Hebesberger, Roland – The Backdoor Link 01 – Cyberella

Hebesberger, Roland – The Backdoor Link 01 – Cyberella – Rezensionsexemplar

Vielen Dank an Roland für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

 

Autor: Hebesberger, Roland
Titel: Cyberella
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 12.2020
Seitenanzahl Printbuch: 208 Seiten
Genre: Techno-Thriller, Cyberkriminalität
Zeitraum: 27.11.20-05.12.20
Band einer Reihe: The Backdoor Link
ASIN: B08P54CC7T
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Hebesberger, Roland – Abzweigungen

Hebesberger, Roland – Ava Canary 01 – Red Bird

Klappentext

Eine Flucht aus der Heimat, vor der Vergangenheit, vor dem Schicksal.

Sarah Beck, eine verurteilte Hackerin, arbeitet seit fünfzehn Jahren unter genauer Beobachtung für die IT-Abteilung der Europol. Bis jetzt hat sie es geschafft, ihre wahre Identität zu verbergen. Als sie die Warnung bekommt, dass jemand nach ihr sucht, muss sie Kopf und Kragen riskieren, um ihr dunkles Geheimnis zu schützen. Sarah schreckt dafür vor nichts zurück, denn sollte sie scheitern, könnte das die komplette Cyberwelt auf den Kopf stellen.

Meine Meinung:

Ein Buch bei dem man sich sagt: Komm ich les es mal an und es nicht mehr beiseite legen möchte. Das ist dann auch der Moment in dem man echt den Alltag verflucht, der es einem nicht möglich macht mit dem Buch vor der Nase durch die Gegend zu laufen. Ihr meint ich übertreibe…auf keinen Fall. Das ist jetzt mein drittes Buch von Roland und die Begeisterung ist ungebrochen. Seine Bücher sind einfach klasse. Spannend und gut recherchiert. Ich kenn mich in der Cyberkriminalität so gut aus, wie jeder, der sich mit Computern beschäftigt – eher rudimentär. Aber kein Problem: Roland beschreibt diese Welt so lebhaft und verständlich, das man absolut nicht auf der Strecke bleibt. Im Gegenteil. Man bekommt einen wunderbaren Einblick in diese Branche. Auch über die Vergangenheit von Sarah Beck erfahren wir erschütterndes. Massaker von Srebrenica und die Folgen an einem jungen Menschen. Flucht, Angst, Anerkennung, Hoffnung. Der Weg von Sarah war und ist steinig. Ich bin sehr gespannt wie sie ihn weiter beschreiten wird.

Schreibstil: Wieder schafft es Roland mit seinem Stil einen in das Geschehen hineinzuziehen. Flüssig und spannend.

Figuren: Fantastisch dargestellt. Jeder einzelne wird wirklich plastisch. Man sieht vor seinen geistigen Augen wie sie agieren.

Atmosphäre und Spannung: Unerträglich: Spannung ist von den ersten Worten her schon gewesen. Und sie zieht sich durch das ganze Buch. Auch die Betroffenheit über Sarahs Geschichte ist sehr intensiv. Sehr bewegend und fesselnd. Man will einfach nur wissen was passiert.

Fazit:

Ein wahrer Pageturner. Eins der Bücher, das man aufschlägt um es am liebsten einfach durchzulesen. Spannend und berührend. Man fiebert mit Sarah jede Minute mit. Sei es über ihre Vergangenheit, ihre Flucht oder die Zukunft die noch vor ihr liegt. Man braucht keine Angst zu haben, dass die Computertechnik einen überrollt – Alles ist wunderbar verständlich und erklärend beschrieben. Eine absolute Leseempfehlung.

5 von 5

Seitz, Johannes – Sternenspringer 1 – Die Universalschmiede

Seitz, Johannes – Sternenspringer 1 – Die Universalschmiede

Autor: Seitz, Johannes
Titel: Die Universalschmiede
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 21. Juni 2020
Seitenanzahl Printbuch: 269 Seiten
Genre: SciFi, Fantasy
Zeitraum: 06.10.20-21.10.20
Band einer Reihe: Ja
ASIN: B08BNGCZFX
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Johannes für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

In der Fabula-Galaxie, wo moderne Technik selbstverständlich und Magie zum Alltag gehört, begibt sich der einfallsreiche Geheimagent John Rasbury auf eine abenteuerliche Reise, um eine mysteriöse Technologie zu bergen. Begleitet von seinem alten Kampfgefährten, dem Werwolf Arnulf, durchquert er auf seiner Reise zum abgeschiedenen Perlmond das Atlantische Imperium und dringt in die rechtsfreien Weiten des Niemandslands ein. Auf ihrem abenteuerlichen Weg bewältigen die Freunde gefährliche Dimensionssprünge und treffen auf hinterlistige Füchse, Cyborg-Piraten und gottgleiche Wesen.

Meine Meinung

Das ist mal ein Genre, das ich sowieso die ganze Zeit lesen wollte – weswegen es mir auch nicht schwer fiel das Reziexemplar dankend anzunehmen. So ist man doch ein bisschen gezwungen mal über sein Genre hinwegzublicken und sich für neues zu öffnen. Dieses Buch ist perfekt dafür. Es ist nicht zu dick, so fühlt man sich nicht abgeschreckt. Und vorallem für mich noch wichtig – es ist nicht voll mit irgendwelchen Fachausdrücken, die ich in einen SciFi erwarten würde. Es ist also vollkommen verständlich für jeden, der sich in dem Genre nicht auskennt. Auch für jugendliche Leser sehr gut geeignet, da es auch viel Spannung und Action gibt. John erlebt mit seinem Team wirklich so einiges. Viel spannende Abenteuer, aber nicht zu actionlastig. Sehr angenehm. Ich finde es auch interessant, dass Johannes hier viele uns bekannte Fabelwesen eingeflochten hat. Das dann der Fantasyteil ist. Das macht es auch leichter sich vorzustellen wie die Charaktere denn aussehen. Und selbst der griesgrämige Werwolf ist einem echt sympathisch. Ein wirklich gelungenes Buch auch für nicht SciFi Fans, die sich doch mal aus ihrer Komfortzone herauswagen wollen.

Schreibstil: Ein angenehmer Schreibstil lässt einen wirklich locker alles verstehen.

Figuren: Sehr sympathische Figuren und auch paar witzige Kreaturen dabei. Ich mochte ja sehr gerne den kleinen Roboter…so witzig.

