Hill, Susan – Das Gemälde

Autor: Hill, Susan
Titel: Das Gemälde
Verlag: Knaur
Übersetzung: Aeckerle Susanne
Erscheinungsdatum: 5. Oktober 2009
Seitenanzahl Printbuch: 160 Seiten
Genre: Gruselroman, Mystery, Geistergeschichte
Zeitraum 22.10.18-25.10.18
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: 978-3426663509
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Klappentext

Schwarze Gondeln auf dem Canal Grande, Feiernde und Maskenträger – ein mysteriöses Venedig-Gemälde vergiftet Jahrzehnte schon Professor Parmitters Dasein. An einem Winterabend enthüllt der alte Herr seinem Schüler Oliver die makabre Macht des Werkes: Menschen hat es verschlungen, Tote sichtbar gemacht. Oliver ahnt nicht, dass der Fluch auf einen Jüngeren übergehen will …

Meine Zusammenfassung:

Hier erwartet uns eine klassische Gruselgeschichte. Ein verfluchtes Gemälde, dass Menschen/Paare ins Unglück stürzt. Verflucht durch verschmähte Liebe. Einst gab es ein Liebespaar. Liebe auf den ersten Blick. Aber der Mann war schon versprochen. Er löste die Verbindung zu dem anderen Mädchen, dass daraufhin in ihrer Gram ertrank. Sie wurde verbittert und gönnte dem jungen, glücklichen Paar ihre Zweisamkeit nicht. Neben Hassbriefen schickte sie ein sonderbares Gemälde zur Hochzeit. Es stellte eine Karnevallszene in Venedig dar. Woraufhin sie ihre Hochzeitsreise auch dorthin führte. Aber die Braut kam alleine zurück. Ihr Gatte war verschwunden. Er sei in den Kanal gefallen. Aber dieses Gemälde zeigte die Wahrheit. In ihm eingeschlossen, hilflos, war ihr Geliebter gefangen. Sie zerbrach fast daran. Einzig ihr ungeborener Sohn gab ihr Hoffnung. Aber Hoffnung ist trügerisch und durch weitere Intrigen ging das Bild verloren. Es landete durch eine Auktion bei Mr. Parmitter. Ein Professor, der seit seiner frühesten Kindheit der Kunst verfallen war. Dieses Bild übte einen unheimlichen Sog aus. Später landete es bei einem weiteren jungen Paar, die ihre Flitterwochen in Paris verbrachten. Und auch hier verschwindet der Gatte. Die junge Frau ist aber ebenfalls in guter Hoffnung – in Hoffnung auf ein Mädchen, das diesen Fluch endlich brechen wird.

Meine Meinung

Eine solide Geistergeschichte im klassischen Stil, des 19. Jhdt. Der Nachteil dieses Stils – er hat wenige Nuancen. Das bedeutet, dass durch die wenigen Dialoge auch wenig Spannung oder gar Grusel aufgebaut wird. Trotzdem mag ich diesen Stil. Ohne viel Schnickschnack und Metaphern bringt er die Geschichte voran, und man geniesst es bei der Hand genommen zu werden, um den Erzähler durch sein Elend zu begleiten.

Schreibstil

Wenn man keine Probleme mit der klassischen Schreibweise hat, ist es nicht schwer sich hier mit zu beschäftigen.

Figuren:

Durch diesen klassischen Gruselstil, bleiben die Figuren leider etwas zweidimensional. Man baut keine rechte Bindung zu ihnen auf.

Atmosphäre und Spannung

Obwohl ich mich jetzt nicht gegruselt habe, war es doch spannend dieser Geschichte zu folgen. Es wirkte immer etwas düster und geheimnisvoll.

Fazit

Eine solide Gruselgeschichte, ohne viel Höhen und Tiefen. Man kann sich fallen lassen und mit den Gondeln Venedigs durch die Geschichte treiben lassen.

Charaktere

Theo Parmitter: Er ist Professor in Cambrige und erzählt diese Geschichte des Gemäldes seinem Schützling. Er ist begeistertet Kunstsammler und hat das Bild auf einer Versteigerung erlangt.

Oliver – ist der Schützling und Erzähler dieser Geschichte. Auch er wird in den Bann des Bildes gezogen. Was ihm bei seiner Hochzeitsreise zum Verhängnis wird.

Gräfin von Hawdon: Sie ist die ursprüngliche Besitzerin des verloren gegangenen Gemäldes. Sie hätte es gerne zurück, da ihr Gatte dort eingeschlossen ist. Von ihr erfahren wir die Geschichte hinter dem Gemälde

Lawrence von Hawdon: Er hat eine andere Frau geliebt, als die der er versprochen war. Das wurde ihm und seiner Familie zum Verhängnis.

Clarissa Vigo: Sie ist die verschmähte Frau, die das Bild, grosszügig zur Hochzeit spendete. Nicht ohne einen Fluch darauf zu legen.

Anne Fernleigh: Sie ist die Ehefrau von Oliver und schreibt die Geschichte für ihn zu ende.