Kurzrezi Serien

The End of the F***ing World Staffel 1 (8 Folgen zu 25 Minuten)

(beendet 18.03.19)

Diese Serie habe ich empfohlen bekommen und ich bin echt froh darüber. Sie ist nämlich ein wahrer Geheimtipp.  Ein Mix aus Mini-Bonie&Clyde und Mini-Thelma&Louise. Es dauert nicht lange und man erliegt diesem seltsamen Charme dieser Serie. James, der von sich meint ein Psychopat zu sein, da er nichts fühlt und Alyssa die im vollen Teenie-Modus nur provozieren will. Schnell hat man sie satt und mag sie doch irgendwie. Ein seltsames Duo, das irgendwie zusammen findet. Während Alyssa ihr Leben einfach nur ändern will in dem sie ihren echten Vater findet, plant James ihre Ermordung. Bis es dann zu einem unerwarteten Ereignis kommt. Die beiden trennen sich, nur um sich gestärkt wieder zu finden. Beide befinden sich auf der Schwelle des Erwachsenwerdens und dass die Welt nicht unbedingt immer nett ist. James macht so eigentlich nicht viel her. Schwach und unscheinbar überrascht er mit Auto Kurzschliessen und perfektem Messerwurf. Mehr Mann als erwartet. Viel mehr will ich jetzt eigentlich nicht sagen. Es ist eine Fortsetzung geplant – ich befürchte, wie soviel andere – die Fortsetzung könnte den Flair dieser Serie zerstören. Man sollte dieses Ende einfach so lassen.

Matrjoschka – Russian Doll Staffel 1 (8 Folgen zu 30 Minuten)

beendet 22.03.19

So langsam gefällt mir das Konzept der kurzen Folgen. Vorallem wenn sie trotzdem noch soviel Potenzial haben. Im Moment ein nicht mehr so ganz geheimer Geheimtipp – immer öfter sieht man jetzt, dass diese Serie geschaut wird. Mit insgesamt 208 Minuten kann man sie recht locker durchsuchten. Was macht die Serie so besonders? Definitiv Natasha Lyonne. In OitnB mochte ich sie schon gerne – aber hier zeigt sie ihr Können. Ein gewaltiger Charakter, der mit der Tür ins Haus fällt. Die Serie: Sie beginnt als Komödie und wird zur Tragödie. Interessant ist die Auflösung. Was wäre wenn man sich in einem bestimmten Moment anders entschieden hätte? Es ist auf jeden Fall eine Serie, die etwas anders ist. Die Charaktere sind klasse und die Auflösung interessant. Das Ergebnis hab ich verstanden, manche Details…nicht ganz so, aber das tut dem Ende keinen Abbruch. Es wird wohl diskutiert ob es noch weitere Staffeln geben soll. Lassen wir uns überraschen. Ich hätte nichts dagegen mehr von Natasha Lyonne zu sehen. Ob es jetzt hier als Fortsetzung sein wird/muss, das wird sich zeigen.

 

Galavant Staffel 1 (8 Folgen à  20-25 Minuten)

gestartet 2018 beendet 28.03.19

Ui – nun – das ist mal was ganz besonderes. Eine Comedy-Musical-Serie. Eine Parodie auf das Rittertum. Ich muss sagen, man braucht etwas Durchhaltevermögen. die ersten zwei Folgen, da war ich mir echt nicht sicher ob ich sie weiter schauen soll. Wirkt sie doch leicht trashig, aber das macht auch irgendwie ihren Charme aus. Denn so nach und nach singen sich die Darsteller doch tatsächlich in das Serienjunkieherz. Ich bezweifel ja irgendwie, dass die zweite Staffel noch übersetzt wird. Was schade wäre, da ich schon gerne wissen würde, wie es ausgeht. Aber trotz einem bitteren Cliffhanger, der vielleicht nicht in DE aufgelöst wird, bin ich froh, dass ich weiter geschaut habe. Sie verlangt einem ein bisschen was ab, aber ich finde es lohnt sich mal hinein zu gucken. Sie bringt einen des öfteren zum Schmunzeln. Es ist einfach mal was anderes im Einheitsbrei. Ein Herzensprojekt (hab vergessen von wem) und das merkt man. Irgendwie sind Herzensprojekte immer bisschen schrullig. Schaltet mal rein – ich finde es lohnt sich.

