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Berger, A. M. – Mendacia 1 – Die Verschwörung

Berger, A. M. – Mendacia 1 – Die Verschwörung – Rezensionsexemplar

Vielen Dank an A. M. Berger für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich kann auch einen Blick auf seine Homepage empfehlen. HIER findet man seine witzige Vita und auch mehr über Mendacia.

Autor: Berger, A. M.
Titel: Die Verschwörung
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 15. September 2021
Seitenanzahl Printbuch: 344 Seiten
Genre: Historisch, Abenteuer
Zeitraum: 27.01.2022-11.02.2022
Band einer Reihe: Mendacia
ASIN: B09GCBZ85Y
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Klappentext

Die Entführung eines Freundes, ein blutiges Ritual und eine Verschwörung die sich durch das ganze Land Mendacia zieht. Niemals hätte sich der biedere Bürokrat Joachim vorstellen können in all das Verwickelt zu werden. Als er der Korruption angeklagt wird setzt sich eine Kettenreaktion in Gange die ihn zu einer Flucht durch das ganze Land führt, und in tiefgreifenden politischen Einwirkungen mündet. Auf dieser langen Reise wird Joachim sowohl mit den politischen Ungereimtheiten von Mendacia als auch mit seiner eigenen Entfremdung konfrontiert.

Meine Meinung

Kein Buch, das man so nebenbei runter lesen kann. Es verlangt schon die ungeteilte Aufmerksamkeit. Aber es hat trotzdem Spass gemacht Joachim kennen zu lernen und auch zu erleben, wie er aus sich heraus kommt. Gezwungen durch äussere Umstände muss er seine Komfortzone verlassen um seine Unschuld zu beweisen. Als Bürokrat in der Verwaltung muss er einfach glauben, dass alles um ihn herum geregelt ist und auch dem Volke zu Gute kommt. Joachim ist stolz, stolz auf seinen Posten und auf sein Leben. Sein Job ist sehr wichtig für ihn. Er verwaltet die Verteilung des mittlerweile seltenen Gutes: Kohle. Durch die Industrialisierung ist sie wertvoller als so manch andere Wertgegenstände. Joachims Gutmensch-Welt bröckelt als er die Regeln biegt. Ein Gefallen, die ihm zum Verhängnis wird. Gekoppelt mit der Tatsache Zur-falschen-Zeit-am-falschen-Ort wird er aus seiner geordneten Welt katapultiert und muss um sein Leben fliehen. Diese Flucht öffnet ihm die Augen. Wischt man den Kohlestaub von einigen Stellen, kommt die grausame Wahrheit an die Oberfläche. Alleine muss er durch das Land fliehen. Trifft auf die unterschiedlichsten Menschen und Situationen mit denen er zurecht kommen muss um dann mit Hilfe seines Mentors Prof Baumgartner einiges zum Umbruch zu bringen. Allerdings wird sich in den Fortsetzungen noch herausstellen ob man Pest gegen Cholera getauscht hat.

Joachim mochte ich sofort, selbst wenn er am Anfang noch ein bisschen verkrampft war in seiner heilen Welt, in der alles geregelt wird. Professor Baumgartner fand ich auch total sympathisch. Der Autor beschreibt viele Situationen, vor allem die Umgebung mit den Häusern, Landschaften und Maschinen sehr genau. Es baut sich ein gutes Bild vor dem inneren Auge auf. Auch lässt er uns immer an Joachims Gedanken und Gefühlschaos teilnehmen. Daran kann man auch den Wandel seiner Person erkennen.

Liest man genau, kann man so manche Situationen auf unsere heutige Zeit projizieren. Die Geschichte spielt im 19. Jhd. Dementsprechend ist auch der Schreibstil angepasst.

Schreibstil: Ich hatte Anfangs etwas Schwierigkeiten rein zu finden, da es manchmal sehr steif war. Was dem Stil des Jahrhunderts angepasst ist. Das findet man in vielen historischen Romanen ähnlich. Im Laufe des Buches wurde es lockerer.

Figuren: Die Hauptcharaktere Joachim und Professor Baumgartner sind sehr gut herausgearbeitet. Die Nebencharaktere bleiben ein bisschen blass. Allerdings ist das hier auch ein Auftakt zu einer Reihe. Man wird viele Charaktere in den nächsten Folgen besser kennen lernen.

Atmosphäre und Spannung: Da Joachim wirklich einiges erleben musste, das über sein eigentliches Vorstellungsvermögen und seiner bürokratischen Körperleistung herausgeht hat man manchmal witzige und auch spannende Momente. Er begibt sich mehr als einmal in gefährliche Situationen in denen man gespannt mit fiebert. Ebenso spannend ist eigentlich der Verlauf der Story, da man so überhaupt nicht erahnen kann in welche Richtung sich das entwickelt. Bis zum Schluss kommt es zu Überraschungen.

Fazit

Es handelt sich nicht gerade um ein leichtes Buch. Der Stil ist gewöhnungsbedürftig und man kann nicht locker und leicht drüber weg lesen. Man muss schon dabei sein. Es ist spannend zu lesen, wie sich der Protagonist aus seiner Blase der falschen Geborgenheit, gezwungener Massen, befreit. Um wirklich frei zu sein, muss er so einige gefährliche aber auch spannende Strapazen über sich ergehen lassen. Ob sich das am Ende lohnen wird? Ich hatte ein paar spannende Lesestunden. Es ist schwer einzuordnen zu welchem Leser es so passt. Auf jeden Fall für Leser, die gelangweilt von der 08/15 Literatur sind, die uns so umgeben.

Autor:

Lesen ist meine Passion. Ich lese langsam, aber immer. Meine Beziehung und meine Familie sind mir wichtig. Ich liebe meine Tiere über alles. Sie sind es, die mir zeigen, wie einfach doch das Leben sein könnte. Ich warte. Warte auf ein Zeichen.

2 Kommentare zu „Berger, A. M. – Mendacia 1 – Die Verschwörung

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