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Büttner, Gerdi M. – Der Geist vom Ruthardthaus

Solide Geistergeschichte, ohne grossen Grusel, aber netten und sympathischen Charakteren.

Büttner, Gerdi M. – Der Geist vom Ruthardthaus

Autor: Büttner, Gerdi M.
Titel: Der Geist vom Ruthardthaus
Verlag: TWENTYSIX
Erscheinungsdatum: 21. März 2016
Seitenanzahl Printbuch: 262 Seiten
Genre: Mystery, Geister, Romantik,
Zeitraum: 07.01.21-12.01.21
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN:
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Kostenlos gelesen über die Readfy.com App – mit Werbeeinblendungen *Werbung*

Klappentext

Geister gehörten bisher für Angie ins Reich der Sagen. Dann kommt sie nach Ruthardthaus, um dort wertvolle alte Bücher zu restaurieren. Besitzer des geheimnisumwitterten Hauses ist Dr. Oliver Ruthardt, ein junger Tierarzt.
Er verheimlicht Angie, dass es in dem Haus spukt. Doch der Geist seines Urahns, Caspar zu Ruthardt, bittet sie um Hilfe bei der Aufklärung seines Todes.
Gemeinsam kommen sie einer alten Intrige auf die Spur, in der es um den verschollenen Familienschatz geht. Doch auch Tobias, Olivers Halbbruder, ist hinter dem Schatz her. Und ihm ist jedes Mittel recht, ihn in seine Hände zu bekommen.

Meine Meinung: Ich wollte schon lange mal was von Gerdi Büttner lesen. Da ist noch eine Vampirserie, die mich reizt. Die kann man auch bei Readfy lesen. Dieses Buch ist ein richtig angenehmes Buch, mit kaum bis gar kein Grusel. Es ist eine nette und liebevolle Geschichte, wie man sie auch bei Gaslicht finden könnte. Das soll nicht abwertend gemeint sein. Ich mag diese Heftromane. Klassischer Stil und gute Unterhaltung. Das ist auch hier der Fall. Es gibt Romantik, Intrigen, Neid, Hass. Also alles was ein gutes Buch braucht. Es liess sich angenehm lesen. Die Werbeunterbrechungen bei Readfy waren gerade so erträglich. Ich denke ein dickeres Buch könnte wohl leiden. Ich würde jetzt auch nicht mehrere hintereinander über die App lesen wollen. Aber ein Buch, das man einfach mal anlesen möchte, ohne es zu gleich zu kaufen – dafür ist es gut. Es gibt sehr viele Bestseller auch dort zu finden. Also gerade für ein schlankes Budget ist es nicht zu missachten.

Schreibstil: Der Stil war angenehm und liess sich flüssig lesen.

Figuren: Die Figuren waren wie sie sein sollten. Die netten waren wirklich sympathisch und der neidische, raffgierige Bruder, den konnte man sehr schnell nicht leiden. Also wirklich gut getroffen.

Atmosphäre und Spannung: Es war schon recht vorausschauend. Aber trotzdem hat man manchmal den Atem angehalten, da man mit dem armen verstorbenen, ruhelosen Geist, der die Liebe seines Lebens verloren hat, mitgelitten hat.
Originalität: Es war jetzt nicht wirklich originell. Eine solide Geistergeschichte, ohne gruselig zu sein. Eher amüsant.

Fazit: Eine wirklich solide Geistergeschichte um einfach mal ein bisschen abzuschalten und ein paar nette, unkomplizierte Lesestunden zu geniessen. Es gibt nicht viel Überraschungen, manches ist Voraussehbar. Aber man hat trotzdem Spass daran der Auflösung und einem Happy End zu folgen.

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Christmas, Bloody Christmas 1 – Blutige Weihnachtsgeschichten (Anthologie) – Mertens, J.; u. a.

Autor: Mertens, J.
Titel: Christmas, Bloody Christmas 1 – Blutige Weihnachtsgeschichten
Verlag: Blutwut
Erscheinungsdatum: 28. November 2019
Seitenanzahl Printbuch: 185 Seiten
Genre: Anthologie, Horror, Extrem Horror,
Zeitraum: 05.01.21-07.01.21
Band einer Reihe:  Ja – Band 2
ASIN: B081NVT5QM
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Teilnehmende Autoren:

  • Mario Steinmetz
  • Moe Taratos
  • J. Mertens
  • Elli Wintersun
  • JEAN rISES
  • Rob Blackland
  • B.K. Baukowski
  • Asmodina Tear u. Pjotr X
  • Jacqueline Pawlowski
  • Marco Maniac

FSK 18 – Es werden sexuelle Tätigkeiten und viel Gewalt und Blut in diesen Geschichten verarbeitet.

