Jacobs, Anne – Tuchvilla Saga 03 – Das Erbe der Tuchvilla

Jacobs, Anne – Tuchvilla Saga 03 – Das Erbe der Tuchvilla

Autor: Jacobs, Anne
Titel: Tuchvilla Saga 03 – Das Erbe der Tuchvilla
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 19. Dezember 2016
Seitenanzahl Printbuch: 673 Seiten
Genre: Historischer Roman
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 07.09.17 – 24.09.17
Band einer Reihe: Ja – Tuchvilla Saga
Challenge: Serienkiller Challenge, Buchweltreise Challenge, Find the Cover Challenge

Worum es geht – Der Krieg ist vorbei und die Inflation setzt allen stark zu. Aber der Aufschwung kommt und so langsam erholt sich die Wirtschaft wieder. Marie macht sich mit einem Modeatelier selbständig – das belastet das Familienleben. Eine Ehekrise steht bevor – aber nicht nur wegen der Selbständigkeit. Eine unliebsame Person stört ungemein und ein Familienskandal steht bevor. Und ein Mord geschieht.

Wann: 1920

Wo: Augsburg

Klappentext: Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet.

Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …

Zum Inhalt: (Spoiler) Paul ist wieder da und übernimmt die Führung der Tuchvilla. Von Klippstein ist sein Partner. Um seiner Marie eine Freude zu machen hat er ihr einen Laden gemietet, in dem sie ein kleines Modeatelier zu eröffnen. Sie ist damit so erfolgreich, dass sie immer mehr Zeit dort verbringen muss. Darunter leidet das Familienleben. Deswegen wird eine Kinderfrau eingestellt. Serafina – eine alte Freundin von Elisabeth und eine alte Bewunderin von Paul. Sie ist mittlerweile verwitwet und durch die Inflation verarmt. Ein Schicksal, das viele ereilt hat. Serafina ist absolut ungeeignet als Kinderfrau – sie schikaniert die Kinder. Kitty hat kurzer Hand die Schnauze voll und zieht in die Frauenthorstrasse zu ihrer Schwiegermutter. Kitty ist mittlerweile auch verwitwet und ihre kleine Tochter – Henny – ist wirklich nervig – eine kleine hübsche Puppe der niemand was abschlagen kann – aber auch total anstrengend. Im Gegensatz zu Dodo und Leo – Die Kinder von Marie und Paul.Dodo ist ein Wildfang – sie interessiert sich unheimlich für Maschinen, Flieger und alles mit Motoren. Leo dagegen nicht – er ist Musiker – ein Genie, der alles in Klängen hört. Er ist ein begnadeter Klavierspieler. Sehr zum Missfallen seines Vaters, der Leo gerne der Firma näher bringen will. Auch für Marie wird Serafina unerträglich. Hinzu kommt noch, dass Bilder ihrer verstorbenen Mutter auftauchten – auch Akte. Paul lehnt es ab, dazu zu stehen – das ist der endgültige Bruch  – Marie zieht aus. Aber das belastet sie natürlich stark. Paul hat sich schwer verändert. Nicht mehr der unbekümmerte Junge sondern ein verknasteter Fabrikunternehmer. Steif und verbohrt. Das kostet ihn fast seine Familie. Elizabeth – die arme sitzt in Pommern fest und verzehrt sich nach ihrem Sebastian. Ihr Ehegatte vergnügt sich mittlerweile mit allen anderen Frauen und schwängert eine. Aber auch Lisa hat ihr Glück – einmalig – nicht ohne Folgen – endlich wird sie Schwanger. Nicht nur dass – sie lässt sich auch scheiden. Der erste Skandal in der Tuchvilla – der nächste ist die Ausstellung der Bilder von Maries Mutter. Aber natürlich hat man auch einen Einblick in die Angestellten der Tuchvilla. Hier ist die Hauptperson Auguste und ihre Gärtnerei. Aber am Ende wird alles gut – Ein grosses Happy End für die Familie Melzer.

Die Handlung wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Leo, Auguste, Marie, Paul, Lisa, aus deren Sichten wird alles berichtet. Was ich immer mal wieder interessant geschrieben fand war, dass man manchmal Geschehnisse nur durch Gerüchte der Angestellten erfahren hat. Das fand ich sehr amüsant. So real. Wir befinden uns im Umbruch – die Frau hat immer noch  nichts zu sagen. Sie ist immer noch das Eigentum des Mannes – sie darf kein eigenes Geld verdienen – kein Geschäft alleine aufbauen. Wenn man Alleinstehend und Verwitwet ist, ist das natürlich kein Problem. Mittlerweile darf man sich auch scheiden lassen. Die Mode wird freier. Knöchel werden gezeigt. Frauen fahren Auto. Serafina ist hier der Hasscharakter – sie ist überall präsent. Die Angestellten hassen sie, die Kinder hassen sie. Die einzige, bei der sie ankommt ist die Mutter von Paul. Dort nimmt sie schon fast den Platz einer Familienangehörigen an – nicht einer Angestellten. Erst Lisa weisst sie in ihre Schranken. Bis dahin hat man schon oft genug den Kopf ärgerlich geschüttelt. Auch über Paul kann man oft nur den Kopf schütteln. Er hat sich so verändert. Er ist nicht mehr der liebevolle Ehemann. Er ist stur und hat so kein Blick für seine Kinder. Er unterdrückt seinen Sohn Leo, der ein aussergewöhnliches Talent für Musik hat. Paul ärgert sich darüber, dass Leo sich in der Fima die Ohren zuhält, da es zu laut ist. Ein Junge, sollte ein Mann werden. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, man taucht schnell. Was auch der
Atmosphäre geschuldet ist. Ich habe die ersten Zeilen gelesen und es war, als wäre ich durch das grosse Eingangstor der Villa eingetreten, hätte mich an den Kamin gesetzt und alles von ferne betrachtet. Es ist ein absoluter Wohlfühlroman. Trotz der ganzen Familienkrisen und Ärgernisse, fühlt man sich einfach nur wohl in diesem Haus. Es ist sogar noch Spannung dabei – man will wissen, was aus der Familie wird, raffen sie sich zusammen, werden die Zwistikeiten beigelegt? Finden die Liebenden zusammen? Und ein Mord – es geschieht ein hinterlistiger Mord – wer war es?

