so einige Tipps für ihn. Er hat Roselyn geheiratet

Spekulatio – Der Bäcker des Weihnachtsdorfs. Er liebt Holly und vermisst sie. Er bringt Gwen erst dazu genauer nach einer Lösung zu forschen

Guiseppe – er ist der Bibliothekar im Weihnachtsdorf. Seine grosse Liebe war die andere Elfe, die das Dorf verlassen hat. Er hat auch die Lösung für Gwen

Dr Roberta Treatcher – die Schlüsselfigur, die helfen kann Holly und Chris zusammen zu bringen.

Mr. Banks – ein toller älterer Mann, der viel mitbekommt und die besten Weihnachtsbäume verkauft.

Cathy – ein kleines Mädchen kurz vor ihrem 10. Geburtstag – sie ist Hollys beste kleine Freundin und eine grosse Hilfe sie wieder zu finden

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Berlekamp, André – Bethany 01 – Winterzauber in Bethany

Berlekamp, André – Bethany 01 – Winterzauber in Bethany

Autor: Berlekamp, André
Titel: Winterzauber in Bethany
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsdatum: November 2016
Seitenanzahl Printbuch: 334 Seiten
Genre: Weihnachten, Liebe
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 23.12.17-26.12.17
Band einer Reihe Ja – Bethany


Klappentext:

Winterzauber in Bethany ist ein Weihnachtsroman für alle, die sich im Winter gern verzaubern lassen. Eine Geschichte voller Gefühl, Spannung, Humor und der Magie der Weihnacht.

Wunder geschehen, wenn wir sie am wenigsten erwarten

Chris Forrester hatte alles andere als eine unbeschwerte Kindheit. Seine Eltern waren geschieden, seine Mutter meistens unerreichbar und Stiefmutter Mona der Teufel höchstpersönlich. Nur einmal im Jahr konnte Chris ganz er selbst sein, denn in der Weihnachtsnacht besuchte ihn seine geheimnisvolle Freundin Holly. An seinem zehnten Geburtstag verabschiedete aber auch sie sich schweren Herzens und nahm ihm zu allem Überfluss die Erinnerungen an sie. Nach vielen Jahren und noch mehr Problemen stößt Chris kurz vor Weihnachten versehentlich mit einer Frau zusammen, die ihm seltsam vertraut vorkommt.

Meine Meinung:

Soooo süss. Ich mochte das Buch – eine richtige Weihnachtsgeschichte. Mit Liebe, Schmerz, Magie, Zauber der Weihnacht, Intrigen, Happy End. Total richtig für diese spezielle Zeit im Jahr.

Kurz zum Buch – Achtung Spoiler

Chris ist ein liebenswerter Junge – er wächst in einer eher lieblosen Umgebung auf. Mona – die Stiefmutter hätte lieber keinen Klotz am Bein – was sie ihn auch zeigt. Seine Mutter ist eher mit ihrem neuen Leben beschäftigt und sein Vater – ein Statist. Das einzige, dass ihn aufbaut ist Weihnachten. An Weihnachten kommt seine Freundin Holly zu Besuch. Holly ist ein Weihnachtself und besucht Kinder, die unbedingt Zuspruch brauchen um ihren Glauben nicht zu verlieren. Leider muss Holly allen Kindern mit dem 10. Geburtstag die Erinnerung an sie nehmen. Nur bei Chris funktioniert das nicht so ganz – er hat Erinnerungen, die er für Träume hält. Dieses mal trifft es Holly besonders schwer, die Erinnerung zu löschen. Chris war ein ganz besonderes Kind. Aber Holly liebt ihre Arbeit. Sie ist ein vollkommener Weihnachtself, der Marktrecherche betreibt und sich liebevoll um ihre Schützlinge kümmert. Als sie wieder mal durch Bethany läuft trifft sie auf den erwachsenen Chris – und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Ein riesen finanzieller Skandal bedroht Bethany. Seine Beziehung ist lieblos und er selbst ist ein Weichei geworden. Aber ein netter.

Zurück zu  meiner Meinung

Das Buch ist ein Selbstleser. Man schlägt es auf und es flutscht durch – man hat es wirklich schnell gelesen. Der Schreibstil ist angenehm und lebendig. Man taucht richtig ein. Der Skandal ist hier eher eine Nebengeschichte, die nur Chris Entwicklung vom Weichei zum eigenständigen Mann fördert. Das schöne ist einfach die Idee. Ein Wohlfühlbuch, wie ein Weihnachtsfilm am Mittag. Auch der magische Teil mit Santa und Hollys Rolle als Weihnachtself ist wirklich liebevoll. Manches hätte bisschen mehr ausgebaut werden können, aber trotzdem habe ich mich so wohl gefühlt, dass ich mir sofort die Fortsetzung besorgt habe.  André hat die Personendarstellung immer gewechselt. Chris hat er in der ersten Person auftreten lassen und Holly in der dritten Person.

