Schwarzhuber, Angelika – Der Weihnachtswald

Autor: Schwarzhuber, Angelika
Titel: Der Weihnachtswald
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 2016
Seitenanzahl Printbuch: 416 Seiten
Genre: Weihnachten, Liebe, Zeitreise, Familie
Zeitraum 08.01.20-16.01.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN 978-3-641-20009-1 V003
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Wenn der Weihnachtsstern am hellsten leuchtet, ist es Zeit, einander zu vergeben …

Wie jedes Jahr an Weihnachten macht sich die alleinstehende Anwältin Eva auf den Weg zu ihrer Großmutter Anna. Das stattliche Anwesen der Familie, umringt von einem Garten mit einem Wald aus Tannenbäumen, ruft viele Erinnerungen hervor. Hier wuchs Eva auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Im Haus trifft sie nicht nur auf ihren Jugendfreund Philipp, sondern auch auf das Waisenkind Antonie. Während draußen ein Schneesturm tobt, verschwindet das Kind plötzlich spurlos. Auf der gefährlichen Suche nach Antonie landen Eva und Philipp unversehens in der Vergangenheit …

Meine Zusammenfassung

Eva ist ein Grinch. Sie kann mit Weihnachten nichts anfangen. Aber ihrer Grossmutter zu liebe fährt sie jedes Jahr zu Weihnachten zu Besuch in die Villa. Auch Philipp lebt dort und hat sich eine kleine Gärtnerei aufgebaut. Dieses Jahr hat Anna ein Waisenmädchen zu sich eingeladen. Diesen Umstand kann Eva nicht ertragen. Sie kann Kinder nicht leiden. Antonia ist ein ganz ruhiges und verängstigtes Mädchen. Da sie stottert ist sie sehr anfällig für Spott und sieht sich selbst als Störenfried. Das einzige, das sie will, ist wieder zurück ins Kinderheim. Als sie versucht abzuhauen, suchen Eva und Philipp sie auf dem Grundstück, das einen hübschen Weihnachtswald hat. Jedes Jahr wurden die Weihnachtsbäume gepflanzt und es entstand ein schöner dichter Tannenwald. Bei einem Sturm kommt es dann zur Zeitreise. Eva, Phillip und Antonia landen 1931 und lernen Evas Urgrosseltern kennen. Eva lernt ein besonderes Familienleben kennen und entdeckt eine neue Seite in ihr. Während sie dort sind, geschieht ein schrecklicher Unfall, der Antonie in den Mittelpunkt rückt. Jeder geht davon aus, dass sie die Verursacherin ist. Dadurch wird aber auch Eva gezwungen sich mit dem kleinen Mädchen zu beschäftigen und auch unerwartete Gefühle zu entdecken.

Meine Meinung

Ein wirklich schöner Weihnachtsroman. Manchmal hatte er ein bisschen Längen und einige Situationen waren auch mal zum Haare raufen. Aber die Verwicklungen und Entwicklungen waren eigentlich ganz amüsant und konnten am Ende tatsächlich noch zu einem Schmunzeln verlocken. Ich denke man hätte zwar den Plot etwas anders aufbauen können. Einige Dinge fand ich nicht ganz so gelungen – aber es kam trotzdem ein weihnachtliches Gefühl auf. Es wäre auf jeden Fall noch ein bisschen mehr, bzw etwas anders drin gewesen, aber es gab ein hübsches Happy End und das passt doch zu Weihnachten.

Schreibstil: Ein sehr angenehmer und ruhiger Schreibstil. Er führt einen gemütlich durch die Geschichte

Figuren: Die Charaktere waren gut getroffen. Antonia war oft eher nervig, was bestimmt schon so geplant war.

Fazit

Ein netter Weihnachtsroman, der mir noch ein bisschen besser gefallen hätte, wenn man den Plot ein bisschen anders aufgebaut hätte. Trotzdem konnte ich paar besinnliche Stunden verbringen und eine wundersame Veränderung bei Eva miterleben.

