Mach was…mit einer Festtags-Leckerei

Das Jahr ist fast rum und ich hab eine neue Lieblingsfamilie ins Leben gerufen. Gestartet haben sie mit der Zeitkapsel und ich bin so vernarrt in die Truppe, dass bestimmt noch einige Geschichten mit ihnen kommen werden. Kommt mit und besucht meine neuen Lieblinge:

Festtags-Leckerei

Kaum hatten wir die Aktion mit dem Rentier geregelt und es gemütlich Weihnachten verbracht, waren auch die Feiertage schon wieder vorbei. Am zweiten Weihnachtsfeiertag saßen wir alle am Tisch. Ich betrachtete die festliche Tafel. „Also ihr Lieben. Hier sieht es aus als wäre der Weihnachtsmann noch mal mit seinem Schlitten drüber gefahren. Unfassbar.“ Alle saßen gut gefüllt auf ihren Stühlen. Die einzige, die sich nicht fühlte, als wäre sie gemästet worden, war natürlich Amelia. „Das ist ganz schön unfair. Jemand sollte sich mal schlau machen, ob nicht auch Geister sich vollfressen können. Ach“ seufzte sie tief bedrückt. „Es fehlt mir ja als Geist nicht viel – nur das Essen und Trinken. Das fehlt mir wirklich. Hmmmm der Geschmack von leckerem Braten mit Klößen und Rotkraut.“ Ein tiefes gequältes Stöhnen kam von uns andern. Keiner wollte jemals wieder etwas von Essen hören. Der einzige, der noch munter weiter knabberte, war Frank. Ja, das war wohl auch kein Wunder, ein Berg von zwei Metern mit einer unmessbaren Schulterbreite, da eh keiner dran kam, der war natürlich nicht so schnell satt zu bekommen.

HIER könnt ihr weiterlesen

 

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Halbzeit – Projekt TXT – Das zwölfte Wort – Weihnachten 4 von 8

Die Hälfte meiner Geschichte ist geschafft. 

Hoffen auf ein Weihnachtswunder

Während des Weihnachtsfestes kam es zum Stromausfall. Matthew musste die Vorräte aufstocken und geriet dadurch in Gefangenschaft. Dort wurde er als Sklave verkauft. Seine Frau Mina und Tochter Nadja, waren auf sich gestellt. Sie hatten ein kleines Haus entdeckt, dass sie sich zurecht machen wollten – aber bis dahin, hatten sie noch einen harten Weg. Auch sie wurden nämlich gefangen genommen. Und Mina ist eine Frau.

Hier kommt ihr zu Part 4

 

#WritingFriday Special im Dezember! Adventskalender

Schon das ganze Jahr durften wir uns Freitags bei Elizzy´s Writing Friday austoben. Viele spannende Geschichten durften wir dort lesen und auch schreiben. Ich freue mich, dass wir im nächsten Jahr weiter die Möglichkeit dazu bekommen.

Zu Weihnachten hat Elizzy sich was besonderes einfallen lassen. Einen besonderen Adventskalender. 24 Blogger/innen haben sich bereit erklärt uns mit ihren Geschichten zu verwöhnen. Jeden Tag können wir eine schöne Winter/Weihnachtsgeschichte lesen. Damit ihr den Faden nicht verliert und auch keine Geschichte verpasst bekommt ihr noch den Link vor und nach meiner Geschichte. Also schaut bei Buchperlenblog für gestern und morgen bei Bücherfieber vorbei.


Edgar war sechs Jahre alt. Seit Wochen war er schon aufgeregt. Weihnachten steht vor der Tür, sagte seine Mutter immer und wirkte leicht gehetzt. Er konnte es sehen. Auf dem Kalender war es schon markiert. Der 24. Dezember. Er war dieses Jahr sehr brav gewesen. Hat sein Zimmer fast immer aufgeräumt und seinem Vater dabei geholfen, das Laub zu harken. Seiner Mutter hatte er beim Spülen geholfen. Dieses Jahr war er in die Schule gekommen. Das war sehr aufregend. Er hatte viele neue Freunde kennen gelernt. Aber am liebsten war er mit Willi zusammen. Sein bester Freund. Sie hatten dieses Jahr viele Abenteuer erlebt.

Willi lebte auf der anderen Seite der Bahnschiene. Sein Vater sagte immer, das sei das Armenviertel. Damit konnte Eddie nicht viel anfangen. Willie hatte Eddie allerdings noch nie zu sich nach Hause mitgenommen. Seine Eltern seien immer viel zu beschäftigt. Es sei nicht aufgeräumt, oder seine kleine Schwester sei krank. Er hatte immer eine Ausrede, aber das sah Eddie nicht so eng. Sie waren sowieso immer draußen. Egal bei welchem Wetter. Nichts konnte sie stoppen.

Die Nachbarn verdrehten schon die Augen, wenn die beiden Jungs an ihren Häusern vorbei rannten. Sie hatten Schwerter aus Ästen und kämpfen. Spielten Robin Hood und die Musketiere. Willie aß dann oft bei ihnen. Manchmal durfte er auch bei ihm schlafen. Das war dann ganz besonders aufregend. Sie erzählten sich dann immer gruselige Geschichten, oder hörten sich spannende Hörspiele an. Für Eddie fühlte es sich an, als habe er einen Bruder.

