Harris, Joanne – Chocolat 01

Harris, Joanne – Chocolat 01

Autor: Harris, Joanne
Titel: Chocolat
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 10. November 2010
Seitenanzahl Printbuch: 336 Seiten
Genre: Liebesroman
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 10.03.18-20.03.18
Band einer Reihe: Ja
Harris, Joanne – Chocolat 02 – Himmlische Wunder                                              Harris, Joanne – Chocolat 03 – Himmlische Träume

Worum es geht: Vianne Rocher kommt an Fasnact mit ihrer kleinen Tochter Anouk in das französische Städtchen Lansquenet-sous-Tannes um dort einen kleinen Schokoladenladen zu eröffnen. Das verursacht einiges an Unruhe und neuen Entwicklingen

Wo: Frankreich

Die Titelabbildung entstammt der Romanverfilmung Chocolat.


Klappentext

Ist Vianne Rocher eine Magierin? Sie verzaubert die Menschen mit ihren selbstgemachten Pralines und Schokoladenkreationen. In dem französischen Städtchen, in dem sie sich niederläßt, gewinnt sie rasch Zugang zu allen Herzen. Mit einer Ausnahme: Pater Reynaud erklärt ihr, besorgt um das Seelenheil seiner Gemeinde, den Krieg.

Zum Inhalt: Vianne kommt mit ihrer kleinen  Tochter Anouk in ein französisches Dorf – ein typisches Dorf, das überall sein könnte. Die Menschen sind misstrauisch gegenüber Neuen und der Dorfpfarrer versucht alles sie wieder los zu werden. Das sie in der Fastenzeit ein Schokoladengeschäft eröffnet, empfindet er oft als Angriff auf sich selbst. Hier ist einfach der äussere Schein soviel wichtiger, als Ehrlichkeit. Die Ehefrau die misshandelt wird von ihrem Mann, wie kann sie es nur wagen ihn zu verlassen. Das ist alles die Schuld von Vianne – sie bringt nur das schlechte hervor. So empfindet das der Pfarrer und seine Gesellen.

Handlung

Wie passend – diese Geschichte setzt zu Fasnacht an und geht bis zum Osterfest. Ich habe es also genau in diesem Zeitraum gelesen. Vianne ist eine Vagabundin mit Mission. Sie hat schon als Kind mit ihrer Mutter immer fluchtartig die Welt bereist. Sie hatte es nicht leicht und mochte auch nicht immer wandern. Aber der Wind zeigt ihr immer, wenn es Zeit ist weiter zu ziehen. Ihre Mutter hatte psychisch schwere Probleme und flüchtete immer vor einem schwarzen Mann – einem Priester, wie es den Anschein hat. Bis sie starb. Dann war es Vianne, die immer und immer wieder wandert. Ihre Tochter ist süss und hat einen imaginären Freund – der auch mal Fussabdrücke hinterlässt. Ein sehr offenes Mädchen mit ihren sechs Jahren. Vianne hofft, hier vielleicht sesshaft zu werden. Es gibt viel zu tun und Schokolade soll ihr helfen. Sie hat das Gespür für die Menschen. Für fast jeden kann sie die Lieblingspraline, oder Lieblingsgebäck erraten. Sie ist ein Anker für viele, die immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand hat. Eine Frau, die man gerne zur Freundin hat. Nur mit der Kirche hat sie nichts am Hut. Was den ortsansässigen Pfarrer verzweifeln lässt. Behaftet mit viel Schuld scheint ihr Erscheinen wie ein Versuchung Gottes. Diese Schokolade, diese Frau. Seine Missetaten. Alles das lässt ihn langsam durchdrehen.

Schreibstil

Der Schreibstil war am Anfang etwas ungewohnt – aber sehr schnell findet man hinein und fühlt sich wohl. Vianne und der Priester wechseln sich von Kapitel zu Kapitel ab mit ihren Eindrücken und Schilderungen. Leider wurde das nicht gekennzeichnet und manchmal dauerte es eins-zwei Sätze bis man merkte die Person änderte sich.

Atmosphäre

Die Atmosphäre war oft bedrückend, da viele Leute ein schweres Päckchen mit sich tragen. Auch Vianne ist nicht frei im Denken und Handeln. Ihre Mutter geistert immer wieder in ihren Gedanken und dieser ominöse schwarze Mann verfolgt sie ebenso wie ihre Mutter in ihren Gedanken. Aber es gab auch viele fröhliche Momente, bei denen man sich einfach auch mal über die Leute amüsiert hat.

Fazit

Ein Wohlfühlbuch. Eintauchen und beobachten. Sich wundern über die Menschen, die meinen sie wären die Krönung und hätten einfach mehr zu sagen in diesem Dorf. Schokolade macht einfach glücklich und kann so einige Probleme lösen. Für alle, die den Film mochten – ihr werdet das Buch ebenso mögen.

Zitate

»Es weht ein anderer Wind im Dorf, seit Sie hier sind. Ich spüre es genau. Jeder spürt es. Alles kommt in Bewegung.

Was immer es sein mag, der Ort hat seine Bedürftigkeit verloren; statt dessen ist Zufriedenheit eingekehrt, ein Gefühl der Sättigung, das mich nicht mehr braucht. Überall in den Häusern von Lansquenet lieben sich die Ehepaare, spielen die Kinder, bellen die Hunde, plärren die Fernseher … Ohne uns

Charaktere

Vianne – Sie ist eine Wanderin. Schon als Kind zog sie mit ihrer Mutter durch Lande. Hatte schöne und schwere Momente.

Anouk – Viannes Tochter – sie ist eine wirklich sehr offene und fixe mit sechs Jahren bekommt sie schon mehr mit, als man erwarten würde.

Pantoufle – Anouks imaginärer Freund. Er ist ein Hase. Aber ist er wirklich imaginär? Manchmal scheint es Vianne sie würde seine Fussabdrücke sehen.

Pater Reynaud – Er ist der Dorfpfarrer. Seine Vergangenheit liegt ihm schwer im Magen und seit Viannes Ankunft drückt ihn das immer mehr. Auch, dass er anscheinend immer mehr den Einfluss auf seine Schäfchen verliert setzt ihm immer mehr zu. Hinzu kommt die Verführung durch Schokolade in der Fastenzeit.

Roux – Ein Mann des wandernden Volkes, das mit den Hausboten im Dorf anlegt. Sie werden von vielen freudig aufgenommen aber auch durch die Hetze des Pfarrers verachtet. Er und Vianne haben eine schöne Nacht – ansonsten fühlt er sich sehr zu Josephine hingezogen, die ihren Mann verlassen hat, da er sie misshandelte.

Armande – eine der Dorfältesten, die sofort merkt, dass Vianne magische Fähigkeiten besitzt. Sie verhöht den Pfarrer und ihre Tochter, die sie am liebsten in ein Altenheim abschieben würde. Durch Viannes Hilfe kann sie Kontakt mit ihrem Enkel aufnehmen.

Duplessis – einer der ersten Stammkunden. Er kommt jeden Tag mit seinem Hund. Leider ist sein Hund sehr krank und muss erlöst werden. Das trifft ihn sehr. Ein sehr netter uns sympathischer Mann.

 

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