[ABGEBROCHEN] Bates, Jeremy – Die beängstigendsten Orte der Welt 1 – Suicide Forest

Autor: Bates, Jeremy
Titel: Suicide Forest
Verlag: Luzifer-Verlag
Übersetzung: Andreas Schiffmann 
Erscheinungsdatum: 19. Mai 2017
Seitenanzahl Printbuch: 520 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum: 06.11.19-11.11.19
Band einer Reihe: Die beängstigendsten Orte der Welt
ASIN: B01M0YBDUQ
Bereits gelesene Bücher de Autors

Klappentext

Am Fuße des Mt. Fuji, ganz in der Nähe von Tokyo, liegt der Aokigahara Jukai.
Dieser weitläufige, dicht bewachsene Wald ist eines der schönsten urwüchsigen Gebiete Japans – und eines der berüchtigsten. Denn seit den 1960er Jahren gilt der Aokigahara als unheiliger Magnet für Selbstmörder. Ständig durchkämmen Polizeikräfte und die Feuerwehr den Wald auf der Suche nach Leichen, in dem pro Jahr bis zu 100 Menschen verschwinden. Die Behörden gehen jedoch von weitaus mehr Suizidfällen aus, die jedoch aufgrund der teilweise undurchdringlichen Vegetation des Waldes nicht gefunden werden können.
Der Legende nach sind diese uralten Wälder verflucht. Die Geister der Toten, die sich hier das Leben nahmen, finden keine Ruhe.

Als das schlechte Wetter eine Gruppe jugendlicher Abenteurer davon abhält, den Mt. Fuji zu besteigen, beschließen sie, für die Nacht ihr Lager im Aokigahara Jukai aufzuschlagen. Die Warnungen vor dem Bösen, das hier umgeht, halten alle für puren Aberglauben. Doch als am Morgen darauf einer von ihnen erhängt aufgefunden wird, beginnen die jungen Leute zu ahnen, dass an manchen Legenden mehr dran sein könnte, als man glauben möchte …

Meine Zusammenfassung

Jugendliche Abenteurer ist schon etwas falsch ausgedrückt. Eigentlich sind das Leute die von etwa 25-35 Jahre alt sind. Eigentlich wollten sie den Fuji besteigen – aber eine Schlechtwetterfront lässt sie ihre Meinung ändern und sie schliessen sich einem gerade kennen gelernten Paar an, die in den Aokigahara Wald wollen. Der Wald ist von vorneherein faszinierend und gruselig. Überall findet man Spuren der Menschen, die in ihrem Elend dort ihr Leben beendet haben. Schuhe, Taschen und anderes. Auch sind überall Bänder gespannt, die sich noch nicht ergründen. Waren es die Selbstmörder, oder die Polizei? Es herrscht grosse Spannung unter einigen der Charaktere. Dies könnte die Spannung in die Höhe treiben.

Meine Meinung:

Ich bin stark enttäuscht. Ich habe mich richtig auf dieses Buch gefreut. Das ist eine spannende Lokation und da kann man schon einiges herausholen. Es müssen ja nicht unbedingt 520 Seiten sein. Wenn man nämlich alles unnützes hinausstreichen würde, wären es effektiv wohl nur 300 Seiten, die dann aber spannend. Es gibt wirklich spannende Szenen aber leider schafft der Autor es durch seine Abschweifungen diese immer zu töten. Das hatte ich ja HIER schon befürchtet. Es wird mich nerven. Und so kam es auch. Ethan – der Hauptprotagonist – hat zu allem eine Geschichte zu erzählen. Das tötet jede Spannung und nimmt auch den Fluss aus dem Geschehen. Die Szenen, die dann mit der Gruppe sind, könnten richtig spannend sein – aber auch da schafft er es durch Beziehungsdramen alles abflachen zu lassen. Ich bin bei etwas über der Hälfte ausgestiegen. Ich hab mal kurz zum Ende vorgeblättert – da scheint zwar noch einiges zu passieren – aber ich weiss nicht, ob das ausreicht weiter zu lesen. Wenn ich an ein Buch denke und es mich eigentlich eher nervt zuzugreifen – dann sollte man es weg legen. Fakt ist – bis kurz über die Hälfte des Buches passiert fast gar nichts, bis auf den Todesfall, der im Klappentext erwähnt wird. Das ist mir zu wenig.

Schreibstil: Der Schreibstil ist so eigentlich ok. Wobei ich bei manchen Passagen das Gefühl hatte, dass der Übersetzer zu wörtlich übersetzt hat. Es hat sich manchmal etwas komisch geklungen. Ein paar Rechtschreibfehler sind vorhanden – aber nicht so viele, dass es unangenehm war.

Figuren: Mit den Charakteren bin ich auch so gar nicht warm geworden. Selbst wenn Ethan – der Erzähler und Hauptcharakter – viel aus seinem Leben erzählt und viele Storys, die er mal gehört hatte zum Besten gibt, bleibt er mir fern.

Atmosphäre und Spannung: Leider wurde diese immer wieder gestört, durch Abschweifungen. Spannende Szenen gab es schon – aber sie wurden nicht aufrecht erhalten.

Originalität: Ich glaube über den Suicide Forest gibt es noch kein Buch? Ich hatte jedenfalls noch keines gesehen – was auch der Grund war, warum ich mich so freute drauf. Gerne hätte ich mehr auch über die Gegend erfahren. Das wäre wesentlich effektiver gewesen als irgendwelche Geschichten einzubauen. Die Originalität ist hier leider verpufft.

Fazit

Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Wenn man die Bewertungen beim grossen A. liesst, scheint es gerade dann spannend zu werden, als ich mich entschloss abzubrechen. Ich habe etwas über die Hälfte gelesen und war sehr genervt von den Abschweifungen des Autors. Das zerstört mir zu sehr die Spannung und hindert den Lesefluss. Ich bin schon sehr enttäuscht, da ich mich auf das Buch gefreut hatte.

 

Charaktere

Ethan – der Hauptcharakter, aus dessen Perspektive die Erzählung statt findet. Er ist Englischlehrer in Japan und mit Mel zusammen. Sein Bruder kam ums Leben, was ihn lange belastete und auch immer ein Weg in die Geschichte findet. Er ist eher der Typ, der sich nicht so festlegen will. Unentschlossen, aber doch auch mutig.