Fazit:

Ich denke die Autorin kann den Vergleich zu Downton Abbey nicht mehr hören – aber es geht nicht anders, um es den Fans nahe zu bringen. Denn – wer Downton liebt, wird auch diese Saga lieben. Es spielt zur selben Zeit und muss sich ja auch mit den Zwängen der Gesellschaft ausseinander setzen. Krieg, Intrigen, Familienskandale – alles da. Es ist wie sich in eine Decke hüllen und wohlfühlen. Trotz der ganzen Krisen – einfach nur toll. Ein schöner runder Abschluss der Reihe. Ein Highlight des Jahres.

Zitate

»Das ist die neue Zeit«, knurrte Fanny Brunnenmayer. »Da gibt’s keine Angestellten mehr, Julius. Da schält die Herrschaft die Kartoffeln selber.«

Das ausgekochte Rindfleisch war für einen Eintopf gedacht, der für die Angestellten bestimmt war. Den Gästen wurde gefüllter Schweinebauch mit Rotkohl kredenzt

»Geht es dir wieder gut, Else?«, fragte er höflich.
»Freiliff. Dankschön, daff du fragft, Leo. Ef geht schon wieder …«
Er sah sie forschend an, weil er die Worte nicht gleich verstand. Das kam wohl daher, dass ihr ein paar Zähne fehlten. Nun ja – die würden bald nachwachsen. Ihm waren auch schon zwei Milchzähne ausgefallen, und darunter kamen jetzt die neuen heraus.

Wenn Marie das Geld fehlte, die Kinder anständig zu versorgen und zu kleiden, würde er bald eine Handhabe besitzen, Leo und Dodo zurück in die Tuchvilla zu schaffen. Dann würde auch Marie einsehen, dass er als der Mann in der stärkeren Position war.

So war das eben, auch die reichen Leute hatten mal Pech. Der liebe Gott war halt doch gerecht.

Wer arm war, der blieb auch arm, da konnte man sich auf den Kopf stellen – so war das.

Es lag Hass in der Luft. Verzweiflung. Rache. Triumph. Wut. Trauer. Unzählige Tragödien hingen in den muffigen Vorhängen. Die hölzerne Wandverkleidung hatte sich damit vollgesogen.

Verflixt! Es war nicht gerade einfach, einer so widerspenstigen Person zu sagen, wie sehr man sie liebte

»Notlügen« waren bei Erwachsenen nämlich erlaubt. Bei Kindern nicht. Kinder durften überhaupt nie lügen.

»Das Leben ist ein Spiel, und das Schicksal mischt die Karten. Die kann man nicht austauschen, und schummeln geht auch nicht – man muss nehmen, was man bekommt.«

Charaktere

Leo – Einer der Zwillinge und der musikalisch begabte Sohn von Marie und Paul. Ein sehr nachdenklicher und ruhiger Knabe, der leider schwer darunter leidet, es seinem Vater nicht recht machen zu können

Dodo *Dorothea* – die Zwillingsschwester von Leo – ein Wildfang und Technik Interessiert – sie will mal Fliegerin werden. Und sie interessiert sich auch für die Maschinen der Tuchvilla – hier hätte Paul seine Nachfolgerin – aber hier sieht es noch keiner.

Henny – die Tochter von Kitty – und auch genauso extravagant. Ein Schleckermaul – sie ist ständig am Naschen. Sie ist vorlaut und auch egoistisch. Am liebsten alles für sie und um sie. Sie hat zwar Respekt vor ihrer Mutter – aber ansonsten ist das eher schwach ausgebildet.

Walter – Leos bester Freund und Musik Kumpel.Seine Mutter gibt Leo Klavierunterricht

Julius – Ein Diener aus der Tuchvilla – er ist in einem adligen Haus ausgebildet worden und landet wegen falscher Beschuldigung im Gefängnis.

Humbert – Ihn hat man im zweiten Teil kennen gelernt. Ein Angestellter der Tuchvilla, der im Krieg einiges mitgemacht hat und unter PTBS leidet. Eine Schauspielkarriere in Berlin geht deswegen auch den Bach runter und er kommt zurück

Hannah – Sie geht mit Marie zu Kitty und soll als Näherin ausgebildet werden – das liegt ihr so gar nicht. Sie ist eher die Schafferin.

Dörthe – Ein Tolpatsch wie aus dem Buch – aber geschickt im Gärtnern – Lisa hat sie aus Pommern mitgebracht

Frau Brunnenmayer – Die Seele des Hauses – die Köchin. Sie ist schon so lange in der Tuchvilla – da kann sie auch mal etwas den Mund aufmachen.

Alicia Melzer – Die Mutter von Paul, Kitty und Lisa – sie leidet sehr stark unter Migräne, was sie auch ständig als Ausrede nimmt um bemuttert zu werden. Sie leidet sehr darunter, dass die Kinder aus der Tuchvilla verschwunden sind und heftet sich an Serafina.

Ernst von Klippstein – Ein Kriegskollege von Paul, der als Partner in die Tuchvilla eingestiegen ist. Er ist schon immer in Marie verliebt gewesen. Aber sie ist unerreichbar für ihn. Er macht Tilly einen Antrag

Tilly – Kittys Schwägerin. Sie hat ihre grosse Liebe im Krieg verloren. Aber sie ist eine tapfere Frau, die als eine der wenigen Frauen Medizin studiert – sie hat eine Nebenrolle.

Kitty – die Extravagante Künstlerin. Aufgedreht und immer am plappern. Aber so sympathisch. Sie will, dass alles harmonisch läuft.

Johann Melzer – Der Verstorbene Vater von Paul, Kitty und Lisa – Lisa nennt ihren Sohn nach ihm.

Else – Neben der Köchin, die am längsten beschäftigte Angestellte der Tuchvilla. Sie ist das Stubenmädchen

Gustav – der ehemalige Gärtner der Tuchvilla – im Krieg hat er ein Bein verloren und das macht ihm etwas zu schaffen – ebenfalls kommen sie kaum auf einen grünen Zweig, nach dem Krieg. Er ist eher ein einfaches Gemüt und ruhig.

Auguste – die Ehefrau vom Gustav und Teilzeit in der Villa beschäftigt. Sie geht einen Pakt mit Maria Jordan ein um ein Gewächshaus zu erbauen. Damit sie endlich aus dem tief heraus kommen

Maria Jordan – Die ehemalige Kammerzofe – sie wurde von Marie verdrängt und ist deswegen immer noch sauer. Aber sie kommt trotzdem immer mal wieder die Angestellten besuchen. Sie hat ein Näschen für das Geschäftliche. Sie hat sich durch die Inflation zwei Häuser kaufen können. Da macht sie einiges an Geld. Deswegen kann sie Auguste auch einen Kredit geben. Leider geht es nicht gut aus.

