Hella – ein Strassenhund zieht ein Part 3 – die leere Transportbox

Beim letzten mal habe ich euch berichtet, dass wir auf unseren rumänischen Strassenhund warten.

Wir haben also alles vorbereitet. Unsere Kontaktperson hat immer mal wieder ein Update gebracht. Dann war der Termin gesetzt. Der Transport sollte am 1.5 losfahren und am Samstag hätten wir dann unser neues Familienmitglied in Empfang nehmen sollen.

So war es gedacht. Dann kam der Anruf unserer Kontaktperson. Hella darf nicht einreisen? Ja, Hella darf nicht einreisen.

Wegen Corona sind die Einreisebestimmungen in Bayern strenger. Das zuständige Veterinärsamt hat die Einreise nicht genehmigt und!!! – da der Übergabeort in einem anderen Bundesland wäre, würde das gegen die Ausgangsbeschrenkung von Bayern sprechen. Es gäbe keinen triftigen Grund für den Hund einzureisen und für uns ihn entgegen zu nehmen. Baff. Ausserdem wäre der Transport für das Tier durch die Grenzkontrollen erschwerter….Nun – es wird ja nicht nur unser Hund transportiert. In der Regel sind 20 Hunde auf dem Transporter. Der fährt also ob Hella dabei ist oder nicht.

Sie ist war nicht dabei. Und ein anderer Hundefreund konnte sich freuen. Er/Sie durfte den neuen Hund in Empfang nehmen. Wir müssen warten.

Zum Glück weiss der Hund nicht, dass er eigentlich ein eigenes Körbchen bekommen würde und wir auf sie warten.

Unsere Transportbox blieb leer.

Also haben wir gegen Söder und unser zuständiges Veterinärsamt gezetert. Wieder einmal haben wir untereinander darauf hingewiesen, dass wir zwar in das andere Bundesland zum Arbeiten durften, aber nicht unseren Hund abholen.

Noch war nicht klar, wann sie Hella bringen können. Nächste Woche oder nächsten Monat, oder drei Monate. Wir waren auf jeden Fall ziemlich enttäuscht und richtig traurig. Unsere Betreuerin sagte, wenn wir wollen könnten wir auch zurücktreten. Zurücktreten? Auf keinen Fall. Sie hatte schon ihren Platz in unseren Herzen eingenommen. Nur ihr Körbchen sollte sie noch füllen. Wir blickten also auf den leeren Transportkorb und das noch ordentliche Körbchen mit schweren Herzen packten wir die Körbchen weg, damit sich nicht eine der Katzen darin verewigt. Schweren Herzens drückten wir uns und die Katzen uns sagten Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben. Wir warten solange es dauert.

Mehr beim nächsten mal

Fortsetzung folgt.

Hella – ein Strassenhund zieht ein. Part 2

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Im letzten Beitrag habe ich euch ja kurz geschildert wieso wir einen neuen Hund haben wollen.

So langsam nahm dann die ganze Adoptionssache Formen an. Wir hatten eine Anfrage gestartet für einen süssen Hund, der aber zuviel Interessenten hatte. Auf Facebook hatte ich dann den Aufruf für Hella gesehen. Noch keine Anfrage – unvorstellbar. Kurzentschlossen haben wir sie ins Herz geschlossen und für sie angefragt.

Es kam auch schnell die Antwort, dass sie zu haben sei. Jetzt wurde es intim. Natürlich wollen die Vermittler wissen wo ihre Hunde hingehen. Es kam ein Anruf und die ersten Daten wurden gegen gecheckt. Wir wurden aufgeklärt, was erwartet wurde von den neuen Hundeeltern.

Hella ist ein Strassenhund. Strassenhunde haben oft die Bedürfnisse auszubüxen und da sind sie wohl auch wahre Meister. Wir wurden instruiert, dass sie die ersten sechs Wochen auf keinen Fall ohne Leine gehen dürfe. Und auch nur mit doppelt gesicherter Leine, damit sie ja keine Chance bekäme sich herauszuwinden. Und ein Sicherheitsgeschirr ist Pflicht.

Am Telefon wurden wir dann auch informiert, dass sie einen Transport nach Deutschland organisieren konnten. Durch Corona war das nicht einfach. Die Grenzen waren alle zu und keine Chance die Tiere nach Deutschland zu bringen. Auf Facebook hatte ich schon gesehen, dass sie mit dem Veterinäramt in Kontakt getreten waren und Bedingungen ausgehandelt hatten. Es durften wieder Transporte stattfinden. Natürlich nur mit extremen Hygienevorschriften – Abstand, Mundschutz. Das Bekannte.