Fazit:

Wer ein romantischen Weihnachtsroman mit Liebe ohne viel Schnickschnack sucht und sich auch gerne vom Zauber der Weihnacht was nach Hause holen will, liegt hier nicht falsch. Ein echtes Wohlfühl-Weihnachtsbuch.

PS: André – wo sind die Rezepte? Du hast mir den Mund wässrig gemacht mit den Pfefferkuchenmännlein und den Marzipanherzen….TseTseTse….;-)

Zitate:

Er wollte sie heute Nacht entweder verführen oder umbringen. Da sie sich aber bereits kannten und gemeinsam gekommen waren, schied Umbringen höchstwahrscheinlich aus. Darüber hinaus war bald Weihnachten und da brachte man niemanden um. Das verstieß gegen meine Grundvorstellung von einer besinnlichen Weihnachtszeit.

Es war beinahe unglaublich, dass sich Chris noch an sie erinnerte. Zwar nahm er an, alles wäre nur ein Traum gewesen, aber immerhin hatte er sie nach all den Jahren nicht vergessen.

Holly war traurig darüber, miterleben zu müssen, wie sich die strahlenden Kinderaugen in menschenverachtende Blicke von geldgierigen und machthungrigen Erwachsenen verwandelt hatten.

Immerhin hatten die Menschen der Gegenwart ihren Glauben an so vieles im Leben verloren. Einzig der Glaube an sich selbst war ihnen geblieben.

Und warum wurden Menschen überhaupt so … unmenschlich?

Es ist Weihnachten, das Fest der Liebe, der Wünsche und Wunder.

Empfange das Leben immer mit offen Armen, dann klopft das Glück schon bald an deine Tür.

Charaktere

Chris – ein netter Junge und junger Mann, der ein grosses und offenes Herz hat. Der Verlust seiner Weihnachtsfreundin hat ihn sehr getroffen. Er ist leider „Fremdbestimmt“ wie er öfter erwähnt, aber das ändert sich.

Holly – Ein Weihnachtself durch und durch – sie liebt ihre Tätigkeit. Ihre Aufgabe ist es die neuesten Trends zu erforschen und unglückliche Kinder bis zu ihrem 10. Lebensalter zu betreuen. Sie hasst es den Kindern die Erinnerung zu nehmen. Chris war schon immer ihr Liebling. Der erste Elf, der die Liebe kennen lernt. Leider muss auch sie alles vergessen, wenn sie in der Menschenwelt leben will. Zum Schutz der magischen Welt

Mona – Chris Stiefmutter – sie ist Gefühlskalt und es nervt sie, dass sie den Vater nicht für sich alleine hat. Eine Karrierefrau, die mit ihrem Architektenbüro auch über Leichen gehen würde. Allerdings schlummert vielleicht doch ein guter Kern in ihr?

Elroy – der Homosexuelle Arbeitskollege von Chris – die beiden sind gute Freunde und Elroy ist wirklich witzig.

Matthew – Chris bester Freund und er schustert ihm immer mal wieder paar interessante Objekte zu.

Roselyn Heythwood – das konkurierende Architekturbüro – Sie ist noch schlimmer als Mona – die Exfreundin von Matthew – sie wäre fast dem finanziellen Ruin verfallen, wenn Chris sie nicht gerettet hätte.

Brixton – Der Baumagnat – er ist Pleite und versucht mit allen unehrlichen Mitteln an Geld zu kommen

Sybill – Chris Lebensgefährtin – Agrarwissenschaftlerin aber oberflächlich.

Daniel – ein Spion von Brixton – er soll Sybill weichkochen und verliebt sich in sie

Gwen – ein weiterer Weihnachtself. Sie ist wohl eine gute Freundin von Holly

Spekulatio – der Bäcker des Weihnachtsdorf. Er scheint etwas in Holly verliebt zu sein.

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Matt Haig – Ein Junge namens Weihnacht

Matt Haig – Ein Junge namens Weihnacht

Autor: Matt Haig
Titel: Ein Junge namens Weihnacht
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2016
Seitenanzahl Printbuch: 272 Seiten
Genre: Weihnachten, Märchen, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 04.12.17-11.12.17
Band einer Reihe: Ja – Ein Mädchen rettet Weihnachten
Challenge: Find the Cover

Klappentext

Wie war das eigentlich, als der Weihnachtsmann noch ein Junge war? Er hieß Nikolas, wuchs in großer Armut mitten in Finnland in einer kleinen Holzhütte auf – und dies ist seine wahre Geschichte. Der elfjährige Nikolas begibt sich allein auf eine gefährliche Reise an den Nordpol, um seinen Vater zu finden. Er besteht haarsträubende Abenteuer, begegnet fliegenden Rentieren, einer Elfe, einem gewalttätigen Troll – und er stellt fest: Wichtel gibt es wirklich! In ihm reift ein Entschluss: Er will die Welt zu einem glücklicheren Ort machen. Wie er dieses Ziel erreicht und wie er dabei zum Weihnachtsmann wird – das verrät dieses Buch.