Paul – er hat sich stark verändert. Der Krieg hat einige verändert. Paul entwickelt seinen Charakter nach seinem Vater. Nur am meckern. Er ist unzufrieden mit seinem Sohn und unterdrückt ihn immer wieder. Er ist der Mann im Haus und das zeigt er auch. Dadurch verliert er fast seine Familie

Marie – ist eine erfolgreiche Modedesignerin geworden. Allerdings ist sie unglücklich. Paul erkennt ihre Vergangenheit – ihre Vorfahren nicht an. Das macht ihr sehr zu schaffen.

Lisa – immer auf der Schattenseite der Familie. Sie fühlt sich hässlich und ungeliebt. Ihr Mann hatte im Krieg eine schwere Verletzung erlitten und sie kümmert sich darum. Sie ziehen aufs Land. Aber sie ist unglücklich in den Bibliothekar verliebt. Eine einzige Liaison bleibt nicht ohne Folgen – sie ist mehr als Glücklich, da ihre Ehe Kinderlos blieb.

Sebastian – war in der Räterepublik – gegen die Regierung. Nach dem Krieg findet er Anstellung als Lehrer und Bibliothekar bei Lisa. Er liebt sie. Aber solange sie verheiratet ist will er nichts beginnen. Ein schwacher Moment verändert alles und er verlässt sie.

 

Johnson, Maureen – Die Schatten von London 03 – In Aeternum

Johnson, Maureen – Die Schatten von London 03 – In Aeternum

Autor: Johnson, Maureen
Titel: In Aeternum
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015
Seitenanzahl Printbuch: 481 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 13.06.17-18.06.17
Band einer Reihe: Ja – Die Schatten von London
Challenge: Serienkiller Challenge

Klappentext: Rory arbeitet endlich mit den Shades zusammen. Die skrupellose Jane hat jedoch zehn Teenager in ihre Gewalt gebracht, darunter Rorys Mitschülerin Charlotte. Alles deutet auf einen Massenmord hin und einen Fluch, der ganz London in einen Albtraum stürzen wird. Die drei verbliebenen Shades versuchen mit allen Kräften das Unheil abzuwenden, bis Rory herausfindet, dass jemand, dem sie bedingungslos vertraut hat, ein entsetzliches Geheimnis hütet …

Zum Inhalt: Kann Spoiler enthalten, da es schon der dritte Band ist. Ich bin sehr über den Klappentext überrascht – ich glaube ich habe ein anderes Buch gelesen. Weder stimmt die Aussage, dass zehn Teenager in Janes Gewalt sind noch, das mit dem entsetzlichen Geheimnis…oder ich empfand es nicht so??

Ja – Seit paar Tagen drücke ich  mich  nun um die Rezi. Was soll ich sagen. Ich bin nicht so sehr überzeugt von der Geschichte. Wenigstens passiert hier im dritten Band einiges. Tote werden erweckt, Geister freigesetzt. Leute werden getötet und Freunde betrogen. Das Buch ist nicht schlecht, aber er haut mich nicht um. Zwischendrin ist es ziemlich abgeflacht und hat mich etwas gelangweilt. Finde ich jetzt nicht so schlimm, denn das haben ja viele Bücher mal. Wenn dann irgendwann die Kurve erfolgreich genommen wurde und es dann wieder aufwärts geht, kann ich das echt ignorieren. Rory hat mich hier dieses mal etwas genervt. Ich mochte ihre sarkastische Art, die kommt hier nicht zur Geltung. Eher ihre ständigen Zweifel für wen sie denn nun welche Gefühle empfinden soll. Die Idee kommt mir etwas unausgegoren vor. Ich bin der Überzeugung, wenn man das drum herum etwas gestrafft hätte, wäre es rasanter geworden. Ich bin in Jugendliteratur nicht so bewandert – vielleicht ist das so – ich fand es manchmal ermüdend. Am entäuschtesten war ich, dass es immer noch keine Auflösung gibt. Es wird wenigstens eine Fortsetzung geben. Was die Autorin allerdings ziemlich gut drauf hat ist Cliffhanger zu schreiben.

Die Handlung kam mir manchmal etwas unfertig vor. Manchmal etwas oberflächlich. (SPOILER) Das Tor zur Geisterwelt wird geöffnet. Das ganze wird aufgebauscht und dann – plopp vorbei. Das war mir einfach zu wenig. Interessant fand ich allerdings Sadi und Sid. Die Gurus aus vergangenen Zeiten. Die beiden könnten vielleicht im 4. Teil das ganze noch herumreisen. Sie sind hier die Bösen. Aber so in Richtung nette mordende Bösewichte. Die fand ich gut dargestellt.

Der Schreibstil entspricht den Folgebänden. Die Atmosphäre war manchmal spannend, aber leider kam auch eine Phase von zähem Geschehen vor. Die Spannung war ähnlich. Es gab einige Szenen die waren sehr schön spannend. Vorallem das Ende.
Originalität ist schon vorhanden, ich finde sie nur teilweise etwas zu wenig heraus gearbeitet.

Fazit

Es kann tatsächlich daran liegen, dass es eine Jugendbuchreihe ist, und deswegen manche Parts vielleicht zu oberflächlich angetastet werden. Immer noch bin ich der Meinung, dass man Band zwei hätte weg lassen können, bzw in den dritten einarbeiten und dann einen abschliessenden Band. Es wirkt künstlich in die Länge gezogen. Die Cliffhanger sind ziemlich beeindruckend. Es bleibt einem also nichts übrig den vierten Teil dann auch noch zu lesen.

Ich kann jetzt keine Vergleiche bringen um Euch zu sagen zu können, für welche Fans es geeignet ist. Die Reihe ist ok für mich, aber nicht herausragend.

Zitate

Danach lag der Ton meiner Haare auf der Farbskala irgendwo zwischen Quietschgelb und Gruselorange. Auf alle Fälle ziemlich übel. Boo drehte mich wortlos wieder um und trug die rote Schmiere auf. Wieder hieß es warten und ausspülen. Das Resultat hätte »Kupferrot Natur« sein sollen, entpuppte sich aber als »Supergau Pink-Blond«.


Stephen hatte mir immer nur in kleinen, homöopathischen Dosen von sich erzählt …


Wir müssen wissen, wo er ist, Rory. Wenn man ihn gefunden hat – und ein Blick in dein Gesicht sagt mir, dass das der Fall ist –, dann …«
Mein dummes Gesicht. Es machte Sachen, von denen ich nichts wusste.


Sid erhob sich aus seinem Sessel, was aussah, als würde sich ein Origami auseinanderfalten.


