[Story-Samstag] Handschrift

storysamstagWas ist der Story-Samstag? 

Der Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt ein kleines Thema vor. Und wir haben die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. Man hat immer zwei Wochen Zeit um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen….

Heute hat sich Tante Tex was außergewöhnliches einfallen lassen.

story-samstag-handschrift-1

story-samstag-handschrift-0 

So schreibe ich um nichts zu verschmieren. 

 

So dann deute ich noch mal meine Handschrift auf http://www.graphologies.de/.

Die Deutung der Handschrift brachte folgendes Ergebnis:

Rina. P. ist selbstbewusst und bereit,
ihre Stärken auch anderen zu zeigen.
Sie ist locker und großzügig.

Ja – ich denke schon

Rina. P. ist ein impulsiver, unsteter, vielseitiger und unkonventioneller Typ.
Es fällt ihr nicht leicht, sich anzupassen.

Impulsiv eher nicht, der Rest könnte passen

Sie ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll.
Im Großen und Ganzen wirkt sie gelassen bis uninteressiert,
wenn sie aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht sie
ihre Umwelt durch ihr überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.

Ja klingt bisschen nach mir. so 85%

Rina. P. legt Wert auf eine Grunddistanz zu ihren Mitmenschen.
Auch gute Kollegen müssen nicht alles wissen.

Das stimmt nicht so…ich bin eigentlich zu vertrauensselig und offen. Aber ich arbeite dran. 

Sie ist künstlerisch-handwerklich begabt – oder zumindest interessiert.

Begabt – naja. Interessiert auf jeden Fall

Rina. P. ist sehr stark um Gerechtigkeit bemüht.
Sie versucht stets, sich für andere einzusetzen.

Leider ja. Aber ich bin nicht mehr in der Position, dass ich es geschäftlich bräuchte. Privat auf jeden Fall bemüht. 

Rina. P. begibt sich nicht in die Gefahr, als kleinlich bezeichnet zu werden.
Eher werden ihre Taten als überstürzt und ungenau eingeschätzt.
Trotzdem besitzt sie eine gewisse Neigung zur Zufriedenheit, die auch
zur Trägheit werden kann.

Kleinlich bin ich wirklich nicht. Naja. Kommt drauf an. Ich kann! kleinlich sein. Ja gut…stimmt wohl bisschen. Aber überstürzt und ungenau – das eher nicht. Die Trägheit stimmt wieder. 

Rina. P. ist insofern bescheiden und wenig aufdringlich,
als dass sie es nicht nötig hat, die Umwelt bei jeder Gelegenheit
auf die eigenen Stärken aufmerksam zu machen.

Das stimmt. Ich stelle mich nicht gerne auf ein Podest. Wenn jemand merkt, dass was gut ist, nehme ich das Lob gerne, aber ich bettle nicht drum. 

Diese Deutung wurde auf den Seiten von www.graphologies.de erstellt.

Ist gar nicht so daneben bei mir…ich denke so 85%-90% könnte man tatsächlich so stehen lassen.

 

Wie ist mein Standpunkt zum handschriftlich geschriebenem Wort?

Ein Muss. Stellt Euch vor, niemand könnte mehr die Buchstaben gestalten und die Technik versagt? Fangen wir dann wieder an wie die Ägypter Bildchen zu malen? Ich finde es allerdings einen Verlust, dass die Schreibschrift abgeschafft wird/wurde. Ich mische meistens. Aber man schreibt so viel schneller. Allerdings auch undeutlicher. Ich schreibe nicht gerne mit der Hand. Ich verkrampfe schnell und es schmerzt, aber ich möchte es nicht missen. Es ist einfach Essentiell in unsere Gesellschaft.

Werbeanzeigen

Story-Samstag – Reise in die Vergangenheit – Sturm des Schicksals

storysamstagWas ist der Story-Samstag? 

Der Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt ein kleines Thema vor. Und wir haben die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. Man hat immer zwei Wochen Zeit um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen….

 

Macht einmal eine Zeitreise in die Vergangenheit und berichtet über eure Erfahrungen. Vielleicht landet ihr ja bei den Dinosauriern? Oder in der Schlacht von Troja?

Wieder ein Tag, wie jeder andere, dachte Steffi. Sie hatte keine Lust die Augen zu öffnen. Aber dann viel es ihr ein. Es war ja gar kein Tag wie jeder andere. Sie hatte Urlaub und sie hatte einen tollen Trip geplant. Sie wollte in die Berge. Das wäre ihr erster Urlaub seit langem und auch noch alleine. Sie war sich nicht sicher, ob ihr das gefallen würde, aber eigentlich hatte sie es fest geplant. Endlich mal abschalten und sich Gedanken machen was sie denn noch so im Leben vor hatte. So wie es jetzt war, konnte es einfach nicht bleiben. Sie hasste ihren Job und ihr Leben auch bisschen. Ihre letzte Beziehung war eine Katastrophe und ihre Freunde hatten sich auf seine Seite geschlagen. Ja – gut sie hatte ihn, ohne ersichtlichen Grund, verlassen. Aber sie war einfach nicht glücklich mit ihm. Das Leben war schon in eine Bahn gerutscht, die ihr nicht gefiel. Deswegen war so ein Trip in die Berge – die Einsamkeit – genau das richtige. Sie hatte eine Hütte gebucht. Dort kam einmal die Woche eine Versorgungstour und sonst nichts. Strom gab es über Solar – so modern waren sie schon – und über einen Generator. Warmes Wasser – na ja wer brauch schon Luxus. Kaltes Wasser lässt die Geister erwachen.

Sie schnappte sich ihren Rucksack und packte, die Sachen, die sie vorbereitet hatte ein. Sie suchte ihr Ticket. Ihr Auto wollte sie hier lassen. Brauchte sie dort nicht. Dann rief sie ein Taxi zum Bahnhof und los ging es. Sie war ganz entspannt. Die Häuser zogen schnell an ihr vorbei. Als sie am Bahnhof ankam, hatte sie sogar Glück. Kein Streik – Keine Verspätung. Also bestens. Rein in den Zug und ab in die Einsamkeit.

Als sie ankam, wartete schon eine Pferdekutsche auf sie. Ein junger Mann sass drauf und als er sie sah, sprang er vom Bock und half ihr mit dem Rucksack.

„Hallo, ich bin Rubens. Ihr „Butler““. Lachte er.

„Mein Butler? Das nenne ich mal All-inclusive.“ Lachte sie. „Sie bringen mich in meine Hütte und versorgen mich wöchentlich?“

„Genau – hier werden Butler verdammt schlecht bezahlt, deswegen nur minimalistische Tätigkeiten.“ Grinste er. „Wie lange bleiben sie noch mal. Vier Wochen?“

„Ja genau. Vier Wochen um meinen Geist und meine Seele zu reinigen.“

„Hm. Ungewöhnlich eine so junge Frau. Sie scheinen keine Angst zu haben, so alleine?“

„Nein – ich bezweifel wirklich, dass sich jemand die Mühe macht auf den Berg zu kraxeln um mich irgendwie zu belästigen. Das wäre doch etwas zu viel Aufwand“ schmunzelte sie

Während der Fahrt unterhielten sich die beiden noch etwas über alltägliche Dinge. Und als sie ankamen zeigte Rubens ihr schnell noch wie der Generator funktionierte. Holz wäre genug da, für die kalten Tage.

„Wenn es einen Notfall gibt,“ meinte Rubens „dann findest du dahinten eine Feuerstelle um Rauchzeichen zu machen.“ Grinste er.“oder du nimmst das Funkgerät in der Hütte.“

„HAHA. Ich bleib beim Feuer. Ich danke dir. Dann sehen wir uns nächste Woche.“

„Alles klar Steffi. Ich wünsche dir eine entspannte Zeit.“

Steffi fing an sich einzurichten und sie genoss jetzt schon die Stille. Könnte sie immer so leben? Wäre es möglich ihre Karrierepläne, die noch nicht mal bestehen, ad acta zu legen um hier zu leben. In Einsamkeit und Stille? Sie würde es wissen – in vier Wochen. Jetzt würde sie erstmal eine ruhige Nacht geniessen. Und morgen wäre eine Wanderschaft geplant.

