Das zweite Wort | 2017 – Der Tanz der roten Schuhe

Das Projekt*txt wird gegenwärtig von Dominik Leitner und Katharina Peham betreut.

Was ist das Projekt *.txt?


Schnell erklärt soll das Projekt *.txt der Inspiration dienen. Einmal pro Monat wird ein Wort verkündet, zu dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Texte schreiben. Es gibt keinen Druck, etwas zu schreiben, kein Datum, bis wann die Texte da sein müssen … es soll also in erster Linie Spaß machen!

 

Entschuldigt die Länge der Geschichte, ich wollte sie nicht schon wieder aufteilen. Ich wünsche Euch viel Spass beim Tanzen ;-)

 

Das zweite Wort | 2017 – Der Tanz der roten Schuhe

Nächtelang hatte sie jetzt schon getanzt. Sie liebte das Tanzen, aber nicht ununterbrochen. Sie konnte ihren Körper fast nicht mehr aufrecht halten. Wie sollte sie denn  das schaffen? Karen verfluchte den Tag an dem sie über den Flohmarkt ging und diese schönen Schuhe sah.

Sie waren auch hier noch unerschwinglich, und Karen ging weiter. Aber diese Schuhe hatten sich in ihr Gedächtnis gebrannt. Sie hatte fast das Gefühl, sie würden sie verfolgen. In jedem Schaufenster sah sie diese Schuhe und an jedem Fuss einer Frau, die an ihr vorüberlief. Es war gruselig. Sie hatte das Gefühl, irgendetwas lenkte ihre Füsse wieder an den Stand mit den Schuhen. Sie liebte es mehrere Runden über den Flohmarkt zu schlendern. Deswegen schob sie es einfach auf ihr Ritual. Aber tief in ihrem Inneren wusste sie, dass es nicht so war. Unter normalen Umständen hätte sie die Schuhe schon längst vergessen. Sie war gar nicht so besessen von Schuhen. Meist trug sie sie bis sie auseinander fielen. Aber diese roten Schuhe, die hatten sie verzaubert. Sie musste sie haben. Sie würden so toll an ihren Füssen aussehen und jeder, der sich immer etwas lustig gemacht hatte würde sie jetzt damit bewundern.

Als sie die Schuhe zu Hause auspackte stellte sie sie auf den Tisch und bewunderte sie. Sie glänzten so schön. Sie funkelten fast. Sie hatte schon kleine Visionen von sich, wie sie mit diesen Schuhen in die Uni gehen würde. Vielleicht würde James sie sogar endlich fragen ob sie mit ihm auf den Uniball gehen würde. Sie himmelte ihn schon so lange heimlich an, aber er ignorierte sie. Seine Kumpel und deren Freundinnen  foppten sie oft. Brillenschlange und Graue Maus. Secondhand-Tante und anderes. Aber mit diesen Schuhen wäre sie die Königin. Sie würde vielleicht tatsächlich Ballkönigin werden. Einmal in ihrem Leben im Mittelpunkt stehen und hübsch sein.

Sie ging schlafen, aber sie schlief unruhig. Im Traum wurde sie von den Schuhen verfolgt. Sie war in einer dunklen  Gasse und die Schuhe waren riesig und waren gerade dabei sie zu zertreten, als ihr Wecker anging. Sie schnaufte und  ging ins Bad um sich frisch zu machen. Danach wollte sie sich einen Kaffee kochen und in die Uni gehen.

Da standen sie. So  herrlich wie sie sie in Erinnerung hatte. Sie betrachtete sie hingebungsvoll und entschloss sich sie wenigstens mal anzuprobieren. Wie sie denn so an ihr aussehen. Sie zog sie an und in dem Moment fuhr ein Strom ihre Füssen bis zum Herzen hinauf. Sie bewegte sich vor dem Spiegel und fing an zu tanzen. Das fühlte sich herrlich an. Sie sah sich in einem tollen Ballkleid und vergass fast die Zeit. Ihr Handy summte und sie erwachte aus der Starre. Schnell zog sie die Schuhe aus. Und fühlte sich sofort verlassen und kalt. Sie fror vor Einsamkeit.

Schnell huschte sie in die Uni. Da stand schon ihre beste Freundin

„Mensch Karen, wo bleibst du denn, wir wollten doch zusammen diese Hausarbeit besprechen. Was ist denn los mit dir. Du wirkst etwas neben der Kappe.“

„Ach Feli. Ich habe mir gestern tolle rote Schuhe gekauft und die haben mich in ein Weibchen verwandelt. Ich kann an fast nichts anderes denken als an den Ball, James und die Schuhe. „

„Bäh – dieses Klischee. Wirf sie weg. Das ist ja ekelhaft.“ Meinte Feli. Und schmunzelte.

„Warum sollten wir nicht auch Mädchendinge wollen? Ist doch mal ganz schön so bisschen Romantik. Zieh sie doch morgen einfach an und schau was passiert.“

Als Karen wieder zu Hause war zog sie die Schuhe an und ging hinaus. Es zog sie in die Altstadt. Dort gab es mehrere Tanzlokale. Es war als wäre sie nicht mehr Herr ihrer Sinne. Sie war wie eine Marionette. Und gleich aus der  ersten Tür die sich öffnete, entfleuchten  die ersten Klänge die sie wie an einer Schnur in das Innere das Tanzlokal zog.

Stunden später. Sie konnte fast nicht mehr laufen konnte sie sich endlich von dem Bann lösen und verliess fluchtartig das Lokal. Die Schuhe hatte sie ausgezogen und trug sie vor sich wie einen verrottenden Fisch. Als sie zu Hause war, schloss sie die Schuhe in den Schrank. Sie würde sie nie mehr anziehen. Danach fiel sie in ihr Bett und war sofort weg. Aber sie träumte schon wieder von den Schuhen. Sie verfolgten sie schon wieder und sie wollten sie wieder zertreten. Dieses Mal rette das Telefon sie.

Wie gerädert stand sie auf und humpelte zum Apparat.

„Hallo?“ flüsterte sie hinein

„Karen?“ es war Feli

„Hi, Feli, was gibt es denn?“

„Hast du mal auf die Uhr gesehen. Du fehlst schon wieder bei der Besprechung. Was ist denn los?“

Karen erzählte Feli von dem Abend davor und schluchzte. „Feli, ich glaube da stimmt was nicht mit den Schuhen.“

„Ich sagte dir doch, dass du sie weg werfen solltest. Gut, das war da noch nicht ernst gemeint, aber jetzt schon. Wirf sie in die Tonne, sofort. Ich kann leider jetzt nicht weg hier, aber morgen treffen wir uns, ist das klar?“

„Ja ist gut“ flüsterte Karen.

Aber es sollte anders kommen. Als es dunkel wurde, wurde sie wieder magisch angezogen. Sie öffnete den Schrank und zog die Schuhe an. Dann verliess sie die Wohnung.

Drei Tage später stand sie in einem Salsaclub und dachte –Nächtelang tanze ich jetzt schon. Ich liebe es zu tanzen, aber das werde ich nicht überleben. Ich muss die Schuhe loswerden. Die Männer standen Schlange, jeder wollte mit ihr tanzen. Die Schuhe zogen sie magisch in ihren Bann. Und die Männer tanzten  mit ihr bis zur Erschöpfung. Es war als würden die Schuhe ihnen die Energie entziehen. Je mehr Männer kamen umso stärker fühlten sich die Schuhe an. Aber sie merkte die Erschöpfung. Ihr Körper und ihr Geist würden bald zusammen brechen.

Die Tür des Clubs öffnete sich und vor ihr stand Feli. „Oh Karen, meine Süsse. Du siehst furchtbar aus. Zieh die Schuhe aus.“

Karen versuchte es, aber sie liessen sich nicht von ihren Füssen ziehen. „Feli, hack mir die Füsse ab. Lieber laufe ich auf Prothesen, als noch eine Minute diese Schuhe zu tragen. Ich kann nicht mehr“

„Ach je. Was machen wir nur. Komm ich bring dich in die Uni. Da gibt es jemanden der vielleicht helfen kann. Ein Prof., mit dem ich manchmal arbeite. Er kennt sich mit so ´nem Scheiss aus.“

„Aber ich kann hier nicht weg. Anscheinend brauche ich Musik.“

„Na, das ist doch das kleinste Problem. Hier mein Handy. Die Playlist müsste reichen.“

Feli schnappte sich Karen und tanzte mit ihr aus dem Club. Auf dem Unigelände angekommen, tanzten sie weiter Richtung Unibibliothek. Dort sass ein etwas verschroben wirkender Mann über dicke verstaubte Wälzer gebeugt.