Charaktere aus Band zwei sind noch dabei

Ausgearbeitet oder neu hinzugekommene Charaktere

Sid seit etwa 40 Jahren in Todeszustand ohne Verwesung – Der Gründer dieser Sekte mit seiner Schwester

Sadi, die ebenfalls seit dieser Zeit im Todeszustand ist. Beide kommen zurück

Dr. Felicia Marigold – Eine Ärtzin des Geheimdienstes eher noch ein unwichtiger Part

Freddie Sellars – Eine neue Mitarbeiterin der Shades. Sie ist ein Computernerd und hat ebenfalls die Gabe Geister zu sehen. Durch Recherchen ist sie auf die Spezialeinheit und Rory aufmerksam geworden. Sie darf daran teilhaben.

 

Johnson, Maureen – Die Schatten von London 02 – In Memoriam

Johnson, Maureen – Die Schatten von London 02 – In Memoriam

Autor: Johnson, Maureen
Titel: In Memoriam
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 15.05.16
Seitenanzahl Printbuch: 385 Seiten
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 04.06.17-12.06.17
Band einer Reihe: Ja – Die Schatten von London
Challenge: Serienkiller Challenge

Worum es geht: Rory ist nach ihrem Abenteuer im ersten Teil überfordert von ihrem Leben und ihren alten Zielen. Sie hat neue Fähigkeiten und kommt mit ihrem Schulalltag nicht mehr zurecht. Ihr ganzes Leben steht vor einem Wandel.
Wann: Gegenwart
Wo: London

Klappentext

Wenn das Grauen in den Straßen von London lauert …

Nachdem Rory den Jack-the-Ripper-Doppelgänger in einem finalen Kampf vernichtet hat, ist sie selbst zu einem menschlichen Terminus geworden. Sie hat nun die zweifelhafte Gabe, Geister durch bloße Berührung eliminieren zu können. Genau das macht sie unendlich wertvoll für die Shades – die Internationale Sondereinheit von Geisterjägern. Denn eine neue Serie von mysterösen Mordfällen versetzt ganz London in Angst und Schrecken. Und diese neuen Fälle sind tatsächlich noch wahnsinniger als die Ripper-Morde. Rory erkennt schnell: Wahnsinnige Zeiten verlangen wahnsinnige Lösungen. Aber wird sie die Shades von ihren Methoden überzeugen können?

Zum Inhalt (Spoiler) Rory kann drei Wochen nach dem Angriff wieder zurück nach Wexford. Allerdings überfordert sie der Schulalltag, die Prüfungen stehen vor der Tür und sie hängt in allen Fächern nach. Mittlerweile ist ein Mord geschehen, der nach Geisteraktivität aussieht. Rory kann ihre neue Fähigkeit als Terminus testen. Allerdings fühlt sie sich nicht sehr wohl dabei. Sie ist so aus der Bahn geworfen, dass sie Hilfe einer Psychologin sucht. Bei ihr fühlt sie sich sofort wohl. Aber was wird kommen? Täuscht der Schein? Warum will Stephen nicht, dass sie aktiver wird? Und wie entwickelt sich Rorys Gefühlswelt?

Die Handlung knüpft direkt an den ersten Teil an. Es sind mittlerweile drei Wochen vergangen. Diesen Teil kann man sehr schlecht bewerten. Inhaltlich jeden Falls. Eigentlich ist er wirklich nur ein Verbindungsstück zwischen dem Vorfall des ersten Bandes und dem was dann wohl noch kommen wird. Es passiert recht wenig spannendes. Man erfährt viel über Rorys Zerrissenheit. Zerrissen zwischen Schulalltag und ihrem neuen Leben. Zwischen ihren Freunden in der Schule und den der Shade Einheit. (Der englische Titel Shades of London macht irgendwie mehr Sinn, da die Spezialeinheit Shade heisst.) Man ist also mitten in Rorys Kopf. Der Mord ist vernachlässigbar. Er weisst nur auf ein Phänomen hin, das seinen Ursprung im ersten Teil hat. Und auch Jane, ihre Psychologin und deren Bekanntenkreis ist hier als Einleitung zu erkennen. Erst am Ende wird es noch mal richtig Spannend und ein extrem unerwartete Wendung tritt ein.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist sehr locker und jugendlich, aber ohne irgendwelche Jugendsprache, die man nicht versteht. Rory ist sehr sympathisch. Ihre sarkastische Art mag ich sehr.

Die Atmosphäre ist eher langweilig. Dieser Teil tröpfelt so vor sich hin. Aber durch die lockere Schreibart ist nicht das Buch langweilig. Spannung kommt allerdings auch nur am Ende auf.

Fazit

Ich hatte eine Zeit lang im Kopf, dass dieser Teil eigentlich nutzlos ist. Es passiert kaum was. Er dient eigentlich nur als Verknüpfung zwischen Band 1 und 3. Die Spannung am Ende, durch eine unerwartete Wendung macht das fast wieder wett. Allerdings kann man hier schwer eine Bewertung abgeben. Es ist ein nötiger Teil um dann, wahrscheinlich, den Zusammenhang in Band 3 zu erkennen und zu verstehen.

Zitate

»Sie haben einen toten Hund gestreichelt und es nicht gemerkt?«
»Er war wirklich toll ausgestopft«, erklärte ich. »Ich habe schon einige schlimme Tierpräparate gesehen. Aber der Hund war erstklassige Arbeit, darauf wäre jeder hereingefallen.«

Reden ist sozusagen mein Ding. Hätte ich es in Wexford als Sportart wählen können, hätte ich es mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit zur Teamkapitänin gebracht.

Seit fast drei Wochen hatte ich mir jetzt die Beine nicht mehr rasiert. Mit der frischen Wunde hatte ich mich die ersten Tage nicht vorbeugen können, außerdem durfte sie nicht nass werden. Deswegen sprossen die Härchen munter vor sich hin, was ich irgendwie niedlich fand. Ich wollte sehen, was passieren würde, und ließ sie weiter sprießen. Das Ergebnis war, dass nun ein feiner Haarteppich meine Beine bedeckte, über den ich drüberstreicheln konnte, während ich Fernsehen schaute. So, wie manche Leute geistesabwesend ihre Katze streichelten. Ich war gewissermaßen mein eigenes flauschiges Haustier.