Er liebte diese Zeit einfach. Seine Mutter fing immer am ersten Advent an zu schmücken und er half immer fleißig. Dieses Jahr half auch Willie. „Mami?“ „Ja?“ „Darf Willie dieses Weihnachten bei uns bleiben?“ „Aber Eddie, Weihnachten ist das Fest der Familie. Willie will bestimmt mit seiner Familie feiern?“ „Ach bitte.“ „Wir werden sehen. Aber ich glaube eher nicht. Vielleicht willst du am ersten oder zweiten Feiertag vorbei kommen?“ Fragte sie Willie. Er zuckte nur schüchtern mit den Schultern. Seine Mutter blickte traurig in Willies Richtung. Sie ahnte wohl schon, dass bei Willie Weihnachten nicht so intensiv gefeiert werden würde.

„Wie sieht es aus ihr zwei. Wollen wir Plätzchen backen?“ „Oh jaaa.“ Riefen beide Jungs. Sie verbrachten lustige Stunden und waren nach dem Backen total müde. „Ich muss jetzt gehen. Meine kleine Schwester wartet schon auf mich.“ „Hier, nimm diese Plätzchen mit, du hast sie schließlich auch gebacken. Lasst sie euch schmecken.“ Sagte Eddies Mutter. „Danke schön Frau Winter.“

Im Flur zog Willie seine verschlissene Jacke an und seinen gestopften Schal. Die Sohle seiner Schuhe löste sich schon an einigen Stellen. „Eddie?“ „Ja Mami?“ „Sag mal. Hast du nicht paar Kleidungsstücke, die dir nicht mehr passen und die Willie vielleicht mitnehmen kann?“ Er blickte seine Mutter an. „Ja klar – komm ich zeige sie dir.“ „Aber ich muss gehen, sonst komme ich zu spät nach Hause.“ „Weißt du was Willie, Eddie packt sie dir ein und wir bringen sie dir morgen vorbei. Ist das Okay?“ „Ich weiß nicht. Vielleicht.“ „Gut, dann machen wir das. Wir kommen morgen mit den Kleidungsstücken und noch paar Plätzchen.“ „Okay?“ Sagte Willie zaghaft und stapfte in den Schnee hinaus.

„Warst du schon mal bei Willie?“ „Nein, es hat nie gepasst.“ „Hör zu, Willies Familie ist sehr arm. Also benimm dich morgen, ja?“ „Arm? Was bedeutet das?“ „Er hat nicht viel. Seine Kleider sind schon sehr kaputt und viel zu dünn für dieses Wetter. Er wird wenig Spielzeug haben, und vielleicht wird es sehr kalt bei ihm zu Hause sein. Aber bitte, sprich ihn nicht darauf an. Es wird ihm peinlich sein.“ „Okay. Ich verstehe es zwar nicht, weil er mir doch alles sagen kann. Aber wenn du das so sagst.“ „Glaub mir, das wird ihm Recht sein. Und jetzt gehe hoch und such die Kleider heraus, die du nicht mehr trägst.“ Eddie rannte schnell nach oben. Er freute sich, dass er seinem Freund helfen konnte. Selbst wenn er nicht alles verstand, was ihm seine Mutter versucht hatte zu erklären.

Am nächsten Tag, es war ein Samstag und Eddies Mutter hatte noch schnell paar Lebkuchen gebacken, machten sie sich auf den Weg zu Willies Haus. Sie hatten die Kleider verpackt und auf einen Schlitten gespannt. Dann könnten Eddie und Willie danach noch zum Schlittenfahren gehen. Gemütlich spazierten sie durch die weiße Pracht. Ab und zu blieben sie stehen um sich mit Schneebällen zu bewerfen. Lachend und außer Atem kamen sie bei Willie an. Eddie blieb erschrocken stehen. Das Haus war ziemlich heruntergekommen. Die Fassade war fast Schwarz. Überall blätterte der Putz ab. Die Rollläden hingen schief in den Angeln. Nirgendwo war nur ein bisschen weihnachtliche Dekoration zu sehen. Verunsichert blickte er zu seiner Mutter. Sie drückte ihm aufmuntern die Schulter und schob ihn voran. „Das wird schon.“

Eddie straffte die Schultern. „Willie?“ rief er. Die Tür öffnete sich und ein kleines blondes Mädchen trat heraus. Sie hatte einen verschlissenen Stoffhasen in der Hand und ein viel zu dünnes Kleidchen an. Eddies Mutter zog die Luft ein. Sie ging auf die Kleine zu. „Hallo, ich bin Evelin. Wie heißt du denn?“ Sie schaute vertrauensvoll, mit ihren glasklaren blauen Augen zu der netten Frau auf. „Mara.“ „Das ist ein schöner Name. Ist Willie da?“ Sie nickte. „Er ist in der Küche.“ „Und deine Eltern.“ Sie zuckte nur mit den Schultern. „Dürfen wir rein kommen? Wir haben Lebkuchen und ich hab warme Schokolade dabei.“ Ein strahlen huschte über ihr schmutziges Geschichtchen. Evelin schluckte schwer. Mara nickte heftig. „Oh ja, gerne.“ Dann nahm sie Evelins Hand in ihre und zog sie hinter sich her.

