[Story-Samstag] Handschrift

storysamstagWas ist der Story-Samstag? 

Der Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt ein kleines Thema vor. Und wir haben die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. Man hat immer zwei Wochen Zeit um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen….

Heute hat sich Tante Tex was außergewöhnliches einfallen lassen.

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So schreibe ich um nichts zu verschmieren. 

 

So dann deute ich noch mal meine Handschrift auf http://www.graphologies.de/.

Die Deutung der Handschrift brachte folgendes Ergebnis:

Rina. P. ist selbstbewusst und bereit,
ihre Stärken auch anderen zu zeigen.
Sie ist locker und großzügig.

Ja – ich denke schon

Rina. P. ist ein impulsiver, unsteter, vielseitiger und unkonventioneller Typ.
Es fällt ihr nicht leicht, sich anzupassen.

Impulsiv eher nicht, der Rest könnte passen

Sie ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll.
Im Großen und Ganzen wirkt sie gelassen bis uninteressiert,
wenn sie aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht sie
ihre Umwelt durch ihr überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.

Ja klingt bisschen nach mir. so 85%

Rina. P. legt Wert auf eine Grunddistanz zu ihren Mitmenschen.
Auch gute Kollegen müssen nicht alles wissen.

Das stimmt nicht so…ich bin eigentlich zu vertrauensselig und offen. Aber ich arbeite dran. 

Sie ist künstlerisch-handwerklich begabt – oder zumindest interessiert.

Begabt – naja. Interessiert auf jeden Fall

Rina. P. ist sehr stark um Gerechtigkeit bemüht.
Sie versucht stets, sich für andere einzusetzen.

Leider ja. Aber ich bin nicht mehr in der Position, dass ich es geschäftlich bräuchte. Privat auf jeden Fall bemüht. 

Rina. P. begibt sich nicht in die Gefahr, als kleinlich bezeichnet zu werden.
Eher werden ihre Taten als überstürzt und ungenau eingeschätzt.
Trotzdem besitzt sie eine gewisse Neigung zur Zufriedenheit, die auch
zur Trägheit werden kann.

Kleinlich bin ich wirklich nicht. Naja. Kommt drauf an. Ich kann! kleinlich sein. Ja gut…stimmt wohl bisschen. Aber überstürzt und ungenau – das eher nicht. Die Trägheit stimmt wieder. 

Rina. P. ist insofern bescheiden und wenig aufdringlich,
als dass sie es nicht nötig hat, die Umwelt bei jeder Gelegenheit
auf die eigenen Stärken aufmerksam zu machen.

Das stimmt. Ich stelle mich nicht gerne auf ein Podest. Wenn jemand merkt, dass was gut ist, nehme ich das Lob gerne, aber ich bettle nicht drum. 

Diese Deutung wurde auf den Seiten von www.graphologies.de erstellt.

Ist gar nicht so daneben bei mir…ich denke so 85%-90% könnte man tatsächlich so stehen lassen.

 

Wie ist mein Standpunkt zum handschriftlich geschriebenem Wort?

Ein Muss. Stellt Euch vor, niemand könnte mehr die Buchstaben gestalten und die Technik versagt? Fangen wir dann wieder an wie die Ägypter Bildchen zu malen? Ich finde es allerdings einen Verlust, dass die Schreibschrift abgeschafft wird/wurde. Ich mische meistens. Aber man schreibt so viel schneller. Allerdings auch undeutlicher. Ich schreibe nicht gerne mit der Hand. Ich verkrampfe schnell und es schmerzt, aber ich möchte es nicht missen. Es ist einfach Essentiell in unsere Gesellschaft.

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[Story-Samstag] Spieglein, Spieglein an der Wand – Spiegel-To-Go

storysamstagWas ist der Story-Samstag? 

Der Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt ein kleines Thema vor. Und wir haben die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. Man hat immer zwei Wochen Zeit um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen…

Schreibt  etwas über einen sprechenden Spiegel. Hier wie immer ein paar Anregungen: Was würde der Spiegel über euch sagen? Sieht der Spiegel vielleicht geheime oder verbotene Dinge? Kann der magische Spiegel vielleicht noch mehr als nur sprechen? Was für eine Geschichte steckt dahinter?