Steffi hatte noch nie so gut geschlafen. Sie wachte mit den Sonnenstrahlen auf, die auf ihr Bett schienen. Die Vögel zwitscherten ansonsten hörte sie nur einen Bach in der Nähe. Sie stand auf, kochte sich Kaffee und setzte sich mit der Tasse auf die Terrasse. Es war noch kühl, aber einfach traumhaft.

Eine Stunde später packte sie ihren kleinen Trackingrucksack, die Kamera und einen Snack ein und lief los. Sie hatte eine kleine Wanderkarte. Aber die wollte sie nur nehmen, wenn sie sich verlaufen würde. Sie war mit ihrem Vater als Kind oft gewandert und er hatte sie eigentlich ganz gut ausgebildet. Sie lief. sammelte bisschen Nahrung – es war früh im Jahr  – die Birken konnten noch angezapft werden und die jungen Blätter konnte man noch essen. Sie war so in Gedanken, dass sie gar nicht merkte, dass vor ihr jemand stand.

„Rubens, was machst du hier?“

„Neben meinen Butler-Tätigkeiten, bin ich hier auch noch Wildhüter und Förster.“

„Uh – ein Mann mit vielen Geheimnissen. Toll. Darf ich dir etwas folgen. Ich bin schon einige Zeit unterwegs. Und ich muss mich langsam von der Welt abnabeln.“

„Ja klar, warum nicht. Ich habe vor zu einer Felsformation im Norden zu gehen. Da gibt es immer wieder schöne Vogelpopulationen zu beobachten.“

„Toll, lass uns gehen“

Sie liefen schweigend nebeneinander her. Es war nicht nötig zu sprechen. Die Gegend war einfach faszinierend.

Als sie bei der Felsformation ankamen, änderte sich das Wetter. Das passierte in den Bergen sehr schnell. Ihnen blieb nichts anderes übrig als in einer der Höhlen Unterschlupf zu suchen.

Sie machten sich ein Feuer und unterhielten sich etwas. Das Unwetter blieb. Irgendwann schliefen die beiden ein. Als sie wach wurde, krabbelten sie aus der Höhle. Sie streckten sich und Steffi wühlte in ihrem Rucksack nach dem löslichen Kaffee. Schnell machten sie sich auf der Glut noch einen Kaffee warm um dann wieder zurück zu gehen.

„Wie sieht es aus?“ Fragte Rubens

„Was meinst du?“

„Jetzt haben wie die Nacht ja schon miteinander verbracht, da kann ich dir wenigstens, anstandshalber, ein Frühstück spendieren.“ Lächelte er frech.

„Du hast Recht, das ist wohl das mindeste, das ich erwarten kann. Ein Ring wäre passender, aber fangen wir mit einem Frühstück an.“

Sie liefen albernd den Berg runter, Richtung Dorf und als sie gerade das Dorf betreten wollten stockte Rubens. Er blickte sich um und hielt Steffi zurück.

„Hier stimmt was nicht. Das sind zwar die Häuser meines Dorfes, aber sie sind anders gestrichen und es gibt keine Strassen für die Autos. Nur ein grosser runder Platz. Und überall Pferdekarren. Was ist denn hier los. Plant der Bürgermeister einen Mittelalterfest? Das wäre aber viel Energie aufgewendet.“

Sie gingen langsam und misstrauisch weiter. Auf einmal blieb eine Frau mit einer Schubkarre voller Karotten vor ihnen stehen.

Frau Steffanie, Herr Rubens, da seid Ihr ja wieder. Ihr habt eure Beinkleider an, wart Ihr wieder Kräuter sammeln? Wir haben Euch vermisst am Markttag. Aber jetzt weiss ich ja, dass Ihr Eure Medizinschränke auffüllen wolltet. Einen schönen Tag noch.“

Rubens schaute Steffi verwundert an und Steffi stand mit offenem Mund da. Was war denn hier los?

„Komm, lass uns schnell zu mir nach Hause gehen. Vielleicht löst sich das alles noch auf. “

Er zog sie hinter sich her. Als sie vor seinem Haus standen schaute er verwundert hoch. „Es steht auf dem Platz, aber es sieht so anders aus. Schau hier hängen lauter Kräuter zum Trocknen. Und da hinten ist ein Garten mit Kräutern. Das Vieh. Ich hatte kein Vieh. Ich hätte nie Zeit gehabt. Nur mein Hund, Mein Hund – wo ist Felix.?“ Und kaum hatte er den Namen ausgesprochen, wurde er auch schon von einem schwarzweißen Border Collie angesprungen.

„Felix. Ah mein guter Felix. Was ist denn hier los? Komm antworte mir“

„Na da würdest du aber dumm gucken, wenn er jetzt anfangen würde zu reden. Mich würde hier jetzt gar nichts mehr wundern“

„Komm lass uns rein gehen. Das mit dem Frühstück wird wohl nichts. Ausserdem ist es eh schon wieder fast Abend. Der Weg hat länger gedauert als erwartet. Ich lade dich noch mal ein die Nacht bei mir zu verbringen. Dann gibt es bestimmt ein Frühstück. “ Er grinste wie ein Junge, der das letzte Stück Kuchen geklaut hatte.

„Du hast Recht, lass uns schlafen. Vielleicht sind wir gar nicht wach. Es ist alles ein Traum und morgen ist alles wieder normal.“

Er zeigte ihr, wo sie sich hinlegen konnte. Als sie schlief, träumte sie. Sie sass in dem Raum und in der Ecke erschien eine Frau. Sie sah aus wie Steffi.

„Hallo Steffi.“

„Äh, Hallo?“

„Du wunderst dich wohl. Das ist verständlich. Ich bin die Schicksalsgöttin.“

„Oh – was schräge Träume, diese frische Luft hat es echt in sich. Warum siehst du aus wie ich?“

„Weil ich hier für dich erscheine. Ich nehme immer die Gestalt des Besuchten an.“

„Gut – der ganze Tag ist schon unter „Schräg“ gespeichert. Da ändert das jetzt auch  nichts mehr. Also erklär dich.“

„Schön. Das mag ich an dir. Du fackelst nicht lange rum. Hier mein Angebot: Du bist unglücklich in deinem alten Leben. Also kann ich dir anbieten das Leben hier auszuprobieren. Du befindest dich 1407. Du bist hier ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft und kannst mit Rubens zusammen einiges erreichen. Du bist die Heilkundige hier im Dorf und sehr beliebt. Natürlich besitzt du Wissen aus der Zukunft, das hilft dir besondere Behandlungsmethoden anzuwenden, die vielen das Leben gerettet haben. Rubens ist hier ein angesehener Wildhüter und Förster und die Bevölkerung hätte ihn gerne als ihren Bürgermeister. Die Leute hatten es schwer in der Vergangenheit. Kriege, Ausbeuter, Krankheiten. Sie sehnen sich nach eurer Führung. Ihr könnt euch selbst und die Leute hier glücklich machen.“

„Das klingt wie aus einem Groschenroman.“

„Ja, das stimmt – so ist ein glückliches Leben. Wie ein Roman. Ihr könnte hier ein erfülltes Leben führen. Rubens bekommt von seinem Schicksalsgott gerade das gleiche Angebot. Ihr beide seid für einander bestimmt. Hier und auch in eurem alten Leben. Ich mache dir ein Angebot. Teste dieses Leben für die vier Wochen, die du für deinen Urlaub geplant hattest. Wenn du nicht hier bleiben willst, komme zu der Höhle zurück. Da wird sich das Portal in dein altes Leben öffnen und du kannst wieder zurück. Aber gib dem hier eine Chance.“

„Was ist wenn ich mich für hier entscheide. Was wird aus meinem alten Leben, Familie, Freunde?“

„Die Erinnerung an euch wird gelöscht. Ihr habt dann dort nie existiert. Keiner wird euch vermissen. Aber du darfst nicht traurig sein. Deine Liebsten haben ihre Seelen hier, hier in dieser Zeit. Es sind immer die selben die du in deinem Leben triffst. Also auch hier.“

„Man – das klingt wie ein Abenteuer. Gut – gut ich mache es. Ich versuche es. Ja ich will erstmal hier bleiben. So verrückt wie sich das auch anhört. Ich bleibe erstmal in 1407 mit Rubens, wenn er denn will.“

„Oh ja er will.“

Als die Göttin weg war, erwachte Steffi. Sie sprang auf und ging sofort zu Rubens Zimmer rüber. Er war auch wach und sie sah in seinen Augen, dass er ein ähnliches Erlebnis hatte.