Mel – sie ist ebenfalls Englischlehrerin. Viel erfährt man von ihr eigentlich nicht. Einerseits ist sie neugierig auf den Wald, aber ein Unfall lässt sie eher zurückrudern. Aber die Gemeinschaft will weiter. Ein Eifersuchtsfall bringt die Beziehung zu Ethan ins Wanken

Neil – er ist auch Lehrer und der Älteste in der Gruppe. Eher zurückhaltend aber nützlich. Eine schwere Lebensmittelvergiftung setzt ihm schwer zu.

Tomo – er ist der jüngste in der Gruppe und ein Japaner. Ein Fan von Mangas und Rappen. Er und Ethan haben sich beim Biertrinken kennen gelernt. Ein übermütiger und witziger Charakter. Er will unbedingt einen Toten sehen.

John Scott – ein alter Schulkamerad von Mel und der Eifersuchtsfaktor, der von Ethan ausgeht. Er ist Soldat und benimmt sich auch sehr klischeehaft. Arrogant und provokant. Unsympathischer Charakter

Nina – sie und Ben sind das Paar, das die Gruppe vor dem Fuji kennen lernt. Sie schliessen sich an und gehen mit ihnen in den Wald. Sie macht eine Weltreise mit Couchsurfing. Eine schlimme Erfahrung hat ihr ziemlich zugesetzt.

Ben – er will unbedingt Schauspieler werden. Als Charakter hat er eine Nebenrolle. Von ihm hört und sieht man nicht so viel. Er ist auf jeden Fall sehr interessiert an dem Wald und den Toten.

Black, Holly – Die Puppenkönigin – Das Geheimnis eines Sommers

Autor: Black, Holly
Titel: Die Puppenkönigin – Das Geheimnis eines Sommers
Verlag: cbj
Übersetzung: Anne Brauner
Erscheinungsdatum: 23. September 2013
Seitenanzahl Printbuch: 256 Seiten
Genre: Fantasy, Mystery, Jugendbuch
Zeitraum: 18.09.19-23.09.19
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: 3570156435
Bereits gelesene Bücher  

Klappentext

Ein Geistermädchen, drei Freunde und das Abenteuer ihres Lebens

Zach, Poppy und Alice sind schon ihr Leben lang allerbeste Freunde. Sie lieben es, sich für ihre Actionfiguren aus der Kindheit Geschichten einer magischen Welt, die voller Abenteuer und Heldentum ist, auszudenken. Doch dieses Spiel nimmt eines Nachts eine schaurige Wendung. Alice und Poppy tauchen bei Zach auf und erzählen ihm von einer Reihe furchteinflößender Ereignisse. Poppy schwört, dass sie seit einiger Zeit von einer Porzellanpuppe ihrer Mutter heimgesucht wird, die behauptet, die Seele eines vor langer Zeit ermordeten Mädchens in sich zu tragen. Erst wenn die Freunde sie zu dem Ort des Verbrechens zurückgebracht und dort begraben haben, werde sie Ruhe geben. Andernfalls wird sie die drei Freunde verfolgen – bis in alle Ewigkeit!

Meine Zusammenfassung

Die drei Freunde Zach, Poppy und Alice spielen unheimlich gerne Rollenspiele mit ihren Actionfiguren. Allerdings befinden sich auch alle drei in dem Alter, in dem meistens ein Umbruch stattfindet. Sie entwachsen dem Kindesalter. Als Zachs Vater etwas unbeschreibliches macht, bricht für Zach die Welt zusammen. Er kann nicht mehr mitspielen. Traut sich aber nicht seinen Freundinnen die Wahrheit zu sagen. Laut seinem Vater wird es Zeit erwachsen zu werden. Just in diesem Moment meldet sich die Porzellanpuppe, die in einer Vitrine bei Poppys Mutter sitzt. Sie ist ihnen immer schon unheimlich gewesen – aber sie nennen sie ihre Königin und haben immer die Missionen für ihre Spiele erhalten. Nun aber erscheint Poppy ein Mädchen in den Träumen und fordert sie auf, ihren Tod aufzuklären. Die Drei machen sich auf den Weg zu einem grossen Abenteuer. Werden sie den Geist befreien können und ihren Tod aufklären? Wurde das Mädchen ermordet? Um das Rätsel zu lösen haben sie einige Hürden zu überwinden. Aber ihre angeknackste Freundschaft bekommt so neuen Halt.

Meine Meinung

Mir hat das Buch so recht gut gefallen. Leider fand ich den Gruselfaktor mit dem Geistermädchen etwas zu wenig. Sie ist mir ein bisschen zu wenig aufgetaucht. Das macht aus dem Buch halt ein Jugendbuch. Hier ist im Vordergrund die Freundschaft zwischen den Dreien. Konflikte, die sie während ihrer Reise lösen müssen. Es sind gefährliche Situationen, die sie bewältigen müssen, dafür müssen sie zusammen halten. Der Riss, der in der Freundschaft entstanden ist wird gekittet, aber nicht mehr so wie es mal war. Es hat sich was verändert. Sie müssen lernen sich zu vertrauen. Manche Szenen hätten so eins- zwei Seiten mehr vertragen können.

Schreibstil: Der Stil war sehr gut. Man konnte gut einsteigen und flüssig weiterlesen. Der Stil war auch nicht zu kindlich.

Figuren: Die Charaktere waren recht gut dargestellt und auch der Konflikt, den jedes Kind so hatte, konnte man gut nachvollziehen – selbst als Erwachsene.

Atmosphäre und Spannung: Diese Elemente wurden ziemlich gut bedient. Mir fehlte zwar der Grusel, aber Spannung war genug vorhanden. Die Kinder sind ständig in brenzlige Situationen gekommen, bei denen man mit ihnen gefiebert, und mit Spannung auf ihre Lösung gewartet hat

Originalität: Ja – ich fand es schon recht originell. Abenteuerlich und spannend. Ein Gefährlicher Roadtrip, den Kinder unternehmen um einen Geist zu befreien, der sie auch bedroht. Fand ich schon ansprechend.

Fazit

Mir hat zwar hier der Gruselfaktor gefehlt, trotzdem ist es ein spannendes Buch gewesen, das wohl doch mehr für Jugendliche geeignet ist. Teilweise fand ich es etwas zu oberflächlich. Wenn man aber bedenkt, dass es für Jugendliche gedacht ist, wird das schon gut sein. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Es ist spannend und actionreich und nicht extrem gruselig. Ein bisschen Gänsehaut kann man vielleicht bekommen.

