Rüther, Sonja – Eine Spur aus Frost und Blut – Horror-Story

daumen hoch

Autor: Rüther, Sonja
Titel: Eine Spur aus Frost und Blut
Verlag: dotbooks Verlag
Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2015
Seitenanzahl Printbuch: 85 Seiten
Genre: Horror, Fantasy, Weihnachten, Märchen
Zeitraum 11.12.19-13.12.19
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B017A7NBFQ
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Eine schwarze Winternachtgeschichte: das böse Märchen „Eine Spur aus Frost und Blut“ von Sonja Rüther,

Mit Gold belohnt, mit Pech gestraft … Die Nacht ist bitterkalt, und doch fällt keine einzige Schneeflocke vom Himmel. Eine alte Frau betritt mit leisem Schritt die Welt der Menschen. Sie ist gekommen, um eine neue Dienerin zu finden – das ist ihr Recht seit Anbeginn der Zeit. Doch mit einem hat die Alte nicht gerechnet: dass sie erwartet wird. Von den einst unschuldigen Mädchen, die sie in ihr Reich holte und nach einem Winter der Sklaverei zur Unsterblichkeit verdammte. Sie alle flüstern den Namen ihrer Peinigerin wie einen Fluch: Frau Holle. Und sie werden nicht ruhen, bevor sie Rache genommen haben …

Eiskalt, böse, faszinierend: Sonja Rüther erzählt, was die Gebrüder Grimm nicht aufzuschreiben wagten.

Meine Zusammenfassung:

Was passiert mit den Märchenfiguren, nachdem die Gebrüder Grimm ihre Feder beiseite gelegt haben? Hier bekommen wir eine Ahnung, wie es denn laufen könnte. Früher hat Frau Holle alles selbst erledigen können, aber das Alter macht auch vor ihr nicht halt. Um es weiter schneien lassen zu können, hat sie mit den Menschen einen Pakt geschlossen. Jedes Jahr bekommt sie ein neues Mädchen, dass ihr zur Hand gehen soll. Dafür werden die fleissigen belohnt und die faulen bestraft. Wir alle kenne das Märchen, aber wie ergeht es den Mädchen, wenn sie wieder auf die Erde kommen? Frau Holle macht sich nicht die Mühe, die Mädchen kennen zu lernen. Sie heissen alle Marie für sie. Seit einiger Zeit kommen keine neuen Mädchen mehr in ihr Reich. Sie muss auf die Erde um zu sehen, was los ist. Die Welt hat sich verändert. Sie landet in der Gegenwart. Sie hasst die Menschen, aber es hilft nicht – sie muss ein Mädchen finden, sonst wird es ein Chaos geben. Die Maries haben nach ihrer Rückkehr kein schönes Leben, sie sind unsterblich und erleiden Schmerzen. Mit Gold, oder Pech übergossen, erging es ihnen schlecht möglich. Dafür wollen sie Frau Holle bestrafen. Aber kann man ein magisches Wesen wirklich bestrafen, oder töten? Und werden sie befreit sein von dem Fluch, wenn Frau Holle endlich tot ist?

Meine Meinung

Sehr interessante Idee, die mir sehr gut gefiel. Frau Holle ist hier die Böse. Sie lässt die Mädchen schwere Arbeiten erledigen. Sie treibt sie. Und, in den Augen der Pechmarien, beurteilt sie ungerecht. Aber auch die belohnten Mädchen haben es nicht leicht. Sobald sie auf der Erde ankommen, werden sie von den Menschen aus dem Dorf geerntet. Ich fand die Ausarbeitung dieser Idee sehr interessant. Das Leiden der Märchenfiguren und die geplante Rache waren gut beschrieben. Ausserdem gibt es eine überraschende Wende am Ende.

Schreibstil: Flüssig und gut zu folgen

Figuren: Man fühlt mit beiden Marien mit. Sie wurden in ein grausames Schicksal gedrängt. Frau Holle, ist eiskalt und desinteressiert. Für sie zählt nur, dass Arbeiterinnen kommen. Sie macht sich nicht mal die Mühe, die Namen der Mädchen zu wissen. Alles sind Marie für sie. Auch das Schicksal der Unsterblichkeit, die sie als grosszügiges Geschenk erachtete, berührt sie nicht. Denn die Mädchen leiden Qualen. Dieses Elend schafft es sogar, die Lieblingsmarie von Frau Holle, nach Rache und Gerechtigkeit zu trachten.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist sehr düster und gefährlich. Durch die Gleichgültigkeit von Frau Holle, gegenüber ihrer Marien und auch die Verachtung die sie den Menschen gegenüber hat, lassen sie schon sehr grausam und auch ein bisschen gruselig wirken. Der Hass, der Marien geben dem ganzen noch die richtige Würze.

Originalität: Ich fand es wirklich sehr originell. Was geschieht mit den Märchenfiguren, wenn der Vorhang gefallen ist. Fand ich wirklich eine gute Idee.

Fazit

Ein schwarzes Märchen zur Weihnachtszeit. Hier erwartet einen Grausamkeit und Rache. Angst und Magie. Aber es ist so spannend geschrieben, dass man mit den gequälten Gestalten einfach nur mitfiebert. Sehr spannend mit einem spannenden Ende. Für Märchenfans, die auch gerne mal auf die dunkle Seite blicken.

Charaktere

Frau Holle – eine alte Frau, die hier grausam und kalt ist. Sie verachtet die Menschen. Es ist aber sehr wichtig, für die Welt, dass es schneit – deswegen nimmt sie sich jedes Jahr eine neue Magd, die alle bei ihr Marie heissen. Sie soll die Kissen schütteln, die Äpfel ernten, die Brote aus dem Ofen holen. Sie ist sehr mächtig und zögert nicht ihre Macht einzusetzen

Pechmarie – sie fühlt sich ungerecht beurteilt. Sie war nicht faul. Aber Frau Holle war nie zu frieden. Sie wurde mit Pech übergossen. Eine Schicht, die immer auf ihr liegt und sie quält. Durch die Unsterblichkeit, hat sie keine Hoffnung auf Erlösung

Goldmarie – ihr erging es nicht besser, als ihre Namensvetterin. Sie wurde mit Gold übergossen, das ebenfalls an ihr haftet. Das hat sie so verbittert, dass sie sich ebenfalls an Frau Holle rächen will

Pia – ein kleines Mädchen, das Frau Holle über den Weg läuft – sie wurde von ihr auserkoren ihre nächste Marie zu werden.

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