Costello, Sean – Der Cartoonist

daumen gut-steigend

Autor: Costello, Sean
Titel: Der Cartoonist
Verlag: Festa Verlag
Übersetzung:  Usch Kiausch
Erscheinungsdatum: Juni 2004
Seitenanzahl Printbuch: 272 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum 27.02.20-05.03.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 3935822774
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Klappentext

Scott Bowman und zwei seiner Freunde werden in einen schrecklichen Unfall verwickelt. Ein Mädchen stirbt, doch da es keine Zeugen gibt, begraben sie die Tote und schwören, niemals wieder ein Wort über das Unglück zu verlieren. §Sechzehn Jahre später: Aus Scott ist inzwischen ein respektierter, erfolgreicher Psychologe geworden. Doch die Vergangenheit holt ihn ein – in der harmlosen Gestalt eines alten, verrückten Zeichners, der in die Psychiatrie eingewiesen wird. Der Kranke scheint alles über den Arzt und den Tod des Mädchens zu wissen, denn seine schonungslosen Zeichnungen offenbaren das Unglück. Aber der Schrecken beginnt erst: Scott findet weitere Bilder des Patienten, Visionen voller Blut und Tot – und sie treten wirklich ein! Kann der Cartoonist in die Zukunft sehen? Formt er vielleicht die Zukunft? Als der monströse Wahnsinn des Cartoonisten sogar nach seiner Familie greift, handelt Scott …

Meine Meinung

Spannend aber nicht gruselig. Eher ein bisschen klassische Grusellektüre. Man fühlt sich ein bisschen an die alten Gruselfilme erinnert. Es ist spannend der ganzen Geschichte zu folgen. Was steckt denn jetzt dahinter. Wer ist dieser gruselige alte Mann, der die Zukunft zeichnet, oder gar gestaltet. Ist er ein Racheengel? Die Freunde von damals haben keinen Kontakt mehr zueinander. Aber sie waren alle erfolgreich. Bis zu einem gewissen Grad. Denn einer nach dem anderen stirbt. Soll ihm das gleiche Schicksal ereilen. Soll es so sein – Hauptsache seine Familie ist sicher. Es war eine spannende und rasante Lektüre. Man fiebert mit Scott mit und versucht ebenso hinter das Geheimnis zu kommen. Das Geheimnis selbst, fand ich jetzt nicht so überzeugend. Da wäre mir etwas anderes lieber gewesen. Aber trotzallem war es spannend – aber überhaupt nicht gruselig. Auch nicht blutig. Also für Leser, die gerne mal wieder etwas Mystery ohne extremen Thrill haben wollen.

Schreibstil: Der Stil war recht flüssig und man konnte der Geschichte gut folgen.

Figuren:Bis auf Scott blieben die Figuren eher blass. Da hätte vielleicht auch noch bisschen mehr gekonnt. Aber da ja Scott der Hauptprotagonist ist, kann man das so akzeptieren.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre war düster und es war auch spannend. Man liesst wie Scott verzweifelt versucht den Zeichner zu beeinflussen, oder seinen verfluchten Stift weg zu legen. Sein eigenes Schicksal ist ihm nicht mal wichtig. Aber seine Familie, die soll nicht für seine Fehler zahlen. Das macht die ganze Sache schon spannend. Wird der Zeichner nur ihn bestrafen?

Originalität: Es ist auf jeden Fall mal was anderes. Heute hat man zwar schon einiges in dieser Richtung gesehen – hauptsächlich mit Fotografien – aber es ist immer noch nicht zu abgedroschen, da Zeichnungen doch noch ein Tick intensiver sind.

Fazit
Ein stabiler Gruselroman. Es ist genau das richtige für Leser, die wieder etwas Spannung haben wollen, ohne gleich Panik zu bekommen. Es ist spannend, aber eigentlich nicht gruselig. Und auch nicht sehr blutig. Ein bisschen. Ich empfehle das Buch für Halloween.