Meine Meinung:

Ich hatte Anfangs etwas Schwierigkeiten, da ich ja erst Wunder einer Winternacht beendet hatte. Und auch da geht es wie aus dem kleinen Nikolas aus Finnland der Weihnachtsmann wird. Das ist dann aber auch schon alles, was die beiden Bücher verbindet. Auch brauchte ich paar Seiten um mich an den einfachen, leicht kindlichen Stil zu gewöhnen. Aber das hat nicht lange gedauert, da war ich in dem Bann des Buches und habe mich jedes mal gefreut es zur Hand zu nehmen. Man hat mit ihm gelitten, gefiebert und getrauert. Es hat wirklich sehr viel Spass gemacht es zu lesen. Ausserdem ist Nikolas wirklich total sympathisch. Auch die Zeichnungen sind einfach total gelungen.

Fazit: Ein Buch für jedes Alter. Es macht einfach Spass mit Nikolas und Miika und Blitz durch Finnland zu reisen um ein Abenteuer nach dem anderen zu erleben um dann am Ende seine Bestimmung zu finden. Ein schönes Buch um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Den Nachfolger werde ich mir auf jeden Fall auch noch anschaffen.

Zitate

»Unmöglich.« Altes Wichtel-Fluchwort

Du liest immer noch? Gut. (Die Wichtel wären stolz auf dich.) Dann lass uns beginnen …

Doch dann hörte Nikolas ein Wort, das ihn im Bett hochfahren ließ. Ein magisches Wort. Vielleicht das magischste Wort der Welt. »Wichtel.«

In was für einer Welt lebst du denn – zu denken, dass Menschen grundlos Gutes tun. Glaubst du wirklich, dass ich hier bin, weil mir irgendwas an dir liegt? So ein Unsinn. Ich bin doch nicht wegen eines dürren, einfältigen, schmutzigen Rotzlöffels hier. Mir geht es natürlich um das Geld!«

Da war nur ein langer, kurviger Weg, der sich in Schleifen durch Wälder und um Seen in Richtung eines sehr hohen Berges wand. Dass der Berg sehr hoch war, wusste Nikolas, weil sein Name auf der Karte stand: Sehr Hoher Berg.

Er sagte das Schlimmste, was man sagen kann (schließ die Augen und halt dir die Ohren zu, vor allem, wenn du ein Wichtel bist).
»Es gibt keine Wunder«, flüsterte er in seiner Qual. Und dann wurde alles dunkel.

»Das Unmögliche ist eine Möglichkeit, die du nur noch nicht erkannt hast …

»Fan-tas-tisch«, jubelte die Elfe und applaudierte. »Bravo, Sebastian!«
Sebastian antwortete nicht. Nicht weil er unhöflich war, sondern weil er keinen Kopf mehr hatte.

Die Menschen, die man liebt, machen die Welt echt und beständig, und wenn sie plötzlich für immer fort sind, fühlt sich nichts mehr sicher an.

Charaktere

Nikolas – auch genannt Weihnacht – da er an Weihnachten geboren wurde. Er glaubt fest an Wichtel und Weihnachten

Joel – sein Vater – Er ist Holzfäller und will durch die Suche nach Wichtelgrund endlich genug Geld verdienen. Er bleibt länger weg, als geplant – weswegen Nikolas sich auf die Suche nach ihm macht.

Lilja – Nikolas Mutter – Sie ist verstorben, als sie sich vor einem Bären im Brunnen versteckte. Aber sie hat ihm eine Rübenwurzelpuppe gebastelt, die er sehr mag

Miika – die Hausmaus, die so auf Käse steht, obwohl sie noch nie welchen gekostet hat. Wenn sie reden könnte, würde sie die Dinge erzählen, die Matt Haig aufgeschrieben hat. Sie begleitet Nikolas eine ganz lange Zeit auf seiner Suche nach seinem Vater

Anders – ein Jäger, der Joel anheuert mit zu gehen um Wichtelgrund zu finden.

Tante Carlotte – die Schwester seines Vaters, die während dessen Abwesenheit auf Nikolas aufpassen soll. Eine furchtbare Person, die Nikolas mehr als schlecht behandelt.

Blitz – ein verwundetes Rentier, das Nikolas von einem Pfeil befreit. Es bleibt bei ihm und lässt ihn auf sich reiten. Später kann er durch Wichtelmagie auch fliegen. Er ist Nikolas bester Freund

Kleine Nusch – das erste Wichtelmädchen, das Nikolas kennen lernt. Als er bewusstlos im Schnee liegt wird er von ihr und

Väterchen Toppo gefunden und mit Magie wieder fit gemacht.

Der kleine Kipp – ein entführter Wichteljunge. Nikolas Vater und seine Gesellen habe den kleinen entführt um ihm dem König zu präsentieren. Nikolas rettet ihn.

Väterchen Wodol – der Vorsitzende des Wichtelrats – er hat alles verboten, was den Wichteln Spass macht. Da die Menschen ihn so enttäuscht haben, erklärt er sie zu Feinden

Sebastian – Der Troll, der mit Nikolas eingesperrt wurde – nach Weihnachten will er Nikolas töten

Pixie – eine Wahrheitselfe, die gerne Köpfe explodieren lässt.