Klappentext

OH. DU. BLUTIGE. WEIHNACHTSZEIT! Seid ihr bereit für ein Fest jenseits des Mainstreams? Der Blutwut-Verlag präsentiert „Christmas, Bloody Christmas“ zehn bluttriefende Horrorstories rund um das Thema Weihnachten. Kein Fest der Liebe, nein, hier wird gesplattert, was das Zeug hält. Geschenke gibt es trotzdem, allerdings nur für jene, die das brutale Spektakel überleben. Feiert die furchterregendste Bescherung aller Zeiten mit unseren verrückten Autoren: Mario Steinmetz, Moe Teratos, J. Mertens, Elli Wintersun, Jean Rises, Rob Blackland, Baukowski, Asmodina Tear & Pjotr X, Jaqueline Pawlowski, Marco Maniac

Meine Meinung

Anthologien eignen sich hervorragend den Stil eines Autoren kennen zu lernen. Von allen beteiligten hatte ich vorher noch nichts gelesen, habe aber Bücher auf dem SuB. Diese Geschichten lassen einen schon an dem Verstand der Autoren zweifeln. Man fragt sich wirklich, was geht in den Schreibern vor, solche Geschichten zu kreieren. Bis auf die Story von Mertens fand ich allerdings alle sehr gut geschrieben. Es wurde alles auf den Tisch gebracht, oder auf dem Tisch zerhackt. Es floss also sehr viel Blut und Sperma. Das sind so die Passagen, die ich nicht gebraucht hätte. Denn ich glaube nicht, dass diese extreme Gewalt auch noch extreme sexuelle Ausschreitungen benötigte – aber anscheinend gehört es zusammen. Ich fand die Geschichten auf jeden Fall ansprechend. Es geht in die tiefen Abgründe der Menschen. Wieviel halten wir zurück, weil wir “gut erzogen” sind und was ist, wenn der Damm erstmal bricht. Also für Genre Fans, auf jeden Fall empfehlenswert.
Schreibstil: Von allen Autoren fand ich den Schreibstil sehr gut – man konnte sich leicht einfinden.
Figuren: Trotz der kürze der Geschichten waren die Personen tatsächlich recht intensiv
Atmosphäre und Spannung: Atmosphäre – sehr verstörend manchmal. Sehr spannend aber auch.

Fazit

Dieses Anti-Weihnachtsbuch ist wirklich genau das richtige für Weihnachtsmuffel und Extrem-Horrorfans. Es ist auf jeden Fall mit dem FSK 18 versehen und das ist auch richtig so. Hier wird gesplattert, gefickt (entschuldigt – es ist Hardcore), gemordet und verdammt viel Blut und Sperma verspritzt. Ein wirklich deftiges Buch. Vielleicht für Einsteiger ins Extrem-Horror-Genre.

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Barlow, Toby – Baba Jaga [abgebrochen]

Autor: Barlow, Toby
Titel: Baba Jaga
Verlag: Atlantik
Übersetzung: Giovanni und Ditte Bandini
Erscheinungsdatum: 11. März 2014
Seitenanzahl Printbuch: 544 Seiten
Genre: Fantasy,
Zeitraum: 10.11.20-25.11.20
Band einer Reihe:  Neine
IASIN: B00IIWWOB0
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Eine schöne russische Hexe und ein Werbetexter, der eigentlich CIA-Agent ist – eine abenteurliche Liebe im Paris der fünfziger Jahre
Will, ein liebenswürdiger junger Amerikaner, unterhält für die CIA eine Werbeagentur als Briefkastenfirma – doch leider ist er mit wichtigen Informationen allzu sorglos umgegangen und muss nun seinen ehemals so freundlichen Kollegen aus dem Weg gehen. Zoja, die seit Jahrhunderten kaum einen Tag gealtert ist, verdient ihren Lebensunterhalt damit, reichen Männern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Leider hat sie ihren letzten Liebhaber auf reichlich ungeschickte Weise umgebracht, und Charles Vidot, ein hart arbeitender Polizist mit Intuition, schöpft Verdacht – und wird kurzerhand in einen Floh verwandelt. Doch dann begegnet Zoja Will und ist von seinem Charme und seiner Naivität bezaubert. Zum ersten Mal in ihrem langen Leben verliebt sie sich. Aber die CIA kommt ihnen in die Quere, sie werden in wilde Abenteuer verstrickt, während die Polizei sich mit rätselhaften Verbrechen konfrontiert sieht – bis ganz Paris kopfsteht.

Meine Meinung

Ein tolles Buch – die Geschichte hat mich fasziniert. Warum ich trotzdem abgebrochen habe? Es gab eine sehr lange Phase, die sich total in die Länge gezogen hat und bei dieser Seitenzahl ist das für mein Durchhaltevermögen verheerend. Eine solch lange Phase, die mich nicht fesseln kann, katapultiert mich in eine Leseflaute. Schade, denn diese Geschichte ist wirklich toll. Deswegen will ich sie auch nicht ganz aufgeben und mich ihr über das Hörbuch noch mal nähern. Es wäre nämlich Schade, diese interessante Idee nicht weiter zu verfolgen. Also ist dies nur ein aufgeschobenes beenden.
Schreibstil: Ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kommt schnell rein.
Figuren: Sind klasse. Ich konnte mich in jede, bis zum Abbruch aufgetauchter Figur gut reinfinden.
Atmosphäre und Spannung: Da es teilweise auch schon brutal ist.Da hier auch gemordet wird, ist die Atmosphäre auch sehr gut. Spannung ist auch vorhanden. Nur hat es oft lange Leerläufe zwischen den spannenden Parts
Originalität: Für mich ist es schon alleine originell, weil mal die Hexen aus einer anderen Gegend beleuchtet werden.

