Leino, Marko – Wunder einer Winternacht – Die Weihnachtsgeschichte

Leino, Marko – Wunder einer Winternacht

Autor: Leino, Marko
Titel: Wunder einer Winternacht
Verlag: rowohlt
Erscheinungsdatum: 02.11.2009
Seitenanzahl Printbuch:288 Seiten
Genre: Weihnachten, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 26.11.17-03.12.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Buchweltreise Challenge – Finnland

Klappentext:

DIE WAHRE GESCHICHTE VOM WEIHNACHTSMANN
Hoch oben im Norden lebt der kleine Nikolas. Als er durch einen tragischen Unfall zur
Waise wird, nimmt das ganze Dorf sich seiner an. Ein Jahr lang darf Nikolas bei jeder Familie bleiben. Wenn der Weihnachtsabend naht, muss er weiterziehen.
Voller Dankbarkeit schnitzt Nikolas Jahr für Jahr Geschenke für «seine» Familie. Als er zum bösartigen Tischlermeister Lisakki in die Lehre kommt, scheint sein Glück vorbei.
Der bärbeißige alte Mann hasst Kinder …

Zum Inhalt Spoiler

Nikolas verliert bei einem Unfall seine Eltern und seine kleine Schwester Ada. Jetzt als Waise kümmert sich die Dorfgemeinschaft um ihn. Da die Gemeinde sehr arm ist, teilen sie sich das Sorgerecht von Nikolas. Jede Familie ist bereit ihn ein Jahr zu sich zu nehmen. Der Stichtag ist jedesmal der Heilige Abend. Anfangs ist Nikolas so in seiner Trauer gefangen, dass er kein Anteil am Familienleben nimmt. Er ist fleissig und aufmerksam aber nicht aufgeschlossen. Bis eines Tages ein Unfall mit dem Sohn der ersten Familie ihn selbst von seiner Trauer befreit. Er erkennt, dass es weiter gehen muss. Zum Dank schnitzt er für die Kinder jeder Familie Spielzeug. Und auch eins für seine kleine Schwester Ada, das er dem Meer übergibt. Die Jahre vergehen und das Dorf hat schwere Verluste beim Fischfang erlitten. Keine Familie ist in der Lage Nikolas bei sich auf zu nehmen. Zu der Zeit ist der Tischler Lisakki in dem Dorf und erkennt Nikolas Talent. Er nimmt ihn für ein Jahr bei sich auf. Anfangs ist das Leben noch unangenehm. Aber nach und nach tauen beide auf. Nikolas schnitzt weiterhin die Spielsachen für die Kinder und am Weihnachtsabend bringt er sie aus. Er bleibt bei Lisakki. Seine Priorität liegt jetzt im Spielzeugherstellen. Sein Ziel ist es den Menschen zu zeigen wie schön das Schenken sein kann.

Meinung:

Ich habe einige verschiedene Meinungen zu dem Buch gehört. Betrachtet man die Rezis bei Amazon kann man schon sehen, die meisten mögen das Buch. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Leino erst das Drehbuch zu dem Film und dann das Buch geschrieben. Der Schreibstil ist angenehm und warm. Man fühlt sich sehr wohl in dem Buch. Es ist interessant, wie der Autor, Nikolaus entstehen lässt. Die Rentiere und das sie fliegen können und auch wie er an das rote Kostüm kommt (wobei man da ja eigentlich weiss, dass es Coca Cola war…oder vielleicht doch nicht?). Ich finde es ziemlich gut durchdacht und sogar teilweise recht logisch. Man lernt auch Nikolas als Mensch kennen. Seine Gefühle und Zerissenheit – aber auch seine Liebe zu Weihnachten und das Beschenken der Kinder.

Die Geschichte von Nikolas wird hier als Sage von einem Grossvater an seine Enkel weiter gegeben.

Fazit

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es allen Weihnachtsfans empfehlen. Es ist Anfangs sehr traurig, wird aber nach und nach immer freudiger. Das ist definitiv ein Buch für die Kuscheldecke, Plätzchen und Milch.

Zitate:

Jeder Mensch hat in seinem Innern Flügel. Man muss sie nur finden.

Das Schicksal hat viele Gesichter, und es wählt willkürlich und oft ungerecht aus.

Iisakki sah ihn an. Wieder traten ihm Tränen in die Augen.
«Bei diesem Wind tränen einem aber auch andauernd die Augen», stammelte er

Nun kommt schon her, ihr Rentiere. Ren, Ren, Ren …»

Es ist ziemlich eilig!»
«Nein, da irrst du dich, ich habe es nicht eilig», sagte Meeri und schüttelte den Kopf. «Wie kommst du darauf?»

«Je weniger die Menschen wissen, desto mehr können sie glauben», sagte er. Nachdem er den Worten eine Weile nachgelauscht hatte, fügte er hinzu: «Und je mehr die Menschen glauben, desto weniger zweifeln sie.»

Es lohnt sich nicht, über Dinge nachzudenken, die man mit dem Verstand nicht erklären kann. Vom Grübeln werden sie auch nicht verständlicher.»

Charaktere:

Ossi und Tommi – Geschwister in der Gegenwart. Sie finden im Meer eine kleine Schatulle in der ein Hinweis auf Ada und Nikolas ist.

Grossvater – von Ossi und Tommi – er erzählt ihnen die Sage um Nikolas

Nikolas – Ihn trifft ein schweres Schicksal. Er verliert seine gesamte Familie bei einem Unfall und muss jedes Jahr in eine neue Familie. Aber er findet doch noch sein Glück

Oula – Nikolas zweiter Name, den er später annimmt um nicht mit dem schenkenden in Verbindung gebracht zu werden

Ada – sie ist Nikolas kleine Schwester – ihre Leiche wurde nie gefunden, deswegen meint er, dass sie eine Seejungfrau geworden ist – jedes Weihnachten bringt er ihr ein Geschenk.

Einari  Nikolas Vater

Alexandra – Nikolas Mutter

Hannes und Heino sind die beiden Männer aus dem Dorf, die Nikolas die schlimme Nachricht überbringen und ihn mitnehmen

Witwe Meeri – bei ihr kommt Nikolas die erste Nacht unter – sie ist eine sehr arme Näherin, die ihn leider nicht für immer nehmen kann. Später näht sie ihm sein Kostüm

Iisakki – der Tischler, der Nikolas bei sich aufnimmt, als es keiner im Dorf mehr machen kann. Die beiden entwickeln eine Vater-Sohn-Beziehung

Eemeli – Ihn rettet Nikolas vor dem Ertrinken – sie werden die besten Freunde

Elsa  Eemelis Ehefrau

Knips, Pips, Schnips, Grips – die Rentiere

Ada  – Eemeli und Elsa nennen ihre Tochter nach ihr – Ada ist eine ganz vorwitzige kleine Dame. Sie wird Nikolas kleine Gehilfin und beste Freundin

Mikko – er verehrt Ada und heiratet sie später – er wird dann auch eingeweiht.

 

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Fedorovna, Tatana – Hexen Kuss 03 – Herzklopfen

Fedorovna, Tatana – Hexen Kuss 03 – Herzklopfen

Autor: Fedorovna, Tatana
Titel: Herzklopfen
Verlag: Self Publisher
Erscheinungsdatum: 2015
Seitenanzahl Printbuch: 160 Seiten
Genre: Horror, Mystery, Vampire, Werwölfe, Hexen.
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 06.10.17-08.10.17
Band einer Reihe: Ja – Hexen Kuss
Challenge: Buchweltreise Challenge, Halloween Challenge

Klappentext:

Ist man verrückt, wenn man glaubt, ein anderer zu sein?Vielleicht schon, wenn man denkt, dass die Freundin eine Junghexe ist, sich selbst für einen Halbvampir hält und glaubt, dass es wirklich Werwölfe gibt. Welche Rolle spielt die uralte Galina? Vergangenheit und Gegenwart liegen manchmal dichter beieinander als man glaubt. Der letzte Teil der beliebten Reihe bietet so manche Überraschung.

 

Alex erfährt immer mehr aus seiner Vergangenheit. Der Witz, der in Band 1 und 2 noch vorhanden war ist hier nun weg. Sprachlich merkt man schon einen kleinen Fortschritt. Es wirkt runder und nicht mehr so holprig. Aber auch hier werden noch bisschen viel Wiederholungen eingebracht. Das Buch ist aber schon sehr spannend aufgebaut.  Es gibt einige Fäden aus dem ersten Sammelband werden hier teilweise aufgenommen oder auch ganz fallen gelassen. Das finde ich etwas oberflächlich. Aber die Idee finde ich weiterhin gut und es scheint, dass die Autorin auch so langsam weiss in welche Richtung das ganze gehen soll. Es gibt neue Erkenntnisse zu Alex und seinem Leben – man erfährt was ihm geschehen ist. Bella wird nach Sibirien entführt und Alex folgt ihr um sie zu retten. Dort trifft er auf die geheimnisvolle Galina. Wie sind die beiden verbandelt. Man weiss es natürlich beim Lesen schon. Bella erlebt einen tiefen Verrat und soll verheiratet werden. Denn dadurch kann das Ritual aus dem ersten Band nicht mehr gebrochen werden. Es wird hier also noch ziemlich spannend. Das hat auch richtig Spass gemacht zu lesen.

Was allerdings total daneben ging – das Ende. Hier fehlt mir einfach eine runde Auflösung. Es ist so in etwa wie BlablablablablaENDE. Es gibt noch zuviel, das nicht geklärt ist. Das hat mir so gar nicht gefallen und mich fast davon abgehalten noch das Prequel zu lesen.

Jetzt ist es ja so, dass ich die Bände alle einzeln habe und bei dem Sammelband ein Vermerk ist – es gibt neue Szenen – vielleicht hat sie da einiges ausgebügelt und ergänzt. Tja – da ich aber nicht noch mal kaufen wollte, werde ich das wohl nicht erfahren.

Fazit:

Es gibt in diesem Band einiges, das mir nicht so gefallen hat, aber die meiste Zeit hatte ich wirklich Spass es zu lesen. Es war spannend und auch manchmal witzig. Das Ende allerdings hat hier wenigstens 2 Punkte Abzug gebracht. Denn das war daneben. Ich weiss jetzt hier also nicht – kann ich es empfehlen oder nicht? Meine Variante, als Einzelbände, eher nicht – das Sammelband wird besser ausgearbeitet sein, da es 2017 erschienen ist mit Szenenergänzung.