„Hallo, freut mich … Gsch!“, sagte Kenaz.
„Lassen sich vom Rauschen nicht stören. Ich hab sein Sprachmodul gefixt, da er immer zu viel quasselte. Jetzt unterbricht ihn ein Programm, falls er einen unnötigen Wortschwall absondern will.🤣🤣

Atmosphäre und Spannung: Eine spannungsgeladene Atmosphäre, da sie um Johns Leben fliegen. Sie haben wenig Zeit um ihn zu retten. Das macht es auch spannend. Denn es kommen einfach zuviel Dinge dazwischen und seine Uhr tickt.

Originalität: Originell wird es dadurch, dass Johannes hier Fabelwesen mit verwendet hat. Man findet Vampire, Werwölfe, Zyklopen, Feen. Also ein bunter Haufen.

Fazit: Ein SciFi-Fantasy Buch, das auch für nicht SciFi Fans gut verständlich ist. Es ist spannend und macht auch viel Spass zu folgen. Auf jeden Fall auch für Jugendliche gut geeignet. Es ist viel Abenteuer und Spannung enthalten. Man muss keine Bedenken haben, dass zuviel technisches Kauderwelsch einen hier erwartet. Es ist alles sehr gut und einfach beschrieben. Man kommt also sehr gut mit und kann sich voll und ganz den fähigen Händen der Kapitänin Alexandra Tidus überlassen, die einen durchs All und Schwarze Löcher führt. Es gibt einen Cliffhanger, der einen auf den 2. Teil freuen lässt.

Jungwirth, Oliver – Die Nachtschwärmer – Sonnenglaster

Autor: Jungwirth, Oliver
Titel: Die Nachtschwärmer – Sonnenglaster
Verlag: BoD
Erscheinungsdatum: Neuauflage 22. April 2020
Seitenanzahl Printbuch: 506 Seiten
Genre: Psychothriller
Zeitraum 27.09.20-05.10.20
Band einer Reihe: Ja
ISBN:3750494355
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Oliver für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext Neuauflage

„Wir können nicht alle Helden sein.“

Als René in einem fremden Bett auchwacht, ahnt er noch nichts von der Tragweite der Konsequenzen. Diese Nacht und alles was dazu geführt hat, wird ihn an den Rand des Wahnsinns bringen und sein Leben für immer auf den Kopf stellen.

Klappentext von der Originalausgabe finde ich aussagekräftiger

Als René in der Zeitung liest, dass seine ehemals große Liebe Uschi tot aufgefunden wurde, beginnt eine Odysee, die ihn an den Rand des Wahnsinns treibt.
Nicht nur, dass sie auf die Art und Weise ermordet wurde, die er ihr in einem lautstarken Streitgespräch angedroht hat – er wird noch dazu von Erinnerungsfetzen heimgesucht, in denen er sie tötet.
Aber René ist doch kein Mörder? Oder doch?
Vorhang auf für Susi, die René in einer Bar kennenlernt und mehr zu wissen scheint, als sie ihm erzählt.
Was weiß sie über Uschi und ihre Forschungen über die „Nachtschwärmer“? Was weiß sie über die Gefahr, die im Dunkel der Nacht lauert?
Um seinen Absturz in den Wahnsinn aufzuhalten, bleibt René nichts übrig, als genauer hinzusehen und einzutauchen in eine Welt, die nichts für „schwache Menschen“ übrig hat.
Nur mit Susi an seiner Seite beginnt der Abstieg in den Horror, ohne zu wissen, worauf er sich einlässt. Ohne zu wissen, ob er Susi vertrauen kann. Ohne zu wissen, ob er sich selbst vertrauen kann.
Was willst du tun, wenn dein eigener Kopf dein größter Feind ist?

Meine Meinung

Ich sollte eine kleine Triggerwarnung zu selbstverletzendem Verhalten vorausschieben.

Das hier ist kein einfaches Buch, das man so nebenbei liest. Lange Zeit bin ich eher mit der Geschichte mit getrieben, ohne zu wissen wo sie mich denn hin führt. Das macht die ganze Geschichte auch sehr spannend. Denn man kann einfach nichts fassen. Was ist denn wirklich passiert mit René? Seine grosse Liebe, die ihm das Herz gebrochen hat, wird grausam ermordet aufgefunden. War er der Mörder? Oder hat sie sich in Bereiche vorgewagt, die eher unergründet bleiben sollten? Hat da jemand ihre Nachforschungen zu den Nachtschwärmern stoppen wollen? René hat seit dem Vorfall öfter Black Outs mit seltsamen Erinnerungsfetzen. Während dieser Zeit lernt er Susi kennen. Susi ist irgendwie in diese Sache involviert. Hat aber auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Seit langem ist sie in psychischer Behandlung. Man erfährt auch, im Laufe der Geschichte, wieso Susi sich verletzt. Die Erklärung fand ich super heraus gearbeitet. Hier wird auf jeden Fall mal ein ganz anderes Bild gezeichnet. Und kein negatives. Susis Verhalten ist für uns schwer zu verstehen. Warum verletzt man sich selbst. Wir kennen alle die Erklärungen – das hat jeder schon mal irgendwo gehört. Hier bekommen wir aber auch mal eine andere Sicht geboten. Und das fand ich richtig gut erklärt. Also trotz der Triggerwarnung, fänd ich es nicht schlecht, wenn Betroffene das Buch lesen um vielleicht auch mal was anderes zu hören über ihre „Erkrankung“. Aber das ist eine Nebenbemerkung von mir. Trotzdem hat mich diese Beschreibung sehr für Susi eingenommen. Sie war mir schnell sympathisch. Denn obwohl sie alle für schwach halten ist sie wirklich stark. Es ist auf jeden Fall nicht leicht dieses Buch zu bewerten. Es ist tiefsinniger als es scheinen mag. Ich persönlich hab mich eher auf den Teil mit den Werwölfen konzentriert. Man hat hier keine Kuschelwölfe. Deswegen ist es teilweise auch echt blutig. Ein außergewöhnliches Buch, das ich persönlich jetzt mit nichts vergleichen kann. Fakt ist – wenn man es schafft dabei zu bleiben wird es, trotz schnell wechselnden Kapiteln und auch damit wechselnden Charakteren schon spannend. Nicht einfach aber es hält einen bei sich, weil man es einfach wissen will.

