Hoffman, Alice – Im Hexenhaus

Autor: Hoffman, Alice
Titel: Im Hexenhaus
Verlag: Goldmann
Übersetzung: Elke vom Scheidt
Erscheinungsdatum: 1997
Seitenanzahl Printbuch: 320 Seiten
Genre: Mystery, Drama
Zeitraum 24.07.19-03.08.19
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 3442439450
Bereits gelesene Bücher der Autoren 

Klappentext 
Sally und Gillian sind so verschieden wie Tag und Nacht. Während die eine alles vernünftig angeht, lebt Gillian sorglos in den Tag hinein.
Unbekümmert läßt sie als junge Frau ihre Verehrer genauso im Stich wie die Schwester, die allein in dem alten Haus an der Magnolia Street zurückbleibt.Mit den schwarzen Katzen, dem verwunschenen Garten und den beiden alten Tanten, die in der ganzen Stadt als Hexen verrufen sind.
Und doch holen sich viele Frauen bei ihnen Rat in Sachen Liebe.
Kein Wunder, daß Sally später ihr Herz bewußt vor jeder Laune der Leidenschft verschließt.
Zu sehr hat sie als Kind schon miterleben müssen, wie die Liebe manchen Frauen um Herz und Verstand gebracht hat.
Dann steht eines Tages Gillian wieder vor ihrer Tür, mit drei gescheiterten Ehen hinter sich und einem nichtsnutzigen Liebhaber Jimmy im Auto.
Und der ist tot….

Meine Zusammenfassung

Gilian und Sally leben nach dem Unfalltod ihrer Eltern bei den seltsamen Tanten. In der Schule werden sie gehänselt und gemieden und auch als erwachsene Frauen haben sie es nicht leicht. Gillian war schon immer die heissblütigere von beiden und irgendwann klettert sie aus dem Fenster und ist für Jahre verschwunden. Einziges Lebenszeichen: ab und an eine Postkarte. Sally ist immer schon die zurückhaltende gewesen. Sie hilft im Haushalt und den Tanten. Sie hat eine Abneigung den Frauen gegenüber, die heimlich zur Hintertür kommen um einen Liebeszauber zu erbetteln. Sie will niemals lieben. Aber es kommt wie es kommen muss – auch sie bleibt von der Liebe nicht verschont. Michael ist der Mann ihres Lebens. Mit ihm taut sie auf und das Leben hat einen Sinn. Sie bekommen zwei Töchter. Aber es gibt einen Fluch – den Totenuhrkäfer. Wenn er klopft wird jemand geliebtes sterben. Für Sally bricht die Welt zusammen. Auch sie verlässt die Tanten mit ihren Töchtern und baut sich ein neues Leben auf. Fern von der Vergangenheit gliedert sie sich in die Gesellschaft ein. Typische Elternprobleme mit den Kindern und Schulfeste. Doch eines Tages steht Gilian vor der Tür und der Alptraum beginnt von neuem.

Meine Meinung

Das Buch ist doch etwas anders, als ich es erwartet hatte. Vielleicht etwas zu umfangreich. Der Film dazu – Practial Magic – fasst hier wirklich das wichtigste zusammen und ist auch recht witzig. Das Buch ist eher dramatisch und düster. Von der Magie bekommt man immer mal was mit. Hellsichtigkeit und die Zauber – aber sie sind nicht unbedingt der Hauptbestandteil. Es geht sehr viel um Sally und ihr Gemütszustand, als alleinerziehende Mutter, die die Gefühle verschlossen hält. Worunter auch ihre Töchter leiden. Sie sind zickig und machen es Sally auch nicht gerade leicht. Wie einfach ist da Gilians Leben dagegen, denkt man. Sie lebt in den Tag hinein und geniesst in vollen zügen. Aber ist es auch so? So manchmal sehnt sie sich doch nach etwas festem. Geborgenheit.

Das Buch war schon nicht schlecht – dramatisch, düster und geheimnisvoll – aber ich glaube hier gefällt mir tatsächlich der Film etwas besser.

Schreibstil: Der Stil ist gut und einfach zu lesen.

Figuren: Mit Sally kann man nicht richtig warm werden. Sie ist durch ihre Verschlossenheit immer etwas unsympathisch. Gilian dagegen – sie ist offen, aber auch einfach ein Wirbelwind. Die Tanten – sie bleiben eher etwas blass, da man nur immer mal wieder etwas von ihnen erfährt. Sie hätte ich gerne bisschen mehr kennen gelernt.