Fazit

Trotzdem ich das Buch abgebrochen habe, kann ich sagen, dass mich die Geschichte sehr fasziniert hat und ich auf jeden Fall das Hörbuch zur Unterstützung nehmen werde. Da es leider sehr lange Leerlauf zwischen den spannenden Parts gab, hat es mich fast in eine Leseflaute gedrängt. Ich werde diese Geschichte aber nicht aufgeben. Es steckt viel Potenzial darin und ich bin neugierig, wie sich alles entwickelt. Es ist auf jeden Fall für Leser geeignet, die mal was anders wollen und sich nicht durch die vielen Seiten abschrecken lassen.

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Beerwald, Sina – Hauptsache, der Baum brennt

Autor: Beerwald, Sina
Titel: Hauptsache, der Baum brennt
Verlag: Knaur eBook
Erscheinungsdatum: 26. September 2018
Seitenanzahl Printbuch: 320 Seiten
Genre: Humor, Weihnachten, Familie
Zeitraum: 26.12.2019-04.01.2020
Band einer Reihe:  Nein
ASIN: B07CDR5T1F
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Klappentext

Ein bisschen Magie und viel Humor: die zauberhafte Familien-Weihnachts-Komödie zum Wohlfühlen von Erfolgs-Autorin Sina Beerwald.
Was sagt man einem rauschebärtigen Herrn, der sich als Weihnachtsmann vorstellt – der echte, vom Nordpol, natürlich? Sarah Christkind gibt ihm die Nummer des sozialpsychiatrischen Dienstes. Sie hat nämlich gerade genug eigene Probleme mit ihrer Familie: einen fremdverliebten Mann und zwei pubertierende Kinder, unter anderem.
Doch der Weihnachtsmann ist hartnäckig und außerdem ziemlich verzweifelt: Er befürchtet, versehentlich das Christkind umgebracht zu haben. Und weil er sich weder mit Autos, noch mit Ampeln oder Geldautomaten auszukennen scheint, steht Sarah eine äußerst turbulente Adventszeit bevor. Denn der Weihnachtsmann will sie zum neuen Christkind erklären. Als wäre Weihnachten nicht ohnehin schon stressig genug!
Familien-Chaos mit Weihnachtsmann: die perfekte Advents-Komödie für Mütter, Ehefrauen und alle anderen, die mal wieder herzlich lachen und sich die Magie von Weihnachten bewahren möchten.
Meine Meinung: Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Allerdings bin ich nicht so schnell vorangekommen wie ich gerne gehabt hätte. Das ist dann aber auch der Moment, an dem ich dann bemerke, dass ein Buch anfängt zu nerven. Die Geschichte und der vorallem der Weihnachtsmann ist einfach toll. Aber Sarah ging mir irgendwann mit ihrer Einstellung und Analyse auf den Nerv. Ständig hat sie dem Weihnachtsmann irgendeine andere psychische Erkrankung angedichtet oder ihn in einen vermeintlichen Job gedrängt. Natürlich ist es mir klar, dass man einen Mann, der dazu noch attraktiv ist, und sich als Weihnachtsmann vorstellt, nicht ernst nimmt. Trotzdem fing es dann doch irgendwann an zu nerven. Es wäre doch irgendwie schöner gewesen, wenn Sarah ihm vielleicht ein bisschen mehr geglaubt hätte und der Weihnachtsmann ein bisschen mehr Magie verströmt hätte. Sarah hat zwar alles unternommen um ihm zu helfen – aber nur um seine Amnesie rückgängig zu machen…Ein bisschen fehlte mir die Magie in dem Humor. Aber der Humor war dafür super. Ich hab mich ziemlich amüsiert über den Weihnachtsmann. Das war wirklich sehr lesenswert. Da bemerkt man, wie sehr einem doch alles selbstverständlich ist. Man denkt gar nicht mehr über die kleinen Wunder und Annehmlichkeiten des Lebens nach. Ich hab mich, trotz der manchmal nervigen Art von Sarah, gut unterhalten gefühlt.
Schreibstil: Sehr gut und flüssig.
Figuren: Sarah und der Weihnachtsmann waren sehr präsent und sehr gut dargestellt. Die Nebenfiguren hatten auch einen angemessenen Status.
Atmosphäre und Spannung: Spannung eher wenig – die Atmosphäre war witzig, sarkastisch und schräg.
Originalität: Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Sehr witzig.
Fazit: Ich musste sehr oft schmunzeln. Der Weihnachtsmann war in seiner Unwissenheit so süss und unschuldig. Es hat unheimlich Spass gemacht ihm in seiner Entdeckung der Welt zu folgen. Leider fand ich Sarah oft nervig, was das Lesevergnügen etwas getrübt hat. Es gab auch traurige Phasen, des Weihnachtsmanns – manchmal hab ich mich sogar ein bisschen für uns geschämt. Im Grossen und Ganzen war es ein wirklich amüsantes Buch. Paar kleine Makeln. Es ist es aber schon deswegen Wert um seinen Blick für die Welt und Weihnachten zu klären.