Rezi Sammelband 1+2

Jacobs, Anne – Tuchvilla Saga 03 – Das Erbe der Tuchvilla

Jacobs, Anne – Tuchvilla Saga 03 – Das Erbe der Tuchvilla

Autor: Jacobs, Anne
Titel: Tuchvilla Saga 03 – Das Erbe der Tuchvilla
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 19. Dezember 2016
Seitenanzahl Printbuch: 673 Seiten
Genre: Historischer Roman
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 07.09.17 – 24.09.17
Band einer Reihe: Ja – Tuchvilla Saga
Challenge: Serienkiller Challenge, Buchweltreise Challenge, Find the Cover Challenge

Worum es geht – Der Krieg ist vorbei und die Inflation setzt allen stark zu. Aber der Aufschwung kommt und so langsam erholt sich die Wirtschaft wieder. Marie macht sich mit einem Modeatelier selbständig – das belastet das Familienleben. Eine Ehekrise steht bevor – aber nicht nur wegen der Selbständigkeit. Eine unliebsame Person stört ungemein und ein Familienskandal steht bevor. Und ein Mord geschieht.

Wann: 1920

Wo: Augsburg

Klappentext: Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet.

Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …

Zum Inhalt: (Spoiler) Paul ist wieder da und übernimmt die Führung der Tuchvilla. Von Klippstein ist sein Partner. Um seiner Marie eine Freude zu machen hat er ihr einen Laden gemietet, in dem sie ein kleines Modeatelier zu eröffnen. Sie ist damit so erfolgreich, dass sie immer mehr Zeit dort verbringen muss. Darunter leidet das Familienleben. Deswegen wird eine Kinderfrau eingestellt. Serafina – eine alte Freundin von Elisabeth und eine alte Bewunderin von Paul. Sie ist mittlerweile verwitwet und durch die Inflation verarmt. Ein Schicksal, das viele ereilt hat. Serafina ist absolut ungeeignet als Kinderfrau – sie schikaniert die Kinder. Kitty hat kurzer Hand die Schnauze voll und zieht in die Frauenthorstrasse zu ihrer Schwiegermutter. Kitty ist mittlerweile auch verwitwet und ihre kleine Tochter – Henny – ist wirklich nervig – eine kleine hübsche Puppe der niemand was abschlagen kann – aber auch total anstrengend. Im Gegensatz zu Dodo und Leo – Die Kinder von Marie und Paul.Dodo ist ein Wildfang – sie interessiert sich unheimlich für Maschinen, Flieger und alles mit Motoren. Leo dagegen nicht – er ist Musiker – ein Genie, der alles in Klängen hört. Er ist ein begnadeter Klavierspieler. Sehr zum Missfallen seines Vaters, der Leo gerne der Firma näher bringen will. Auch für Marie wird Serafina unerträglich. Hinzu kommt noch, dass Bilder ihrer verstorbenen Mutter auftauchten – auch Akte. Paul lehnt es ab, dazu zu stehen – das ist der endgültige Bruch  – Marie zieht aus. Aber das belastet sie natürlich stark. Paul hat sich schwer verändert. Nicht mehr der unbekümmerte Junge sondern ein verknasteter Fabrikunternehmer. Steif und verbohrt. Das kostet ihn fast seine Familie. Elizabeth – die arme sitzt in Pommern fest und verzehrt sich nach ihrem Sebastian. Ihr Ehegatte vergnügt sich mittlerweile mit allen anderen Frauen und schwängert eine. Aber auch Lisa hat ihr Glück – einmalig – nicht ohne Folgen – endlich wird sie Schwanger. Nicht nur dass – sie lässt sich auch scheiden. Der erste Skandal in der Tuchvilla – der nächste ist die Ausstellung der Bilder von Maries Mutter. Aber natürlich hat man auch einen Einblick in die Angestellten der Tuchvilla. Hier ist die Hauptperson Auguste und ihre Gärtnerei. Aber am Ende wird alles gut – Ein grosses Happy End für die Familie Melzer.

Die Handlung wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Leo, Auguste, Marie, Paul, Lisa, aus deren Sichten wird alles berichtet. Was ich immer mal wieder interessant geschrieben fand war, dass man manchmal Geschehnisse nur durch Gerüchte der Angestellten erfahren hat. Das fand ich sehr amüsant. So real. Wir befinden uns im Umbruch – die Frau hat immer noch  nichts zu sagen. Sie ist immer noch das Eigentum des Mannes – sie darf kein eigenes Geld verdienen – kein Geschäft alleine aufbauen. Wenn man Alleinstehend und Verwitwet ist, ist das natürlich kein Problem. Mittlerweile darf man sich auch scheiden lassen. Die Mode wird freier. Knöchel werden gezeigt. Frauen fahren Auto. Serafina ist hier der Hasscharakter – sie ist überall präsent. Die Angestellten hassen sie, die Kinder hassen sie. Die einzige, bei der sie ankommt ist die Mutter von Paul. Dort nimmt sie schon fast den Platz einer Familienangehörigen an – nicht einer Angestellten. Erst Lisa weisst sie in ihre Schranken. Bis dahin hat man schon oft genug den Kopf ärgerlich geschüttelt. Auch über Paul kann man oft nur den Kopf schütteln. Er hat sich so verändert. Er ist nicht mehr der liebevolle Ehemann. Er ist stur und hat so kein Blick für seine Kinder. Er unterdrückt seinen Sohn Leo, der ein aussergewöhnliches Talent für Musik hat. Paul ärgert sich darüber, dass Leo sich in der Fima die Ohren zuhält, da es zu laut ist. Ein Junge, sollte ein Mann werden. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, man taucht schnell. Was auch der
Atmosphäre geschuldet ist. Ich habe die ersten Zeilen gelesen und es war, als wäre ich durch das grosse Eingangstor der Villa eingetreten, hätte mich an den Kamin gesetzt und alles von ferne betrachtet. Es ist ein absoluter Wohlfühlroman. Trotz der ganzen Familienkrisen und Ärgernisse, fühlt man sich einfach nur wohl in diesem Haus. Es ist sogar noch Spannung dabei – man will wissen, was aus der Familie wird, raffen sie sich zusammen, werden die Zwistikeiten beigelegt? Finden die Liebenden zusammen? Und ein Mord – es geschieht ein hinterlistiger Mord – wer war es?

Fazit:

Ich denke die Autorin kann den Vergleich zu Downton Abbey nicht mehr hören – aber es geht nicht anders, um es den Fans nahe zu bringen. Denn – wer Downton liebt, wird auch diese Saga lieben. Es spielt zur selben Zeit und muss sich ja auch mit den Zwängen der Gesellschaft ausseinander setzen. Krieg, Intrigen, Familienskandale – alles da. Es ist wie sich in eine Decke hüllen und wohlfühlen. Trotz der ganzen Krisen – einfach nur toll. Ein schöner runder Abschluss der Reihe. Ein Highlight des Jahres.

Zitate

»Das ist die neue Zeit«, knurrte Fanny Brunnenmayer. »Da gibt’s keine Angestellten mehr, Julius. Da schält die Herrschaft die Kartoffeln selber.«

Das ausgekochte Rindfleisch war für einen Eintopf gedacht, der für die Angestellten bestimmt war. Den Gästen wurde gefüllter Schweinebauch mit Rotkohl kredenzt

»Geht es dir wieder gut, Else?«, fragte er höflich.
»Freiliff. Dankschön, daff du fragft, Leo. Ef geht schon wieder …«
Er sah sie forschend an, weil er die Worte nicht gleich verstand. Das kam wohl daher, dass ihr ein paar Zähne fehlten. Nun ja – die würden bald nachwachsen. Ihm waren auch schon zwei Milchzähne ausgefallen, und darunter kamen jetzt die neuen heraus.

Wenn Marie das Geld fehlte, die Kinder anständig zu versorgen und zu kleiden, würde er bald eine Handhabe besitzen, Leo und Dodo zurück in die Tuchvilla zu schaffen. Dann würde auch Marie einsehen, dass er als der Mann in der stärkeren Position war.

So war das eben, auch die reichen Leute hatten mal Pech. Der liebe Gott war halt doch gerecht.

Wer arm war, der blieb auch arm, da konnte man sich auf den Kopf stellen – so war das.

Es lag Hass in der Luft. Verzweiflung. Rache. Triumph. Wut. Trauer. Unzählige Tragödien hingen in den muffigen Vorhängen. Die hölzerne Wandverkleidung hatte sich damit vollgesogen.

Verflixt! Es war nicht gerade einfach, einer so widerspenstigen Person zu sagen, wie sehr man sie liebte

»Notlügen« waren bei Erwachsenen nämlich erlaubt. Bei Kindern nicht. Kinder durften überhaupt nie lügen.

»Das Leben ist ein Spiel, und das Schicksal mischt die Karten. Die kann man nicht austauschen, und schummeln geht auch nicht – man muss nehmen, was man bekommt.«

Charaktere

Leo – Einer der Zwillinge und der musikalisch begabte Sohn von Marie und Paul. Ein sehr nachdenklicher und ruhiger Knabe, der leider schwer darunter leidet, es seinem Vater nicht recht machen zu können

Dodo *Dorothea* – die Zwillingsschwester von Leo – ein Wildfang und Technik Interessiert – sie will mal Fliegerin werden. Und sie interessiert sich auch für die Maschinen der Tuchvilla – hier hätte Paul seine Nachfolgerin – aber hier sieht es noch keiner.

Henny – die Tochter von Kitty – und auch genauso extravagant. Ein Schleckermaul – sie ist ständig am Naschen. Sie ist vorlaut und auch egoistisch. Am liebsten alles für sie und um sie. Sie hat zwar Respekt vor ihrer Mutter – aber ansonsten ist das eher schwach ausgebildet.

Walter – Leos bester Freund und Musik Kumpel.Seine Mutter gibt Leo Klavierunterricht

Julius – Ein Diener aus der Tuchvilla – er ist in einem adligen Haus ausgebildet worden und landet wegen falscher Beschuldigung im Gefängnis.

Humbert – Ihn hat man im zweiten Teil kennen gelernt. Ein Angestellter der Tuchvilla, der im Krieg einiges mitgemacht hat und unter PTBS leidet. Eine Schauspielkarriere in Berlin geht deswegen auch den Bach runter und er kommt zurück

Hannah – Sie geht mit Marie zu Kitty und soll als Näherin ausgebildet werden – das liegt ihr so gar nicht. Sie ist eher die Schafferin.