Atmosphäre und Spannung: Es kommt eine gewisse Spannung auf, durch den Tot an Jimmy und wie die Schwestern damit umgehen. Die Atmosphäre ist oft sehr düster, da Sally auch oft düstere Emotionen verbreitet.

Fazit

Das Buch lies sich wirklich gut lesen und hat mir auch recht gut gefallen. Allerdings fand ich die Stimmung leider oft zu düster. Mir fehlte etwas das kecke, das im Film vermittelt wird. Das ist wahrscheinlich auch der Krux. Da man den Film eher als Komödie sieht, wirkt das Buch noch düsterer. Wenn ihr es mal in die Hände bekommt ist es nicht verkehrt es zu lesen. Aber im Grossen und Ganzen hat man mit dem Film doch mehr Spass.

Zitate

Schwierigkeiten sind schließlich genau wie die Liebe; sie kommen unangemeldet und übernehmen die Macht, ehe man die Chance hatte, sich alles noch einmal gut zu überlegen.

»Die Arbeit ruft«, sagt Scott zerknirscht. »Sie ist eine Hölle, für die man bezahlt wird.«

Gillian war so verliebt, daß alle Butter im Haus dauernd schmolz, so wie sie es immer tut, wenn Liebe im
Spiel ist

Charaktere

Gillian – sie ist die jüngere der beiden. Immer hübsch und beliebt. Selbst der Ruf, den die Familie als Hexen haben, lassen die Jungs nicht von ihr abkommen. Sie ist ein Wildfang und will alles erleben. Sie bricht irgendwann aus und verlässt heimlich die Tanten um Jahre später mit einem tödlichen Problem wieder zu kommen

Sally – sie ist die ältere. Immer ein bisschen eine graue Maus und introvertiert. Sie ist zu nüchtern um alles zu glauben. Auch verachtet sie die Frauen, die unbedingt die Liebe durch einen Zauber halten wollen. Sie will so etwas nie erleben. Aber als es passierte, zieht es ihr den Boden unter den Füssen weg. Dies prägt sie und den Umgang mit ihren Töchtern. Ihre nach aussen getragene Emotionslosigkeit macht den Mädchen zu schaffen

Michael – er ist es der Sally an die Liebe glauben lässt. Mit ihm hat sie die beste Zeit ihres Lebens.

Antonia – die ältere Tochter. Sie ist in der Teenagerphase und hasst ihre Mutter und ihr Leben. Beide Mädchen wären lieber bei den Tanten. Sie schlägt eher nach Gillian. Ein schlimmes Erlebnis, lässt sie allerdings Sally wieder näher kommen

Kylie – sie ist was besonderes. Sie hat eine gewisse Feinfühligkeit und sieht auch manches. Sehr aufmerksam und lieb. Aber auch sie bräuchte etwas mehr gezeigte Liebe von Sally.

Jimmy – Gillian hatte nie ein glückliches Händchen für Männer – aber dieser hier ist besonders schlimm. Er schlägt sie. Er betrügt sie und ist in vielen illegalen Dingen verwickelt. Und er ist tot. Allerdings gibt er keine richtige Ruhe in seinem Grab

Scott – er lebt schon immer dort. Und er liebt Gillian. Ein ganz lieber Kerl, der es wirklich schafft Gillian zu beruhigen

Gary – er ist auf der Suche nach Jimmy und trifft dabei auf die Schwestern. Er mag Sally sehr und schafft es die ganze Sache gerade zu biegen. Er könnte Sally wieder am Leben teilhaben lassen.

Tante Frances und Tante Bridget – meiner Meinung nach ein bisschen zu selten aktiv aufgetaucht. Man erfährt zwar schon ein bisschen von ihnen, aber sie bleiben doch immer nur im Hintergrund.