Schreibstil: Der Stil ist flüssig und man kann ihm ganz gut folgen. Einzig schwierig wird es später, wenn die Kapitel mit den Charakteren sehr kurz sind und dadurch etwas Hektik vermittelt wird. Was meiner Meinung nach dem Buch ganz gut tut, da es sich da auf den Showdown hinbewegt. Aber es fordert einen.
Figuren: Susi war mir wirklich schnell sympathisch. Mit René wurde ich nicht so warm. Ihn hätte ich nicht als Freund haben wollen. Irgendwie find ich ihn nicht sympathisch. Aber das liegt natürlich auch ein bisschen daran, dass er selbst so zerrissen ist und da auch ein bisschen intolerant
Atmosphäre und Spannung: Auf jeden Fall vorhanden. Eine drückende Atmosphäre. Da man auch verfolgt wie René immer mehr an seinen Verstand zweifelt. Dann die Situation mit den Werwölfen, das wird dann recht spannend.

Originalität: Das kann man dem Buch auf jeden Fall zugestehen. Es ist definitiv was anderes als das was man in diesem Genre an Kost bekommt. Dieses Spiel zwischen Wahrheit und einer eventuellen Psychose – man ist immer etwas ratlos.

Fazit
Definitiv kein einfaches Buch, das man so neben her lesen kann. Trotzdem Genre und den Werwölfen werden hier auch einige psychische Themen erörtert, die ich persönlich sehr interessant fand. Ob René jetzt mit seinen Dämonen oder wahren Werwölfen konfrontiert wurde und wie Susi es schafft ihre eigenen Dämonen zu bändigen – das könnt ihr hier erfahren. Es wird kein einfacher aber spannender Trip.

 

Edenberg, Sophie – Das perfekte Leben meiner Schwester

Edenberg, Sophie – Das perfekte Leben meiner Schwester (Rezensionsexemplar)

Vielen Dank an Sophie für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Autor: Edenberg, Sophie
Titel: Das perfekte Leben meiner Schwester
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 30.09.20
Seitenanzahl Printbuch: 336
Genre: Drama,
Zeitraum 21.09.20-25.09.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: B08B57M3RM
Bereits gelesene Bücher der Autoren: Edenberg, Sophie – Fly, Baby, fly

Klappentext

Als die neunzehnjährige Emma herausfindet, dass sie adoptiert wurde und in Wahrheit die uneheliche Tochter des vermögenden Wieners Ferdinand Lauderthal ist, regen sich Hoffnung und Zuversicht in ihr. Endlich sieht sie einen Ausweg aus ihrem unglücklichen Leben. Doch ihre Erwartungen werden enttäuscht. Während ihre gleichaltrige Halbschwester Céline das Leben ihrer Träume führt, will ihr Vater nichts von ihr wissen. Voller Eifersucht beschließt Emma, die beiden büßen zu lassen. Als vermeintliche Studienkollegin von Céline dringt sie in deren Leben ein und stellt dieses gehörig auf den Kopf.

Doch schon bald muss Emma feststellen, dass nichts ist, wie es zunächst den Anschein hatte und sie sich in ihrer Halbschwester getäuscht hat. Hin und hergerissen zwischen ihrer wachsenden Zuneigung zu Céline und ihren Rachefantasien wird sie in einen Strudel aus Familienintrigen verstrickt, die ihr Verständnis von Gerechtigkeit auf eine harte Probe stellen. Denn alles im Leben hat seinen Preis …

Meine Meinung: Ich finde es klasse. Mir hat schon das erste Buch von Sophie sehr gut gefallen. Das hier gefällt mir noch besser. Mir gefällt hier, dass es um die Gefühle von Emma geht. Das Gefühl um etwas betrogen worden zu sein, das aber auch nicht immer perfekt und leicht ist. Aber vorweg: Ich gebe eine Triggerwarnung wegen sexueller Übergriffe. So aber jetzt zu meiner Meinung. Es hat nicht lange gedauert und ich wurde in diese Geschichte eingesogen. Ich hatte das Buch auch sehr schnell durchgelesen. Was für mich schon wahre Rekordzeit war. Emma und Céline waren einfach fesselnd. Ihr Leben, ihre Probleme. Natürlich kann man nicht abstreiten, dass Emma das schwerere Leben hatte – aber auch Céline kann nicht gerade behaupten das perfekte Leben zu führen, das sie nach aussen abgibt. Es war ein sehr emotionales Buch. Das schlimmste Szenario einer Mutter, die ihr Kind weg gibt – es kommt zu keiner guten Familie. Während Emma, die ungewollte Tochter sich schwer durch das Leben kämpfen muss, hat Céline alles per goldenen Löffel bekommen. Man schwankt aber ständig zwischen den Sympathien hin und her. Wobei meistens Emma gewinnt, weil man ihre Schritte einfach nachvollziehen kann, nicht immer gutheißt, aber versteht. Aber da Emma auch gegen ihre Halbschwester intrigiert, sympathisiert man auch sehr stark mit Céline – denn sie kann schliesslich auch nichts für dieses Leben. Ach – es ist wirklich ein Wechselbad der Gefühle und es ist alles so stark beschrieben. Man kann einfach nicht anders – man will wissen wie es ausgeht. Es ist fast auch wie ein kleiner Krimi. Und dann kommt noch eine absolut unerwartete Wendung mit ins Spiel. Eigentlich findet man hier alles: Romantik im angenehmen Umfang, gut beschriebene Intrigen, Humor, Freundschaft, Angst, Hass. Fakt ist – hier wird man richtig mitgenommen. Es ist fast als würde man die Szenen direkt betrachten können, so real ist alles geschildert. Ich war also wirklich sehr begeistert.

Schreibstil: Der Stil ist sehr fesselnd. Es wird nicht mit irgendwelchen Floskeln Lücken gefüllt. Es ist flüssig und vereinnahmt einen sehr schnell.
Figuren: Die Charaktere sind sehr stark gezeichnet. Sogar die Nebencharaktere sind so gut dargestellt, das man nicht einfach über sie weg liest sondern sie mag oder nicht mag.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist sehr aufgeladen. Man fühlt diese starke Emotion, die Emma ständig begleitet. Egal ob positiv oder negativ.

Fazit
Ich bin wirklich begeistert. Ich wurde so schnell gefangen genommen von der Geschichte, dass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Aber doch auch froh war, dass ich es nicht geschafft hatte, da ich mich freute es wieder aufzuschlagen und weiter mit fiebern zu können. Es ist viel Emotion in dem Buch enthalten. Viel negative aber auch genug positive, die zu einem sehr befriedigenden Ende führt. Von mir kommt eine absolute Leseempfehlung.