Dörthe – Ein Tolpatsch wie aus dem Buch – aber geschickt im Gärtnern – Lisa hat sie aus Pommern mitgebracht

Frau Brunnenmayer – Die Seele des Hauses – die Köchin. Sie ist schon so lange in der Tuchvilla – da kann sie auch mal etwas den Mund aufmachen.

Alicia Melzer – Die Mutter von Paul, Kitty und Lisa – sie leidet sehr stark unter Migräne, was sie auch ständig als Ausrede nimmt um bemuttert zu werden. Sie leidet sehr darunter, dass die Kinder aus der Tuchvilla verschwunden sind und heftet sich an Serafina.

Ernst von Klippstein – Ein Kriegskollege von Paul, der als Partner in die Tuchvilla eingestiegen ist. Er ist schon immer in Marie verliebt gewesen. Aber sie ist unerreichbar für ihn. Er macht Tilly einen Antrag

Tilly – Kittys Schwägerin. Sie hat ihre grosse Liebe im Krieg verloren. Aber sie ist eine tapfere Frau, die als eine der wenigen Frauen Medizin studiert – sie hat eine Nebenrolle.

Kitty – die Extravagante Künstlerin. Aufgedreht und immer am plappern. Aber so sympathisch. Sie will, dass alles harmonisch läuft.

Johann Melzer – Der Verstorbene Vater von Paul, Kitty und Lisa – Lisa nennt ihren Sohn nach ihm.

Else – Neben der Köchin, die am längsten beschäftigte Angestellte der Tuchvilla. Sie ist das Stubenmädchen

Gustav – der ehemalige Gärtner der Tuchvilla – im Krieg hat er ein Bein verloren und das macht ihm etwas zu schaffen – ebenfalls kommen sie kaum auf einen grünen Zweig, nach dem Krieg. Er ist eher ein einfaches Gemüt und ruhig.

Auguste – die Ehefrau vom Gustav und Teilzeit in der Villa beschäftigt. Sie geht einen Pakt mit Maria Jordan ein um ein Gewächshaus zu erbauen. Damit sie endlich aus dem tief heraus kommen

Maria Jordan – Die ehemalige Kammerzofe – sie wurde von Marie verdrängt und ist deswegen immer noch sauer. Aber sie kommt trotzdem immer mal wieder die Angestellten besuchen. Sie hat ein Näschen für das Geschäftliche. Sie hat sich durch die Inflation zwei Häuser kaufen können. Da macht sie einiges an Geld. Deswegen kann sie Auguste auch einen Kredit geben. Leider geht es nicht gut aus.

Paul – er hat sich stark verändert. Der Krieg hat einige verändert. Paul entwickelt seinen Charakter nach seinem Vater. Nur am meckern. Er ist unzufrieden mit seinem Sohn und unterdrückt ihn immer wieder. Er ist der Mann im Haus und das zeigt er auch. Dadurch verliert er fast seine Familie

Marie – ist eine erfolgreiche Modedesignerin geworden. Allerdings ist sie unglücklich. Paul erkennt ihre Vergangenheit – ihre Vorfahren nicht an. Das macht ihr sehr zu schaffen.

Lisa – immer auf der Schattenseite der Familie. Sie fühlt sich hässlich und ungeliebt. Ihr Mann hatte im Krieg eine schwere Verletzung erlitten und sie kümmert sich darum. Sie ziehen aufs Land. Aber sie ist unglücklich in den Bibliothekar verliebt. Eine einzige Liaison bleibt nicht ohne Folgen – sie ist mehr als Glücklich, da ihre Ehe Kinderlos blieb.

Sebastian – war in der Räterepublik – gegen die Regierung. Nach dem Krieg findet er Anstellung als Lehrer und Bibliothekar bei Lisa. Er liebt sie. Aber solange sie verheiratet ist will er nichts beginnen. Ein schwacher Moment verändert alles und er verlässt sie.

 

Yarbro, Chelsea Quinn – Hotel Transylvania

Yarbro, Chelsea Quinn – Hotel Transylvania

Autor: Yarbro, Chelsea Quinn
Titel: Hotel Transylvania
Verlag: Festa Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2003
Seitenanzahl Printbuch: 352 Seiten
Genre: Horror, Vampire
Gelesen als: Taschenbuch
Zeitraum 27.07.17-10.08.17
Band einer Reihe: Ja – Saint Germain Reihe – im englischen gibt es ziemlich viel Bände mit Kurzgeschichten – im deutschen leider nur noch den 2.Teil Palast der Vampire

Challenge: Find the Cover Challenge, BuchWeltreise Challenge

Wann: 1743
Wo: Paris – Frankreich

Klappentext

Im Paris des Jahres 1743 gerät der Vampir Saint-Germain in eine Verschwörung mörderischer Satanisten. Obwohl es für Seinesgleichen gesünder ist, einer Entdeckung tunlichst aus dem Weg zu gehen, entspinnt sich zwischen dem Vampir, seinen skurrilen Verbündeten und den Teufelsanbetern ein mörderischer Kampf, den kaum jemand überleben wird… – Unterhaltsame Mischung aus Historien- und Horrorroman, erster Band einer inzwischen lang laufenden Serie; recht akkurat in, aber nicht besessen von der Darstellung des Zeitgenössischen, das Schwergewicht auf das Katz-und-Maus-Spiel lebendig und gestalteter Figuren legend, zurückhaltend im Schrecken, aber ohne Furcht vor drastischen Szenen.

Zum Inhalt: (Spoiler)Da ich vorher ein etwas moderneres Buch in der Wortwahl las, hatte ich erst etwas Schwierigkeiten mit der Umstellung. Aber das kam dann. Die Geschichte spielt im 18. Jhd. und dementsprechend hat die Autorin auch die Ausdrucksweise übernommen. Dieses überhöfliche und schleimende gesäusel der Etikette aus hohen Kreisen. Es war amüsant zu lesen und man hat über die kriecherische Art oft schmunzeln können.

Mit hat das Buch richtig gut gefallen. Was man hier aber nicht erwarten darf und kann – Vampirismus. Der Vampirfaktor in dieser Geschichte bewegt sich vielleicht bei 2-3%. Das Hauptaugenmerk wird auf den satanischen Zirkel geworfen. Die Mitglieder dort opfern Jungfrauen um in der Macht zu steigen. Dabei werden die Jungfrauen bis zum Verlust des Verstandes geschändet und gefoltert. Madeleine ist ein besonderes Opfer – schon vor ihrer Geburt dem Zirkel versprochen, muss sie bis zum Mittsonnenwende geopfert werden.

Madeleine ist ein bezauberndes Geschöpf. Im Kloster von Nonnen erzogen zu einer perfekten jungen Frau. Sie wird von ihrem Vater zur Einführung in die Gesellschaft und Verehelichung nach Paris, zu ihrer Tante geschickt. Aber die jungen Männer, die um sie Buhlen sprechen sie nicht an.

Saint Germain ist ein faszinierender Mann. Es ranken einige Gerüchte um ihn, aber nie ein Skandal. Er ist hier etwa Mitte 40 und sehr bewandert. Er spricht mehrere Sprachen, musiziert und schreibt auch Musikstücke wie kleine Opern. Madeleine ist fasziniert und auch schnell entflammt. Ach Saint Germain ist nicht abgeneigt. Und es kommt wie es kommen muss. Sie verbinden sich.

Hier haben wir aber einen typischen Vampir. Er hat mit dem Ableben die Fähigkeit des Beischlafes verloren. Er weckt die Leidenschaft durch den Akt des Bluttrinkens. Allerdings kann er bei Tage sich bewegen und hat auch keine Angst vor heiligem Boden oder Insignien. In seinen Stiefeln befindet sich Muttererde, die ihn auch  fliessendes Wasser überqueren lassen kann. Ein Spiegelbild hat er nicht. Er fasziniert die Frauenwelt durch seine perfekten Manieren und Ratschläge. Sein bevorzugter Kleidungsstil entspricht nicht der albernen farbigen Mode seines Geschlechtes. Er bevorzugt Schwarz und Weiss.

Als Madeleine dann entführt und gefangen gehalten wird, will er sie retten. Keine seiner Handlungen bedarfen allerdings irgendwie vampirische Fähigkeiten. Das einzige, das ihm zu nutzen ist, ist sein immenses Wissen durch die Jahre die er schon lebt. 1000-4000 Jahre – so genau geht das nicht hervor. Aber wenigstens 1000 Jahre.

Er kennt sich in Alchemie aus und ist in der Lage Diamanten herzustellen. Dafür hat er Zauberer engagiert.

Schafft er es Madeleine vor den Satanisten zu retten? Und wie gefährlich wird es für ihn?

Handlung: Was mich etwas unschlüssig zurück lies, waren einige Teile, die für den Verlauf dieser Geschichte unnötig waren. Die erwähnten Zauberer – das ganze um diese Zauberer hatte absolut keinen Sinn in dieser Geschichte. Sie haben sie nicht direkt betroffen. Da es sich aber um eine Reihe mit schon richtig vielen Bänden hat – könnte es natürlich sein, dass die Zauberer in späteren Bänden noch Bewandtnis haben. Hier jeden falls nicht. Auch dass Saint Germain ein Vampir ist – hatte wenig Einfluss auf die Story. Nur in den Fähigkeiten die er besass, was Sprache und Musik anging. Madeleine war nicht abgestossen über das Geheimnis – im Gegenteil. Sie ist eine sehr weltoffene und neugierige junge Frau. Ebenfalls hat die Autorin, für mich zuviel auf die Garderobe oder Ausstattung der Kutschen wert gelegt. Es war zu dieser Epoche in den hohen Kreisen der Pariser üblich wie ein Pfau ausgestattet zu sein. Das es Erwähnung findet ist ok. Aber die Details interessierten mich eher nicht.

Ansonsten fand ich die Handlung sehr faszinierend. Die Ausdrucksweise erinnert an Bücher der Brontes und Austen. Ich fühlte mich immer wie ein Beobachter, der die Szenen in den Salons und Hotels (so wurden die Stadtpalais damals genannt) Es war wie einen historischen Film zu sehen.

Was mir wirklich Probleme machte waren die Namen. Diese französischen Adelstitel – da steckte der wahre Horror dahinter.

Madelaine Roxanne Bertrande de Montalia.

