Projekt TXT – Das zwölfte Wort – Weihnachten

ENDE

So, meine Weihnachts-Apokalypsen-Geschichte ist heute fertig geworden.

Wie ist es Matthew bei der Suche seiner Familie ergangen?

Und wie haben sich Mina und ihre Tochter Nadja durch das Frauenfeindliche Camp gekämpft. Werden sie Weihnachten feiern?

Mehr könnt ihr HIER lesen.

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Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 3 – Mia und Benji und die zwei anderen Katzen die Hunde sind

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1 findet ihr HIER

Teil 2 findet ihr HIER

 

Mia und Benji haben sich eingelebt. Es sind mittlerweile zwei Monate vergangen und sie haben ihre Menschen total um die Krallen gewickelt. Sie wissen jetzt auch, dass die beiden stinkenden und lauten Katzen Hunde genannt werden. Eine Hündin und ein Rüde. Der Rüde ignoriert sie einfach, sie schwänzeln manchmal an ihm vorbei. Da bleibt er einfach stehen und wartet, das sie aufhören. Er bellt sie manchmal an, wenn er auf ihren Platz will,  aber da ignorieren sie ihn und schwänzeln wieder. Aber die Hündin – die ist empfänglicher. Sie war gerade Scheinschwanger als die beiden ihre Höhle verliessen und hat Milch gegeben. Die beiden Kitten haben sich sofort auf die Zitzen gestürzt. Das schmeckte gut. Und die Hündin genoss es. Aber sie wollte auch nicht zuviel von den beiden Katzen wissen. Sie war immer vorsichtig. Jetzt verhindern die Menschen es, dass Mia und Benji saufen. Sie wollen dass der Milchfluss aufhört. Das ist gemein.

Aber sie füttern sie lecker. Ach sind die Menschen so schön zu beeindrucken. Es lagen kleine Knochen für die, die sich Hunde nennen bereit und als Mia sich darauf stürzte war die Menschenfrau ganz entzückt. Sie sagte zu ihrem Menschenmann:

„Ach schau, ist die nicht niedlich, die will mit dem Knochen abhauen. Ich glaube sie wollen schon was richtiges zu Essen. Die sind so drollig, die beiden. Ich könnte sie fressen“

Der Mann drehte sich um, verdrehte die Augen und schmunzelte heimlich. Die Katzen hatten ihn aber schon durch schaut. Er tat nur so als würde er sich über die Gefühlsduselei der Frau amüsieren, aber heimlich genoss er es wenn der Kater zu ihm kam und ihn laut anschnurrte. Ja – die beiden hatten ihre Menschen sowas von um die Kralle gewickelt.

Mia setzte sich gerne auf den Schoss der Frau. Einfach hinstetzen, schmussen, die Stirn ablecken und durch die Gegend schauen.

„Wo schaust du denn hin?“ Fragte die Frau dann immer und folgte Mias Blicken. Mia lachte dann immer – es hörte sich für die Menschen natürlich wie Schnurren an – Sie sagte zu ihrem Bruder: „Ach – das könnte ich ewig machen. Einfach  mal durch die Gegend schauen und die Menschen verwirren. Ist das nicht ein Spass?“

„Ja“, sagte Benji. „Genau, wie es immer toll ist altes Spielzeug aufzutreiben. Sie werden das Versteck nie finden. Und es macht so ein Spass, wenn ich mit einer Maus ankomme, die sie schon vor Wochen vermissten. Ich liebe das. Oder was auch so toll ist. Ich liebe es Kartons an zu knabbern und die Fetzen dann zum Spielen in ihre Schlafhöhle zu schleppen. Was für ein Spass. Oder weisst du was auch so toll ist, wenn die auf ihrem Klo sitzen – ein Spielzeug bringen. Ein Fitzel Folie, Pappe oder was auch immer ich finde. Dann vor die Füsse legen und laut schnurren. Da sind sie hilflos ausgeliefert. Sie sitzen da und können nicht weg…Ach das macht so ein Spass“

„Ich liebe ja die Gummis. Die Frau ist manchmal wirklich ein bisschen dämlich. Da zieht sie mit mir an so einem Gummi und traut sich nicht los zu lassen, weil sie mir nicht das Näschen verletzten will….Aber ich habe diese Skrupel nicht. Das mache ich besonders gerne, wenn sie  mir die Krallen geschnitten hat. Ich hasse es, wenn sie das macht. Dafür gibt es dann ein Gummi-Schnalzer“

„Du hast Recht, ich hasse dieses Krallenschneiden auch. Sie sollen sich nicht so haben. So schlimm kann es doch nicht sein. Weisst du was ich so toll finde, wenn sie die beiden Katzen-Hunde in den Hof lassen und ich will raus. Da hüpfe ich immer auf die Frau..sie liebt das. Autscht manchmal, aber sie liebt es, wenn ich sie auf ihre Arme springe. Der Mann nicht – der verflucht die Frau, dass sie mir das „beigebracht“ hat. Wir haben es gut hinbekommen, mit den beiden. Mama wäre stolz auf uns.“