bis

Pretty Little Liar Staffel 7 Finale beendet 05.04.19 (21 Folgen)

So – hier geht eine Ära Freundschaft, Feindschaft, Intrigen, Liebe, Hass, Missgunst, Neid und Spannung vorüber. Ich muss sagen, in die letzte Staffel haben sie echt noch mal alles reingepackt. Sie war wirklich besser als die 6. Staffel. Vieles war total unrealistisch und total unüberzeugend. Aber es war wirklich spannend. Also in soviel wirren Verstrickungen noch dieSpannung aufrecht zu erhalten ist auch eine Kunst. Was aber wirklich nervig war, manchmal kam man sich vor wie in der ersten Staffel. Man sollte doch meinen, dass sie nach 6 Staffeln mit A und jetzt mit AD doch einiges gelernt hatte. Keine Handschuhe bei Einbrüchen. Keine Kopien gefundener Dateien. Es ist auf jeden Fall ein gelungener Abschluss. Es gibt immer noch Verstrickungen, die echt unmöglich erscheinen. es tauchen Leute auf, die irgendwie nie für möglich gehalten werden konnten. Diese Serie wurde geschickt in die Länge gezogen. Natürlich kann man sich diese als Fan nicht entgehen lassen – aber rechnet mit allerlei seltsamen Auflösungen.

Orange is the new black Staffel 6 beendet 13.04.19 (13 Folgen)

Diese Staffel hat mir wieder bisschen besser gefallen. Es drängt sich zwar immer wieder die Frage auf, wieviel ist Fiktion und freie Interpretation der Autoren, und wieviel wahr? Manches kommt einen einfach zu übertrieben vor. Wobei sich mir ein bisschen der Eindruck einer Parodie auf das amerikanische Strafgesetz aufdrängt. Die Privatisierung der Gefängnisse, ist ein kraftvolles Thema. Immer mehr Insassen auf engsten Raum. Wärter, die ihre Machtposition ausnutzen. Bandenkriege, die von Blockanführern hochgepuscht werden, obwohl keiner der Frauen sich eigentlich gegenseitig genug kennt um eine Vendetta zu führen. Jede Folge der Staffel hat Überlänge, wobei die letzte sogar eine Doppelfolge war. Das war mir persönlich manchmal zu lange. Wenn man so seine 45 Minuten gewohnt ist und dann auf einmal 55-60 Minuten hat. Klingt seltsam, aber irgendwie fängt das dann an zu nerven. Um was geht es in dieser Staffel? Richten – irgendwer muss für den Aufstand bezahlen. Am Ende das schwarze Gesicht des Aufstandes. Egal ob sie Rädelsführerin war oder nicht – sie ist die Prominente in diesem Fall. Drogenschmuggel und Missbrauch – ein ständiges Thema im Gefängnis – Bandenkriege – besser sie gehen aufeinander los, als auf die Wärter…Es ist ein heftiges Thema, das hier manchmal etwas nervig verpackt ist. Wer kann Piper leiden? Ich nicht – die nervt mich wahnsinnig. Es soll noch eine 7. abschliessende Staffel geben. Wir werden sehen.

Spuk in Hill Haus Mini Serie – Beendet 13.04.19 (10 Folgen)

Mir tut es leid – ich kann den Hype um diese Serie überhaupt nicht nachvollziehen. Die ersten 5 Folgen werden von jeweiligen Kindern beleuchtet. Das bringt uns einen absoluten Überblick über die gesamte Familiensituation. Dann wird mal der Vater und mal die Mutter beleuchtet. Was würde ich sagen – Es ist eine Dramaserie mit viel zu wenig Gruseleffekten, die auch gleich durch Rückblicke oder Einblicke in das Familienleben zerstört wurden. Jede Folge hatte auch noch Überlänge zwischen 55 Minuten und 70 Minuten – das war manchmal nervig. Ganz abwenden konnten wir uns nicht, da wir schon neugierig waren, was denn wirklich passierte. Schauspielerisch war es ziemlich beeindruckend. Es wird ein leichter Spannungsbogen aufgebaut, der sofort in sich zusammenfällt, da ein anderer Blickwinkel eingeblendet wird. Mich hat die Serie nicht überzeugen können. Allerdings gefiel mir das Ende sogar ganz gut. Es gibt Gerüchte, dass es eine 2. Staffel geben soll – allerdings nicht mehr mit dieser Familie.