Auch im Inneren machte das Haus einen verstörenden Eindruck. Es war sauber, aber trist. Die Tapeten lösten sich von den Wänden, es war feucht und kalt und roch teilweise modrig. „Willie?“ rief  Eddie. „Wo bist du?“ Rechts führte eine Tür in die Küche. Mara zog immer noch an Evelins Hand. „Komm“, sagte sie. Die Küche war ganz anders, als der Rest des Hauses. Sie wirkte freundlich und hell. Sogar ein paar selbstgebastelte Sterne hingen an den Fenstern. In der Ecke lag eine Matratze. Es schien, dass die Kinder in der Küche schliefen. Evelin erinnerte sich, dass auch früher oft nur die Küchen beheizt wurden und das Familienleben dort stattfand. Das schien auch hier der Fall zu sein. Sie war erleichtert, dass die Kinder nicht in einem eiskalten Haus lebten. Aber es schien keine Erwachsenen zu geben. Sind die Kinder Waisen?  Wo waren die Behörden?

„Willie, Willie, wir haben Besuch.“ Aus einem abgelegenen Raum kam Willie heraus. „Hallo Frau Winter, Eddie. Möchten sie etwas trinken?“ „Lass nur, Willie, ich hab heiße Schokolade und Lebkuchen dabei. Bring nur paar Tassen und Teller, dann werden wir es uns gemütlich machen.“ Willie strahlte und ging schnell gefragtes holen. Eddie half ihm. „Schau mal. Ich hab paar Klamotten, die mir zu klein geworden sind. Wollen wir sie schnell reinholen? Nachher können wir vielleicht Schlitten fahren? Hast du Lust darauf?“ „Ja klar. Aber wir müssen Mara mitnehmen.“ Eddie schaute zur kleinen Schwester. „Ja klar, ich mag sie.“ Willie atmete hörbar erleichtert aus. Sie tranken ihre Schokolade und aßen die leckeren Lebkuchen. Evelin erhob sich und machte sich auf den Heimweg. „Eddie sei bitte gegen sechs zu Hause. Dein Vater kommt dann heim.“ „Ja, Mami.“ Winkte er genervt und schon stampften die drei Kinder durch den Schnee.

Der Weihnachtstag war gekommen. Wie jedes Jahr hatte Eddie es nicht geschafft den Weihnachtsmann zu überraschen. Dieses Mal hatte er sich sogar in den großen Sesseln im Wohnzimmer versteckt. Aber die wohlige Wärme hatte ihn schläfrig gemacht. Als er die Augen aufschlug, lagen viele Geschenke unter dem Baum. Und ein Fahrrad, das hatte er sich so sehr gewünscht. Schnell wickelte er sich aus der Decke heraus und wollte sich auf die Geschenke stürzen. Schon blinzelte seine Mutter um die Ecke. „ÄhÄh. Du weißt wie das läuft, mein Lieber. Such dir ein Geschenk aus, das darfst du öffnen. Dann machen wir Besuche und gehen in die Kirche. Den Rest darfst du dann heute Abend auspacken.“ Schmollend setzte er sich an den Baum und überlegte ganz genau. Dann griff er zu einem kleinen Paket. Er riss das Geschenkpapier herunter und ein Feuerwehrauto lag in seinen Händen. Er war begeistert und ließ es gleich, mit nervenaufreibenden getute, durch das Zimmer fahren.

Nach dem Frühstück packten sie sich warm ein und gingen auf die Besuchsrunde. Es wurden Freunde und Verwandte besucht. „Mami, darf ich schnell mal zu Willie gehen?“ „Ja natürlich. Sei nur später für die Kirche pünktlich.“ Und schon war er weg.

Als er bei Willi ankommt ging er durch die unverschlossene Tür. „Willie, Mara?“ Er hörte ein Schluchzen aus der Küche. Langsam bewegte er sich vorwärts. Er schaute hinein und sah Willie am Tisch sitzen und weinen. Schnell ging er auf ihn zu und fasste ihn an der Schulter. „Was ist passiert?“ „Ich verstehe es gar nicht. Der Weihnachtsmann war nicht da. Ihm müssen die Spielzeuge ausgegangen sein. Wahrscheinlich hat er nicht mehr genug in seiner Werkstatt gehabt. Deswegen ist er gar nicht erst zu uns gekommen.“ Eddie meinte sein Herz müsse brechen. Er hatte seinen Freund noch nie so verzweifelt, fast gebrochen, gesehen. Eine Idee kam ihm.

„Mensch Willie, deswegen bin ich doch hier. Der Weihnachtsmann war bei uns gewesen und hat einen Fehler gemacht. Er dachte du wärst bei uns und hat deine Geschenke bei uns hingelegt. Ich soll dich schnell holen und Mara auch. Damit ihr eure Geschenke auspacken könnt.“ Willi blickte nach oben. Ein Hoffnungsschimmer glimmte in seinen Augen auf. Er zog die Nase hoch und fragte:  „Wirklich?“ „Ja natürlich. Komm zieht euch an, wir gehen jetzt erst in die Kirche, dann gehen wir zu mir und packen die Geschenke aus.“ Willie stand auf und drückte Eddie fest. „Mara, komm wir gehen in die Kirche und dann zu Eddie. Der Weihnachtsmann hat sich in der Adresse geirrt und die Geschenke dort hingelegt.“ Mara kam um die Ecke gerannt, ihr verschlissenes Häschen fest umarmt. Sie wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln und fiel Willie in die Arme. Er streichelte ihr sanft über den Kopf. In Eddies Hals bildete sich ein Kloss, fast weinte er mit ihnen.