Zitate

Ich hasse es, dass alle sagen, so wäre es, wenn man erwachsen wird, dabei fühlt es sich an, als würde man sterben. Es fühlt sich an, als wärt ihr beide besessen und ich wäre als Nächste dran.«

 

Charaktere

Poppy: Sie ist der Wildfang in der Gruppe. Sie wächst eher in bescheidenen Verhältnissen auf. Ihre Geschwister sind schon bekannt in der Gegend. Ihre Mutter hütet die Porzellanpuppe, da sie vielleicht viel Wert sein könnte.

Alice: Sie ist die Vorsichtige. Sie wohnt bei ihrer strengen Grossmutter und hat fast keine Freiheiten. Dieser Druck belastet sie sehr.

Zach: Er ist der Krieger. Seine Actionfiguren sind Piraten und Kämpfer. Er spielt Basketball in der Schule und ist dort auch sehr beliebt. Er hat Probleme mit seinem Vater, der für drei Jahre die Familie verlassen hat und dann wieder kam. Dieser denkt nämlich, das Zach zu alt für Spielen ist.

 

Welty, Eudora – Der Räuberbräutigam

  • Autor: Welty, Eudora
    Titel: Der Räuberbräutigam
  • Originaltitel: The Robber Bridegroom
  • Verlag: Klett-Cotta
    Übersetzung:Hans J. Schütz
    Erscheinungsdatum: 11. September 2015
    Seitenanzahl Printbuch: 155 Seiten
    Genre: Fantasy, Märchen
    Zeitraum: 16.09.19-18.09.19
    ASIN: 3608960287
    Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Der Räuberbräutigam erzählt die himmelschreiend komische Liebesgeschichte der schönen Rosamond und des Räubers Jamie Lockhart. Eudora Weltys Roman schlägt eine völlig neue und überbordend einfallsreiche Richtung in der Fantasy ein.

Drei Reisende steigen in einem Gasthaus am Mississippi ab und teilen sich ein Bett. Am nächsten Morgen hält einer von ihnen seine Schlafgenossen für Geister und springt mit einem großen Satz aus dem Fenster. »Den sehen wir nie wieder«, sagt der blonde Jamie Lockhart und überlegt, wie man die Goldstücke des verschwundenen Bettgenossen teilen könnte. Der Tabakpflanzer Clement lädt Jamie daraufhin für den nächsten Sonntagabend in sein Haus ein. Just an diesem Tag wird Clements Tochter, die schöne Rosamond, von einem Räuber mit rußgeschwärztem Gesicht verführt. Ihr Vater beauftragt seinen neuen Freund Jamie damit, die Untat zu rächen …

Meine Zusammenfassung

Clement ist auf dem Heimweg. Er hat seine Ware verkauft. In einem Gasthaus teilt er sich mit zwei weiteren das Bett. Während der eine versucht seine Bettgenossen zu töten um an ihr Geld zu kommen, verstecken sie sich um ihn dann zu erschrecken. Als Dank für die Rettung lädt Clement Jamie zu sich ein. Clement war mit einer schönen Frau verheiratet – Amelia, die ihm ein Zwillingspaar schenkte – Rosamond und Clement. Allerdings treffen sie auf Indianer, die seinen Sohn und seine Frau töten. Auch seine Mitreisende werden nicht verschont.  Salome und Thomas. Thomas kommt ebenfalls zu Tode. Aus Mitleid heiratet Clement Salome. Die ist furchtbar hässlich und dadurch auch neidisch auf die wunderhübsche Rosamond. Wie man es dann im Märchen kennt, versucht die böse Stiefmutter ihre ungeliebte Stieftochter los zu werden. Dabei kommt es zu einer verzwickten Verwechslung. Rosamond verliebt sich in den Räuber Jamie. Da er sich immer tarnte, erkennt sie ihn nicht, als ihr Vater ihn zu sich holt um ihre Ehre zu rächen. Rosamond, durch Liebe getrieben, geht zu dem Räuberhauptmann und wird seine Frau. Aber Glücklich werden sie erstmal nicht. Noch versucht die Stiefmutter dazwischen zu funken.

Meine Meinung

Das Märchen klingt witziger als es ist. Ich hatte es mir damals angeschafft, weil ich so von der Brautprinzessin begeistert war und was ähnliches suchte. Aber ich wurde leider enttäuscht. Es war zwar schon amüsant aber nicht witzig. Manchmal hat es sich auch bisschen gezogen. Ich hatte eher das Gefühl, dass es mit Gewalt in die Länge gezogen wurde. Bisschen weniger wäre hier effektvoller gewesen. Es ist eigentlich keine schlechte Grundidee und teilweise auch nicht schlecht umgesetzt – aber es konnte mich trotzdem nicht fesseln. Die Geschichte war dafür weder lustig noch spannend genug.

Schreibstil: Der Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da er sich an dem alten Stil der Märchen orientiert. Man braucht etwas um sich einzufinden.

Figuren: Die Charaktere waren eigentlich nicht schlecht dargestellt – aber warm bin ich mit keiner geworden.

Atmosphäre und Spannung: Leider fand ich es weder spannend noch sonst irgendwie besonders.

Fazit

Die Autorin hat hier ein Buch in Märchenformat erschaffen. Ich mag Märchen ja eigentlich ganz gerne, aber dieses hier konnte mich nicht überzeugen. Es war weder wirklich spannend noch witzig. Geschrieben wurde es 1942. Ich war etwas enttäuscht. Wäre es etwas weniger gewesen, hätte es vielleicht tatsächlich gut werden können. So kam es mir eher in die Länge gezogen vor.

 

Wulf, Franziska – Fatima 3 – Das Auge der Fatima

Autor: Wulf, Franziska
Titel: Das Auge der Fatima
Verlag: Knaur TB
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2004
Seitenanzahl Printbuch: 450 Seiten
Genre: Fantasy, Zeitreise
Zeitraum 03.08.19-18.08.19
Band einer Reihe: Ja – Fatima
ISBN/ASIN: 3426624702
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Die Steine der Fatima

Das Rätsel der Fatima:

Klappentext

Beatrice Helmer ist Chirurgin und hat eine kleine Tochter. Nichts scheint mehr an ihre beiden Zeitreisen zu erinnern, die sie zuerst in den Orient und dann ins China zur Zeit Marco Polos geführt haben – nichts außer den beiden geheimnisvollen Steinen, die unberührt in ihrem Schrank liegen. Doch eines Tages entdeckt sie, dass ihre Tochter einen der Steine gefunden hat und offenbar selbst in der Vergangenheit verschollen ist. Erneut begibt sich Beatrice auf die große Reise – und findet sich mitten in der Wüste und im Mittelalter wieder. Wo aber ist ihr Kind?