Sie setzten sich in die Küche und redeten über diese neue Situation und waren auch ziemlich aufgeregt. Es war wie ein kleines Abenteuer.

So vergingen die Tage. Rubens machte weiter wie bisher nur weniger modern und wesentlich entspannter. Er wurde öfter wegen des Bürgermeisteramtes angesprochen und auch mal ins Rathaus berufen. Währenddessen sortierte Steffi ihre Medizin und versteckte die Bücher, die sich in ihrem Rucksack befunden hatten. Sie hatte sich schon zu Hause für alternative Medizin interessiert und dementsprechende Lektüre dabei gehabt. Die würde nützlich sein, aber auch nicht ungefährlich. Sie genoss die Ruhe in diesem Dorf. Fern der Hektik. Die Leute begrüssten sie, sie luden sie zu Kaffee, Tee und Kuchen ein. Sie kamen zu ihr zu Behandlungen. Es gab keine Hebamme im Dorf, das wurde auch von Steffi übernommen. In der Zeit hatte sie schon zwei Kindern auf die Welt geholfen, und das war ein berauschendes Gefühl. Sie vergas immer mehr ihre Vergangenheit und lebte sich immer mehr in ihr jetziges Leben ein. Die Schicksalsgöttin hatte recht mit den Menschen. Schnell hatte sie ihre Freunde aus dem alten Leben erkannt.

Und auch Rubens fühlte sich immer wohler. Am Anfang war er sehr zurückhaltend Steffi gegenüber. Er machte seine Witzchen über ihre Situation und dass sie in wilder Ehe leben würden. Aber sie wussten beide, dass sie in diesem Leben verheiratet waren. Nur traute sich keiner von beiden den ersten Schritt zu machen. Aber eines Abends, nach einem Fest in der Dorfscheune war Steffi etwas angeseusselt und locker. Sie flirtete wild mit Rubens und es kam wie es das Schicksal wollte. Die beiden fanden sich endlich in ihren Armen wieder. Es war für Steffi wie nach Hause kommen. Endlich fühlte sie sich komplett. Und als der Tag kam, an den die beiden zur Höhle hätten gehen können, kuschelte sich Steffi tiefer in Rubens Arme und küsste ihn innigst. Sie war glücklich und fühlte fast das neue Leben, das schon in ihr wuchs.

Die Schicksalsgöttin sass oben am Berg und lächelte wissend vor sich hin. Sie liebte diesen Teil ihres Daseins. Manchmal war es ihr vergönnt, die Menschen glücklich zu machen. Und dies wiegte alles Leid auf, das sie sonst gezwungen war zu verteilen.

ENDE

 

[Story-Samstag] Spieglein, Spieglein an der Wand – Spiegel-To-Go

storysamstagWas ist der Story-Samstag? 

Der Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt ein kleines Thema vor. Und wir haben die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. Man hat immer zwei Wochen Zeit um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen…

Schreibt  etwas über einen sprechenden Spiegel. Hier wie immer ein paar Anregungen: Was würde der Spiegel über euch sagen? Sieht der Spiegel vielleicht geheime oder verbotene Dinge? Kann der magische Spiegel vielleicht noch mehr als nur sprechen? Was für eine Geschichte steckt dahinter?

 

So – ich bin etwas zu spät, weil ich irgendwie nicht mitbekommen habe, das die zwei Wochen schon wieder rum sind. Und einen Schnupfen habe ich auch noch, der auf mein Gehirn drückt ;-). Aber ich habe doch noch was aus dem Spiegel herauskitzeln können. Ich wünsche euch viel Spass bei Spiegel-To-Go

****

Amanda schlenderte über den Trödelmarkt. Seit einiger Zeit versuchte sie ihre Wohnung etwas alten Flair zu geben. Dafür suchte sie alte Möbel bei Haushaltsauflösungen und Trödelmärkten. Manchmal nicht zu glauben was man da so findet. Aber nicht nur das Finden der Möbel interessierte sie. Sie fand die Menschen auf den Trödelmärkten sind irgendwie ein besonderer Schlag Mensch. Nicht zu verwechseln mit den Flohmärkten. Da wurde ihr oft zuviel Ramsch angeboten. Aber wenn man in ländlichen Gegenden über die Märkte schlendert, dann kann man nette Sachen essen und trinken. Es vermittelt  manchmal so ein bisschen das Gefühl eines Mittelalter Marktes.

Als sie also so schlenderte, kam sie an einem Stand einer alten Frau vorbei. Die nahm es sehr ernst mit ihrem Kostüm. Obwohl es ein einfacher Markt war, hatte sie sich in alte Fetzen geworfen und eine Perücke mit verfilzten, grauen Haaren unter einem Tuch. Ein Buckel, eine Warze und der obligatorische Stock verfeinerten noch das Bild. Nein – Hinten im Stand lag noch eine schwarze Katze. Die verfeinerte den Eindruck. Sie zog mich magisch an – nettes Wortspiel. Aber es war wirklich so. Ihr Blick blieb an einem Spiegel hängen. Er war alt. Sehr alt. Er sah auch sehr schwer aus. Richtig massive Arbeit. Der Rahmen war geschwungen und Rund und die Spiegelfläche ziemlich verschmutzt.  Aber er hatte eine absolut fesselnde Ausstrahlung. Es war als hätte sie ihn schon mal gesehen. Sie musste ihn haben.

„Hallo gute Frau. Ich interessiere mich für diesen Spiegel. Was wird er kosten?“

„Ach mein Mädchen. Eigentlich verkaufe ich gar nichts. Auch diesen Spiegel nicht. Ich möchte keinen Gewinn aus den Objekten ziehen. Ich finde sie, sammel sie auf und stelle sie aus. Sie suchen den neuen Besitzer. Ich darf an der ganzen Sache nicht verdienen. Da der Spiegel sie anspricht haben sie wohl eine Verbindung zu ihm. Deswegen gehört er ihnen.“

Amanda war irritiert. Ein Objekt für einen Seelenverwandten? Das klang sehr eigenartig. Sie versuchte noch etwas mit der Frau zu verhandeln, da ihr das unangenehm war, den Spiegel geschenkt zu bekommen. Er musste schon einigen Wert besitzen. Aber es war nichts zu machen. Die Frau beharrte darauf – der Spiegel sollte Amanda gehören. Sie machten noch einen Termin für den Transport aus und Amanda verliess den Markt.

Als sie zu Hause ankam suchte sie gleich einen geeigneten Platz, wo sie ihn hinstellen würde. Sie hatte gesehen, dass er nicht unbedingt aufgehängt werden musste. Er hatte eine Vorrichtung die ausgeklappt werden konnte. Somit konnte sie ihn überall hinstellen. Und was würde sich besser anbieten als das Schlafzimmer?

Am nächsten Tag – sie hatte einen guten Nachbarn gefragt – holte sie das gute Stück mit ihm und einem seiner Freunde ab. Die Männer schafften den Spiegel unter viel Gestöhne in ihr Schlafzimmer.

„Mensch, Amanda – kannst du nicht ein normales Hobby haben wie Schuhe oder Taschen? Muss das immer so schwer sein, was du dir da anschaffst?“ Fragte Fred – ihr Nachbar sie.

„Ach Fred – was würde ich  nur ohne dich machen. Ich hätte keinen zum Quatschen und keinen zum Schleppen.“ lachte sie.

Als die zwei endlich weg waren, ging sie zu dem Spiegel. Sanft streichelte sie über die Oberfläche. Er fühlte sich warm an. Sie hatte das sonderbare Gefühl diese Szene zu kennen.

Sie begab sich in ihr Bett. Von dort aus konnte sie genau auf den Spiegel schauen. Sie fühlte sich seltsam geborgen und schlief ein.

Etwas weckte sie. Ein Geräusch? Jemand war in ihrem Zimmer – jemand sprach mit ihr. Mit einem Ruck und einer Gänsehaut setzte sie sich auf. Als allein wohnende Frau sollte man immer eine Waffe unter dem Bett haben. Und Amanda war vorbereitet. Sie hatte einen Baseballschläger unter dem Bett, den sie sich griff. Sie schlüpfte aus dem Bett und schlich zur Schlafzimmertür. Sie wollte sie gerade öffnen, als sie die Stimme neben sich hörte. Sie drehte sich schnell um und wollte zuschlagen, als sie gerade in den Spiegel schaute.