 

So – ich bin etwas zu spät, weil ich irgendwie nicht mitbekommen habe, das die zwei Wochen schon wieder rum sind. Und einen Schnupfen habe ich auch noch, der auf mein Gehirn drückt ;-). Aber ich habe doch noch was aus dem Spiegel herauskitzeln können. Ich wünsche euch viel Spass bei Spiegel-To-Go

****

Amanda schlenderte über den Trödelmarkt. Seit einiger Zeit versuchte sie ihre Wohnung etwas alten Flair zu geben. Dafür suchte sie alte Möbel bei Haushaltsauflösungen und Trödelmärkten. Manchmal nicht zu glauben was man da so findet. Aber nicht nur das Finden der Möbel interessierte sie. Sie fand die Menschen auf den Trödelmärkten sind irgendwie ein besonderer Schlag Mensch. Nicht zu verwechseln mit den Flohmärkten. Da wurde ihr oft zuviel Ramsch angeboten. Aber wenn man in ländlichen Gegenden über die Märkte schlendert, dann kann man nette Sachen essen und trinken. Es vermittelt  manchmal so ein bisschen das Gefühl eines Mittelalter Marktes.

Als sie also so schlenderte, kam sie an einem Stand einer alten Frau vorbei. Die nahm es sehr ernst mit ihrem Kostüm. Obwohl es ein einfacher Markt war, hatte sie sich in alte Fetzen geworfen und eine Perücke mit verfilzten, grauen Haaren unter einem Tuch. Ein Buckel, eine Warze und der obligatorische Stock verfeinerten noch das Bild. Nein – Hinten im Stand lag noch eine schwarze Katze. Die verfeinerte den Eindruck. Sie zog mich magisch an – nettes Wortspiel. Aber es war wirklich so. Ihr Blick blieb an einem Spiegel hängen. Er war alt. Sehr alt. Er sah auch sehr schwer aus. Richtig massive Arbeit. Der Rahmen war geschwungen und Rund und die Spiegelfläche ziemlich verschmutzt.  Aber er hatte eine absolut fesselnde Ausstrahlung. Es war als hätte sie ihn schon mal gesehen. Sie musste ihn haben.

„Hallo gute Frau. Ich interessiere mich für diesen Spiegel. Was wird er kosten?“

„Ach mein Mädchen. Eigentlich verkaufe ich gar nichts. Auch diesen Spiegel nicht. Ich möchte keinen Gewinn aus den Objekten ziehen. Ich finde sie, sammel sie auf und stelle sie aus. Sie suchen den neuen Besitzer. Ich darf an der ganzen Sache nicht verdienen. Da der Spiegel sie anspricht haben sie wohl eine Verbindung zu ihm. Deswegen gehört er ihnen.“

Amanda war irritiert. Ein Objekt für einen Seelenverwandten? Das klang sehr eigenartig. Sie versuchte noch etwas mit der Frau zu verhandeln, da ihr das unangenehm war, den Spiegel geschenkt zu bekommen. Er musste schon einigen Wert besitzen. Aber es war nichts zu machen. Die Frau beharrte darauf – der Spiegel sollte Amanda gehören. Sie machten noch einen Termin für den Transport aus und Amanda verliess den Markt.

Als sie zu Hause ankam suchte sie gleich einen geeigneten Platz, wo sie ihn hinstellen würde. Sie hatte gesehen, dass er nicht unbedingt aufgehängt werden musste. Er hatte eine Vorrichtung die ausgeklappt werden konnte. Somit konnte sie ihn überall hinstellen. Und was würde sich besser anbieten als das Schlafzimmer?

Am nächsten Tag – sie hatte einen guten Nachbarn gefragt – holte sie das gute Stück mit ihm und einem seiner Freunde ab. Die Männer schafften den Spiegel unter viel Gestöhne in ihr Schlafzimmer.

„Mensch, Amanda – kannst du nicht ein normales Hobby haben wie Schuhe oder Taschen? Muss das immer so schwer sein, was du dir da anschaffst?“ Fragte Fred – ihr Nachbar sie.

„Ach Fred – was würde ich  nur ohne dich machen. Ich hätte keinen zum Quatschen und keinen zum Schleppen.“ lachte sie.