Charaktere

Christel: Die Erzieherin im Kinderheim und eine starke Bezugsperson für Antonie

Antonie: Sie ist schon lange im Kinderheim. Da sie stottert wird sie oft von den Kindern aufgezogen und von potentiellen Eltern gemieden. Sie ist sehr zurückhaltend und hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden. Obwohl sie immer von einer glücklichen Familie träumt. Wenn sich Leute streiten oder etwas schiefgeht, sieht sie den Fehler immer bei sich

Anna Koffler: Ihr gehört ein riesiges Anwesen in München, das gerade nicht ganz so sicher ist, da die Bank ihre Fühler ausstreckt. Früher hat sie immer Waisenkinder zu sich an Weihnachten eingeladen, es dann aber gelassen, da Eva das nicht mochte. Seit dem beschenkt sie die Kinder nur noch. Dieses Jahr macht sie für Antonie eine Ausnahme, denn die Kleine kennt sie aus der Vergangenheit.

Philipp: Er und seine Mutter leben bei Anna. Er hat sich auf dem Grundstück eine kleine Gärtnerei aufgebaut und liebt Eva eigentlich schon immer. Sie waren vor vielen Jahren ein Paar, das aber keine erfolgreiche Beziehung hatte.

Eva Lankers: Sie ist eine erfolgreiche Anwältin. Eigentlich ist sie ein Grinch. Sie hasst Weihnachten und alles was damit zusammen hängt. Die Reise in die Vergangenheit, lässt sie ihr Leben und ihre Gefühle überdenken und sie wacht auf. Weihnachten mit den richtigen Leuten ist doch nicht so schlimm. Eva ist bei ihrer Grossmutter aufgewachsen.

Margret: Philipps Mutter und Haushälterin von Anne, die eigentlich schon eher eine alte Freundin geworden ist.

Albert und Charlotte – Evas Eltern, die früh gestorben sind.

Maximilian Koffler: Evas Urgrossvater. Er ist sehr streng zu seinen Kindern und auch sehr zurückhaltend seiner Frau gegenüber. Ein Unglück lässt ihn voreingenommen zu Antonie sein.

Sophie: Evas Urgrossmutter hält sie für ihre Cousine Sophie

Katharina: Evas Urgrossmutter, die gerade Hochschwanger ist. Sie ist sehr offen und sympathisch. Durch Katharina wird auch Eva etwas weniger verbissen.

 

Stein, Maike – Drei Haselnuesse fuer Aschenbroedel

Stein, Maike – Drei Haselnuesse fuer Aschenbroedel

Autor: Stein, Maike
Titel: Drei Haselnuesse fuer Aschenbroedel
Verlag: Ravensburger
Erscheinungsdatum: 01.08.2012
Seitenanzahl Printbuch: 192 Seiten
Genre: Liebe, Weihnachten
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 29.12.17-30.12.17
Band einer Reihe: Nein

Klappentext

Aschenbrödel kann nur davon träumen, auf dem königlichen Ball zu tanzen. Von früh bis spät muss sie für die Stiefmutter arbeiten. Da schenkt ihr ein Knecht drei verzauberte Nüsse, in denen die schönsten Gewänder stecken. Prachtvoll gekleidet reitet Aschenbrödel zum Schloss und gewinnt das Herz des Prinzen. Doch liebt er sie auch, wie sie wirklich ist?

Eine wahrhaft bezaubernde Nacherzählung des beliebten Märchenfilms

Zum Buch

Ich bin durch Zufall über dieses Buch gestolpert und ich dachte mir – ja – als Fan-Girl dieses Films gehört das Teil einfach zu mir nach Hause. Und es hat perfekt mein Lesejahr abgeschlossen. Zur Geschichte selbst brauch ich ja eigentlich nichts zu schreiben. Die müsste eigentlich fast jedem bekannt sein. Wenn nicht – schaut euch den Film an – eine Allgemeinbildung für Filmfans. ;-)

Man merkt, dass es ein Jugendbuch ist. Die Art ist recht einfach gehalten. Ich hatte oft das Gefühl, ich würde den Film schauen und hätte den Ton aus. Mir würde jemand den Film vorlesen. So fühlte es sich an, dieses Buch zu lesen. Natürlich wurde das Buch von der Autorin noch aufgefüllt mit Gefühlen und Gedanken, die auf jeden Fall realistisch sind. So könnte man das wirklich sehen. Das musste ich auch oft bewundern. Ich habe oft gedacht – Wow – das hat sie gut beobachtet. Sie hat vieles beschrieben, das mir selbst jetzt – obwohl ich den Film gefühlte 1000x geschaut habe – nicht aufgefallen wäre. Wie oft hat sie den Film für dieses Buch sehen müssen? Es wurden alle Elemente, die man aus dem Film kennt,  mit Gedanken und Gefühlen gefüllt, die mir gut gefallen haben. Ich mochte es und kann es den Fans auf jeden Fall empfehlen.

