Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 3 – Mia und Benji und die zwei anderen Katzen die Hunde sind

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1 findet ihr HIER

Teil 2 findet ihr HIER

 

Mia und Benji haben sich eingelebt. Es sind mittlerweile zwei Monate vergangen und sie haben ihre Menschen total um die Krallen gewickelt. Sie wissen jetzt auch, dass die beiden stinkenden und lauten Katzen Hunde genannt werden. Eine Hündin und ein Rüde. Der Rüde ignoriert sie einfach, sie schwänzeln manchmal an ihm vorbei. Da bleibt er einfach stehen und wartet, das sie aufhören. Er bellt sie manchmal an, wenn er auf ihren Platz will,  aber da ignorieren sie ihn und schwänzeln wieder. Aber die Hündin – die ist empfänglicher. Sie war gerade Scheinschwanger als die beiden ihre Höhle verliessen und hat Milch gegeben. Die beiden Kitten haben sich sofort auf die Zitzen gestürzt. Das schmeckte gut. Und die Hündin genoss es. Aber sie wollte auch nicht zuviel von den beiden Katzen wissen. Sie war immer vorsichtig. Jetzt verhindern die Menschen es, dass Mia und Benji saufen. Sie wollen dass der Milchfluss aufhört. Das ist gemein.

Aber sie füttern sie lecker. Ach sind die Menschen so schön zu beeindrucken. Es lagen kleine Knochen für die, die sich Hunde nennen bereit und als Mia sich darauf stürzte war die Menschenfrau ganz entzückt. Sie sagte zu ihrem Menschenmann:

„Ach schau, ist die nicht niedlich, die will mit dem Knochen abhauen. Ich glaube sie wollen schon was richtiges zu Essen. Die sind so drollig, die beiden. Ich könnte sie fressen“

Der Mann drehte sich um, verdrehte die Augen und schmunzelte heimlich. Die Katzen hatten ihn aber schon durch schaut. Er tat nur so als würde er sich über die Gefühlsduselei der Frau amüsieren, aber heimlich genoss er es wenn der Kater zu ihm kam und ihn laut anschnurrte. Ja – die beiden hatten ihre Menschen sowas von um die Kralle gewickelt.

Mia setzte sich gerne auf den Schoss der Frau. Einfach hinstetzen, schmussen, die Stirn ablecken und durch die Gegend schauen.

„Wo schaust du denn hin?“ Fragte die Frau dann immer und folgte Mias Blicken. Mia lachte dann immer – es hörte sich für die Menschen natürlich wie Schnurren an – Sie sagte zu ihrem Bruder: „Ach – das könnte ich ewig machen. Einfach  mal durch die Gegend schauen und die Menschen verwirren. Ist das nicht ein Spass?“

„Ja“, sagte Benji. „Genau, wie es immer toll ist altes Spielzeug aufzutreiben. Sie werden das Versteck nie finden. Und es macht so ein Spass, wenn ich mit einer Maus ankomme, die sie schon vor Wochen vermissten. Ich liebe das. Oder was auch so toll ist. Ich liebe es Kartons an zu knabbern und die Fetzen dann zum Spielen in ihre Schlafhöhle zu schleppen. Was für ein Spass. Oder weisst du was auch so toll ist, wenn die auf ihrem Klo sitzen – ein Spielzeug bringen. Ein Fitzel Folie, Pappe oder was auch immer ich finde. Dann vor die Füsse legen und laut schnurren. Da sind sie hilflos ausgeliefert. Sie sitzen da und können nicht weg…Ach das macht so ein Spass“

„Ich liebe ja die Gummis. Die Frau ist manchmal wirklich ein bisschen dämlich. Da zieht sie mit mir an so einem Gummi und traut sich nicht los zu lassen, weil sie mir nicht das Näschen verletzten will….Aber ich habe diese Skrupel nicht. Das mache ich besonders gerne, wenn sie  mir die Krallen geschnitten hat. Ich hasse es, wenn sie das macht. Dafür gibt es dann ein Gummi-Schnalzer“

„Du hast Recht, ich hasse dieses Krallenschneiden auch. Sie sollen sich nicht so haben. So schlimm kann es doch nicht sein. Weisst du was ich so toll finde, wenn sie die beiden Katzen-Hunde in den Hof lassen und ich will raus. Da hüpfe ich immer auf die Frau..sie liebt das. Autscht manchmal, aber sie liebt es, wenn ich sie auf ihre Arme springe. Der Mann nicht – der verflucht die Frau, dass sie mir das „beigebracht“ hat. Wir haben es gut hinbekommen, mit den beiden. Mama wäre stolz auf uns.“

