Koeppe, Dirk – Tribes 02 – Die Wildnis

Koeppe, Dirk – Tribes 02 – Die Wildnis

Autor: Koeppe, Dirk
Titel: Tribes 02 – Die Wildnis
Verlag: Independently published
Erscheinungsdatum: 6. September 2017
Seitenanzahl Printbuch: 224 Seiten
Genre: SciFi, Dystopie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 20.01.18-31.01.18
Band einer Reihe: Ja –

Rezi zu Band 1

Klappentext

Das Jahr 2047. Wir haben eine Weltregierung. Und es gibt die Stämme. Die Kämpfe der Mächtigen treffen das Leben des Einzelnen. Der Stamm Bertrams ist in großer Gefahr. Werden sie überleben? Zugleich sind die Teenager Sem und Tricy in völlig anderen Welten. Werden sie sich vergessen? Und mitten drin taucht der „Bund der Adler“ auf, eine geheime Organisation, die ihre ganz eigenen Pläne schmiedet. Der zweite Teil von „Tribes“ beginnt dort, wo der erste Teil aufgehört hat: am ehemaligen Lager von Johannes Stamm. Und was er sieht, verschlägt ihm den Atem. „Tribes“ ist eine dystopische Roman-Reihe. Von Beginn an spannend, düster und erschreckend realistisch. Wird unsere Zukunft genau so aussehen?

Die ersten beiden Teile wurden zuerst beim Ullstein-Verlag / Midnight veröffentlicht. Der erste Teil, wiederveröffentlicht mit den vollen Autorenrechten im Juli 2017: „Tribes 1 – Das Heim“. Ebenfalls erhältlich bei Amazon. Für Ende 2017 ist die Veröffentlichung von „Tribes 3 – Das Überleben“ geplant.

Kurz zum Buch: SPOILER

Nachdem Jonathan Sem aus dem Heim „gekauft“ hat. Sind sie auf der Flucht. Sie versuchen Jonathans Stamm zu finden – der wiederum musste ebenfalls fliehen, da sie von Elitesoldaten angegriffen wurden. Hier ist Xolan der Schlüssel. Sam taut immer mehr auf und geniest diese Freiheit. Selbst wenn es wirklich anstrengend ist. Aber ganz kann er nicht loslassen, denn Tricy ist noch im Heim und die beiden haben sich ineinander verliebt, ohne viel Kontakt miteinander gehabt zu haben wissen sie, dass sie irgendwas verbindet. Während der Stamm auf der Flucht ist, setzt sich Carin ab um die Verfolger zu eliminieren oder abzulenken. Das geht gehörig schief. Eine fatale Folge für den Stamm. Währenddessen treffen Jonathan und Sem auf Rebellen. Aussteiger aber mit rebellischen Tendenzen. Sie sind ihnen wohlgesonnen und schicken sie auf ihren Weg weiter. Ihren Weg Jonathans Stamm zu finden, der sich mittlerweile aufteilen musste um die Verfolger abzuhängen.

Meine Meinung:

Hier wird wieder jedes Kapitel von einer anderen Person erzählt. Man bekommt hier also einen wunderbaren rundum Blick über die Geschehnisse. Auf der einen Seite Jonathan und Sem auf ihrer Flucht, der Stamm mit seinen Fluchtproblemen, auch die Elite bekommt die Möglichkeit ihre Sicht zu schildern. In diesem Teil wird etwas mehr auf die Ereignisse eingegangen, die das System aufgebaut haben. Ich befürchte es könnte vielleicht langweilig sein für manchen. Aber ich fand es hoch spannend, da der Autor ziemlich gut recherchiert hat. Es geht um NWO, RFID, Absolute Kontrolle. Ziemlich genial und interessant in dieses Buch gepackt. Perfekt für diejenigen, die sich nicht durch Stundenlange Videos und Berichte arbeiten wollen. Hier bekommt man einen kleinen Einblick was schon am laufen ist und in welche Richtung es sich bewegen kann/wird. Ich war begeistert. Natürlich bekommt man auch genug von den Charakteren zu lesen. Es ist wirklich schön in die Geschichte eingebaut und ich finde es ziemlich spannend. Negativ: Das Ende – der Autor schafft einen ziemlich plumpen Cliffhanger. Ich weiss nicht genau wieviel Teile hier geplant sind. Der dritte Band ist schon draussen und da habe ich schon lesen können, dass es auf jeden Fall noch einen 4. geben soll. Ich bin sehr gespannt. Aber auf Grund der abrupten Enden wäre meine Empfehlung die Bände recht zeitnah zu  lesen. Oder – vielleicht kommt noch eine Gesamtausgabe.

