Veröffentlicht in Fragen-Aktionen

MOMENTAUFNAHMEN #20 – Ratschläge

Aequitas hat aus ihrem  Tagebuch 26 Fragen für uns ausgesucht, die wir in einem zweiwöchigen Rhythmus beantworten können

Was möchtest du an die nächste Generation weitergeben? Welche Werte oder Erkenntnisse?

Das ist eine schwere Frage und ich hatte tatsächlich erst vor knapp einem Monat ein Gespräch mit einem jungen Mann, der bei uns in Zeitarbeit war.

Ich habe gerade ein sehr gutes Bild auf die Jungen Leute, da wir immer mal wieder einen Schwung zum auspressen bekommen. Ja, wir brauchen ihren Lebenssaft um die schwere Arbeit zu schaffen, denn in unserer Firma sind einige, die schon 50+ sind oder dran kratzen. Die nächsten kratzen an den 40. Also für die schwere Arbeit ist unsere Schicht eigentlich zu alt. Aber gut. Zu den Schulferien hatten wir also Zeitarbeiter. Bestellt waren 10, gekommen sind 6, ausgehalten haben 4.

So und einer war in meiner Abteilung. Und nach dem er einmal unter meiner Leitung zu spät kam und ich ein Gespräch mit ihm hatte, bei dem er mir gesagt hat, dass er in der Schule auch so war. Mal da mal nicht und dann wann er will. Kam er doch nach seinem Geburtstag eine Stunde zu spät mit dem Hinweis: Ich hab doch gesagt, dass ich Geburtstag feiere…🙄 Ja aber hallo.

Aber ich schweife ab. Meine Ratschläge für ihn:

  1. Gib dem Arbeitgeber nicht irgendwas gegen dich in die Hand wie ständig zu spät kommen oder unentschuldigt fehlen. Bei der Arbeitsleistung ist es schwieriger für ihn, wenn du argumentierst, dass du machst was du kannst.
  2. Wenn du nicht deinen Traumjob findest, suche dir rechtzeitig was, das du bis zur Rente machen kannst. Nichts körperliches. Kann langweilig sein – such dir den Ausgleich in der Freizeit.
  3. Glaube nicht, du seist unersetzlich. Das bist du niemals. Sei immer wachsam.
  4. Mach dich nicht so verrückt wie meine Generation und die kurz danach es macht. Wenn du krank bist, bist du krank. Es kümmert keinen, wenn du später nicht mehr kannst.
  5. Schaff rechtzeitig deine Schäfchen ins Trockene. Probiere und suche.

Ja, war sehr arbeitslastig. Aber da ich in einer Firma arbeite, bei dem keiner auf Alter, Gebrechen, oder ähnliches achtet, wurde das halt so.

 

Welche Ratschläge würdet ihr geben? Ich bin gespannt.

Autor:

Lesen ist meine Passion. Ich lese langsam, aber immer. Meine Beziehung und meine Familie sind mir wichtig. Ich liebe meine Tiere über alles. Sie sind es, die mir zeigen, wie einfach doch das Leben sein könnte. Ich warte. Warte auf ein Zeichen.

24 Kommentare zu „MOMENTAUFNAHMEN #20 – Ratschläge

  1. Der Bursche hat Glück, dass er nicht mit mir geredet hat. Das wäre sein letzter Tag als Leiher gewesen ;) Leider findet man diese Einstellung zur Arbeit relativ oft. :(

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    1. Ich hab es auch überhaupt nicht verstanden, dass meine Firma das durchgehen lässt und nicht in der Leihfirma angerufen hat….echte Luschen und das auf den Rücken der Alten.

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      1. Genau…..Mir ist es im Prinzip egal wie die Jugend drauf ist. Aber der Arbeitgeber sollte doch bisschen auf uns achten und nicht alles durchgehen lassen. Wir wären für weniger als die Hälfte, die sie sich erlauben entlassen worden.
        Es heisst ja nur, ihr habt doch jemanden bekommen – ja mhm…nur was taugt der

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  2. Jetzt verstehe ich auch gewisse Andeutungen bezüglich Arbeit, die immer mal wieder durchsickerten… Klar ist man nicht unersetzlich, keiner ist es. Oder wie mein ehemaliger stellvertr. Chef so uncharmant zu sagen pflegte: „Jeder ist ersetzbar.“ Deswegen bringt es nichts, sich bis aufs Blut aufzureiben, bis keine Kapazitäten mehr da sind. Je achtsamer man mit seinen eigenen Ressourcen umgeht, umso länger hat auch der Arbeitgeber was von einem :-)

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    1. Hm….ja, das sieht nur nicht jeder Arbeitgeber so. Bei uns jeden Falls nicht. Die Alten halten alles am Laufen und die Jungen machen was sie wollen.
      Du hast absolut Recht, wenn der Arbeitgeber bisschen geben würde, hätte er weniger Ausfälle und alles würde reibungslos laufen.

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      1. Richtig. Wahrscheinlich sind wir nicht mehr die Vorbilder.
        Instagram und Co. hat uns wohl abgelöst. Kann doch nur Social Media sein, aber haben sie so starken Einfluss?

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      2. Ich weiß nicht genau welcher Einfluss da so deutlich hervor tritt um so zu denken.
        Vielleicht liegt es auch daran dass die Meisten in Watte gepackt groß geworden sind und es sich doch wunderbar gemütlich leben lässt.

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      3. Da hast du Recht. Wenn ich sehe, was heute an Geburtstagen und Weihnachten verschenkt wurde und wieviel Taschengeld die Kinder heute bekommen. Ja, das könnte sein.

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    1. Hab ich ihm auch gesagt. Danach ist er dann auch fast 😆 immer pünktlich gekommen.

      Die Einstellung ist echt total anders als unsere. Nicht immer schlecht. Die machen sich nicht so verrückt, finde ich besser – aber zuverlässig sollten sie trotzdem sein.

      LG

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