„Ach ich schlafe so gerne auf der Frau, “ meint Mia. “ Und das beste ist, wenn sie merkt, dass ich auf ihr liege, dann bewegt sie sich nicht mehr, damit ich nicht runter rutsche. Sie plappert dann immer etwas wie toll es ist. Und dass es ein absoluter Vertrauensbeweis ist, dass ich auf ihr schlafe – sind sie nicht niedlich?“

„Aber weisst du, Mia, was mir so richtig Spass macht. Wenn die Menschen Pakete bekommen. Ich liebe es in diese Kisten zu springen und die Reaktion der Menschen zu sehen. Die denken WIR sind da total begeistert. Es macht natürlich Spass da rein zu hüpfen und alles rauszuräumen, aber ich würde auch nicht soo lange darin sitzen, wenn die schneller dieses viereckige Ding zücken würden, bei dem vorne immer so ein helles Licht heraus kommt. Das scheint ihnen echt wichtig zu sein. Denn ständig rufen sie dann: Benji, Mia. Und quietschen aus ihrem Mund. Menschen. Die sind schon bisschen peinlich.“

Die beiden unterhielten sich noch eine ganze Weile darüber was denn so toll ist die Menschen an der Leine zu führen und an ihr zu ziehen, wenn sie wollen, dass sie springen, bis sie dann auf die Hunde zu sprechen kamen.

„Diese komischen Katzen, die sich Hunde nennen sind auch seltsam, oder was meinst du Mia?“

„Da hast du sowas von Recht. Vorallem sie, sie umrundet die Menschen immer wie der Mond die Erde. Wie ein Schatten. Er ist etwas ruhiger. Aber er ist auch schon richtig alt. Der wird nur hibbelig wenn es ums Fressen geht, da hüpft er wie ein kleiner Welpe. Die beiden sind wirklich seltsam. Aber ich mag sie irgendwie. Und die Menschen lieben sie wohl ähnlich wie uns. Natürlich kann man niemanden mehr lieben als Katzen, aber wir teilen diese Zuneigung großzügig mit diesen Hunden. So sind wir Katzen. Wir wissen wie wir unser Volk befriedigen können.“

Die beiden lachten – was sich wieder wie ein schnurren anhörte – rollten sich zusammen und schliefen ein.

ENDE

 

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Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 2 – Mia und Benji und die zwei anderen Katzen die Hunde sind

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1 findet ihr HIER

 

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Lasst uns zwei der vier Katzen in ihr neues zu Hause begleiten.

Bruder und Schwester – sie verstanden noch nicht so ganz was geschehen war. Ihre Mutter hatte es ihnen zwar erklärt, aber sie konnten es nicht verstehen. Sie hatten wahnsinnige Angst. Sie waren in einer dunklen Kiste mit einem Tuch, das so stark nach ihrer Mutter roch, dass sie kläglich anfingen zu maunzen. Endlich hörte das gewackel auf. Und der Deckel öffnete sich. Es schaute ein fremdes Gesicht zu ihnen hinein. Es sah sehr freundlich und lieb aus, aber die beiden hatten einfach zu viel angst und drückten sich aneinander. Auf einmal fing das Gesicht an zu sprechen.

„Hallo ihr zwei. Ihr habt Angst ich weiss. Ach ihr seid so süss. Schatz, was meinst du. Sie sehen aus wie eine Mia und ein Benji. Die Namen passen so gut.“

„Ach – ich weiss nicht. Lass sie uns erst noch bisschen beobachten, bis wir ihnen Namen geben. Mach den Deckel zu, du machst ihnen Angst.“

Und schon wurde es wieder dunkel. Die beiden atmeten auf und schauten sich an.

