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Cleave, Paul – Der siebte Tod

Mein Name ist Joe. Ich bin ein netter Kerl. Aber manchmal bringe ich Frauen um.

Cleave, Paul – Der siebte Tod

Autor: Cleve, Paul
Titel: Der siebte Tod
Verlag: Heyne
Übersetzung: Martin Ruf
Erscheinungsdatum: 17. April 2008
Seitenanzahl Printbuch: 416 Seiten
Genre: Psychothriller
Zeitraum: 28.07.20-10.08.20
Band einer Reihe: Christchurch Band 1

ASIN: B004U5FB14
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Klappentext

Mein Name ist Joe. Ich bin ein netter Kerl. Aber manchmal bringe ich Frauen um.
Joe hat sein Leben scheinbar fest im Griff – tagsüber jobbt er als Putzmann bei der Polizei, abends geht er anderen Tätigkeiten nach. Er denkt daran, seine Fische zweimal täglich zu füttern und seine Mutter mindestens einmal pro Woche zu besuchen, obwohl er ihren Kaffee ab und zu mit Rattengift verfeinert. Er stört sich kaum an den Nachrichten über den Schlächter von Christchurch, der – so wird behauptet – sieben Frauen umgebracht hat. Joe weiß, dass der Schlächter nur sechs getötet hat. Er weiß es ganz einfach. Und Joe wird diesen Nachahmer finden; er wird ihn für die eine Tat bestrafen und ihm die anderen sechs Morde anhängen. Ein perfekter Plan, denn er weiß bereits, dass er die Polizei überlisten kann. Das Einzige, was noch getan werden muss, ist, sich um all die Frauen zu kümmern, die nicht aufhören, ihm im Weg zu stehen.

Meine Meinung:

Das ist mal ein besonderer Thriller. Hier ist der Ermittler der Mörder. Da meint doch einer Joe einen Mord unterschieben zu können. Nicht mit ihm. Er sitzt direkt an der Quelle. Als Putzmann bei der Polizei gibt er sich als etwas langsam aus. Die Leute achten nicht mal auf ihn. So kann er alles aus erster Hand erfahren. Aber jetzt heisst es herauszufinden wer denn der wirkliche Mörder ist. Joe ist faszinierend. Seinen Gedanken und Beobachtungen zu folgen ist spannend. Aber er ist nicht alleine. Nicht nur der Mörder nutzt Joe aus – auch wird er von einem Fan fast übertrumpft. Dann ist noch die nette und nervige Kollegin, die ihn ständig belästigt – dabei meint sie es nur gut. Wir haben hier keinen klassischen Thriller mit den üblichen Klischees. Er ist nicht sehr schnelllebig. Es gibt nicht viel Action, das macht es manchmal bisschen zäh und man wünscht sich, dass es doch mal weiter geht. Aber dann verfällt man doch wieder der Faszination, wie Joe durchs Leben geht. Sein Blick auf sich selbst ist manchmal so interessant. Ich war schon ziemlich gefesselt von dem Buch und möchte auch auf jeden Fall wissen wie es weiter geht mit Christchurch und seinen Serienmördern.

Schreibstil: Es lässt sich gut lesen. Schwierig ist nicht unbedingt der Schreibstil, sondern manchmal Joe richtig folgen zu können.
Figuren: Die Charaktere sind ziemlich gut beschrieben. Auch die Situationen in denen sie sich befinden. Man konnte sich gut einfinden.

Atmosphäre und Spannung: Trotz der ruhigen Atmosphäre und Entwicklung bleibt es trotzdem spannend. Man erfährt aus erster Hand was Joe plant und durchführt – das macht es nochmal spannend.

Originalität: Die Idee die Ermittlungen von einem Serienmörder durchführen zu lassen fand ich sehr originell. Einfach mal was erfrischend anderes.

Fazit

Kein Buch, das mit seinen Actionszenen überzeugt. Abseits vom Klischee der gängigen Thriller, mit traurigen Cops oder Menschen die irgendwie sich rächen oder selbst ermitteln müssen. Es ist einfach mal was erfrischend anderes. Dadurch schon empfehlenswert. Aber es ist kein reißerischer Thriller. Es kommen harte Szenen vor aber auch viele Szenen die so manchmal ein bisschen dahinplätschern und fast zäh werden. Trotzdem kann die Spannung recht gut aufrecht erhalten werden. Ich fand es einfach spannend, einen Profi der anderen Seite ermitteln zu sehen. Nicht meine letzte Geschichte aus Christchurch.