Als sie in der Kirche ankamen schaute er nach seinen Eltern. Als er sie sah rannte er schnell zu ihnen. „Mami, Papa. Ich hab Willie und Mara mitgebracht. Sie waren alleine und der Weihnachtsmann hat sie vergessen.“ Er schluchzte. „Glaubt ihr der Weihnachtsmann wäre sehr böse auf mich, wenn ich ihnen meine Geschenke gebe? Sie sind so traurig. Und ich habe ja das Fahrrad. Ich hab ihnen gesagt, der Weihnachtsmann hat sich in der Adresse geirrt und die Geschenke für sie bei uns gelassen.“ Evelin und Andreas blickten sich tief gerührt an. Evelin bückte sich. „Ich glaube du solltest dem Weihnachtsmann einen Brief schreiben und ihm erklären, warum du deine Geschenke weg gibst. Er wird das bestimmt verstehen.“ „Das mache ich, und ich werde ihn auch darum bitten, dass er nächstes Jahr, wenn er merkt es wird zu knapp, meinen Namen einfach ans Ende der Liste setzt damit die anderen Kinder auch die Chance haben etwas zu bekommen.“ Evelin wischte sich ihre Tränen weg und nahm Eddie fest in die Arme. „Mach das mein Schatz. Und bete nur, dann wird auch Gott glücklich sein, dass du deine Geschenke weiter gibst.“

Das grösste Geschenk würden Evelin und Andreas den Kindern beim Abendessen übergeben. Sie hatten alles in die Wege geleitet, das Willie und Mara als Pflegekinder bei ihnen leben durften.

Eddie sass auf der Kirchenbank und betete, als er der Meinung war, leises Glocken klingeln und ein tiefes HoHoHo zu hören.

ENDE


Inspiriert wurde ich zu meiner Geschichte, von einem ganz besonders zu Herzen gehenden Lied.

 

Tagebuch – Herausgepickt.

Hallo ihr Lieben.

Beim Stöbern bei Pinterest (da kann man echt versinken) bin ich über einen interessanten Writing Prompt gestolpert. Das hat mich angesprochen und ich werde das immer mal ausprobieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das finde ich mal eine richtig gute Idee. Also habe ich das auf meinem Schreibblog schon mal probiert. Wenn ihr auf meinen ersten Beitrag Lust habt – schaut doch mal HIER vorbei.

WERBUNG – Schreibaktionen

Hallo

Wie ist das so bei euch? Ihr wollt gerne schreiben, aber es fehlt euch bisschen die Inspiration? Oder es geht euch wie mir – ihr wisst nicht wie und traut euch nicht so?Deswegen dachte ich, ich stelle euch mal paar Aktionen vor, bei denen ich regelmässig mit schreibe. Gerne könnt ihr euch dazu mal durch meinen Schreibblog klicken.


ABC-Etüden

Eine Schreibaktion, die ich sehr gerne mitmache. Sie brilliert durch ihre besondere Vorgabe. 3 Worte in maximal 10 Sätzen verpacken. Die ABC-Etüden von Christiane kitzeln mein Gehirn. Wenn man mal mit Worten richtig spielen will und auch gut zu entspannen. Untermalt wird diese Aktion durch Illustrationen, die liebevoll vom Vater der Etüden gestaltet werden  Ludwig Zeidler – Website: ludwigzeidler.de

Projekt*txt

Das war meine aller erste Aktion bei der ich mit geschrieben habe. Hatte sie dann lange aus den Augen verloren und dann wieder gefunden. Hier gibt es jeden ersten Mittwoch im Monat ein neues Wort. Projekt*txt wird von Dominik Leitner und Katharina Peham betreut. Es gibt keinen Druck, etwas zu schreiben, kein Datum, bis wann die Texte da sein müssen … es soll also in erster Linie Spaß machen!

Schreib mit mir

Hier findet ihr bei Jette einige tolle Szenen mit spannenden Eckpunkten aus denen ihr tolle Geschichten zaubern könnt. Sie sind zeitlich unbegrenzt und man kann sich richtig ausprobieren. Einfach toll. Schreib mit mir hat zwar zur Zeit eine Pause, aber es gibt wirklich soviel Vorlagen – da kann man sich noch richtig entfalten.

Schreibkicks

Schreibkicks. Hier wird von Sabi immer zum 1. des Monats ein neues Thema bekannt gegeben, dass dann am folgenden 1. des kommenden Monats auf seinem Blog gepostet wird. Man hat einen Monat Zeit eine Geschichte zu schreiben. Die Themen sind auch hier immer toll und man kann sich hier auch ganz toll ausprobieren.