Claudia de Montalia Comtesse d’Argenlac

Robert Marcel Yves Etienne Pascal Marquis de Montalia

Samson Guilbert Ègide Nicole Herriot Yves Marquis Chenu-Tourelle

Pierre Rene Maxime Ignace Ferrand Vivien Laurent Montlutin le Duc de la Mer-Herbeux

Schreibstil: Der Schreibstil ist dem Jahrhundert angepasst. Er lässt sich aber sehr gut lesen. Es wechselt immer zwischen Erzähler und Briefen hin und her. Was Anfangs etwas nervig war, dann aber die Spannung steigerte, da in den Briefen ja immer intensiver den Gefühlen ausdruck verliehen wird.

Atmosphäre: Es wurde geschickt mit Spannungselementen gearbeitet. Da gab es eine Verfolgung bei einem Reitausflug, an dem Madeleine teilnahm. Dann umgab Saint Germain immer etwas geheimnisvolles. Auch der Zirkel hat immer mit der Spannung gespielt. Saint Sebastien – der Vorstand des Zirkels war Abschaum im höchsten Maße. Aber er war für die Stimmung einfach nötig um die Spannung aufzubauen und zu erhalten.

Fazit:

Mich hat das Buch gefesselt und es hat Spass gemacht es zu lesen. Man taucht hier in die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts ein. Alles wird nach aussen hin schön gehalten, aber hinten rum weiss sowieso jeder über die Skandale bescheid. Das war immer das amüsante. Wer hier einen Vampirroman erwartet, der wird leider enttäuscht – Vampire und alles was man so von klassischen Vampiren erwartet, spielen eine absolut untergeordnete Rolle. Es handelt sich eher um einen historischen Roman. Hier werden die Abartigkeiten der elitären Gesellschaft aufgezeigt. Ein bisschen Romantik und Liebe ist vorhanden, aber auch nicht dominierend, sondern als Nebensache. +

Wer also auf historische Romane steht, mit geschickt gestalteten Spannungselementen, kann hier auf jeden Fall zugreifen. Nur bitte keine Vampirstory erwarten – da wird man enttäuscht.

Zitate

Madelaine sagte: »Wenn Ihr bereits Mut benötigt, um mich anzusprechen, dann möge der Himmel Frankreich auf dem Schlachtfeld beistehen.«

Ob wir im Wohlstand schwelgen oder in Fluten ertrinken, der Fluss ist immer der gleiche. So verhält es sich auch mit dieser Macht. Und wenn sie uns erhebt und uns die Augen öffnet für Güte und Wunder, so dass wir geadelt sind und zu Freundlichkeit und Erhabenheit angeregt werden, so nennen wir sie Gott. Aber wenn wir sie für Schmerzen und Leiden und Erniedrigungen verwenden, nennen wir sie Satan. Die Macht ist beides. Die Art, wie wir sie anwenden, entscheidet allein, ob sie das eine oder das andere ist.«

Text zweier Briefe des Comte de Saint-Germain an seinen Leibdiener Roger und seinen Majordomus Hercule, gleichzeitig mit der rechten und der linken Hand geschrieben und auf den 25. Oktober 1743 datiert:

Saint Sebastien! Das Grauen ließ ihr die Knie weich werden, und sie merkte, wie sie gegen die Schulter ihres Jagdhengstes taumelte. Sie erkannte, dass sie fliehen musste. Sie durfte von diesen gottverlassenen Männern nicht gefasst werden.

Ich weiß, dass es die Pflicht der Gattin ist, das Urteil des Ehemannes anzuerkennen und sich demütig seinen Anordnungen unterzuordnen.

Als ich zu einem Vampir wurde, büßte ich gewisse Fähigkeiten der Lebenden ein. Die meiste Zeit erachte ich das nicht als Widrigkeit. Doch um deinetwillen könnte ich mir wünschen, ein Mann zu sein und dich mit aller leiblichen Lust zu lieben.«

»Ihr solltet euch nur sehen in euren feinen Roben, aus denen eure Männlichkeiten, wenn man sie so nennen will, wie kleine Vögel in die Welt starren.«

Ich werde nie wieder die Kürze der Stunden fürchten müssen, ich werde Zeit haben zum Lernen, zum Studieren, zum Erkennen, zum Sehen all dessen, was es zu sehen gibt.

Charaktere

Le Comte de Saint-Germain (Prinz Ragoczy aus Transsilvanien) – Was mich noch mehr faszinierte ist, dass es ihn tatsächlich gab und auch die Geheimnisse um ihn. Seine Beidhändigkeit, die Musikgabe und das Sprechen mehrerer Sprachen. Auch soll er behauptet haben 3-4000 Jahre alt zu sein. Das hat die Autorin alles sehr geschickt in ihren Roman einfliessen lassen.

Beverly Sattin – ein Zauberer aus der Gilde, die bei Saint-Germain unterschlupf bekommen um die Diamanten herzustellen

Baron Beauvrai – einer der Jünger von Saint Sebastien

Saint Sebastien – Der Vorstand des satanischen Zirkels. Er ist ein wahrer menschlicher Abschaum, der viel Spass hat anderer Leben zu zerstören. Seine Macht ist die Angst, die er unter seinen Ergebenen erzeugt. Durch die Opferung von Jungfrauen will er Macht und ewiges Leben erlangen

Madelaine Montalia – Die junge Frau wurde behütet auf dem Land erzogen, ist aber schon vor ihrer Geburt dem Zirkel versprochen worden. Ihr Leid und Tod wird die ultimative Macht freisetzen. Sie ist sehr sympathisch, etwas vorlaut und bevorzugt die Nähe von Saint Germain

Roger – die rechte Hand Saint-Germains. Er ist sein Vertreter und engster Verbündeter. Er wurde einst von Saint-Germain gerettet und aufgenommen.

Hercule – ehemaliger Kutscher von Saint Sebastien. Er wurde von ihm brutal verstümmelt in dem er ihm die Kniescheiben zertrümmerte. Saint-Germain nimmt ihn bei sich auf und er wird ein enger Vertrauter

de Vandonne, Châteaurose, Jueneport, de la Sept-Nuit, Achille Cressie – Alles Jünger des Zirkels, die abartige sexuelle Anwandlungen haben.

Le Grâce – ein abtrünniger Zauberer, der das Geheimnis der Diamantherstellung verraten will.

Naumann, Rosa – Verschollen in der Pyramide

Naumann, Rosa – Verschollen in der Pyramide

Autor: Naumann, Rosa
Titel: Verschollen in der Pyramide
Verlag: dtv Junior
Erscheinungsdatum: 1. Januar 2012
Seitenanzahl Printbuch: 128 Seiten
Genre: Jugendroman, Abenteuer
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 01.06.17-03.06.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: BuchWeltreise Ägypten – Find the Cover 2017

Worum es geht: Etwas seltsames geschieht in der Cheops Pyramide. Ein Mann verschwindet, und dann noch Sethas Vater
Wann: 2560 vor Christus
Wo: Ägpten

Klappentext:

»Wir müssen versuchen die Grabwächter zu bestechen, um in die Pyramide zu gelangen.«
 Ägypten, 2560 vor Christus: Viele Männer sind am Bau der Cheops-Pyramide beteiligt. Auch Sethas Vater Mahnud ist dabei. Er gehört zu den Auserwählten, die in der Grabkammer des Pharaos arbeiten. Als kurz vor dem Weihefest einer der Männer spurlos verschwindet, breitet sich Unruhe unter den Arbeitern aus. Ein Unfall, Magie oder eine Verschwörung? Setha jedenfalls macht sich große Sorgen um ihren Vater. Zu Recht, wie sich bald herausstellt …

In die spannende Abenteuerhandlung fließen vielfältige Informationen über das Alltagsleben, den Pyramidenbau, den Götterkult und das höfische Leben im alten Ägypten ein.

Eindruck:

Das Buch hat eine Altersempfehlung 7-11 Jahre. Aber ich kann euch sagen, man kann es auch  mit 45 lesen. Es ist ein kleiner Tagesausflug, den man sich wirklich mal gönnen kann. Man bekommt einen kleinen Einblick in den damaligen Alltag – den Pyramiden Bau und eine kleine Kriminalgeschichte ist auch dabei. Der Schreibstil kam mir Anfangs etwas holprig vor, das hat sich aber sehr schnell gegeben und es wurde schön flüssig und man konnte schön gemütlich weiter lesen. Die Atmosphäre fand ich wirklich angenehm. Es war bisschen wie einen Film sehen. Und Spannung war auch genügend vorhanden. Ich habe schon gut mitgefiebert mit Sethas Bruder und auch mit ihr und ihrem Freund Meketre.

Fazit

Ich habe mich in diesem Buch richtig wohl gefühlt. Setha und Meketre sind sehr sympathische Protagisten. Es ist Spannung aufgekommen. Sie haben nicht aufgegeben und gewonnen. Das Buch ist durchaus für Erwachsene geeignet. Man kann hier entspannt mal einen Tagestrip nach Ägypten machen und sich durch eine spannende kurze Geschichte ziehen lassen.

Zitate

»Hab Dank für deine Hilfe, du bist ein guter Mensch. Beim Totengericht wird dein Herz so leicht wie eine Feder sein. Du bist im Jenseits sicher willkommen.«
Charaktere

Setha (13), ist die älteste und besucht ihren Vater immer im Pyramidendorf. Ihr bester Freund ist
Meketre (16), auf ihn kann sich Setha immer verlassen. Ganz wenig romantische Gefühle erwachen bei den beiden.
Mahnud, Sethas Vater, arbeitet in der Grabkammer der Pyramide als Steinmetz – als sie ihn nach Beendigung abholen wollen, ist er verschwunden
Nufri, Mahnuds Kollege, der verschwunden ist .
Geschwister Sethas – Nebet (10), Tamit (6),                                                                                                                              Hatu (3) Jüngster Bruder von Setha – er ist sehr kränklich. Er übergibt sich ständig
Tala, junge Witwe – die sich um die Kinder kümmert wenn Setha nicht da ist – Setha hofft auf eine Verbindung mit ihrem Vater
Heqanacht, Sethas Nachbar und ein Kramer. Er ist der Bösewicht
Die Saper, bewachen die Pyramidenbaustelle
Paheri, Oberster der Saper – bei ihm suchen Setha und Meketre Hilfe bei der Suche nach Mahnud
Esa ein guter Kollege Mahnuds. Er hilft den Kindern bei der Suche
Menech, Freund Esas
Pharao Cheops, König von Ägypten

Hube, Christoph – Die Savannen-Reihe 1 – Morgenrote Savanne

Hube, Christoph – Die Savannen-Reihe 1 – Morgenrote Savanne

Autor: Hube, Christoph
Titel: Morgenrote Savanne
Verlag: Selfpublisher (Probekapitel HIER)
Erscheinungsdatum: 24.03.12
Seitenanzahl Printbuch: 278 Seiten
Genre: Thriller, Tier-Thriller,
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 29.04.17-08.05.17
Band einer Reihe: Ja – Die Savannen-Reihe
Challenge: Weltreise Challenge. Find the Cover

Worum es geht Junge Löwinnen werden getötet. Wer steckt dahinter? Das verfeindete Rudel? Oder doch einer aus den eigenen Reihen
Wo Afrika

Klappentext

Afrika – nirgendwo auf dieser Welt liegen Leben und Tod dichter beisammen in ihrem verwobenen, rätselhaften Tanz. Nirgendwo erscheint das graziöse Spiel zwischen verzaubernder Schönheit und abstoßender Hässlichkeit fester verbunden. Wer Afrika kennt, der lernt es zu lieben, zu respektieren… und zu fürchten.

