Edenberg, Sophie – Das perfekte Leben meiner Schwester

Edenberg, Sophie – Das perfekte Leben meiner Schwester (Rezensionsexemplar)

Vielen Dank an Sophie für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Autor: Edenberg, Sophie
Titel: Das perfekte Leben meiner Schwester
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 30.09.20
Seitenanzahl Printbuch: 336
Genre: Drama,
Zeitraum 21.09.20-25.09.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: B08B57M3RM
Bereits gelesene Bücher der Autoren: Edenberg, Sophie – Fly, Baby, fly

Klappentext

Als die neunzehnjährige Emma herausfindet, dass sie adoptiert wurde und in Wahrheit die uneheliche Tochter des vermögenden Wieners Ferdinand Lauderthal ist, regen sich Hoffnung und Zuversicht in ihr. Endlich sieht sie einen Ausweg aus ihrem unglücklichen Leben. Doch ihre Erwartungen werden enttäuscht. Während ihre gleichaltrige Halbschwester Céline das Leben ihrer Träume führt, will ihr Vater nichts von ihr wissen. Voller Eifersucht beschließt Emma, die beiden büßen zu lassen. Als vermeintliche Studienkollegin von Céline dringt sie in deren Leben ein und stellt dieses gehörig auf den Kopf.

Doch schon bald muss Emma feststellen, dass nichts ist, wie es zunächst den Anschein hatte und sie sich in ihrer Halbschwester getäuscht hat. Hin und hergerissen zwischen ihrer wachsenden Zuneigung zu Céline und ihren Rachefantasien wird sie in einen Strudel aus Familienintrigen verstrickt, die ihr Verständnis von Gerechtigkeit auf eine harte Probe stellen. Denn alles im Leben hat seinen Preis …

Meine Meinung: Ich finde es klasse. Mir hat schon das erste Buch von Sophie sehr gut gefallen. Das hier gefällt mir noch besser. Mir gefällt hier, dass es um die Gefühle von Emma geht. Das Gefühl um etwas betrogen worden zu sein, das aber auch nicht immer perfekt und leicht ist. Aber vorweg: Ich gebe eine Triggerwarnung wegen sexueller Übergriffe. So aber jetzt zu meiner Meinung. Es hat nicht lange gedauert und ich wurde in diese Geschichte eingesogen. Ich hatte das Buch auch sehr schnell durchgelesen. Was für mich schon wahre Rekordzeit war. Emma und Céline waren einfach fesselnd. Ihr Leben, ihre Probleme. Natürlich kann man nicht abstreiten, dass Emma das schwerere Leben hatte – aber auch Céline kann nicht gerade behaupten das perfekte Leben zu führen, das sie nach aussen abgibt. Es war ein sehr emotionales Buch. Das schlimmste Szenario einer Mutter, die ihr Kind weg gibt – es kommt zu keiner guten Familie. Während Emma, die ungewollte Tochter sich schwer durch das Leben kämpfen muss, hat Céline alles per goldenen Löffel bekommen. Man schwankt aber ständig zwischen den Sympathien hin und her. Wobei meistens Emma gewinnt, weil man ihre Schritte einfach nachvollziehen kann, nicht immer gutheißt, aber versteht. Aber da Emma auch gegen ihre Halbschwester intrigiert, sympathisiert man auch sehr stark mit Céline – denn sie kann schliesslich auch nichts für dieses Leben. Ach – es ist wirklich ein Wechselbad der Gefühle und es ist alles so stark beschrieben. Man kann einfach nicht anders – man will wissen wie es ausgeht. Es ist fast auch wie ein kleiner Krimi. Und dann kommt noch eine absolut unerwartete Wendung mit ins Spiel. Eigentlich findet man hier alles: Romantik im angenehmen Umfang, gut beschriebene Intrigen, Humor, Freundschaft, Angst, Hass. Fakt ist – hier wird man richtig mitgenommen. Es ist fast als würde man die Szenen direkt betrachten können, so real ist alles geschildert. Ich war also wirklich sehr begeistert.

Schreibstil: Der Stil ist sehr fesselnd. Es wird nicht mit irgendwelchen Floskeln Lücken gefüllt. Es ist flüssig und vereinnahmt einen sehr schnell.
Figuren: Die Charaktere sind sehr stark gezeichnet. Sogar die Nebencharaktere sind so gut dargestellt, das man nicht einfach über sie weg liest sondern sie mag oder nicht mag.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist sehr aufgeladen. Man fühlt diese starke Emotion, die Emma ständig begleitet. Egal ob positiv oder negativ.

Fazit
Ich bin wirklich begeistert. Ich wurde so schnell gefangen genommen von der Geschichte, dass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Aber doch auch froh war, dass ich es nicht geschafft hatte, da ich mich freute es wieder aufzuschlagen und weiter mit fiebern zu können. Es ist viel Emotion in dem Buch enthalten. Viel negative aber auch genug positive, die zu einem sehr befriedigenden Ende führt. Von mir kommt eine absolute Leseempfehlung.

5 von 5

Kledtke, Simon André – Sarania 01 – Das Vermächtnis der Magier

Kledtke, Simon André – Sarania 01 – Das Vermächtnis der Magier

Autor: Kledtke, Simon André
Titel: Das Vermächtnis der Magier
Verlag: Brighton Verlag
Erscheinungsdatum: April 2020
Seitenanzahl Printbuch: 348 Seiten
Genre: Fantasy
Zeitraum 25.08.20-16.09.20
Band einer Reihe: Ja – Sarania
ASIN: B089G5D4HM
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Simon André für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Der 15-jährige Benalir führt mit seinem Vater ein ärmliches, überschaubares Leben in Belfang – dem größten der vier Länder, die den Kontinent Sarania bilden. Als der Junge ins nahe gelegene Dorf Agalam reist, ahnt er nicht, dass dieser Tag sein Leben verändern wird. Über Nacht taucht er in eine Welt voller Abenteuer, Magie und Gefahren ein:
Waldelfen, Löwenmenschen, dämonische Wolfsreiter und ein düsterer Hexenmeister, der mehr und mehr Macht gewinnt. Für den Jungen beginnt eine Reise, von der er nicht einmal zu träumen gewagt hätte …
Und dann ist da noch der Magier Sacerak. Seit einem halben Jahr gehört er dem „Rat der Magier“ an, dessen Mitglieder die zwölf mächtigsten Zauberer Saranias sind. Er soll nach Dûlur gelangen – eine geheimnisvolle Insel, auf der sich die Festung des Schattenfürsten befindet.
Einst ein Jugendfreund des tyrannischen Zorano, sucht er nun einen Weg, seinen früheren Weggefährten zu vernichten…
Zwei Helden …
Zwei Wege …
Zwei Schicksale …