5 von 5

Kledtke, Simon André – Sarania 01 – Das Vermächtnis der Magier

Kledtke, Simon André – Sarania 01 – Das Vermächtnis der Magier

Autor: Kledtke, Simon André
Titel: Das Vermächtnis der Magier
Verlag: Brighton Verlag
Erscheinungsdatum: April 2020
Seitenanzahl Printbuch: 348 Seiten
Genre: Fantasy
Zeitraum 25.08.20-16.09.20
Band einer Reihe: Ja – Sarania
ASIN: B089G5D4HM
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Simon André für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Der 15-jährige Benalir führt mit seinem Vater ein ärmliches, überschaubares Leben in Belfang – dem größten der vier Länder, die den Kontinent Sarania bilden. Als der Junge ins nahe gelegene Dorf Agalam reist, ahnt er nicht, dass dieser Tag sein Leben verändern wird. Über Nacht taucht er in eine Welt voller Abenteuer, Magie und Gefahren ein:
Waldelfen, Löwenmenschen, dämonische Wolfsreiter und ein düsterer Hexenmeister, der mehr und mehr Macht gewinnt. Für den Jungen beginnt eine Reise, von der er nicht einmal zu träumen gewagt hätte …
Und dann ist da noch der Magier Sacerak. Seit einem halben Jahr gehört er dem „Rat der Magier“ an, dessen Mitglieder die zwölf mächtigsten Zauberer Saranias sind. Er soll nach Dûlur gelangen – eine geheimnisvolle Insel, auf der sich die Festung des Schattenfürsten befindet.
Einst ein Jugendfreund des tyrannischen Zorano, sucht er nun einen Weg, seinen früheren Weggefährten zu vernichten…
Zwei Helden …
Zwei Wege …
Zwei Schicksale …

Meine Meinung

Im Fantasybereich bewege ich mich meistens nicht so viel. Ich muss zugeben, dass mich meist die Dicke der Bücher abschreckt. Deswegen finde ich dieses hier sehr angenehm mit seinen übersichtlichen Volumen. Das bedeutet auch für mich, die echte Probleme hat, sich Namen zu merken, hier doch noch alles einigermassen schnell wieder zuordnen zu können, da ja nicht zuviel Seiten und Füllmaterial zwischen den einzelnen Geschehen sind. Es tauchen sehr viel Charaktere auf, die alle ein Ziel haben: den Tyrannen zu stoppen und zu stürzen. Spezies, die teilweise eher zurückgezogen leben, sammeln sich und werden Gefährten im Kampf um die Freiheit. Und dies ist hier gut beschrieben. Wir werden hier in dem ersten Band langsam eingeführt in das Leben von Sarania und dem Auserwählten, Benalir. Wir lernen die Welt kennen und erhalten auch gute Einblicke in die einzelnen Geschichten. Es hat wirklich Spass gemacht dieser Zusammenstellung der verschiedenen Gruppen mit ihren verschiedenen Aufgaben und Gefährten zu folgen. Es gab keine unnötigen Längen und die Spannung ist recht stabil.

Ich denke dass es auch gerade für Fantasyanfänger und auch jugendliche Leser gut geeignet ist. Die Welt ist gut beschrieben und man hat so keine Probleme der Handlung zu folgen. Es ist spannend und die Charaktere sind gut beschrieben.

Schreibstil: Der Schreibstil ist teilweise etwas gewöhnungsbedrüftig, aber dem Genre angepasst. Es ist eher mittelalterlich aufgebaut und man braucht etwas um sich damit anzufreunden, aber dann ist es kein Problem mehr.

Figuren: Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben. Man kann sich zu jedem ein gutes Bild machen. Sympathien und Antipathien können sich so gut entwickeln.

Atmosphäre und Spannung: Trotzdem es sich in dem ersten Band viel um den Aufbau der Welt, die Charaktere und die Sammlung der einzelnen Gruppen zum Kampf dreht, bleibt die Spannung nicht auf der Strecke. Es gibt schon erste Kämpfe und Aufeinandertreffen, die einen auf die Fortsetzung freuen lassen. Der Cliffhanger deutet auf einen interessanten Plot in der Fortsetzung hin, der eventuell wirklich unerwartet kommt.

Fazit

Ein Fantasyabenteuer, das ich besonders Anfängern dieses Genres empfehlen kann. Die Welt ist gut aufgebaut, aber übersichtlich. Die vielen Charaktere verlieren sich nicht in einer unüberschaubaren Welt und das Volumen des Buches ist sehr angenehm. Ich hatte viel Spass. Es war spannend aber auch der langsame Aufbau der Geschichte mit der Welt und den Charakteren lädt zum lesen und mitfiebern ein.

5 von 5

Mike Landin – Rote Tränen

Mike Landin – Rote Tränen 

Autor: Mike Landin
Titel:  Rote Tränen
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 22. Juni 2020
Seitenanzahl Printbuch: 342 Seiten
Genre: Krimi
Zeitraum 12.08.20-16.08.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 978-3751934961
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Mike für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Jacob ist vom Umzug seiner Familie auf einen verlassenen Hof in den Berchtesgadener Alpen wenig begeistert.
„Ich mache hier die zwölfte Klasse, dann haue ich wieder ab.“
Lediglich Hannah, die gleichaltrige Tochter der Nachbarn, kann seine Laune etwas aufbessern. Doch dann verschwindet in der Gegend ein jugendliches Mädchen, das Sechste innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Die Fälle sind nie aufgeklärt worden und Jacobs Eltern verhalten sich seltsam abweisend, wenn er darüber reden will. Jacob forscht nach und erkennt bald, dass es nicht nur eine Verbindung zwischen den ungelösten Kriminalfällen und seinen Eltern gibt, sondern auch Hannahs Familie in deren Vergangenheit eine Rolle spielt.

Meine Zusammenfassung

Jacob ist fast 18 und zieht mit seiner kleinen Schwester Lena und seinen Eltern in einen kleinen Ort, der ihm so gar nicht zusagt. Für ihn ist klar – er macht seinen Abschluss und dann geht er wieder zurück nach Cottbus. Ein unschöner Vorfall an dem vorhergehenden Wohnort, hat seine Eltern gezwungen diese Massnahme zu ergreifen. Sie ziehen zu dem Ort an dem seine Eltern aufgewachsen sind, und den sie nicht mit schönen Erinnerungen verlassen hatten. Das einzige, das Jacob etwas aufheitert ist die Nachbarin. Hannah mit ihrem Hund Ronja. Es dauert aber nicht lange und Jacob bemerkt, dass hier etwas nicht stimmt. Warum schweigen seine Eltern wenn es um das Verschwinden der Mädchen geht und was ist eigentlich mit diesem Alois Huber los, der die Familie von Anfang an provoziert? Welche dunklen Geheimnisse umgeben seine Familie?

