Malfi, Ronald – Little Girls

Autor: Malfi, Ronald
Titel: Little Girls
Verlag: Voodoo Press
Übersetzung: Stefanie Maucher
Erscheinungsdatum: 27.01.2017
Seitenanzahl Printbuch: 380 Seiten
Genre: Mystery
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 12.09.18-21.09.18
Band einer Reihe: nein
ASIN: 9995756129
Bereits gelesene Bücher der Autoren: Die Treppe im See – Ronald Malfi

Klappentext:

Als kleines Mädchen war es Laurie verboten, das Zimmer am Ende der Stufen zu betreten. Das war eine der vielen Regeln, die ihr kalter, distanzierter Vater aufgestellt hatte. Nun, in einem finalen Akt der Verzweiflung, hat ihr Vater seine Dämonen ausgetrieben. Doch als Laurie mit ihrem Ehemann und ihrer zehn Jahre alten Tochter zurückkehrt, um das Anwesen in Besitz zu nehmen, ist es, als weigere sich die Vergangenheit zu sterben. Laurie spürt, dass sie in den kaputten Regenrinnen lauert, sieht, wie sie aus einem leeren Bilderrahmen auf sie hinabstarrt, hört sie in dem modrigen Gewächshaus im Wald lachen … Zuerst denkt Laurie, dass sie sich alles nur einbildet. Doch als sie Abigail, die neue Spielkameradin ihrer Tochter trifft, kann sie nicht anders, als ihre unheimliche Ähnlichkeit mit einem anderen kleinen Mädchen zu bemerken, das nebenan wohnte. Das nebenan starb. Mit jedem vergehenden Tag wächst Lauries Besorgnis, und ihre Gedanken werden immer beunruhigender. Verliert sie, ganz wie ihr Vater, langsam den Verstand? Oder passiert diesem süßen kleinen Mädchen wirklich etwas Unaussprechliches?

Meine Zusammenfassung

Laurie hatte vor etwa einem Jahr einen Blackout. Danach hatte sie sich eine Auszeit als Lehrerin genommen. Man erfährt am Ende des Buches den Grund des Blackouts – also ich – als Leserin..hihi. Ihr Mann, Ted, ist Drehbuchautor. Mit dabei haben sie ihre zehnjährige Tochter, Susan. Da sich Lauries Vater, vermeintlich, das Leben genommen hat, indem er aus dem geschlossenen Fenster des Aussichtsturms sprang, muss die Familie kommen um den Nachlass zu regeln. Er litt an Demenz und war unter 24 stündiger Pflege. Zwei Frauen kümmerten sich um ihn Tagsüber Dora Longton, Nachts Ms Larosche. Aber was verfolgte den Mann. Er wurde immer ängstlicher. Seine Vergangenheit, seine Taten? Er verschloss alles mehrfach und liess die Pflegerin mehrfach kontrollieren. Ritzte Kreuze in Wände und vernagelte die Fenster. Wovor hatte er solche Angst? Und was ist mir Laurie – ist diese Paranoia erblich und sie verfällt ihr auch gerade – oder ist Sadie doch von den Toten aufgestiegen um sich zu rächen?

Meine Meinung:

Das Buch zieht sich fürchterlich. Das einzige, das wirklich unheimlich ist – ist die Langeweile, die es manchmal verursacht. Es wirkt einfach künstlich in die Länge gezogen. Manch einer meint vielleicht, dass sich dadurch der Grusel langsam aufbaut, wie man das manchmal in Filmen so sieht – ein Schatten dort, ein Fenster oder eine Tür die zufällt. Vielleicht, wenn die Passagen dazwischen nicht alles wieder herunter holen würden. Es wird unheimlich viel gefüllt mit unwichtigen Dingen. Diese Füllpassagen machen mir mittlerweile bei einigen Romanen echt Probleme – sie bringen mich weder dem Charakter näher, noch bringen sie die Geschichte weiter. Sie nerven mich einfach nur noch, da sie die Spannung mindern. Bisschen kompakter dann wäre die Geschichte vielleicht wirklich gut geworden. Die Beschreibung von Sadies Verhalten liess mich dann auch ganz leicht auf die Auflösung deuten. Es kommt zwar noch zu einer Überraschung in Lauries Erinnerung – aber ich war nicht über den Verlauf mit ihrem Vater erstaunt. Es wird ständig auf das schlechte Verhältnis zum Vater hingewiesen – aber es fehlt ein Beispiel. Das letzte Kapitel war wirklich spannend. Da zeigt der Autor, dass er es schon versteht – was aufzubauen. Und das Ende – hätte man es erahnen können – ja – aber das macht nichts – denn es war gut. Nur leider reicht es nicht aus, das Buch aufzuwerten. Was auch wirklich mies war – das Lektorat. Ich weiss nicht ob es an der Übersetzerin lag – aber hier wurden oftmals die Namen von Susan und Laurie vertauscht. Auch gab es einige Rechtschreibfehler.

