Veröffentlicht in Geschichtszauberei

Projekt TXT – Das zwölfte Wort – Weihnachten 1 von 8

Eine Geschichte über acht Teile, die ich auf meinem Schreibblog veröffentlichen werde.

Hoffen auf ein Weihnachtswunder

Eine unbekannte Katastrophe führt zu Stromausfällen. Die kleine Familie, Mina, Matthew und Nadja versuchen zu überleben. Dabei wird Matthew von Mina und Nadja getrennt. Mina versucht mit Nadja, ihrer kleinen Tochter zu fliehen und zu überleben. Dabei landen sie in einem Camp, in dem Frauen nur zur Zucht verwendet werden. Auch Matthew trifft auf üble Gestalten, bis die kleine Familie endlich wieder zusammen kommen, haben sie einige Jahre zu überstehen. Aber Nadja, das kleine tapfere Mädchen, hat einen unzerstörbaren Glauben an Weihnachten und den Weihnachtsmann. Sie hofft ganz fest auf ein Weihnachtswunder, das sie wieder zusammenführt.

***

Es war dunkel. Es war schon so lange dunkel. Strom gab es schon ewig nicht mehr.

Mina saß in einem Wohnzimmer. Nicht ihr Wohnzimmer. Das hatte sie schon ganz lange nicht mehr betreten. Es lag weit entfernt. Ein zu Hause gab es nicht mehr. Die Couch in der sie saß war gemütlich. Sie lud ein zum Verweilen. Sich mit einem guten Buch und paar Kerzen in eine Decke kuscheln in eine fremde Welt fliehen. Eine fremde Welt – sie würde sofort dorthin entfliehen. Hauptsache weg hier.

Tief in ihren Gedanken versunken, hielt sie die Fernbedienung in der Hand. Sie streichelte die Tasten. Wann hatte sie das letzte Mal eine ihrer Lieblingsserien gesehen? Sie wusste es nicht. Die Zeit war unwichtig geworden. Sie schaute hoch – ein riesiger Flachbildschirm zierte die Wand. Es war ein schönes Wohnzimmer. In der Ecke vor dem Fenster stand das Skelett eines Weihnachtsbaums. Die Beleuchtung lieferte schon lange kein heimeliges Licht mehr. Die Kugeln waren matt vom Staub und der Zeit. Unter dem Baum lagen noch immer unausgepackte Geschenke. Eine Erinnerung an alte, schönere Zeiten. Sie konnte in ihrer Erinnerung Kinderlachen hören und die gesungenen Weihnachtslieder. Und schon wieder war Weihnachten. Die Erinnerungen an vergangene Tage, drängten sich vehement auf. Gedankenverloren drehte sie an ihrem Ehering.

***

Nadja war ein Christkind. Sie wurde am Heiligen Abend geboren. Matthew und sie waren überglücklich. Dieses kleine perfekte Wesen.

Nadja war bei dem Vorfall drei Jahre alt. Matthew und Mina wollten ein kleines gemütliches Weihnachtsfest mit ihrem Geburtstag kombinieren. Am Heiligen Abend saßen sie gemütlich und beobachteten ihre Tochter mit ihren Geschenken. Dann kam der Stromausfall. Das Chaos auf den Straßen, war schon nach drei Stunden ohne Strom ausgebrochen. Die Leute plünderten die Geschäfte.

Die weihnachtliche Dekoration wirkte nun bedrohlich im Dunkeln. Zeugte von heuchlerischer Sicherheit. Das Fest der Liebe. Aber keiner liebte den Nächsten. Zum Glück war Matthew vorbereitet. Sie hatten Vorräte für mehrere Monate. Das Haus musste erst mal nicht verlassen werden. Sie konnten sich etwas Normalität vorheucheln und genossen die ruhige Zeit mit ihrer Tochter.

Dann waren die Vorräte aufgebraucht. „Schatz, ich werde mal sehen ob ich bei den Nachbarn was finde. Die Häuser stehen schon seit Wochen leer.“ „Oh Mat. Ich hab so Angst. Was, wenn dir etwas zustößt? Was sollen wir dann machen.“ „Es wird schon nichts passieren, hier war schon seit Monaten keiner mehr hier in der Straße. Ich bin gleich wieder da. Außerdem haben wir den Ernstfall doch geprobt. Wenn mir etwas geschieht, weiß ich dass ihr beide das schaffen werdet.“ Er umfasste Minas Gesicht mit seinen Händen und blickte ihr tief in die Augen. Sie nickte. Sie war vorbereitet. Matthew hortete schon einige Zeit Lebensmittel und andere überlebenswichtige Dinge. Sie hat es damals belächelt, aber jetzt war sie ihm dankbar.

Bei einem seiner Streifzüge kam er nicht mehr zurück. Sie wartete einige Tage. Nachts kletterte sie aufs Dach um zu sehen, wie die Umgebung sich verändert hatte. Überall konnte sie schwelende Brände sehen, aber selten sah sie  Menschen von Schatten zu Schatten zu huschen.

Sie hatte wahnsinnige Angst. Was sollte sie mit dem Kleinkind machen. Wie sollte sie überleben. Sie saß vor dem Bett ihrer Tochter. Die Kleine war einfach so hübsch.

Tränen liefen ihr über die Wange. Tränen der Trauer über den Verlust ihrer großen Liebe und vor Angst, wie sie ihre süße unschuldige Tochter schützen sollte.

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Autor:

Lesen ist meine Passion. Ich lese langsam, aber immer. Meine Beziehung und meine Familie sind mir wichtig. Ich liebe meine Tiere über alles. Sie sind es, die mir zeigen, wie einfach doch das Leben sein könnte. Ich warte. Warte auf ein Zeichen.

3 Kommentare zu „Projekt TXT – Das zwölfte Wort – Weihnachten 1 von 8

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