Meine Meinung

Ich habe schon lange keinen Krimi mehr gelesen. Aber ich bin froh, das Mike mich angefragt hat, ob ich Lust hätte sein Buch zu lesen. Es ist hauptsächlich ein ruhiger Krimi. Man erfährt viel von der Gegend und auch von Jacob. Durch Rückblicke erfährt man, warum seine Familie gezwungen war, Cottbus zu verlassen. Jacob wird eher unfreiwillig zum Ermittler. Ihm wird recht schnell klar, dass die verschwundenen Mädchen irgendwie mit seiner Familie zu tun haben. Der Krimi ist wirklich solide aufgebaut. Er entwickelt sich ruhig und baut langsam die Spannung auf. Rückblicke sind geschickt gesetzt um mehr über den Verlauf der Ereignisse zu erfahren. Gegen Ende wird es dann aber rasant. Die Ereignisse überschlagen sich. Das war mir teilweise manchmal etwas hektisch – aber es trieb die Spannung richtig an. Ich wollte dann einfach nicht aufhören um zu erfahren wie alles zusammen hängt. Manchmal bleibt man etwas fraglos zurück und denkt: Und was ist damit – aber der Autor klärt alles zufriedenstellend auf. Es ist ein wirklich überraschender Plot geworden. Eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hätte. Manchmal dachte ich – das hätte vielleicht früher auch Erwähnung finden können, aber wenn man dann darüber nachdenkt, merkt man schnell, dass es die Spannung genommen hätte. Der Showdown wirkt ein klitzekleines bisschen gehetzt, da sich die Ereignisse dann rasant entwickelten. Anderseits hat einen auch genau das noch mal in das Geschehen hineinkatapultiert. Ein wirklich gelungener Krimi mit überraschenden Wendungen.

Schreibstil: Am Anfang fand ich ihn etwas zögerlich – aber er entwickelt sich recht schnell zu einem flüssigen Stil und lässt einen dann gut vorankommen.

Figuren: Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Jacob ist sehr sympathisch und auch Hannah ist ein sympathisches Mädchen, dass dem alter entsprechend ein bisschen Launenhaft, aber sehr nett ist. Die Eltern bleiben ein klein bisschen blass. Sie sind zwar wichtige Charaktere, aber trotzdem eher im Hintergrund. Sehr gut ist noch Alois Huber als unsympathischer Mensch, der nur auf Macht aus ist. Man kann ihn echt nicht leiden.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist ruhig und gut aufgebaut. Die Spannung wird gut erhöht und sprudelt dann am Ende ziemlich über.

Fazit

Ein ruhiger Krimi, der nie Langweilig ist und zum Ende hin wirklich richtig spannend wird. Eine überraschende Wendung, das zu einem unerwarteten Ende führt. Die letzten 150-180 Seiten habe ich, in einem Rutsch durchgelesen. So sehr wollte ich wissen, wer denn hier jetzt was gemacht hat. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und habe auch das ein oder andere mal ein „Oh Nein“ einwerfen müssen, da ich damit nicht gerechnet hatte. Ein spannendes Lesevergnügen

 

Wertung 5 von 5

Edenberg, Sophie – Fly, Baby, fly

Das Leben ist das, was passiert, während du andere Pläne schmiedest.

Autor: Edenberg, Sophie
Titel: Fly, Baby, fly
Verlag: myMorawa
Erscheinungsdatum: 26. Juni 2020
Seitenanzahl Printbuch: 348 Seiten
Genre: Drama, Liebe
Zeitraum 11.07.20-22.07.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 978-3-99110-476-6
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Sophie für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Als Lea nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus zu sich kommt, findet sie sich in einem wahrgewordenen Albtraum wieder. Ihre Erinnerungen an die letzten dreizehn Jahre sind verschwunden.

Bei ihrer Suche nach der eigenen Identität erfährt sie, dass sie ihre Jugendliebe Christopher geheiratet und mit ihm eine Tochter hat. Doch Christopher stößt sie von sich und drängt auf Scheidung. Wie es scheint hat sie ihn und ihre Tochter vor Jahren verlassen und ihrer Heimatstadt Wien den Rücken gekehrt. Von Schuldgefühlen und Reue gepeinigt ist Lea fest entschlossen, die Liebe ihres Lebens zurückzugewinnen – komme was wolle.

Anna ist endlich mit ihrem Traummann zusammen. Alles, was zu ihrem vollkommenen Glück noch fehlt, ist ein gemeinsames Kind. Das Leben ihrer Träume scheint zum Greifen nah. Doch all das verändert sich schlagartig, als Lea, Christophers verschollene und bildschöne Ehefrau, unvermutet wieder auftaucht.

Meine Meinung

Trotzdem dieses Buch so gar nicht in mein übliches Genre passt fand ich es tatsächlich sehr gelungen. Es ist eine sehr emotionale Geschichte. Vorallem für die beiden Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Anna ist die Ruhige, Zuverlässige beste Freundin, die Christopher schon seit der Schule kennt – der Fels in der Brandung. Hier kommt man gerne nach Hause – man weiss es ist alles sicher und langweilig? Als Lea wieder in Christophers Leben auftaucht ist es, als würde sie die Welt zum Beben bringen. Als wäre alles ohne sie eingeschlafen. Sowohl für Christopher, der sich erinnert aber nicht an alles als auch für Anna, die aus ihrem Schatten tritt. Wieviel verträgt eine Beziehung? Wieviel verträgt eine Frau, die so lange auf ihren Traummann gewartet hat und alles in Gefahr sieht, als die Konkurrentin wieder auftaucht?

Kennt ihr das? Diese erste Liebe, die man irgendwie nie vergisst? Für die man vielleicht alles riskiert. Wie wird Christopher sich entscheiden? Wer wird sein Herz erhalten und wer will es überhaupt?

Ein Thema alt wie die Liebe selbst. Sophie arbeitet in der Geschichte in verschiedenen Zeitebenen und lässt die Kapitel von den beiden Frauen erzählen. So lernt man beide sehr gut kennen und entwickelt die ein oder andere Sympathie oder Antipathie – es wechselt sich ständig ab. Man verachtet Lea, die anscheinend alles bekommen hat ohne sich je anzustrengen und man verachtet auch ein bisschen Anna, weil sie nicht aufsteht und sich immer duckt. Aber man mag sie auch. Den durch die verschiedenen Zeitebenen, durch die uns Sophie leitet, schaut man ein wenig hinter die Kulissen der beiden Frauen.