Fazit

Das Buch ist schön schnell zu lesen und man fühlt sich in den Film versetzt. Ich hatte das Gefühl, ich liege im Bett und meine Mutter liest mir den Film vor und füllt die Lücken mit ihren Interpretationen auf. Also ein schönes wohliges Gefühl. Ich mochte es gerne und freue mich, dieses Lesejahr so angenehm beendet zu haben.

 

Berlekamp, André – Bethany 02 – Winterträume in Bethany

Berlekamp, André – Bethany 02 – Winterträume in Bethany

Autor: Berlekamp, André
Titel: Winterträume in Bethany
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsdatum: Oktober 2017
Seitenanzahl Printbuch: 310 Seiten
Genre: Weihnachten, Liebe
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 26.12.17-29.12.17
Band einer Reihe: Ja Bethany

Hier kommt ihr zu Rezi von Band 1 Winterzauber in Bethany

Klappentext

Manche Träume erschließen sich uns erst, wenn wir sie leben.

Die neue Position als Chef des Architekturbüros seiner Stiefmutter Mona verlangt Chris gerade in der Vorweihnachtszeit einiges ab. Er vernachlässigt sein Privatleben beinahe völlig, und vor allem seine Partnerin Holly bekommt dies bitter zu spüren. Die beiden geraten deswegen und wegen Mona ständig aneinander, die keinen Hehl daraus macht, dass sie Holly nicht besonders leiden kann. Während sich Chris noch mehr in seiner Arbeit vergräbt, sehnt Holly sich nach ihrer Familie, an die sie keinerlei Erinnerungen mehr hat. Nur an einen Traum aus ihrer Kindheit erinnert sie sich, der ihr unbeschreiblich real vorkommt.

Zum Buch – Achtung Spoiler

Es wird bei Amazon zwar darauf hingewiesen, dass die beiden Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können, aber das finde ich nicht. Selbst wenn die erwähnten Dinge immer wieder erwähnt und auch erklärt werden, finde ich, man sollte sich die Zeit nehmen und wirklich den ersten Band lesen. Einfach weil er auch schön ist.

Es kommt wie es kommen muss. Ein Jahr nach dem Holly sich für Chris entschieden hat und es wieder Weihnachten wird, ist sie todunglücklich. Sie liebt Chris über alles. Aber er hat immer weniger Zeit für sie und zusätzlich fühlt sie sich noch unverstanden und missachtet von ihm. Und so ist es auch. Chris versucht es wieder allen Recht zu machen und vorallem Mona. Holly ist immer verzweifelter. Kein Rückhalt von Chris und keine Erinnerung an ihre Familie. Das ganze muss eskalieren. Gwen – ein Weihnachtself, der Hollys Platz einnimmt und auch noch ihre beste Freundin ist, trifft zufällig auf die traurige Holly und fühlt sich berufen sie zu retten. Dabei findet sie eine Lösung, die Holly wieder zurückbringt, aber von Chris trennt. Jetzt hat Holly zwar eine Familie, aber sie ist von Chris getrennt. Wie sollen sie jemals wieder glückliche Weihnachten feiern? Wir erfahren, dass Holly nicht die erste Elfe ist, die das Weihnachtsland verlassen hat. Diese Person ist eine Schlüsselfigur. Sie könnte es schaffen, dass Chris und Holly wieder vereint werden. Aber wie soll das funktionieren, wenn sie keine Erinnerung hat. Die Suche beginnt. Aber es gibt Regeln und Gesetze. Werden sie in der Lage sein, diese zu Biegen und zu umgehen?

