Kilborn, Jack – Das Hotel

Autor: Kilborn, Jack
Titel: Das Hotel
Verlag: Heyne Verlag
Übersetzung: Wally Anker
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2011
Seitenanzahl Printbuch: 384 Seiten
Genre: Horror, Thriller
Zeitraum 02.01.19-08.01.19
Band einer Reihe: Nein
ISBN/ASIN: B006JYS7QK
Bereits gelesene Bücher des Autors

Kilborn, Jack – Angst (vor der Blogzeit – keine Rezi)

Klappentext

Willkommen im Hotel des Grauens

Einladend wirkt das Rushmore Inn zwar nicht gerade, aber der Profisportlerin Maria bleibt nichts anderes übrig, als sich dort ein Zimmer zu nehmen. Als ihr klar wird, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, ist es schon zu spät – denn aus dem Rushmore Inn reist niemand lebend wieder ab …

Meine Zusammenfassung

Das Rushmore Inn ist auf keiner Karte verzeichnet. Das Hotel im etwa zwei Stunden entfernten Ort ist oft „überbucht“. Dann verweist der Concierge die Gäste gerne auf das Rushmore Inn. In der Gegend sind im Laufe vieler Jahre in etwa 500 Personen verschwunden. Nie wurde genauer geforscht. Ist ein unwegsames Gelände. Aber irgendwann ist einmal Schluss. Eleanor Roosevelt hätte nie gedacht, dass ihre diesjährigen Gäste ihr das gewohnte Leben so schwer machen würden. Sonst hätte sie dieses Jahr vielleicht auf Gäste verzichtet. Die Mutter so einiger Missgeburten, die sich in diesem abgelegenen Hotel aufhalten, achtet auf die Reinheit der Linie – schliesslich stammen sie von den Roosevelts ab. Sie benötigen bestimmtes Blut. Diese Frauen werden gemelkt und geschändet, da man ja auch Nachkommen benötigt. Mit den Männern, die sich dort hin verirren, werden Spiele gespielt. Keine schönen und sie sind immer die Verlierer. Die Gäste, die dieses Jahr am Ironwoman teilnehmen wollen, sind allerdings alles Kämpferinnen. Sie lassen sich nicht so einfach gefangen nehmen oder gar töten. Das wird ein ganz besonderer Empfang werden. Wer wird am Ende gewinnen. Ja wer wird wirklich gewinnen?

Meine Meinung

Sehr, sehr actionreich und blutig. Dieses Buch ist wirklich nur für Hardcore Thrillerfans. Ein Hillbilly-Splatterfilm als Buch. Eine interessante Erfahrung und nicht unspannend. Natürlich geizen die Amerikaner nicht mit viel Action und unrealistischen Szenen. Aber das tut dem ganzen keinen Abbruch. Man weiss es und dann kann man das auch ganz gut weg stecken. Es gibt viele Szenen, die auch echt eklig sind. Da würde ich vielleicht beim Film die Augen schliessen, obwohl ich schon viele solcher Filme gesehen habe. Beim Lesen filter das Gehirn das schlimmste – aber nicht alles. Bei einer solchen Anhäufung von Grausamkeiten, geht kein Filter mehr drüber. Meine Empfehlung – geht in kein Motel, das nicht auf der Karte eingezeichnet ist. Da ist doch irgendwas Faul. Man weiss es wird grausam, aber man kann es nicht weg legen…..

Ich hatte schon Angst von dem Autor gelesen und erinnere mich, dass auch dieses Buch oft brutal war. Aber auch spannend. Kilborn ist ein Name, den man sich als Genrefan merken sollte.

Schreibstil

Sehr lebhaft. Man kann den Szenen gut folgen. Und oft genug runzelt man die Augenbrauen über das geschilderte. Hier bekommt Show, don´t tell it eine tiefere Bedeutung. Schön ist, dass hier keine abschweifenden Szenen eingebaut sind, die einem die Spannung nehmen.

Figuren:

Sehr stark dargestellt. Die Athletinnen, und die Motelbetreiber – sehr detailliert und lebhaft. Man ekelt sich und fiebert mit den anderen mit.

Atmosphäre und Spannung

Düster, düster und sehr oft eklig. Durch das hohe Tempo der Geschichte wird auch ein straffer Spannungsbogen gestaltet.