Als die zwei endlich weg waren, ging sie zu dem Spiegel. Sanft streichelte sie über die Oberfläche. Er fühlte sich warm an. Sie hatte das sonderbare Gefühl diese Szene zu kennen.

Sie begab sich in ihr Bett. Von dort aus konnte sie genau auf den Spiegel schauen. Sie fühlte sich seltsam geborgen und schlief ein.

Etwas weckte sie. Ein Geräusch? Jemand war in ihrem Zimmer – jemand sprach mit ihr. Mit einem Ruck und einer Gänsehaut setzte sie sich auf. Als allein wohnende Frau sollte man immer eine Waffe unter dem Bett haben. Und Amanda war vorbereitet. Sie hatte einen Baseballschläger unter dem Bett, den sie sich griff. Sie schlüpfte aus dem Bett und schlich zur Schlafzimmertür. Sie wollte sie gerade öffnen, als sie die Stimme neben sich hörte. Sie drehte sich schnell um und wollte zuschlagen, als sie gerade in den Spiegel schaute.

In dem Spiegel erschien ein Gesicht. Das warf sie um. Sie landete auf ihrem Hintern. So sass sie vor dem Spiegel. Sprachlos aber nicht verängstigt. Irgendwie fühlte sich das richtig an. Ein sprechender Spiegel. Ja – warum nicht. Diese ganze Aktion mit dem Spiegel war schon seltsam.

„Herrin. Endlich haben wir uns gefunden. Ich warte schon seit Jahrhunderten, dass sie  mich finden. Ich war so einsam. Die ganzen Häuser in denen ich gewohnt habe und den ganzen Menschen denen ich ihre Bilder zeigen musste. Es war deprimierend. Aber endlich. Ich habe schon zu hoffen aufgegeben. Aber jetzt sind wir wieder zusammen. Endlich können wir die Weltmacht an uns nehmen. Wir werden Schneewittchen finden und sie vernichten. Dann werden sie die rechtmässige Königin dieses Landes und alle müssen ihnen gehorchen“

„Wohow. Was bitte soll ich machen? Und wen soll ich finden? Schneewittchen? Ich glaube ich spinne.“ Mit was haben die denn den Spiegel behandelt?

„Was geht hier vor? Bin ich irgendwie gefallen und auf meinem Kopf gelandet. Wer bist du und was zum Teufel willst du von mir?“

„Äh – bin ich hier doch falsch? Das kann nicht sein. Ich warte schon seit so langer Zeit und nur der Geist der bösen Königin kann mich erwecken. Also müsst ihr die böse Königin sein.“

„Böse Königin? Was denn für eine böse Königin? Ich bin nur eine Frau, die Antiquitäten liebt. Und hier habe ich wohl vollkommen daneben gegriffen“

„Entschuldigt. Da muss irgendwas mit dem Zauber nicht stimmen. Ich bin ein verfluchter Gegenstand. Ein Spiegel, der euch eure Schönheit vorbetet. Und glaubt mir, das ist wirklich sehr ermüdend. Tag für Tag, fragtet ihr mich, wer denn die schönste im Land wäre und Tag für Tag antwortete ich „Ihr meine Königin, seid die schönste im Land“ Es war schon mal aufregend, als dann Schneewittchen auf dem Spielfeld erschien. Da kam mal Leben in die Königin. Aber sie scheiterte.“

„Ja – verdammt – ich kenne das Märchen. Aber was hat das mit mir zu tun und wieso soll ich böse sein. Im Gegenteil, ich töte noch nicht mal eine verirrte Fliege.“

„Tja – da ist irgendwas schief gelaufen. Vielleicht habt ihr eine kosmische Gehirnwäsche bekommen. Ja, das muss es sein. Bei den ganzen Wiedergeburten seid ihr wohl ständig durch einen Filter geschlüpft. Das ist die einzige Erklärung. Ach wie erleichternd. Endlich ist die Warterei vorbei und ich muss nicht ständig diesen blöden Spruch wiederholen. Jetzt müssen wir nur noch sehen, wie wir meinen verfluchten Geist aus diesen beschissenen Spiegel bekommen. Lasst mich überlegen. Also euer böses Herz ist gefiltert. Was soll ich sagen. Ihr müsst mich zerstören. Schlagt mich kaputt“

