Fuchs, Salome – Nimmerlands Fluch

Autor: Fuchs, Salome
Titel: Nimmerlands Fluch
Verlag: Drachenmond Verlag
Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2017
Seitenanzahl Printbuch: 244 Seiten
Genre: Märchen, Märchenadaption, Fantasy
Zeitraum 04.04.19-14.04.19
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B075WNZL9B

Klappentext

Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gehört hast, eine einzige Lüge ist? Peter Pans Macht knechtet nicht nur Nimmerland, auch in die Menschenwelt gelangt er immer wieder, um sich dort von Kinderseelen zu ernähren. Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Albtraum: Fay. Doch die kann nicht glauben, dass sie es sein soll, die Pan besiegen wird. Und hinter jeder Ecke scheint ein Geheimnis zu lauern, das darauf wartet, seine spitzen Krallen tief in das Fleisch der ahnungslosen Opfer zu schlagen.

Meine Meinung

Ich mochte dieses Buch. Aber ich muss auf jeden Fall sagen – es ist kein Kinderbuch. FSK wenigstens 14. Denn manchmal ist es ziemlich brutal und blutig. Das ist definitiv nicht Peter Pan wie wir ihn kennen. Wir bewegen und durch ein feindliches Nimmerland. Hexen, Bäume, hinterlistige Feen. Aber auch viel Helfer – Indianer, Meerfrauen, Schatten. Es ist auf jeden Fall ein sehr abenteuerliches Buch und sehr kurzweilig.

Schreibstil:

Der Schreibstil war sehr besonders. Ich habe mich oft gewundert. Es gab diese brutalen und blutigen Szenen. Und gleich danach verfiel die Autorin in einen sehr jugendgerechten Stil. Es kam einen dann vor wie ein Jugendbuch. Als wenn verschiedene Personen geschrieben hätten. Ich denke ein kleiner Hinweis aus dem Nachwort erklärt es vielleicht. Salome war früher Legastenikerin. Erst im erwachsenenalter hat sie lesen und schreiben gelernt. Wie wurde es ausgedrückt? Da sie nicht wie andere Kinder lesen und schreiben konnte hat sie nie die wirklich fantastische Welt der Geschichten kennen lernden dürfen. Das könnte vielleicht der Grund sein, warum der Stil oft so schwankte. Es ist nicht schlimm – manchmal stolperte ich drüber, aber nicht wirklich schwerwiegend.

Figuren:

Bei den Figuren hätte ich mir manchmal bisschen mehr Tiefe erhofft. Ich bin mit Fay und Nahuel nicht ganz so warm geworden, obwohl ich mit ihnen gefiebert habe und auch die sanft erblühende Verliebtheit süss fand. Natürlich ist viel auch den wenigen Seiten geschuldet. Die beiden Kinder erleben viel – da geht viel an den Erzählungen der Erlebnisse drauf. Ich mochte trotzdem alle netten Figuren sehr gerne.

Atmosphäre und Spannung

Davon gab es wirklich ziemlich viel. Fay muss viele Abenteuer und Rätsel erleben. Oft sehr lebensgefährlich. Da kann man kaum aufatmen, da sie von einer Aufgabe zur nächsten stolpert. Das gefiel mir sehr gut.

Originalität

Ich finde die Idee einen bösen Peter Pan zu erschaffen wirklich mal was anderes. Auch die Idee, wie er denn überhaupt böse wurde hat mir gut gefallen.

Fazit

Trotz einiger Kritikpunkte fand ich die Geschichte sehr gelungen und spannend. Die Idee hat mir sehr gut gefallen und Märchenfans kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Charaktere

Wendy – sie ist hier eine der Bösen und tötet ihre Eltern um den Dämon Peter Pan zu befreien.

Fay – sie ist die Tochter von Hook und Gloria – um sie vor Pan zu schützen mussten ihre Eltern sie in die Menschenwelt schicken. Dort ist sie im Heim und bei Pflegeeltern gelandet. Denn eine Prophezeiung sagt, sie sei die Auserwählte, die Pan töten kann.

Olaf und Mona – sie sind die Pflegeeltern von Fay und sehr streng. Sie schicken die Kinder immer in den dunklen Keller, wenn sie etwas nicht angemessenes getan haben – auch bei schlechten Noten – Nur Nebencharakter

John – er ist Fays Pflegebruder. Sie leiden beide unter dem Joch der Pflegeeltern. Wobei John oft von Fay geschützt wird, in dem sie die Strafe auf sich nimmt – er ist aber nur ein schwacher Nebencharakter.

Hook – James Hook – er ist hier der nette, der seine grosse Liebe geheiratet hat und mit ihr Fay erwartet.

Gloria – ehemals Glöckchen – da sie sich in einen Menschen verliebt hat, wurde sie bestraft und ihr die Flügel abgeschnitten – so wurde sie zu einem Menschen und sterblich. Aber sie hat ihre grosse Liebe – Hook. Allerdings leidet sie sehr stark darunter, dass sie Fay weggeben mussten

Tallulah – sie ist eine weisse Indianerin, die sowohl Hook und Gloria und später auch Fay viel hilft

Nahuel – er ist ein Indianerjunge in Fays Alter. Ein bisschen haben sich die beiden ineinander verguckt. Er ist bei Fays Abenteuer dabei und auch er setzt sehr oft sein Leben aufs Spiel.