You – Du wirst mich lieben Staffel 1 beendet 18.04.19 (10 Folgen)

Ich hab jetzt mal ein ausgewachsenes Stockholmsyndrom – oder wie heisst, es wenn man den „Bösen“ mag. Aber ist Joe wirklich der Böse? Er will seine Liebsten nur vor schlechten Menschen schützen. Bei ihm gibt es in der Liebe keine Obergrenze. Es ist auf jeden Fall eine Serie, die sich von den anderen abhebt. Basierend auf Caroline Kepnes Roman ist sogar ein zweiter Teil geplant. Nach dem die erste Staffel auch einen unerwarteten Cliffhanger hatte, wünschenswert. Joe ist ein ruhiger Geselle. Ein netter Kerl, den jede Mutter gerne zum Schwiegersohn hätte. Aber was steckt in ihm? Eine schwierige Kindheit und eine harte Erziehung seines Ziehvaters, haben ihn geprägt. Wir verfolgen Joe und seine Gedanken – auch von Beck erfahren wir viele Eindrücke durch ihre Gedanken. Definitiv eine Serie, für Fans aussergewöhlicher Szenen und Charakteren. Hier muss man sich auf jeden Fall auf eine ganz besondere Serie einstellen. Empfehlenswert.

Black Summer Staffel 1 beendet 20.04.19 (8 Folgen)

Eine sehr actiongeladene Zombieserie – Hier wird zum Glück nicht alles Tot geredet. Interessant ist auch die Art und Weise, wie manche Szenen dargestellt werden. Man sieht die selbe Situation aus verschiedenen Blickwinkeln. Finde ich ziemlich gut gemacht. Es ist nur Schade, dass es so wenig Folgen sind und diese Folgen dann auch immer kürzer werden. Es gibt Folgen zwischen 20-40 Minuten. Das Ende – ja man kann es so stehen lassen – aber es kam dann irgendwie doch sehr abrupt. Wer von Ftwd und TWD gelangweilt ist und gerne ZNation sieht, wird hier auch zufrieden sein. Auch dieses Format ist von Asylum – aber in keinster Weise vergleichbar mit ZNation. Wem also ZNation zu trashig war, wird hier besseres finden. Ob es eine Fortsetzung gibt, ist bis jetzt noch nicht entschlossen.

Janette Oke: Die Coal Valley Saga Staffel 3 –  Beendet 25.04.19 (10 Folgen)

Diese Serie ist eine absolute Wohlfühlserie. Ich hatte Anfangs etwas Schwierigkeiten rein zu kommen, da ich die ganze Zeit schon paar schräge Serien hatte – und diese hier so „normal“ scheint. Trotzdem Hope Valley eine kleine Gemeinde ist, passiert hier schon einiges aufregendes. Es bleibt also immer Spannend und das Herz bekommt auch genug – es ist nur schade, das die Synchro so schlecht und lieblos ist. Das schmälert das Vergnügen diese Serie zu betrachten. Wer also gut genug in englisch ist sollte sie auf jeden Fall in Original schauen – es ist eine wahre Zumutung sie in DE zu betrachten. Ich denke für Fans von Unserer Kleinen Farm und ähnliche Formate kann man diese Serie auf jeden Fall empfehlen.