Amelia – das erste Mädchen, das vom Weihnachtsmann beschenkt wird.

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Leino, Marko – Wunder einer Winternacht – Die Weihnachtsgeschichte

Leino, Marko – Wunder einer Winternacht

Autor: Leino, Marko
Titel: Wunder einer Winternacht
Verlag: rowohlt
Erscheinungsdatum: 02.11.2009
Seitenanzahl Printbuch:288 Seiten
Genre: Weihnachten, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 26.11.17-03.12.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Buchweltreise Challenge – Finnland

Klappentext:

DIE WAHRE GESCHICHTE VOM WEIHNACHTSMANN
Hoch oben im Norden lebt der kleine Nikolas. Als er durch einen tragischen Unfall zur
Waise wird, nimmt das ganze Dorf sich seiner an. Ein Jahr lang darf Nikolas bei jeder Familie bleiben. Wenn der Weihnachtsabend naht, muss er weiterziehen.
Voller Dankbarkeit schnitzt Nikolas Jahr für Jahr Geschenke für «seine» Familie. Als er zum bösartigen Tischlermeister Lisakki in die Lehre kommt, scheint sein Glück vorbei.
Der bärbeißige alte Mann hasst Kinder …

Zum Inhalt Spoiler

Nikolas verliert bei einem Unfall seine Eltern und seine kleine Schwester Ada. Jetzt als Waise kümmert sich die Dorfgemeinschaft um ihn. Da die Gemeinde sehr arm ist, teilen sie sich das Sorgerecht von Nikolas. Jede Familie ist bereit ihn ein Jahr zu sich zu nehmen. Der Stichtag ist jedesmal der Heilige Abend. Anfangs ist Nikolas so in seiner Trauer gefangen, dass er kein Anteil am Familienleben nimmt. Er ist fleissig und aufmerksam aber nicht aufgeschlossen. Bis eines Tages ein Unfall mit dem Sohn der ersten Familie ihn selbst von seiner Trauer befreit. Er erkennt, dass es weiter gehen muss. Zum Dank schnitzt er für die Kinder jeder Familie Spielzeug. Und auch eins für seine kleine Schwester Ada, das er dem Meer übergibt. Die Jahre vergehen und das Dorf hat schwere Verluste beim Fischfang erlitten. Keine Familie ist in der Lage Nikolas bei sich auf zu nehmen. Zu der Zeit ist der Tischler Lisakki in dem Dorf und erkennt Nikolas Talent. Er nimmt ihn für ein Jahr bei sich auf. Anfangs ist das Leben noch unangenehm. Aber nach und nach tauen beide auf. Nikolas schnitzt weiterhin die Spielsachen für die Kinder und am Weihnachtsabend bringt er sie aus. Er bleibt bei Lisakki. Seine Priorität liegt jetzt im Spielzeugherstellen. Sein Ziel ist es den Menschen zu zeigen wie schön das Schenken sein kann.

Meinung:

Ich habe einige verschiedene Meinungen zu dem Buch gehört. Betrachtet man die Rezis bei Amazon kann man schon sehen, die meisten mögen das Buch. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Leino erst das Drehbuch zu dem Film und dann das Buch geschrieben. Der Schreibstil ist angenehm und warm. Man fühlt sich sehr wohl in dem Buch. Es ist interessant, wie der Autor, Nikolaus entstehen lässt. Die Rentiere und das sie fliegen können und auch wie er an das rote Kostüm kommt (wobei man da ja eigentlich weiss, dass es Coca Cola war…oder vielleicht doch nicht?). Ich finde es ziemlich gut durchdacht und sogar teilweise recht logisch. Man lernt auch Nikolas als Mensch kennen. Seine Gefühle und Zerissenheit – aber auch seine Liebe zu Weihnachten und das Beschenken der Kinder.

Die Geschichte von Nikolas wird hier als Sage von einem Grossvater an seine Enkel weiter gegeben.

Fazit

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es allen Weihnachtsfans empfehlen. Es ist Anfangs sehr traurig, wird aber nach und nach immer freudiger. Das ist definitiv ein Buch für die Kuscheldecke, Plätzchen und Milch.

Zitate:

Jeder Mensch hat in seinem Innern Flügel. Man muss sie nur finden.

Das Schicksal hat viele Gesichter, und es wählt willkürlich und oft ungerecht aus.

Iisakki sah ihn an. Wieder traten ihm Tränen in die Augen.
«Bei diesem Wind tränen einem aber auch andauernd die Augen», stammelte er

Nun kommt schon her, ihr Rentiere. Ren, Ren, Ren …»

Es ist ziemlich eilig!»
«Nein, da irrst du dich, ich habe es nicht eilig», sagte Meeri und schüttelte den Kopf. «Wie kommst du darauf?»