Meine Meinung

Im Fantasybereich bewege ich mich meistens nicht so viel. Ich muss zugeben, dass mich meist die Dicke der Bücher abschreckt. Deswegen finde ich dieses hier sehr angenehm mit seinen übersichtlichen Volumen. Das bedeutet auch für mich, die echte Probleme hat, sich Namen zu merken, hier doch noch alles einigermassen schnell wieder zuordnen zu können, da ja nicht zuviel Seiten und Füllmaterial zwischen den einzelnen Geschehen sind. Es tauchen sehr viel Charaktere auf, die alle ein Ziel haben: den Tyrannen zu stoppen und zu stürzen. Spezies, die teilweise eher zurückgezogen leben, sammeln sich und werden Gefährten im Kampf um die Freiheit. Und dies ist hier gut beschrieben. Wir werden hier in dem ersten Band langsam eingeführt in das Leben von Sarania und dem Auserwählten, Benalir. Wir lernen die Welt kennen und erhalten auch gute Einblicke in die einzelnen Geschichten. Es hat wirklich Spass gemacht dieser Zusammenstellung der verschiedenen Gruppen mit ihren verschiedenen Aufgaben und Gefährten zu folgen. Es gab keine unnötigen Längen und die Spannung ist recht stabil.

Ich denke dass es auch gerade für Fantasyanfänger und auch jugendliche Leser gut geeignet ist. Die Welt ist gut beschrieben und man hat so keine Probleme der Handlung zu folgen. Es ist spannend und die Charaktere sind gut beschrieben.

Schreibstil: Der Schreibstil ist teilweise etwas gewöhnungsbedrüftig, aber dem Genre angepasst. Es ist eher mittelalterlich aufgebaut und man braucht etwas um sich damit anzufreunden, aber dann ist es kein Problem mehr.

Figuren: Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben. Man kann sich zu jedem ein gutes Bild machen. Sympathien und Antipathien können sich so gut entwickeln.

Atmosphäre und Spannung: Trotzdem es sich in dem ersten Band viel um den Aufbau der Welt, die Charaktere und die Sammlung der einzelnen Gruppen zum Kampf dreht, bleibt die Spannung nicht auf der Strecke. Es gibt schon erste Kämpfe und Aufeinandertreffen, die einen auf die Fortsetzung freuen lassen. Der Cliffhanger deutet auf einen interessanten Plot in der Fortsetzung hin, der eventuell wirklich unerwartet kommt.

Fazit

Ein Fantasyabenteuer, das ich besonders Anfängern dieses Genres empfehlen kann. Die Welt ist gut aufgebaut, aber übersichtlich. Die vielen Charaktere verlieren sich nicht in einer unüberschaubaren Welt und das Volumen des Buches ist sehr angenehm. Ich hatte viel Spass. Es war spannend aber auch der langsame Aufbau der Geschichte mit der Welt und den Charakteren lädt zum lesen und mitfiebern ein.

5 von 5

Mike Landin – Rote Tränen

Mike Landin – Rote Tränen 

Autor: Mike Landin
Titel:  Rote Tränen
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 22. Juni 2020
Seitenanzahl Printbuch: 342 Seiten
Genre: Krimi
Zeitraum 12.08.20-16.08.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 978-3751934961
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Mike für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Jacob ist vom Umzug seiner Familie auf einen verlassenen Hof in den Berchtesgadener Alpen wenig begeistert.
„Ich mache hier die zwölfte Klasse, dann haue ich wieder ab.“
Lediglich Hannah, die gleichaltrige Tochter der Nachbarn, kann seine Laune etwas aufbessern. Doch dann verschwindet in der Gegend ein jugendliches Mädchen, das Sechste innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Die Fälle sind nie aufgeklärt worden und Jacobs Eltern verhalten sich seltsam abweisend, wenn er darüber reden will. Jacob forscht nach und erkennt bald, dass es nicht nur eine Verbindung zwischen den ungelösten Kriminalfällen und seinen Eltern gibt, sondern auch Hannahs Familie in deren Vergangenheit eine Rolle spielt.

Meine Zusammenfassung

Jacob ist fast 18 und zieht mit seiner kleinen Schwester Lena und seinen Eltern in einen kleinen Ort, der ihm so gar nicht zusagt. Für ihn ist klar – er macht seinen Abschluss und dann geht er wieder zurück nach Cottbus. Ein unschöner Vorfall an dem vorhergehenden Wohnort, hat seine Eltern gezwungen diese Massnahme zu ergreifen. Sie ziehen zu dem Ort an dem seine Eltern aufgewachsen sind, und den sie nicht mit schönen Erinnerungen verlassen hatten. Das einzige, das Jacob etwas aufheitert ist die Nachbarin. Hannah mit ihrem Hund Ronja. Es dauert aber nicht lange und Jacob bemerkt, dass hier etwas nicht stimmt. Warum schweigen seine Eltern wenn es um das Verschwinden der Mädchen geht und was ist eigentlich mit diesem Alois Huber los, der die Familie von Anfang an provoziert? Welche dunklen Geheimnisse umgeben seine Familie?

Meine Meinung

Ich habe schon lange keinen Krimi mehr gelesen. Aber ich bin froh, das Mike mich angefragt hat, ob ich Lust hätte sein Buch zu lesen. Es ist hauptsächlich ein ruhiger Krimi. Man erfährt viel von der Gegend und auch von Jacob. Durch Rückblicke erfährt man, warum seine Familie gezwungen war, Cottbus zu verlassen. Jacob wird eher unfreiwillig zum Ermittler. Ihm wird recht schnell klar, dass die verschwundenen Mädchen irgendwie mit seiner Familie zu tun haben. Der Krimi ist wirklich solide aufgebaut. Er entwickelt sich ruhig und baut langsam die Spannung auf. Rückblicke sind geschickt gesetzt um mehr über den Verlauf der Ereignisse zu erfahren. Gegen Ende wird es dann aber rasant. Die Ereignisse überschlagen sich. Das war mir teilweise manchmal etwas hektisch – aber es trieb die Spannung richtig an. Ich wollte dann einfach nicht aufhören um zu erfahren wie alles zusammen hängt. Manchmal bleibt man etwas fraglos zurück und denkt: Und was ist damit – aber der Autor klärt alles zufriedenstellend auf. Es ist ein wirklich überraschender Plot geworden. Eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hätte. Manchmal dachte ich – das hätte vielleicht früher auch Erwähnung finden können, aber wenn man dann darüber nachdenkt, merkt man schnell, dass es die Spannung genommen hätte. Der Showdown wirkt ein klitzekleines bisschen gehetzt, da sich die Ereignisse dann rasant entwickelten. Anderseits hat einen auch genau das noch mal in das Geschehen hineinkatapultiert. Ein wirklich gelungener Krimi mit überraschenden Wendungen.