In dem Spiegel erschien ein Gesicht. Das warf sie um. Sie landete auf ihrem Hintern. So sass sie vor dem Spiegel. Sprachlos aber nicht verängstigt. Irgendwie fühlte sich das richtig an. Ein sprechender Spiegel. Ja – warum nicht. Diese ganze Aktion mit dem Spiegel war schon seltsam.

„Herrin. Endlich haben wir uns gefunden. Ich warte schon seit Jahrhunderten, dass sie  mich finden. Ich war so einsam. Die ganzen Häuser in denen ich gewohnt habe und den ganzen Menschen denen ich ihre Bilder zeigen musste. Es war deprimierend. Aber endlich. Ich habe schon zu hoffen aufgegeben. Aber jetzt sind wir wieder zusammen. Endlich können wir die Weltmacht an uns nehmen. Wir werden Schneewittchen finden und sie vernichten. Dann werden sie die rechtmässige Königin dieses Landes und alle müssen ihnen gehorchen“

„Wohow. Was bitte soll ich machen? Und wen soll ich finden? Schneewittchen? Ich glaube ich spinne.“ Mit was haben die denn den Spiegel behandelt?

„Was geht hier vor? Bin ich irgendwie gefallen und auf meinem Kopf gelandet. Wer bist du und was zum Teufel willst du von mir?“

„Äh – bin ich hier doch falsch? Das kann nicht sein. Ich warte schon seit so langer Zeit und nur der Geist der bösen Königin kann mich erwecken. Also müsst ihr die böse Königin sein.“

„Böse Königin? Was denn für eine böse Königin? Ich bin nur eine Frau, die Antiquitäten liebt. Und hier habe ich wohl vollkommen daneben gegriffen“

„Entschuldigt. Da muss irgendwas mit dem Zauber nicht stimmen. Ich bin ein verfluchter Gegenstand. Ein Spiegel, der euch eure Schönheit vorbetet. Und glaubt mir, das ist wirklich sehr ermüdend. Tag für Tag, fragtet ihr mich, wer denn die schönste im Land wäre und Tag für Tag antwortete ich „Ihr meine Königin, seid die schönste im Land“ Es war schon mal aufregend, als dann Schneewittchen auf dem Spielfeld erschien. Da kam mal Leben in die Königin. Aber sie scheiterte.“

„Ja – verdammt – ich kenne das Märchen. Aber was hat das mit mir zu tun und wieso soll ich böse sein. Im Gegenteil, ich töte noch nicht mal eine verirrte Fliege.“

„Tja – da ist irgendwas schief gelaufen. Vielleicht habt ihr eine kosmische Gehirnwäsche bekommen. Ja, das muss es sein. Bei den ganzen Wiedergeburten seid ihr wohl ständig durch einen Filter geschlüpft. Das ist die einzige Erklärung. Ach wie erleichternd. Endlich ist die Warterei vorbei und ich muss nicht ständig diesen blöden Spruch wiederholen. Jetzt müssen wir nur noch sehen, wie wir meinen verfluchten Geist aus diesen beschissenen Spiegel bekommen. Lasst mich überlegen. Also euer böses Herz ist gefiltert. Was soll ich sagen. Ihr müsst mich zerstören. Schlagt mich kaputt“

„Äh – Nö – Ich mag dich so wie du bist. Ausserdem würde ich die Spiegelscherben nie wieder hier raus bekommen. Und ich hätte sieben Jahre Pech – beim besten Willen und gefiltertem Geist nicht. Wie wäre es. Du bleibst bei mir. Wir werden Freunde und ich versuche dich Mobil zu bekommen. So in einen Taschenspiegel. Dann könntest du überall mit hin. Das fände ich toll. Endlich hätte ich einen Freund, mit dem ich alles bequatschen könnte. Und du hast bestimmt viel zu erzählen. Ach. Bitte – sag ja.“

„Nun – ich könnte  mir besseres vorstellen als immer noch in einem Spiegel gefangen zu sein. Aber wir könnten diesen Kompromiss eingehen. Ich will deinen gefilterten Geist ja keinen neuen Fluch aufbürden, in dem du mich zerschlägst. Ok, dann zeig mir mal den Taschenspiegel. Es dürfte kein Problem sein mich da hinein zu setzen.“

Amanda holte ihren Schminkspiegel und hielt ihn vor den grossen. Sie wartete und auf einmal wurde der Schminkspiegel warm. Sie schaute hinein und sah nicht mehr ihr Gesicht sondern den Spiegel.

„Yeah – das wird toll. Ich zeige dir alles von heute und du erzählst mir von deinen Erlebnissen. Wir werden uns gut verstehen. So und jetzt gehe ich schnell mal Kaffee kochen und dann fangen wir mit unserer Freundschaft an. Ich freu  mich – wie ist dein Name? Hast du einen?“

„Baltasar“

„Toll, dann lass uns in die Küche gehen und quatschen – Baltasar“

Baltasar schüttelte seinen Kopf und überlegte. Aber ihm viel keine Alternative ein. Warum sollte er dieses Arrangement nicht mitmachen. Man kann ja immer noch aussteigen, wenn ihm das nicht gefällt. Er mochte Amanda und freute sich auf ein neues Erlebnis.

 

 

 

 

[Story-Samstag] Gefährliche Erde – Qwark und Dwark auf erdlicher Mission

storysamstag

Was ist der Story-Samstag? 

Der Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt ein kleines Thema vor. Und wir haben die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. Man hat immer zwei Wochen Zeit um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen…

Du möchtest am Story-Samstag teilnehmen? Dann verlinke hier doch einfach deinen Beitrag per Pingback oder Kommentar. Gern darfst du das Story-Samstag Logo in deinen Beitrag einbinden. Spätere Beiträge von Neueinsteigern oder Spontanlyrikern trage ich natürlich jederzeit gern nach. Selbst wer nicht mitmacht, kann sich freuen: Die Reaktionen auf die gegebenen Aufgaben sind so kreativ wie tiefgründig. Es lohnt also, sich durchklicken und die Interpretationen der talentierten Schreiberlinge zu lesen!

 

Euch soll ein tierisches Abenteuer erwarten, in denen die naive Aliencrew den Wesen unserer Erde unterliegen. Dann wünsche ich Euch viel Spass bei meiner Invasion.

 

Wir wurden zu einer Mission entsandt. Auf einem Radar wurde ein uns unbekannter Planet mit anscheinend intelligenten Leben entdeckt.

„Dwark, wie sieht es aus? Wie weit sind wir entfernt von diesem Wunderplanten? Wie lange dauert es noch“

„Qwark – wie oft willst du mich denn noch fragen?  Wir sind da wenn wir da sind.“

„Weisst du, du hast es nur mir zu verdanken, dass du bei dieser Mission teilnehmen darfst. Denn deine Antworten auf den Eignungstest waren untergalaktisch. Das hätte jeder einjährige Alien besser beantwortet. Auf die Frage: „Was wirst du machen, wenn du auf einen der Lebewesen triffst?“ Hast du geantwortet: „Ich werde ihn höfflich begrüssen und versuchen ein friedliches Beisammensein anzustreben.“ Du tickst nicht richtig. Das da unten sind irgendwelche Wesen von denen wir gar nichts wissen. Und unsere Regierung will auch gar nichts über sie wissen. Sie wollen nur den Planeten. Mehr nicht. Also. Auf die Frage: „Werden sie die Lebewesen verschonen wenn sie darum betteln?“ Hast du geantwortet:“Auf jeden Fall. Sie sind Lebewesen und haben eine Chance verdient sich uns zu beweisen.“ Waaaas? Ich glaube du wurdest zu heiss gescannt. Sowas idiotisches habe ich noch nie gehört. Der einzige Grund warum einige von ihnen überleben werden ist zu Forschungszwecken. Ansonsten heisst es eliminieren. Deswegen. Ich  musste alle meine Gefallen einfordern, dass du überhaupt mitkommen durftest. Da habe ich einen riesen Gefallen deinerseits gut.“