„Ach ich schlafe so gerne auf der Frau, “ meint Mia. “ Und das beste ist, wenn sie merkt, dass ich auf ihr liege, dann bewegt sie sich nicht mehr, damit ich nicht runter rutsche. Sie plappert dann immer etwas wie toll es ist. Und dass es ein absoluter Vertrauensbeweis ist, dass ich auf ihr schlafe – sind sie nicht niedlich?“

„Aber weisst du, Mia, was mir so richtig Spass macht. Wenn die Menschen Pakete bekommen. Ich liebe es in diese Kisten zu springen und die Reaktion der Menschen zu sehen. Die denken WIR sind da total begeistert. Es macht natürlich Spass da rein zu hüpfen und alles rauszuräumen, aber ich würde auch nicht soo lange darin sitzen, wenn die schneller dieses viereckige Ding zücken würden, bei dem vorne immer so ein helles Licht heraus kommt. Das scheint ihnen echt wichtig zu sein. Denn ständig rufen sie dann: Benji, Mia. Und quietschen aus ihrem Mund. Menschen. Die sind schon bisschen peinlich.“

Die beiden unterhielten sich noch eine ganze Weile darüber was denn so toll ist die Menschen an der Leine zu führen und an ihr zu ziehen, wenn sie wollen, dass sie springen, bis sie dann auf die Hunde zu sprechen kamen.

„Diese komischen Katzen, die sich Hunde nennen sind auch seltsam, oder was meinst du Mia?“

„Da hast du sowas von Recht. Vorallem sie, sie umrundet die Menschen immer wie der Mond die Erde. Wie ein Schatten. Er ist etwas ruhiger. Aber er ist auch schon richtig alt. Der wird nur hibbelig wenn es ums Fressen geht, da hüpft er wie ein kleiner Welpe. Die beiden sind wirklich seltsam. Aber ich mag sie irgendwie. Und die Menschen lieben sie wohl ähnlich wie uns. Natürlich kann man niemanden mehr lieben als Katzen, aber wir teilen diese Zuneigung großzügig mit diesen Hunden. So sind wir Katzen. Wir wissen wie wir unser Volk befriedigen können.“

Die beiden lachten – was sich wieder wie ein schnurren anhörte – rollten sich zusammen und schliefen ein.

ENDE

 

Das zwölfte Wort. • *.txt – mittlerweile

Eine Aktion von Dominik. Es wird ein Wort vorgegeben und wir lassen unserer Kreativität freien Lauf. Es dient dazu einfach mal aus sich heraus zu kommen und zu schreiben. Egal was.

Mittlerweile war Weihnachten vorbei. Die Weihnachtsstimmung war leider nicht so ausgeprägt, aber wir haben uns trotzdem auf Weihnachten gefreut. Die tolle Musik, die Weihnachtsfilme und die schön geschmückten Häuser und Weihnachtsbäume. Wir hatten schöne Stunden mit der Familie und können da unsere aufgewärmten Herzen noch bisschen wirken lassen. Im Januar wird alles abgeschmückt und es sieht wieder so nackt und trostlos aus. Was wird uns im neuen Jahr erwarten? Geplant haben wir nichts. Wir planen nicht mehr grossartig. „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm von deinen Plänen“ Ich weiss nicht mehr wo ich das gehört habe, aber es passt einfach.

Auf der Arbeit haben wir schon gehört, es soll weiter gespart werden. Ein Milliardenunternehmen. Die Leute sollen also noch weniger verdienen. Aber ein kleines Highligt erwartet uns. Der Chef, der uns so zu gesetzt hatte und uns das Leben erschweren, sogar unsere Existenz zerstören wollte, der geht endlich. Er erwähnte, dass er gehen muss. Ja – das muss er. Denn – nicht nur uns hatte er zu gesetzt. Die Beschwerden müssen massenweise eingegangen sein. Schade, ich war nicht dabei, als er sich in dem ersten Arbeitsbereich verabschiedet hat. Mittlerweile ist er so unbeliebt, dass die Mannschaft dort tatsächlich die Siegerfaust und Laola gemacht haben. Das hätte ich gerne gesehen. Stellt euch dass mal vor. Ihr denkt ihr seid beliebt und der beste und dann bekommt ihr so eine gewatscht. Es hat nicht laut genug geklatscht.

Nur noch einer, der dabei war. Der muss noch weg. Aber ihn wird das Karma auch noch erwischen. Dann endlich können wir wirklich abschliessen. Wir sind leider nicht gut genug um zu verzeihen, aber wir werden unseren Frieden finden. Jedenfalls grösstenteils. Es wird nie ganz verheilen, aber wir können die Narben verdecken.

Mittlerweile habe ich mich arrangiert mit meiner neuen Position. Ich fühle mich wohl. Körperlich ist es anstrengender, aber im Kopf habe ich auf einmal keinen Nebel mehr. Ich bin entspannt und es ist sogar wieder Kreativität in mir. Ich vermisse die Verantwortung nicht. Ich bin immer wieder froh, doch dort weg zu sein. Da merkt man erst wie sehr einen solch Posten doch belasten. Ich hätte nie gedacht, dass es so ist. Ich dachte immer ich brauche diese Verantwortung. Manchmal kam ich mir so Unersetzlich vor. Wie lächerlich. Es war nicht leicht. Meine Schuhe passen der Kollegin nicht. Das soll nicht angeberisch sein. Es läuft ja auch ohne mich. Aber ich habe grosse Abdrücke hinterlassen. Zu grosse. Die würde ich gerne verwischen. Wenn ich noch mal zurück reisen könnte, würde ich meine Spuren tilgen.