#Writing Friday

#Writing Friday ist eine noch ganz neue Aktion von elizzy91. Hier werden für jeden Monat verschiedene Themen vorgegeben und jeden Freitag kann man dazu einen Text veröffentlichen. Das kann eine wahre Begebenheit oder auch was frei erfundenes sein. Diese Aktion dient dazu sein Schreiben zu verbessern. Einfach bisschen probieren und auch mal in sich gehen.

Mach was mit..

Das Gemeinschaftsprojekt von Herba und Poe – Mach was mit ..ist eine ganz besonders kreative Aufgabe. Hier kann man sich komplett kreativ entfalten. Basteln, backen, fotografieren, schreiben. Da ich meist zu den Themen schreibe, führe ich es auch hier auf. Aber wenn ihr mal anderweitig kreativ werden wollt, seid ihr hier bestens aufgehoben.

Writing Prompts

Auf Der kreative Stift habe ich noch tolle Anregungen gefunden. Hier kann man sich neben Schreibideen auch noch paar Tipps abholen. Ich selbst habe noch nicht mitgeschrieben, aber schon einige Vorgaben durchgelesen und muss sagen – es sind auch hier tolle Ideen dabei.

Zu Writing Prompts habe ich auch noch viele Ideen bei Pinterest gefunden. Da gibt es verschiedene Textvorgaben oder auch Bilder, die einen inspirieren können.


So – das war ein kleiner Einblick. Vielleicht wollt ihr euch noch bisschen austoben und entfalten. Bisschen üben und eure Fantasy befreien. Dann schaut doch bei der ein oder anderen Aktion vorbei und legt einfach los.

 

Das Haus der Seelen – Alternatives Ende

Teil 1 findet ihr HIER,

Die restlichen Teile könnt ihr HIER finden

Alternatives Ende für die Romantiker unter Euch.

Wir gehen paar Kapitel zurück

Wanda ist in der Zwickmühle. Sie ist alleine mit Manfred Jakobs Geist. Was soll sie denn nun machen?


Oh nein. Er hat mich eingesperrt. Ich bin alleine mit ihm. Was soll ich machen. Wie soll ich ihn schlagen? Oh  nein. „MOE, PAUL, MADAME. Helft mir. Öffnet die Tür. Lasst mich raus hier.“ Wanda schluchzte. Sie trommelte an die Tür. Dann drehte sie sich um und blickte direkt in Manfred Jakobs verzerrte Visage. Einer der zwei Männer mussten ihre Taschenlampe verloren haben. Sie warf einen geisterhaften Schatten an die Wand. Aber dieser Schatten bewegte sich. Bewegte sich auf sie zu. Wanda wusste nicht ob sie zittern, schreien, weinen, betteln oder sofort umfallen sollte. Was mach ich jetzt nur. Ich hätte vielleicht bei Madame Morell zuhören sollen um mir einige ihrer gemurmelten Sprüche anzueignen.  Sie fing an zu zittern. Dann spürte sie seine eisigen Hände an ihrer Schulter. Es schien, als wollte Jakob´s Geist sie an sich ran ziehen. Sie fing an sich zu wehren.  Und sofort spürte sie einen Schlag im Gesicht. Der Kopf ruckte nach rechts. Die Wange schmerzte. Aber sie konnte ihren Gegner nicht sehen. Ihre Hoffnung lag jetzt in den Händen der drei Menschen ausserhalb dieses Raumes.

Moe klopfte verzweifelt und wütend von aussen an die Tür. Er suchte sie ab. Vielleicht war ein Spalt zwischen Tür und Wand in dem er etwas zum Aufhebeln ein zu stecken. Nichts! War denn da überhaupt eine Tür? Hatten sie sich geirrt. Nein! Wanda war darin. Sie war alleine mit diesem Monster.  Paul und Madame Morell kamen hinzu. Madame holte eine Flasche mit Weihwasser heraus und beträufelte die Tür. Sie erzitterte. Es schien als würde sie sich öffnen. Sie zitterte und wackelte. Es schien als würde sie gleich zerbersten. Und das war es. Mehr geschah nicht. Sie hörten Wanda rufen. Moe drehte fasst durch. Er hatte wahnsinnige Angst um Wanda.

*

In der Zwischenzeit bewegte sich Wanda im Inneren von der Tür weg. Sie suchte mit den Augen die Wände ab, ob sie einen Schlupfwinkel finden würde. Sie spürte ihn. Er stand hinter ihr und es fühlte sich an als würde er ihr in den  Nacken pusten. Dann hatte sie das Gefühl eine Stimme in ihrem Kopf zu hören. „Amelia – meine liebste Tochter. Du bist mir einmal entkommen, dieses Mal wirst du bei mir bleiben. Du gehörst mir. Meine Tochter, meine Geliebte.“ Wanda atmete tief ein und ein Bild erschien vor ihrem inneren Auge. Sie sah Amelia im Garten auf der Schaukel sitzen. Ihr Vater kam von hinten und stiess sie an. Sie war noch jung. Sie trug ein leichtes Sommerkleid, das beim Schaukeln immer nach oben rutschte. Wanda konnte den gierigen Blick sehen, den Manfred seiner Tochter zu warf. Anscheinend sah auch Amelia diesen Blick. Sie erstarrte und versuchte von der Schaukel herunter zu kommen. Manfred stoppte die Schaukel und kam näher an Amelia. Sie wollte schnell weg rennen, aber er hielt sie fest. Er zog sie an sich und versuchte sie zu küssen. „Vater! Was machst du. Lass mich los. Du bist mein Vater, lass mich los. Au. Du tust mir weh.“ Amelia strampelte sich frei. Sie trat ihm auf den Fuss, drehte sich um und stiess ihn von sich. Manfred strauchelte und dies nutzte Amelia um zu flüchten.