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Olssen, Maya – Mr. Archibalds Weihnachtszauber

Autor: Olssen, Maya
Titel: Mr. Archibalds Weihnachtszauber
Verlag: Self Publishing
Erscheinungsdatum: 17. November 2020
Seitenanzahl Printbuch: 172 Seiten
Genre: Fantasy, Weihnachten
Zeitraum: 22.12.2019-28.12.2019
Band einer Reihe:  Nein
ISBN/ASIN: B08LC13X8V
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Weihnachten im verschneiten viktorianischen London
Zwei Waisenkinder, die in einem Spielzeuggeschäft aufwachsen
Ein Ausflug auf den Frostjahrmarkt und eine Lesung von Charles Dickens

Mr Archibalds Weihnachtszauber entführt uns ins verschneite viktorianische London, auf den Frostjahrmarkt und zu einer Lesung von Charles Dickens …
London 2019
Seit Jahrzehnten liegt ein ehemaliger Spielzeugladen fast vergessen und unbeachtet in einer Londoner Seitenstraße und verfällt allmählich. Bis die junge Ivy kurz vor Weihnachten das Geschäft erbt. Sie erkennt sofort, wie besonders der Ort gewesen sein muss, der einst ihrer Ur-Ur-Großmutter Lucy Jane gehörte. Entgegen sämtlicher Ratschläge beschließt sie, dem Laden neues Leben einzuhauchen. Eine Schnapsidee, so kurz vor Weihnachten, findet auch Ivys Freund Dennis und verschwindet genervt zu seinen Eltern an die Küste. Ivy lässt sich nicht beirren und stößt im Laden auf alte Fotografien und ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das ihr ein unvergessliches Weihnachten beschert …
Ein weihnachtliches Spektakel. Voller Magie. Mit viel Schnee und ein bisschen Romantik.

Meine Meinung

Ivy erbt einen alten Spielzeugladen, der schon lange nicht mehr geführt wird. Sie ist sofort verzaubert von diesem Laden und nimmt sich ihm an. Hilfe bekommt sie von einem Bekannten und seiner zwei Söhne. Dafür soll sie nur paar Sachen in ihrem Laden für ihn verkaufen. Im Laufe der Zeit findet sie nach und nach die Geheimnisse des magischen Ladens heraus. Auch entwickeln sich Gefühle zu einem der beiden fleissigen Helfer. Eines Tages finden die beiden eine leere Schneekugel. Aber ist sie wirklich leer. Es scheint ein Schneeschauer in ihr zu sein und was kann man da im Nebel erkennen? Eine Stadt? Schneller als ihnen bewusst ist, erfahren sie was dahinter steckt.

Eine süsse kleine Geschichte. Sie wird abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit von 1872 erzählt. Mir hat am ehesten der Teil in der Vergangenheit zugesagt, da auch die Schneekugeln da mehr in den Vordergrund treten. In der Gegenwart dreht es sich mehr um Ivy, den Laden und ihre Gefühle. Da ist die Schneekugel eher vernachlässigt. Obwohl sie auch schöne Erlebnisse und auch Erklärungen bekommt. Durch den Gegenwartteil verliert sich leider diese magische Stimmung, die in dem Part der Vergangenheit aufgebaut wird. Trotzdem ist es eine schöne Geschichte. Aber einen Ticken mehr Magie in der Gegenwart hätte es sein dürfen. Aber ich stelle mir vor, dass es, wenn man den fertigen Laden besuchen könnte, sehr schön weihnachtlich ist.

Schreibstil: Der Schreibstil ist locker und flüssig. Es lässt sich ohne Probleme leicht lesen.
Figuren: Die Figuren in der Vergangenheit denen konnte ich etwas entgegenbringen. Es hätte bisschen tiefer sein können, aber es war schon gut. Leider konnte mich Ivy in der Gegenwart nicht ganz so überzeugen. Mir ihr wurde ich nicht ganz so warm.
Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre war sehr angenehm, vorallem wenn man die Schneekugeln betrachten konnte. Eine sehr schöne Idee
Originalität: Auf jeden Fall war die Idee mit diesen magischen Schneekugeln was besonderes.

Fazit

Es hat mir sehr gut gefallen. Ich glaube aber den Gegenwart-Teil hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht – mir wäre es lieber gewesen der Vergangenheitsteil wäre dafür intensiver ausgebaut worden. Es ist eine schöne magische Geschichte, die eine wirklich sehr schöne Idee zeichnet. Leider kühlte mich der Gegenwartteil immer bisschen ab. Das hat mir ein bisschen das Vergnügen genommen. Trotzdem bin ich froh, diese schöne Idee kennen gelernt zu haben.

