Coates, Darcy – Der Fluch von Carrow House

Coates, Darcy – Der Fluch von Carrow House

Autor: Coates, Darcy
Titel: Der Fluch von Carrow House
Verlag: Festa
Übersetzung: Manfred Sanders
Erscheinungsdatum: 13. August 2019
Seitenanzahl Printbuch: 297 Seiten
Genre: Mystery, Haunted House, Grusel, 
Zeitraum 23.07.20-28.07.20
Band einer Reihe: Nein 
ASIN: B07WFMWX9M
Bereits gelesene Bücher der Autoren   Ich hoffe auf mehr Übersetzungen. 

Klappentext

Remy arbeitet als Tourguide in Carrow House. Sie führt Menschen durch das berüchtigte Spukhaus und erzählt ihnen von den Geschehnissen, die sich einst in diesen Mauern zutrugen.
Als eine Reisegruppe für eine ganze Woche einen Aufenthalt bucht, um die unheimlichen Phänomene zu untersuchen, hofft Remy, selbst endlich einige zu erleben. Und tatsächlich: Nach einer Séance nimmt die paranormale Energie so weit zu, dass Fenster zerbrechen und gespenstische Erscheinungen durch die Flure schreiten.
Dann stirbt einer der Gäste und Remy zieht die Möglichkeit in Betracht, dass der Geist des einstigen Eigentümers noch in den Hallen weilt: John Carrow. Und der war ein irrer Serienmörder …

Meine Meinung

Spannend, und ein bisschen gruselig. Es gibt einige Überraschungen, die einem im Carrow House erwarten. Ein Medium mit ihrem seltsamen Assistenten, ein It-Girl, das die Besitzerin des Hauses ist, mit ihrem Kindermädchen, Der Auftraggeber, ein Tourenmitglied aus der letzten Führung, und Remy, die das Haus und ihre Bewohner so gut kennt wie kein anderer. Aber was hat es auf sich mit John Carrow? Ist es überhaupt John Carrow? Ein Haus voller gefangener Seelen. Die einen meinen es gut, die anderen weniger.

Ein spannendes Buch. Wirklich. Es macht richtig Spass es zu lesen. Gruseln konnte ich mich zwar nicht so extrem, wie ich gehofft hatte, aber das tut der Spannung absolut keinen Abbruch. Ein wahrer Pageturner. Allerdings muss ich schon ein bisschen warnen. Es ist nicht unbedingt für einen angenehmen Grusel geeignet. Es wird manchmal ein bisschen heftiger. Schliesslich ist es der Festa-Verlag. Da wird man selten mit seichtem Grusel versorgt. Die Kulisse des Hauses und auch sein Inneres wurde so gut beschrieben, dass man sich manchmal richtig eingesogen gefühlt hat. Wer also ein bisschen tiefergehenden Grusel haben möchte kann hier schon zugreifen. Also eher für Horrorfans, die wissen worauf sie sich einlassen.

Schreibstil: Sehr angenehm und flüssig. Die Spannung trieft gerade zu aus den Worten heraus. Man will einfach hinter das Geheimnis kommen.
Figuren: Die Charaktere sind ganz toll beschrieben. Sowohl die Lebenden, als auch die Geister werden hier gut dargestellt. Man kann sich gut einfühlen in die Personen.
Atmosphäre und Spannung: Ist hier sehr hoch angesiedelt. Man wird fast atemlos durch die Flure des dunklen Hauses gezogen und bei jedem Seufzen, oder Lacheln hält man den Atem an. Ich war wirklich begeistert. Es hätte für mich noch ein bisschen gruseliger sein können – aber das ist schon sehr schwer, wenn man schon viel Horror gelesen hat. Deswegen noch mal eine Warnung, für Anfänger kann es sehr gruselig sein. Für Horrorfans auf jeden Fall spannend.

Originalität: Haunted Houses gehören zur Gruselszene wie Blut zu Vampiren. Kein Grusel ohne wenigstens ein Haunted House. Es war aber meine erste gelesene Geschichte und ich fand es sehr gut umgesetzt.

Fazit

Sehr, sehr spannend. Für mich ein wahrer Pageturner. Ich konnte es oft nicht abwarten weiter zu lesen, weil ich einfach wissen wollte: Geister oder Menschen, wer ist für den Horror verantwortlich? Es ist wirklich eine sehr spannende Geschichte. Aber nichts für Gruselanfänger. Man wird hier schon oft in einen tiefen Abgrund blicken, der einen als Anfänger vielleicht ein bisschen zu sehr erschreckt. Es ist kein seichter Grusel. Für Fans von Haunted House Geschichten auf jeden Fall geeignet. Spannung ist garantiert.