Viel zu viel von mir ist dort geblieben. Aber mittlerweile kann ich sagen. Nie wieder. Mein Intellekt gehört jetzt mir. Meine Ideen gehören mir. Mein Wissen – das bleibt bei mir. Erkämpft euch eure Position doch selbst. Ich kämpfe für euch nicht mehr. Mittlerweile nur noch für mich und meinen Mann. Für die, die mir wichtig sind. Kollegen sind Kollegen. Mehr nicht. Mittlerweile weiss ich das, war eine schmerzhafte Erkenntnis. Die Täuschung war perfekt. Ich habe nicht gemerkt was in den Menschen um mich steckt. Ich bin zu gutgläubig. Nicht mehr. Ich weiss jetzt was wichtig ist. Ich habe es fühlen können. Ich kann es immer noch fühlen und es fühlt sich gut an. Hinter dem gestressten Menschen steckt eine entspannte Frau mit Fantasy. Und mittlerweile möchte ich das nie wieder eintauschen.

Ich wünsche Euch einen guten und ruhigen Start ins neue Jahr.

 

 

 

Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #4 – Finale

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Solltet ihr Lust bekommen Maikes Auftrag vom Weihnachtsmann zu verfolgen, kommt ihr hier zum Vortag und hier zum Anfang.

Da stand ich dann jetzt in  meinem eingefrorenen Siegestanz. Was wirklich ziemlich lächerlich aussah. Aber ich hatte leicht andere Probleme.  Ich war eine Meisterdiebin gefroren in der Position einer plumpen Primaballerina. Guter Rat teuer. Ich konnte noch nicht mal Ronja erreichen. Eine Notiz an mich. – Sprachgesteuerte Aktivierung des Headsets – oder eher Gedankengesteuert, ob ich mir das von Santa wünschen kann?

Ich war nun doch leicht am verzweifeln. Was sollte ich tun? Was konnte ich tun? Seien wir ehrlich. Nichts. Die Mission war mal so was von gründlich gescheitert. Ich sollte doch an einen Berufswechsel denken. Mir blieb nichts anderes als zu warten, bis der Grinch kam. Toll.

Etwa eine halbe Stunde später hörte ich die Tür aufgehen. Grinch kam heim. Und ich hörte ihn flüstern. Ich verstand nicht so viel, da das Eis in meinen Ohren wie Ohropax wirkten. Die kältesten die man sich vorstellen kann. Aber ich verstand soviel, dass er sich wunderte, dass das Schloss offen stand. Aber er war wohl nicht misstrauisch. Nun, der würde ja dumm gucken.

Und es dauerte nicht lange da kam er auch schon in sein Schlafzimmer. Er fing an sich zu entkleiden. Ohhhh…ich konnte ja noch nicht mal die Lider schliessen denn sie waren festgefroren. UHHHHH. Ja ich werde diesen Anblick dann wohl nie vergessen. Ein nackter Grinch. Sieht so aus wie man es sich vorstellen kann. Nicht sehr ansprechend.

Als er denn dann endlich fertig war drehte er sich zu seinem Bett um und erstarrte sofort. Er rieb sich die Augen und schüttelte den Kopf.

„Ha!“, sagte er. „Das letzte das ich jemals erwartet habe wäre, dass tatsächlich jemand mal bei mir einbrechen würde. Ha! Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt.“ und kam dann näher an mich heran.

Er kabbelte auf sein Bett und versuchte mich zu erkennen. „Maike!“ Der Grinch kennt mich??? „Na, das ist doch mal eine Überraschung. Ich habe schon von deinem Versuch gehört eine Meisterdiebin zu werden. Nun. Da brauchst du wohl noch etwas Übung, oder sehe ich das nicht so richtig?“

„Verdammter grüner Molch, du abartiges Geschöpf aus – was der Weihnachtshölle? Nur weil du als Kind mal enttäuscht wurdest, glaubst du, du könntest allen Weihnachten verderben. Verdammt seist du und schlimme Magen-Darm-Probleme sollen dich treffen“ warf ich ihn an den Kopf. Durch das Eis hörte es sich dann eher so an:“Grmpf – Grmpf – Grmpf“ Ja – dem hab ich es gegeben.

