Veröffentlicht in Bücher, Rezensionen

Takami, Koushun – Battle Royale

Takami, Koushun – Battle Royale

Autor: Takami, Koushun
Titel: Battle Royale
Verlag: Heyne Verlag
Übersetzung: Jens H. Altmann
Erscheinungsdatum: 7. August 2006
Seitenanzahl Printbuch: 624 Seiten
Genre: Dystopie, Thriller
Zeitraum: 32 Tage März-Mai (2 Unterbrechungen durch Reziexemplare)
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: 3453675193
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Klappentext

Asien in der nahen Zukunft. Japan und China haben die Großrepublik Ostasien gegründet, einen totalitären Staat, in dem Furcht und Unterdrückung herrschen. Dazu gehört das Experiment »Battle Royale«, ein grausames Spiel, bei dem jedes Jahr Schulklassen ausgewählt und auf eine einsame Insel verschleppt werden, wo sich die Schüler gegenseitig bekämpfen, bis nur noch ein Überlebender übrig bleibt.

Der kontroverse Zukunftsthriller von Koushun Takami war in Japan ein Millionenseller und lieferte die Vorlage für mehrere Kinofilme, Comics und Mangas.

Meine Meinung

2 Unterbrechungen durch Reziexemplare haben den Zeitraum des Lesens ziemlich in die Länge gezogen. Aber – und das kann ich nicht oft von einem Buch behaupten – es war überhaupt kein Problem sofort wieder ein zu steigen.

Den Film habe ich vor vielen Jahren gesehen und war ziemlich begeistert. Das Buch ist dann eingezogen, als ich es das erstemal bei einer Bloggerin gesehen habe, die sehr beeindruckt war. Mehrere Male habe ich überzeugende Rezis gelesen. Aber es hat gedauert. Jetzt endlich konnte ich es mal von meinem SuB befreien.

Das Buch ist sehr spannend. Es ist nicht nur einfach ein Gemetzel. Es geht tiefer. Von den meisten Schülern bekommt man einen kleinen Einblick. Ihre Gedanken und Ängste. Von den Charakteren, die vielversprechende Sieger sind, wird alles noch ein bisschen intensiver hinterblickt. Jugendliche an der Schwelle des Erwachsenwerdens werden aus ihrer sicheren Welt gerissen und in ein Spiel geschickt, das nur einer überleben darf. Wie weit ist das Vertrauen oder Misstrauen der Mitschüler gegeneinander. Wer spielt das Spiel? Und wer versucht einfach nur zu überleben? Wie ist es wenn sich Gruppen bilden? Gibt es da uneingeschränktes Vertrauen? Und was ist das überhaupt für eine Regierung, die ungefähr 50 Klassen jedes Jahr in dieses Spiel schicken? Eltern und Betreuer, die sich dagegen wehren werden getötet. Einfach so. Ein Einblick in eine bittere Zukunft. Junge Menschen, die gerade ihre Gefühle für einander entdecken, werden jetzt vielleicht zu Feinden. Dachten sie noch, sie wären verliebt in jemanden wurde der/diejenige getötet. Eine Achterbahn der Gefühle. Angst, Liebe, Hass, Demütigung. Soviel und so Jung.

Was richtig schwierig war: die Namen. Natürlich alles asiatische Namen, die 90% mit Vor- und Nachnamen benannt wurden. Sie klingen dann auch noch ähnlich. In einer Gruppe gab es eine Yuki, Yuko, Yuka. Andererseits brauchte man sich die Namen nicht gross merken – es soll ja nur ein Schüler übrig bleiben. Die Hauptcharaktere kann man sich dann natürlich auch merken. Trotzdem ist es schwierig.

Ansonsten hätte dieses Szenario überall in der Welt stattfinden können, da nichts sonst „typisch“ asiatisch war.

Schreibstil: Sehr gut. Flüssig und leicht lesbar – bis auf die Namen – aber das ist ja kein Manko vom Autor sondern von uns, weil sie uns fremd sind.

Figuren: Die Charaktere waren natürlich sehr schwierig. Die ungewohnten Namen machten es manchmal bisschen schwierig drüber zu lesen. Es gibt Anfangs ein Glossar bei dem jede/r aufgelistet ist. Die Hauptcharaktere waren dann schon irgendwann einfach. Gerade wenn man dann auch dachte – der/die ist nett – puff – Tot.

Atmosphäre und Spannung: Die Atmosphäre war sehr düster und bedrückend. Spannend war natürlich wer, wie überlebt oder stirbt. Ich kann mich jetzt nicht im Film ans Ende erinnern – denke aber es ist wohl anders. Auf jeden Fall bleibt es offen. Was die Spannung noch erheblich erhöht.

Originalität: Mittlerweile gibt es ja einige Survivalthriller. Aber damals war es schon noch ziemlich originell. Auch heute noch finde ich die Idee ein solches Spiel abzuhalten grässlich und damit originell.

Fazit

Fans von Survivalthrillern und Dystopien, die bisschen heftiger sind, werden hier paar spannende Stunden erleben. Ich fand es ziemlich gut. Die Namen waren ein Alptraum, aber trotzdem konnte man dem ganz gut folgen. Es war oft auch sehr emotional, da der Autor uns sehr oft an den Gedanken der Jugendlichen hat teilnehmen lassen. Und da war so einiges übles dabei.

Autor:

Lesen ist meine Passion. Ich lese langsam, aber immer. Meine Beziehung und meine Familie sind mir wichtig. Ich liebe meine Tiere über alles. Sie sind es, die mir zeigen, wie einfach doch das Leben sein könnte. Ich warte. Warte auf ein Zeichen.

11 Kommentare zu „Takami, Koushun – Battle Royale

    1. Ich fand den Film schon heftig. Aber er war sehr spannend.
      Das Buch finde ich tatsächlich nicht so krass, weil auch echt viel von den Schülern rüber kommt. Hier ist es emotionaler. Er beschreibt zwar auch wie manche zu Tode kommen – aber mein Gehirn hat das ganz gut abgemildert.

      Schade, dass es das noch nicht als Hörbuch gibt.

      Gefällt 1 Person

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