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Filz, Sylvia; Konopatzki, Sigrid – Weihnachtshäschen verzweifelt gesucht

Filz, Sylvia; Konopatzki, Sigrid – Weihnachtshäschen verzweifelt gesucht

Autor: Filz, Sylvia; Konopatzki, Sigri
Titel: Weihnachtshäschen verzweifelt gesucht
Verlag: Independently published
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2018
Seitenanzahl Printbuch: 192 Seiten
Genre: Weihnachtsroman, Liebesroman
Zeitraum: 05.12.20-13.12.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN 9781723893506


Klappentext

Himmelpastellhellblaues Winterglück

»Oh nee«, kiekste Mona begeistert, »das ist ja Zucker!« Mit glänzenden Augen stand sie vor einem himmelblauen Porzellan-Häschen.
»Was ist das denn? Ein Hase? Zur Weihnachtszeit? Na, der hat definitiv Glück gehabt! Wenn er aus Schokolade wäre, hätte man ihn längst eingeschmolzen.« Bea kicherte los.
»Das ist deutlich ein Weihnachtshäschen, schließlich trägt es einen Schneekristall zwischen den Pfötchen. Es scheint total glücklich zu sein, diesen Kristall ergattert zu haben. Schau mal, wie lieb das kleine Kerlchen lächelt. Ich nehme es mit. Das muss ich haben!«
»Lass uns doch zuerst den Laden ganz durchforsten«, schlug Bea vor.
Genau das stellt sich als Fehler heraus, denn als die Mädels zurückkommen, ist das Häschen weg.
Nun beginnt Monas fieberhafte Suche nach dieser außergewöhnlichen Winterdeko. Sie ahnt noch nicht, dass der süße himmelblaue Hase ihren adventlichen Alltag komplett durcheinanderwürfeln wird und der Schlüssel für ihre Zukunft ist.

Meine Meinung

Leider konnte mich das Buch nicht so wirklich überzeugen. Anscheinend bin ich doch eher die Magisch-romantische-weihnachtsleserin. Ein einfacher Liebesroman reicht nicht. Die Geschichte ist romantisch, dramatisch und auch süss – aber sie war mir irgendwie doch ein bisschen zu langweilig. Was ich aber dem Autorenduo echt hoch anrechne ist, dass sie tatsächlich ganz normale Charaktere erschaffen haben. Menschen wie du und ich. Mona, Bea, Mats  sind Verkäufer. Und sie stellen auch klar, dass dies kein Berufszweig ist, mit dem man angeben kann, aber sich auch nicht schämen muss, oder sich als wertlos betiteln lassen sollte . Denn es gibt ein schlimmes Erlebnis wegen dieses nicht hochdotierten Jobs. Das fand ich wirklich sehr gut. Leider war es mir doch ein bisschen zu wenig Weihnachtszauber. Es zwar eine süsse Geschichte mit viel Freundschaft, Gemeinsamkeit und echt netten Menschen – aber es hat mir nicht gereicht.

Schreibstil: Den Stil empfand ich als angenehm. Ich hab nicht gemerkt, dass hier zwei Autorinnen schreiben. Es ist alles fließend und stimmig.

Figuren: Die Hauptcharaktere fand ich sehr sympathisch. Auch die Nebencharaktere fand ich sehr nett. Natürlich ist auch der „Bösewicht“ seiner Roller entsprechend gut getroffen.

Atmosphäre und Spannung: Es fehlt mir ein bisschen die weihnachtliche Atmosphäre. Trotz Weihnachtsmarkt und Schmuck und Weihnachtsessen ist der Weihnachtsfunke nicht übergesprungen. Spannung ist eigentlich nicht gegeben. Ich fand es schon früh klar, wer das Häschen hat.

Originalität: Originell fand ich die Idee eines Weihnachtshäschens und wenn es so aussieht wie auf dem Cover, dann kann ich verstehen, dass Mona ihm nachjagte. Auch, die Berufe der Charaktere fand ich insofern originell, da ja meist in den Büchern alle irgendwie hochgestellte Berufe haben.

Fazit

Die Geschichte ist nett und ok – aber sie konnte mich leider nicht fangen und fesseln. Es ist kein weihnachtlicher Funken übergesprungen. Zwischendrin fand ich es eher etwas langatmig. Es gibt schöne Momente und auch schöne Romantik. Leider konnte es mich aber trotz allem nicht fesseln.

 

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Hebesberger, Roland – The Backdoor Link 01 – Cyberella

Hebesberger, Roland – The Backdoor Link 01 – Cyberella – Rezensionsexemplar

Vielen Dank an Roland für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

 

Autor: Hebesberger, Roland
Titel: Cyberella
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 12.2020
Seitenanzahl Printbuch: 208 Seiten
Genre: Techno-Thriller, Cyberkriminalität
Zeitraum: 27.11.20-05.12.20
Band einer Reihe: The Backdoor Link
ASIN: B08P54CC7T
Bereits gelesene Bücher des Autoren

Hebesberger, Roland – Abzweigungen

Hebesberger, Roland – Ava Canary 01 – Red Bird

Klappentext

Eine Flucht aus der Heimat, vor der Vergangenheit, vor dem Schicksal.