Allen, Sarah Addison – Mein zauberhafter Garten

Autor: Allen, Sarah Addison
Titel: Mein zauberhafter Garten
Verlag: Page & Turner
Übersetzung: Sonja Hauser
Erscheinungsdatum: 14. Juli 2008
Seitenanzahl Printbuch: 288 Seiten
Genre: Mystery, Fantasy
Zeitraum 18.01.19-24.01.19
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: 3442203309
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Die herzerwärmende Geschichte zweier ungleicher Schwestern mit magischen Fähigkeiten

»Man nehme eine Prise Ringelblume, um das Gefühl anzuregen, einen Schuss Löwenmäulchen, um böse Einflüsse abzuwehren, und ergänze das Gemisch mit Rosenblättern, um der Liebe zu schmeicheln.«

Dies ist eines der Rezepte von Claire Waverley, die einen florierenden Partyservice besitzt. Das Geheimnis ihres Erfolgs ist die Verwendung von essbaren Blumen aus dem heimischen Garten, die eine magische Wirkung ausüben. Claire steht damit in der Tradition der Waverley-Frauen, die schon immer über eine besondere Gabe verfügten und in das Schicksal der Menschen eingreifen konnten. Claires eigenes Leben ist allerdings wenig zauberhaft – sie hat sich ganz in ein altes Haus in Bascom, North Carolina, zurückgezogen und wehrt sich gegen alles, was neu und anders ist.

Doch eines Tages wird Claire jäh aus ihrer Ruhe herausgerissen: Sydney, ihre jüngere Schwester, steht zusammen mit ihrer Tochter Bay vor der Tür und sucht Zuflucht vor ihrem brutalen Mann. Claire fühlt sich zunächst durch die quirlige Sydney gestört. Aber dann taucht Sydneys Mann in Bascom auf, und die beiden Schwestern müssen sich zusammenraufen. Sie besinnen sich auf ihren alten Apfelbaum und schmieden einen gar nicht so zauberhaften Plan …

Meine Meinung

Ein absolutes Wohlfühlbuch. Es drängt sich der Vergleich zu Hoffman, Alice – Im Hexenhaus auf. Das Buch hab ich noch nicht gelesen, aber es wurde unter Zauberhafte Schwestern verfilmt. Die Geschichte ist schon ziemlich ähnlich. Was mich jetzt aber nicht so gestört hat, da ich sie einfach toll fand. Sie ist angenehm und ruhig. Es arbeitet ganz auf den Showdown mit dem schlägerischen Ehemann hin. Allerdings wird diese Szene recht schnell und unspektakulär abgehandelt. Da hätte noch bisschen mehr gekonnt, da es ja mit eines der Schwerpunkte der Geschichte war. Der Apfelbaum ist ein toller Genosse. Er bewirft einen mit seinen Äpfeln und man sollte besser keinen seiner Äpfel essen. Denn er zeigt einem ungeheure Dinge. Es ist ein Buch zu dem man gerne nach Hause kommt und von dem man auch noch gerne mehr hätte.

Schreibstil

Sehr angenehm und ruhig. Man kann sich gut einfinden.

Figuren:

Die Charaktere sind etwas schwierig zu beurteilen. Claire bleibt immer etwas kühl, da es auch einfach ihrem Charkter entspricht. Sie ist schüchtern und unsicher. Auf eine Beziehung will sie sich gar nicht einlassen, trotz dem netten und unerbittlichen Nachbarn. Sydney ist sprunghaft und sympathisch. Sie mag man eigentlich gleich.

Atmosphäre und Spannung

Die Atmosphäre ist immer bisschen magisch. Es ist irgendwie interessant, wie Claire die Pflanzen nutzt um ihren Freunden und Nachbarn etwas gutes zu tun. Spannend ist es durch Sydney. Man bekommt immer mal wieder einen Rückblick auf ihr Leben, nach dem sie abgehauen ist. Was ist mit ihrem Mann. Wird er sie finden und was geschieht dann. Das ist die Spannung.

Originalität

Muss man natürlich etwas Abstriche machen, da es dem Hexenhaus wirklich sehr ähnlich ist und dadurch halt nicht mehr originell.

Fazit

Trotz dem bisschen klauen von Alice Hofmans Hexenhaus, mochte ich das Buch sehr gerne. Es ist ein wirkliches Wohlfühlbuch zu dem man gerne nach Hause kommt um sich dann mit etwas leckerem zurückzuziehen. Für Fans von leichter Magie mit etwas Romantik und wenig Spannung auf jeden Fall für paar nette Stunden geeignet.