Krokodilhexe – Sie fordert für ihre Hilfe einen grossen Preis. Aber sie gibt Fay alle notwendigen Worte für die Lösung ihrer Aufgabe mit auf den Weg.

Aurora – Sie ist die Sternenfee und Schwester von Wendy. Sie begibt sich ins Schattenreich um den wichtigen Kompass für Fay zu holen – denn nur so wird sie den Weg nach Nimmerland finden.

Miranda – die Meerfrau, die Fay rettet, als Pan sie ins Wasser wirft. Sie gehört zu den Guten und hilft öfter.

Peter Pan – er ist ein Dämon, der Kinder tötet. Er ernährt sich von ihnen.

Schatten Peter – der gute abgespaltete Teil von Peter Pan.

Evangeline – die Oberfee – sie verrät Fay um ihr Volk zu schützen.

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Flinn, Alex – Magical

Autor: Flinn, Alex
Titel: Magical
Verlag: Bastei Lübbe
Übersetzung:Sonja Häußler
Erscheinungsdatum: 20. Juli 2012
Seitenanzahl Printbuch: 470 Seiten
Genre: Fantasy, Märchenadaption
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 20.08.18-29.08.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN:B007M85Y6S

Bereits gelesene Bücher der Autoren: Flinn, Alex  – Kissed

Klappentext

Zwei Stiefschwestern, die ungleicher nicht sein könnten. Die eine unscheinbar, aber in Wohlstand aufgewachsen, die andere schön, jedoch arm: Emma und Lisette. Anfangs wirken die beiden wie beste Freundinnen, doch Lisette ist boshaft und falsch. Emma will das nicht wahrhaben und hat immer wieder Mitleid mit Lisette, die vor Kurzem ihre Mutter verloren hat und sich erst noch in ihrem neuen Zuhause einleben muss. Doch dann verliebt sich Emma zum ersten Mal in ihrem Leben. Als Lisette ihr den Freund ausspannt, erhält Emma Hilfe von Kendra – ohne zu wissen, dass dieses seltsame Mädchen eine Hexe ist und ihr Spiegel magische Kräfte hat … Kendra ist die Hexe aus Beastly, die den arroganten Kyle Kingsbury in eine Bestie verwandelte. Hier erzählt sie zum ersten Mal aus ihrem mehr als 350 Jahre währenden Hexenleben und berichtet, welche Rolle sie in verschiedenen Märchen gespielt hat.

Meine Zusammenfassung

Emma ist ein ganz normaler Teenager. Sie liebt ihren Stiefvater und hat die üblichen Probleme mit der Mutter. Dann erfährt sie, dass sie eine Stiefschwester aus der ersten Ehe ihres Vaters hat. Dieser hat seine damalige Familie, aus unbekannten Gründen,  verlassen und ihre Mutter geheiratet. Nun ist besagte Ex-Frau gestorben und hinterlässt Lysette. Die gemeinsame Tochter. Lysette soll bei ihnen einziehen und Emma freut sich auf ihre Stiefschwester. Der erste Eindruck ist wunderbar. Emma sieht eine Freundin in Lysette. Dann aber ändert sich alles. Lysette drängt sich zwischen Emma und ihren Stiefvater und auch in ihr Leben in der Schule. Lysette fängt an Emma zu mobben. Dann wendet ein erneuter Schicksalsschlag das Blatt. Aber trotzdem nähern sich die Schwestern nicht mehr an. Lysette ist unerbittlich und spannt in ihrer Bosheit, Emma den Freund aus. Hier kommt Kindra ins Rampenlicht. Sie ist eine sehr alte Hexe und will immer den gepeinigten Helfen. Was ihr nicht immer so gut gelang, in der Vergangenheit – dazu erzählt sie immer mal wieder paar Geschichten. Werden die beiden es schaffen Lysette zu bändigen und wird Emma ihren Freund zurück bekommen? Ein Ball, wer bekommt den Traumprinzen?

Meine Meinung

Eigentlich mochte ich die Geschichte der Cinderella verquer ganz gerne, nur leider hatte sie oft ziemliche Längen und fing dadurch an langweilig zu werden. Ich bin auch nicht wirklich mit den Protagonisten warm geworden, sie blieben irgendwie oberflächlich, obwohl man viel mit ihnen erlebte und eigentlich manchmal auch mit der ein oder anderen Mitgefühl hätte haben sollen. Ganz anders war hier Kendra, die Hexe – da hat die Autorin viel Emotionen gesteckt. Die mochte ich von Anfang an. Man erfährt von ihrem Schicksal und Werdegang und dass sie sich auch nicht unbedingt immer so ernst nimmt. Eine sehr sympatische Person.

Schreibstil

Der Schreibstil war gut und flüssig. Ohne Probleme gelingt hier der Einstieg.

Figuren:

Lysette und Emma liessen mich leider beide kalt, obwohl beide oft Mitleid verdient hätten. Aber sie waren irgendwie nicht tief genug. Die Stiefmutter war dabei ein ziemlich guter Nebencharakter. Aber am besten war einfach Kendra. Sie war das Herzstück und ich hätte sie gerne viel intensiver erlebt. Ihre Nebenrolle war mir eigentlich zu wenig. Sie soll in Beastly noch eine Rolle spielen – was dann auch der Grund sein wird, dieses Buch zu lesen. Ich mochte sie wirklich und ein Buch über sie, als Hauptperson mit ihren Abenteuern würde mich wirklich reizen.