„Professor Martin? Ich brauche ihre Hilfe. Meine Freundin hat ein kleines Tanzproblem.“

Er schaute hoch und es schien, als wäre er noch nicht hier angekommen.

„Ach Felicitas. Das ist aber schön. Was für ein Problem haben sie?“

„Ich weiss es nicht so genau. Meine Freundin  hat sich paar rote Schuhe gekauft, die – wie sag ich es – verzaubert sind?“

„Nun – ich denke sie meinen eher verflucht. Ich kenne diese Schuhe. Er nahm sich einen Wälzer und blätterte verwirrt. Hin und Her und dann – „Ha – da ist es. Ich hatte schon mal über diese Schuhe gelesen. Sie wurden damals von einem Mann verflucht gestützt von einem Engel. Die Schuhe wurden damals wegen Eitelkeit getragen. Die Trägerin sollte erst alle ihre Sünden bereuen, bevor sie erlöst wurde.“

„Waas. Ich bin doch nicht eitel. Also das letzte was ich bin ist eitel.“ Meinte Karen tanzend über sich.

„Naja. Diese Schuhe sind einfach verflucht. Das ist wie bei einem Virus. Da kann so ein Fluch auch mal mutieren.“

„Sie verarschen mich doch jetzt?“ meinte Karen.

„Ja ein bisschen – Nein. Dieser Fluch ist schon so alt, und die ursprüngliche Trägerin ist ja befreit, aber die Schuhe nicht. Also müssen wir die Schuhe befreien, sonst wird ihr Schicksal sein, nächtelang durchzutanzen, bis sie irgendwann nur noch Haut und Knochen sind und sterben. Wir müssen es irgendwie schaffen, die Schuhe von ihnen abzulenken.“

„Okay – das geht ja gar nicht.“ Meinte Feli. „Wie können wir dieses Problem beheben? Und erklären sie doch noch mal wie das genau ist, warum ist Karen dafür anfällig?“

„Ich kenne sie ja nicht, aber ich kann es mir etwa vorstellen. Ich habe sie auf dem Campus schon mit Felicitas gesehen. Sie gehören eher in die Kategorie graues Mauerblümchen. Und ich denke, dass die Schuhe deswegen auf sie angesprungen sind. Sie wollten mehr  – also doch etwas Eitelkeit. Sie wollten endlich beachtet werden. Tja – da sind verfluchte Gegenstände recht flexibel.“

„Na toll.“ Tanzte Karen vor sich hin. „Wie kann man diesen Fluch brechen?“

„Ich befürchte man kann ihn nicht brechen, dafür bräuchte man denjenigen, der den Fluch ausgesprochen hat, aber man kann ihn unterbrechen oder ablenken. Dafür brauche ich aber Hilfe einer lieben Freundin und weissen Hexe. Tanzen sie ruhig noch etwas weiter, das wird einige Zeit dauern. Ich werde mal telefonieren.“ Er ging in sein Büro, die Mädchen folgten ihm. Es schauten nicht wenige verwundert hinter ihnen her, da sie tanzend den Raum verließen.

„Hallo Miranda, meine Liebe. Wie geht es dir? Ach na du weisst, immer beim alten. Aber ich könnte deine Hilfe brauchen. Ja einen verfluchten Gegenstand, beziehungsweise, zwei. Kleidungsstücke. Ja Schuhe. Genau – die Roten. Toll, bis gleich in meinem Büro.“ Er drehte sich zu den beiden. „Sie ist unterwegs.“

Als Miranda auftauchte, stand Karen am Fenster und tanzte vor sich hin. Sie war tief in Gedanken versunken. Wenn sie nun nächtelang tanzen müsste. Welch ein grausamer Tod würde sie da erwarten. Sie schauderte.

„Genau das meine Liebe, müssen wir sofort abschalten.“ Meinte Miranda zu Karen gewandt.

„Bitte?“

„Ein Fluch nährt sich von Energie. Lebensenergie, Angst oder andere starke negativen Gefühle. Wir müssen sehen, dass wir sie erst mal ins Reine mit sich bringen, dann werden wir versuchen den Fluch abzulenken, oder wenigstens zu unterbrechen.“

„Was sollen wir machen?“ Fragte Professor Martin?

„Ernst. Es ist wichtig, dass wir einen Kreis um sie bilden. Sie muss geerdet werden und durch unsere positive Energie müssen wir sie auch erst mal positiv einstellen. Das wird etwas dauern. Lasst uns erst mal die Kerzen aufstellen. Etwas Salbei ist immer gut. Herzchen, kannst du den Salbei verbrennen?“ Wandte sich Miranda an Feli.

Als dann alles vorbereitet wurde, stellten sich die drei  um die tanzende Karen und beteten. In dem Kreis lag noch ein Stein, auf ihn sollte der Fluch abgelenkt werden. Wenn es denn funktionierte.

Das Beten wurde immer intensiver und es kam Karen so vor, als würden die Schuhe heiss werden. Miranda war die einzige, die Karen berührte. Und sie spürte den Fluss der Energie. Er schien von den Schuhen aus zu gehen. Und sie merkte, wie die Energie schwächer wurde. Sie fühlte eine Ruhe, die sich in ihr ausbreitete. Eine wohlige Wärme fächerte sich in ihrem Solarplexus auf und sie fiel ohnmächtig um. Alles andere bekam sie nicht mehr mit.

Ernst fing sie auf und bettete sie vorsichtig auf dem Boden. Schnell schnappte Miranda nach den Schuhen und legte sie in eine Metalldose, den Stein legte sie dazu. Schnell verschloss sie die Dose und versiegelte sie mit einer Plombe auf der eigenartige Runen aufgeritzt waren.

Danach warteten sie bis Karen erwachte. Sie sah furchtbar erschöpft und blass aus. Aber sie tanzte nicht mehr.

„Ah – mein Kopf, was ist geschehen?“ Sie setzte sich schnell auf und blickte auf ihre Füsse. „Es hat geklappt? Es hat geklappt ich bin frei. Oh mein Gott. Wie kann ich euch  nur danken. Sie fiel Miranda um den Hals und nacheinander Ernst und als letztes drückte sie Feli, als würde sie sie nie wieder los lassen wollen.

„Was passiert jetzt mit den Schuhen?“ fragte sie.

Miranda antwortete:“ Die nehme ich an mich, es gibt da einen Bund, der kümmert sich um solche Gegenstände. Die haben in einer Verlassenen Gegend ein Lagerhaus, dort sind so einige solcher Dinge sicher verstaut. Diese Schuhe werden, hoffentlich nie wieder jemanden in die Hände fallen.“

„Ich werde bestimmt nie wieder etwas Gebrauchtes kaufen.  Man kann doch wirklich nie wissen, ob es nicht verflucht ist.“

„Ach, mein Kind, so drastisch  muss das nicht sein. Ihr solltet nur etwas auf bekannte Geschichten achten. Das Märchen mit den Roten Schuhen? Kennt ihr? Ja genau diese Schuhe waren das. Also alles wo es ein Märchen, Mythen, Legenden drüber gibt, solltet ihr meiden. So ich gehe mal. Ich muss meinen Kontaktmann anrufen um ihn von den Schuhen zu erzählen. Gehabt euch wohl.“ Uns summend verliess  Miranda die kleine Gruppe.

Feli und Karen waren am nächsten Morgen ganz früh in der Uni um sich bei Professor Martin in den Kurs einzuschreiben. Denn sicher war sicher. Sie wollten wirklich alles erfahren, was es zu erfahren gibt um nie wieder einen verfluchten Gegenstand zu erstehen und um anderen Helfen zu können.

ENDE

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 3 – Mia und Benji und die zwei anderen Katzen die Hunde sind

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1 findet ihr HIER

Teil 2 findet ihr HIER

 

Mia und Benji haben sich eingelebt. Es sind mittlerweile zwei Monate vergangen und sie haben ihre Menschen total um die Krallen gewickelt. Sie wissen jetzt auch, dass die beiden stinkenden und lauten Katzen Hunde genannt werden. Eine Hündin und ein Rüde. Der Rüde ignoriert sie einfach, sie schwänzeln manchmal an ihm vorbei. Da bleibt er einfach stehen und wartet, das sie aufhören. Er bellt sie manchmal an, wenn er auf ihren Platz will,  aber da ignorieren sie ihn und schwänzeln wieder. Aber die Hündin – die ist empfänglicher. Sie war gerade Scheinschwanger als die beiden ihre Höhle verliessen und hat Milch gegeben. Die beiden Kitten haben sich sofort auf die Zitzen gestürzt. Das schmeckte gut. Und die Hündin genoss es. Aber sie wollte auch nicht zuviel von den beiden Katzen wissen. Sie war immer vorsichtig. Jetzt verhindern die Menschen es, dass Mia und Benji saufen. Sie wollen dass der Milchfluss aufhört. Das ist gemein.