„Äh – Nö – Ich mag dich so wie du bist. Ausserdem würde ich die Spiegelscherben nie wieder hier raus bekommen. Und ich hätte sieben Jahre Pech – beim besten Willen und gefiltertem Geist nicht. Wie wäre es. Du bleibst bei mir. Wir werden Freunde und ich versuche dich Mobil zu bekommen. So in einen Taschenspiegel. Dann könntest du überall mit hin. Das fände ich toll. Endlich hätte ich einen Freund, mit dem ich alles bequatschen könnte. Und du hast bestimmt viel zu erzählen. Ach. Bitte – sag ja.“

„Nun – ich könnte  mir besseres vorstellen als immer noch in einem Spiegel gefangen zu sein. Aber wir könnten diesen Kompromiss eingehen. Ich will deinen gefilterten Geist ja keinen neuen Fluch aufbürden, in dem du mich zerschlägst. Ok, dann zeig mir mal den Taschenspiegel. Es dürfte kein Problem sein mich da hinein zu setzen.“

Amanda holte ihren Schminkspiegel und hielt ihn vor den grossen. Sie wartete und auf einmal wurde der Schminkspiegel warm. Sie schaute hinein und sah nicht mehr ihr Gesicht sondern den Spiegel.

„Yeah – das wird toll. Ich zeige dir alles von heute und du erzählst mir von deinen Erlebnissen. Wir werden uns gut verstehen. So und jetzt gehe ich schnell mal Kaffee kochen und dann fangen wir mit unserer Freundschaft an. Ich freu  mich – wie ist dein Name? Hast du einen?“

„Baltasar“

„Toll, dann lass uns in die Küche gehen und quatschen – Baltasar“

Baltasar schüttelte seinen Kopf und überlegte. Aber ihm viel keine Alternative ein. Warum sollte er dieses Arrangement nicht mitmachen. Man kann ja immer noch aussteigen, wenn ihm das nicht gefällt. Er mochte Amanda und freute sich auf ein neues Erlebnis.

 

 

 

 

[Story-Samstag] Gefährliche Erde – Qwark und Dwark auf erdlicher Mission

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Euch soll ein tierisches Abenteuer erwarten, in denen die naive Aliencrew den Wesen unserer Erde unterliegen. Dann wünsche ich Euch viel Spass bei meiner Invasion.

 

Wir wurden zu einer Mission entsandt. Auf einem Radar wurde ein uns unbekannter Planet mit anscheinend intelligenten Leben entdeckt.

„Dwark, wie sieht es aus? Wie weit sind wir entfernt von diesem Wunderplanten? Wie lange dauert es noch“

„Qwark – wie oft willst du mich denn noch fragen?  Wir sind da wenn wir da sind.“

„Weisst du, du hast es nur mir zu verdanken, dass du bei dieser Mission teilnehmen darfst. Denn deine Antworten auf den Eignungstest waren untergalaktisch. Das hätte jeder einjährige Alien besser beantwortet. Auf die Frage: „Was wirst du machen, wenn du auf einen der Lebewesen triffst?“ Hast du geantwortet: „Ich werde ihn höfflich begrüssen und versuchen ein friedliches Beisammensein anzustreben.“ Du tickst nicht richtig. Das da unten sind irgendwelche Wesen von denen wir gar nichts wissen. Und unsere Regierung will auch gar nichts über sie wissen. Sie wollen nur den Planeten. Mehr nicht. Also. Auf die Frage: „Werden sie die Lebewesen verschonen wenn sie darum betteln?“ Hast du geantwortet:“Auf jeden Fall. Sie sind Lebewesen und haben eine Chance verdient sich uns zu beweisen.“ Waaaas? Ich glaube du wurdest zu heiss gescannt. Sowas idiotisches habe ich noch nie gehört. Der einzige Grund warum einige von ihnen überleben werden ist zu Forschungszwecken. Ansonsten heisst es eliminieren. Deswegen. Ich  musste alle meine Gefallen einfordern, dass du überhaupt mitkommen durftest. Da habe ich einen riesen Gefallen deinerseits gut.“

Qwark setzte sich wieder auf seinen Pilotenstuhl und schaute sich die Navigation genauer an. Drückte einige Knöpfe und schaute sich die Scanns des Planeten vor ihnen an. Dann auf einmal stutzte er. Er zoomte und schaute. Dann schüttelte er den Kopf. „Was ist los Qwrak? Hast du was gesehen?“

