Krämer, Jörg – Gefährten der Hoffnung- Eriks Suche

Autor: Krämer, Jörg
Titel: Gefährten der Hoffnung- Eriks Suche
Verlag: net-verlag
Erscheinungsdatum: 2. Dezember 2019
Seitenanzahl Printbuch:236 Seiten
Genre:Fantasy
Zeitraum 01.05.20-13.05.20
Band einer Reihe: Wahrscheinlich
ISBN:3957202655
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Ich danke hier Jörg Krämer noch mal herzlich für die Bereitstellung seines Romanes….Die Bereitstellung des Rezenzionsexemplar beeinflusst nicht meine Meinung

Klappentext

In einer zerstörten Welt, bewohnt von Mutanten und erwachten Wesen, findet Erik seine große Liebe: Irinskat.
Alles scheint perfekt. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Irinskat und ihre Tochter Nanuk werden von Plünderern entführt.
Kann Eriks vierbeiniger Gefährte Odin, ein riesiger Bärenhund, helfen, Irinskat zu retten?
Und welche Rolle spielt Giada, die italienische Kriegerin, der sie unterwegs begegnen?
Während der Suche tritt immer häufiger Eriks Geheimnis zutage. Wird das seine Familie retten oder seine Gefährten in den Untergang reißen?
Zach, der Waldkauz, ist Nanuks Freund. Er unterstützt die Gefährten als Kundschafter und erzählt ihre Geschichte auf seine ganz eigene Art und Weise.

Meine Zusammenfassung

Die Welt hat sich verändert. Eine verheerende Pandemie hat die Menschen fast ausgerottet und Mutanten hervorgebracht. Erik lebt mit seiner Familie in Frieden. Dann passiert was schlimmes. Seine Frau derenTochter werden entführt. Und er weiss auch von wem. Nichts kann ihn halten. Sein treuer Freund, Odin, ein Bärenhund, und ein kleiner Kauz begleiten ihn auf seiner gefährlichen Reise. Unterwegs treffen sie auf Giada, die eine wichtige Verbündete wird. Zach ist Aug und Ohr für die Truppe und erzählt hier seine Geschichte. Zwischen ihm und dem Hund gibt es eine telepathische Verbindung, ebenso zwischen Odin und Erik. Während Zach sich um den Bericht ihrer Reise kümmert, erfahren wir in den Zwischenkapitel mehr von Eriks Vergangenheit. Was macht ihn so besonders und auch gefährlich beim Kämpfen? Welche Verbindung hat er zum Entführer und was hat die Menschheit fast ausgerottet? Viele Fragen, die durch eine aufregende und auch blutige Reise führen.

Meine Meinung

Fantasy lese ich schon sehr gerne. Aber ich hab immer bisschen Schwierigkeiten mit den Namen und den Orten. Hier hat Jörg das sehr angenehm gelöst. Die Namen sind realistisch und auch die Orte kennt man. Es ist manchmal zwar etwas befremdlich, dass es solch Fantasygeschichten in der Realen Umgebung geben soll. Aber es hat alles bisschen plastischer gemacht. Ich konnte mir schön vorstellen wo hin die vier Gefährten unterwegs waren. Ich war überrascht, dass die Kämpfe doch recht blutig erzählt werden. Ganz nach meinem Geschmack. Hier wird geköpft und zerteilt und ein bisschen Magie ist auch dabei.

Ich war positiv überrascht über die Geschichte. Manchmal haben mir die Vergangenheitspassagen besser gefallen, da man sich mehr mit den Charakteren auseinander gesetzt hat. Während die Reise durch Kämpfe dominiert wurden. Das verhindert ein wenig, dass man sich mit den Charakteren identifiziert. Aber durch die Zwischenpassagen wird Erik menschlicher und zugänglicher. Die Reise ist gut beschrieben. Man kann sich durch die bekannten Ortschaften eher vorstellen wie die Wege sind.

Ich bin froh, dass ich das Buch lesen durfte. Es war wirklich mal eine ganz andere Fantasygeschichte. Durch die wenigen Seitenzahlen kam auch keine Länge auf. Es wurden nicht unnötige Füllsätze verwendet. Aber manches kam dadurch auch zu kurz und hastig. Das Ende kam mir ein bisschen zu plötzlich und hastig. Da hätten noch ein paar Seiten mehr mir gut gefallen. Aber ein kleiner Cliffhanger verspricht eine Fortsetzung

Aufbau: Das Buch erzählt zwei Geschichten. Die eine Geschichte wird in der Ich-Form von Zach, dem Kauz erzählt – die Gegenwart. Die zweite von einem Erzähler, hier erfahren wir mehr über Eriks Vergangenheit.

Cover: Ein sehr schön gestaltetes Cover, finde ich. Die Figuren sind plastisch etwas hervorgehoben.

Schreibstil: Der Schreibstil ist teilweise bisschen holprig und dann wieder ganz flüssig. Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass sich der Autor in der Vergangenheit von Erik bisschen wohler fühlte, als während seiner Reise mit den Kämpfen. Allerdings hatte es auch den Effekt, dass man merkte, dass Erik sich auf der Reise nur auf seine Familie konzentrierte und möglichst wenig Gefühle aufbringen wollte. Was in der Vergangenheit wesentlich intensiver war, da er dort viel Verlust, Angst, Freude und Liebe kennen lernte.

Figuren:

Die Figuren, die auch in Eriks Vergangenheit auftauchten, wurden wesentlich intensiver dargestellt. Giada, die nur in der Gegenwart als Begleiterin auftaucht, bleibt dagegen etwas distanziert.

Atmosphäre und Spannung waren beide gut getroffen. Originalität war definitiv gegeben, da die Geschichte von einem Kauz erzählt wurde und man die Welt aus einer anderen Perspektive sah. Auch fand ich es interessant, dass die Geschichte in einer bekannten Gegend spielte. Die Auswirkungen der Pandemie brachte durch die hervorgebrachten Mutationen viel Action herein. Die Kämpfe waren sehr gut beschrieben, ohne so übertrieben zu wirken. Es ist Fantasy, da darf es etwas mehr sein – aber nicht Hollywood-Like – das fand ich gut.

Fazit

Ein actionreicher Fantasyroman in einer dystopischen Zukunft, die in einer realen Umgebung spielt, was einem sehr gut dabei hilft mitzugehen. Ich fand es sehr gut, wenn auch manchmal etwas zu oberflächlich, was den wenigen Seiten geschuldet ist. Unterhalten hat mich die Geschichte auf jeden Fall und ich bin gespannt auf die Fortsetzung. Für Fantasyfans und vor allem Fantasyanfänger geeignet, die nicht immer Lust haben in so extrem unbekannte Welten eintauchen zu müssen und sich vor den dicken Wälzern verschrecken lassen. Hier kann man spannend mitreisen und so einige Köpfe rollen lassen.  Und die Welt von oben sehen.