Aber sie füttern sie lecker. Ach sind die Menschen so schön zu beeindrucken. Es lagen kleine Knochen für die, die sich Hunde nennen bereit und als Mia sich darauf stürzte war die Menschenfrau ganz entzückt. Sie sagte zu ihrem Menschenmann:

„Ach schau, ist die nicht niedlich, die will mit dem Knochen abhauen. Ich glaube sie wollen schon was richtiges zu Essen. Die sind so drollig, die beiden. Ich könnte sie fressen“

Der Mann drehte sich um, verdrehte die Augen und schmunzelte heimlich. Die Katzen hatten ihn aber schon durch schaut. Er tat nur so als würde er sich über die Gefühlsduselei der Frau amüsieren, aber heimlich genoss er es wenn der Kater zu ihm kam und ihn laut anschnurrte. Ja – die beiden hatten ihre Menschen sowas von um die Kralle gewickelt.

Mia setzte sich gerne auf den Schoss der Frau. Einfach hinstetzen, schmussen, die Stirn ablecken und durch die Gegend schauen.

„Wo schaust du denn hin?“ Fragte die Frau dann immer und folgte Mias Blicken. Mia lachte dann immer – es hörte sich für die Menschen natürlich wie Schnurren an – Sie sagte zu ihrem Bruder: „Ach – das könnte ich ewig machen. Einfach  mal durch die Gegend schauen und die Menschen verwirren. Ist das nicht ein Spass?“

„Ja“, sagte Benji. „Genau, wie es immer toll ist altes Spielzeug aufzutreiben. Sie werden das Versteck nie finden. Und es macht so ein Spass, wenn ich mit einer Maus ankomme, die sie schon vor Wochen vermissten. Ich liebe das. Oder was auch so toll ist. Ich liebe es Kartons an zu knabbern und die Fetzen dann zum Spielen in ihre Schlafhöhle zu schleppen. Was für ein Spass. Oder weisst du was auch so toll ist, wenn die auf ihrem Klo sitzen – ein Spielzeug bringen. Ein Fitzel Folie, Pappe oder was auch immer ich finde. Dann vor die Füsse legen und laut schnurren. Da sind sie hilflos ausgeliefert. Sie sitzen da und können nicht weg…Ach das macht so ein Spass“

„Ich liebe ja die Gummis. Die Frau ist manchmal wirklich ein bisschen dämlich. Da zieht sie mit mir an so einem Gummi und traut sich nicht los zu lassen, weil sie mir nicht das Näschen verletzten will….Aber ich habe diese Skrupel nicht. Das mache ich besonders gerne, wenn sie  mir die Krallen geschnitten hat. Ich hasse es, wenn sie das macht. Dafür gibt es dann ein Gummi-Schnalzer“

„Du hast Recht, ich hasse dieses Krallenschneiden auch. Sie sollen sich nicht so haben. So schlimm kann es doch nicht sein. Weisst du was ich so toll finde, wenn sie die beiden Katzen-Hunde in den Hof lassen und ich will raus. Da hüpfe ich immer auf die Frau..sie liebt das. Autscht manchmal, aber sie liebt es, wenn ich sie auf ihre Arme springe. Der Mann nicht – der verflucht die Frau, dass sie mir das „beigebracht“ hat. Wir haben es gut hinbekommen, mit den beiden. Mama wäre stolz auf uns.“

„Ach ich schlafe so gerne auf der Frau, “ meint Mia. “ Und das beste ist, wenn sie merkt, dass ich auf ihr liege, dann bewegt sie sich nicht mehr, damit ich nicht runter rutsche. Sie plappert dann immer etwas wie toll es ist. Und dass es ein absoluter Vertrauensbeweis ist, dass ich auf ihr schlafe – sind sie nicht niedlich?“

„Aber weisst du, Mia, was mir so richtig Spass macht. Wenn die Menschen Pakete bekommen. Ich liebe es in diese Kisten zu springen und die Reaktion der Menschen zu sehen. Die denken WIR sind da total begeistert. Es macht natürlich Spass da rein zu hüpfen und alles rauszuräumen, aber ich würde auch nicht soo lange darin sitzen, wenn die schneller dieses viereckige Ding zücken würden, bei dem vorne immer so ein helles Licht heraus kommt. Das scheint ihnen echt wichtig zu sein. Denn ständig rufen sie dann: Benji, Mia. Und quietschen aus ihrem Mund. Menschen. Die sind schon bisschen peinlich.“

Die beiden unterhielten sich noch eine ganze Weile darüber was denn so toll ist die Menschen an der Leine zu führen und an ihr zu ziehen, wenn sie wollen, dass sie springen, bis sie dann auf die Hunde zu sprechen kamen.

„Diese komischen Katzen, die sich Hunde nennen sind auch seltsam, oder was meinst du Mia?“

„Da hast du sowas von Recht. Vorallem sie, sie umrundet die Menschen immer wie der Mond die Erde. Wie ein Schatten. Er ist etwas ruhiger. Aber er ist auch schon richtig alt. Der wird nur hibbelig wenn es ums Fressen geht, da hüpft er wie ein kleiner Welpe. Die beiden sind wirklich seltsam. Aber ich mag sie irgendwie. Und die Menschen lieben sie wohl ähnlich wie uns. Natürlich kann man niemanden mehr lieben als Katzen, aber wir teilen diese Zuneigung großzügig mit diesen Hunden. So sind wir Katzen. Wir wissen wie wir unser Volk befriedigen können.“

Die beiden lachten – was sich wieder wie ein schnurren anhörte – rollten sich zusammen und schliefen ein.

ENDE

 

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 2 – Mia und Benji und die zwei anderen Katzen die Hunde sind

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1 findet ihr HIER

 

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Lasst uns zwei der vier Katzen in ihr neues zu Hause begleiten.

Bruder und Schwester – sie verstanden noch nicht so ganz was geschehen war. Ihre Mutter hatte es ihnen zwar erklärt, aber sie konnten es nicht verstehen. Sie hatten wahnsinnige Angst. Sie waren in einer dunklen Kiste mit einem Tuch, das so stark nach ihrer Mutter roch, dass sie kläglich anfingen zu maunzen. Endlich hörte das gewackel auf. Und der Deckel öffnete sich. Es schaute ein fremdes Gesicht zu ihnen hinein. Es sah sehr freundlich und lieb aus, aber die beiden hatten einfach zu viel angst und drückten sich aneinander. Auf einmal fing das Gesicht an zu sprechen.

„Hallo ihr zwei. Ihr habt Angst ich weiss. Ach ihr seid so süss. Schatz, was meinst du. Sie sehen aus wie eine Mia und ein Benji. Die Namen passen so gut.“

„Ach – ich weiss nicht. Lass sie uns erst noch bisschen beobachten, bis wir ihnen Namen geben. Mach den Deckel zu, du machst ihnen Angst.“

Und schon wurde es wieder dunkel. Die beiden atmeten auf und schauten sich an.

„Ich weiss – Mama hat gesagt, wir sollten keine Angst haben,“ Sagte der Kater zu seiner Schwester, „Aber ich kann nicht aufhören zu zittern und zu jammern. Ich habe solche Angst. Warum konnten wir nicht bei Kate bleiben? Ich versteh das nicht. Da hatten wir doch alle genug Platz. Wir kannten uns aus und wussten wo wir spielen durften. Wer weiss, was das für zwei Menschen sind. Vielleicht sind sie nicht nett zu uns.“

„Ich habe auch Angst. Aber ich denke Mama und Kate hätten uns auf keinen Fall zu irgendwelchen Menschen gegeben, die böse sind. Wir müssen ihnen vertrauen und hoffen, dass wir – wie Mama es uns beigebracht hat – die Menschen schnell zu unserem Personal machen können. Das wird unsere Prüfung werden.“

Die beiden kuschelten sich anneinander und warteten. Als das Auto zum Stehen kam und das gewackel wieder anfing wurden die beiden wieder unruhig. Sie zitterten und drückten sich ganz eng an. Nicht lange und sie wurden auf einen Boden gestellt. Sie schnupperten und es roch alles so fremd und beängstigend. Menschlicher Geruch kannten sie ja von Kate. Selbst wenn die beiden neuen Menschen noch andere Gerüche vereinten. Aber da waren noch andere Gerüche. Das war ganz fremd für sie. Auch die Geräusche, die mit diesen Gerüchen zusammen kamen. Lebendig aber fremd. Dann öffnete sich der Deckel. Sie sahen noch mal die Frau und auch den Mann. Dann gingen die beiden hinaus und ließen sie alleine.