Schreibstil

Trotz der genannten Fehler, über die man dann schon mal stolperte, war der Schreibstil gut. Es gab keine Probleme mit dem Einstieg.

Figuren:

Die Figuren – tja – Laurie fand ich meist nervig. Sie war unsympathisch – genau wie ihre Tochter Susan. Ted wurde sehr nett dargestellt. Er war immer bisschen der lockere – fiel aber Laurie bei der Erziehung immer mal in den Rücken. Er und Susan haben ein sehr gutes Verhältnis. Abigail – mit ihr konnte ich auch nichts so anfangen – sie war wichtig, hatte aber keine tiefe Position eingenommen – man lass irgendwie über sie weg. Ausser am Ende – da wurde sie als Abigail/Sadie noch mal intensiviert.

Atmosphäre und Spannung

Die Atmosphäre war sogar recht gut dargestellt. Das düstere Haus, das verfallene Gewächshaus und ständig Geräusche und Schatten, die irgendwo zu hören und sehen waren. Das hätte ich mich noch bisschen intensiver gewünscht. Aber war schon ganz gut getroffen.

Fazit

Ich werde kein Malfi-Fan. Mir hat die Treppe im See schon nicht so gut gefallen und auch dieses hier konnte mich leider nicht wirklich fesseln. Irgendwie wurde mir das einfach mit zuviel Füllmaterial in die Länge gezogen. Selbst wenn der Showdown gelungen war – es fängt leider nicht auf, dass es davor zu langatmig war.

Charaktere
Laurie Gerrane – sie ist die Tochter des Verunglückten und will sich um den Nachlass kümmern – leider hat sie keine guten Erinnerungen an ihre Kindheit hier. Das Verhältnis zu ihrem Vater war zerrüttet und der Ort birgt schlechte Erinnerungen. Wir erfahren warum.

Ted – ihr Mann – er ist ein offener und netter Mann – mit Fehlern.

Susan – die Tochter – mit zehn manchmal schon bisschen zu zickig.

Abigal – die Nichte der Nachbarn – ist sie Sadies Wiedergeburt, oder täuscht sich Laurie in der Ähnlichkeit, die anscheinend nur sie wahrnimmt.

Sadie – Lauries Freundin aus Kindestagen, die bei einem Unfall ums Leben kam. Sie war kein nettes Mädchen.

Myles – der Vater von Laurie – er war ein hohes Tier im Stahlgeschäft und hat sich in den 80ern daraus zurückgezogen. Seine Frau hat ihn verlassen, als Laurie zehn war.

Dora Lorton – die Pflegerin, die Tagsüber für ihn zuständig war

Felix Lorton – ihr Bruder, der sie begleitete, da sie sich oft nicht wohl fühlte in dem Haus

Teresa Larosche – Die Nachtpflegerin – ein junges Mädchen um die zwanzig. Sie war an dem Abend da, als Myles aus dem Fenster sprang. Mit seinen Marotten hat er sie sehr verunsichert.

Tanya Albrecht – ein Mädchen, das in den 80ern verschwand und deren Überreste gefunden wurden.

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3 Kommentare zu “Malfi, Ronald – Little Girls

    • Danke – ja, mich hat es nicht so begeistert – aber viele mochten es – deswegen solltest du vielleicht einfach mal reinlesen.
      Die nächsten, die ich gewählt habe, die waren schon gut und ich hoffe im Oktober auf paar gruselige Bücher.

      Liebe Grüsse

      Gefällt 1 Person

  1. Pingback: Wochenrückblick 24.09.18-30.09.18 – Ich lese

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