Sarah Beck, eine verurteilte Hackerin, arbeitet seit fünfzehn Jahren unter genauer Beobachtung für die IT-Abteilung der Europol. Bis jetzt hat sie es geschafft, ihre wahre Identität zu verbergen. Als sie die Warnung bekommt, dass jemand nach ihr sucht, muss sie Kopf und Kragen riskieren, um ihr dunkles Geheimnis zu schützen. Sarah schreckt dafür vor nichts zurück, denn sollte sie scheitern, könnte das die komplette Cyberwelt auf den Kopf stellen.

Meine Meinung:

Ein Buch bei dem man sich sagt: Komm ich les es mal an und es nicht mehr beiseite legen möchte. Das ist dann auch der Moment in dem man echt den Alltag verflucht, der es einem nicht möglich macht mit dem Buch vor der Nase durch die Gegend zu laufen. Ihr meint ich übertreibe…auf keinen Fall. Das ist jetzt mein drittes Buch von Roland und die Begeisterung ist ungebrochen. Seine Bücher sind einfach klasse. Spannend und gut recherchiert. Ich kenn mich in der Cyberkriminalität so gut aus, wie jeder, der sich mit Computern beschäftigt – eher rudimentär. Aber kein Problem: Roland beschreibt diese Welt so lebhaft und verständlich, das man absolut nicht auf der Strecke bleibt. Im Gegenteil. Man bekommt einen wunderbaren Einblick in diese Branche. Auch über die Vergangenheit von Sarah Beck erfahren wir erschütterndes. Massaker von Srebrenica und die Folgen an einem jungen Menschen. Flucht, Angst, Anerkennung, Hoffnung. Der Weg von Sarah war und ist steinig. Ich bin sehr gespannt wie sie ihn weiter beschreiten wird.

Schreibstil: Wieder schafft es Roland mit seinem Stil einen in das Geschehen hineinzuziehen. Flüssig und spannend.

Figuren: Fantastisch dargestellt. Jeder einzelne wird wirklich plastisch. Man sieht vor seinen geistigen Augen wie sie agieren.

Atmosphäre und Spannung: Unerträglich: Spannung ist von den ersten Worten her schon gewesen. Und sie zieht sich durch das ganze Buch. Auch die Betroffenheit über Sarahs Geschichte ist sehr intensiv. Sehr bewegend und fesselnd. Man will einfach nur wissen was passiert.

Fazit:

Ein wahrer Pageturner. Eins der Bücher, das man aufschlägt um es am liebsten einfach durchzulesen. Spannend und berührend. Man fiebert mit Sarah jede Minute mit. Sei es über ihre Vergangenheit, ihre Flucht oder die Zukunft die noch vor ihr liegt. Man braucht keine Angst zu haben, dass die Computertechnik einen überrollt – Alles ist wunderbar verständlich und erklärend beschrieben. Eine absolute Leseempfehlung.

5 von 5

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Seitz, Johannes – Sternenspringer 1 – Die Universalschmiede

Seitz, Johannes – Sternenspringer 1 – Die Universalschmiede

Autor: Seitz, Johannes
Titel: Die Universalschmiede
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 21. Juni 2020
Seitenanzahl Printbuch: 269 Seiten
Genre: SciFi, Fantasy
Zeitraum: 06.10.20-21.10.20
Band einer Reihe: Ja
ASIN: B08BNGCZFX
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Johannes für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext

In der Fabula-Galaxie, wo moderne Technik selbstverständlich und Magie zum Alltag gehört, begibt sich der einfallsreiche Geheimagent John Rasbury auf eine abenteuerliche Reise, um eine mysteriöse Technologie zu bergen. Begleitet von seinem alten Kampfgefährten, dem Werwolf Arnulf, durchquert er auf seiner Reise zum abgeschiedenen Perlmond das Atlantische Imperium und dringt in die rechtsfreien Weiten des Niemandslands ein. Auf ihrem abenteuerlichen Weg bewältigen die Freunde gefährliche Dimensionssprünge und treffen auf hinterlistige Füchse, Cyborg-Piraten und gottgleiche Wesen.

Meine Meinung

Das ist mal ein Genre, das ich sowieso die ganze Zeit lesen wollte – weswegen es mir auch nicht schwer fiel das Reziexemplar dankend anzunehmen. So ist man doch ein bisschen gezwungen mal über sein Genre hinwegzublicken und sich für neues zu öffnen. Dieses Buch ist perfekt dafür. Es ist nicht zu dick, so fühlt man sich nicht abgeschreckt. Und vorallem für mich noch wichtig – es ist nicht voll mit irgendwelchen Fachausdrücken, die ich in einen SciFi erwarten würde. Es ist also vollkommen verständlich für jeden, der sich in dem Genre nicht auskennt. Auch für jugendliche Leser sehr gut geeignet, da es auch viel Spannung und Action gibt. John erlebt mit seinem Team wirklich so einiges. Viel spannende Abenteuer, aber nicht zu actionlastig. Sehr angenehm. Ich finde es auch interessant, dass Johannes hier viele uns bekannte Fabelwesen eingeflochten hat. Das dann der Fantasyteil ist. Das macht es auch leichter sich vorzustellen wie die Charaktere denn aussehen. Und selbst der griesgrämige Werwolf ist einem echt sympathisch. Ein wirklich gelungenes Buch auch für nicht SciFi Fans, die sich doch mal aus ihrer Komfortzone herauswagen wollen.

