[ABGEBROCHEN] Bates, Jeremy – Die beängstigendsten Orte der Welt 1 – Suicide Forest

Autor: Bates, Jeremy
Titel: Suicide Forest
Verlag: Luzifer-Verlag
Übersetzung: Andreas Schiffmann 
Erscheinungsdatum: 19. Mai 2017
Seitenanzahl Printbuch: 520 Seiten
Genre: Horror
Zeitraum: 06.11.19-11.11.19
Band einer Reihe: Die beängstigendsten Orte der Welt
ASIN: B01M0YBDUQ
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Klappentext

Am Fuße des Mt. Fuji, ganz in der Nähe von Tokyo, liegt der Aokigahara Jukai.
Dieser weitläufige, dicht bewachsene Wald ist eines der schönsten urwüchsigen Gebiete Japans – und eines der berüchtigsten. Denn seit den 1960er Jahren gilt der Aokigahara als unheiliger Magnet für Selbstmörder. Ständig durchkämmen Polizeikräfte und die Feuerwehr den Wald auf der Suche nach Leichen, in dem pro Jahr bis zu 100 Menschen verschwinden. Die Behörden gehen jedoch von weitaus mehr Suizidfällen aus, die jedoch aufgrund der teilweise undurchdringlichen Vegetation des Waldes nicht gefunden werden können.
Der Legende nach sind diese uralten Wälder verflucht. Die Geister der Toten, die sich hier das Leben nahmen, finden keine Ruhe.

Als das schlechte Wetter eine Gruppe jugendlicher Abenteurer davon abhält, den Mt. Fuji zu besteigen, beschließen sie, für die Nacht ihr Lager im Aokigahara Jukai aufzuschlagen. Die Warnungen vor dem Bösen, das hier umgeht, halten alle für puren Aberglauben. Doch als am Morgen darauf einer von ihnen erhängt aufgefunden wird, beginnen die jungen Leute zu ahnen, dass an manchen Legenden mehr dran sein könnte, als man glauben möchte …

Meine Zusammenfassung

Jugendliche Abenteurer ist schon etwas falsch ausgedrückt. Eigentlich sind das Leute die von etwa 25-35 Jahre alt sind. Eigentlich wollten sie den Fuji besteigen – aber eine Schlechtwetterfront lässt sie ihre Meinung ändern und sie schliessen sich einem gerade kennen gelernten Paar an, die in den Aokigahara Wald wollen. Der Wald ist von vorneherein faszinierend und gruselig. Überall findet man Spuren der Menschen, die in ihrem Elend dort ihr Leben beendet haben. Schuhe, Taschen und anderes. Auch sind überall Bänder gespannt, die sich noch nicht ergründen. Waren es die Selbstmörder, oder die Polizei? Es herrscht grosse Spannung unter einigen der Charaktere. Dies könnte die Spannung in die Höhe treiben.

Meine Meinung:

Ich bin stark enttäuscht. Ich habe mich richtig auf dieses Buch gefreut. Das ist eine spannende Lokation und da kann man schon einiges herausholen. Es müssen ja nicht unbedingt 520 Seiten sein. Wenn man nämlich alles unnützes hinausstreichen würde, wären es effektiv wohl nur 300 Seiten, die dann aber spannend. Es gibt wirklich spannende Szenen aber leider schafft der Autor es durch seine Abschweifungen diese immer zu töten. Das hatte ich ja HIER schon befürchtet. Es wird mich nerven. Und so kam es auch. Ethan – der Hauptprotagonist – hat zu allem eine Geschichte zu erzählen. Das tötet jede Spannung und nimmt auch den Fluss aus dem Geschehen. Die Szenen, die dann mit der Gruppe sind, könnten richtig spannend sein – aber auch da schafft er es durch Beziehungsdramen alles abflachen zu lassen. Ich bin bei etwas über der Hälfte ausgestiegen. Ich hab mal kurz zum Ende vorgeblättert – da scheint zwar noch einiges zu passieren – aber ich weiss nicht, ob das ausreicht weiter zu lesen. Wenn ich an ein Buch denke und es mich eigentlich eher nervt zuzugreifen – dann sollte man es weg legen. Fakt ist – bis kurz über die Hälfte des Buches passiert fast gar nichts, bis auf den Todesfall, der im Klappentext erwähnt wird. Das ist mir zu wenig.