Qwark setzte sich wieder auf seinen Pilotenstuhl und schaute sich die Navigation genauer an. Drückte einige Knöpfe und schaute sich die Scanns des Planeten vor ihnen an. Dann auf einmal stutzte er. Er zoomte und schaute. Dann schüttelte er den Kopf. „Was ist los Qwrak? Hast du was gesehen?“

„Dwark – ich glaube ich brauch etwas Ruhe. Ich dachte ich hätte ein weiteres Lebenwesen gesehen. Aber es lief auf vier Beinen nicht auf zwei wie die, die wir eliminieren sollen. Ich brauche etwas Ozon. Dann wird es mir besser gehen. Ich werde mal in die Ozonkammer gehen und mich etwas erholen. Es dauert ja noch paar Lichtjahre bis wir da sind. Bis dahin werde ich eine Runde erholen und dann sollten wir uns in den Cryo begeben. Dort werde ich uns an den Intergalaktischen Netzanbieter hängen und einige Infos über den Planeten einsaugen. Stell das Raumschiff auf Autopiloten.“

„Okay Qwark, ich werde die Koordinaten prüfen und komme dann auch noch kurz in die Ozonkammer. Dann werden wir uns hinlegen. Sonst wird es wirklich zu langweilig.“

Nachdem Dwark und Qwark sich eine kleine Wellnesskur gegönnt hatten, legten sie sich in ihre Cryokammern und ließen den Schlaf einleiten. Vorher hatte Dwark sie noch an das Netzwerk gekoppelt. So konnten sie im Schlaf noch etwas über den vor ihnen liegenden Planeten lernen.

Sie lernten, dass der Planet Erde genannt wurde. Die Bewohner waren Menschen. Aber sie waren mittlerweile so degeneriert. Da würde kein Widerstand zu erwarten sein. Sie hatten ihre Gehirne durch Handystrahlen und Trash-TV zu Muss verarbeitet. Jahre der Evolution hatten sie in einen degenerativen Zustand zurück versetzt. Sie konnten ohne die Maschinen nicht mehr leben. Sie konnten zwar selbständig Atmen und alles andere wofür der Körper ursprünglich in der Lage war, aber ihr Geist, der konnte nichts mehr ohne, dass ein AI es ihnen vorgab. Also ein einfacher Gegner. Die Maschinen wären kein Problem. Sie konnten nicht kämpfen. Das war ihnen nicht einprogrammiert. Allerdings hatte das Netzwerk noch Informationen über weiter Erdenbewohner. Es waren unbekannte Wesen. Es gab Sichtungen. Aber nie was konkretes. Die Aufnahmen, die vorhanden waren, waren immer undeutlich und verwischt. Wahrscheinlich gefakt. Man konnte Wesen erahnen, die vierbeinig durch die Gegen liefen. Aber dann wieder aufrecht. Man ging davon aus, dass es Menschen in Kostümen waren, die nur Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten.

Nach hundert Lichtjahren kam das Raumschiff in die Erdumlaufbahn. Es hatte sich anscheinend nicht viel auf der Erde verändert. Die Menschen waren eine Handbreit vom Sabbern entfernt und wurden beim Vorbeigehen einfach nieder gewalzt. Es mussten nicht mal gross Waffengewalt angewandt werden. Die Maschinen wurden durch einen simplen EMP ausser gefecht gesetzt. Sie waren schon so veraltet. Sie wurden nie weiter entwickelt, da es keine Erfinder mehr gab, die geistig dazu in der Lage gewesen wären. Man fing einige der Menschen ein um sie dann zu erforschen, aber man sah schon schnell, dass dies nicht viel bringen würde.

Dwark und Qwark waren gerade auf der Erde  mit einem Spähtrupp unterwegs, als aus dem Gebüsch eines dieser Wesen trat, die es angeblich nicht geben sollte. Diese angeblichen Fakes standen da und waren bis auf die Zähne bewaffnet. Sie trugen tarnfarbene Uniformen und schwere Gewehre, Schrotflinten, Macheten. Sie standen in Reihen vor den Aliens. Und die – was taten die Aliens? Sie versuchten zu flüchten.

Dwark und Qwark riefen zum Rückzug. Und während die Truppe über ihre eigenen Füsse stolperten, fielen die Tiere über die Aliens her. Sie waren wie Ninjas. Gut ausgebildete Katzen fingen an sie zu treten, kratzen. Ihre grossen Verwandten, die Raubkatzen fingen an sie zu jagen. Die Aliens liefen kopflos davon. Aber natürlich schafften es nicht alle. Die Bären hatten sich aufgestellt und bildeten eine undurchdringliche Wand. Sie brüllten und standen aufrecht. Sie waren eine imposante Erscheinung. Wen Aliens sich nass machen konnten, taten sie es wahrscheinlich gerade. Viele sackten einfach zusammen. Ihre spindeldünnen, grünen beinartigen Extremitäten versagten ihnen einfach den Dienst.

Dwark rannte oder flog? Das war nicht so genau zu sagen, denn er war fast schneller als seine Beine. Zwischen drin wurde er nur von Qwark überholt, der mit einer angstverzerrten Visage an ihm vorbei hetzte. Als er Dwark überholte grinste er ihn noch dämlich an und hob seinen Daumen, der wesentlich länger als der Rest seiner fingerartigen Dinger war. Dann sputete er sich. Dwark schaute dämlich hinter her und merkte, dass auf einmal ein kleines dieser Fakes auf seinen Kopf gesprungen war. Es hatte buschige Ohren und einen extrem buschigen Schwanz. Ganz spitze Vorderzähne und es fing gerade an, seinen Helm durch zu beissen.

Er schüttelte sich und sprang hoch und runter. Da fiel das Wesen runter. Das Eichhörnchen stand auf, schüttelte sich und wollte gerade wieder auf Dwark los gehen, als ein Schwarm Möwen ankamen. Sie riefen dem Eichhörnchen zu, dass sie jetzt übernehmen würden und liessen einen Schwall an Vogelkot auf Dwark hinunter platschen. Er stolperte und wollte sich gerade ergeben, als er merkte, wie etwas an ihm zog. Er hatte mit seinem Leben abgeschlossen. Als er die Augen wieder öffnete lag er im Inneren des Raumschiffes. Qwark hatte ihn mittels eines Enterhakens hinein gezogen, die Luke verschlossen und das Schiff gestartet.

„Dwark, Alien – ich dachte ich hätte dich verloren. Was zum Quantensprung war das denn. Ich habe noch nie so was erlebt, oder davon gehört. Ich dachte dieser Planet wäre ein Spaziergang. Aber diese angeblichen Sichtungen haben uns ganz schön vorgeführt.

Wir müssen hier auf jeden Fall einen Eintrag ins Register machen. Dieser Planet ist von intelligentem Leben bevölkert. Sie laufen meist auf vier Beinen, oder kommen angeflogen. Sie sind strategisch gut aufgestellt und können allen Aliens gefährlich werden. Da muss eine Warnung erstellt werden. Kein Alien darf je wieder auf diesen Planeten landen. Das wäre unser Untergang.“

„Qwark, das ist das erste Sinnvolle, das ich von dir gehört habe. Lass uns sofort alles in die Wege leiten. Dieser Planet wird mit einem Quarantäne Zeichen versehen und Betreten strengstens verboten. Schnell – Lass uns zum Hauptquartier zurück um Bericht zu erstatten“

Währenddessen auf der Erde:

„Tiere, Tiere. Hört mich an“ Der Löwe stand auf dem Steinhügel: „Wir haben es gemeinsam geschafft die Invasion zu bekämpfen. Und wir waren clever genug sie erstmal unser Hauptproblem lösen zu lassen. Uns von dem Joch der Menschen zu befreien. Sie waren echt nur noch ein Ballast. Die Maschinen, die sie am Leben erhalten haben brauchen von uns nicht mehr angeschalten zu werden. Das Problem degenerierter Mensch ist erledigt. Und diese komischen Aliens – was auch immer sie dachten hier vor zu finden – sie wurden wohl eines besseren belehrt. Jetzt endlich können wir anfangen die Erde vollkommen zu beherrschen und wieder aufzubauen, was kaputt ging.

Alle Macht den Tieren…“

 

 

 

 

 

[Story-Samstag] Vorsätze

Was ist der Story-Samstag? storysamstagDer Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt alle 2 Wochen ein kleines Thema vor. Und du hast die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. 

