Koontz, Dean R. – Die Augen der Dunkelheit

Autor: Koontz, Dean R (Unter Leigh Nichols)
Titel: Die Augen der Dunkelheit  (Neuauflage Die Augen der Finsternis)
Verlag: Heyne
Übersetzung: Alexandra von Reinhardt
Erscheinungsdatum: 1988
Seitenanzahl Printbuch: 316
Genre: Horror, SciFi
Zeitraum 19.05.20-31.05.20
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN:
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Klappentext

Mit ihrer Show feiert die dunkelhaarige Schönheit Tina Evans wahre Triumphe in Las Vegas – des Nachts aber, wenn die Lichter ausgehen, wird sie von quälenden Alpträumen heimgesucht. Da steht Danny plötzlich wieder vor ihr, der angeblich bei einem Busunglück ums Leben gekommen ist. Aber Tinas 12jähriger Sohn lebt – als Gefangener in einem unterirdischen Versuchslabor, wo er für wissenschaftliche Experimente mit einem neuen Todesvirus mißbraucht wird…

Meine Zusammenfassung [SPOILER]

Hier wird es dieses mal nicht ohne Spoiler gehen. Da ich das Buch aber am Ende nicht empfehlen kann finde ich es nicht so schlimm.

Tina Evans hat vor einem Jahr ihren 12 jährigen Sohn Danny bei einem Ausflug der Pfadfinder während eines Busunglücks verloren. Ihre Ehe war schon vorher gescheitert. Sie war früher Ballettänzerin und hat sich dann aber auf die Produktion von Shows spezialisiert. Damit hat sie einen grossen Durchbruch erreicht. Durch die viele Arbeit hat sie sich von ihrer Trauer ablenken können. Allerdings wird sie die letzten Wochen immer von Alpträumen über Danny gequält. Sie lernt den netten Anwalt Elliot kennen. Zwischen ihnen prickelt es und nicht lange danach werden sie ein Paar. Elliot war nicht immer Anwalt. Er hat eine militärische Vergangenheit in der er sich auch schon einen Namen gemacht hat. Mittlerweile hat Tina nicht nur Alpträume. Auch im Alltag wird wie von sonderbaren Umständen verfolgt. Dannys Zimmer wird verwüstet. Es erscheinen Schriften mit „Nicht Tot“. Es gibt Temperaturschwankungen und anders, dass sie in Angst versetzt. Da sie die Leiche niemals gesehen hat, da er wegen des Unfalls zu sehr verunstaltet worden sein soll, möchte Tina für ihr Seelenheil eine Exhumierung. Mit diesem Gesuch öffnet sie die Dose der Pandora. Elliot und Tina werden verfolgt und ihr Leben ist bedroht. Während ihrer Flucht bemerkt sie auf einmal, dass die Heimsuchungen nicht bedrohlich sind. Sie merkt, dass sie von ihrem Sohn kommen und er sie um Hilfe ruft. Kurz entschlossen machen sich Tina und Elliot auf den Weg das Geheimnis um Dannys Tod zu lüften. Dabei entdecken sie in den Wäldern ein geheimes Labor uns schlussfolgern schnell, dass Danny dort gefangen gehalten wird. Die Ausmasse dessen was der kleine Junge mitmachen muss ist unfassbar, aber nicht unglaublich. Bei dem Labor handelt es sich um ein Forschungszentrum für Biowaffen. Bei dem Busunglück wurden durch ein Laborunfall alle beteiligten von einem absolut tödlichem Virus infiziert. Der einzige der überlebte war Danny. Was die Forscher dann dazu trieb, den Jungen fast zu Tode zu infizieren. Er wurde nie richtig krank. Allerdings entwickelte sich von Impfung zu Impfung ein Teil seines Gehirns, das dann wohl für die Telekinetischen Fähigkeiten verantwortlich waren. Danny schafft es seine Mutter und Elliot in das Labor zu schleussen, so dass sie ihn retten können.