Atmosphäre und Spannung war leider nicht so intensiv vorhanden, das Buch flachte leider immer wieder ab und wurde manchmal langweilig.

Originalität

Märchenadaptionen verlangen immer etwas an Orginalität – man muss die Grundgeschichte aufpeppen und teilweise ja auch in die Moderne Zeit mitnehmen. Die Idee fand ich schon gut.

Fazit

Das Buch konnte mich leider nicht ganz so überzeugen. Kissed hat mir hier tatsächlich besser gefallen, da mehr Aktion verarbeitet war. Hier blieben die Charaktere irgendwie ein bisschen zu blass. Eine nette Idee – aber der Funken fehlte.

Zitate

Im zwanzigsten Jahrhundert gab es nur noch wenige Länder, in denen ich willkommen war. Und mit wenige meine ich eigentlich gar keines. Oh, in den USA wurde ich geduldet, weil sie dort die größte Geduld mit Freaks und komischen Vögeln haben (Okay, 1692 kam es zu diesen Vorfällen in Salem, aber da war ich nicht dabei).

Charaktere

Kendra – ein Mädchen, das während der Pest 1666 in England, bis auf ihren jüngsten Bruder, die gesamte Familie verloren hat. Dort hat sie die Fähigkeit der Hexen erlangt. Sie ist auch die Hexe, die in Beastly den Prinzen verzauberte

Charlie – der kleine Bruder von Kendra – sie hat es geschafft ihn zu heilen – da erwachten ihre Hexenkräfte

Miranda – während ihrer Zeit im Lebkuchenhaus der Hexe, lernte Kendra sie kennen – sie ist eines der verzauberten Lebkuchenkinder, die den Zaun um das Haus bilden.

Die Hexe – sie ist die Hexe aus dem Märchen Hänsel und Gretel mit dem Lebkuchenhaus. Kendra und ihr Bruder finden dort Unterschlupf. Sie bildet Kendra aus und, ihr Ende kennen wir ja

Lisette – sie ist die Stiefschwester von Emma – ihre Mutter starb und dadurch zog sie bei ihrem Vater, Emmas Stiefvater, ein. Sie nimmt es Emma und ihrer Mutter übel, dass sie ihr den Vater weggenommen haben und will sich dafür rächen.

Emma – sie ist ein bisschen naiv – aber ein liebes Mädchen. Sie gehört nicht zu den beliebten Mädchen und freut sich in Lisette endlich eine Freundin zu finden – aber eine bessere Freundin wird ihr später Kendra

Andrea – sie ist Emmas Mutter und Lisettes Stiefmutter – sie ist überhaupt nicht einverstanden, dass Lisette bei ihnen einzieht und traut ihr auch nicht. Sie sieht die Bedrohung in dem Mädchen.

Warner – die erste grosse Liebe von Emma – sie verstehen sich sehr gut, bis Lisette intrigiert und Unwahrheiten verbreitet – da wendet er sich von ihr ab und Lisette zu. Wobei er da nicht so wirklich glücklich wird.

Doria – das Mädchen aus der kleinen Meerjungfrau

Travis Beecher – ein Teeniestar – er gibt eine Party in der alle jungen Mädchen seiner Altersklasse aus Miami eingeladen sind – es wird für seinen neuen Film eine Partnerin gesucht – eine Möglichkeit Lisette los zu werden – aber wer von den beiden Mädchen bekommt am Ende wirklich den Prinzen?

Menschig, Diana – So finster, so kalt

Autor: Menschig, Diana
Titel: So finster, so kalt
Verlag: Knaur eBook
Erscheinungsdatum: 27. März 2014
Seitenanzahl Printbuch: 384 Seiten
Genre: Fantasy, Mystery, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 06.07.18-11.07.18
Band einer Reihe: nein
ASIN: B00GBO9YGA

Klappentext

Als Merle Hansen nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 15. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Margareta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann ereignen sich während ihres Aufenthaltes immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, tauchen unversehrt auf und verschwinden wieder. Auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes‘ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Meine Zusammenfassung (SPOILER)

Merle ist eine erfolgreiche Anwältin in einer unglücklichen Beziehung, die sie beendet. Ihr derzeitiger Mandant, bringt sie in eine ethisch bedenkliche Situation, dadurch merkt sie, dass sie nicht mehr glücklich ist. Seit Wochen wird Merle von Alpträumen heimgesucht. Dann erreicht sie die Nachricht, dass ihre geliebte Grossmutter gestorben ist. Ihre Grossmutter lebt in einem Häuschen, ohne den modernen Hilfsmitteln, wie Strom oder Telefon. Das Häuschen liegt im Wald und hat einen verbotenen Garten. Merle liebt das Haus und die Erinnerungen an ihre Kindheit. Auch die Kinder vieler Generationen lieben dieses alte Knusperhäuschen, und den nicht ganz so geheimen Ort der versteckten Lebkuchenmänner. Merles Vater erfüllt sich gerade einen lang gehegten Traum einer Reise durch Kanada, weswegen Merle erstmal alles alleine durchstehen muss. Zur Beerdigung fährt sie hin und trifft auf ihren alten Spielkameraden, der immer der Oma geholfen hat. Er hat jetzt eine eigene Familie. Sie bekommt einen Umschlag mit Unterlagen überreicht, die sie sich zu Hause in Hamburg anschaut. Dort findet sie ein altes Dokument über die Geschichte vom Hans aus dem Wald. Anscheinend ist dies die Vorlage zum Märchen von Hänsel und Gretel – ihrer Vorfahren. Sie schaltet einen Experten aus Leipzig ein – Jakob. Die beiden verbindet nicht nur die Neugierde. Es entwickelt sich eine Liaison – die sich aber nicht als einfach herausstellt, da Jakobs Beweggründe und Interesse, Merle etwas  misstrauisch machen. Ihren Urlaub möchte sie im Haus verbringen. Dann verschwinden vier Kinder. Hat dieses Verschwinden etwas mit Merles Familiengeschichte zu tun? Ist das Haus verhext und spukt es dort? Was verbirgt sich hinter dem verbotenen Garten? Ist Merle die einzige, die das stoppen kann? Wer ist die böse Hexe in dieser Geschichte?