«Je weniger die Menschen wissen, desto mehr können sie glauben», sagte er. Nachdem er den Worten eine Weile nachgelauscht hatte, fügte er hinzu: «Und je mehr die Menschen glauben, desto weniger zweifeln sie.»

Es lohnt sich nicht, über Dinge nachzudenken, die man mit dem Verstand nicht erklären kann. Vom Grübeln werden sie auch nicht verständlicher.»

Charaktere:

Ossi und Tommi – Geschwister in der Gegenwart. Sie finden im Meer eine kleine Schatulle in der ein Hinweis auf Ada und Nikolas ist.

Grossvater – von Ossi und Tommi – er erzählt ihnen die Sage um Nikolas

Nikolas – Ihn trifft ein schweres Schicksal. Er verliert seine gesamte Familie bei einem Unfall und muss jedes Jahr in eine neue Familie. Aber er findet doch noch sein Glück

Oula – Nikolas zweiter Name, den er später annimmt um nicht mit dem schenkenden in Verbindung gebracht zu werden

Ada – sie ist Nikolas kleine Schwester – ihre Leiche wurde nie gefunden, deswegen meint er, dass sie eine Seejungfrau geworden ist – jedes Weihnachten bringt er ihr ein Geschenk.

Einari  Nikolas Vater

Alexandra – Nikolas Mutter

Hannes und Heino sind die beiden Männer aus dem Dorf, die Nikolas die schlimme Nachricht überbringen und ihn mitnehmen

Witwe Meeri – bei ihr kommt Nikolas die erste Nacht unter – sie ist eine sehr arme Näherin, die ihn leider nicht für immer nehmen kann. Später näht sie ihm sein Kostüm

Iisakki – der Tischler, der Nikolas bei sich aufnimmt, als es keiner im Dorf mehr machen kann. Die beiden entwickeln eine Vater-Sohn-Beziehung

Eemeli – Ihn rettet Nikolas vor dem Ertrinken – sie werden die besten Freunde

Elsa  Eemelis Ehefrau

Knips, Pips, Schnips, Grips – die Rentiere

Ada  – Eemeli und Elsa nennen ihre Tochter nach ihr – Ada ist eine ganz vorwitzige kleine Dame. Sie wird Nikolas kleine Gehilfin und beste Freundin

Mikko – er verehrt Ada und heiratet sie später – er wird dann auch eingeweiht.

 

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Brom – Krampus

Brom – Krampus

Autor: Brom
Titel: Krampus
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 28. August 2013
Seitenanzahl Printbuch: 504 Seiten
Genre: Fantasy, Märchen, Sagen, Weihnachten
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 10.11.17-23.11.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: High Fantasy Challenge (Lies ein Buch, in dem einer Figur die Kehle durchgeschnitten wird.) Find the Cover Challenge

Klappentext

Seit Krampus, der Herr des alten Julfestes, vor über 500 Jahren vom Nikolaus entmachtet und in die neue Welt verbannt wurde, sitzt er angekettet in einer dunklen Höhle fest und schmiedet finstere Rachepläne. Denn nach seinem Sturz erhob der Nikolaus das Weihnachtsfest zum neuen Jahreshöhepunkt im Dezember. Jetzt, nach all den Jahrhunderten, gelingt es Krampus endlich, sich aus seinen Fesseln zu befreien. Und er kennt nur noch einen Gedanken: Der Nikolaus muss sterben!

Zum Inhalt: Achtung Spoiler

In diesem Buch geht es nicht nur um Krampus und Nikolaus auch ein Mensch hat einen grossen – fast grössten Anteil an dem Buch. Jesse. Jesse ist ein alkoholsüchtiger Gitarrist ohne Erfolg. Seine Frau hat sich getrennt und die gemeinsame Tochter mitgenommen. Um über die Runden zu kommen, nimmt er fragwürdige Jobs an. Bei einem Kampf des Nikolaus mit den Belznickel (Krampus Gehilfen) kommt er an den Sack des Nikolaus. Schnell hat er herausgefunden wie er funktioniert und will seiner Tochter ein schönes Weihnachtsfest schenken. Es kommt allerdings ganz anders. Jesse muss für den General eine Drogenlieferung machen. Diese geht gewaltig schief, denn auch Krampus will den Sack – er brauch ihn um frei zu kommen. Die Belznickel mischen sich blutig in den Deal ein und bringen Jesse, samt Sack zu Krampus.

Krampus – (aus dem Geschlecht Lokis) er ist eigentlich recht Charismatisch. Man schwankt ständig zwischen mögen und nicht mögen hin und her. Krampus zählt hier zu den vergessenen Riten. Durch den christlichen Glauben verdrängt, hasst er was Weihnachten jetzt repräsentiert. Geschenke für alle und Friede für die Welt. Was ist aber mit den Unartigen? Sie werden  nicht bestraft. Die Menschen haben vergessen um was es geht. Sie bekämpfen sich, dröhnen sich mit Drogen und Konsum zu. Krampus will das wieder ändern. Er wird die guten belohnen und die bösen bestrafen. Sein Tribut – ein gefüllter Stiefel im Austausch für paar Münzen Gold – oder hinein in den Sack und windelweich prügeln.