Die beiden betrachteten sich und schoben die Köpfe aus dem Korb. Hier stand viel herum. Der Kater war mutig und hüpfte aus dem Korb. Seine Schwester zog sich schnell zurück. Sie hörten die Menschen und diese anderen Geschöpfe. Schnell kam ihr Bruder zurück. Sie drückten sich an den Boden und zitterten. Es wurde dunkel und sie hörten wie die Familie sich zurück zogen. Das war die Zeit, die die beiden nutzten um sich umzuschauen. Sie verliessen die Box und fingen an alles ganz vorsichtig zu beschnuppern und zu betrachten. Leise schlichen sie sich aus dem Zimmer und schauten. Da war eine Treppe. Sie führte nach unten. Der Bruder ging voraus.

„Folge mir, ich denke da unten ist keiner. Ich höre nur noch Geräusche aus dem Zimmer dort drüben und da ist die Tür zu. Lass uns schauen was da unten ist. Ausserdem muss ich echt mal dringend.“

„Okay. Geh vor ich komme sofort nach. Ich will auf keinen Fall alleine hier bleiben.“

Die beiden tapsten tapfer nach unten und folgten ihrer Nase. Den Geruch des Katzenklos kannten sie. Schnell schlüpften sie in den Raum und jeder ging auf eines der beiden Toiletten. Sie atmeten tief aus. Das war dringend. Jetzt konnten sie weiter gehen. Sie rochen Futter. Aber der Magen war einfach verknotet. Essen war überhaupt nicht drin. Sie gingen von Zimmer zu Zimmer und alles roch fremd. Sie sahen Kratzbäume  – das kannten sie und sie hüpften schnell drauf. Schnell wurden die Krallen gewetzt, das beruhigte sie. Und von oben konnten sie alles besser betrachten. Es sah ganz nett aus.

Am nächsten Tag nahmen die beiden Menschen ihren Korb und trugen ihn in das Zimmer, das gestern verschlossen war. Oben gelegen – auf einer Kommode – hatten sie ein kleines Häuschen aufgestellt. Sofort flohen Mia und Benji da hinein und schauten immer mal wieder heraus.

Als Mia ihr neues Zuhause betrachtete. Wusste sie. Ja sie hatten es geschafft. Und als sie ihre neuen Bediensteten sah war sie mehr als zufrieden. Sie schubste ihren Bruder an und schnurrte leise. „Hier sind wir richtig.“ Und war sofort wie erstarrt als zwei riesen Katzen um die Ecke stürmten und bellten.

„Das sind doch keine Katzen“. Meinte Benji. „Das ist irgendwas trampeliges, das sich total affig aufführt. So würden Katzen sich nie erniedrigen. Nein, Nein. Das ist was anderes. Ich glaube nicht, dass sowas in unserem Familienstamm zu finden ist. Sie sind laut, stinken und schnurren falsch. Nein. Aber wir werden es bestimmt erfahren. Jetzt bin ich erstmal müde. Komm lass uns erstmal wieder in diese Höhle verschwinden. Diese Menschen, die uns in Zukunft bedienen werden, sehen ganz ok aus. Ich denke hier lässt es sich aushalten.“

Die beiden Menschen betrachteten ihre neuen Familienmitglieder und riefen diese trampeligen vierbeiner zu sich.

„Ihr beiden, ihr müsst etwas vorsichtig sein. Die Katzen sind noch so klein, nicht dass ihr sie tretet. Macht langsam und dann wird das bestimmt gut werden. Ihr habt doch schon Erfahrung mit Katzen, also. Ihr seid keine Katzenanfänger. Kommt her.“

Die Frau schnappte sich die beiden und knuddelte sie richtig fest. Das schien den beiden zu gefallen. Mia lunzte aus ihrer Höhle und wunderte sich etwas. Hoffentlich würde sie von dieser Frau nicht auch so grob gestreichelt. Puh.

Max und Maude genossen es und schauten sich an.

„Weisst du Maude, als die anderen beiden Katzen über die Regenbogenbrücke gegangen sind haben sie mir schon ein bisschen gefehlt. Obwohl sie ja manchmal wirklich frech waren. Wenn aber die beiden Menschen weg waren, hat man sich ja immer gut unterhalten. Ich bin gespannt wie es mit den beiden neuen wird. Meinst du wir werden uns mit ihnen verstehen?“

Mas meinte: „Ist mir egal, ich bin jetzt so alt, da erwarte ich Respekt. Und solange sie nicht an mein Futter gehen können sie machen was sie wollen“

Damit legten sich die Hunde an das Fussende des Bettes und fingen an zu schnarchen und im Traum durch die Felder zu rennen

Fortsetzung folgt.

 

 

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1

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Projekt *.txt soll der Inspiration dienen. Einmal pro Monat wird ein Wort verkündet, zu dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Texte schreiben. Es gibt keinen Druck, etwas zu schreiben, kein Datum, bis wann die Texte da sein müssen … es soll also in erster Linie Spaß machen! Die Texte schreibst und veröffentlichst du auf deinem Weblog und

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Maura hatte einen kleinen Hoffnungsschimmer. Sie war schwanger. Der Vater war schon über alle Berge – aber das war ihr egal. Sie hatte ihn ja nur wegen der Schwangerschaft gewollt. Aber die Zeiten waren schlecht für Schwangere. Es war kalt und sie fand nichts zu essen. Bald würde es soweit sein. Sie spürte schon wie die kleinen in ihr rum wuselten. Sie wollten langsam raus und die Welt erkunden. Also war es um so wichtiger schnell einen sicheren Platz zu finden wo sie die kleinen in die Welt entlassen konnte. Sie kannte eine Frau – die würde ihr helfen. Auch dann wenn die kleinen da wären würde sie Maura helfen einen guten und sicheren Platz für sie zu finden. Das war bis jetzt immer so. Und Maura hat ihre Kinder immer wieder besucht um zu sehen, dass es ihnen gut geht. Deswegen hatte sie dieses mal wieder einen kleinen Hoffnungsschimmer. Sie hatte schon vor einigen Tagen bei der Frau – sie nannte sich Kate – vorbei geschaut. Aber die Tür war verschlossen. Es war ein Schild an der Tür, aber sie konnte ja nicht lesen. Sie hoffte inständig, dass Kate jetzt für sie da war.

Es war soweit. Die kleinen wurden unruhig. Sie wollten die Welt sehen. Maura beeilte sich zu Kate zu kommen und wieder keimte der Hoffnungsschimmer in ihr auf. Was sollte nur geschehen wenn Kate nicht da wäre. Aber sie hatte sich umsonst geängstigt. Kate war da. Und sie empfing Maure freudestrahlend.

„Oh – meine Hübsche. Ist es wieder mal soweit. So langsam solltest du aber mal aufhören. Du bist nicht mehr die Jüngste. Komm schnell ins warme. Da wartet auch etwas Milch für dich. Vor dem Kamin ist ein Plätzchen für dich, da kannst du dich vorbereiten. Ich lasse dich dann in Ruhe. Komm, komm.“ Maura atmete auf. Sie und ihre Kleinen waren in Sicherheit. Vielleicht sollte sie wirklich langsam mal aufhören mit den Babys. Vielleicht könnte sie bei Kate bleiben und sie könnten sich zusammen um andere Schwangere kümmern. Sie würde sich das überlegen. Es klang schon sehr angenehm. Ein warmer Platz vor dem Kamin und eine nette Frau die sich um sie kümmert. Ja – das war es was Maura wollte. Für sich und ihre Kleinen.