Aber wie kam es überhaupt dazu, dass Lea so unruhig und unstet wurde? Das erfährt man in den Rückblicken und da erkennt man dann auch den Zusammenhang zum Titel. Fly, Baby, Fly war eine Aufforderung ihrer Mutter nach einem ihrer Lieblingslieder. Lea sollte leben und das Leben in vollen Zügen geniessen. Nichts und Niemand soll sie je aufhalten. Ob das jetzt immer die richtige Empfehlung war? Ihr werdet es hier lesen können.

Das Buch arbeitet auf ein sehr überraschendes Happy End hin, das mir sehr gut gefallen hat.

Schreibstil: Ein sehr angenehmer und lockerer Schreibstil, dem man gut folgen kann.

Figuren: Die Figuren sind vielschichtiger als man meinen mag. Sie wirken vielleicht im ersten Blick oberflächlich, aber es ist sehr schön zu sehen wie sie sich entwickeln. Vorallem die beiden Frauen. Christopher ist da eher einschichtig.

Atmosphäre und Spannung: Spannung in einem Liebesroman? Ja tatsächlich. Die Atmosphäre war geladen. Es gab viel Aufregung und Action und natürlich ist man sehr gespannt wie das Ende sein wird.

Originalität: Ich kann das schlecht beurteilen, da ich mich eher selten in diesem Genre bewege – was ich auf jeden Fall sagen kann, das Ende ist originell, da anders als erwartet.

Fazit

Ich finde klassischer Liebesroman trifft das Buch hier nicht richtig. Ja es geht um die Liebe – aber zu wem oder zu was? Das Buch ist intensiver, als es den Anschein hat. Ich war tatsächlich sehr überrascht wie sehr ich die beiden Frauen entweder nicht mochte, oder bemitleidete und das Ende fand ich sehr gelungen.

Wertung:

5/5

Erbektas, Cengiz – Anaqam – Die Schamanin

»Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

Autor: Erbektas, Cengiz
Titel: Anaqam – Die Schamanin
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2020
Seitenanzahl Printbuch: 178 Seiten
Genre: Esoterik
Zeitraum 20.06.20-03.07.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 9798645588090
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Cengiz für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Ein inspirierender und tiefgründiger Roman

Begeben Sie sich auf eine lebendige Reise voller Magie und Mysterien. Erfahren Sie aus den Augen des Erzählers, wie er in die Pflichten einer mysteriösen Frau mit besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten tritt, und welche Weisheit und Einsichten sie für ihn bereithält, die mit Geld nicht erwerbbar sind. Lassen Sie es zu Ihrem persönlichen Wegbegleiter werden, aus dem Sie Mut schöpfen, um Ihren eigenen Lebenstraum zu verwirklichen.»Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

Meine Zusammenfassung

Geht es euch auch manchmal so, dass ihr keine Kraft, keine Lust, keinen Lebensfunken mehr habt? Vielleicht liegt es tatsächlich an eurem Inneren.  Nicht die Welt da draussen macht es euch schwierig, ihr blockiert euch selbst. Und um diese Blockade zu lösen und weiter zu kommen in eurem Leben, darum soll es in diesem Buch gehen.

Meine Meinung

Der Protagonist bleibt unbenannt. Auch das Geschlecht bleibt unbekannt – ich bin allerdings von einem männlichen Protagonisten ausgegangen – das hat sich in meinem Kopf so geformt. Ich gehe davon aus, dass diese Neutralität gewählt wurde, damit man sich selbst an die Position des Protagonisten setzen kann. Ich finde ein esoterisches Buch ist immer schwierig zu bewerten. Ich bin seit langem raus aus dem Bereich. Allerdings habe ich mich mit vielen der Themen, die in dem Buch erwähnt werden beschäftigt. Wir erfahren hier elementare Dinge, die das Leben tatsächlich ausmachen. Das sind nicht die materiellen Dinge – die machen einen eher unglücklich. Oder das ständige Nachdenken – die behindern einen beim vorankommen. Hier werden wir bei der Hand genommen und geleitet. Was ist wirklich wichtig? Respekt. Respekt dir gegenüber und deiner Umgebung. Sei es ein Ast, den du brichst, oder einen schlechten Geist den du vertreibst. Die innere Stärke, die wird dich leiten. Wer sich ein bisschen mit Esoterik auskennt, weiss dass es eine ruhige Art der Kommunikation ist. Das ist hier auch der Fall. Man kann hier keine grosse Spannung und Action erwarten. Obwohl es in dem ein oder anderen Fall vielleicht hätte eingebaut werden können. Der Autor hat hier viel Wissen in eine Romanform gebracht. Manchmal hätte ich mir da schon gewünscht es wäre etwas rasanter gewesen. Der Inhalt selbst überzeugt. Es sind schöne Worte und eine schöne Gegend, die einen ruhig werden lassen. Ich finde man sollte dem Buch auch gewisse Zeit lassen. Ich habe schon recht lange für die wenigen Seiten gebraucht, da ich nicht zuviel lesen konnte, wenn ich dabei bleiben wollte. Leider wurde es an manchen Stellen etwas langatmig, da es schnell zu einem Sachbuch umschlug, wenn Anaqam etwas erklärte. Was es nicht weniger interessant machte – nur halt etwas schwieriger.

Schreibstil: Ist einem Esoterikbuch angepasst und in der Ich-Form. Manchmal kam es vor, dass der Autor in den Stil eines Sachbuches abtauchte – da merkte man auch, dass ihm das Thema sehr interessiert und begeistert, da er es gut erklärt hat.

Figuren: Der Protagonist bleibt bisschen blass, vielleicht weil er unbenannt blieb? Leider hat er mich bisschen genervt, weil er – durch sein Schicksal – ein bisschen oft jammerte und zu wenig zu überzeugen war, dass das hier alles passt, selbst wenn er Beweise hatte. Anaqam als Schamanin fand ich toll. Sie führte und lenkte und meckerte. Bei ihr wäre ich gerne Schülerin geworden.

Originalität: Ich finde die Idee ein esoterisches Buch in Romanform zu bringen ganz gut. Man muss nur ein bisschen aufpassen, dass es auch ein Roman bleibt – was ich mir schwierig vorstelle.

Fazit

Für esoterisch Interessierte Leser auf jeden Fall eine sehr schöne Lektüre, die einen in eine interessante und wichtige Denk- und Sichtweise einführt. Auch für Menschen, die wirklich sehr belastet von ihrem Leben und Denken sind, finde ich es sehr gut. Es wird einem gezeigt, wie man sich wieder ein bisschen auf den richtigen Weg bringt. Und vor allem was auch wirklich wichtig ist im Leben. Für Suchende die gerne etwas alternatives im Leben hätten sehr geeignet. Da es esoterisch ist, darf man aber keine absolute Spannung oder reißerische Szenen erwarten. Ein ruhiges Buch, dass für ruhige Stunden geeignet ist.