„Weisst du, Maike, ich kann mich noch gut an das Weihnachten erinnern, als du aufgehört hast an den Weihnachtsmann zu glauben. Da bin ich noch ganz schön stolz auf mich. Du warst echt ein liebes Mädchen. Immer schüchtern und brav. Du hast dir nur ein Stofftier gewünscht. So ein schönes kuscheliges, das so gross wie du warst, da du dich oft einsam gefühlt hast und was zum kuscheln im Bett haben wolltest. Ja – Santa hat ihn dir gebracht, den grossen Bären – Siehst du den da hinten – der war mal für dich. Aber ich konnte es nicht ertragen wie süss du warst. Würg – also habe ich mir den genommen und dir nichts da gelassen. Deine Eltern hatten ja auch einiges gekauft –  Das war der Tag als Weihnachten für dich an Wichtigkeit verlor. Ich weiss – du liebst Weihnachten – aber du glaubst nicht mehr an die Magie.“

Ich war sprachlos. Und nicht nur, weil mein Mund voller Eis war. Eine Träne gefror in meinem Auge. Ich wusste nicht wie ich darauf reagieren sollte und vor allem wie ich hier wieder heraus kommen sollte. Aber – ich hatte nicht mit meiner Komplizin Ronja gerechnet. Sie hatte in meinem Anzug ein besonderes Tool eingepackt. Und zwar reagierte es auf Temperaturen und Stillstand. Sie erklärte mir später, dass ein Sensor merkt wenn ich etwa 30-40 Minuten keine Bewegung mehr von mir gab und die Temperatur stark sank, da aktivierte sich dieser Sensor und gab Wärme ab. Wie genial ist dass denn? Da wäre eine Gehaltserhöhung drin, wenn ich Geld hätte. Sie kann einfach alles vorausschauen.

Irgendwann merkte ich, dass ich meine Fusszehen bewegen konnten. Und dann ging es ganz schnell. Kaum schmolz das Eis kamen auch die ersten Risse in das Eis. Ich konnte mich langsam bewegen und dadurch fing das Eis an zu splittern. Der Grinch merkte nichts davon. Er lief hoch und runter und erzählte mir nur von den ganzen gebrochenen Kinderherzen, denen er den Glauben an den Weihnachtsmann gestohlen hatte. Er zeigte mir sogar eine Vitrine in der er diesen Glauben eingeweckt hatte. Was für ein Ekelpaket. Dem würde ich es geben.

Und dann war es soweit. Das Eis sprang ab. Und ich stürzte mich sofort auf den Grinch. Wir ringen und boxten. Er war ganz schön starkt, obwohl er so staksig war. Ich hatte also meinen Schaff ihn zu bändigen. Aber ich gab nicht auf. Im Augenwinkel sah ich ständig den grossen Teddy sitzen, der eigentlich meiner hätte sein sollen. Dafür sollte er büßen.  Irgendwann hatte ich ihn. Er lag endlich auf dem Bauch. Ich setzte mich auf ihn und schnappte mir das erste was ich in der Nähe fand. Welch ein Hohn. Es war Geschenkband. Aber das Gute. Und das wickelte ich ganz schnell um seine Hände und schneller als ich mir zugetraut hätte, wandte ich  mich seinen Beinen zu und umwickelte sie schnell mit goldenem Band.

Wir waren beide ziemlich ausser Atem. Und schon hörte ich es knacken.

„Maike?, Maike bist du da, bist du in Ordnung? Ich hatte Notanzeigen von deinem Anzug. Er zeigte mir an, dass du dich nicht bewegst und es ziemlich kalt wurde.“

„Ronja – fühl dich mal dick gedrückt. Wenn ich wieder da bin trinken wir einen richtig heissen Glühwein, essen Weihnachtsplätzchen bis und schlecht wird und singen Weihnachtslieder. Dein geheimer Sensor hat mir das Leben gerettet – denke ich. Mehr später.“

Ich konnte mir den Spass nicht verwehrten. Ich schnappte mir eine Rolle Geschenkpapier und wickelte den Grinch auch noch in Sternchen- und Schleifchenpapier ein. Er sah fast entzückend aus. Ein Foto musste da noch drin sein. Ein Selfie mit dem Grinch.

So aber zurück zu meinem Auftrag. Ich fing an ihn zu löchern. „Wo ist die Liste vom Weihnachtsmann?“ „Das werde ich dir nie sagen“ Ich überlegte, wie könnte ich ihn denn foltern. Da fiel es mir ein. Ich schnappte mir mein Handy. Rief meine Weihnachtsplaylist auf und legte los. Absolute Weihnachtsmusik. Und nicht nur dass, ich fing an mit zu singen und zu tanzen. Schnell huschte ich noch in die Küche und war nicht überrascht Milch und Kekse zu finden. Die waren schnell erwärmt und der Duft war herrlich. Wenn der Grinch nicht schon grün wäre, würde er es werden.

Der Grinch war ganz schön taff. Aber ich hatte noch ein Ass im Ärmel. Die Weckglässer mit dem Weihnachtsglauben. Ich ging zur Vitrine und öffnete sie. Und dann öffnete ich die Gläser. Das brachte ihn zum zusammenbrechen. Er gestand und sagte mir den Code für seinen Safe. Nun darauf hätte ich ja noch selbst kommen können. Wer hätte denn das geglaubt. 2412.

Ich nahm  mir die Liste und rief Santa an. Er war nicht ganz überrascht, dass alles etwas schief gelaufen ist.