Fazit

Ein Buch, das das Herz  jeden „Verschwörungstheorethikers“ höher schlagen lässt. Hier kann man sich einen schönen Überblick über die absolute Kontrolle, RFID und NWO holen. Schön verpackt in eine Spannende Verfolgungs- und Fluchtgeschichte. Mir gefällt diese Dystopie ziemlich gut – anders und besser als ich erwartet habe.

 

Koeppe, Dirk – Tribes 01 – Das Heim

Koeppe, Dirk – Tribes 01 – Das Heim

Autor: Koeppe, Dirk
Titel: Das Heim
Verlag: Midnight
Erscheinungsdatum: 11. September 2015
Seitenanzahl Printbuch: 309 Seiten
Genre: Dystopie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 16.04.17-26.04.17
Band einer Reihe: Ja (Koeppe, Dirk – Tribes 02 – Die Wildnis)
Challenge: Buchreisen Challenge – Schweden, Deutsche Autoren Challenge
Wann: Jahr 2047
Wo: Schweden
 Klappentext
Zum Inhalt: Wenn ich das richtig sehe, war dieses Buch das Debut in Sachen Romane für Dirk Koeppe, und er hat seine Sache gut gemacht. Ein dystopischer Roman, der gar nicht so unrealistisch ist. Ich kann mir das schon sehr gut vorstellen. Wenn man genug bei YouTube schaut, kann man auch schon genügend Beiträge zum Thema Chipen und totaler Kontrolle. Und wie immer wird es Rebellen geben. Dieser Roman ist eigentlich eine Einleitung. Der zweite Teil ist schon veröffentlicht und gerade habe ich noch lesen können, dass es einen dritten geben wird. Hier also lernen wir die Personen und die Umstände kennen. Und dies ist keinen Falls langweilig geschrieben. Die Handlung ist spannend, faszinierend und da nicht so unrealistisch auch informativ. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich gut lesen. Er schafft es durch viele kurze Kapitel eine sehr spannungsvolle Atmosphäre zu schaffen. Die Szenen wechseln in jedem Kapitel und werden dann in einem der nächsten weiter geführt. Man hat also immer wieder kleine Mini-Cliffhanger. Sehr geschickt eingesetzt. Dadurch schafft er es wirklich die Spannung ungebrochen hoch zu halten. Da ich in Dystopien nicht so bewandert bin, kann ich jetzt nicht sagen ob es hier an Originalität strotzt, aber ich finde dieses Thema auf jeden Fall ansprechend. Das einzige, was mich etwas kalt erwischt hat, war ein apruptes Ende. So als hätte ich einen Film aufgenommen und ein kleines Stück vom Ende fehlt, selbst wenn es nur ein Abspann ist. Das kam so  mit einem Klatschen. Jetzt Schluss.

Fazit

Für Verschwörungstheoretiker, wie ich eine bin ein sehr spannendes und zustimmendes Buch. Für Fans von Dystopien denke ich auch empfehlenswert. Durch die kurzen Kapitel wurde ein ziemlich guter Spannungsbogen geschaffen und erhalten. Die Gefühle der Personen wurden sehr gut beschrieben, man konnte mitfühlen und mitfiebern. Ich hatte eine gute Lesezeit mit diesem Buch und freue mich auf die Fortsetzung

4,5 von 5

Zitate

Alles, was die Menschen brauchten, war irgendeine Tätigkeit, und wenn es nur der Konsum einer Internetshow war.

Ein Leben ohne Handy war für ihn nicht vorstellbar gewesen. Aber dass die Dörfler keine Handys benutzten, war eigentlich nicht lustig, sondern genau das war ein Problem. Es war damit unmöglich geworden, ihre tägliche Kommunikation zu überwachen. Doch ohne Überwachung gab es weniger Kontrolle. Und weniger Kontrolle bedeutete weniger Macht. Und weniger Macht konnte heißen, dass es wieder zu Revolten der Bevölkerung kommen könnte.

»Die Drohnen sollten wir weiter fliegen lassen«, sagte er. »Und wir könnten mit Speed-Hubschraubern eine Jagd-Einheit mit Spürhunden zum Stammesplatz schicken.«
Savan schmunzelte in sich hinein. Hunde! Manches konnte die Technik immer noch nicht ersetzen.