Black Spot Staffel 1 Folge 1-2 2018 gestartet – Beendet 28.04.19 (8 Folgen)

Bedanken dafür muss ich mich bei Wortman – er hat sie seinerzeit mal vorgestellt. Es ist eine französische Serie. Sehr düster, ein Dorf voller Geheimnisse, Lauréne Weiss eine Polizeichefin – ebenfalls mit einer düsteren Vergangenheit und ein verschwundenes Mädchen. Aber mit Villefranche stimmt etwas nicht. Wie kann es in so einem kleinen Dorf soviel Kriminaldelikte geben? Und was hat es mit diesem düstern und gruseligen Wald auf sich. Gibt es vielleicht doch Waldgeister, die die Natur schützen und deswegen ist dieses Dorf so besonders? In jeder Folge wird ein Fall abschliessend behandelt. Ein roter Faden zieht sich durch die gesamte Staffel. Das verschwundene Mädchen und Lauréne Weiss´Vergangenheit. Am Anfang dachte ich erst noch – hmmm – vielleicht bisschen langweilig, da alles sehr träge wirkt – aber wenn man erstmal in dem Sog des Geheimnisvollen steckt – dann will man nicht eher aufhören, bis man endlich weiss, wie es endet. Und es endet mit einem Cliffhanger. Die Presse vergleicht es mit Twinpeaks und der deutschen Serie Dark – ich hab beide Serien nicht gesehen, kann also da nicht mitreden. Diese Serie ist auf jeden Fall ein Geheimtipp. Sie ist spannend, gruselig und Suchtauslösend. Es wird wohl schon an einer Fortsetzung geschrieben. Das ist gut – denn das Ende macht Lust auf mehr.

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Kurzrezi Serien

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Motive Staffel 4 Finale Staffel

Gestartet in 2018 Ab Folge 3-13 2019

Eine etwas andere Krimiserie. Hier steht das Motive und der Weg dahin im Vordergrund. Es wird gleich zu Anfang, der Mörder und das Opfer bekannt gegeben. Man kann sich dann also fragen, was verbindet diese beiden. Und das ist auch das Hauptthema dieser Serie. Manche Personen haben überhaupt nichts gemeinsam, und trotzdem wird einer davon des anderen Mörder. Und das ist es wirklich, was hier so spannend ist – warum und wie. Ich mag die Ermittlerin – Angie – sie ist so locker und lässig. Man kann wirklich mal reinschauen. Es ist jetzt nichts dabei, das einen total umhaut – aber nett anzuschauen.

Mr. Selfridges Staffel 4 Finale Staffel

So – eine Ära ging vorüber. Ich mochte die Serie sehr gerne – wobei die 4. mich nicht ganz so fesseln konnte. Am Ende wurde es wieder besser. Aber Selfridge Midlife Crisis war wirklich sehr nervig. Dann sind in dieser Staffel schon so viele Charaktere ausgestiegen. Eine wahre Flucht. War nicht so schön. Trotzdem mag ich die Serie. Ein Amerikaner in London. Der Earl der Oxford Street. Ein Selfmade Man der jede noch so erdenkliche Klippe umschiffte um dann doch am Ende zu kentern. Gerade diese Staffel ist sehr emotional. Da musste ich paar mal die Tränen weg blinzeln.

Devious Maids Staffel 4 – Finale Staffel – Serie leider abgesetzt.

Wieder mal toll. Ich kann nicht verstehen, dass die Serie die Quoten für eine Weiterführung nicht geschafft hat. Die unfreiwillige, Mord ermittelnden Hausmädchen mit ihrem persönlichen Problemen. Und die Gesellschaft der High Society – einfach toll. Soviel tollen Sarkasmus. Es gibt zwar einen Cliffhanger, aber wenigstens werden die Morde in den jeweiligen Staffeln aufgeklärt. Das macht es besser erträglich, dass sie abgesetzt wurde. Definitiv eine Highlight Serie.