„Ich weiss – Mama hat gesagt, wir sollten keine Angst haben,“ Sagte der Kater zu seiner Schwester, „Aber ich kann nicht aufhören zu zittern und zu jammern. Ich habe solche Angst. Warum konnten wir nicht bei Kate bleiben? Ich versteh das nicht. Da hatten wir doch alle genug Platz. Wir kannten uns aus und wussten wo wir spielen durften. Wer weiss, was das für zwei Menschen sind. Vielleicht sind sie nicht nett zu uns.“

„Ich habe auch Angst. Aber ich denke Mama und Kate hätten uns auf keinen Fall zu irgendwelchen Menschen gegeben, die böse sind. Wir müssen ihnen vertrauen und hoffen, dass wir – wie Mama es uns beigebracht hat – die Menschen schnell zu unserem Personal machen können. Das wird unsere Prüfung werden.“

Die beiden kuschelten sich anneinander und warteten. Als das Auto zum Stehen kam und das gewackel wieder anfing wurden die beiden wieder unruhig. Sie zitterten und drückten sich ganz eng an. Nicht lange und sie wurden auf einen Boden gestellt. Sie schnupperten und es roch alles so fremd und beängstigend. Menschlicher Geruch kannten sie ja von Kate. Selbst wenn die beiden neuen Menschen noch andere Gerüche vereinten. Aber da waren noch andere Gerüche. Das war ganz fremd für sie. Auch die Geräusche, die mit diesen Gerüchen zusammen kamen. Lebendig aber fremd. Dann öffnete sich der Deckel. Sie sahen noch mal die Frau und auch den Mann. Dann gingen die beiden hinaus und ließen sie alleine.

Die beiden betrachteten sich und schoben die Köpfe aus dem Korb. Hier stand viel herum. Der Kater war mutig und hüpfte aus dem Korb. Seine Schwester zog sich schnell zurück. Sie hörten die Menschen und diese anderen Geschöpfe. Schnell kam ihr Bruder zurück. Sie drückten sich an den Boden und zitterten. Es wurde dunkel und sie hörten wie die Familie sich zurück zogen. Das war die Zeit, die die beiden nutzten um sich umzuschauen. Sie verliessen die Box und fingen an alles ganz vorsichtig zu beschnuppern und zu betrachten. Leise schlichen sie sich aus dem Zimmer und schauten. Da war eine Treppe. Sie führte nach unten. Der Bruder ging voraus.

„Folge mir, ich denke da unten ist keiner. Ich höre nur noch Geräusche aus dem Zimmer dort drüben und da ist die Tür zu. Lass uns schauen was da unten ist. Ausserdem muss ich echt mal dringend.“

„Okay. Geh vor ich komme sofort nach. Ich will auf keinen Fall alleine hier bleiben.“

Die beiden tapsten tapfer nach unten und folgten ihrer Nase. Den Geruch des Katzenklos kannten sie. Schnell schlüpften sie in den Raum und jeder ging auf eines der beiden Toiletten. Sie atmeten tief aus. Das war dringend. Jetzt konnten sie weiter gehen. Sie rochen Futter. Aber der Magen war einfach verknotet. Essen war überhaupt nicht drin. Sie gingen von Zimmer zu Zimmer und alles roch fremd. Sie sahen Kratzbäume  – das kannten sie und sie hüpften schnell drauf. Schnell wurden die Krallen gewetzt, das beruhigte sie. Und von oben konnten sie alles besser betrachten. Es sah ganz nett aus.

Am nächsten Tag nahmen die beiden Menschen ihren Korb und trugen ihn in das Zimmer, das gestern verschlossen war. Oben gelegen – auf einer Kommode – hatten sie ein kleines Häuschen aufgestellt. Sofort flohen Mia und Benji da hinein und schauten immer mal wieder heraus.

Als Mia ihr neues Zuhause betrachtete. Wusste sie. Ja sie hatten es geschafft. Und als sie ihre neuen Bediensteten sah war sie mehr als zufrieden. Sie schubste ihren Bruder an und schnurrte leise. „Hier sind wir richtig.“ Und war sofort wie erstarrt als zwei riesen Katzen um die Ecke stürmten und bellten.

„Das sind doch keine Katzen“. Meinte Benji. „Das ist irgendwas trampeliges, das sich total affig aufführt. So würden Katzen sich nie erniedrigen. Nein, Nein. Das ist was anderes. Ich glaube nicht, dass sowas in unserem Familienstamm zu finden ist. Sie sind laut, stinken und schnurren falsch. Nein. Aber wir werden es bestimmt erfahren. Jetzt bin ich erstmal müde. Komm lass uns erstmal wieder in diese Höhle verschwinden. Diese Menschen, die uns in Zukunft bedienen werden, sehen ganz ok aus. Ich denke hier lässt es sich aushalten.“

Die beiden Menschen betrachteten ihre neuen Familienmitglieder und riefen diese trampeligen vierbeiner zu sich.