Morgenrote Savanne ist ein exotischer Thriller über ein Löwenrudel, das in den Weiten der afrikanischen Wildnis um sein Überleben kämpft.

Zum Inhalt: Ich war auf der Suche nach etwas anderem. Irgendwie hatte ich gerade absolut keine Lust auf Horror, Fantasy, Thriller, Dystopie, also das übliche. Beim Suchen bin ich über das schöne Cover gestolpert und dachte mir, dass ein Buch über Löwen Afrikas einfach mal interessant ist. Wie wird er es denn beschreiben. Ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, dass es sich um einen Thriller handelt. Wobei Thriller hier vielleicht etwas übertrieben ist. Ich habe nicht lange gebraucht um von dem Löwenrudel und seinen sympathischen Angehörigen gefesselt zu sein. Etwas tragisches passiert. Die Löwinnen werden getötet. Erst wird das gegnerische Rudel, ohne Rudelführer verdächtigt. Die Wilderer. Sie sind irre. Also wirklich nicht mehr so alle Büsche in der Höhle. Aber auch sie verdächtigen unser Rudel, da auch von ihnen Löwinnen getötet wurden. Also wer ist der Mörder und warum? Azima und Jivu sind Junge Löwen, die ihre eigenen Ermittlungen starten. Diese sind nicht ganz ungefährlich. Jivu befindet sich zur Schwelle eines erwachsenen Löwen. Er wird schon langsam zur Konkurrenz für den unbeliebten Rudelführer  Adhama. Was wird Adhama tun um seine schwache Stellung im Rudel zu festigen? Die
Handlung fand ich immer spannend oder amüsant. Man folgt dem jungen Löwenpärchen gerne bei seinen Verfolgungsjagden. Und auch die romantischen Bande, die sich hier entwickeln, sind total süss. Eine Szene erinnert stark an König der Löwen, hat mich aber nicht gestört. Fand ich gut umgesetzt. Thriller Elemente fand ich jetzt nicht so extrem. Allerdings war einiges an Spannung vorhanden, und trotzdem man schon etwa wusste, wer mit dahinter steckt, entdeckt man den Killer erst als es auch vom Autor gewollt wurde. Schön fand ich, dass er auch immer mal wieder paar Fakten über die Löwen, oder einen Baum eingebracht hat, ohne wie ein Dokumentarsprecher zu wirken. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Atmosphäre war wirklich schon spannend, da es auch Verfolgungsjagden gab. Kämpfe der Löwenmännchen und witzig auch die Gedanken der Weibchen im Rudel. Es gab auf jeden Fall genügend Spannung um sich darauf zu freuen, das Buch wieder zur Hand zu nehmen. Auch fand ich die Story originell. Ich habe noch nicht viel an Tierkrimis gelesen, aber manche schon angelesen. Aber ich habe keinen direkten Vergleich. Manche mögen vielleicht die Vermenschlichung nicht so, aber ich fand es nicht störend. Es war einfach mal was anderes. Abseits vom Mainstream. Einfach mal in eine andere Stroyline abtauchen. Das hat mir gut getan.

Fazit:

Mir persönlich hat die Geschichte um Adhamas Rudel mit Azima und Jivu und auch dem restlichen Rudel sehr gut gefallen. Es war Spannung, Action, Romantik und Orginalität vorhanden. Für alle, die einfach mal nach etwas anderem greifen wollen, kann ich das echt empfehlen. Ausserdem habe ich einige Dialoge des Autors gelesen und finde seine Einstellung richtig sympathisch.

Er schreibt HIER z. B. dass er nichts an seinem Buch verdienen möchte, sondern das eingenommene Geld dem WWF für Löwen spendet. Ziemlich tolle Sache.

Und HIER hat er am 22.05.11 (schon etwas her) einen interessanten Beitrag zu dem Versuch ein Buch zu veröffentlichen geschrieben. Sehr interessant.

4,5 von 5

Zitate

»Soweit ich mich erinnere, gebe ich hier immer noch die Befehle!«
»Oh, das waren keine Befehle, mein Guter«, sprach Majadi gelassen. »Lediglich… Vorschläge, wie wir am sichersten Vorgehen sollten.«
Der massige Löwe ließ ein widerwilliges Brummen ertönen.
»Na schön, wenn das so ist: Tut, was die Älteste gesagt hat. Und zwar unverzüglich!«

Wenn Azima auf dieser Welt irgendetwas gelernt hatte, dann, dass das Leben mit niemandem fair umsprang.

Hätte das Phänomen des Rotwerdens zu einem Zeitpunkt der Evolution auch bei Löwen Einzug gefunden, so hätte Jivus Kopf in diesem unerfreulichen Moment sicherlich verblüffende Ähnlichkeiten mit dem Hinterteil eines Pavians aufgewiesen.

Ich kann tun und lassen was ich will! Ich bin eine Löwin! Mir kann niemand etwas!«

Der Löwe war der uneingeschränkte König der Savanne, er entschied über Leben und Tod.

Wie ein gepolsterter Helm fängt die Mähne Hiebe gegen Kopf und Hals ab und verringert die Wucht des Treffers, ein nützlicher Schutz im Kampf gegen andere Löwenmännchen.

Wann hatte man schon einmal die Gelegenheit, sich auf einen Löwen zu stellen? Die Maus als Löwenbezwinger, ja, das klang gut.
Das Gesicht des Löwen zeigte keine Regung, die Augen hatte er geschlossen.
»Na du«, piepste die Maus in ihrem für Löwen fremden Unterholzdialekt. »Wer ist jetzt der König der Tiere, hm?«

»Sind Traditionen nicht Erfahrungen, die unsere Vorfahren uns überlassen haben? Vielleicht sollten wir sie nicht als bindende Regeln betrachten, sondern als Hilfsmittel. 
Charaktere

Azima – Eine der Hauptdarstellerinnen. Sie ist eine der jüngsten Löwinnen. Sie ist vorlaut, schnell und stark und eine Schönheit

Majadi – sie ist eine der ältesten Löwinnen. Eine gütige Seele, mit viel Erfahrung und Verständnis. Sie hat Adhama ganz gut im Griff, ohne, dass er es wirklich merkt

Kisiri – sie ist Azimas beste Freundin im selben Alter.

Tabasuri gehört auch zu den älteren der Löwinnen und

Gona. Bei der Jagd sind sie Vollstreckerinnen, die die Beute zu Fall bringen

Maisha und Chakula sind auch Löwinnen, die sehr gerne essen.

Mahaba gehört zu den Treiberinnen

Fuadi ist die erste Leiche die gefunden wird

Jivu ist der nächste Hauptdarsteller. Er ist ein stattlicher Junglöwe, der den Todesfall nicht einfach so abtut, sondern Ermittlungen einzieht. Dabei findet er erstaunliches heraus und begibt sich auch in grosse Gefahr

Kituko – der Jüngste Löwe und Jivus kleiner Bruder. Ein putziger, vorlauter quirliger Löwe

Adhama – der Rudelführer. Er ist sehr unbeliebt bei seinen Weibchen. Er schafft es nicht mehr Jungen zu zeugen und verliert langsam an Macht und Ansehen. Aber immer noch ein gefährlicher Gegner.

Mavunde – ein fremder Löwe im Revier, der aber nur Jivu begegnet. Er gibt ihm einige Tipps und Ratschläge

Giza – der Alte Rudelführer, den Adhama geschlagen hat. Er wird auch der schwarze Löwe genannt. Er war ein Tyrann und hat seine Weibchen misshandelt und terrorisiert.

Die Wilderer. Ein Rudel Löwinnen, die keinen Rudelführer haben und wollen. Allerdings leben sie unter harten Bedingungen und sind mehr dem Hungertod nah also dem Leben. Sie sind geistig ziemlich verwirrt und nicht ungefährlich.

 

Koeppe, Dirk – Tribes 01 – Das Heim

Koeppe, Dirk – Tribes 01 – Das Heim

Autor: Koeppe, Dirk
Titel: Das Heim
Verlag: Midnight
Erscheinungsdatum: 11. September 2015
Seitenanzahl Printbuch: 309 Seiten
Genre: Dystopie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 16.04.17-26.04.17
Band einer Reihe: Ja (Koeppe, Dirk – Tribes 02 – Die Wildnis)
Challenge: Buchreisen Challenge – Schweden, Deutsche Autoren Challenge
Wann: Jahr 2047
Wo: Schweden
 Klappentext
Zum Inhalt: Wenn ich das richtig sehe, war dieses Buch das Debut in Sachen Romane für Dirk Koeppe, und er hat seine Sache gut gemacht. Ein dystopischer Roman, der gar nicht so unrealistisch ist. Ich kann mir das schon sehr gut vorstellen. Wenn man genug bei YouTube schaut, kann man auch schon genügend Beiträge zum Thema Chipen und totaler Kontrolle. Und wie immer wird es Rebellen geben. Dieser Roman ist eigentlich eine Einleitung. Der zweite Teil ist schon veröffentlicht und gerade habe ich noch lesen können, dass es einen dritten geben wird. Hier also lernen wir die Personen und die Umstände kennen. Und dies ist keinen Falls langweilig geschrieben. Die Handlung ist spannend, faszinierend und da nicht so unrealistisch auch informativ. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich gut lesen. Er schafft es durch viele kurze Kapitel eine sehr spannungsvolle Atmosphäre zu schaffen. Die Szenen wechseln in jedem Kapitel und werden dann in einem der nächsten weiter geführt. Man hat also immer wieder kleine Mini-Cliffhanger. Sehr geschickt eingesetzt. Dadurch schafft er es wirklich die Spannung ungebrochen hoch zu halten. Da ich in Dystopien nicht so bewandert bin, kann ich jetzt nicht sagen ob es hier an Originalität strotzt, aber ich finde dieses Thema auf jeden Fall ansprechend. Das einzige, was mich etwas kalt erwischt hat, war ein apruptes Ende. So als hätte ich einen Film aufgenommen und ein kleines Stück vom Ende fehlt, selbst wenn es nur ein Abspann ist. Das kam so  mit einem Klatschen. Jetzt Schluss.