„Ach Maike, ich dachte mir schon, dass dies nicht unaufällig von dir gelöst wird, aber ich bin froh, dass ich dich engagiert habe. Ich wusste trotzdem dass du die richtige dafür bist.“

Ich drehte mich zum Grinch um und knutschte ihn erstmal auf die Wange. „Weisst du, Grinch. Ich sehe doch, an deinem Schlafzimmer, wie sehr du Weihnachten magst. Ich kann verstehen, dass du mal an Weihnachten so enttäuscht wurdest, dass du es hasst, aber muss es denn für immer sein? Ich mach dir einen Vorschlag. Solltest du dich aus dem Geschenkpapier befreien können, und Lust haben dich zu ändern, lade ich dich herzlich zu einem kleinen Glühwein mit Plätzchen und Weihnachtsmusik ein. Ich würde mich wirklich freuen wenn du kommen würdest. Und ich denke, es ist wohl klar, dass ich mir meinen Teddy mit nehmen.“ Ich drehte mich um und verliess die Höhle.

Als ich endlich wieder im Büro war – nicht ohne einen kleinen Einkaufsbummel zu erledigen – liess ich mich in meinem zerschlissenen Lieblingssessel fallen und atmete einmal tief durch. Dann kam ich dazu Ronja alles zu erzählen.

Später kam noch der Weihnachtsmann dazu und wir hatten viel Spass dabei uns Geschichten zu erzählen. Wir lachten, tranken, aßen und lachten. Und ihr werdet es nicht glauben. Einige Stunden später klopfte es an die Tür und als ich öffnete stand er tatsächlich vor mir – in der Hand einen Weihnachtsstern und eine Flasche Eggnogg. Er kennt mich halt doch….Der Grinch

Ich wünsche Euch allen einen tollen Nikolaustag und einen vollen Stiefel vor der Tür oder eine volle Socke am Kamin. 

Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #3

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So – es geht weiter mit Maike und ihrem heiklen Auftrag dem Grinch die Liste der artigen Kinder zu entwenden. Wenn ihr noch mal nachlesen wollt kommt ihr hier zum Vortag und hier zum Anfang.

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Nach dem ich noch einen Tag für die Beobachtung opferte. War es dann soweit. Der Bruch sollte starten. Es bestätigte sich dass der Grinch den beobachtete Zeitplan einhielt.

Also wartete ich, dass er seine Höhle für zwei Stunden verliess. Danach machte ich mich auf den Weg um in eine Höhle ein zu brechen. Ja. Alles muss man ja mal als erstes machen.

Ich stand also vor diesem Tor und war etwas verzweifelt. Das Ding hatte ein Schloss aus Eis. Sollte ich es einfach schmelzen? Oder knacken. Ich wollte es mit Knacken versuchen, denn Schmelzen könnte zu lange dauern. Ausserdem hatte ich kein Feuerzeug dabei – sagt nichts – das steht schon auf meinem Gedankenzettel – eine Meisterdiebin braucht unbedingt ein Feuerzeug. Wie ungeschickt. Aber egal – hätte ja eh zu lange gedauert, also pft.

Als Meisterdiebin habe ich mich natürlich ausführlich mit der Materie des Schlossknackens beschäftigt. Habe mich sogar einige Stunden damit beschäftigt. Ich halte mich also für bestens vorbereitet. Wenn Youtube Videos das nicht schaffen, tja – wer denn dann? Hhe?

Also – ich tat mal so, als könnte ich Fingerknöchel knacksen lassen, blies mir in die Hände und legte los. So ein gefrorenes Schloss war etwas tricky. Ich rutschte ständig mit den Dietrichen ab. Mit heraushängender Zunge, hochkonzentriert, schaffte ich es. Ich schaffte es. JA – ihr lest richtig. Es machte „klick“ und das Schloss öffnete sich. Glaubt mir ich war erstaunter als ihr es wohl seid.

Ich trat ein, und schaltete meine Stirnlampe ein. Innen war es wie im Schloss der Eiskönigin. Alles war gefroren und spiegelglatt und die Konsequenz – ich segelte gewaltig auf meinen ausladenden Hintern. Nun – glaubt nur den Gerüchten nicht, dass der gut gepolstert nicht schmerzt. Das tut er. Aber – ich war gewappnet. Ich hatte so tolle Latschen – So Schneeketten für die Schuhe – hiha. Die schnallte ich an und dann war das kein Problem mehr. Das einzige Problem war – die machten ganz schön krach. Ich hoffte, das Eis würde etwas wie Eierkartons den Lärm dämmen. Am Pol ist ja auch alles sooo ruhig. Und bei Schnee wirkt einfach alles so friedlich. Also musste das einfach so sein.

*knacks* „Maike?“ flüsterte es in meinem Ohr. Ronja. „Was gibt es Ronja – alles safe?“ „Ja, ich wollte nur mal hören ob bei dir alles klar ist?““Perfekt – die dicke Eule ist im Nest“. „Ahhahahahaahhaaha – Maike – das stell ich mir jetzt aber mal bildlich vor. Hihihihihi – Over und Out. “ Alles sehr professionell bei uns.