Die Nacht war lange und aufregend, aber als sich der Vollmond langsam senkte und die Sonne sich den Platz erkämpfte war Maura erschöpft aber glücklich. Sie säuberte ihre Kinder und gab ihnen etwas zu trinken. Sie waren perfekt. Vier kleine, absolut bezaubernde Wesen mit so süssen rosa Nässchchen und geschlossenen Augen. Die Köpfe waren noch so schwer und sie konnten ihn kaum heben. Ihr Herz ging auf und sie begann mit ihnen zu schmussen. Sofort fingen die kleinen an ihre Nähe zu suchen und ein summen ging von ihnen aus.

Kate betrat das Zimmer. Sie war entzückt.

„Ach Maura – sie sind einfach bezaubernd. Ich könnte sie alle hier behalten wenn du wolltest. Sie sind einfach zu süss. Aber ich werde mich auf die Suche nach einem neuen Zu Hause für die vier machen. Sie werden es – wie immer – gut haben. Vertrau mir.“ Das tat Maura schon seit Jahren. Und dann rollte sie sich zusammen, ihre Kinder lagen neben ihr und schnurrten zufrieden.

Zehn Tage später öffneten das erste seine Augen. Das Köpfchen wackelte manchmal noch etwas hin und her. Diese süssen Himmelblauen Augen schauten Maura direkt in die Seele. Sie war erfüllt von Liebe. Nach und nach öffneten alle ihre Äuglein. Etwa drei Wochen nach der Geburt verliess das erste Baby das Nest. Maura war sehr aufgeregt. Obwohl sie es ja schon so oft erlebt hatte. Der kleine Kater. War sehr neugierig aber auch vorsichtig. Er trabbelte paar Schritte und verschwand schnell wieder in der Obhut seiner Mutter. Kate beobachtete alles von ihrem Sofa aus und konnte sich nicht satt sehen an diesen süssen Kleinen. Ihr Herz pochte ganz laut. Wie wenn man etwas ganz leise beobachtet und ja kein Laut von sich geben will um sie nicht zu erschrecken.

Kate war so glücklich. Es war Leben in ihrem Haus. Sie liebte es wenn die kleinen, die jetzt etwa einen Monat alt waren, ihr Gegend erkundeten. Sie waren mutig, dreist und lebhaft. Maura sass immer gerne neben Kate und manchmal hüpfte sie auch auf ihren Schoss um sich streicheln zu lassen. Sie war wahnsinnig Stolz auf ihre Kitten.

Die Zeit ging dahin, die vier wurden lebhafter und langsam wurde es Zeit sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause zu machen. Sie waren jetzt 12 Wochen alt. Kate machte sich auf die Suche. Und sie fand tatsächlich zwei liebevolle Familien, die gerne Katzen haben wollten. Und Maura war so glücklich. Sie wollten beide je ein Paar nehmen. Sie wusste, dass auch einzel vermittelte Babys glücklich wurden, aber sie war immer froh, wenn die Geschwister nicht ganz alleine waren. So hatte wenigsten jeder noch ein Geschwisterchen an der Seite.

Es wurde Zeit. Nachdem die Familien da waren und sich ihre Paare ausgesucht hatten, sollten sie in eins-zwei Wochen in ihr neues Zu Hause ziehen. Kate hatte immer Tücher, mit dem Geruch von Maura,  für die neuen Familien bereit. Die Menschen kamen und waren aufgeregt und glücklich. Endlich hätten sie ihre neuen Familienmitglieder bei sich. Sie wurden in die Körbe gepackt. Maura schupste jedes noch mit ihrem Köpfchen an und sagte:

„Ihr Lieben. Ihr wisst ihr habt immer einen Platz in meinem Herzen. Jetzt ist es an euch eurer neuen Familie soviel Freude zu machen wie ihr sie mir gemacht habt. Macht mir keine Schande und seid so brav, wie Katzen halt sind. Ich habe euch alles beigebracht, damit ihr wahre Katzen werdet. Also – ich entlasse euch in euer eigenes Leben. Ihr werdet bald die Herrscher in eurem neuen Zu Hause sein. Stellt es geschickt an. Ich liebe euch.“

Kate wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel und winkte den neuen Familien zu. Sie wollte in ein paar Wochen mal bei ihnen vorbei schauen und Maura mitnehmen. Sie wollte einfach sicher sein, die richtigen Familien ausgewählt zu haben. Sie schloss die Tür und damit fing für die vier Kitten ein neues Leben an.

Folgt zwei der Kitten in ihr neues Zu Hause. Demnächt auf diesen Seiten…

FORTSETZUNG

Das zwölfte Wort. • *.txt – mittlerweile

Eine Aktion von Dominik. Es wird ein Wort vorgegeben und wir lassen unserer Kreativität freien Lauf. Es dient dazu einfach mal aus sich heraus zu kommen und zu schreiben. Egal was.

Mittlerweile war Weihnachten vorbei. Die Weihnachtsstimmung war leider nicht so ausgeprägt, aber wir haben uns trotzdem auf Weihnachten gefreut. Die tolle Musik, die Weihnachtsfilme und die schön geschmückten Häuser und Weihnachtsbäume. Wir hatten schöne Stunden mit der Familie und können da unsere aufgewärmten Herzen noch bisschen wirken lassen. Im Januar wird alles abgeschmückt und es sieht wieder so nackt und trostlos aus. Was wird uns im neuen Jahr erwarten? Geplant haben wir nichts. Wir planen nicht mehr grossartig. „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm von deinen Plänen“ Ich weiss nicht mehr wo ich das gehört habe, aber es passt einfach.

Auf der Arbeit haben wir schon gehört, es soll weiter gespart werden. Ein Milliardenunternehmen. Die Leute sollen also noch weniger verdienen. Aber ein kleines Highligt erwartet uns. Der Chef, der uns so zu gesetzt hatte und uns das Leben erschweren, sogar unsere Existenz zerstören wollte, der geht endlich. Er erwähnte, dass er gehen muss. Ja – das muss er. Denn – nicht nur uns hatte er zu gesetzt. Die Beschwerden müssen massenweise eingegangen sein. Schade, ich war nicht dabei, als er sich in dem ersten Arbeitsbereich verabschiedet hat. Mittlerweile ist er so unbeliebt, dass die Mannschaft dort tatsächlich die Siegerfaust und Laola gemacht haben. Das hätte ich gerne gesehen. Stellt euch dass mal vor. Ihr denkt ihr seid beliebt und der beste und dann bekommt ihr so eine gewatscht. Es hat nicht laut genug geklatscht.

Nur noch einer, der dabei war. Der muss noch weg. Aber ihn wird das Karma auch noch erwischen. Dann endlich können wir wirklich abschliessen. Wir sind leider nicht gut genug um zu verzeihen, aber wir werden unseren Frieden finden. Jedenfalls grösstenteils. Es wird nie ganz verheilen, aber wir können die Narben verdecken.

Mittlerweile habe ich mich arrangiert mit meiner neuen Position. Ich fühle mich wohl. Körperlich ist es anstrengender, aber im Kopf habe ich auf einmal keinen Nebel mehr. Ich bin entspannt und es ist sogar wieder Kreativität in mir. Ich vermisse die Verantwortung nicht. Ich bin immer wieder froh, doch dort weg zu sein. Da merkt man erst wie sehr einen solch Posten doch belasten. Ich hätte nie gedacht, dass es so ist. Ich dachte immer ich brauche diese Verantwortung. Manchmal kam ich mir so Unersetzlich vor. Wie lächerlich. Es war nicht leicht. Meine Schuhe passen der Kollegin nicht. Das soll nicht angeberisch sein. Es läuft ja auch ohne mich. Aber ich habe grosse Abdrücke hinterlassen. Zu grosse. Die würde ich gerne verwischen. Wenn ich noch mal zurück reisen könnte, würde ich meine Spuren tilgen.

Viel zu viel von mir ist dort geblieben. Aber mittlerweile kann ich sagen. Nie wieder. Mein Intellekt gehört jetzt mir. Meine Ideen gehören mir. Mein Wissen – das bleibt bei mir. Erkämpft euch eure Position doch selbst. Ich kämpfe für euch nicht mehr. Mittlerweile nur noch für mich und meinen Mann. Für die, die mir wichtig sind. Kollegen sind Kollegen. Mehr nicht. Mittlerweile weiss ich das, war eine schmerzhafte Erkenntnis. Die Täuschung war perfekt. Ich habe nicht gemerkt was in den Menschen um mich steckt. Ich bin zu gutgläubig. Nicht mehr. Ich weiss jetzt was wichtig ist. Ich habe es fühlen können. Ich kann es immer noch fühlen und es fühlt sich gut an. Hinter dem gestressten Menschen steckt eine entspannte Frau mit Fantasy. Und mittlerweile möchte ich das nie wieder eintauschen.