Revenge Staffel 4 Finale Staffel

Ich habe recht lange gebraucht um die Serie zu beenden. Die 4. Staffel war mit 23 Folgen definitiv zu lange. Eine verkürzte Staffel mit den Fakten hätte wirklich gereicht. Vieles war hier nur noch ein Durcheinander. Vergeltungsfälle für andere, die nichts mit Amanda/Emily oder ihrem Vater zu tun haben. Jede Folge war schon noch spannend, aber es wurde einfach künstlich in die Länge gezogen. Es gab Charaktere, die mit ihrer Wankelmütigkeit, einfach nur lächerlich waren. Auch die Vergeltung, die dann gegen Emily gestartet wurde, war echt sinnlos….Fazit: Diese Staffel war leider sehr durcheinander und unnötig in die Länge gezogen. Spannend war sie zwar immer noch, aber nicht mehr glaubwürdig.

The Widow – Mini Serie

Ich sehe Kate Beckinsale wirklich gerne. Sie kann eigentlich jede Rolle gut – Action bis Romantik und Komödien. Selbst wenn sie hier, tatsächlich nicht sehr authentisch rüber kam, da sie im Gesicht ein bisschen zu wenig Emotionen übermitteln konnte. Es fehlten die Bewegungen – Botox? Oder wie bei Bullock eine Allergie? Schauspielerisch war sie trotzdem gut. Die Serie ist spannend und bewegend. Hier sieht man nicht den schönen Teil Afrikas. Keine hübschen Lodges und Safaris – hier ist der grausame Alltag. Korruption, Ausbeutung, Kindersoldaten. Alles was man schon gehört hat. Aber natürlich geht es auch um Geogias Suche. Es werden immer wieder Rückblicke geschaltet, die einen tiefer in die Emotionale Lage der Figur leiten. Es ist jetzt kein richtiges Highlight – aber mit 8 Folgen durchaus sehenswert. Nicht unbedingt 100%ig überraschend, aber ausreichend spannend um dabei bleiben zu wollen. Es wird viel französisch gesprochen – aber immer untertitelt. Ich fand es interessant, dass ich sogar noch was verstanden habe. Reden ginge nicht mehr – aber verstehen – wenn jemand langsam mit Untertitel spricht…geht. :-)

Hinter den Mauern – Mini Serie

Ich hab die Tage mal meine Festplatte durchforstet und gesehen, dass ich diese Mini-Serie von ARTE aufgezeichnet hatte. Jetzt endlich habe ich sie mal gesehen. Ich weiss nicht was gruseliger war, das Haus, oder die Tatsache, dass die Frau da alleine eingezogen und es erkundet hat. Was sie entdeckt ist nicht minder gruselig. Als sie ein Loch in die Mauer schlägt gelangt sie in eine parallel Welt. Manchmal weiss man nicht, ob es einfach nur ihr wirres Gehirn ist, das ihr das alles vorgaukelt, oder wirklich eine mysteriöse Welt, hinter der Mauer. Diese Mini-Serie hat etwas fesselndes. Es fehlen die typischen gruseligen Effekte. Es gruselt einfach nur, durch die gelungene Kulisse. Schauspielerisch fand ich es auch wirklich gelungen. Eine Liebe zwischen den Zeiten. So kann man es sehen. Es ist etwas abseits des Mainstreams und auf jeden Fall mal einen Blick wert.

The Sinner Staffel 1 Streaming sowohl auf Netflix als auch Amazon Prime

Eine gepeinigte Seele erkennt eine gepeinigte Seele.  Die erste Staffel enthält 8 Folgen, die sich nur um das Tötungsdelikt von Cora Tannetti (Biel) gegen Frankie Belmont dreht. Wie kann es sein, dass eine unauffällige Mutter einen jungen Mann tötet. Wo ist der Zusammenhang zu finden. Cora hat Glück, dass Harry (Pullman) auf diesen Fall angesetzt wurde. Er erkennt, dass mehr dahinter steckt, als eine Affekthandlung. Ist er doch selbst psychisch eher labil. Wie ein Pitbull hat er sich in diesen Fall verbissen und findet auch die Lösung. Diese Serie wird als Mystery-Crime-Drama Serie eingestuft. Mystery im Sinne unerklärliche Phänomene ist hier nichts. Diese Serie basiert auf verdrängte Erinnerungen und einen Schlüsselreiz, der sie an die Oberfläche bringen.  Faszinierend sind die einzelnen Knoten, die sich nach und nach auflösen. Dies zu verfolgen ist schon spannend genug. Die schauspielerischen Fähigkeiten des gesamten Casts überzeugt ebenfalls. Ein Thriller der anderen Klasse. Spannend und faszinierend. Staffel zwei wird ein neuer Fall beherbergen und Pullman bleibt als Ermittler erhalten – eben habe ich sogar gelesen, dass eine dritte Staffel anvisiert wird.