Die Tiere werden nur in einer stabilen Hundebox übergeben. Sicherheitsgeschirr ist Pflicht. Der Kontakt zwischen den anderen Adoptanten ist verboten. Wir stellen die Box vor den Transporter, ziehen und 2 Meter zurück. Die Fahrer leinen sie an, packen sie in die Box und ziehen sich dann auch zurück. Wir nehmen die Box, kontrollieren die Papiere und fahren, ohne Umwege nach Hause. Klingt furchtbar – aber so bekommen wir wenigstens unser neues Familienmitglied.

Die Instruktionen bekamen wir dann noch mal über Whatsapp und auch die Kontodaten. Bezahlt wurden die Schutzgebühr, die Kastration und das Schicherheitsgeschirr.

Jeden Tag schauten wir auf deren Homepage und warteten ob endlich „Reserviert“ auf ihrem Profil erschien. Und dann war es soweit – sie ist reserviert. Es waren noch zwei Wochen, bis wir sie dann übernehmen konnten.

Während der Wartezeit haben wir uns eingelesen und  uns Videos auf YouTube angeschaut. Vor allem dieses hier kann ich empfehlen. Ein Tierheimhund zieht ein – was ist zu beachten. Das fand ich sehr hilfreich.

Jetzt heisst es abwarten und freuen.

Fortsetzung folgt.

Hella – Ein Strassenhund zieht ein. Part 1

Nach dem ich euch unsere kleine Hella vorgestellt habe – will ich euch auch ein bisschen erzählen, wie wir sie bekommen haben.

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Wir haben lange gesagt, wenn die Hündin stirbt, dann erstmal kein Hund. Ja, definitiv – wir wollen keinen Hund mehr.

Als letztes Jahr im Februar unser 15 jähriger Rüde ging, war das schon sehr schwer. Aber es war noch die Hündin da. Sie hat uns dieses Jahr im März verlassen.

Leute, ich hätte niemals gedacht, dass kein Hund zu haben, so eine Lücke hinterlässt. Wir haben noch zwei Katzen, die auch ganz toll sind – aber halt ruhig und schlafen – so ein Hund ist Leben.

Wir haben also ziemlich getrauert um die letzte Hündin, die wir haben wollten. Sogar mein Mann trauerte mehr, als ich erwartet hätte.

Irgendwann ist dann doch der Wunsch erwacht: wir wollen einen neuen Hund. Also haben wir online Tierheime angeschaut – die armen Hunde – fast alle haben eine Macke, oder sind alt. Da blutet einem das Herz. Aber sie werden sehr gut betreut. Ich hoffe, dass es geduldige Menschen gibt, die sich ihnen annehmen. Aber ich trau mir das nicht zu einen verkorksten Hund zu rehabilitieren.

Wir wollten aber keinen zu alten, da wir ja gerade erst mit einem Verlust fertig werden mussten und das nicht in wenigen Jahren wieder wollten. Irgendwann sind wir dann über Kleinanzeigen auf die Tierschutzorganisationen im Ausland gelandet. Und da war es klar. Wir müssen unbedingt einen der armen Strassenhunde ein sicheres Zu Hause geben. Ich habe mich oft gefragt, warum sich die Leute Tiere aus dem Ausland holen – nachdem ich die Bilder und Geschichten gelesen habe, weiss ich warum.

Die Tiere in unseren Heimen sind wenigstens gut versorgt uns sicher.

Wir haben Warnungen gelesen, dass viele unseriöse Vereine unterwegs sind. Das hat uns schon bisschen verunsichert.

Manche Tierschutzvereine haben keine Homepage oder eine veraltete. Über Facebook kann man zwar neuere Beiträge sehen, aber es fehlte uns einfach eine übersichtliche Liste mit Bildern und ein bisschen Hintergrund zu dem Hund.

Dann sind wir auf SpecialDogs e.V. gestossen. Die Homepage ist ansprechend und man findet schnell die zu vermittelten Hunde. Zusätzlich habe ich bei Facebook noch auf deren aktuellen Beiträge geschaut und da habe ich Hella gesehen. Noch keine einzige Anfrage war für sie eingegangen. Warum? Wir konnten es nicht verstehen. Sie ist so süss – also haben wir angefragt.

Corona erschwerte natürlich die Vermittlung und wir waren uns nicht sicher, ob wir überhaupt einen Hund vermittelt bekommen. Da die Grenzen alle zu gemacht wurden, konnten keine Tiere hier her transportiert werden. Wir hofften auf die Lockerung.

