Boccacino, Michael – Charlotte und die Geister von Darkling

Autor: Boccacino, Michael
Titel: Charlotte und die Geister von Darkling
Verlag: Bastei Lübbe
Übersetzung: Hubert Straßl
Erscheinungsdatum: 17. Januar 2014
Seitenanzahl Printbuch: 305 Seiten
Genre: Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 28.0.18-06.11.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B00CO5UTOG
Bereits gelesene Bücher der Autoren

Klappentext

Charlotte ist Gouvernante auf dem Anwesen Everton. Sie kümmert sich um die beiden Söhne des Hausherrn, die vor Kurzem ihre Mutter verloren haben. Als die drei eines Tages durch den Wald gehen, geraten sie plötzlich in eine völlig andere Welt. Dort entdecken sie das wundersame Haus von Darkling: der einzige Ort, der für den Tod unerreichbar ist.

Hier verbergen sich schaurige Wesen. Unter ihnen – die Mutter der Jungen …

Meine Meinung

Anfangs dachte ich es ist ein Mystery Roman. So startete das ganze auch. Es dauerte auch etwas, bis dann klar wurde, dass es eher ein Fantasy Roman ist. Viele Elemente der Geschichte haben mir ganz gut gefallen. Allerdings wäre es mir lieber gewesen, es wäre weiter auf der Mystery Schiene geblieben. Ich fand den Fantasyteil irgendwie unpassend zu dieser Story. Es war, als hätten zwei verschiedene Personen dieses Buch geschrieben. Irgendwann überlegte ich, zu wem diese schräge Story passen würde. Und mir viel nach einiger Zeit Tim Burton ein. Das wäre die perfekte Story für ihn. Als Film könnte ich es mir dann auch vorstellen. Es war schon oft fesselnd gewesen. Aber manchmal so abstrakt, dass ich nicht so richtig folgen konnte. Mir persönlich wäre es tatsächlich lieber gewesen, diese Geschichte wäre mystisch weiter gegangen. Wohl habe ich mich beim Lesen nicht immer gefühlt. Das Ende ist allerdings recht gut geworden. Es spricht dafür, dass der Autor vielleicht irgendwann mal eine Fortsetzung geplant hat. Aber ich habe nichts gefunden – das hier war sein Debüt.

Schreibstil: Da diese Geschichte in der Vergangenheit spielt ist auch der Stil angepasst. Also gut gelungen. Er hat einen flüssigen Schreibstil, der es trotz einiger Probleme, meinerseits, mit der Story noch angenehm war.

Figuren: Mit den Figuren bin ich leider nicht so warm geworden. Vielleicht lag es am „viktoriansichen“ Stil. Da werden die Personen ja gerne etwas unterkühlt dargestellt. Vielleicht auch daran, dass ich nicht so richtig eintauchen konnte. Die Charaktere waren schon gut dargestellt – aber irgendwie sprang der Funken nicht über.

Atmosphäre und Spannung: Die ungemütliche gruselige Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen. Auch der Fantasypart war gut getroffen. Es war spannend, gerade am Ende. Das ganze Gebilde stürzt in sich zusammen und bleibt offen.

Originalität: Hm, originell war es. Nicht mein Stil – aber es war schon eine interessante Kulisse.

Fazit:

Mich hat das Buch leider nicht überzeugen können. Trotz des guten Schreibstils, blieb es eher flach und hat wenig Emotionen, ausser manchmal ein Kopfschütteln hervorgerufen. Mir wäre es hier lieber gewesen, es wäre eine nette Gruselgeschichte geworden und kein schräger Schauplatz eines Fantasygemurkse. Man wird vom Cover und dem Klappentext etwas in die Irre geführt.

Zitate

Ich fragte mich, ob die Person, in die man sich angesichts einer Gefahr verwandelte, das wirkliche Ich war, oder ob es sich dabei nur um eine Maske handelte, die man aufsetzte, um zu überleben.

»Wir sind unsterbliche Wesen, Mrs. Markham, und es gibt nichts Langweiligeres als die Ewigkeit.

»Eine Person mag mit der Mode gehen, aber sie kann sich nur begrenzt biegen, oder sie wird brechen und sich selbst vollkommen vergessen.«

Charaktere:

Nanny Prum: Mit ihr beginnt das Grauen einzuziehen. Sie wird grausam ermordet und taucht als Gesprächsperson immer wieder auf

Jonathan: Der verstorbene Ehemann von Charlotte. Er ist bei einem Brand umgekommen. Charlotte trifft ihn oft in ihren Träumen

Charlotte: Sie ist die Hauptperson. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht beschrieben. Sie ist eine Gouvernante. Geschuldet des Zeitalters und Etikette wirkt sie immer leicht unterkühlt und oberflächlich. Auch sehr emotionslos in Anbetracht der ungewöhnlichen Ereignisse

James: Er ist der jüngere Sohn, um den sich Charlotte kümmert. Eher unbelastet und voll Fantasy.

Paul: Der Ältere Sohn. Er ist der Zweifler. Aber trotzdem schnell überzeugt. Aber nicht so beeinflussbar wie sein Bruder

Lily: Die verstorbene Hausherrin. Sie ist in der Endwelt gefangen. Sie hat irgendeinen Deal abgeschlossen um dort mit ihren Kindern zusammen sein zu können. Aber das bringt irgendwie das Gleichgewicht durcheinander.

Henry: Der Hausherr. Er hat Charlotte für seine Kinder eingestellt. Aber sie tut auch ihm gut. Trotzdem trauert er noch oft um seine Frau. Erst zweifelt er, aber als seine Söhne verschwinden, glaubt er und geht mit auf Rettungsmission

Mr. Whatley: Er ist der Meister der Endwelt. Er spielt ein Spiel mit Charlotte. Aber wird er es auch gewinnen.

 

 

 

2 Kommentare zu “Boccacino, Michael – Charlotte und die Geister von Darkling

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