Du möchtest am Story-Samstag teilnehmen? Dann verlinke hier doch einfach deinen Beitrag per Pingback oder Kommentar. Gern darfst du das Story-Samstag Logo in deinen Beitrag einbinden. Spätere Beiträge von Neueinsteigern oder Spontanlyrikern trage ich natürlich jederzeit gern nach. Selbst wer nicht mitmacht, kann sich freuen: Die Reaktionen auf die gegebenen Aufgaben sind so kreativ wie tiefgründig. Es lohnt also, sich durchklicken und die Interpretationen der talentierten Schreiberlinge zu lesen!

 

Annas Vorsätze

Anna stand auf ihrem Balkon. Es war 23:57. In drei Minuten sollte das alte, verfluchte Jahr vorbei sein und das Neue würde starten. Was würde sie erwarten, und welche Vorsätze würde sie sich vornehmen? Würde sie diese auch einhalten? Sie stand alleine auf ihrem Balkon. Unten auf der Strasse versammelten sich ihre Nachbarn um das neue Jahr zu begrüssen. Sie war alleine. Niemand würde mit ihr anstossen. Niemand würde ihr einen Kuss geben und sie in den Arm nehmen. Sie würde sich heute richtig voll laufen lassen um dann, wenn sie wieder nüchtern wäre, ihre Vorsätze für das neue Jahr planen. Ihr Leben würde eine andere Richtung einschlagen, soviel wusste sie jetzt schon.

Als Anna in den Himmel schaute und dem Feuerwerk folgte hatte sie schon einiges ihrer Sektflasche geleert. Im Hintergrund liefen schon die Schlager, die  man echt nur betrunken ertragen konnte. Aber das war gut so – denn sie grölte immer mit und das so falsch wie es nur ging.

So gegen 3:00 Uhr war es dann geschafft. Die Flasche Sekt war leer. Die Musikshows wurden abgestellt und sie torkelte ins Bett. Morgen würde sich alles ändern.

Und dann am 1.1. wachte sie auf und dachte sie hätte einen Dampfhammer geknutscht. Da ging schon der erste gute Vorsatz dahin. Sich hinsetzen und ihr Leben durchdenken. Sie konnte nur aufstehen und ins Bad torkeln. Sie lies sich ein Bad ein und versank darin. Morgen ist schliesslich auch noch ein Tag. Da könnte man sich mit seinen Vorsätzen beschäftigen. Heute sollte noch ihr gehören, bevor sie alles umkrempeln würde.

Ein neuer Tag, sie hatte noch Urlaub und startete mit einem gemütlichen Frühstück und leckerem Kaffee. Die Sonne schien durch das Fenster und sie fühlte sich glücklich. Wenn es so weiter ginge, würde es ein gutes Jahr werden. Aber dafür würde sie schon sorge tragen. Sie genehmigte sich noch einen Kaffee und setzte sich mit einem Stift und Block an den Tisch zurück. Noch immer schien die Sonne.

Sie dachte bei sich. „Jetzt werde ich mein neues Leben gestalten.“ Als erstes schrieb sie auf:

  1. Abnehmen – gestrichen – ist mir doch egal. Nicht ich gefalle mir nicht, was die anderen denken stört mich nicht
  2. Sparen – gestrichen – wofür. Es gibt keinen, der was davon hat. Ich werde mich verwöhnen. Theater, Kino, Bücher, Kleidung wenn nötig, Urlaube
  3. Sport – gestrichen – ich werde mir einen Hund anschaffen. Mit ihm werde ich täglich laufen und mir die Gegend anschauen. Das ist viel gesünder als doof durch die Gegend zu Joggen.
  4. Gesunde Ernährung – gestrichen – Ich möchte essen was mir gefällt. Ich will mehr kochen und backen, weniger Fertiggerichte – das reicht vollkommen um gesünder zu essen.

Das war es – sie hatte sich die guten Vorsätze vorgenommen und sie auch schon fallen lassen, alles innerhalb einer Stunde. Damit hatte sie sehr viel Zeit gespart und schlechtem Gewissen vorgebaut . Jetzt konnte sie anfangen ihr neues Jahr wirklich zu geniessen. Das würde ein tolles Jahr werden.

Sie stand auf, ging in die Küche, nahm sich noch einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen. Damit ging sie zurück an ihren sonnigen Platz und schlug ihr Buch auf und versank in eine fremde und aufregende Welt.

[Story-Samstag] – Der tanzende Wald

Was ist der Story-Samstag? storysamstagDer Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex  gibt alle 2 Wochen ein kleines Thema vor. Und du hast die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. 

[Die Wörter, die ich rief]

Dieses mal wieder eine kleine Herausforderung. Worte aus dem Wortgenerator in die Geschichte einfliessen lassen.

Die Weihnachtsgeschichte soll mindestens 3 der folgenden Wörter enthalten:

  • Drehmoment
  • Revision
  • Vertreter
  • Ostpreußen
  • Konferenz

kaliningard_tanzender-wald-artikelkopf_876x584-2b9fedd04e0429ed

Tief im tanzenden Wald in Ostpreussen lag jetzt hoher Schnee. Es war friedlich, der Wald hatte endlich frieden. Die Menschen kamen und zerstörten ihn langsam, da sie keinen Respekt vor der Natur hatten. Sie übertraten die Abtrennungen nur um Bilder zu schiessen. Aber jetzt im Winter gehörte er wieder den Tieren. Diese wollten eine Konferenz einberufen. Sie mussten versuche den Wald zu retten. Es waren wenigsten von jedem dort lebenden Tier ein Vertreter anwesend.

Es war der Tag vor Weihnachten. Die Tiere versammelten sich und jeder wollte etwas sagen. Aber keiner konnte den anderen verstehen, es war ein Geräuschpegel, der einem Orchester in Probe ähnlich war. Man konnte absolut nur kreischen, grunzen und brummen hören. Am Ende gaben die Tiere erst mal auf und wollten am nächsten Tag noch mal in Revision gehen.

Am nächsten Tag – der heilige Abend – war für die Tiere ein ganz besonderer Tag. An diesem einzigen, heiligen Tag bekamen die Tiere eine Stimme. Und endlich konnten sie sich in vernünftigen Lautstärke unterhalten. Der Hirsch mit seinem riesigen Geweih stellte sich in die Mitte und unterschätzte gerade mal den Drehmoment den er mit seinem Geweih und kam etwas ins taumeln. Aber er hatte sich sofort wieder unter Kontrolle.

„Meine Freunde – seit doch kurz mal ruhig. Wir sind hier um zu klären ob es möglich ist, den Wald vor den Menschen zu retten. Sie sind respektlos der Natur gegenüber. Was meint ihr. Könnten wir es schaffen? Hat jemand eine Idee dazu?“

Die Tiere blickten erst einmal ratlos von einem zum anderen und murmelten untereinander. Die Eule meldete sich und sagte. „Wie wäre es wenn wir die magischen Wesen fragen. Vielleicht kann uns der Weihnachtsmann helfen. Was meint ihr. Seine Magie schafft es ja auch dass wir an diesem Tag eine Stimme haben. Soll ich zu ihm fliegen und ihn fragen?“

Der Hirsch überlegte: „Ja – das ist keine schlechte Idee. Seine Magie ist zu dieser Zeit so stark wie nie. Vielleicht kann er uns helfen. Flieg und frag ihn. Wenn er nicht helfen kann hat er vielleicht eine Idee.“

Die Maus fiepste „Was meinst du, vielleicht könnten wir die Erdgeister noch fragen ob sie uns helfen können. Vielleicht kann ihre Magie helfen die Wurzeln zu stärken, oder sie haben eine andere Idee. Lass mich in mein Loch schlüpfen und schauen ob ich sich um Hilfe fragen kann“

„Liebe Maus, das ist eine grossartige Idee. Ich wünsche Dir viel Erfolg.“

Der Kranich erhob sich, schüttelte die Flügel und trat vor. „Hört, ich könnte ins Wasser gehen und die Wassergeister fragen. Vielleicht können sie auch noch helfen. Je mehr Magie wir zusammen bekommen um so eher ist zu helfen“

Es ging ein freudiges Raunen durch die Menge. Schon meldeten sich die Vögel. „Wir könnten den Geist der Lüfte fragen er trägt uns immer so nett, vielleicht kann er uns helfen, wir fliegen sogleich los“

„Lasst uns die Feuergeister anrufen. Es gibt keinen der direkten Kontakt zu ihm hat, aber er gehört mit zu den mächtigsten Geistern. Vielleicht ist ihm auch an dem Schutz der Natur gelegen. Diese Aufgabe würde ich gerne selbst übernehmen. Ich bin der König des Waldes und denke es ist standesgemäss dem König der Elemente zu huldigen“ sagte der Hirsch.