»Meine Karriere als Bikini-Model kann ich definitiv vergessen«, sagte ich. »Obwohl, ich könnte es mit Piratenbikinis versuchen. In dem Fall ist es egal, wenn man eine hässliche Narbe hat. Im Gegenteil, es würde super passen. Noch ein kleiner Totenkopf über den Möpsen –«

Ein unbeleuchteter Abstellplatz für Müllbehälter hingegen verspricht absolute Ungestörtheit und stellt keine großen Ansprüche. Er freut sich wahrscheinlich, wenn mal ein Pärchen vorbeikommt, um sich zu küssen, weil er bei Dunkelheit vermutlich eher Unangenehmes zu sehen bekommt.

Lasst euch bloß nie ein Messer in den Bauch stechen – danach ist einfach alles peinlich.

Zerstreut kritzelte ich ein Pferd an meinen Heftrand, das einen Regenbogen furzte, und bemühte mich, nachdenklich zu wirken.

Jazza saß mit dem traurigen Blick eines kleinen Mädchens, das gerade gesehen hatte, wie der böse Wolf seinen Lieblingshasen verspeiste, auf dem Bett.

Ich gebe es ja nur ungern zu, aber ich kann wirklich sehr überzeugend lügen. Ich entstamme einer langen Ahnenreihe von Geschichtenerzählern. Wir wissen, wie man die Wahrheit geschickt zurechtbiegt.

Mich überkam auf einmal das dringende Bedürfnis, ihm eine zu knallen – ich meine, so richtig auszuholen und ihn mit aller Kraft ins Gesicht zu schlagen, bloß damit er aufhörte.

Charaktere

Rory – Aurora – die Hauptprotagonistin.

Charlie Strong – der von einem Geist ermordete aus diesem Teil

Claudia – die Leiterin aus Wexford

Julia – Rorys Psychologin in Bristol

Jazza – Rorys beste Freundin in Wexford

Jerome  Rorys Freund

Stephen – Der Leiter der Abteilung Shades

Callum – Gehört zum Team Shade

Boo – gehört auch zum Team Shade

Charlotte – Sie ist seit dem Angriff aus dem ersten Teil verwandelt. Sehr nett und sie gibt Rory die Adresse ihrer Psychologin

Alistair – ein Geist in der Schulbibliothek – Er verstarb in den 8oern

Mr. Thorpe  der Chef der Einheit Shades

Diane – ein trauriger Geist aus der U-Bahnstation. Sie ist gesprungen und sehr sehr traurig. Rorys erste Erlösung

Jane Quaint – Die neue Psychologin. Sehr nett aber unduchschaubar. Sie will Rory helfen, da sie ihre Gabe kennt

Crouch, Blake – Wayward Pines 03 – Die letzte Stadt

Crouch, Blake – Wayward Pines 03 – Die letzte Stadt

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Autor: Crouch, Blake
  • Titel: Wayward Pines 03 – Die letzte Stadt
  • Verlag: AmazonCrossing
  • Erscheinungsdatum: 21. Oktober 2014
  • Seitenanzahl Printbuch: 305 Seiten
  • Genre: Fantasy, Thriller, Sci-Fi, Dystopie
  • Gelesen als: Ebook
  • Zeitraum 09,04,17-16.04.17
  • Band einer Reihe: Ja Wayward Pines Triologie
  • Challenge: Serienkiller Challenge,

Worum es geht: Die Menschheit steht vor dem Aussterben. In Wayward Pines leben die letzten Überlebenden. Gesichert durch einen Zaun mit Strom. Aber dieser Strom wurde abgestellt. Das was Ausserhalb von Wayward Pines die Überlebenden bedroht, kann jetzt hinein kommen. Wie wird das ausgehen. Eine weitere Katastrophe bahnt sich an. Die Lebensmittel werden knapp.

Wann ca 3827
Wo USA – Wayward Pines – Idaho
Klappentext
Zum Inhalt: Hier ist Action pur. Der Strom ist aus und die Monster können hinein. Jetzt geht es nur noch ums Überleben. Wer wird es schaffen und was wird danach kommen. Es gibt einige Rückblicke in die Zeit als Wayward Pines entstanden ist. Gala und Geld sammeln. Aber man erfährt nicht wieso David Pilcher gerade die Leute, die er hat, auswählte. Man erfährt zwar, warum er Wayward Pines so technikfrei hält, aber wieso die Menschen aus verschiedenen Jahrzehnten gewählt wurden und wieso gerade diese Personen – das bleibt unbekannt. Das einzige – das Team hinter den Kulissen, da weiss man warum, oder kann es sich denken. Er fühlte sich als Gott und dieses Gefühl hat er dann auch irgendwann gelebt.
Die Handlung ist jetzt rasant und gefährlich. Wenn die Teile davor ein FSK nicht unbedingt nötig hatten, kann ich hier auf keinen Fall ein Lesen vor 16 empfehlen. Denn es werden einige geopfert und das nicht harmlos. Es wird nicht zu extrem ins Detail gegangen, aber schon mal erwähnt, dass Köpfe abgerissen und Menschen aufgerissen werden. Es passiert so einiges hier. Ethan muss unbedingt in die Schaltzentrale. Dort muss er David Pilcher zur Rede stellen, den Strom wieder anstellen und die Monster müssen wieder vertrieben werden. Dort erfährt er auch, dass die nächste Herausforderung ist, dass die Lebensmittel zu neige gehen. Wie soll dieses Problem behoben werden. Der Schreibstil ist hier immer noch flüssig und spannend. Die Atmosphäre ziemlich aufgeladen. Die Menschen sind sauer, da sie lange Jahre betrogen und unterdrückt wurden. Angst hatten vor etwas unbekanntem. Dann kommt der Angriff und sie müssen kämpfen und sterben. Die Spannung ist bis zum Ende hoch. Da man ja neben den Monstern noch eine neue Bedrohung bekämpfen muss. Wie sollen die letzten Menschen überleben, wenn sie dieses Tal nicht verlassen können. Hier ist Originalität gegeben. Denn Blake Crouch lässt sich was unamerikanisches einfallen. Es wird nicht gekämpft und sich durchgeschlagen bis keiner mehr ausser einer Handvoll noch lebt. Nein. Köpfchen wird hier genutzt und schon vorhandene Einrichtungen. Ziemlich genial. Fast hätte ich gerne noch einen vierten Teil gelesen. Es hätte mich interessiert, was danach passiert. Vielleicht kommt noch ein Kurzroman dazu. Das würde ich  mir wünschen.