St. Nikolaus. (aus dem Geschlecht Odins) Ist gestorben und wieder auferstanden. Geläutert. Er hat ein schweres Schicksal als Baldr erlebt. Frau und Kind verloren und in Hel gefangen. Aber er vertraut auf Gott (hier in der Geschichte eine Frau – aber ohne Auftritt). Er war Krampus Geselle. Krampus fand ihn damals einsam und gebrochen – er baute ihn auf und lehrte ihn. Aber Nikolaus gefiel Krampus Art nicht – irgendwann nahm er ihn dann gefangen und sperrte ihn in Ketten.

Belznickel – Hier in dem Buch sind es Krampus Sklaven. Er hat sie irgendwann mal gerettet, dafür wurden sie aber versklavt. Sie müssen ihm gehorchen, ob sie wollen oder nicht. Aber er schätzt sie auch sehr.

Krampus vs. Nikolaus – ein Kampf auf Leben und Tod – was anderes kann es hier nicht geben.

Meinung:

Der Schreibstil war wirklich klasse und fesselnd. Man fühlte sich sofort im Geschehen. Ebenso gab es viele spannende Momente, allerdings auch Passagen, die sich etwas gezogen haben.

Störfaktor: Für mich wurde hier zuviel Aufmerksamkeit auf Jesse, den Menschen, gerichtet. Wenigstens die Hälfte – oder bisschen mehr, handelt von ihm und seinem Leben. Er hat sich mit üblen Gesellen eingelassen und durch Krampus kommt er da in grosse Schwierigkeiten. Seine Frau und sein Kind muss er noch retten und sein Leben noch in den Griff bekommen. Er ist zwar eine wichtige Brücke zwischen Krampus und der Menschenwelt – aber für mich definitiv zu präsent. Mir hätte es besser gefallen, wenn mehr zwischen Krampus und Nikolaus passiert wäre, oder einfach auch mehr von Krampus zu lesen gewesen  wäre. Wenn man Jesse nicht so hervorgehoben hätte, wäre das Buch vielleicht 100 Seiten dünner geworden, aber die Geschichte wäre dann ausgeglichener gewesen.

Fazit.

Gefallen hat es mir trotzdem, aber es wird keine volle Punktzahl bekommen. Ein düsteres Buch mit düsteren Gesellen – einem etwas flachen Nikolaus, da er wirklich eher im Schatten steht und einem Krampus, den man manchmal doch gerne hat. Ein Buch das eine Brücke zwischen Halloween und Weihnachten schlägt und auch für Weihnachtsmuffel geeignet ist.

Zitate: 

Wenn dann sein Herz mit der Hingabe und Leidenschaft der Menschen angefüllt gewesen war, hatte er die Julzeit ausgerufen, die Wiedergeburt des Landes verkündet und die Geister von Hunger und Seuche verjagt. Alles, damit der Kreislauf des Lebens fortbestehen konnte.

»Krampus, mein lieber alter Freund, dafür wirst du bezahlen. Dein Tod ist gewiss, und ich werde dafür sorgen, dass er grausig wird.«

Denen sollte man dringend das Mütchen kühlen. Schließlich geht es nicht an, dass Kinder dem guten alten Nikolaus dabei zuschauen, wie er Krampus und seine Missgeburten in ihre Einzelteile zerlegt.

Nikolaus fiel wieder ein, warum er Teenager hasste – weil sie sich so sehr anstrengten, an nichts zu glauben. Sie gaben sich alle Mühe, auch allen anderen jeglichen Zauber zu verderben.

Das ist gut … es ist gut, schrecklich zu sein«, sagte Krampus und leckte sich das Blut von der Hand.

…Vergessen ist der Tod … der einzige wahre Tod für Wesen von meiner Art.

…ich kann wieder die Segnungen der Julzeit durchs Land tragen und die dunklen Geister austreiben

Charaktere:

Krampus – Herr der Julzeit, Sohn der Hel, aus dem Geschlecht des Loki – wurde von Nikolaus in Ketten in einer Höhle gefangen gehalten. Für 500 Jahre

Sankt Nikolaus – Baldr ist der wahre Name – er wurde von Loki getötet. Odins zweit Geborener. Durch eine List erlangte er Unsterblichkeit – nur ein Mistel konnte ihn töten. Er landete in Hel und war gefangen bis Ragnarök. Wieder auferstanden ist er geläutert und wird von Gott geliebt – er stellt seinen Dienst in das Belohnen der Menschheit und ein bisschen geniesst er auch seinen Ruhm als Santa Clause.

Jesse – ein abgehalfteter Musiker ohne Erfolg am Ende angekommen. Durch den Sack des Nikolaus kommt er in Kontakt mit Krampus – das verändert sein ganzes Leben  – zum Positiven.

