Jungwirth, Oliver – Die Nachtschwärmer – Sonnenglaster

Autor: Jungwirth, Oliver
Titel: Die Nachtschwärmer – Sonnenglaster
Verlag: BoD
Erscheinungsdatum: Neuauflage 22. April 2020
Seitenanzahl Printbuch: 506 Seiten
Genre: Psychothriller
Zeitraum 27.09.20-05.10.20
Band einer Reihe: Ja
ISBN:3750494355
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Vielen Dank an Oliver für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext Neuauflage

„Wir können nicht alle Helden sein.“

Als René in einem fremden Bett auchwacht, ahnt er noch nichts von der Tragweite der Konsequenzen. Diese Nacht und alles was dazu geführt hat, wird ihn an den Rand des Wahnsinns bringen und sein Leben für immer auf den Kopf stellen.

Klappentext von der Originalausgabe finde ich aussagekräftiger

Als René in der Zeitung liest, dass seine ehemals große Liebe Uschi tot aufgefunden wurde, beginnt eine Odysee, die ihn an den Rand des Wahnsinns treibt.
Nicht nur, dass sie auf die Art und Weise ermordet wurde, die er ihr in einem lautstarken Streitgespräch angedroht hat – er wird noch dazu von Erinnerungsfetzen heimgesucht, in denen er sie tötet.
Aber René ist doch kein Mörder? Oder doch?
Vorhang auf für Susi, die René in einer Bar kennenlernt und mehr zu wissen scheint, als sie ihm erzählt.
Was weiß sie über Uschi und ihre Forschungen über die „Nachtschwärmer“? Was weiß sie über die Gefahr, die im Dunkel der Nacht lauert?
Um seinen Absturz in den Wahnsinn aufzuhalten, bleibt René nichts übrig, als genauer hinzusehen und einzutauchen in eine Welt, die nichts für „schwache Menschen“ übrig hat.
Nur mit Susi an seiner Seite beginnt der Abstieg in den Horror, ohne zu wissen, worauf er sich einlässt. Ohne zu wissen, ob er Susi vertrauen kann. Ohne zu wissen, ob er sich selbst vertrauen kann.
Was willst du tun, wenn dein eigener Kopf dein größter Feind ist?

Meine Meinung

Ich sollte eine kleine Triggerwarnung zu selbstverletzendem Verhalten vorausschieben.

Das hier ist kein einfaches Buch, das man so nebenbei liest. Lange Zeit bin ich eher mit der Geschichte mit getrieben, ohne zu wissen wo sie mich denn hin führt. Das macht die ganze Geschichte auch sehr spannend. Denn man kann einfach nichts fassen. Was ist denn wirklich passiert mit René? Seine grosse Liebe, die ihm das Herz gebrochen hat, wird grausam ermordet aufgefunden. War er der Mörder? Oder hat sie sich in Bereiche vorgewagt, die eher unergründet bleiben sollten? Hat da jemand ihre Nachforschungen zu den Nachtschwärmern stoppen wollen? René hat seit dem Vorfall öfter Black Outs mit seltsamen Erinnerungsfetzen. Während dieser Zeit lernt er Susi kennen. Susi ist irgendwie in diese Sache involviert. Hat aber auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Seit langem ist sie in psychischer Behandlung. Man erfährt auch, im Laufe der Geschichte, wieso Susi sich verletzt. Die Erklärung fand ich super heraus gearbeitet. Hier wird auf jeden Fall mal ein ganz anderes Bild gezeichnet. Und kein negatives. Susis Verhalten ist für uns schwer zu verstehen. Warum verletzt man sich selbst. Wir kennen alle die Erklärungen – das hat jeder schon mal irgendwo gehört. Hier bekommen wir aber auch mal eine andere Sicht geboten. Und das fand ich richtig gut erklärt. Also trotz der Triggerwarnung, fänd ich es nicht schlecht, wenn Betroffene das Buch lesen um vielleicht auch mal was anderes zu hören über ihre „Erkrankung“. Aber das ist eine Nebenbemerkung von mir. Trotzdem hat mich diese Beschreibung sehr für Susi eingenommen. Sie war mir schnell sympathisch. Denn obwohl sie alle für schwach halten ist sie wirklich stark. Es ist auf jeden Fall nicht leicht dieses Buch zu bewerten. Es ist tiefsinniger als es scheinen mag. Ich persönlich hab mich eher auf den Teil mit den Werwölfen konzentriert. Man hat hier keine Kuschelwölfe. Deswegen ist es teilweise auch echt blutig. Ein außergewöhnliches Buch, das ich persönlich jetzt mit nichts vergleichen kann. Fakt ist – wenn man es schafft dabei zu bleiben wird es, trotz schnell wechselnden Kapiteln und auch damit wechselnden Charakteren schon spannend. Nicht einfach aber es hält einen bei sich, weil man es einfach wissen will.

Schreibstil: Der Stil ist flüssig und man kann ihm ganz gut folgen. Einzig schwierig wird es später, wenn die Kapitel mit den Charakteren sehr kurz sind und dadurch etwas Hektik vermittelt wird. Was meiner Meinung nach dem Buch ganz gut tut, da es sich da auf den Showdown hinbewegt. Aber es fordert einen.
Figuren: Susi war mir wirklich schnell sympathisch. Mit René wurde ich nicht so warm. Ihn hätte ich nicht als Freund haben wollen. Irgendwie find ich ihn nicht sympathisch. Aber das liegt natürlich auch ein bisschen daran, dass er selbst so zerrissen ist und da auch ein bisschen intolerant
Atmosphäre und Spannung: Auf jeden Fall vorhanden. Eine drückende Atmosphäre. Da man auch verfolgt wie René immer mehr an seinen Verstand zweifelt. Dann die Situation mit den Werwölfen, das wird dann recht spannend.

Originalität: Das kann man dem Buch auf jeden Fall zugestehen. Es ist definitiv was anderes als das was man in diesem Genre an Kost bekommt. Dieses Spiel zwischen Wahrheit und einer eventuellen Psychose – man ist immer etwas ratlos.

Fazit
Definitiv kein einfaches Buch, das man so neben her lesen kann. Trotzdem Genre und den Werwölfen werden hier auch einige psychische Themen erörtert, die ich persönlich sehr interessant fand. Ob René jetzt mit seinen Dämonen oder wahren Werwölfen konfrontiert wurde und wie Susi es schafft ihre eigenen Dämonen zu bändigen – das könnt ihr hier erfahren. Es wird kein einfacher aber spannender Trip.

 

4 Kommentare zu “Jungwirth, Oliver – Die Nachtschwärmer – Sonnenglaster

  1. Ohhh eine sehr schöne Rezi! Ich war ja wirklich gespannt was Du dazu meinst. Obwohl Du es nun doch ziemlich gut fandest, weiss ich, dass solche Art Buch nichts für mich ist. Ich möchte mich irgendwie berieseln lassen ohne lange nachdenken zu müssen und mich hat dieses Nichtwissen wie was zusammenhängt schier wahnsinnig und echt Aggro gemacht. Irgendwann war ich nur noch genervt von dem ganzen und habs gefrustet in die Ecke gepackt.

    Ich freue mich, dass Du durchgehalten hast und es vorallem am Ende nicht bereust!

    LG

    Gefällt 1 Person

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