Hier erwartet Euch Menschen, die eingepfercht wurden in ein kleines Städtchen, die ohne ihr wissen kontrolliert werden und ihre Nachbarn richten. Monster leben ausserhalb des Zauns und innerhalb. Die Menschheit wäre ausgestorben wenn sie nicht künstlich erhalten worden wäre. Und wenn sie keine Lösung für die Nahrungsknappheit – und die Umwelteinflüsse haben, stehen sie wieder vor der Ausrottung. Wie dieses Problem lösen?
Fazit

Diese Triologie hat mir ziemlich gut gefallen. Nach dem mich der erste Teil schon überrascht hatte, haben mich die beiden folgenden weiterhin gut unterhalten. Eine dystopische Zukunftsvision. Der Mensch ist nicht mehr Spitze der Nahrungskette. Wie geht er damit um, dass er am Aussterben ist? Die Lösung finde ich ziemlich galant. Ich bin froh, dass ich hier zu gegriffen habe. Ich wurde von einer interessanten Idee gefesselt und sehr gut unterhalten.

4,5 von 5

Zitate
Charaktere ausser einen tieferen Einblick in Adam Hassler – er war der Chef von Ethan und hat ihn bewusst nach Wayward geschickt um ihn aus dem Weg zu räumen, damit er mit dessen Frau eine Beziehung eingehen kann. Dies konnte er auch 1 Jahr lang machen.

Crouch, Blake – Wayward Pines 02 – Wayward

Crouch, Blake – Wayward Pines 02 – Wayward

Autor: Crouch, Blake
Titel: Wayward
Verlag: Amazon Crossing
Erscheinungsdatum: 12. August 2014
Seitenanzahl Printbuch: 411 Seiten
Genre: Thriller, SciFi, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 01.04.17-08.04.17
Band einer Reihe: Ja – Wayward Triologie. Band 2
Challenge: Serienkiller Challenge, Buchweltreise Challenge

Worum es geht: Ethan Burke ist nun Sheriff von Wayward Pine. Er hat einen Mord an der Tochter des Gründers aufzuklären. Eine Aufgabe, die kein schönes Ende bringt. Was passiert, wenn der Zaun kein Strom mehr hat?
Wann ca 3827
Wo USA – Wayward Pines – Idaho

HIER zum Klappentext 

Zum Inhalt (leichte Spoiler)

Die Geschichte geht nahtlos vom ersten Teil über in den zweiten. Ethan ist seit zwei Wochen Sheriff und langweilt sich. Es passiert ja nichts. Er muss David Pilcher regelmässig Bericht erstatten. Dann stolpert er über eine nackte Frauenleiche. Er soll in diesem Fall ermitteln. In Wayward Pines hat sich eine Gruppe gebildet, die sich zeitweise der ÜBerwachung entzieht, in dem sie die eingepflanzten Peilsender entfernen. Sie werden die Wanderer genannt. Ethans allte Flamme – Kate – gehört der Gruppe an. Sie werden verdächtigt den Mord begangen zu haben. Aber Ethan lernt die Gruppe kennen und ist sich sicher, hier kam der Mörder nicht her. Es ist viel grausamer. Als wieder mal ein Fest stattfinden soll und die Ehrengäste Kate und ihr Mann sein sollen, klärt Ethan die Bevölkerung von Wayward Pines auf. Mit verheerenden Folgen. Was ist ausserhalb von Wayward Pines, das durch den Elektrozaun abgehalten wird. Und was wird passieren, wenn der Strom die Bevölkerung nicht mehr schützt.

Die Handlung des mittleren Bandes ist meist immer die Schwächere. Da gibt es oft nur Erweiterungen zum ersten Teil und neue Ebenen zum dritten Teil. Hier ist es ähnlich. Ethan hat sich eingelebt. Er ist in Besitz wichtigem Wissens und einigem Vertrauen des Erbauers. Trotzdem es ein etwas ruhigerer Teil ist, ist er nicht weniger spannend. Man erfährt, dass Ethan einen Plan hat. Aber er spielt trotzdem die ganze Scharade von Wayward Pines mit. Ständig fragt man sich – was ist der Plan? Oder verrät er die Gruppe doch noch? Der Schreibstil ist rasant und schön flüssig zu lesen. Und die Atmosphäre ist Spannungsgeladen. Neue Figuren werden eingeführt. Wichtige Informationen, die angerissen aber noch nicht bekannt sind. Dann bekommt man einen kleinen Einblick in die zeit vor 2000 Jahren. Die Spannung wird sehr gut aufgebaut und auch gehalten. Ein dicker Cliffhanger hat mich dann veranlasst gleich zu Band drei zu greifen. Originalität ist hier ziemlich stark verteten. Die letzen Menschen in einer kleinen Stadt. Was ist geschehen und was lebt ausserhalb? Hier kommen die SciFi Elemente etwas mehr in den Vordergrund.

Fazit

Auch hier kann ich nur eine Empfehlung aussprechen. Die Geschichte fesselt einen weiterhin. Blake Crouch schafft es durch Andeutungen die Spannung hoch zu halten. Man fiebert mit Ethan mit und wundert sich immer mehr über die Struktur in Wayward Pines. Ein Städtchen unter absoluter Kontrolle. Die, die nicht spuren oder verbotene Themen anschneiden werden eliminiert. Ich war so gespannt, durch den Cliffhanger, dass ich gleich weiter lesen musste

4,5 von 5

Charaktere

Ethan Burke – Ehemaliger Spezialagent, der nun als Sheriff in Wayward Pines eingesetzt ist.

Theresa Burke – Ethans Ehefrau – sie spielt Maklerin. Ist aber auch nicht zufrieden mit dem Leben.

Ben Burke – Der Sohn von Ethan und Theresa – er geht in die dortige Schule. Aber keiner der Eltern weiss,was ihren Kindern dort beigebracht bekommen. Die Kinder dürfen nichts sagen und die Eltern nicht fragen

David Pilcher – Der Gönner und Planer von Wayward Pines. Der Gott

Pam – ein Schützling von David, den er als Teenager aufgegabelt hat. Sie ist mittlerweile sein Bodyguard und hat sehr aggressive Gedanken

Alyssa – Das Mordopfer und die Tochter von David Pilcher

Elisabeth – Pilchers Frau – sie wollte damals nicht mit in die Suspension

Agent Hassler – ein neuer Charakter. Ich kann ihn noch nicht einschätzen. Erstmal macht er einen unsympathischen Eindruck, aber er scheint auch gute Eigenschaften zu haben. Auf jeden Fall ist er ein Späher. Er kundschaftet die Gegend aus und war mehrere Monate weg. Er weiss nicht, was ihn bei der Rückkehr erwartet.