Meine Meinung

Das Cover ist definitiv ein Eyecatcher. Es wirkt so schön gruselig und geheimnisvoll. Leider spiegelt sich das in der Geschichte nicht so wider. Sie ist nicht gruselig. Allerdings sehr spannend. Es hat mich schon ziemlich fesseln können. Wobei es einige Elemente gibt, die mir nicht schlüssig sind, und auch nicht so wirklich aufgeklärt wurden. Merle leidet unter Alpträumen. Die Träume selbst kann man verstehen und nachvollziehen – aber sie hat noch ein Gefühl, das ungeklärt bleibt. Auch das Ableben einer Person aus ihrem direkten Umkreis brachte die Geschichte irgendwie nicht weiter. Es gab keine Erklärung und war somit für mich nutzlos. Irgendwie bleibe ich auch an einer genaueren Erläuterung zum verbotenen Garten hängen. Da fehlen mir paar Infos. Kennt ihr das Gefühl, irgendwas überlesen zu haben, das dann solche Lücken erklären würden? Irgendwo habe ich entweder mal abgeschaltet, oder es ist wirklich lückenhaft. Vielleicht habe ich auch das Zwischen-den-Zeilen nicht verstanden.

Auch hatte ich so bisschen das Gefühl, dass die Autorin für Jakob, der neue Freund von Merle, eigentlich was anderes im Sinn hatte. So ab der Hälfte etwa ändert er sein Verhalten. Das hat mich etwas irritiert, aber da ich das auch schon bei meinen Geschichten verwendet habe, fand ich es nicht sooo gravierend. Man ist leicht amüsiert darüber. Es gibt eine erotische Szene, die aber wirklich geschmackvoll und nicht zu aufdringlich ist.

Wichtig ist mir hier aber, dass trotz der etwas störenden Elemente, die Geschichte wirklich spannend war.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist recht einfach und locker gehalten. Man kann schön flüssig drüber lesen

Figuren:

Mit den Charakteren hatte ich leichte Probleme. Vor allem die aus der Gegenwart. Ich fand sie etwas zu oberflächlich gehalten und konnte keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen. Anders verhält es sich zu den Charakteren aus der Vergangenheit, deren Geschichte hier immer wieder erzählt wird. Die sind sehr intensiv und interessant gestaltet und machen das ganze echt spannend.

Spannung/Atmosphäre

Sehr gelungen finde ich die Atmosphäre. Sie ist düster und geheimnisvoll. Auch als die Kinder verschwinden, der Konflikt der mit einigen Dorfbewohnern dadurch entsteht, dass die Kinder eventuell am Knusperhäuschen verschwunden sind, fand ich gut ausgebaut. Es ist auch sehr spannend, was denn jetzt alles Realität oder Märchen sind. Sind Märchen eigentlich wirklich unreal. In dieser Geschichte konnten die Charaktere einige Dinge auf jeden Fall anwenden.

Originalität:

Märchenadaptionen gibt es ja viele mittlerweile. Aber ich hatte noch keines, bei dem die eventuelle Originalgeschichte zu dem Märchen behandelt wurde. Der Reale Touch macht das alles sehr lebendig und originell.

Fazit

Trotz der aufgeführten Elemente, die ich etwas unstimmig fand, war das Buch gut zu lesen und spannend. Ich hatte viel Spass dabei und es war einfach mal etwas anderes, als der allgemeine Märchenadaptionsbrei

Charaktere

Merle Hänssler – Sie ist eine Anwältin und nicht mehr glücklich in ihrem Job. Durch den Tod ihrer Grossmutter erinnert sie sich an schönere Tage im Knusperhäuschen. Allerdings steckt hinter dem Haus mehr als schöne Erinnerungen. Irgendwie sind die Hänsslers mit ihm und seiner Geschichte verbunden

Ronja – sie ist die Tochter von Björn und eines der Kinder das verschwindet.

Luke – auch eines der Kinder das verschwindet

Amelie – ein verschwundenes Kind

Oma Mago – sie ist eine alte Dame, die in einem Knusperhäuschen im Wald lebt. Heimlich nennen sie alle eine Hexe. Sie ist die Hüterin des Hauses und des verbotenen Gartens – aber was behütet sie?

