Moers, Walter – Zamonien 01 – Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär

Autor: Moers, Walter
Titel: Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2002
Seitenanzahl Printbuch: 704 Seiten
Genre: Fantasy
Zeitraum 21.05.19-14.06.19
Band einer Reihe: Zamonien
ISBN: 344245381X
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Klappentext

Ein Blaubär, wie ihn keiner kennt, entführt den Leser in eine Welt, in der Phantasie und Humor auf abenteuerliche Weise außer Kontrolle geraten sind. In 13 1/2 Lebensabschnitten kämpft sich der Held durch ein märchenhaftes Reich, in dem alles möglich ist – nur nicht die Langeweile!

Meine Zusammenfassung

Lässt sich dieses Buch überhaupt irgendwie zusammenfassen? Sehr schwer. Blaubär wird von Zwergpiraten aus einer Nussschale gerettet und damit beginnt sein Abenteuer. In diesem Buch schildert er uns seine ersten 13,5 Leben. Voll Abenteuer, Wissen, Fantasy. Wir treffen auf Rettungssaurier, Bollogs, Tornado, Fata Morgana, Atlantis, auf Schattentrolle und noch soviel andere, dass ich einen Teil schon vergessen habe.

Meine Meinung

Das Vergessen ist hier eine grosse Sache. In meinem Kopf gibt es wohl einen grossen Anteil See des Vergessens, in den sich Gedanken und neu erlerntes im Gehirn stürzt. Blaubär trifft auf soviel verschiedene Gestalten und gelangt in soviel Orte, dass ich manchmal, wenn sie wieder Erwähnung fanden, echt überlegen musste, wer das noch mal war. Blaubär ist auf jeden Fall sehr selbstverliebt. Würde ich mal behaupten. Denn er kann vieles in kürzester Zeit und auch sehr gut. Aber er teilt uns auch seine Niederlagen mit – also ehrlich ist er. Nur die kleine Periode als Lügenkönig in Atlantis – da Lügt er berufsbedingt – aber nicht im Privaten Bereich. Das Buch ist durchaus interessant und hat viel witzige Passagen. Aber, es wird unheimlich viel aufgelistet. Schon alleine sämtliche Farbnuancen der Buntbären. Da gibt es nicht nur Gelb…nein…. – ein Abschnitt ist nur der gelben Tönung gewidmet – ebenso Grün, Blau Mischfarben. Aber das ist nicht die einzige Aufzählung. Blaubär zählt sehr gerne auf. Auch die Geschichten sind einfach Aneinanderreihungen von Ereignissen, die einen gar nicht nahe gehen. Am Anfang war ich noch ganz euphorisch – hatte aber schon die Befürchtung, dass es nervig werden könnte auf die Dauer. Leider bestätigte sich das. Es war zuviel in ein Buch gequetscht. Vielleicht ohne die Aufzählungen und ohne vieles zu wiederholen, hätte sich das Buch um gute 150-200 Seiten reduzieren können – dann wäre es vielleicht besser gewesen. Es ist nicht schlecht – aber sehr anstrengend, teilweise. Dann kommen noch die ständigen, manchmal witzigen, Einlagen eines Lexikons, das Blaubär in wichtigen Momenten, oder auch manchmal zu spät, die Erklärung zu gerade erlebten gibt. Am Anfang hat mich das bisschen an die Braut des Prinzen erinnert, bei dem das Vorlesen immer mal durch Einlagen unterbrochen wurde – aber es wurde dann oft nervig, so dass ich manche übersprungen habe.

Schreibstil

Der Schreibstil an für sich, war nicht schlecht. Schlecht waren die vielen Wiederholungen und Aufzählungen, die einem vermitteln, dass einfach nur Seiten unsinnig gefüllt werden sollten. Da es sich um eine Autobiografie des Bären handelt, gab es auch wenig Dialoge, was es manchmal etwas trocken machte. Witzig waren die Zeichnungen, der Figuren und Begebenheiten.

Figuren:

Ich konnte zu keiner der Charaktere eine richtige Bindung aufbauen. Deswegen konnte ich mich tatsächlich manchmal nicht mehr an sie erinnern, wenn sie später mal Erwähnung fanden.

Atmosphäre und Spannung: Ich fand es konnte weder eine richtig gute Atmosphäre noch richtig Spannung aufgebaut werden.

Originalität

Definitiv gegeben. Die Fantasie von Moers sprudelt hier nur so über. Er erfindet Figuren und Gegebenheiten. Da würde ich im Traum noch nicht mal drauf kommen. Man merkt, dass in ihm ein Quell wahrer Inspiration steckt.

Fazit

An Ende war es nicht meins. Da ich nur Gutes von Moers gehört hatte, war ich dann endlich mal neugierig. Aber es konnte mich nicht so faszinieren, wie so manch andere. Am Anfang noch witzig und erfrischend, hat es mich irgendwann angefangen zu nerven. Ich werde diese Reihe wohl nicht weiter verfolgen. Aber es muss wirklich jeder selbst erkennen. Denn es gibt unzählige Fans. Also bitte, versucht es einfach – vielleicht begeistert er euch auch.

 

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5 Kommentare zu “Moers, Walter – Zamonien 01 – Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär

  1. Genau, nur weil es einem nicht gefällt bedeutet das ja nicht, dass es jemand anderem nicht trotzdem gefallen könnte.

    Mir wäre es auch zu viel, ich habe aber als Vergleich nur mal ins Hörbuch reingespickert.

    LG Babsi

    Gefällt 1 Person

    • Eben – es gibt unheimlich viele Fans – deswegen muss da wirklich jeder selbst hineinsteigen.
      Am Anfang war es ja echt noch amüsant – aber irgendwann wurde es einfach echt zuviel. Vorallem diese unnützen Seitenfüller durch schnöde Aufzählungen…Eher ärgerlich, als amüsant.
      Aber die Reihe werde ich wohl eher nicht verfolgen.
      LG

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