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Beatrice ist wieder vollkommen zu Hause angekommen. Ihre Tochter ist mittlerweile vier Jahre. Leider ist sie stark im Job eingebunden. Eines Tages bekommt sie einen Anruf – ihre Tochter liegt im Koma – ohne ersichtliche äussere Einwirkung. Beatrice ist verzweifelt. Dann sieht sie – ihre Tochter hat die Steine der Fatima gefunden. Einer fehlt – sie ist auf Reisen gegangen. Ihrer Oma sagte sie, sie will ihren Vater kennen lernen. Ohne zu zögern greift Beatrice zum Stein und folgt ihrer Tochter. Wird sie es schaffen in der selben Zeit anzukommen? Sie landet in der Wüste. Die Zeit passt – jetzt muss sie nur ihre Tochter finden. Eine abenteuerliche Reise steht ihr bevor. Sie trifft alte Freunde, neue Feinde und ihre grosse Liebe. Aber können sie diesmal zusammen bleiben? Sind sie mit den Steinen sicher? Beatrice lernt einen wichtigen Mann kennen – einen Zeitreisenden – einen Hüter. Insgesamt gibt es 7 Steine und sie waren schon lange nicht mehr zusammen. Werden sie sich verbinden und was passiert dann? Die Gefahr der Gegner ist nicht zu unterschätzen – sind Beatrice und ihre Tochter hier sicher? Müssen sie nach Hause? Und was ist mit der Liebe – alte oder neue?

Meine Meinung

Ich mochte die Geschichte. Es war spannend und man hat alte Bekannte kennen getroffen. Obwohl es schon bestimmt 15-20 Jahre her ist, dass ich die beiden Vorgänger gelesen habe, war es überhaupt kein Problem wieder einzusteigen. Man erfährt viel vom Orient. Es wird auf religöse Fanatiker eingegangen und ein kleiner Kamel/Pferde Roadtrip durch den alten Orient ist schon spannend. Beatrice erlebt einiges um dann endlich, durch Zufall bei der Liebe ihres Lebens, dem Vater ihrer Tochter zu landen. Parallel erleben wir, wie es Ali mit der ganzen Sache geht. Die Zeit ist nicht parallel verlaufen. Bei Beatrice waren es 4 Jahre – aber für Ali viel mehr.

Ich finde diese Zeitreise Triologie wirklich spannend. Ich mochte die Charaktere und auch die Geschichte. Die Auflösung ist auch gelungen.

Schreibstil: Ein sehr guter Schreibstil. Man ist wirklich aktiv dabei und fiebert mit. Man konnte schnell wieder in die Geschichte eintauchen.

Figuren: Die Charaktere sind gut dargestellt. Man konnte ihre Verzweiflung spüren, ihre Angst und die Anstrengung

Atmosphäre und Spannung: Beides ausreichend vorhanden. Die Atmosphäre im Orient als westliche Frau, alleine unterwegs. Die Suche nach dem Kind und die Hoffnung, das Ali noch lebt. Also wirklich Spannung genug. Sie hat viele Gegner – aber auch viele Menschen die ihr bei der Suche helfen.

Fazit

Ich kann diese Zeitreisetriologie wirklich empfehlen. Es ist ein angenehmer Schreibstil und eine schöne Geschichte. Es ist ein bisschen romantisch und sehr spannend, da Beatrice als moderne Frau mit medizinischen Kenntnissen sehr oft aneckt. Es ist nicht die Zeit für moderne Frauen. Wen ihr Zeitreise Romane mögt, etwas im alten Orient und China reisen möchtet, lohnt sich ein Blick auf diese Reihe

Zitate

Wenn sie selbst hätte entscheiden dürfen, wäre sie viel lieber den ganzen Weg bis nach Gazna geritten. Doch man ließ ihr keine Wahl. Sie war eine Frau. Und eine ehrbare Frau hatte nur in seltenen Ausnahmefällen etwas auf einem Pferderücken verloren. Im Übrigen sollte sie bescheiden, sittsam und vor den Augen fremder Männer verborgen in ihrer Sänfte bleiben.

»Wer bist du, elendes Weib, dass du es wagst, mir oder meinen Männern Befehle zu erteilen? Noch ein Wort, und ich werde dich …«

Charaktere

Dr. Beatrice Helmer – sie ist Chirurgin. Ihre medizinischen Kenntnisse haben ihr bei den Zeitreisen viel Vorteile erbracht. Selbst wenn es als Frau immer gefährlich ist.

Dr. Thomas Breitenreiter – ein Kollege von Beatrice – eigentlich ist er ein seltsamer Kerl ungehobelt und unfreundlich. Aber als sie Hilfe braucht wegen ihrer Tochter steht er hinter ihr und hilft ihr – doch mehr als nur ein Kollege?

Michelle – sie ist Beatrice´s Tochter. 4 Jahre und hat irgendwie mitbekommen, dass die Steine magisch sind. Sie will ihren Vater suchen. Aber ihre Reise hat gefährliche Männer aufgerüttelt.

Dr Mainhofer – Beatrice´s Chef – nicht gerade nett – aber nur eine Randfigur

Ali al-Hussein ibn Abdallah ibn Sina – ein berühmter Arzt im Orient. Er behandelt die Emire und auch normale Leute. Oft auch ohne Bezahlung. Allerdings ist er mit seinen Ansichten und den vielen modernen Behandlungsmethoden die er von Beatrice gelernt hat, oft ungern gesehen. Er hat schon aus einigen Städten fliehen müssen. Er ist der Vater von Michelle und ihr komplett verfallen

Frau Alizadeh, die alte Araberin, die Beatrice den ersten Stein geschenkt hatte, war eine ihrer Patientinnen.

Mahmud – Alis neuer Diener. Aber er vermisst seinen ständig schlecht gelaunten Diener Selim

Saddin – Ein alter Feind, neuer Freund. Er ist ein Nomade und Attentäter. Er hat in der Vergangenheit mit Beatrice ein Verhältnis gehabt. Er hat ihre Tochter gefunden und zu Ali gebracht. Noch wissen sie nicht, wer sie eigentlich ist – sie bemerkten nur die Ähnlichkeit zu ihrer Mutter. Er kämpft bis zum letzten um die Kleine zu schützen – und er beschützt auch Beatrice auf ihrer Reise

Moshe Ben Levi – ein Jude – ein wichtiger Mann – er ist nämlich auch Zeitreisender. Von ihm erfährt Beatrice einiges über die Steine und den Mythos.