Ich wünsche Euch einen guten und ruhigen Start ins neue Jahr.

 

 

 

Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #2

animiertes-weihnachten-linien-bild-0015Es war eigentlich nicht von Anfang an geplant ein Mehrteiler zu werden – aber die Fantasy macht was sie will  Hier kommt ihr zu dem 1. Teil

weihnachten_0042Vielleicht erinnert ihr euch noch. Ronja und ich sassen in unserem Büro, als ein dicker, rauschebärtiger Mann in rot eintrat. Er hat uns überzeugt der Nikolaus zu sein und wir sollten ihm seine, vom Grinch geklaute Liste der artigen Kinder wieder besorgen. Und da wir eine erfolglose Meisterdiebendetektei waren – die perfekte Aufgabe für uns.

Ronja – eigentlich das Hirn unseren kleinen Organisation, grübelte Stunden über den Plan den uns Santa gegeben hat. Sie schaute wie ich am besten dort hin kam und auch dann am besten in den Unterschlupf vom Grinch.

Selbst da sah sie einfach entzückend aus. Schon wieder neidisch, und biss in einen Keks, den ich dann wieder in die Schachtel legte. Ja – schlechte Gewohnheiten waren schlecht abzulegen.

Ich checkte derweil mein Equipment. Mein Einbruchswerkzeug hatte ich in einem süssen kleinen Mäppchen mit Glitter. Ja ich konnte meine weibliche Ader halt nicht verbergen. Zu meinem Werkzeug gehörten die üblichen Dietriche, ein kleiner Meisel, ein Mini-Akkuschrauber, kleine Sägen, so eine tolle kleine Kamera, die man unter der Tür durchschieben konnte. Tolle Sache, kann man schön viel Blödsinn machen und böse Scherze – habe ich gehört. Also alles was nötig war, vorhanden, geölt und gereinigt.

Zur Verteidigung hatte ich einen Teleskopschlagstock, der zum Glück noch nie zum Einsatz kam. Ich hoffte, den Grinch nicht anzutreffen. Dafür würden wir ihn ein bisschen beschatten müssen, das war dann meist mein Part. Denn Ronja machte eher ungern Ausseneinsätze. Das war mein Faible. Und trotz meiner unförmigen Figur, war ich gar nicht so ungeschickt. Nicht erfolgreich, aber gar nicht so schlecht.

Meine Tasche war gepackt. Observations-Equipment mit Parabolabhörantenne, eine Thermoskanne mit heissem Kakao und noch eine mit heissem Kaffee, wenn es spät wird. Dann eine Schüssel mit Obst, als Alibi – hähähä. Eine weiter Dose mit Keksen – später sollte ich feststellen, dass Ronja mir doch tatsächlich alle angeknabberten eingepackt hatte – sehr witzig.

Ich sass dann also in meinem Auto und wartete. Ronja hatte einiges über den Grinch gesammelt, und dieses Material nahm ich mir dann jetzt vor. Ich konnte in der Zwischenzeit beobachten, dass er irgendwie einen Tick zu haben schien. Er verliess seine Höhle – wanderte die Strasse hoch und wieder runter – ging wieder hinein und das so alle 30 Minuten.

Einige Stunden später hatte ich mir dann einen Plan erstellt. Er verliess also tatsächlich etwa alle 30 Minuten seine Höhle um seinen Lauf zu machen, und zwei mal verliess er seine Höhle für 2 Stunden, und das wird mein Einbruchsfenster sein. Aber ich musste noch einen Tag investieren, da ich diesen Tick noch mal gegen gecheckt haben wollte.

Ich startete meinen Wagen und machte mich auf den Weg zurück ins Büro. Ronja – die gute Seele –  hatte mir schon das Sofa zurecht gemacht und es war schön kuschelig warm. Ich legte mich sofort hin und träumte von kleinen Elfen und netten Weihnachtshüttchen, Plätzchen und Glühwein. Ich denke ich lächelte im Schlaf, denn alles wirkte so friedlich.

To be continued…

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Fortsetzung

 

Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #1

Dominik hat uns ein neues Wort gegeben. Wir schreiben jetzt einen Text dazu und veröffentlichen den bei uns auf dem Blog um ihn dann bei ihm zu verlinken. Das neue Wort lautet:

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lch bin eine moppelige Meisterdiebin mit geringen Fähigkeiten. Wartet – nein so sollte ich wohl meine Vorstellung nicht gestalten. Fangen wir noch mal an. Hallo – ich bin eine moppelige Meisterdiebin mit besonderen Fähigkeiten. Ja – das klingt doch schon viel besser. Und genau dieser Spruch brachte mir einen heiklen Auftrag ein.

Ich sass in meinem – als Privatdetektivin getarnten Büro und wartete. Auf dem Schild an der Tür stand Maike Mendel – Geprüfte Detektivin. Ich hatte sogar eine Vorzimmerdame. Ist das zu fassen. Aber meine Vorzimmerdame ist natürlich meine Komplizin. Denn jede Meisterdiebin braucht – neben Fingerspitzengefühl – auch jemanden der ihr hilft. Alles andere wäre unwahr. Ronja – sie ist einfach die Maschine hinter meinen Fähigkeiten. Meine Seele, meine Augen, mein Gewissen und blablabla…

Kommen wir zurück zu meinem Auftrag. Ronja und ich sassen, eine Woche vor dem Nikolausabend in unserem Büro und sprachen über Dies-und-Jenes. Der Auftragsblock war leer. Tja. Weder als Detektivin noch als Diebin wurden meine Dienste gebucht. Könnte an meinen geringen Fähigkeiten liegen. Denn meine vorherigen Fälle hatten meist ein negatives Ende. Aber da will ich gar nicht von reden. Das könnte alles verderben. Denn als Ronja und ich so rum sassen und einen leckeren Kakao mit Schuss – gegen die Kälte – tranken, klopfte es.

Dazu muss ich natürlich noch erwähnen. Ich liebe Weihnachten. Dementsprechend geschmückt ist das Büro. Da ich eh die meiste Zeit dort verbringe haben wir alles hier aufgepeppt. Und ich liebte dieses Geblinke und Geleuchte. Überall Tannen und Sterne. Also ein typisch kitschiges Weihnachtsbild. Ach – es klopfte. Und in der Tür stand ein Mann ganz in Rot und dick mit weißem Rauschebart.

Ein Kaufhaus-Nikolaus. Na toll. Aber gut, die Rechnungen müssen bezahlt werden also nehme ich was kommt.

„Hallo, was kann ich denn für sie tun? Ist einer ihrer Elfen mit den Einnahmen abgehauen und sie wollen, dass ich ihn finde?“

„Ach Maike – wie immer den Schalk im Nacken. So warst du schon als Kind. Und immer schneller als ich am Plätzchenteller.“

„Hä – Gut ich bin etwas aus der Form, aber was bitte schön soll denn das bedeuten?“

„Jedesmal wenn ich die Geschenke unter dem Baum legen, und ich die Plätzchen essen wollte waren die alle schon angeknabbert. Und wenn ich nach dir sah, hattest du immer einen kleinen Milchbart während du selig im Land der Träume warst. Immer total süss.“

Okay. Jetzt wurde es echt seltsam.

„Nun gut, lassen wir das geplänkel“, sagte ich. „Was kann ich denn jetzt für sie tun?“

„Es ist mir etwas unangenehm, aber ich habe einen heiklen Auftrag für dich und ich weiss, dass die Detektei nur eine Scheinfirma ist“

„Na toll – ein verdeckter Ermittler – das ist eine gar nicht so schlechte Tarnung, nur eine etwas plumpe Art. Daran müssen sie echt noch arbeiten. Denn ich BIN eine Detektivin – ich weiss nicht wie sie auf was anderes kommen“ sagte ich unschuldig blickend.

„Ach Maike – du glaubst doch  nicht, dass ich nicht genau weiss was du in Wahrheit versuchst erfolglos aufzubauen.“

„*Räusper* Nun äh. Gut. Also noch ein mal, was kann ich denn dann so für sie, ähm erledigen?“

„Ist mir etwas peinlich, vielleicht kennst du ja diesen ewigen Kampf gegen die Weihnachtsgegener. Jack Frost, Grinch sind die bekanntesten. Aber auch weniger bekannte Neider gibt es, denn Weihnachten ist halt das beliebteste Fest.“

„Ähm – ja gut …Eine heisse Schokolade und einen Keks?“

„Ach ja, warum denn nicht, das nehme ich doch gerne an, wenn du nicht wieder dran geknabbert hast.“ Schmunzelte der dicke Mann. Ich verzog nur die Lippen und ging zu Ronja.