Meine Meinung

Die Geschichte selbst hat mir hier besser gefallen, als im ersten Band. Hier war viel Magie enthalten und viel persönliches. Der Autor hat auch einiges an Spannung hereingebracht. Manchmal sogar Momente geschaffen, wo einem fast die Tränen in die Augen kamen. Allerdings – und das gibt einen kleinen Abzug – war es manchmal total verwirrend. Ich musste manchmal Passagen noch mal lesen, weil ich es einfach nicht durchblickt habe, was denn jetzt genau geplant war. Es war irgendwie bisschen undurchsichtig. Trotzdem mochte ich die Geschichte sehr. Es war wieder schön geschrieben und man konnte sich wirklich in die Personen einfühlen. Man hatte Mitleid mit Holly, schüttelte den Kopf über Gwen, ärgerte sich über Chris und die Hexe Mona – hat vielleicht doch einen nicht ganz so harten Kern. Natürlich gibt es ein Happy End – das ist ein Weihnachtsroman – da muss ein Happy End rein. Ich hätte es mir bisschen anders gewünscht – manches ist mir etwas unklar geblieben. Aber es ist ein schönes Ende.

Fazit

Wer den ersten Teil gelesen hat, kommt um den zweiten eigentlich nicht rum. Warum auch? Wer nämlich den ersten Teil mochte, wird sich genauso wohl im Nachfolger fühlen. Selbst wenn es manchmal etwas wirr zuging, mochte ich die Geschichte und die Idee sehr. Für alle Weihnachtsfans und Weihnachstromantikfans zu empfehlen.

Zitate

»Ich glaube, ich bin ein Waschlappen.«
»In diesem einen Fall heißt Glauben Wissen, mein Lieber«, bemerkte Elroy und sah mich vorwurfsvoll an.

In ihrem Kopf kreisten immerzu Bilder von Kindern, die sie glücklich ansahen; aber auch Tränen mischten sich darunter. Tränen des Abschieds, und Holly wusste nicht, ob sie ihretwegen fielen.

…als wäre sie vom Himmel gefallen.
Das war bereits ein Jahr her und Holly trauerte ihrem Leben nach, das hinter einem undurchsichtigen Schleier verborgen lag. Nur ein einziges Mal wollte sie ihre Familie sehen, ihre Mutter oder ihren Vater umarmen. Hatte sie Geschwister?Und wenn ja, wie sahen sie aus, und wie waren ihre Namen?

Charaktere

Lazarus – Chris Schutzengel – er hat ziemlich viel Einfluss und unterstützt auf jeden Fall die Beziehung zu Holly

Gwenn – die beste Freundin von Holly, ein Weihnachtself, die ziemlich chaotisch aber liebenswert ist. Sie vermisst ihre Freundin dermassen, dass sie fast ein Desaster verursacht hat

Elroy Stewart – Chris Freund und Arbeitskollege. Er ist ein super netter, homosexueller Mann, der jetzt auch seine Liebe gefunden. Er ist wirklich cool

Mona – Chris Stiefmutter – sie ist ein Grinch. Aber wir erfahren in dieser Geschichte warum. Sie hat Chris ihr Architektenbüro übertragen, mischt sich aber immer wieder ein. Sie kann Holly augenscheinlich nicht leiden. Als Holly weihnachtlich dekoriert, flaumt sie sie ziemlich an.

Holly – ehemaliger Weihnachtself, der sich für die Liebe zu einem Menschen entschieden hat. Allerdings musste sie dafür ihre Erinnerung aufgeben. Das macht ihr schwer zu schaffen. Sie ist absolut zerissen.

Roselyn Heythwood – die konkurierende Architektin. Sie hat Chris das Leben schwer gemacht – aber jetzt hat sie ihre alte Liebe zurück, geheiratet und ist schwanger. Sie ist endlich glücklich und harmlos

Matthew – Chris bester Freund – er hat so einige Tipps für ihn. Er hat Roselyn geheiratet

Spekulatio – Der Bäcker des Weihnachtsdorfs. Er liebt Holly und vermisst sie. Er bringt Gwen erst dazu genauer nach einer Lösung zu forschen

Guiseppe – er ist der Bibliothekar im Weihnachtsdorf. Seine grosse Liebe war die andere Elfe, die das Dorf verlassen hat. Er hat auch die Lösung für Gwen

Dr Roberta Treatcher – die Schlüsselfigur, die helfen kann Holly und Chris zusammen zu bringen.