Schreibstil: Am Anfang fand ich ihn etwas zögerlich – aber er entwickelt sich recht schnell zu einem flüssigen Stil und lässt einen dann gut vorankommen.

Figuren: Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Jacob ist sehr sympathisch und auch Hannah ist ein sympathisches Mädchen, dass dem alter entsprechend ein bisschen Launenhaft, aber sehr nett ist. Die Eltern bleiben ein klein bisschen blass. Sie sind zwar wichtige Charaktere, aber trotzdem eher im Hintergrund. Sehr gut ist noch Alois Huber als unsympathischer Mensch, der nur auf Macht aus ist. Man kann ihn echt nicht leiden.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist ruhig und gut aufgebaut. Die Spannung wird gut erhöht und sprudelt dann am Ende ziemlich über.

Fazit

Ein ruhiger Krimi, der nie Langweilig ist und zum Ende hin wirklich richtig spannend wird. Eine überraschende Wendung, das zu einem unerwarteten Ende führt. Die letzten 150-180 Seiten habe ich, in einem Rutsch durchgelesen. So sehr wollte ich wissen, wer denn hier jetzt was gemacht hat. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und habe auch das ein oder andere mal ein „Oh Nein“ einwerfen müssen, da ich damit nicht gerechnet hatte. Ein spannendes Lesevergnügen

 

Wertung 5 von 5

Edenberg, Sophie – Fly, Baby, fly

Das Leben ist das, was passiert, während du andere Pläne schmiedest.

Autor: Edenberg, Sophie
Titel: Fly, Baby, fly
Verlag: myMorawa
Erscheinungsdatum: 26. Juni 2020
Seitenanzahl Printbuch: 348 Seiten
Genre: Drama, Liebe
Zeitraum 11.07.20-22.07.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 978-3-99110-476-6
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Sophie für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Als Lea nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus zu sich kommt, findet sie sich in einem wahrgewordenen Albtraum wieder. Ihre Erinnerungen an die letzten dreizehn Jahre sind verschwunden.

Bei ihrer Suche nach der eigenen Identität erfährt sie, dass sie ihre Jugendliebe Christopher geheiratet und mit ihm eine Tochter hat. Doch Christopher stößt sie von sich und drängt auf Scheidung. Wie es scheint hat sie ihn und ihre Tochter vor Jahren verlassen und ihrer Heimatstadt Wien den Rücken gekehrt. Von Schuldgefühlen und Reue gepeinigt ist Lea fest entschlossen, die Liebe ihres Lebens zurückzugewinnen – komme was wolle.

Anna ist endlich mit ihrem Traummann zusammen. Alles, was zu ihrem vollkommenen Glück noch fehlt, ist ein gemeinsames Kind. Das Leben ihrer Träume scheint zum Greifen nah. Doch all das verändert sich schlagartig, als Lea, Christophers verschollene und bildschöne Ehefrau, unvermutet wieder auftaucht.

Meine Meinung

Trotzdem dieses Buch so gar nicht in mein übliches Genre passt fand ich es tatsächlich sehr gelungen. Es ist eine sehr emotionale Geschichte. Vorallem für die beiden Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Anna ist die Ruhige, Zuverlässige beste Freundin, die Christopher schon seit der Schule kennt – der Fels in der Brandung. Hier kommt man gerne nach Hause – man weiss es ist alles sicher und langweilig? Als Lea wieder in Christophers Leben auftaucht ist es, als würde sie die Welt zum Beben bringen. Als wäre alles ohne sie eingeschlafen. Sowohl für Christopher, der sich erinnert aber nicht an alles als auch für Anna, die aus ihrem Schatten tritt. Wieviel verträgt eine Beziehung? Wieviel verträgt eine Frau, die so lange auf ihren Traummann gewartet hat und alles in Gefahr sieht, als die Konkurrentin wieder auftaucht?

Kennt ihr das? Diese erste Liebe, die man irgendwie nie vergisst? Für die man vielleicht alles riskiert. Wie wird Christopher sich entscheiden? Wer wird sein Herz erhalten und wer will es überhaupt?

Ein Thema alt wie die Liebe selbst. Sophie arbeitet in der Geschichte in verschiedenen Zeitebenen und lässt die Kapitel von den beiden Frauen erzählen. So lernt man beide sehr gut kennen und entwickelt die ein oder andere Sympathie oder Antipathie – es wechselt sich ständig ab. Man verachtet Lea, die anscheinend alles bekommen hat ohne sich je anzustrengen und man verachtet auch ein bisschen Anna, weil sie nicht aufsteht und sich immer duckt. Aber man mag sie auch. Den durch die verschiedenen Zeitebenen, durch die uns Sophie leitet, schaut man ein wenig hinter die Kulissen der beiden Frauen.

Aber wie kam es überhaupt dazu, dass Lea so unruhig und unstet wurde? Das erfährt man in den Rückblicken und da erkennt man dann auch den Zusammenhang zum Titel. Fly, Baby, Fly war eine Aufforderung ihrer Mutter nach einem ihrer Lieblingslieder. Lea sollte leben und das Leben in vollen Zügen geniessen. Nichts und Niemand soll sie je aufhalten. Ob das jetzt immer die richtige Empfehlung war? Ihr werdet es hier lesen können.

Das Buch arbeitet auf ein sehr überraschendes Happy End hin, das mir sehr gut gefallen hat.

Schreibstil: Ein sehr angenehmer und lockerer Schreibstil, dem man gut folgen kann.

Figuren: Die Figuren sind vielschichtiger als man meinen mag. Sie wirken vielleicht im ersten Blick oberflächlich, aber es ist sehr schön zu sehen wie sie sich entwickeln. Vorallem die beiden Frauen. Christopher ist da eher einschichtig.

Atmosphäre und Spannung: Spannung in einem Liebesroman? Ja tatsächlich. Die Atmosphäre war geladen. Es gab viel Aufregung und Action und natürlich ist man sehr gespannt wie das Ende sein wird.

Originalität: Ich kann das schlecht beurteilen, da ich mich eher selten in diesem Genre bewege – was ich auf jeden Fall sagen kann, das Ende ist originell, da anders als erwartet.