Bible, Jake – Kaiju Winter

Autor: Bible, Jake
Titel: Kaiju Winter
Verlag: Luzifer-Verlag
Übersetzung: Nicole Lischewski 
Erscheinungsdatum: 12. Juni 2017
Seitenanzahl Printbuch: 336 Seiten
Genre: Horror, Tierhorror, Monster
Zeitraum 18.08.19-26.08.19
Band einer Reihe: Ja – zur Zeit 3 Bände – leider nicht Übersetzt – HIER mehr.
ASIN: B01MDP2JG0
Bereits gelesene Bücher der Autoren Jake Bible – Mega

Klappentext

Im Yellowstone Park bricht ein Supervulkan aus, der Nordamerika ins Chaos stürzt und den Rest der Welt in Panik versetzt. Verzweifelt und unter Anwendung aller Mittel versuchen die Menschen dem Megaausbruch zu entkommen, denn sie wissen, dass er den Kontinent und die Welt in einem ewigen Aschewinter versinken lassen wird. Doch egal, was die Menschheit unternimmt, um mit dieser Katastrophe fertig zu werden – nichts kann sie auf das vorbereiten, was aus der Asche steigt: Kaiju!

Meine Zusammenfassung

Ein Supervulkan zwingt Amerika in die Knie – das Land muss evakuiert werden. Während dieser Naturkatastrophe ereignen sich mehrere Dinge. Es geht auch um die Geschichte von Kyle, seiner Grossmutter und Mutter, die von Agent Lindner verfolgt und bedroht werden. Sind sie ihm schon mal entkommen – jetzt wird es hart. Werden. Denn Lindner schreckt vor nichts zurück. 18 Jahre sucht er die Familie schon. Jetzt werden sie bekommen was sie verdienen. Während er seine eigene Vendetta plant, kommen aus dem Supervulkan seltsame Kreaturen hervor. Was steckt noch alles in dem Krater des Vulkans? Haben die Monster den Ausbruch hervorgerufen, oder wurden sie befreit durch den Ausbruch. Wie soll die Bevölkerung Amerikas das nur überleben?

Meine Meinung

Wer sich bissche mit Godzilla auskennt, weiss das Kaiju der Begriff für gigantische Monster ist – ich wusste es nicht. War also unvorbelastet, als ich mit dem Lesen startete. Ich wurde schon bei den ersten paar Seiten überrascht. Es geht sofort, ungeschminkt los. Der Überlebenskampf. Es gibt drei verschiedene Perspektiven, aus denen wir die Invasion erleben dürfen. Drei Gruppen, die sich durchkämpfen und überleben. Nein – vier – ich habe die Regierung vergessen – die muss ja auch mitmischen. Wer also dieses Buch aufschlägt, wird sofort mitgezogen. Jake Bible schont niemanden. Das ein oder andere mal ist mir schon ein „Oha“ entwischt. Also Aktion von Anfang bis Ende. Wie man es von einem Amerikaner erwartet. Knallhart und bewaffnet. Genau das Richtige für Action Fans und Godzilla Liebhaber. Sehr schade, finde ich es, dass die Folgebände nicht weiter übersetzt wurden. Das scheint für den Luziferverlag wohl ein bisschen Standard zu sein. Da ich hier recherchiert habe, habe ich das für so einige Bücher dieses Autors gesehen und auch von diesem Verlag. Finde ich wirklich sehr ärgerlich.

Schreibstil: Der Stil hat mich am Anfang etwas irritiert, da die Geschehnisse in der Gegenwart geschrieben sind. Das ist so ungewöhlich, dass ich eine gewisse Zeit brauchte um reinzukommen. Aber wenn man drin ist, hat der Stil den Vorteil, man fühlt sich live dabei.

Figuren: Alle Charaktere finde ich ganz toll eingeführt. Auch die, die nur kurz in Erscheinung geraten. Egal ob positiv oder negativ. Die Gefühle werden genau richtig gesteuert.

Atmosphäre und Spannung: Aktion und Spannung – absolut enthalten. Man rennt einfach Atemlos mit.

Originalität: Für mich das erste Buch in diesem Genre – und ich könnte mir vorstellen dieser Welt noch mehr Besuche abzustatten. Ich bin kein solcher Godzilla Fan – aber mich haben hier auch nicht unbedingt die Monster beeindruckt – sonder der Überlebenskampf

Fazit

Amerikanische Feuerkraft, wie man sie kennt. Action, Waffen, Kämpfen. Ich war begeistert. Der Autor hat es diesmal geschafft mich mitzureisen und atemlos mit zu hechten. Ich habe mit jedem einzelnen gezittert und gekämpft. Geflucht über die Bösen und mich gefreut, über jeden der überlebt. Also wer hier einen spannenden Monsterroman – im Stil von Godzilla lesen möchte ist absolut gut aufgehoben. Es kommen keine Längen oder Verschnaufpausen auf.

Zitat

Linder hatte schon immer mal den offenen Mund von jemandem auf einen Bordstein legen und dann den Hinterkopf des Pechvogels zerstampfen wollen. Ein lautes und blutiges Knacken und schon ist alles vorbei.

Charaktere

Special Agent Tobias Linder: Ein brutaler und übler Zeitgenosse, der auf der Suche nach Kyle und seiner Familie ist. Dabei ist er nicht zurückhaltend. Leichen pflastern seinen Weg. Er ist wirklich gefährlich

Kyle: Er ist 18 und lebt bei seiner Grossmutter in einem verschlafenen und gut verstecktem Nest. Es gibt viele Geheimnisse um ihn, die er nicht weiss, aber während seines Überlebenskampfes zu Tage kommen. Ein tapferer Kerl, der seinen Mann steht.

Terrie – Kyles Grossmutter. Sie hat ihn von Anfang an eingebleut wie wichtig der Kampf ist und wie wichtig es ist zu fliehen, wenn sie gefunden werden. Eine starke Persönlichkeit

Lu – sie ist Marshall und Kyles Mutter. Als die Monster auftauchen ist sie gerade mit einem Gefangenen Transport unterwegs. Sie weiss aber, dass ihre Mutter und ihr Sohn bestens Gewappnet sind für alle Fälle. Eine wichtige Person in dieser Geschichte

Lowell: Ein schwerkrimineller, der schon einige Menschen getötet hat. Er ist der einzige Gefangene, der überlebt. Er wird zu einer wahren Bereicherung der Gruppe, da er kämpft und nicht egoistisch ist. Er bleibt, obwohl er fliehen könnte. Ein Grossmaul

Bolton – Ein Soldat, der den Gefangentransport begleiten und sichern soll. Ein alter Bekannter von Lu. Eine verflossene Liebe. Ein gutes Team beim Überlebenskampf.