Das Virus – die berühmt berüchtigte Voraussage aus den 80ern von Koontz zum Wuhan Virus. Ich bin tatsächlich froh, dass ich eine alte Ausgabe erwischt habe. Denn – ACHTUNG! Hier heisst nämlich der berühmte Virus Gorki-400 und wurde von den Russen entwickelt. Ich hab mal in die letzten Seiten der Neuausgabe geblättert und bin tatsächlich entsetzt, dass das Ende jetzt so umgeschrieben wurde, dass es auf die aktuelle Coronakrise deutet. Das man eine Neuauflage etwas der Zeit anpasst ist ja kein Thema – aber dass  man dann eine mystische Vorhersage des Autors darin entwickelt, finde ich doch einfach nur Markteting – das Buch hätte sich doch bei der Neuauflage niemals so gut verkauft….Finde ich tatsächlich sehr dreist.

Meine Meinung

Unabhängig davon, dass ich mich immer noch über diesen PR-Gag aufrege, war das Buch wirklich langweilig. Es plätscherte vor sich hin und es passierte nicht viel. Ich würde vielleicht mal neuere Werke des Autors lesen um seinen Stil zu vergleichen. Denn in den 80ern war das vielleicht tatsächlich noch spannend. Der Autor legt hier sehr viel Wert darauf seine Charaktere zu präsentieren. Man erfährt sehr viel von Tina, Elliot, und auch den Gegnern. Dafür bleibt die Spannung und auch ein bisschen die Details zu den Forschungen und Machenschaften der Regierung auf der Strecke. Das sind Dinge, die in den 80ern vielleicht die Leser begeisterte. Heute wird doch mehr Wert auf Aktion und Spannung gelegt. Natürlich will man auch ein bisschen die Charaktere kennen lernen. Aber es muss nicht so ausführlich sein, da es die Handlung nicht unbedingt weiter bringt. Dass z. B. Elliot einen militärischen Hintergrund hat und auch die involvierten Personen kennt ist schon wichtig – aber es kann abgekürzt werden. Es ist einfach ein Buch, dass man nicht unbedingt lesen muss.

Schreibstil: Der Schreibstil ist sogar ziemlich gut. Am Anfang fand ich die Übersetzung etwas hölzern – da war der Vergleich zur Neuauflage etwas flüssiger. Aber das gab sich. Und trotzdem das Buch nichtssagend war, habe ich mich  nicht allzusehr gelangweilt. Der Autor schweift zwar ab – aber verwendet wenig Metaphern. Er bleibt sehr direkt und auch bei seiner Story – er philosophiert also nicht.

Figuren: Die Charaktere Tina und Elliot waren sehr sympathisch. Natrürlich bekommt man durch so eine Biografie der Charaktere einen tieferen Zugang zu ihnen. Das fand ich auch gar nicht schlecht – aber es hat halt den Fluss ein bisschen gestört.

Atmosphäre und Spannung: Leider ein bisschen zu wenig. Die Verfolgungsjagden waren eher schwach gestaltet und der Einbruch in das Labor auch eher unspektakulär.

Originalität: Das ist natürlich jetzt schwer zu beurteilen. In den 80ern bestimmt auf jeden Fall – heute zu Tage eher weniger, da es schon so viel davon gibt.

Fazit

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Trotzdem ich mich jetzt nicht gelangweilt habe, gab es kaum Spannung und Action. Die Handlung plätschert sanft vor sich hin und kann einen nicht fesseln. Dafür hat man aber einen langen Spaziergang mit den Charakteren, die sehr intensiv beschrieben wurden. Der Hype um Wuhan ist hier ein absoluter Fake – aber dazu findet ihr mehr in der Zusammenfassung oben.
Ich würde es nicht empfehlen, da es einfach ein bisschen zu langweilig ist.

Ein Kommentar zu “Koontz, Dean R. – Die Augen der Dunkelheit

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