Fazit

Ich finde klassischer Liebesroman trifft das Buch hier nicht richtig. Ja es geht um die Liebe – aber zu wem oder zu was? Das Buch ist intensiver, als es den Anschein hat. Ich war tatsächlich sehr überrascht wie sehr ich die beiden Frauen entweder nicht mochte, oder bemitleidete und das Ende fand ich sehr gelungen.

Wertung:

5/5

Erbektas, Cengiz – Anaqam – Die Schamanin

»Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

Autor: Erbektas, Cengiz
Titel: Anaqam – Die Schamanin
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2020
Seitenanzahl Printbuch: 178 Seiten
Genre: Esoterik
Zeitraum 20.06.20-03.07.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 9798645588090
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Cengiz für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Ein inspirierender und tiefgründiger Roman

Begeben Sie sich auf eine lebendige Reise voller Magie und Mysterien. Erfahren Sie aus den Augen des Erzählers, wie er in die Pflichten einer mysteriösen Frau mit besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten tritt, und welche Weisheit und Einsichten sie für ihn bereithält, die mit Geld nicht erwerbbar sind. Lassen Sie es zu Ihrem persönlichen Wegbegleiter werden, aus dem Sie Mut schöpfen, um Ihren eigenen Lebenstraum zu verwirklichen.»Deine Suche wird erst vorüber sein, wenn du deine Bestimmung erfüllst. Dann erst wird es dir gut gehen.«

Meine Zusammenfassung

Geht es euch auch manchmal so, dass ihr keine Kraft, keine Lust, keinen Lebensfunken mehr habt? Vielleicht liegt es tatsächlich an eurem Inneren.  Nicht die Welt da draussen macht es euch schwierig, ihr blockiert euch selbst. Und um diese Blockade zu lösen und weiter zu kommen in eurem Leben, darum soll es in diesem Buch gehen.

Meine Meinung

Der Protagonist bleibt unbenannt. Auch das Geschlecht bleibt unbekannt – ich bin allerdings von einem männlichen Protagonisten ausgegangen – das hat sich in meinem Kopf so geformt. Ich gehe davon aus, dass diese Neutralität gewählt wurde, damit man sich selbst an die Position des Protagonisten setzen kann. Ich finde ein esoterisches Buch ist immer schwierig zu bewerten. Ich bin seit langem raus aus dem Bereich. Allerdings habe ich mich mit vielen der Themen, die in dem Buch erwähnt werden beschäftigt. Wir erfahren hier elementare Dinge, die das Leben tatsächlich ausmachen. Das sind nicht die materiellen Dinge – die machen einen eher unglücklich. Oder das ständige Nachdenken – die behindern einen beim vorankommen. Hier werden wir bei der Hand genommen und geleitet. Was ist wirklich wichtig? Respekt. Respekt dir gegenüber und deiner Umgebung. Sei es ein Ast, den du brichst, oder einen schlechten Geist den du vertreibst. Die innere Stärke, die wird dich leiten. Wer sich ein bisschen mit Esoterik auskennt, weiss dass es eine ruhige Art der Kommunikation ist. Das ist hier auch der Fall. Man kann hier keine grosse Spannung und Action erwarten. Obwohl es in dem ein oder anderen Fall vielleicht hätte eingebaut werden können. Der Autor hat hier viel Wissen in eine Romanform gebracht. Manchmal hätte ich mir da schon gewünscht es wäre etwas rasanter gewesen. Der Inhalt selbst überzeugt. Es sind schöne Worte und eine schöne Gegend, die einen ruhig werden lassen. Ich finde man sollte dem Buch auch gewisse Zeit lassen. Ich habe schon recht lange für die wenigen Seiten gebraucht, da ich nicht zuviel lesen konnte, wenn ich dabei bleiben wollte. Leider wurde es an manchen Stellen etwas langatmig, da es schnell zu einem Sachbuch umschlug, wenn Anaqam etwas erklärte. Was es nicht weniger interessant machte – nur halt etwas schwieriger.

Schreibstil: Ist einem Esoterikbuch angepasst und in der Ich-Form. Manchmal kam es vor, dass der Autor in den Stil eines Sachbuches abtauchte – da merkte man auch, dass ihm das Thema sehr interessiert und begeistert, da er es gut erklärt hat.

Figuren: Der Protagonist bleibt bisschen blass, vielleicht weil er unbenannt blieb? Leider hat er mich bisschen genervt, weil er – durch sein Schicksal – ein bisschen oft jammerte und zu wenig zu überzeugen war, dass das hier alles passt, selbst wenn er Beweise hatte. Anaqam als Schamanin fand ich toll. Sie führte und lenkte und meckerte. Bei ihr wäre ich gerne Schülerin geworden.

Originalität: Ich finde die Idee ein esoterisches Buch in Romanform zu bringen ganz gut. Man muss nur ein bisschen aufpassen, dass es auch ein Roman bleibt – was ich mir schwierig vorstelle.

Fazit

Für esoterisch Interessierte Leser auf jeden Fall eine sehr schöne Lektüre, die einen in eine interessante und wichtige Denk- und Sichtweise einführt. Auch für Menschen, die wirklich sehr belastet von ihrem Leben und Denken sind, finde ich es sehr gut. Es wird einem gezeigt, wie man sich wieder ein bisschen auf den richtigen Weg bringt. Und vor allem was auch wirklich wichtig ist im Leben. Für Suchende die gerne etwas alternatives im Leben hätten sehr geeignet. Da es esoterisch ist, darf man aber keine absolute Spannung oder reißerische Szenen erwarten. Ein ruhiges Buch, dass für ruhige Stunden geeignet ist.

Hebesberger, Roland – Abzweigungen

Autor: Hebesberger, Roland
Titel:  Abzweigungen
Verlag: Morawa Lesezirkel GmbH
Erscheinungsdatum: 6. Dezember 2019
Seitenanzahl Printbuch: 320 Seiten
Genre: Thriller, SciFi
Zeitraum 11.06.20-19.06.20
Band einer Reihe: Ja – erster Band
ASIN: 3990936662
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Roland für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

Welchen Weg gehst du, wenn dein Leben auf der Kippe steht?
Wähle weise, es könnte deine letzte Entscheidung sein.

Cornell Rohde, ein gescheiterter Ex-Polizist aus München, baut sich in Salzburg ein neues Leben auf. Es nimmt eine drastische Wendung, als er Zeuge eines mysteriösen Banküberfalls wird. Er versucht, den Geheimnissen hinter dem Verbrechen auf die Spur zu kommen, und gerät in eine Verschwörung, die sein Weltbild ins Wanken bringt. Wem kann er vertrauen, wer sagt die Wahrheit und was steckt hinter dem grellen Licht, das ihn bis in seine Träume verfolgt? Bei einer Verfolgungsjagd quer durch Europa mit neuen Verbündeten kommt Cornell an seine Grenzen. Wird er am Ende die richtige Entscheidung treffen?