Linda – Jesses Frau – sie lebt jetzt mit dem Polizeichef zusammen – aber lieben tut sie Jesse immer noch

Abigail – Jesses kleine Tochter

Sampson Uysses Boggs – Der General – Der Boss der Unterwelt in der Gegend. Mit ihm ist nicht zu spassen – Seine Waffen und sein Geld verschwinden auf mysteriöse Weise – dafür leidet Jesse ziemlich.

Polizeichef Dillard – Jesses Konkurrent – Er hat seine erste Frau ermordet und vertuscht – und die hat er abgöttisch geliebt – was wird er wohl Linda antun. Er ist der Lakaie des Generals. Ein unangenehmer Genosse

Makwa – ein Shawnee und ein Belznickel

Wipi und Nipi – auch Ureinwohner, die Krampus freiwillig folgen – seit anbeginn seiner Zeit

Vernon – auch einer der Belznickl

Isabel – der einzige weibliche Belznickl und schon eine starke Nebenrolle in dem Buch. Sie ist sehr sympathisch und Krampus Liebling. Sie kann ihn auch oft beschwichtigen

 

 

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[Story-Samstag] Endlich wieder Weihnachtszeit

 – Was ist der Story-Samstag?storysamstagDer Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt alle 2 Wochen ein kleines Thema vor. Und du hast die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren.

Dieses Mal weihnachtet es sehr bei Tante Tex und bei uns. Lasst euch entführen ins Winter Wunder Land. Oder wer meine Geschichten verfolgt hat – Ins Winter Horror Land? Wer weiss wohin meine Fantasie uns trägt. Um in richtige Stimmung zu kommen läuft auch schon die Weihnachtsmusik auf meinem Kopfhörer.

Endlich wieder  Weihnachtszeit. Wie sehr mag ich doch diese Zeit. Aber leider ist es als Erwachsener nicht mehr so magisch wie früher. Als Kind war alles verzaubert. Es lag Schnee. Meine Eltern haben immer die tolle Sache mit dem Glöckchen gemacht. Immer wenn das Glöckchen klingelte – bekommt ein Engel seine Flügel – und ich meine Weihnachtsgeschenke vom Christkind. Damals war es noch das Christkind. Heute ist es Santa Claus. Aber wie geht es dem Christkind mit dieser Situation. Damals als hübsch gekleidetes Christkind gefeiert und heute verdrängt von einem dicken rotwangigem Mann in einem Roten Kostüm. Also ich wäre echt sauer. Lasst und doch einfach mal schauen was das Christkind so macht heute zu Tage.

„Ach ihr lieben“. Meinte das Christkind. „Was macht eigentlich der Geist der Weihnacht. Der ist ja zu Weihnachten eigentlich nie arbeitslos“ Es gibt genügend Scroodes auf der Welt und jedes Jahr kommt mindestens einer in den Genuss. Das ist immer ein Vergnügen. Ich lasse mich – als abgeschobenes Christkind – gerne als Geist der Gegenwärtigen Weihnacht einsetzen. Das ist immer Spassig, obwohl ich denke mehr Spass würde es mir machen der Geist der zukünftigen Weihnacht zu spielen. Das sollte ich mal ins Auge fassen.

„Geist?“ wie sieht es dieses Jahr bei Dir aus? Hast Du wieder Verwendung für mich? Mir ist langweilig und die Paar Familien, die mich noch rufen, die schaffe ich ohne Probleme in kürzester Zeit. Da könnten wir doch wieder einen bekehren?“

„Ach Christkind“ meinte der Geist, „meinst Du das hat überhaupt noch einen Sinn?“ Die Menschen glauben doch immer weniger an Weihnachten. Alles ist dem Konsum zum Opfer gefallen. Mir macht es keinen Spass mehr jemanden zu bekehren. Ich will die Menschen einfach ihrem Schicksal überlassen“.

Das war irgendwie mein Stichwort. Ich zog ihn beiseite und flüsterte ihm ins Ohr. Wie würde Weihnachten ohne die Magie sein. Das würden wir den Menschen zeigen. Sie sollten sehen, dass nicht Geschenke das wichtige wären, sondern die Gefühle, die Weihnachten übermitteln.

Schnell packten wir uns ein und fuhren mit einem Schlitten zum Grinch, denn er wusste ja wohl am besten wie man Weihnachten verdarb. Wir vergruben uns in sein Arbeitszimmer. Und es war – zwischen Plätzchen und Keksen schmatzen und schlürfen – immer nur ein gehässiges Gelächter von uns zu hören. Harharhar.

Ich war mir nicht sicher aber ich denke Knecht Ruprecht sollten wir auch in unser Boot holen. In manchen Ländern hiess er Krampus und dieser Name gefiel ihm wirklich besser. Wer will schon gerne ein Knecht sein. Und Krampus klang doch viel gemeiner. Und er konnte richtig hässlich aussehen. Also besuchten wir noch schnell Krampus.

Als letztes holten wir noch den Geist der zukünftigen Weihnacht. Denn er sollte die Angst der Einsamkeit verbreiten. So die Planung stand. Wir verbanden unsere Magie und wirkten unseren Zauber.