Mr. Banks – ein toller älterer Mann, der viel mitbekommt und die besten Weihnachtsbäume verkauft.

Cathy – ein kleines Mädchen kurz vor ihrem 10. Geburtstag – sie ist Hollys beste kleine Freundin und eine grosse Hilfe sie wieder zu finden

Berlekamp, André – Bethany 01 – Winterzauber in Bethany

Berlekamp, André – Bethany 01 – Winterzauber in Bethany

Autor: Berlekamp, André
Titel: Winterzauber in Bethany
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsdatum: November 2016
Seitenanzahl Printbuch: 334 Seiten
Genre: Weihnachten, Liebe
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 23.12.17-26.12.17
Band einer Reihe Ja – Bethany


Klappentext:

Winterzauber in Bethany ist ein Weihnachtsroman für alle, die sich im Winter gern verzaubern lassen. Eine Geschichte voller Gefühl, Spannung, Humor und der Magie der Weihnacht.

Wunder geschehen, wenn wir sie am wenigsten erwarten

Chris Forrester hatte alles andere als eine unbeschwerte Kindheit. Seine Eltern waren geschieden, seine Mutter meistens unerreichbar und Stiefmutter Mona der Teufel höchstpersönlich. Nur einmal im Jahr konnte Chris ganz er selbst sein, denn in der Weihnachtsnacht besuchte ihn seine geheimnisvolle Freundin Holly. An seinem zehnten Geburtstag verabschiedete aber auch sie sich schweren Herzens und nahm ihm zu allem Überfluss die Erinnerungen an sie. Nach vielen Jahren und noch mehr Problemen stößt Chris kurz vor Weihnachten versehentlich mit einer Frau zusammen, die ihm seltsam vertraut vorkommt.

Meine Meinung:

Soooo süss. Ich mochte das Buch – eine richtige Weihnachtsgeschichte. Mit Liebe, Schmerz, Magie, Zauber der Weihnacht, Intrigen, Happy End. Total richtig für diese spezielle Zeit im Jahr.

Kurz zum Buch – Achtung Spoiler

Chris ist ein liebenswerter Junge – er wächst in einer eher lieblosen Umgebung auf. Mona – die Stiefmutter hätte lieber keinen Klotz am Bein – was sie ihn auch zeigt. Seine Mutter ist eher mit ihrem neuen Leben beschäftigt und sein Vater – ein Statist. Das einzige, dass ihn aufbaut ist Weihnachten. An Weihnachten kommt seine Freundin Holly zu Besuch. Holly ist ein Weihnachtself und besucht Kinder, die unbedingt Zuspruch brauchen um ihren Glauben nicht zu verlieren. Leider muss Holly allen Kindern mit dem 10. Geburtstag die Erinnerung an sie nehmen. Nur bei Chris funktioniert das nicht so ganz – er hat Erinnerungen, die er für Träume hält. Dieses mal trifft es Holly besonders schwer, die Erinnerung zu löschen. Chris war ein ganz besonderes Kind. Aber Holly liebt ihre Arbeit. Sie ist ein vollkommener Weihnachtself, der Marktrecherche betreibt und sich liebevoll um ihre Schützlinge kümmert. Als sie wieder mal durch Bethany läuft trifft sie auf den erwachsenen Chris – und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Ein riesen finanzieller Skandal bedroht Bethany. Seine Beziehung ist lieblos und er selbst ist ein Weichei geworden. Aber ein netter.

Zurück zu  meiner Meinung

Das Buch ist ein Selbstleser. Man schlägt es auf und es flutscht durch – man hat es wirklich schnell gelesen. Der Schreibstil ist angenehm und lebendig. Man taucht richtig ein. Der Skandal ist hier eher eine Nebengeschichte, die nur Chris Entwicklung vom Weichei zum eigenständigen Mann fördert. Das schöne ist einfach die Idee. Ein Wohlfühlbuch, wie ein Weihnachtsfilm am Mittag. Auch der magische Teil mit Santa und Hollys Rolle als Weihnachtself ist wirklich liebevoll. Manches hätte bisschen mehr ausgebaut werden können, aber trotzdem habe ich mich so wohl gefühlt, dass ich mir sofort die Fortsetzung besorgt habe.  André hat die Personendarstellung immer gewechselt. Chris hat er in der ersten Person auftreten lassen und Holly in der dritten Person.