„Ihr beiden, ihr müsst etwas vorsichtig sein. Die Katzen sind noch so klein, nicht dass ihr sie tretet. Macht langsam und dann wird das bestimmt gut werden. Ihr habt doch schon Erfahrung mit Katzen, also. Ihr seid keine Katzenanfänger. Kommt her.“

Die Frau schnappte sich die beiden und knuddelte sie richtig fest. Das schien den beiden zu gefallen. Mia lunzte aus ihrer Höhle und wunderte sich etwas. Hoffentlich würde sie von dieser Frau nicht auch so grob gestreichelt. Puh.

Max und Maude genossen es und schauten sich an.

„Weisst du Maude, als die anderen beiden Katzen über die Regenbogenbrücke gegangen sind haben sie mir schon ein bisschen gefehlt. Obwohl sie ja manchmal wirklich frech waren. Wenn aber die beiden Menschen weg waren, hat man sich ja immer gut unterhalten. Ich bin gespannt wie es mit den beiden neuen wird. Meinst du wir werden uns mit ihnen verstehen?“

Mas meinte: „Ist mir egal, ich bin jetzt so alt, da erwarte ich Respekt. Und solange sie nicht an mein Futter gehen können sie machen was sie wollen“

Damit legten sich die Hunde an das Fussende des Bettes und fingen an zu schnarchen und im Traum durch die Felder zu rennen

Fortsetzung folgt.

 

 

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1

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Projekt *.txt soll der Inspiration dienen. Einmal pro Monat wird ein Wort verkündet, zu dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Texte schreiben. Es gibt keinen Druck, etwas zu schreiben, kein Datum, bis wann die Texte da sein müssen … es soll also in erster Linie Spaß machen! Die Texte schreibst und veröffentlichst du auf deinem Weblog und

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Maura hatte einen kleinen Hoffnungsschimmer. Sie war schwanger. Der Vater war schon über alle Berge – aber das war ihr egal. Sie hatte ihn ja nur wegen der Schwangerschaft gewollt. Aber die Zeiten waren schlecht für Schwangere. Es war kalt und sie fand nichts zu essen. Bald würde es soweit sein. Sie spürte schon wie die kleinen in ihr rum wuselten. Sie wollten langsam raus und die Welt erkunden. Also war es um so wichtiger schnell einen sicheren Platz zu finden wo sie die kleinen in die Welt entlassen konnte. Sie kannte eine Frau – die würde ihr helfen. Auch dann wenn die kleinen da wären würde sie Maura helfen einen guten und sicheren Platz für sie zu finden. Das war bis jetzt immer so. Und Maura hat ihre Kinder immer wieder besucht um zu sehen, dass es ihnen gut geht. Deswegen hatte sie dieses mal wieder einen kleinen Hoffnungsschimmer. Sie hatte schon vor einigen Tagen bei der Frau – sie nannte sich Kate – vorbei geschaut. Aber die Tür war verschlossen. Es war ein Schild an der Tür, aber sie konnte ja nicht lesen. Sie hoffte inständig, dass Kate jetzt für sie da war.

Es war soweit. Die kleinen wurden unruhig. Sie wollten die Welt sehen. Maura beeilte sich zu Kate zu kommen und wieder keimte der Hoffnungsschimmer in ihr auf. Was sollte nur geschehen wenn Kate nicht da wäre. Aber sie hatte sich umsonst geängstigt. Kate war da. Und sie empfing Maure freudestrahlend.

„Oh – meine Hübsche. Ist es wieder mal soweit. So langsam solltest du aber mal aufhören. Du bist nicht mehr die Jüngste. Komm schnell ins warme. Da wartet auch etwas Milch für dich. Vor dem Kamin ist ein Plätzchen für dich, da kannst du dich vorbereiten. Ich lasse dich dann in Ruhe. Komm, komm.“ Maura atmete auf. Sie und ihre Kleinen waren in Sicherheit. Vielleicht sollte sie wirklich langsam mal aufhören mit den Babys. Vielleicht könnte sie bei Kate bleiben und sie könnten sich zusammen um andere Schwangere kümmern. Sie würde sich das überlegen. Es klang schon sehr angenehm. Ein warmer Platz vor dem Kamin und eine nette Frau die sich um sie kümmert. Ja – das war es was Maura wollte. Für sich und ihre Kleinen.

