Blogparade zum Thema: Arbeit – eine Lebensaufgabe oder eine Notwendigkeit des Lebens

Susanne hat sich eine Blogparade zu dem Thema Arbeit ausgedacht. Ein Thema wie Wetter, Politik und Religion – sehr umstritten und heiss diskutiert. Ich finde es interessant und bin auf die Kommentare gespannt.

Die Blogparade endet am 15.09.18

Hier die Fragen. 

  • Bist du zufrieden mit Deiner Arbeit oder wärst Du lieber etwas ganz anderes geworden?

Ich bin nicht zufrieden. In meinem derzeitigen Job bin ich nur, wegen des damaligen Studiums. Das Studium habe ich abgebrochen, aber den Job behalten, da er für wenige Stunden gut bezahlt wird. Aber die Umgebungstemperatur – also das Miteinander ist mittlerweile so mies, und die Arbeit ist so schwer geworden. Das ist nicht mehr erstrebenswert.

Was wäre ich gerne geworden? Irgendwas mit Tieren. Mittlerweile gerne zusätzlich zu Kräuterheilkunde. Aber da ich meist zu müde bin ist mein Wissen rudimentär.

  • Siehst du die Arbeit generell als Bereicherung oder als einen zeitraubenden Faktor?

Zeitraubender Faktor. Die meisten haben einen 8 Stunden Arbeitstag. Geschlafen wird 7-8 Stunden, wenn alles gut läuft. Da sind 15-16 Stunden des Tages schon weg. Dann Haushalt, bei manchen noch Kinder. Da sind dann – sagen wir 4-5 Stunden weg. Round-about 20 Stunden weg. Dann bleiben noch 4 Stunden für einen selbst – und da ist man doch auch nie wirklich für sich. Also ich habe keine 4 Stunden. Gut meine Arbeit ist Frühschicht – aber die macht einen so matschig, dass ich erst spät am Nachmittag wieder zu gebrauchen bin.

Allerdings kann man das nicht pauschalisieren. Die wenigen, die Glück hatten ihr Hobby zum Beruf zu machen – die haben auf jeden Fall eine Bereicherung erlebt.

  • Wenn nicht, was für ein System würdest Du dann vorschlagen? Würde die Welt ohne Arbeit funktionieren?

Bedingungsloses Grundeinkommen. Und bitte – sagt mir nicht, dass dann die „Faulen Säcke“ dann gar nicht mehr arbeiten würden – das muss ich mir ständig anhören – die arbeiten doch jetzt auch nicht und bekommen Geld. Der Vorteil:

Man bekommt für sein Grundbedürfnis Geld – Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Renten, Behörden würden alle wegfallen. Die Gelder werden umgeschifftet und noch paar andere Umstrukturierungen – Wer sich intensiver damit beschäftigen will, sollte hier mal reinschauen. Wenn man mehr möchte – Luxus – dann kann man sich Geld zuverdienen. Jetzt ist es so – das was ich verdiene, geht für Grundbedürfnisse drauf – mehr geht nicht. Mit dem anderen System wäre mein Grundbedürfnis gedeckt und ich kann mit dem erarbeiteten Geld mein Leben gestalten. Mein Hobby leben.

Natürlich ist es komplizierter, als ich es darstelle – das ist nur eine kleine Ecke.

  • Findest Du das Notensystem sinnvoll? Wenn ja, warum? Und wenn nein, warum nicht?

Ich habe so gar nichts mehr mit dem Notensystem zu tun. Ich bin es von damals gewohnt und kenne nichts anderes. Generell ist das Schulsystem eher fragwürdig – somit wohl auch das Notensystem.

  • Was würdest Du tun, wenn Du einfach mal 5 Jahre nicht arbeiten müsstest, das Gehalt aber normal weiterfließen würde.

Ich würde mir suchen, was mich glücklich macht. Etwas wovon ich nach den 5 Jahren weiter leben könnte, ohne mich weiter kaputt zu machen.

  • Wie würdest Du Dich entscheiden, wenn Du nochmal von vorne beginnen dürftest? Was würdest Du in Schule oder der Arbeit anders / besser machen?

Das ist eine schwere Frage. Schule und Studium waren wichtig – vor allem der Weg des Studiums – ich wollte nicht später mal da sitzen und mich ständig fragen, was wäre wenn ich studiert hätte. Ich habe und erfolglos – das reicht mir um zufrieden zu sein.