Da meldete sich das Eichhörnchen. „Hört, ich werde die Feen fragen, sie spielen immer so schön im Wald zwischen den Blättern sehe ich sie immer glitzern und sie haben soviel Spass, ihnen wird auch viel daran liegen dass der Wald überlebt.“

Der Dachs meldete sich. „Ich werde die Elfen fragen. Sie werden uns bestimmt auch helfen, sie sind die Krieger des Waldes und beschützen ihn. Sie werden kämpfen wenn es sein muss“

So hatte jedes Tier eine Aufgabe. Sie beschlossen sich zur späten Mittagsstunde alle wieder hier einzufinden um ihre Erfolge zu berichten.

Die Tiere und ihre Helfer trafen sich und sie fingen an über die Situation zu diskutieren. Aber sie kamen zu keiner Lösung. Der Weihnachtsmann trat vor. Und die Gruppe wurde ruhig

„Ihr lieben. Dieser Wald ist etwas besonderes. Einst waren die Bäume lebendig. Sie tanzten zur Musik der Feen und je weiter die Menschen in ihn eindrangen um so seltener wurden sie beim Tanz gesehen. Dann kamen die Touristen. Danach war es dann vorbei. Die Bäume wollten sich nicht mehr freuen und nicht mehr tanzen. Sie blieben in ihrer letzten Position stehen und ihr Leben erlosch. Das war eine traurige Zeit. Lange haben die Bewohner des Waldes getrauert um die schöne Zeit und die schönen Tänze der Bäume. Aber jetzt steht er fast vor dem Tod. Was also können wir magischen Wesen machen um das zu verhindern?“

Der Geist des Windes trat vor: „Hört mich an. Ich habe die Bäume oft begleitet mit meinem Wind ihre Blätter zum Rauschen gebracht, eine Melodie erschaffen, dass sie tanzen konnten. Ich finde es schade, dass sie sich verkrochen haben. Vielleicht, wenn wir es schaffen, dass der Wald sicher wäre, würden die Bäume wieder erwachen und die Bäume wieder tanzen. Wir müssen etwas schaffen.“

Eine kleine Fee trat vor. Sie flatterte aufgeregt. „Es bleibt nur unsere Magie zusammen zu wirken. Wir müssen den Wald verschleiern. Wir müssen eine Grenze erschaffen. Sobald sich ein Mensch der Grenze nähert müssen sie vergessen warum sie hier hergekommen sind und nur die normalen Bäume sehen. Der Wald soll für sie wirken wie jeder andere.“

„Ja – so soll es sein,“ riefen die magischen Wesen. Sie bildeten einen Kreis und ihre Magie war fast zu sehen und spürbar. Man konnte sie fast anfassen. Die Tiere zogen sich zurück um den Rettern genügend Platz zu lassen. Es dauerte einige Zeit und nach dem der Zauber gewirkt wurde brachen alle zusammen. Sie waren erschöpft aber glücklich.

Das Feuer meldete sich: „Ich bin sehr stark und ich sage euch, bevor der Mensch den Wald weiter tötet würde ich ihn eher befreien in dem ich ihn anzünde. Sollte der Zauber nicht wirken erlöse ich ihn von dem Joch der Menschen.“

Alle klatschten Beifall. die Weihnachtsnacht war vorüber, die Tier verloren ihre Sprache und kehrten zu ihren Familien zurück. Der nächste Frühling kam und der Sommer. Die Menschen kamen in den Wald und bleiben stehen. Keiner zückte die Kamera und keiner Übertrat die Markierung. Sie konnten die tanzenden Bäume nicht sehen. Der Wald war gerettet.

Am folgenden Weihnachtsabend trafen sich die Tiere wieder und die magischen Wesen trafen ein. Die Tiere bekamen ihre Sprache und berichteten den Rettern, das kein einziger Mensch den Wald betreten hat. Und mit aufgehen des Mondes begannen die Bäume zu tanzen. Sie bewegten sich frei und ohne Hemmungen zur Musik des Windes und dem Gesang der Feen und Elfen. Und jedes Jahr zum Weihnachtstag fällt der Schleier dass jeder, der bereit dafür ist die schönen und friedlichen Bewegungen der Bäume bewundern kann.

 

Leider ist es nicht so einfach diesen Wald zu retten. Die Menschen haben einfach keinen Respekt und halten sich nicht an die Abgrenzungen.

der-tanzende-wald-8der-tanzende-wald-11

Quelle Bilder

 

 

 

[Story-Samstag] Sabotage und der Geist der Weihnacht

Was ist der Story-Samstag? storysamstagDer Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt alle 2 Wochen ein kleines Thema vor. Und du hast die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. 

geister

Halloween war vorbei und die Menschen dachten schon an die Weihnachtszeit. Aber die Halloween Geister waren damit irgendwie
nicht einverstanden. Sie bekamen nur einen Tag im Jahr und die Geister der  Weihnacht bekamen vier Sonntage und noch die
gesamten Weihnachtsfeiertage. Da musst sich was ändern. Aber wie?

Es wurde Zeit ein Treffen zu organisieren. Und eingeladen wurden alle Fabelwesen die zu Halloween auf die Strassen gehen um die Menschen zu erschrecken.

Der Geister-Meister klopfte mit dem Hammer auf den Tisch.

„Ruhe, bitte. Ruhe. Seid willkommen ihr unruhigen Gesellen. Ich hoffe es war nicht zu schwierig hier anzukommen. Nicht alle können die versteckten Tore nehmen. Aber ich kann sehen, es ist auf jeden Fall von jeden Wesen ein Vertreter da. Das ist sehr schön. Dann legen wir mal los. Ich bin dafür, dass wir uns was einfallen lassen.
Die Geister der Weihnacht – dieses arrogante Pack – “ zustimmendes gemurmel erhob sich. „Wie immer – schon seit hunderten
von Jahren – verdrängen sie uns. Wir bekommen einen Tag im Jahr und sie. Vier Sonntage, den heiligen Abend und sie
schwirren die gesamte Vorweihnachtszeit um die Menschen herum um auch unter der Woche nicht in Vergessenheit zu geraten.
Was können wir dagegen tun? Hat jemand eine Idee?“

Wie das aber so ist – und auch nicht anders in der Welt der Geister. Alle meckern aber keiner traut sich dann was zu sagen. Der Geister-Meister seufzte. Wie typisch. Da unterschieden sich die wenigstens von ihren damaligen Erscheinungen als Lebende. Das könnte doch wenigstens mit sterben. Okay – er musste also wieder mal alles alleine machen.

Wie manipulierte man das beliebteste Fest? Nun – da hier keiner eine Idee zu haben schien musst der Geister-Meister das für dieses Jahr noch gelten lassen. Notgedrungen löste sich die Versammlung auf. Wir mussten also für dieses Jahr die Weihnachtsgeister ihre Zeit lassen. Aber für nächstes Jahr war eine Änderung geplant. Aber so eine Sabotage muss gut geplant werden.

Und der Geister-Meister fing sofort mit der Recherche an. Wie sollte man das am besten starten. Also setzte er sich in seine Höhle und fing an.

Als erstes ging er dazu über Weihnachtsfilme zu schauen. Denn er musste irgendwie den Schwachpunkt dieses Festes herausfinden. Und das fand er schnell. Die Kinder – die kleinen – die noch an Weihnachten glaubten. Sie mussten sabotiert werden. Aber wie sollte man das anstellen. Er recherchierte und fand heraus, dass die Briefe in Weihnachtspostämtern gesammelt wurden um an den Nordpol befördert zu werden.

Punkt 1. Die Briefe abfangen und umleiten.

Dann stellte er fest, das viele Kinder ihre Wunschzettel auf die Fensterbänke legten und die vom Santa oder seiner Gehilfen eingesammelt werden.