Ted – ein Techniker – er steuert die Videoüberwachung und ist eine grosse Hilfe für Ethan

Kate – Ehemalige Geliebte und Arbeitskollegin von Ethan. Sie ist glücklich verheiratet und gehört mit ihrem Mann den Wanderern an. Sie waren Ehrengäste des letzten Fests und haben diesem nur entrinnen können, weil Ethan endlich die Bevolkerung aufgeklärt hat.

Adrian, Julia – Die Dreizehnte Fee 3 – Entschlafen

Adrian, Julia – Die Dreizehnte Fee 3 – Entschlafen

Autor: Adrian, Julia
Titel: Die Dreizehnte Fee 3 –  Entschlafen
Verlag: Drachenmondverlag
Erscheinungsdatum: 20. August 2016
Seitenanzahl Printbuch: 320 Seiten
Genre: Fantasy, Märchen Adaption
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 13.03.17-19.03.17
Band einer Reihe: Ja Band 1 Band 2 
Challenge: Deutsche Autoren Challenge, Serienkiller Challenge, High Fantasy Challenge

Lies ein Buch, in dem der Protagonist bzw. die Protagonistin den Thron eines Reiches besteigt. – Viktor – Hexenjäger besteigt den Thron der Wasserhexe

Worum es geht Die Auflösung – Wer ist der Hexenjäger. Warum ist Lilith/die böse Königin der Schlüssel

Klappentext

“Keine Geschichte sollte endlos währen. Es muss ein Ende geben. Es gibt immer eines.”

Die Königin der Feen steht einem neuen Feind gegenüber, der noch mächtiger scheint als alle Schwestern zusammen. Es gibt nur einen Weg, ihn aufzuhalten: Lillith muss ihre Kräfte zurückerlangen und zu dem werden, was sie am meisten fürchtet. Doch wer ist wirklich Freund und wer ist Feind? »Wohin gehst du?«, rufe ich und will ihn am liebsten aufhalten. »Jagen«, antwortet er kurz angebunden, dann verschwindet er und lässt mich zurück.

Er gibt mich frei. Meine Zeit ist noch nicht gekommen. Aber unsere scheint vorbei.
Zum Inhalt:

Ich hatte ja hier schon mal erwähnt, dass ich mich dummerweise von den Rezis bei Amazon habe beeinflussen lassen. Den Negativen. Was mir wieder mal zeigt. Die Rezis sind gut, wenn man sich für oder gegen ein Buch entscheidet, aber wenn man es dann liest, sollte man echt nicht mehr rein schauen. Ich war nämlich mehr als voreingenommen. Nicht gerechtfertigt. Denn der dritte Band hat mir am besten gefallen. Julia Adrian schafft es einen wirklich lange zappeln zu lassen. Ich glaube so kurz nach der Hälfte gab es dann die Auflösung. Und trotz Aufatmen endlich zu wissen was denn hier los ist, flachte es nicht ab. Es war weiter hin spannend. Die Geschichte hat so eine krasse Wendung genommen. Mit dieser Auflösung hätte ich  nie gerechnet. Und genau, das hat mir gefallen. Absolute Überraschung. Richtig gut gelungen. Und eine wirklich schöne Idee. Manchmal etwas verwirrend, aber ich finde sie löst alles gelungen auf. Es ist von Anfang an eine eher trübe und melancholische Geschichte. Das ändert sich auch nicht. Aber am Ende bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer. Ein klein winziger, aber er ist da. Ich finde es auch interessant wie sie die einzelnen Märchenfiguren hier verknüpft hat. Neu interpretiert und erklärt. Sehr schön.

Richtig toll fand ich dass sie den Schreibstil geändert hat. Die ersten beiden Bände fühlten sich etwas unterkühlt an. Man konnte nicht so richtig eintauchen in die Personen. Hier wird der Schreibstil wärmer und flüssiger. Man fiebert mit jedem mittlerweile mit. Sogar mit den Bösen, die vielleicht doch gar nicht so böse sind. Die Atmosphäre fand ich wirklich gut getroffen. Die Wut und der Hass, die Verzweiflung und die Liebe. Wobei mir das mit der Liebe manchmal bisschen zu viel wurde. Die Königin hat manchmal zuviel gejammert. Trotzdem fand ich die Lösung richtig gut. Originalität definitiv gegeben. Es beginnt mit „Es war einmal…und endet nicht mit …und wenn sie nicht gestorben sind“ noch nicht. Schön fand ich auch noch mal, dass am Ende die 13 Feen noch mal erwähnt wurden. Ihre Namen, Ängste und Fähigkeiten.

Fazit

Trotz vorbelasteter Skepsis wurde ich hier wirklich überrascht. Band 1 und 2 fand ich gut, aber Band 3 richtig gut. Man benötigt etwas Durchhaltevermögen, da viel geschieht aber nichts gelöst wird. Dafür fand ich persönlich die Lösung ziemlich gut. Sehr überraschend und gelungen. Es ist oft sehr traurig, aber einleuchtend. Ich fand es einen genialen Abschluss. Ich würde sagen, wer schon die Vorgänger mochte wird diesen mögen, aber da ich andere Rezis gelesen habe, wo viele genau diese Lösung ablehnten, heisst es – ihr müsst es einfach abschliessen. Ich fand es toll.

 5 von 5

Zitate

Dabei waren wir einst nichts weiter als Kinder, zufällig geboren mit den Merkmalen der Feen: Haut so weiß wie Schnee, Haare so schwarz wie Ebenholz und Lippen so rot wie Blut. Schneewittchenschönheit – oder besser: Schneewittchenfluch,…

….früher oder später, und sie werden begreifen, dass ein Tyrann immer nur durch einen weiteren Tyrannen ersetzt wird….

…es ändert nichts an der Tatsache, dass ich die Vergangenheit niemals vollständig zurücklassen kann. Niemand kann das. Sie holt uns immer wieder ein und sei es in Momenten, in denen wir am wenigsten damit rechnen. Die Schatten der Vergangenheit werden wir niemals los. Sie folgen uns auf Schritt und Tritt, denn sie haben uns erst zu dem gemacht, was wir heute sind.

Wir zeichnen uns durch Taten aus, durch nichts sonst.

Glück ist flüchtig. Wie der Wind treibt es durch die menschlichen Herzen, rührt hier und da wie an einem Glockenspiel. Und wie der Wind treibt es davon, schwindet so schnell, wie es kam und nichts als das leise Klingen der Melodie verbleibt, bis auch sie verstummt und zu einer vagen Erinnerung wird…..