Meine Zusammenfassung

Als Cornell Polizist wird, tritt er in die Fussstapfen seines Vaters. Früh hat er seine Mutter verloren und will seinen Vater stolz machen. Allerdings läuft es nicht so gut für ihn. Durch Verleumdungen verliert er seinen Job und flieht für ein neues Leben nach Salzburg. Dort ist er am Wochenende Sicherheitsbeamter bei einer Bank. Eine der Bankangestellten, Mia, findet sein Gefallen. Sie kommen zusammen. Mia ist sehr aufgeschlossen Cornells Vergangenheit gegenüber und sie verlieben sich. Mia ist Cornells grosse Liebe. Dann kommt der Tag, der alles verändern wird. Ein Banküberfall, der sehr seltsam abläuft verändert Cornells Leben. Er wird nahezu besessen, hinter das Geheimnis zu kommen. Mia hat ein schweres Trauma erlitten und ihre Beziehung wird schwer auf die Probe gestellt. Bei seinen Recherchen scheint Cornell jemanden zu nah zu kommen und er wird gezwungen zu fliehen. Eine Verschwörung in seine Richtung macht es ihm fast unmöglich sich unerkannt zu bewegen. Auf der Flucht trifft er auf die neuen Verbündeten, die ihn in eine grosse Verschwörung einweihen. Was steckt nur hinter diesen mysteriösen Banküberfällen, die dem in Salzburg ähneln und über die ganze Welt verteilt stattfinden? Was war das für ein Licht? Und wie weit geht überhaupt diese Verschwörung? Wen kann er für das Desaster, das sein Leben geworden ist, büßen lassen?

Meine Meinung

Ein tolles Debüt legt Roland hier hin. Da ich mich auch intensiv schon mit diversen Verschwörungen beschäftigt habe, klingt hier beim lesen eine Seite in mir. Roland nimmt sich viel Zeit uns Cornell und sein Leben vorzustellen. Aber es wird nicht langweilig. Das auf keinen Fall. Man fühlt sich wohl und folgt Cornell von der schlechten in die gute Zeit mit Mia. Sein Leben scheint endlich positiv zu verlaufen. Bis zu diesem schicksalshaften Tag des Überfalls. Man kann sich als Autor sehr stark an einer Grenze bewegen, wenn man zu lange vom Protagonisten erzählt. Da kann das Interesse des Lesers schnell kippen. Aber ich muss wirklich sagen, das Roland das so geschickt hin bekommt, dass man sich ein bisschen wie Big Brother fühlt. Manchmal kam es mir vor, als würde ich in Cornells Tagebuch lesen . Ich fand es spannend seinen Weg mitzuverfolgen. Als es dann actionreich wurde, kann ich sagen, es war spannend, aber nicht übertrieben. Es ist glaubhaft. Cornell ist ein Ex-Polizist und gut ausgebildet. Seine Flucht und auch seine Kenntnisse um das Geheimnis zu lüften sind sehr realistisch dargestellt. Phantastisch wird dann die Auflösung. Da es der Auftakt zu einer Reihe ist, werden wir da bestimmt noch näher an die Lösung gebracht werden, da das Buch mit einem kleinen Cliffhanger endet. Ich empfand es schwankt eher in Richtung Science Fiction, statt ins mystische. Ich bin also sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Schreibstil: Der Schreibstil ist locker und flüssig. Die Erzählperspektive ist im Ich-Format und man kommt sich wirklich oft vor, als würde Cornell einem die Geschichte direkt erzählen, oder ich würde in seinem Tagebuch schnüffeln.

Figuren: Die Charaktere waren sehr gut dargestellt. Manchmal kam es mir vor ich würde mit ihnen an den PC´s stehen und grübeln. Cornell ist auch sehr sympathisch, da er nicht überheblich den Ex-Polizisten heraushängen lässt. Er ist eher sogar zurückhaltend.

Atmosphäre und Spannung: Durch die lange Einführung bei dem man Cornell kennen lernt, baut sich die Spannung eher langsam auf. Aber es ist ziemlich gut beschrieben ohne übertrieben zu wirken.

Originalität: Mir gefiel sehr, dass man mal einen kleinen Blick hinter den Schleier einer guten Verschwörung erhaschen durfte. Auch viele Erklärungen fand ich gut geschildert. Videomanipulation und anderes.

Fazit

Ich freue mich, hier ein Buch empfehlen zu können, das wirklich spannend ist. Trotz dem es nicht durchgehend Actiongeladen ist, ist es sehr fesselnd. Es hat Spass gemacht, das Buch aufzuschlagen und mit Cornell weiter zu fiebern. Für alle Thrillerfans, die auch gerne mal etwas anderes erleben wollen. Es ist nicht übertrieben brutal. Kommen aber auch paar blutige Szenen vor.

Wertung 5/5

Krämer, Jörg – Gefährten der Hoffnung- Eriks Suche

Autor: Krämer, Jörg
Titel: Gefährten der Hoffnung- Eriks Suche
Verlag: net-verlag
Erscheinungsdatum: 2. Dezember 2019
Seitenanzahl Printbuch:236 Seiten
Genre:Fantasy
Zeitraum 01.05.20-13.05.20
Band einer Reihe: Wahrscheinlich
ISBN:3957202655
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Ich danke hier Jörg Krämer noch mal herzlich für die Bereitstellung seines Romanes….Die Bereitstellung des Rezenzionsexemplar beeinflusst nicht meine Meinung

Klappentext

In einer zerstörten Welt, bewohnt von Mutanten und erwachten Wesen, findet Erik seine große Liebe: Irinskat.
Alles scheint perfekt. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Irinskat und ihre Tochter Nanuk werden von Plünderern entführt.
Kann Eriks vierbeiniger Gefährte Odin, ein riesiger Bärenhund, helfen, Irinskat zu retten?
Und welche Rolle spielt Giada, die italienische Kriegerin, der sie unterwegs begegnen?
Während der Suche tritt immer häufiger Eriks Geheimnis zutage. Wird das seine Familie retten oder seine Gefährten in den Untergang reißen?
Zach, der Waldkauz, ist Nanuks Freund. Er unterstützt die Gefährten als Kundschafter und erzählt ihre Geschichte auf seine ganz eigene Art und Weise.