Wanda schüttelte es. Manfred hatte versucht sich an Amelia zu vergehen. Jetzt wurde ihr einiges klar. Manfred war eifersüchtig. Er wollte seine Tochter als Frau. Oh mein Gott.  Wanda wurde schwindelig. Sie hatte ein eigenartiges Gefühl. Sie versuchte Manfred von sich zu stossen. Aber sie griff durch ihn hindurch.  Wieder hatte sie einen Flashback. Sie sah Moritz wie er Amelia abfing. Sie war in Tränen aufgelöst. Moritz sah Manfred aus dem Schatten des Baumes treten, betrachtete die ängstlich aufgerissenen Augen von Amelia und legte seinen Arm besitzergreifend und sichernd um sie und zog sie mit sich fort.

Wanda kam wieder zu sich und spürte Manfreds Hände um ihren Hals gelegt. Er drückte – immer fester. Wanda wurde schwindelig. Sie versuchte ihre Finger zwischen ihren Hals und seine Hände zu zwängen, aber seine Hände waren wie Schraubstöcke. Sie war kurz davor ihr Bewusstsein zu verlieren. Sie bekam keine Luft mehr. Sie wurde Ohnmächtig.

Sie wurde wieder wach. Lag am Boden. Der Boden war verschmutzt. Der Staub wirbelte um sie herum. Sie musste husten. Auf einmal spürte sie wieder die Hände um ihren Hals. Sie wurde erhoben und schwebte in der Luft. Wieder röchelte sie. Er folterte sie in dem er den Druck von ihrem Hals löste und wieder fester drückte. Sie befand sich mittlerweile im ständigen Zustand der Ohnmacht. Ihre Kraft schwand und ihre Lebensenergie wurde ihr von  Jakobs Geist entzogen.

So hier ändert sich die Story

Wanda spürte wie sie immer schwächer wurde. Ihr Leben wich aus ihr heraus. In dem Moment wurde die Tür aufgestossen. Madame Morell, Paul und Moe stürzten hinein, erfassten die Situation und fingen sofort an die Eisen-Salz-Pfeile auf Manfred zu schiessen. Er schrie auf und lockerte den Griff um Wandas Hals. Sie holte hektisch Luft, aber sie hatte keine Kraft sich von Manfred zu lösen. Ihre ganze Hoffnung lag bei ihren Freunden. Und die drei kämpften mit allem was sie hatten gegen Manfred. Madame Morell schoss weiter auf ihn. Verstreute Salz und murmelte seltsame Worte. Paul und Moe versuchten Wanda wieder nach unten auf den Boden zu ziehen. Dies gelang ihnen sogar. Sie schafften es beide nach unten zu ziehen. Paul holte schnell seinen Salzbeutel aus der Tasche und fing an das Salz auf Manfred zu werfen. Endlich liess er Wanda los. Sie fiel – Moe versuchte ihren Sturz aufzufangen. „Sie atmet kaum. Paul, schirm mich ab. Ich muss sie wieder beleben.“ Paul stellte sich schützend vor sie und Moe begann mit der Wiederbelebung.

In der Zwischenzeit hatte Madame Morell ein Pentagramm auf den Boden gemalt. Kristalle lagen an den Ecken des Sterns und Salz war darum verstreut. Eine kleine Lücke in dem verstreuten Salzkreis sollte dafür sorgen, dass Manfreds Geist hinein kam. Sie trieb ihn mit den Kräutern in den Stern und in dem Moment als Manfred sich darin befand stellte sie schnell den fehlenden Kristall in den offenen Zacken und verschloss den Salzkreis. Manfred Jakob war gefangen. Jetzt endlich bemerkte er seinen Fehler. Er fing an zu toben.

Wanda kam langsam zu sich. Moe drückte sie an sich und liess mehrere Küsse über ihr Gesicht wandern. „Moe – ich brauche Luft zum Atmen. Bitte, lass mich kurz los“. „Entschuldige – ich dachte ich hätte dich verloren. Komm setz dich auf.“ Wanda nahm seine Hand und versuchte aufzustehen. Aber sie war noch zu schwach. Dann sah sie sich um und entdeckte Manfred gefangen in einer Art elektrischen Käfig. „Was ist das?“ Fragte sie und schaute zu Madame Morell auf. „Eine Art Geisterfalle. Das Salz verhindert, dass er ausbrechen kann und die Kristalle halten ihn ebenfalls gefangen. So schnell wird er hier nicht mehr raus kommen. Er ist zu stark um ihn zu vernichten, aber wir können ihn wenigstens gefangen halten. Ich versiegele diesen Raum magisch um ihn zu  verbergen. Vielleicht kommt mal irgendwann jemand, der stark genug ist um Manfred Jakob zu vernichten. Solang wird er sein Geisterleben hier fristen.“

„Neiiiiin! Das dürft ihr mir nicht antuen. Ich will nicht hier gefangen sein. Bitte lasst mich wieder frei. Ich verschwinde.“ Aber ein Blick in seine geisterhaften Augen strafte ihn Lügen. Der Hass glomm heraus. Fast schimmerten sie rot.