Björn – der Spielkamerad aus Kindertagen. Auch als Erwachsener noch eine grosse Hilfe für die Grossmutter

Jakob – Er ist Experte in Sagen und Märchen und war schon immer auf der Suche nach den authentischen Orten der Märchen und erhofft sich das in dem Knusperhaus zu finden. Er soll Merle helfen einen alten Text zu analysieren. Dabei entwickelt sich eine Art Beziehung zueinander. Er wird erstaunt sein, wie realistisch die Märchenwelt doch sein kann.

 

Flinn, Alex – Kissed

Flinn, Alex – Kissed

Autor: Flinn, Alex
Titel: Kissed
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2011
Seitenanzahl Printbuch: 368 Seiten
Genre: Fantasy, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 04.01.18-12.01.18
Band einer Reihe: Nein

Klappentext:

Der 17-jährige Johnny arbeitet in den Ferien im Schusterladen eines Hotels in Miami. Er glaubt, das langweiligste Leben überhaupt zu führen und ist sich sicher, dass er bis an sein Lebensende Schuhe reparieren wird. Heimlich träumt er aber davon, ein international bekannter Schuhdesigner zu werden. Als eines Tages die schöne Prinzessin Victoriana in dem Hotel absteigt, scheint sich das Blatt zu wenden. Sie bittet Johnny um Hilfe bei der Suche nach ihrem Bruder, Prinz Philippe, der von einer bösen Hexe in einen Frosch verwandelt wurde. Johnny hält Victoriana zunächst für verrückt und glaubt ihr kein Wort – bis sie ihm zwei magische Geschenke übergibt, die ihm bei der Suche nach dem verzauberten Prinz helfen sollen. Johnny macht sich auf den Weg, um den entführten Frosch zu retten – und erhält unerwartet Hilfe von seiner besten Freundin Meg …

Zum Inhalt – Spoiler

Zwei magische Geschenke – die hätte ich auch gerne. Es war ein Umhang, mit dem man sich an jeden Ort wünschen kann und Ohrstöpsel die einem erlauben verzauberte Tiere zu verstehen. Alex Flinn hat die netteste Lösung für plötzlich verschwundene Menschen, die ich je erdacht habe – sie wurden zu Tieren verwandelt und müssen auf ihre Erlösung hoffen. So geschehen auch mit dem Prinzen. Er wurde zu einem Frosch verwandelt. Dies bedeutet nichts schönes für Victroiana. Zufällig trifft sie den Schusterjungen Johnny und er scheint der Richtige ihren Bruder zu finden. Die Belohnung dafür ist zu verlockend, als dass er ablehnen könnte. Meg – seine beste Freundin hilft ihm. Aber so einfach ist es halt doch nicht. Sie müssen auf ihrem Weg anderen helfen und ihr Leben wird bedroht.

Meine Meinung

Eine Auswahl durch den Zufallsgenerator. Und der war besser, als ich am Anfang befürchtete. Johnny ist nicht nur ein Schusterjunge – er kann auch toll Schuhe designen. Das ist sein grosser Traum. Er erkennt Schuhe und Designer und das war auch das was mich Anfangs etwas genervt hat. Es geht nämlich um Schuhmarken und Schuhe und Schuhe. Ich habe so gar kein Schuhfimmel und kein Plan. Die werden getragen, weil sie praktisch sind. Mehr nicht. Ich wollte es schnell abbrechen, dachte aber ich versuche es weiter und das war auch gut so. Denn es wird besser, selbst wenn Schuhe immer mal ein Thema sind, sie werden nebensächlicher. Schön finde ich, dass Alex Flinn hier verschiedene Märchen eingebunden hat und Johnny hier paar Aufgaben passend dazu verpasst hat. Magie und Zauberei und ein Kampf um sein eigenes Leben macht das Buch amüsant und spannend. Es gibt genügend Ironie und Sarkasmus und Meg mochte ich ganz besonders.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm. Die Charaktere sind nicht zu jugendlich gehalten.

Fazit:

Für Fans von Märchenadaptionen und Romantiker/innen kann ich das Buch empfehlen. Ich hatte paar schöne Stunden. Für Schuhfans kein Problem und für diejenigen, die mit Schuhen nichts anfangen können – nicht abschrecken lassen.

Zitate

»Unsere Einkommen sind wie unsere Schuhe. Wenn sie zu klein sind, drücken und kneifen sie uns. Wenn sie zu groß sind, lassen sie uns straucheln und stolpern«, sagt Meg.

Ich meine, was ist eine Prinzessin schon? Lediglich jemand, der in der Geburtenlotterie den Jackpot geknackt hat und deshalb nichts zu tun braucht, aber trotzdem alles hat, während wir übrigen armen Teufel schwitzen.

st man eigentlich einsam, wenn man so hochwohlgeboren ist, dass niemand einen anfassen will?

Die Heißen sind immer verrückt. Schön anzusehen, nur schade, dass ein paar Schrauben locker sind.

Er sieht ziemlich genau so aus, wie der Prinz aussehen würde, wenn er ein Frosch wäre.

Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht

Sie ist so hübsch, dass man leicht vergisst, dass sie plemplem ist.