Charaktere

Sem – Seine Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen. Deswegen ist er in das Heim gekommen. Ein netter, ruhiger und unaufälliger Junge – ein guter Schüler –

Tricy – Eine Heiminsassin. Sie ist dort aufgewachsen und voll integriert. Sie darf sogar zusätzliche Tätigkeiten erledigen. Wie im Garten oder im Lazaret – Aber ihr Vertrauen wird gestört. Durch Mariam und als sie Sem trifft. Sie entwickelt unbekannte Gefühle für ihn und bekommt rege Zweifel an dem System

Hegard – Ist mit Sem in der gleichen Gruppe und sie teilen sich ein Zimmer. Er ist der Raufbold, der die anderen unterdrückt. So auch Sem

Xolan – ist bei Sem in der Gruppe. Er kann ihn nicht einschätzen. Er könnte wie Hegard sein. Ist meist für sich und irgendwann verschwunden. Angeblich verkauft. Er bedeutet ziemlichen Ärger, da herauskommt, dass er ein Stammesmitglied ist und von einem angesehenen Mann gesponsert wurde.

Durad und Tomar sind auch in der selben Gruppe wie Sem – es sind die Handlanger von Hegard

Bertram – Der Führer eines Stammes. Stammesmitglieder sind die Rebellen der Gesellschaft. Sie besitzen keine Chips und leben außerhalb der Zivilisation durch Jagen und Sammeln.

Johannes – Paul Wennid – Auch ein Stammesmitglied. Er besitzt mediale Fähigkeiten und sieht irgendwann einen kleinen Jungen und hat das Gefühl ihn retten zu müssen. Er geht nach Stockholm um dem auf den Grund zu gehen. Dafür bekommt er später die gefälschte Identität Wennid. Das bringt ihn sowohl in ein Gefühlschaos als auch in Gefahr, als er enttarnt wird

Carin – Ein Stammesmitglied. Sie ist eine der Kämpferinnen des Stammes und stellt sich einer ganz besonderen Herausforderung, als ihr Stamm entdeckt wurde

Olaf – Auch ein Stammesmitglied – ein ruhiger Kerl – aber ein Kämpfer des Stammes

Yarim – Bergmensch aus Sylan – Er versucht den Stamm zu retten, in dem er sie vor der Entdeckung warnt und will ihnen helfen. Er ist gut ausgebildet

Mariam – Eine Heiminsassin – sie unterrichtet Tricy,  dass sie vorhat zu fliehen. Sie und andere – das bringt Tricy zum grübeln

Asuras – Die rechte Hand von Savan – er erledigt die Drecksarbeit für ihn. Auch hilft er bei der Jagd nach dem Stamm

Adrian – einer der 12 – darauf wird noch nicht genau eingegangen. Er ist aber der Sponsor von Xolan und das kann ihm zum Verhängnis werden, da Savan ihn stürzen will.

Orimjur – Nur als Name aufgetaucht – er checkt ob die Leute, die dem Stamm beitreten gechipt sind.

Doktor Mykosi – Der Arzt des Heims.

Staatslehrer – Die Lehrer im Heim werden von den Kindern nicht mit Namen angesprochen. Ebenso umgekehrt

Frau Himol – Eine alte Dame die Staatslehrerin für Geschichts-und Politikunterricht – die eigentlich schon in Rente wäre, aber freiwillig weiter arbeitet um Geld zu sparen. Sie ist eine Rebellin, die versucht die Kinder freikaufen zu lassen um sie bei den Stämmen unterzubringen. Diesesmal hat sie Sem ausgewählt.

Olle und William kümmern sich darum, dass die Kinder gekauft werden können. Sie heuern dafür Menschen an, die sie mit Geld, Chips, Dokumenten und allen anderen wichtigen Informationen ausstatten

Rungtjön – Der Heimleiter. Nur auf seinen Vorteil bedacht. Er ist stutzig geworden, da Frau Himol mehr als nötig mit Sem beschäftigt ist.

Jördis = Frau Stevens – Vom Heimleiter zu Sem geschickt um ihn auszuhorchen über Frau Himol, die unter Beobachtung steht.

Francoir – Weltpräsident

Savan – der mächtige Firmenchef – Er will einen Sitz bei den 12 haben. Dafür kommt es ihm gerade Recht, dass Adrian unbewusst ein Stammesmitglied aufgenommen und gefördert hatte.