Fazit:

Wer ein romantischen Weihnachtsroman mit Liebe ohne viel Schnickschnack sucht und sich auch gerne vom Zauber der Weihnacht was nach Hause holen will, liegt hier nicht falsch. Ein echtes Wohlfühl-Weihnachtsbuch.

PS: André – wo sind die Rezepte? Du hast mir den Mund wässrig gemacht mit den Pfefferkuchenmännlein und den Marzipanherzen….TseTseTse….;-)

Zitate:

Er wollte sie heute Nacht entweder verführen oder umbringen. Da sie sich aber bereits kannten und gemeinsam gekommen waren, schied Umbringen höchstwahrscheinlich aus. Darüber hinaus war bald Weihnachten und da brachte man niemanden um. Das verstieß gegen meine Grundvorstellung von einer besinnlichen Weihnachtszeit.

Es war beinahe unglaublich, dass sich Chris noch an sie erinnerte. Zwar nahm er an, alles wäre nur ein Traum gewesen, aber immerhin hatte er sie nach all den Jahren nicht vergessen.

Holly war traurig darüber, miterleben zu müssen, wie sich die strahlenden Kinderaugen in menschenverachtende Blicke von geldgierigen und machthungrigen Erwachsenen verwandelt hatten.

Immerhin hatten die Menschen der Gegenwart ihren Glauben an so vieles im Leben verloren. Einzig der Glaube an sich selbst war ihnen geblieben.

Und warum wurden Menschen überhaupt so … unmenschlich?

Es ist Weihnachten, das Fest der Liebe, der Wünsche und Wunder.

Empfange das Leben immer mit offen Armen, dann klopft das Glück schon bald an deine Tür.

Charaktere

Chris – ein netter Junge und junger Mann, der ein grosses und offenes Herz hat. Der Verlust seiner Weihnachtsfreundin hat ihn sehr getroffen. Er ist leider „Fremdbestimmt“ wie er öfter erwähnt, aber das ändert sich.

Holly – Ein Weihnachtself durch und durch – sie liebt ihre Tätigkeit. Ihre Aufgabe ist es die neuesten Trends zu erforschen und unglückliche Kinder bis zu ihrem 10. Lebensalter zu betreuen. Sie hasst es den Kindern die Erinnerung zu nehmen. Chris war schon immer ihr Liebling. Der erste Elf, der die Liebe kennen lernt. Leider muss auch sie alles vergessen, wenn sie in der Menschenwelt leben will. Zum Schutz der magischen Welt

Mona – Chris Stiefmutter – sie ist Gefühlskalt und es nervt sie, dass sie den Vater nicht für sich alleine hat. Eine Karrierefrau, die mit ihrem Architektenbüro auch über Leichen gehen würde. Allerdings schlummert vielleicht doch ein guter Kern in ihr?

Elroy – der Homosexuelle Arbeitskollege von Chris – die beiden sind gute Freunde und Elroy ist wirklich witzig.

Matthew – Chris bester Freund und er schustert ihm immer mal wieder paar interessante Objekte zu.

Roselyn Heythwood – das konkurierende Architekturbüro – Sie ist noch schlimmer als Mona – die Exfreundin von Matthew – sie wäre fast dem finanziellen Ruin verfallen, wenn Chris sie nicht gerettet hätte.

Brixton – Der Baumagnat – er ist Pleite und versucht mit allen unehrlichen Mitteln an Geld zu kommen

Sybill – Chris Lebensgefährtin – Agrarwissenschaftlerin aber oberflächlich.

Daniel – ein Spion von Brixton – er soll Sybill weichkochen und verliebt sich in sie

Gwen – ein weiterer Weihnachtself. Sie ist wohl eine gute Freundin von Holly

Spekulatio – der Bäcker des Weihnachtsdorf. Er scheint etwas in Holly verliebt zu sein.