So ist das mit uns Ex. Wir sind die auf mysteriöse Weise Verschwundenen, die ungelösten Rätsel. Ungeklärte Kriminalfälle. Alle denken: Okay, ist im Fluss gelandet, Schuhe in Beton, oder er hat die Alte sitzen lassen. Aber die Wahrheit ist viel krasser.«
Ex. Ehemalige. Ich denke darüber nach und stelle mir all die Tiere vor, von denen ich einst dachte, dass sie nur Tiere wären, die aber eigentlich Menschen waren, bis sie eines Tages spurlos verschwanden. Wahrscheinlich haben ihre Familien aufgehört, nach ihnen zu suchen. Gott, man konnte sich ja kaum noch trauen, vor der Katze zu duschen!

Es heißt, man solle niemanden verurteilen, bevor man nicht eine Meile in seinen Schuhen gelaufen sei.

»Wenn Gott uns auf steinige Wege schickt, gibt er uns gute Schuhe.«

Charaktere

Johnny – er ist 17 und arbeitet in der Schusterei seiner Eltern. Sein Vater ist vor Jahren verschwunden und er schlägt sich eher schlecht als recht mit seiner Mutter durch den Alltag. Ein Studium scheint ihm unerreichbar – ebenso, dass jemand mal seine Schuhdesigns trägt

Meg – sie arbeitet im benachbarten Kaffee und ist seit Kindheitstagen Johnnys beste Freundin. Sie ist äusserst sympathisch und auch geheimnisvoll

Ryan – ein Klassenkamerad von Johnny – so ein Schönling, der Johnny auch oft genug aufzieht. Allerdings hilft er ihm am Ende,

Prinzessin Victoriana – sie kommt aus Aloria und hat einen französischen Akzent. Sie ist ein It-Girl und eine Fashion-Ikone, die immer wieder negativ Schlagzeilen macht – allerdings wird sie sehr unterschätzt und ist sehr nett. Sie läuft in Gefahr für die Rettung ihres Bruders jemanden heiraten zu  müssen, den sie überhaupt nicht möchte

Sieglinde – die Hexe, die den Prinzen verzaubert hat – sie will unbedingt eine Hochzeit

Prinz Wolfgang – er soll die Macht in Aloria übernehmen – taucht aber nicht physisch auf

Caroline – eine nette Frau, die eine Aufgabe von Johnny ist. Sie ist in der Lage jemanden zu befreien

Todd – ein verzauberter Mensch als Fuchs – sehr wichtig für Johnny – nicht nur wegen der Aufgabe

Siegfried – Sohn von Sieglinde – er ist ein Muskelprotz aber mit weichem Herzen.

Prinz Philippe – der verzauberte Prinz – er will seine Retterin heiraten. Ein unsympathischer Fatzke, der oberflächlich ist. Aber er ist der Thronfolger von Aloria.

Mer, Lilach – Winterkind

mer-lilach-winterkindNiedersachsen, um 1880, im tiefen Winter.

Eigentlich müsste Blanka von Rapp glücklich sein: Sie ist schön, ihre Haut ist weiß wie Schnee, ihre Haare sind schwarz wie Ebenholz. Und sie ist reich, ihrem Mann gehört die Glasfabrik, deren Turm das Dorf überragt. Trotzdem ist sie unglücklich. Wie ein Schatten liegt die Angst über allem, was sie tut, die Angst vor einer Toten.

Als die Geschäfte ihres Mannes schlechter laufen, wächst unter den Arbeitern in der Glashütte die Unzufriedenheit. Gerüchte über einen Aufstand häufen sich. Während Blankas Mann verreist, eskaliert die Situation. Blanka muss sich nicht nur der Gegenwart, sondern auch den Geheimnissen der Vergangenheit stellen. Denn der tiefe Schnee, der das Herrenhaus umschließt, lässt sie nicht entkommen.

„Winterkind“ erzählt das Märchen von Schneewittchen als düster-spannenden historischen Roman weiter.

Autor: Mer, Lilach
Titel: Winterkind
Verlag: Dryas Verlag
Erscheinungsdatum: 15. September 2012
Seitenanzahl Printbuch: 280 Seiten
Genre: Historisch
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 30.11. 16-11.12.16
Band einer Reihe: Ja – Grüne Fee Reihe – Baker Street Bibliothek – Bücher aber unabhängig von einander
Challenge: Deutsche Autoren Challenge

Worum es geht: Das Leben als Arbeiter oder Unternehmer
Wann: 1880
Wo: Niedersachsen