Originalität

Da es ja schon zig, solcher Filme gibt, kann man sich jetzt streiten ob das ein originelles Thema ist. Originell ist es wohl, dass es geschrieben ist und jeder selbst seine Fantasie einbringen kann. Man kann selbst bestimmen, wieviel man durch den Filter lässt. Diese Story in ein Buch zu packen, ist eine interessante Idee. Und sie hat funktioniert.

Fazit

Kilborn ist ein Name, den sich Splatterfans merken sollten. Hier wird nicht gekuschelt, hier wird gehackt. Und nicht zuwenig. Dies ist kein Buch für zarte Seelen. Hier geht es wirklich blutig und auch oft eklig zu. Definitiv nur zugreifen, wenn man sich stark genug dazu fühlt. Ich fand es ein interessantes Leseerlebnis. Trotz gewisser Abgestumpftheit, durch die Filme dieses Genres musste auch ich hin und wieder schlucken. Eine sehr blutige Reise.

Charaktere

Maria – sie ist in diesem Buch, die erste die verschwindet. Etwa ein Jahr vor der eigentlichen Geschichte. Sie will beim Ironwoman mitmachen und kommt nicht mehr nach Hause. Ihr Verlobter macht sich auf die Suche nach ihr.

Felix – Marias Verlobter. Er macht sich mit Marias Bruder auf die Suche nach ihr, da er ihr plötzliches Verschwinden nicht einfach hinnimmt. Auch er landet in dem besagten Hotel und muss so einiges erleben.

Cameron – er ist Marias jüngerer Bruder. Felix holt ihn aus der Psychiatrie und sie machen sich auf die Suche. Er ist teilweise recht brutal – und auch nicht ganz so harmlos.

Kelly – sie ist etwa 13 und nimmt mit ihrer Mutter und Grossmutter auch an dem Ironwoman teil. Sie ist sehr taff und obwohl sie von ihrer Familie getrennt wird und sich alleine durchkämpfen muss übersteht sie das ganze. Sie trifft auf Cameron. Anfangs ist er eine grosse Hilfe – aber was steckt noch hinter ihm?

Florence – Die Grossmutter – sie war in Kriegebieten im Einsatz als Krankenschwester. Trotzdem sie nicht mehr die stärkste ist, setzt sie den Missgeburten im Hotel noch ganz ordentlich zu. Sie ist durchtrainiert und furchtlos.

Letti – sie ist Kellys Mutter. Ebenfalls eine Sportlerin und eiskalt. Da sie von ihrer Mutter zu oft alleine gelassen wurde, ist sie auch gefühlsmässig eher ablehnend. Dies rettet ihr hier aber das Leben.

Deb Novachek – sie ist eine Berühmtheit. Einige Jahre zuvor hat sie ihre Unterschenkel bei einem Kletterunfall mit anschliessendem Zusammentreffen eines Berglöwen verloren. Dieses Jahr will sie bei den Ironwoman mitmachen. Eigentlich ist sie ihrer Story schon müde und will gar nicht mehr so im Rampenlicht stehen. Da sie aber schon dem Tod ins Gesicht geblickt hat, ist sie eine Kämpferin.

Mal – ein Reporter, der sich an Deb hängt um eine Story über sie zu bringen. Das ist sein Schicksal. Dadurch kommt er natürlich auch in das Hotel und muss sich seine Story schwer und schmerzhaft erarbeiten.

J.D. – Kellys Hund – ein Tapferer Kerl, der dem ein oder anderen das Leben rettet.

Baby – Maria findet in der Kinderstube ein Baby – ein normales Mädchen – es stellt sich heraus, dass es das richtige Blut für die perversen Spiele der Roosevelts hat – deswegen haben sie es behalten. Es ist ein Baby einer ehemaligen Gefangenen.

Eleanor Roosevelt – eine ganz entfernte Verwandte der Roosevelts und total besessen von den Präsidenten. Sie ist die Matriarchin und die Mutter vieler Missgeburten. Für sie zählt nur die reine Linie. Deswegen suchen sie Frauen, deren Blut passend ist. Sie brauchen deren Blut und wollen Kinder mit ihnen zeugen.

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2 Kommentare zu “Kilborn, Jack – Das Hotel

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