Fazit

Für Verschwörungstheoretiker, wie ich eine bin ein sehr spannendes und zustimmendes Buch. Für Fans von Dystopien denke ich auch empfehlenswert. Durch die kurzen Kapitel wurde ein ziemlich guter Spannungsbogen geschaffen und erhalten. Die Gefühle der Personen wurden sehr gut beschrieben, man konnte mitfühlen und mitfiebern. Ich hatte eine gute Lesezeit mit diesem Buch und freue mich auf die Fortsetzung

4,5 von 5

Zitate

Alles, was die Menschen brauchten, war irgendeine Tätigkeit, und wenn es nur der Konsum einer Internetshow war.

Ein Leben ohne Handy war für ihn nicht vorstellbar gewesen. Aber dass die Dörfler keine Handys benutzten, war eigentlich nicht lustig, sondern genau das war ein Problem. Es war damit unmöglich geworden, ihre tägliche Kommunikation zu überwachen. Doch ohne Überwachung gab es weniger Kontrolle. Und weniger Kontrolle bedeutete weniger Macht. Und weniger Macht konnte heißen, dass es wieder zu Revolten der Bevölkerung kommen könnte.

»Die Drohnen sollten wir weiter fliegen lassen«, sagte er. »Und wir könnten mit Speed-Hubschraubern eine Jagd-Einheit mit Spürhunden zum Stammesplatz schicken.«
Savan schmunzelte in sich hinein. Hunde! Manches konnte die Technik immer noch nicht ersetzen.

Charaktere

Sem – Seine Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen. Deswegen ist er in das Heim gekommen. Ein netter, ruhiger und unaufälliger Junge – ein guter Schüler –

Tricy – Eine Heiminsassin. Sie ist dort aufgewachsen und voll integriert. Sie darf sogar zusätzliche Tätigkeiten erledigen. Wie im Garten oder im Lazaret – Aber ihr Vertrauen wird gestört. Durch Mariam und als sie Sem trifft. Sie entwickelt unbekannte Gefühle für ihn und bekommt rege Zweifel an dem System

Hegard – Ist mit Sem in der gleichen Gruppe und sie teilen sich ein Zimmer. Er ist der Raufbold, der die anderen unterdrückt. So auch Sem

Xolan – ist bei Sem in der Gruppe. Er kann ihn nicht einschätzen. Er könnte wie Hegard sein. Ist meist für sich und irgendwann verschwunden. Angeblich verkauft. Er bedeutet ziemlichen Ärger, da herauskommt, dass er ein Stammesmitglied ist und von einem angesehenen Mann gesponsert wurde.

Durad und Tomar sind auch in der selben Gruppe wie Sem – es sind die Handlanger von Hegard

Bertram – Der Führer eines Stammes. Stammesmitglieder sind die Rebellen der Gesellschaft. Sie besitzen keine Chips und leben außerhalb der Zivilisation durch Jagen und Sammeln.

Johannes – Paul Wennid – Auch ein Stammesmitglied. Er besitzt mediale Fähigkeiten und sieht irgendwann einen kleinen Jungen und hat das Gefühl ihn retten zu müssen. Er geht nach Stockholm um dem auf den Grund zu gehen. Dafür bekommt er später die gefälschte Identität Wennid. Das bringt ihn sowohl in ein Gefühlschaos als auch in Gefahr, als er enttarnt wird

Carin – Ein Stammesmitglied. Sie ist eine der Kämpferinnen des Stammes und stellt sich einer ganz besonderen Herausforderung, als ihr Stamm entdeckt wurde

Olaf – Auch ein Stammesmitglied – ein ruhiger Kerl – aber ein Kämpfer des Stammes

Yarim – Bergmensch aus Sylan – Er versucht den Stamm zu retten, in dem er sie vor der Entdeckung warnt und will ihnen helfen. Er ist gut ausgebildet

Mariam – Eine Heiminsassin – sie unterrichtet Tricy,  dass sie vorhat zu fliehen. Sie und andere – das bringt Tricy zum grübeln

Asuras – Die rechte Hand von Savan – er erledigt die Drecksarbeit für ihn. Auch hilft er bei der Jagd nach dem Stamm

Adrian – einer der 12 – darauf wird noch nicht genau eingegangen. Er ist aber der Sponsor von Xolan und das kann ihm zum Verhängnis werden, da Savan ihn stürzen will.

Orimjur – Nur als Name aufgetaucht – er checkt ob die Leute, die dem Stamm beitreten gechipt sind.

Doktor Mykosi – Der Arzt des Heims.

Staatslehrer – Die Lehrer im Heim werden von den Kindern nicht mit Namen angesprochen. Ebenso umgekehrt

Frau Himol – Eine alte Dame die Staatslehrerin für Geschichts-und Politikunterricht – die eigentlich schon in Rente wäre, aber freiwillig weiter arbeitet um Geld zu sparen. Sie ist eine Rebellin, die versucht die Kinder freikaufen zu lassen um sie bei den Stämmen unterzubringen. Diesesmal hat sie Sem ausgewählt.

Olle und William kümmern sich darum, dass die Kinder gekauft werden können. Sie heuern dafür Menschen an, die sie mit Geld, Chips, Dokumenten und allen anderen wichtigen Informationen ausstatten

Rungtjön – Der Heimleiter. Nur auf seinen Vorteil bedacht. Er ist stutzig geworden, da Frau Himol mehr als nötig mit Sem beschäftigt ist.

Jördis = Frau Stevens – Vom Heimleiter zu Sem geschickt um ihn auszuhorchen über Frau Himol, die unter Beobachtung steht.

Francoir – Weltpräsident

Savan – der mächtige Firmenchef – Er will einen Sitz bei den 12 haben. Dafür kommt es ihm gerade Recht, dass Adrian unbewusst ein Stammesmitglied aufgenommen und gefördert hatte.

Crouch, Blake – Wayward Pines 02 – Wayward

Crouch, Blake – Wayward Pines 02 – Wayward

Autor: Crouch, Blake
Titel: Wayward
Verlag: Amazon Crossing
Erscheinungsdatum: 12. August 2014
Seitenanzahl Printbuch: 411 Seiten
Genre: Thriller, SciFi, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 01.04.17-08.04.17
Band einer Reihe: Ja – Wayward Triologie. Band 2
Challenge: Serienkiller Challenge, Buchweltreise Challenge

Worum es geht: Ethan Burke ist nun Sheriff von Wayward Pine. Er hat einen Mord an der Tochter des Gründers aufzuklären. Eine Aufgabe, die kein schönes Ende bringt. Was passiert, wenn der Zaun kein Strom mehr hat?
Wann ca 3827
Wo USA – Wayward Pines – Idaho

HIER zum Klappentext 

Zum Inhalt (leichte Spoiler)

Die Geschichte geht nahtlos vom ersten Teil über in den zweiten. Ethan ist seit zwei Wochen Sheriff und langweilt sich. Es passiert ja nichts. Er muss David Pilcher regelmässig Bericht erstatten. Dann stolpert er über eine nackte Frauenleiche. Er soll in diesem Fall ermitteln. In Wayward Pines hat sich eine Gruppe gebildet, die sich zeitweise der ÜBerwachung entzieht, in dem sie die eingepflanzten Peilsender entfernen. Sie werden die Wanderer genannt. Ethans allte Flamme – Kate – gehört der Gruppe an. Sie werden verdächtigt den Mord begangen zu haben. Aber Ethan lernt die Gruppe kennen und ist sich sicher, hier kam der Mörder nicht her. Es ist viel grausamer. Als wieder mal ein Fest stattfinden soll und die Ehrengäste Kate und ihr Mann sein sollen, klärt Ethan die Bevölkerung von Wayward Pines auf. Mit verheerenden Folgen. Was ist ausserhalb von Wayward Pines, das durch den Elektrozaun abgehalten wird. Und was wird passieren, wenn der Strom die Bevölkerung nicht mehr schützt.

Die Handlung des mittleren Bandes ist meist immer die Schwächere. Da gibt es oft nur Erweiterungen zum ersten Teil und neue Ebenen zum dritten Teil. Hier ist es ähnlich. Ethan hat sich eingelebt. Er ist in Besitz wichtigem Wissens und einigem Vertrauen des Erbauers. Trotzdem es ein etwas ruhigerer Teil ist, ist er nicht weniger spannend. Man erfährt, dass Ethan einen Plan hat. Aber er spielt trotzdem die ganze Scharade von Wayward Pines mit. Ständig fragt man sich – was ist der Plan? Oder verrät er die Gruppe doch noch? Der Schreibstil ist rasant und schön flüssig zu lesen. Und die Atmosphäre ist Spannungsgeladen. Neue Figuren werden eingeführt. Wichtige Informationen, die angerissen aber noch nicht bekannt sind. Dann bekommt man einen kleinen Einblick in die zeit vor 2000 Jahren. Die Spannung wird sehr gut aufgebaut und auch gehalten. Ein dicker Cliffhanger hat mich dann veranlasst gleich zu Band drei zu greifen. Originalität ist hier ziemlich stark verteten. Die letzen Menschen in einer kleinen Stadt. Was ist geschehen und was lebt ausserhalb? Hier kommen die SciFi Elemente etwas mehr in den Vordergrund.

Fazit

Auch hier kann ich nur eine Empfehlung aussprechen. Die Geschichte fesselt einen weiterhin. Blake Crouch schafft es durch Andeutungen die Spannung hoch zu halten. Man fiebert mit Ethan mit und wundert sich immer mehr über die Struktur in Wayward Pines. Ein Städtchen unter absoluter Kontrolle. Die, die nicht spuren oder verbotene Themen anschneiden werden eliminiert. Ich war so gespannt, durch den Cliffhanger, dass ich gleich weiter lesen musste

4,5 von 5

Charaktere

Ethan Burke – Ehemaliger Spezialagent, der nun als Sheriff in Wayward Pines eingesetzt ist.