 

Watson, Winifred – Miss Pettigrews großer Tag

Autor: Watson, Winifred
Titel: Miss Pettigrews großer Tag
Verlag: Goldmann Verlag
Übersetzung:  Martina Tichy
Erscheinungsdatum: 18. April 2011
Seitenanzahl Printbuch: 256 Seiten
Genre: Humor
Zeitraum 27.08.19-30.08.19
Band einer Reihe: Nein
ISBN 3442475600
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Eine bezaubernde Liebeskomödie aus dem glamourösen London der 30er Jahre

London in den 1930er Jahren. Das Leben hat es nicht gut gemeint mit Miss Pettigrew, einer nicht mehr ganz jungen Gouvernante. Nun soll sie eine neue Stelle antreten, doch statt bei einer Familie mit ungezogener Kinderschar landet sie bei der Nachtclubsängerin Delysia LaFosse. In der mondänen Welt von Miss LaFosse gilt es, drei Männer gleichzeitig in Schach zu halten, und so muss Miss Pettigrew notgedrungen selbst in das aufregende Glamour-Dasein eintauchen, um Ordnung in das Liebesdurcheinander zu bringen. Und das wird ihr Leben innerhalb nur eines Tages für immer verändern

Meine Zusammenfassung

Miss Pettigrew ist das was man eine alte Jungfer nennt. Streng religös erzogen gerät sie in eine Situation, die sie fordert. Steht sie in einem Moment noch vor dem Armenhaus, schlüpft sie ohne grosse Probleme in die Welt der Schönen und Reichen. Eine Verwechslung verhilft ihr die chaotische Delysia kennen zu lernen. Da sie es schafft Delysia gleich aus einer brenzligen Situation heraus zu helfen, nimmt sie Miss Pettigrew gleich als Freundin an. Sie beichtet ihr einige delikate Geheimnisse und behandelt sie als etwas besonderes. Miss Pettigrew ist überwältigt von dem jugendlichen und offenen Auftreten. Lässt sie doch immer öfter die Stimmen ihrer Eltern einfach ungehört verklingen um sich dem Sumpf des Lasters hinzugeben. Aber gesittet natürlich. Trotz ihrer Schüchternheit und Zurückhaltung provoziert sie in einem Fort und ist selbst über sich erstaunt. Welche Person steckt hinter dem grauen Kleid. Miss Pettigrew stürmt ungewollt auf die Gesellschaft ein, wie ein Orkan und gewinnt ein Herz nach dem anderen.

Meine Meinung

Ein reizendes Buch für Zwischendurch. Es ist so amüsant Miss Pettigrew zu folgen. Sie stürmt voran wie ein Elefant und haut alle um. Und im selben Moment ist sie erschrocken über sich selbst, dass so etwas in ihr steckt. Sie ist beschämt über die Freizügigkeit der jungen Leute und im selben Moment aber auch ergriffen. Sie fliegt. Eine ganz andere Welt öffnet die Türen für sie. Es ist wirklich witzig. Ich finde, dass hier der englische Titel die Empfindungen tatsächlich viel besser wider gibt. Miss Pettigrew Lives for a Day. Es ist jetzt kein Buch, dass zu einem Highlight wird. Es hat ab und zu auch mal paar Längen gehabt. Aber es ist trotzdem reizend. Gerade weil die 20er und 30er so revolutionär waren. Die Frauen sind aus sich heraus gekommen und leben. Sie lieben das Leben und zeigen es. Ich finde das war eine aufregende Zeit und Miss Pettigrews Tag bestätigt das.

Schreibstil: Der Stil ist in Ordnung. Man hat keinerlei Probleme dabei zu bleiben oder nicht folgen zu können. Die Kapitel sind in Uhrzeiten eingeteilt. Was mich bei Lesen allerdings immer irritierte – die Autorin hat das Denken in Anführungszeichen gesetzt. Das hat mich bisschen gestört, da man oft dann direkt in einen Dialog kam und immer etwas brauchte um das zu unterscheiden. Denn Miss Pettigrew denkt sehr oft.

Figuren: Die Charaktere sind schillernd, laut, aufdringlich. Wie man sich das einfach vorstellt. Das gehört zum Glamour, der 20er/30er. Sogar Miss Pettigrew lässt immer mal wieder ihre Kerze aufleuchten. Die Frauen sind einfach nur reizend. Falsch aber reizend. Und sie sind schlau. Sie wissen wie sie sich bestmöglich verkaufen.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre ist geladen. Musik. Die Nächte werden zu Tage und es wird getrunken, gelacht, getanzt. Eine gewisse Spannung ist auch vorhanden, da man sich ständig fragt – was ist wenn der Tag rum ist.

Originalität: Für mich war es schon originell. Eine graue Maus, die einmal durch Zufall die Chance hat aufzuwachen. Ist nichts ungewöhliches. Aber es war schön verpackt.

Fazit

Das Buch war ein reizender Stimmungsaufheller. Es hat zwar auch gewisse Längen gehabt – aber die meiste Zeit fühlte man sich einfach so aufgedreht wie die jungen Leute in der Clubszene. Es hat Spass gemacht zu sehen, wie Miss Pettigrew auftaut. Sie nimmt alles auf um für die, zu erwartenden, grauen Tagen ihres restlichen Lebens zehren zu können. Auf jeden Fall ein Buch für Fans der 20/30er. Lasst euch entführen in die Welt der Clubs und in das Leben.

Zitate

Miss Pettigrew mischte sich unter die Menge. Sie war eine Dame mittleren Alters, von kantiger Statur und durchschnittlicher Größe, mangels ordentlicher Ernährung dünn wie eine Bohnenstange und mit einer guten Portion Verzagtheit und Furchtsamkeit im Blick – sofern jemand sich die Mühe gemacht hätte, genau hinzusehen.

Zum ersten Mal seit zwanzig Jahren legte man Wert auf ihre Person und nicht allein auf ihre dürftigen erzieherischen Fähigkeiten. Zum ersten Mal in zwanzig Jahren war sie sie selbst, eine Frau und kein bezahlter Automat.