Meine Zusammenfassung

Die Welt hat sich verändert. Eine verheerende Pandemie hat die Menschen fast ausgerottet und Mutanten hervorgebracht. Erik lebt mit seiner Familie in Frieden. Dann passiert was schlimmes. Seine Frau derenTochter werden entführt. Und er weiss auch von wem. Nichts kann ihn halten. Sein treuer Freund, Odin, ein Bärenhund, und ein kleiner Kauz begleiten ihn auf seiner gefährlichen Reise. Unterwegs treffen sie auf Giada, die eine wichtige Verbündete wird. Zach ist Aug und Ohr für die Truppe und erzählt hier seine Geschichte. Zwischen ihm und dem Hund gibt es eine telepathische Verbindung, ebenso zwischen Odin und Erik. Während Zach sich um den Bericht ihrer Reise kümmert, erfahren wir in den Zwischenkapitel mehr von Eriks Vergangenheit. Was macht ihn so besonders und auch gefährlich beim Kämpfen? Welche Verbindung hat er zum Entführer und was hat die Menschheit fast ausgerottet? Viele Fragen, die durch eine aufregende und auch blutige Reise führen.

Meine Meinung

Fantasy lese ich schon sehr gerne. Aber ich hab immer bisschen Schwierigkeiten mit den Namen und den Orten. Hier hat Jörg das sehr angenehm gelöst. Die Namen sind realistisch und auch die Orte kennt man. Es ist manchmal zwar etwas befremdlich, dass es solch Fantasygeschichten in der Realen Umgebung geben soll. Aber es hat alles bisschen plastischer gemacht. Ich konnte mir schön vorstellen wo hin die vier Gefährten unterwegs waren. Ich war überrascht, dass die Kämpfe doch recht blutig erzählt werden. Ganz nach meinem Geschmack. Hier wird geköpft und zerteilt und ein bisschen Magie ist auch dabei.

Ich war positiv überrascht über die Geschichte. Manchmal haben mir die Vergangenheitspassagen besser gefallen, da man sich mehr mit den Charakteren auseinander gesetzt hat. Während die Reise durch Kämpfe dominiert wurden. Das verhindert ein wenig, dass man sich mit den Charakteren identifiziert. Aber durch die Zwischenpassagen wird Erik menschlicher und zugänglicher. Die Reise ist gut beschrieben. Man kann sich durch die bekannten Ortschaften eher vorstellen wie die Wege sind.

Ich bin froh, dass ich das Buch lesen durfte. Es war wirklich mal eine ganz andere Fantasygeschichte. Durch die wenigen Seitenzahlen kam auch keine Länge auf. Es wurden nicht unnötige Füllsätze verwendet. Aber manches kam dadurch auch zu kurz und hastig. Das Ende kam mir ein bisschen zu plötzlich und hastig. Da hätten noch ein paar Seiten mehr mir gut gefallen. Aber ein kleiner Cliffhanger verspricht eine Fortsetzung

Aufbau: Das Buch erzählt zwei Geschichten. Die eine Geschichte wird in der Ich-Form von Zach, dem Kauz erzählt – die Gegenwart. Die zweite von einem Erzähler, hier erfahren wir mehr über Eriks Vergangenheit.

Cover: Ein sehr schön gestaltetes Cover, finde ich. Die Figuren sind plastisch etwas hervorgehoben.

Schreibstil: Der Schreibstil ist teilweise bisschen holprig und dann wieder ganz flüssig. Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass sich der Autor in der Vergangenheit von Erik bisschen wohler fühlte, als während seiner Reise mit den Kämpfen. Allerdings hatte es auch den Effekt, dass man merkte, dass Erik sich auf der Reise nur auf seine Familie konzentrierte und möglichst wenig Gefühle aufbringen wollte. Was in der Vergangenheit wesentlich intensiver war, da er dort viel Verlust, Angst, Freude und Liebe kennen lernte.

Figuren:

Die Figuren, die auch in Eriks Vergangenheit auftauchten, wurden wesentlich intensiver dargestellt. Giada, die nur in der Gegenwart als Begleiterin auftaucht, bleibt dagegen etwas distanziert.

Atmosphäre und Spannung waren beide gut getroffen. Originalität war definitiv gegeben, da die Geschichte von einem Kauz erzählt wurde und man die Welt aus einer anderen Perspektive sah. Auch fand ich es interessant, dass die Geschichte in einer bekannten Gegend spielte. Die Auswirkungen der Pandemie brachte durch die hervorgebrachten Mutationen viel Action herein. Die Kämpfe waren sehr gut beschrieben, ohne so übertrieben zu wirken. Es ist Fantasy, da darf es etwas mehr sein – aber nicht Hollywood-Like – das fand ich gut.

Fazit

Ein actionreicher Fantasyroman in einer dystopischen Zukunft, die in einer realen Umgebung spielt, was einem sehr gut dabei hilft mitzugehen. Ich fand es sehr gut, wenn auch manchmal etwas zu oberflächlich, was den wenigen Seiten geschuldet ist. Unterhalten hat mich die Geschichte auf jeden Fall und ich bin gespannt auf die Fortsetzung. Für Fantasyfans und vor allem Fantasyanfänger geeignet, die nicht immer Lust haben in so extrem unbekannte Welten eintauchen zu müssen und sich vor den dicken Wälzern verschrecken lassen. Hier kann man spannend mitreisen und so einige Köpfe rollen lassen.  Und die Welt von oben sehen.

Drachenkind: Vertrauen | Verwandlung | Finsternis

Autor: Drachenkind
Titel: Drachenkind: Vertrauen | Verwandlung | Finsternis
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 15. Dezember 2017
Seitenanzahl Printbuch: 692 Seiten
Genre: Fantasy
Zeitraum: 02,03,19-28.03.19
Band einer Reihe: Ja – Fortsetzung wird erwartet
ASIN: B078H839SF

Klappentext

Als der sechzehnjährige Eric herausfindet, dass er kein Mensch ist, beginnen seine Welt und sein Sinn für Realität langsam auseinanderzubrechen. Unglaubliche Geheimnisse und Täuschungen, seine tiefsten Ängste und die dunkelsten Mächte setzen eine schleichende, gefährliche Wesensänderung in Gang und lassen in Eric bald nur noch eine Frage zu: Was bin ich wirklich und wem kann ich noch vertrauen? Für ihn und Jack, seinen engsten Verbündeten und Freund, beginnt eine lange und harte Suche nach der Wahrheit, welche die schützenden Grenzen ihrer Welt völlig auflöst und ihre unbedingte Freundschaft und ihr Vertrauen zueinander bitter auf die Probe stellt.