„Hör mal, da drinne sitzt ein Mann, der sich für Santa hält. Immer diese Spinner zu Weihnachten, aber gut, wenn er die nächste Miete zahlt, soll es mir recht sein. Kunde und König und so…bist du so lieb und machst ihm eine heisse Schokolade und einen Teller mit Keksen – die guten, die ich noch nicht probiert habe – er mag keine angeknabberten hihihi“

Ronja stand auf – ich bewunderte ihr weihnachtliches Outfit. Eine grüne Hose mit rotem Pulli und neckischen Tannen aber dezent. Sie kann einfach alles tragen – immer dieser Neid. Ich seufzte und drehte mich zu meinem Büro um.

„So, Ronja ist so nett und bringt uns was.“

„Ach, die liebe Ronja – immer ein geschicktes Mädchen, alles was sie von mir bekam wurde kürzester Zeit auseinander genommen und neu zusammen gebastelt. Immer ein Vergnügen ihr dabei zu zu sehen.“

Irritiert sah ich ihn an. Nun gut. Warum nicht. Ein Auftrag für Nikolaus.

„Ok, alter Mann, zurück zum Geschäft. Was ist das Problem?“

„Es ist diesesmal der Grinch, er hasst Weihnachten, du weisst ja bestimmt, dass er ein schlimmes Erlebnis als Kind hatte und nun allen Kindern Weihnachten verderben will. Ich weiss nicht wie, aber er hat es geschafft, meine Liste mit den guten Kindern zu klauen. Und die sollst du jetzt zurück – äh – holen. Und das natürlich so unauffällig wie möglich.“

Unauffällig ist mein Ding. Und schon stand Ronja im Raum und prustete fast in den Kakao.

„Hahahahaha. Maike und unauffällig. Das ist echt witzig Santa. Hahahahaha…hier der Kakao mit kleinem Extra,“ blinzelte sie, “ und die unangeknabberten Kekse, die wirklich schwer zu finden waren, Maike!“

Ich wand mich etwas berührt auf meinem zerschlissenen Stuhl und zog eine Schnute.

„Danke dir Ronja.“ flötete ich süffisant.

„Gut. Wo finde ich ihn und wo kann die Liste sein?“

Er beschrieb mir den Standort des Grinch aber gab zu nicht zu wissen wo die Liste denn sei. Kein Problem. Wir hatten ja noch eine Woche bis zum Nikolausabend. Aaaber – hmhmhm….vielleicht doch zu knapp.

Werden  meine „besonderen“ Fähigkeiten ausreichen um die Liste wieder zu beschaffen? Oder werde ich an meiner Genialität – äh – an den Hindernissen scheitern. Wir werden es erfahren. Klar ist – es wird Fingerspitzengefühl benötigt. Und davon eine ganze Menge.

To be continued

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Das zehnte Wort. • *.txt – Schatz – Mein Abenteuer Part 1.

logo-mein-schatz1Dominik hat uns ein neues Wort gegeben. Wir schreiben jetzt einen Text dazu und veröffentlichen den bei uns auf dem Blog um ihn dann bei ihm zu verlinken. Das neue Wort lautet:

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Der Schatz der Nibelungen. Drüben bei den sieben Bergen bei den sieben Zwergen gab es einen Schatz. Neben mir sitzt mein Schatz.

Ach Gott… Ich war gerade dabei mir eine Geschichte über einem Schatz auszudenken. Mein Hirn kochte. Gut vielleicht lag das auch an der Inhalation. Da puffte es neben mir und etwas kleines verdammt hässliches erschien.

„Du willst eine Geschichte über einen Schatz schreiben. Willst du eine erleben?“…. Was meint er jetzt? Wow ich wusst nicht das Erkältungsmittel Halluzinationen hervorrufen. Guter Stoff dieser Thymian/Kamille-Mix. Was habe ich denn da angepflanzt? Habe ich die Dosis zu hoch angesetzt. Man sagt ja, dass Kräuter auch giftig sein können. Das nächste mal doch besser wieder das Apothekenzeug nehmen. Oder war es mein Antibiotikaansatz. Der hat schon wirklich sehr mutig geschmeckt. Mein Mann schüttelt ja da eh den Kopf.

Also….während ich so vor mich hinbrabbelte wurde der Kleine – was auch immer – etwas ungeduldig

„Wie was soll ich und wie kommst du auf mich? Sehe ich aus wie eine Abenteurerin?“ Und schaute an meiner Schlabberjogginghose und meinem löchrigen Pulli herunter. Hey. Ich bin schliesslich zu Hause und Krank. Da kümmert es mich mal so gar nicht wie ich aussehe. Pah..

Er hüstelte und versuchte ein schmunzeln zu verstecken.
„Eure Gedanken sind wie…. Wie sagt ihr heute? Hashtag? Ein Gedanke in eine Richtung, ein freies Abenteuer und schon steht das Angebot“.

Da war ich doch etwas überrascht. Da denke ich an einen Schatz und bekomme ein Abenteuer angeboten. Ähm. Der Schatz wäre mir lieber gewesen. Oh man, was mache ich nur. Das wird doch mal ein Erlebnis. Ach komm – was willst Du denn mit einem Abenteuer. Du bist Krank. Und wenn Dein Chef Dich da sieht. Bei Deinem Abenteuer? „Ähm, mein Chef ist da aber nicht dabei. Den Penner kann ich da nicht gebrauchen, sonst wird das kein Abenteuer sondern ein Massaker!“
„Ich verspreche Dir, was Du während Deinem Abenteuer machst, bleibt auch dort. Es wird keine Konsequenzen haben. Also wenn Du Deinen Chef triffst, dann stich ihn ab“.

Hä? Der will mich doch auf den Arm nehmen? Der will mir das Schmackhafter machen?
„Du willst mich jetzt schon verscheissern?“
„Ja, ein bisschen“ und er fing lauthals an zu lachen. Er lachte so sehr, dass er fast vom Tisch fiel.
„Ja – jetzt ist aber mal gut. Wir haben genug über mich gelacht. Was muss ich denn machen um an diesem Abenteuer teil zu nehmen. Ist das so was wie Dschungel Camp? – Ich esse nichts was ich nicht kenne. Sag ich Dir gleich.“

„Also. Das läuft so. Du kannst einen Schatz finden. Dafür musst Du nur mit mir kommen. Ich werde auch die ganze Zeit bei Dir sein und Dich „betreuen““.

Na toll. Ein Gnom der sich lustig über mich macht. Na gut. „Wie heisst Du eigentlich?“, wollte ich dann doch mal wissen, wenn ich einige Zeit mit ihm durch die Gegend wandere will ich doch wissen wen ich da mit welchem Namen beschimpfen soll.
„Madbang. Aber nenn mich ruhig Mad.“ Oweh. Na hoffentlich spiegelt der Name nicht den Charakter wider.

„Also gut. Ich bin dabei. Ich werde doch nie in tödliche Gefahr kommen? Oder?“ Er drehte sich um und ich konnte sein Gesicht nicht sehen.
„HALLO?, oder?“
„Nun“, sagte er
„Es ist ein Abenteuer. Und da kann es schon mal bisschen brenzlig werden. Und solltest Du ehrenhaft zu Tode kommen, kommst Du auf die Wall of Fame und in Deiner Welt wird ein Cleaner eingesetzt, der hier alles regelt“. „Äh? Wie bitte?“ Oh man, ich hoffe, das alles ist ein Fiebertraum. Aber was soll´s. Auf geht es. Und ich werde einen Schatz jagen.

to be continued…

Da ich Euch nicht alles auf einmal zumuten will, werde ich die nächsten Tage immer mal wieder was posten

Fortsetzung

Corlys Themenwoche 30.1.: Schreiben: Was schreibt ihr?

corlys-themenwoche-logo1.jpgNeue Woche – Neues Thema bei Corly…Dieses mal geht es ums Schreiben.

