Ross, Christopher – Sunrise Africa 02 – Die Nacht der Jäger

Autor: Ross, Christopher
Titel: Die Nacht der Jäger
Verlag: Ueberreuter Verlag
Erscheinungsdatum: 17. März 2017
Seitenanzahl Printbuch: 240 Seiten
Genre: Abenteuer
Zeitraum 14.01.19 – 18.01.19
Band einer Reihe: Sunrise Africa
ISBN/ASIN: 978-3764170714
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Klappentext

Melissa ist überglücklich, als sie einen der heißbegehrten Jobs in der Lodge in Afrika angeboten bekommt und den Massai Sonyanga endlich wiedersehen kann. Zurück in Tansania stellt sie allerdings entsetzt fest, dass die Massai aus ihrem Dorf vertrieben wurden. Auf dem Gelände soll eine Löwenzucht für die Gatterjagd eingerichtet werden: Zahme und teilweise sedierte Löwen sollen Großwildjägern zum Abschuss angeboten werden. Als Wilderer auch noch eine Elefantenkuh erlegen und ihr Elefantenbaby auf die Tierstation kommt, kann Melissa nicht länger tatenlos zuschauen. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die Regierung mit den Wilderern unter einer Decke steckt. Hat Melissa trotzdem eine Chance, etwas gegen die Großwildjagd auszurichten?

Meine Meinung

Dieser Teil hat mir sogar noch ein bisschen besser gefallen als der erste. Ich hab natürlich schon von den tollen Grosswildjägern gehört, die viel Geld bezahlen um Tiere zu erschiessen. Auch in diesem Roman wird auf diesen Zahnarzt eingegangen, der vor Jahren mit seiner Jagdtrophäe geprahlt hatte. Aber Gatterjagden habe ich bis jetzt noch nicht gehört. Löwen werden dafür sediert und dann aus sicherem Abstand erschossen. Es werden sogar Löwen extra dafür gezüchtet. Offiziell sind es nur kranke und gefährliche Tiere, die dort gejagt werden.

Das Buch ist etwas intensiver und lockerer, als der erste Band. Natürlich kennt man die meisten Leute auch schon und es ist ein einfacher Einstieg. Aber ich hatte auch so das Gefühl, dass der Autor sich mehr mit seinem Figuren identifizierte. Die Charaktere hatten mehr Tiefe. Wieder erfährt man viel von Afrika und all umgreifende Korruption.

Man sollte den ersten Band vorher schon gelesen haben. Einfach um schneller in diesen eintauchen zu können. Es gibt auch schöne und spannende Erlebnisse, die geschildert werden. Man bekommt fast Lust einen Flug zu buchen.

Schreibstil

Man konnte gut eintauchen und sich leiten lassen

Figuren:

Melissa wurde dieses mal wesentlich intensiver beschienen. Sie wurde lockerer und man konnte schneller warm mit ihr werden. Die meisten anderen Charaktere bleiben noch immer bisschen blass und hatten teilweise eher eine Nebenrolle. Das es ja um diese Gatterjagd ging, wurde der reiche Amerikaner natürlich auch sehr intensiv beschrieben. Der Autor schafft es wirklich eine Antipathie ihm gegenüber aufzubauen. Am liebsten würde man ihn in ein Löwengehege stossen, aber natürlich mit unsedierte Löwen.

Atmosphäre und Spannung

Die Atmosphäre ist schon sehr gespannt, da man einfach nicht nachvollziehen kann, wie Menschen Spass an einer Jagd ohne Nahrungssinn haben kann. Einfach ein Tier erschiessen, weil man Geld hat. Spannend ist es auch, da es einen Asiaten geben soll, der Schmuggel fördert. Man fragt sich, wer ist es und wer steckt noch dahinter. Geld regiert einfach die Welt. Dem Geld unterstellen einfach zu viele ihr Gewissen. Meiner Meinung nach die Botschaft in diesem Buch.

Fazit

Wie schon der erste Teil ein recht angenehmes Buch. Man sollte aber den ersten Teil lesen, bevor man zu diesem greift. Es fällt leichter einzutauchen. Dieser Teil hat mir etwas besser gefallen, da der Schreibstil und die Charaktere etwas lockerer waren. Durch das Thema der Jagd auf Wildtiere ein aufregendes Buch. Man darf zwar keine hochtrabende Literatur erwarten – aber für Zwischendurch schon geeignet.

 

Ross, Christopher – Sunrise Africa 01 – Die weiße Löwin der Serengeti

daumen steigend

Autor: Ross, Christopher
Titel: Die weiße Löwin der Serengeti
Verlag: Ueberreuter Verlag
Erscheinungsdatum: 18. April 2016
Seitenanzahl Printbuch: 240 Seiten
Genre: Abenteuer
Zeitraum 08.01.19-13.01.19
Band einer Reihe: Sunrise Africa
ISBN/ASIN: B01DY7UE1K
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Clarissa 1 – Im Herzen die Wildnis

Klappentext

Allein in der Serengeti
Für die 19-jährige Melissa beginnt das Abenteuer ihres Lebens, als sie ihr Praktikum in einer Lodge in Afrika antritt. Der zahme junge Elefant der nahen Tierstation und die Schönheit der Serengeti schlagen sie augenblicklich in ihren Bann. Und als sie dem gleichaltrigen Massai Sonyanga begegnet, ist es um ihr Herz endgültig geschehen. Doch Unheil droht. Bei einer Fahrt durch die Steppe beobachten sie eine weiße Löwin – für die Massai ist sie eine Botschafterin des Bösen! Tatsächlich geht auf einmal alles schief. Auf einer dreitägigen Safari sabotiert ein Unbekannter ihren Geländewagen und sie stranden in der Wildnis. Schaffen sie es, rechtzeitig Hilfe zu holen?