Meine Zusammenfassung

Eric ist sechzehn und erlebt jede Nacht seinen Tod. Er träumt. Sein bester Freund, Jack und er haben ihre Eltern verloren und leben in einem Heim. Eric wurde von Mia, der Heimleiterin adoptiert. Er bemerkt oft selbst, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Eines Tages, als er einem Mobbinopfer zur Hilfe eilt, geschieht etwas unaussprechliches mit dem Täter. Dies ist der Ausgangspunkt. Etwas erwacht in Eric. Mit diesem Erwachen ändert sich alles. Sie müssen fliehen, da der Herrscher nach dem Jungen sucht. Sie fliehen in eine andere Galaxy – eine Parallelwelt in der Menschen, Tiere und Magie gemeinsam harmonisch herrschen. Aber diese Welt und die Erde werden vom Herrscher und seinen Seelenlosen Schergen bedroht. Eric ist ein Drache – aber nicht nur – er ist ein Gestaltwandler mit vielen Fähigkeiten und sehr mächtig. Aber ist er ein Mensch, oder ein Drache? Welche Geheimnisse haben Mia und Jack ständig vor ihm. Kann er ihnen uneingeschränkt trauen. Und was hat es mit seinen Träumen auf sich? Erinnerungen, Erlebnisse, Visionen? Er trifft auf viele Verbündete, aber auch viele Spione, die ihm nach dem Leben trachten. Mehr und mehr findet er zu seinem wahren ICH. Und das kann unberechenbar sein. Auf welcher Seite wird er kämpfen? Die der Allianz zwischen Tier und Mensch, oder der des Herrschers? Was ist sein Schicksal und warum will der Herrscher ihn als erstes finden?

Meine Meinung

Ein faszinierendes Buch. Ich bin in diesem Genre noch nicht so weit herum gekommen um direkte Vergleiche zu schliessen. Ich war, trotz der langen Zeit, die ich zum Lesen brauchte, ziemlich gefesselt von der Geschichte. Es ist nicht nur ein Roman über Drachen. Es ist tiefgehender. Oft wird es etwas philosophisch und man folgt tief den Gedankengängen von Eric und Jack, zwei Teenager, die statt Fussball zu spielen Welten retten sollen. Der Inhalt dreht sich um  Zerissenheit zwischen Vertrauen und Misstrauen. Was ist Wahr und was Illusion. Freundschaft und Vertrauen sind hier ein wichtiges Thema. Die Träume, die Erik immer wieder hat, sind das Träume oder Erinnerungen? Der Aufbau dieser Welt hat mich ziemlich gefangen genommen. Man findet sich in einer toll gezeichneten Welt wieder, die viel Details aufweist. Auch viele andere Dinge waren sehr detailliert beschrieben, ohne langweilig zu werden. Es ist auf jeden Fall kein Buch, das man zwischen Tür und Angel lesen kann. Man sollte sich schon etwas Zeit nehmen um sich darauf einzulassen. Die Welt und viele Ereignisse sind so toll gestaltet, dass man leicht den Zusammenhang verliert, wenn man immer nur Zeit hat paar Sätze zu lesen.

Ich hab einige Kommentare in manchen Foren verfolgt und vielen ist es aufgestoßen, dass der/die Autor/in anonym bleiben möchte. Es ist tatsächlich seltsam, dass man seinen Namen nicht mit seinem Werk verbinden möchte – aber mich hat es eigentlich nicht gestört. Ich habe einige Selbstpublisher gesehen, die nur mit Initialen veröffentlichen. Dies hat meinen Lesefluss nicht beeinflusst. Auch wurde oft bemängelt, dass der Einstieg eher langatmig sei. Auch dann fand ich jetzt nicht so. Ich weiss allerdings nicht, ob das mittlerweile überarbeitet wurde.

Man hätte eventuell einiges kürzen können. Viele Bewegungen wirkten etwas zu lange und mir fehlten dazwischen immer mal paar Kämpfe. Durch den philosophischen Touch, der oft Auftaucht flacht die Spannung manchmal etwas ab – wobei man sich dann wieder von der schönen Landschaft begleiten lassen kann.

Schreibstil

Ich hatte keine Einstiegsprobleme. Man konnte dem Text flüssig folgen. Fehlendes Lektorat – gut, da wäre vielleicht die ein oder andere Ausdrucksweise und die Länge korrigiert worden – aber ich bin so gut wie nicht ins Stolpern gekommen.

Figuren:

Die Charaktere sind in meinen Augen gut gelungen. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Sie sind rätselhaft und man fragt sich ständig – Freund oder Feind?

Atmosphäre und Spannung

Die Spannung leidet manchmal durch die vielen Wege, die Eric zu gehen hat um an die jeweiligen Ziele zu gelangen. Es gibt auch manchmal Wiederholungen, die nicht unbedingt hätten sein müssen und bisschen von der Spannung nehmen. Aber sie kommt immer wieder und man bleibt gespannt wie sich die ganze Geschichte entwickelt. Vorallem finde ich das Ende ziemlich faszinierend gestaltet. Ein Cliffhanger? Ja – aber selbst wenn es keine Fortsetzung gäben würde, könnte man das durchaus so stehen lassen und seine eigene Fantasie spielen lassen.

Was mir nicht gefiehl

Es waren wirklich viel Seiten. Die Welt die vom Autor geschaffen wurde ist richtig toll vorstellbar – und das von mir, die sich kaum etwas vor dem geistigen Auge aufbauen kann. Es hätte bestimmt das ein oder andere Kapitel etwas gestrafft werden können, ohne die Tiefe zu verlieren. Viele Seiten schrecken die Leser meist ab. Es gibt viele offene Fragen, auf die man dann in den Fortsetzungen die Antworten erhalten wird. Ansonsten habe ich eigentlich keine Kritikpunkte.

Allgemeines

Ich finde man muss ein Buch/Film/Serie nicht immer tot analysieren. Für mich zählt immer der Unterhaltungsfaktor. Es muss stimmig und rund sein und ich muss mich wohlfühlen in der Geschichte. Ich stolpere nicht so oft über „Fehler“ wie so manch anderer Leser. Vielleicht zu oberflächlich? Vielleicht – aber das nimmt mir nicht den Spass an der Geschichte. Da dieses Buch schon veröffentlicht ist, bewerte ich auch nur, dies. Rechtschreibfehler, gab es kaum. Schachtelsätze, sind mir nicht störend aufgefallen. Das einzige ist die Länge….Da könnte man noch bisschen straffen.