Theresa Burke – Ethans Ehefrau – sie spielt Maklerin. Ist aber auch nicht zufrieden mit dem Leben.

Ben Burke – Der Sohn von Ethan und Theresa – er geht in die dortige Schule. Aber keiner der Eltern weiss,was ihren Kindern dort beigebracht bekommen. Die Kinder dürfen nichts sagen und die Eltern nicht fragen

David Pilcher – Der Gönner und Planer von Wayward Pines. Der Gott

Pam – ein Schützling von David, den er als Teenager aufgegabelt hat. Sie ist mittlerweile sein Bodyguard und hat sehr aggressive Gedanken

Alyssa – Das Mordopfer und die Tochter von David Pilcher

Elisabeth – Pilchers Frau – sie wollte damals nicht mit in die Suspension

Agent Hassler – ein neuer Charakter. Ich kann ihn noch nicht einschätzen. Erstmal macht er einen unsympathischen Eindruck, aber er scheint auch gute Eigenschaften zu haben. Auf jeden Fall ist er ein Späher. Er kundschaftet die Gegend aus und war mehrere Monate weg. Er weiss nicht, was ihn bei der Rückkehr erwartet.

Ted – ein Techniker – er steuert die Videoüberwachung und ist eine grosse Hilfe für Ethan

Kate – Ehemalige Geliebte und Arbeitskollegin von Ethan. Sie ist glücklich verheiratet und gehört mit ihrem Mann den Wanderern an. Sie waren Ehrengäste des letzten Fests und haben diesem nur entrinnen können, weil Ethan endlich die Bevolkerung aufgeklärt hat.

Gabriel, Kerem – Der Tod ist ein Versprechen

Gabriel, Kerem – Der Tod ist ein Versprechen

Autor: Gabriel, Kerem
Titel: Der Tod ist ein Versprechen
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2015
Seitenanzahl Printbuch: 336 Seiten
Genre: Horror
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 04.03.17-09.03.17
Band einer Reihe: Ja
Challenge: Find the Cover Challenge 2017, Deutsche Autoren Challenge, Buchweltreise Challenge

Worum es geht: In der Arktis wird ei 30000 Jahre alter Virus entdeckt. Und kurz danach ist die Menschheit fast ausgerottet. Fern von der Heimat und bedroht von Mensch und Toten.

Wann – Gegenart

Wo: USA

Klappentext –

Die Ersten erreichten die Stufen, streckten die Arme bedrohlich nach uns aus und fletschten blutrünstig die Zähne. Das Magazin meiner Pistole war leer, der Rest lag im Rucksack.
»Emma, lauf!«, waren meine letzten Worte, als ich mein Messer zückte und den Zombies entgegensprang.

Als Forscher in der Arktis ein 30.000 Jahre altes Virus finden, feiern Adrien und Emma mit ihrer Hündin Cleo gerade das erste Weihnachten in ihrem neuen Zuhause in den USA. Zu dieser Zeit ahnen die beiden noch nicht, dass die Feiertage ganz anders verlaufen werden als geplant – auch nicht, dass es vermutlich die letzten sein werden, die sie jemals feiern.

Zum Inhalt: Adrien, Emma und Cleo haben ein neues Leben in den USA gestartet. Aber zu Silvester möchten sie gerne nach Deutschland um das neue Jahr mit ihren Familien zu beginnen. Ein Schneesturm verhindert, dass sie das Land verlassen können. In den Medien verfolgen sie wie ein Grippevirus über Indien den Rest der Welt befällt. Dieser Virus hat verheerende Auswirkungen. Die Menschen sterben und sterben auch  nicht. Sie wollen fressen. Am liebsten Menschen. Das schlimmste sind hier noch nicht mal die Zombies – die Menschen sind hier manchmal der schlimmere Feind. Zombies kann man einschätzen. Menschen nicht. Anfangs können die drei noch in ihrem Haus bleiben. Aber irgendwann entwickelt sich der Wunsch nach der Familie zu suchen. Aber wie kommt man von Amerika nach Europa. Eine Tierärztin, ein Web Designer und ein Hund. Sie treffen auf Menschen, die hilfsbereit sind und Menschen die einfach nur ihre neu gewonnene Macht ausleben wollen.

Die Handlung hat mich ziemlich schnell gefangen genommen. Ich war wirklich schnell gefesselt und wollte ständig weiterlesen. Jede Unterbrechung war zu schade und ärgerlich. Ich fieberte mit Adrien und Emma und feuerte Cleo an, wenn sie gegen die Zombies kämpft. Ich war leise als sie die Lagerhallen durchforsteten und hielt den Atem an, als Zombies auftauchten. Ich fand es wirklich richtig spannend. Es hat mir ziemlich gut gefallen. Der Schreibstil war anfangs etwas holprig. Aber das hat er schnell in den Griff bekommen. Es war nicht störend. Es hat nicht lange gedauert, bis er richtig gute Spannung aufbauen konnte. Es war nicht eklig zu lesen .Zombies wurden getötet, aber man hat nicht irgendwelche ekligen Eindrücke erzählt bekommen. Die Atmosphäre fand ich ziemlich gut gestaltet. Es wechselte schön zwischen Spannung und Erholung.

Fazit:

Ein Buch für Zombiefans – definitiv. Aber auch für Leute, die gerne Spannung und Action haben. Die Eliminierungsszenen der Zombies waren nicht wirklich eklig. Oft konnte man sich über die anderen überlebenden aufregen. Aber sich auch freuen, dass neue Gemeinschaften zusammen gefunden haben. Ich fand das Buch wirklich fesselnd. Es hat mich wirklich schnell gefesselt und ich hoffe, dass der Folgeband an diesem Stil anschliesst.

5 von 5

Zitate

Kurz vor dem Ausgang kam uns ein Mann entgegen, der einen Niesanfall hatte, sich dabei aber nicht die Hand vor den Mund hielt. Im Geiste sah ich Milliarden von Bakterien durch die Luft schwirren, auf der Suche nach einem neuen gesunden Wirt

Niemals würde ich ohne meine Hündin gehen, aber ich wusste, mein Einkaufswagen wäre verschwunden, wenn ich ihn hier stehen lasse. Scheiß drauf – Cleo gehört zur Familie! So schnell ich konnte, rannte ich zurück zum Supermarkt und rief ihren Namen

Aber wie hoch stehen die Chancen, dass es Werwölfe gibt? Oder Vampire? Oder ein Monster unter deinem Bett, das nachts herauskommt, um dich zu fressen? Nein, es gibt keine Zombies, das ist völlig ausgeschlossen. Das spräche gegen alles, was die Medizin uns gelehrt hat. Tote sind tot und bleiben tot, daran ändert auch kein Virus etwas.

Solange ich Emma und Cleo an meiner Seite habe, wird es ein Morgen geben

In dieser Welt gibt es keinen Platz für Mitleid.

Egal ob man gläubig ist oder nicht – zu glauben, dass nach dem Tod etwas Schönes auf einen wartet, linderte die Angst vor dem Tod

Ich zielte und traf das Auto neben einem Zombie. Natürlich wollte ich das Auto treffen. Nicht. Ich muss unbedingt zielen üben, dachte ich ….

Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich aus einem Kugelschreiber und einem Schnürsenkel einen Panzer basteln könnte, war eher gering.

Wir kamen an einem Elektronikladen vorbei, in dem die neueste Generation von hochauflösenden 3D-Flachbildschirmen vorgestellt wurde. Wehmütig musste ich daran denken, nie wieder einen Grund zu haben, warum ich mir so ein Ding kaufen müsste. Es wird kein Football mehr im Fernsehen geben, keine Filme, keine Serien. Und das nur, weil irgendwelche Forscher der Meinung waren, unbedingt ein neues Super-Virus aus der Arktis bergen zu müssen

Wer hätte gedacht, dass wir irgendwann die Lebenden mehr fürchten müssen als die Toten

»Na hör mal, immerhin war ich bei der Navy!«
»Ich dachte, du warst Lieferjunge …«
»Wo ist da schon der Unterschied, Mr. Kopfklopf?«

Charaktere

Adrien Miller – Selbständiger Webdesigner. Hat amerikanische Wurzeln kommt aber ursprünglich aus Deutschland.

Emma Blumfeld – Tierärztin – kommt ursprünglich aus Deutschland – Beide wollen in den USA ein neues Leben aufbauen. Sie haben ein Haus in Pennsylvania Beaver Oak (ein verschlafenes Nest irgendwo im Nirgendwo) geerbt

Cleo – der Hund  ein Akbash mit schlohweissem Fell und eine grossartige Hilfe im Kampf gegen die Zombies. Wenn einer in der Nähe ist stellt sie die Nackenhaare und knurrt. Wenn sie sehr nah sind bellt sie. Eine perfekte Alarmanlage gegen Zombies.

Hayley – eine vierjährige, die Emma und Adrien in einer Kirch finden und aufnehmen. Eine süsse, die total verrückt nach Cleo ist.

Joe Fox – Der Sheriff in Beaver Oak. Ein unsympatischer Kerl, der tatsächlich noch richtig Probleme macht. Er gibt den Einwanderern die Schuld für die Seuche. Und dabei zählen gerade Emma und Adrien als perfekte Sündenböcke.

Steve und Cletus – Zwei Plünderer, die unbedingt in das Haus von Emma und Adrien gelangen wollen. Sie werden von ihnen vertrieben, aber kommen mit einer handvoll Leute zurück. Aber sie rechnen nicht mit einer wirkungsvollen Gegenwehr.

Bryan – genannt Ryan – Emma und Adrien treffen auf ihrer Reise auf eine Gruppe überlebender, bei denen sie unterkommen können. Ryan ist der Chef, sehr nett, aber unter Druck von Connor

Wesley, Christina, Alexis, Jamiah, Billy gehören zu der Gruppe von Ryan. Sind alle sehr hilfsbereit und auch die, die überleben werden treue Gefolgsleute

Jamiah – ein Riese, zwei Meter drei Ende dreißig, eine Hautfarbe wie dunkle Schokolade, eine stämmige Figur. Herzensgut

Wesley – neunzehnjähriger Computer-Spezialist, Verkäufer in dem Spielwarenladen seines Vaters. Er wird schwer verletzt aber ist immer treu bei der Truppe

Alexis – eine kampferprobte Frau, die nicht zu unterschätzen ist. Trauen kann man ihr nicht. Sie steht eher zu Connor als zu dem Rest der Truppe

Christina – Eine Krankenschwester. Sehr hilfsbereit und eine sehr nette Frau. Sie gehört zu Jamiah. Er hat sie gerettet. Beide würden gerne nach Kanada gehen.