»Herrjemine!«, dachte sie verstört. »Bin das wirklich ich, die so redet? Was ist bloß in mich gefahren? Was geschieht mit mir?«
Aber eigentlich – eigentlich war es ihr egal. Derlei Fragen waren nur ein schuldbewusstes, beschwichtigendes Zugeständnis an die Werte, die sie bisher hochgehalten hatte. Die Abenteuerlust war ihr ins Blut gefahren – und der Sherry ihr vielleicht ein wenig in den Kopf gestiegen. Sie war zu allem bereit.

Allein zu wissen, dass es solch freundliche Menschen wie Miss LaFosse auf der Welt gab, erfüllte Miss Pettigrew mit überschäumender Freude.

Und wie sie sprachen! Niemals hatte sie dergleichen gehört. Diese unglaubliche Sprunghaftigkeit! Jeder Satz von ihnen stieg ihr zu Kopf wie ein Cocktail.

Das geborgte Kleid schenkte ihr ein Gefühl von Bedeutsamkeit. Unwillkürlich bewegte sie sich mit einem neuen Anstrich von Würde. Der reiche schwarze Samt zwang förmlich zu majestätischem Auftreten.

»Oh!«, dachte sie verzückt. »Könnte ich doch in dieser Nacht sterben, bevor ich aus dem Traum erwache.«

Charaktere

Miss Guinevere Pettigrew: Sie ist etwa Mitte 40 und kennt nur Entsagungen. Sie steht eigentlich kurz vor dem Hungertod und der Obdachlosigkeit. Die Arbeitsvermittlung ist ihre letzte Chance auf Leben. Und das Schicksal erbarmt sich ihrer. Sie mausert sich von einem hässlichen Entlein zu einem hübschen Schwan. Und überfällt die Gesellschaft mit ihrem starken Charme und Charakter:

Delysia LaFosse – Bei ihr meldet sich Miss Pettigrew auf ein Stellengesuch als Kindermädchen und Gouvernante. Sie hätte niemals gedacht, dass eigentlich Miss LaFosse die Hilfe benötigt. Miss LaFosse ist so schillernd und glänzend, sie blendet Miss Pettigrew mit ihrem Auftreten. Sie wird ihr grösster Fan. Nichts kann sie verkehrt machen. Allerdings hat sie etwas Probleme mit Männern. Als Miss Pettigrew erscheint, hilft sie ihr gerade einen One-Night-Stand los zu werden. Denn sie ist die Geliebte eines Brutalen Mannes, der sie nur besitzen will. Und ein weiterer Mann buhlt um sie. Also sie hat wirklich Hilfe nötig

Phil – Miss LaFosse Liebelei. Auch von ihm ist Miss Pettigrew angetan. Er ist so locker und lässig. Aber er stört. Er muss weg und darum kümmert sie sich.

Michael – ein Verehrer von Miss LaFosse. Er möchte sie sogar heiraten. Aber sie ist sich nicht sicher ob sie so ein Leben führen will. Ehefrau – das könnte Langweilig werden. Und ein netter Mann, hat sie das verdient?

Nick – Ihm gehört die Wohnung in der Miss LaFosse wohnt und auch sie gehört ihm. Er ist gewalttätig und angsteinflössend. Aber Miss LaFosse schafft es nicht sich loszulösen. Sie verfällt ihm immer wieder. Vielleicht schafft sie es mit Hilfe von Miss Pettigrew.

Edythe – Miss LaFosse beste Freundin und nicht weniger schillernd. Sehr dramatisch ist ihr Auftreten. Sie hat nämlich Liebeskummer. Sie ist die Besitzerin eines gut gehenden Schönheitssalon. Mit ihrer Hilfe wird ein Schwan aus Miss Pettigrew.

Tony: Er ist Edythes Herzschmerz. Er hat sie verlassen. Wie soll sie das überleben? Kann ihr Miss Pettigrew helfen?

Joe – ein Galanter Gentlemen in Miss Pettigrews Alter – allerdings mit einer deutlich jüngeren Frau an seiner Seite. Ein sehr netter Mann, der so einige Fäden ziehen kann. Wird er mehr in Miss Pettigrew sehen?

Fakten zu Buch und Autorin:

Watson, Winifred wurde 1906 geboren. Sie arbeitete als Sekretärin und als sie 1936 heiratete, widmete sie sich voll dem Schreiben. 1938 veröffentlichte sie Miss Pettigrew, das sofort zu einem Bestseller wurde. 2002 verstarb sie im Alter von 95 Jahren. Bis dahin hatte sie sechs Bücher veröffentlicht. Ihre Meinung: Es gibt nur sechs wichtige Dinge im Leben, über die es zu schreiben lohnt. Und danach ist alles gesagt.(Quelle)

Hoffman, Alice – Im Hexenhaus

Autor: Hoffman, Alice
Titel: Im Hexenhaus
Verlag: Goldmann
Übersetzung: Elke vom Scheidt
Erscheinungsdatum: 1997
Seitenanzahl Printbuch: 320 Seiten
Genre: Mystery, Drama
Zeitraum 24.07.19-03.08.19
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 3442439450
Bereits gelesene Bücher der Autoren 

Klappentext 
Sally und Gillian sind so verschieden wie Tag und Nacht. Während die eine alles vernünftig angeht, lebt Gillian sorglos in den Tag hinein.
Unbekümmert läßt sie als junge Frau ihre Verehrer genauso im Stich wie die Schwester, die allein in dem alten Haus an der Magnolia Street zurückbleibt.Mit den schwarzen Katzen, dem verwunschenen Garten und den beiden alten Tanten, die in der ganzen Stadt als Hexen verrufen sind.
Und doch holen sich viele Frauen bei ihnen Rat in Sachen Liebe.
Kein Wunder, daß Sally später ihr Herz bewußt vor jeder Laune der Leidenschft verschließt.
Zu sehr hat sie als Kind schon miterleben müssen, wie die Liebe manchen Frauen um Herz und Verstand gebracht hat.
Dann steht eines Tages Gillian wieder vor ihrer Tür, mit drei gescheiterten Ehen hinter sich und einem nichtsnutzigen Liebhaber Jimmy im Auto.
Und der ist tot….