Hebesberger, Roland – Abzweigungen

Autor: Hebesberger, Roland
Titel:  Abzweigungen
Verlag: Morawa Lesezirkel GmbH
Erscheinungsdatum: 6. Dezember 2019
Seitenanzahl Printbuch: 320 Seiten
Genre: Thriller, SciFi
Zeitraum 11.06.20-19.06.20
Band einer Reihe: Ja – erster Band
ASIN: 3990936662
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Roland für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Welchen Weg gehst du, wenn dein Leben auf der Kippe steht?
Wähle weise, es könnte deine letzte Entscheidung sein.

Cornell Rohde, ein gescheiterter Ex-Polizist aus München, baut sich in Salzburg ein neues Leben auf. Es nimmt eine drastische Wendung, als er Zeuge eines mysteriösen Banküberfalls wird. Er versucht, den Geheimnissen hinter dem Verbrechen auf die Spur zu kommen, und gerät in eine Verschwörung, die sein Weltbild ins Wanken bringt. Wem kann er vertrauen, wer sagt die Wahrheit und was steckt hinter dem grellen Licht, das ihn bis in seine Träume verfolgt? Bei einer Verfolgungsjagd quer durch Europa mit neuen Verbündeten kommt Cornell an seine Grenzen. Wird er am Ende die richtige Entscheidung treffen?

Meine Zusammenfassung

Als Cornell Polizist wird, tritt er in die Fussstapfen seines Vaters. Früh hat er seine Mutter verloren und will seinen Vater stolz machen. Allerdings läuft es nicht so gut für ihn. Durch Verleumdungen verliert er seinen Job und flieht für ein neues Leben nach Salzburg. Dort ist er am Wochenende Sicherheitsbeamter bei einer Bank. Eine der Bankangestellten, Mia, findet sein Gefallen. Sie kommen zusammen. Mia ist sehr aufgeschlossen Cornells Vergangenheit gegenüber und sie verlieben sich. Mia ist Cornells grosse Liebe. Dann kommt der Tag, der alles verändern wird. Ein Banküberfall, der sehr seltsam abläuft verändert Cornells Leben. Er wird nahezu besessen, hinter das Geheimnis zu kommen. Mia hat ein schweres Trauma erlitten und ihre Beziehung wird schwer auf die Probe gestellt. Bei seinen Recherchen scheint Cornell jemanden zu nah zu kommen und er wird gezwungen zu fliehen. Eine Verschwörung in seine Richtung macht es ihm fast unmöglich sich unerkannt zu bewegen. Auf der Flucht trifft er auf die neuen Verbündeten, die ihn in eine grosse Verschwörung einweihen. Was steckt nur hinter diesen mysteriösen Banküberfällen, die dem in Salzburg ähneln und über die ganze Welt verteilt stattfinden? Was war das für ein Licht? Und wie weit geht überhaupt diese Verschwörung? Wen kann er für das Desaster, das sein Leben geworden ist, büßen lassen?

Meine Meinung

Ein tolles Debüt legt Roland hier hin. Da ich mich auch intensiv schon mit diversen Verschwörungen beschäftigt habe, klingt hier beim lesen eine Seite in mir. Roland nimmt sich viel Zeit uns Cornell und sein Leben vorzustellen. Aber es wird nicht langweilig. Das auf keinen Fall. Man fühlt sich wohl und folgt Cornell von der schlechten in die gute Zeit mit Mia. Sein Leben scheint endlich positiv zu verlaufen. Bis zu diesem schicksalshaften Tag des Überfalls. Man kann sich als Autor sehr stark an einer Grenze bewegen, wenn man zu lange vom Protagonisten erzählt. Da kann das Interesse des Lesers schnell kippen. Aber ich muss wirklich sagen, das Roland das so geschickt hin bekommt, dass man sich ein bisschen wie Big Brother fühlt. Manchmal kam es mir vor, als würde ich in Cornells Tagebuch lesen . Ich fand es spannend seinen Weg mitzuverfolgen. Als es dann actionreich wurde, kann ich sagen, es war spannend, aber nicht übertrieben. Es ist glaubhaft. Cornell ist ein Ex-Polizist und gut ausgebildet. Seine Flucht und auch seine Kenntnisse um das Geheimnis zu lüften sind sehr realistisch dargestellt. Phantastisch wird dann die Auflösung. Da es der Auftakt zu einer Reihe ist, werden wir da bestimmt noch näher an die Lösung gebracht werden, da das Buch mit einem kleinen Cliffhanger endet. Ich empfand es schwankt eher in Richtung Science Fiction, statt ins mystische. Ich bin also sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Schreibstil: Der Schreibstil ist locker und flüssig. Die Erzählperspektive ist im Ich-Format und man kommt sich wirklich oft vor, als würde Cornell einem die Geschichte direkt erzählen, oder ich würde in seinem Tagebuch schnüffeln.

Figuren: Die Charaktere waren sehr gut dargestellt. Manchmal kam es mir vor ich würde mit ihnen an den PC´s stehen und grübeln. Cornell ist auch sehr sympathisch, da er nicht überheblich den Ex-Polizisten heraushängen lässt. Er ist eher sogar zurückhaltend.

Atmosphäre und Spannung: Durch die lange Einführung bei dem man Cornell kennen lernt, baut sich die Spannung eher langsam auf. Aber es ist ziemlich gut beschrieben ohne übertrieben zu wirken.

Originalität: Mir gefiel sehr, dass man mal einen kleinen Blick hinter den Schleier einer guten Verschwörung erhaschen durfte. Auch viele Erklärungen fand ich gut geschildert. Videomanipulation und anderes.

Fazit

Ich freue mich, hier ein Buch empfehlen zu können, das wirklich spannend ist. Trotz dem es nicht durchgehend Actiongeladen ist, ist es sehr fesselnd. Es hat Spass gemacht, das Buch aufzuschlagen und mit Cornell weiter zu fiebern. Für alle Thrillerfans, die auch gerne mal etwas anderes erleben wollen. Es ist nicht übertrieben brutal. Kommen aber auch paar blutige Szenen vor.