Thema Drachen: 

Bei der Vorstellung dieses Buches hier, habe ich bei manchen Kommentaren gelesen, dass das Thema Drachen einfach zu ausgelutscht ist. Ja, das ist möglich – ich könnte mir vorstellen, das viele nicht mehr dazu greifen, da es wirklich viel Drachenbücher gibt. Genau wie Vampirbücher – vor allem die romantischen…Auch hier habe ich den Vorteil nicht so viel in dem Genre unterwegs zu sein und objektiv unvorbelastet dran gehen zu können. Hätte es ein Drachen sein müssen – nein und das macht der Autor auch deutlich, da er Eric als Gestaltwandler darstellt, der auch andere Formen annehmen kann.

Thema Autor

Ich hatte sehr netten Emailkontakt und kann sagen – hier steckt ein sympathischer Schreiber dahinter. Auch in den Foren kann ich sagen, dass die Kritikpunkte immer gut aufgenommen wurden und ein sehr höflicher Umgangston herrschte – Angriffe wurden immer sehr ruhig beantwortet. Ich hatte oben ja schon erwähnt, dass es zwar seltsam ist, dass der Autor anonym bleiben will, aber es weder meine Meinung noch meinen Lesefluss beeinträchtigt hat. Es wird Gründe geben und die überlasse ich dem Autor…Pseudonym wäre möglich gewesen. Ist ein Name wichtig für ein gutes Buch? Wieviel bekannte Namen haben einen enttäuscht? Bei mir kommt es gar nicht so häufig vor, dass ich einen Autor öfter lese – ausser es ist ein Reihenbuch. Natürlich ist ein bekannter Name ein Verkaufsgarant – aber kein Garant, dass immer alle Geschichten gut sind.

Ach ich ufere aus…also kommen wir zu:

Fazit

Diese Buch mag man, oder mag man nicht – das geht ganz klar aus den Diskussionen in diesem Forum hervor. Mir hat die Welt und die Geschichte gut gefallen. Wobei ich sagen muss, dass die Seitenzahl wirklich abschreckt. Ich bin froh es angeboten bekommen zu haben, da mir sonst eine interessante Geschichte entgangen wäre. HIER gibt es eine sehr ausführliche Leseprobe für Interessierte. Hier kann man antesten, ob es einen gefangen nimmt, oder eher uninteressiert lässt. Ich konnte gut eintauchen und die Welt geniessen.

Charaktere

Mia – sie ist Erics Adoptivmutter und Heimleiterin. Sie verbirgt viele Geheimnisse vor Eric und bleibt immer etwas distanziert. Mit ihr kann man nicht so warm werden.

Jack – ist vierzehn und wohnt mit Jack im Heim. Auch er hat seine Eltern verloren und Mia hat sich ihm angenommen und auch in Meditation und anderen Trainiert. Er ist der beste Freund von Eric und sehr sympathisch. Aber auch er verbirgt einige Geheimnisse. In ihm steckt mehr als man ahnt.

Eric – eine gebeutelte Seele. Er träumt jede Nacht von seinem Tod. Von einem geheimnisvollen Wesen. Bis er erwacht und sich wandelt. Er ist ein Drache und ein mächtiger. Ein sympathischer Charakter

Seath – Mias Tochter. Ein starker Charkater, der die Jungs im Kampf unterrichtet und immer zuverlässig ist.

 

Einen herzlichen Dank an den/die Autor/in, mir wurde das E-Buch als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich gebe hier – trotz kostenlosem Exemplar  – meine eigene, ehrliche Meinung wieder 

Nele Hansen – Sieben x Miete=Eigenheim – Wenn aus mieten kaufen wird

Nele Hansen – Sieben x Miete=Eigenheim – Wenn aus mieten kaufen wird

Autor: Nele Hansen
Titel: Sieben x Miete=Eigenheim – Wenn aus mieten kaufen wird
Verlag: TWENTYSIX
Erscheinungsdatum: 21.11.2017
Seitenanzahl Printbuch: 228 Seiten
Genre: Humor
Gelesen als: Print
Zeitraum 19.12.17-21.12.17


Worum es geht Sophie und Mark lernen sich während des Studiums kennen – Liebe auf den ersten Blick – und was ist der nächste und nächste und nächste und letze Schritt? Das gemeinsame Wohnen – folgt ihnen von einer Wohnung zu nächsten und von einem schrägen Nachbarschafts-Erlebnis zum nächsten – bis sie endlich ins Eigenheim kommen


Meine Meinung:

Ich mochte das Buch von Anfang an – die Begegnung von Sophie und Mark war schon so romantisch – da ging mir schon das Herz auf.

Sophie und Mark waren wirklich richtig sympathisch. Und ausdauernd. Wir haben auch einige Nachbarn kennen gelernt – ihr könnt euch vorstellen, mit zwei grossen Hunden, hatten wir auch unseren Spass. Das war damals dann auch der Grund, warum WIR uns für ein Eigenheim entschieden hatten. Wir haben zwar hier auch schon Probleme mit den Nachbarn gehabt – aber das ist uns jetzt egal – denn es ist unser Haus. Nun gut noch der Bank…aber irgendwann unser Haus. Wir sind schneller eingebrochen.

Es ist wirklich erschütternd, komisch was die beiden in ihrer Mieter-Zeit alles erleben mussten/durften – schlimm für sie – schön für uns. So konnte Nele es für uns zusammentragen und dieses witzige Buch schreiben. Wenn man nicht wirklich schon selbst einige Erfahrungen hat sammeln können, würde man es nicht glauben – aber es ist wirklich so. Ich habe mich so oft amüsiert und geschmunzelt und den Kopf geschüttelt. Es war schon fast ein humorvoller Krimi.

Der Schreibstil ist sehr angenehm – Es gab einige Schachtelsätze, über die man noch  mal lesen musste, aber sehr gering und erträglich. Schön war auch, das Nele immer mal paar Details über die Orte oder Sehenswürdigkeiten eingebaut hat, in die Mark und Sophie zogen.

Manchmal hätte ich mir bisschen mehr von Sophie und Mark gewünscht – die Geburt, die Arbeit – aber – es ging  ja nicht darum in dem Buch – sondern um die Erfahrungen mit den Menschen…das war das Zentrale in diesem Buch – genau auf den Punkt gebracht – und das ist wirklich gut gelungen. Im Nachwort erwähnt Nele genau das auch noch mal. Kein Schnickschnack oder unnötiges Seitengefülle. Das war ungewohnt, erfrischend.

Fazit:

Mir hat es richtig Spass gemacht mit Mark und Sophie die einzelnen Stationen ihrer Wanderung mitzuerleben. Ich war gerührt, erfreut, überrascht und amüsiert. Ich spreche hier eine Leseempfehlung für alle aus, die schon einige Umzüge erlebt haben oder es noch vorhaben – oder auch für die, die einfach mal den Kopf über die Menschen schütteln wollen.

Vielen   Dank an Nele, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen durfte.