Der Klappentext suggeriert einem eine Handlung  Schneewittchens reales Leben nach der Hochzeit und dem Hochgefühl des Sieges der Stiefmutter gegenüber. Und hier sehe ich das Problem, das ich das ganze Buch über hatte. Aber dazu später. Die Geschichte fing mittendrin im Gesehen an. Und solche Anfänge erschweren mir persönlich es immer einzusteigen in ein Buch. Es war so schlimm, dass ich zwei Tage eine dicke Leseflaute hatte, da ich mich nicht wohl gefühlt habe in diesm Anfang. Als ich dann die Zeit nahm richtig einzusteigen ging es dann. Ich konnte dann richtig gut eintauchen. Das war auch geschuldet an dem guten Schreibstil. Es lässt sich richtig flüssig lesen und die Autorin baut eine richtig düstere und depremierende Atmosphäre auf und versteht es die Spannung wirklich hoch zu halten. Ich habe ständig irgendwas gruseliges erwartet. Was mich aber in eine falsche Richtung gebracht hat, war die Aussage des Klappentextes, dass hier Schneewittchens Geschichte weiter erzählt wird. Das empfand ich nicht so. Es gab eine Mutter – keine Stiefmutter – und einen Spiegel. Beides waren zentrale Punkte in der Geschichte. Aber das war auch schon alles. Wir erfahren hier vieles was Frauen, der Gesellschaft damals zu erdulden hatten. Sie wurden in eine Schiene gedrängt die damals üblich war. Frauen waren nur dazu da zu heiraten und ihren Männern alle Ehre zu machen. Dies ist eine Art der Misshandlung die wirklich sehr tief geht. Und Blanka beginnt das selbe mit ihrer Tochter. Und Ausschlaggebend war der Todesfall ihrer Mutter und das Erbe – Der Spiegel. Zusätzlicher Bruch ihrer Selbstbeherrschung war, dass ihr Mann sie mit den offenen Löhnen der Arbeiter sitzen lässt. Dann kommt noch ein Unglück in der Glasfabrik dazu. Ein schwerer Bruch bei ihrer Mutter, war ein Ehebruch und bei Blanka der Vertrauensbruch ihres Mannes. Die Rebellion und der Zusammenhalt der Arbeiter holt sie wieder zurück und sie kämpft.
Fazit

Geärgert habe ich mich nur durch das Fishing for Reader – Man wurde gelockt mit einer Fortsetzung eines beliebten Märchens das ich persönlich nicht so empfand. Aber hätte ich sonst dazu gegriffen. Vielleicht durch Zufall. Aber ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe. Diese düstere Stimmung und Blankas Veränderung von einer liebenden Mutter zu einer Tyrannin ihrer Tochter gegenüber und auch was sie selbst verdrängt hatte war ziemlich gut heraus gearbeitet und das Buch war sehr spannend. Es ist ein Buch für Fans historischer Bücher, die gerne auch was über das Joch der Frauen der gehobenen Gesellschaft lesen wollen. Ich sage nur wundgescheuerte Rippen durch die Korsette und ähnliches. Ich mochte es

4 von 5

Zitat
Steck sie gut fest, so fest, dass du glaubst, du könntest es nicht ertragen. Lass niemanden sehen, wie weich und verletzlich du bist. Die Männer wollen deine Haare nur ansehen, um sich vorzustellen, wie sie sich vor ihnen auf dem Kissen ausbreiten. Und wenn sie es tun, achten sie dich nicht mehr. Männer! Häng nie dein Glück an sie. Was wissen sie schon von Liebe. Was wollen sie schon von ihr wissen! Du wirst es lernen, ja, du wirst es lernen. Du wirst erkennen, wie sie sind.

Charaktere

Blanka von Rapp – Die Hausherrin, die Schneewittchen darstellen soll. Sie leidet an Agoraphobie und durch das Erbe – den Spiegel ihrer Mutter erleidet sie mehrere Flashbacks, die sie psychisch sehr instabil werden lassen. Durch erhöhten Missbrauch von Beruhigungstropfen hat sie einen Ausschlag an den Händen und trägt immer weisse Handschuhe

Johanna von Rapp – die kleine Tochter. Sie ist sehr aufgeweckt und nett. Aber sie wird von ihrer Mutter während ihres psychischen Dilemmas unter Drogen gesetzt.

Sophie – Das Kinderfräulein. Sie bemerkt, dass sich etwas an ihrer Herrin ändert und fürchtet um die kleine Johanna. Nebenbei verguckt sie sich in einen Arbeiter aus der Glasfabrik.

Willem – Ist der jenige, der Sophie etwas den Kopf verdreht. Aber sie bemerkt – zwar schmerzhaft – aber immerhin, dass er sie nur an der Nase herumführt und nicht ehrhaft ist.

Johann von Rapp – Der Hausherr. Er nimmt allen Schmuck von Blanka mit um Geld für die Arbeiter zu beschaffen. Er taucht nie wieder auf. Dieser Vertrauensbruch trifft Blanka sehr und unterstützt die Labile Lage ihrer Psyche

 

Summer, Halo – Aschenkindel – Das wahre Maerchen

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  • Autorin: Summer, Halo
  • Titel: Aschenkindel
    Untertitel: Das wahre Maerchen
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Erscheinungsdatum: 5. Juli 2016
  • Seitenanzahl Print: 276 Seiten
  • Seitenzahl Ebook: 370
  • Genre: Fantasy, Romantik, Märchen, Märchenadaption
  • Gelesen als: ebook
  • Zeitraum: 18.09.16-20.09.16
  • Band einer Reihe: Nein
  • Challenge: Märchenhaft durch 2016 – 3. Lies eine Märchenadaption (zu Aschenputtel)
  • Deutsche Autoren Challenge

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Man kann hier auf jeden Fall sagen, das das Cover ein Eyecatcher ist…und wenn man dann den Klappentext liest und wie ich auf Märchen steht, ist dieses Buch ganz schnell im Einkaufswagen…

Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker zu lesen. Die Charaktere sind recht gut ausgearbeitet…sympathisch wer sympathisch sein soll und ebenso unsympathisch…Manchmal konnte ich die Logik nicht so sehen….ein verbotener Wald in dem Vampire leben…aber die zwar Erwähnung finden, aber keinen wirklichen Einfluss haben…Allerdings spielt die Sumpfloch Saga der Autorin auch in dieser Welt…vielleicht deswegen..
Es ist eine lockere Atmosphäre gegeben und die Situationskomik ist wirklich gut dargestellt…also man kann schon sehr oft schmunzeln…Das Tempo war für die geringe Seitenzahl angenehm. Man hatte nicht das Gefühl das man durch das Buch gehetzt wird…Es hat alles gepasst. Spannung habe ich hier nicht erwartet, sondern Spass und das habe ich bekommen. Die Originalität fand ich gut…allerdings hat das Buch zum letzten drittel eine Wendung genommen, die eher mit Landespolitik zu tun hatte. Es flachte etwas ab…Aber zum Ende hin wird es dann doch wieder witzig und romantisch….Meinen Lesespaß hatte ich.