Wertung 5/5

Krämer, Jörg – Gefährten der Hoffnung- Eriks Suche

Autor: Krämer, Jörg
Titel: Gefährten der Hoffnung- Eriks Suche
Verlag: net-verlag
Erscheinungsdatum: 2. Dezember 2019
Seitenanzahl Printbuch:236 Seiten
Genre:Fantasy
Zeitraum 01.05.20-13.05.20
Band einer Reihe: Wahrscheinlich
ISBN:3957202655
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Ich danke hier Jörg Krämer noch mal herzlich für die Bereitstellung seines Romanes….Die Bereitstellung des Rezenzionsexemplar beeinflusst nicht meine Meinung

Klappentext

In einer zerstörten Welt, bewohnt von Mutanten und erwachten Wesen, findet Erik seine große Liebe: Irinskat.
Alles scheint perfekt. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Irinskat und ihre Tochter Nanuk werden von Plünderern entführt.
Kann Eriks vierbeiniger Gefährte Odin, ein riesiger Bärenhund, helfen, Irinskat zu retten?
Und welche Rolle spielt Giada, die italienische Kriegerin, der sie unterwegs begegnen?
Während der Suche tritt immer häufiger Eriks Geheimnis zutage. Wird das seine Familie retten oder seine Gefährten in den Untergang reißen?
Zach, der Waldkauz, ist Nanuks Freund. Er unterstützt die Gefährten als Kundschafter und erzählt ihre Geschichte auf seine ganz eigene Art und Weise.

Meine Zusammenfassung

Die Welt hat sich verändert. Eine verheerende Pandemie hat die Menschen fast ausgerottet und Mutanten hervorgebracht. Erik lebt mit seiner Familie in Frieden. Dann passiert was schlimmes. Seine Frau derenTochter werden entführt. Und er weiss auch von wem. Nichts kann ihn halten. Sein treuer Freund, Odin, ein Bärenhund, und ein kleiner Kauz begleiten ihn auf seiner gefährlichen Reise. Unterwegs treffen sie auf Giada, die eine wichtige Verbündete wird. Zach ist Aug und Ohr für die Truppe und erzählt hier seine Geschichte. Zwischen ihm und dem Hund gibt es eine telepathische Verbindung, ebenso zwischen Odin und Erik. Während Zach sich um den Bericht ihrer Reise kümmert, erfahren wir in den Zwischenkapitel mehr von Eriks Vergangenheit. Was macht ihn so besonders und auch gefährlich beim Kämpfen? Welche Verbindung hat er zum Entführer und was hat die Menschheit fast ausgerottet? Viele Fragen, die durch eine aufregende und auch blutige Reise führen.

Meine Meinung

Fantasy lese ich schon sehr gerne. Aber ich hab immer bisschen Schwierigkeiten mit den Namen und den Orten. Hier hat Jörg das sehr angenehm gelöst. Die Namen sind realistisch und auch die Orte kennt man. Es ist manchmal zwar etwas befremdlich, dass es solch Fantasygeschichten in der Realen Umgebung geben soll. Aber es hat alles bisschen plastischer gemacht. Ich konnte mir schön vorstellen wo hin die vier Gefährten unterwegs waren. Ich war überrascht, dass die Kämpfe doch recht blutig erzählt werden. Ganz nach meinem Geschmack. Hier wird geköpft und zerteilt und ein bisschen Magie ist auch dabei.

Ich war positiv überrascht über die Geschichte. Manchmal haben mir die Vergangenheitspassagen besser gefallen, da man sich mehr mit den Charakteren auseinander gesetzt hat. Während die Reise durch Kämpfe dominiert wurden. Das verhindert ein wenig, dass man sich mit den Charakteren identifiziert. Aber durch die Zwischenpassagen wird Erik menschlicher und zugänglicher. Die Reise ist gut beschrieben. Man kann sich durch die bekannten Ortschaften eher vorstellen wie die Wege sind.

Ich bin froh, dass ich das Buch lesen durfte. Es war wirklich mal eine ganz andere Fantasygeschichte. Durch die wenigen Seitenzahlen kam auch keine Länge auf. Es wurden nicht unnötige Füllsätze verwendet. Aber manches kam dadurch auch zu kurz und hastig. Das Ende kam mir ein bisschen zu plötzlich und hastig. Da hätten noch ein paar Seiten mehr mir gut gefallen. Aber ein kleiner Cliffhanger verspricht eine Fortsetzung

Aufbau: Das Buch erzählt zwei Geschichten. Die eine Geschichte wird in der Ich-Form von Zach, dem Kauz erzählt – die Gegenwart. Die zweite von einem Erzähler, hier erfahren wir mehr über Eriks Vergangenheit.

Cover: Ein sehr schön gestaltetes Cover, finde ich. Die Figuren sind plastisch etwas hervorgehoben.

Schreibstil: Der Schreibstil ist teilweise bisschen holprig und dann wieder ganz flüssig. Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass sich der Autor in der Vergangenheit von Erik bisschen wohler fühlte, als während seiner Reise mit den Kämpfen. Allerdings hatte es auch den Effekt, dass man merkte, dass Erik sich auf der Reise nur auf seine Familie konzentrierte und möglichst wenig Gefühle aufbringen wollte. Was in der Vergangenheit wesentlich intensiver war, da er dort viel Verlust, Angst, Freude und Liebe kennen lernte.

Figuren:

Die Figuren, die auch in Eriks Vergangenheit auftauchten, wurden wesentlich intensiver dargestellt. Giada, die nur in der Gegenwart als Begleiterin auftaucht, bleibt dagegen etwas distanziert.

Atmosphäre und Spannung waren beide gut getroffen. Originalität war definitiv gegeben, da die Geschichte von einem Kauz erzählt wurde und man die Welt aus einer anderen Perspektive sah. Auch fand ich es interessant, dass die Geschichte in einer bekannten Gegend spielte. Die Auswirkungen der Pandemie brachte durch die hervorgebrachten Mutationen viel Action herein. Die Kämpfe waren sehr gut beschrieben, ohne so übertrieben zu wirken. Es ist Fantasy, da darf es etwas mehr sein – aber nicht Hollywood-Like – das fand ich gut.

Fazit

Ein actionreicher Fantasyroman in einer dystopischen Zukunft, die in einer realen Umgebung spielt, was einem sehr gut dabei hilft mitzugehen. Ich fand es sehr gut, wenn auch manchmal etwas zu oberflächlich, was den wenigen Seiten geschuldet ist. Unterhalten hat mich die Geschichte auf jeden Fall und ich bin gespannt auf die Fortsetzung. Für Fantasyfans und vor allem Fantasyanfänger geeignet, die nicht immer Lust haben in so extrem unbekannte Welten eintauchen zu müssen und sich vor den dicken Wälzern verschrecken lassen. Hier kann man spannend mitreisen und so einige Köpfe rollen lassen.  Und die Welt von oben sehen.