Darknet

Die DVD hab ich bei einer Freundin gesehen und mir gerade mal ausgeliehen. Erst war ich etwas skeptisch und fand sie etwas schräg. Das empfinde ich immer noch so. Definitiv würde ich hier kein FSK 16 vergeben. Zuviel verstörende Bilder und dabei meine ich noch nicht mal die Tötungsdelikte. Ich meine die unterschwellige Angst, mit der die einzelnen Folgen hier spielen. Eine Angst, die uns von jeher verfolgt. Die Angst vor Dunkelheit, Alleinsein, Geräusche. Da musste ich tatsächlich manchmal schlucken. Ich warne davor, die Serie als alleinstehende Frau im Dunkeln zu gucken. Wenn die Neugier schon da ist, mit Freunden, oder im Hellen. Am Anfang fand ich eigentlich nur interessant, wie sie die verschiedenen Personen miteinander verknüpft haben. Aber mit der Zeit hat der leichte Grusel doch überwogen. Allerdings war auch eine Szene dabei, die fand ich wirklich eklig. Jede Folge dauert etwa im Durchschnitt 25 Minuten. Enttäuschend war allerdings das Ende – Ich hab nicht herausgefunden, ob eine Fortsetzung geplant war und deswegen so seltsam endete, oder ob das einfach zu dem Thrill dazu gehörte – wer jagt die Jäger? Diese Serie lässt einen auf keinen Fall kalt – die ersten zwei Folgen fand ich nicht mal so toll, trotzdem will man weiter schauen….so ein bisschen gestört sind wir doch alle. Man kann sie auch streamen, allerdings gehört sie zu den Sonderkanälen von Amazon, die zusätzlich kosten.

In the DarkGestartet 2018 ab Folge 3 2019

Ein Thriller ist es eigentlich eher nicht. Eher ein Drama mit berufsbezogenen Problemen. Schauspielerisch war es gut, wobei die ersten zwei Folgen nicht ganz so glänzten, dafür die nächsten beiden. Es ist auch etwas unrealistisch, dass Helen hochschwanger solche extremen Untersuchungen im Feld ausführt. Also alles nicht ganz so nachvollziehbar. Ich bin aber auch nicht unbedingt ein Fan von Bandenkriminalität und auch politische Krimis/Thriller mag ich nicht so. Deswegen war es jetzt nicht ganz so mein Ding. Es war mal ok – aber mehr auch nicht.

 

The Marvelous Mrs. Maisel Staffel 2

Eine wahre Suchtserie. Dabei geht es noch nicht mal um die Sketche. Die meisten sind gar nicht so witzig. Es geht um die Stellung der Frau in den 50ern. Es geht um das Leben als Künstler und wie schwer es sein kann. Es geht um die Familie, die ihren guten Ruf nicht verlieren will. Es geht um eine Frau, die sich selbst sucht und findet. Mrs. Maisel. Eine wirklich durchgedrehte Nudel. Exotisch und sehr anstrengend. Wer mit ihr befreundet ist muss wirklich schnell sein. Aber der hat auch eine wirklich loyale Freundin. Dieses mal sehen wir auch mehr von ihrem Vater Abe. Er tritt aus seinem Trott. Er reist seiner Frau nach Paris nach und geniesst dort das Leben. Zurück zu Hause verändert sich einfach alles. Geheimnisse seiner Kinder bringen seinen sicheren Panzer zum platzen. Er öffnet die Augen und erkennt sich nicht wieder. Auch sehr schön zu sehen, dieser Prozess. Und Susi – ein Unikat. Immer schlecht gelaunt und grossmäulig. Also wirklich eine Serie die sich lohnt zu schauen. Ich mag sie.