Meine Zusammenfassung

Gilian und Sally leben nach dem Unfalltod ihrer Eltern bei den seltsamen Tanten. In der Schule werden sie gehänselt und gemieden und auch als erwachsene Frauen haben sie es nicht leicht. Gillian war schon immer die heissblütigere von beiden und irgendwann klettert sie aus dem Fenster und ist für Jahre verschwunden. Einziges Lebenszeichen: ab und an eine Postkarte. Sally ist immer schon die zurückhaltende gewesen. Sie hilft im Haushalt und den Tanten. Sie hat eine Abneigung den Frauen gegenüber, die heimlich zur Hintertür kommen um einen Liebeszauber zu erbetteln. Sie will niemals lieben. Aber es kommt wie es kommen muss – auch sie bleibt von der Liebe nicht verschont. Michael ist der Mann ihres Lebens. Mit ihm taut sie auf und das Leben hat einen Sinn. Sie bekommen zwei Töchter. Aber es gibt einen Fluch – den Totenuhrkäfer. Wenn er klopft wird jemand geliebtes sterben. Für Sally bricht die Welt zusammen. Auch sie verlässt die Tanten mit ihren Töchtern und baut sich ein neues Leben auf. Fern von der Vergangenheit gliedert sie sich in die Gesellschaft ein. Typische Elternprobleme mit den Kindern und Schulfeste. Doch eines Tages steht Gilian vor der Tür und der Alptraum beginnt von neuem.

Meine Meinung

Das Buch ist doch etwas anders, als ich es erwartet hatte. Vielleicht etwas zu umfangreich. Der Film dazu – Practial Magic – fasst hier wirklich das wichtigste zusammen und ist auch recht witzig. Das Buch ist eher dramatisch und düster. Von der Magie bekommt man immer mal was mit. Hellsichtigkeit und die Zauber – aber sie sind nicht unbedingt der Hauptbestandteil. Es geht sehr viel um Sally und ihr Gemütszustand, als alleinerziehende Mutter, die die Gefühle verschlossen hält. Worunter auch ihre Töchter leiden. Sie sind zickig und machen es Sally auch nicht gerade leicht. Wie einfach ist da Gilians Leben dagegen, denkt man. Sie lebt in den Tag hinein und geniesst in vollen zügen. Aber ist es auch so? So manchmal sehnt sie sich doch nach etwas festem. Geborgenheit.

Das Buch war schon nicht schlecht – dramatisch, düster und geheimnisvoll – aber ich glaube hier gefällt mir tatsächlich der Film etwas besser.

Schreibstil: Der Stil ist gut und einfach zu lesen.

Figuren: Mit Sally kann man nicht richtig warm werden. Sie ist durch ihre Verschlossenheit immer etwas unsympathisch. Gilian dagegen – sie ist offen, aber auch einfach ein Wirbelwind. Die Tanten – sie bleiben eher etwas blass, da man nur immer mal wieder etwas von ihnen erfährt. Sie hätte ich gerne bisschen mehr kennen gelernt.

Atmosphäre und Spannung: Es kommt eine gewisse Spannung auf, durch den Tot an Jimmy und wie die Schwestern damit umgehen. Die Atmosphäre ist oft sehr düster, da Sally auch oft düstere Emotionen verbreitet.

Fazit

Das Buch lies sich wirklich gut lesen und hat mir auch recht gut gefallen. Allerdings fand ich die Stimmung leider oft zu düster. Mir fehlte etwas das kecke, das im Film vermittelt wird. Das ist wahrscheinlich auch der Krux. Da man den Film eher als Komödie sieht, wirkt das Buch noch düsterer. Wenn ihr es mal in die Hände bekommt ist es nicht verkehrt es zu lesen. Aber im Grossen und Ganzen hat man mit dem Film doch mehr Spass.

Zitate

Schwierigkeiten sind schließlich genau wie die Liebe; sie kommen unangemeldet und übernehmen die Macht, ehe man die Chance hatte, sich alles noch einmal gut zu überlegen.

»Die Arbeit ruft«, sagt Scott zerknirscht. »Sie ist eine Hölle, für die man bezahlt wird.«

Gillian war so verliebt, daß alle Butter im Haus dauernd schmolz, so wie sie es immer tut, wenn Liebe im
Spiel ist

Charaktere

Gillian – sie ist die jüngere der beiden. Immer hübsch und beliebt. Selbst der Ruf, den die Familie als Hexen haben, lassen die Jungs nicht von ihr abkommen. Sie ist ein Wildfang und will alles erleben. Sie bricht irgendwann aus und verlässt heimlich die Tanten um Jahre später mit einem tödlichen Problem wieder zu kommen

Sally – sie ist die ältere. Immer ein bisschen eine graue Maus und introvertiert. Sie ist zu nüchtern um alles zu glauben. Auch verachtet sie die Frauen, die unbedingt die Liebe durch einen Zauber halten wollen. Sie will so etwas nie erleben. Aber als es passierte, zieht es ihr den Boden unter den Füssen weg. Dies prägt sie und den Umgang mit ihren Töchtern. Ihre nach aussen getragene Emotionslosigkeit macht den Mädchen zu schaffen

Michael – er ist es der Sally an die Liebe glauben lässt. Mit ihm hat sie die beste Zeit ihres Lebens.

Antonia – die ältere Tochter. Sie ist in der Teenagerphase und hasst ihre Mutter und ihr Leben. Beide Mädchen wären lieber bei den Tanten. Sie schlägt eher nach Gillian. Ein schlimmes Erlebnis, lässt sie allerdings Sally wieder näher kommen

Kylie – sie ist was besonderes. Sie hat eine gewisse Feinfühligkeit und sieht auch manches. Sehr aufmerksam und lieb. Aber auch sie bräuchte etwas mehr gezeigte Liebe von Sally.

Jimmy – Gillian hatte nie ein glückliches Händchen für Männer – aber dieser hier ist besonders schlimm. Er schlägt sie. Er betrügt sie und ist in vielen illegalen Dingen verwickelt. Und er ist tot. Allerdings gibt er keine richtige Ruhe in seinem Grab

Scott – er lebt schon immer dort. Und er liebt Gillian. Ein ganz lieber Kerl, der es wirklich schafft Gillian zu beruhigen

Gary – er ist auf der Suche nach Jimmy und trifft dabei auf die Schwestern. Er mag Sally sehr und schafft es die ganze Sache gerade zu biegen. Er könnte Sally wieder am Leben teilhaben lassen.

Tante Frances und Tante Bridget – meiner Meinung nach ein bisschen zu selten aktiv aufgetaucht. Man erfährt zwar schon ein bisschen von ihnen, aber sie bleiben doch immer nur im Hintergrund.