Arbeit: Ich würde mich wenigstens zehn Jahre früher umorientieren. Ich war etwas zu bequem und habe mich zu sicher gefühlt in meiner damaligen Position. Bisschen Mobbing und schon sieht die Sache anders aus. Da fragt man sich dann doch – was wäre wenn.

Allerdings hat mich jede Entscheidung, die ich getroffen habe zu meinem heutigen Denken geführt. Ich würde eher in privater Hinsicht einiges anders machen um dann einen anderen Weg einschlagen zu können.

 

 

 

 

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10 Gedanken zu “Blogparade zum Thema: Arbeit – eine Lebensaufgabe oder eine Notwendigkeit des Lebens

  1. Dieses „dann geht keine mehr arbeiten“-Argument beim Grundeinkommen ist doch generell Quatsch. Nur weil ich im Monat – sagen wir – 1000 Euro für nichts bekommen würde, kommt es doch auf meinen Lebensstandard an, ob ich damit auskomme. Wenn ich vorher 2500,3000,12000 oder was auch immer verdient habe, gebe ich mich doch dann nicht mit den 1000 Tacken zufrieden und gehe trotzdem weiter arbeiten. Es ist eben nur ein sinnvolles System, um die Menschen zu unterstützen, damit man sich vielleicht auch mal was zurücklegen kann und nicht an jedem Monatsende überlegen muss, wie man noch was zu essen in den Kühlschrank bekommen soll, um nicht vorm nächsten Lohn zu verhungern.

    1. Genau. Mir schwillt immer der Kamm, wenn jemand so argumentiert. Man würde auch etwas motivierter arbeiten, wenn es für rein seinen Konsum ist.

  2. LAH

    Für mich ist das Grundeinkommen eine schöne Illusion, mehr nicht. Wir haben ja damals in der Schweiz darüber abgestimmt und ich war auch dagegen, so schön es sich auch anhört. Denn unter dem Strich hätte ich nicht mehr Geld gehabt, weil einfach alles teurer geworden wäre.

    1. Irgendwann wird es nicht drum herum kommen. Es gibt Prognosen, dass es in etwa 30-40 Jahren 50-60% Arbeitslose geben wird. Roboter und KI. Das kann nicht anders finanziert werden. Aber es ist ein umfassender Umbruch. Das geht nicht einfach, nur jedem ein Grundgehalt zu zahlen und gut. Da gehören einige Umstrukturierungen dazu.
      Mehr Geld, das soll es nicht sein, es soll eine Grundversorgung bestehen, und alles was man mehr braucht oder will muss erarbeitet werden.

  3. Bei mir verlief es im Job zum Schuss ähnlich, mit Mobbing und Schikane…. was inzwischen ja in manchen Berufszweigen schon fast zum Arbeitsalltag gehört.
    Aber……. man würde im nachhinein wahrscheinlich so manches anders machen und ist eben so gelaufen, machen wir also das Beste draus…..
    Liebs Grüßle von Hanne <3

    1. Genau – wir machen das beste draus. Eine Psychologin und auch unsere Hausärztin hat uns auch bestätigt, dass dieses Mobbing wirklich immer mehr zunimmt. Unfassbar.

      Liebe Grüsse.

  4. Pingback: Wochenrückblick 13.08.18-19.08.18 – Ich lese

  5. Liebe Rina,
    was du da beschreibst klingt nicht gut. Ehrlich gesagt klingt es fast schon depressiv. Vielleicht brauchst du noch etwas Zeit um darüber nachzudenken, aber sieh zu, dass du rechtzeitig aus dieser Situation rauskommst. Du schadest dir selbst, warte nicht, bis es zu spät ist. Und es geht auch mit kleinen Schritten, du musst dich nicht zusätzlich noch unter Druck setzen.
    Liebe Grüße und alles Gute
    Tina

    1. Vielen Dank für deine lieben Worte – ich versuche mich aus der unangenehmen Situation heraus zuziehen und Stresspunkten aus dem Weg zu gehen. Ich plane auf jeden Fall aus dieser Situation zu entkommen – aber es dauert noch ein bisschen, bis das alles reibungslos umzusetzen ist.

      Liebe Grüsse

  6. Pingback: Endlich meine Zusammenfassung der Blogparade – million-beautiful-things

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