Charaktere

Hunter John Matteson – Sydney erste grosse Liebe. Sie hoffte damals, dass sie für immer zusammen bleiben würden. Aber da sie nicht in seiner Liga war. Hat er sie aufgegeben und Standesgemäss geheiratet

Lester Hopkins – Ist der Grossvater von Henry. Ihm gehört die Molkerei. Aber wegen eines Schlaganfalls musste er in Ruhestand gehen. Was ihm ganz recht ist…er wollte schon immer schnell alt werden um seinen Ruhestand zu genießen.

Claire – sie ist eine Waverley. Den Waverley Frauen wurde schon immer etwas magisches unterstellt. Was ja auch so ist. Sie hat ein Catering und nutzt ihre Fähigkeit mit den Pflanzen umgehen zu können um ganz besondere Gerichte herzustellen. Sie ist im laufe der Jahre sehr introvertiert geworden. Zurückhaltend und eher schüchtern, sträubt sie sich gegen Veränderungen, oder der Liebe.

Sydney – auch eine Waverley. Aber sie wollte nie eine sein. Als sie alt genug war, flüchtete sie und wählt einen steinigen Weg. Erst die Gefahr durch den Schläger, den sie als Mann hat weckt sie auf. Sie muss ihre Tochter in Sicherheit bringen. Und der einzig sichere Ort ist Claire.

Lorelei – sie ist die Mutter von Claire und Sydney. Vom Charakter ähnlich wie Sydney. Immer auf Achse und unruhig. Mit Claire ist sie ständig von Ort zu Ort, von Mann zu Mann. Erst die Schwangerschaft mit Sydney hat sie zur Besinnung gebracht. Aber sie konnte nicht ruhen. Sie hat die beiden Mädchen bei ihrer Mutter gelassen und ist weg gegangen.

Grossmutter – sie hat die Mädchen aufgezogen. Von ihr hat Claire all ihr Wissen, dass sie früher immer eifersüchtig vor ihrer kleinen Schwester bewahrte.

Evanelle – sie ist auch eine Waverley. Ihre Gabe ist es Leuten Dingen zu geben, die sie vielleicht mal brauchen. Sie weiss nicht wofür und wann – aber es ist ein innerer Drang diesen Gegenstand abzugeben. Sie ist auch eine grosse Hilfe für Claire. Eine Stütze.

Fred Walker – er hat den Gemischtwarenladen. Ein ganz lieber, der im Moment Probleme mit seinem Lebensgefährten hat, der ihn dann verlässt. Er findet bei Evanelle ein neues Zu Hause und die beiden ergänzen sich ganz hervorragend. Durch Evanelles Geschenk findet auch er eine neue Liebe

James – Fred´s Expartner. Er verlässt Fred nach vielen Jahren, da er ihm zu unselbständig ist. Eine Nebenrolle.

Tyler Hughes. Er ist der neue Nachbar von Claire. Er fühlt sich gerade zu magisch von Claire angezogen, die mit allen Mitteln versucht ihn von sich abzubringen. Selbst die Pflanzen helfen ihr hierbei nicht. Er ist unerbittlich in seinem Werben. Bis sie irgendwann nachgibt.

Bay – sie ist Sydneys Tochter und auch eine Waverley. Ihre Gabe entwickelt sich noch. Aber sie kann erkennen, ob jemand dort hingehört, wo er/sie sich gerade befindet. Und sie weiss, dass ihre Mutter bei Claire gut aufgehoben ist.

David – Sydneys Ehemann. Er schlägt sie und sperrt sie ein. Dank einer Frau – Susan – die ihr bei der Flucht hilft, kann sie ihm endlich entkommen. Bis er sie findet.

Emma Clark – armes reiches Mädchen. Sie ist die Frau von Hunter. In Sydney´s Rückkehr sieht sie eine grosse Bedrohung. Sie hat Angst, dass sich ihr Mann von ihr abwendet und sich Sydney zuwendet. Gehetzt von ihrer Mutter, nimmt sie alles mögliche in Kauf um ihn zu halten. Dabei besteht keine Gefahr, da er sie liebt. Die Clark Frauen bekommen alles was sie wollen durch Sex. Dafür kasteien sie sich abartig. Irgendwann kann sie sich aber von ihrer Mutter lossagen und endlich entspannen.

Mariah Waverley Hughes – Claires und Tylers zukünftiges Baby und eine neue Generation an Waverley Frauen.