Als am nächsten Tag die meisten Menschen erwachten hatte sich etwas geändert. Wenn weihnachtliche Musik spielte hörte es sich für sie an wie ein Stück aus den tiefen der Hölle, aber es verursachte eine Sehnsucht und Erinnerung an Glanz, gute Laune und Lachen.

Ebenso verhielt es sich mit den weihnachtlichen Düften wie Zimt, Lebkuchen, Glühwein. Die Menschen hatten ihre Erinnerung daran und die war immer positiv, aber wenn sie dann aßen und tranken dachten sie die Speisen wären direkt vom Teufel zubereitet.

Wenn sie ihre Weihnachtsbäume betrachteten, die eigentlich schön glänzten und dufteten sahen sie nur abgestorbene Bäume, die wie ein Skelett da standen und nach Verwesung dufteten. Aber sie hatten immer das Bild der schönen Bäume in Erinnerung.

So langsam verzweifelten die Menschen. Alles was sie je mit Weihnachten in Verbindung brachten waren  schöne Erinnerungen aber sie sahen nur  schreckliche Bilder. Sie verloren ihre Freude und Hoffnung. Das einzige, was nicht von dem Verfall betroffen war, waren die Geschenke, die unter den Bäumen lagen. Sie waren hübsch und glänzten verführerisch. Aber es brachte keine Freude.

Den Menschen fehlte etwas. Sie fühlten sich unvollständig und einsam. Der Winter fühlte sich kälter an als er war. Die Kälte der Menschen schien aus ihnen heraus zu scheinen. Und sie vergiftete die Atmosphäre.

Die vier Verursacher sassen am warmen Kamin mit ihren Weihnachtsleckereien und beobachteten das Schauspiel. Sie wunderten sich, dass die Menschen es nicht schafften, den Zauber zu brechen. Sie schienen sich zu fügen und zu vergessen. Das war eigentlich nicht so geplant. Aber sie hatten nicht vor, es zu ändern, denn wenn die Menschen es nicht von sich aus schaffen würden, dann hätten sie es nicht verdient Weihnachten zu haben.

Aber es sollte jemand geben, der das Weihnachtsfest retten könnte. Tief im Wald – da gab es eine Familie. Sie waren arm, aber glücklich. Reich an Liebe und Traditionen. Sie feierten Weihnachten wie es sein sollte. Sie bastelten, backten, sangen und tanzten. Der Kamin brannte, die Äpfel wurden gebacken und die Socken waren voller Nüsse und Orangen. Unter dem Weihnachtsbaum lagen kleine Päckchen mit neuen Socken, Pullis und warmen Handschuhen. Aber diese Familie, die liebte Weihnachten. So arm wie sie an Geld waren so reich waren sie im Leben.

Diese Familie musste einmal in die Stadt. Und sie sahen den Schmuck und rochen die Kekse, den Glühwein und freuten sich an dem Glanz. Sie hatten eisern gespart um auf dem Weihnachtsmarkt alles zu probieren. Da wurden die Kekse gegessen und sie schmeckten nach Weihnachten, die Eltern tranken den Glühwein und sie schwärmten von dem tollen Geschmack. Sie lobten die Aussteller ihrer Dekoration wegen und bewunderten die tollen Lichter. Und als sie vor der grossen Tanne standen, bekamen sie feuchte Augen, so freuten sie sich und waren beeindruckt.

Die Menschen um sie herum blieben stehen und beobachteten diese Familie erstaunt. Tief in ihrem inneren regte sich eine Erinnerung, aber sie konnten sie nicht hervorrufen. Und sie wirkten einsam und verlassen – fast grau – als wäre mit dem Geist der Weihnacht alle Farbe aus ihrem Leben verschwunden. Und sie wurden so traurig.

Als erstes merkten die Kinder eine Veränderung. Sie fingen an wieder etwas zu riechen. Sie schnupperten und hielten die Nasen in die Luft. Ihre Erinnerungen erwachten und sie fingen an zu lachen.

Dieses helle, klingende Lachen der Kinder führte dazu, dass die Eltern dieser Kinder erwachten. Sie sahen die glänzenden Augen ihrer Kinder und dann kam der Geruch und mit dem Geruch die schönen Erinnerungen, an ihre eigene Kindheit an Weihnachten.

So ging das Reihum. Nach und nach erwachten alle Menschen aus diesem Zauber. Sie sahen, was sie vergessen hatten. Sie rochen was sie verdrängt hatten. Und hörten wofür sie taub geworden waren.

Die vier in ihrem Kämmerchen vor dem Kamin mit ihrem Weihnachtsleckereien standen auf, verabschiedeten sich und beglückwünschten sich für ihren Einfall. Sie wünschten sich alles gute und alle sagten

Endlich wieder Weihnachtszeit

 

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Film – Es begab sich aber zu der Zeit

 

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung  war die aller erste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und  sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
(Lukasevangelium 2, 1-14)

 


 

 und es begab sich

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Das Christkind

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Christkind

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

(Anna Ritter 1865-1921, deutsche Dichterin, Schriftstellerin)