Fazit

Ein sehr angenehmes Buch…selbst wenn eine kleine Abflachung durch ein Themenwechsel mich etwas gestört hat und kleine Punkte kostet,  hatte ich genügend Lesespass um dieses Buch an Fans von Märchen und Adaptionen weiter zu empfehlen…und wenn ihr auch noch schmunzeln wollt…dann seit ihr bei der Fee richtig….

3,8 von 5

Zitate:

Hier steht sie nun, meine gute Fee, und heult, weil ich ihr Geschenk zurückgewiesen habe: Eine Einladung zum Ball, vom Kronprinzen höchstpersönlich.


 „Aber ich sehe es vor mir!“, stößt meine Fee unter Tränen hervor. „Du wirst die Krone tragen!“
„Verwünsch mich gefälligst nicht! Warum sollte ich mir so ein schweres, ungemütliches Ding auf den Kopf setzen wollen?


Bestimmt flucht sie manchmal, ganz heimlich, dass sie ausgerechnet mich betreuen muss. ‚Wenigstens bist du hübsch!‘, hat sie am allerersten Tag unserer Zusammenarbeit verkündet…


…zum dreizehnten Geburtstag bekommen die Mädchen in unserem Land eine gute Fee zugewiesen – keine richtige, echte Fee, sondern eine magisch begabte Frau, die sich den Titel „Fee“ auf einer Akademie verdient hat…


…weil ich in mir das verwerfliche mädchenhafte Verlangen verspüre, ebenfalls eins dieser Kleider anprobieren zu wollen.


„Du wirst dem Huhn keinen Schaden zufügen?“, frage ich. „Ganz sicher nicht? Morgen läuft es wieder fröhlich durch den Garten?“
Meine Fee nickt vage und schon fährt ein weißer Blitz in das arme Huhn. Ich kann nicht hinsehen. Als ich ein lautes „Quaaaaak“ höre, tue ich es doch: Da sitzt ein Frosch mit Federn. Unglaublich!


„Meine Kutsche soll von … vier struppigen Kühen gezogen werden?“
„Du lieferst mir Hühner, du bekommst Kühe! So ist das nun mal. Mit ein paar geschmeidigen Katzen hätte ich bessere Resultate erzielt!“


Nichts ist mehr zu hören, als ich ins Freie trete und nach meiner Kutsche Ausschau halte. Sie ist leicht zu finden zwischen all den anderen Wagen, denn sie ist einzigartig: eine Schubkarre, auf der vier verschüchterte Hühner sitzen


Charaktere

Claerie Farnflee – unser Aschenkindl….

Etzi und Kanickla Claeries Stiefschwestern…beide nicht sehr helle, wobei Kanickla noch sehr dem Gebäck zugeneigt ist und dementsprechend ihre Figur ist…

Stiefmutter…wie wir sie aus dem Märchen kennen…allerdings ändert sie sich am Ende wegen einer bevorstehenden Tragödie…

Löwenherz – Claeries Flugwurm ein Lindwurm-Verwandter mit kleinen goldenen Flügeln ein Hasenherz mit goldener Mähne…aber keinen grossen Einfluss auf die Geschichte

Fee – Sie ist sehr ambitioniert…allerdings hat sie auf der Akademie nicht wirklich gute Zensuren bekommen..

Gworrokko überaus dicker Kater ihrer Schwester

Natascha ein fieses Frettchen ihrer Schwester…sie liebt es die Leute – vorallem die Fee – anzuspringen…sie liebt das gekreische, das darauf hin erfolgt

Kammerdiener/Yspér ….der Bad Boy der Geschichte und die grosse Liebe von Claerie

Ergon Alabast Ybus Hattila Wipold Liebtreu von der Unvergänglichen Feste, Wahrer des Friedens und der Rechtschaffenheit, diesseits und jenseits der Wasser, beglaubigt und gesegnet von den Großen, den Geistern, den Gesalbten und den Gesandten der Kinyptischen Ritterrunde, laut Vertrag und Ehrenwort vor und nach dem Tode und damit für immer und ewig ein Wahrer unseres Reiches“  – Der Prinz (Wip)…ein sehr netter Kerl…sympathisch und hat sich Claerie als Braut erkoren..

Helena ist eine Waise, die auf dem Markt arbeitet und eine Freundin von Claerie

Pompi ist die Tochter eines stadtbekannten Kneipenwirt und eine Freundin von Claerie

Peri ist Yspéres Bruder und der kommende Kaiser aber er findet nur mal Erwähnung…ist der Zwillingsbruder von Ysper