Charaktere

Siehe Band 2

Adrian, Julia – Die Dreizehnte Fee 02 – Entzaubert

Adrian, Julia – Die Dreizehnte Fee 02 – Entzaubert

Autor: Adrian, Julia
Titel: Entzaubert
Verlag: Drachenmond Verlag
Erscheinungsdatum: 29. Dezember 2015
Seitenanzahl Printbuch: 220
Genre: Fantasy, Märchen, Märchenadaption
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 10.03.17-13.03.17
Band einer Reihe: Ja – Die Dreizehnte Fee
Challenge: Serienkiller Challenge, deutsche Autoren Challenge

Worum es geht: Die böse Königin und Lilith sind ein und die selbe Person. Lilith ist das Mädchen und die böse Königin was aus ihr wurde. In diesem Teil erfahren wir etwas von dem Hintergrund und wie Lilith die Böse Königin wurde. Und wer denn die Feenmutter war.
Klappentext:

„Ich bin der Anfang, ich bin das Ende.“
Fünf Feen fielen unter dem Schwert des Hexenjägers. Jetzt ist es die Königin, die er jagt.
Im hohen Norden sieht die Dreizehnte Fee dem Urteil der verbliebenen Schwestern entgegen.

Und nur eine weiß das Ende, doch ihre Macht schwindet und mit ihr die einzige Chance das Rätsel um die Erweckung der gefährlichsten aller Feen zu entschlüsseln.

Sieh hin, flüstert die Königin. Lerne, was es heißt, mich zu betrügen!
Zum Inhalt: Achtung Spoiler: Lilith wird im ersten Teil von der Eishexe gerettet. Allerdings nicht aus gut Will. Denn die verbleibenden Schwestern haben immer noch Angst vor der bösen Königin. Denn diese will Rache für den Verrat, den die Schwestern an ihr verübten. Wir erfahren in diesem Band einiges über die Hintergründe von Lilith Geschichte. Wieso sie zur Bösen Königin wurde. Welcher Schicksalsschlag dafür verantwortlich war, dass ie ihr Herz verschloss und die Menschen Angriff.

Die Handlung – hier bin ich  mir nicht so sicher. Manchmal kam mir alles etwas wirr und hektisch vor. Aber es war verständlich. Ich konnte noch folgen. Es gab viele Wiederholungen, aber auch hier war es noch vertretbar. Es wurde dadurch vermittelt wie sehr Lilith ihre Taten als Böse Königin verabscheute. Aber auch wie sehr es ihre Böse Königin auch genoss alle zu quälen. Man erfährt nichts soviel, was im Dienste der Köningin alles schlimmes ausgeführt wurde. Es muss sehr schlimm gewesen sein, denn ihre Schwestern haben Angst vor ihr und die Menschen sowieso. Ihr Macht ist immer noch gebannt. Und wird von der Eishexe noch weiter eingeschränkt. Die Geschichte baut sich sehr langsam auf. Manchmal ist man etwas verwirrt – aber die Lösung kommt dann noch im Laufe der Geschichte. Kann manchmal etwas nervig sein, wenn man nicht genau weiss, was denn gemeint ist. Im Grossen und Ganzen fand ich den Teil recht gut.

Der Schreibstil gefällt mir immer noch nicht. Ich habe bei vielen Rezensionen gelesen, dass einige diese Art gerne mochten und als besonders bezeichnen. Besonders ist er. Dieser Stil vermittelt oft diese Unentschlossenheit und Verwirrtheit von Lilith. Aber es wirkt meist sehr unpersönlich, so dass ich keine richtige Bindung aufbauen konnte.

Spannung wurde hier durch die versetzte Auflösung mancher Ereignisse erziehlt. Hier wurden eigentlich ein tiefer Blick in die Geschichte der Feenkinder und späteren Hexen gegeben. Das fand ich ziemlich gut. Der Hexenjäger hat hier eine Nebenrolle. Aber ist natürlich durch die Gefühle immer präsent.

Fazit

Dieser Teil ist manchmal zwar etwas wirr, aber die Auflösungen erfolgen in dem Band. Man bekommt einen guten Einblick was Lilith zur Bösen Königin machte. Manche Sachen waren nicht so verständlich und blieben offen. Aber im Allgemeinen, trotz den Punkten, die  mich manchmal störten, fand ich diesen Teil noch recht gelungen. Aber trotzdem ein Buch, das wirklich zwiespältige Gefühle aufkommen lässt. Nicht leicht zu beurteilen.

4 von 5

Ich wollte gleich mit Band 3 weiter machen – aber manche Rezis waren niederschmetternd. Jetzt traue ich mich nicht. Was ein Dilemma. Aber ich werde es einfach durchziehen. Drückt mir die Daumen, dass ich eher zu denen zähle, denen es gefällt. Denn die Lektüre bewegt sich schon manchmal an der Grenze.
Charaktere

Lilith – sie ist ein Feenkind. Damals schon eine der stärksten. Es war schon zu erkennen, dass mehr in ihr steckt. Ein Verlust lässt sie sich in die

Böse Königin wandeln. Hier bestraft sie die Menschen für ihren Einfall und Mord und herrscht streng über die Feenkinder, die mittlerweile zu Hexen wurden. Denn sie will starke Hexen. Die aber auch Angst vor ihr haben. Sie geniesst ihre Macht.

Eishexe – Eine der Schwestern. Sie hat das Land fest in ihrer Hand. Die Menschen leiden Hunger und frieren

Orakel – sie hat Visionen über die Zukunft wie sie sein könnte. Ihr Name ist Kassandra

Drachenreiterin – sie ist auch eine der stärkeren Schwestern. Sie will auf jeden Fall die Zerstörung.

Rabenmutter – sie hält die Erinnerung an die gefallenen Schwestern aufrecht und befehligt die Raben. Sie greift mit ihrer Gefolgschaft auch die Menschen an

Odette – ein kleines Feenkind, das bei einem Krieg gegen einen gierigen König getötet wurde

Haruko – die Schwester von

Akiko – die beiden funktionieren nur zusammen

Mogul – der einzige Feenrich – sollte sich um die böse Königin kümmern – aber er hat nichts erreicht.

Die siebte Fee. Befana – Sie ist die schwächste der Schwestern. Sie gehört zu den Guten Feen

Olga  – sie ist ein Goldkind. Als Kind ist sie in den Brunnen der Brunnenhexe gefallen. Der Hexenjäger rettete sie. Seit dem lebt sie sowohl bei den Menschen als auch bei den Brunnenkindern. Sie liebt den Hexenjäger

Hexenjäger – er ist dieses mal eher eine Nebenfigur.