„Dwark – ich glaube ich brauch etwas Ruhe. Ich dachte ich hätte ein weiteres Lebenwesen gesehen. Aber es lief auf vier Beinen nicht auf zwei wie die, die wir eliminieren sollen. Ich brauche etwas Ozon. Dann wird es mir besser gehen. Ich werde mal in die Ozonkammer gehen und mich etwas erholen. Es dauert ja noch paar Lichtjahre bis wir da sind. Bis dahin werde ich eine Runde erholen und dann sollten wir uns in den Cryo begeben. Dort werde ich uns an den Intergalaktischen Netzanbieter hängen und einige Infos über den Planeten einsaugen. Stell das Raumschiff auf Autopiloten.“

„Okay Qwark, ich werde die Koordinaten prüfen und komme dann auch noch kurz in die Ozonkammer. Dann werden wir uns hinlegen. Sonst wird es wirklich zu langweilig.“

Nachdem Dwark und Qwark sich eine kleine Wellnesskur gegönnt hatten, legten sie sich in ihre Cryokammern und ließen den Schlaf einleiten. Vorher hatte Dwark sie noch an das Netzwerk gekoppelt. So konnten sie im Schlaf noch etwas über den vor ihnen liegenden Planeten lernen.

Sie lernten, dass der Planet Erde genannt wurde. Die Bewohner waren Menschen. Aber sie waren mittlerweile so degeneriert. Da würde kein Widerstand zu erwarten sein. Sie hatten ihre Gehirne durch Handystrahlen und Trash-TV zu Muss verarbeitet. Jahre der Evolution hatten sie in einen degenerativen Zustand zurück versetzt. Sie konnten ohne die Maschinen nicht mehr leben. Sie konnten zwar selbständig Atmen und alles andere wofür der Körper ursprünglich in der Lage war, aber ihr Geist, der konnte nichts mehr ohne, dass ein AI es ihnen vorgab. Also ein einfacher Gegner. Die Maschinen wären kein Problem. Sie konnten nicht kämpfen. Das war ihnen nicht einprogrammiert. Allerdings hatte das Netzwerk noch Informationen über weiter Erdenbewohner. Es waren unbekannte Wesen. Es gab Sichtungen. Aber nie was konkretes. Die Aufnahmen, die vorhanden waren, waren immer undeutlich und verwischt. Wahrscheinlich gefakt. Man konnte Wesen erahnen, die vierbeinig durch die Gegen liefen. Aber dann wieder aufrecht. Man ging davon aus, dass es Menschen in Kostümen waren, die nur Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten.

Nach hundert Lichtjahren kam das Raumschiff in die Erdumlaufbahn. Es hatte sich anscheinend nicht viel auf der Erde verändert. Die Menschen waren eine Handbreit vom Sabbern entfernt und wurden beim Vorbeigehen einfach nieder gewalzt. Es mussten nicht mal gross Waffengewalt angewandt werden. Die Maschinen wurden durch einen simplen EMP ausser gefecht gesetzt. Sie waren schon so veraltet. Sie wurden nie weiter entwickelt, da es keine Erfinder mehr gab, die geistig dazu in der Lage gewesen wären. Man fing einige der Menschen ein um sie dann zu erforschen, aber man sah schon schnell, dass dies nicht viel bringen würde.

Dwark und Qwark waren gerade auf der Erde  mit einem Spähtrupp unterwegs, als aus dem Gebüsch eines dieser Wesen trat, die es angeblich nicht geben sollte. Diese angeblichen Fakes standen da und waren bis auf die Zähne bewaffnet. Sie trugen tarnfarbene Uniformen und schwere Gewehre, Schrotflinten, Macheten. Sie standen in Reihen vor den Aliens. Und die – was taten die Aliens? Sie versuchten zu flüchten.