Aber auch die Vermittler haben sich angepasst. Es erfolgte ein Telefonat und es wurde eine Videobegehung des Hauses und Grundstücks geplant.

Dazu mehr beim nächsten mal.

Fortsetzung folgt.

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Safier, David – Die Ballade von Max und Amelie

Autor: Safier, David
Titel: Die Ballade von Max und Amelie
Verlag: Rowohlt E-Book
Erscheinungsdatum: 27. November 2018)
Seitenanzahl Printbuch: 362 Seiten
Genre: Abenteuer
Zeitraum 18.01.20-25.01.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B07CMPW6MZ
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Mieses Karma (ohne Rezi)

Plötzlich Shakespeare (ohne Rezi)

Klappentext

Das große Abenteuer Liebe

Die einäugige Hündin Narbe kann sich nicht vorstellen, dass eine wie sie jemals geliebt werden könnte. Doch dann verirrt sich der sanfte Hund Max zu der Müllkippe, auf der Narbe lebt. Er erzählt ihr von seinem wunderschönen Zuhause bei den Menschen und in der Hoffnung auf ein besseres Leben begleitet Narbe den Fremden auf die gefährliche Heimreise.

Unterwegs wird Max von Alpträumen geplagt, in denen die beiden ein Liebespaar sind, aber von einem Menschen getötet werden. Aber sind es wirklich Alpträume oder vielmehr Erinnerungen? Narbe wehrt sich anfangs dagegen, dass es ihr Schicksal sein soll, Max zu lieben. Doch kaum beginnt sie zaghaft an das Gute zu glauben, taucht der Mensch aus den Träumen auf…

Meine Meinung

Das Buch hat mich echt kalt erwischt. Den Klappentext fand ich rührend. Ich dachte, ach ein süsser Liebesroman zwischen Tieren – ja warum nicht. Aber das hier ist was viel tieferes. Ich war wirklich beeindruckt. Ich muss aber auf jeden Fall eine Warnung herausgeben. Die Tiere haben keinen schönen Roadtrip. Sie werden von Kindern geschlagen, von Menschen verfolgt und noch so andere schwere Erlebnisse. Aber wie die beiden sich aufbauen und gerade Narbe, die nie was schönes erlebt hat, erfährt jetzt Güte und Freunde. Sie wehrt sich total dagegen, dass ihr etwas Gutes widerfahren kann. Ich fand es wirklich ein richtig toller Roman mit viel Achterbahn der Gefühle.

Schreibstil: Gut – wirklich fliessend und sehr gut zu lesen.

Figuren: Sehr gut geschrieben. Auch die Nebenfiguren werden sehr gut dargestellt. Man kann seine Emotionen jedem zuordnen.

Atmosphäre und Spannung: Es ist richtig viel Spannung vorhanden. Aber auch viel Leid und Elend. Dafür gibt es aber noch mehr Freude und Liebe. Sehr gute Balance.

Originalität: Das ist definitiv was anderes, als ich erwartet hatte. Ich finde den steinigen Weg der beiden Tiere aufzuzeigen originell. Hier wird nichts beschönigt – aber die Hoffnung immer aufrecht erhalten.

Fazit
Ein sehr emotionales Buch. Man ist hin und her gerissen, zwischen Abscheu, Hass, Mitleid, Liebe, Trauer. Auch hier noch mal die Warnung: Die Tiere haben keinen einfachen Weg vor sich. Sie müssen einiges erleiden. Ich war hin und weg und würde noch mehr dieser Art des Autors lesen. Ich habe schon zwei seiner Bücher gelesen, aber das hier, war auf jeden Fall mein bestes von ihm.

Sie nehmen immer ein Stückchen von einem selbst mit….

Gestern ging eine schöne Zeit vorüber, die jetzt nur noch in Erinnerungen und alten Fotos bestehen wird.

Wir mussten unseren Flat Coat Retriver nach fast 15 Jahren gehen lassen.

Ganz schnell hatte er auf einmal abgebaut. Mittwoch waren die ersten Symptome. Nach dem Treppensteigen war er so ausser Atem, und ist dann erschöpft hingeplumpst.

Donnerstag hatte er schon Probleme und hat immer unter sich gemacht. Auch konnte er sich immer weniger aufrecht halten. Das ging im Laufe des Tages immer schlechter.

Am Freitag sind wir den schweren Gang zum Tierarzt gegangen – Da konnte er fast gar nicht mehr aufstehen.

 

Danke für die schöne Zeit, die wir miteinander verbringen durften. 

 

Das erste Bild 2004

 

Das letzte Bild 2019