„Deine Zeit ist um. Du wirst keinen mehr töten und terrorisieren. Dein Geist ist hier auf immer gefangen. Wenn du Glück hast wird ein Auserwählter dich irgendwann mal befreien. Aber so lange bist du hier gefangen.“ Wanda stand auf und nahm Moe bei der Hand. Die andere steckte sie Paul entgegen. Die drei verliessen den Raum. Madame Morell kam hinter ihnen her. Sicherheitshalber hatte sie noch einen zweiten Salzkreis gestreut. Dann versiegelte und verbarg sie den Raum.

Sie drehe sich zu den dreien um. „Irgendwann, wenn etwas Zeit vergangen ist, kommt ihr zu mir und wir besprechen das erlebte. Und Wanda. Ich würde mich freuen, wenn ich dich ausbilden dürfte. Du hast eine Gabe, die nicht verkümmern sollte. Überlege es dir.“ Sie nahm die drei in die Arme und besonders Wanda drückte sie ganz fest.  Dann verliess sie den Raum. In der grossen Halle blieb sie stehen. Sie lehnte sich erschöpft an die Wand und betete. Es war so knapp gewesen. Fast hätten sie Wanda verloren. Sie schluckte. Dann rappelte sie sich auf und verliess das Haus.

Paul ging schon vor. Er wollte Moe und Wanda einen kleinen Augenblick für sich lassen.

„Wanda – meine Güte. Ich hätte dich fast verloren. Ich hätte nicht gewusst, was ich ohne dich hätte machen sollen. Wir haben so viel Chancen verpasst zusammen zu sein, das darf nicht wieder passieren.“ Und in dem Moment nahm er sie in den Arm und küsste sie, als wäre es das letzte Mal auf dieser Welt. Wanda schmolz dahin. Endlich – endlich würde sie mit Moe zusammen sein. Sie hatten einen schweren Kampf überlebt. Sie würden alles miteinander schaffen.

ENDE

So ihr Lieben Leser. Ich danke allen, die bis hier her durch gehalten haben. Es war ein interessantes Erlebnis für mich eine solche Geschichte zu schreiben. 

Was habe ich für mich dabei mitnehmen können? 

Es ist wahnsinnig schwierig solche Bloggeschichten live zu veröffentlichen. Denn, wenn man etwas ändern möchte, an dem vorhergehenden Text, weil es doch irgendwie nicht mehr passt, ist das echt blöd, denn er wurde schon gelesen. Seit dieser Erfahrung schreibe ich meine Texte immer erst fertig bevor ich sie veröffentliche – nicht dass da nicht auch manchmal Logikfehler enthalten sind. 

Das Haus der Seelen Teil 23

Teil 1 findet ihr HIER,

Die restlichen Teile könnt ihr HIER finden

Manfred´s Geist ist gefangen. Aber zu welchem Preis? Wanda hat ihr Leben gelassen. Und Moe seine Liebe verloren. Wir wird es jetzt weiter gehen?


„Amelia – meine liebe Tochter. Ich habe solange gewartet, dass du endlich wieder zu  mir kommst. So lang hast du mich warten lassen. Du hast mich töten lassen. Du Miststück. Ich habe dich so geliebt. Aber du konntest es nie verstehen. Und jetzt. Auch jetzt stösst du mich von dir. Lass mich raus, wir können vernünftig reden. Und wir können in Frieden die Ewigkeit verbringen. So lange haben wir uns bekämpft. Ich wollte doch nur das Beste für dich. Ich habe dich so geliebt.“

„Mein Lieber Manfred. Ich habe genug gesehen, wie du Amelia geliebt hast. Das ist keine Vaterliebe gewesen. Und wenn du nicht Rose getötet hättest, wäre es vielleicht ewig so geblieben. Nur um sie zu schützen, hätte ich mir alles gefallen lassen. Deine Gier war dein Untergang. Du wolltest nicht nur Amelia, sondern auch Rose. Aber die kleine Rose, sie konnte es nicht schaffen. Du hast sie getötet. Du Monster. Mir blieb nichts anderes übrig, als dein Ende zu beschleunigen. Aber du konntest ja nicht ruhe geben. Du hast mich auch im Tod weiter verfolgt. Meinen geliebten Moritz hast du getötet. Meinen besten Freund Peter. Du hast mich vertrieben aus  meinem  zu Hause. Ich floh  nach Amerika um, in Frieden leben zu können. Die Harpers haben mich als ihre Schwiegertochter mit offenen Armen empfangen. Aber ich habe immer gespürt, dass kein Ende vorhanden war. Und deswegen bin ich auch wieder gekommen. Endlich solltest du gestoppt werden. Dein Hass hat dich

stark werden lassen. Ich kann dich nicht vernichten, aber du wirst ewig in diesem Gefängnis verbleiben. Dafür werde ich sorgen. Denn ich werde deine Wächterin werden.“