Dwark und Qwark riefen zum Rückzug. Und während die Truppe über ihre eigenen Füsse stolperten, fielen die Tiere über die Aliens her. Sie waren wie Ninjas. Gut ausgebildete Katzen fingen an sie zu treten, kratzen. Ihre grossen Verwandten, die Raubkatzen fingen an sie zu jagen. Die Aliens liefen kopflos davon. Aber natürlich schafften es nicht alle. Die Bären hatten sich aufgestellt und bildeten eine undurchdringliche Wand. Sie brüllten und standen aufrecht. Sie waren eine imposante Erscheinung. Wen Aliens sich nass machen konnten, taten sie es wahrscheinlich gerade. Viele sackten einfach zusammen. Ihre spindeldünnen, grünen beinartigen Extremitäten versagten ihnen einfach den Dienst.

Dwark rannte oder flog? Das war nicht so genau zu sagen, denn er war fast schneller als seine Beine. Zwischen drin wurde er nur von Qwark überholt, der mit einer angstverzerrten Visage an ihm vorbei hetzte. Als er Dwark überholte grinste er ihn noch dämlich an und hob seinen Daumen, der wesentlich länger als der Rest seiner fingerartigen Dinger war. Dann sputete er sich. Dwark schaute dämlich hinter her und merkte, dass auf einmal ein kleines dieser Fakes auf seinen Kopf gesprungen war. Es hatte buschige Ohren und einen extrem buschigen Schwanz. Ganz spitze Vorderzähne und es fing gerade an, seinen Helm durch zu beissen.

Er schüttelte sich und sprang hoch und runter. Da fiel das Wesen runter. Das Eichhörnchen stand auf, schüttelte sich und wollte gerade wieder auf Dwark los gehen, als ein Schwarm Möwen ankamen. Sie riefen dem Eichhörnchen zu, dass sie jetzt übernehmen würden und liessen einen Schwall an Vogelkot auf Dwark hinunter platschen. Er stolperte und wollte sich gerade ergeben, als er merkte, wie etwas an ihm zog. Er hatte mit seinem Leben abgeschlossen. Als er die Augen wieder öffnete lag er im Inneren des Raumschiffes. Qwark hatte ihn mittels eines Enterhakens hinein gezogen, die Luke verschlossen und das Schiff gestartet.

„Dwark, Alien – ich dachte ich hätte dich verloren. Was zum Quantensprung war das denn. Ich habe noch nie so was erlebt, oder davon gehört. Ich dachte dieser Planet wäre ein Spaziergang. Aber diese angeblichen Sichtungen haben uns ganz schön vorgeführt.

Wir müssen hier auf jeden Fall einen Eintrag ins Register machen. Dieser Planet ist von intelligentem Leben bevölkert. Sie laufen meist auf vier Beinen, oder kommen angeflogen. Sie sind strategisch gut aufgestellt und können allen Aliens gefährlich werden. Da muss eine Warnung erstellt werden. Kein Alien darf je wieder auf diesen Planeten landen. Das wäre unser Untergang.“

„Qwark, das ist das erste Sinnvolle, das ich von dir gehört habe. Lass uns sofort alles in die Wege leiten. Dieser Planet wird mit einem Quarantäne Zeichen versehen und Betreten strengstens verboten. Schnell – Lass uns zum Hauptquartier zurück um Bericht zu erstatten“

Währenddessen auf der Erde:

„Tiere, Tiere. Hört mich an“ Der Löwe stand auf dem Steinhügel: „Wir haben es gemeinsam geschafft die Invasion zu bekämpfen. Und wir waren clever genug sie erstmal unser Hauptproblem lösen zu lassen. Uns von dem Joch der Menschen zu befreien. Sie waren echt nur noch ein Ballast. Die Maschinen, die sie am Leben erhalten haben brauchen von uns nicht mehr angeschalten zu werden. Das Problem degenerierter Mensch ist erledigt. Und diese komischen Aliens – was auch immer sie dachten hier vor zu finden – sie wurden wohl eines besseren belehrt. Jetzt endlich können wir anfangen die Erde vollkommen zu beherrschen und wieder aufzubauen, was kaputt ging.

Alle Macht den Tieren…“

 

 

 

 

 

[Story-Samstag] Vorsätze

Was ist der Story-Samstag? storysamstagDer Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt alle 2 Wochen ein kleines Thema vor. Und du hast die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. 