Ich schlich also durch die vereiste Höhle des Grinch und versuchte mir zu überlegen wo er denn so eine wichtige Liste aufbewahren würde, er hätte ja bestimmt etwas damit vor. Deswegen würde er sie nicht einfach zerstören. Ich gönnte mir eine Pause und setzte mich auf einen Sessel um mir ein Bild des Raumes zu machen. Ich versuchte mich in den Grinch zu versetzten. Er hatte einen Tick – aber war verdammt unordentlich. Überall lagen Plüschtiere und Kartons – alle schön verpackt und mit einer Eisschicht überdeckt. Das sah mal total gut aus. Ein paar Lichterketten mit eingefroren und da wäre das eine perfekte Weihnachtsdeko. Super Idee – Wenn es denn nicht so kalt wäre.

Ja – in diesem Raum viel mir nichts auf. Ich blickte mal auf meine Uhr. Es war schon eine halbe Stunde vergangen. Ich  musste mich jetzt etwas sputen. Also wollte ich aufstehen. Ähm – ja – Ich sass in einer schönen wollig-warmen Hose auf einem mit Eis bedecktem Sessel. Das war so bisschen angetaut und anscheinend bei der Kälte wieder total eingefroren. Das Aufstehen gestaltete sich dann etwas ungeschickt in dem ich meine Hose ausziehen musste. Was – verdammt noch mal auch nicht so einfach war. Aber ich war ja gelenkiger als man es mir ansah und nach einigen, nicht jugendfreien Ausdrücken stand ich neben meiner Hose und versuchte sie aus dem gefrorenen Eis zu kratzen. Oh man. Das kostete mich gute 10 Minuten. Ich zog also  meine nasse Hose wieder an und durchforstete in meinem Kopf ob ich einen Blasentee zu Hause hätte, denn den würde ich bestimmt benötigen danach.

Seufzend ging ich weiter und landete in Grinch´s Schlafzimmer. Und ich war total erstaunt. Es wirkte richtig gemütlich. Der Schlingel – dafür dass er Weihnachten nicht mag – ja eigentlich hasst – war das hier verdammt weihnachtlich. Das Bett war in schönen roten, goldnen und grünen Tönen bezogen. Am Fuss- und Kopfende waren Tannenzweige befestigt mit Lichterketten die ein sanftes Licht abgaben. Im Kopf machte ich ein Bild davon, das würde meine nächste Weihnachtsdeko für das Büro werden. Ach war das herrlich. Ich verliebte mich sofort in dieses Schlafzimmer. Einen schönen Weihnachtsbaum mit vielen Geschenken fand ich und ich dachte ich hätte eine vereiste Kopie eines Weihnachtsdorfes vor mir. Ich konnte es nicht fassen. Wieso sollte er denn den Kindern schaden wollen. Das verstand ich nicht.

Ich riss mich von dem schönen Anblick los und fing an zu suchen. Klopfte die vereisten Wände ab um Hohlräume zu hören. Nahm meinen Metaldetektor für die Hosentasche um einen Tresor zu finden und tatsächlich – er piepste. Ich hatte was gefunden. Etwas grösseres in der Wand über dem Kopfende des Bettes.

Ich wollte gerade meinen Siegestanz aufführen, als ich ein Geräusch hörte. Ich konnte mich plötzlich nicht mehr bewegen und die Bedeutung Kälte bekam einen viel intensiveren Ausdruck. Ich war nicht nur auf einen Tresor gestossen, sondern hatte auch eine Alarmanlage betätigt, die mich mit Eis übergoss.

to be continued….

Für alle die Nikolaus am 5. 12. feiern wünsche ich einen tollen Nikolaus Abend.

Für alle anderen, die am 6. 12. Besuch vom Nikolaus bekommen und alle anderen ,werden da erfahren ob Maike es schafft aus dieser Eisfalle zu entkommen um dem Nikolaus rechtzeitig die Liste zu bringen. Und ist Grinch wirklich soooo böse? Wer so ein tolles Schlafzimmer hat…

 

Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #2

animiertes-weihnachten-linien-bild-0015Es war eigentlich nicht von Anfang an geplant ein Mehrteiler zu werden – aber die Fantasy macht was sie will  Hier kommt ihr zu dem 1. Teil

weihnachten_0042Vielleicht erinnert ihr euch noch. Ronja und ich sassen in unserem Büro, als ein dicker, rauschebärtiger Mann in rot eintrat. Er hat uns überzeugt der Nikolaus zu sein und wir sollten ihm seine, vom Grinch geklaute Liste der artigen Kinder wieder besorgen. Und da wir eine erfolglose Meisterdiebendetektei waren – die perfekte Aufgabe für uns.

Ronja – eigentlich das Hirn unseren kleinen Organisation, grübelte Stunden über den Plan den uns Santa gegeben hat. Sie schaute wie ich am besten dort hin kam und auch dann am besten in den Unterschlupf vom Grinch.

Selbst da sah sie einfach entzückend aus. Schon wieder neidisch, und biss in einen Keks, den ich dann wieder in die Schachtel legte. Ja – schlechte Gewohnheiten waren schlecht abzulegen.