Meine Zusammenfassung

Melissa ist in Österreich auf einer Tourismusfachschule. Gebürtig ist sie aus Hofheim im Taunus. Jedes Jahr muss sie ein Praktikum in einem Hotel machen. So kommt sie nach Afrika in die Serena African Lodge. Dort muss sie sich nicht nur mit unangemessenen Touristen auseinander setzen, sondern auch noch mit einem reichen Immobilienmakler, der sich benimmt wie die Axt im Walde. Aber da er eventuell investieren will, wird er mit Samthandschuhen angefasst. Nebenbei erscheint auch noch eine weisse Löwin, die bei den Massai ein Unglücksbote ist. Etwas schlimmes wird dem Geschehen, der sie sieht – auch Melissa sieht sie.

Meine Meinung

Dieses Buch steht komplett im Zeichen der Ausbeutung, des Volkes und Tourismus. Was man als Tourist erwartet und wie demütigend es eigentlich sein kann das für Geld machen zu müssen. Dann wieder erfahren wir – wie immer – Geld regiert die Welt – Die, die das Geld ins Land bringen, meinen tatsächlich sich einfach alles erlauben zu dürfen. Sei es ein ganzes Dorf einfach zu versetzen, obwohl sie dann in ein schlecht zu bewirtschaftendes Gebiet kommen. Auch die Stellung der Frau, bei den Massai wird hier beleuchtet. Nichts desto trotz, bekommt man aber auch schöne Erzählungen der Landschaft und der Tiere. Ich fand das Buch ganz nett. Es ist eine leichte Lektüre für zwischendurch. Manchmal bisschen zu trocken und zu sehr als Reisebericht, als ein Roman – aber die Geschichte ist gut und immer wieder aktuell.

Schreibstil

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu folgen.

Figuren:

Mit den Charakteren wurde ich nicht ganz so warm. Sie blieben manchmal etwas oberflächlich.

Atmosphäre und Spannung

Spannung gab es – aber keine Thrillerspannung – eher so „ich bin gespannt wie es weiter geht.“ Die Atmosphäre war ganz angenehm. Auch konnte man oft genug den Kopf über den reichen Investor, wie auch die korrupten, ach so stolzen, Massai schütteln.

Fazit

Ein Buch für Zwischendurch. Es ist manchmal etwas zu oberflächlich. Aber behandelt wichtige Themen, wie Ausbeutung durch reiche Touristen und Investoren. Man bekommt aber auch mal einen kleinen Safaritrip um die Gegend zu erkunden. Ebenfalls erhascht man auch mal einen Blick hinter die Kulissen des immer freundlichen Personals.

Zitate

„Sie haben sogar Smartphones. Die Massai sind keine Wilden mehr. Nur unsere Kultur sollten wir am Leben erhalten. Deshalb arbeite ich für die Lodge, ……

Charaktere

Melissa – sie ist eine Touristikstudentin, die hier ihr Praktikum machen möchte. Sie ist nett und kann Situationen schnell erfassen und auch entschärfen. Sie verliert nicht nur ihr Herz an Afrika.

Jimmy Hutton – Einer der Guides der Lodge – er würde gerne eine eigene Safari gründen – nicht immer so ehrlich wie er tut.

Paul Gerhard und seine Frau Biggi – ein Lehrerehepaar, die wohl ihre Ehe retten wollen? Biggi ist auf jeden Fall nicht ganz so treu wie es Paul gerne hätte. Einer der Touristenpaare, die zuviel erzählen und einfach nur nerven

Sonyanga – Ein stolzer Massai, der in der Lodge arbeitet. Er organisiert Safaris. Er legt sehr viel Wert auf die Tradition, weswegen er auch in Massai-Tracht in der Lodge arbeitet. Er will die Werte seines Volkes vermitteln. Und zwischen ihm und Melissa funkt es.

Malaika – Ebenfalls eine Angestellte der Lodge – sie wird eine gute Freundin von Melissa. Sie ist es die eine weisse Löwin sieht und versucht in das Dorf ihrer Mutter zu kommen, da sie schlimmes befürchtet, das sich bewahrheitet.

Martin Conroy – der Manager – ein souveräner Chef, der viel Stücke auf Melissa hält

Werner Otto – ein Koch aus Deutschland und so ziemlich die Seele der Angestellten. Melissa muss oft bei ihm in der Küche arbeiten. Ein witziger Kerl

Doktor Jonas Wilburn – er leitet die Kranken – und Aufzuchtstation für Tiere in der Gegend.

Kimberly – Arbeitet in der Krankenstation

Dave Mason – arbeitet ebenfalls dort

Mandisa – die Massai-Ehefrau von Dr. Wilburn.