Du möchtest am Story-Samstag teilnehmen? Dann verlinke hier doch einfach deinen Beitrag per Pingback oder Kommentar. Gern darfst du das Story-Samstag Logo in deinen Beitrag einbinden. Spätere Beiträge von Neueinsteigern oder Spontanlyrikern trage ich natürlich jederzeit gern nach. Selbst wer nicht mitmacht, kann sich freuen: Die Reaktionen auf die gegebenen Aufgaben sind so kreativ wie tiefgründig. Es lohnt also, sich durchklicken und die Interpretationen der talentierten Schreiberlinge zu lesen!

 

Annas Vorsätze

Anna stand auf ihrem Balkon. Es war 23:57. In drei Minuten sollte das alte, verfluchte Jahr vorbei sein und das Neue würde starten. Was würde sie erwarten, und welche Vorsätze würde sie sich vornehmen? Würde sie diese auch einhalten? Sie stand alleine auf ihrem Balkon. Unten auf der Strasse versammelten sich ihre Nachbarn um das neue Jahr zu begrüssen. Sie war alleine. Niemand würde mit ihr anstossen. Niemand würde ihr einen Kuss geben und sie in den Arm nehmen. Sie würde sich heute richtig voll laufen lassen um dann, wenn sie wieder nüchtern wäre, ihre Vorsätze für das neue Jahr planen. Ihr Leben würde eine andere Richtung einschlagen, soviel wusste sie jetzt schon.

Als Anna in den Himmel schaute und dem Feuerwerk folgte hatte sie schon einiges ihrer Sektflasche geleert. Im Hintergrund liefen schon die Schlager, die  man echt nur betrunken ertragen konnte. Aber das war gut so – denn sie grölte immer mit und das so falsch wie es nur ging.

So gegen 3:00 Uhr war es dann geschafft. Die Flasche Sekt war leer. Die Musikshows wurden abgestellt und sie torkelte ins Bett. Morgen würde sich alles ändern.

Und dann am 1.1. wachte sie auf und dachte sie hätte einen Dampfhammer geknutscht. Da ging schon der erste gute Vorsatz dahin. Sich hinsetzen und ihr Leben durchdenken. Sie konnte nur aufstehen und ins Bad torkeln. Sie lies sich ein Bad ein und versank darin. Morgen ist schliesslich auch noch ein Tag. Da könnte man sich mit seinen Vorsätzen beschäftigen. Heute sollte noch ihr gehören, bevor sie alles umkrempeln würde.

Ein neuer Tag, sie hatte noch Urlaub und startete mit einem gemütlichen Frühstück und leckerem Kaffee. Die Sonne schien durch das Fenster und sie fühlte sich glücklich. Wenn es so weiter ginge, würde es ein gutes Jahr werden. Aber dafür würde sie schon sorge tragen. Sie genehmigte sich noch einen Kaffee und setzte sich mit einem Stift und Block an den Tisch zurück. Noch immer schien die Sonne.

Sie dachte bei sich. „Jetzt werde ich mein neues Leben gestalten.“ Als erstes schrieb sie auf:

  1. Abnehmen – gestrichen – ist mir doch egal. Nicht ich gefalle mir nicht, was die anderen denken stört mich nicht
  2. Sparen – gestrichen – wofür. Es gibt keinen, der was davon hat. Ich werde mich verwöhnen. Theater, Kino, Bücher, Kleidung wenn nötig, Urlaube
  3. Sport – gestrichen – ich werde mir einen Hund anschaffen. Mit ihm werde ich täglich laufen und mir die Gegend anschauen. Das ist viel gesünder als doof durch die Gegend zu Joggen.
  4. Gesunde Ernährung – gestrichen – Ich möchte essen was mir gefällt. Ich will mehr kochen und backen, weniger Fertiggerichte – das reicht vollkommen um gesünder zu essen.

Das war es – sie hatte sich die guten Vorsätze vorgenommen und sie auch schon fallen lassen, alles innerhalb einer Stunde. Damit hatte sie sehr viel Zeit gespart und schlechtem Gewissen vorgebaut . Jetzt konnte sie anfangen ihr neues Jahr wirklich zu geniessen. Das würde ein tolles Jahr werden.

Sie stand auf, ging in die Küche, nahm sich noch einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen. Damit ging sie zurück an ihren sonnigen Platz und schlug ihr Buch auf und versank in eine fremde und aufregende Welt.