Billy ist ein ehemaliger Gefängnis Insasse und steht eher hinter Connor

Connor – war vor der Apokalypse ein Journalist und gehörte zu den Guten. Aber diese Situation lässt ihn durchdrehen. Er tötet eher Wahllos und ist unberechenbar gefährlich. Aber er bekommt die Quittung…

In der Stadt ist noch eine weitere Gruppe Überlebender Vorhanden. Eine Familie, die durch Connor schwere Verluste hinnehmen, aber sehr gut im Töten von Zombies sind. Adrien erlernt von ihnen das lautlose Töten mit dem Messer.

Dazu gehören

Noah, Warren,  Leeroy, Philomena, Milena, Lisa, Elijah, Patrick, Mike.

Bradford, Chris – Samurai 1 – Der Weg des Kämpfers

Bradford, Chris – Samurai 1 –  Der Weg des Kämpfers

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Autor: Bradford, Chris
Titel: Samurai 1 –  Der Weg des Kämpfers
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum: 26. Juli 2013
Seitenanzahl Printbuch: 416 Seiten
Genre: Jugendbuch, Historisch, Abenteuer
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 25.02.17-04.03.17
Band einer Reihe: Ja
Challenge: Buchweltreisen Challenge

Worum es geht Jack strandet in Japan – dort muss er nicht nur mit dem Tod der gesamten Schiffscrew und seines Vaters zurechtkommen, sondern auch noch mit den ungewohnten Sitten der Japaner
Wann 1611
Wo Japan
Klappentext

EIN JUNGER ENGLÄNDER. GESTRANDET IN JAPAN.
AUSGEBILDET ZUM SAMURAI. JETZT BEGINNT DER KAMPF SEINES LEBENS.

Jack hob das Schwert, um sich zu verteidigen. Ein silberner Blitz flog an seinem Gesicht vorbei, ein Wurfstern. Er schlug in den Balken hinter ihm ein. Jack erstarrte. Vor ihm stand geduckt der einäugige Schattenkrieger und fixierte ihn. »Drachenauge!«, flüsterte Jack.

Im Jahr 1610 versenken Piraten vor der Küste Japans ein englisches Handelsschiff. Jack Fletcher ist der einzige Überlebende. Er wird von Schwertmeister Masamoto Takeshi adoptiert, der ihn zum Samurai ausbilden lässt. Schon bald muss er seine Kampfkünste gegen den gefürchteten Ninja Drachenauge erweisen.
Zum Inhalt (Spoiler)

Jack strandet in Japan und muss sich dort nicht nur mit den Sitten und Gebräuchen auseinander setzen, sondern auch mit Neid, Hass, Angst, Freundschaft, Trauer. Im Gegensatz zu Japan scheinen alle anderen Nationen wahre Barbaren zu sein. Was mit dem Schimpfwort Gaijin, mit dem Jack oft betitelt wird, unterstrichen wird. Es ist zwar ein Jugendbuch, aber ich selbst habe sehr viel Gefallen an der Geschichte gefunden. Eine so fremde Welt. Kleinigkeiten werden einem übel genommen. Tägliches Entschuldigen ist Gesetz. Das Gesicht verliert man hier durch Dinge, die bei uns Geringfügig scheinen. Eine sehr ruhige aber kräftige Nation, tief in Traditionen und Ehre verwurzelt. Ich fand es sehr interessant da mit zu reisen.  Die Handlung ist sehr Actionreich. Es ist interessant wie Jack entweder abgelehnt oder anerkannt wird. Die Kinder hassen sich oder kämpfen für einander. Mir hat es sehr viel Spass gemacht. Der Schreibstil ist schön flüssig und ohne viel Metaphern. Klar ist auch ein Jugendbuch – aber nicht zu kindlich oder albern. Deswegen konnte ich als Erwachsene hier richtig mitfiebern. Die Atmosphäre finde ich ziemlich gelungen. Die Ängste und Trauer von Jack. Auch wie schnell er sich doch in diese neue Situation einfindet ohne nur an seinen Vorteil zu denken. Spannungen sind gut gesetzt. Gleich am Anfang bekommen wir den feigen Mord des Ältesten von Masmoto mit und dann geht es paar Jahre weiter auf dem Schiff, das in einen Sturm und einen Angriff kommt. Dann kommt es zu einem Wettstreit zwischen zwei Schulen. Der Druck ist enorm, da hier der Verlierer sein Gesicht verliert. Für mich war die Geschichte originell. Es hat mir gefallen, dass hier wirklich nicht durch Beziehungen und Nebensächlichkeiten abgelenkt wurde. Hier geht es um Ehre, Freundschaft, Ehrgeiz. der Autor hat (bis auf eine Ausnahme) darauf verzichtet ähnlich klingende Namen zu verwenden, was es einfacher machte die Personen zuzuordnen

Fazit

Ein Actionreiches Jugendbuch, das ich auch für Erwachsene empfehlen kann, die Schwierigkeiten mit diesen verdammten Namen haben – so wie ich. Aber absolut empfehlenswert für Fans der asiatischen Kulur. Man erfährt viel über die Gebräuche der Japaner. Die Samurai – die Krieger des Kaisers – eine Gattung so geheimnisvoll. Ich fand es spannend hier mal hinter die Kulisse zu schauen und werde diese Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen. Für Jugendliche und Erwachsene gleichermassen geeignet.

5 von 5

Zitate

Die Frau hielt sich lächelnd die Nase zu und zeigte zuerst auf Jack und dann auf die Wanne. »Ofuro.«
»Ich stinke doch nicht!«, sagte Jack. »Ich habe mich erst vor einem Monat gewaschen.«

Am schlimmsten war das parfümierte Seifenwasser. Er roch jetzt wie ein Mädchen!

Er bekam schon steife Knie und seine Füße schmerzten. Unruhig verlagerte er sein Gewicht.
»Hör auf zu zappeln«, flüsterte Akiko. »Das gilt als unhöflich.«
Warum hält sie das so lange aus?, dachte Jack. Vielleicht werden die Japaner kniend geboren.

Ich werde die japanischen Umgangsformen nie lernen, dachte er. Bei jeder noch so unwichtigen und bedeutungslosen Gelegenheit musste man an so vieles denken.

»Du sollst nicht den Tod an erster Stelle fürchten, sondern das Wagnis, wahrhaftig zu leben. Es geht darum, wie du lebst, Jack-kun, auch im Tod.« 

Charaktere

Jack Fletcher – er ist zwölf und ist Mastaffe auf dem Schiff auf dem sein Vater Steuermann ist. Diese Fähigkeit ist ihm beim Wettkampf sehr nützlich. Er ist wirklich gut erzogen. Höflich und nicht abgeneigt sich anzupassen

Tenno – ist der verstorbene älteste Sohn Masamotos

Masamoto

Ginsel – einer der Matrosen auf dem Schiff mit dem er sich gut verstanden hat

John Fletcher – Jacks Vater – Er war Steuermann auf der Alexandria und hat ein wertvolles Portolan erstellt. Dieser ist der Grund für den Angriff der Ninja

Christiaan – ein Junge in Jacks Alter, der leider auch bei dem Unglück umkam

Jess – nur namentlich erwähnt. Jacks kleinere Schwester ist bei einer Nachbarin untergekommen, die vom Vater bezahlt wurde

Käpten Wallace  von der Alexandria – er wollte, wie die Portugiesen, Handel mit den Japanern beginnen

Chiro – Ist so etwas wie ein Hausmädchen bei Masamoto. Leider kommt sie bei einem Angriff in dem Haus ums Leben

Uekiya – Der Gärtner. Er schenkt Jack einen kleinen Kirschbaum Bonsei

Jiro – Die Schwester von Masamoto in ihrem Haus wird Jack nach dem Überfall an der Alexandria gesund gepflegt

Hiroko – Die Tochter Jiros

Taka – Ein Samurai Masamotos, der für die Sicherheit im Haus zuständig ist

Kuma – ebenfalls ein treuer Samurai Masamotos

Akiko – sie wird die erste richtige Freundin, die Jack in dem Land hat. Ihr Vater war ein Samurai, der bei einem wichtigen Kampf ums Leben kam. Sie ist sehr gut im Bogenschiessen und mach ebenfalls eine Ausbildung zur Samurai

Masamoto – Seine eine Gesichtshälfte ist vernarbt. Grund noch unbekannt. Er hat eine Samurai Schule und nimmt Jack als Sohn an.

Pater Lucius, Bruder der Gesellschaft Jesu – Ein Missionar in dem Land – er ist der einzige, der Jack versteht und bringt ihm die Sprache und Sitten bei. Er verstirbt – wahrscheinlich an einer Lungenentzündung. Ein griesgrämiger Mann.

Dokugan Ryu – Drachenauge – er ist der Ninja, der Tenno und John Fletcher ermordete.

Yamato – er ist der zweite Sohn Masamotos. Er kann Jack nicht ausstehen und verachtet ihn. Er begeht einen schweren Fehler bei dem sein Vater das Gesicht verliert. Aber er kann es wieder hinbiegen und wird dann ein guter Freund von Jack

Kyuzo – Meister des Körperkunst und dem Kampf ohne Waffen

Yosa – Meisterin in der Kunst des Bogenschießens und des Reitens

Yamada –  Meister des Zen und der Meditation – Er wird für Jack sehr wichtig, da er ihm einen Kampfstil beibringt, der eigentlich ausgestorben ist – Schmetterlingstritt

Hosokawa – der Meister der Schwertkünste und des Übungsschwerts

Kazuki – ein Schüler Masamotas – er wird der Gegner von Jack. Von Anfang an sucht er ärger

Saburo – wird ein witziger Freund Jacks. Er trinkt gerne mal Sake

Taro – Saburos Bruder nur namentlich ohne grosse Funktion

Kiku wird auch eine gute Freundin von Jack

Emi – ist die Gegnerin von Akiko.

Moriko – gehört zur gegnerischen Schule und kämpft im Wettkampf für sie

Raiden – gehört ebenfalls zu gegnerischen Schule und ist ein riesiger Klops