Ich bin hier ein absoluter Newbie und bin so überrascht, dass Schreiben so viel Spass machen kann. Manchmal purzeln die Ideen in meinem Kopf und wenn ich es aufschreibe kommt was anderes heraus. Das ist wirklich total Spannend. Ich habe immer viel Stress auf der Arbeit gehabt, aber durch die Degradierung habe ich nur noch eine Ameisenposition..und ihr glaubt nicht wie toll ich das finde. Ist etwas mehr als ein Jahr her. Und vor ganz kurzer Zeit, habe ich auf einmal ein Zucken hinter der Stirn bemerkt. Da ist irgendwas erwacht…und ich bin froh, meine Energie nicht mehr für die Arbeit zu verschwenden sondern für meine Kreativität. Ob es bleibt – weiss ich nicht  – aber ich habe Spass…und ich habe dunkle Seiten in mir. Da kommt mein Lieblingsgenre aus mir heraus. Horror – Im Thriller und Fantasy war ich noch nicht so unterwegs. Aber Horror….das macht Spass….

Hilfe für die Ideen bekomme ich von

Die geben ein Thema vor und ich bastel was drum herum. Eine gute Hilfestellung. Vielen Dank dafür….

Das neunte Wort. • *.txt mucksmäuschenstill

Vor einiger Zeit hatte ich schon mal die Aktion von Dominik entdeckt. #txt. Er gibt ein Wort vor und man selbst schreibt einen Text dazu. Veröffentlicht ihn auf seinem Blog und den Link bei Dominik. Es ist dann bei mir etwas in Vergessenheit geraten und jetzt wieder aufgetaucht. Das Wort für diesen Monat heißt

Mucksmäuschenstill, hat sie gesagt. Ich soll Mucksmäuschenstill sein. Was ist das für ein komisches Wort? Ich weiss gar nicht wieso. Ich und meine Freundin, sie ist heute Übernachtungsgast, wir hatten einen Girlsday geplant. Und es war so schön gewesen. Sie ist schon lange weg gezogen und wir haben nur noch per Whatsapp, alle Jubiläen mal Kontakt. Klar. Jeder hat sein Leben weiter gelebt. Sie musste sich in dem neuen Land, das sie nur aus dem Urlaub kennt, zurecht finden. Ihren Weg gehen. Und ich, für mich hat sich ja nichts verändert, ausser, dass sie nicht mehr da war. Und diese Leere wurde gefüllt mir Arbeit, Kino, Disco bis es normal wurde. Sie war halt nicht mehr da.

Und jetzt – sie meldete sich und meinte, sie hat Sehnsucht. Sie will mal wieder die Vergangenheit besuchen. Und ich freute mich. Sie hat ihren Mann und ihr Kind in Obhut gegeben und hat die Koffer gepackt. Aber ich wollte nicht, dass sie bei mir wohnt. Es soll unsere Zeit sein. Ich bin auch nur ein kleiner Stopp auf ihrer Reise. Also habe ich eine kleine Hütte für ein paar Tage gemietet.

Wenn sie weg ist, werde ich noch ein oder zwei Tage alleine bleiben um etwas zu relaxen bis mich der Alltag wieder hat. Meinen Mann und die Tiere gebe ich in die Obhut meines Mannes ;-) das schafft er schon. Die Wassernäpfe füllen, macht er und füttern, wird er bestimmt spätestens wenn sie seinen Zeh anknabbern…

So, jetzt sitzen wir gemütlich am Feuer in einer Waldhütte und knatschen über die alten Zeiten. Ach, das ist so befreiend, über alte Zeiten zu reden. Etwas was einen verbindet. Etwas als das Leben kaum Verpflichtungen für uns hatte.

Aber plötzlich – ein Geräusch. Erst haben wir es für Waldgeräusche gehalten. Was weiss ich schon von Waldgeräuschen? Wann habe ich je im Wald übernachtet? Egal, wir haben einfach weiter gequatscht und paar Cocktails geschlürft. Aber da. Wieder das Geräusch. „Sei mal Mucksmäuschenstill“, sagt sie. „Irgendwas stimmt nicht“, sagt sie. „Pst“

Und dann ging es los. Es donnert an der Tür. Wir sind erstarrt. Wie die Mäuse und bleiben automatisch Mucksmäuschenstill. Ich mach mir fast in die Hose. Wie oft hat man sich gefragt – Was mache ich wenn ich in eine ungewöhnliche Situation komme? Wie tapfer bin ich wirklich. Nicht nur eine grosse Klappe sondern auch Taten?

Jetzt kann ich es beweisen. Ich sage jetzt ihr, dass sie mucksmäuschenstill sein soll, und kann mir ein doofes Grinsen nicht verkneifen. Ich krieche in die Küche und hole mir das obligatorische Fleischermesser. Ich komme mir wie in einem billigen Remake von Scream vor. Und schon wieder muss ich glucksen. Ist das normal? Ich krieche zurück zu meiner Freundin und das gestaltet sich mit diesem Messer wirklich nicht einfach. Ich will ja nicht mich erstechen, sondern den, der da an der Tür poltert.

Da, schon wieder. Da es zu spät ist, das Licht zu löschen stehe ich auf. Gut, dass ich  mich noch nicht gemütlich angezogen habe – warum eigentlich nicht? Warum sitze ich in der unbequemen Jeans und trinke Cocktails…egal. Das Messer in den Hosenbund gesteckt – Autsch – soviel zum TV. Da sieht das immer so locker aus. Aber es klappt. Ich gehe also mutig zu Tür und öffne sie. Vor uns steht ein riesiger Parka mit Beinen. Ich muss mich zusammenreisen um nicht aufzuquicken. Ein Yeti? Quatsch – wo soll der denn her kommen? Also ein Mann – wäre ich jetzt in Kanada würde ich sagen ein Trapper…aber hier. Ein Geocatcher? Oder wie heissen diese neuen Jäger Pokemoner? Ich muss schon wieder kichern – wie albern bin ich eigentlich. „Ähm – Hallo?“ sage ich – keine Antwort „Halloooo? Jemand unter diesem Stoffbergen?“ Er räuspert sich, und antwortet. „*Räusper* Hallo“ Seine Stimme klingt als hätte er sie schon einige Zeit nicht mehr benutzt. Aber ich entspanne mich, er wirkt nicht gefährlich. Ausserdem piekst mich das Messer in den Po, also ich bin sicher.

Meine Freundin ist immer noch mucksmäuschenstill. Sie wünscht sich bestimmt, sie hätte sich nie für diese Reise entschieden. Und dann geht es los. So schnell kann ich gar nicht reagieren. Der Parka-Berg stürzt hinein – stürzt sich auf mich und ich bin schon überfordert. Was soll ich machen. Da ich ja genialer weise, das Messer im Rücken habe komme ich nicht dran. Wo sind denn diese ungeheuren Kräfte von denen alle sprechen in Notsituationen. Tja – jetzt sehe ich alt aus. Denn im Gegensatz zu mir kommt er ganz locker an sein Messer. Und dann klickt es in mir – war doch in mir? Meine Freundin wird doch keine Waffe haben? HA! Falsch gedacht? Wo zum Teufel hat sie denn die her? Und beim hektischen hin und her zappeln sehe ich eine freie Fläche über dem Kamin. Aber, bitte schön, woher weiss sie wie man sie spannt und entsichert. Sie wird doch entsichert? Ich hätte doch mit meinem Mann zum Schiessverein gehen sollen.

Wird sie sich trauen abzudrücken. Aber bevor sie sich entscheiden muss, reagiert dieser Parkaberg und springt auf. Wie er es auch immer geschafft hat, dabei meine Freundin von den Füssen zu holen und ich höre, dass die Waffe scharf ist – sie schiesst in die Decke.

Ich bin noch wie gelähmt von dem Gewicht. Aber ich kann mich bewegen. Er sitzt auf meiner Freundin und sie kämpft wie eine Löwin. Da sieht man die Mutter. Ich schnappe mir das Messer aus meinem Hosenbund – ich brauch nicht zu sagen, dass mein Rücken und Po jetzt wirklich unschöne Schnitte hat, die Narben muss ich  mir dann übertätowieren lassen. Ja – ich habe doch andere Probleme – oder? Und jetzt kommt es Frau oder Maus. Frau – ich stürze mich auf ihn, ziehe an seinen Haaren und mit einer Bewegung, die ich niemals rekonstituieren werden kann fahre ich mit dem Messer über seinen Hals – Was für ein Adrenalinschub. Ich fühle mich unverwundbar ich fühle mich FREI. Ich bin stark. Wir haben überlebt.