King, Stephen – Story Selection 27 – Der Nebel

King, Stephen – Story Selection 27 – Der Nebel

Autor: Stephen King
Titel: Der Nebel
Verlag:
Erscheinungsdatum: 27. Juni 2016 (Original 1985)
Seitenanzahl Printbuch: 187 Seiten
Genre: Horror, Mystery
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 12.10.17-22.10.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Halloween Challenge

Worum es geht: Nach einem Sturm taucht ein unnatürlicher Nebel auf – und in diesem Nebel sterben die Menschen.

Infos: Die Geschichte ist in der Sammlung Kurzgeschichten von Im Morgengrauen enthalten. Mittlerweile wurde es verfilmt und eine Serie wurde gedreht.

Klappentext: Nach einem schweren Sturm machen David Drayton und sein Sohn Billy Besorgungen im nächstgelegenen Supermarkt. Auf einmal zieht ein unheimlicher Nebel auf, und sie sind mit anderen Einheimischen im Laden gefangen. Unheimliche Wesen lauern draußen in den wabernden Schwaden. Die Nerven der Anwesenden liegen zunehmend blank – ist das Gottes Strafe für ihre Sünden, die nur durch Menschenopfer gebüßt werden können? Die Draytons und ein paar andere wagen den Ausbruch

Zum Inhalt: Nach dem diese Geschichte zwei mal verfilmt wurde, war ich dann doch endlich mal gespannt auf das geschriebene Wort. Die Geschichte des Filmes entspricht dem Buches  und die Serie ist eher angelehnt und weist kaum Ähnlichkeiten auf. Die Erzählperspektive ist hier in der Ich-Form von David geführt. Das hat mich jetzt nicht unbedingt fesseln können, da man zwar guten Einblick in Davids Gefühle und Gedanken bekam, aber da soviel Personen in dieser Geschichte vorkamen und David dann alle irgendwie beschreiben musste und auch ihre Taten, hat mich das immer bisschen aus der Spannung gerissen, die hier etwas schwach war. Auch die üblichen Abschweifungen von King, fand ich etwas störend und haben mich immer wieder gedanklich, die Geschichte nebenbei lesen lassen. Was aber wieder hervorragend war – seine Beschreibung der Menschen – die nicht weniger eine Gefahr darstellten, als die Kreaturen im Nebel. Erklärungen zu dem Phänomen findet man hier nicht – nur ständig einen Hinweis auf ein Projekt der Regierung – ist jetzt nicht so tragisch – denn in der Realität würde man ja auch nicht mitbekommen wieso das geschieht.

Handlung: Hier kann man wirklich sagen, wer den Film gesehen hat braucht die Geschichte nicht mehr zu lesen. Was allerdings absolut abweicht, ist das Ende. Das ist im Film ganz anders als im Buch. Aber das war bei Shining ja auch schon der Fall.
Schreibstil: Der Stil ist King typisch – sehr abschweifend. Ich hatte dieses mal etwas Probleme rein zu kommen, was aber auch an der Perspektive liegen könnte. Ansonsten lies es sich eigentlich recht flüssig lesen.
Spannung: King konnte auch hier immer wieder Spannung aufbauen. In dem Moment in dem die Leute versuchen mal heraus zu gehen, oder auch angegriffen werden, liest man schon fesselnd mit – aber ich bin immer wieder heraus gekommen, wenn er abschweifte. In einem dicken Buch ist das vielleicht nicht so schlimm, aber in einer Kurzgeschichte etwas nervig.

Fazit: Eine wirklich selten Aussage – aber mir hat der Film hier tatsächlich besser gefallen – und das noch für eine King-Verfilmung – die hier aber wirklich gelungen ist. Meiner Meinung nach – wer den Film gesehen hat, braucht das Buch nicht zu lesen – selbst wenn das Ende unterschiedlich ist, hat es keinen grossen Einfluss auf die Geschichte. Wenn jemand nur die Serie gesehen hat – schaut euch den Film an denn die beiden haben so gut wie nichts gemeinsam.

Zitate

Kinder sind so anpassungsfähig, dass sie einen zu Tode erschrecken können.

»Ich weiß nicht. Diese Frau hat etwas Giftiges an sich. Und wenn die Leute lange genug große Angst haben, werden sie sich jedem zuwenden, der ihnen Rettung verheißt.«

Es gibt kein »Und sie entkamen dem Nebel in den strahlenden Sonnenschein eines neuen Tages« oder »Als sie erwachten, war endlich die Nationalgarde eingetroffen«, nicht einmal das beliebte alte Hilfsmittel: »Es war alles nur ein Traum gewesen.«
Es ist vermutlich das, was mein Vater missbilligend als Hitchcock-Ende bezeichnete, worunter er einen doppeldeutigen Schluss verstand, der es dem Leser oder Zuschauer erlaubte, eigene Erwägungen über den Ausgang anzustellen

Charaktere

Steffy – Davids Frau – sie hat nur eine kurze Rolle – als David mit Billy zum Einkaufen fährt, bleibt sie zu Hause.

Billy – der Sohn

David – Er ist die Hauptperson, aus deren Perspektive die Geschichte geschrieben ist. Ein Künstler, der sich eher in Werbeplakaten verdient und nicht wie sein berühmter Vater in wahrer Kunst.

Brent Norton – Davids Nachbar – Ein Anwalt aus New Jersey – die beiden hatten so ihre Nachbarschaftskriege – auch in dieser Krise werden sie keine Freunde

Ollie – Ein Angestellter aus dem Supermarkt, der immer dabei ist und viel hilft

Amanda – eine mitinsassin aus dem Supermarkt – David hat tatsächlich ein One-Night-Stand mit ihr.

Mrs. Reppler – die Babysitterin von Billy – eine grosse Unterstützung um Billy zu beruhigen

Mrs. Carmody – Anitquitätenhändlerin und Unruhestifterin. Sie ist aufeinmal sehr Bibeltreu und fordert ein Menschenopfer um den Nebel zu beschwichtigen