Ich checkte derweil mein Equipment. Mein Einbruchswerkzeug hatte ich in einem süssen kleinen Mäppchen mit Glitter. Ja ich konnte meine weibliche Ader halt nicht verbergen. Zu meinem Werkzeug gehörten die üblichen Dietriche, ein kleiner Meisel, ein Mini-Akkuschrauber, kleine Sägen, so eine tolle kleine Kamera, die man unter der Tür durchschieben konnte. Tolle Sache, kann man schön viel Blödsinn machen und böse Scherze – habe ich gehört. Also alles was nötig war, vorhanden, geölt und gereinigt.

Zur Verteidigung hatte ich einen Teleskopschlagstock, der zum Glück noch nie zum Einsatz kam. Ich hoffte, den Grinch nicht anzutreffen. Dafür würden wir ihn ein bisschen beschatten müssen, das war dann meist mein Part. Denn Ronja machte eher ungern Ausseneinsätze. Das war mein Faible. Und trotz meiner unförmigen Figur, war ich gar nicht so ungeschickt. Nicht erfolgreich, aber gar nicht so schlecht.

Meine Tasche war gepackt. Observations-Equipment mit Parabolabhörantenne, eine Thermoskanne mit heissem Kakao und noch eine mit heissem Kaffee, wenn es spät wird. Dann eine Schüssel mit Obst, als Alibi – hähähä. Eine weiter Dose mit Keksen – später sollte ich feststellen, dass Ronja mir doch tatsächlich alle angeknabberten eingepackt hatte – sehr witzig.

Ich sass dann also in meinem Auto und wartete. Ronja hatte einiges über den Grinch gesammelt, und dieses Material nahm ich mir dann jetzt vor. Ich konnte in der Zwischenzeit beobachten, dass er irgendwie einen Tick zu haben schien. Er verliess seine Höhle – wanderte die Strasse hoch und wieder runter – ging wieder hinein und das so alle 30 Minuten.

Einige Stunden später hatte ich mir dann einen Plan erstellt. Er verliess also tatsächlich etwa alle 30 Minuten seine Höhle um seinen Lauf zu machen, und zwei mal verliess er seine Höhle für 2 Stunden, und das wird mein Einbruchsfenster sein. Aber ich musste noch einen Tag investieren, da ich diesen Tick noch mal gegen gecheckt haben wollte.

Ich startete meinen Wagen und machte mich auf den Weg zurück ins Büro. Ronja – die gute Seele –  hatte mir schon das Sofa zurecht gemacht und es war schön kuschelig warm. Ich legte mich sofort hin und träumte von kleinen Elfen und netten Weihnachtshüttchen, Plätzchen und Glühwein. Ich denke ich lächelte im Schlaf, denn alles wirkte so friedlich.

To be continued…

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Fortsetzung

 

Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #1

Dominik hat uns ein neues Wort gegeben. Wir schreiben jetzt einen Text dazu und veröffentlichen den bei uns auf dem Blog um ihn dann bei ihm zu verlinken. Das neue Wort lautet:

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lch bin eine moppelige Meisterdiebin mit geringen Fähigkeiten. Wartet – nein so sollte ich wohl meine Vorstellung nicht gestalten. Fangen wir noch mal an. Hallo – ich bin eine moppelige Meisterdiebin mit besonderen Fähigkeiten. Ja – das klingt doch schon viel besser. Und genau dieser Spruch brachte mir einen heiklen Auftrag ein.

Ich sass in meinem – als Privatdetektivin getarnten Büro und wartete. Auf dem Schild an der Tür stand Maike Mendel – Geprüfte Detektivin. Ich hatte sogar eine Vorzimmerdame. Ist das zu fassen. Aber meine Vorzimmerdame ist natürlich meine Komplizin. Denn jede Meisterdiebin braucht – neben Fingerspitzengefühl – auch jemanden der ihr hilft. Alles andere wäre unwahr. Ronja – sie ist einfach die Maschine hinter meinen Fähigkeiten. Meine Seele, meine Augen, mein Gewissen und blablabla…

Kommen wir zurück zu meinem Auftrag. Ronja und ich sassen, eine Woche vor dem Nikolausabend in unserem Büro und sprachen über Dies-und-Jenes. Der Auftragsblock war leer. Tja. Weder als Detektivin noch als Diebin wurden meine Dienste gebucht. Könnte an meinen geringen Fähigkeiten liegen. Denn meine vorherigen Fälle hatten meist ein negatives Ende. Aber da will ich gar nicht von reden. Das könnte alles verderben. Denn als Ronja und ich so rum sassen und einen leckeren Kakao mit Schuss – gegen die Kälte – tranken, klopfte es.

Dazu muss ich natürlich noch erwähnen. Ich liebe Weihnachten. Dementsprechend geschmückt ist das Büro. Da ich eh die meiste Zeit dort verbringe haben wir alles hier aufgepeppt. Und ich liebte dieses Geblinke und Geleuchte. Überall Tannen und Sterne. Also ein typisch kitschiges Weihnachtsbild. Ach – es klopfte. Und in der Tür stand ein Mann ganz in Rot und dick mit weißem Rauschebart.