Schreibstil: Ein angenehmer Schreibstil lässt einen wirklich locker alles verstehen.

Figuren: Sehr sympathische Figuren und auch paar witzige Kreaturen dabei. Ich mochte ja sehr gerne den kleinen Roboter…so witzig.

„Hallo, freut mich … Gsch!“, sagte Kenaz.
„Lassen sich vom Rauschen nicht stören. Ich hab sein Sprachmodul gefixt, da er immer zu viel quasselte. Jetzt unterbricht ihn ein Programm, falls er einen unnötigen Wortschwall absondern will.🤣🤣

Atmosphäre und Spannung: Eine spannungsgeladene Atmosphäre, da sie um Johns Leben fliegen. Sie haben wenig Zeit um ihn zu retten. Das macht es auch spannend. Denn es kommen einfach zuviel Dinge dazwischen und seine Uhr tickt.

Originalität: Originell wird es dadurch, dass Johannes hier Fabelwesen mit verwendet hat. Man findet Vampire, Werwölfe, Zyklopen, Feen. Also ein bunter Haufen.

Fazit: Ein SciFi-Fantasy Buch, das auch für nicht SciFi Fans gut verständlich ist. Es ist spannend und macht auch viel Spass zu folgen. Auf jeden Fall auch für Jugendliche gut geeignet. Es ist viel Abenteuer und Spannung enthalten. Man muss keine Bedenken haben, dass zuviel technisches Kauderwelsch einen hier erwartet. Es ist alles sehr gut und einfach beschrieben. Man kommt also sehr gut mit und kann sich voll und ganz den fähigen Händen der Kapitänin Alexandra Tidus überlassen, die einen durchs All und Schwarze Löcher führt. Es gibt einen Cliffhanger, der einen auf den 2. Teil freuen lässt.

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Hill, Joe – Blind

Früher oder später holen die Toten dich ..

Hill, Joe – Blind

Autor: Hill, Joe
Titel: Blind
Verlag: Heyne
Übersetzung: Wolfgang Müller
Erscheinungsdatum: 1. September 2008
Seitenanzahl Printbuch: 432 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum: 29.10.20-10.11.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN: 978-3453565128
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Früher oder später holen die Toten dich …

Der Rockstar Judas Coyne erwirbt über das Internet einen Geist. Was als vermeintlicher Spaß beginnt, wird bald zu einem blutigen Horrortrip auf der Straße des Todes. Mit Joe Hill betritt ein junger Autor die Szene, der – schon jetzt vielfach preisgekrönt – den Vergleich mit den
Meistern des Genres nicht zu scheuen braucht.

Das phänomenale Romandebüt von Stephen Kings ältestem Sohn über einen rachsüchtigen Geist.

Meine Meinung:

Judas Coyne ist ein alternder Rockstar, der seine Frauen, junge Frauen immer nach den Bundesstaaten aus denen sie kommen, nennt. Im Moment ist er mit Georgia zusammen, die eigentlich Marybeth heisst. Seine Musikrichtung ist Heavy Metall und er hat auch kuriose Gegenstände in seinem Besitz. Totenschädel und ähnliches. Deswegen ist es auch nicht sonderbar, dass ihm das Angebot per Email ins Postfach flattert einen Geist zu kaufen. Erst hält er es ja für einen besonderen Gag. Mit dem Erwerb des Anzugs des verstorbenen geht der Geist in seinen Besitz über. Aber der Geist will nicht sein bestes. Er will töten. Am besten alle, die Jude irgendwie helfen. Sein Assistent, seine Freundin und mehr. Bisschen zu kurz kommt mir das mit den Hunden, die sind nämlich besonders wichtig für Judes Überleben. Das hätte man noch bisschen ausarbeiten können. Ansonsten ist das ein wirklich spannendes Buch. Der Grund warum es der Geist auf Jude abgesehen hat ist unschön – nicht ganz ausgereift vielleicht. Aber das tut der Spannung absolut keinen Abbruch.

Wie sein Vater schafft es auch Joe Hill abzuschweifen. Aber im Gegensatz zu King ist es für die Geschichte meist förderlich. Er bleibt wirklich bei seinen Protagonisten und vertieft so das Verhältnis des Lesers zu den Charakteren. Er schweift ab, aber nicht so lange und langweilig wie sein Vater. Und er nimmt dadurch auch nicht die Spannung aus der Geschichte. Ich hatte kein einziges Mal das Bedürfnis das Buch jetzt bei Seite zu legen, weil es langweilig wurde. Im Gegenteil die gesamten Seiten schafft es Hill hier die Spannung hoch zu halten.

Sehr sympathisch fand ich dann auch die Danksagung. Er bedankt sich bei seinem Übersetzer und auch beim Heyne Verlag. Fand ich sehr nett.

Schreibstil: Der Stil ist richtig schön locker und flüssig – fast hört man die Musik darin 😉

Figuren: Durch das Abschweifen in die Leben der jeweiligen Charaktere bekommt man ein intensives Gefühl für die Personen.