„Neiiiiiin! Ihr könnt mich doch nicht hier festhalten. Ich halte es nicht aus für immer hier gefangen zu sein. Bitte lasst mich raus. Bitte, bitte. Ich werde auch gehen, wenn ihr mich raus lasst.“ Wanda war kurz am überlegen. Aber da sah sie etwas in seinem Blick. Ein rötliches Schimmern, das ihn als Lügner da stehen liess. „Vergiss es. Mein lieber Vater, oder was auch immer du jetzt für mich bist – wir werden eine lange Zeit hier verbringen. Also du hier in deinem Kerker, in diesem hübschen verstecktem Räumchen und ich – na ja ich in dem restlichen Haus. Du hast mich verdammt. Aber wenn ich dich dafür bewachen und bestrafen kann, werde ich diese Bürde auf  mich nehmen.“

Wanda drehte sich zu ihren Freunden um. „Ich danke euch. Ihr wart bei dieser ganzen Aktion immer bei mir. Es war wohl nicht anders zu lösen. Manfred Jakob ist einfach zu stark für uns. Ich muss hier bei ihm bleiben und ihn bewachen. Ihr seht. Er hat im Endeffekt doch gewonnen. Ich wurde meiner Zukunft beraubt und bin nun doch an seiner Seite. Selbst wenn er mich nicht mehr zu sehen bekommt. Ich werde mein Dasein hier fristen.“ Traurig schaute sie zu Moe. „Ihr solltet das Haus jetzt verlassen. Ihr könnt hier nichts mehr machen.“

Madame Morell schaute traurig zu Wanda. „Ach  meine Liebe. Ich habe ein anderes Ende erhofft, aber er ist wirklich schon sehr stark geworden. Es tut mir so leid, dass ich nicht helfen konnte.“

„Natürlich hast du geholfen. Ohne dich, hätte ich mich nie getraut so weit zu gehen. Ich konnte diesem Schicksal nicht ausweichen. Als Amelia bin ich da schon einmal drum herum gekommen, aber die Zeit und die Verpflichtung hat mich eingeholt.“

Moe zitterte: „Das kann ich nicht akzeptieren. Hol mich zu dir, ich will mit dir in der Ewigkeit hier leben. Ich will nicht ohne dich sein.“

„Ach Moe. Mein Herz zerbricht. Vor allem bei deinen Worten. Nein mein Liebster – irgendwann, in einem anderen Leben werden wir uns treffen. Wir haben uns hier auch wieder getroffen. Es wird ein mächtiger Gegner kommen, der uns Manfred vom Hals schaffen wird. Seht nur, dass ihr alles dokumentiert, damit die Welt hiervon erfährt und ein Auserwählter mich von dem Fluch befreien kann. Dann werden wir uns wieder treffen und dann werden wir endlich glücklich werden. Solange wird mich das hier aufrechterhalten. Aber du – du musst dein Leben leben. Für mich. Eine Familie gründen.  Lebe bitte und trauere nicht. Unserer Zeit wird kommen und dann für immer.“ Sie beugte sich nach vorne und hauchte einen geisterhaften Kuss auf Moes Lippen.

Madame Morell verschloss die Tür der Geheimkammer. Sie zeichnete Runen an den Rahmen und andere Schutzzauber, um dieses Zimmer sicher zu verbergen.

Sie packte traurig ihre Tasche. Trat an Paul heran und nahm ihn in den Arm. „Paul mein lieber, mach dir keine Vorwürfe, wir haben getan, was wir konnten. Du  musst jetzt für Moe da sein. Er muss weiter leben. Er muss es für unseren Kampf und für Wanda. Sei ein Freund. Es wird hart werden, aber er wird es dir irgendwann danken.“ Sie drückte ihn noch mal und verließ das Zimmer. Als sie in der grossen Halle stand, stützte sie sich an der Wand ab. Sie hatte einen kleinen Teilsieg errungen. Aber Wanda dafür verloren. Die Gefahr, dass dies geschieht, war von Anfang an gegeben, aber sie hatte auf ein anderes Ende gehofft. Ganz wichtig war es jetzt, dass sie die Geschichte von Wanda und ihrem Kampf notierte. Es würde einen oder eine Auserwählte geben, die Wanda irgendwann befreien würde. Und dafür musste es ein Zeugnis geben.

Wanda begleitete Paul und Moe zum Ausgang. „Paul – mein bester Freund, mein Bruder. Ich werde dich vermissen. Moe – unsere Zeit wird kommen. Glaube mir.“ Sie küsste ihn noch einmal und betrat das Haus.

Sie war  gestorben und somit ein Teil des Hauses geworden ist. Sie ging zum Fenster und schaute sehnsüchtig hinaus. Moe und Paul verließen erschöpft das Grundstück und blickten zurück. Die Jahre besuchten sie immer wieder das Grundstück, aber Wanda hielt sich immer versteckt. Die Trauer um ihr verpasstes Leben war zu gross. Und sie wollte einfach, dass ihre Liebsten ihr Leben leben. Sie musste einfach nur ausharren. Ihre Zeit würde irgendwann kommen.

 

ENDE (oder doch nicht?)

Wer noch wach ist kann es ab Mitternacht erfahren. Für alle anderen – einfach später ;-)