Darcy Coates hat noch viel mehr in diese Richtung geschrieben und ich hoffe inständig, dass noch paar übersetzt werden, für die deutschsprachigen Fans.

5 von 5

Costello, Sean – Der Cartoonist

daumen gut-steigend

Autor: Costello, Sean
Titel: Der Cartoonist
Verlag: Festa Verlag
Übersetzung:  Usch Kiausch
Erscheinungsdatum: Juni 2004
Seitenanzahl Printbuch: 272 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum 27.02.20-05.03.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 3935822774
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Scott Bowman und zwei seiner Freunde werden in einen schrecklichen Unfall verwickelt. Ein Mädchen stirbt, doch da es keine Zeugen gibt, begraben sie die Tote und schwören, niemals wieder ein Wort über das Unglück zu verlieren. §Sechzehn Jahre später: Aus Scott ist inzwischen ein respektierter, erfolgreicher Psychologe geworden. Doch die Vergangenheit holt ihn ein – in der harmlosen Gestalt eines alten, verrückten Zeichners, der in die Psychiatrie eingewiesen wird. Der Kranke scheint alles über den Arzt und den Tod des Mädchens zu wissen, denn seine schonungslosen Zeichnungen offenbaren das Unglück. Aber der Schrecken beginnt erst: Scott findet weitere Bilder des Patienten, Visionen voller Blut und Tot – und sie treten wirklich ein! Kann der Cartoonist in die Zukunft sehen? Formt er vielleicht die Zukunft? Als der monströse Wahnsinn des Cartoonisten sogar nach seiner Familie greift, handelt Scott …

Meine Meinung

Spannend aber nicht gruselig. Eher ein bisschen klassische Grusellektüre. Man fühlt sich ein bisschen an die alten Gruselfilme erinnert. Es ist spannend der ganzen Geschichte zu folgen. Was steckt denn jetzt dahinter. Wer ist dieser gruselige alte Mann, der die Zukunft zeichnet, oder gar gestaltet. Ist er ein Racheengel? Die Freunde von damals haben keinen Kontakt mehr zueinander. Aber sie waren alle erfolgreich. Bis zu einem gewissen Grad. Denn einer nach dem anderen stirbt. Soll ihm das gleiche Schicksal ereilen. Soll es so sein – Hauptsache seine Familie ist sicher. Es war eine spannende und rasante Lektüre. Man fiebert mit Scott mit und versucht ebenso hinter das Geheimnis zu kommen. Das Geheimnis selbst, fand ich jetzt nicht so überzeugend. Da wäre mir etwas anderes lieber gewesen. Aber trotzallem war es spannend – aber überhaupt nicht gruselig. Auch nicht blutig. Also für Leser, die gerne mal wieder etwas Mystery ohne extremen Thrill haben wollen.

Schreibstil: Der Stil war recht flüssig und man konnte der Geschichte gut folgen.

Figuren:Bis auf Scott blieben die Figuren eher blass. Da hätte vielleicht auch noch bisschen mehr gekonnt. Aber da ja Scott der Hauptprotagonist ist, kann man das so akzeptieren.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre war düster und es war auch spannend. Man liesst wie Scott verzweifelt versucht den Zeichner zu beeinflussen, oder seinen verfluchten Stift weg zu legen. Sein eigenes Schicksal ist ihm nicht mal wichtig. Aber seine Familie, die soll nicht für seine Fehler zahlen. Das macht die ganze Sache schon spannend. Wird der Zeichner nur ihn bestrafen?

Originalität: Es ist auf jeden Fall mal was anderes. Heute hat man zwar schon einiges in dieser Richtung gesehen – hauptsächlich mit Fotografien – aber es ist immer noch nicht zu abgedroschen, da Zeichnungen doch noch ein Tick intensiver sind.

Fazit
Ein stabiler Gruselroman. Es ist genau das richtige für Leser, die wieder etwas Spannung haben wollen, ohne gleich Panik zu bekommen. Es ist spannend, aber eigentlich nicht gruselig. Und auch nicht sehr blutig. Ein bisschen. Ich empfehle das Buch für Halloween.