Punkt 2. Die Fensterbänke müssten von seinen Geistern geplündert werden.

Dann erfuhr er noch, dass Santa die Möglichkeit hatte die Wünsche der Kinder zu sehen. Dafür hatte er eine Kugel die ihm auch zeigten wie die Kinder sich verhielten.

Punkt 3 Die Übertragung musste gestört werden.

Das Geheimnis das Weihnachtsfest zu sabotieren war also die Kommunikation. Das müsste doch zu schaffen sein. Im nächsten Jahr rief er seine Geister-Gehilfen nach Halloween zu sich und verteilte die Aufgaben. Einige waren damit beauftragt die Briefkästen zu manipulieren, die anderen sollten die Wunschzettel auf den Fensterbänken einsammeln und die letzten sollten irgendwie die Verbindung zur Kugel stören.

Als dies alle Organisiert war musste er nur noch irgendwie den Stresspegel der Leute anregen, damit alle anfangen Weihnachten zu hassen. Das war nicht schwer. Dafür nutzte er die Nächte, als die Menschen schliefen. Seine Geister-Gehilfen sollten den Menschen im Schlaf in die Ohren flüstern. Den Kindern, dass sie die Eltern so richtig nerven sollten und den Eltern, dass sie es niemals schaffen würden ein entspanntes Weihnachtsfest zu organisieren.

Die Rache auf das Abstellgleis geschoben zu werden war im Gange und eine Kette der Ereignisse wurde gestartet. Am Nordpol fingen die Elfen und Santa an mehr als nervös zu werden. Da half auch keine Weihnachtsmusik, Kakao und Plätzchen. Es kamen einfach keine Wünsche an und die Elfen waren nicht gefordert. Und auch hier wurden die Elfen dann aggressiv. Denn die Uhr tickte aber sie hatten keine Aufträge. Santa verzweifelte und trank mehr Eierpunsch als gut für ihn war. So würde er niemals den Schlitten lenken können.

Weihnachten stand vor dem Aus. Die Halloweengeister fingen schon an zu feiern und wussten, sie würden in Zukunft  mehr Beachtung bekommen, da keiner mehr an den Geist der Weihnacht glaubte.

Nur hatte der Geister-Meister nicht mit einem kleinen Menschenmädchen gerechnet. Dieses kleine Mädchen war rein und fein sie konnte nicht verstehen was denn mit Weihnachten passiert war. Es war die Zeit, die sie am meisten liebte, da alle Menschen freundlicher und glücklicher waren. Aber was war denn dieses Jahr passiert. Sie war am Boden zerstört. Ihre Eltern stritten wegen des Stresses der Geschenke und der vielen Leute und auch die Eltern ihrer Freunde.

Irgendwann rief sie ihre Freunde zusammen. Und da beobachtete sie ähnliches. Ihre Freunde waren nur am meckern und fordern. Sie fingen an sich zu übertrumpfen und Drohungen ihren Eltern gegenüber und Santa gegenüber auszusprechen. Da fing sie an zu weinen. Sie rannte in den Wald und setzte sich auf einen umgestürzten Baum. Dort fing sie an zu beten. Sie bete nicht für Geschenke. Sie betete für ihre Eltern, ihre Freunde, deren Eltern und allen Menschen, denen der Geist der Weihnacht vergiftet schien. Und es erschien ein kleiner Engel. Er setzte sich zu ihr und sagte ihr.

„Hör zu Mädchen“ und er erzählte ihr was geschehen war. „Wenn Du es schaffst diesen Bann der Halloweengeister zu brechen  – nur bei einem Menschen wird er komplett aufgelöst. Aber du musst es schaffen bis zum Heiligen Abend. Sonst wird Weihnachten für immer verloren sein.“

„Aber ich bin nur ein kleines Mädchen, wie soll ich das denn schaffen?“ fragte sie verzweifelt.

Der Engel antwortete „Es steckt alles in dir. Deine Güte und dein Glaube wird es schaffen. Du musst es versuchen. Einer wird hören, aber du musst den richtigen finden. “ und damit erhob sich der Engel und lies sie alleine.

Also ging das kleine Mädchen los und versuchte mit ihren Freunden zu reden. Sie versuchte ihnen Geschichten zu erzählen. Aber keiner hörte auf sie. Sie versuchte es bei den Erwachsenen. Kein einziger schien den Funken des Weihnachtsfest in sich zu tragen. Sie war verzweifelt. Als sie durch die Strassen lief. Sah sie einen Obdachlosen mit seinem Hund sitzen. Sie sahen sehr verfroren aus. Da rannte sie schnell nachhause und machte Kakao warm. Nahm eine Dose mit Plätzchen und Knochen für den Hund mit. In der Truhe waren noch alte Decken, die keiner mehr nutzte. Und schnell rannte sie wieder raus. Sie hoffte er wäre noch da. Dann ging sie zu ihm.

„Hallo, es ist so kalt heute. Und ich sehe ihr friert. Ich habe euch was mitgebracht. Darf ich mich zu euch setzen. Und du erzählst mir was du schon alles gesehen hast?“

Der Obdachlose stutze und fragte die Kleine:“Hast du keine Angst vor mir?“ „Nein – es ist fast Weihnachten und ich hoffe immer auf das Gute im Menschen und du hast einen Hund. Menschen mit Tieren können nicht böse sein.“ lächelte sie und dieses Lächeln wärmte sein Herz mehr als es die heisse Schokolade konnte. Sie setzen sich und er erzählte ihr Geschichten seiner Reisen. Sie hörte gebannt zu und fragte ihm Löcher in den Bauch. Irgendwann musste sie dann gehen. Sie stand auf und streichelte den Hund und gab dem Mann einen Kuss auf die Wange. „Ich wünsche euch frohe Weihnachten. Pass gut auf den Hund auf und ich werde Santa einen Wunsch schicken. Er soll dir und dem Hund ein Zuhause finden.“

Der Mann drehte sich weg um seine Tränen zu verbergen. Dieses Liebe Mädchen sähte einen Funken der Hoffnung in sein Herz. Und dieser Samen ging auf. Er fing an in der Gegend nach Arbeit zu fragen und ein Bauer konnte ihn wirklich brauchen.Er  sollte mit seinem Hund die Schafe hüten. Dafür bekam er Obdach und Essen.

Währenddessen verteilten die Halloweengeister weiter Missgunst und Habgier unter den Leuten. Dieses Gift verbreitete sich schnell und es schien die Welt würde immer dunkler werden. Die Lichter wurden von dieser Dunkelheit verschluckt. Aber in einem Zimmer brannte immer ein helles Licht. Nicht von einer Kerze sondern von einem Menschenkind, das die Hoffnung nicht aufgegeben hat. Sie erfuhr von dem Obdachlosen und besuchte ihn und den Hund.

Wieder mit Kakao und Keksen eingedeckt sassen sie da und beobachteten die Schafe. Dabei erzählte sie ihm von Weihnachten von dem Zauber, dem Glanz, den Gerüchen und der Freude mit ihrer Familie um den Weihnachtsbaum zu sitzen. Und der Mann merkte wie in seinem Herzen etwas knackte. Die harte Schale, die er vor langer Zeit um sein Herz aufgebaut hatte zerbrach und er konnte sich an diese Zeit erinnern und freute sich so darüber, dass er anfing Weihnachtslieder zu singen. Die beiden konnten gar nicht mehr aufhören und hatten soviel Spass zusammen. Es war wie ein Leuchtfeuer. Dieses Leuchtfeuer verbreitete sich über die Wiese und wanderte Richtung Stadt. In der Stadt drang es durch sämtliche Ritze und die Menschen erwachten aus ihrer Finsternis. Sie schüttelten diese Hülle der Verzweiflung, Missgunst und Neid von sich. Fingen an zu singen und zu schmücken.

Dieses Leuchtfeuer erreichte auch die Halloweengeister und sie wurden vertrieben. Sie hatten verloren. Sie wurden wieder zurück auf einen Tag im Jahr verbannt.

Die Menschen atmeten auf und die Welt war von einem zauberhaften Strahlen bedeckt. Die Geister der Weihnacht konnten wieder ihr Werk vollbringen – Glück und Hoffnung verteilen. Das Weihnachtsfest war gerettet und das kleine Mädchen hatte einen Freund für´s Leben gefunden.