Die Nacht war lange und aufregend, aber als sich der Vollmond langsam senkte und die Sonne sich den Platz erkämpfte war Maura erschöpft aber glücklich. Sie säuberte ihre Kinder und gab ihnen etwas zu trinken. Sie waren perfekt. Vier kleine, absolut bezaubernde Wesen mit so süssen rosa Nässchchen und geschlossenen Augen. Die Köpfe waren noch so schwer und sie konnten ihn kaum heben. Ihr Herz ging auf und sie begann mit ihnen zu schmussen. Sofort fingen die kleinen an ihre Nähe zu suchen und ein summen ging von ihnen aus.

Kate betrat das Zimmer. Sie war entzückt.

„Ach Maura – sie sind einfach bezaubernd. Ich könnte sie alle hier behalten wenn du wolltest. Sie sind einfach zu süss. Aber ich werde mich auf die Suche nach einem neuen Zu Hause für die vier machen. Sie werden es – wie immer – gut haben. Vertrau mir.“ Das tat Maura schon seit Jahren. Und dann rollte sie sich zusammen, ihre Kinder lagen neben ihr und schnurrten zufrieden.

Zehn Tage später öffneten das erste seine Augen. Das Köpfchen wackelte manchmal noch etwas hin und her. Diese süssen Himmelblauen Augen schauten Maura direkt in die Seele. Sie war erfüllt von Liebe. Nach und nach öffneten alle ihre Äuglein. Etwa drei Wochen nach der Geburt verliess das erste Baby das Nest. Maura war sehr aufgeregt. Obwohl sie es ja schon so oft erlebt hatte. Der kleine Kater. War sehr neugierig aber auch vorsichtig. Er trabbelte paar Schritte und verschwand schnell wieder in der Obhut seiner Mutter. Kate beobachtete alles von ihrem Sofa aus und konnte sich nicht satt sehen an diesen süssen Kleinen. Ihr Herz pochte ganz laut. Wie wenn man etwas ganz leise beobachtet und ja kein Laut von sich geben will um sie nicht zu erschrecken.

Kate war so glücklich. Es war Leben in ihrem Haus. Sie liebte es wenn die kleinen, die jetzt etwa einen Monat alt waren, ihr Gegend erkundeten. Sie waren mutig, dreist und lebhaft. Maura sass immer gerne neben Kate und manchmal hüpfte sie auch auf ihren Schoss um sich streicheln zu lassen. Sie war wahnsinnig Stolz auf ihre Kitten.

Die Zeit ging dahin, die vier wurden lebhafter und langsam wurde es Zeit sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause zu machen. Sie waren jetzt 12 Wochen alt. Kate machte sich auf die Suche. Und sie fand tatsächlich zwei liebevolle Familien, die gerne Katzen haben wollten. Und Maura war so glücklich. Sie wollten beide je ein Paar nehmen. Sie wusste, dass auch einzel vermittelte Babys glücklich wurden, aber sie war immer froh, wenn die Geschwister nicht ganz alleine waren. So hatte wenigsten jeder noch ein Geschwisterchen an der Seite.

Es wurde Zeit. Nachdem die Familien da waren und sich ihre Paare ausgesucht hatten, sollten sie in eins-zwei Wochen in ihr neues Zu Hause ziehen. Kate hatte immer Tücher, mit dem Geruch von Maura,  für die neuen Familien bereit. Die Menschen kamen und waren aufgeregt und glücklich. Endlich hätten sie ihre neuen Familienmitglieder bei sich. Sie wurden in die Körbe gepackt. Maura schupste jedes noch mit ihrem Köpfchen an und sagte:

„Ihr Lieben. Ihr wisst ihr habt immer einen Platz in meinem Herzen. Jetzt ist es an euch eurer neuen Familie soviel Freude zu machen wie ihr sie mir gemacht habt. Macht mir keine Schande und seid so brav, wie Katzen halt sind. Ich habe euch alles beigebracht, damit ihr wahre Katzen werdet. Also – ich entlasse euch in euer eigenes Leben. Ihr werdet bald die Herrscher in eurem neuen Zu Hause sein. Stellt es geschickt an. Ich liebe euch.“

Kate wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel und winkte den neuen Familien zu. Sie wollte in ein paar Wochen mal bei ihnen vorbei schauen und Maura mitnehmen. Sie wollte einfach sicher sein, die richtigen Familien ausgewählt zu haben. Sie schloss die Tür und damit fing für die vier Kitten ein neues Leben an.

Folgt zwei der Kitten in ihr neues Zu Hause. Demnächt auf diesen Seiten…

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