Ein Kaufhaus-Nikolaus. Na toll. Aber gut, die Rechnungen müssen bezahlt werden also nehme ich was kommt.

„Hallo, was kann ich denn für sie tun? Ist einer ihrer Elfen mit den Einnahmen abgehauen und sie wollen, dass ich ihn finde?“

„Ach Maike – wie immer den Schalk im Nacken. So warst du schon als Kind. Und immer schneller als ich am Plätzchenteller.“

„Hä – Gut ich bin etwas aus der Form, aber was bitte schön soll denn das bedeuten?“

„Jedesmal wenn ich die Geschenke unter dem Baum legen, und ich die Plätzchen essen wollte waren die alle schon angeknabbert. Und wenn ich nach dir sah, hattest du immer einen kleinen Milchbart während du selig im Land der Träume warst. Immer total süss.“

Okay. Jetzt wurde es echt seltsam.

„Nun gut, lassen wir das geplänkel“, sagte ich. „Was kann ich denn jetzt für sie tun?“

„Es ist mir etwas unangenehm, aber ich habe einen heiklen Auftrag für dich und ich weiss, dass die Detektei nur eine Scheinfirma ist“

„Na toll – ein verdeckter Ermittler – das ist eine gar nicht so schlechte Tarnung, nur eine etwas plumpe Art. Daran müssen sie echt noch arbeiten. Denn ich BIN eine Detektivin – ich weiss nicht wie sie auf was anderes kommen“ sagte ich unschuldig blickend.

„Ach Maike – du glaubst doch  nicht, dass ich nicht genau weiss was du in Wahrheit versuchst erfolglos aufzubauen.“

„*Räusper* Nun äh. Gut. Also noch ein mal, was kann ich denn dann so für sie, ähm erledigen?“

„Ist mir etwas peinlich, vielleicht kennst du ja diesen ewigen Kampf gegen die Weihnachtsgegener. Jack Frost, Grinch sind die bekanntesten. Aber auch weniger bekannte Neider gibt es, denn Weihnachten ist halt das beliebteste Fest.“

„Ähm – ja gut …Eine heisse Schokolade und einen Keks?“

„Ach ja, warum denn nicht, das nehme ich doch gerne an, wenn du nicht wieder dran geknabbert hast.“ Schmunzelte der dicke Mann. Ich verzog nur die Lippen und ging zu Ronja.

„Hör mal, da drinne sitzt ein Mann, der sich für Santa hält. Immer diese Spinner zu Weihnachten, aber gut, wenn er die nächste Miete zahlt, soll es mir recht sein. Kunde und König und so…bist du so lieb und machst ihm eine heisse Schokolade und einen Teller mit Keksen – die guten, die ich noch nicht probiert habe – er mag keine angeknabberten hihihi“

Ronja stand auf – ich bewunderte ihr weihnachtliches Outfit. Eine grüne Hose mit rotem Pulli und neckischen Tannen aber dezent. Sie kann einfach alles tragen – immer dieser Neid. Ich seufzte und drehte mich zu meinem Büro um.

„So, Ronja ist so nett und bringt uns was.“

„Ach, die liebe Ronja – immer ein geschicktes Mädchen, alles was sie von mir bekam wurde kürzester Zeit auseinander genommen und neu zusammen gebastelt. Immer ein Vergnügen ihr dabei zu zu sehen.“

Irritiert sah ich ihn an. Nun gut. Warum nicht. Ein Auftrag für Nikolaus.

„Ok, alter Mann, zurück zum Geschäft. Was ist das Problem?“

„Es ist diesesmal der Grinch, er hasst Weihnachten, du weisst ja bestimmt, dass er ein schlimmes Erlebnis als Kind hatte und nun allen Kindern Weihnachten verderben will. Ich weiss nicht wie, aber er hat es geschafft, meine Liste mit den guten Kindern zu klauen. Und die sollst du jetzt zurück – äh – holen. Und das natürlich so unauffällig wie möglich.“

Unauffällig ist mein Ding. Und schon stand Ronja im Raum und prustete fast in den Kakao.

„Hahahahaha. Maike und unauffällig. Das ist echt witzig Santa. Hahahahaha…hier der Kakao mit kleinem Extra,“ blinzelte sie, “ und die unangeknabberten Kekse, die wirklich schwer zu finden waren, Maike!“

Ich wand mich etwas berührt auf meinem zerschlissenen Stuhl und zog eine Schnute.

„Danke dir Ronja.“ flötete ich süffisant.

„Gut. Wo finde ich ihn und wo kann die Liste sein?“

Er beschrieb mir den Standort des Grinch aber gab zu nicht zu wissen wo die Liste denn sei. Kein Problem. Wir hatten ja noch eine Woche bis zum Nikolausabend. Aaaber – hmhmhm….vielleicht doch zu knapp.

Werden  meine „besonderen“ Fähigkeiten ausreichen um die Liste wieder zu beschaffen? Oder werde ich an meiner Genialität – äh – an den Hindernissen scheitern. Wir werden es erfahren. Klar ist – es wird Fingerspitzengefühl benötigt. Und davon eine ganze Menge.

To be continued

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