Schreibstil: Der Schreibstil ist so eigentlich ok. Wobei ich bei manchen Passagen das Gefühl hatte, dass der Übersetzer zu wörtlich übersetzt hat. Es hat sich manchmal etwas komisch geklungen. Ein paar Rechtschreibfehler sind vorhanden – aber nicht so viele, dass es unangenehm war.

Figuren: Mit den Charakteren bin ich auch so gar nicht warm geworden. Selbst wenn Ethan – der Erzähler und Hauptcharakter – viel aus seinem Leben erzählt und viele Storys, die er mal gehört hatte zum Besten gibt, bleibt er mir fern.

Atmosphäre und Spannung: Leider wurde diese immer wieder gestört, durch Abschweifungen. Spannende Szenen gab es schon – aber sie wurden nicht aufrecht erhalten.

Originalität: Ich glaube über den Suicide Forest gibt es noch kein Buch? Ich hatte jedenfalls noch keines gesehen – was auch der Grund war, warum ich mich so freute drauf. Gerne hätte ich mehr auch über die Gegend erfahren. Das wäre wesentlich effektiver gewesen als irgendwelche Geschichten einzubauen. Die Originalität ist hier leider verpufft.

Fazit

Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Wenn man die Bewertungen beim grossen A. liesst, scheint es gerade dann spannend zu werden, als ich mich entschloss abzubrechen. Ich habe etwas über die Hälfte gelesen und war sehr genervt von den Abschweifungen des Autors. Das zerstört mir zu sehr die Spannung und hindert den Lesefluss. Ich bin schon sehr enttäuscht, da ich mich auf das Buch gefreut hatte.

 

Charaktere

Ethan – der Hauptcharakter, aus dessen Perspektive die Erzählung statt findet. Er ist Englischlehrer in Japan und mit Mel zusammen. Sein Bruder kam ums Leben, was ihn lange belastete und auch immer ein Weg in die Geschichte findet. Er ist eher der Typ, der sich nicht so festlegen will. Unentschlossen, aber doch auch mutig.

Mel – sie ist ebenfalls Englischlehrerin. Viel erfährt man von ihr eigentlich nicht. Einerseits ist sie neugierig auf den Wald, aber ein Unfall lässt sie eher zurückrudern. Aber die Gemeinschaft will weiter. Ein Eifersuchtsfall bringt die Beziehung zu Ethan ins Wanken

Neil – er ist auch Lehrer und der Älteste in der Gruppe. Eher zurückhaltend aber nützlich. Eine schwere Lebensmittelvergiftung setzt ihm schwer zu.

Tomo – er ist der jüngste in der Gruppe und ein Japaner. Ein Fan von Mangas und Rappen. Er und Ethan haben sich beim Biertrinken kennen gelernt. Ein übermütiger und witziger Charakter. Er will unbedingt einen Toten sehen.

John Scott – ein alter Schulkamerad von Mel und der Eifersuchtsfaktor, der von Ethan ausgeht. Er ist Soldat und benimmt sich auch sehr klischeehaft. Arrogant und provokant. Unsympathischer Charakter

Nina – sie und Ben sind das Paar, das die Gruppe vor dem Fuji kennen lernt. Sie schliessen sich an und gehen mit ihnen in den Wald. Sie macht eine Weltreise mit Couchsurfing. Eine schlimme Erfahrung hat ihr ziemlich zugesetzt.

Ben – er will unbedingt Schauspieler werden. Als Charakter hat er eine Nebenrolle. Von ihm hört und sieht man nicht so viel. Er ist auf jeden Fall sehr interessiert an dem Wald und den Toten.

4 Kommentare zu “[ABGEBROCHEN] Bates, Jeremy – Die beängstigendsten Orte der Welt 1 – Suicide Forest

  1. Liebe Rina,
    der Titel und natürlich der Klappentext lassen wirklich durchgehende Spannung vermuten. Es ist sehr schade, dass es offensichtlich nicht gelungen ist, die Erwartungen zu erfüllen. Ich habe Deine Rezension mit viel Interesse gelesen und danke Dir fürs „Vorlesen“.
    Liebe Grüße
    moni

    Gefällt 1 Person

    • Danke schön – Ja leider hat es nicht so geklappt. Wobei die Rezis schon vielversprechend waren. Vielleicht wenn man tatsächlich durchhält kommt die grosse Überraschung – aber da habe ich jetzt keine Lust mehr…vielleicht irgendwann mal.
      Oder als Hörbuch.

      Liebe Grüsse

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: [Aktion „Mein SuB kommt zu Wort“] Wort #44 | Ich lese

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