Atmosphäre und Spannung: Joe Hill schafft es tatsächlich das Buch komplett über mit einer dichten Atmosphäre und dadurch auch einem hohen Spannungsbogen zu versehen.

Fazit: Ein grandioses Debut. Leider scheint es bei den anderen Büchern bisschen abzuflauen. Aber dieses hier fand ich sehr gelungen und spannend. Es ist auch brutal, es fliesst viel Blut. Und es wird auch viel mit Gedankenkontrolle gespielt. Hypnose und die Schattenseiten davon. Joe Hill hat hier auf jeden Fall ein sehr spannendes Buch über einen sehr bösen Menschen und dessen noch böseren Geist geschaffen. Bis zur letzten Seite spannend.

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Strand, Jeff – Blister

Strand, Jeff – Blister

Autor: Strand, Jeff
Titel: Blister
Verlag: Festa Verlag
Übersetzung: Michael Krug
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2020
Seitenanzahl Printbuch: 214 Seiten
Genre: Thriller
Zeitraum: 21.10.20-29.10.20
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B08KJJM231
Bereits gelesene Bücher der Autoren

KlappentextJason Tray ist ein erfolgreicher Karikaturist, der von seinem Agenten für ein paar Tage in eine Hütte am See verbannt wurde, um Ruhe zu finden.
Als er eines Nachts mit ein paar Einheimischen in einer Kneipe rumhängt, bieten sie ihm an »Blister zu sehen«. Ohne zu ahnen, wovon sie reden, nimmt Jason ihr Angebot an.
Und so späht er kurz darauf durch das Fenster eines Schuppens auf das Albtraumhafteste, was er jemals gesehen hat: Blister ist eine fürchterlich entstellte junge Frau, die sich vor der Welt versteckt. Am nächsten Morgen bedauert Jason sein Verhalten. Er muss sich bei der Frau entschuldigen …
Doch diese kleine Stadt hat ihre Geheimnisse und Bewohner, die vor nichts zurückschrecken, um sie zu hüten.
Eine Geschichte voller menschlicher Monster.

Meine Meinung

Eine entstellte Frau und eine Kleinstadt – was gibt das? Genau – Missverständnisse und Hetze. Rachel/Blister wird als Kuriosität der kleinen Stadt gehandelt. Dabei wurde sie durch einen Angriff so entstellt. Ein Wunder, dass sie das überhaupt psychisch überstanden hat. Aber das hat sie sehr gut. Sie ist wirklich sympathisch und ihre flapsige und freche Art muss man einfach mögen. Da kommt Jason als Comiczeichner gerade recht. Er wurde von seinem Manager wegen eines üblen Scherzes, der leider daneben ging erstmal weg geschickt. Schnell langweilt er sich und geht ins einheimische Pub. Betrunken lässt er sich von der Dorfjugend die Kuriosität zeigen. Als er sich am nächsten Tag bei Rachel entschuldigen will scheint er eine Welle losgetreten zu haben. Warum muss ein Städter da jetzt in alten Dingen rumwühlen? Dabei ist Jason auch ganz harmlos. Er ist ebenfalls total sympathisch. Hätte man ihn in Ruhe gelassen, wäre überhaupt nichts passiert. Jason mag die Gesellschaft von Rachel, obwohl sie etwa 15 Jahre jünger ist als er. Er kann zwar nicht immer über ihr Gesicht hinweg sehen, aber es wird immer besser.

Jeff Strand ist der sympathischste Thriller Autor den ich bis jetzt gelesen habe. Seine Charaktere sind sympathisch und sarkastisch. Sogar den Bösewichten kann man nicht immer böse sein. Er versucht zwar sie immer wieder in die Dunkelheit zu schupsen – aber sie haben doch immer wieder ein kleines Leuchten, bei dem man dann denkt – ach so schlimm sind sie doch nicht….bis auf einen. Denn Jeff Strand kann auch böse. Denn einer muss ja der Böse sein.

Der Thriller ist recht unblutig und auch nicht zu brutal. Es lässt sich locker und flüssig lesen und man hat durch die manchmal sehr locker Art wirklich Spass an dem Buch. Trotz der bösen Geschichte.

Schreibstil: Ein lockerer und flüssiger Schreibstil, dem man gut und leicht folgen kann.

Figuren: Die Figuren sind gut beschrieben und man kann sich gut in sie hinein finden. Er schafft es sogar die Bösen manchmal nett wirken zu lassen.

Atmosphäre und Spannung: Es ist manchmal eine drückende Atmosphäre und dann auch wieder eine lockere lustige. Spannend ist es auf jeden Fall, selbst wenn es kein blutdürstiger Thriller ist.

Fazit

Jeff Strand hat hier einen Thriller geschrieben, der nicht unbedingt mit der grausamen Tat besticht, die wirklich unsagbar grausam war. Sondern eher auf das Zwischenmenschliche deutet. Wie die Menschen um Rachel reagieren. Wie kann sie sich erlauben mit dem entstellten Gesicht in die Öffentlichkeit zu gehen. All solche Sachen machen den Thriller spannend. Ein sympathischer Thriller, der aber auch seine grausamen Seiten zeigt.